
Frau im Männerberuf, Mama mit Haltung: im Gespräch mit Isabelle Vivianne (die.tischlerin)
Montag, 7. September 2026 · 59 min
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Shownotes
Isabelle Vivianne kannte keine Frau, die eine handwerkliche Ausbildung gemacht hat. Trotzdem entschied sie sich für eine Lehre als Tischlerin und damit für einen Beruf, in dem Frauen bis heute die Ausnahme sind. In einer männlich dominierten Branche war es oft nicht leicht: Isabelle Vivianne, auch bekannt als die.tischlerin, war mit vielen Vorurteilen konfrontiert – auch während ihrer Schwangerschaft. Trotzdem liebt und lebt sie ihre Weiblichkeit und geht voll in ihrer Mama-Rolle auf.
Welche Anfeindungen Isabelle Vivianne während der Schwangerschaft erlebt hat, warum sie schon früh ein Dorf um ihre Familie gebaut hat und wieso Väter nie wieder sagen sollten, dass sie müde sind, besprechen Isabelle Vivianne und David in dieser Folge Working Parents.
Isabelle Vivianne auf LinkedIn (linkedin.com/in/dietischlerin) & Instagram (instagram.com/die.tischlerin)
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Heute spreche ich mit Isabel Vivian, besser bekannt als die Tischlerin. Auf Social Media klärt sie auf über ihr Leben als Frau in einem männerdominierten Handwerksberuf. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem fünf Monate alten Sohn in Hamburg. Und in der heutigen Folge erzählt sie uns, mit welchen Anfeindungen und Problemen sie in der Schwangerschaft zu kämpfen hatte und warum wir Väter nie wieder sagen sollten – wir seien müde!
Beschreib mir doch zum Anfang mal deinen gestrigen Tag von morgens bis abends. Was hast du gemacht? Gestern hatte ich tatsächlich morgens erst mal eine schwierigen Stadt, weil ich einen kleinen Sohn hab. Der immer gerne schon so um fünf Uhr im Bett liegt und wach es und spielt. Das heißt wir legen uns dann immer noch ein zweites Mal hin zum Schlafen.
Und dann nachdem ich da aufgestanden bin habe ich mich fertig gemacht, weil Ich einen Presse-Termin hatte mit einer großen Zeitschrift ein bisschen gesprungen zwischen noch schnell abstellen, alles vorbereiten und so weiter und sofort. Und hab dann an mein Mann übergeben ja und nach dem Pressetermin bin ich mit meiner Schwester glaube ich noch habe mich getroffen mit meinen beiden Schwestern.
genau die sind noch vorbeigekommen und dann habe ich einen leckeren Cusco Salat gemacht. wir haben noch ein bisschen gequatscht und dann hab' ich den Kleinen auch ins Bett gebracht und so schnell ist der Tag dann auch wieder vorbei. Wann bringst du den kleinen denn ins Bett? So um neunzehn Uhr dreißig Geht ja und danach hattest du noch mal ein bisschen Zeit für dich, Zeit mit deinen Schwestern?
Ja nee die sind dann gegangen aber ich hatte ein bisschen zeit für mich. Weil man ist nach Berlin gefahren Ich bin jetzt gerade mit dem Kleinen quasi alleine Und hab dann einfach mir eine Gesichtsmaske gemacht und bisschen Fußball tatsächlich geguckt. Das ist wahrscheinlich dann vorbei wenn er podcast rauskommt Aber es ist ja grade die WM noch das stimmt und das läuft dann immer so ein bisschen im Hintergrund.
Das heißt die Leute draußen wissen schon, dass Deutschland Weltmeister geworden ist oder? Ja genau. Wir leider noch nicht. Dann stangen wir mal ein wie wer bist du denn eigentlich? im Intro haben wir dich schon kurz kennengelernt. aber wer bist Du? wie alt bist Du? Wie und wo bist Du aufgewachsen? ja ich bin neunundzwanzig Und das bleibe ich jetzt auch erst mal für die nächsten Jahre, habe ich mir gesagt.
Nee, ich bin seit kurzem Mama seit sechs Monaten aber viel länger als das bin ich Tischlerin. Ich hab damals eine Tischleausbildung gemacht und dann irgendwann den Social Media Kanal gestartet und bin da als die Tischlerin unterwegs. Das heißt, ich Bin so ein bisschen in zwei Welten unterwegs einmal im Handwerk auf der Baustelle und auf Social media.
Ich habe mich tatsächlich dazu entschieden, vor anderthalb Jahren eine Selbstständigkeit zu widmen. Also meine eigene Werkstatt aufzubauen. Hab aber auch ein Haus in Griechenland gekauft. Das hab ich dann... renoviert und ich mich versehen konnte. Ich hatte schon in der Lagerhalle, bin ich schwanger geworden was aber sehr schön war weil ich habe mir das mein ganzes Leben lang gewünscht.
ja und deswegen bin ich jetzt quasi gerade nicht wirklich aktiv auf Baustellen außer auf meiner eigenen im Haus in Griechenland sondern kümmere mich jetzt grad um den Klein und zum Ende des Jahres wenn er dann Ja ist dann geht's mit meiner Werkstatt weiter. Also bist du jetzt so in der halben Elternzeit?
Ich bin in einer halben Elternzeit aber irgendwie auch doch nicht, weil dafür mache ich auf jeden Fall zu viel. Selbstständig bin ich und ja trotzdem... Und da kann man sich das jetzt nicht unbedingt leisten, weil es ja auch kein Mutterschutz für uns aktiv gibt. also auch in der Schwangerschaft habe ich bis zum letzten Tag eigentlich gearbeitet wo dass wir unterstützt werden und ja jetzt mit dem eltern geld.
Ja das hat sich auch nicht wirklich gelohnt, dass die elteren zeit hat jetzt tatsächlich mein mann genommen und ich mache weiter. sozusagen was macht ein Mann denn beruflich? der ist geschäftsführer von einem tech start up. sehr schön heißt er hat ein bisschen mehr flexibilität. ja genau das ist das ist gut.
wie ist denn so die aufteilung? Bei deiner aktuellen Tätigkeit, wie viel bist du auf der Baustelle und wie viel stehst du vor der Kamera oder der Handykamera? Aktuell ist es eben so, dass ich das Haus in Griechenland hauptsächlich umbaue. Und auch aus Social Media-Teile. Ich war gerade erst da, bin vor zwei Wochen wiedergekommen.
War anderthalb Monate da mit dem Mann meinem Sohn ... meiner Schwiegermutter und wir haben alles Mögliche da gemacht. Und da habe ich viel, viel gebaut in erster Linie das natürlich visuell begleitet. also hab dann die Kamera aufgestellt gedreht usw. Die Schwiegamamma hat ein bisschen unterstützt. Also insofern ist es so dass ja ich natürlich irgendwo auf der Baustelle stattfinde aber vielleicht nicht so wie man sich das jetzt unter Natischlerin vorstellt muss ich die Frage, wenn man darauf hinaus will eher so beantworten dass sich mehr Social Media gerade mache.
Bin aber total dankbar das ich diese Möglichkeit überhaupt habe weil mir das natürlich auch eine große Freiheit gibt viel Zeit mit meinem Sohn zu verbringen weil ich natürlich Zuhause die Videos schneiden kann Bestimme, welchen Content ich aufnehme. Ich hab ihn in Griechenland mit. Wir sind da zusammen im Unsamhaus und ich nehm den Content auf das.
Die Baustelle muss nicht zu irgendeinem Kunden fahren.". Also es ist total genial! Und ich bin total dankbar auch dafür, weil fünf Monate wusste die Zeit geblieben. Der ist so schnell groß geworden ... Ich weiß gar nicht, wie das jetzt die nächsten Jahre weitergehen soll. Und daran merke ich schon, dass ich einfach dankbar dafür sein muss, das ich diese Zeit mit ihnen so verbringen kann.
Ja, das ist super schön! Wie bist du denn zu deinem Beruf gekommen? Weil als Tischlerin ist es ein supermännerdominierter Beruf... Ich würde uns einer Generation, uns trennt ein Jahr. Würde ich uns eine Generation zuordnen? Das Handwerk ist gefühlt nicht mehr so prominent wie es das mal war. Wie hast du dich... Du hast mal für wenige Tage studiert, habe ich mal gehört.
Ja! Wie kam das? Warum bist du Tischlerin geworden und warum bist du Handwerkerin geworden? Das interessiert mich. Also mein Vater und meinen Großvater sind alle Handwerke. Das heißt von der Familie her wusste ich, dass das ein möglicher Karriereweg ist. Auch mein Vater ist relativ erfolgreich im Handwerk und dadurch wusste auch, dass es einen Karrierenweg ist, der durchaus viele Chancen mit sich bringt.
Gleichzeitig bin ich aber irgendwann auf ein sehr elitäres Gymnasium gewechselt Und kam aber überhaupt nicht aus diesen Kreisen. Also ich kam eigentlich aus dem Dorf vor Hamburg und da wurde man eher so ein bisschen dazu gedrängt, ja studiert werdet Anwalt, werdet Architekt und dieser handwerklichen Berufe oder auch generell Ausbildungsberufe wurden einem gar nicht so nahe gebracht.
Wir hatten ein Beispiel, da saßen wir alle in der Aula. Sollten uns entscheiden, macht ihr jetzt im Studium eine Ausbildung? Die Rektorin hat gefragt, wer macht den Studium? und alle Hände sind hochgegangen. Also wirklich alle bis auf zwei! Und das war ich und ein anderer Kollege. Der ist bei Cornelia Poletto irgendwie in der Leitung kochen und halt super crazy.
Aber auf jeden Fall ... war es dann eben so, dass ich trotzdem erst mal kurz mir dachte ja okay da musste ich ja wahrscheinlich auch studieren hatte aber so ein Bauchgefühl das die Tischlerausbildung für mich auch ganz interessant sein könnte weil ich eigentlich keine Lust hatte weiter auf dieses Schulsystem habe ich dann aber doch irgendwie so ein bisschen da beeinflussen lassen.
und dann habe ich angefangen mit einem Sozialökonomiestudium in Hamburg, an der Uni Hamburg und da habe ich die Professorin gefragt was man denn damit machen kann. Und sie meinte zu mir alles. und dann dachte ich mir so ja okay das bedeutet gar nichts. und dann waren aber einige die eine Ausbildung hatten und die wussten genau warum sie da sind.
und dann dacht ich mir ok nee die ausbildung ist es doch weil ich will auch wissen was ich will in meinem Leben und nicht so lost sein. Genau, dann hab' ich mich schlussendlich doch für die Tischlerausbildung entschieden. Und diese intrinsische Motivation kam eigentlich weil ich Lust hatte zu Design.
Ich hatte Lust, Hands On irgendwie meine eigene Möbel zu erschaffen. Ich hatte immer einen Hang zu In-Einrichtung, Interior. Aber dieses architektonische Plan Dieses reine Skizzieren war mir einfach zu langweilig. Da kamen die Tischler Ausbildungen als einziges wirklich in Frage. Du kommst aus einem Maler-Haushalt?
Ja. Was machen deine Schwester, wie seid ihr aufgewachsen? War so Handwerken ein großes Thema bei euch in der Kindheit oder war das eher so? macht was ihr wollt? Mein Papa macht immer was ihr wollte, Hauptsache er macht was Vernünftiges und hat einen großen Wert darauf gelegt dass wir eine Ausbildung machen sei es du alle Studiumstudium oder eine Ausbildung.
aber er wollte wirklich erst mal uns richtig bilden also Auslandsjahr, das war also ... Das ging überhaupt nicht mehr mit Vater. Und er gesagt, wenn du Burger braten willst in Australien, dann unterstütze ich dich nicht.". Wir sind eigentlich so aufgewachsen, dass wir frei entscheiden können, was wir machen möchten.
Die wurden in keine Richtung gedrängt. Bei mir war es wirklich eine Reihen- ... Persönliche Entscheidungen, die ich aus dem Bauch herausgetroffen hab. Keine meiner Schwestern macht eine handwerkliche Ausbildung. Die eine arbeitet aber im Bahnerei-Betrieb von meinem Vater mit. Im Bereich Personal, also dieses Personalerin und die andere macht grad ein duales Studium im Bereich Immobilieninvestments, Financing usw.. Genau, ist da auch quasi entfernt im Thema Bau irgendwie mit drin.
Also irgendwie sind wir alle im Themabau aber ganz anders und ganz unterschiedlich. Aber alles so sehr stringent weil wieder was du gesagt hast am Anfang nicht wissen wo man rauskommt. ich habe auch ein duales Studium gemacht und mir ging das ja ähnlich. also dieses... Was kannst du damit machen? Alles hat mich nie wirklich befriedigt.
deswegen sehr sehr spannend zu hören Wie bist du als frau in handwerksbetrieben? also sind dir viele. Vorurteile begegnet ist dir bist du viel mit Ablehnung. ich habe mal ein halbes Jahr im hohen tiefbau gearbeitet nach dem abitur und da war weit und breit keine frauen. wenn ich den umgangston Mitbekommen habe dann weiß ich auch warum.
und auch so die Einstellung. das muss ja super. sich kann mir vorstellen dass es hart war und auch super mutig von dir darin reinzugehen gegen die Vorurteile, wie hast du das wahrgenommen? Ja also das Glück bei mir ist ein bisschen alles was ich mache. Mache ich mit so einer gewissen Naivität. Ich fange erst mal an und mach es aus dem Bauch heraus und informiere mich im Vorfeld gar nicht so groß.
Das heißt... ...ich wusste zwar schon dass ich keine Frau kenne die eine handwerkliche Ausbildung macht aber Die Wucht mit der mich am Ende die Vorutage getroffen haben war dann doch relativ krass Weil ich schon dachte, dass alle ein bisschen aufgeklärt hat zumindest sind. Und auch bis heute also meine Community schreibt mir immer noch Nachrichten... Also ich bekomme Nachrichten von jungen Frauen insbesondere wo ich mir denke es kann nicht sein das nach wie vor offene Ausbildungsstellen nicht belegt werden weil sich Frauen nicht vorgestellt werden können in diesen Positionen und befeuert mich auch immer wieder darin, weiterzumachen mit unserem Social Media Kanal und der Arbeit die ich mache.
Und wie es halt damals war, war eben so dass ich ja... Ich war jung, ich war ein bisschen naiv und sowas spüren Menschen um dich rum auch immer extrem. und deshalb habe ich das Gefühl gehabt hat mich das noch mal besonders getroffen weil ist viel gab, was ich mir gefallen lassen auch so ein bisschen.
Wo ich nicht wusste wie ich damit umgehen soll und so eine gewisse Sicherheit kam erst viel später als ich mich dann auch unabhängig gemacht habe. Ich hab bis dahin auch ein paar mit dem Handwerk gebrochen tatsächlich weil die Erfahrungen einfach zu krass für mich waren. Und ja bin aber zum Ende hin doch immer wieder da hingekommen dass sich ohne das Handwerk nicht kann Versuche einfach weiter aufzuklären und selbst was zu bewirken.
Es wird nur besser, wenn wir eigentlich gute Menschen im Handwerk haben die Leadership übernehmen, die vielleicht Unternehmen gründen wo sie junge Frauen oder junge Menschen ausbilden. adäquat Wenn ich mich jetzt zurückziehe ist genau der falsche Weg sondern Ich muss eigentlich genau deshalb weitermachen.
Genau deswegen möchte ich auch die Werkstatt gründen Und mich da unabhängig machen. Du hast dich selbstständig gemacht kurz bevor du schwanger geworden bist. Ja, also ich war selbstständig als Subunternehmerin in der Tischlerei damals nach der Ausbildung. Das war schon das erste Mal, dass ich selbstständigt war.
Das ist aber extrem schwierig gelaufen und da wurde ich insbesondere von Frauen enttäuscht. Also da gab es zum Beispiel einen Architektin die ... mich angeschrieben hat und meinte, sie findet es so toll dass ich als frautischlerin bin. Und sie hat eine kundin und gerade für die wäre das toll wenn ich da arbeiten würde und sie hätte ein paar Aufträge.
dann habe Ich ihr angebote geschrieben hab das alles gemacht und schlussendlich Als ich da war habe ich erfahren dass sie bei den anderen handwerkanen die sie hat meine Fotos gezeigt hat und Meinte guck mal was für eine süße maus ich für die baustelle organisiert habe. und Das hat dazu geführt dass der elektrik mit mir schlafen wollte.
Da ist plötzlich bei geschäftsterminen irgendwie ne flasche weinstand die Toilettentür ausgehangen worden ist und ich ohne Tür auf Klo gehen musste. Also es war richtig übel, das war noch mal so nach all diesen Erfahrungen, die ich in der Ausbildung mit Männern gemacht habe. So ein Punkt wo ich dachte okay und selbst auf die Frauen kann ich mich nicht verlassen.
Okay, ich brauche ja mal eine Pause. Dann hab' ich kurz als Interior Designerin gearbeitet und dann bin ich dazu gekommen dass ich erstmal angestellte war. Das war jetzt auch bis... Ich habe eher als Angestellte-Tischlerin gearbeitet und war nebenher quasi so, hab meine Selbstständigkeit immer noch weiter gemacht.
So die ich ... Als Subunternehmerin, ich hab das einfach laufen lassen sozusagen. dann kam viel Social Media dazu Und jetzt greife ich das mit der Werkstatt auf und fang an sozusagen mir einen eigenen Standort aufzubauen und mal gucken was sich daraus entwickelt. Ich hab ja auch kein Meistertitel. Das heißt ich darf nicht alle arbeiten machen Aber ich habe das schon mit der Handwerkskamera gesprochen.
Das, was ich machen will darf ich machen und genau das werden vor allem Produkte sein die man dann kaufen kann. Du weißt ja für die Handwerksammer auch ein großes Aushängeschild sein? Kann ich mir vorstellen... Voll! Also als Frau auf der Baustelle bist du sowieso wahrscheinlich nicht von so vielen anderen umgeben.
Als schwangere Frau auf dieser Baustellen wird doch nochmal ein riesiger Unterschied. Wie sind dir die Leute begegnet? Weil es ist Handwerk, es ist körperliche Arbeit. Wurdest du da dann irgendwie wie das behutsamste Küken behandelt oder hast du schon das ausreichende Standing gehabt zu der Zeit dass die Leute dich da haben machen lassen und deiner Selbstentschätzung gefolgt sind?
Also viele um mich rum waren wirklich so, oh mein Gott, solltest du wirklich noch irgendwie Elektrik verlegen bei dir zu Hause? Weil ich hab da ja hauptsächlich schon in Griechenland gearbeitet. Da meinten auch manche so, Oh Gott und dann die Decke abhängen und ich weiß nicht und es macht das alles so Sinn dachte ich mir so, oder musste ich antworten?
Na ja gut. Aber was soll ich machen? also selbst wenn ich jetzt in der Tischlerei noch arbeite oder selbstständig mit meinem Subunternehmen arbeiten würde? Ich müsste es ja weitermachen weil's gibt ja kein Mutterschutz. Also nur angestellte Tischlerinnen könnten im Mutterschutz gehen Selbständige wiederum nicht und das ist total schwierig gewesen.
Auf der anderen Seite macht es mir natürlich auch Spaß und Schwanger sein ist keine Krankheit, wenn man das Glück hat eine easy Schwangerschaft zu haben so wie ich das hatte dann hat man bis zum Schluss viele Freiheiten. auf Social Media war's allerdings so dass mich vor allem Body Shaming getroffen hat.
Also in der Schwangerschein? Ja, mich haben hauptsächlich Body Shamin Sachen getroffen. Es war gar nicht mehr so Sorge oder irgendwie Ja, vielleicht auch Hate. Man darf als Schwangere ... Sondern es war vor allem so Boah ist die Fekte geworden und das fand ich krass wie wieder man als Frau egal was man macht.
Und dann in so einer fragilen Situation, in so ner intimen Situation wie in der Schwangerschaft einfach nur auf sein Körper reduziert wird. Ich hab immer das Gefühl gehabt dass zumindest die Schwangersschaft für den weiblichen Körper der Zeitpunkt ist, in dem so ein bisschen Schutzraum herum geschaffen wird gesellschaftlich.
Aber woran lag das? Hast du eine spezielle Community oder ist es dir von anderen in einer gleichen Öffentlichkeit schon auch öfter mal begegnet dass die in der Schwangerschaft da so verurteilt wurden fürs Äußerliche? Ich weiß es nicht, weil mittlerweile ja schon alle ein bisschen älter sind die Schwanger werden.
Also mit achtundzwanzig ist man ja dann doch immer und gehört man ja zu den jungen Müttern eigentlich eher. deswegen kenne ich jetzt nicht so viele die aktuell in meinem Alter irgendwie einen Kind bekommen oder bekommen haben. Ich bin auf jeden Fall glaube ich in der Community unterwegs, wo ich viele ganz tolle Frauen in meinem Kanal habe.
Auch viel LGBTQ Plus was ich sehr liebe weil ich da auch wirklich mich für ausspreche ohne mich proaktiv auszusprechen sondern das ist für mich einfach selbstverständlich. aber ich hab natürlich auch viele Männer die mir halt folgen diesen typischen Ich sag das extrem ungern, aber ich... Stereotypisiere, das man an der Stelle.
Bild entsprechend eines klassischen Handwerkers. Ein bisschen älteres Weltbild. Frauen haben ein bisschen den anderen Stand. auf der einen Seite Folgen sie einer Tischlerin? Auf der anderen Seite folgen sie mir bestimmt auch hauptsächlich weil ich gut aussehe oder sie irgendwie das auch sexualisieren sozusagen.
Ich versuche das schon immer so ein bisschen auszusorzen. aber Ja und das sind dann wahrscheinlich auch genau die Typen, die sich so denken. So ja es war doch immer so eine schlanke Die auf der Baustelle so ne kleine blonde Maus Und jetzt muss ich hier so eine fette schwangere sehen so habe Ich kein Bock drauf an follow und Ich hab auch also echt einige follower in der schwangerschaft verloren muss ich sagen.
Aber es ist super. Ich nehme das gar nicht als negativ, weil es sind genau die Leute, die ich dann auch nicht in meinem Kanal haben will, aber es ist halt schon krass. Also ich find's als Statement schon kriss so in so einer Zeit. Das ist Wahnsinn! Also wirklich enttäuschen vor allem bei allem was du ja verkörpersst also dir sprichst ja von irgendwie gleichzeitig Weiblichkeit bewahren und Handwerk und da dann mit so einem Stereotyp... Konfrontiert zu werden.
hart viele Stereotypen mit denen du so konfrontiert wirst in dem Job. Wie hat sich dein Content verändert mit Schwangerschaft und dann eben auch der Aussicht auf Kind und Mutterschaft? Ich habe tatsächlich im letzten Jahr sehr wenig gepostet. Ich hab das Gefühl gehabt, dass es eine ganz private Intime Reise ist und ich ... Es ist mir so schwer gefallen, mich und meine innere Welt und auch meine äußere Welt mit anderen Leuten zu teilen.
Ich wollte das wie so einen kleinen Schatz einfach ganz für mich alleine eigentlich behalten aber ... Ja, wie ihr auch von OMR mit Sicherheit wisst. Es ist halt schwierig einen Jahr lang nicht zu posten. Das heißt ich hab mich dann immer wieder so ein bisschen dazu motiviert die Schwangerschaft war ein Thema weil sie dann auch irgendwann nicht mehr unsichtbar war.
Ich habe aber trotzdem versucht mich auf das Thema Baustelle weiter zu fokussieren. Ich habe auch für die HWK Sachen gemacht. Für die HwK Hamburg hab versucht das Thema Ausbildung weiterzutematisieren. Aber ja, es ist auf jeden Fall viel weniger frequentiert gepostet worden von mir. Weil ich einfach das Gefühl hatte, ich muss mich schützen und auch das Kind schützen.
Und diese Zeit, die so heilig ist ... Als Frau weißt du nie, ob es das letzte Mal war, dass du schwanger warst. Ich würde mir ein zweites Kind wünschen. Das kann ich auch schon mal verwenden. Ja, genau. Deswegen war die Zeit letztes Jahr in der Schwangerschaft und tatsächlich aber jetzt... Ich greif keine Frage vorweg, aber jetzt ist es so, wo der Kleine da ist und ich mich ein bisschen erholt hab.
Dass ich wahnsinnig viel Energie habe. Also, ich dachte, der laugt mich aus und bin danach superfertig. Aber die Schwangerschaft war für mich der wirklich harte Part. Und jetzt ist so der Punkt, wo ich mir denke, okay, Angriff ... Ja, kenn ich sehr gut, weil bei mir eine sehr ähnliche Entwicklung als mein Sohn zur Welt kamen, was ich dann gemerkt hab.
dieser Schlafmangel, den man dann hat die Hormone. Gleichen das komplett aus. also man funktioniert auch mit zwei Stunden schlafen irgendwie. aber es ist natürlich auch. wir haben bei uns familiären Support in der in der Betreuung. Aber man muss natürlich auch, gerade wenn du jetzt voll arbeitest oder selbstständig flexibel arbeitst wie teilt ihr euch das auf?
Habt ihr irgendwie ein System für euch gefunden ist nach einem halben Jahr natürlich auch super schwer da schon funktionierendes System zu haben. aber was sind eure Philosophien was so das gemeinsame Fürsorgearbeit Thema angeht? Also mein Mann kann ja jetzt gerade in Elternzeit sein, deswegen kann er viel da sein.
Ich habe grade auch einen festen Tag den ich als Arbeitstag habe – das haben wir schon sehr früh eingeführt, schon als der kleine zwei Monate alt war weil wir gleich irgendwie an dem Tag die Flasche probiert haben und so dass er einmal die Woche wenigstens die Flrasche bekommt und sich ein bisschen dran gewöhnt damit Mein Mann ihn einfach fördern kann, weil es ja auch ... Wenn du ein Kind hast was die ganze Zeit nur von dir versorgt wird.
Dann nagt das ja auch so ein bisschen an dem Ego vom Mann. also ego ist das falsche Wort aber so an der Bindung. man denkt sich so oh Mann ich kann den kind eigentlich nicht das geben was braucht. Deswegen haben wir das einmal die Woche so gemacht dass relativ früh dass ich auch einen Arbeitstag habe.
Den mache ich aber bei meiner besten Freundin oben, weil wir zusammen in einem Haus wohnen. Und kann dann immer einfach runtergehen falls irgendwas ist und mein Mann geht dann zweimal die Woche ins Büro und den Rest der Zeit teilen wir uns ein bisschen auf das wir die Tage wirklich eigentlich so fiftie-fifty von der Kehrarbeit aufteilen.
Und das ist auch super schön für ihn, weil er ist ein Mann der definitiv nicht einfach nur eine Familie haben wollte. Sondern Vater sein wollte und er is mit Herz und Seele Papa und es genauso wie ich. im Endeffekt dass er sich so denkt, will nie wieder arbeiten gehen! Ich möchte den ganzen Tag nur mit dem Pit verbringen aber ja, der wird dann nächstes Jahr auch mehr arbeiten gehen Und ich bin dann ja hoffentlich auch mit meiner Werkstatt wieder beschäftigt oder mehr beschäftigt.
Dann geht der Kleiner aber auch in die Kita und wir haben jetzt schon mit sechs Monaten, hat er so ein paar Babyfreunde und da merken wir das der halt total aufgeschlossen gegen anderen Kindern gegenüber ist. Ja, ich glaub für den ist es das Richtige auch. Also wäre jetzt ein introvertiertes verschlossenes Kind hätte ich mir das glaube ich überlegt ob ich ihn nicht noch ein halbes Jahr länger zu Hause lasse weil's auch gegangen wäre wir hätten das hinbekommen.
aber der so happy mit anderen Kindern deswegen ja starten wir das nächstes Jahr war bei uns auch die gleiche Überlegung. auch nach etwas über einem Jahr weiter war auch bei den Großeltern schon viel. Und dann haben wir gesagt, das ist richtig für die Kita. Mir gefällt der Satz, dass er nicht eine Familie hat, sondern er wollte Vater sein.
Das ist so ein ... Nicht nur Familie als Status-Symbol. begegnen ihm denn gerade als Gründer da irgendwie Vorurteile? Also hast du das Gefühl, dass eher ... So als Einzelnes Einhorn, der gerne Vater wäre auf der Wiese steht oder es eher ... Hat er da auch den Support und wird da so unterstützt und geachtet.
Na, ist ja ein bisschen älter als ich, also das zehn Jahre älte als ich aber sieht super jung aus. Also wir sehen irgendwie immer gleich halt aus. Das kann man gar keiner glauben! Und der hat natürlich dementsprechend auch Freunde die ihr alle schon Kinder haben... ...und das sind auch alles so leidenschaftliche Papas wie er.
Also diese sind wirklich mit Herz und Seele dabei. Und auch viele Gründer tatsächlich, das heißt da ist er schon nicht so alleine aber in dieser gesamten Gründerszene. es ist schon so dass viele einfach Stray-Karriere durchziehen, das als Abhaken nehmen und sagen okay Frau Check, Familie Check irgendwie Auto, dickes Auto Check, Rolex Check so und halt ja einfach nur durchbalanen.
Aber damit kann er sich auch nicht so identifizieren um ehrlich zu sein. Wir beide nicht und ansonsten ist er auch jemand, also das einzige wo man vielleicht so manchmal Aber auch happy ist. Alleinstellungsmerkmal hat, dass er derjenige ist, der oft mit dem Kind zum Kinderarzt geht. oder wir gehen manchmal auf den Markt hier in Hamburg.
Dann stehen da immer ganz viele Mütter mit so mega vielen Kindern wegen. Also es wirklich so ein kompletter Mahmauflauf und er ist dann manchmal einfach der einzige Hahn im Korb, der so mit seiner Familie zusammen dann da steht und irgendwie einen Kaffee trinkt und wir sind alle zu dritt mit unserem Hund noch.
Und da steht er dann immer und sagt guck mal, hier ist kein anderen ... Er genießt es auch, dass er das jetzt so machen kann. Weil er weiß, dass es dann ab nächsten Jahr wieder anders ist. und gut aber ... Ich weiß nicht, wie alt ist dein Kind? So ein Totleralter. Ist auch was anderes als so ein Baby.
So ein Baby bist du wirklich so, oh mein kleines Süßes Moistchen und Totler ist wirklich so rrrr! Ich schmeiß das um mich, ich schmeiß dass um mich. Und dann sind wir alle also das kind meint man. Wir sind glaube ich alle froh wenn er dann auch mal irgendwie so vier fünf stunden am tag einfach sich über austoben kann.
Ja das stimmt. Das tut der Entwicklung glaube ich auch ganz gut Da dann auch das soziale zu sehen. Ich beobachte, dass bei uns im Unternehmen Living Sun Organics tun alles dafür für eine Babynahrung. Das heißt natürlich machen wir alles dafür und bei uns alle die Flexibilität genießen, die das Elternsein eben erfordert – und auch die Nicht-Altern!
Aber ich sehe es ganz viel in der Community gerade bei Startups, dass da mehr Flexibilitet geschaffen wird... ist natürlich oftmals ein hoher Workload, aber schön dass er da auch für seinen Team dann mit gutem Beispiel vorangeht. Ja total! Er hat es allen in seiner Firma ermöglicht auf jeden Fall das die mit ihren Kindern viel Zeit verbringen können und wird dann absolut familienfreundliche Unternehmenspolitik.
also ganz toll. Das ist sehr cool. Wie war es im Wochenbett? Wie lange hast du dir für dich Zeit genommen, bevor du wieder aktiv an die Welt rausgegangen bist oder wieder in griechenland standest und irgendwas getäuschlert hast? Ja, ich glaube rückblickend bin ich ein bisschen zu früh wieder rein gestartet.
Weil schon eine sehr harte Geburt hatte auch. Ich war aber auch so lange vor der Entbindung in diesem Liegen und mich nicht mehr bewegen können. Einfach auch einen Extrem-Tatenprang hatte nach der Geburt, weil ich wirklich so war. Okay, ich bin frei! Ich kann mich wieder bewegen und raus. Und ich hab nicht mehr diese Vierundhalb Kilo vom Bauch oder es waren ja dann mehr mit Plazenta und das schießt mich tot und all.
Ja, ich war glaube ich zwei Monate, dass ich mich wirklich so geschont habe ... Und dann war ich im dritten Monat nach der Entbindung. Also, ich hab das Kind am ... also Mitte Januar bekommen und war dann Ende März schon auf meinem ersten großen Termin wieder. Das waren direkt vier Tage Messepräsenz.
Da war ich das Messegesicht für die größte Handwerkmesse in Europa. Ich weiß nicht, ihr kennt ja auch das Messe live so? Mhm! Und dann war es halt wirklich Call Time, neun Uhr morgens vor Maske, Hand Make-up. Dann halbem Tag drehen, danach Panels, Diskussionsrunden, Community Meetings, Fan treffen ... Dann irgendwie das noch und ich war so pamppapam.
Aber es war ... Ich muss ganz ehrlich sagen, es war richtig anstrengend. Das war richtig geil! Weil ich war wirklich so oh mein Gott wow, ich bin irgendwie wieder da Ich bin wieder ich und hab da wirklich so eine kleine Transformation durchgemacht. Ich hatte auch meine Zunfkleidung, hat mir gar nicht mehr gepasst ... Und dann habe ich da einen Hersteller für Zunflkleidungen getroffen, die mir einfach ein tolles Outfit geschenkt haben in meiner Größe.
Da passe ich jetzt tatsächlich nicht mehr rein. Also ist ... Ich hab schon wieder abgenommen. mit dem Stillen geht das irgendwie alles ganz schnell was ganz schön is. Aber das war wie so ... Ja, in meine alte Haut so ein bisschen zurückkommen. Und das war anstrengend aber richtig schön! Zwei Monate dann Pause... Wie habt ihr euch in der Zeit im Wochenbett organisiert?
Weil dein Mann auch schon zu Hause oder war es primär du? Mein Mann war auch schon Zuhause. Das finden jetzt vielleicht viele Hörer erstaunlich Aber ich habe mich tatsächlich dazu entschieden den Großteil meines Wochenbets bei meiner Schwiegermutter zu verbringen. Also wir sind bei denen eingezogen, schon vor der Entbindung.
Ich habe den Kleinen auch in Berlin bekommen. also das ist ein kleiner Berliner obwohl ich Hamburger bin weil mein Mann ist Berliner Und wir haben uns dann da einquartiert und das war super, weil seine Mama so eine ganz fürsorgliche liebevolle Person ist. Das Glück habe ich mit meiner Mutter leider nicht und die hat einfach sich komplett um mich gekümmert.
also die hat morgens so einen richtig schönes Silbertablett gebracht mit frischen Beeren und Porridge entkoffinierten Kaffee dazu und eine warmgemachten Milch. Und so hab ich dann jeden Tag, wie in einem Dubai-Luxus After Pregnancy Resort ... Was wir von Instagram kennen, habe ich bei ihr bekommen. Das war der absolute Traum.
Ich konnte mich richtig gut erholen. Dann sind wir nach drei Wochen, glaub ich, nach Hamburg zurück. Es war auch schön, dass wir mit ihm ein bisschen in unsere Homebase angekommen sind. Und dann auch Zeit mit meiner Familie aus Hamburg verbringen konnten. Dann sind wir ja schon relativ zeitnah erst nach Nürnberg und dann nach Griechenland, und dann haben wir die letzten anderthalb Monate mit ihm in Griecheland verbracht.
Also seid ihr regelmäßig in Griegeland oder ist es dann, wenn dann seid ihr für einen längeren Zeitraum dort? Wenn dann sind wir für einen längeren Zeitraum. Wir fliegen zwar jetzt noch mal für zwei Wochen, aber in der Regel versuchen wir einfach so ein, zwei Monate am Stück zu sein zweimal im Jahr, dass wir auf drei, vier Monate vor Ort kommen und dann wieder herzukommen.
Und wir versuchen immer außerhalb der Saison, weil es einfach eine Affenhitze ist. Also da baut ihr euch dann euer Zuhause? Ja so ein Backup-Plan für die Rente, vielleicht auch. also wir überlegen auch das bei Airbnb reinzustellen und bisschen zu vermieten. Und gleichzeitig ist es aber auch so mehr Generationenprojekt.
Wir wollen auch noch ein bisschen was machen. Es wird sich bestimmt die nächsten fünf bis zehn Jahre ziehen und dann einfach für die ganze Familie so einen Feriendomizil, für uns vielleicht ein Rentendomiziel und dann vielleicht auch noch mal ein bisschen passives Einkommen mitnehmen. Why not? Aber wir werden jetzt keine Airbnb-Unternehmer, die sich so fünf Ferien immobilien kaufen und die vermieten.
Weil das ist schon anstrengend. also... Die eine füllt uns aus und alles gut und dann machen wir lieber unsere Jobs weiter. Also ihr seid Eltern? Ihr habt jeweils einen relativ anspruchsvollen Job. Dann habt ihr noch dieses Projekt, dann seid ihr Paar, dann seit ihr Einzelpersonen. bist du schon an deine Grenzen gekommen beziehungsweise siehst du irgendwo am Horizont grenzen oder sagst dann geht schon alles easy stecken wir stecken.
Ich glaube also alle Eltern die das jetzt auch hören ich habe jeder kann unterschreiben dass es erste baby ja ein hartes Jahr ist für eine partnerschaft. da bin ich auch total transparent weil ich finde es hilft niemanden wenn man so vorgaukelt, ach ja ich hab irgendwie in full glam Makeup erst mal mein Kind bekommen und dann sind wir nach Hause getappert.
Und dann hatten wir eine Superzeit und jeden Tag gab es irgendwie aufgeschnittener Avocado mit Ei und das Kind hat doch gar nicht geschrieben. Sondern das erste Babyjahr ist ein toughes Jahr weil du dich als Person neu kennenlernen musst. also du bist nicht mehr die Person die du vorher warst. Das bedeutet für die Partnerschaft auch, dass du dein Partner neu kennenlernen musst.
Das bedeutet Konfliktpotenzial weil eine Erwartungshaltung vielleicht da ist, die so nicht erfüllt werden kann, weil man gerade selbst seine eigenen Erwartungen nicht erfüllen kann. Dann kommt dieses neue Wesen dazu, für das man so viel empfindet. Für dass man jederzeit sich selbst und alle anderen unter dem Bus schmeißen würde Und du weißt gar nicht wie du mit dieser Liebe umgehen sollst.
Du bist super besorgt jeden Tag Aber auch super glücklich aber auch super müde. Das ist einfach so wahnsinnig herausfordernd. Und dann noch diese ganzen Aufgaben drum herum die man als Mensch hat Geld verdienen, sein Leben weiter leben eine Karriere voranbringen. Sicherheit für die Rente schaffen. Sicherheit wird sowieso plötzlich so ein riesiges Thema.
Das ist will ich nicht lügen echt challenging. aber wir versuchen immer wieder uns Momente zu nehmen wo wir uns ein bisschen besinnen und durchatmen und sagen okay das war jetzt krass Aber wir wissen, warum wir uns füreinander entschieden haben. Und wir haben auch Gott sei Dank also auch da. jeder macht das wie er oder sie das möchte.
aber ich für mich persönlich bin froh dass wir vorher geheiratet haben weil jetzt die Unsicherheit zu haben man könnte einfach gehen ohne dass man in Anwalt einschalten muss und einen großen Vertrag. Das würde mich verrückt machen. Ich bin froh um jedes bisschen Sicherheit, was man hat für einen selber und auch den Partnern.
Manchmal denkt man selbst so okay ich hab keinen Bock mehr. aber eigentlich liegt es gar nicht an der Partnerschaft und das liegt auch nicht am Baby sondern es liegt einfach daran dass man wirklich overwhelming ist. Wie schafft ihr das? Partnerschaft, also habt ihr euch irgendwie Rituale geschaffen. Habt ihr vor euch in Zukunft Rituaale zu schaffen?
Ich meine ihr habt Familie vor Ort was natürlich auch dieses sprichwörtliche Dorf das es braucht um ein Kind großzuziehen. nutzt ihr das schon? kannst du das nutzen? weil ich mein noch das Kind abgeben ist ja oft keine einfache einfache Sache. wie bleibt ihr Paar? Wir haben tatsächlich im Vorfeld, bevor wir das Kind bekommen haben, richtig ausgiebig darüber gesprochen was wir von uns erwarten und was wir selbst auch machen möchten wenn wir Eltern sind.
Und das war super gut und super wichtig weil ich mir zum Beispiel gesagt habe und das hab' ich auch mit meiner Hebamme kommuniziert. Das habe ich mit ganz vielen Leuten kommuniziert damit ich richtig schön so unter Druck bin. Ich hab zu allen gesagt Ich möchte von Anfang an es Leuten auf den Arm geben, natürlich nicht allen Leuten.
Aber meiner Schwiegermutter, dem Opa vom Kind, meinen Tanten, also meinen Schwestern sein Tanten ... ich möchte wirklich das von Anfang machen, weil ich möchte nicht in eine Situation kommen, wo ich niemanden mehr zutraue mit dem Kind umgehen zu können. Erstens. Zweitens. Will ich als Mutter auch akzeptieren, dass es gut für ein Kind ist wenn jeder seine eigene Umgangsweise mit dem Kind findet.
Es klingt vielleicht für manche komisch aber es ist okay wenn die Oma eine andere Methode hat das Kind ins Bett zu bringen als ich. Es ist ok wenn der Papa eine andere Art und Weise hat das kind so trösten wie ich Weil das Kind dadurch viel mehr Option hat, sich auszusuchen was für ihn oder sie am besten funktioniert und das muss ich als Mutter erlauben.
diesen Freiraum muss ich schaffen. Wenn ich das Kind superabhängig von mir mache bringt es dem Kind nach hinten raus. meiner Meinung nach gar nichts Und ... Das ist hart für mich. Es kostet mich Überwindung. Aber ich merke dass es für mich genau das Richtige ist weil ich ohne diese Strategie die ich von Anfang an gefahren habe jetzt Meine Schwester nicht für zwei Stunden mit ihm alleine lassen könnte, um hier im Podcaststudio zu sitzen.
hier mit euch im Podcaststudio zu sitzen, gibt mir aber wiederum total viel Energie. Weil ich was anderes sehe, weil ich mit erwachsenen Leuten spreche. Weil nicht immer die ganze Zeit sagt ... Und irgendwie auch so ein bisschen mich selbst reflektieren in eine kleine Time-out habe und dann komme ich wieder nach Hause und freue mich total aufs Kind und bin ne tolle motivierte Mama.
So funktioniert das für mich persönlich auf jeden Fall sehr gut. Ich sag auch immer für mich weil ich habe wirklich auch sehr, sehr früh verstanden. Dass ich keinem Elternteil dieser Welt irgendwie meine Meinung oder mein Weg aufzwängen möchte. Weil Kinder sind so individuell! Es funktioniert für jedes Kind was anderes.
So... Für mich funktioniert es aber so und vielleicht gibt es manche Menschen die sich damit identifizieren können und sagen das finde ich einen guten Ansatz. Das ist für fünf Monate wahnsinnig viel Reflexion, ich glaube da brauchen andere Eltern deutlich länger um zu dem Punkt zu kommen. Das macht mich sehr glücklich, was heißt das?
Nicht eingenommen! Super, super spannend. aber wo bleibst du also die... okay ihr schafft es irgendwie in der Partnerschaft zu sein. Ihr schafft das irgendwie euren Beruf. Hast Du Hobbys denen du nachgehst oder sagst so du gehst im Handwerk und in Social Media auf dass es fast schon Hobby ersetzt ist?
oder gibt's nochmal irgendwas wo du sagst ne jetzt gehe ich eine Runde an der Alster spazieren, weil also jetzt brauche ich mal Ruhe und bitte auch ohne Kinderwagen. Ja! Also im Moment wäre das einzige Hobby, was ich mir wünschen würde. Einfach mal wieder mit einem Apparolen ein paar Freundinnen abends zusammenzusitzen und eine Kippe zu rauchen oder so?
Ich war nie Raucherin aber ... Aber jetzt willst du! ... wie es immer ist wenn man nicht kann. Nee, und ansonsten also hier zu sein oder solche Termine machen zu können auch mit der Werkstatt mich zu befassen oder meine Meeting zu sein, Baustelle, das sind alles Sachen... die gerade eher so tatsächlich wie ein Hobby stellen werden.
Ich habe mich aber auch für einen Job entschieden, der mir Spaß macht. Deswegen hat er mich auch vorhin erfüllt. Wenn wir jetzt allerdings diesen ganzen Sommer-Schmuh hinter uns haben dann fange ich mit Sport wieder an. Okay, es war gelogen. Ich fang mit Sport an wieder ... nein! Und ich glaub das wird auch eine krasse Me-Time.
also ich war nie so wirklich motiviert für Sport. aber jetzt mit Kind ist man wirklich so. ja ich hab voll Bock das zu machen weil dann einfach mal ganz für sich alleine ist nur so eine kleine Tasche mit ein paar Sportschuhen und einem Getränk und dann meine Stunde den Kopf frei bekommt. Ja genau das werde ich dann machen und ansonsten bin ich aber auch echt nach so zwei Stunden immer wieder happy, wenn ich ihn sehe.
Also das ist auch so klischeehaft, aber man isst dann ja schon auch so ... Ich hab kein Bock mehr! Ich will jetzt eigentlich gehen und nach zwei Stunden ist man so ... Ich guck mir Fotos auf mein Handy von ihm an. Das kenne ich sehr gut, das wird sich auch nicht ändern. Zumindest nach zweieinhalb Jahren hat sich das nicht verändert.
Aber ja Sport ist ein super wichtiges Thema. Ich glaube eine der besten Investitionen die ich am Anfang getätigt habe war sobald er selber sitzen konnte einen Laufbaggie zu kaufen weil wir hatten auch einen Sohn der sehr früh aufgewacht ist Und dann bin ich morgens einfach ab in den Laufbacke gesetzt, bin gelaufen.
Er konnte gucken, ich konnte laufen und meine damalige Frau konnte ausschlafen. Das war auch ein großer Vorteil. Wie willst du dir das aufteilen wenn er dann eben in der Kita ist? Wie stellst du dir dieses ganze Thema Vereinbarkeit für dich vor? jetzt hast du ja im Endeffekt zwei Jobs plus seit ein Projekt noch irgendwie in Griechenland.
Wie stellst du es dir vor und wovor hast du Angst, wenn du so in die Zukunft der Vereinbarkeit guckst bei euch? Ja auf der einen Seite habe ich natürlich Angst dass ich ihn zu unabhängig erziehe und er mich nicht mehr brauche das diese Angst hat glaube ich jede Mutter auch wenns total unbegründet ist.
Auf der anderen Seite stelle ich mir das auch so vor, dass es eigentlich glaube ich relativ ja unproblematisch wird wenn jetzt nicht gerade wieder irgendwie eine Krippewelle ist oder so. Dass ich ihnen also die meiste Zeit dann einfach von der Kita abhole und mein Pensum eigentlich halbtags quasi schaffe.
Also denke ich werde dich schon hinbekommen auf jeden Fall in die erste Zeit Und dann später, wenn er zwei oder drei ist. Ich glaube auch der Opa ist ein ganz dankbarer Abnehmer, der super gerne zur Kita fährt und sagt ja klar komme zu mir! Ich kriege mit Sicherheit ein Kind wieder was absolut Bauchschmerzen hat weil es viel zu viele Süßigkeiten bekommen hat.
aber die werden dann ein gutes Team sein und wir haben Gott sei Dank dieses Dorf. Er hat zwei tolle Tanten, die ihn gern nehmen. Er hat noch eine Tante, die erst zwölf ist. Die auch super begeistert von ihm ist und immer ihm tausend Sachen gibt und ganz geduldig mit ihm is'. Tolle Oma, tollen Opa in Hamburg, tolle OMA, tollen OPA in Berlin – da kann er auch einen Wochenende hin.
Also ich bin der Meinung wir werden das schon alles hinbekommen! Er hat sogar seine Urgroßelter noch also ... Wir sind wirklich ganz viele Leute, die alle Lust haben Zeit mit ihm zu verbringen und auch sehr gut daran sind. Und deswegen stelle ich mir das eigentlich händelbar vor wie gesagt wenn jetzt nicht irgendwie eine Grippewelle ist oder so.
aber auch da hat mich einfach die Zeit gelehrt, es kommt immer alles anders als man denkt. Wir werden sehen wie's dann am Ende läuft. Es macht überhaupt gar keinen Sinn irgendwie zu planen. also es macht nicht mehr Sinn zu plan wie er mit ihm sein wird wenn er acht Monate ist weil jede zwei Wochen dieses Kindensprung macht und einfach ... eine andere Identität gefühlt hat.
Und deswegen lebe ich einfach mit ihm so von Tag zu Tag und beobachte ihn, neben ihm war, versucht mit ihm zu interagieren, ihn zu begleiten in seinem Wachstum und einfach ganz sensibel darauf zu achten und zu hören was braucht das Kind jetzt? Und dann mich danach zu richten! Dieses Wochenende ist es schöner für ihn, wenn er nur mit Mama und Papa verbringt.
Da machen wir das. Wenn ich merke der hat Energie dann gehen wir zu Oma und Opa wo irgendwie direkt immer zehn Leute unterwegs sind und verbringen da unsere Zeit. also ja er bestimmt ohne zu bestimmen sagen wir mal. Er existiert und nimmt viel Zeit und Raum ein. Du hast vorhin gesagt dass du dass am Anfang gar nicht so nach außen kommuniziert hast mit Schwangerschaften, weil das ist ganz für dich haben.
Ich glaube es ist immer ein bedeutsamer Teil einer jeden Persönlichkeit wenn man Mutter oder Vater ist. Wie möchtest du damit kontentzeitig umgehen? Glaubst du da wirst du irgendwie auch jetzt nicht nur die Tischlerin sein, die als Frau im Handwerk agiert sondern eben auch Als Mama? willst du dieses Thema aktiv spielen?
oder sagst, nee, du hast dir da eine Marke aufgebaut. Eine Personenmarke und möchtest den Fokus nicht verlieren? Also ich verheimliche das auf jeden Fall nicht, weil es definitiv das Beste ist was sich in meinem Leben jemals erschaffen habe. aber ob ich jetzt ja ne Marminfluencerin so gesehen werde, ne Tischlerinnen-Marminfluenserin sehe ich auch nicht unbedingt.
die Marke, die TischlerInnen Die Tischlerin als Person, die ich da mit reinbringe vor allem ist einfach jemand der vor allem sagt hey liebe junge Frauen, liebe junge Männer. Ihr müsst euch in der Ausbildung nicht schlecht behandeln lassen. Wenn ihr eine Ausbildung im Handwerk machen wollt, dann mach das seit mutig!
Das Handwerk ist einer der besten Karrierewege die man einschlagen kann insbesondere heute. Ihr könnt viel damit erreichen. Seit Mutig und gründet auch im Handwerk. übernehmt Betriebe, die es ganz viele gibt, die keine Nachfolger finden. Geht diesen Weg? Berufsfelder haben keine Geschlechter... existiert für mich nicht.
Und wenn es da Momente gibt, in denen es reinpasst, dass ich Mutter bin, dann sag' ich das gerne. Wenn ich aber merke, das ist jetzt hier einfach grad kein Thema, sondern es geht mir um diese Sache, dann muss ich das niemandem auf die Nase binden.". Wenn dein Sohn jetzt zu dir kommt mit achtzehneinzehnt, sag mal mach ich mich soziale Ökonomie studieren.
Wie gehst du damit um? Na dann erzähle ich ihm auf jeden Fall die Geschichte, wie das bei mir gelaufen ist und sage naja es kann ja bei dir immer anders laufen. aber ich glaube auf jeden fall dass er wahrscheinlich nicht Sozialökonomie Studieren wird. Vielleicht geht er zu germines next topmodel und bewirbt sich da.
das könnte immer noch passieren. wir wissen nicht wie es läuft aber ich glaube eher tatsächlich dass er. auch so ein bisschen in dieses ganze Handwerksunternehmerische, was in meiner Familie ja schon so groß ist. Dass er da auch irgendwie auf seine eigene Art und Weise wahrscheinlich reingezogen wird.
Und wenn das nicht möchte, ist es total okay. Ich möchte hauptsächlich dass er glücklich ist ... Also ich hauptzlich, ich möchte einfach, dass er einfach glücklich isst. Wenn er dann noch finanziell steht, dass's ihm gut geht? Dann bin ich auch happy! Also wenn er jetzt nicht sagt hey, ich werd so addt... der auf der Straße irgendwie dann bin ich ganz froh.
Aber auch das, also ich will niemanden irgendwie seine Passion absprechen aber da würde ich dann auch sagen ja es kannst du ja nach der Arbeit machen und so. Und auch dann stehst du mit Sicherheit am Straßenrand und applaudierst ein bisschen stolz. Ich bin mir sehr sicher. Du hast mal gesagt es bringt einen großen Druck mit sich weiblich zu sein die Gesellschaft auf die Politik, auf deinem Umfeld gesehen.
was wünschst du dir jungen Frauen mitzugeben und auch jungen Männern mitzugegeben um den Druck besser aushalten zu können. Und eben den Druck vielleicht ein bisschen zu verringern? Das ist eine total schwierige Frage weil der Druck der auf einer Frau liegt so facettenreich es wenn Du ein junges Mädchen bist Dann liegt der Druck darauf, dass dein Körper sich zu einem Körper entwickelt.
Der plötzlich von anderen gesehen wird und auch begehrt wird. Damit kannst du nicht umgehen und damit begibst du dich im gefährliche Situationen. Dann bist du eine junge Frau. Du hast diesen Sprung irgendwie geschafft und dann versuchst du deinen eigenen Weg zu finden. Du versuchts in die Berufswelt reinzugehen.
Da wirst du naiv. Du bist diejenige, die nicht ernst genommen wird. Begehrenswerten Körper gefangen, der dann auch oft eine große Rolle spielt. Der oft ohne ausgesprochen zu werden im Raum irgendwie steht ... Und dann bist du vielleicht aus dieser Phase raus und wirst Mutter. Dann spielt dein Körper wieder eine Rolle, weil er sich verändert und nicht nur für andere spielt er eine Rolle sondern zum ersten Mal auch wirklich für dich.
Weil du erkennst was dieser Körper der so viel beurteilt wurde von anderen Menschen eigentlich erschaffen kann. Du findest so viele Stärke da drin aber gleichzeitig gibt es so viele Menschen die ... genau in dem Moment zum ersten Mal dir sagen, dass dein Körper schlecht ist. Und dann kämpfst du dich durch diese Schwangerschaft durch?
Du gibst diesen Kind alles was du hast! Alles was du kannst! Du entwickelts Organe! Du entwickelt einen kleinen Menschen und gebärst diesen Menschen dann und du bist so erschöpft. Dann wird dir die Frage gestellt ja aber wie machst du weiter? Arbeitest du wieder? Wenn du dich erholst zu schnell, dann bist du faul.
Es sind so viele Erwartungen und auch in deiner Beziehung sind viele Erwartungen da ist ein Mann kann nicht verstehen was eine Frau wirklich leistet. das ist nicht möglich. nur einer andere Frau kann das verstehen Und es wird für den Rest unseres Lebens für den rest unserer Menschheit einfach mit Sicherheit so bleiben Und du bist dadurch immer als Frau in der Position, dass du dich erklären musst.
Und das ist total schwierig! Das heißt ... Deine Frage kann ich nicht wirklich beantworten weil ich nicht weiß auf welches von diesen ganzen Problem sich deine Frage bezieht. In jeder einzelnen dieser Situation ist etwas anderes gefordert was die Gesellschaft tun müsste oder was auch Männer, die uns gegenübertreten, tun müssten.
Ähm ... Die Frage ist nur, wenn ich das einfordere, weil das tue ja insbesondere jetzt, kann das wirklich erfüllt werden? Weil das Verständnis wird niemals so da sein! Also in dem Moment wo man sich vielleicht nicht mehr erklären muss, ist vielleicht der Moment gekommen, wo am meisten geholfen ist quasi.
Also einfach zuhören und nicht dagegenhalten. Und akzeptieren, dass andere Menschen eine andere Lebensrealität haben. Ja akzeptierend ist das Leben einer Frau einfach ein anderes ist so und sie nicht dazu zwingen müssen zu beweisen, dass es wirklich so ist sondern einfach sagen ich bin hammel ich glaub dir das.
So dieses klassische. in meinem Freundeskreis ist sowas noch nie passiert. ja sowas kann ihr doch gar nicht passieren. aber auch einfach Ja, ich bin müde. Ähm ... Ich bin auch so müde? Nein! Du bist nicht wie ich. Nein, du hast einfach nicht so viel gestellt als ich. Du musst kein Kind versorgen. Du warst nicht neun Monate lang schwanger.
Du muss nicht die ganze Zeit irgendwie dein Körper teilen. Äh ... Du ... Also selbst wenn man viel Kehrarbeit macht, macht er nicht soviel wie die Frau. Das heißt, wenn sie sagt, sie ist müde, dann sagt man ja Schatz du machst nämlich super, super viele und du machst so viel für diese Familie. Dann sagt man nicht ich bin auch müde weil du bist nicht so müde wie ich.
Ich glaube das ist eine Lektion, die viele Väter sehr früh lernen müssen genau das zu akzeptieren. Super, super spannend! Wir haben so zwei klassische Fragen, die wir immer zum Abschluss stellen. Die allererste ist, ich meine nach fünf Monaten weiß nicht wie viele Kinderbücher ihr schon vorlässt. Aber gibt es irgendein Kinderbuch was ihr momentan bei euch regelmäßig habt und dass du empfehlen kannst?
Genau die richtige Frage! Wir haben zwei Kinderbühner. die lese ich ihm seit seiner Geburt vor. also das eine ist jetzt neu dazugekommen. aber seit seiner geburt kann ich vielleicht auch noch mal empfehle machen wir einen Abendritual dass ich ihn Buch vorlese Und dadurch hat er so eine Einschlafroutine und immer wenn ich ein Buch raushole mit einer kleinen Leselampe weiß er, okay jetzt ist Schlafenszeit.
Dann geht er nur noch einmal an die Brust und dann pennt der auch, das ist mega! Das eine Buch ist Der Glücksring. damit haben wir angefangen. es sind ganz tolles Kinderbuch mit einer ganz tollen Lektion am Ende ganz süß geschrieben als Gedicht Tolle Bilder, das kann ich sehr empfehlen. Und das andere Buch ist Pete auf Weltreise.
Das ist die kleine Möwe-Pete, die auf der Nordsee Insel Sylt lebt und in seinem Traum eine Weltreisemacht macht. Da ist der Elefant Ebo und die Giraffe Gali. Mein Sohn hat eine Giraffe und einen Elefanten zur Geburt geschenkt bekommen. Es ist natürlich mega! Dann ist er immer so Starstruck und dann ... Wie kommen nur diese Giraffe jetzt hierher?
Und ähm... Und ich lese ihm das immer so vor, weil dann noch ein Papagei ist und fault hier. Dann sag ich irgendwann mal ... Ich bin der Papageifjada! Dann findet er es immer so lustig. Das Fault hier voneinander ist dann ganz langsam. Dann guckt er mich an mit seinem Schnulli und lacht dahinter und ist happy.
Das kann ich sehr empfehlen, wenn man das kreativ vorlesen kann. Sehr schön, guter Tipp immer. Du hast es gerade schon kurz angerissen. dass ihr pflegt. Dein Mann, dein Sohn? Also ich und meinen Sohn haben Ritual und das ist der Schlafensgehen-Ritual Und es wird sich vorher noch mal richtig ausgetobt also mit Kitzeln, mit Eindrumen dran und Tova Buu.
Dann mach ich das Licht aus, mach so ein kleines Nachtlicht an erst mal am Bett. Dann wird sich so eingemuckelt, dann kriegt er sein Schnulli und seine Giraffe und seinen Elefanten in den Arm. Und dann muckele ich mich mit dazu. Dann gibt es nur das Buch mit einer Lese-Lampe. So eine Batterie betriebenen diese Lampe.
Und da mache ich das an, macht die Nachtischlampe aus und dann lese ich ihm das vor. Die letzte Seite lesee ich dann immer ganz leise. Wenn wir fertig sind, mache ich das Licht aus. Ich sage so jetzt machen wir das Licht raus und es kann ich auch sehr empfehlen mit der Nachtlampe weil selbst wenn's hell draußen ist, ist es, wenn die Lampe ausgeht immer noch dunkler quasi und das Kind hat so eine Lichtveränderung und dann lege ich ihn hin und dann wird noch ein bisschen gekuschelt und gestillt und dann schläft er eigentlich in der Regel ein Und das ist unser Ritual.
Sehr cool, liebe Isabel! Ich wusste vor dem Gespräch schon, dass es ein beeindruckendes Gespräch sein wird einfach weil ich deinen Content verfolgt habe und ich bin nicht enttäuscht worden ganz im Gegenteil. Das war sehr schön. Vielen lieben Dank für deine offenen und ehrlichen Einblicke in euer Familienleben, in Deine Zunft und vielen lieben dank, dass du da warst.
Danke für die Einladung Tschüss.