
WR190 - 5.000 Meter unter dem Meer - die geheimste Operation des kalten Krieges
Freitag, 10. Oktober 2025 · 57 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Niemand weiß, warum genau das mit Nuklearraketen bewaffnete U-Boot K129 der sowjetischen Maschine am 8. März 1968 gesunken ist. Nach der Verlust des Schiffs sucht die sowjetische Marine verzweifelt nach dem Wrack, aber sie wissen nicht, dass die Amerikaner das Wrack schon lokalisiert haben. Und damit wird Projekt Azorian geboren, die vielleicht geheimste und auch verrückteste Operation der CIA des kalten Krieges...
---
Wenn ihr uns unterstützen wollt, findet ihr hier alle notwendigen Infos:
wissensreisende.de/premiumkanal
---
#Projekt Azorian #CIA #U-Boot K-129 #Zeitgeschichte #Nordamerika
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Ok, noch mal kurz die Checkliste durchgehen, Schwimmwesten Check, rettungsinsel ist da, hochseerettungsanzüge auch an Bord. Mo, Mo, Mo, Moment mal Jan, Was wird das? Das sieht man ja wohl. Ich kümmere mich um unsere Sicherheit, lass mich die Frage anders formulieren. Vertraust du etwa unserem neuen Raumzeitschiff nicht? Also Chris, manchmal glaube ich, du hast deine eigene Geschichte über Murphys Gesetz schon wieder vergessen, was schief gehen kann, das wird auch irgendwann schief gehen. Aber okay ich vertraue mal darauf, dass heute noch mal alles gut läuft. 8.
März 1968 Pazifik, 2800 Kilometer nordwestlich von Hawaii so angekommen, ich sag mal Vorhang auf, Manege frei. Super. Ich sehe jetzt echt nicht viel. Eigentlich Wasser überall. Wasser willkommen im Nordpazifik. Wir schweben im Moment noch ein paar Meter über der Wasseroberfläche und genau exakt hier wollte ich auch hin. Boah, dieses Mistwetter.
Die Wellen sind meterhoch und dieser Sturm, was zur Hölle machen wir hier? Draußen? Ja, das wirst du schon sehen. Ein kleines bisschen Geduld noch. Wir tauchen jetzt erstmal ab. Wir tauchen. Was hast du jetzt vor? Warte, warte, wir gehen jetzt erst mal langsam tiefer. Moment. Hörst du das? Das klingt. Wie Motoren ganz genau, komm mal näher ans Fenster, das sind schiffsschrauben, wir sind bei einem Schiff, man ich kann hier unten echt nichts sehen, sind wir denn so tief unten? Nee nee, das sind nur knapp 50 Meter unter der Oberfläche. Aber guck mal, da vorne siehst du den Schatten und warte noch kurz, gleich wirst du auch definitiv hören, was da draußen ist.
Na, bei dem. Sound ist alles klar, das muss ein u Boot sein, genau, aber nicht einfach irgendein u Boot. Es ist die K 129 ein sowjetisches Diesel u Boot der Golf 2 Klasse jetzt mal nur so für mich zum Mitschreiben wäre nicht ein direkter Raumzeitsprung in das u Boot einfacher gewesen. Und hätten wir dann nicht wenigstens auch mal sehen können, wie das Ding von innen aussieht? An sich ja, aber Safety First da drin wird's in den nächsten Minuten sehr sehr ungemütlich werden. Glaub mir mal lieber hier draußen sind wir sicherer, sind das Alarmsignale was passiert denn da drin, da passiert etwas was keiner jemals mit Sicherheit erklären können wird, es ist der 8.
März 1968 und die 98 Mann da drin wissen nicht, dass gerade die letzten Momente ihres Lebens angebrochen sind. Moment mal, ist das ein Morse Signal? Ja, stimmt, das ist die letzte Nachricht, die K. 129 jemals senden wird. Oh Mann, jetzt weiß ich, warum du lieber draußen bleiben wolltest. Ganz genau. Das u Boot sinkt jetzt 5200 Meter auf den Grund des Pazifiks.
Alle 98 Mann an Bord verlieren ihr Leben für die irre Geschichte, die ich euch heute erzählen will, ist das aber erst der Anfang, heute geht es um Projekte, zorian, um Hunderte von Millionen von Dollar, technische Wunder, exzentrische Milliardäre und die Frage, wie man etwas stehlen kann, ohne dass irgendwer merkt, dass es gestohlen wurde und all das hat seinen Ursprung im Untergang dieses u Bootes.
Hallo und herzlich Willkommen bei Wissensreisende, dem Podcast über Geschichte, Menschen und Hintergründe. Seid willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wir sind wieder hier am Tisch im Podcaststudio in unserem neuen Raumzeitschiff und wir, das sind wie immer der Jan. Hallo ihr Lieben. Und ich selbst bin der Chris.
Ja, ihr habt schon so ein bisschen gehört. Es geht heute in tiefe tiefen und es ist vielleicht auch eine recht unschöne Story. Ich bin mal gespannt, wo es hingeht und ich würde sagen, ich übergebe einfach mal ohne weiteres Geplänkel den Staffelstab animieren. Das finde ich gut und wir kommen auch direkt mal wieder zurück zu dem u Boot, dessen Untergang wir gerade miterlebt haben.
Die K 129 war kein gewöhnliches U Boot, sie gehörte zur Golf 2 Klasse der sowjetischen Marine. Einer Serie von Diesel getriebenen U. Booten, die speziell für strategische Aufgaben entwickelt wurden. Knapp 100 Meter lang, 8 Meter breit und mit einer Besatzung von 98 Mann. Aber das wirklich besondere an der K 129 war nicht ihre Dimensionen, sondern ihre Bewaffnung. 3 ballistische Raketen mit Nuklearsprengköpfen und als wäre das nicht genug, das u Boot führte auch noch atomare Torpedos mit sich. Die K 129 war ein schwimmendes Atomwaffenarsenal und Teil der sowjetischen Atomstreitmacht im Pazifik. Am 25 Februar 1968 verließ die K 129 ihren Heimathafen auf der Halbinsel Kamtschatka zu einer
Routinepatrouille der Auftrag war klar Position beziehen im Nordpazifik und dort wochenlang unsichtbar bleiben, eine ganz normale Mission für ein strategisches U Boot während des Kalten Krieges. Die Besatzung wusste was sie erwartete. Wochenlang eingepfercht in diesem stählernen Sarg, unter Wasser und ohne Tageslicht.
Die Luft wird stickig, der Platz ist knapp und die Nerven liegen blank. Aber sie waren Profis, erfahrene Seeleute der sowjetischen Pazifikflotte. Aber dann passierte etwas etwas, das bis heute niemand mit Sicherheit erklären kann, denn am 8. März 1968 hörte die sowjetische Marine das letzte Signal der k 129, danach nichts, absolute Funkstille, die.
Das u Boot war einfach verschwunden. In Moskau läuteten sofort die Alarmglocken, ein strategisches U Boot mit 3 nuklearraket und 98 Mann Besatzung war spurlos verschwunden, aber wo? Der Pazifik ist halt riesig und u Boote sind dafür gebaut unsichtbar zu sein. Die sowjetische Marine startete daraufhin eine der größten Suchaktionen ihrer Geschichte, Schiffe, Flugzeuge und auch andere u Boote. Alles wurde mobilisiert, um die K 129 zu finden. Sie durchkämmten riesige Gebiete des Nordpazifiks, sie Funkten auf allen Frequenzen, hofften auf irgendein Lebenszeichen, ein Notsignal, halt, irgendetwas aber die k 129 blieb verschwunden, als hätte es sie nie gegeben, und natürlich wussten sie nicht, was war
passiert. Hat es eine Explosion gegeben? Waren die Diesel Batterien beim Aufladevorgang explodiert. Ein relativ bekanntes Risiko bei u Booten dieser Klasse oder war eine der Nuklearraketen vielleicht detoniert? Hatte es einen Unfall beim Schnorcheln gegeben, bei dem Wasser in die empfindliche Elektronik eingedrungen war?
Die Sowjets fanden keine Antworten, nur Spekulationen, aber was die sowjetische Marine nicht wusste, jemand anderes hatte sehr genau zugehört als die K 129 verschwand. Und dieser jemand hatte Möglichkeiten, von denen die Russen nicht einmal träumen konnten. Denn während die sowjetischen Schiffe erfolglos den Pazifik absuchten, saß in einem unscheinbaren Bürogebäude in Amerika ein Mann vor einem Stapel geheimer Dokumente und dachte sich, was wäre, wenn wir das u Boot finden könnten und was wäre, wenn wir es einfach mitnehmen würden.
Zwar eine völlig verrückte Idee, aber manchmal sind die verrücktesten Ideen ja auch die besten. Springen wir einfach jetzt mal kurz ein paar Jahre nach vorne, und zwar ins Jahr 1970, denn in diesem Jahr taucht in verschiedenen Zeitungen eine ganz merkwürdige Geschichte auf. Howard Use, einer der reichsten und exzentrischsten Männer Amerikas, will plötzlich in ein völlig neues Geschäft einsteigen, und zwar den Tiefseebergbau.
Wer war dieser Howard Use? Nun ja, der Mann ist eine Geschichte für sich und wir müssen über diesen Typen wirklich mal eine ganz eigene Folge machen. Oh ja, oder auch 2 oder 3. Oder auch 2 oder 3. Aber das Wichtigste einfach mal in Kürze. Hus war Milliardär, Flugzeugbauer, Filmemacher, Unternehmer und nebenbei noch einer der schrulligsten Menschen, die möglicherweise je gelebt haben.
Er lebte jahrelang völlig zurückgezogen und sprach mit niemandem, hatte panische Angst vor Bakterien und war gleichzeitig ein technisches Genie. Kurz gesagt, Das war ein Mann, bei dem niemand überrascht war, wenn er plötzlich irgendeine wirklich kranke Idee hatte und sagte, Ich mache jetzt was und seine neueste Idee hieß Manganknollen. Manganknollen, das sind kleine kartoffelgroße Gesteinsbrocken, die auf dem Meeresgrund liegen, voller wertvoller Metalle wie Mangan, Nickel, Kupfer und Kobalt. Das Problem dabei, sie liegen in 5 bis 6 Kilometer Tiefe auf dem Grund der Ozeane und bisher.
Hatte noch niemand ernsthaft daran gedacht, sie zu bergen? Zu tief, zu schwierig, einfach zu teuer. Aber Howard Hughes dachte halt anders. Seine Firma Hughes Tool Company und die Reederei Global Marine Development verkündeten 1970 wir bauen das größte und modernste Bergbauschiff der Welt, wir werden diese Manganknollen vom Meeresgrund holen, und wir werden damit Millionen verdienen. Das Schiff sollte Hughes Global Explorer heißen. Die Pläne klangen wie Science Fiction 190 Meter lang, ein gigantischer Kran, in der Mitte, modernste Technik, überall ein Schiff, das gebaut wurde, um Bergbau weit unter der Oberfläche des Meeres zu betreiben. Das Schiff sollte in mehreren Bereichen alle Rekorde brechen. Die Glomer Explorer wäre das
erste Schiff der Welt mit einem vollständig geschlossenen Moon Pool, einem riesigen Loch im Schiffsboden, durch das Bergbaugeräte ins Meer gelassen werden konnten, ohne dass das Schiff selbst dabei Wasser aufnahm. Praktisch absolut. Das Positionierungssystem war so präzise, dass das Schiff auf wenige Meter genau über einem Punkt auf dem Meeresgrund gehalten werden konnte, bei Seegang und Wind. Und das ohne GPS.
Exakt. Wir sind nämlich gerade 1970 wir sprechen von analoger Technik. Das. Der zentrale Kran war mit Abstand der stärkste, der jemals auf einem Schiff installiert werden sollte. Er sollte problemlos mehrere 1000 Tonnen heben können, alles technische Wunderwerke, die es so noch nie gegeben hatte und diese Nachricht, die schlug ein wie eine Bombe.
Tiefseebergbau war plötzlich das Thema der Stunde, Fernsehsender berichteten darüber, Zeitungen schrieben Artikel über die Schätze der Tiefsee. Wissenschaftler diskutierten über die Zukunft des Bergbaus. Howard Use wurde gefeiert als Visionär, als Mann, der die Meere für die Menschheit erschließen würde. Aber einige wenige fragten sich, warum die meisten Leute dachten sich nichts, weil Howard Use war halt einfach ein durchgeknallter Typ, ja, der war auch reich genug für solche komischen Experimente und er?
Irgendwie klang das Thema Tiefseebergbau natürlich auch schon cool, so wie Science Fiction Geschäft der Zukunft. So richtig, das ist ein bisschen wie auf dem Mond zu fliegen, um Sachen abzubauen. Exakt, was sie nicht wussten in einem streng geheimen Büro der CIA saßen Männer, die über diese ganzen Geschichten extrem gelacht haben, denn die Hughes Glower Explorer sollte nicht für Mangantknollen gebaut werden, sondern sie sollte für etwas ganz anderes konstruiert werden, und zwar für etwas. Das knapp über 5 Kilometer tief auf dem Grund des Pazifiks lag und was die CIA fürchterlich gerne haben wollte. Das Schiff, das angeblich die Zukunft des Bergbaus einläuten sollte, war in Wirklichkeit die
aufwändigste und teuerste Lüge in der Geschichte der Spionage, eine Lüge, die 6 Jahre Entwicklungszeit kostete, mehrere $100000000 verschlang und am Ende zeigen sollte, zu welchen technischen Wundern menschenfähig sind, wenn sie wirklich etwas wollen. Also kommen wir lieber mal dazu, was wirklich hinter der Ankündigung von Howard Use und Global Marine steckte und was das alles mit dem gesunkenen U Boot zu tun hatte. Und dazu geht es jetzt noch mal ins Jahr 1968 zurück, nur wenige Wochen nachdem die k 129 verschwunden ist. Während die sowjetische Marine noch verzweifelt den Pazifik absuchte, war ihnen der Feind aus den USA einen Schritt voraus, denn die Amerikaner hatten zugehört und das meine ich auch ganz wortwörtlich.
Die USA hatten nämlich ein Geheimnis, ein Unterwasser Horch System namens Sosus Sound The Valance System, ein Netzwerk aus Unterwassermikrofonen, das sich über den gesamten Nordatlantik und große Teile des Pazifiks erstreckte. Ursprünglich war es gebaut worden, um sowjetische u Boote zu verfolgen, aber sosus konnte noch mehr, es konnte auch Explosionen unter Wasser aufzeichnen und am 8.
März 1968 hatte Sosus etwas sehr interessantes aufgezeichnet die. Ein lautes, ungewöhnliches Geräusch aus dem Nordpazifik, eine Explosion in etwa 2800 Kilometer Entfernung von Hawaii, und die Amerikaner wussten sofort, das war kein natürliches Geräusch des Meeres. Hier ist irgendetwas Besonderes passiert, und das war dann der entscheidende Unterschied, während die Sowjets blind suchten, wussten die Amerikaner ziemlich genau, wo sie suchen mussten.
Sie schickten Spezialschiffe mit modernster Solartechnik in das Gebiet. Und tatsächlich, nach monatelanger Suche fanden sie das Wrack der K 129. Ihr müsst euch das so vorstellen, ihr habt ganz viele von diesen Horch Sensoren und wenn diverse Horch Sensoren ein solches Geräusch aufzeichnen, dann kannst du über die Positionen der Horch Sensoren auch dann ausrechnen, wo das Geräusch hergekommen sein muss, einigermaßen gut und so konnten sie halt ihren Suchradius sehr sehr stark einschränken.
Und hatten halt viel, viel weniger Probleme das u Boot zu finden als die Sowjets. Aber was sollten Sie jetzt damit anfangen? Meine ist ja super zu wissen wo ein u Boot über 5 Kilometer unter der Wasseroberfläche liegt, aber so wirklich bringt einem das ja nichts, wenn man von der Genugtuung absieht, dass man etwas weiß, was die Russen nicht wissen und darum saßen in der CIA die Strategen zusammen und überlegten, was war in diesem u Boot.
Klar war, die 329 war ein strategisches U Boot gewesen und es musste vollgepackt sein mit Geheimnissen. Da waren die 3 Nuklearraketen, die atomaren Torpedos, beides Nukleartechnologie, die die Amerikaner noch nie aus der Nähe gesehen hatten, aber noch wichtiger an Bord gab es Codebücher der sowjetischen Marine, Verschlüsselungssysteme und Kommunikationstechnik, kurz gesagt aus Sicht der CIA.
War dieses u Boot ein absoluter Schatz an militärischen Geheimnissen? Die Frage ist dann nur, wie kommt man an den Schatz ran? Ganz genau das. Und dann kam da dieser Mitarbeiter, sein Name war John Perangowski, und der sagte in einem Meeting etwas, was alle anderen wahrscheinlich erst für einen ganz, ganz schlechten Scherz gehalten haben. Warum heben wir das u Boot nicht einfach hoch, also das ganze u Boot 2000 Tonnen Stahl aus über 5000 Metern Tiefe das. Die meisten haben ihn vermutlich erst mal einfach ausgelacht, aber parangoski ließ nicht locker. Er rechnete Ihnen vor, ja, es wäre teuer, ja, es wäre technisch schwierig, aber es wäre nicht unmöglich, man bräuchte nur das richtige
Schiff, die richtige Technik und vor allem die richtige Tarnung, denn das ist natürlich schon fast das größere Problem. Wie hebt man ein sowjetisches U. Boot, ohne dass die Sowjets das merken? Der Nordpazifik ist zwar groß, aber auch kein komplett abgeschiedener Ort. Sowjetische Schiffe fahren da regelmäßig rum und Spionagesatelliten beobachten jeden ungewöhnlichen Vorgang.
Aber dann hatte Perangowski gleich die nächste Eingebung, was, wenn man gar nicht verheimlichen würde, dass man etwas vom Meeresgrund holt, was, wenn man ganz offen ein riesiges Bergbauschiff bauen würde, aber behaupten würde, dass man damit etwas völlig anderes macht, nämlich eben der Tiefseebergbau.
Manganknollen ein vollkommen legitimes Geschäft und das wurde auch schon seit Jahren diskutiert und es ist klar, wer der perfekte Geschäftsmann für so ein Projekt wäre. Howard Use natürlich der exzentrische Milliardär, der schon immer verrückte Ideen hatte, bei dem sich niemand wundern würde, wenn er plötzlich Millionen für ein experimentelles Bergbauschiff ausgeben würde und zeitgleich auch noch ein Mann, der. Der bereits in diverse geheime Regierungssachen verstrickt war, mit seinen Firmen und Halt für die Regierung gearbeitet hat. Das heißt, das war schon jemand, wo sie gedacht haben, der hängt sowieso schon mit uns zusammen in allem drin, da macht der eine Punkt mehr auch kein Problem.
Ja, und auch gleichzeitig so ein bisschen die erstaunliche Tatsache, dass so Milliardäre in den USA schon ganz schön lange sehr, sehr eng mit ihrer Regierung verbunden sind. Ja, ganz genau. Und damit war Projekt Azorean geboren, der Plan. Man würde Hughes Vorschicken, der würde ein Bergbauschiff bauen lassen und unter dem Deckmantel des Manganknollenabbaus würde die CIA das wertvollste sowjetische u Boot der Geschichte stehlen.
Warum das Wertvollste, weil sie eine Chance hatten ranzukommen, wirklich ein völlig durchgeknallter Plan, aber je länger die CIA Leute darüber nachdachten, desto brillierter erschien er ihnen jetzt mussten sie nur noch ein Schiff bauen, das technisch auch wirklich dazu in der Lage war, das Unmögliche zu schaffen und. Und damit springen wir wieder vorwärts ins Jahr 1970, denn Howard Use hat ja nun schon verkündet, wir werden das Schiff bauen. 1970 beginnt in einer Werft in Philadelphia auch die Planung für dieses wahnsinnige Schiffsbauprojekt. Offiziell wird hier das modernste Bergbauschiff der Welt gebaut, inoffiziell entsteht hier wohl die Ausgefeilteste Diebesmaschine, die jemals konstruiert wurde. Stellt euch vor, ihr steht vor
diesem Schiff. 190 Meter lang, 35 Meter breit, aber das wirklich beeindruckende war nicht die Länge, sondern das, was in der Mitte des Schiffs thronte, und das war der gigantische Kran, der 73 Meter in den Himmel ragte. Aber dieser Kran war mehr, als er zu sein schien, während normale Schiffskräne ja vielleicht ein paar 100 Tonnen heben können, war dieser Gigant dafür ausgelegt, bis zu 15000 Tonnen zu bewältigen. Das Herzstück der Global Explorer war etwas, was die meisten Menschen damals noch nie gesehen hatten, nämlich der Moon Pool.
Ihr müsst euch das so vorstellen, ihr schneidet ein riesiges Loch in den Boden eines Schiffs, 60 Meter lang, 20 Meter Breite, in diesem Fall also in etwa die Größe eines halben Fußballfeldes. Normalerweise würde ein Schiff mit so einem Loch natürlich sofort sinken, aber die Ingenieure der Global Explorer hatten einen Trick, der Moon Pool war nämlich nicht einfach nur ein offenes Loch.
Er war ein komplexes System aus beweglichen Toren und Druckkammern. Diese Tore konnten hydraulisch geöffnet und geschlossen werden, wenn sie geschlossen waren, dann war das Schiff komplett wie jedes normale Schiff wasserdicht, wenn sie geöffnet wurden, entstand eine direkte Verbindung zwischen dem Schiffsinneren und dem Meeresboden, das Schiff sank aber nicht, weil dadurch das.
Im Endeffekt das Loch im Innern des Schiffes. Dadurch, dass das dann komplett dicht ist, kann das Wasser halt nicht weiter aufsteigen und du hast halt wirklich diesen Pool unten in deinem Schiff, obwohl das sogar unter der Wasseroberfläche ist. Das geniale daran war, Bergungsoperationen konnten so komplett im Verborgenen stattfinden, das u Boot würde nicht neben dem Schiff aus dem Wasser gehoben, es würde direkt von unten in das Schiff hineingezogen und von außen würde niemals jemand sehen was da eigentlich geborgen wurde. Aber jetzt kommt natürlich die nächste Frage. Wie greift man ein u Boot in 5 Kilometern tiefe und die Antwort darauf war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst, das von der Crew liebevoll Clementine
genannt wurde, und zwar nach dem alten Goldgräberlied Oh My Darling Clementine. Andere nannten es einfach nur die Kralle und. Und das könnt ihr euch jetzt wirklich wie eine viel größere und viel komplexere Form der Automaten vorstellen, die es auf der Kirmes gibt, wo man eine Kralle positionieren muss, die sich dann senkt und zugreift.
Und wenn man genau an der richtigen Stelle ist, dann holt die Kralle eben einen Preis aus dem Automaten. Diese Kralle war ein 180 Tonnen schweres Monster aus Stahl, so groß wie ein dreistöckiges Haus, stellt euch einen gigantischen mechanischen Käfig vor, der sich um das u Boot schließen sollte, fast so wie eine Hand um einen Stift.
Die Kralle hatte 8 massive Greifarme, jeder einzelne so schwer wie ein Lkw. Und diese Arme waren mit hydraulischen Zylindern ausgestattet, die sie mit enormer Kraft bewegen konnten. Aber das wirklich clevere war die Konstruktion dieser Kralle oder dieser Finger der Kralle, sie war nämlich flexibel genug konstruiert, um sich der Form des u Bootes anzupassen, aber gleichzeitig stark genug, um 2000 Tonnen Stahl zu halten. Wie sollte das dann wirklich konkret funktionieren? Der Plan an sich war auch schon faszinierend, die Kralle würde nämlich an einem speziellen Rohrsystem befestigt, das aus über 300 einzelnen Rohr Segmenten bestand, jedes Segment war 18 Meter lang und wog mehrere Tonnen, diese Rohre würden wie eine gigantische
flexible Kette funktionieren, stark genug um das u Boot zu tragen, aber flexibel genug und. Um sich den Bewegungen des Schiffs anzupassen. Denn komplett unbeweglich schafft man es nun auch nicht, auch heute nicht mit modernster Technik auf der Oberfläche des Meeres zu stehen. Dieses Rohrsystem alleine war wieder ein technisches Wunder für sich, es musste nicht nur das Gewicht des U Boots tragen, sondern auch dem Wasserdruck in dieser Tiefe standhalten, da unten herrscht ein Druck von über 500 Bar, das ist halt 500 Mal höher als der normale Luftdruck.
Jeder Quadratzentimeter der Rohre musste einem Druck standhalten, als würde ein Kleinwagen da drauf stehen und wirklich jeder Quadratzentimeter. Aber damit immer noch nicht genug, das ganze System musste auch noch präzise steuerbar sein, weil stellt euch vor, ihr versucht mit einem 5200 Meter langen Seil einen Gegenstand vom Meeresboden zu heben, während euer Schiff von Wellen hin und her geschaukelt wird. Die Lösung war ein revolutionäres Positionssystem. Die gloma Explorer hatte nämlich 12 Thrusters. Das sind im Prinzip große Schiffspropeller, die in alle Richtungen gedreht werden können, und diese Thruster konnten das Schiff so präzise halten, dass es trotz Seegang und Wind nur wenige Meter von
seiner Position abwich. Das war absolute Spitzentechnologie, und das gab es damals einfach nicht, aber selbst das war immer noch nicht genug, die Kralle musste nicht nur das u Boot greifen, sie musste es auch so greifen, dass es nicht auseinander bricht. Die K 129 lag schon zu Beginn des Baus der Glow My Explorer seit 2 Jahren auf dem Meeresboden. Salzwasser und Druck hatten dem Stall zugesetzt und natürlich wurde das u Boot immer fragiler, genauso wie ein altes Auto, das langsam rostet.
Die Ingenieure entwickelten deshalb ein ganz spezielles Greifsystem die Kralle würde das u Boot nämlich nicht einfach nur packen und hochziehen. Sie würde sich vorsichtig um das Wrack schließen wie ein Käfig und das gesamte u Boot mitsamt dem umgebenden Sediment heben. So würde das Gewicht gleichmäßig verteilt und die Chancen, dass das u Boot auseinanderbricht, würden minimiert, aber alles muss ja geheim bleiben, das Schiff muss perfekt getarnt sein, es musste aussehen wie ein echtes Bergbauschiff, funktionieren wie ein echtes Bergbauschiff und im Zweifelsfall auch echte Bergbautätigkeiten durchführen können.
Also wurden echte Bergbaumaschinen an Bord installiert, riesige Brecher, die Gestein zerkleinern konnten, Förderbänder, die Erz transportieren sollten, Laboratorien zur Analyse von Mineralien. Die Gloma Explorer war nicht nur eine perfekte Spionagemaschine, sie war ein voll funktionsfähiges Bergbauschiff, und auch die Crew wurde natürlich sehr sorgfältig ausgewählt, viele der Männer an Bord wussten gar nicht, was sie wirklich taten, für sie war klar, sie würden für Howard Hughes Manganknollen vom Meeresboden holen und.
Und nur eine sehr kleine Gruppe von Eingeweihten kannte die wahre Mission. Diese Geheimhaltung war wirklich absolut entscheidend, denn das Projekt kostete Unsummen $800000000 zum Vergleich die Landung von Apollo 11 auf dem Mond als Teil des Apollo Projektes wird mit 355000000 US Dollar angegeben, die CIA hat also den Preis von 2 Apollo 11 Missionen ausgegeben, um unbemerkt u Boot zu klauen.
Entwicklung und Bau der Glomer Explorer dauerten Jahre. Jahre, in denen Hunderte von Ingenieuren, Schweißern, Elektrikern und Technikern an diesem Monster arbeiteten, Jahre, in denen jeden Tag irgendjemand hätte plaudern können, Jahre, in denen ein einziges Gerücht das ganze Projekt hätte zu platzen bringen können, aber die Tarnung funktioniert, und selbstverständlich interessierten sich sowjetische Spione für das Projekt.
Aber nur, weil sie dachten, die Amerikaner hätten einen technologischen Vorsprung beim Abbau von Bodenschätzen entwickelt. Als die Global Explorer 1973 endlich fertig war, war sie ein schwimmendes Meisterwerk. Jeder Zentimeter war durchdacht, jedes System war redundant ausgelegt, jedes Detail war perfektioniert, sie war das fortschrittlichste Schiff ihrer Zeit, aber würde sie funktionieren? Würde es wirklich möglich sein, ein 2000 Tonnen schweres U Boot aus über 5 Kilometern Tiefe zu heben, ohne dass die Sowjets das merken?
Nun ja, probieren geht ja bekanntermaßen über studieren und man hat jetzt schon verdammt viel Geld in dieser Operation gesteckt, jetzt muss es auch gemacht werden, im Juni 1974, dann verlässt die Hugh Glover Explorer den Hafen von Long Beach in Kalifornien. An Bord sind 178 Männer, die meisten von ihnen überzeugt davon, dass sie in den kommenden Wochen Geschichte schreiben werden, und zwar als die ersten Menschen, die erfolgreich Tiefseebergbau betreiben.
Nur 40 von Ihnen wissen wirklich, was vor sich geht, die Fahrt zum Zielgebiet dauert ungefähr 2 Wochen. 2 Wochen, in denen die Mannschaft Zeit hat, sich mit dem Schiff vertraut zu machen, die Ausrüstung zu testen und für die Eingeweihten noch einmal jeden Schritt der bevorstehenden Operation durchzugehen. Ungewöhnlich für viele Crew Mitglieder ist, dass es einige doch sehr geschlossene Bereiche auf dem Schiff gibt, Bereiche, zu denen nur wenige Zugang haben, zum Beispiel der Kontrollraum für die Kralle, versteckt tief im Schiff oder die geheimen Kommunikationsanlagen, über die direkt mit der CIA in Lengy kommuniziert wird. Am 4.
Juli 1974, also ausgerechnet am amerikanischen Unabhängigkeitstag, erreicht die Global Explorer Ziel einen Punkt im Pazifik, der auf keiner Karte besonders markiert ist. 40 grad 17 minuten nord, 179 grad 57 minuten ost für jeden, der nachschaut, irgendeinen Punkt im Meer für die CIA im Jahr 74 der wertvollste Ort der Welt aber die Amerikaner sind nicht allein. Schon während der Fahrt ins Zielgebiet haben sowjetische Aufklärungsschiffe die Gloma Explorer begleitet. Das ist auch erstmal nichts Ungewöhnliches, im Kalten Krieg beobachten sich die Supermächte gegenseitig bei allem, was sie tun, aber für die CIA Leute an Bord ist jeder sowjetische Beobachter eine potenzielle Katastrophe, das sowjetische Schiff, das die Gloma Explorer
am intensivsten beobachtet, ist die Kasma. Die Kasma fährt immer wieder ganz nah an die Gloma Explorer ran, macht Fotos, beobachtet durch Ferngläser jede Bewegung an Deck und für die Crew der Gloma Explorer beginnt ein nervenaufreibendes Schauspiel, oder besser gesagt für die Uneingeweihten. Die eigentliche geplante Arbeit.
Sie müssen so tun, als würden Sie nach Manganknollen suchen, sie lassen Proben, Entnahmegeräte ins Wasser, sie analysieren sie die mentproben, sie führen alle Aktivitäten durch, die ein echtes Bergbauschiff durchführen würde. Das geht tagelang so. Die soll jetzt beobachten. Die Amerikaner tun so, als würden sie Bergbau betreiben.
Es ist irgendwie so ein bisschen wie ein ganz komischer Tanz auf hoher See, beide Seiten wissen, dass da irgendwas nicht stimmt, wissen die Russen, was geplant ist oder was wollen die Russen eigentlich wissen, glauben sie irgendwie, dass es hier nur um Geheimnisse zum Bodenschatzabbau geht, aber nach einer Woche passiert etwas für die Amerikaner äußerst Unerwartetes, die Kasmar dreht ab, das. Einfach so.
Sie verlässt das Gebiet und verschwindet am Horizont und damit ist die Gloma Explorer endlich alleine. Warum die Kasma weggefahren ist, das ist bis heute nicht ganz klar, möglicherweise dachten die Sowjets, sie hätten genug gesehen und waren überzeugt, dass die gloma Explorer tatsächlich bloß ein harmloses Schiff war, möglicherweise wurden sie zu anderen, wichtigeren Aufgaben abkommandiert, oder es war auch irgendwie vielleicht einfach nur ein komischer Zufall. Für die CIA auf jeden Fall ein Geschenk des Himmels. Endlich Ruhe, jetzt können wir arbeiten. Die Vorbereitungen für die eigentliche Bergung dauerten weitere Tage, das Positionierungssystem musste kalibriert werden, das Schiff
musste mit einer Genauigkeit von wenigen Metern über dem Wrack gehalten werden, die Kralle musste zusammengebaut und getestet werden und das gesamte Rohrsystem musste vorbereitet werden und dann am 17 Juli 1974 beginnt ein wirklich. Krasser Versuch in der Geschichte der Technik die ersten Rohr Segmente werden ins Wasser gelassen.
Segment für Segment Jedes 18 Meter lang, jedes mehrere Tonnen schwer. Es ist so ein bisschen wie der Bau eines umgekehrten Wolkenkratzers, nur dass dieser Wolkenkratzer halt nicht in den Himmel, sondern in die Tiefe des Ozeans wächst. Es ist harte und gefährliche Arbeit und jedes Rohr Segment muss perfekt montiert werden, ein Fehler und das komplette System könnte versagen.
Nach 3 Tagen, so lange hat es gedauert, nur das runterlassen nach 3 Tagen ist die Kralle endlich am Meeresboden angekommen, in absoluter Dunkelheit und unter enormem Umgebungsdruck. Und jetzt beginnt die heikelste Phase der Operation, die Kralle muss das U nämlich finden und greifen. Problematisch dabei ist, die Männer im Kontrollraum sind eigentlich im Prinzip blind.
Sie haben keine Kameras am Meeresboden, keine direkte Sicht auf das, was passiert. Sie müssen sich komplett auf so Nahgeräte und andere Sensoren verlassen, um die Kralle zu navigieren und dieses u Boot zu finden, Stunde um Stunde tasten sie sich mit der Kralle vor, die Kralle bewegt sich zentimeterweise über den Meeresboden, sucht nach dem Wrack der K 129 die Sensoren zeigen metallische Objekte an, aber ist es das u Boot oder ist es nur ein Trümmer?
Ist das der richtige Winkel oder würde so vielleicht die Kralle abrutschen nach fast 20 Stunden vorsichtiger Navigation sind sich die Männer im Kontrollraum sicher, die Kralle ist sauber über dem Wrack positioniert, was sie nicht wissen, das u Boot liegt nicht mehr so da wie es 1968 auf dem Meeresboden aufgekommen ist. 6 Jahre Meeresströmung, 6 Jahre Sediment, Ablagerung, 6 Jahre Korrosion haben ihre Spuren hinterlassen. Und das u Boot ist teilweise im Schlamm versunken. Teile der Außenhülle sind Weggerostet, die Struktur ist einfach viel fragiler geworden.
Nun ja, die Kralle ist positioniert, also sorgen sie dafür, dass die Kralle sich langsam schließt. 8. Massive hydraulische Greifarme bewegen sich ganz langsam um das Boot herum, es ist ein Prozess, der wiederum Stunden dauert, jede Bewegung muss ganz behutsam ausgeführt werden, um das Wrack nicht zu beschädigen. Und endlich meldet dann irgendwann der Kontrollraum, die Kralle ist geschlossen, wir haben Kontakt und jetzt kommt der Moment der Wahrheit.
$800000000 Jahre Entwicklungszeit die Hoffnung der CIA und das Risiko einer internationalen Krise, alles hängt davon ab, ob die nächsten Minuten funktionieren, und dann beginnt der Hebeprozess. Zentimeter für Zentimeter wird das Rohrsystem nach oben gezogen. Der gewaltige Kran der Glowma Explorer arbeitet an seiner Belastungsgrenze. 15000 Tonnen Hubkraft sind theoretisch möglich, aber niemand weiß ganz exakt genau, wie schwer die k 129 plus die Kralle plus das umgebende Sediment plus das Rohrsystem in Summe wirklich sind.
Ganz langsam wird das u Boot nach oben gezogen und die Rohrsegmente, die auftauchen, wieder abgebaut, doch dann. Passiert das, was nicht passieren darf, ein Ruck geht durch das gesamte System. Die Sensoren zeigen plötzlich eine veränderte Last an. Im Kontrollraum gehen die Warnlampen an, das u Boot ist auseinander gebrochen, das ist der absolute Albtraum, vor dem sich alle gefürchtet haben.
Die K 129 6 Jahre lang von Salzwasser und Druck geschwächt, hat der Belastung nicht standgehalten, der hintere Teil des U Boots, etwa 2 Drittel des gesamten Rumpfs. Bricht ab und fällt zurück auf den Meeresboden. Die Kralle hält nur noch das vordere Drittel der k 129, etwa 38 Meter des ursprünglich fast 100 Meter langen U Boots für einen Moment überlegen die Operateure, ob sie die Bergung abbrechen sollen, das vordere Drittel zurück auf den Meeresboden fallen lassen und es mit dem hinteren Teil erneut versuchen sollen, aber dafür ist das Risiko zu groß, die Sowjets könnten jederzeit auch zurückkommen, andere Schiffe können auftauchen, die Wetterbedingungen könnten sich verschlechtern. Und so fällt die Entscheidung.
Sie werden das Bergen, was Sie haben. Der Rest der eigentlichen Bergung verläuft dann ohne größere Zwischenfälle und das vordere Drittel der k 129 wird langsam zur Oberfläche gezogen am 5. August 1974 taucht das vordere Drittel eines sowjetischen u Bootes im Moon Pool der Hughes Clomer Explorer wieder auf. 6 Jahre war es auf dem Grund des Pazifiks verschwunden und jetzt ist es zurück an der Oberfläche und.
Als Kriegsbeute des Kalten Krieges das vordere Drittel eines U Boots klingt zunächst nach einer Enttäuschung. Schließlich hatten sie gehofft, das komplette U Boot zu bergen, mit allen Geheimnissen an Bord, aber auch das vordere Drittel enthielt wertvolle Informationen, zunächst aber die menschliche Tragödie in dem geborgenen Teil fanden die Amerikaner die Leichen von 6 sowjetischen Seeleuten, 6 junge Männer, die 1968 ihr Leben verloren hatten, als die K 129 aus immer noch ungeklärten Gründen gesunken ist.
Das. Die CIA traf eine ungewöhnliche Entscheidung. Sie organisierte eine würdevolle Seebestattung für die sowjetischen Seeleute mit militärischen Ehren, mit der sowjetischen Flagge, mit einer kleinen Zeremonie auf der Glomare Explorer. Es war ein Moment der Menschlichkeit inmitten einer der kältesten Operationen des Kalten Krieges als Info für euch da draußen. Die CIA hat damals diese Zeremonie gefilmt und. Und heute ist das Ganze frei verfügbar. Also ihr könnt euch die diese Zeremonie für diese 6 russischen Seeleute bei Youtube anschauen und nach dem Untergang der Sowjetunion ist auch von den Amerikanern dieses Filmmaterial ganz offiziell an Boris Jelzin übergeben worden. Aber zurück zu den Geheimnissen
im vorderen Teil des U Boots fanden die CIA Experten sowjetische Torpedos und. Konventionelle Torpedos, aber mit sowjetischer Technologie, die die Amerikaner noch nie aus der Nähe untersuchen konnten. Sie fanden Teile des Navigationssystems, der Kommunikationsausrüstung und der Solaranlagen, vor allem aber fanden sie etwas, was für die CIA von unschätzbarem Wert schien, nämlich Hinweise auf die sowjetischen Kurz und Verschlüsselungsverfahren.
Die K 129 war ein strategisches U Boot gewesen, ihre Kommunikation mit der sowjetischen Flotte lief über Hochgeheime verschlüsselte Kanäle, die. Und auch wenn die wichtigsten Code Bücher wahrscheinlich im hinteren Teil des U Boots waren, fanden die Amerikaner genug Material, um Rückschlüsse auf die sowjetischen Verschlüsselungsmethoden zu ziehen.
Für die Kryptoanalytiker der NSA, also des amerikanischen Abhördienstes, war das wirklich pures Gold, jeder Hinweis auf die sowjetischen Codes konnte dabei helfen, andere abgefangene Nachrichten zu entschlüsseln, die. Jede technische Information über sowjetische Kommunikationssysteme war wertvoll für zukünftige Operationen, aber die wirklich großen Preise, die nuklearen Raketen, die wichtigsten Codebücher, die Kerngeheimnisse der sowjetischen U Boot Technologie, die lagen immer noch auf dem Meeresboden im hinteren Teil des Schiffs. 3 Wochen blieb die Glomer Explorer über der Bergungsstelle, die. 3 Wochen, in denen CIA Experten das geborgene Wrackstück untersuchten, fotografierten und analysierten.
Jedes Bauteil wurde katalogisiert, jedes Dokument wurde kopiert, jede technische Komponente wurde auseinander genommen und studiert, gleichzeitig spielte die Crew weiter Theater beziehungsweise die nicht Eingeweihten machten ihren Job, sie hatten immer noch nichts von der Wahl Mission sie hatten zwar mitbekommen, dass irgendwas Ungewöhnliches passierte. Noch mehr Bereiche des Schiffs waren plötzlich gesperrt. Seltsame Experten waren an Bord gekommen, und irgendwie schien die ganze Bergbauoperation anders zu verlaufen als geplant. Aber sie fragten auch nicht nach am 25 August 74 war die Untersuchung des Wracks vor Ort abgeschlossen, die Glomer Explorer verließ die Bergungsstelle und machte sich auf den Weg zurück nach
Kalifornien. Offiziell war die erste kommerzielle Tiefseebergbaumission der Geschichte ein mäßiger Erfolg gewesen. Man hatte einige Manganknollen geborgen und vor allen Dingen wertvolle Erfahrungen gesammelt, inoffiziell aber eine ganz andere Geschichte. Zum ersten und vermutlich auch letzten Mal in der Geschichte hatte ein Geheimdienst versucht, ein komplettes feindliches u Boot zu stehlen und obwohl nur ein Teil des U Boots geborgen werden konnte, wurde die Operation von der CIA als Erfolg gefeiert, aber all das wusste zu diesem Zeitpunkt halt noch niemand außerhalb der CIA.
Die Operation war so geheim, dass selbst der Präsident der USA, Gerald Ford, erst Monate später vollständig über die Details informiert wurde. Die Glomer Explorer fuhr zurück nach Kalifornien, als wäre nichts Besonderes passiert, die Crew wurde nach ihrer Rückkehr zur Geheimhaltung verpflichtet, die geborgenen Wrackteile verschwanden in irgendwelchen geheimen CIA lagern, die Bergbau Cover Geschichte wurde aber weiter aufrecht erhalten. Für die Welt sah es so aus, als hätte Howard Use ein interessantes, aber letztendlich nicht besonders profitables Experiment durchgeführt.
Die Glowma Explorer wurde als technisch beeindruckend, aber kommerziell nicht rentabel abgestempelt und verschwand auch recht schnell wieder aus den Schlagzeilen, was niemand ahnte, die Mission hatte den Kalten Krieg ein wenig verändert, die Amerikaner wussten jetzt Dinge über sowjetische U. Boote, die sie vorher nicht wussten, das.
Sie hatten zumindest einige wenige Einblicke in sowjetische Technologie und sowjetische Kurz gewonnen und vor allen Dingen die Sowjets hatten keine Ahnung, dass ihr u Boot nicht mehr vollständig auf dem Meeresboden lag. Aber aufgrund der Tatsache, dass wir jetzt hier zusammensitzen und ich euch allen diese Geschichte erzählen kann, muss man sich ja schon die Frage stellen, na ja, aber wie lange ist das Geheimnis denn geheim geblieben?
Und dazu springen wir wieder ein kleines Stückchen vorwärts, und zwar diesmal in den Februar des nächsten Jahres, nämlich des Jahres 1975 die Global Explorer liegt still in einem kalifornischen Hafen und die CIA Leute denken wahrscheinlich, sie hätten mit ihrer Bergung den perfekten Coup gelandet, aber im Februar 1975, da klingelt das Telefon bei einem Mann namens Simore Hirsch, Hirsch ist investigativ Journalist bei der New York Times. So einer dieser Journalisten.
Die Geheimdienste fürchten wie der Teufel das Weihwasser, er hat schon über das Massaker von Milai berichtet, über illegale CIA Programme, über Dinge, die eigentlich niemand erfahren sollte, und jetzt hat er einen Tipp bekommen, der wirklich zu durchgeknallt klingt, um wahr zu sein, ein sowjetisches u Boot, die CIA Howard Use, ein riesiges Schiff, eine Bergungsoperation im Pazifik. Zuerst glaubt Hirsch selbst nicht was er da hört. Es klingt wie der Plot eines wirklich, wirklich schlechten Spionageromans, aber er ist auch Journalist. Also fängt er an zu recherchieren, er telefoniert, er stellt Fragen und erfolgt allen Spuren, die er so aufnehmen kann.
Und ganz langsam fügen sich für ihn die Puzzleteile zusammen. Im März 1975, also fast ein Jahr nach der Bergung, steht Hirsch kurz davor, die Geschichte zu veröffentlichen. Er hat genug Material zusammen, um zu beweisen, dass da etwas Großes passiert ist. Aber dann folgt etwas, was in der Welt des Journalismus vermutlich sehr selten vorkommt.
Die CIA bittet Ihnen, die Geschichte nicht zu veröffentlichen, nicht mit irgendwelchen Drohungen oder rechtlichen Tricks, sondern mit einem persönlichen Gespräch. William Colby, der Direktor der CIA, setzt sich persönlich mit Hirsch zusammen und erklärt ihm, warum die Veröffentlichung wirklich ein Problem wäre. Und sein Argument ist total simpel. Das Argument ist nämlich, die Operation ist noch nicht zu Ende, die CIA will noch mal zur Bergungsstelle zurückkehren und den Rest des U Boots holen, wenn die Geschichte jetzt öffentlich wird, ist diese zweite Mission absolut unmöglich her steht damit vor einem Dilemma, als Journalist ist es eigentlich sein Job, wichtige Geschichten zu veröffentlichen, aber gleichzeitig versteht er das
Argument der CIA. Also trifft er eine ungewöhnliche Entscheidung. Er hält nämlich erstmal still und die New York Times veröffentlicht die Geschichte nicht. Aber Hirsch kann nicht verhindern, dass andere Journalisten auf die gleiche Spur stoßen, zu viele Menschen waren an der Operation beteiligt, zu viele Hinweise liegen irgendwo rum und zu viele Leute haben vielleicht auch schon Fragen gestellt und damit passiert dann das Unvermeidliche.
Der Journalist Jack Anderson. Veröffentlicht in seiner Kolumne eine kurze Meldung über die Gloma Explorer. Das sind nur ganz wenige Absätze, aber sie reicht. Das Geheimnis ist damit nämlich kein Geheimnis mehr. Anderson schreibt, die CIA hätte versucht, ein sowjetisches U Boot zu bergen und er nennt sogar den Namen K 129 und diese Geschichte explodiert in den Medien wie eine Bombe.
Innerhalb von Stunden stehen Reporter vor dem Weißen Haus, vor CIA Gebäuden und vor Howard Use Büros. Und sie alle wollen wissen, stimmt, das, kann das wahr sein und dann passiert etwas, was die amerikanische Politik tatsächlich bis heute prägt, und ich wusste nicht, wo es herkommt und dass es hier das erste Mal gemacht wurde.
Die CIA erfindet nämlich eine komplett neue Art zu lügen. Normalerweise funktioniert das ja so. Journalisten stellen Fragen und Regierungsvertreter antworten dann entweder mit ja, nein oder kein Kommentar, aber bei Projektorient geht es nicht ein. Ja würde die Operation bestätigen und auf jeden Fall eine internationale Krise auslösen, ein Nein. Wäre eine glatte Lüge, die später auffliegen könnte, was eine noch größere internationale Krise mit sich bringen würde und kein Kommentar wäre praktisch an Eingeständnis mit den gleichen Konsequenzen wie bei einem Jahr.
Also was tut man, wie lautet die Antwort der CIA auf all die Fragen, die gestellt werden? Wir können das weder bestätigen noch dementieren. Exakt. Wir können weder bestätigen noch dementieren das, was auch immer. Und diese Formulierung. Wird darum auch schnell als Glomer Response bekannt, benannt nach dem Schiff, das den ganzen Ärger verursacht hat. Es ist eine geniale Erfindung, man sagt absolut nichts aus, aber man lügt auch nicht direkt, man schwebt irgendwie in einem ganz seltsamen verbalen und politischen Graubereich, die Glomer Response wird so erfolgreich, dass amerikanische Behörden sie bis heute verwenden, immer wenn es um geheime Operationen geht.
Immer wenn eine direkte Antwort problematisch wäre, kommt die Glaubener Formel zum Einsatz. Wir können es weder bestätigen noch dementieren, aber noch mal zurück ins Jahr 1975 die Medien haben jetzt Blut gerochen und auch wenn die Regierung nichts bestätigt, recherchieren Journalisten weiter, sie sprechen mit ehemaligen CIA Mitarbeitern, mit Werft, Mitarbeitern, mit Wissenschaftlern und langsam wird das ganze Ausmaß dieser Operation klar.
Die öffentliche Reaktion darauf ist gemischt. Viele Amerikaner sind beeindruckt von der technischen Brillanz der Operation $800000000 6 Jahre Planung, ein Schiff, das aussieht wie Science Fiction, das ist typisch amerikanisch, finden viele, andere sind aber entsetzt über die Kosten 800000000 für ein u Boot Wrack in einer Zeit, wo Amerika Probleme mit der Wirtschaft hat, wo es Armut gibt, wo Schulen kein Geld haben und so weiter.
Das scheint vielen wie schlichte, sinnlose Geldverschwendung tatsächlich ein Gedanke, der mir dabei wohl auch kommen könnte bei solchen Summen. Um ganz ehrlich zu sein, dann ist er ja auch noch die internationale Dimension, denn auch wenn die amerikanische Öffentlichkeit erst 1975 von der Operation erfährt, was wussten die Sowjets denn wirklich und die Antwort darauf ist tatsächlich, sie wussten mehr als die CIA, dachte aber weniger als die CIA befürchtet hat. Denn die sowjetischen Geheimdienste hatten schon während der Operation Verdacht geschöpft. Sie wussten, dass die Gloma Explorer kein normales Bergbauschiff war, sie wussten, dass da etwas nicht stimmte, aber sie wussten nicht genau,
was einige sowjetische Geheimdienste hatten, sogar spekuliert, dass die Amerikaner etwas mit der K 129 Vorhaben könnten, aber diese Spekulation war für die Sowjets so verrückt, dass keiner sie ernst genommen hat. Sie haben einfach gesagt, ein komplettes u Boot aus 5 Kilometern Tiefe zu bergen. Das ist technisch unmöglich und das geht nicht und das werden sie auch nicht probieren, als die Geschichte 75 dann veröffentlicht wurde, waren die Sowjets erst mal wirklich schockiert, nicht nur über die Operation selbst, sondern über die eigene Fehleinschätzung, was die Möglichkeiten der Amerikaner, gleichzeitig waren sie aber auch erleichtert, denn jetzt, wo die Operation öffentlich war. Konnten die Amerikaner nicht
mehr behaupten, sie hätten nichts mit der K 129 zu tun, und das bedeutete, es würde keine zweite Mission mehr geben. Der hintere Teil von K 129 mit den wichtigen Geheimnissen mit den Atomraketen würde auf dem Grund des Meeres bleiben. In diesem Sinne war die Aufdeckung der Operation tatsächlich ein Sieg für die Sowjets.
Sie hatten zwar nicht verhindern können, dass die Amerikaner Teile ihres U Boots klauten, aber es wurde zumindest verhindert, dass noch mehr davon geholt wurde. Die diplomatischen Reaktionen waren überraschend gemäßigt. Die Sowjets protestierten natürlich offiziell gegen die Piraterie auf hoher See, wie sie es nannten, aber es gab keine größere Krise, keine militärischen Drohungen, keine Vergeltungsmaßnahmen. Warum gab es das alles nicht?
Naja, vermutlich weil beide Seiten wussten, wer im Glashaus. Sitzt sollte besser nicht mit Steinen werfen. Die Sowjets führten ja ebenfalls Spionageoperationen durch, auch wenn sie nicht ganz so spektakulär waren. Ein zu großer Aufruhr wegen Projekt Assorian hätte bedeutet, dass auch ihre eigenen geheimen Aktivitäten stärker beleuchtet worden wären, außerdem das u Boot lag in internationalen Gewässern, rechtlich gesehen war gar nicht klar, wem es gehörte, die Sowjets konnten schlecht behaupten, sie hätten Eigentumsrechte an einem Wrack, das sie nicht mal selber finden konnten. Allerdings war das militärisches Material und militärisches Material hat einen besonderen Schutz in allen Meeren. OK, nämlich die Tatsache, dass
nur der Staat, der das Ganze in Betrieb gebracht hat, das auch wieder bergen darf, das ist zufällig auch das gleiche, warum zum Beispiel nicht irgendeine Nation losgeht und zum Beispiel Raketenstufen birgt, weil Raketenstufen generell als militärisch nutzbar eingestuft werden, und dementsprechend darf nur die Nation, die sie verschossen hat, auch wieder einsammeln. Seit wann gibt es diese Regelung? Wirklich schon seit dem Zweiten Weltkrieg, oder? Ich glaube davor, also das ist, das ist immer die Frage wiederum, ist zum Beispiel, dass kein Kriegsmittel mehr in dem Moment, wo es nicht mehr als solches benutzbar ist, dann wäre es wieder ein ziviles Wrack, das eventuell geborgen werden könnte, aber rein von Konzepte
von dem, wozu diese Regeln gemacht wurden, ist es so, dass Kriegsmaterial halt besonders geschützt ist und nicht einfach geborgen werden darf. Ja, und jetzt weiß man dann nämlich genau auch da drüber. Würden sich dann Anwälte jetzt trotzdem noch jahrelang streiten, selbst fürchterlich viel Geld dabei, natürlich. Nun ja, auf jeden Fall endete so die Operation des Orion tatsächlich mit einem Patt.
Die Amerikaner hatten ein Drittel eines sowjetischen U Boots und dabei unfassbar viel Geld verbrannt, die Sowjets hatten. Ihr u Boot. Verloren, aber zumindest wussten Sie, es gibt keine zweite Bergungsmission und die Welt, die hatte gelernt, dass die Realität manchmal wirklich, wirklich viel verrückter ist als jeder Spionagefilm. Die Aufdeckung von diesem Projekt markierte auch einen Wendepunkt in der amerikanischen Geschichte. Es war eine der ersten großen Geheimoperationen, die während des Kalten Krieges vollständig öffentlich wurde, und sie zeigte, wozu Geheimdienste fähig waren, sowohl technisch als auch finanziell.
Gleichzeitig warf sie aber auch ganz viele Fragen auf, nämlich ist das gerechtfertigt, sollten Demokratien auf eine solche Art und Weise operieren und. Was richtig so viel Geld für eine Aktion auszugeben, während man tierische soziale Probleme im eigenen Land hat, das sind fragen, die beschäftigen Amerika teilweise bis heute. Und die Global Response, die Kunst, Fragen zu beantworten, ohne etwas zu sagen.
Ist schon fast zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Politik geworden. Streich mal das fast. Okay ist zu einem festen Bestandteil geworden. Also wir fassen zusammen $800000000 6 Jahre Planung, das fortschrittlichste Schiff seiner Zeit, um ein Drittel eines sowjetischen U Boots zu stehlen. Das Ergebnis ein paar Torpedos, kommunikationsgeräte und Hinweise auf sowjetische Codes und die Frage, die mit Sicherheit wirklich halt am lautesten diskutiert wird, ist, war es das Wert und diese Frage.
Die können wir eigentlich überhaupt nicht beantworten, weil. Ja, auch wenn das heute allgemeines Wissen ist, es gibt mit Sicherheit auch viele Teile dieser Geschichte, die immer noch in geheime Archiven liegen und somit können wir das gar nicht bewerten. Und man darf auch eine Sache nicht vergessen.
Dieses Projekt oder auch die Tatsache, dass es öffentlich wurde, bewies der Welt und vor allem den Sowjets, wozu Amerika technologisch fähig war. Diese Bergungsoperation war 1974 eine Mischung aus Magie und Science Fiction. Die psychologische Wirkung war möglicherweise wertvoller als alle Geheimnisse aus dem Boot selber.
Und diese psychologische Wirkung, also ich, ich würde mir immer sagen, ich kann die definitiv gar nicht einschätzen, weil ich ja auch in einer, in einer Zeit, ich sag mal groß oder Erwachsener geworden bin als der kalte Krieg tatsächlich einfach keine Themenstellung mehr war, mit der man sich. Aktuell befasst. Hat ja, aber ich denke mal, dass es letztendlich für die Führungen der Sowjetunion so was wie der Sputnik Schock war. Ja, wobei da natürlich die ganze Welt sehen konnte, was Sache ist.
In diesem Falle halt nur ein kleiner Einblick. Da war nichtsdestotrotz diese Tatsache von Oh mein Gott, die sind technologisch zu Dingen in der Lage, die bei uns noch nicht mal angefangen wurden zu erforschen. Wahrscheinlich ist der Sputnik Schock wirklich ein guter Vergleich dazu, was man aber auch nicht vergessen darf.
Bei diesem Projekt sind so die Nebeneffekte, die entwickelten Technologien flossen in die Offshore Ölindustrie, in die Tiefseeforschung, sogar in die Verlegung heutiger Internet unter Seekabel. Die Kosten waren also auch irgendwie Investitionen in Forschung und Entwicklung. Trotzdem bleibt die Frage, hätte man es nicht besser ausgeben können, Schulen, Krankenhäuser, zivile Forschung, kulturelle Einrichtungen, mir würde da fürchterlich viel einfallen, wofür ich glauben würde, dass das sinnvolleres Geld investieren ist. Ob es das Wert war, das hängt wahrscheinlich wirklich hauptsächlich davon ab, wie man den kalten Krieg an sich bewertet.
Projekt Assorian war auf jeden Fall ein einmaliges Ereignis und in gewisser Weise der Höhepunkt des technologischen Wettrüstens. Grandios, teuer und vollkommen krank die Hughes Glover Explorer wurde danach noch für echten Tiefseebergbau eingesetzt, aber das erwies sich als unwirtschaftlich. Und heute liegt das technisch fortschrittlichste Spionageschiff aller Zeiten verschrottet in Indien.
Oder ist es längst schon wieder in andere Schiffe aufgegangen? Auch gut möglich, wer weiß, auch ich. Vielleicht liegt es ja auch in Teilen an mehreren Plätzen. Ja wahrscheinlich die Geschichte von Projekt Zorian erinnert uns aber an 1. Liebe Leute, wenn ihr in einem Film denkt. Dass die Geschichte, die da erzählt wird, viel zu weit. Hergeholt ist dann guckt ein bisschen in die Geschichte der Menschen.
Vielleicht wirkt die Story danach gar nicht mehr so absurd, wie ihr vorher noch gedacht habt. Ja, das ist hundertprozentig richtig. Das ist auch etwas, was wir so in diesen vielen, vielen Jahren, die wir schon Podcast zusammen machen, auch immer wieder hatten, diesen Moment von das kann so echt nicht wahr sein, und meistens ist es dann tatsächlich noch ein bisschen wahrer. Du hast ja auch schon die Geschichte von den Hitler Tagebüchern erzählt.
Entweder in diesem Podcast oder in dem, den wir davor hatten und selbst da hab ich schon gedacht, Mensch, es gibt doch diesen schönen deutschen Film Stonk den, der ja wirklich, wirklich unglaublich witzig ist. Und man denkt sich, ey, wie überzogen ist diese Geschichte und dann guckst du dir die wirkliche Geschichte an und denkst.
Mein Gott, die haben gar nicht so viel übertrieben, die sind eigentlich sogar relativ zahm damit umgegangen mit dem, was da so. Wirklich passiert ist in der Tat, oder denk mal an die Metro Räuber, das ist auch so eine Geschichte, die eigentlich so nicht passieren kann, sie ist so passiert, also es ist vielleicht gar nicht so uninteressant manchmal einfach sich Geschichte anzugucken, um gute Geschichten zu hören, das, was wir hier eigentlich tun.
Ja, genau. Richtig. Sehr schön. Ich danke erstmal sehr für das ganze Ding und es ist wirklich eine Wahnsinns Story, gar keine Frage. Ja und damit liebe Leute, sind wir am Ende der Folge angekommen, wenn ihr uns Feedback geben wollt, könnt ihr das über die Kommentarfunktion bei Spotify, Apple Podcasts und dem Podcatcher eurer Wahl machen, natürlich auch in den sozialen Medien oder auch gerne per e Mail, nämlich an feedback@wissensreisende.de.
Es ist auch möglich, unseren Podcast direkt zu unterstützen. Dafür haben wir die Möglichkeit der Premium Mitgliedschaften bei Spotify oder eben bei Steady links dazu findet ihr immer in den Shownotes und auf unserer Webseite. Für alle Unterstützer gibt es regelmäßig Sonderfolgen als kleines Dankeschön, ich habe hier gerade noch zu sagen, ich habe noch ein nettes Feedback von Sebastian bekommen und ich kann ihm jetzt schon sagen freudig, ich arbeite dran.
Wir freuen uns wie immer schon auf euch. In der nächsten Folge und bis dahin verbleiben wir mit dem einen Wort, dass ihr jede Folge beschließt und das lautet Tschüss. Hallo.