
The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 76
#75 Durchfall vor lauter Vorfreude
Dienstag, 13. Oktober 2026 · 38 min
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Shownotes
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Sei es das Schulreferat, ein Bewerbungsgespräch oder die Moderation eines großen Events: alle kennen das Gefühl von Nervosität und Unsicherheit. Gia und Charlotte standen grade erst vor großen Jobs und machten sich vorher, gelinde gesagt, in die Hose. Was ihnen hilft, das Magenflattern los zu werden und wie Gia ihre Tochter auf die lange Zeit ohne sie vorbereitet hat, erfahrt ihr in dieser Folge.
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The Real Ex-Wives mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf. Yay, da sind wir. Da sind wir, da sind wir mit einer Sonderausgabe von The Real Ex-Wives mit Gia. Oder wie ich sie liebevoll nenne, Gigi. Und Charlotte. Und Charlotte, die Charlie. Genau, wir waren Gigi und Charlie. Charlie, genau. Charlie und Gigi. Das ist auch gut. Und wir machen heute eine Sonderfolge, weil Gia ist ja jetzt quasi im BB-Haus.
Hoffentlich. Richtig. Hoffentlich. Wir haben diese Folge für euch vorgefertigt natürlich, damit ihr uns keine Woche vermissen müsst. Genau, so sieht es aus. So, wir haben heute passend zur Sondersendung ein Sonderthema, ein etwas dieperes Thema. Tada, bitte stellen Sie es vor. Und zwar wollten wir so ein bisschen auch über Nervosität sprechen.
Bevor wir mal darauf eingehen, wollte ich eine Frage unbedingt nochmal beantworten, Charlotte. Und weil diese Frage kam wirklich am aller, aller, allermeisten. Also ununterbrochen in meinen DMs. Das war die meistgestellte Frage. Und deswegen will ich das gerne nochmal hier so ein bisschen erklären. Weil einige Folgen vielleicht nicht bei Insta oder haben es nicht mitbekommen.
Deswegen, was ich meiner Kleinen, wie das Verabschieden quasi. Ja, wie das war. Ich habe ja was für sie vorbereitet. Genau. Und ich habe etwas vorbereitet. Und zwar zum einen haben wir uns darauf geeinigt, dass ein Wort jetzt existiert. Das ist ein anderes als das übliche tägliche, ich gehe zur Arbeit.
Das nennt sich nämlich Arbeitsreise. Also Arbeitsreise, damit sie schon mal weiß, okay, das ist jetzt was anderes. Sie holt mich nicht nachher von der Tagesmutter ab, sondern sie ist halt weg. Und dann habe ich ihr einen Mami-Countdown gebastelt. Und habe da tatsächlich auch Tipps, viele Tipps genommen von Mamis und auch Pappis, die mir bei Insta geschrieben haben.
Die alle auch tatsächlich sowas ähnliches auch schon mal gebastelt haben. Und das könnt ihr euch so vorstellen. Also ich habe eine Magnettafel bestellt. Habe ich alles über Amazon übrigens bestellt. Eine Magnettafel bestellt. Die habe ich aber im Querformat dann genommen und habe quasi links, also drumherum hängen erstmal kleine bunte Säckchen.
Sieht so ein bisschen aus wie so ein Kalender, wie so ein Adventskalender, nur halt in bunt. Habe das Ganze auch verziert mit kleinen zum Anstecken, die kennst du bestimmt auch noch aus den 80ern. Meine Tante und Onkel haben die witzigerweise immer noch an den Blumen dran, zum Anklippen so Butterflies, also Schmetterlinge.
Ja, damit die... Also richtig 80er. Genau, ja. Den habe ich im Gemüsegarten für die Tomatenstiele und so. Ja, siehst du? Ja, klar. Logisch. Siehst du? Und davon habe ich ganz viele und das habe ich so schön dekoriert. Dann habe ich mit Glitzerschrift da Mama und Mausi raufgeklebt und habe in jedes Säckchen immer einen kleinen Magneten, ein Bild von uns...
Und wahlweise manchmal ein kleines Geschenk. Also zum Beispiel ein kleiner Stempel oder coole Haarspangen oder sowas. Ja, süß. Und dann macht sie das quasi so, so haben wir es geplant gehabt, dass sie das dann mit meiner Stiefmutter zusammen morgens auspackt. Und dann mit diesem Magneten, sie ist nämlich ein super Magnet-Fan. Das hat sie von dir.
Das kann sie nur von dir haben. Hier am Kühlschrank immer. Dann kann sie quasi das Foto, ja, kann sie das Foto quasi an diese Wand machen und da drauf ist so ein kleiner Weg gezeichnet. Quasi die Road zu, bis Mama und Mausi wieder zusammen sind. Und am Ende, quasi auf der rechten Hälfte von dieser Magnetwand, ist ein großes Foto von ihr und mir, wo wir kuscheln.
Ja, und dann kann sie jeden Tag in diese Blubberbläschen, haben wir gemalt, klebt sie, hängt sie quasi ein Bild immer von. Uns. und sieht dann quasi auch visuell, okay, das kommt immer näher ran an Mama und Mausi und dann, ja. Und zusätzlich noch Geschenke, jetzt mal ganz im Ernst. Geil. Ist doch geil. Warte mal, ich hole mal ganz kurz noch einen Akku, bin gleich da, Moment.
Ich erzähle einfach mal weiter. Genau, so habe ich das dann beklebt. Das sieht super süß aus. Es ist einfach richtig kindgerecht und schön bunt. Da bin ich immer ein Fan von, dass ich mich jetzt nicht optisch daran aufhänge, ob das jetzt hier in die Einrichtung passt oder nicht, sondern einfach wirklich, dass es kindgerecht und cool aussieht und bunt ist und voller Glitzer ist.
Und da habe ich noch so Spiele dazu geholt und Knete. Die ist nämlich sogar ungiftig und vegan. Also selbst wenn sie davon ein Stück essen würde, würde nichts passieren. Was habe ich ihr noch geholt? Noch so kleine Figürchen, da lernt sie quasi, das ist für die Feinmotorik, da lernt sie dann das Auffädeln.
Und ja, so Kleinigkeiten noch. Ich bin noch mal ein bisschen reingegangen, was für kleine Spiele ich dazu geholt habe. Ja, aber mega. So, genau. Ja, und das haben wir dann den Mami-Countdown genannt. Damit es kaum erwarten können, bis du endlich wieder weg bist. Ich finde das mega, ich finde das richtig süß. Genau, eben, oder?
Das klingt für mich wie so ein Weihnachtskalender, den ich ja auch immer super gerne für die Jungs mache. Wobei ich auch meine Community erst mal fragen muss, was ich da reinmachen kann. Weil mit 13 und 10 ist es halt eher so, ja, Geld. Weißt du, so, damit sie sich selbst was kaufen können. Und dann denke ich so, ja, oder Squishies, ja, da haben wir jetzt auch 483 von irgendwie.
Puh, gibt es noch was anderes? Was macht man eigentlich dann damit? Schmeißt man die irgendwann einfach weg? Die Squishy, also ich behalte sie, weil ich glaube, das ist so Phasen, so die Labubus oder die Squishys oder Dinos früher und so, das behalte ich tatsächlich, weil ich glaube, dass wenn die sich das später mal anschauen, dieses Gefühl haben von, ach ja, damit habe ich ja immer gespielt.
Ja, und es sind ja auch ganz gute Stressbewältiger irgendwo, oder? Ja, das stimmt. Eigentlich müsste es Squishies für Eltern geben, finde ich. Ja. Gibt's ja auch, ne? Nee, finde ich eine gute Sache. Nee, aber apropos Kalenderbefüllen. Ja. Apropos Kalenderbefüllen, finde ich eigentlich eine geile Sache, die man eigentlich auch schön, könnten wir theoretisch mal zusammen machen.
Mit einem Glas Wein und den leckeren Keksen von deiner Mutter. Und dann so kleine diese Säckchen zu befüllen. Aber das ist wirklich wahr. Also falls ihr mal Ideen habt, bitte brettert die doch einfach mal raus für uns. Weil ganz ehrlich, vor allem für Charlottes Jungs in dem Alter ist es super schwierig. Da kann man ja nicht mal eben mehr so kleine Legos und so reinmachen.
Ich kann ja jetzt auch nicht so da zwei Euro reinlegen für einen Tag. Ich meine, ein Brötchen im Schulkiosk kostet ja schon fast. Also weißt du, das ist so, das hat sich ja alles so verändert. Und ich kann aber auch dann, ach, das ist schwer. Also ich habe heute echt schon, und dann hatte ich so überlegt, naja, man kann das ja auch machen, dass es am 24. dann was Großes gibt, dass es jeden Tag ein bisschen was dazu gibt.
Aber da weiß ich ja auch, selbst als Kind fand ich super scheiße, weil du willst ja, Weihnachtskalender soll ja nichts Vernünftiges sein. Es soll ja wirklich so ein Driss sein. Na klar, oh ja. Du willst ja nur was auspacken. Na klar, richtig. Das ist ja nicht so dieses auf irgendwas hinsparen sozusagen.
Nee, ganz genau. Wir kommen vom Thema ab. Wir müssen die Kurbe kriegen. Nervosität. Nervosität, genau. So ein bisschen angelehnt natürlich. Trotzdem ans Big Brother Haus Nervosität. Wie sieht es aus mit deiner Nervosität? Wie hat sich das verändert im Laufe der Jahre? Oder generell, wenn du richtig nervös bist, ist jetzt, sagen wir mal, egal auch welches Nervös. Ob beruflich oder privat.
Was passiert bei dir im Körper? Es gibt zwei Momente, wo ich scheiß nervös bin. Und wirklich, also wirklich nervös bin, dass ich echt so erstmal wirklich einen Tunnel für mich brauche und nicht gut ansprechbar bin. Ich werde dann nicht sauer oder zickig, sondern ich werde eher so, ich bin einfach nicht da in dem Moment.
Das ist kurz vor dem Moderationsstopp tatsächlich. Immer noch. Das ist wirklich so, weil ich die Texte durchgehe, weil ich mir versuche zu überlegen, das kommt jetzt, dann kommt das, dann kommt das und jenes und dieses. Weil ich halt immer auch ungerne auf die Karten gucke, es sei denn nicht zählbar auf oder sage Namen, da finde ich, darf man auf die Karten gucken, aber so dieses, was wird heute Abend passieren, das musst du ja eigentlich wissen als Moderatorin, weißt du so.
Und da willst du ja keinen Fehler machen und auch nicht zu viel verraten, auch nicht zu wenig verraten. So, da bin ich also sehr, da gehe ich echt in so einen Tunnel rein und das erste Mal, das erste Treffen mit dem Typen. Ja, ja. Was ist da? Was geht da? Ich habe das ja sogar mal gepackt, weil ich mich nicht getraut habe, in ein Restaurant reinzugehen, wo ich wusste, dass er sitzt.
Wirklich 20 Minuten so zu tun, als würde ich telefonieren vor dem Restaurant. Bis er dann rauskam? Nein, irgendwann habe ich gesagt, du musst jetzt da rein, das geht nicht anders. Aber dann konnte ich diese Übersprungshandlung machen. Sorry, sorry, sorry. Ich bin da gerade nicht hoch. nicht losgekommen und telefonen.
Ich bin normalerweise nicht so. Ich war pünktlich draußen. Ich weiß, wie du mich gesehen hast. Hey, ich bin Charlotte, freut mich vorhin. Tut mir so leid, war es ein Einstieg. Ich konnte es so überspielen. Ich kann es total relaten. Ja, voll. Vor allem die Übersprungshanglung. Nicht so wichtig wie dieses Date. Jetzt bin ich hier.
Thema egal. Aber wenn er meine Anrufliste gucken würde, würde er sehen, warte mal, die hat jetzt von 19 bis 19.20 telefoniert. Der letzte Anruf war um 15 Uhr. Wie geht das? Also es gab keinen Anruf. Interessant. Also ich war wirklich, ich bin nur hoch und runter gelaufen vor diesem Restaurant und habe so getan, als würde ich telefonieren.
Ganz schlimm. Ja, das ist so crazy. Ja, und kennst du das, wenn du dann auch schon so in deiner Rolle bist, dass du anfängst, irgendwelche Gespräche selber wirklich zu sprechen da? Ja, ja. Man ist ja voll in irgendeiner Geschichte. Ich war so und dann so, ja. Nee, nee, das kann ich machen. Ja, ja. Ich müsste jetzt nur leider, ja, nee, ja, ja, verstehe ich. Ja, ja. Äh, genau. Könnten wir das vielleicht morgen...
Ja, ja, ja, ja. Ey, es ist so witzig. Ja, ich verstehe es total. Und ich verstehe auch voll, was du meinst mit dieser Übersprungshandlung, weil das... Irgendwie, warum auch immer, fühlt man sich sicherer, so rein zu huschen und dann so überschwänglich Hallo und ja und sorry und so, als total. Ruhig, einfach da, also nach äußerlich ruhig da rein zu marschieren und dann dieses ruhige, unangenehme Hallo und wahrscheinlich in deinem Fall ja auch noch so, dass man ja weiß, wer du bist. Das heißt, die Leute glotzen einen eh alle an. Das ist ja nicht nur der Typ, den du dann triffst.
Du hast ja auch das ganze Restaurant, was dann mitguckt. Das ist ja noch mal wie Zuschauer, richtig. Aber ich freue mich dann immer so, wovor habe ich jetzt, also während ich so meinen Fake-Anruf mache, denke ich so, wovor hast du jetzt Angst? Was könnte jetzt passieren? Also es kann ja nichts anderes passieren, als dass du da reingehst und Hallo sagst. Also klar, du kannst stolpern, aber wie oft stolperst du in deinem Leben? So oft nun auch wieder nicht.
So, die werden schon dafür, in Deutschland ist alles TÜV geprüft, alles DIN genormt, bedeutet, da werden keine zufälligen Stufen irgendwo sein. Also es kann ja nichts passieren. Aber ich weiß nicht, was es ist. Keine Ahnung. Guck mal, ich habe zum Beispiel genau in solchen Situationen, geht mir auch durch den Kopf, oh Gott, wie sage ich Hallo?
Was ist, wenn wir uns Küsschen rechts, Küsschen links geben wollen und dann verhappelt man sich da und macht rechts, rechts und aus Versehen auf den Mund? Oder was ist, wenn er mir die Hand gibt und dann habe ich eine nasse Hand, weil ich so aufgeregt bin und schwitze? Weißt du sowas? Oder was ist, wenn ich beim Hallo sagen, mich verhedder mit meinem Ohrring? oder, oh Gott.
Ja, sowas. Das ist crazy. Und dann empfinde ich es als zusätzlichen Druck, dass andere Menschen noch in diesem Raum mitsitzen. Das ist vor allem genau wie in der Schule, und dann will ich einmal gleich eine Geschichte erzählen, nämlich von mir damals. Genau wie in der Schule, in einem Restaurant sitzen alle und du stehst. Ja.
Das heißt, diese Attention ist schon mal, alle gucken zu dir hoch und du bist. Am ganzen Körper quasi verwundbar. Das heißt, machst du eine komische Bewegung, knickst du weg, alles ist halt zu sehen irgendwie. Und jetzt der Übergang. Ich habe früher, wenn ich Referate halten sollte, da habe ich mich entweder grundsätzlich geweigert, bis es wirklich auch Gespräche mit meinen Eltern gab, so von wegen, ey, die kann nicht jedes Mal eine 5 kassieren, das ist ja unnötig, weil die kann das, was soll das?
Und dann habe ich mich darauf geeinigt mit meinem Lehrer, dass ich im Sitzen mein Referat halte. Weil ich das lieber mochte, auf Augenhöhe zu sein. Weil dann konnte ich nicht ganz so beäugt werden. So beäugt werden, bewertet werden. Ich war nicht so verwundbar. So hat sich das immer angefühlt. Und am Anfang war es sogar noch so, dass ich die Mappe vor mein Gesicht gehalten habe.
Weil ich hatte nämlich früher damit zu kämpfen, dass ich ganz, ganz, ganz rot geworden bin. Aber wirklich komplett rot. Also richtig schwitzend auch. Ich hatte richtig Schweiß auf meinem Gesicht und knallrot wie eine Tomate. Und ich hatte hier, genau, diese nervösen Flecken. Ich hatte da wirklich eine Zeit lang, dass ich nichts Ausgeschnittenes mehr angezogen habe, wenn ich eine Moderation hatte oder irgendwas, weil es wirklich, und denk dran, ich habe angefangen, Anfang 2005, oder so, da war hier Dekolleté und nach oben geschnallt, die Dinger.
Das war ja so ein zweiter Arsch, den du in der Bluse hattest. Und ich habe wirklich dann zugemacht, weil ich immer diese roten Flecken bekommen habe, überall. Und die waren mir so unangenehm. Die sind ja auch nicht wegzuschminken, weil die sind ja stärker als Make-up. Die kommen dann ja einfach durch. Die sind so drinnen.
Also es ist wirklich krass. Da kann ich voll related zu. Ja, und wenn man dann diese wackelige Stimme auf einmal bekommt, dann hört man sich selber wackelig sprechen. Das finde ich auch dann erschreckend. Das macht einen noch nervöser. Und ich weiß nicht, wann sich das bei mir geändert hat. Ich glaube tatsächlich, So ein bisschen, obwohl ein, nee, warte mal, bevor ich da hinkomme, will ich nochmal eine ganz lustige Sache erzählen. Und zwar, ich hatte früher.
Wenn meine Mama zum Beispiel, also ich bin schon ausgezogen gewesen, ja, da war ich so 19, 20 und wenn meine Mama damals im Urlaub war, lange. So drei Wochen oder sowas und ich sie voll vermisst habe und mich dann super doll auf sie gefreut habe, dann habe ich einfach wirklich durch vor Aufregung so Magenbeschleunten gekriegt.
Ja, weil ich wusste, ich sehe sie nachher. Wir treffen uns wieder. Also wirklich schlimm. Und auch wirklich, dass ich immer wusste, ich freue mich total und dann zack, ging es mir auf den Magen. Wie alt warst du da? Ja, 1920. Ach krass. Ja, ja, ja. Aber das hatte ich schon seit ungefähr meinem zwölften Lebensjahr, da fing das an, dass es mir alles auf den Magen geschlagen ist.
Ja, das kenne ich aber auch, das ist auf den Magen geschlagen. Ja, das kenne ich auch. Ja, genau. Voll und aber auch im Positiven wie im Negativen. Also positiv halt sowas wie, ich sehe meine Mama wieder, freue mich ganz doll, aber auch genauso gut negativ. Es gibt Probleme, man ist nervös, weil man nicht weiß, was als nächstes passiert.
Irgendwie, keine Ahnung, in Beziehung zum Beispiel oder sowas. Da hatte ich das auch, aber da hatte ich das nicht, dass sich das richtig quasi auf meinen Darm schlägt, sondern da war mir halt schlecht vor Nervosität. Ja, genau, das kenne ich auch, dieses, wenn man aufgeregt ist, dass man dann nichts essen kann, irgendwie. Es gibt ja so Stressesser und dann gibt es ja noch die, die quasi, wenn sie nervös sind und aufgeregt sind, nichts essen können, das bin eher ich.
Obwohl ich glaube, es wäre schlau, wenn ich was esse, weil dann setzt sich alles so ein bisschen, aber ich kriege nichts runter, ne? Aha. Und da bin ich auch wieder bei dir, genau so geht es mir auch. Von Nervosität nichts runterkriegen können. Eine Sache war, das weiß ich noch, also das wollte ich noch kurz dazu ergänzen, deshalb gibt es diese Rednerpulte, weil du was zum Festhalten hast.
Und weil du geschützt bist, dein Körper. Genau aus dem gleichen Grund, was du gesagt hast. Du kommst auf die Bühne und du bist überall zu sehen. Und du stellst dich hinter einem Rednerpult und fühlst dich safe. Du hast so ein Safe Space. Dafür gibt es zum Beispiel auch, wenn es keinen Rednerpult gibt, oft gibt es ja Moderationskarten, die du einfach so in der Hand hältst, weil du dich an etwas festhalten kannst.
Ja, finde ich auch super. Super. Ja, also das ist tatsächlich dafür auch gedacht teilweise. Also, und ich habe jetzt, ich hatte jetzt hier bei Jelis und Jimmy, habe ich ja moderiert, die Premiere. Ja. Und da bin ich zum ersten Mal in die Sendung raus ohne Karten. Ah, krass. Ohne Karten, ohne Prompt da, bin ich so, ich weiß ja, worum es geht. Wir sind hier, um die erste Folge zu sehen, exklusiv und Bums, raus.
Boah, mega. Also ich habe ja oft Karten in der Hand, aber ich gucke nicht drauf. Und diesen habe ich gedacht, nein. Aber trotzdem zum Festhalten. Du machst das jetzt einfach. Es kann nichts passieren. Was soll passieren? Dass du dann da stehst und ich weiß, wo du bist, guck dich um. Überall steht jährlich so ein Jimmy. Wo wirst du wohl sein? Kaum bei der Bundesliga gerade. Auch wenn es ein Sky Sport Studio ist. Und da habe ich es einfach probiert und es war so geil.
Boah, wie geil. Was für ein guter Moment auch für dich. Aber ey, sorry, nach 20 Jahren. Ja, aber geil. Aber krass. Guck mal, ich hatte damals in der Schule einen guten Moment. Und zwar habe ich das dann mit Absicht so gemacht, weiß ich noch, in Biologie. Weil ich zum Beispiel, diese Nervosität, dieses so, ja, was sollte alles passieren, was du gerade gesagt hast. Was soll passieren?
Tatsächlich waren meine Gedanken schon immer. Ich könnte andere, die zuhören, sei es ein Referat oder vielleicht auch eine Moderation. Ich nehme jetzt mal beides für mich quasi als Beispiel. Ich habe immer so eine komische Urangst, dass jemand im Raum besser informiert ist als ich. Weil ich mir selber nicht zutraue, gut genug informiert zu sein oder gut genug zu recherchieren oder wie auch immer.
Und das war immer so meine größte Angst, dass jemand sagen könnte, das stimmt aber gar nicht oder nein, das ist anders. Das war für mich so richtig, also das war dann ganz schlimm. Und. Deswegen bin ich zum Beispiel auch lieber, keine Ahnung, mag ich auch lieber Sachen nicht auswendig gelernt, sondern einfach auch aus dem Steg greifen. Ja.
Weil ich finde, dann ist man weniger angreifbar, dann kann nicht so viel passieren, weil es ist ja nichts Auswendig Gelerntes, was ich hätte perfekt hätte lernen müssen. Ja, ja. Da bin ich bei dir. Ja, ja, das kann ich auch nicht. Ja? Ja, wenn man mir einen Text gibt und sagt, hör auf jetzt, wenn man mir einen Text gibt und sagt, so wegen, lern mal den Text und dann sagst du den auf, es können drei Sätze sein und ich scheitere.
Ich scheitere komplett. Wenn ich nicht meine eigenen Wörter machen darf, dann muss ich es ablesen. Genau. Die eigenen Wörter sind es. Und ich lese es euch ab, aber ich tue mir den Stress nicht an, eure Sprache in meinen Körper reinzudrücken. Das meine ich. Kenne ich voll gut. Ja, krass, genau. Und deswegen habe ich es dann damals in diesem Bio-Unterricht nämlich so gemacht.
Ich habe mir extra ein Thema genommen, wo ich wusste, das wird keiner kennen, weil diese Krankheit, über die ich gesprochen habe, die gibt es nur siebenmal in Deutschland. Und eine Person davon ist meine Cousine. So. Und so habe ich dieses Referat halten können, weil ich halt wusste, ich weiß das alles.
Und ich bin ja auch quasi, dadurch, dass es ein Familienmitglied ist, kann ich auch aus allererster oder zweiter Hand sozusagen erzählen. Und keiner von euch könnte sagen, das ist aber falsch oder das habe ich anders gehört. Und dementsprechend war dieses, was ich da vorgetragen habe, habe ich natürlich eine Eins plus sogar gekriegt.
Ich habe mich richtig drüber gefreut. und es hat mir nie geholfen. Ich finde, das ist die größte und blödeste, Also für mich, ich kann nur für mich sprechen. Hilfe, wenn mir jemand sagt, stell sie dir alle nackt vor. Weil da denke ich mir so, hä? Das ist so unrealistisch. Das ist in meinem Kopf noch anstrengender, mir das vorzustellen.
Dann vergesse ich ja erst recht alles. Ja, vor allem, das ist so. Und dann, wenn die jetzt alle nackt da sitzen würden, wäre ich erst recht aufgeregt. Ja, dann wäre es halt so. Ja, aber auch so. Und ich glaube, das beruht so ein bisschen auf dieses, weil wir sind ja alle gleich. Ja. Wir sind aber in dem Moment nicht gleich, weil du stehst vorne und die anderen sitzen gemütlich und beobachten.
Es ist was anderes. Beobachten, bewerten. Es ist was ganz anderes. Das finde ich auch lächerlich. Was auch irgendwie so komisch ist, wenn Leute sagen, ich war mal Backstage da und da und dann haben sich die Künstler zurückgezogen kurz vorher. Klar ziehen die sich zurück. Wieso? Die machen das auf jeden Abend.
Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass du eine Frische haben möchtest, dass du drin sein willst, dass du abliefern möchtest, dass die eine geile Zeit haben. Du musst dich darauf eingrooven. Du kannst nicht einfach so da rumspringen und dann einfach mit der gleichen Leidenschaft moderieren, obwohl du gerade direkt aus dem Catering-Bereich kommst.
Das geht gar nicht. Also vielleicht geht es bei manchen. Aber ich brauche immer so, also meine Garderobe sind da, also mein Manager ist drin, klar. Gegen den habe ich nichts, dass er da ist. Oder die Maske ist drin. Ja, der weiß ja auch schon, wie du ansprichbar bist. Voll, der spricht mich dann auch einfach nicht an. Und die Maske ist dann auch eher so, merkt auch so zurückhaltend, macht so vorsichtig.
Oder die kommen dann manchmal an und wollen pudern. Oder irgendwie sage ich, nee, jetzt bitte nicht. Ich bin gerade irgendwie so drin. Oder was ich auch immer mache, kurz vorher, wenn ich in meinem Tunnel bin, offensichtlich habe ich Karten in der Hand und gehe laut die Moderation durch schon. Guten Abend, heute sind wir da, wir wollen jedes Mal. Ich rede laut und dann kommt jemand von der Seite und sagt so, du Charlotte, ganz kurz, könnt mir noch ein paar Fotos machen oder sowas?
Da mache ich ja immer so, da, da, da, da, da, da, da. Ist mir scheißegal, ob die denken, dass ich eingebildet bin oder nicht. Ich bin in 30 Sekunden da draußen. Jetzt werden keine Fotos gemacht. Ende. Können wir danach gerne machen. Dann sage ich gerne danach, jetzt nicht und weiter. Weil das finde ich dann, finde ich auch so, das finde ich irgendwie so, das machst du einfach nicht.
Das macht man auch nicht. Also das ist wirklich, da denkt jemand gar nicht mit. Das ist irgendwie blöd. Das passiert natürlich aber auch häufig, wenn die Leute irgendwie auch anders aufgeregt sind quasi. Ich hatte das bestimmt auch nicht böse gemeint. Aber in dem Moment habe ich auch keinen Nerv, das zu erklären, weil ich mich da auf was anderes konzentrieren muss.
Aber ich bin auch, ich kenne auch Kolleginnen von mir, die sind null aufgeregt. Null. Die sagen so, das wird so geil jetzt. Ich gehe jetzt da raus und dann ballere ich die alle so weg. Das wird so krass. Ich freue mich so. Und ich denke immer so, wo nimmst du es her? Gib mir bitte einfach die Hälfte davon. Bitte.
Wie geil muss dieses Gefühl sein, wie geil muss unser Job sein, wenn du das so krass genießen kannst. Ja wirklich. Aber bei mir ist es auch so merkwürdig, wenn ich den ersten Satz, wenn der sitzt und keine Fehler sind, dann läuft es wie geschnitten Brot. Wenn ich im ersten Absatz oder im ersten Satz Fehler mache, Dann was. Dann schießt du dich drauf ein, hast du es gemerkt.
Und dann macht man meistens noch Holterdiepolter hinterher irgendwie. Ja, voll. Mittlerweile ist meine zumindest, okay, Moderation kann ich jetzt nicht viel zu sagen, weißt du, habe ich jetzt noch nicht oft gemacht, aber. Auf der Bühne sein hatte ich ja, und deswegen war es auch meine Angst, das hatte ich auch ganz offen kommuniziert bei Big Brother, ich habe ja sonst immer dich dabei gehabt.
Du bist ja sonst immer mein Schutzschild gewesen und weißt du, ich hab mich ja krass sicher, also meine Brust war ja viel größer, wenn ich neben dir auf der Bühne stehe, weil dann ist man zu zweit, weißt du, man kann sich so abklatschen und ich weiß, du bist sowieso richtig, also ja, bei dir kann man gefühlt auf Play drücken und das läuft alles, weißt du so.
Und als ich jetzt alleine auf der Bühne quasi, als ich raus musste alleine, konnte ich mich Gott sei Dank an meinem Gartenzwerg ja festhalten, bei Big Brother, also ne, dieser, ähm, Aber es war schon anders. Aber trotzdem waren diese, zum Beispiel unser Live-Podcast und sowas. Das war eine freudige Aufregung. Und ich glaube, ich habe noch nicht diesen Punkt gehabt, wo ich sage, ja geil, jetzt ballere ich sie alle weg.
Aber ich habe quasi für mich diesen Dopamin-Kick oder Adrenalin-Kick, den habe ich voll genossen. Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Absolut. Den habe ich diesmal nicht, den habe ich nicht wie früher in Angst umgewandelt, sondern in Euphorie, in Droge sozusagen letztendlich, weißt du? In dieses High-Sein davon so.
Und das, genau, ich glaube, dass diesen, ich weiß nicht warum und wann sich das bei mir geändert hat, kann auch sein, dass sich das damals bei Twitch irgendwie so ein bisschen geändert hat. Ich hatte dadurch, dass ich so einen leichten Übergang hatte von viel Publikum, aber über die Kamera und dann langsam und kam dazu Live-Publikum.
Aber es ist jetzt für mich nicht mehr so eine Hürde vor vielen Menschen zu sprechen. Ich habe das letzte Mal meine Angst überwunden, wollte ich übrigens nochmal sagen. Weil das mag ich gerne, meine Angst überwinden, mich dem zu stellen. Aber nur in so einem privaten kleinen Kreis. Und zwar habe ich an meinem Geburtstag, habe ich doch relativ spontan Essen.
Nicht gegeben. Ich habe ja nicht gekocht, aber wir waren ja Essen. Und da habe ich mir gedacht, ich möchte gerne was sagen. Und es ist trotzdem komischerweise ein bisschen random. Es hat sich für mich trotzdem erstmal unangenehm angefühlt, aber es war mir trotzdem wichtig, dass ich das sage und dann bin ich einfach aufgestanden.
Hab dran gedacht, wie du das auch an deinem Geburtstag gemacht hast. Weißt du? Und war so, ey komm, du kriegst das hin und es ist voll schön. Weißt du, ich hatte, mein Gedanke war so, ey, es war so schön, als Charlotte aufgestanden ist und was gesagt hat. So, ne? So, ich will das auch schaffen. Und dann dachte ich so, okay, komm, mach einfach. Und es war so gut.
Es tat so gut, weil ich dachte so, ja, und das ist so crazy, weil dieses Bewerten von den eigenen engsten Leuten ist irgendwie nochmal ganz anders. Ich war halt irgendwie anders nervös dann, aber es tat auch total gut und ich fand es voll schön, die anzugucken und zu sagen, ey, das bedeutet mir voll viel, dass ihr heute hier seid und bla bla bla und so.
Das tat total gut und hinterher dachte ich so, Pipifax könnte ich jetzt an jedem Tisch machen. Oder man denkt so, wenn ich das nochmal machen kann, dann bin ich besser. Ja, genau. Kennst du das Gefühl so? Ja, na klar. Aber das ist, glaube ich, so dieses auch so, die Leute wissen ja auch nicht, was du vor hast zu sagen.
Du kannst ja keine Fehler machen, es sei denn, ne, was sind so faktische Fehler oder fachliche Fehler, okay, aber so, deswegen, auch so, wenn jetzt jemand zu dir sagen sollte, na ja, aber, normal, also ich weiß das und das und das, was du gerade sagst, das gibt es gar nicht, da kannst du ja auch als Wortführerin drauf regeln, oh, das ist ein super interessanter Beitrag, das war mir gar nicht bewusst, lass uns doch gleich drüber sprechen. Ich würde gerne kurz das hier beenden.
Du kannst ja auch abschießen, du bist ja die Wortführerin. Sehr souveräne Abschließung. Und ob du dann darauf zurückkommst oder nicht, kannst du ja im Endeffekt immer noch sagen, jetzt haben wir ein bisschen wenig Zeit, aber ich komme nachher zu dir persönlich vorbei und dann können wir gerne drüber reden, weil ich möchte auch zu dem Thema so viel lernen, wie es geht.
Also dem gar nicht die Präsenz zu geben. Ja, das stimmt. Und das ist natürlich eine sehr souveräne Antwort, die müsste ich auch wieder abrufen können. Weißt du, da habe ich es bei mir voll oft. Das merke ich, so wie das, was ich vor ein paar Wochen, er hat mir drüber gesprochen, über diese Interviewsituation, dass ich dann teilweise, ich bin in der ich muss antworten, also antworte ich und denke gar nicht in dem Moment darüber nach, ob mir diese Frage überhaupt gefällt, sondern ich bin wie so ein angeschossenes Reh, völlig erschrocken, ja, ich antworte.
Und hinterher so, sag mal, geht's eigentlich noch? Was war das für eine Frage? Dann bist du zum Ochsen. Weißt du, danach so, dann denkst du so weitermachen kurz. Ich bin echt zum Ochsen, genau, richtig. Geht's eigentlich noch? Ja, voll. Ich glaube, das ist auch so ein, also ich hatte mal einen, so einen Moderationscoach, früher zu mir gesagt, also wenn du jetzt zum Beispiel eine Anmoderation machst für eine Sendung, da geht es ja im ersten Moment darum, die Zuschauer abzuholen, wo sind sie, in welcher Sendung, was geht hier ab, was erwartet uns heute Abend und was ist eigentlich letzte Woche passiert, wenn man sowas regelmäßig hat.
Und der hat gesagt, bau dir eine Moderation, wo du von jeder Ecke einsteigen kannst. Heißt, du kannst einsteigen mit herzlich willkommen, also das kannst du ja auch umsetzen im Berufsleben oder Vorträge, wenn du Vorträge hältst. Herzlich willkommen, Heute sind wir bei Big Brother. Oder du kannst einsetzen. Letzte Woche haben wir das und das hier bei uns gesehen.
Heute das und das. Herzlich willkommen bei Big Brother. Dass du die Elemente machst von deinem Vortrag und die aber so machst, dass du nicht den Text auswendig lernst, sondern so setzt, dass. Egal, was passiert, du kannst immer einsetzen mit dem nächsten Element. Verstehst du, was ich meine? Ja, ich verstehe. Also zum Beispiel, da passiert irgendwas und dann oder jemand ruft aus dem Punkt, weißt du irgendwas und du bist irgendwie kurz irritiert, dann kannst du aber abrufen und sagen, okay, warte mal, diese Woche werden wir bei BB das und das erleben oder du setzt einen mit, ja und damit Herzlich Willkommen bei BB.
Also du kannst immer, wie so Puzzleteile, dann kann man dich nicht rausbringen. Das ist total clever. Das ist total clever. Und vor allem nicht Texte auswendig lernen, sondern wissen, wie die Fahrt läuft. Genau. Wenn man es inhaltlich weiß, dann kann man sich alles... Also während ich moderiere, kriege ich ja Infos aufs Ohr, wer bereitsteht, was wir jetzt noch machen müssen, wenn ich was vergessen habe.
Oder Charlotte, du musst noch 2 Minuten 30 Masse machen, also füllen, weil der Gast ist noch nicht fertig. Oder der Gast steht jetzt da, hol ihn jetzt raus, der ist ungeduldig, hol ihn jetzt raus. Und dann musst du ja deinen Blog, den du eigentlich sagen wolltest, cutten und das nächste rein. Deswegen lerne ich den Text, lerne die Elemente.
Und das hat mir damals total geholfen, weil ich dachte so, ja, stimmt, da ist echt eine Menge dran. Weil dann kann dich keiner durch den Wind bringen. Ja, und das ist, glaube ich, auch eine Übungssache und auch, das finde ich nämlich krass, weil wenn du das jetzt so sagst, und guck mal, sagen wir mal auch hier unsere Zuhörerin so als Laie.
Ich meine, stellt euch mal ganz kurz vor, ihr redet und nebendran sitzt hier jemand im Ohr und sagt dann sowas wie, ja, hier steht draußen jetzt Harald Krüger und keine Ahnung was. Das heißt, du hörst da und dann aber die Gefahr läuft dann groß, das zu sagen, was du hörst. Oder vielleicht auch einfach so zu gucken. Oder zuhören.
Oder was zum Beispiel, ich sage immer, rede mir nicht aufs Ohr, wenn jemand mit mir spricht. Weil dann höre ich ihn nicht. Das heißt, rede mir aufs Ohr, wenn ich spreche. Das ist aber auch total unterschiedlich von Moderator zu Moderator. Und manche mögen es nicht, wenn sie unterbrochen werden im Ohr, also wenn die reden und bei mir ist es genau umgekehrt, weil wenn ich die Antwort nicht höre, das ist wie eine schlechte Verbindung, ich kriege dich nicht, dann kann ich auf dich nicht reagieren und das ist ganz schlimm, aber, das ist schon, da muss man sich schon irgendwie, finde ich, daran gewöhnen, aber ich hatte durchaus auch oft mal den Fall in der Sendung, wo ich einfach so gemacht habe.
Ja, also aber Ohr weggemacht hat, weil es mir zu viel wurde. Also so. Und dann sagst du in der nächsten Werbepause, sagst du, ey, quatsch mir nicht, das Ohr ab, mach mal anständig und dann geht das schon irgendwie. Ich hatte immer einen aufs Ohr, der hat dann immer erzählt, der hat immer, wenn ich mich so, ist ja normal, wenn du dich mal verhaspelst oder so, dann hat er immer so verhaspelt.
Also der hat das so kommentiert, dass ich mich verhaspel. Und ich so, dicker, was stimmt mit dir nicht? Hab ihn dann rausgemacht und hab gesagt, hä, was ist mit dir los? Das ist so, wie früher die Schüler zu mir gesagt haben, ha ha, guck mal, Georgina wird schon wieder rot. Dann wurde alles noch viel schlimmer.
Das ist so hell, was willst du von mir? Ja, überhaupt nicht motivierend. Nee, null. Das war krass. Also ich kann wirklich, ja, und ich muss für mich sagen, meine größte Sicherheit, die ich mir selber gebe, ob das jetzt so auf der Bühne ist oder irgendwie dieses Sprechen oder in so einem Interviewformat, die größte Sicherheit, die ich mir gebe und die ich vielleicht als Tipp weitergeben kann, vielleicht sogar im Beruflichen, dass man dann, wenn man einen Vortrag hält oder sowas, eine PowerPoint, wie auch immer das heutzutage alles heißt, dann, ich finde es toll, natürlich diese Voraussetzungen müssen da auch ähnlich sein, aber...
Wenn ich so locker wie möglich mit den Sprecher, als würden das halt Menschen sein, denen ich jetzt gerade mal eine Sache erkläre. Ja, genau, das ist ja auch im besten Fall so. Genau, und so die angucke und so nach dem Motto, so ey, du willst das doch wissen, pass mal auf. Ich erzähle das mal eben so.
So ein bisschen entspannt irgendwie. Klar, es ist, glaube ich, was anderes, wenn man, keine Ahnung, wo in der Bank arbeitet oder sonst wo im Vorstand sitzt. Ja, obwohl, ich finde, ein Vorstandsvorsitzender kann auch, wenn er die Belegschaft irgendwie, was auch immer machen muss, der kann ja auch anfangen mit Herzlich Willkommen, was machen wir heute eigentlich?
Nicht nur, wir treffen uns nicht nur, es gibt nicht nur trockene Kekse da draußen, sondern es gibt auch noch das und das und das. Wie lange bleiben wir heute hier? Also die drei W-Fragen, also die mehreren W-Fragen einfach abhaken, das kann einer genauso machen. Du holst ja die Zuschauer auch ab, wenn du sagst, ja, was mache ich hier?
So, ich werde euch heute mal erzählen, dass 60% gefeuert wird. Also, weißt du, so dieses, so, warum sind wir hier? Was machen wir hier? Wie lange geht der ganze Scheiß überhaupt? Und so, und ich finde schon. Dieses, wie es früher immer so war, dieses Hochgestochene. Und das ist ja auch gar nicht mehr.
Dank, finde ich auch. So ein bisschen Dank Social Media auch. Ja, ist das alles ein bisschen lockerer und coolerer. Jeder spricht irgendwie in der Kamera mittlerweile. Das geht dann irgendwie relativ schnell, finde ich. Aber es ist trotzdem, auch wenn ich jetzt so locker, lässig, cool darüber spreche, es ist trotzdem, ich bin jedes Mal schweißgebadet nach den ersten zehn Minuten. Ich bin so aufgeregt.
Es ist Wahnsinn. Ich kann dich total, ich kann es total nachvollziehen. Und ganz ehrlich, manchmal, wenn ich so drüber nachdenke und denke immer so, ich schwärme immer davon und oh Gott, ich würde auch so gerne mal eine Show moderieren und manchmal höre ich so in mich rein und denke so, oh Gott, bist du eigentlich lebensmüde?
Du willst rot anlaufen? Du willst dich verhaspeln? Warum willst du das so gerne? Weißt du so, das ist richtig, dass manchmal voll auf einmal mein Arsch mir auf Grundeis fällt. Aber und dann auch wieder und ich wüsste ganz genau, wenn es dann doch so wäre, so war das einmal, ich habe einmal für Amazon Music ein Event moderiert, da war es auch so. Ich habe mich total gefreut über diese Jobanfrage Okay.
Ich war da, wurde zurechtgemacht und während des Schminkens dachte ich, und was ist, wenn ich mich jetzt einfach krank melde? Ja, ja, ja. Ich möchte jetzt nicht mehr. Ich kann nicht. Ich kippe um. Ich habe Angst. Mein Bauch sagt mir, lauf weg. Und dann wiederum, okay, jetzt geht es gleich los. Okay, doch, geil.
Die letzten 20 Sekunden vorher so, ja, okay. Es ist so krass und vor allem auch so, ich denke auch so ganz oft so, okay, morgen um diese Uhrzeit habe ich den Scheiß geschafft, hoffentlich. Weißt du so? Oder ich gehe die Texte hundertmal durch und so. Also es ist wirklich, es ist schon krass. Aber vielleicht gehört es auch immer, warte mal bitte, vielleicht gehört es auch so ein bisschen, typbedingt immer dazu, vielleicht bringt uns das die extra Portion Konzentration auch.
Dass es nicht zulässig fair alles wird. Ja, das kann wirklich gut sein. Gerade mit dem Dopamin, was ja wirklich auch dann dafür sorgt, dass du happy bist und da bist. Also, ne, fokussiert. Das fokussiert dich ja auch. Aber lustig, irgendwie geht es vielen so. Ich glaube, der Mehrheit geht so. Ach, hundertprozentig. Hundertprozentig.
Also, falls ihr spannende Überwindungsgeschichten habt oder Tipps noch weitere, die wir hier teilen könnten, gern noch mal eine E-Mail an exwives at rtl.de. Genau. Wir würden uns total freuen. Und, ja, ihr Lieben, wir verabschieden uns. Wir verabschieden uns, freuen uns. Wir freuen uns auf den heißesten Gossip vom Big Brother Haus nächste Woche mit Gia, wenn sie dann draußen ist.
Und dann werden wir erfahren oder beziehungsweise da werden wir mit ihr durchsprechen, mit wem sie alles, wieso, weshalb rumgemacht hat, geflirtet hat, gebumst hat, warum sie doch nackt geduscht hat und warum sie sich so fürchterlich daneben benommen hat. Genau, richtig. Das alles nächste Woche. Wir freuen uns. Bis dann, ihr Lieben. Tschüss. Ciao, ciao.