
The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 74
#73 Wenn die Liebe kippt
Dienstag, 29. September 2026 · 42 min
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Shownotes
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Charlotte und Gia haben sich mal wieder im Video-Podcast-studio getroffen, um richtig tief in ein Thema einzusteigen. Diesmal sprechen sie darüber, was sie im Nachhinein anders gemacht hätten in ihren früheren Beziehungen. Es geht darum, ob sie (nochmal) heiraten würden und was sie in künftigen Beziehungen erwarten. Und es geht hier nicht um Klunker oder Reisen, sondern eigentlich um das bare minimum.
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Hallo liebe Ex-Wifes, herzlich willkommen zu einer neuen Wodcast-Folge mit Charlotte Würdig und Georgina Stumm. Du darfst auch Engelhardt sagen, wenn du möchtest. Wir machen das nochmal. Nein, lass es, lass es. Es ist einfach so witzig, weil es ist ja wirklich ein Niemalsland. Ja, was ist es? Umgewöhnend. Es ist confusing, wie man so schön sagt.
Es ist wirklich ein bisschen… Ja, das ist halt der Flow, ne? Ich habe neulich eine Flugbuchung gekriegt auf Engelhardt. Ich wusste gar nicht, ob ich damit fliegen darf. Oh ja, weil es auf dem Ausweis noch nicht umgewechselt ist. Ja, das steht als Geburtsname halt da. Aber da haben wir das lieber nochmal umgeschrieben.
Aber das soll nicht unser Thema sein. Wir haben mal wieder ein Deepest Dive-Thema mitgebracht. Also, wir haben ja schon viel über Liebe gesprochen. Wir haben viel über unsere vergangenen Beziehungen gesprochen. Wir haben viel darüber gesprochen, was wir damals erlebt haben etc. Und heute wollen wir ein bisschen darüber sprechen und freuen uns natürlich wahnsinnig, wenn ihr auch mitmachen wollt. Ihr könnt uns dazu gerne eine E-Mail schreiben, die würden wir dann in der nächsten Diebdahl-Folge wieder mit aufnehmen.
Und zwar an exwivesatrtl.de Super, sehr schön. Und wir reden heute darüber, warum kippt Liebe? Also egal in welcher Konstellation man steht, ob man verheiratet ist, ob man ein Paar ist oder ob man in der Kennenlernphase ist und so weiter und so fort, warum kippt die Liebe? Darüber wollen wir heute ein bisschen sprechen. Auch, rückblickend auf unsere Erfahrung, was hätten wir vielleicht anders gemacht, von allen Beziehungen, die wir schon so hatten.
Ob länger oder kürzer. Grundsätzliche Frage, guckst du gerne zurück? Weil das habe ich mich nämlich gefragt, will ich überhaupt zurückgucken? Also ich gucke nicht gerne zurück. Nee. Mir fällt aber, oder mir fiel in einer neuen Beziehung, habe ich dann die Reflexion gehabt, tatsächlich. Also nach dieser Trauerphase und dann war auch dem Single-Dasein, wenn ich dann in einer neuen Beziehung war, habe ich dann wieder gemerkt, habe ich entweder Vergleiche gezogen und habe dann quasi reflektiert, ah ja, guck mal, entweder ist man wieder an genau demselben Punkt oder das und das ist jetzt anders.
So, da ging es dann los. Aber wenn ich jetzt, stand jetzt, ich bin Single, ähm. Nein, ich gucke tatsächlich gar nicht so gern zurück. Man vergleicht ja dann auch so ungern, ist ja auch nicht so fair, dieses Vergleichen, wenn man denkt so, naja, mit Jonas war es schon besser als mit Jasper, aber so und was bringt Johannes?
Also das ist irgendwie so ein bisschen schwierig auch so zu vergleichen, aber es gibt ja doch so Muster, die man immer wieder, aus welchen psychologischen Gründen auch immer, immer wieder sich aneignet. Sei es die sogenannten Red Flags, sei es die Leute, die man aushalten muss oder Leute, die einen selbst aushalten oder was auch immer. Man hat immer so ein Muster, was es ja gilt zu durchbrechen, damit du eben halt den richtigen findest.
Damit man nicht wieder mit derselben Sache wahrscheinlich endet auch. Ja, genau. Und das finde ich immer so ein bisschen schwierig, weil man hat ja so ein, man ist es ja so gewohnt irgendwie. Ja, richtig. Das ist einem so vertraut dann in dem Moment. Ich hatte sogar einmal, das Ereignis, das war auch crazy, das habe ich dann Monate später, ich hatte eine lange Beziehung, habe mich getrennt, der hat mich echt wirklich schlecht behandelt.
Ich war dann in einer neuen Beziehung und das war wirklich ein ganz anderer Typ Mann, ganz anderer Typ und wo ich auch jetzt sagen würde, krass, ich glaube. Das hätte eigentlich normalerweise nie so gefunkt zwischen uns. Aber ich wollte das unbedingt mal ausprobieren, weil ich dachte, vielleicht sollte ich das mal probieren, wenn dieser Typ Mann mir schadet, dann probiere ich es mal so.
Und das Schlimme war, dass ich nach ein paar Monaten die Sachen, die er mir dann vorgeworfen hat, habe ich dann gemerkt, fuck, alles, was der andere mir angetan hat, tue ich jetzt dem an. Also natürlich alles ein bisschen anders, aber schon. Aber wie kann das denn? Weiß ich nicht. Was hast du ihm denn angetan? Gib mir mal ein Beispiel. Ja.
Entscheidungen ohne ihn getroffen. Welche? Einfach gemacht. Zum Beispiel, ich war jetzt in den Urlaub, das nicht abgesprochen, sondern einfach nur ihn vollendete Tatsachen gestellt. In unserer gemeinsamen Wohnung einfach neue Sachen gekauft, umgestellt. So halt. Also kein Teamgedanke. Nein, gar kein Teamgedanke. Im Großen und Ganzen. Ganz genau, ja richtig.
Und das hat mich an dem anderen total wahnsinnig gemacht und mich richtig gestört. Und ich habe es bei dem, zack, genauso gemacht. Hat er das dir gesagt, das findet er nicht gut? Hast du es dann verstanden? Erstmal nicht. Erstmal bin ich voll auf Abwehr gegangen. Ja, klar. Kritik, ciao. Und dann habe ich es irgendwann geschnallt. Da dachte ich so, boah, scheiße, ich bin schon arschig.
Und auch so von meinem ganzen... Kann ich mir gar nicht bei dir vorstellen, dass du einfach so einen eigenen Move machst. Ja, ich finde es auch jetzt auch schwer vorzustellen, aber doch. Du sagst ja schon Bescheid, wenn die Ampel länger rot ist als gedacht. Also weißt du, was ich meine? Du bist ja eigentlich voll der Teamplayer.
Aber ich war auch echt mal anders. Und da frage ich mich aber auch. Wie alt warst du da? Anfang 20. Nee, Mitte 20. Mitte 20, ja. Und ich glaube, das war einfach auch so eine dolle Phase. Man hat ja immer wieder im Leben, finde ich, diese Perioden. Ich glaube, meine Trotzphase, die habe ich leider wirklich alle zwei Jahre gefühlt.
Das ist auch so ein Muster, was ständig immer wiederkehrt leider. Aber nee, ich glaube, das war mal wieder eine Phase, in der ich mich selber finden musste. oder weiter zu mir finden musste. Ja, ätzend war ich, wirklich ätzend. Und weißt du, was ich glaube? Ich glaube, das habe ich... Tatsächlich auch gemacht, weil es ging.
Weil ich glaube, dass mein Ex das mit mir gemacht hat, weil ich das zugelassen habe und ich gemerkt habe, bei dem geht das ja auch und dann habe ich meine Macht anscheinend ausgespielt. Weißt du? Rückblickend zumindest würde ich das jetzt mal so behaupten. Irgendwie, weil ich war schon echt scheiße zu dem und ich wusste auch, der geht nicht weg.
Weißt du? Das war so das Gemeine daran. Was würde passieren heute? Jetzt ist das rückblickend. Wenn du jetzt heute siehst, du lernst jemanden kennen, und er ist total großzügig, lässt dir alle möglichen Freiheiten, die du ja auch brauchst für dein Leben, für deinen Job vor allem auch. Das ist ja einfach Fakt.
Was würde dann passieren? Würdest du das wieder nutzen, nicht ausnutzen, das klingt immer so gemeint, aber nutzen für dich? Oder würdest du diesmal sagen, nee, weißt du was, Gia, jetzt reiße dich mal zusammen. Das ist ein guter Mensch und den behandelst du mal so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
Also, ich, ja, nee, weiß ich nämlich nicht genau, weil ich finde, da hängen noch ein paar andere Faktoren, kommen noch dazu, um mich dann wirklich auch, sag ich mal, für ihn dann richtig zu entscheiden und nicht für das Leben mit ihm, weil das ja so gut ist, ne, so, und weil er mich so viel machen lässt und ich deswegen ihn halt ausnutzen kann, ne, ich glaube, wenn ich, also wenn ich nicht, und das war nämlich auch, glaube ich, der Punkt, ich war in den nicht richtig verliebt.
Und das habe ich mir versucht aber einzureden. Und deswegen war ich auch so beschissen. So, und das tut mir erstens sehr leid, weil es ist ja, also das macht man einfach nicht. Und er war, glaube ich, halt dieser Zwischenkirche, Diese Periode, die ich brauchte, um über den anderen hinweg zu kommen. Es war viel zu früh für eine Beziehung. Ich hätte das gar nicht machen sollen.
Man sagt ja auch, wenn man. Aus einer sehr intensiven Beziehung kommt, die kurz oder lang, also es geht gar nicht um den Zeitraum, sondern um die Emotionalität, dann ist der Partner danach tatsächlich, dient erst der Heilung. Ja, genau. Sagt man so, das ist immer ein bisschen assi, aber ich glaube, da können sich auch viele irgendwie wiedererkennen.
Ich wollte gerade sagen, Ehrlicherweise fühle ich mich nämlich auch so, in dieser Position gewesen zu sein, aber er war es definitiv und er hat aber so um mich gekämpft und für diese Beziehung gekämpft, dass ich halt dachte, na guck mal, wenn jemand auch so kämpft und so, dann lass uns das doch probieren, aber ich war da nicht ehrlich zu mir selber zu ihm.
Ich glaube, du warst vielleicht auch gelangweilt. Kann das sein? Ja, ja auch. Ja. Auf jeden Fall. Ich habe das aber auch dann irgendwann kommuniziert, dass wir irgendwas ändern müssen, aber... Das ist, vielleicht habe ich es auch nicht richtig kommuniziert, will ich jetzt mal auch, könnte ich mir auch gut vorstellen.
Ich bin ja jetzt ein bisschen konfrontationsscheuer, also eher würde ich sagen. Deswegen ist da schon ganz schön viel auf meinen Mist gewachsen. Man hätte das gar nicht alles so weit kommen lassen müssen. Ich weiß noch, es gab mal so ein, auf einmal sagte er zu mir, komm, wir gucken uns jetzt eine Wohnung an. Ich weiß nicht, wie es dazu kam.
Auf einmal haben wir in dieser Wohnung gewohnt und irgendwie dachte ich so, wie bin ich eigentlich hierher gekommen? Also es war wirklich so, scheiße. Es war immer der Punkt zu spät, an dem ich irgendwie mich getraut habe zu sagen, du. Nein. Und auf einmal haben wir zusammen gelebt und irgendwie, oh, dann habe ich es immer weiter getrieben. Und irgendwie waren das echt zwei Jahre, die ich letztendlich von ihm vergeudet habe und auch von mir. Also völlig...
Aber du hast es reflektiert. Ja, ich würde es so auch nie wieder machen. Also wenn ich gehe, ich habe daraus gelernt, eine Beziehung gehe ich nur ein, wenn die Gefühle wirklich so vorhanden sind. Und ich mir auch sicher gehen kann, dass ich nach dem anderen oder nach dem Ex... Mir genug Zeit für mich habe, gegeben habe. Und das auch wirklich.
So ein bisschen nach einer Beziehung sich auf Wiederherstellung, wie so ein Handy, auf Wiederherstellung, Werkseinstellung zurück und dann damit erst klarkommen und dann erst den Speicher. Ja, richtig. Weißt du, was ich meine? Oder erst mit der Apple-ID connecten. Ja, genau. So dieses erst mal wirklich klarkommen.
Ich finde, da sind wir Frauen auch besser drin als Männer. Männer, finde ich, springen sehr viel von einer Beziehung in die andere, weil die sich gar nicht reflektieren wollen, es nicht gelernt haben, es können, was auch immer. Ich glaube, dadurch, dass unsere Generation ja auch eher Frauenemotionen zugestanden wurden als Männern, ist das, glaube ich, ein Riesenproblem. Tatsächlich, das merke ich auch oft.
Aber was würdest du sagen, man sagt doch so, man sagt, man braucht ungefähr die Hälfte der Zeit der Beziehung, um darüber hinwegzukommen. Würdest du dem zustimmen? Nee. Weil ich könnte tatsächlich sagen, ja. Nee, würde ich nicht zustimmen. Nee? Nee, also wenn ich so überlege, bevor ich geheiratet habe, war ich zehn Jahre Single. Ja.
Zehn Jahre Single heißt ja nicht, dass niemand getroffen hat, aber ich hatte keine Beziehung. Und jetzt bin ich auch schon, glaube ich, im fünften Jahr oder so. Ja. Und ich könnte jetzt gar nicht von mir aus sagen, ich bin bereit für eine Beziehung, weil ich weiß gar nicht, was diese Beziehung mit sich bringen sollte.
Aber meinst du, es liegt daran auch, dass du immer noch dran zu knabbern hast an der gescheiterten Ehe? Nee, das glaube ich nicht. Ich finde es total spannend, die Frage, weil ich kann es dir nicht so richtig sagen. Aber es ist ja nicht so, dass ich meine Ehe vermisse. Ich weiß, was du meinst. Also es hat sich in die richtige Richtung entwickelt.
Und die richtige Richtung war nicht die Ehe. Aber es ist jetzt in der richtigen Richtung, auf der Straße, auf der wir jetzt sind. Aber ich kann es dir gar nicht sagen, tatsächlich. Also für mich ist auch eine Beziehung so, rückblickend gesehen, mit viel Verantwortung verbunden. Was ich allerdings merke, was ich ganz lustig finde, ist, wenn ich jetzt, also ich komme schon in diese Phase jetzt, dass ich ein bisschen mehr so schaue.
Was gibt es hier, was gibt es da und solche Sachen. Also was für Typen laufen, warum meine ich damit. Und dann ist mir neulich aufgefallen, Guck mal, ich habe ja vor 13, 14 Jahren bin ich mit Paul zusammengekommen. So, da war ich... Anfang 30, 34, 33, jetzt bin ich 48. Und ich gucke halt immer so nach Anfang 30-Jährigen.
Weißt du, was ich meine? Wenn dann die Männer kommen, die dann mein Alter sind, oder älter, denke ich euch so, ach nee, Charlotte, da musst du ja jetzt hinkommen. Das sind ja die, die dir was bringen können. Die jungen Dinger, die sind zwar nice, aber die sind ja auch auf einem ganz anderen Start im Leben. Die wollen ja noch den Zaun, die Familie und den Hund.
Das hast du ja schon alle. Das kann ja gar nicht matchen so mäßig und das ist so witzig und dann denke ich so achso ne ich muss ja oh oh. Das ist mir neulich bewusst geworden als ich so durch die Stadt lieg so witzig weil ich dann so gucke und denke so der ist ja ein bisschen alt, ne warte mal ganz kurz der wird nicht viel älter sein als ich, das ist schon in Ordnung ja krass und dann kommt noch hinzu, dass ich das ist ja schon geflüstert, dass ich mich ja im Moment sehr sehr viel mit True Crime beschäftige habe ich das ja absolut Liebe.
Und da sind ja zu 99 Prozent die Mörder männlich. Männlich, ja. Das hatte ich wirklich ein ganz süßes Erlebnis am Flughafen. Da kam ein Mann, ich hatte gerade am Telefon, also meinem ältesten Sohn hatte ich gerade am Telefon erklärt, Physik wie Kraftanziehung und Newton und so weiter funktioniert. Weil er hat am nächsten Tag einen Test geschrieben, wir hatten die Unterlagen und ich habe es ihm so erklärt und so und so und so funktioniert.
Nicht, dass ich das wirklich wüsste, ich musste es auch nachlesen. Also es klingt ja zu... Natürlich weiß ich nicht. Wer ist das nicht? Newton? So, ne, aber nee, nee, und wir sind das so durchgegangen, haben geguckt, ob wir es beide kapieren und so weiter, und da war ich damit fertig, und dann kam ein Mann zu mir, der sah auch mega nett aus, mega sweet, mega lieb und nett und so, meinte so, ja, du, ich bin echt, ich setz mich mal hin, so, also hat sich so neben mich nicht auf die Bank gesetzt, aber so hingekniet, damit es nicht so auffällt, aber ich wollte fragen, ob ich ein Foto machen kann, ich bin seit Jahren ein Fan und so, und ich dachte so, krass, der sieht so lieb und normal aus, ne, so irgendwie,
und dann, ähm, dann hab ich gemerkt. Große Sympathien anscheinend zu. Ich habe so Angst vor dem bekommen. Was? Weil ich sofort in meinem Kopf True Crime hatte. Ich so, Alter, der wird dich umbringen. Der wird dann aussehen lassen, als wäre es Selbstmord. Das kannst du nicht machen. Die Leute denken, du bist am Flughafen, jetzt stirbst du da irgendwann und liegst da irgendwo bei Heinemann oder wie der Laden da heißt, wo man alles kaufen kann.
Die denken alle, du hast dich umgebracht, weil du Angst hattest oder so vor dem Fliegen. Keine Ahnung was. Und ich so, ja, ja, okay, danke, tschüss. Foto gemacht und mit abgehauen und dachte später so, sag mal, Charlotte, du bist viel zu tief in der True Crime. Du bist gerade viel zu tief drin. Das war schon krass. Aber rückblickend, ich check das voll, was du sagst.
Ich finde das auch so. Ich finde es auch total wichtig, dass man sich reflektiert. Und ich glaube aber, dass ich jetzt so weit wäre, dass ich dieses eine Muster, was ich anscheinend irgendwie habe, dieses Helfer-Syndrom-Muster, dass ich das durchbrechen kann, und irgendwie eine Beziehung vielleicht von vornherein ein bisschen mehr auf emotionalergleichen.
Augenhöhe suchen würde und auch, in meiner Vergangenheit hatte ich auch super viel Schwierigkeiten Nein zu einem Mann zu sagen. Wenn ich jetzt nicht mit dem zusammen, da war ich ein bisschen jünger, aber so, ach, wenn ich dem jetzt nicht zusammenkomme, der tut mir voll leid. So, dann komme ich jetzt mit ihm kurz zusammen. Weißt du, so völlig bescheuert, und jetzt bin ich schon eher so, du sagst, nee, weißt du, ich mag dich, du bist super, aber kriegt man ein Leben in den Griff.
Weil das kann ich jetzt nicht für dich regeln, das funktioniert nicht. Und da merke ich schon rückblickend, finde ich schon geil, wenn ich so junge Frauen treffe, 20, 30-Jährige, die das jetzt schon drauf haben. Die das jetzt schon können, genau. Finde ich geil, sowas. Und das ist mir zum Beispiel ein ganz großes Anliegen, dass ich sowas meiner Tochter weitergebe.
So, dafür muss ich das aber auch selber hinkriegen. Und deswegen, das ist auch gerade so ein Punkt bei mir, woran ich quasi schon arbeite. Willst du heiraten, wenn du den gefühlstechnisch Richtigen triffst? Ich glaube nicht unbedingt, nein. Weil? Weil ich total Angst habe vor dieser mitkommenden Verantwortung.
Was gibt dir die Ehe für eine mehr Verantwortung als eine feste Beziehung? Naja, dass zum Beispiel, wenn ich irgendwas verkacke auf gut Deutsch und sei es was Finanzielles zum Beispiel, dann hängt ja er mit in der Scheiße und das möchte ich jetzt niemandem antun. Ich habe mein Kind und ich habe für uns beide Verantwortung, aber es macht mir Angst, was ist, wenn der zum Beispiel vielleicht sich auch entwickelt wie, weiß ich nicht.
Und dann verliert der vielleicht alles und ich kann aber vielleicht dann gar nicht für uns Sorgen weiter, also für uns drei dann. Sowas macht mir dann schon Angst und da habe ich irgendwie Schiss. Was ist denn dann? Aber jetzt gehen wir mal davon aus, du lernst einen Typen kennen, der finanziell beruflich stabil ist, der auch davon irgendwie so sagt, also wir lernen ja jetzt keine Jungs kennen, also lernen wir bestimmt, aber ich schätze mal, was in eine Beziehung einfließt, in einer festen Beziehung wird es kein 19-20-Jähriger sein, Anfang 20-Jähriger, der jetzt erst überlegt, mache ich jetzt Maler oder werde ich Anwalt?
Also der steht da irgendwo schon im besten Falle mit in dem Leben und bringt ja auch seins mit. Und sowas könnte man ja. Finanziell, das kann man ja alles vertraglich vorher regeln. Ja, genau. Das finde ich zum Beispiel auch super wichtig. Für alle Beteiligten halt. Und ich glaube, es macht mir zu viel Schiss tatsächlich.
Es bereitet mir echt zu viel Angst. Auch weil ich bisher einfach auch immer wieder diese Trennung erlebt habe. Und, Doch, ja, ich glaube, unterm Strich glaube ich, ich denke, ich glaube nicht an die Liebe bis ans Ende unserer Tage. Oh, okay. Ich glaube, dass es eher nur für Lebensphasen lange Partner gibt.
Das ist also Stand heute. Und deswegen nicht heiraten, weil da müsste man sich ja immer wieder dann... Genau. Ja. Ja, ich glaube, das ist tatsächlich meine Wahrheit hier, die ich gerade... Ja. Und du? Ob ich nochmal heirate? Auf keinen Fall würde ich nochmal heiraten. Warum nicht? Weiß nicht, also irgendwie finde ich so, ich wollte ja damals schon, also ich hatte nie diesen Traum von weißes Kleid, da kommt noch Schimmel, ne, heißen diese Pferde?
Ja, dieser Schimmel kommt noch dazu, dann kriegen irgendwelche Tauben durch die Gegend, wir heiraten auf einem Schloss, ich habe ein Kleid an, was 15.000 Euro kostet, krieg einen Ring, der ist dicker als mein Nippel, weißt du so. Das ist einiges, ne? Wissen wir ja. Das ist schon nachts im Karät, also.
Nee, also ich war, ich hab immer gedacht so, ich heirate für die Sache. So an sich, ne? Und hatte auch nie geplant, Kinder zu kriegen. So sehe ich meine Kinder auch jetzt auch liebe und heilfro bin, dass ich sie habe. Es war nie in meinen, nein, null. Hunde waren immer auf meiner Bucketlist. Habe ich auch erfüllt für die Hunde.
Aber trotzdem, es war so für mich, nie das brauche ich, um definitiv die Person zu werden und glücklich zu sein und Charlotte zu sein. Jetzt haben wir doch geheiratet und was mega cool war und auch irgendwie hatten Paul und ich beide dieses Gefühl, wir tun es für die Sache so an sich, dadurch aber, dass der Wunsch vorher nie wirklich da war.
Kommt er jetzt auch nicht. Weißt du, was ich meine? Also der war ja nie da. Was ich jetzt im Nachhinein sage, ich hätte gerne mehr Kinder gehabt. Das ist jetzt aber tatsächlich nicht mehr machbar. Bis auf, dass ich BBL mich zwischendurch mir mal ausleihen kann. Aber sonst ist das nicht machbar. Das finde ich traurig. Hätte ich gerne gehabt.
Aber dadurch, dass der Wunsch nie da war, ist er jetzt auch nicht auf einmal da. Was ich manchmal vermisse, merke ich auch selbst jetzt. Ist jemand, der einfach da ist. Also all das, wo meine Freundinnen sagen, boah, das nervt, so kann ich mal ein Abend alleine sein, kann der nicht mal kurz mal auf Geschäftsreise gehen und so.
Diese, denke ich so, kann der nicht mal ein, zwei, drei Abende irgendjemand einfach hier sein, wo man das Gefühl hat, dass man was gemeinsam kocht, wo man einfach sich austauscht über den Tag und sein, noch so nichtige kleine Informationen. Sei es über die Folge, die gerade da im Fernsehen läuft und man will irgendwie da über kurz reden. Das, was wir hatten. Weißt du, dieses man setzt sich zusammen an den Tisch, die Kinder haben dann auch viel mehr Bock, weil es gibt nicht nur ein Erwachsener, der spricht, sondern zwei.
Es ist lebendiger zu Hause. Das vermisse ich tatsächlich. An dem Punkt bin ich jetzt auch, ach guck mal, habe ich jetzt richtig oft gemerkt, dass ich mich aber eingeholt, dass ich immer denke, so boah, es wäre schon irgendwie nice mit jemandem auch so, Mal so zu schreiben im Sinne von, ich bin gut angekommen. Ja, genau. Es interessiert faktisch gar keinen, ob ich hier im Studio angekommen bin oder nicht. Mein Telefon ist quasi tot.
Ich habe nur Kontakt mit der Tagesmutter und mit meinen Eltern, wenn die irgendwie mal sich irgendwo hinbewegen. Also es ist halt wirklich so, okay. Das ist mir neulich. Letzte Woche, als ich so viel unterwegs war, da war es genauso bei mir, dass ich so dachte, okay, du bist jetzt geflogen, du bist Auto gefahren, du bist, Zug gefahren, du bist jetzt in einem fremden Hotel in einer Stadt und machst jetzt noch irgendwie den Podcast mit dir und so weiter und so fort und es interessiert keine Sau.
Keiner wünscht meine Kinder an. Ja, ich so, hey, ich wollte euch gute Nacht sagen. Ja, Mama, danke, ciao. Boom, okay, wow. Ja, ich hab ja noch ein Kind. Hey, Süßer, ich wollte euch noch gute Nacht wünschen. Ja, ciao. Ja, okay. Genau. Gut. Und eigentlich wäre es so geil, man dann so eine... Niemand, den man totquatschen kann.
Und wie geil, dass dann so eine erwachsene Unterhaltung einfach mal kurz zu, oder? Ja. Oder sich einfach zusammen aufs Sofa zu legen und kurz zu kuscheln und dann, wirklich nur kurz zu kuscheln. Kurz zu kuscheln. Nein, ich meine echt zu kurz zu kuscheln und einfach mal zu sagen, wie blöd das und das gerade ist, sei es im Job oder so oder hier oder da.
Einfach mal kurz dieser Austausch und jemand ist da, der Interesse hat. Und jetzt rückblickend, wussten wir das früher zu schätzen? Nein. Nicht richtig. Anders. Ich habe es genossen. Ja, und auch gerne gegeben, zum Beispiel auch in der Partnerschaft, immer. Wie geht's dir, was machst du, dieses Gequatsche, der hatte ich super gerne, aber ich hab's, ja, zu wenig, glaube ich, sogar genossen, ja.
Weil es selbstverständlich war? Total nicht verständlich ist in so einer, ja also nicht, kommt drauf an jetzt welche Gespräche, sehr gute und tiefe Gespräche waren sehr rar teilweise in meinen einigen Beziehungen, da habe ich es extrem vermisst, auch witzigerweise, ähnliches Gefühl wie jetzt, also ich war da auch sehr alleine, obwohl ich in einer Partnerschaft war.
Einsam zu zweit, ne? Ja, genau. Und wiederum mit ein, zwei hatte ich eine tolle Beziehung, habe viel mit denen reden können. Und das ist ein Punkt, den ich immer wieder, ich weiß genau, bei dem einen. Diese Facette, die würde ich gerne mitnehmen zu irgendeinem neuen Mann. Oder dieses unsichtbare Band, was Paare oft haben, die länger zusammen sind.
Finde ich auch total schön, wenn man dann mit denen so an einem Tisch sitzt und isst zum Beispiel gemeinsam und du merkst, die beiden sind so synchronisiert miteinander. Reichen sich das so, als ohne sich anzugucken und der eine macht noch dies und jenes. Oder einfach so dieses. Wenn man über Themen spricht, dann weiß die andere schon, was er sagen wird, weil die haben sich schon aus. Also dieses unsichtbare Band, dieses Beziehungsband, das ist, finde ich, total im positiven Sinne gemeint beneidenswert. Ja.
Da denke ich auch manchmal so, ich bin wie so ein Gummistrick, weil so, buf, kommt wieder zu uns. Immer so zu dir selber. Ja, nochmal. Andere Richtung vielleicht. Nee, Boomerang. Ja, oder auch so, wenn die, ich kriege das manchmal mit bei meinen Freundinnen, wenn ich da dann höre, so ja und dann, also wenn der Mann meiner Freundin sagt, naja und dann holen wir halt nochmal schnell deine Mutter ab und dann denke ich mir so krass, wie die involviert sind auch mit den Eltern und so, das finde ich so toll.
Das hatte ich noch in keiner meiner Beziehung, dass ein Mann wirklich echtes Interesse auch an meinen Eltern und meiner Familie hatte. Du warst die Erste, die gesagt hat, Weihnachten, lass uns doch deine Familie auch dazu holen. Weißt du? Jetzt kommen sie nicht mehr los. Genau. Auch wenn sie es wollen. Geht nicht.
Und das finde ich so krass. Und das ist auch so ein wichtiger Punkt, der mir vor allem jetzt, wo ich Mutter bin, immer wichtiger geworden ist. So, ja. Ja, da ist schon was dran, wie man sich das dann, ich sage auch immer zu meinen Mädels, wenn die sich irgendwie über ihre Partner ärgern oder über die Kinder, die ständig dann, dass sie nicht Zeit zu zweit haben können, die Paare und so, I get it, ich verstehe es wirklich gut, aber die Zeit zu zweit ist nicht Donnerstagabend, nehmt sie euch bewusst, weil das, was ihr gerade hier habt als Familie, habe ich nicht und es fehlt mir so sehr.
Ja, und das kann ich total, also das sage ich denen dann wirklich gerne mal, da rollen die zwar ein bisschen mit den Augen, aber trotzdem, es ist ja, dann sagen die, ja, wir hätten auch gerne mal so viele freie Abende, ich habe keine freien Abende, weil ich habe niemanden zum Austauschen, deshalb gehe ich mit dem Tier ins Bett.
Du hast alleine Abende. Ja, alleine Abende, aber irgendwann denkst du dann auch so. Tick, tick, tick, tick. Genau. Ich erwische mich manchmal. Noch ein letzter Satz dazu. Ich erwische mich manchmal, wie ich von den Nachbarn zu Nachbarn tingle mit der Kleinen. Und ich esse dann auch oft abends jetzt mit denen, weil ich das aber auch ausgesprochen habe, dass ich mich manchmal alleine fühle.
Und die sind Gott sei Dank super süß. Und dann ist das manchmal richtig krass, wenn ich dann diese eine Familie, also wirklich die sind zusammen, die sind so alt wie ich. Ja, genau. In meinem Alter, also Ende 30. Die Eltern? Die Eltern, also die Nachbarn. Genau, die Nachbars. Und dann erst mal zusammen, deren Tochter ist vier oder fünf.
Und wenn ich dann da gehe, dann habe ich voll oft so ein Gefühl von, oh krass, weil die sind so süß. Weißt du, diese funktionierende Ehe da oder zumindest das, was ich davon sehe. Und die sind zu dritt und jetzt, cool, jetzt bringen die das Kind ins Bett, dann gehen die zu zweit nach oben oder wie auch immer. Aber da denke ich mir so, krass. Und ich versuche jetzt BBL zum Schlafen zu bringen und dann sitze ich da auch so.
Wie du es gerade beschrieben hast. Tick, tack, tick, tack. Ja, jetzt noch den Geschirrspüler einräumen. Nö, auch keinen Bock, kann ich machen. Stundenlang am Handy hängen, super. Schreibt ja eh keiner. Aber immerhin dann bei Instagram mich totscrollen. Nee, aber was du gerade noch angeschnitten hattest, mit dem die Zeit füreinander nehmen, ne? Wenn...
Findest du auch, dass Frauen anders das Ende der Beziehung schon wahrnehmen und schon weitaus eher, also wann die Liebe kippt? Ich glaube, nein. Ich glaube, Frauen und Männer sind in der Lage dazu, das beide rechtzeitig oder beziehungsweise gleichzeitig aufzunehmen und wahrzunehmen. Ich glaube aber, Frauen gehen damit anders um.
Ich glaube, dass Frauen mutiger sind. Den Stecker zu ziehen. Als Männer, ich glaube es sogar, wenn man eine Umfrage machen würde, könnte ich mir sogar vorstellen, dass Männer eher denken, naja, was ich habe, habe ich. Und dann bummst sich halt eine andere zwischendurch oder irgendwie lenkt mich anders ab oder machen eine neue Sportart. Aber die sichere Base brauchen die eher als wir Frauen.
Wenn wir jetzt nur über emotional sprechen, ich spreche nicht finanziell, auch nicht beruflich, nur die emotional. Genau, ich glaube, da sind wir Frauen weiter mit vielen Sachen aus verschiedenen, Erziehungsgründen auch und ich glaube auch, dass wenn eine Frau geht, wenn eine Frau leise geht, dann ist sie weg.
Ja, der unterschreibe ich dir so. Das glaube ich schon. Ja. Ich glaube, wenn es, also oft ist auch das Phänomen, finde ich, dass es dann doch entweder zu schlecht oder zu spät kommuniziert wird und dass deswegen noch so viel Zeit vergeht, bis dann wirklich Schluss ist und dass oft dann der Mann sagt, wir hatten es gerade in dem Freundeskreis meiner Eltern, dass der Mann, wir hatten mit beiden telefoniert, unabhängig, also nicht zusammen, sondern da haben sich welche getrennt und dann sagte er, also er kam aus heiterem Himmel und sie sagt, naja, weißt du, das ist jetzt schon echt fünf Jahre, mühe ich mich da jetzt schon ab und habe immer wieder gesagt.
Und denk mal, man redet mit zwei verschiedenen, also zwei verschiedene Paare, die sich getrennt haben. Ja, da denkst du echt, also da dachte ich mir wieder so, krass, das ist, glaube ich, so oft der Fall. Ja, aber da ist es ja eher, da ist es ja nicht so, dass er es nicht erkannt hätte. Er hat es ja bestimmt auch erkannt, eine Beziehung muss sich ja auch ändern.
Wir verändern uns ja auch. Es wäre ja schade, wenn man sich nicht miteinander wächst. Aber so dieses, ich glaube auch, das geht auch gar nicht darum. Im Alter, wenn du, also ich sage jetzt mal über uns im Alter, sondern es geht nicht darum, dass man sich Zeit nimmt in der Thermo und da irgendwie in der Sauna bummst oder so.
Darum kann man machen, aber darum geht es, glaube ich. Ich glaube, man muss, ich glaube, es geht eher darum, sich Zeit zu nehmen, um den anderen nochmal neu kennenzulernen. So einzuchecken, was hat sich bei dir denn eigentlich ergeben die letzten vier Jahre? Zu welchen Menschen hast du dich verändert? Bin ich noch ein Fan von dir?
Also so liebe ich dich noch. Mag ich dich noch mit den Einstellungen, die du hast? Was hast du gewählt? Wollen wir politisch reden? Ist das überhaupt ein Thema für uns? Wie stehen wir finanziell? Da hätten wir vor 15 Jahren gedacht, dass wir mal hier sitzen, beide in, keine Ahnung, Walkinghosen und mit Stöcken und jetzt gleich loslaufen.
Also so, dass man sich Zeit nimmt, den anderen neu kennenzulernen. Weil es verändert sich so viel und da sind wir auch so ein bisschen bei diesem Thema, finde ich, so dieses Mental Load. Ich mag das Wort nicht so gerne, aber das ist ja so ein Überbegriff, dass man oft eher Vorwürfe macht. Also in einer Beziehung ändert sich einfach viel, ob du jetzt Kinder hast oder nicht, ob du verheiratet bist oder nicht. Du hast ja in dem Moment, wo du eine Beziehung eingehst mit einem Mann, eine Verantwortung für einen Menschen, für einen Herzen und du passt dich, es sei denn, du hast Gia in deiner letzten Beziehung, vorletzten Beziehung, was auch immer.
Nee, aber eigentlich ist man ein Team und man kümmert sich darum. Brauchen wir das, brauchen wir jenes, wollen wir dies, wollen wir jenes. Also man kümmert sich um den Menschen. Ja, gerne vor allem. Genau, das im besten Falle gerne. Und da glaube ich, ist auch oft so dieses, das kann auch viel werden. Ja, ja.
Ja, so. Also ich denke auch vor allem gerade in der Position jetzt, wo man Kinder hat, ich meine, ich war ja auch in der Position, als ich noch keine Kinder hatte, ist mir das auch schon teilweise viel gewesen, aber jetzt mit Kind... Ich habe jetzt keine Beziehung, aber jetzt stelle ich es mir noch mal krasser vor. Also wenn man Kinder hat und dann noch so viel vielleicht auch für den Partner tut, dass man quasi ja wie ein drittes Kind dann sozusagen hat oder ja, nicht unbedingt ein drittes Kind, aber schon doch, schon eine dritte Person und die man sich sehr viel kümmert und mitmacht und noch vielleicht Termine für den erledigt oder, oder, oder, dann ist das einfach überkommt anders.
Alleine schon, dass du nicht selbstbestimmt bist. Also das bist du mit Kindern ja grundsätzlich nicht, aber trotzdem bestimmst du ja als Alleinerziehende, trotzdem darüber, ob es passt, dass du jetzt mit BBL das und das machst. So, jetzt kommt jemand dazu und sagt, ja, ich wollte heute Abend aber gerne Spaghetti Bolognese machen.
Und selbstbestimmt war aber eigentlich, dass du zu den Nachbarn gehst und so. Und was machst du? Also so, ich glaube, dass dieses, was auch so schön sein kann, das kann natürlich auch so eine Art Mental Load bedeuten für eine Neubeziehung, wenn man eh schon so viele Baustellen hat. Weißt du, was ich meine? Das klingt das jetzt bescheuert. Nein, nein, nein. Ich kann auch folgen.
Und das macht mir manchmal Angst ja, verstehe ich auch dass, man schon zu lange auch in seinem Weg so gefahren ist dass das aber auch heißen würde wieder neue Kompromisse oder auf einmal doch eine andere Meinung ja oder noch weniger Zeit für das was mir am wichtigsten ist, uns dreien also meine Jungs und mir also so dieses dieses ja, man arbeitet viel, man ist viel unterwegs man macht viel hier Hausaufgaben und Co.
Und irgendwie so dieses, dass man, wenn jetzt noch jemand da reinkommt, dann gibt es ja noch einen Faktor. Und will ich das überhaupt, wo wir uns jetzt gerade so eingegroovt haben? Das macht irgendwie Angst. Ich glaube auch, ich wäre gerade wahrscheinlich eine schwierige Partnerin sogar, weil. Wenn ich jetzt darüber so nachdenke, sehe ich mich so ein bisschen in dieser Position, dass ich sage, nee, was willst du, warum willst du jetzt an meine Kinder und mein Kind und mich ran? Also so im Sinne von, da kommt niemand zwischen und du bist bestimmt nicht Platz 1.
Also keiner wird Platz 1 quasi kriegen, außer meine Tochter. Und er will es aber vielleicht auch nicht Platz 1 sein. Vielleicht ja, vielleicht nein, wer weiß. Genau, aber vielleicht empfinde ich das trotzdem so, ob er es will oder nicht. Ja, ja, aber Platz eins ist ja, das ist ja deine Tochter, aber der will ja im besten Falle nicht dein Kind sein.
Aber ich weiß, was du meinst, da kommt ja diese Verantwortung noch hinzu. Und deswegen rückblickend, wenn wir jetzt wieder rückblickend gucken, würden wir uns wieder so einspannen lassen in einer Beziehung, wie wir es in ehemaligen Beziehungen gemacht haben. Stichwort am Anfang, wo du gesagt hast, ich mache, was ich will.
Oder würden wir wieder dieses familiäre Konstrukt auf uns nehmen und wirklich Termine erledigen, wie du gesagt hast oder, keine Ahnung was wie doll würdest du dich nochmal in eine Beziehung einspannen lassen das ist eigentlich das, was ich sagen wollte, also nicht mehr so wie es mal war, Aber ich mag es auch ein Stück weit. Wenn es der richtige Mann ist, mag ich es auch voll gerne. Wo spürst du die Grenze?
Wenn es nur noch bei mir liegt, ob der Müll jetzt rauskommt jeden Tag, ob das Essen auf den Tisch kommt oder nicht, wenn der nicht eigenständig irgendwie sich versorgen kann. Also die Nahrungsaufnahme komplett an mir liegt. Da ist für mich schon so, boah, kann nicht sein, dass du jetzt hier irgendwie hungerst und deswegen schlechte Laune verbreitest.
Nur weil ich nicht rechtzeitig was für dich gemacht habe. Zum Beispiel ist jetzt ein dummes kleines Beispiel, aber ja, ist für mich schon, nee, sorry. Also wenn du ein erwachsener Mann bist und dein Magen grummelt, dann stehst du jetzt in der Küche oder sorgst dafür, dass du dir was bestellst oder wie auch immer.
Aber das wäre für mich schon wieder so ein, oh nee, bitte nicht. Bei dir? Ja. Ich glaube, ich würde versuchen, darauf zu achten, dass ich nicht die Kleinigkeiten übernehme, wie zum Beispiel, ich muss unbedingt wieder zum Zahnarzt. Ich mache den Termin bei meinen, der ist super. Und dann machst du auch den zweiten, den dritten, den vierten.
Und dann bist du auf die Kommunikationskette. Genau, richtig. So eine Darmspielung wäre auch nicht schlecht. Weißt du, was auch immer. Ja, ich mache den Termin. Oder ich Elternabend, nee, nee, ich gehe gerne zum Elternabend. Ich mache das, ich übernehme das. Natürlich übernehme ich Sachen. Die ich dir dann hinterher sage.
Genau. Natürlich übernehme ich Sachen. Aber du, pass auf, ich gehe zum Elternamt. Aber dafür machst du, keine Ahnung, den Rasen. Also ich würde dann auch so, wir halt so ein Teamwork halten. Dass jeder so seine Aufgaben hat. Und im besten Fall finde ich sogar so ein. Soweit wie es geht, unausgesprochen. Weißt du, was ich meine?
Dass man vielleicht jetzt nicht unbedingt sagt, ich mach dies, du machst das. Nein, ich meine nicht, nein. Also, dass man nicht aktiv ganz krass kommunizieren muss, wie in so einem Putzplan, sondern dass das passiert, weil es so krass harmoniert, weil beide gerne, der eine gibt das gerne, der andere das.
So, und dass sich das deswegen dann so ergänzt, das wäre ein Träumchen, finde ich. Ich glaube aber auch, dass es krass ist, so wenn ich, das ist ja nun mal Fakt, dass wir Frauen, das ist auch nicht schlimm für nicht, im Gegensatz zu was viele andere sagen, ich stehe trotzdem zu, es ist einfach Fakt, dass wir Frauen, mehr zu Hause sind für die Kinder und so weiter und so fort.
Es ist in den meisten Fällen einfach so. Da müssen wir jetzt nicht irgendwie anfangen, feministisch zu diskutieren, das kann man wann anders machen, aber es ist einfach Fakt. Dann ist es aber trotzdem so, dass wir Frauen müssen dann aber auch wiederum lernen, auch abzugeben. Ja. Ja, nur weil wir den Müll oder den Hausarbeit besser erledigen, in Anführungsstrichen, was wir ja denken, so für unsere Routine.
Da ist, glaube ich, auch so dieses Unausgesprochene, dieses, da musst du es auch zulassen. Auf jeden Fall. Gib dem Typen keine Aufgaben. Also warum muss ich jemandem erzählen, der bei mir wohnt? Ja, nein. Der Müll muss raus. Das sieht er doch selbst. Oder wo der Pürierstab ist. Ja, das ist doch vollständig entwickelt, dieses da oben.
Dann geh hin, du siehst, der Müll ist, also warum muss ich das sagen? Also ich würde mit sowas gar nicht anfangen. Könntest du bitte den Müll rausbringen? Würde ich gar nicht erst anfangen. Ja, ja. Aber wie mache ich das dann, wenn er es nicht macht? Naja, weg, neuer Typ. Ihn da aber direkt mit ausschmeißen. Genau. Du, pass auf, können wir Müll rausbringen?
Nein, nein, ich meinte dich. Genau, kannst du mir den Schlüssel geben? Müll kannst du da lassen, mache ich morgen, aber du kannst verschwinden. Nein, es geht ja auch nicht nur um den Mülleimer. Ihr wisst das im Großen und Ganzen, was wir meinen. Das ist jetzt ein kleines Bild für was Großes gemeint. Genau.
Würden wir da reflektierend sagen, wir würden vielleicht nicht, oder ich würde vielleicht nicht diese Kleinigkeiten mehr machen, sondern einfach mehr voraussetzen. Ja, ja, genau. Wenn der Müll voll ist, ist er voll. Und wenn du nicht leer sind, ist die alle. Da kommt nichts nach von unten. Der Karton ist da, der ist leer.
Dann müssen du den Supermarkt und dann kannst du einen rausholen. Und wenn du dann noch schaffst, den wegzuschmeißen. Aber gut, das erzählen wir schon fort. Das ist crazy. Jetzt ist es. Ich fand eine spannende Sache, da hatten wir vorhin ganz kurz drüber gesprochen. Und dann ist mir was in meinen Kopf geschossen. Und zwar, wenn etwas, also wenn die Beziehung eher nicht mehr läuft. Ja.
Und ich glaube, dass in den meisten Fällen es von der Frau dann kommt, wenn es vielleicht darum geht, sich professionelle Hilfe in dem Sinne dann zu holen, also Paartherapie oder, oder, oder. Und, Wenn dann zum Beispiel, das habe ich nämlich schon öfter gehört, dass dann ein Tipp gegeben wird, sucht euch doch mal eine Paarzeit, es muss wieder eine Paarzeit geben.
Weil du hattest vorhin ja gesagt, nehmt euch die Zeit füreinander. Euch neu kennenzulernen. Euch neu kennenzulernen, genau. Und sei es in Gesprächen, ich finde so Sexdates ganz schwierig. Ja, wenn du keinen Bock auf deinen Typ machst, bringt es auch nichts, wenn du in deinem Sternhotel und dann über dich rüber rubbeln möchtest.
Richtig. Dann hast du ja auch noch weniger Bock. Genau. Genau, da frage ich mich auch mal, wie kann das denn, terminierter Sex, wie kann das denn helfen? Ich glaube, das macht das alles doch viel schlimmer. Ja, ich sage, man steht auf so Rollenspiele. Ja, oder das. Das ist ja auch eine andere Geschichte. Ja, das kann ich.
So auf Sailor Moon oder was auch immer. Ja, richtig, genau. Was die Leute da alles machen. Ja, gibt es ja alles. Und, aber dieses sich bewusst füreinander Zeit nehmen in der Kommunikation und nicht gleich vorauszusetzen, ich weiß eh, was er denkt. Ich weiß eh, was sie denn. Das ist voll oft, finde ich, so ein Punkt, wo ich sehe vor meiner Nase, oh Alter, hier läuft gerade richtig eure, eigentlich wollt ihr dasselbe, aber ihr seid gerade richtig auf Krieg, weil ich weiß ja sowieso, was der Sair jetzt sagt. Du schon wieder. Genau.
Und deswegen ist, glaube ich, dieser Punkt, was du gesagt hast, nehmt euch Zeit füreinander, euch neu kennenzulernen, voll wichtig. Vielleicht dann den Partner reden zu lassen und versuchen, sich das wegzuschieben. Ja, ja, ja. Und jetzt sagt er gleich wieder das und das. Sondern, okay, vielleicht ist ja heute mal ein neuer Gedanke da bei ihm.
Oder bei ihr. Vielleicht sagt sie ja diesmal nicht das, was sie sonst immer sagt zu der Wäsche, die noch auf dem Wäscheständer hängt. Vielleicht passiert ja mal was anderes. Und ich glaube, in den meisten Fällen ist es tatsächlich so, wir denken immer nur, dass wir glauben zu wissen, was der andere jetzt denkt und sagt und fühlt.
Und das ist, glaube ich, ein ganz großer Punkt, weswegen es oft schiefläuft. Also wieder großes Thema Kommunikation in Beziehung. Nicht verlernen zu kommunizieren. Genau. Und dann das, was du gesagt hast, nehmt euch Zeit füreinander. Ja, vielleicht die anderen Personen echt ausreden lassen. Sich vielleicht so ein bisschen da rein zu fühlen, so wie wäre es jetzt, wenn da eine neue vor mir sitzen würde.
Der würde ich ja auch zuhören. So gespannt. Oh wow. Erzähl mal. Ja. Und nicht, oh ja, ist klar, sie war wieder mit ihren Freundinnen irgendwo. Ja. Weißt du, sich selbst so ein bisschen zu überlisten. Also auch als Frau so. Okay, ich führe ihm jetzt mal zu, als wäre das Die Story ever. Und vielleicht wird es das dann auch.
Herrlich. Also wir sind auf jeden Fall gut dabei zu reflektieren gerade. Ich würde sagen, das machen wir doch direkt mal weiter in der nächsten Diebdachlose. Das tut das gut, das macht Spaß. Vielleicht habt ihr ja jetzt auch irgendwie ein paar Sachen, wo ihr sagt, ey, spinnt ihr? Das ist überhaupt nicht so.
Weil im Endeffekt reden wir über Sachen, die wir ja lange nicht mehr hatten. Oder ihr könnt uns ein paar Tipps geben. Schreibt uns auf jeden Fall bitte, ja. Bitte, bitte, sehr gerne eine E-Mail an exwives at rtl.de Ja, so sieht's aus. Bis zum nächsten Mal. Wir freuen uns. Ciao.