Wir waren klar besser – der FC-Podcast von Express & Kölner Stadt-Anzeiger· Staffel 1· Folge 14

#14 – Traum und Albtraum, die ereignisreichste Pause aller Zeiten

Montag, 5. Oktober 2026 · 50 min

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Shownotes

In der aktuellen Folge von „Wir waren klar besser" blicken Christian Löer (Kölner Stadt-Anzeiger) und Uwe Bödeker (Express) auf ein ereignisreiches und zugleich dramatisches Wochenende des 1. FC Köln zurück. Im Mittelpunkt steht Said El Malas Debüt in der DFB-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Die Experten sprechen über El Malas Talent und seinen Austausch mit dem Bundestrainer, betonen aber, dass El Mala noch einen weiten Weg vor sich hat. Da sich El Malas Konkurrenz auf der Außenbahn in Form zeigt, stehen für ihn in den kommenden Wochen Arbeit, Fitness und taktische Reife im Mittelpunkt. Die Aussagen El Malas über Jürgen Klopps Autorität sorgen für Gesprächsstoff und werfen die Frage auf, wie El Mala diese Impulse im Vereinsalltag umsetzt.
Überschattet wird die Länderspielpause von einem schweren personellen Rückschlag für die Geißböcke. Im Testspiel gegen Drittligist Viktoria Köln (2:2) im Höhenberger Sportpark erlebte der FC einen medizinischen Albtraum. Neuzugang Thijs Dallinga zog sich eine Kreuzbandverletzung zu und fällt monatelang aus. Kurz darauf verließ der eingewechselte Ragnar Ache mit einer Muskelverletzung den Platz. Der doppelte Ausfall im Sturm trifft den FC mitten in der Vorbereitung auf das Derby gegen Borussia Mönchengladbach und sorgt für Unruhe im Umfeld.
Trotz der Lage bleibt die Vereinsführung um Thomas Kessler ruhig. Vizepräsident Jörg Alvermann sprach Cheftrainer René Wagner unter der Woche das Vertrauen aus. Die Verantwortlichen betonen, dass Rückschläge in der Entwicklung der jungen Mannschaft einkalkuliert sind und die Arbeit des Trainerteams nicht vom Ausgang des Derbys abhängt. Löer und Bödeker diskutieren Wagners Spielphilosophie, die Abläufe am Geißbockheim und mögliche Alternativen im Angriff – von Impulsen durch Spieler wie Imad Rondic bis zur Hoffnung auf eine baldige Rückkehr von Malek El Mala.
Moderation: Uwe Bödeker und Christian Löer
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Christian Löer: Wir waren klar besser der Podcast von Express und Kölner Stadtanzeige über den ersten FC Köln nach einem für Länderspiel Pausen Verhältnisse extrem ereignisreichen FC Wochenende. Allerdings wäre der FC nicht der FC, wenn uns das überraschte. Es gab ein Testspiel, es gab ein Interview mit René Wagt, ein Interview mit Vizepräsident Jörg Alvermann und natürlich das Debüt von Said Elmaler für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Mein Name ist Christian Löhr vom Kölner Stavronzeiger und über all das und noch viel mehr spreche ich heute mit meinem Kollegen Uwe Bödecker vom Express. Guten Morgen Uwe, wo sollen wir anfangen?

Uwe Bödeker: Morgen, Christian. Ja, ich würde sagen, wir fangen mal mit dem Positiven an. Der erste FC Köln hat wieder einen Nationalspieler. Ich durfte am Donnerstagabend, ist ja schon wieder ein paar Tage her, in München dabei sein, wie er sein Debüt geben konnte unter Jürgen Klopp. Und es gab direkt den ersten Sieg für den Bundestrainer. Das wird man, glaube ich, so schnell nicht vergessen. By the way, was mich da so bisschen gewundert hatte, war, es war Oktoberfest in der Stadt Natürlich ganz viele Leute in Lederhosen und in Dirndl unterwegs. Da habe ich mich schon gefragt, warum vergibt man genau da noch ein Länderspiel nach München? Das wäre so ähnlich, als wenn die Karnevalssonntag bei uns in Köln ein Länderspiel machen würde. Ich glaube, das würde niemals stattfinden, oder?

Christian Löer: Ich habe natürlich gleich an dich gedacht, weil wir ja mit unseren Reporterbudgets schon so immer Schwierigkeiten haben anständig in München übernachten zu können, weil die Stadt recht teuer ist. Wie hast du es gemacht? Hast du dir ein Zelt mitgenommen?

Uwe Bödeker: Ich habe nicht gezeltet, aber ich habe schon geguckt. Normalerweise Hotels, die 59 Euro kosten, waren dann schon bei weit über 300. Aber ich habe noch ein Hostel gefunden, was bezahlbar war. War nicht schlecht. Und ja, Sight war auch nicht schlecht. Natürlich sieht man da einfach bei der Nationalmannschaft, da hängen die Trauben schon hoch. Was der Scherhand da gezeigt hat, natürlich auch erste Sahne, ich. Der Freiburger hat da richtig, richtig gut gespielt und eigentlich hat man da auch dann gesehen, warum der Klopp den Zeit nicht von Beginn angebracht hat, weil ich glaube, der Scherhand ist da einfach noch ein paar Nasenlängen vor. Aber für einen Zeit kann das eigentlich nur heißen, Lernen, lernen, lernen. Und an der Seitenlinie hat der Klopp auch dann in der zweiten Halbzeit immer sehr nah beim Site gestanden und hat ihm eigentlich auch während des Spiels immer gesagt, er sich positionieren soll, was er mal probieren könnte. Da fand schon während des Spiels immer ein Austausch statt und auch danach haben sie dann noch länger gesprochen. Da ging es glaube ich auch direkt in die Analyse, weil sie beide mit den Armen rumgepuchtet haben. Ja, es war jetzt kein überragendes Debüt, aber es war ein Anfang und ich hoffe, dass er weiter auf ihn setzt. habe jetzt gestern auch das Länderspiel dann in Tessalomiki am Fernsehen verfolgt. Auch da hat man gesehen, dass da eigentlich noch Luft nach oben ist beim Zeit. Er hat dann ein, zwei Mal Bälle bekommen. Eine Flanke ging völlig hinter das Tor. Das ist vielleicht auch ein bisschen

Christian Löer: Ja, die erste. wei. Mit rechts von rechts hinter das Tor.

Uwe Bödeker: Nervosität. Okay, gestern hat er dann erst auf der rechten Seite gespielt, dann wurde er nach links. wieder gesetzt. Aber ja, wie hast du es gesehen und was glaubst du ist da für ihn drin bei der Nationalmannschaft?

Christian Löer: Also ich war ein bisschen hin und her gerissen. bin tatsächlich nach auch vielen Jahren auf Reisen mit dem DFB, aber auch schon vorher immer ein großer Fan unserer Nationalmannschaft gewesen und habe mich so ein bisschen gefragt, ob ich mich jetzt freuen soll oder nicht, dass der Richerhand so fantastisch aufspielt links. ist ja einfach auch ein junger Mann, hätte man dem vor drei Jahren gesagt, wo seine Karriere hinführt. Er hat es wahrscheinlich nicht geglaubt. Das heißt Deutschland hat links einen hervorragenden Fußballer und Said Elmaler allerdings auch einen wirklich sehr ernsthaften Konkurrenten. Denn der bringt ja auch vieles von dem mit, was uns ja am Said so erfreut. ja, ich hatte auch so bisschen den Eindruck, da stimme ich dir zu, Said ist noch kein fertiger Spieler, was ja völlig klar ist, wenn man sich auch seinen Werdegang anguckt. Der hat noch sehr viel zu lernen, was ich an Said El-Mala immer wieder gut finde und auch wichtig zu erwähnen finde. Der kann eigentlich alles, was man nicht lernen kann und die Dinge, die er nicht kann, die kann man überwiegend lernen. Und auch das war mein Eindruck. Er wirkte sehr motiviert, sehr lernwillig und hat auch wirklich die Nähe zu Jürgen Klopp gesucht. was nicht schaden kann. glaube, ist schon einer, der viel mitnimmt und ich habe mich auch gestern dabei erwischt, als ich das Spiel mir ansah, dass ich mir so vorgestellt habe, wie er jetzt zurückkommt. Denn ich glaube, das macht was mit so einem jungen Spieler und ich denke mal, der wird jetzt zurückkommen. Und ich kann mir sogar vorstellen, dass er denkt, jetzt beim FC, ich bin ein bisschen weiter, erstens. Und zweitens, dass er sogar einen Gedanken haben könnte wie Ach, jetzt wieder in der heimischen Umgebung. Hier ist ja alles ein paar Prozent einfacher. Denn ich hatte auch den Eindruck, dass er ein bisschen nervös war. Diese Flank in das Tor, wollen wir ehrlich sein, die passiert ihm eigentlich nicht. Aber er hat ja auch wie immer auch weiterhin Aktionen versucht. Dieses eine Dribbling durch die Mitte, da habe ich noch kurz gedacht, wenn Seid-Emmaler jetzt in Thessaloniki das Tor zum 1 zu 0-Sieg nach einem Monster-Dribbling macht. Dann haben wir im Podcast was zu besprechen, aber nicht alle Träume werden wahr.

Uwe Bödeker: Das wär's gewesen. hab auch gedacht, ein Spieler noch vorbei und dann zum Schuss kommen. Aber wurde ihm nicht vergönnt. Nee, man hat, wie gesagt, gesehen, auch, er hat das Talent. Aber jetzt für die nächsten Monate, Wochen wird sich dann auch zeigen, was macht man aus diesem Talent. Ich mein, jetzt den nächsten Schritt zu gehen und das weiß der Zeit, das müssen Sie eigentlich auch beim 1. FC Köln wissen. Da gehört dann mehr dazu als Talent, sondern jetzt ist wirklich harte Arbeit angesagt. Da geht es Athletik, da geht es die Fitness, die richtigen Ruhepausen, Regeneration, Ernährung. Das muss alles professionell sein, wenn man sich auch dann in der Nationalmannschaft etablieren und durchsetzen will. Ich meine, der ist erst 20 Jahre alt und jetzt kommen natürlich auch Verlockungen dazu.

Christian Löer: Hmhm.

Uwe Bödeker: Mit seinem neuen Vertrag zum Multimillionär. Dann hast du hier einen Termin, du da eine Einladung, vielleicht da noch auf eine Party. Da kann man auch mal den Fokus verlieren. Das ist ganz menschlich. Ich will jetzt nicht sagen, dass er den verliert, aber ich kann nur dran appellieren, dass sie alle aufpassen, dass er ihn behält. Das ist manchmal gar nicht so einfach mit 20. Und dann muss man auch immer sagen, man hat schon viele Talente gesehen. die diesen nächsten Step dann eben nicht gemacht haben. Ich hoffe, dass er da einfach auch dran bleibt und Sie auch beim 1. FC Köln wissen, das ist kein fertiger Spieler. Ein Satz hat mich dann von Zeit danach noch zum Nachdenken gebracht. Er sagte über Jürgen Klopp, er hat eine riesen Karriere hingelegt. Er weiß auch, was er macht. Und das wissen die Spieler. Da hört man auch noch mal anders zu, wenn ein anderer Trainer vor dir steht. Muss man jetzt

Christian Löer: Haha.

Uwe Bödeker: nicht so viel reininterpretieren, vielleicht auch ein kleiner Wink an René Wagner. Meinst du, er hört ihm auch genauso zu wie Jürgen Klopp?

Christian Löer: Ja gut, also es ist so ein bisschen schwierig. Ich habe natürlich das Zitat auch gesehen und mit einer gewissen Heiterkeit aufgenommen. Aber man muss ehrlich sein, man kann jetzt René Wagner nicht vorwerfen, Jürgen Klopp zu sein, denn die wenigsten sind Jürgen Klopp. Also René Wagner ist ja erst mal 20 Jahre jünger und auch noch kein Welttrainer gewesen. Von der Spielerkarriere nehmen sich die beiden glaube ich nicht so viel. Darum, ja, ich weiß, worauf du hinaus willst und womöglich ist Jürgen Klopp ein solcher Ausnahmetrainer, dass den jeder nehmen würde, der ihn kriegen kann. Aber er ist halt nicht Trainer des 1. FC Köln, ist auch nicht Trainer des FC Bayern und auch nicht Trainer des AC Mailand. Darum, ja, es ist ein Wahnsinns-Trainer, finde ich. Also auch seine ganze Präsenz und wenn man ihn gestern wieder auf dem Platz rumlaufen sah. Ich kann mir schon vorstellen, der so einen Jungen wie Said beeindruckt. Das würde ich aber dann gar nicht mal so auf Prine Wagner beziehen wollen. Der einfach auch an einem ganz anderen Punkt seiner Karriere ist und aber auch, das wollen wir mal ehrlich sagen, also... Das Haydn-Mahler hört ja nicht mit Fußballspielen auf, weil es Lionel Messi gibt. Es wird immer jemanden geben, der besser ist, es sei denn, man ist Lionel Messi. Aber das ist schon sehr hoch eingestiegen, dann zu sagen, okay, Erkenntnis des Wochenendes, womöglich ist René Wagner im Moment als Trainer, hat doch nicht die Größe eines Jürgen Klopp. Das würde ich ihm nicht vorwerfen wollen. Aber klar, ich bin darüber gestolpert, keine Frage.

Uwe Bödeker: Nein, muss einfach auch beim, finde ich beim FC wissen, dass man da ein Juwel hat und auch eine besondere Verantwortung und ich finde da gilt es ihn optimal zu fördern und auch zu fordern und man darf da jetzt sich nicht auf Elmalla verlassen und sagen, boah der macht das schon, sondern Der muss irgendwie in Szene gesetzt werden. Der muss die Laufwege vielleicht nochmal angepasst bekommen.

Christian Löer: Total.

Uwe Bödeker: Auch im Zusammenspiel mit anderen. Der ist eben noch nicht fertig und der muss viel, viel lernen. Ich hoffe, dass sie das beim FC auch mit ihm machen. Also wenn ich manchmal so im Training sehe, habe ich das Gefühl... Ich weiß nicht, dann auch wirklich an diesen Lösungen gearbeitet wird, da nochmal andere Optionen mitzugeben. Ich weiß es nicht.

Christian Löer: sondern ich habe gestern im Fernsehen eine Szene, wo David Raum groß eingeblendet wurde und man ihm so an den Lippen sehr gut ablesen konnte, dass er Said brüllte quer über die Seite. Und da stand Said tatsächlich so ein bisschen im Raum, aber im leeren Raum hatte ich den Eindruck. Und da hatte ich genau den Gedanken auch, dass bei der Nationalmannschaft, obwohl das ja noch eine ganz neue Mannschaft ist und auch Jürgen Klopp noch ein ganz neuer Trainer dieser Mannschaft ist. Da sind ein paar Laufwege, die sich allein daraus ergeben, dass da zehn Feldspiele auf dem Platz sind, wo jeder Einzelne weiß, wie das Spiel funktioniert und zwar bis ins kleinste Detail. Und da hatte ich auch hier und da den Eindruck, dass seit ein unfassbarer Künstler ist, der jederzeit improvisieren kann. Aber es gibt manchmal im Spitzenfußball gibt es schon richtig und falsch, was dann Laufwege zum Beispiel angeht. Und da waren so ein paar Momente, wo ich so dachte, ui, ein kleines bisschen fällt da ab. Weil man natürlich auch sagen muss, wenn man sich mal reinzieht, auf welchem Niveau Lennart Kahl jeden Tag trainiert und spielt. Das ist einfach auch schon eine andere Abteilung als das, was beim FC so läuft. Aber klar, es gibt schon den verständlichen oder nachvollziehbaren Hang dazu, FC den Zeit mal machen zu lassen. Klar, der muss, glaube ich, auch noch einiges lernen. Wie ich seit wahrnehme, ist er aber einer, der wirklich relativ lernsüchtig ist, habe ich den Eindruck. Denn der arbeitet ja schon sehr hart an sich.

Uwe Bödeker: Ja, harter Bruch. Samstag war dann das Testspiel des 1. FC Köln bei der Victoria. Der FC hat eigentlich einen raben-schwarzen Tag erlebt. warst auch im Stadion in Höhlenberg im Höhlenberger Sportpark. Wie hast du es gesehen?

Christian Löer: Ja, also ich war wirklich fassungslos. Ich hatte mich so wunderschön. Ich war mit dem Fahrrad von Erlfeld nach Höhenberg rüber und hatte mir einen richtig schönen Samstag gemacht. dann war ja tolles Wetter. Meine Lieblingskollegen im Stadion. Alles total super. Ja, und dann das. Also da hört es ja auch irgendwann. Ich habe ja noch irgendwie erst so rumgewitzelt und dachte... Schreck im Sonne sching. Aber es stellte sich ja dann heraus, dass das nicht einfach nur ein kleines Auer, Stolperer und ein bisschen Sprudelwasser drauf und danach ist wieder alles gut war, sondern es war eine Kreuzbandverletzung und ich bei Thais der Linge und ich bin immer noch fassungslos, wirklich fassungslos. Und als das uns hinzukommt und das war bitte jetzt nicht als Witz, Mist zu verstehen, als Als dann Ragnar Ache eingewechselt wurde, habe ich noch zu meinem Nebenmann auf der Tribüne gesagt, ich glaube nicht, dass der bis zum Ende durchhält, war zwar ab. Und dann fasst er sich an Oberschenk und muss auch runter. Ich bin immer noch fassungslos. Was für ein Desaster an einem eigentlich wirklich schönen Nachmittag.

Uwe Bödeker: Ja, gute Besserung geht raus auf jeden Fall an Thais der Linger. Der kann einem echt nur leid tun. So eine Verletzung ist wirklich schwer und man kann davon von mehreren Monaten Ausfall ausgehen. Das ist echt schon bitter. Und das dann in so einem Testspiel vor der entscheidenden Derby-Woche. Sonntag geht es ja dann gegen Gladbach und da fallen dir beide Stürmer im Zentrum aus. Das ist schon... Das ist schon herbe.

Christian Löer: Ja, und so ein Dalinger natürlich, der hatte eine schwierige Phase. So eine Karriere, so leicht ins Stocken geraten war, kommt nach Köln, will wieder Fuß fassen, war ja relativ spät im Sommer erst da. Das ist ja auch dann einer, der dann seine Familie hier erst mal unterbringen muss und irgendwie ankommen muss und hat aber dann dieses super Auftakt gegen Hoffenheim. Und irgendwie wünscht man diesen jungen Leuten ja, dass sie ja, dass sie natürlich in Köln dann den Ort finden, an dem ihre Karriere nochmal richtig Schwung aufnimmt. Und er ist ja nur ausgeliehen, wollte sich empfehlen für eine Verpflichtung. Es gibt ja diese hohe Kaufoption. Und wir hatten ja immer gesagt, okay, wenn der FC in die Verlegenheit kommt, diese Option ziehen zu müssen, die ja zweistellig ist. 12 Millionen hieß es mal. Dann blicken wir auf eine Super Saison zurück. jetzt das, also wird ja bekennst, man sagt ja mein halbes Jahr wird er ausfallen. Ja, dem steht jetzt echt eine harte Zeit bevor. Da muss der sich, glaube ich, richtig zusammenreißen, nicht zu verzweifeln. Also mir hat es wirklich wahnsinnig leid.

Uwe Bödeker: Ja und bei Ache, meine man steckt nie drin, Muskelverletzungen können immer passieren, aber war das vielleicht auch das Risiko zu hoch, dass man ihn, ich meine er ist dann reingekommen, dann ist ja immer die Aufwärmzeit auch so ein bisschen geringer, weil man einen Spieler dann auch bringen will. War das vielleicht dann doch ein Fehler, da im Testspiel dann reinzubringen und er verletzt sich oder ist das einfach auch Pech? Wie siehst du das?

Christian Löer: Er war ja in der Schlussphase der vergangenen Saison schon verletzt und ist ja dann im Sommer, ich erinnere mich noch an das Testspiel gegen Rhein-Süd, das erste, da hat er ja gar nicht gespielt und stand später am Bus und wir haben ihn irgendwie gefragt, hey, was war los? Und hat dann irgendwie so ein bisschen gelacht und gesagt, naja, ich komme ja aus der Verletzung, darum durfte ich nicht, aber ich hätte schon und so. Also der FC hat ihn ja aufgebaut, obwohl die lange Sommerpause dazwischen gelegen hatte, aber aufgebaut wie jemanden, der aus einer Verletzung kam. Also sehr behutsam und ja auch nachvollziehbar behutsam. Denn der Ragnar ist ja einfach ein Spieler, der immer wieder mit Muskelverletzungen zu tun hat. Er kam ja auch dann im Training, ich weiß nicht, wie du ihn in Kitzbühel erlebt hast, er kam ja teilweise ein bisschen wenig ausbalanciert vor. sehr, also ein Wendekreis, wo ich so dachte, wow, also er ist ja natürlich auch eher ein großer Mittelstürmer. Aber ich hatte immer so das Gefühl, dass der körperlich noch nicht so ganz wieder austariert ist und habe immer gedacht, ein Sprint und es kann schon wieder passiert sein und ja und so war es jetzt auch. Also irgendwie. Kam er mir immer so vor, wäre das nicht ganz solide. Aber gut, werden natürlich die Athletiktrainer ihre Daten gehabt haben und werden alles über Ragnars Muskulatur wissen. Ja, das kann immer passieren. Und klar, du willst da natürlich nicht länger in Unterzahl spielen. Aber es war, ja, es war einfach, ich bin immer noch, du merkst, ich bin immer noch fassungslos, wie das gelaufen ist. Aber dann kam ja Ima Drondic.

Uwe Bödeker: Ja, sage auch, viele im Umfeld sind natürlich geschockt. sagen, boah, das war jetzt die Niederlage im Derby. Wir haben keinen Sturm mehr. Das sehe ich nicht ganz so negativ oder nicht ganz so schwarz, weil ich glaube nicht, dass unsere Sturmposition, also die Sturmposition, ich sage schon unsere, die vom 1. FC Köln, da der Knackpunkt.

Christian Löer: Ja, ja, die Saat geht auf. Die Saat geht auf.

Uwe Bödeker: da der Knackpunkt in den letzten Spielen war, die Neuner wurden ja gar nicht gefüttert mit Bällen. Problem des FC Köln war ja ganz anders. Ich glaube, dass wir zum einen mit Marius Bülter noch einen Stürmer haben. Luca Waldschmidt hat auch schon Neuner gespielt und natürlich Ima Grondic, das ihn angesprochen. Das wäre natürlich... Das wäre natürlich eine absolut überragende Geschichte, wenn einer, der schon aussortiert war beim 1. FC Köln, dann plötzlich zum Derbyheld werden würde.

Christian Löer: Also ich habe natürlich nach Bülters Tor, nach dem 2 zu 2, habe ich direkt auf Ronditsch geguckt, weil Ronditsch sehr, sehr ausführlich gejubelt hat und wirklich auch von einem Kollegen zum nächsten gelaufen ist und alle abgeklatscht hat und alle angelacht hat und geschüttelt hat und so. Und ich habe noch gedacht, okay, das ist offenbar das, worüber beim FC zurzeit so viel geredet wird. dass Ima Drondžić der Kabine so wahnsinnig viel Energie gibt. Und das fand ich auch schon echt in der Vorbereitung so, wenn er dann nach dem Mannschaftstraining zum Individualtraining musste, weil er eben wirklich keine Rolle mehr für ihn gab im Kader, da hat er dann immer gelächelt und geplaudert und Autogramme gegeben und dann seinen Job gemacht. Ich glaube überwiegend mit Kevin McKenna und auch Da hörte man ja, dass der Junge im Training wirklich Gas gibt. Tja, hat natürlich dann auch deswegen

Uwe Bödeker: Hmm.

Christian Löer: in Stuttgart seine Einwechslung bekommen. Und trotz allem, ich habe im Scherz noch am Samstag gesagt, das ist ein Riesenstürmer, gefangen im Körper eines Drittligaspielers. Ich habe einfach den Eindruck, dass der nicht das Tempo und die Wucht auf den Platz bringt. Denn vom Gefühl finde ich, ich schon sehr, sehr viel schwächere Stürmer, auch in der Bundesliga gesehen, also beim FC zumindest. Er hat ja wirklich ein Talent dafür, dort zu sein, wo was los ist auf dem Platz. Ich glaube, der hat auch recht ein Auge, der hat irgendwie Nerven, der hat so diesen Hang auch mal was Verrücktes zu versuchen. Ich glaube auch teilweise als Verzweiflung, weil er eben nicht das Tempo hat, an Leuten vorbeizukommen. Ich wäre also jederzeit bereit, Ima Drondji zum Kultstürmer zu erklären. Aber so ein bisschen fehlt mir der Glaube, dass das dann auch wirklich umsetzt. Aber die Geschichte wäre cool.

Uwe Bödeker: Das wäre doch cool, die Geschichte cool ist. Vor allen Dingen nicht nur in der Kabine und beim Training für eine tolle Stimmung sorgen, sondern dann auch mal auf dem Platz. Weil ich habe das

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: Gefühl beim FC wird immer viel gesagt, wie toll die Stimmung ist. Man sieht aber auf dem Platz nichts. Das war jetzt jetzt nochmal aufs Sportliche zu kommen. Natürlich von den schweren Verletzungen überschattet, aber gegen einen Drittligisten, Viktoria Köln, die haben das echt gut gemacht. Da ist irgendwie was zu erkennen. Die Jungs waren gefühlt fitter, schneller, hatten mehr Räume. Und beim ersten FC Köln wirkt das immer so ein bisschen behäbig. weiß nicht, auch die Spieler, die dann hinten dran waren und sich eigentlich mal zeigen wollten, Tielmann, Waltschmidt, die haben jetzt keine Lösungen gefunden. Torabschlüsse manchmal waren echt kläglich, auch Skiri, der dann mal zum Schuss kam. Also bei aller guten Stimmung, die da immer propagiert wird, dem Platz sehe ich davon nicht viel. Und auch gerade in so einem Testspiel gegen den Drittligisten kriegst du wieder zwei Tore. Also das ist dann schon, das macht mir Bauchschmerzen vom Derby, zumal die dann jetzt auch kommen. mit einem neuen Trainer.

Christian Löer: Ja, ich fand es auch, also insgesamt, wirklich, das wurde dann alles so bisschen überschattet von den Verletzungen. Aber sportlich fand ich es auch wirklich furchtbar phasenweise. Ich habe hinterher noch kurz mit Marian Wilhelm gesprochen, mit dem Trainer der Victoria und ihm gratuliert, nämlich einerseits zum dritten Kind. Also nochmals auch von dieser Stelle alles Gute Familie Wilhelm, aber eben auch zu seiner Mannschaft. Denn ich muss gestehen, ich schaffe es in der Regel nicht zu Viktoria spielen, aber im Fernsehen kann man sehr gucken. Und wie die da hinten rausspielen, das ist ja also die, wenn man von Spielidee spricht. Marian Wilhelm und Viktoria Köln, die haben ja Prinzipien, die die dermaßen durchziehen, wenn die teilweise quer durch den Fünfer flach aufbauen, über den Torwart. Ich würde da ja verrückt werden. Ich habe hinterher noch kurz mit Franz Wunderlich gesprochen im Sportvorstand der Viktoria und ich sage, wie hältst du das denn aus, wenn die da hinten zocken? Und er sagt, ja, was, es geht ja echt gut. es ging heute sogar gegen den Bundesligisten gut. Das muss man mal echt konstatieren. Der FC. hat es am Samstag nicht geschafft, Viktoria Köln nachhaltig zu pressen. Natürlich waren da ein paar Ballgewinne, ist ja auch klar, aber eine Drittliga-Truppe, die in der zweiten Halbzeit, das muss man auch sagen, komplett durchgewechselt hat. Bei Viktoria stand in der zweiten Halbzeit kein einziger Stammspieler mehr auf dem Platz und die haben trotzdem an ihren Prinzipien festgehalten und haben in der FC, wie ich fand, phasenweise hergespielt. Und das fand ich schon... ein bisschen heftig.

Uwe Bödeker: Ich war dann auch verwundert, als René Wagner zu uns Journalisten kam und sagte, ich habe einen guten Test gesehen.

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: Da weiß ich nicht, ob er das gut fand, dass er noch viel zum Arbeiten und zum Aufarbeiten hat. Das kann natürlich auch sein, aber eine gute Leistung hat er zumindest nicht sehen können. wüsste nicht, von wem. Ja, Thieler, der war gut. Der hat ein paar gute Bälle gehalten.

Christian Löer: Ja, aber der gewinnt ja nicht das Derby. Ich fand es auch so bisschen seltsam, also klar, wenn er gut im Sinne von lehrreich meint, geschenkt. Aber es erst mal so zu frameen, wie man so schön sagt, wegzukommen von der Tragödie. Wobei man ja auch sagen muss, wir hatten auf der Tribüne, du ja auch, wir hatten ein sehr schlechtes Gefühl. Wir haben uns kurz im Stream noch mal die Szene angeguckt, wie der Linker sich vom Tor wegdreht über den rechten Fuß, aber irgendwie der Fuß stehen bleibt und sich direkt ans Knie fasst. Das ist so eine Aktion ohne Faul, wenn einer so liegen bleibt und dann so vom Platz geht. Also ich hatte da ein sehr, sehr schlechtes Gefühl. Jetzt ist es natürlich klar, dass René Wagner nicht anfangen kann zu spekulieren und sagen kann, na ja, das könnte auch dies und jenes sein. Aber... Es war ja auch auf den Tribünen ein Schreck zu spüren. Und ich fand ganz interessant, dass René Wagner das eigentlich gar nicht aufgenommen hat, sondern er so ganz munter hinterher da stand und einfach sofort wieder auf der reinen Faktenebene, auf der Sachebene war, auf der er ja nun mal auch zu Hause ist und wahnsinnig stark ist. Aber ein anderer Trainer hätte womöglich erst mal erwähnt, dass er die Daumen drückt und dass alle ganz schön erschrocken sind.

Uwe Bödeker: Zumal man sieht ja auch auf dem Platz, wie ein Betreuer da am Knie wirklich auch eine Schubladenbewegung

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: versucht. ich glaube, kriegst dann als Trainerteam, musst du eigentlich gespiegelt kriegen, wenn zwei Jungs von dir noch während des Spiels in die Klinik gebracht werden, dass das was Ernsteres sein kann. Ich glaube nicht, dass er darüber nicht informiert wurde.

Christian Löer: Also ich hatte auch, also rein nach außen. René Wagner ist ja jemand, mit seinen Emotionen haushaltet und jetzt auch uns nicht von morgens bis abends damit überfällt, gerade bei öffentlichen Auftritten. Aber also ich war wirklich, ich war bedient. Ich hatte einfach das Gefühl gehabt und wir waren ja leider schon öfter mal dabei, wenn es schwere Verletzungen beim FC gab. Ich bin da von der Tribüne runter und habe vor mich hingegrampelt und wirklich so gesagt, was ist das eigentlich für ein Mist, was passiert hier? Und dann war vielleicht auch einfach meine persönliche Überraschung dann in ein relativ zufriedenes Gesicht des Cheftrainers zu gucken. Das ist wahrscheinlich dann auch René Wagner, der sagt, das, ich im Moment an Fakten habe, ist ein 2 zu 2, ist eine naja, im Großen und Ganzen zumindest lehrreiche oder interessante Leistung von meinem Team und Gegner. Und damit arbeite ich jetzt. René Wagner ist keiner, der Zeit verschwendet auf irgendwelche diffusen Verdachtsmomente. oder gefühlsduse leihen ja auch. Der nimmt die Fakten und verarbeitet die und da bin ich mir absolut sicher, dass wir im Moment der Diagnose nochmal ganz anders wahrgenommen und adressiert haben.

Uwe Bödeker: Vielleicht ist er auch schon im Derby-Tunnel. Das wird ja ein wichtiges Spiel. Irgendwie muss der FC zu Hause gewinnen. Das wäre schon enorm wichtig auch für seine Position. Allerdings, hatten jetzt unter der Woche ein Interview mit Jörn Alvermann und der hat nochmal gesagt, dass sie volles Vertrauen in Wagner haben. weil sie jeden Tag sehen, was für eine Energie und was für eine Kompetenz er reinbringt im Training. Und da waren auch im Vorfeld der Saison, als man die Entscheidung getroffen hat, jungen Trainer zum Chef zu machen, war eingeplant, dass es Rückschläge geben wird. da kann man nicht nach vier Spieltagen Fazit ziehen und sagen so, ne, das klappt mit dem Trainer nicht. Das heißt, selbst wenn der jetzt derby verlieren sollte, werden sie an ihn festhalten. ist so meine Meinung, mein Glaube. Wie siehst du das?

Christian Löer: Ja, wir hatten auch ein paar Gespräche vergangene Woche im Greisburgheim und da war auch die ganz klare Festlegung. Ich würde sogar fast so weit gehen und sagen, egal wie das Derby ausgeht, René Wagner bleibt Trainer. Wobei die Zuversicht ja auch durchaus da ist, dass der FC das Derby in Anführungsstrichen einfach gewinnt und das ganze Thema damit beerdigt ist. Aber man steht ganz fest zu René Wagner. Das interessante ist natürlich auch an René Wagner, dass er ja genau der Trainer ist, der auch in der vergangenen Saison war und auch in den Jahren zuvor als Co-Trainer. Es ist ja nicht so, dass man sich jetzt beim FC in ihm geirrt hat. Denn er bringt ja genau das Paket, was man erwartet hat. Am Ende des Tages muss er natürlich schauen, dass die Ergebnisse stimmen. hier mal eine Floskel herauszuhauen. Aber genauso ist es. Er ist nach wie vor wahnsinnig fleißig. hatten ein langes Gespräch mit ihm vergangene Woche. Der Kollege Lars Werner und ich hatten ihn im Interview und ich fand ihn super reflektiert. Also auch was seine Rolle angeht. Er hat nochmal betont. Ich habe keine 200 Bundesliga Spiele. Ich bekomme auch als Trainer keine 15 Chancen. Aber Der ist, das muss man ihm auch lassen, der ist natürlich wild entschlossen. Der sagt, ich bin nicht morgens halb sechs hier, hier Spiele zu verlieren. Sondern der weiß, was er tut. Ich bin mir nicht ganz sicher, ist halt auch wirklich noch jung, ob man immer halb sechs auf der Arbeit sein muss. Ich heiße es nicht. Womöglich würde ich... dann irgendwann mal sagen, nicht schlaft doch mal aus. Also Bundesliga ist nicht der Ort, irgendwie einen auf locker zu machen. Aber morgens fünf in Söz losstapfen, zu Fuß zum Geissbockheim gehen und dann von 5.30 an komplett durcharbeiten. Also ich kann mir vorstellen, dass das an die Substanz geht, also körperlich, aber auch irgendwie seelisch. Ich weiß nicht, das den, naja, ob das den Blick wirklich schärft und dass man dann so ganz präzise wichtig und unwichtig voneinander unterscheiden kann. Darum, also ich habe, ich bin nach wie vor sehr beeindruckt von ihm und von seiner Art, den Job ernst zu nehmen und seine Rolle ernst zu nehmen. Auch wie er mit uns spricht. er nimmt auch uns ernst, verrückterweise und ist natürlich auch einer, der alles erklären kann. und dadurch so manchmal in so, ja ich nenne es mal, Erklärungsfallen läuft. Denn ehrlich zu sein, René Wagner muss mir nichts erklären. Das ist ja auch nicht mein Job, mit René Wagner eine Taktik auseinanderzunehmen. Mein Job ist es, womöglich vor allem Ergebnisse und Trends zu interpretieren. Und das kann er mir zum Beispiel nicht erklären dann, im Fall der Fälle. Denn da kann er dann womöglich am Ende nur sagen, wir waren noch klar besser. stehen wir da. Darum,

Uwe Bödeker: Aber habt ihr mit ihm denn mal darüber gesprochen, was für eine Art von Fußball oder wo er hin will mit seiner Mannschaft und wo er jetzt gerade ist? Es ist ja auch noch eine Entwicklung.

Christian Löer: Ja, da sind wir wieder so bisschen beim Thema Spielidee. Das war ja schon auch frappierend, wenn man Marian Wilhelms Fußball mit Victoria Köln sieht, die da an diesem hinten raus Kurzpass, Flachpass Spiel wirklich gnadenlos festhalten, egal gegen wen. Ich meine, da war ja schon Miro Klose nach dem Pokalspiel mit Nürnberg. hat er da gestanden und gesagt, das ist ja unglaublich, wie hier die Handschrift durchgezogen wird. hab noch, wir standen tatsächlich auf dem Rasen nach dem Spiel. Ich hab zu Marian gesagt, also euer Rasen ist ja ganz gut hier. Aber wenn ihr dann irgendwann mal so im Winter auf irgendeinem Acker Drittliga Fußball macht und ihr spielt weiter so hinten raus, dann wird es aber noch mal kribbelig. Und sagte, ja, müssen wir dann mitleben. Und beim FC hast du nicht so dieses eine Prinzip habe ich immer so den Eindruck, sondern eher ein riesiges Paket von Faktoren, die René Wagner wichtig sind. Also unter anderem das Thema Intensität, was wahrscheinlich alle mitbringen. Aber dass du irgendwie den Eindruck hast, die versuchen immer wieder dasselbe. Gut, vielleicht müsste René Wagner uns erklären, was genau der Plan ist, und dann würden wir ihn auch besser erkennen können. Ich glaube auch, dass René Wagner bereit wäre. uns den Plan zu erkennen, was ihn unterscheidet von vielen anderen Trainern, die uns immer gesagt haben, was soll ich mit euch Ahnungslosem über Fußball reden. Aber klar, ist, ich glaube, er will sehr, sehr vieles auf einmal und hat dann natürlich eine gewisse Fallhöhe, wenn beim Eckball in Hamburg keiner da steht, wo hingehört.

Uwe Bödeker: Ja, ich finde gerade als Team, von Anfang an gegen den Abstieg spielt oder den Klassenerhalt spielt, ich, ist es immer wichtig, so defensiv eine Stabilität irgendwie reinzukriegen. ja, da sehe ich jetzt noch nicht, auch im Testspiel wie gesagt, wieder zwei Tore geschluckt. Da sehe ich noch keine Stabilität. Und jetzt nochmal, auf die Nationalmannschaft zurückzukommen. Da Klopp hat auch noch nicht so lange mit den Jungs gearbeitet, aber da habe ich irgendwie so was relativ

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: schnell nach drei Spielen gesehen, auch wenn die nicht immer alle erfolgreich waren, die sind ja brutal im Gegenpressing. da hat der Klopp auch nach dem Spiel in München gesagt, das war das Beste, was ich da gesehen habe. Sogar Weltklasse hat er den Mund genommen und meinte,

Christian Löer: Ja, er hat ja gesagt, das Pressing geht durch die Decke. Und das war ja auch so. Die haben gespielt wie eine Vereinsmannschaft.

Uwe Bödeker: waren auf Krawall. eingestellt. Vielleicht ist das genau so ein Derby, was jetzt kommt, dass der FC auch mal auf Krawall eingestellt ist. ist die Hoffnung. Weil so ein Spiel kann ja auch nochmal

Christian Löer: Ja, ich glaube beim FC, ja.

Uwe Bödeker: was heben.

Christian Löer: Ja, man hat so den Eindruck, dass die beim FC dieses Anlaufen mit Köpfchen versuchen. Das siehst du auch an den Laufleistungen. Ich finde es auch gar nicht falsch, dass man jetzt mal nicht guckt, dass man unbedingt immer 123 Kilometer läuft. Und trotz allem ist es ein Fakt, dass der FC deutlich weniger läuft als in der Vergangenheit, auch im Liga-Vergleich. nicht ganz vorne, was zumindest Laufleistungen angeht. Das finde ich schon heftig. die deutsche Nationalmannschaft hat in Griechenland gestern den Gegner auch in Grund und Boden gerannt. Also die hatten ja komplett Ballbesitz, einen Riesenchancenübergewicht, waren klar besser, wie man hier so gern sagt und hatten aber auch die höhere Laufleistung. Und das ist ja eigentlich ungewöhnlich. du Wenn du den Ball laufen lässt, dann bist du eigentlich... Also die Mannschaft im Ballbesitz hat ja in der Regel die niedrigeren Laufwerte als der Gegner, der den Ball hinterher rennen muss. Und das fehlt mir beim FC manchmal so ein bisschen zu sagen, ja, schnappt sie euch. Weil das scheint ja offenbar Jürgen Klopp vermittelt zu haben, dass der ein paar Prinzipien des Anlaufens natürlich vermittelt hat. Aber da wird auch ein großer Faktor gewesen sein, dass plötzlich dieser riesige Bundestrainer vor dir steht und sagt, schnapp sie dir ab dafür. diesen

Uwe Bödeker: Vielen

Christian Löer: Geist sehe ich beim FC tatsächlich eher nicht. Und es muss dringend her. ich schulde eigentlich unseren Hörern auch mehr. mehr Beiträge aus unserem WhatsApp-Kanal. Das kommt mir immer zu kurz, ich vergesse ständig mal was vorzulesen. Aber eines kann ich klar sagen, aus der schieren Masse der WhatsApp-Beiträge, die wir aus unserer Hörerschaft bekommen, kann ich mal ganz klar sagen, also positiv hat sich da noch keiner geäußert. Es ist natürlich immer so, nicht geschimpft ist gelobt genug. Also vielleicht gibt es eine schweigende Mehrheit, die zufrieden ist mit René Wagner. Aber also herzlichen Dank für die meisten Beiträge. Für ein paar bin ich nicht ganz so dankbar, weil wir auch wir da eher heftig beschimpft werden dafür, dass wir René Wagner nicht längst deutlicher angezählt haben. Das gehört auch zur Wahrheit. Aber die Stimmung ist, wie ich finde oder sie wahrnehme, ist wirklich problematisch. klar, René Wagner hat uns im Interview gesagt, dass er so ein bisschen darauf wartet, dass er ernannte, die sportliche Kreditkarte, dass er so wirklich ein bisschen mehr Kredit sich erarbeitet hat. Er sagte, vielleicht ist irgendwann mal der Tag, an dem wir so Spiele wie gegen Bremen oder wie gegen Hamburg weglächeln können. Kann sogar sein, dass du so sagst, okay, spielst du halt zu Hause gegen Bremen, obwohl du klar besser warst, nur unentschieden und denkst, naja, ist ja nicht so schlimm. Wir sind ja sicher im Mittelfeld. Aber da muss schon noch bisschen mehr kommen, du solche Auftritte weglächeln kannst. Und da ist René Wagner absolut realistisch, ist mein Eindruck. Und so eine Kreditkarte, da drehst du auf jeden Fall mal ins Positive, wenn du einen Derby gewinnst.

Uwe Bödeker: Ja da hat er auf jeden Fall Kredit. Alvermann sagte wir wären schlecht beraten solche Trainerentscheidungen von dem Ausgang eines Derbys abhängig zu machen, sondern da ist immer eine Gesamtbetrachtung gefragt, das ist auch richtig so.

Christian Löer: Zeit.

Uwe Bödeker: Und er meinte auch die Entscheidung liegt in erster Linie bei Kessler. Das Gremium Vorstand ist da zwar eng im GA Austausch und berät sich auch, aber am Ende fällt die Entscheidung oder schlägt Thomas Kessler eine Entscheidung vor, wenn es einen Trainer gehen würde. Ja, Thomas Kessler ist aber nicht nur da gefordert eventuell, sondern auch bei neuen Spielern. Muss noch was kommen jetzt nach den beiden Ausfällen. Ich weiß nicht, wie lange Ache ausfällt, aber das kann auch durchaus ein paar Wochen dauern.

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: Was meinst du, muss da ein neuer Stürmer her?

Christian Löer: Ache voll einzuplanen ist ja grundsätzlich schwierig. Ich habe jetzt gerade wieder vor Augen, wie zwei von Bülters Abschlüssen zu einwürfen wurden. Das ist ja nie gut, wenn er aufs Tor schießt und der Gegner anschließenden Einwurf hat. Allerdings

Uwe Bödeker: Ja.

Christian Löer: hat er wieder getroffen und er hat ja auch in der Sommervorbereitung, in den Testspielen relativ viele Tore geschossen. Ich persönlich werde aus Marius Bülter nicht ganz schlau, vor allem wenn man sich mal reinzieht, wie der vergangene Saison. als er bei voller Fitness war, losgelegt hat. Ich der hatte ja... Ich fand es damals bisschen unglücklich. Lukas Quasniok hat ja mal gesagt, ja, der ist jetzt Vater geworden und kriegt nicht mehr genügend Schlaf, darum läuft es bei dem nicht mehr. Der hatte ja auch eine Erkrankung und hat schwer Gewicht verloren. Darum, da spielt es schon mehr zusammen als der trägt nachts Kinder durch die Wohnung. Ich glaube, das ist ein Spieler, extrem auf seine Fitness angewiesen ist. Und schon in gewisser Weise, weiß nicht, wie er es macht, aber er hat auf jeden Fall Stürmerqualitäten und ja auch im Zentrum. Vielleicht kann man ihm mal ein bisschen Vertrauen geben und dann kann er es wuppen. Aber klar, es gibt natürlich auch ein paar vertragslose Stürmer auf dem Markt. Für so etwas bist du ja dann immer zu haben, oder?

Uwe Bödeker: Ja, wenn sie mal.

Christian Löer: Ja, große Namen. Komm, wir sind der SFZ Köln. warum denn nicht?

Uwe Bödeker: Ich weiß nicht, ob es ein vertragsloser Spieler werden wird. Ich glaube nicht, dass sie jetzt in Hektik verfallen. Ich weiß auch nicht so genau, wie es finanziell noch beim 1. FC Köln aussieht. Ich glaube schon, dass sie noch im Winter reagieren können. Und dass sie jetzt reagieren, glaube ich eher nicht. Aber was meinst du?

Christian Löer: Ja, nee, ich kann mir das auch nicht vorstellen. Es war schon so viel Bewegung im Kader. sind viele Zugänge, sind erst spät gekommen. Wir hatten eine kleine Debatte am Geisburgheim über das Thema Baustelle. Ich hatte mal das Wort Baustelle im Zusammenhang mit dem Kader benutzt nach dem Pokalspiel. Eher als Handreichung an den Trainer, denn ich war ja nicht der Einzige, der nach dem Würzburgspiel fand, dass das ein ziemlich Mauerauftritt war. Aber da waren ja auch wirklich viele Spieler erst ganz kurzfristig kommen und darum finde ich, durfte man das schon sagen, zumal klar ist in Köln das Thema Baustelle immer ein bisschen schwierig besetzt, weil das ja auch gerne mal schief geht, wobei das rein in der Gestaltung ist damals pünktlich fertig geworden, erinnere ich mich. Aber ich habe dann eigentlich es eher so gedreht für mich und auch wirklich nicht anders empfunden. Mein Beispiel war, wenn ich in mein Traumhaus für die Familie baue und fahre dann am Sonntag mal mit Sack und Pack dorthin zur Baustelle und stelle mich davor, dann ist für mich eine Baustelle nicht per se was Negatives, sondern ich stehe dann da und träume, wie es mal wird, wenn es fertig ist. Ich weiß nicht, wenn ich jetzt jedem Architekten und Bauarbeiter sagte, Baustellen seien per se was Schlechtes, weiß ich nicht, ob mir jemand zustimmen würde. Auf jeden Fall war man damals ein bisschen ungehalten beim FC, dass ich gewagt hatte, den Kader als Baustelle zu bezeichnen. Und ich glaube, da sind immer noch ein paar Baustellen in der Mannschaftswertung. Und wenn man da jetzt irgendwie spontan jemanden dazu holt, der keine Vorbereitung gemacht hat und irgendwie einen Namen vielleicht hat, aber irgendwie gar keinen Bezug zu dieser Mannschaft, ich glaube nicht, dass man dann es schafft. sowas wie Geschlossenheit und Spielidee zu etablieren kurzfristig. Darum, ich würde mich zum Beispiel sehr freuen, wenn Malek Almalaf fit wäre und jetzt mit Zayi zusammen ein wahnsinns

Uwe Bödeker: Hmm.

Christian Löer: Offensivduo bilden könnte. Aber das ist ja wahrscheinlich noch so bisschen in den Sternen, fürchte ich.

Uwe Bödeker: Ja, ich glaube auch, wenn er jetzt neuer kommt, Zweifelfall kriegt er auch keine Bälle im Zentrum.

Christian Löer: Ja.

Uwe Bödeker: Deswegen, Malek hatte jetzt eine leichte Fußverletzung. Der war unter der Woche auch wieder im Training, kämpft sich da auch wieder ran, war schon wieder auf dem Platz mit Ball. Also ich glaube auch nicht, dass das die größte Wunde vom FC ist. gesagt, Bülter, der hat was, der kann auch mal ab und zu das Tor treffen. vielleicht in Zukunft dann häufiger. Dann hast du einen Ronditsch, der auch mal einen rein machen kann. Ja

Christian Löer: Vom Ronditsch, da lässt er nicht ab, oder?

Uwe Bödeker: und man muss einfach auch auf Mikey Moore und Said Al-Malah setzen. Ich glaube auch, dass die beiden noch ein paar Tore beisteuern werden. Das ist einfach so. Also da wird was kommen. Der Mikey Moore war ja schon oft in guten Abschlusssituationen. Und da, glaube ich, wird das ein oder andere Mal im Wege geübelt werden können. Wie gesagt, viel mehr sehe ich die Bund. Defensive, da muss man irgendwie eine Stabilität reinbekommen und dann auch das Mittelfeld die Jungs in Szene setzen.

Christian Löer: Ja, ich glaube, das ist genug Hoffnung, uns alle in diese neue Woche zu entlassen. geht weiter vor dem Derby. Haben wir noch eine Sonderfolge, würde ich es fast nennen, mit Alex Vogt, Kölner Aufstiegsheld von 2000, der ja auch dann später es gewagt hat. für Borussia Mönchengladbach zu spielen. Der kann sehr viel zum Derby erzählen. Freuen wir uns sehr drauf. Er erscheint nächste Woche, also diese Woche natürlich noch vor dem Spiel. Und dann gucken wir mal, was das Wochenende so bringt. Und ich sage, lieber Uwe, einen schönen Tag. Wir sehen uns.

Uwe Bödeker: Christian, vielen Dank und liebe Grüße.

Christian Löer: Bis dahin, tschüss!

Uwe Bödeker: Tschüüüü

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