
Warum in Österreich der Kommunismus wieder eine Stadt regiert
Montag, 29. Juni 2026 · 26 min
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Shownotes
Die Wahl in Graz ist geschlagen und die KPÖ wird erneut die Bürgermeisterin stellen. Warum eigentlich?
Elke Kahr hat 2021 bereits das Land überrascht, als sie mit ihrer KPÖ in Graz die ÖVP vom Bürgermeistersessel gestoßen hat. Jetzt fünf Jahre später wiederholt sie das Kunststück und verbessert ihr Ergebnis aus 2021 sogar noch. Warum in Graz erneut die Kommunisten regieren werden, ob das auch im Bund Schule machen könnte, warum SPÖ und FPÖ enttäuschen und welche Rolle den Grünen jetzt zufallen könnte, besprechen wir mit Colette Schmid aus dem Innenpolitik-Ressort des STANDARD.
Foto: ALEXANDER DANNER
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Die Wallengratz ist geschlagen und mitten in der von der FPÖ regierten Steiermark ist erneut eine Kommunistin Bürgermeisterin einer Landeshauptstadt. Die KPO kommt mit fast thirty-six Prozent auf Platz eins, die ÖVP mit twenty-fünf Prozent auf den zweiten Platz, die Grünen holen fünfzehn Prozent, die FPÖ zwölf, die SPÖ nur fünf Komma sechs Prozent.
Was ist das Geheimnis der kommunistischen Bürgermeisterin LKK im Graz? und warum kommen wieder ÖVP noch SBO an sie ran? Und wie will sich diese Stadt verändern, darüber sprechen wir heute. Ich bin Daniel Retschitzegger, das ist Thema des Tages der Nachrichten-Podcaste des Standards. College Meet aus dem Standard in den Politikressorten hier im Podcast Grüß dich Colette!
Hallo! Colette die Wahl in Gras ist geschlagen, LKK ist als Bürgemeisterin bestätigt worden und hat sogar in Zeiten wie dies noch einmal dazugewonnen. Warum? Kannst du uns das erklären, gibt es da schon erste Analysen von deiner Seite. Was man schon bei dieser Wahl sagen kann mit diesem deutlichen Zugewinnen auf den thirty-fünf Prozent von acht und zwanzig fast ja neunundzwanzig damals ist dass die Wählerinnen und Wähler offensichtlich zufrieden mit ihrer Bürgermeisterin sind hier in Graz.
weil hat es früher mal immer geheißen das sind Protestwähler und Stimmen gegen die etablierten Parteien. so ist jetzt eine Wahl nach fünf Jahren wo man jetzt sagen kann, also Protests schaut anders aus. Die haben die Staatschefin bestätigt. das liegt wahrscheinlich an mehreren Dingen ich würde sagen erstens an ihrer Person weil sie sehr authentisch rüberkommt.
Das hört man wirklich sogar vom politischen Mitbewerbern auch von Leuten die ganz offen sagen Sie wählen sie nicht. Es sagt eigentlich niemand dass er sich unfilmpathisch findet oder dass er sie für falsch haltet oder irgend so etwas. Also NGK redet wie ihr der Mund gewachsen ist. Man hat nicht den Eindruck, dass sie sich irgendwie beraten lässt oder Spindoktoren ihre Reden vorbereiten lassen.
Sie hört sich wirklich eine Frage an und antwortet darauf. Das kommt bei den Menschen ganz sicher gut an. Und von ihrer sprichwörtlichen Bürgerinnen näher haben wir ihr schon oft gehört und geschrieben. also sie macht immer noch wie in ihrer Zeit als Stadträtin unter vor in der Mitterberatung wo sie noch gar nicht im Stadtrat oder im Gemeinderat war.
Sie macht fast jeden Tag Sprechstunden wo sie Ratserinnen und Kratzer berät, die kommen zu ihr und sagen, ich werde geloschiert. Ich kann meine Miete nicht mehr zahlen. Sie hört sich das an. Wenn es irgendwelche Ämter geht dann, weiß ich nicht, richtet sie Formulare her oder zeigt wo man wie, wohin gehen kann?
Oder sie greift selber tief in die Tasche denn die verdient ein Netto, glaube ich weit über neuntausend Euro als Bürgermeisterin von Graz. Sie behält sich aber nur zwei tausend dreihundert und der Rest kommt jedes Monat in einem Sozialfonds, wo sie den Leuten auch sehr unbürokratisch schilden. Das sind alles Dinge, die sicher gut ankommen.
Kritiker würden da jetzt wahrscheinlich sagen das ist nichts anderes als Populismus? Was sagen Ihre Befürworter? Die Kritiker haben das lange gesagt. Sie sind jetzt aber auch schon ein bisschen stiller geworden weil armen Menschen zu helfen als Populousmus abzutun ist eigentlich sehr abgehoben. und genau das sagen auch die Befürworterinnen und Befürwartern dass sie einfach entscheiden wo das Leben immer schwerer leistbar wird.
eigentlich auf die genaue richtigen Pferde wenn man so will setzt schnell und unbürokratisch zu helfen. Colette, die Wahlbeteiligung bei dieser Wahl ziemlich niedrig – etwas mehr als fünfzig Prozent! Was sagt denn das über das Ergebnis? Und wie legitimiert ist die Stadtregierung, die künftige dadurch?
Ich meine es ist eine Frage, die man sich hinerstellen muss bei sinkenden Wahlbedeiligungen in Österreich und anderswo. Es ist ja sehr oft so dass die Wahlbedeiligung eigentlich sehr gering ist wenn man dann auch schaut wie viele Leute überhaupt wahlberechtigt sind, wie vieles da sind. aber legitimiert ist sie wahrscheinlich, oder was heißt wahrscheinlich ganz sicher trotzdem?
Denn die Wahlberechtigten wurden ja nicht daran gehindert zur Wahl zu gehen. Es hat sogar im Gegenteil so viele Wahlkarten gegeben wie noch nie, vierzigtausend also man hat schon die Möglichkeit auch gehabt vorherzuwählen. und war es jetzt genau das Ganze mit einer BM umführende Früh zu tun hat mit der wirklich brütenen Hitze hier in Graz oder mit dieser Formel eins mit der Grand Prix in Spielberg?
ich weiß es nicht. Man könnte natürlich, aber das ist jetzt eine total leienhafte Analyse. Weil ich habe das nicht mit irgendwelchen Wählerstrom-Analysen noch mehr anschauen können und was da gestern passiert ist. Man könnte sagen die reichen Leute, die LKK vielleicht nicht wählen fahren vielleicht am Wochenende in ihre Woche ein Häuser wenn sie dann zu heiß sind und die anderen müssen hier bleiben.
Aber wie gesagt, es ist nur eine Spekulation. Es heißt doch keine Fixerklärung dafür warum die Wahlbeteiligung dieses Mal so niedrig ist und beim letzten mal ja auch schon nichts sonderlich hoch. ein Portporieren verschiedene Gründen. Was ich schon sagen muss, ist dass die FPÖ ja eigentlich, wenn man sich das im Bundesvergleich anschaut und mit Umfragen von der Bundes-FPÖ vergleicht, wenn wir es mit der Siege bei der Landtagswahl von zwei Jahren von Mario Kunasek vergleichte sehr schlecht abgeschnitten hat.
sie war zwar ein bisschen besser als das letzte Mal aber da lag sie schon am Boden. Und man muss sagen, die FPö Wähler sind ja oft die, die ... Wenn sie von ihrer Partei, der sie einmal das Vertrauen geschenkt haben enttäuscht sind dann eher am ersten zu Hause bleiben. Und vielleicht ist auch das passiert, weil wahnsinnig viele haben sich nicht aufgerafft um den gänzlich unbekannten René Apfelknapp zu wählen und wie wir ja sehr viel und oft berichtet haben im Podcast gibt es hier einen noch immer schwelenden Millionen schweren Finanzkandal der die Partei schon ein bisschen beschäftigt.
Null anfangen. Ich weiß, wir können jetzt nicht den ganzen Finanzkantall neu auffallen in diesem Gespräch. Da sitzt man wahrscheinlich den ganzen Tag noch. aber weil du die FPÖ schon angesprochen hast vertief mir das vielleicht kurz. Zwölf Prozent laut dem vorläufigen Ergebnis ist für die FPö drin gewesen.
Ist jetzt nichts sonderlich viel. Du hast den Finanzkanteil schon angesprochen und es gab ja in den vergangenen Wochen auch immer wieder Skandale. Es ist ein bisschen ein Sportfluss glaube ich an der FußballwM. Nimm uns vielleicht ein bissel mit was... Schüttelte die FPÖ gerade so durch? Angefangen hat alles, zwanzig-einundzwanzig.
Und zwar ungefähr ein Monat, ja ziemlich genau einen Monat nachdem Elke Kardes das erste Mal erst geworden ist bei einer Grazewald. Da wurde durch einen internen Whistleblower ein Finanzkandal bekannt bei den Stadtblauen Garts der zur Folge hatte dass die ganze Parteispieze zurücktreten musste und da Mario Kunasek, der war damals schon Landesparteichef von der Steiermark hinabschauend auf die Arzt gesagt, ja das wird jetzt alles aufgeklärt und was da passiert ist.
Was er vielleicht damals nicht gesagt hat wieder gute Gründe dafür haben. und was aber die Aktenlage von diesem Ermicklungsverfahren dass jetzt seit fünf Jahren läuft nahelegt ist, dass er selbst davon gewusst hat nämlich davon, dass Kuppgelder veruntreut wurden in der FPÖ. es gilt die Unschuldsvermutung Aber er wird in diesem Akt mit acht weiteren Personen als Beschuldigter geführt.
Die Landespartei hat trotzdem sich ein bisschen geriert, als die Sauberen, die damit nichts zu tun haben und haben aber vielleicht auch um Imagearmen abzuwenden von der gesamten Landesefböhe eigentlich die Stadt FBÖ overruled. also die ganze Kandidatinnen-Liste wurde vom Land bestimmt. Die haben ja da lauter Leute, die irgendwo im Land einen Job haben.
Wir sind im Umfeld der FPÖ hereingesetzt. Es haben dann junge Burschenschaften in den Ärzten rebelliert, das ist eine Entwicklung. die war erst jetzt vor einigen Wochen. Man hat wirklich ganz prominent gereiht auf Platz drei zum Beispiel und auch in einer Stadtparteileitung befindliche Männer ausgeschlossen.
einen Tag vorm Wahlkampfauftrag dem Mai hat dann einfach gesagt sie waren illojal. genau hat man das nie beschrieben. Also unser, unsere rechercherische Ergebnis ist die haben gesagt sie wollen sich nicht total fremd bestimmen lassen. von der LandesfB also ums kurz zu machen ein Streit zwischen den Start und dem Land Blauen.
Zwischen Burschelschaftern und Nicht-Akademikan im Team Konasek. das hat sich natürlich auch gerecht. auf der Spitzenkandidat da blauen René Apfelknab ein wirklich unbekannter Bezirksrat der unauffällig war Und man muss jetzt sagen, unauffällig ist der schon gut. Weil die meisten hängen irgendwie im Finanzkandal drinnen oder machen sich durch schwierige Aussagen bemerkbar.
Den hat auch die Landespartei eingesetzt. Der hatte überhaupt kein Stand-in gehabt in einer Stadtpartei. also wenn die eigenen Leute nicht richtig laufen dann kann man sich kein gutes Wahler geben. es erwarten und ich glaube die Leute haben auch wenn das schon sehr sehr unterspielt wurde in vielen Medien, also die kleine Zeitung und wir haben da schon wirklich ordentlich das Standard recherchiert.
Und viele Geschichten dazu gemacht was da an rund eineinhalb Millionen abgeht wo niemand genau weiß wo die hingeflossen sind. ja? Das ist Steuergeld! Das hat vielleicht doch auch einige Wählerinnen und Wähler abgeschreckt Wenn man die Partei wechseln so viel zur FPÖ in der Stadtregierung außer beim Proport über das Rehmer noch wird die Partey wohl keine Rolle spielen.
wer sich vielleicht erwartet hat, irgendeine Rolle zu spielen ist die SBO und die hatte wirklich ein Debakel mehr oder weniger erlebt. Fünf Komma sechs Prozent sind es geworden. was ist los mit der Sozialdemokratie in Graz? Naja in diesem Fall hatte ich auch das Gefühl dass da ein bisschen das Land die Landes-SBO unter Max Lercher hineingespielt hat.
also man muss einmal fragen Die SBO in GraZ kommt seit vielen Jahren nicht vom Dritt. Die haben achtzehn Jahre einen wahnsinnig beliebten Bürgermeister mit Alfred Stingel gehabt. Nach ihm wurde dann der schwarze Siegfried Nagelküffers zwei Jahrzehnte Bürgmeister und danach ist eigentlich nie mehr irgend ein Parteichef oder eine Parteichefin, das waren wirklich einige Frauen und Männer in Graz erfolgreich geworden.
im Gegenteil sie fallen immer weiter runter. jetzt kann man natürlich einerseits sagen soziale Fragen und leistbares Wohnen das deckt ja eh die KpÖ ab. Aber auf der anderen Seite so niedrige Ergebnisse, da haben wir nicht einmal alle Parteimitglieder die SPÖ gewählt. Und hier war es auch so, dass wie schon zu Beginn gesagt, SPÖ Steiermarkt-Chef Max Lercher diese ehemalige Landesräte im Doris Campus eher in einen vor den Nase gesetzt hat.
Also so scheint das zumindest von außen. Dieses Ergebnis ist allerdings so niedrig, dass sie nicht einmal Clubstatus haben also weniger als drei Gemeinderäte in Graz Das hätten nicht einmal die negativsten Prognosen vorausgesehen. Ich finde ja, eine Blitzanalyse ist in diesem Fall immer und das liest man zumindest gerne mal.
Und du hast es auch schon angedeutet dass ihr die KPO die sozialen Themen abdeckt und die S-Bö jetzt ganz vereinfacht gesagt mir oder weniger nichts zu tun hat in diesem fall und sich nicht durchsetzen kann. aber wenn wir auf andere Städte blicken wie beispielsweise Salzburg auch hier und da anführungszeichen coexistiert eine S-böe und eine K-bø.
Die waren sogar gegeneinander in einer Stichwahl bei einer Bürgermeisterwahl. irgendwo muss da schon wirklich was sehr im Agen liegen. Also es ist sicherlich auch die Kandidatenwahl, Auswahl also. das sind seit Jahren irgendwie Leute wo man nicht das Gefühl hat dass sie jetzt wahnsinnig durch große Bürgerinnen näher auffangen.
und was man aber auch sagen muss weil es ja heute auch schon in diversen Medien am Tag nach der Wahl ein Thema war was heißt das für Andreas Babler? Naja man darf sich nicht vergessen, dass Max Lercher um dieses ganze Lager gegen Barbara war. Also, Babler ist zwar tapfergekommen und hat den Gratz ein bisschen noch Wahl gekämpft.
War hier vor Ort aber in Wirklichkeit kann man ihn das als Bundes-SBÖ Chef schwer umhängen. also dass wer wie wenn DOSCO ziel jetzt stark verliert und man sagt dann alles heißt was für den Andreas Babler? Das sehe ich nicht so. Die ÖVP die hat sich ja ebenfalls so einiges ausgemalt bei dieser Wahl den Bürgermeister Sessel zurückholen nachdem er ihm eben bei der letzten Wahl an LKK verloren hat geworden sind es Ist die ÖVP in Graz jetzt ebenfalls abgemeldet?
Naja, ein Viertel ist nicht so schlecht. Wenn man es mit anderen Ergebnissen eben wie z.B. von der SPÖ. Aber ja... Diese Kampfansage, dass er wieder das Garts für den Bürger nicht macht und das Ruder herumreißt hat, hat kräglich geschaltet. Ich glaube, Rons Sinner ist jetzt nicht unbedingt ein unsympathischer Politiker.
Aber vielleicht ist es ein bisschen zu allklart. also er spricht nicht viele Leute an. Es ist ja lustig weil wenn man ihn nur auf Plakaten sieht und Leute ihn nicht kennen da hat er fast eine Typähnlichkeit mit einem jahrelang doch sehr beliebt. Zumindest hat seine Zeit gehabt Sigrid Nagel seinen Vorgänger in der ÖVP Graz.
aber im Gespräch oder auch bei Interviews oder so ist er dann nicht... Hat er denn nicht dieses geschicktes politische? Auch nicht das Charismat, muss man sagen. Bleiben noch zwei weitere Parteien die im Gemeinderat vertreten sein werden? Wir sprechen gleich über die Grünen weil sie könnten eine durchaus interessante Rolle bekommen.
bei den NEOS hat nicht viel rausgeschaut. Woran lag's? Also Philipp Pondner war ein umstrittener Kandidat. auch hier gab es noch in den letzten Wochen Ausschlüsse aus der Partei. Es gab Streit in der Partei. Es haben sich ja auch beim Standard mehrere Leute anonym gemeldet, die unzufrieden waren und es waren durchaus teilweise hochrangige Neos.
mit Jeder oder uns wäre in der Sternmark Und er hat den Whistleblower, den ehemaligen FPÖler und dann KfG-Truppchef Alexis Bascottini geholt, der auf Platz drei kandidiert hat für den Neos. Pascottini ist ein ehemaliger Blauer, er ist ein ehemaliger Burschenschafter. Aber vielen Liberalen war das unheimlich und die waren nicht zufrieden mit dieser Wahl.
anscheinend auch bei den Wählerinnen weil es war auf jeden Fall auch in der Partei sehr umstritten und Philipp Beuntner selber hat seine Fans bei der NEOS aber auch Leute die ihn sehr stark kritisiert haben. im Endeffekt hat er die zwei Mandate gehalten mehr war auch nicht und Alexis Pascotini scheidet jetzt komplett aus dem Gemeinderat aus weil das dritte Mandat nicht einzieht.
Es sei dann, man schichtet da etwas um jetzt intern. Gut, kommen wir noch zu den Grünen. Sieben Mandate sind es geworden. Fünfzehn Prozent. Ich glaube durchaus ein Ergebnis mit dem die Partei zufrieden sein kann und man befindet sich ja jetzt Stichwort Koalition durchaus in einer guten Ausgangslage. Warum Colette?
Naja insgesamt hat diese Koalition vor allem aus der KPO und den Grünen bestanden hat. Die SPÖ hat ohne Staatsanatzitz die Koalition im Gemeinderat unterstützt als Mehrheitsbeschafferin, aber jetzt durch die massiven Zugewinne der KAPÖ und die nur leichten Verluste der Grünen hat KAPö und Grüne gemeinsam eine Mehrheit also LKK und Judith Schwendner, die sich das sieht man ihnen an wenn sie am Rande sieht wie jetzt von einer Pressekonferenz wirklich mögen obwohl sie Weltanschauung ist wahrscheinlich nicht überall gleich denken und sind, aber sie sind beide Feministinnen.
Und Sie haben beide großen Respekt voreinander und das hat man in Garz schon so noch nie gesehen. Ich meine, man hat überhaupt noch nie gesehn, dass zwei Frauen Garz regieren. Aber auch, dass sie sich gegenseitig ihre Bereiche überlassen. Die haben sich nicht rein... gepusht. Judith Schwendner durfte hier eine weitere Straßenbahnlinie, also das waren massive Baustellen und Einschnitte in die Staatsbauen, wobei da sicherlich auch die damalige Ministerin Gewessler geholfen hat bei der Finanzierung.
aber das ist etwas. dafür hat ihre Klientel sie gewählt. Sie hat wirklich Grazgröner gemacht im botanischen Sinn. es sind über tausend Bäume gepflanzt worden und LKK hat sich das alles machen lassen. wenn die Gratiszeitungen In Graz und das muss man wirklich sagen, die haben eine Kampagne gegen Frau Schwänzener gefahren.
Also jeden Sonntag gab es in Grazer irgendeine negative auch teilweise mit sehr misoginen Anklängengeschichte über die Vize-Bürgermeisterin. LGK hat sie machen lassen und Judith Schwänzner hat LGK machen lassen. Und die haben einfach da ihre Klientel jeweils bedienen können. Und jetzt haben Sie dafür eigentlich mit fünfundzwanzig von achtundvierzig Mandaten Eine Mehrheit, eine Knappe und sie werden die SBO so gesehen wahrscheinlich doch wieder brauchen weil wenn wer krank ist oder so bei einer Abstimmung dann wird das sehr knapp.
Aber eigentlich sind Sie als Koalition im gesamten gestärkt herausgegangen aus dieser Wahl? Hat nicht die SBA im Vorfeld dieser Wahl sogar noch angekündigt dass man dieses mal nicht der Mehrheitsbescherfer sein will und zumindest auf einen Sitz im Stadtsinnat pochen möchte? das ist ja ordentlich nach dem Los gegangen.
Doris Kampus hat gesagt, es hat ein bisschen geklungen wie B-Larinen Erpressung ums jetzt ganz blöd zu sagen. Wenn ihr mir nicht so viel Stimmen gebt dass ich einen Staatssenatsitz kriege dann unterstütze ich eure dunkelrotgrüne Regierung nicht mehr. Naja sie ist nicht toll ausgegangen für die SPÖ wie man sieht weil jetzt brauchen Sie sich eigentlich zwar noch als Mehrheitsbescherferin.
Sie haben ja auch vier von sieben Stadtsenats sitzen. also in der Staatregierung haben sie auch zusammen eine Mehrheit Colette, wir werfen jetzt mit Begriffen um uns wie beispielsweise Stadtsenat oder Stadtregierung. Gleichzeitig reden wir über Koalitionen. Vielleicht müssen wir das auch ganz kurz erklären für alle die nie in Graz gewohnt haben und das vielleicht nicht kennen?
Was ist da der Unterschied und warum ist man einem einen drin und dem anderen nicht? Es gibt somit auch im Parlament eine Regierung und es gibt ein Parlament. Das Parlament einer Staat ist der Gemeinderat und da sitzen achtundvierzig gewählte Mandatareinnen Die Stadtregierung, das sind sieben Stadträten.
Und die ist aber in Grad nach wie vor aus dem Proport-System heraus wird gebildet. Das heißt sogar, die nicht besonders ziegreiche FPÖ hat einen Sitz! in der Staatregierung. Jetzt kann man sagen, also zuletzt war die Stadträtin vom KFG von dieser Abspaltung der FPÖ. Also sie war eine von denen, die mit dem Paskodini aus der FPö geschmissen wurden im Zuge des Finanzkandals nicht weil Sie Geld eingesteckt hätten sondern weil Sie wollten dass das aufgeklärt wird.
Die hat zum Beispiel dann so Bereiche bekommen von der rot-rot grünen Koalition oder Rotgrün rote Koalition wie Tierschutz. Also wo man jetzt nicht viel anrichten kann um einmal vorsichtig zu formulieren Jetzt wird das wohl mit der FPÖ auch so sein. Also man wird da schon einen Stadt-Regierungssitz haben, die Macht wird sich in Grenzen halten.".
Vielleicht ganz kurz noch für alle, die es jetzt gerade nicht offen haben – drei Sitze gehen dann die KPO, zwei an die ÖVP, einen an den Grünen und einem bekommt eben die FPÖ? Aber solche Spielereien wie in Wien, dass ist dann so etwas wie Nicht amtführende Stadtrete gibt's in Graz nicht…. Nein! Nein, da müssen alle arbeiten.
Also auch die ÖVP wird zwei Sitze haben. eben ich nehme stark an dass der Herr Hohns in einer Startgrad bleiben wird. das war ja auch bisher und kollette ich weiß es ist eine Frage die wenn man auf Graz blickt vor fünf Jahren schon genauso aktuell wie heute. Ich würde damit trotzdem gerne schließen weil es natürlich durchaus interessant ist.
Graz war jetzt was die Kappel betrifft kein einmal Ereignis. ganz im Gegenteil ist die LKK hat sogar noch zugelegt. Gehen natürlich die Analysen los, wäre das nicht etwas für den Bund. Könnte man diese Art der Politik, die LKK verfolgt, auch auf Bundesebene verwirklichen? Was hältst du davon? Na ja! Man kann Bundespolitik nicht mit kommunaler Politik ganz einfach vergleichen.
Was man schon sagen kann ist glaube ich dass die Mehrheit in Österreich nicht reich ist und nicht wohlhabend ist. im Gegenteil wir wissen ja aus Analysem es sind einfach harte Fakten und Zahlen, dass die Leute zwar nicht allgemein immer ärmer werden in Österreich aber dass es wenige immer reichere gibt.
Also das sind wenige Personen die immer mehr und mehr Vermögen anhäufen. bei einer Wahl haben sie nicht so viele Stimmen logischerweise Aber Sie haben ihre Lobbyisten Und sie haben durch Wahl spenden und ähnliche Dinge durchaus Einfluss auf gewisse Parteien. sage ich jetzt mal vorsichtig Das ist ein ganz anderes Spiel.
und dann kommt dazu Dass man im Bund über viele Bundesländer hinweg auch nie so direkt Dinge umsetzen kann wie in einer Stadt mit dreihundert sieben Tausend Einwohnern. Mit Nebenwohnsitzenden sind es dreihundvierzigtausend einwohner, trotz all dem überschaubar. ja das ist eine Bau-Wiener Bezirke da kannst du Dinge einfach umsetzten etwas leichter als also in einer Republik.
Also deswegen kann man das nicht ganz vergleichen und ich glaube auch ein Andreas Barbrauch wenn er auch leistbares Wohnen und einen Mietentäckel um das alles will und auch teilweise eingeführt hat Der hat ja den Koalitionspartner, der da auf der Bremse stehen wird möglicherweise bis zum Sankt Nimmerlandstag.
Die Frage ist natürlich auch wann eine sogenannte Volkspartei auch mal einzieht dass man halt Politik für alle machen muss? Für alle alle und vielleicht im Verhältnis nicht gewisse wenige so eine Vordergrund setzt. Also wir sehen ja, dass die Wählerinnen und Wähler mit den früheren Großparteien ÖVP und SBE im Bund nicht zufrieden sind.
aber hier ist dann immer die Reaktion das man aus was ein Protest oder was immer FBE wählt ich glaube was sie KBE schon sehr deutlich zeigt ist anders sein kann und eine Alternative anbieten kann, ohne jemals auf Migranten hinzuhauen. Ohne erasistisch zu sein! Weil man tut immer so habe ich das Gefühl als ob die FPÖ ja eh recht hätte wenn man jetzt die Politik auch der ÖVP anschaut.
und man muss jetzt bei der Migration was machen. Das ist hier nie Thema und es gibt viel Migrantinnen und Migrantes in Graz Und trotzdem gewinnen die Wahlen und da sollten sich wirklich alle Parteien genau anschauen Gewinnen dazu ohne jemals einen rassistischen Satz abzulassen oder zu sagen, die Ausländer nehmen uns alles weg.
Das finde ich schon bemerkenswert und sollte man sich vielleicht auch in Bund anschauen. Kolette muss ich noch einmal ganz kurz nachfragen weil wenn man sich die Landtagswahl im Jahr ist ja in der Steinmark der neue Landtag gewählt worden da hat die FPÖ ein durchaus stärkeres Ergebnis gehabt als jetzt bei dieser Wahl und die KPÖ ein durchaus schlechteres.
also ganz kurz einundzwanzig Prozent. wenn ich es jetzt richtig lese haben damals die FPö gewählt. zehn Prozent nur die KPO, weil man die auch LKK wahrscheinlich nicht wählen konnte. Das heißt es gibt aber für die FPÖ durchaus ein Potenzial in Graz.". Grundbesitzer sind alle miteinander, jetzt nicht so die großen Fans von Kommunismus.
Es gibt in einigen ehemaligen Arbeitsstätten im Obersteuermarkt schon auch Staaträte und Gemeinderäte der Kappe Öhner Steuermarck. Und es gibt eben im Landtag ... Im Landtag sind sie vertreten seit zwei tausendfünft durchgängig und da vor einem Siebzig an das letzte Mal. aber natürlich wird das nicht die Partei der Bauern werden, sage ich jetzt normal.
Also das ist irgendwie... Aber von denen spreche ich ja gar nicht! Die Sprecher vom den Menschen im Graz, die in dem Jahr zwanzig bei der Landtagswahl mehr die FPÖ gewählt haben als die K-Böe? Naja Im Landtag sitzt die Kappa Ösa in der Opposition, konnte noch nie irgendwie in der Regierung beweisen, dass sie irgendetwas mitgestalten kann.
Insofern haben da ja auch die Wählerinnen und Wähler nicht das Beispiel vor Augen wie bei der LKK. oder man muss sagen die LKK ist nicht aus dem Nichtsbürgermeisterin geboren, die war ja vorher schon Wohnstadtrete jahrelang. Und vorher Herr Kaltenecker, die waren ja in der Stadtregierung. Das heißt, hier ist ein anderes Standing und da weiß man sozusagen schon was man hat.
Aber eine Mini-Opositionspartei das die jetzt plötzlich im Land großen Erfolg hat oder auch in der Stadt dass sie dazu getraut wird, dass sich die Landesregierung da mitträgt, das dauert ein bisschen länger. Steht da Tropfenhöltenstein? Und in Graz sind Sie schon sehr lange im Gemeinderat und in einer Stadtregierung in der Steiermark seit Jahrzehntausendfünf in der Opposition.
Weil du jetzt gerade vorher die Bauern angesprochen hast, die natürlich keine große Freude mit einer KAPÖ haben als Grundbesitzer oder mit einer kommunistischen Partei generell? Ich meine historisch gesprochen ist das ja gar nicht so unverständlich natürlich! Ist dieser Name eigentlich ein Hindernis- oder vielleicht sogar das Gegenteil?
Naja über Namen ist auch ein Thema dass bei jeder Wahllingratz wieder zum Thema wird... Es wäre kein Thema wenn man sich nicht Kommunisten nennen würde muss man auch dazu sagen Wieso sollte jemand, der jetzt mit über thirty-fünf Prozent gewonnen hat drüber nachdenken seinen Namen zu wechseln? Also das ist... Einmal hatte ich in einem Interview gesagt die katholische Kirche hat in der Inquisition Frauen verbrannt als Hexen, hat Kreuzzüge gemacht und trotzdem sagt niemand.
Ja sie sind ja zwar sehr nett aber warum nennen Sie sich noch immer Katholische Kierche? Das ist jetzt ein bisschen ein Agervergleich Aber es ist wie's ist. Die KPO hat zwar sicherlich sich Moskau treu verhalten während der Sowjetunion und vieles gutgeheissen in kommunistischen Diktaturen rund um die Welt, aber selbst als Partei hat sie hier nie eine Diktatur wie andere.
Die Vorläufer der FPÖ, sozusagen die VOU-Leute oder die FPÖ von NSDAP, Hochrang NSDAB Leuten und SS-Lang gekündet wurde. Die KPÖ war im Widerstand im Krieg hier und hat eine Tradition eigentlich als Kämpfer gegen Nationalsozialismus. Das ist etwas wo mit sie natürlich immer argumentieren dass sie ja in Österreich so quasi die Guten waren.
In Deutschland ist die Situation sicher ganz anders. In Berlin hat es eine Mauer gegeben, an die sich noch die meisten Belerinnen und Berliner erinnern. Und dort reist man mit diesen Namen nicht so viel. Und in Deutschland ist nicht ohne Grund die Linke entstanden. Nun könnte man sagen, du könntest dich der KBÖ auch nennen.
Aber sie gewinnen jetzt seit Jahren in Graz Wahlen mit diesem Namen. Warum sollten Sie ihn ändern? College Meet war das. Vielen Dank für deine Zeit und wie es rund um die Wahl in Graz weitergeht, was da mit der Regierungsbildung so passieren wird. Das lesen Sie dann natürlich auch auf der Standardpunkte Tee.
College Name wird das sicher das ein oder andere Mal in der Autorenzeile auftauchen. Vielen dank und eine schöne Woche wünsche ich dir! Ja auch danke. Und wenn euch Thema des Tages gefallen hat, dann abonniert den Kanal auf der Podcast-Plattform eurer Wahl oder auch auf YouTube. Da sind wir immer öfter mit Videopodcasts vertreten.
– einfach Kanal abonnieren und nicht vergessen die Glocke zu drücken! Ich bin Daniel Retschitzegger, vielen Dank fürs dabei sein. uns bis zum nächsten Mal.