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Shownotes
Feldhase: warum der Feldhase so schnell rennt, wofür er seine langen Ohren braucht und was er mit dem Osterhasen zu tun hat. Für Kinder ab 5.
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TIERE EINFACH ERKLÄRT — Folge 9: Feldhase
Erzähler: Weisst du, wer da über die Wiese flitzt wie ein brauner Blitz? Genau, das ist der Feldhase! Erzähler: Du hast ihn vielleicht schon mal gesehen, aber nur ganz kurz – dann war er schon wieder weg. Erzähler: Der Feldhase ist nämlich ein echtes Fluchttier. Er rennt so schnell, dass kaum jemand mithalten kann. Erzähler: Stell dir vor, du rennst auf dem Spielplatz so schnell, wie du kannst. Der Hase ist noch viel schneller! Erzähler: Er kann bis zu 70 Kilometer pro Stunde rennen. Das ist so schnell wie ein Auto auf der Strasse. Erzähler: Aber wie sieht ein Feldhase überhaupt aus? Er hat lange Ohren, die fast wie Antennen nach oben stehen. Erzähler: Weisst du, warum er so lange Ohren hat? Damit hört er leise Geräusche von ganz weit weg. Erzähler: Wenn ein Fuchs oder ein Greifvogel kommt, hört der Hase das schon von Weitem. Erzähler: Seine Augen sind gross und stehen seitlich am Kopf. So kann er fast nach hinten schauen! Erzähler: Stell dir vor, du könntest sehen, was hinter dir passiert, ohne dich umzudrehen. Der Hase kann das fast. Erzähler: Sein Körper ist schlank und kräftig. Die Hinterbeine sind besonders stark – wie kleine Sprungfedern. Erzähler: Mit diesen Beinen kann er riesige Sprünge machen. Manchmal springt er bis zu zwei Meter weit – in einem einzigen Sprung! Erzähler: Und weisst du was? Wenn der Hase wegrennt, läuft er nicht einfach geradeaus. Er läuft im Zickzack! Erzähler: Stell dir vor, du spielst Verstecken. Anstatt einfach geradeaus wegzulaufen, biegst du immer wieder links und rechts ab. Erzähler: Genau das macht der Hase. So wird sein Verfolger ganz durcheinander und gibt schliesslich auf. Erzähler: Der Feldhase lebt draussen in der Natur, auf Feldern und Wiesen. Anders als das Kaninchen gräbt er keinen Bau. Erzähler: Weisst du, wo er schläft? Er drückt sich einfach flach in eine kleine Mulde im Gras. Erzähler: Sein Fell ist braun und sieht fast aus wie die Erde. Wenn er still liegt, sieht man ihn kaum. Erzähler: Das ist wie beim Versteckspielen: Du machst dich ganz klein und still, damit dich niemand findet. Erzähler: Was isst der Feldhase denn so? Er liebt Gras, Kräuter und junge Triebe von Pflanzen. Erzähler: Manchmal knabbert er auch Rinde von Bäumen, besonders im Winter, wenn nicht viel anderes da ist. Erzähler: Im Frühling kannst du etwas Lustiges beobachten. Zwei Hasen hoppeln aufrecht aufeinander zu und boxen! Erzähler: Das sieht aus wie ein Boxkampf. Aber sie wollen sich nicht verletzen – sie messen ihre Kräfte und klären, wer von ihnen der Stärkere ist. Erzähler: Weisst du, wie die Hasenbabys heissen? Man nennt sie Junghasen oder Häschen. Erzähler: Und die kleinen Hasen sind echte Wunderkinder: Wenn ein Junghase auf die Welt kommt, hat er schon Fell und offene Augen. Anders als Kaninchenbabys sind Junghasen nämlich nicht blind. Erzähler: Schon nach wenigen Stunden kann das kleine Häschen sehen und herumhoppeln. Stell dir vor, du könntest schon am ersten Tag nach deiner Geburt laufen! Erzähler: Die Hasenmama gibt ihren Jungen Milch. Sie ist aber nicht den ganzen Tag bei ihnen, weil sie sonst Feinde anlocken könnte. Erzähler: Sie kommt nur ein paar Mal am Tag zurück, um sie zu füttern. Sonst liegen die Jungen gut versteckt im Gras. Erzähler: Der Feldhase ist also ein echtes Naturtalent: schnell, schlau und toll versteckt. Erzähler: Wenn du das nächste Mal auf einer Wiese bist, schau mal genau hin. Vielleicht siehst du einen braunen Blitz! Erzähler: Vielleicht hoppelt er ein paar Schritte, spitzt seine langen Ohren und schaut sich um – und zack, weg ist er! Erzähler: Und weisst du was? Der Osterhase ist zwar erfunden, aber er sieht aus wie ein Feldhase, der mit seinem Korb voller Eier kommt!