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Technik aufs Ohr - Der Podcast für Ingenieur*innen und Technikfans

Folge 244 - Artemis II: Europäische Technik sichert Erfolg der Mondmission

Donnerstag, 14. Mai 2026 · 24 min

MP3

Shownotes

Gast: Annemarie Lohse, Airbus Defence and Space
Systeme zu entwickeln, die das Überleben der Besatzung einer Mondmission sichern, gehört wohl zu den außergewöhnlichsten ingenieurtechnischen Leistungen unserer Zeit. Bei der Artemis-II-Mission hat Annemarie Lohse von Airbus Defence and Space in Bremen mit ihrem Team genau das gemacht. Sie war verantwortlich für das European Service Module, das u. a. die Versorgung der Crew mit Sauerstoff und Wasser sicherstellte.
Mit Sarah spricht sie über die Herausforderungen für Material und Technik: Schwerelosigkeit, fehlende Atmosphäre, Strahlung. Prägende Erfahrungen, die sie auch künstlerisch in ihrer Musik verarbeitet.
Sie berichtet außerdem über ihre Erfahrungen als Frau in einer Führungsrolle in diesem technischen Berufsfeld mit hohem Männeranteil - interessant ist hier der Vergleich mit den Kolleg*innen in den USA - und teilt ihre Überlegungen, wie man mehr Frauen für MINT-Berufe begeistern könnte.

Ein in vielerlei Hinsicht beeindruckendes Gespräch!

Links zur Folge:
Informationen zur Artemis-II-Mission (airbus.com/en/space/orion-european-service-mod…)
Anamy "Fly Artemis" bei YouTube (youtube.com/watch?v=C9Y8naWOkjs)
Anamy "Fly Artemis" bei Spotify (open.spotify.com/track/2g1KwW08aeNeJ3jHDzozRz?…)
Anamy bei Instagram (instagram.com/anamy.fly)

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Musik- und Audioproduktion:
Studio Grüner Ton (gruener-ton.de)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ich glaube, es geht auch häufig um das Warum. Für Raumfahrt ist es sehr leicht sich zu begeistern. Es gibt noch einige andere technische Berufe, Stichworten erneuerbare Energien wo man mit Überzeugung arbeiten kann und wenn man das Warum hat dann ist das Wie und der Weg viel einfacher. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Technik aufs Ohr.

Ja, hier ist heute die Sarah für euch am Mikrofon Und ich bin mir sicher dass diese folge so hoch wie keine bisher fliegen wird zumindest bildlich gesprochen Denn heute geht es um die atemis. zwei missionen ja jeweils das ganz bestimmt mitbekommen haben. ungefähr vor einem monatgruppe gab Es zum ersten mal seit über fünfzig jahren wieder einen bemannten raumflug zur mod.

ein team aus vier astronautinnen und astronautin hat den ertrabanten dabei umrundet und war soweit von Erde entfernt wie noch kein Mensch zuvor. Dass das so überhaupt möglich war, daran hat meine heutige Gesprächspartnerin einen erheblichen Anteil. Anne-Marie Lose arbeitet als Ingenieurin für Raumfahrtechnik bei Airbus Defense & Space in Bremen und hat dafür gesorgt dass die Crew mit überlebenswichtigen Ressourcen wie Sauerstoffe und Wasser versorgt wurde.

Darüber wollen wir auf jeden Fall sprechen über die technischen Herausforderungen einer außergewöhnlichen Mission aber auch darüber wie sie ihre Rolle als Frau in einem noch immer doch sehr stark von Männern geprägten Berufs So, jetzt sage ich aber erstmal Hallo und herzlich Willkommen Anne-Marie. Ja, hallo!

Moin! Hallo schön dass wir sprechen. ja die Mission ist da jetzt beendet und die Astronauten, Astronautinnen sind auch alle gesund wieder zurückgekehrt. was überwiegt denn gerade bei dir so am meisten? Ist es Stolz Freude Erleichterung? Was waren so deine Gefühle als das alles so abgelaufen ist? also Ich bin immer noch euphorisch muss ich sagen.

Das ist wirklich immer noch das absolute Highlight meiner Karriere. Ich bin sehr, sehr glücklich dass die Östrenaut in alle gesunden zurückgekommen sind und das alles wunderbar funktioniert hat. Und jetzt ist meine Vorfreude auf die nächste Mission sogar noch größer als vorher. Oha! Dann bastelste schon quasi an der nächsten Mission.

Kann man da schon was verraten? Naja, also nächstes Jahr ist Artemis III geplant und im Jahr drauf dann hoffentlich die erste Mondlandung. Ja. Also ich bin gespannt. Ja, sehr aufregend. Dann gehen wir doch direkt schon mal ein bisschen mehr auf deine Rolle ein also auch deiner technische Rolle. vielleicht kannst du das mal ein bissel erläutern was du jetzt konkret alles so gemacht hattest und was du innehattest?

Genau! Also im Wesentlichen für ATEMIS II war ich technisch verantwortlich für das Consumer Storage Subsystem also einen Teil des Lebenserhaltungssystems, des Raumschiffes Und dafür verantwortlich, dass Sauerstoff und Wasser zur Verfügung stehen. Und Stickstoff um den Kabinendruck aufrecht zu erhalten.

Kannst du das so ein bisschen technisch erläutern? Also was waren da Schritte? Was musste da alles beachtet werden? Naja also wir haben halt vor allen Dingen Tanks an Bord für das Gas und das Wasser eine Menge Leitungen und Equipments. Das Interessante ist ja wenn da oben im Weltraum können wir nicht nachsteuern.

Das heißt, wir müssen alles redundant auslegen damit im Fehlerfall immer noch alles zur Verfügung steht. das hat genauso geklappt wie wir uns das vorgestellt haben und damit haben wir halt auch die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Das Ganze lief wir auch unter der Mission Europa oder Europa zusammen denken.

Wie kannst du das so noch mal beschreiben? Also wie war da der Austausch und wer war alles an der Mission überhaupt beteiligt? Es war im Wesentlichen eine Partnerschaft zwischen den NASA und der ESA, und innerhalb von Europa haben sich Länder mit denen wir zusammengearbeitet haben. Ich persönlich habe es sehr eng mit Italienern zusammen gearbeitet Und... Prostim war alles immer international, immer mehr als zwei bis drei Länder beteiligt.

Und das ist einfach total inspirierend weil wir wirklich mit dem besten Ingenieurinnen aus aller Welt zusammengearbeitet haben. erstens um überhaupt die Technik zu bauen und die zum Mond fliegt dann auch Probleme zu lösen und ja haben da alle an einen Strang gezogen und gezeigt was wir Menschen erreichen können wenn wir zusammenarbeiten.

Ja, apropos Herausforderungen. Also was gab es denn so aus seiner Sicht für technische Hürden oder Herausforderung die euch begegnet sind? Also was mich während der Mission natürlich immer im Hinterkopf hatte und für mich dann auch neu war ist einfach die starke Entfernung zum Produkt. also wir konnten wirklich nur Daten lesen Wir konnten uns das nicht mehr anschauen und ähnliches.

Wir haben nur Sensor-Daten bekommen, die wir dann interpretiert haben Das heißt ja hatten nun auf begrenzte Sichtbarkeit was überhaupt passiert. Das ist ja auch sehr charakteristisch für die Raumfahrt, aber damit haben wir auch ein ganz großes Stück Kontrolle abgegeben und trotzdem haben wir aufgezeigt dass wir das System so gut verstehen, dass wir auch nur mit wenigen Daten in der Lage sind zu verstehen wie gesund ist das Raumschiff aktuell?

Wahnsinn! Also konntest du dir meistens Zeit von Bremen aus tatsächlich arbeiten. oder wie lief das ab? Nein also ich war in den Niederlanden beim Esarstadtort und hab dort mit dem Team die Daten überwacht. Ja, Wahnsinn! Man kann sich das insgesamt doch nur schwer vorstellen wenn man nicht aus dem Bereich kommt.

also wie außergewöhnlich die Bedingungen eben auch sind was das technische System alles können muss um dann eben ins All geschickt zu werden. wo liegen denn die größten Unterschiede im Vergleich zur klassischen Luftfahrt? Das ist glaube ich ganz interessant für unsere Hörenden. Also das eine ist, wir machen keine Wahrsung.

Wir schießen da einmal was hoch und es kommt nie wieder zurück. Das heißt, wir können nicht nachjustieren. Wir haben genau einen Versuch – und nicht mehr! Das ist der einen Punkt. Dann haben wir keine Atmosphäre offensichtlich, wir haben also auch keinen Auftrieb und gar nichts. Und was für mich persönlich besonders interessant war die Schwerelosigkeit Denn unsere Wassertanks haben sich natürlich am Boden ganz anders verhalten und das ist etwas, was wir hier nicht testen können.

Wir könnten fast alles testen aber Schwerelosigkeit eben nicht und es war besonders interessant zu sehen wie sich die Tanks in der Schwereloßigkeit verhalten. Gibt's denn irgendwie so Kennzahlen oder größten Ordnungen mit denen man so die Unterschiede nochmal deutlich machen kann wenn man jetzt Nicht-Engineur der Ingenieurin ist?

Gibt´s da was? Na ja, die Höhe einmal. Ganz offensichtlicher. Also in ein paar Tausend Fußs im Vergleich zu vierhunderttausend Kilometern entfernt. das ist natürlich das krasseste. Das sind glaube ich die Vergleiche die man ziehen kann. aber so einfach vergleichen lässt es sich halt eben nicht weil die Umgebungsbedingungen hier auf der Erde auch wenn man in der Luft ist sich sehr stark von denen im Weltraum unterscheiden.

Ein anderes Beispiel wäre neben Schwiererlosigkeit und auch die Temperaturen wäre zum Beispiel das Thema Strahlung, das haben wir ja auf der Erde nicht. Aufgrund des Magnetfelds sind wir geschützt aber im Weltraum wird da ohne irgendwelche Barriere das Raumschiff mit Teilchen beschossen in Anführungszeichen.

deswegen müssen wir uns ja auch dagegen schützen und von daher kann man sich so gut vergleichen, ehrlich gesagt. Wie erzeugt ihr denn dann die Testbedingungen? Also die eben sicherstellen was du gerade berichtet hast dass das alles ja gewachsen ist und das auch standhält? wie kann man das mit den testbedingung erklären?

genau also einige tests sind relativ einfach zum beispiel die mechanischen test evibationstest zu den staaten Stellt das Ding auf den Shaker und dann wird es durchgeschüttelt. Dann thermale Bedingungen, und auch Vakuum lässt sich auch recht einfach in der Vakum herstellen. Strahlungstests kann man auch wunderbar machen.

Da gibt's nicht viele Test-Facilities weltweit aber es gibt sie mit denen man die elektronischen Bauteile beschießt und damit überprüfen kann können Sie der Strahlungsdosis Stand halten. Das geht also recht gut! Sehr schön. So, genau also wir haben jetzt schon so ein bisschen alles technisch beleuchtet und dass du uns ein paar Einblicke geben können was super spannend ist wenn du so von dem allen erzählst hat man ja auf jeden Fall auch raus ne?

Also das du total dafür brennst dass es irgendwie dein Herz mit dabei is und ich würde jetzt einfach mal persönlich auch interessieren von dir wie du in diesen Sektor gekommen bist. war das schon immer irgendwie ein Traum von dir genau in diesem Bereich zu arbeiten? oder wie ist das gekommen? Ja, also die berühmte Geschichte von der Ariane V Rakete, die ich mal geschenkt bekam als keines Modell hat mich einfach begeistert.

Und als Kind war ich auch so ein bisschen... Ich hatte zwei Leidenschaften. Ich hatte Naturwissenschaften, die mich total interessiert haben. Ich habe aber auch die Musik, die leidenschaftlich gespielt habe. und am Ende war beim DR hab' ich einen Praktikum gemacht das mich dafür begeisterte, wo ich in den Kontrollräumen war und gesagt habe, okay auf jeden Fall möchte ich Raum für Technik studieren.

Und ja dann habe ich das Studiert. jetzt bin ich hier. aber meine erste andere Leidenschaft die Musik habe ich ja nicht aufgegeben. Ich hab auch meine Inspiration in Form von Musik jetzt veröffentlicht für die Mission mit meinem Song. Also ja es ist alle cool Die leidenschaft uns. Ja mega Ja, das kann man auch gerne hier verlinken dann bei uns.

Dass man da das bestimmt irgendwie streamen kann. Das kann man ja wahrscheinlich irgendwie gut irgendwo anhören. Das würden wir sehr gerne machen! Cool! Ja, sehr schön! Also jetzt mal so von Frau zu Frau sozusagen also egal in welchen Bereich man arbeitet. ich denke so jede Frau erfährt das mal irgendwie.

ne dass es auch irgendwie Hürden gibt die man im Berufsleben zum Meistern hat, weil wir jetzt beide glaube ich auch in einer Männerdominierten Branche immer noch arbeiten und es fehlen eben auch viele Ingenieureinnen. Das haben wir halt auch jetzt beim Forder-Jener-Studien nochmal erhoben. Wie nimmst du das wahr?

Das ist ja auch teilweise ganz persönlich die Sichtweise. Manche sagen ja auch irgendwie Nö, das habe ich jetzt gar nicht so wahrgenommen. Wie würdest du das dann beschreiben? Also... Ja! Ich bin in der Regel die einzige Frau im Raum mit ein bisschen Glück wenn ich die zweite. Was mir während der Mission stark aufgefallen ist, dass es auf die amerikanischen Seite nicht so ist.

Da gibt's den Frauenanteil in der amerikanische Ingenious Elite mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis. Also das kann ja wohl nicht an den Frauen liegen, sodass wir hier in Europa so unterrepräsentiert sind in den technischen Berufen. Es muss also irgendwie ein kulturelles Problem sein. Meine persönliche Theorie ist, diese ganzen Diversity-Programme, die sehr lange durchgezogen wurden und in den USA funktionieren.

Da kann ich jetzt tatsächlich Tausend Anekdoten erzählen, von Männern die versucht haben, mich klein zu machen oder zu entmutigen. Aber ich denke viele Frauen checken relativ schnell welche Männer... machen das, um zu mutigen geben. Ich sag mal in Anführungszeichen für sorgliche Ratschläge was aber eigentlich nur dazu da ist damit die Frau Ruhe gibt und bitte keine Probleme macht.

Und am besten weil mir im Team bleibt, damit ich nicht jemand neues einstellen muss. also sage ihr dass sie keine Ahnung den Raumfahrtsjob doch nicht hinkriegen wird oder ähnliche Dinge und naja dann müssen wir halt ignorieren. und trotzdem ist es aber auch wichtig zu erkennen dass es auch viele männliche Kollegen gibt die das Gegenteil davon gehen, die ehrlich unterstützen und ehrlich strategisch Ratschläge geben.

Und das eine vom anderen unterscheiden ist super wichtig denn wir brauchen auch Allianzen, die uns dorthin bringen wo wir hinkommen wollen. Du und ich, ich nehme an bei dir ist es ähnlich... Wir würden diesen Job ja nicht machen wenn wir ein Problem mit Männern hätten. Nein definitiv! Ja, es ist ja total toll mit Männern zusammenzuarbeiten und wir passen da auch irgendwo rein.

Das soll man bitte auch mal erwähnen finde ich. Ja das ist ein gutes Wort! Ja, definitiv. Also ich sehe das genauso wie du. Es gibt immer zwei Seiten oder es gibt ganz verschiedene Persönlichkeiten und das ist auch für mich geschlechterunabhängig. Und nichtsdestotrotz ist es sehr wichtig finde ich auch... Du hast eben angesprochen auch Mentoring-Programme anzubieten.

Das machen wir vorhin ja eben auch mit unserem Woman Touring Programm also wirklich Netzwerke auch an zu bieten, egal ob für Berufseinsteigerinnen oder eben auch erfahrenen IngenieurInnen wo man einfach auch Unterstützung bekommt Das Wichtig ist, also wie schätzt du Netzwerke ein als Unterstützung? Total wichtig und ich muss gestehen dass ich da jetzt auch nicht die Allerbeste drin bin.

Aber je häufiger ich es mache desto mehr stelle ich fest wie wichtig das ist. Meine letzte Erfahrung war dass ich ja vor zwei Wochen den Engineering Woman Award auf der Hannover Messe gewonnen habe. Ja super Sache! Ja, und die Fambergs war ja eine Karriere-Kongress für Frauen. Und für mich war es so ungewohnt auf einmal in einem Raum zu sein mit dem umgedrehten Geschichterverhältnis.

Da waren hunderte Frauen und ne Hand voll Männer. Auf der einen Seite war das total cool einfach fürs Bild weil's ungewöhnt war aber ich hab' gemerkt wie der Vibe ganz anders ist. Ich habe gemerkt, wie wunderbar es ist mit Frauen zusammen zu sein, sich auszutauschen die so ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Das war ein bisschen wie einatmen und man hat vergessen dass man überhaupt die Luft angehalten hat weil ich ständig von Männern umgeben bin. aber manchmal war ich nur von Frauen umgeben und das ist gestellt. Wie schön das eigentlich ist Kann auch mal gut sein. Ja ja total Nee, ich kann das total gut nachvollziehen und vor allem im Austausch.

Ja alleine manchmal drüber zu sprechen hilft ja ne? Es muss ja nicht immer gleich irgendwie was anderes sein. aber Ich finde das auch total gut. Und wenn du so gerade erzählt hast habe ich mir mal versucht deinen Alltag vorzustellen also wie ein ganz typischer Arbeitstag von dir aussieht und So richtig hat es nicht funktioniert.

vielleicht kannst Du aufklären und dass man so beschreiben was Du eigentlich sonst so bei Airbus machst. Also ist am Ende auch einen Bürojob. Nicht immer in nine to five, aber es ist ein Bürojob. Das meiste was ich tue ist mittlerweile der People Management als Führungskraft. Ich spreche viel mit Menschen und ziehe die Pferden nicht.

Ich diskutiere den Prozess am Laufen. Ich gebe auch Guidance bei technischen Themen. wenn's dann mal ein paar Highlights gibt sag' ich jetzt mal ansonsten dieses Meetings Was wahrscheinlich das Außergewöhnlichste ist, dass es für mich nichts Ungewöhnliches ist, täglich Meetings mit der NASA zu haben und mit der ESA.

Wenn ich da heutzutage von erzählt habe, dann heben alle die Augenbrauen und für mich ist es halt Alltag! Aber ja über die Jahre in der Welt hat man hier eine Arbeitsbeziehung aufgebaut und vertraut sich gegenseitig. Es ist viel Lesen, viel Emails, viele Meetings, viel Austausch für Kommunikation Also viel Abstimmung.

Das hört sich für mich an, dass man auf jeden Fall sich viel abstimmt und einen Austausch geht? Genau also das ist es auf jeden fall. wir sind ja in Bremen der Systemintegrator. Das heißt bei uns kommen die Pferden zusammen. Die einzelne Teile, die wir aus allen Ländern Europas kaufen kommt in Bremen.

Wir bauen sie zusammen und damit haben wir die Integrationsaufgabe einmal hier in Breem aber auch die Schnittstelle in den USA wo dann ISM mit dem Chromodul zusammen genagelt würde, Anführungszeichen. Das heißt auch diese Schnittstellen managen wir und auch den Prozess der da in den USA noch stattfindet die Tests usw.

Wir haben dann eine Integrationsaufgabe ganz einfach. Ja sehr spannend! Würdest du dich denn auch schon als Rollmodel verstehen? oder würdest du sagen dass damit ist das es vielleicht ein bisschen zu weit gegriffen? Oder ist das schon so eine Rolle die du gerne ausfüllen möchtest? Auf jeden Fall. Ich merke das jetzt auch aufgrund der ganzen Aufmerksamkeit in der Presse.

Ja, auf der einen Seite ist natürlich schön darüber sprechen zu können, das Projekt zu repräsentieren. Auf der anderen Seite hoffe ich dass viele junge Mädchen mich aussehen und checken okay die ist cool. so. was möchte ich auch machen? Das wird total schön! Ja, genau. Und darum dreht sich bei Dubai auch mein Song.

Da geht es auch darum, sich nicht in Mutigen zu lassen und auch wenn's Zweifler gibt trotzdem die Reise zum Mond anzutreten was für mich besonders war das in einem Musikvideo meine kleine Schwester mitgespielt hat. Und ich war so stolz darauf, weil sie sich so gefreut hat mich zu spielen und das gibt mir so viel zurück zu merken.

Ja dass ich für Sie ein Vorbild bin im positiven Sinne. Ja sehr schön. ja davon braucht es auf jeden Fall auch viel mehr. also ich finde auch rein in die Sichtbarkeit drüber sprechen Ja, das hilft dann glaube ich immer am meisten. Also wenn man wirklich auch die Dinge irgendwie begreifbar macht oder ein bisschen nahebarer macht, weil so dein Beruf ist ja schon doch nicht einfach vielleicht zu verstehen auf den ersten Blick oder was genau dahinter steckt und deswegen finde ich das eine sehr schöne Aktion auf jeden Fall.

Sehr gut! Ich glaube, die wichtigste Message ist dass es man sich nicht an sich zweifelt und nicht fragt, ja geht denn das? Darf ich oder kann ich das? Allein diese Frage zu stellen, ist gerade am Anfang total falsch. Um mal eine Anekdote zu erzählen von meinem Praktikum beim Deutschen Zentrum für die Spundraumfahrt erzählt und es war so ein Schülerpraktikum in der neunten, zehnten Klasse macht man zwei Wochen Schülerpaktikum und ich dachte, wir machen euch einen Raumfahrt!

dann bewerbe ich mich halt beim der Ehrenoberpfrafenhofen. Und da hab' ich deine Bewerbungen hingeschickt und dachte nicht, dass ich irgendwie angenommen werde weil ich dachte die kriegen ja bestimmt hunderte Bewerbung für Praktika und da habe ich ja null Chancen reinzukommen. Und er hat das aber geklappt und dann war das cool!

Und ein paar Jahre später habe ich mich mit meinem damaligen Betreuer getroffen und dem Gespräch erfahren, dass sich die erste war, die sich für einen Schülerpraktikum beworben hat und dass es dir eher danach hingegangen hat ist und sowas ausgeschrieben hat. Und das ist danach mir... Ja, also ich wusste gar nicht, dass es sich gibt!

Ich habe einfach gemacht und dadurch ist erst entstanden. Das wäre so mein Wunsch, dass man einfach nicht Zeit für so eine einfach mal Nacht unausprobiert. Das kann ich nur unterstützen. Also, ich finde auch der Weg ist das Ziel und man lernt halt dabei so viel und egal wo es dann am Ende ausgeht. Man hat dann total viele Learnings und das ist ja alleine schon wertvoll.

also von daher traut euch! Und finde ich eine super Message von dir sehr gut. Genau, wir gucken auch im Podcast immer ganz gerne in die Zukunft bzw. versuchen mit unseren Gästen immer so ein bisschen noch eine Abschlussfrage zu stellen, die sich ein bisschen in den Glaskugel schauen. und da haben wir uns für dich jetzt mal überlegt was müsst ihr sich denn in Ausbildung unternehmen?

Und vor allem aus der Projektkultur noch verändern aus deiner Sicht damit eben sich noch mehr Frauen junge Frauen für Mitberufe entscheiden. Wir haben zwar schon viel gesagt aber vielleicht kannst du es nochmal zusammenfassen. Also ich denke, dass die Schule super wichtig ist. Und ich halte es für entscheidend, dass auch der Girls' Day ein Girls's-Day bleibt.

So... Ich mag das nicht, dass das wieder vermischt wird. Nicht weil Jungs nicht genauso den Zugang haben sollen und auch die Möglichkeit haben sollen. Das kennst du denn? Absolut! Aber ich bin dafür, dass Mädchen einen eigenen Raum haben dafür. Es gibt Studien, die zeigen dass wenn die Mädchen unter sich sind, die viel mutiger und produktiver an die Lösungen von Aufgaben rangehen als wenn es dann die lauten Jungs gibt.

Die direkt vorspringen und sagen ich meine die Lösung ist vielleicht gar nicht richtig aber sie sind einfach lauter und freshen vor und die Mädchen halten sich zurück und deswegen wünsche ich mir das ein Girl's Day bleibt damit Mädchen den Safe Space haben in denen sie herausfinden können oh das was ich gesagt habe das war ja eigentlich schlau!

Ich kann das ja Das ist die eine Sache. Unternehmenstechnisch glaube ich, dass schon viel in der richtige Richtung passiert. also zumindest bei Erbus beim Arbeitgeber stelle ich wirklich fest wie wichtig das Thema von der obersten Führungsebene gesehen wird und wie viel dafür getan wird, dass wir uns da weiterentwickeln.

Da bin ich der Meinung sind wir auf einem guten Weg. Ich kann natürlich jetzt nicht für andere Unternehmen sprechen Und in der Projektkultur glaube ich, dass man schon häufiger mal Frauen mehr zutauen sollte. Das ist auch etwas was ich erlebt habe das Männer häufig viel Potenzial befördert werden und Frauen für das was sie bereits erreicht haben.

aber man muss uns erst einmal die Chance geben was zu erreichen und Beweise zu stellen. Dieser Ball ist, wird glaube ich schwierig sein zu entfernen. Weil den habe ich auch erlebt und da gibt es noch Franken in den Köpfen der Menschen. Ja das glaube ich auch ja kann ich sehr gut nachvollziehen. Ja insgesamt wünschen wir uns ja auch im VDI, dass viel mehr Menschen egal ob jetzt welches Geschlecht mit Berufe ergreifen.

Dass die Studienabgängerzahl sozusagen auch wieder mehr steigt also wir erfassen das ja eine Jahr für Jahr, dass es einfach nicht genug ist in dem Sinne und ich kann immer nur wieder sagen, ich finde das ist ein super wichtiges Thema da eben auch zu zeigen was alles möglich ist eben genau diese Schranken abzubauen, also wirklich die Neugier da auch dafür zu wecken.

Und Technik ist einfach super spannend und eben unsere Zukunft. Genau! Ich glaube es geht doch häufig um das Warum? Für Raumfahrt ist es sehr leicht sich zu begeistern. Es gibt noch einige andere technische Berufe, Stichworten erneuerbare Energien, wo man mit Überzeugung dran arbeiten kann. Wenn man das Warum hat dann ist das Wie und der Weg viel einfacher Definitiv.

Ja, ich finde das ist ein gutes Schlusswort. Anne-Marie Lose, herzlichen Dank für das Gespräch mit dir. und wer jetzt noch mehr erfahren möchte zu der ganzen Thematik, guckt bitte in unsere Show Notes. da werden wir passende Links reinpacken. und wer noch Fragen hat Anmerkung wünschte schreibt bitte an podcastatfordie.de.

Danke dir! Gerne.

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