Ottakringer-Aufsichtsratchefin Wenckheim: "Dosenpfand hat Einbruch gebracht" | CEO
Sonntag, 28. Juni 2026 · 55 min
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Shownotes
Christiane Wenckheim steht an der Spitze der Ottakringer Getränke AG. Im Videopodcast spricht sie über Einwegpfand, Bierpreise und die Aufarbeitung der NS-Zeit
100 Liter Bier werden in Österreich pro Kopf und Jahr durchschnittlich getrunken. Ganze zehn Millionen Hektoliter werden hierzulande jährlich gebraut. Unter anderem bei der Ottakringer Getränke AG – sie ist der drittgrößte Bierhersteller des Landes und hat in der Bundeshauptstadt Legendenstatus.
An der Spitze des Aufsichtsrats steht bei Ottakringer Christiane Wenckheim. Doch obwohl sie in eine Braudynastie hineingeboren wurde, war ihr Berufsweg keineswegs vorgezeichnet. Das erzählt Christiane Wenckheim in der neuen Folge des CEO-Podcasts. Sie spricht außerdem darüber, wie viel Einfluss ein Hersteller auf die Bierpreise hat, über Konflikte im Unternehmen und ihre Vergangenheit als Würstelstand-Betreiberin.
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Christiane Wenkheim steht an der Spitze des Aufsichtsrats bei Otter Kringer. Obwohl sie in eine Braultünnesdie hineingeboren wurde, war ihr Berufsweg aber keineswegs vorgezeichnet. Das erzählt Christina Wenkheimer in der neuen Folge des CEO-Podcastes. Sie spricht außerdem darüber wie viel Einfluss ein Hersteller auf die Bierpreise hat Über Konflikte im Unternehmen und ihre Vergangenheit als Würstelstandbetreiberin.
Und natürlich auch über den neuen Dosenfand! Wenn Sie CEO immer gleich zum Erscheinungs-Tag hören wollen, dann abonnieren Sie den Kanal auf der Podcastplattform Irawal, link in den Shownotes. – jetzt geht's los! Vier Tage Woche oder sieben Tage Woche? Für eine Familienunternehmerin, wie ich es bin ist die siebendage Woche eigentlich vierundzwanzig Stunden angesagt.
Für die Menschen mit denen ich arbeite würde ich mir die vier Tage wünschen plus einen Tag wo wir kreativ arbeiten und ein bisschen anders arbeiten und lustigere und kreative Zusammenarbeit fördern und eine andere neue Gesprächskutte miteinander haben. Sport vor der Nacht Arbeit vor der Arbeit, damit ich effizient dann in der Arbeit bin.
Führen Sie Ihren Terminkalender selbst? Ich gebe zu nicht ganz! Es macht schon eine wunderbare Beziner die mich begleitet und sie ist ein bisschen akkurater als ich. Auf welche Eigenschaften achten Sie denn bei Bewerbern am meisten? Mich interessieren Geschichten aus der Vergangenheit, wo diese Menschen zeigen was sie schon geleistet haben und wie sie das angegangen sind.
Und wie Sie ihre Passion ausgelebt haben und die Begeisterung für etwas ausgelegt haben. Gibt es eine gute Art zu kündigen? Ja ich glaube mit Dankbarkeit. Dankbarigkeit für das was war. Was ist Ihr wichtigster Softskill? Menschen lesen zu können über ihre Körpersprache. Das interessiert mich unglaublich und ihre Stimme, ich kann sehr gut zwischen den Tönen hören wie es ihnen geht oder was sie jetzt wirklich denken und das gibt mir sehr viel Power in Gesprächen.
Cool! Muss ich mich jetzt fürchten? Nein! Kann nicht ein-und ausschalten... Auf welches Networking-Event können Sie nicht verzichten? Ja, das Otterkringer Bierfest natürlich. Im Sommer die zwei Monate – ich finde es ist einfach so ein Ort der Begegnung mit einem Bier zusammen mit einem guten Otterkränger.
Das ist ganz wichtig für mich! Office Homeoffice oder Hybrid? Nicht irgendwo angefesselt zu sein, is meint... Mein Wunsch für mein Leben. Natürlich brauchen wir mehr Office-Time mit den Mitarbeitern, damit die eben ihre Kultur des Unternehmens weiter lebendig bleibt wenn die Menschen zusammen sind. also das würde ich mir wünschen.
für mich Ich bin mal dort, mal da. Also Hybrid Welche Eigenschaft hat sie denn an die Spitze ihres Unternehmen gebracht? Ich glaube ein Maß an Hartnäckigkeit und Freude und Passion für Getränke und für Familien Zusammengehörigkeit. Gibt es das eine Work-Live-Balance? Ja, die habe ich nicht immer gekannt in meinem Leben.
Jetzt ist es besser. Ich glaube, es ist sehr wichtig für die Menschen und ja sie gibt's glaub' ich schon. Sollten Väter und Mütter gleich lange Inkurenz gehen müssen? Also ich find super dass jetzt Männer das überhaupt auch mehr ins Auge fassen. Das finde ich sehr toll! Dass das jetzt mehr Gleichgewicht bekommt wenn auch... ich finde verpflichtend soll das alles nicht sein.
Das sollen die Menschen selbst entscheiden können, was sie und wie sie das handeln wollen. Was ist denn ihr Tipp an junge Leute, die erfolgreich werden wollen? Etwas zu entdecken, was Sie wirklich gern machen und das einfach konsequent verfolgen. Gut! Vielen Dank für diesen kleinen Wordrap. Wir starten mit unserem eigentlichem Podcast.
Und da habe ich mal gleich eine Fachfrage an Sie Wie trinkt man den Bier richtig? als Krügel oder als Seidl? Naja Der, der mehr trinkt ein Krügel. Ich persönlich liebe Seideln. Warum? Weil das Bier immer kalt bleibt und ich mag halt kaltes Bier. Deshalb trinke ich lieber mehrere Seidlen und nicht einen Krügel.
Heißt eigentlich Krügl oder Krüggerl? Ich sage Krüggerl! Also die Verniedlichung macht es etwas bekömmlicher beim Konsum oder wie? Wahrscheinlich ja. Ein bisschen harmloser Dose- oder Flasche. was ist besser? Ja, die Dose ist erstaunlich gut. Weil sie das Bier schützt vom Licht und dass der Lichteinfluss ein großer Faktor für die Bierqualität.
Daher Tendenzelldose. Umweltfreundliche sind natürlich die Mehrwegflasche. Ihr Unternehmen vereint ja Bier- und Wasser. Sie selbst sind eher eine Biertrinkerin oder eine Wassertrinkerin? Anlassbezogen – ich trinke sehr viel Gutes fürs Lauch hier vor allen Dingen das Ohne dass er zwanzigtausend Jahre alt ist und irgendwie ich habe das Gefühl, das trinkt man einfach leichter.
Und das ist wahnsinnig bekömmlich! Für die Anlässe natürlich ein gutes Otterkringerbier. Also nie seckt ihr Otter-Kringer? Seckt nein! Jetzt gibt es leider ein kleines Problem, der Absturz alkoholischer Getränke sinkt. Es gibt einen Wirtshaussterben. Haben Sie das Gefühl, dass die Branche insgesamt zu den Zenitüberschritten hat?
Ja... also ich würde sagen, die Zenit über Schritten hat. nein! Das sind glaube ich in unserem Geschäft immer Wellen gewesen mal besser, mal weniger gut. Das alkoholfreie Bier boomt ja enorm! Das hat zweistellige Wachstumsraten. also das ist schon eine wirkliche Alternative für die alkoholfreien Getränke oder für das Bier insgesamt und ich denke der Tourismus ist ein Riesenfaktor.
also für uns die sehr stark auch in Wien ansässig sind ist der Tourismo sein Riesen Faktor und er boomt Ja enorm und damit sind wir natürlich auch mit der Gastronomie die hier die Touristenabdeck auch sehr gut abgesichert sage ich jetzt Mal. Also in Summe ist der Markt zwar unter Druck, aber ich glaube es geht schon wieder langsam bergauf und ich bin zuversichtlich dass das trinken nie aufhören wird jetzt vor allen Dingen auch von Wasser aber auch vom alkoholischen Getränken.
Gastronomie ist ein gutes Stichwort! In Wien wurde die sechs Euro Marke für ein Krögelbier im Gasters schon längst überschritten manchmal sieben auch sieben Euro. was darf denn ein Krügelbär ihrer Meinung nach dem Gasters kosten? Wir mischen uns absolut nicht in die Bierpreisgestaltung unserer Kunden ein.
Natürlich desto weniger es kostet, desto besser für die Konsumenten und es gibt ja auch inzwischen Lokale, die Rhein-Neinzig fürs Grügerl verlangen und durchaus überrannt sind. also das ist eine große Bandbreite von Preisen, die am Markt draußen zu sehen sind Und ich finde dass es die Freiheit des Wirtens der sich seine Kosten selbst im Griff haben hat und auch seine Wahl ist was er dafür preise macht.
Uns ist wichtig gutes Bier verkaufen, qualitätsorientiertes Bier. Dass sie gut auf die Schanktechnik schauen und dass die Qualität passt. Auf das achten wir eigentlich mehr als auf die Preise. Lassen Sie uns ein bisschen in den Handel blicken! Der verkauft neunzig Prozent des Biers zur Aktionspreisen.
Die Kiste um fünfzehn Euro ist zum Beispiel keine Seltenheit. Tut Ihnen das jetzt auch weh oder machen Sie damit? Natürlich ist das schwierig, weil diese preisaggressiven Aktionen eine ganze Branche vor allen Dingen uns Privatbrauereien sehr unter Druck setzen. Das muss man schon klar sagen natürlich wünschen wir uns da eine Entspannung seitens des Handels aber wie auch in der Gastronomie haben wir nicht die Preisfahrheit über diese Dinge und wir versuchen halt möglichst unsere Qualität in den Vordergrund zu stellen und hier die Preiswürdigkeit unserer Produkte.
Das sind die Privatbrauereien ja auch Vorreiter darin, eben genau das zu tun. Zu schauen dass wir mit guten Qualitätenpunkten und dadurch hoffentlich auch diese Preisaggression irgendwann hoffentlich eine Beruhigung findet. Das ist nämlich eigentlich der Hintergrund meiner Frage weil also vor allem die kleinen Privat Brauereiens sagen dieser Preiskampf bringt uns noch um.
es können sie eigentlich zu den großen Sinn der private Brauerei wo stehen Sie da? Ja, mal so muss man klar sagen. Natürlich machen wir immer wieder auch Preisaktionen mit aber in Summe wünschen wir uns eine Beruhigung der Preis-Aktionitis am Markt. Ist das realistisch? Weiß ich nicht! Der Handel hat natürlich durch das Bier einen großen Zuzug in seine Outlets und Bier ist nun einmal ein Kernlebensmittel für die Menschen und bringt die Menschen in die Supermärkte.
Jetzt hat es in der Finanzkrise noch geheißen, alles Krise. Da-Krise, Dort-Krisis – nur beim Bier gibt's nie eine Krise! Spätestens seit Corona wissen wir das stimmt nicht ganz. Wenn Sie sich zurück erinnern was hat diese Coronakrise für Otter Kringer bedeutet? Also für Otte Kringern war es schon ein Herber Schlag auch für unsere Tochter Delphaba Kollarik die auch zu uns gehört, sie haben reine Gastronomiebelieferung gemacht.
War das natürlich ein Herberschlag weil die Gastronomiezug gesperrt Und das für einige Zeit und daher haben wir fünfzig Prozent seines Umsatzes war dann zugesperrt quasi. Das hat sich teilweise in den Handel verlagert, aber eben nur teilweise. die Menschen konnten sich nicht mehr Gruppen treffen. Wir sind nun mal mit Otterkringer ein Bier des Community wo Menschen zusammenkommen, wo Menschen verbunden werden, wo Leute miteinander feiern Indoor-Autor und das war halt nicht.
Und wir sind sehr froh dass wieder zurückgekommen ist und dass jetzt wieder so ein wirkliches Leben stattfindet Diese Delle, die durchaus da war wieder zumindest Großteils zurückgekommen ist. Jetzt ist aber in der Corona-Phase der Alkoholkonsum insgesamt glaube ich gar nicht so zurück gegangen sondern eher das Gegenteil.
Das heißt kann man den Schluss ziehen also das Bier ist nicht schuld daran wenn die Leute zu viel dem Alkohl zusprechen. oder wie würden sie das interpretieren? Da bin ich jetzt ehrlich gesagt ein bisschen überfragt. Ich glaube dass Dadurch, dass es keine Feiern gab. Trotz allem und diese Communityzeit miteinander die Leute ja nicht alleine Biere und Schnäpse getrunken haben zu Hause.
also das hat man in den Zahlen so nicht gesehen. Das hat schon gefehlt dieser Teil des Zusammenkommens und denen haben wir halt auch stark gespürt. Was tut denn ihr Unternehmen um den insgesamt zinkenden Bier-Konsument gegenzuwirken? Wir haben sehr viel, also beim Bier. Wir sind ja als Gruppe sehr innovativ und machen sehr viele neue innovative Produkte.
Wir haben entwickelt einen Bierspritz zum Beispiel das ist so ein mit Blutorange ein typisches Spritzgetränk wie wir es jetzt sehr viel sehen am Markt aber mit einem Touchbier in der Notreerdose zum Beispiel. ein Riesen Erfolg haben wir gemeinsam entwickelt mit Kunden von uns und ja, dann haben wir zum Beispiel einen Frukade-Radl auf den Markt gebracht.
Der ein Riesenerfolg ist der wirklich köstlich schmeckt und der ein ganz neues und auch innovatives Produkt ist in einer Kooperation mit Frukaden was er auch sehr neuartig ist dass man eben Kooperationen macht mit nichtalkoholischen Getränken. Jetzt haben Sie vorher schon erwähnt das alkoholfreie Bier.
hat das insgesamt glauben sie das Potenzial quasi die Umsätze zu stabilisieren? Gänzlich nein, aber es hat einen durchaus Potenzial so zehn Prozent des Volumens vom Biermarkt zu erreichen. Momentan liegen wir ja bei circa sechs Prozent zwischen vier und sechs Prozent Und ich glaube es hat ein durchaus Potential noch für ein ordentliches Stück Wachstum.
Ganz wird das nicht kompensieren Aber ist sicher dass Nicht alkoholische Getränk in der Alkoholindustrie das wirklich gut schmeckt anders als Wein wirklich trinkbar geworden ist. Haben Sie da auch Marktuntersuchungen? Wer trinkt ein alkoholfreies Bier, mehr Frauen und mehr Junge? oder geht das durch die Bevölkerung?
Durch die Bevölkerungsdurch. Aber auch junge Trinken, aber auch sehr viele Leute inzwischen zu Mittag als das Mittagsbier, dass eben jetzt alkoholfreie ist, durchaus ein wirklicher Volk. herausgefunden. Null Komma Josef gibt es ja schon lange, ich weiß nicht ob sie die ersten Warn am Markt, die ein alkoholfreies Bier angeboten haben allerdings halt schon zu einer Zeit also alkoholfreies Bier noch den Ruf hatte das kann man nicht trinken.
Das schmeckt einfach nicht gut. Jetzt gibt es das Null Komma Josef noch immer. Es hat so ein bisschen die alte Tante unter den alkoholfreien Bienen, haben Sie schon jemals einen Rebranding gedacht? Das irgendwie ein bisschen moderner zu machen. Wir haben's gerade moderner gemacht und es ist tatsächlich das erste alkoholfreie Bien in Österreich gewesen muss man sagen.
Und ja, wir haben auch immer wieder den Geschmack angepasst. Auch zuletzt jetzt. Das schmeckt wirklich großartig. wenn sie sich frisch kosten insbesondere auch vom Fass ist es wirklich eine sensation schmeckt eigentlich fast wie Bier. also das echt wirklich köstlich. Jetzt ist unsere Bundesregierung vielfach beschäftigt, nicht nur mit einem knackigen Sparbaket das erneut geschnürt werden muss und einem Doppelbudget um das gerungen wird.
Sondern sie müssen auch versuchen die Inflation zu bekämpfen. Und um das zu tun sind auf bestimmte Lebensmittel die Steuern reduziert worden – die Massensteuern. Um den Leuten die Teuerung ein wenig zu erleichtern? Auf Bier nicht! Finden Sie das okay?! Schade, weil es ein Grundnahrungsmittel meiner Meinung nach ein Bier gehört zu unseren Grundnarrungsmitteln.
Man muss auch bedenken man muss das ja dann auch wieder gegenfinanzieren und die Erfindungsreichtung in neue Steuern setzen ist auch nicht immer ganz hilfreich für diverse Branchen. wir haben gerade die Plastiksteuer abwenden können für den Biermarkt auch für den alkoholfreien getränke markt also ja natürlich wäre es schön wenn das billiger wird.
für die konsumenten keine frage. aber wenn wir dann gegen maßnahmen treffen müssen dann wieder menschen betroffen sind von den gegenmaßnahmen ist vielleicht auch nicht unbedingt hilfreich. kann es sein dass am sinkenden birkonsum vielleicht doch die verdoppelung des pfandes für bierflaschen verantwortlich ist?
vielleicht war das doch nicht so eine gute idee und die einführung von dosen fand ja die sammelquote war hoch. Inzwischen ist das seit einem Jahr am Markt, dass ein Weg gefahren. Das hat uns tatsächlich insbesondere für Otterkring, weil wir halt sehr dosenlastig sind in der Produktion. Weil Wien eine Dosenstatus, die Menschen kaufen zu fast achtzig Prozent Dosenbier in Wien, weil sie es hinauftragen müssen.
Also im urbanen Raum ist die Dose einfach das Nummer eins getränkt. Und ja, deshalb haben wir einen höheren Dosenanteil, weil wir hauptsächlich die Wiener und Wieneren bedienen. Und dadurch waren wir natürlich stärker betroffen. Das Dosenpfand hat einen Einbruch gebracht aber es stabilisiert sich jetzt zum Glück und die Menschen haben sich langsam gewöhnt dass man das halt zurückbringt.
Sie haben ein System zu Hause gefunden wie sie's managen... Aber es hat die Leute genervt oder? Es hat die leutige nervt. Hoffen wir alle sehr, dass es und wir merken das es eine gewisse Stabilisierung gibt. Und die Leute das jetzt ein bisschen besser können und auch die Supermärkte ehrlicherweise auch besser können.
Die Maschinen funktionieren besser, die Menschen können besser mit diesem Maschinern. am Anfang waren ja da lauter Störungen also das war schon schwierig und jetzt ist glaube ich eine Routine bei allen eingetreten was zu einer Stabilisierung führt hoffentlich. Sie haben einen großen Konkurrenten, das ist die Brau-Union.
Gegen den läuft gerade ein Kartellverfahren. Das Standard hat schon mehrfach ... Darüber berichtet, dem Unternehmen wird für unsere Zuhörerinnen vorgeworfen im wesentlichen Getränkehändler unter Druck zu setzen. Dass nur ihre Produkte vertrieben werden was die Braunion selbst bestreitet. Wir haben gemerkt bei unserer Berichterstattung dass die Zeugenaussagenvorgericht stark divergieren.
Das Verfahren wird wahrscheinlich noch lange dauern. Jetzt einmal die eine grundsätzliche Frage an Sie, das was die Braune und dann macht. Das nennt man das Streckengeschäft. Machen sie über Ihren Getränkehandel auch Streckengeschäfte? Ja teilweise. Wie gestalten Sie Ihr Verhältnis zu Ihren getränken Händlern?
Ja, sehr gut. Wir haben ein sehr enges Verhältnis zu unseren Partnern. Wir sind ja hauptsächlich im urbanen Raum tätig. mit Otterkringern und mit Verslauer sind wir nationaltätig. Mitgetränke-Händlern haben eine sehr enge Beziehung. mit denen Könnte Ihnen dasselbe passieren wie der Braun? Und das irgendwer sagt, die setzen uns unter Druck?
Wir sind nicht solche Marktführer und wir setzen unsere Kunden nicht unter Druck. einer guten Beziehung miteinander, ein gutes Auskommen miteinander. Ein freundschaftliches Geschäftsverhältnis und Geschäftsgebau. Jetzt ist eine heikle Frage aber ich stelle Sie trotzdem war das vielleicht von Beginn an ein Problem dass man die Brau-Union so stark werden hat lassen?
also mit Tuldung der EU und auch der Bundeswettbewerbsbehörde sind da ja diese Zusammenschlüsse genehmigt worden. jetzt ist es ein riesen Ding und jetzt versucht man vielleicht im nachhinein das ganze wieder über solche Kartellverfahren irgendwie aufzutröseln. Ist das Grundproblem ein anderes aus Ihrer Sicht?
Aus meiner Sicht möchte ich zu Themen der Braunion und Heineken ehrlich gesagt nicht viel Stellung nehmen, weil ich den Fall weder besonders gut kenne noch irgendwelche Involvierungen hier habe. Aber was glaube ich schon ein wichtiger Punkt ist wir haben eine Gruppierung von österreichischen Privatbrauereien die sich gemeinschaftlich zusammengetan haben, um hier schon auch zu zeigen dass Biere in Österreich von Privatbrauern geführt werden und dass das eben auch ein gutes zusätzliches Angebot ist am Markt.
Dass du halt frei wählen kannst und sagen kannst ja ich möchte einfach mich mit Bieren versorgen die noch im privater Hand sind. Und ich finde das ist doch. die Vielfalt ist wichtig finde ich und das ist was auch österreichische Biermarkt immer gehabt hat vielfalt Und die sollte erhalten bleiben, in jedem Fall.
Wie gelingt Ihnen denn das? Sie sind ein recht wichtiges Zugpferd in dieser Vereinigung der Privatbauereien. Sind sie zufrieden mit dem Ergebnis? Greifen die Leute tatsächlich auch zu den kleinen Bienen? Ja, weil wir haben ja alle ein Abzeichen drauf auf unseren Bierflaschen und Bierdosen dass wir zu dieser Gruppierung gehören.
Und natürlich kann es immer mehr sein. ich glaube das ist eine Bewusstseinmachung und ich denke wir sind da auf einem guten Weg und natürlich geht da immer noch mehr. das ist keine Frage. und mehr Engagement. man darf auch nicht vergessen sind halt viele kleinere Brauerein auch dabei die jetzt nicht die riesigen Budgets haben.
aber natürlich sind wir am Weg hier schon ein Bewusstseins schaffen dass es diese Gruppierung gibt. Und ich glaube, inzwischen wissen das schon viele Österreicher und Österreichereinnen. Das macht uns stolz. Diese Craft Beer ist ja auch so ein Trend! Ein Kollege von mir, der auch beim Standard arbeitet hat vor einigen Zeiten einmal mithilfe der KI Craft Beer erstellt – sein eigenes.
Super! Das wollte ich Sie fragen? Wie sehen Sie solche Dinge, weil die Leute da selber herumpanschen?! Ich finde das lustig…. Was uns dazu bringt, dass die Menschen sich mit unseren Produkten beschäftigen ist wunderbar. Wir haben auch einen Yellow Heart Club zum Beispiel in Autocränk wo die Menschen verkosten kommen und uns Feedback geben über neue Sorten.
also ich finde das Involvement mit Bier und mit dem Getränk das ja der Jahrtausende alt ist ist großartig jede Form davon wenn sie es in der Badewanne brauchen großartige. Insgesamt gehen ja die Umsätze im Getränkehandel zurück, auch bei den nicht-alkoholischen Getränken. Ich nehme an das trifft sie eben vor allem im Wasserbereich.
Vielleicht ist auch hier das Pfand ein bisschen ein Hemmschuh, Wasser in Flaschen zu kaufen. oder erleben Sie das so nicht? Jetzt sind getränke Handel per se ansprechen haben wir einen Wachstum im Getrankehandler weil wir auch zum Beispiel einen neuen Partner für Österreich gewinnen konnten im Getrenkehandl und das ist Fever Tree dass es jetzt auch eine tolle alkoholfreie Marke ist und mit gutweise einen sehr erfolgreichen Partner haben, ja auch den wir national vertreiben.
Und wir sehr viele zwei neue Getränkehändler an Bord genommen haben und integriert haben in unser System. Also unsere Getränkengehandel wächst tatsächlich und das ist eigentlich ein sehr freuliches Geschäft weil es uns natürlich Zugang für unsere Produkte fürs lauer Otterkringer zu vielen Astronomen gibt.
Die Absätze steigen bei Ihnen? Was ist denn eigentlich entgegen dem Bundestrend, muss man sagen. Bei dem Getränkehandel jetzt im Bereich Wasser ist es im Moment wie gesagt durch das Einwegpfand schon unter Druck aber durch die Sorten und auch unsere Deutschlandexpansion schaffen wir's dann doch immer wieder auch ein Wachstum hinzulegen.
Aber das Einweggpfand hat uns auch im alkoholfreien Bereich deutliche Einbußen gebracht. Jetzt haben Sie ein Familienunternehmen übernommen. Sie haben einmal in einem Interview erzählt, dass sie schon als Kind oft in der Brauerei waren. Dennoch ist die Einstieg ins Unternehmen für sich überraschend gekommen – das haben Sie mehrfach schon gesagt!
Wie kann es sein, dass Sie das überrascht hat? Naja man muss bedenken, dass das Unternehmen ja eigentlich der Familie meiner Mutter gehört hat Und hier mein Onkel und hauptbeteiligt war, die meisten Aktien hatte. Wie erst in den neunziger Jahren mit meinem Onkel sozusagen ein Management-Beyout gemacht hat, meinen Vater.
Daher war das nie geplant dass einer von uns ins Unternehmen kommt. So bin ich eigentlich gekommen um meinem Vater aus zu helfen im Marketing. Das war nur ein Kurzzeitjob, den ich angenommen habe Und wollte eigentlich gleich wieder weggehen nach zwei Monaten. Er hat gerade ein neues Produkt damals eingeführt und es gibt's nicht mehr leider, aber ich habe ihm dabei geholfen und weil seine Marketingerteilung sich aufgelöst hatte so bin ich dahinein gestolpert.
Habe mich aber so unglaublich interessiert, hab alle Akten durchgelesen. Monate lang war ich in Akten drinnen und habe mich wirklich ganz tief hineingetaucht in die diversen Themen. So bin ich dann irgendwie auch dort geblieben mit viel Freude und viel Engagement. Ich habe ein Standard-Interview aus dem Jahr zwei Tausend Siebzeiten ausgegraben.
Da haben sie folgendes gesagt, ich bin viel in der Welt herumgekommen! Ich war in Amerika und Südamerika. In Restaurants auf einer Range habe ich gearbeitet. Ich war Tellerwäscherin und habe einen Restaurant geführt. Das war in der Schweiz wo ich studiert habe. Ich habe mir viel angeschaut. Zurück in Österreich bin ich Würstelstandlerin geworden.
Was davon hat sie am besten auf ihr späteres Leben als Vorstandsvorsitzende und dann Aufsichtsratschefin vorbereitet? Ich glaube, zwei Dinge. Einerseits viele Kulturen kennen zu lernen durch Südamerika, Amerika zu reisen England die Schweiz also ich habe wirklich viele viele kulturen sehen dürfen Hawaii zuletzt Singapur war ich Und diese Diversität zu verstehen, Toleranz zu lernen.
Das ist in einem Familienunternehmen sehr wichtig weil du hast verschiedene Familienpersönlichkeiten und so akzeptierender gibt es einfach Unterschiede auch wenn sie anders denken. das ist in Ordnung. Ich glaube das war das eine oder das zweite was sicherlich das Unternehmerische über den Würstelstand kennenzulernen.
Kommt man auf die Ideen einen Würstellstand zu eröffnen? Ich habe tatsächlich keine Arbeit gefunden. niemand wollte mich haben nach Amerika In der Gastronomie oder Hotellerie, ich habe einige Lebensläufe ausgeschickt. Aber niemand hat mich nehmen wollen. und dann hat mir ein Kollege von der Brauerei gesagt da gibt es jetzt einen Würstelstandler-Event.
Da kannst du einen Stand haben am Rathausplatz und mach doch damit.". Und dann hab' ich gesagt ja weil ich hab' jetzt eh keinen Job gefunden, jetzt mache ich das einfach! Und hab' mich so selbstständig gemacht, hab' ein Unternehmen gekrönet und hab' das dann als Einzelkauffrau sozusagen geführt... ...und hab wirklich ganz Wirklich ganz simpel angefangen.
Und wo war der Würstelstand? Am Rathausplatz, beim Filmfestival und dann in Chambrunnen vor am Schluss Chambrunn. Und viele Jahre, glaube ich dreißig Jahre habe ich diesen Stand betrieben mit einer Freundin zusammen und ja sehr erfolgreich und hab das was ich dort verdient habe in eine Kunstsamlung investiert eigentlich.
Das hat mich dann sehr motiviert weil ich zeitgenössische Kunst interessiert habe. Heute sammle ich nicht mehr, aber ich gehe sehr gerne in Ausstellungen und schaue wirklich gerne einfach zeitgenösische Künstler an um zu sehen wer hat die neue Idee in der Kunst? Haben Sie sich vielleicht auch sehr bewusst ausprobiert in unterschiedlichen Konstellationen, weil sie irgendwie geahnt haben dass da was auf sie zukommt.
Nein, aber ich gestehe das wie ich sechzehn war. Man hab' ich den Traum gehabt dass ich einmal ganz viele Menschen führen werde und ich habe immer diese Zahl ca. tausend in Kopf gehabt. Und es ist dann irgendwie wieder verschwunden weil ich mir dachte ah ja gut also das ist dieser Traum denn du hast aber schauen wir mal und ich meine Beseelung war einen schönen tollen Arbeitsplatz den Menschen zu geben.
Also dass die wirklich glücklich sind bei der Arbeit und ein glückliches Leben da haben in einer Arbeit. Und das hat mich irgendwie beseelt und ich habe mir gedacht, dass wird über die Hotellerie passieren. Also ich habe überhaupt nicht daran gedacht, was das in unserem eigenen Unternehmen passieren könnte.
Ist es aber da? nirgendwo hin? Wie führt man deinen Familienunternehmen? Ich glaube einerseits indem man es vorlebt wie eine gewisse Bescheidenheit demut eine sozusagen, dass man hier etwas bekommt, das man weiterführt für die nächste Generation. dieses Verständnis zu entwickeln, glaube ich ist sehr wichtig Mit viel Achtzehnquart-Doleranz, viel Geduld.
Viel zuhören können den Familienmitgliedern mit ihren Anlegen. das ist die eine Seite und die Familie als Team zu behalten weil es immer nicht immer einfach ist natürlich und manche mehr dabei sein wollen andere weniger. und wie schaffst du da dass alle sich gleich informiert sind gleich behandelt fühlen?
Das ist die Kunst die eine Kunst. Und das Zweite ist im Unternehmen eine Kultur zu schaffen, dass die Menschen ihm genau das was mein Traum war einen Arbeitsplatz haben den sie gern haben. und ich glaube heute sagen zu können dass wir ganz viele Menschen bei uns haben. Die wirklich gerne da arbeiten und wirklich gerne für die Kunden da sind und den Kunden lieben und ihre Produkte lieben.
Und die gerne den zu den Kunden bringen in allen drei unserer Unternehmen. und das macht mich schon sehr stolz. Jetzt, als ich meinen Onkel erwähnt, es gab's auf Wienerisch würde man sagen einen Mega-Wickel in ihrer Familie. Also ihr Onkel über sein Aktienpaket eben die bereits erwähnte Brauunion an Bord holte.
Sie haben das dann unternehmerisch bereinigt? Die Anteile wurden wieder zurückgekauft. aber wie legt man so einen Streit in der Familie bei? also Das war dann eigentlich im Endeffekt für alle das Richtige. Also mein Onkel hat eigentlich eh das Richtig für alle gemacht, weil wir haben die Industrien übernommen, er hatte Immobilien übernomen mit seiner Familie und eigentlich war der Weg so dann im Endefekt gut.
Heute bin ich bestens mit meinem Onkel. Ich treffe ihn also auch in zweiundneunzig und ich treffe ihm immer wieder und wir plaudern über alte Zeiten und ich glaube man muss ein Stück die Vergangenheit auch hinten lassen und nach vorne schauen Und in Familien hast du halt Strittigkeiten, aber ich bin und wir sind nicht nachtragend.
Das hilft oder? Und das hilft glaube ich sehr! Und mein Vater der ja ein Flüchtling ist aus Ungarn die Aristokraten waren hat immer gesagt ein Grafist nur drei Jahre, wir sind Grafen sie ist noch maximal drei Jahre beleidigt und ich finde dass es auch eine gute Einstellung. er hat auch immer gesagt weißt du every problem is an opportunity Jedes Problem ist eine Chance.
Und so war das dann eigentlich auch, ja? Es ist zwar momentan ein Problem gewesen aber ich glaube es ist heute eine Chance weil wir sind nun in diesen Unternehmen als Familie sehr verankert und mein Onkel und seine Familie sind sehr veranchert in ihren Immobiliengeschäften und ich glaube dass es gut so wie sie ist.
Aber ihr Interesse dafür wie gutes Management gehen sollte rührt Dann nicht aus dieser Zeit, sondern eigentlich schon als Teenager wenn ich sie richtig verstanden habe. Weil ich hab mir gedacht, wenn es so einen Streit in der Familie gibt dann kann ich verstehen warum die Frau Wenkheim gesagt hat Ich interessiere mich total dafür wie man ein Unternehmen gut führt und ich mach da auch noch eine extra Ausbildung und so weiter.
aber offensichtlich war das etwas was Sie schon früher wollten oder? Das war schon etwas was ich... Warum? Wie kommt man auf sowas? Wie ich vierzehn war, schon Kanarienvogel gezüchtet. Ich muss sagen, hatte siebzehn kanarien Vogel am Ehrein meinem Ding und hatte die Faszination wie schafft man ein Kanarian-Vogel Team?
Und wie kann das... Also es hat mich immer schon fasziniert! Dann war ich Goucher in einer Farm in Argentinien und mich hat das faszineert, wie man eine Gruppe für eine Herde irgendwie führt mit einem Pferd. also das war für mich faszinerend und so glaube ich ist es halt immer stärker gekommen dass sich mich interessiert habe, wie kann man Gruppen gut managen?
und hab dann eben für Gruppen, weil Menschen sich nochmal eine andere Dimension natürlich. Und ich hab dann sehr viele Ausbildungen in dem Bereich gemacht über Gruppendynamik, sehr viel gelernt, Supervisionsausbildung, Coaching-Ausbildung gemacht. das ist glaube auch extrem wichtig wenn du an einem Familienunternehmen bist, weil du eben lernen musst die Dinge nicht persönlich zu nehmen sondern besser zu verstehen woher die Dynamiken kommen und es nicht auf dich zu beziehen, sondern auch zu schauen.
was muss ich da jetzt im System besser machen damit das Ganze besser funktioniert. Das war immer mein Bestreben ist gut für alle zu machen. gelingen tut seinem eh nicht immer aber das ist sozusagen meine persönliche Mission und an dem habe ich ja sehr gearbeitet erstens mal als Mensch an mir selber. das ist glaube ich extrem wichtig.
ohne dem geht ja gar nicht dass du ein guter Lieder bist, wenn du dich selbst nicht genug kennst oder deine Stärkung schwächen vielleicht ein bisschen abrunden lernst. Jetzt haben sie erzählt eben ihr Vater kommt ja aus Ungarn. also die Familie hat auch glaube ich Immobilien nach wie vor in Ungarn und es gibt ja auch eine Brauereinung an.
Wie war denn das eigentlich? Als der Eiserne Vorhang fiel, dann hat das für ihre Familie wahrscheinlich einen großen Unterschied gemacht oder sie konnten restituieren. Ist es richtig? Und wie haben Sie diese Zeit damals erlebt? Haben Sie das bewusst miterlebt? und Wie war das denn auch unter Viktor Orban?
Da gab's ja immer wieder Phasen wo man nicht so freundlich war gegenüber österreichischen Investments. Können Sie da ein bisschen was erzählen? Also das hat mit der Eisene Vorrang gefallen ist vor allen Dingen Also mein Vater, der ja schon das sehr schwierig gesehen hat. Dass man in seiner Jugend alles verloren hatte.
Ich meine, er musste auf einem Pferdewagen über Nacht plötzlich verschwinden weil er Sorge hatte dass die Russen kommen und seine Familie umbringen. Also durchaus wirklich ein traumatisierendes Erlebnis und er hat sehr viel Glück gehabt, dass in Österreich viele Freunde gefunden haben und ihn auch großgezogen haben teilweise Und mein Bruder hat das eigentlich, dass Heft dann übernommen wie der Vorhang gefallen ist und hat gesagt nein also der möchte sich engagieren und möchte das Ding sozusagen diese Restitutionsarbeit machen.
Er hat sich wirklich reingetigert unglaublich, er spricht perfekt ungarisch heute und liebt dieses Land unglaublich und hat dort auch Land zurück bekommen für die Familie Und hat sich unglaublich engagiert. Also wir haben dort wieder Landwirtschaft, aber wir haben keine Schlösser mehr weil das ja sowieso nur eine Belastung wäre.
und eine Landwirtschaft haben wir teilweise zurückgegangen. mein Bruder ist viel unten. Wir hatten eine Brauerei die haben wir aber vor zehn Jahren circa verkauft an ungarische Eigentümer. Das war dann notwendig weil die Österreicher anders besteuert wurden von der Biersteuer her als sozusagen ein Lokaler und dadurch konnte er relativ schnell eine profitable Brauerei.
Das war uns nicht möglich, weil wir in der Gruppe sozusagen ein österreichisches Konsortium waren. Und damals haben wir uns dazu entschieden eben auch das zu machen. Das war ein schmerzvoller Schritt natürlich für meinem Vater, der noch einmal ein zweites Mal eine Eigentum verlieren. Also für ihn war es halt trotzdem ein Verlust!
Aber ich glaube, es ist dann auch im Endeffekt gut gewesen. Warum musst du dir Vater flüchten? Weil er Adelig war oder... Ja weil sie alle Adeligen auch umgebracht haben wie die Russene über die Grenze gekommen sind und die Familie Sorge hatte dass sie nicht überleben werden. Jetzt gibt's noch ein weiteres sicherlich auch schwieriges Kapitel für ihre Familie nämlich die Aufarbeitung der eigenen Brauerei Geschichte.
Es gab ein eigenes Historiker gut achten, dass die Familie ihrer Mutter, die Familie Hama, die jüdische Gründerfamilie Kufner – ich glaube da ist die Kufnern-Sternwarte noch nach dieser Familie benannt im Sechzehnbezirk. Dass diese Gründervamilien Kufener so fair wie nur irgend möglich entschädigt worden ist.
in der Nazizeit also man hat das zwar sozusagen quasi übernommen, hat sie aber gut behandelt. Wie haben Sie diese Aufarbeitung erlebt und wie war das eine Erleichterung, dass ihre Vorfahren keine bösen Nazis waren? Also ganz grundsätzlich ist die ganze Sache natürlich schon eine große... also für mich persönlich eine große Belastung gewesen.
Ich bin dankbar, dass mein Onkel diese Aufarbeitung mit dem Oliver Rathkolb gemeinsam gemacht hat. Die war sehr wichtig für die Familie. auch dieses ganze Restitutionspapier, der gemeinsame Vertrag, der gemacht wurde in den fünftiger Jahren um das ordentlich abzuwickeln ist glaube ich schon eine Seltenheit in der österreichischen Industrie gewesen muss man auch klar sagen.
also das hat meinen Großvater glaube ich sehr ordentlich gemacht. In den Neunzehnern, also im Jahr Zwei-Tausen-Neunzehn habe ich noch einmal eine Aufarbeitung selber gemacht weil ich einfach die Mitarbeiter, die hier zu Schaden gekommen sind ins Auge betrachten wollte und habe dort zwei Jahre recherchiert gemeinsam mit einer Mitarbeiterin um diese Menschen zumindest wieder ausfindig zu machen.
Wir haben deren Familien leider nicht gefunden aber wir haben diese Menschen gefunden und wir haben ein Denkmal für diese Menschen in der Brauerei gesetzt Die natürlich, es waren um die vierzig jüdische Mitarbeiter-Mitarbeiterinnen. Und im Jahr zwei Tausend neunzehn haben wir es auch geschafft einen der Nachfahren von den Kufners nach Wien zu holen, um auch sozusagen teilzuhaben und wir haben auch für sie ein Denkmal gesetzt.
also wir haben für die Mitarbeiter und für die Familie Kufner im Herzen der Bauerein Denk mal gesetzen. das war mir ein wirklich wichtiges Anlegen dort noch einmal hinzuschauen und auch zu sagen nie wieder so eine So eine Situation wollen wir einfach als Menschen nicht mehr erleben. Jetzt hat aber offensichtlich Ihre Familie sich da ein bisschen leichter getan, diese Zeit aufzuarbeiten als viele andere österreichische Familien?
Worauf führen Sie das zurück? Sicher darauf dass mein Großvater aus allem was ich recherchiert habe eine ordentliche Abwicklung gemacht hat nach dem Krieg Ich glaube das ist entscheidend dass er das noch sozusagen, dass er in der Entscheidung getroffen hat. Aber auch in den letzten Jahren hat sich das wieder gut gemacht.
Noch in seinem Leben, in seinem eigenen. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen? Weil ich sechs Jahre alt war, wie er gestorben ist. Und meine Mutter erzählt da ganz wenig darüber und es war sehr verschlossen darüber zu sprechen trotz allem ... Aber ich denke, das ist der eine Teil warum das gut ist. Und ich glaube weil wir das auch ehrlich aufgearbeitet haben jetzt auch zu weit aus den Neunzehren und ich halte es für wichtig dem ins Auge zu schauen und zu sagen Das war nicht in Ordnung!
Da ist Unrecht passiert da sind Mitarbeiter unrecht passiert und Ich denke dass ist ein Teil von Kultur auch von Kulturarbeit. fährt zu sein, ordentlich anständig zu sein. Was ist mit diesen jüdischen Mitarbeitern passiert? Waren die Zwangsarbeiter oder sind sie deportiert worden? Wir haben jeden einzelnen recherchiert und das Schicksal jedes Einzelnen auf dieser Plakette festgehalten.
Teilweise natürlich. Und Zwangssarbeiter waren eher Polen und Italiener und gar nicht unbedingt jüdische Menschen. also es waren auch diverse Kulturen hier an der Arbeit. Also, jetzt kommen wir in die Jetztzeit. Ich glaube Sie haben nach Ihrer Vorstandszeit ein Change Management Studium angehängt. ist das richtig?
Einen Master gemacht darin? und sie haben einmal gesagt, hätten Sie gelernt wie man Menschen mitnimmt wenn man etwas verändert weil man etwas neu macht. Wie macht man denn das? Wie nimmt man Menschen? Ich glaube, also was ich habe ja in Fontainebleau, also in Inseert diesen Master gemacht und das war eigentlich ein Organisationspsychologie-Studium.
Also wie funktionieren Organisationen? Und was du dort gelernt hast ist einfach, wie funktionierst du einmal? Wie geht dein eigener Change Prozess dann, wie geht es in einer kleineren Gruppe und dann wie in einer größeren Organisation? Es fängt immer damit an dass du einmal bei dir selber anfangst! Wie ist deine Vorbildwirkung als Lieder?
Wie trittst du an den Menschen gegenüber? Wie wertschätzend bist Du und was gibst Du in die Welt. Also ich glaube, das ist einmal da das Erste, was wesentlich ist. Und dann das Zweite ist wirklich zuhören zu lernen – Menschen zuhörn zu lernen! Ich glaube es ist eine ganz wesentliche Qualifikation und viele Stimmen zu hören.
Und die zuzulassen, ohne gleich emotional zu werden sondern nochmal zu hören was haben die Menschen da eigentlich zu diesem Thema zu sagen? Und durch diese wirklich? wir nennen das Fair Process das heißt der faire Prozess dass alle sozusagen ihre Stimmen gehört werden. Das ist denke ich etwas was entscheidend ist weil aus dem heraus kommen dann sozusagen die Menschen treten die Menschen hervor die das Problem weiter bearbeiten wollen also die sich wirklich engagieren wollen für ein Thema Und das hört man dann heraus und dann nimmt man die Gruppe anders mit, weil sie konnten mitdenken und mittouren.
Ich glaube, dass ist ganz entscheidend. Um wen muss man sich mehr kümmern? Wenn man etwas verändert, dann ist es ja meistens so, es entstehen zwei Gruppen von Menschen – die einen, die da mitmachen und mitziehen und sagen, das ist super! Da will ich irgendwie dabei sein und die anderen, die sich eher Bassi verhalten und versuchen irgendwie das Unangenehmste zu verhindern….
um wen muss Man sich mehr kümmen?! Also ich glaube... Die Energie von den Menschen, die mit tun ist einmal ganz wesentlich um die anderen zu reißen. Und dann muss man natürlich auch schauen wie geht man damit um wenn jemand nicht mitten will und da denke ich mir immer was ist der Grund oder was ist die Stimme dagegen?
Vielleicht haben sie einen Punkt vielleicht kann man ja dort nochmal hinhören warum Sie finden dass das jetzt nicht gut ist. und da bin ich sehr achtsam sehr wohl auch anhören, wenn jemand sozusagen dagegen spricht genau den vielleicht einzuladen zu sagen. Auch in der Gruppe der Befürworter zu sagen hören wir doch mal seine Stimme.
Ich glaube das ist es und das macht's wertvoll. Und wenn es dann irgendwann gar nicht mehr geht, dann ist sowieso eine Entscheidung von entweder der Grupe die es vorwärts treiben will oder dem Menschen selber, der gar nicht mitmachen will. Das wäre nämlich meine nächste Frage. Also wie weit kann man gehen in Sachen auch Mitarbeiter mit Bestimmung?
Bis wohin geht man da, wo ist die Grenze? Dass man sagt ja okay ich habe jetzt alles gehört aber jetzt machen wir es trotzdem so wie ich will. Ja ich glaube das ist eben entscheidend dass das also für mich ist immer sehr wichtig dass die Leute das Gefühl haben sie haben wir gemeinschaftlich entschieden.
Jetzt kannst du das natürlich nicht in allen Belangen des Lebens machen, das ist schon klar. Aber zumindest auch wenn es kleinere Gruppen sind manchmal muss ich nicht immer diese riesigen Gruppen, da kommst du noch nie zu einer Entscheidung aber in kleineren Gruppen so sagen wie machen wir sie jetzt?
Also ich lebe ja zum Beispiel auch in einer Aufsichtsratgruppe und hier gibt's durchaus diverse Meinungen und das ist aber so unglaublich. Ich finde das wahnsinnig bereichernd! Und man findet dann trotzdem einen Konsens trotz dem ein anderer Meinung ist Und das ist so spannend. Wie schaffst du diesen Konsens auch mit divergierenden Meinungen?
Das ist eigentlich die Kunst, die hohe Kunst des Zuhörns, des Gefühles geben, dass du mitgemacht hast und trotzdem vielleicht anders entschieden hast. Das ist glaube ich schon eine gewisse Begabung, dass zu schaffen. Sie waren früher gegen Quoten für Frauen in Führungspositionen. Da haben sie ihre Meinung geändert.
Warum? Ich werde nie vergessen... Vortrag, wo es ging um die Quoten und drei Männer saßen am Podium. Und haben diskutiert warum man die Quote nicht braucht? Das hat mich damals wirklich richtig geflescht weil ich mir gedacht habe in Österreich wir sind noch nicht so weit Wir brauchen eine Quote Weil wir sonst nicht verstehen Es ist irgendwie schwierig es durchzusetzen weil ja und Die drei Männer haben sehr stark diese Freiwilligkeit kolportiert.
Ich bin dann aufgestanden hab gesagt Jetzt bin ich überzeugt, wir brauchen eine Quote nach diesem Podium hier wo nicht einmal eine Frau im Podium saß. Also das ist schon interessant. also da war aber eigentlich schon ein starker Verfechter dann davon weil ich wirklich der Überzeugung bin dass in Österreich braucht es leider vielleicht den Skandinavischen Ländern nicht.
Wir sind aber noch nicht so weit glaube ich in Österreich dass wir so eine Equality oder seine Gleichberechtigung so wirklich schaffen. Wie schauts denn bei Ihnen einem Konzern aus? Ja witzigerweise Das muss ich wirklich meinem Vater hoch anrechnen und auch seinem Geschäftspartner, der ja mit ihm die Geschäfte lange geführt hat.
Sie gemäß beide waren immer totale Verfechter von Frauen in der Führung. Und wir haben wirklich seit Jahrzehnten Frauen in den Führungen und du merkst das ist einfach eine total gleichberechtigte... Ist das fünfzig-fünfzig? Wir haben eine Vorstände in einem Vorstand. Wir haben in der Geschäftsführung Frauen Und das ist, finde ich wirklich total wichtig.
Es heißt ja immer wenn Frauen gefragt werden dann sagen sie viel zu oft nein weil sie viel so oft bedenken alles mögliche und dann schlüpft diese Chance weg. was brauchen denn Frauen wenn man sich in einem Unternehmen für eine höhere Position motivieren möchte? Also unsere Finanzchefin die jetzt seit doch einigen Jahren jetzt schon Finanzchefin Finanzchefin werden wollte, weil sie genau diese Bedenken hatte.
Hat jetzt so viel Freude mit dieser Aufgabe, so unglaublich viele Freude, weil sich so viel mitgestalten kann und eine Gestalt darin ist. Aber es war wirklich harte Überzeugungsarbeit und ich glaube was Sie schon ... warum Sie es dann letztendlich gemacht haben? Was Sie verstanden hat das sind die Kultur, die sozusagen auch stark von der Familie jetzt... Mit einer neuen Kultur nächste Generation andere Kultur mehr Augenhöhe in in Familienunternehmen.
Und das wurde sie dann wirklich mitgestalten und ich glaube, dass war der Ausschlaggebende. Das ist ein Kulturthema. Wenn die Frauen das Gefühl haben, sie können in dieser Kultur aufleben und da mit gestalten, dann glaube ich funktioniert es so was bei uns zumindest. Unsere Familienministerin hat den Frauen vor kurzem geraten Sie sollten beim Kinderkrieg nicht zu viel nachdenken sondern mehr auf ihr Gespür vertrauen.
Was haben Sie sich gedacht, als Sie das gehört haben? Ich bin ein großer Verfechter, dass wir Kinder brauchen in der Welt. Warum? Weil da sind die Biertrinker von morgen recht egoistisch. Daher denke ich über solche Statements ehrlich gesagt wenig nach. Man arrangiert sich irgendwie und man macht das, man manages das.
Alle Frauen, die wir in Top-Pfopositionen haben, haben auch Kinder Und wir haben das alle gemeinschaftlich gut gemanagt. Ich habe auch zwei Kinder und hab trotzdem meine Vorstandsrolle gut machen können, ich hab's einfach mal nicht die Verantwortung für eine Zeit abgegeben an andere, die sich dann ausprobieren konnten in der Rolle, die jetzt Geschäftsführer geworden sind also... ...ich finde dass es ist auch eine unglaubliche Chance vielleicht Menschen wenn man jetzt in Karenz geht, Menschen einen Platz zu geben, dass die hier mal die Rolle ausprobiert werden können, die mögliche potenzielle Nachfolger sind.
Ist das Kindergarten-Platzthema? Ist es in Wien nicht so ein starkes gewesen, weil das ist ja auch oft ein Problem. Das stimmt ja! Das war schon durchaus ein Thema, wir waren auf einer Warteliste relativ lang und weil wir halt einen ganz bestimmten Kindergärten wollten, dass ist natürlich dann auch wieder schwierig.
aber ich habe zum Glück sehr viel Hilfe meiner Mutter gehabt auch und ich hab mir selber sehr viel Hilfe zugelegt mit Nenny und so weiter. Das ist natürlich in meiner Position. Wie war die Rolle ihres Mannes? Der war Unternehmer vor allem. Aber er war auch ein sehr liebender Vater, muss ich sagen. Viele Unternehmer klagen ja sie bekämen keine guten Mitarbeiter mehr.
Wie ist denn das bei Otterkringer? Nein, das kann ich so nicht bestätigen. Ich finde wir kriegen tolle Leute! Wir haben sicher einen Vorteil dass wir im urbanen Zentrum sind Das hilft sicher, aber ich glaube die Leute, also ich mich rufen immer wieder Leute an und sagen du wir hören das es bei euch so ein kulturell einfach eine gute Stimmung gibt dass wir im Bier trinken nach der Arbeit zusammen usw.
Das macht ja was aus! Dass wir feste feiern, aber dass wir auch zusammen sozusagen Leistung bringen können. Also wir freuen uns schon immer, dass wir wirklich tolle Leute finden. Ich kann das so nicht bestellen. Es gibt natürlich Fachkräftemangel richtig Aber sonst finden wir wirklich tolle auch junge Leute.
Das wollte ich Sie nämlich fragen, was tun sie denn um junge Menschen in ihrem Unternehmen zu fördern? Also wir haben ganz viele Ausbildungsprogramme die wir anbieten unseren Leuten. Wir machen auch Führungskräfteentwicklungen also wenn du in die Führungsebene kommst kriegst auch ein eigenes Entwicklungsprogramm dazu.
Wir machen auch Mitarbeitergespräche, wo wir auch sagen, wo sind deine Entwicklungspotenziale und mache im Einzelgespräch sozusagen. Wo solltest du noch hinschauen oder was sind die nächsten Schritte, dass du vielleicht einmal eine Geschäftsführung ins Auge fassen kannst? Also schauen uns die Jungen schon an die Potenzial haben und fördern sie hin.
Eigentlich sind fast alle unserer Geschäftsführer bis auf einen einzigen Aus dem Unternehmen entstanden die nicht in der Geschäftsführung waren, sondern die sich aus Führungspositionen zu Geschäftsführen entwickelt haben. Also wir versuchen wirklich stark die Menschen aus dem Unternehmen zu fördern und das gelingt uns sehr gut.
Wie divers sind Sie denn eigentlich? Wir sind divers in der Führungen. Wir haben ungefähr vierzig Prozent Frauen in der Top-Führungsebene. Ich sage jetzt mal auch im Vorstand haben wir eine Frau einen Mann international. Wir haben sehr viele Kulturen natürlich auch bei uns, Gruaten, diverseste Menschen aus allen Weltecken.
also das ist glaube ich schon noch eine wichtige, wichtiges Asset dass es verschiedene Kulturengibt auch sehr viele sage jetzt mal Niederösterreicher, Tiroler Salzburger also auch aus Österreich verschiedene Kulturen. Jetzt habe Wir fühlen seit Jahrzehnten eine Bildungsdiskussion in Österreich und das heißt, um die jungen Menschen sind kommen immer schlechter ausgebildet als der Schule.
Es gibt auch eben diverse Untersuchungen, Pisa-Studien, die das belegen. Und manchmal stellt sich, speziell auch oft bei Kindern und Jugendlichen aus eher Bildungsfernenschichten am Ende einer Schulzeit heraus. Die können gar nicht richtig gelesen oder schreiben oder auch rechnen. Kriegt so jemand eine Chance beinahe im Haus?
Oder muss ich schon einen gewissen Standard an Bildung haben damit ich überhaupt aufgenommen werde bei Otterkringer? Also wir nehmen sicherlich... So genau kann ich Ihnen das nicht beantworten. Aber was wir schon durchaus machen, wir haben ja sehr viele handwerkliche Arbeiten und natürlich musst du zumindest etwas lesen können.
Also das wäre schon wichtig weil natürlich Vorschriften manchmal schriftlich kommen oder wahnsignale Schriftlicht dastehen damit du nicht in eine Maschine hineingerätzt. aber grundsätzlich wenn du einen sozusagen eine händische Arbeit machen kannst dann kannst du durchaus auch bei uns eine Arbeit finden.
Was ist Ihnen denn wichtig, wenn sich jemand bei einem bewirbt? Morauf schauen Sie da. Dass die Menschen wirklich zu uns kommen wollen, dass eine gewisse Passion da ist und vor allen Dingen aber auch eine Passion für das was sie vorher gemacht haben oder dass sie irgendeine Leidenschaft haben für das, was sie beruflich machen wollen.
ich glaube es ist wirklich wichtig, dass sie kulturell dazu passen oder vielleicht gerade ein bisschen ein Störer sind, damit man die Kultur auch ein bisschen belebt. Das glaube ich ist sehr wichtig, dass man unterschiedliche Persönlichkeitstypen findet, die sozusagen das Team aufmischen und positiver aufmischen.
Ich glaube es ist sehr, sehr wichtig und Menschen, leisten wollen und mit tun wollen. Und sozusagen ein Potenzial haben, auch vielleicht einmal eine Führungsrolle einzunehmen. Das wird man nicht in jeder Position schaffen aber grundsätzlich die Möglichkeit soll es geben. Jetzt haben sie selbst Kinder ihre Geschwister haben auch Kinder.
ist das schon fix wer aus der nächsten Generation die Otterkringer Getränke AG führen wird? Also es ist so dass wir ja schon zwei Kinder in Aufsichtsräten haben eine junge Dame, die um die Dreißig ist und um die Vierzichtschuldigung ist. Und die bei uns im Familienaufsichtsrat sitzt. Einer meiner Neffen der zweiunddreirnzwanzig ist.
Der sitzt auch in einem Aufsichtsrad einer unserer Familien Holding. Ich finde das es ein gutes Langsames heranführen an die anderen Unternehmen über den Aufsicherheit ein bisschen kennen zu lernen einen Interesse zu erwecken. Und damit haben wir schon gestartet. und dann haben wir eine zweite Ebene, wo wir eben immer wieder Veranstaltungen machen.
Zum Beispiel mit Frau Prof. Kahls haben wir ein Jugend-Event gemacht, in dem wir sozusagen ihnen erklärt haben was ist ein Vorstand? Was ist ein Aufsichtsrat? Wie funktioniert ein Familienunternehmen Schulungen machen? Und der dritte Baustand ist – Wir laden unsere Jungen auch in die Hauptversammlung ein, damit sie hören vom Vorstand wie läuft unser Geschäft Was machen wir, was sind unsere Innovationen?
Welche Wege gehen wir? Wohin geht die Reise, das Strategie unseres Unternehmens. Also da... Müssten Sie sich auch an die Maschine stellen? Müssen sie auch wissen. oder an den Kesseln müssen Sie auch wissen wie man Bier braut? Wie man Bier braucht haben wir noch kein Interesse gehabt. aber wir haben schon einige unserer Jungen bei uns gehabt einer in der Weltabteilung.
mein Sohn war in der Event-Abteilung und mein Neffe ist zwei Wochen durch die Maschinenbereiche gelaufen also durch die Produktionsbereiche. Einer hat einen Tag lang in der Produktion mitgearbeitet. Ja, das ist sehr wichtig und wenn Interesse besteht und der Wunsch ist nach einem Praktikum sind wir immer offen für die Familie.".
Aber das heißt wer sozusagen sich herauskristallisiert als der Schiff aller Schiffs? Das ist noch nicht klar! Das ist auch nicht klar weil alle um die zwanzig sind also um die dreiundzwanzig ist der älteste. ich glaube es ist einfach im Studienprozess also sie studieren gerade. Ich glaube jetzt muss man ein bisschen abwarten Okay.
Was passiert denn, was werden Sie tun wenn sie abgehen aus dem Unternehmen? Was werden Sie machen? Ja ich habe schon begonnen nebenher mein Wissen an vor allen Dingen junge Frauen weiterzugeben die im Berufsleben stehen und mache Coaching und Supervision für junge Führungspersönlichkeiten. Das macht meine große Freude und das mache ich schon ein bisschen nebenbei, sofern es geht.
Und ich glaube, dass werde ich vermehrt machen wenn ich dann einmal nicht mehr so aktiv bin. Ich habe das Gefühl Sie arbeiten nur wie entspannen sie sich denn? Ich mach sehr viel Sport und ich lese gerne Sammlerkunst und ja wir haben ein kleines Schrebergartenhaus und da chillen wir dann am Wasser im XXIII Bezirk.
Schön! Was raten Sie denn heute Ihrem Jüngeren? ich? Ja, macht das Vertrau auf dich selber, würde ich sagen. Wahrscheinlich ist es das Wichtigste und dass du das schaffen kannst was immer du dir vornimmst. Und hab Spaß dabei! Vielen Dank Frau Weinkämpfer des Gesprächs. Danke auch. Wenn euch diese Folge gefallen hat und ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, dann abonniert am besten den Standard.
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Mein Name ist Petra Stuber, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!