TELL ME TRAILS - A gallery of conversations

Rosanna Buchauer - Über den Mut zu scheitern

Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 56 min

MP3

Shownotes

„Der Mensch Rosanna hat viele Facetten, und nur weil eine Sache nicht läuft, ist nicht alles andere schlecht.“ So blickt Rosanna Buchauer heute auf sich selbst. In diesem Jahr hat sie etwas geschafft, was vor ihr noch kein Mensch getan hat: Hochtirol. Eigentlich ist das eine mehrtägige Skitour. Rosanna ist die Strecke gelaufen, 100 Kilometer und 10.000 Höhenmeter lang von Italien auf den Großglockner, über vier Gletscher und Dreitausender-Gipfel. Dabei war ihr erster Versuch 2025 gescheitert. Die Enttäuschung damals war riesig, sie zweifelte gänzlich an sich und ihrem Können. Bis sie erkannte: Ohne dieses Scheitern wäre der Erfolg ein Jahr später vermutlich gar nicht möglich gewesen. Wir sprechen über den Moment, in dem sie nachts allein am Berg die Reißleine gezogen hat, über Frust und Erleichterung und darüber, warum sie seit dem Projekt weicher zu sich selbst ist.

Feedback, Wünsche & Support gerne an: kontakt@isa-fischer.de

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Tell Me Trails. Ich muss mich erst mal bei euch bedanken für das liebe, liebe Feedback und die zahlreichen Nachrichten, die ich in den letzten Wochen nach den ersten beiden Folgen von euch bekommen habe. Das freut mich wirklich sehr! Es geht gleich heute weiter mit einer tollen Athletin, die tatsächlich schon verfolge seitdem ich im Trailrunning-Sport drin bin.

Wir haben auch schon mal einen Podcast gemacht. da ist sie... durch den Putan gelaufen und hat auch ganz verrückte Dinge erzählt. Vielleicht klickt es jetzt schon bei jemanden von euch, wer das denn sein könnte? Und ich kann mich tatsächlich bei diesem Gespräch noch so wahnsinnig gut daran erinnern weil wir haben nämlich auch über das Thema Halluzination in gesprochen Und mein Gast hat mir erzählt, dass sie irgendwann dachte, das der König von Bhutan so wahnsinnig viele Kameraläufer bzw.

Go-Pros auf der Strecke installiert hatte um Sie zu filmen bis sie gemerkt hat? Nee ich halluziniere hier total! Hier sind eigentlich gar nicht viele Kameras und Go-Pro's die mich filmen. Daran musste ich tatsächlich denken als ich dann auch mein erstes richtig langes Rennen gelaufen bin und mir dachte okay wann halluziniere ich Komische Dinge.

Ich dachte tatsächlich, ich sehe irgendwie so ein Leguan am Straßenrand aber es war nur ein riesengroßes Stück Kuhscheiße! Deswegen muss ich trotzdem oft daran denken was du mir da erzählt hast. Ich freue mich sehr über das Thema dass wir heute sprechen werden oder diesen Themenkomplex. Rosanna Buchauer Hallo herzlich willkommen!

Hallo, freu mich dass ich da bin. Hast Du eigentlich seit diesem Rennen jemals wieder halluciniert? Nein, leider nicht. Und ich bin schon ein bisschen enttäuscht! Ich brauche noch zu berufen... Leider nicht! Vielleicht können wir mal darüber sprechen nochmal, warum du eigentlich so gerne hallucinierst oder was heißt?

So gerne halluciniest, was für dich da so das Faszinierende dran ist. Ich möchte aber gerne diese Folge rein starten mit einer Vorstellung, dass du dich bitte einfach mal vorstellst. Wer bist du? Gerne. Ich bin die Rosanne. Ich bin sechsunddreißig Jahre alt und bin Ultraläuferin, obwohl ich gar nicht primär sagen würde.

Ich bin Sportlerin. Ich habe das Gefühl, ich bin da irgendwie so reingerutscht und denke mir immer noch oft krass, dass es wirklich mein Beruf ist und dass das wirklich mein To-do am Tag ist. quasi laufen Rennradfahren oder Ski-Touren gehen. Genau! zwischen fünfzig und hundertzwanzig Kilometer vielleicht auch bald mal mehr, vielleicht auch wieder weniger.

Ich bin furchtbar neugierig. ich bin extrem freiheitsliebend und nutze den Sport auch irgendwie um die Welt und verschiedene Kulturen besser kennenzulernen und um zu hallucinieren über mich selbst hinauszuwachsen Und ja, so gewisse Dinge zu spüren die ich sonst im Alltag einfach nicht spüre. Das ist eigentlich das was mich antreibt und was mich immer wieder zu den Rennen zieht und gar nicht unbedingt jetzt der erste Platz oder die Zeit sondern eher sowas passiert auf der Reise von Start bis Ziel.

Ich hab Obwohl wir jetzt schon ein paar Mal miteinander gesprochen haben, doch nochmal deinen Namen bei Google eingegeben. Und da ist mir tatsächlich einen Fakt aufgefallen den ich noch gar nicht wusste du warst als Schnellläuferin. Macht man das zwingend so wenn man aus einer Stadt wie Inzell kommt?

Ja es ist ja mal ein Dorf weil es gleich ist. Gut Dorf ja! Und schon ein bisschen ist es so, weil in dem Dorf als Schnellläufer oder zumindest als ich damals zur Schule ging war das wie ein Schulfach. Also im Schulsport ist man auch Eislaufen gegangen und der Sport aber auch das Soziale. Es haben ganz viele Eishocki- oder Eisschnelllauf gemacht.

Das war bei dir nie so, dass du gesagt hast, du willst wirklich mal professionelle Eisschnellläuferin werden? Ach damals, es war in der Jugend da war das mit dem Sport bei mir noch extrem negativ behauptet. Da dachte ich immer, ich will nie Leistungssportlerin werden weil ich immer dachte oder so wurde es mir vermittelt Leistungssportler sind immer nur verbissen und haben keinen Spaß im Leben.

Und dann war das eigentlich eher so just for fun und als dann die Entscheidung gekommen wäre irgendwie ein Kader zu gehen oder das weiterzumachen bin ich für einen Austausch hier nach Amerika gegangen In dem Jahr, die Trennysgruppe zerschlagen und auch bei mir waren dann die Ambitionen da irgendwie weg.

Und es war dann Schule, Studium feiern – da waren andere Sachen wichtiger! Wann hast du denn gelernt dass es eigentlich auch Leistungssport mit Spaß in der Kombination gibt? Eigentlich ist es super spät. also wie gesagt ich dachte immer schon also Leistungssport das quasi mache ich nicht. Das muss man mit fünfzehn oder spätestens sechzehn entscheiden.

Trailaufen mit Ende zwanzig so langsam eingestiegen bin, dann nicht gar mit dreißig oder einunddreißig die ersten Sponsoren hatten. Hatte war das eher so. ja okay ich kann mein Hobby irgendwie ein bisschen finanzieren und dann habe ich gemerkt ok wenn ich da noch richtig investiere und dran bleibe ist in meinem Alter noch vieles möglich und es kann auch noch echt Spaß machen.

also es muss nicht so diese sieben Tage die Woche leiden sein um dann irgendwann mal erste zu sein sondern es kann jeden Tag Spaß machen und trotzdem mein Beruf werden. Und das war eigentlich dann richtig cool! Wir haben jetzt im Vorgespräch schon mal ein bisschen drüber geredet, was wir denn heute für ein Thema besprechen?

Ich habe dann auch so einen kleinen Stoß dir gegeben in welche Richtung ich das dann sehr spannend finde. Genau über was wollen wir heute sprechen? Ich glaube, ich würde zusammenfassen das Scheitern im Sport und vielleicht auch die Mut zu scheitern oder vielleicht die Mut etwas zu versuchen ohne zu wissen, ob es klappt.

Und da passt mein Hochtyrol-Projekt sehr gut dazu dass ich August zwanzig sechsundzwanzig also dieses Jahr geschafft habe als erste Frau als erster Mensch überhaupt aber dass ich auch letztes Jahr schon mal probiert hab und eben nach zwei Drittel abbrechen musste. In unserem Sport oder allgemeinem Leben oft so cool, wenn man mehr feiern würde, dass man was probiert anstatt nur mal den Erfolg zu feiern.

Und das ist ja dann heute ein cooles Thema. Voll! Ich kann mich noch erinnern... ich hab Instagram aufgemacht und habe das so gesehen und habe erst einmal überhaupt gar nicht verstanden, was du da gerade eigentlich machst ...und diese Dimension von dem, was tu da? Machst, so bei hundert Kilometer und Zehntausend Höhenmeter.

Ja wer im Ultralaufsport irgendwie daheim ist das sind Zahlen die hat man schon mal gehört. aber vielleicht kannst du mal kurz zusammenfassen warum Hoch-Tirol sowas ganz anderes war wie jetzt zum Beispiel ein Lavaredo Hunderzwanzig K den du ja auch schon mehrmals gelaufen bist? Ja genau das ist eigentlich der diesen Unterschied zwischen ich sage mal dem Projekt denn deswegen habe ich es auch Projekt genannt und nicht mit Rennen.

also Auf meinem Projekt, auf meinen hundert Kilometern, die von Italien auf ein Großglockner gingen über verschiedene dreitausender Gipfel eigentlich kein eindeutiger Trail wie jetzt bei einem Rennen. Also man läuft nicht irgendwelchen Fändchen nach, es ist nicht viel Vorstraße und dann leichter Trail sondern das ist wirklich super alpines Gelände.

Also ich bin über vier verschiedene Gletscher gegangen. Ich musste teilweise leicht glättern, ich bin an der Seilschaft gegangen und musste sehr viele Gletscherspalten überqueren. Es war nie eindeutig ein Trail, auch ohne Streckenmarkierung wie es im Rennen war würde ich es dort nie sehen. Und ich habe mir die Strecke selbst zusammengestellt weil die Hochtyrol ist eigentlich eine Skidurchquerung die man im Winter in vier bis sieben Tagen mit den Skiern abgeht und dazwischen auf Hütten schläft.

Und ich hab dann die Route so angepasst, dass mir sie quasi mit Laufschuhen laufen kann oder ... Ich hatte mir gedacht es ist mit Lufschuhe möglich aber ich wusste das ja nicht weil die Verbindung auch noch nie so gemacht wurde. Ich habe dann letztes Jahr oder die letzten drei Jahre mir schon immer wieder die Streckenabschnitte angeschaut und die Route auch immer wieder angepasster.

Ich bin dann draufgekommen, dass zum Beispiel von Und das ist eigentlich der Hauptunterschied zu einem Rennen. Es sind nicht einfach hundert Kilometer, die schon jemand abgelaufen ist mit Strecken markiert hat wo es Versorgungsstationen gibt, sondern es ist wirklich Hundert Kilometern im hochalpinnen Gelände.

Und man ist auf sich allein gestellt. Man muss das auch alles an Trinken essen, Ausrüstung mitnehmen weil es eben keine Versorgungsstationen gibt und deswegen habe ich dann auch eine riesige Crew dabei gehabt. Was war bei diesem Projekt so deine größte Motivation? Weil du hast ja gesagt, du hast es drei Jahre lang eigentlich geplant irgendwie immer im Hinterkopf gehabt.

sowas hat dich da so am Laufen gehalten. Ich hab's eigentlich sogar länger als drei Jahren geplant. Ich habe seit Jahrzehntig-Einundzwanzig schon mal ein Projekt in Tirol gemacht, da hab ich die Seven Summits Stubei verbunden und deshalb mir so gut gefallen das ich was größeres wollte. Und ich bin dann über die Chitraverse eben auf die Hochtyrol gekommen und war überall auf den Gipfeln schon viel, also am Große Venediger war ich viel, am Großglockner war ich viele und fand einfach das total spannend zu sagen nur mit meinen Schuhen oder meinen Füßen lauf' ich von Italien über verschiedenste Gipfel auf dem höchsten Punkt Österreichs.

Und dann fand ich das auch so interessant, dass es eben noch niemand gemacht hat und dass ich das allein plane und dass in diesem Sinne erstmal auch niemand interessiert weil es nicht irgendein bekanntes Rennen ist sondern so ein bisschen die Herausforderung was es möglich um. mit jedem Strecken-Check habe ich mir eigentlich gedacht Es wird einfach so irre.

also vielleicht ist es einfach nie möglich Weil es so lange ist, am Anfang dachte ich auch so hochoptimistisch. Vierundzwanzig Stunden. Dann dachte ich durch mal fünfunddreißig Stunden, dann dachte ich mir vielleicht doch wieder achtundzwantzig. Also das war so schwierig zu kalkulieren und ich habe dann auch gemerkt, dass es definitiv kein Projekt ist, der sich alleine machen kann weil's einfach zu gefährlich ist.

Und auch das fand ich dann so cool, weil jetzt hab' ich oft im Training ein bisschen vermisst, so früher als ich noch in Hobby-Sport war man viele Skitouren, viele Bergtouren waren immer in der Gruppe, weil es einfach hieß an Berge ist man nicht alleine. Und im Training hat man jetzt immer auf die perfekten Bedingungen und Pays, Höhenmeter und Zeig geschaut.

Das war einfach mal wieder so ein Projekt, wo sein kann dass man drei Kilometer in der Stunde macht weil es über einen Gletscher geht... ...und dann wieder zwölf Kilometer bei Vorstrasse ist. Und das habe mich dann so extrem motiviert und auch so etwas quasi im Rennsport. Ich bekomme ein Trainingsplan, ich bekomme eine Ernährungsplan, meine Physiotherapie-Termine, das ist alles so vorgegeben!

Und das war jetzt mal wieder etwas, wofür ich so richtig arbeiten musste. Also wo ich schauen muss und wo ich hinfahren musste, wo ich überlegen musste... ...und zu dieser eigenen Initiative und immer so ein bisschen diese Angst. Aber was mache ich da eigentlich? Ist es überhaupt möglich? Das habe mich extrem motiviert!

Das ist voll spannend. Da muss ich mal tatsächlich die Frage aus der letzten Folge mal noch wieder herholen. Da hat nämlich Jojo Ehrenklausig gefragt, darf man heute eigentlich noch laut träumen hast du oder wann hast du gesagt, so wirklich das will ich machen und was waren da die Reaktionen drauf? Hast du das erst mal für dich behalten weil du dir vielleicht auch dachtest okay das ist einfach komplett crazy.

Was ich davor habe oder warst du von Anfang an so dass du gesagt hast So! Das ist mein Plan, das ist mein Projekt. Und ich gehe jetzt an Ja eigentlich war es ja schon mal so, so dieses ist mein Projekt. Ich hab das dann zu einem Freundeskreis geteilt und muss auch sagen Also bis zu dem Scheiten letztes Jahr war ich mir voll sicher, dass ich das schaffe.

Ich dachte mir ja dann mal ein bisschen länger Pause, dauert es halt etwas länger vielleicht schlafe ich mal aber es war für mich so klar wenn ich das will, mein Kopf das will und dann schaff' ich das. Und deswegen war auch der Scheite letztes jahr so wichtig weil ich halt gemerkt habe okay ist gehört so viel mehr dazu in der Planung und ist wirklich sowas anderes wie langes Rennen.

Es kann sein, dass sich das nie schaffe Und das hat mich dann einfach noch mehr angetrieben, weil ich mir dann immer dachte über was es wenn ich mir einfach sagen würde. Es hat schon niemals geschafft. Dann würde ich sehr viel motiviert und auch durchziehen. wieso immer? ja vielleicht soll ich doch auf zwei Tage vielleicht soll Ich doch einmal auf der Hütte übernachten?

Und deshalb habe ich dann so angedrieben dieses... Ich glaube Wenn ich mich bei sich selbst ausdrücke und sage dass ist möglich und es wirklich akribisch vorbereite, dann ist es möglich. Nimm uns doch mal mit in den ersten Versuch letztes Jahr. Was waren so deine Gefühle, als du dann wirklich losgestartet bist?

Warst du irgendwie wahrscheinlich schon nervös? Wie viel Angst war damit dabei? Letztes Jahr war irgendwie... Ich würde sagen da war ich so ein bisschen naiv. Da war ich ... Ja es ist jetzt kein Rennen, das ist ein Abenteuer. also muss sich alles nicht zu genau nehmen und schon los mit Respekt, aber es war eher so naja ich kann ja etwas langsamer machen oder ich kann in der Hütte ein bisschen länger auf Hause machen und durch das habe ich dann eigentlich riesige Fehler gemacht.

also ich hab zum Beispiel meine ganze Ernährung während der Belastung nicht so akribisch geplant wie bei einem Rennen. Ich dachte mir Ja ist ja Abenteuer ist ja auch quasi cool an der Hüte einen Kaiserschmarrn zu essen oder unterschiedliche Sachen zu trinken. Das war wahrscheinlich der Fehler Nummer eins.

Ich hab da relativ schnell Probleme mit Magen bekommen, weil ich halt einfach in der hohen Belastung war aber eher gegessen habe auf einer Bergtour. Dann habe ich es total unterschätzt dass ich eine viel größere Crew brauche. Also wir haben dann oft letztes Jahr so Sachen geplant wie eine Etappe durch zwei geteilt also die ganze Strecke auf vier bis fünf Etappen und die einzelnen Etappen wieder halbiert Und ich bin quasi los und jemand anderes ist mir entgegen gegangen.

In der Theorie klingt das ganz sinnvoll. Der geht vom Parkplatz los und wir treffen uns, dann gehen wir zusammen bis zum nächsten Parkplatz und dann wechseln wir die Crew. In der Realität war es aber... Es ist halt einfach Alpine, es sind über drei tausend Meter. Es kamen die Nacht dazu, es kam noch Nebel, es Kam Steinschlag Und dann ist eigentlich total dumm wenn man aufeinander zugeht und dann hängt man zwar irgendwie nur sechs Kilometer voneinander entfernt Aber hat kein Handyempfang nicht in einer Stunde beieinander und muss vermuten, wo der andere ist.

Und alles diese Kombi aus schlechtes Essen zu kleinen Crewwetter- und Nebeln. danach hat uns dann auch das genügt gebrochen oder mir das scheitern im Versuch, ja? Wann und wo und warum hast du denn gesagt okay hier ist jetzt Schluss. und wie schwierig es dann vielleicht auch einfach bei so einem Projekt zu sagen ok jetzt ist hier gerade wirklich erst mal Feierabend.

Das ist richtig, richtig schwierig und ich hätte jetzt im Nachhinein vielleicht auch ein zwei Stunden früher umdrehen sollen. Es war irgendwie um drei Uhr morgens. Ich hing in so einem verbauten Klettersteig wo Drahtselle schon abgebrochen waren. es war neblich weit mal allein weil quasi ein Teil der Crews mir entgegen gekommen.

mein Bruder ist schon wieder umdrehend zum Parkplatz um das Auto rumzufahren Und ich hing da und wusste durch Nebel und Steinschlag eigentlich nicht genau muss ich jetzt rechts oder links von dem Grad gehen und habe das auch nicht gescheit gesehen mit der Stirnlampe. Ich hab meine Stöcke schon abgebrochen, ich bin schon total aufgestürft gewesen weil ich ein paar mal im Schneefeld grutsch bin oder so einbrochen bin und in die Felsen gestürzt bin und mir war viel zu kalt.

Ich habe dann dadurch, dass man so kalt war, nicht mehr wirklich viele gegessen weil ich die Hand schönig ausziehen wollte und dann kam einfach irgendwann die Stimme so okay Das ist einfach richtig dumm, was du da gerade machst. Du sitzt allein weil es wieder vor noch zurück und hast jetzt eigentlich auch nicht mehr die Kraft das nach fünfzehn Stunden zu machen.

Und dann habe ich zum Glück über das Handy die Crew erreicht. Wir haben quasi Abbruch signalisiert. Ich musste von dem Punkt noch dreieinhalb Stunden bis zum Parkplatz zurück. Die waren so schrecklich eineinhalb Stunden gebraucht, bis ich jetzt mal wieder bei meinem Bruder war. Der dann nachdem wir informiert haben das Abbruch ist und wie wieder entgegen gegangen ist.

Und dann sind wir zu zweit noch zwei Stunden bis zum Parkplatz wo wir dann irgendwann am Morgen oder in den Morgenstunden waren. In dem Moment fand ich es so hart weil in meinem Kopf schon war. Ich habe mir das doch hervorgenommen. Ich hab auch gern Medienteam ein Filmteam dabei. Ich bin schon angekündigt.

Es sollte ein Film drüber kommen und jetzt sitze ich hier irgendwo. Ja, hab drei Gipfel gemacht aber halt nicht ansatzweise das Projekt. Und da bin ich auch am Parkplatz ziemlich zusammengebrochen von der Enttäuschung und gleichzeitig aber auch wegen der Erleichterung, weil ich mir dacht habe ... weiß was?

Also ich hatte echt noch nie so Angst dass ich nicht mehr vom Berg zurückkomme. Und ich hab noch bei sie Freunde und Familie quasi riskiert, dass die sich auch in Gefahr bringen. Und deswegen war ich irgendwie erleichtert, dass wir alle im Parkplatz sind. Wer glaubst du, wer du bist? Was machst du hier eigentlich?

Wieso machst du quasi so'n Aufruhr mit Filmteam und jetzt hast du's nicht mehr geschafft. Also das war schon echt bitte! Wie waren die nächsten Tage? also wie bist du da auch wieder rausgekommen dass es ja im Endeffekt einfach die beste Entscheidung war abzubrechen und das ja eigentlich auch nix verloren ist?

Genau deshalb habe ich dann eigentlich erst die Tage danach gemerkt durch mein Umfeld weil ich was so krass enttäuscht Und so alle von der Crew und die waren relativ entspannt, weil sie gesagt haben wir gut es ist nichts passiert. Und auch das Filmteam meinte dann ja vielleicht muss man es, vielleicht klappt's doch einfach nicht.

Das ist ein sauschwieriges Projekt und irgendwie war es dann so erleichtern zu sehen dass sich eigentlich niemand außer ich jetzt einen Stress gemacht hat sondern eher es ging allen um die Sicherheit. Dann haben wir eigentlich nach zwei Tagen schon das Planen fürs nächste Jahr angefangen. Ich war dann bei meinem Bruder am Abend und da haben wir ewig die Belegwänze aufgefahren, es war dumm, warum haben wir das so gemacht?

Und dann haben wir voll viele Sachen aufgeschrieben und jetzt müssen wir das machen und wenn wir das wissen können wir das nächstes Jahr so machen. ja und dann die Uhrzeit wir starten anders und das macht man so. und dann war auf einmal geil dass ich's zu probiert habe Und dass wir es nicht geschafft haben.

Wir haben jetzt schon in den zwei Tagen so viel gelernt, also was wir jetzt da mehrere Monate die Learnings mitnehmen, dann könnte sich richtig cool werden und das war auch glaube ich das Wichtige und warum dieses Projekt dieses Jahr funktioniert hat! Du hast gerade gesagt du saßt am Parkplatz bis zusammengebrochen, war super enttäuscht und hast dich gefragt ja wer bin ich eigentlich?

Dass ich denke, dass ich sowas machen kann. Dich dann da auch so komplett als Athletin, als Sportlerin in Frage gestellt? Oder war das sozusagen eine kleine kurze existential crisis oder konntest du es schon abgrenzen dass das halt einfach was anderes war. Als die Rennen und die Sachen die du normalerweise tust?

Nee, ich konnte überhaupt es nicht abgrenzen. Ich war komplett in der Runterspirale. also ich habe alles angezweifelt und ich keine Ahnung, ich mache jetzt ganz was anderes für was hab' ich denn studiert? Ich gehe jetzt wieder arbeiten und... Wirklich?! Voll! Alles! Es war wirklich so.. Und ja, ich meine ich bin eine Alpinistin, ich bin halt irgendwie ein Läuferin und wie peinlich mit meinen Lauschern hänge ich da irgendwo am Gletscher.

Also das war so richtig dass ich mir dachte, ähm ich hab hier nix verloren. Hast du Ja, also du hast gesagt ... Dein Umfeld hat dann auch schon nach zwei Tagen gesagt okay wir planen das jetzt fürs nächstes Jahr. Hast Du aber auch irgendwie negative Kommentare nach dem ersten Abbruch gehört? So nach dem Motto ja war ja klar dass das nicht funktioniert?

Nee eben gar nicht! Das war eigentlich das Faszinierende. Also auch die Sponsoren haben gesagt klar... Die Sponsore hat man schon so ein bisschen mit gehört. schade Aber auch super krass dass nichts passiert ist und sie wussten auch nicht, wie gefährlich das ist und wo wir da rum sind. Und die haben ja alle in der Gruppe in der Nacht mitgelesen oder am nächsten Tag das dann gelesen.

also die waren eigentlich alles so okay. vielleicht beim nächsten mal auch nochmal eine Sicherheitsstufe mehr im Planen aber es war nie oder niemand so. wer glaubt du, dass du bist? Das war nur meine eigene Stimme! Und das ist wieder das Faszinierende weil jeder andere hat gesagt Ja cool, dass ihr's probiert hast und wenn du schon so viele Learnings hast dann nächstes Jahr noch mal, wenn ich noch motiviert bin und das war ja voll.

Dann weißt du aber... Das dauert jetzt noch ein Jahr bis du das wieder machen kannst! Wie oft war so dieses Projekt Hochtyrol dann in deinem Kopf? Hast Du da wirklich jeden Tag dran gedacht wie was hast Du denn nochmal in diese Vorbereitung reingesteckt?! Ja, das finde ich wie so oft im Leben. Erst habe ich mir gedacht, weil ich plan jetzt alles so krass und setze alles auf das Projekt aber natürlich dann kommen die irgendwie doch wieder ein anderes Rennen und da will er nicht zu tun.

Und dann war es auf einmal so Januar und ich dachte mir okay, es sind nur noch acht Monate, weil wir jetzt wieder irgendwann am August probieren müssen, weil jetzt einfach von den Bedingungen am Gletscher das relativ sicherste sein wird. Dann hab' ich mir wirklich einen Plan gestellt, weil Also von allein wird es nicht gehen, sonst wäre es wieder so ein Versuch wie letztes Jahr.

Jetzt diese ganzen Learnings nochmal durchgehen und schauen wir quasi das Risiko verringern? Wie können man die Chancen auf länger Durchhalten erhöhen? Wie kann ich Verantwortung und Last abgeben um meine Energie für die Vorbewegung zu nutzen. Und dann habe ich eigentlich ja noch bis April geplant, also verschiedenste Tausend Zylisten.

Die Crew ist ja auch ein Riesending bei dem Projekt. Wir haben hier zwei Nächte und eigentlich zwei Tage eine Nacht oder eigentlich zwei Tage zweieinächte komplette Wettesicherheit gebraucht. Also kein Gewitter gar nichts! Wie will man das planen? Haben wir uns einfach die letzten Tage im Kalender blockiert.

Ich sage es mal... Für mich ist es noch machbar, weil ich verschiebe mein Training. Aber fast alle aus meiner Crew haben einen normalen Job, jetzt sagt ihnen mal, blockiere ich mal vierzehn Tage und sagt mir dem Chef zwei Tage davon bin ich dann irgendwo in den Bergen. Und ich weiß nicht wann? Genau!

Also das sage ich dir dann zwei Tage vorher. Das war eigentlich schon der Schritt eins und da war auch krass positiv überrascht was sich dafür ein Commitment von meinen Leuten hatte. also die haben sich dann alles geblockt Und dann haben wir gesagt, eine Woche vorher, vier Tage vorher versuchen wir das besser abzuschätzen.

Dann haben wir auch versucht mit der Crewfile auf die Strecke zu gehen. ich habe wirklich von Mai bis Juli alle langen Läufe also alle drei bis sechs Stundenläufe auf der Streckel gemacht um da wirklich zu sagen okay oder auch mal vor Ort schlafen und dann hab' ich halt ne lange Einheit dort gemacht und am nächsten Tag nur noch ne zwei Stunden eigentlich.

aber zumindest habe ich mir so immer wieder verschiedene Strecken angeschaut. Die Crew ist auch immer wieder auf die Strecke und hat so, weil sie immer wieder in die Gruppe haben aktuelle Fotos gehabt. Aktuelle Videos wie der Gletscher? Wie sind die Trails? Es war dann doch viel gewitter, viel sturm, hat sich irgendwas verändert, irgendwo einen Fettsturz abgegangen... Und das verbrachte es cool am Projekt!

Also ich war schon lange nicht mehr im Sommer so hoch in den Bergen und zuviel mit meiner Crew unterwegs oder auch im Bus schlafen, auf den Hütten schlaffen. also es war mal wieder viel mehr dieses. Ich bin irgendwo in der Natur und lauf nicht von daheim meine perfekte Intervallstrecke. Und das fand ich schon auch richtig, richtig cool!

Vielleicht kannst du ja mal deine Crew vorstellen? Wie groß war die und wer war es? Oh, das war... Jetzt muss ich in die Wurzelngruppe schauen. Du waren schon viele Leute also ich sag mal die, die direkt auf der Strecke waren. Wir haben quasi die Streckel in vier Etappen unterteilt und auf der Etappe eins.

am Start war quasi das Filmteam Das war vom Peak Pixel Café der Jan und der Philipp. Dann meinen Freund Andi, die waren am Start die drei. Da bin ich losgelaufen und meine ersten zwei Supporter waren die Ikone und ihr Freund John. also das ist die Ikonis in den Tündervitz-Atleten auch eine gute Freundin von mir und Ihr Freund auch Und diese sind alpinistisch auch sehr gut.

Die bei erster Etappe mit Etape Zwei sind dann meine beiden Brüder Manuel und Raphael. mit ETAPE DREI sind Jakob und Lukas mit. Jakob Hermann auch ein ehemaliger Dünneviertelit, dann der Lukas, der Lukasmahlgei, der hat mal bei Dünnenviert gearbeitet. Auch ein guter Freund von mir, die ist in Etappe drei mit.

Und Etape vier ist eine Freundin für mich als Innsbruck, die Alex mit noch mal der Jakob bis zur Stuhlhütte. An der Stuhllhütten waren dann auch der Freund von meiner Mama und meinen Freunden Andi wieder, und Gipfelgroßglocken sind in den Jakob unter Philipp mit. Und auf der Tat wo meine drei Schüler waren war natürlich auch noch Jan und Philipp die ganze Zeit dabei.

Die waren dazwischen nach immer wenn ich mir wieder irgendwo im Saal gekommen bin zum Filmen. Also aber in der Gruppe waren dann verschiedenste Leute, die sich gut beim Wetter auskennen von den Sponsoren einzeln. Also da war echt in diesem Team also eine Teamleistung voll. es war absolute Teamleistungen und ist auch nur so gegangen.

bevor wir jetzt wirklich in das diesjährige Hochtyrolprojekt reingehen würde ich gerne noch wissen so in dieser ganzen Vorbereitung jetzt im ganzen Jahr wo du dich darauf vorbereitet hast wie oft war noch dieses Scheitern in deinem Kopf? Voll oft. Und das war auch das, was ich immer zur Crew und auch zu die Sponsoren gesagt habe.

Ich hab gesagt, ich probiere es noch mal aber es kann auch sein dass ich's wieder nicht schaffe und dann wirds einfach quasi wieder eine Aufzeichnung und ein Film darüber, dass ich es nicht geschafft habe weil ich schon durch das Schei den letzten Jahr und auch die vielen Streckenchecks schon noch riesen Respekt hatte.

Auch einfach von Von meinem Körper, von meinem Kopf. Was ist dann einfach wenn es nicht mehr geht und das ist ja auch echt richtig gefährlich? Also wann drehe ich denn um? Dann hatte ich schon eine Verantwortung für meine Crew weil ich habe mir das gedacht Ich hab die Einteilen, ich hab denen gesagt wo sie waren stehen sollen.

also da war das schon immer noch so im Kopf. Und dann weiß ich noch wie der Philipp, der Reiter Philipp gesagt hat Komm jetzt annunz mal dass du das machst. Und ich dachte mir so, ist denn der Druck noch höher? Ich habe es schon so das Gefühl, dass kann auch nichts werden. Dann hab' ich mit meiner Mentaldreterin auch viel geredet und gesagt, genau deswegen ernauen wir's jetzt.

Genau deswegen weiß eben auch nix werden kann! Weil ich mir das ja auch oft wünschen würde... ...ich denke wenn man ja ein YouTube-Film von jemandem anschauen, das Kinder & Genie wieder irgendwie was Grasses gemacht hat, das sag' ich mal ist bisschen einfach. Aber vielleicht auch mal diese Ehrlichkeit zu haben Hey, ich hab auch was Großes vor und ich mach da jetzt Filmteam und quasi Action.

Und es ist aber so krass dass ich selbst nicht weiß ob ich's schaff' und dann können mich quasi zwar alle beim Scheitern zuschauen Aber vielleicht auch bei dem das ich mir trotzdem trau und Das war dann eigentlich sowas mich dann einerseits schon angetrieben hat noch mehr auf die Strecke zu gehen und wirklich gut vorzubereiten Aber mir dann auch ein bisschen den mentalen Druck genommen hat, weil ich mir dachte, vielleicht bin ich halt sonst ein Vorbild für... Ich trau mich was ohne zu wissen wie es ausgeht.

Wollte ich grad sagen und das ist ja oftmals in einer Welt, in der es schon so viele successful YouTube-Videos gibt und wo ja alles auch immer so auf Optimierungs-, maximale Optimierung irgendwie ausgelegt ist und schaut mal hier und das sind meine Erfolge! Vielleicht ist ja auch genau das die Leute ja mittlerweile auch eher sehen wollen, was dann auch die wichtigere Message ist.

Hey ich habe mir hier etwas vorgenommen und ich hatte überhaupt den Mut das einfach zu starten, zu scheitern und da nochmal zu sagen, ich mache das jetzt trotzdem noch mal! Hättest du es ein drittes Mal gemacht? Ich glaube schon, ja. Außer dass wir uns nicht sagen, es wird irgendwie so am Gletsche gewesen, dass man sagt der Weg macht jetzt einfach keinen Sinn mehr.

Aber wenn es jetzt irgendwie was gewesen wäre, wo ich mir dachte, ah, jetzt da irgendwie die Uhrzeit zu spät oder das falsche Equipment hätte ich das glaube ich schon nochmal probiert. Jetzt gehen wir mal rein! Es ist August... Ich glaub, am Mittag von August war es, du läufst dann los? Wie war so deine Gefühlslage und was war das für ein Mix?

Also das Loslaufen war richtig cool weil ich wusste, dass ich zwei Stunden allein bin, weil die anderen auf der Hütte gewartet haben bis dann wirklich an Gletscher geht. Und ich weiß nicht, ich hatte an dem Tag eine krass innere Ruhe und habe mir am Vorabend so einen Film angeschaut von einer Frau die irgendwie sechzig Stunden durchs Meer geschwommen ist als erste Frau überhaupt.

Dann haben wir immer gedacht, boah, die macht so verrückte Sachen! Ich probiere das jetzt einfach auch. Und dann war es einfach so richtig cool – ich hab ne coole Crew, also ein gutes Wetter Und irgendwie hatte ich so ein Gefühl, das könnte echt gut werden. Dann läufst du los und hat sich dieses Gefühl dann weiterhin so ausgebreitet?

Dass du dann je länger du unterwegs warst gemerkt hast, dass es jetzt heute wirklich mein Tag... Nee, leider gar nicht. Das war eben das nötige Teil! Ich finde also los und nach mir dann bei der Hütte... cool ich bin schon irgendwie zehn Minuten hinter meinem Zeitplan aber ist noch im Rahmen und am ersten Gletscher war es schon viel schwieriger oder nicht schwieriger?

aber die Gletsche spalten viel größer als gedacht und dann dachte ich mir da schon eher no chance. heute stehe ich noch früher aus als letztes Jahr weil wir sind über den ersten Glätscher wo ich erstes ja noch so entspannt gestapft bin. Da sind wir schon hin und her, da gesprungen. Und auch da ist noch Eis.

Wir haben so viel Zeit gebraucht, weil es einfach so viel Eis und kaum noch Schnee war. Dann waren wir bei der Hütte eine Stunde hinterm Zeitplan und dann dachte ich mir, das wird wieder nix. Jetzt kommt ein neuer Support meine Brüder. Dann war auch am Groß Venedige die Spalten. Ich habe einen großen Venedigen noch nie in so schlechten Zustand gesehen.

Die Spalten waren irre und dann war das was Sonnenuntergang, aber es war gleichzeitig auch so... Ah mann! Sobald's dunkel mit werden wir die Spalten noch schlechter sehen. Es ist jetzt auch richtig quirlig. also wir müssen Gas geben ja wegen Rekord, aber eigentlich auch viel mehr wegen der Sicherheit.

Und dann haben wir da wieder mehr Zeit vertan und bei jeder Etappe ist auch irgendwas schief gegangen. Also bis kurz vor dem Großglockner dachte, ja okay das ist mir jetzt wieder ein Versuch. Aber wieder nix weil trotz der agribischen Planung sind so viele Punkte gekommen mit denen ich nicht gerechnet habe.

Kannst du da mal einen Punkt verraten? Ja es waren so Kleinigkeiten die in dem Moment aber sehr groß werden. also wir haben dieses Mal ein Satellitentelefon dabei gehabt dass sie wirklich unabhängig von Handy empfangen sind. aber auch das Satellitentelefon hat manchmal so kleine Funklöcher und da ist es eine Nachricht überträgt.

Und beim ersten Gletscher bin ich mit einem Freund von der Igone hochgegangen, und sie hat quasi unten an der Gletsche Zunge gewartet weil wir mussten so einmal zum Gipflogen wieder runter und hatte uns im Auge behalten wie wir da wirklich über die Spalken gesprungen sind. Wir haben gesagt, Sie soll langsam zur Hütte vorgehen und wir gehen den Gletschern hoch, gehen wieder auf den Trail zurück und gehen auch zu Hütten.

Sie hat dann irgendwann noch einen von uns gesehen und wir haben sie nicht mehr gesehen. Also war dann bei jedem ein anderer Gedanke, wir sind zur Hütte gelaufen weil wir dachten, sie ist vor uns. Sie ist auch gelaufen und hat aber gedacht dass einer von uns in der Gletscherspalte ist weil sie nur noch einen gesehen hat.

Jetzt gab er auch keinen so einfachen Trace sondern es war einfach eine riesige Geröllfeld mit riesigen Blockfelsen. Wir wissen nicht wie, aber haben wir sie anscheinend überholt ohne dass die uns gesehen hat? Weil wir halt in diesem Gletscherhang unterschiedlich runter sind. Jetzt kommen mir wieder Hütte an und die Gone ist nicht da!

Und das ist so cool! Wir sind eh schon hinterm Zeitplan, aber noch schlimmer! Mein Support ist nicht hier! Dann die ganze Hüttenaufregung... Ja, wie ihr habt die verloren?! Wie kann man die verlieren?! Ja, wir haben sie nicht verloren! Ihr habt sie verloren, sie ist nicht dort! Wo ist sie? Und aus ihrer Sicht ist sie es nicht da.

natürlich alle eine hellere Aufregung. Sie kamen dann zwanzig Minuten später und alles gut. Aber sie hatte natürlich auch einen Puls von hundertundachtzig, weil sie dachte entweder ihr Freund oder ich sind in der Gletsche spalt. Und das ist dann mal so nach sechs Stunden schonmal die erste Aufregung.

Man hat aber noch vierundzwanzig Stunden vor sich. Und so ging es irgendwie weiter. Also am Gletscher war dann auf einmal so viel kälter als wir dachten. Wo sind die Sachen? Es wird früher dunkel. Wir sind über eine gletsche Spalte gesprungen, haben wieder zurückgesprungen weil sie doch größer auf war.

und wirklich so diese ständige Angst auch das war schon krass. Ich bin so alpinistisch gar nicht unterwegs. Wie lernt man da so dieses Risiko abzuschätzen? Weil du hast ja schon mal gesagt jetzt bei dem ersten Versuch, zwanzig, fünfundzwanzig. Das hätte auch echt irgendwie in die Hose gehen können wenn du da irgendwo drin hängst und es ist total die Nebelsuppe.

Wie hast du so gelernt wie du in den Bergen das Risiko abschätzt? Es war auch dieses Jahr rückblickend... Schon noch sehr riskant muss ich sagen mit den Gletscher spalten. Und wie man das lernt oder wie ich das gelernt habe ist schon der Mix aus Glück und Erfahrung. Also ich geh halt auch viel Skitouren.

Da hat man schon viele Wienenkunde, Gletscherkunde oder... Ich hab mich da viel weitergebildet aber wissen du machst trotzdem nicht. also wir sind sehr oft über Spalten gesprungen und man muss sagen den Gletsche verändert sich immer. nur wenn man eine Spalte sieht heißt es nicht dass auch nicht woanders sein ist.

das kann auch passieren dass man springt und dann noch einbricht. Das Einzige, was man meiner Meinung nach machen kann ist viel auf der Strecke zu sein. Ich habe viel mit den Hüttenwirten auch telefoniert, weil die am Nächsten dran sind und halt auch viel mit der Crew. Es waren ja viele Personen in meiner Crew, die Gletscherfahrung haben.

Deswegen war zum Beispiel auch der Jakob bei Top three und vier dabei, weil er einfach super gut im Alpinen ist. Da muss man aber sagen es ist immer eine Entscheidung in dem Moment. Wir müssen uns immer einig sein. Also wenn wir jetzt eigentlich springen, dann stehen wir alle dahinter. Wenn einer sagt betrehen um, dann drehen wir auch um und das muss man vorher abmachen und dann irgendwie auch das zu vertrauen haben.

Aber es ist trotzdem einen Garant. Und was man natürlich schon macht und was wir auch gemacht haben Ist natürlich noch die ganze Sicherheitsausrüstung mitnehmen. Also wir sind in jedem Gletscher mit Zeil gegangen, wir hatten Steigeisen dabei. Wir hatten quasi gletsche Bergungsmaterial dabei, dass man im Notfall eine Seilwinde aufbauen kann wenn jetzt wirklich jemand reinfällt und alle ein Klettergurt an.

Aber das ist halt dann wirklich auch nur für den Notfall. aber da haben wir gesagt bei Heldensteigeisen Gurt usw. sparen wir jetzt auch nicht mal einen Gewicht weil... Das ist damit er einfach nicht wert! So cool ein Rekord ist, wenn der Spalt ist und man kann ihn nicht mehr rausziehen, dann ist es nicht so cool.

Nee, dann gibt's auch kein Rekord und einen Member aus der Crew weniger. Das war jetzt also auch alles kein optimaler Verlauf des Tages! Aber wann? Und an welchem Punkt hast du denn gemerkt? Dann doch gemerkt zu A. Pack ich jetzt. Und was war dann eigentlich mit dem Zeitplan? Hast du den dann irgendwann einfach mal so hinten übergeworfen und hast dir gedacht, Hauptsache, ich schaff das!

Was war der Zeitplan eigentlich? Das Witzige ist ja schon, aber es ist natürlich im Nachhinein schwer zu erklären... Der Zeitplan war dreißig Stunden. Wenn ich ab dreißigen Stunden elf gebraucht habe, muss dazu sagen mein Trainer hat dach nur von den Zeiten es geht schneller. Meine Brüder, der Philipp und ich haben vielleicht auch eher gedacht länger wegen dem Alpinnen.

Und bei der Nacht-Etappe also um vier Uhr morgens oder um drei Uhr in der Nacht habe ich den Plan komplett verworfen. Weil da haben wir so lange Weg sucht, weil dann noch mal ein Felssturz abging und dann sind wir über einen gletschige Eier und es war alles so schwierig. Da hab' ich mir gedacht jetzt nur noch finishen ist das total egal in welcher Zeit!

Dann war aber das Witzige dass ich wieder Zeit reingelaufen bin weil ich habe zwar in den ersten drei Etappen länger gebraucht. Aber dadurch, dass ich langsam unterwegs war oder mich sehr gut verpflegt hab, hatte ich echt noch viel Energie nach vierundzwanzig Stunden und als ich dann zu einem Karlsertauernhaus, also so kurz vor dem Parkplatz Großglockner war haben wir unsere ganzen Vorräte schon aufgegessen gehabt, weil man ja länger unterwegs waren als geplant.

Dann sind wir da zur Hütte, haben uns noch Sommers- und Hollasoda und so Sachen bestellt. Und dann bin ich eine Vorstraße, ich glaube acht Kilometer raus gelaufen und dachte mir, ich lauf echt noch gut. Also ich laufe hier nachführen schon echt noch Gut! Und dann war sie im Kopf, weil ich schaffte es jetzt.

Dann habe ich wieder alles umgeworfen. Eigentlich war geplant vor dem Großglockner nochmal große Pause, großes Frühstück viel umziehen und da bin ich da unten rein. meine Crew war mit den ganzen Frühstücken alles dastehen und nicht nur so schnell Rucksack wechselt das Steilgeissen wieder und alles einpackt und dann sehe Sie ja alles noch des und des.

und ich war so ne Geh mal, geh mal und dann hab' ich halt auf dem Groß Glockner Ich glaube noch mal drei Stunden rauskohlt, weil ich die Pause weglassen habe. Ich wollte mich auch nochmal hinlegen und habe alles gekürzt. Und da mit dem Tempo hoch bin, dass die Crew auch echt Probleme hat damit zu kommen... ...weil ich so einen krassen Adrenalinschub hatte... ...geben dann immer gesagt alter was ist mit dir?

Wir dachten der Glocken ist jetzt chillig! Aber sogar sie schaffts, sie schafts und dann war ich es so an Feier... ...dass ich da auch echt hoch gestresst bin also mit Stöcken immer voll geschoben... ...und dann gletsche schnell schnell und da schnell schnell.... Und dann auf einmal, also am Gipfel hab ich fünfmal auf die Uhr geschaut, weil ich mir dachte, jetzt haben wir ja doch die Zeit geschafft.

Weil ich auf einmal damit so viel gut gemacht habe. Also das war dann so ein Zielsprünnt! Die letzten Meter vor dem Gipfel? Was geht da so in einem Vor? Das war total witzig, weil da war es dann kurz vor einer Fünfzehn Uhr und dann war schon noch einiges los am Großglocken. Und dann sind wir da mal vor und ich hab mir immer nur gedacht, war jetzt ja nicht irgendwie noch ausrutschen oder abstürzen.

Oder jetzt noch konzentrieren, weil so ganz klar war ich doch nicht mehr. Aber schon zu dieses schöne warme Gefühl, wo ich schaffs und was macht man am Gipfel? Dann kann ich endlich ein bisschen chillen um mich hinsetzen. Da war es aber auch so witzig, weil am Berg ist es ja schon noch so dass man eigentlich jedem grüßt.

Trotz das wir schon so lang unterwegs waren, haben wir doch noch schneller als alle anderen und haben die ganze Zeit leucht überholt Und haben halt dann immer so, ja Servus Christi. Und dann ist es schon oft so dass man sagt, ahja von wo kommt ihr also? Von welcher Hütte und der Felle wohne ich halt immer so Ja!

Von Italien! Und alle nur so Hä?! Und das eine Teil er glaubt wir verarschen sie und der andere Teil war so what. und dann ja das sind seine neunundzwanzig Stunden unterwegs Was? Und dann hast du durchgesprochen. Ja, die machen ein Rekordversuch und dann halt krass auf ihr selbst ist und ja lass die mal vorbei.

aber es war also... Woher kommt dir? von der Stühle? und von Italien? seit neunzehnten Stunden? Das war einfach so geil! Ich bin seit neunezwanzig Stunden unterwegs und ich schaff sie jetzt. Wann hast Du denn eigentlich jetzt wirklich realisiert? Ich habe das jetzt wirklich gepackt mit einem... Ja, ich habe es... also was da mit mir echt noch so ein bisschen die Challenge war.

Ich hab mich auf alles vorbereitet nur nicht auf das, was ist wenn ich's schaffe. Wirklich? Also saß ich halt einfach am Glockner und musste hier noch runter. Und ich war einfach...ich war so durch und dachte mir, boah! Ich hab echt schon überall geschaut ob irgendwo einen Gleitschirm fliegt oder irgendwie erst er mich mit runternehmen kann.

aber ich merkte ich kann das nimmer. Dann ging's runter bis zum Gletscher. eh noch Weil da war er noch mal so ja nicht abstürzen, konzentrieren. Und dann weiß ich noch die tausend Höhenmeter runter vom Gletscher... Da, da, ich mir dacht Das war schlimmer als jedes Rennen, da bin ich nur noch irgendwie dahingeeyert und dann hab' ich's auch gar nicht checkt.

Dann war ich irgendwie so... Ich habe irgendwie noch geschafft zu duschen Irgendwie, wir haben noch ein bisschen gefeiert, da ist im Sinne was drunken zusammengesetzt aber ich Bin eigentlich nur noch so ein Partysch daneben gesitzt, der Rest hat eher das genossen. und dann bin ich in Backfall und am nächsten Tag habe ich dann checked War geil.

Ich hab wirklich das alles geschafft, so... Und dann kam schon die ersten Bilder vom Film und da war es so krass, ich hab's wirklich geschafft! Das war wirklich ich gestern da oben am Grüßbündner. Aber warum hast du dich denn auf alles vorbereitet nur nicht auf das Szenario? Dass du's schaffst?! Ja weil ich mir immer dacht so... ...ich weiß nicht oder ich habe zumindest ja das schon.

Ich habe schon planned bis zum Glockener und dass die anderen unten auf der Hütte warten. aber irgendwie nicht so in meinem inneren Film dass ich hier auch noch runter gehen muss. Es war halt immer so, wenn es irgendwie gut läuft, da stehe ich an dem Gipfelkreuz. Was ist das so? Okay! Das gehört ja auch noch dazu.

Und ich weiß doch also viele Plakte am Gipfel... Jetzt gehen wir dann wieder und ich habe mir gedacht wie wir müssen... Ich mag mich. Wohin?! Ich bleibe hier sitzen. Es ist super schön. Es wäre auch noch voll schön. Drei Nachmittag Sonne, es war super warm. Aber ich wusste okay, wir müssen irgendwann gehen.

Also am nächsten Tag merkst du dann so, du hast das wirklich geschafft. Wann ist dir eigentlich dann so gekommen? Dass dieses Nichtschaffen... Ich sage immer ungern irgendwie scheitern aber dass es dieses Nicht-Schaffen ein Jahr früher, dass es das vielleicht auch wirklich gebraucht hat. Das wusste ich schon des ganzen Jahres.

Okay! Es war eigentlich wirklich so, ich habe so oft dacht zu wie wenn man einen Prototyp baut Der Prototyp ist sehr wichtig und man hat niemand rechnet damit, dass ein Prototypen von einem Eifern alles kann. So war eigentlich mein Versuch im Jahr zwanzig fünfundzwanzig. Und nachdem ich das checkt habe, war da gar nicht mehr so die Frage, warum hab' ich es nicht geschafft oder bin ich eine schlechte Athletin?

Sondern es war nur geil! Was kann ich davon lernen?! Das war halt echt voll cool und auch für Rennen hat mir richtig viel gebracht. Du musst dich ansehen bevor du frierst. Also wirklich ganz viele Sachen... Und dann lande ich mir immer, eigentlich würde ich viel öfter auch an Rennen so rangehen. Dass ich sage, das ist jetzt mal der Versuch eins.

Ich mache alles was ich kann zum vorbereiten aber es ist vielleicht auch nicht zu schlimm weil ich kann dann extrem viel lernen entweder fürs Rennen in dem Jahr nochmal oder für ein anderes Rennen. und ich finde so im ganzen Innovationsbereich oder Technik Bereich ist es so normal man baut Brottypen und testet und wir sind immer so hart zu uns.

Wir gehen jetzt da an den Start von einem Projekt oder von einem Rennen und wenn wir nicht gewinnen oder eine Bestzeit ausstellen, dann ist alles schlecht. Und es ist halt einfach nicht. Bist du durch Hochtyrol vielleicht ein bisschen weicher zu dir geworden? Voll! Ich bin weicher zum mir geworden. Ich habe auch gelernt dass es total wichtig ist um total okayes Verantwortung abzugeben.

also ich muss nicht alles alleine schaffen und das Projekt des Trostiminevolk auch bei mir. andere helfen. Ja, auch jetzt so für die Zukunft. Es wird schon alles seinen Grund haben mit dem Training auch mal was nicht läuft. Na ja, was kann ich davon mitnehmen und lernen? Und... Ich hätte also, ja, ich finde auch das ist auch... Jetzt ist es eine schöne Erfolgsgeschichte, weil es ist im Jahr zwanzig fünfundzwanzig gescheitert und zwanzisächs-und zwanzigen Erfolg.

aber vielleicht gibt's auch Projekte wo man dann sagt okay, man muss die komplette Struktur verändern und vielleicht doch eine Nacht schlafen oder ganz was anderes machen und dann kann sich auch ein Erfolg sein. Wie würdest du sagen, hatt ich dieses Projekt irgendwie als Athletin und vielleicht sogar auch als Mensch verändert?

Also die Wochen danach waren ziemlich cool weil da bin ich immer so wie man verliebt ist. Alles war gut, alles war entspannt Und ich glaube es hat mir so gezeigt dass man schon echt viel schaffen kann wenn man ein bisschen im Kopf die eigene Geschichte dreht. Also ich habe mir wirklich einfach den Vorabend, als ich den Film geschaut hab mit der Schwimmerin.

Ich dachte was wenn ich mich jetzt einfach sage ist es möglich? Es hat schon jemand gemacht und alles was ich geplant habe wird funktionieren. Und auch jetzt habe ich mir das manchmal gedacht. zu einem normalen Lieben Was ist wenn... Wenn's okay sein wird egal wie es ist! Also wenns was wird is ok,wenns nix wird ist ok ist es... ...es ist nicht quasi immer nur gut oder schlecht oder Erfolg oder Misserfolg sondern es ist einfach ein Teil vom Weg Und das gibt mir irgendwie so extrem viel Ruhe und nimmt mir so ein bisschen das, was ich letztes Jahr oft gehabt habe.

Dass eine Sache schlecht läuft und nicht mein ganzes Leben in der Frage still. Sondern ich kann es viel besser einordnen. Das war jetzt die eine Sache. aber der Mensch Rosanna hat viele Facetten und nur weil eine Sache nicht läuft ist nicht alles andere schlecht. Ja... Das ist irgendwie richtig cool!

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Denkt sich Eine Rosanna, jetzt dann aber auch schon welche crazy Sachen kann ich in Zukunft machen? Oder war das eher so okay. Ich habe mal Hochtyrol abgehakt und jetzt ist es auch ok! Nee also ich finde schon dass die Projekte eigentlich richtig cool sind. da glaube ich schon dass ich die nächsten ein zwei drei Jahre vielleicht noch irgendwie was mache weil ich auch die Vorbereitung oder den Prozess so cool fand.

Ja, irgendwie habe ich das auch schon überlegt. Ist es dann wieder eine Sucht oder eine Neugier? Dass man sich schauen kann oder dass ich mich wieder bei einer neuen Herausforderung sehe und die probieren möchte? Es scheint ja schon so, dass du jemand bist der gerne aus seiner Komfortzone rausgeht als wir den letzten Podcast aufgenommen haben.

Da ging es um das Snowman Race in Bhutan wo eben besagte Halluzinations-Story herkommt! Was magst du eigentlich so gerne daran? Dass du mit Ansage aus deiner Komfortzone rausgehst?! Ich mag das irgendwie... Durch das, dass ich dann aus der Komfortzone bin fällt so alles andere ab. Da ist ja dann der Fokus jetzt ganz hart gesagt wie bei Hoftirol einfach nur auf überleben und sicher unten ankommen und auch die Crew oder auch in den Rennen ist alles andere dann erst mal egal.

also es ist dann wirklich so... Es bin dann ich und mache ich noch weiter oder nicht? Und diesen Zustand so hart wie er auch manchmal isst Den mag ich irgendwie und den finde ich so im Alltag einfach zu wenig. Und ich kann den jetzt nicht direktlich haben, das auch nicht. aber ich find es dann auch cool so zwei drei Punkte im Jahr zu haben.

und man weiß ich hab bei Hochdrucks Wurst es wird hart werden. und trotzdem habe mit dem Termin gesetzt und habe mich irgendwie auch drauf gefreut obwohl ich Respekt hatte weil ich finde dass mir da extrem viel über sich selbst lerne oder ich über mich selbst lerneh Und auch mit jedem so aus der Komfortzone rausgehen, wie da was über mich lerne.

Das zieht mich immer wieder an! Wir müssen jetzt mal noch klären, was du an Halluzinationen so cool findest? Ich glaube das ist einfach... Hab ich schon auch irgendwie beobachtet, ich bin zwar extrem so abenteuerlustig und freiheitsliebend aber ich bin schon auch ein bisschen Control Freak. Also ich habe dann schon auch meine Trainingspläne, meine Dingplänen.

Ich lieb's die Woche in Stunden einzuteilen und zu planen und schauen was geht da noch? Und da mache ich das! Und während des... Manchmal finde ich es dann fast erschreckend wie es denn auch so abläuft. Also ich sage euch, ich gehe um neun, meine vier Stunden laufen, dreizehn bin ich zurück, dann lunche, dann hab' ich ein Sponsordtermin, dann mach' ich das mit den Freunden und passiert auch so.

Was ich manchmal glaube ich dann so faszinierend finde an sowas wie Halluzinationen dass man ja komplett die Kontrolle verliert Und in so einen Zustand geht, wo man sich auch denkt. Also ich weiß immer noch nicht was in meinem Kopf und meinen Körper bei deinen Brutaren abging... Ja? ...und man müsste es aber dann so, ah geil!

Es ist doch nicht alles so berechenbar um zu kontrollieren. und dieses irgendwie fallen lassen oder fallen gelassen werden ist dann auch wieder voll spannend. Und das trotzdem auch nicht. Der Tag war okay obwohl er ja dann nicht kontrolliert ablief. Ja, es ist ja auch kein Dauerzustand diese Halluzination.

Wir haben's vorhin schon auch mal kurz angesprochen das zwanzig sechsundzwanzig im Bereich Ultralaufen der Frauen so wahnsinnig viel passiert ist. Wo würdest du grade sagen in welcher Phase befindet sich gerade so das Ultralaufen der Frauen? Ich glaube, dass endlich die Frauen so ein bisschen mehr Selbstbewusstsein haben.

Zumindest die in einigen Jahren im Sport haben und sich durch das Selbstbewustsein trauen, ihren eigenen Weg zu gehen. Und nicht zu sagen ich mache es weil irgendein Mann das mal so gemacht hat oder eine andere Athletin sondern ich mache das soweit ich das so möchte und sich das auch sagen trauen. und deswegen auch glaube ich die vielen Projekte Filme fast as non time weil auch hinter dem fünften oder sechsten Platz so eine grasse Story steckt, oder auch hinter den Platz zweifelneinundfünfzig.

Und das ist glaube ich endlich passiert im Sport dass die ersten Frauen sich zutrauen auch auf Platz eins zu stehen aber dass sie sich auch zutrauen okay ich muss ja auch schauen wo komme ich her und es ist jetzt auch total cool wenn ich mein Ziel ja nicht habe und das finde ich gerade auch echt richtig schön und ich find' auch in der Elite richtig cool zu sehen wie viel geteilt wird Ängsten und Herausforderungen.

Und auch den unterschiedlichen Wegen, warum man aufs Podium gelaufen ist oder aus Podium laufen möchte. Ich hoffe, dass das noch viel mehr Zuwachs generiert durch diese Ehrlichkeit und durch dieses Selbstbewusstsein. Ja da stimme ich dir voll zu! In der letzten Folge war es auch so spannend... Da darf man heute noch laut träumen.

und da hat die Jojo zum Beispiel erzählt, wusste, wenn sie wirklich jetzt strukturiert trainiert. Dann will sie das auch ganz und hat dann aber nachgeschoben, dass soll jetzt nicht arrogant klingen oder du weißt schon wie du es meinst? Oder dann immer so wieder diese Rechtfertigung oder das dann doch irgendwie einordnen.

Kennst du das auch, dass du dann irgendwie nicht willst, dass wenn du deine Ziele irgendwie laut formulierst, dass Du dann hoffst, Arrogant rüberkommt, obwohl es ja diesen Zusatz eigentlich überhaupt gar nicht braucht? Voll. Und ich glaube das ist auch warum man oft erst im Nachhinein über etwas spricht wenn man sich im Vorfeld nicht traut.

und einerseits wird uns immer gesagt wir sollen uns glauben und wir sollten uns positiv zusprechen und gleichzeitig wird aber dann wieder gesagt ihr eben nicht arrogant seid nicht zu groß und warum nicht einfach sagen ich glaube ich schaffte es und dann probieren und wenn's eine Stunde langsam ist naja aber irgendwo muss ich ja mich glauben Ja voll.

Das ist. aber in allen Gereichen finde ich so schön, dass man dann nicht immer sagt ja nimm dich nicht zu wichtig, nimm mich nicht zu ernst. Nämlich wenn du dir irgendwas besser werden willst, dann musst du die Sache ja wichtig nehmen. und natürlich wenn du von null auf fünf Tage die Woche trainierst kannst du noch nicht Elite sein, aber du wirst auch nicht Elite, wenn es das nicht machst!

Und das würde ich mir anderen Sportarten oder auch im Job wünschen. Ich gehe jetzt all-in, auch wenn ich noch nicht da bin, aber ich muss jetzt all in gehen um dahin zu kommen. Das ist ein ziemlich guter Satz. Wenn du jetzt an die Rosanna zurückdenkst, die in Inzell erst mal ihre Runden in der Eis-Arena gedreht hat, die eigentlich gar nicht wusste, dass man auch Leistungssport mit Spaß verknüpfen kann... so was würdest du dir sagen?

Ich würde dir sagen das es so viel möglich ist wenn sie einen eigenen Weg geht! Und ich habe das jetzt zu oft gemerkt. Zu oft hat man sich selbst gedacht, naja was ist der Unterschied ob ich in Insel oder in Sprung lebe? Was ist der unterschied ob ich jetzt zweimal lieber hydrinier oder dreimal? Aber diese ganzen kleinen Schritte wenn man selbst weiß wo man hin will welche Dichtungen will ich im Leben einschlagen?

die sind dann auf einmal so dass ich mir jetzt denke krass es gibt einen Wikipedia Eintrag von mir wie abgefahren ist des und was? Ich bin Rennen gewonnen Und damals war ich irgendwie so eine auf Schritt schuhen, die mich wusste was außerhalb von Insel ist. Es wars ja ganz normales in dem Alter aber ich glaube das ist es.

So diesen kleinen Schritt immer wieder gehen und diese kleinen Anpassungen. dann wenn man die Richtung verfolgt und immer mal wieder prüft ob das auch die Richtung ist wo man hingehen möchte Dann ist richtig viel möglich. Du bist jetzt mein dritter Gast, auch du wirst wieder in einen goldenen Rahmen zumindest auf Instagram und auf die Podcast-Plattformen reingehängt.

Ich würde es von dir aber gerne noch wissen, wenn es ein Moment oder ein Gefühl gibt dass du in den goldenen Bilderrahmen bei dir daheim an die Wand hängen würdest? Was wäre das für'n Gefühl oder für'nen Moment? Das Gefühl, wenn man trotzdem weitergemacht hat, wo man einfach unsicher war, wo's hinfühlt Weil man einfach sich selbst vertraut, dass es okay sein will.

Das ist ein sehr schöner Schlusssatz! Vielen Dank, dass du so ehrlich und ausführlich von deinem Projekt gesprochen hast. Und das finde ich auch immer das Schöne. Es bedeutet ja nicht, dass jeder Mensch, jede Frau, jeder Mann der jetzt hier zuhört, dass er sich jetzt auch Hochtyrol irgendwie vornehmen muss.

aber ich find' von solchen Geschichten wie du's heute auch erzählt hast kann man sich einfach ganz viel für sein eigenes kleines Projekt mit rausnehmen. Und das hoffe ich, dass es auch vielen die den Podcast hören, dass das denen auch so geben wird. Vielen lieben Dank! Schön, dass du heute hier zu Gast warst und ich wünsche dir jetzt erst mal eine gute Off-Season, die du vielleicht hoffentlich schon hast.

Ich bin noch am Training so langsam aber langsam sind die Off-Saisons. Danke, voll toll. Das ist für dich. Danke dir und wir sehen uns bestimmt bei irgendeinem Rennen nächstes Jahr bald wieder. Mach's gut!

0:00 / 0:00