Working Parents

Physisch da, aber nicht wirklich anwesend: Im Gespräch mit einhorn Gründer Waldemar Zeiler

Montag, 14. September 2026 · 1 h 06

MP3

Shownotes

Waldemar Zeiler ist Seriengründer und Vater eines 10-jährigen Sohnes. 2015, ein Jahr bevor sein Sohn zur Welt kam, gründete er einhorn, eine Berliner Marke für Kondome und Periodenprodukte. 2024 hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und den Tischtennisclub Ding Dong Ping Pong in Berlin gegründet.

Vor der Geburt seines Sohnes hätte er es selbst nicht gedacht – doch der Moment im Krankenhaus, während seine Frau einen Kaiserschnitt hatte, stürzte ihn in eine tiefe Hilflosigkeit, mit der er lange nicht umgehen konnte.

Erst Jahre später, durch Therapie und ein intensives zweijähriges Training, lernte Waldemar, seine Gefühle überhaupt erst zu spüren und seinen Sohn wirklich kennenzulernen. Ein Satz seiner Therapeutin traf ihn dabei bis ins Mark.

Warum Waldemar heute jedem werdenden Vater rät, so früh wie möglich mit Psychotherapie anzufangen, wie Paartherapie seine Beziehung verändert hat und weshalb er überzeugt ist, dass Einsamkeit unsere Gesellschaft krank macht, besprechen Waldemar und Eva in dieser Folge Working Parents.

Waldemar Zeiler auf LinkedIn (linkedin.com/in/waldemar-zeiler)

Eva Neugebauer auf LinkedIn (linkedin.com/in/eva-neugebauer-1501b659)

Working Parents auf Instagram (instagram.com/workingparents_podcast) & LinkedIn (linkedin.com/showcase/working-parents-podcast/…)

Du hast Fragen, Anregungen oder Gästevorschläge? Dann freuen wir uns auf dein Feedback an workingparents@cleopr.com

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

In dieser Folge spreche ich mit Impact-Seriengründer Waldemar Zeiler. Vor zehn Jahren kam sein Sohn zur Welt, mitten in der turbulenten Aufbauphase von Einung und Kondome. Was mich in unserem Gespräch besonders berührt hat war wie Waldemarr die Geburt seines Sohnes emotional erlebt hat und wie Therapie ihm geholfen hat seine Gefühle uns seinen Kind wirklich kennenzulernen.

Waldemar, zum Einstieg. Erzähl mir doch mal wie dein gestriger Tag abgelaufen ist von morgens bis abends mit allen Details gerne. Ich kann mich immer so schlecht erinnern aber es war denn gestern für den Tag heute? Gestern war Tennis. also mein Sohn war beim Tennis heißt ich habe ihn abgeholt Am Nachmittag von der Schule.

Wie geht denn euer normaler Alltagstag morgens schon los? Ich versuch grad von hinten aufzureinern, aber stimmt nicht. Da mach ich von vorne. Also, ein normales Alltag geht los, dass ... wahrscheinlich so sechs oder dreißig aufwache gerade im Sommer und im Winter irgendwie früher. Und dann guck ich mal, wer schon wach ist.

Meistens dann Susi schon wacht. Dann frage ich, welche Brötchen gerne Susi und Kaspi hätte. Mhm. Dann geh ich zum Bäcker und hol Brötchinn. Ach schön, ist das so eine Morgenroutine von dir? Genau. Ich muss meine Beine vertreten. Also ich versuche jeden Morgen zu laufen und dann gehe ich zum Bäcker. Und dann ist diese morgendliche Hektik irgendwie ein Schulkind fertigzumachen und der gar keinen Bock irgendwie auch zustehen ... Ist er so'n Langschläfer oder was?

Nicht am Wochenende, so typisch als bei Kindern öfter so. Unter der Woche ist er Langschäfer, am Wochenenden ist er früh auf Stehe. Super! Danke für nichts. Dann machen wir uns fertig. Dann fährt einer von uns beiden in die Schule. Mhm. Genau, der andere fängt schon mal an zu arbeiten und dann ... Macht ihr da so ein Modell?

Welche Tage wer ihn in die Schule bringt? oder ist das komplett flexibel? Nee, das ist komplett flexibli bei uns. Ich weiß nicht, ob das ideal ist. Manchmal wär's gut, es abzustimmen aber meistens superflexibel weil wir beide ja UnternehmerInnen sind. Genau, da haben wir immer Termine und dann wird einfach morgens abgestimmt.

Außer man hat längerfristige Termine, die stellt man in den Kalender oder man wünscht sich das der Partner oder die Partnerin, dass sie einen Kalender stellt, was passiert manchmal nicht? Aber ist auch mal super flexibel, genießen wir auch so ein bisschen... Du sprichst ja wirklich morgens so hey ich bringe ihn oder du bringest ihn aber dann kannst du auch vorkommen, dass ihr beide plötzlich einen Termin habt Das nicht geht.

Bei ganz wichtigen Terminen denken wir da schon dran, und da aber ... Wir beide gerade wirklich sehr lokal in Berlin arbeiten, also so ist das Arbeitsplatz irgendwie fünfzig Meter von unserer Wohnung. Och wie cool! Und meiner ist irgendwie dreihundert Meter. Ja, das natürlich mega. Da können wir das eigentlich ganz gut absprechen.

Genau. Dann geht's in die Schule und dann auch genau... Welche Klasse ist er jetzt? Der kommt jetzt in die vierte, also ist jetzt gerade der dritte. Und dann wird nachmittags auch abgesprochen, wer holt jetzt irgendwie so ab? Also, manchmal fällt mir auf jetzt gerade wirklich jeden Tag flexibel. Wir haben keine festgelegten Pläne.

Außer es gibt fixe Termine ohne Konferenz oder irgendwas und genau ... Jetzt bei Tennis hole ich meist ab weil ich parallel noch spiele. Ah, spielt's auch Tennis? Ja cool! Und dann gehts irgendwie nach Hause und versucht mal zu gucken die Hitze zu überstehen. Gerade ist WM, dann haben wir natürlich Ronaldo angemacht, mein Sohn stehe ich im Fußballfieber auf.

Ja, und das war's dann auch schon. Abendessen habt ihr da irgendwie eine Routine. oder ins Bett bringen? Oder relativ... Hört sich sehr flexibel entspannt an bei euch! Das hat sich irgendwie nie so richtig etabliert, dass es ein Fix ist. Also Susi bringt meistens Kast mal ins Bett, der will nicht von mir ins Bett gebracht werden Aber ich bin dann immer für alles ... Willst du sagen, dass ihr auch gleich viel arbeitet?

Also ist es wirklich fifty-fifty oder gleich viel beim Kind seid. Oder bei eurem Sohn? Nee, ich würde schon sagen, das sind die ... Susi glaub ich einen größeren Anteil macht mit Sohn. Ich würd natürlich immer sagen, der ist auf den Teil selbst gewählt aber das müssen wir zusammen ausdiskutieren. Deswegen war's mir wichtig, Susi mit dem Podcast einzuladen.

Die wird ja auch ihre Sichtweise schildern so... Sie macht auf jeden Fall mehr was da angeht. Wir versuchen von der Arbeit das relativ ausgeglichen zu machen Also zumindest von der beruflichen Arbeit. Und versuchen uns da einen guten Weg zu finden, das ist halt für beide irgendwie passt. Achso okay du willst sagen so beruflich ist es relativ ausgeglichen dass beide gleich viel machen können.

aber wenn ihr dann Zuhause seid macht sie wahrscheinlich mehr. so was meinst du jetzt? Genau. also ich glaube das hat glaub ich auch ein bisschen mit Anspruch irgendwie zu tun. irgendwie wo ich sage gut okay das ist auch okay wenn der Sohn sich mal langweilt oder so und So soll, glaub ich da noch mal einen anderen Anspruch irgendwie.

Oder ein Verständnis von Langeweile. Aber dann diskutieren wir auch oft drüber. Genau und das hat jetzt auch mit Phasen zu tun. Ich merke jetzt auch ... Ich komm viel verstärkter rein weil die Ballphase gerade angefangen hat. Ja. Jetzt Fußball, Basketball, Tennis spielen wir als ganze Familie aber so die anderen Ballsportarten.

Das findet der wahrscheinlich mega mit Ding Dong Ping Pong oder? Leider nicht so. Wenn die Eltern irgendwas machen, finden es die Kinder nicht zwangsläufig super. Er fand Tischtennis vor her cooler als jetzt aber ist auch okay. Wir spielen unglaublich viel Basketball und Fußball gerade zusammen. Und in der Wohnung.

Unsere Wohnungen kann man sich nicht anschauen. Es sind zehn verschiedene Bälle liegen da rum. Erst die ganze Zeit nur am Dribbeln, am Bounzen, am Korbwerfen ... Das war bei uns früher immer so, meine Mutter ist kiri geworden, weil ich gegen jeden Schrank, jede Wand habe die Bälle geschossen. Ja, cool.

Hört sich schön an! Aber vielleicht noch einmal ein Stück zurück, Waldemar... Wie bist du aufgewachsen? Hast du Geschwister? Wie kamst du zu den Gründungen? Wie passt da bei den vielen Sachen die du gemacht hast in der Familiengründung rein? Also vielleicht kannst du uns mal abholen. für alle, die dich vielleicht nicht so gut kennen wie ich jetzt.

Wow okay. Makronologisch Aufräumen. Also geboren bin ich in Kasachstan Und bin mit sieben Jahren nach Deutschland gekommen. Mit meiner Familie, ich hab ne sechs Jahre ältere Schwester. Wir sind am Bodensee aufgewachsen. Ein gutes Verhältnis zu deiner Schwester? Ja. Also als wir Kinder waren gar nicht ... Als ich dann irgendwie so vierzehn wurde ab dann wurde es schlagartig gut und ... Genau seitdem ist das sehr eng.

Davor halt die typischen Streitigkeiten, Altersunterschied irgendwie zu groß hat sich irgendwie nicht verstanden. Ich glaube, ich wurde relativ klassisch erzogen. Gerade auch in der Sowjetunion war das sehr patriarchales Ziehungsprinzip. Obwohl natürlich beide arbeiten ... Es gab es ja nicht, dass die Frauen nicht gearbeitet haben, sondern alle gearbeitet.

Aber die Frauen haben on top noch Mental-Load und Carework alles gemacht. Und so war das dann auch in Deutschland. Mein Mutter hat ein bisschen weniger gearbeitet als mein Vater. Aber ich war doch schon sehr ... Ich glaub, da hab ich nicht so viel gelernt. Mein Vater hat es irgendwie nie gekocht oder sauber gemacht und so.

Da hatten so Typschen Aufgaben dann irgendwie gemacht ... die für Männer übrigbleiben, das Auto warten und ... Kehrwoche. im Süden Deutschlands gibt's ja noch die Kehrwache und so? Mhm. Genau, das ist ein bisschen mein Abbringing. Dann hab ich aber relativ früh angefangen, hab mich das Gründen für mich entdeckt und hab im Abitur das erste Mal gegründet.

Seitdem war ich irgendwie so süchtig, wie so'n ... So eine Offenbarung für mich, was das bedeuten kann. Was Gründen für einen bedeuten können, was für Freiheiten es einem gibt und wie künstlerisch tätig man irgendwie sein kann. Also für mich ist wirklich Gründen sehr oft auch irgendwie in der Art von Kunst.

Wolltest du ja erst Millionär werden am Anfang? Dann irgendwann nicht mehr! Genau. Eigentlich wollte ich nicht Millionär werden, als ich's kennengelernt habe, war das für mich so wow was ist das? Diese Art von Tätigkeit... Das funktioniert wirklich und Start-ups bekommen Geld! Und dann sind da plötzlich viele Mitarbeiter und crazy man kann die Ideen umsetzen.

Sondern es war ein erster Eindruck. Nicht unbedingt, dass es funktioniert. Die meisten Sachen funktionieren nicht. Das muss sich auch lernen. Also die Startup Story, die sehr wenige erzählen. Das ist die meisten Gründe, die scheitern Aber zu merken, du kannst dir irgendwas umsetzen. Es hat eine Bedeutung und einen Impact in der Welt.

Du veränderst etwas was so ein Ripple-Effekt hat und es beeinflusst sofort Menschen egal ob sie jetzt erfolgreich ist oder nicht. aber es beeinflust was. Und für diese Wirksamkeitserfahrungen war für mich... absolut neu, weil wenn du in der Schule bist war für mich so alles was du machst interessiert kein Mensch.

Du machst irgendwie eine Klassenarbeit und wird die weggeschmissen. selbst wenn ich für ein Thema interessiere dann kommt halt das nächste Thema aber es hat irgendwie nichts hat Bedeutung. alle Projekte die man achten alles was dir irgendwie welcher Fach auch immer erzeugt dass ist egal. also diese krasse Wirksamkeit und Sichtbarkeit und genau und auch so glaube ich irgendwie dieses ist egal wie alt du bist dass man auch mit einem jungen Alter so etwas machen kann und ernst genommen wird.

Von Erwachsenen, das war für mich total neu. Genau, dann hab ich gegründet. Und wenn du immer wieder gründest, kommst du auf diesen Track nachzufragen, ich möchte besser werden in dem, was mir so Spaß macht? Was sind denn da die Messgrößen? Keine anderen. Tennis ist wahrscheinlich ein Grand Slam-Gewinn.

Beim Gründen muss reich werden. Dann kam es bei mir so oft gesagt, okay, mit neißig muss hier Millionär werden, weil das ist ja das Zeichen dafür, Und dann bin ich aber so ein bisschen abgekommen vom Weg, den ich jetzt wieder zurück finde. So langsam zu merken, warum hast du das wirklich gemacht? Und gründest du für die Kohle oder weil es dir einfach Spaß macht?

Also sagen wir mal als Maler gesprochen irgendwie Picasso hätte sein Leben lang Bilder gemalt ob die jemand gekauft hätte oder nicht. und ich mag einfach dass erschaffen, dass manifestieren und auch Menschen zusammenbringen. Weil Gründen gehen nicht ohne Menschen. also für mich ist das glaube ich als introvertierter Mensch Ein extrem cooles Tool, wo ich mit Menschen sein kann.

Eine Rolle hab und in Gemeinschaft mein Mehrwert beitragen kann. Und das initiieren von einer Idee und etwas ins Leben bringen. Ja, versteh ich. An welcher Stelle kamen Kinder ins Spiel? Wann hast du deine Frau kennengelernt? Da müssen wir erst anfangen! Ich glaube ... Wir haben uns kennengelernt, glaube ich zum schlechtesten Zeitpunkt.

Irgendwie wo man irgendwie an Kinder denken kann das war nämlich... Suze hatte da frisch gerade Edition F gegründet. Wieso du das noch kennst aus den Zeiten? Einfach damals das absolut größte feministische Netzwerk und die haben hunderttausende Leser in gehabt. es war richtig crazy. Aber zu dem Zeitpunkt sagen gab's die glaube ich ein anderthalb Jahre waren sie noch nicht profitabel.

Ich hatte grad einen Jahr lang Frisch Einhorn gegrundet. wir waren auch nicht profitabelt zu dem zeitpunkt. Das war einfach crazy. Und dann sozusagen in dem zwei Unternehmensbabys, die nicht profitabel sind und werden auch kein Investoren ... Also es war weiter gebootstrappt. Und da noch ein Kind zu bekommen, war absolut crazy!

Ja, glaub ich. Erzähl doch gerne mal über die Zeit und was das mit euch gemacht hat und wie ihr's gemacht habt? Ich glaube, ich war ... Ich hab alles andere gedacht, als ein Kind zu dem Zeitpunkt. Aber das fand ich relativ straight. dann eben, dass Susak gesagt hat so du ... Wenn was werden soll? Wir sind da frisch zusammengekommen, wir kann uns irgendwie einen Jahr ... Also, ich suche jetzt jemanden mit dem ich auch Kinder haben kann.

Und wenn du es nicht bist oder halt nicht, sag ich dir schon ab Front und ich hatte zum Zeitpunkt mit Einhorn, aber gleichzeitig wusste ich, dass ich Kinder möchte. Okay, das gibt nicht den perfekten Zeitpunkt. Let's just try. und ich hatte eine Kondom-Company. also dachte ich so vielleicht zieht sich das noch ein bisschen?

Nein hat sich nicht gezogen. zum Glück kam unser Sohn dann relativ flott danach auf die Welt. Und ja das macht man einfach mit. Ich weiß gar nicht, ich glaube nach wie vor es gibt keinen perfekten Zeitpunkt für Elternschaft. Habt ihr dann beide gleichermaßen versucht auf die Kette zu kriegen? oder also wie habt ihr den Alltag dann gemeistert?

Also Susi war relativ zackig glaub ich bereits nach zwei Monaten wieder am Start nach der Geburt und wir haben einfach versucht, wie das irgendwie hinbekommen können. Also sie hat auch gestillt und ich kenne diese Bilder noch, wie ich dann mein Sohn abgeholt habe oder unseren Sohn und dann war ich irgendwie mit dir spazieren rund um ihr Office und da bin ich aber zu den Stillzeiten eben zu ihr ins Büro gefahren.

Das war ja alles bei uns in der Nähe zum Glück und so haben wir versucht es irgendwie zu managen. natürlich was jetzt in den ersten Ja, dann würde ich schon sagen auf jeden Fall einen höherer Anteil sozusagen den Suze mit Caspi verbracht hat. Und gleichzeitig waren wir aber auch immer ... haben uns immer dadurch das was einfach so gefordert war ausständlich waren irgendwie Konferenzen die haben ja auch mit Edition F extrem viele Events gehabt und wir haben geguckt dass wir das irgendwie hinbekommen und die Schwiegermama konnte ein bisschen helfen Aber die wohnten auch irgendwie anderthalb Stunden weit weg.

Wir haben das versucht halt irgendwie zu wuppen und gleichzeitig wurde Durch ihre ... durch ihr Projekt, Edition F, glaub ich feministisch erst erzogen. Also ich hatte keine Ahnung davor was das irgendwie so bedeutet und konnte dann einerseits natürlich den Konsum der ganz vielen Artikel überhaupt zu lernen, was ist denn Mental Load?

Warum ist dir ungerecht verteilt? Das war mir vorher gar nicht klar. Und ich glaub da ... eineseits rangeführt zu werden und immer diesen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Ich glaube, ich hatte schon einen hohen Anspruch dann gewonnen. Dann haben wir auch bei Einhorn versucht ja umzusetzen oder sind ein extrem eltenfreundlicher Company.

Das heißt also dein eigenes Vater Dasein hat dann auch zugeführt dass mehr Freiheiten geschaffen worden innerhalb von Einhorn? Extrem. Also es ist total wichtig. Ich habe das gemerkt an mir selbst als ich hatte vorher schon andere Startups wie uncool ich als Arbeitgeber eigentlich war, weil ich gar nicht verstanden hab, wie die Lebensrealität von Eltern aussieht.

Also es war wirklich ... Ich glaub, ich hab mich da nicht besonders cool verhalten. Nicht weil ich das wollte, sondern ich dachte, dass ist halt so. Auch dieses Leistungsprinzip und alle wollten in dem Start-up arbeiten, muss ja wissen was auf ihn zukommt. Und genau. Das habe ich dann schon reflektiert.

Dann versuchte okay, dann möchte ich das jetzt bei einem Horn anders machen. Und das war, glaub ich, total wichtig. Dass ich einer der ersten war bei Einhornen, der ein Kind bekommen hat. Inzwischen haben wir ganz viele Kinder ... Aber dass wir eben Flexibilität gewährt haben, dass wir dort eineseits Urlaub-Flexibilität, dass du gehen kannst.

Wir haben Eltern ein Bonus gegeben und es gab einen Kinderbonus. Und wir haben versucht, irgendwie für die Eltern erträglicher zu machen. Aber dazu musste ich erst mal selbst merken wie das ist. Also gerade so Faktoren wie Schlafmangel waren wir überhaupt nicht bewusst. Es hat uns total dahin gerafft und der Kind hat zweieinhalb Jahre nicht geschlafen, um zu merken welche Auswirkungen das dann hat auch beruflich auf die Laune, auf die Psyche, auf Beziehungsfähigkeit von uns als Paar aber auch irgendwie mit anderen Menschen.

Das war schon crazy. Und was hast du so mitbekommen im Umfeld von deiner Frau? Wie wurde da mit der Schwangerschaft und auch dann mit dem Kind umgegangen, dass in so einer Phase jetzt quasi die erst mal nicht mehr so leistungsfähig ist wie vorher? Also ich glaube dadurch, dass sie einerseits einen sehr feministischen Umfeld war also glaubt wenn die Gründerin eines feministischen Start-ups nicht selbst irgendwie sich auch gewisse Freiheiten sozusagen als ... als Elternteil mit Kind nehmen kann.

Ich glaub, ich wär's ein schweres Aushängeschild sonst gewesen und gleichzeitig ist es aber trotzdem neu. also ich glaube für alle egal ob Frauen Männer Es ist halt schwierig das nachzuvollziehen wie das isst um kind zu haben. Also ich glaube dass ganz normal das können wir nicht jemand vorwerfen. genauso wirklich eine hundebesitzerin zu mir sagt oder weiß gar nicht was bedeutet einen Hund zu haben schon ja weiß sie auch nicht Neue Welt, ne?

Ich weiß auch nicht. Das hatten wir oft mal bei Einhorn gefragt wie kann man diese Welt jemandem näher bringen? also es gibt ja auch bei vielen anderen Themen zum Beispiel das Thema Menstruation hier bei einhorn dadurch dass wir auch Periodenprodukte haben versucht Männern weitzubringen ist total schwierig was das bedeutet irgendwie und ich weiß dass sie überhaupt nicht einfach ist und ganz wird man das nie erreichen können.

aber ich glaube dieses zumindest versuchen, sich irgendwie in eine Position reinzudenken oder nachzufühlen. Das glaub ich total wichtig und ... Ich glaube das fällt aber Männern insbesondere nicht nur beim Thema Menstruationen sondern auch beim Thema Elternschaft, glaub ich, total schwer weil die Voraussetzungen dafür einfach oft nicht gegeben sind beziehungsweise abtrainiert wurden.

also gerade das Thema Emotionen, Gefühle was mich auch sehr beschäftigt In meiner Reise als als Vater, als Mann. Ist nach wie vor ein riesen Thema und ich kann deswegen gut nachvollziehen, weshalb viele Männer sich überhaupt nicht über das Thema äußern oder keinen Zugang dazu haben. Und gleichzeitig ärgert mich das natürlich auch und ich möchte auch was ändern daran und muss aber bei mir anfangen.

Bei Einhorn seid ihr sehr stark dafür bekannt, Tabus zu brechen über Themen zu reden, über die sonst niemand redet. Habt ihr auch das Thema? Also gerade im Kontext mit Kondomenwerte ist da eure Zielgruppe, habt ihr da auch das thema Sexualität, wenn man Eltern ist mal behandelt? oder habt ihr dieses Tabu gebrochen in irgendeiner Form?

Wir haben uns natürlich verschiedene Zielgruppen angeschaut und ... Und tatsächlich eigentlich so rein technisch ist das eine ziemlich gute Zielgruppe, weil wir durchaus empfohlen nach Schwangerschaft und so weiter auch... Kondome zu nutzen und gleichzeitig haben wir auch gemerkt, dass das jetzt nicht gerade die Zeit ist.

Die ersten paar Jährchen nach Geburt wo viele Eltern irgendwie an viel Sex denken. also ich glaube wir haben uns da einfach auf andere Zielgruppen fokussiert beziehungsweise vielleicht war ich auch selber total down und mit Schlafmangel gedacht okay Das ist jetzt nicht grad das Thema, worüber sind die Zielgruppe irgendwie dazu?

Aber ihr habt das Tabu an sich nicht als Kommunikationsthema aufgeworfen oder so bei Einhorn. Weil hier ja viele Themen so immer angegangen sind, ne? Nee das Thema jetzt speziell nicht! Also es ist ... ich weiß auch gar nicht, woop das ein Tabu gewesen wäre. also weil die hatten ja schon Sex... Ja, ja, haben mich aber nur gerade interessiert.

Vielleicht kannst du auch noch mal was dazu sagen. wie hast Du dir Geburt eines Sohnes erlebt? Wie war das? Du hast gerade auch viel über deine emotionale Reise gesprochen. Erwiesenermaßen macht das ja wirklich was mit den Hormonen des Mannes, so eine Geburt und so eine Vaterschaft. Wie war deine emotionelle Reise da?

Also ich glaub dass ... Ich hab das sehr lange irgendwie ausgeblendet. Das war irgendwie so, ja klar man sieht irgendwie dem Bauch wieder wächst. Man hat versucht irgendwie und habe gesehen, wie anstrengend eine Schwangerschaft sein kann. Aber es ist so total ... Das musst du jetzt nicht erzählen. Aber dieser Moment irgendwie bevor das Kind auf die Welt kommt und danach, alles verändert sich.

Und das ist einem überhaupt nicht bewusst, dass du dann nach twenty four seven für das Überleben eines Menschen zuständig bist. Und eigentlich gar keine Ahnung hast du, wie das geht? Weil du das nicht mal ein Führerschenk gemacht oder irgendwas. Und das war, glaub ich ... Das war mir lange nicht bewusst.

Dann saß ich, weiß ich genau, es musste leider einen Kaiserschnitt gemacht werden. Weil unser Sohn sich einfach da so positioniert hatte im Bauch, dass das nicht anders ging. Mhm. Und dann saß er auf dem ... in so einer Wartebank und im Krankenhaus. Es war ein totales ... totaler Moment der Hilflosigkeit.

Ich wusste so, ich kann gar nichts machen! Also, das ist jetzt irgendwie in der Obhut. Da passiert was ganz Krasses für dich, total lebensveränderndes? Es wird alles verändern, aber du hast keine Ahnung, wie und du sitzt da und kannst nichts beschleunigen oder auf die Uhr gucken oder irgendwas. Und es war schon, glaub ich, ein total ... ja so hilfloser, scary Moment irgendwie.

Ich freu mich so krass. Klar ist die Vorfreude war auch natürlich um die Sorge, weil's ist kein ... kein Mini-Eingriff, der dort kommt. Und danach ging irgendwie alles in Lichtgeschwindigkeit. Weil dann als es losging, ging sofort reingehen und ich hatte auch relativ ... hab versucht irgendwie erst mal Soße zu beruhigen und hatte aber relativ schnell meinen Sohn auf dem Arm.

Ja, das war glaub ich ... Voll interessant, dass du das beschreibst. Ich kann sagen, als Frau und Mutter habe ich ... dieses Gefühl der Hilflosigkeit nicht so gehabt. Das ist interessant, das kann ich mir schon vorstellen dass es bei manchen Männern die ja einfach biologisch bedingt da nichts machen können aber eigentlich... Ich muss sagen, mein Körper hat ja einfach funktioniert und ich habe auch eigentlich nicht so viel gemacht.

Aber als Frau hat man dieses Hilfelosigkeitsgefühl glaube ich nicht. also ich hab's zumindest nicht gehabt. Ich weiß nicht vielleicht gibt es anderen Frauen anders als interessanter sodass du beschreibst. Ich glaub' es hat auch mit der Ata Geburtwäsnung was bei dir in Kaiserschnitt war oder? zum Glück natürlich Geburt.

Ich glaub, das ist auch noch mal ... weil ich fühl's dich ausgeliefert. Stimmt, da ist man noch mal. Und ja, ich glaub schon, dass es mit Männern was macht. Weil du hast keine Zeit, die so richtig zu gewöhnen im Körper. Du als Frau trägst. Du spürst es jeden Tag, du spürtest es und die Veränderung wächst.

Als Mann ist das wirklich so gut. Von einen Tag auf den anderen ist da etwas da. Ab dann ist das Leben ... Er hat das noch länger angehalten, dieses Gefühl. Oder ist es teilweise immer noch da? Wie würdest du das schreiben? Sehr viel Flosigkeit! Voll... Ich hab gemerkt, gerade am Anfang war das total ... Suse muss natürlich im Krankenhaus ein paar Tage bleiben zur Nachbehandlung und so weiter.

Und wir haben dort im Krankenhaustern gewohnt. Dann musste ich erst mal mit dem Kind umgehen. Ich weiß ganz genau wie ich irgendwie ... die erste Windel gewechselt hat und dachte, was passiert mit dem Kind? Es stirbt das Kind jetzt. Weil dieses Pech-Schwarze erst mal rauskam im ersten Mal ... Ich war halt überfordert als wenn die Hebamme oder die Krankenhauspersonal nicht gesagt haben, nee, ist normal, dass es schwarz ist, dass nichts Schlimmes ist.

Aber auch wie man's angefasst hat, ich hab der extreme Rückenbeschwerden gehabt, weil ich so angespannt war, ich wollte nichts falsch machen mit dem kind. Und das glaubte, das ging eine ganze Weile. Also ich hab, glaub ich, voll ... Jahre gebraucht, langsam reinzuwachsen. Mhm. Genau und merke ... Also so komisch das auch klingt.

Irgendwann so ein Wurzelszenen. Jetzt merk ich so langsam wie ich mich in der Vaterschaft jetzt langsam setze erst. Wahnsinn! Und klar könnte ich das behaupten. Es war sofort da und lieber vom Ersten aber es musste voll wachsen. Das hat vielleicht mit der Prägung von Männern zu tun. Mit dem beschäftigen wir nicht viel.

Ich schreibe es auf im Nächste oder hab einen Buchvertrag geschrieben dazu. Hey, ich muss irgendwie für mich selbst sorgen. Ich bin für mich diese Unabhängigkeit dieses Ganzen auf einmal sozusagen so nee du bist jetzt ... Du bist jetzt für jemand anderes mitverantwortlich und du kannst dich auch nicht trennen.

also von der Partnerin kannst du dich trennen, vom Kind kannst sie zwar auch trennen aber das ist irgendwie irgendwie auf irgendeine bestimmte Art und Weise leben lang Teil von dir. Hast du da mit deiner Frau so drüber gesprochen? dann auch wie es dir geht? Ich glaub zu dir im Moment nicht. Also ich glaube einerseits kann sagen war keine Zeit dafür weil wir irgendwie zwei Start-ups hatten und ein Kind.

Und dann, ehrlich muss ich sagen ... Ich konnte das gar nicht. Ich hatte gar nicht die Werkzeuge darüber zu sprechen. Also den Zugang zu meinen Gefühlen und die Möglichkeit in mir überhaupt was aufzumachen und das zu fühlen, was sich da fühle. Das kann ich im Nachhinein besser beschreiben als damals.

Damals war es einfach nur im Tunnel. Du musst irgendwie überleben, du musst im Startup überleben mit deiner Familie überleben. Du musst irgendwie funktionieren, du musst das alles irgendwie hinbekommen und möglichst ohne Gefühle. Also das ist ja auch sozusagen die Erziehung von ganz vielen Männern, zumindest von mir auf jeden Fall.

Gefühler haben da nichts zu suchen! Du kannst keine gute Entscheidungen treffen wenn Gefühlen involviert sind. Das war meine Prägung und dass mich das aber fast den Burnout getrieben hat und auch in extremer Krise. Und jetzt rückblickend... Fällt dir was ein, was dir vielleicht geholfen hätte in der Zeit oder in der Vorbereitung zu Geburt?

Weil du sagst jetzt vieles. Das ist natürlich auch eine Frage von wie ist man sozialisiert worden? Was wird irgendwie so von Typ Mann erwartet? Also paar Sachen hättest du wahrscheinlich einfach nicht ändern können. die waren dann da. aber würdest du jetzt deinem alten, deinem jungen ich irgendwas raten?

Was bestimmtest du machen oder... Absolut also als allererstes würde ich so früh wie möglich mit Psychotherapie anfangen oder mit irgendeinem ... sozusagen, einer Art der Hilfe und des Coachings. Nicht zum Eltern sein, sondern lange bevor Eltern sein kommt, damit zu beschäftigen, hey was ... Wie tickst du eigentlich?

Wer bist du eigentlich, warum triffst du bestimmte Entscheidungen? Wo leidest du viel? Wo siehst du keine Auswege? Warum holst du dir keine Hilfe? Also all solche Themen und ich glaube, dass es nichts Neues. Aber gerade wenn das erste Kind kommt und spätestens beim zweiten, da trennen sich die meisten Paare... Da kocht ja irgendwie alles hoch!

Und bei mir war das so ein Moment wo ich Kaspar war war, glaub ich grad mal ein Jahr. Wie gesagt, unsere beiden Startups waren damals noch nicht profitabel und ich war einfach am Ende, weil es auch keinen Schlaf ... Und ich weiß ganz genau, wenn damals nicht ein sehr guter Freund von mir der zehn Jahre älter ist, der schon mehrere Kinder hat, der noch erfolgreicher Unternehmer ist, mir da nicht geholfen hätte und gesagt hätte, Walmer du suchst dir bei allen Themen irgendwie in deinem Business Hilfe?

Suchmaschinenoptimierung oder sonst irgendwas. Aber bei dem wichtigen Thema hast du keine Hilfe und du hast kein Psychotherapeuten, ich sage nee! Das muss ich irgendwie alleine klären, das ist totaler Schwachsinn. Ich habe mich richtig auf den Topf gesetzt und gesagt hier, dass es die Karte von meinem Therapeuten ist.

Ich möchte, dass du jetzt dahin gehst und bin ich bis heute dankbar, Ansgar Oberholz hat das alles gemacht und das war total wichtig. Da hab ich gemerkt, ich bin überhaupt nicht alleine. Dann saß ich beim Therapeuten und er so ... So erzählen Sie mal, da ist das! Ich fühle mich so allein mit dem Thema, es hat keinen anderen.

Nee, nee, nee. Also ich hab das Thema seit zwanzig Jahren. Und der erste Tipp trennen sich nicht von Ihrer Partnerin in den ersten zweieinhalb Jahren? Weil das ist eine Phase, wo meistens die Kinder nicht schlafen. Und viele Paare, die das tun, bereuen das. Das war in der besten Hinweise überhaupt für mich dann.

Ja klar! Ich bin jetzt gerade richtig irgendwie ... ich bin so einem außenarme Zustand und wollt alles hinwerfen und alles hat irgendwie nicht gepasst und so. Es war total wichtig allein da schon mal zu hören. So wie dir geht es ganz vielen Paaren. Und es hat einfach biologisch mit ganz vielen Dingen zu tun.

Dann konnte man langsam reingehen. was sind die Tools aber auch so? wie fühlst du dich damit? Da hab' ich für mich immer gesagt so krass Wenn ich beschreiben muss, wie ich mich fühle, habe ich überhaupt keine Wörter dafür. Wenn mich jemand den Podcast einlädt und ich spreche über Nachhaltigkeit oder New Work, dann sprudelig aus mir.

Aber wenn mich jemand fragt, wie fühlst du dich? Da war einfach nur Stille! Ich finde es auch mal ganz spannend, weil ich finde in dem Prozess der Kindererziehung und der Beziehung die du zu deinem Kind aufbaust, finde ich lernt man das ein kleines bisschen. Weil man dann ja auch immer liest oder versteht dass es total wichtig ist das Kind emotional zu begleiten und zu spiegeln wie sich das Kind vielleicht fühlt und auch anzunehmen wie sich dieses Kind fühlt.

Und ich finde das hilft auch für sich selber dann halt irgendwie ein Stück weit mehr an sich reinzuhören und zu überlegen wie viel man sich selber eigentlich gerade und auch in Situationen wo man vielleicht nicht so glücklich ist wie man damit im Kind reagiert hat. Dann hinterfragt man sich, was hat mich denn gerade getriggert?

Also warum geht's mir so und guckt mehr in sich rein? ist das auch etwas, was du erlebstest. Du auch in Interaktion mit deinem Sohn vielleicht auch in interaktionen mit deiner Frau weil da kriegt man auch ganz viele reflektionen und gibt ständig an seine grenzen und lernt sich auch nochmal anders kennen dass du dich auf dieser reise einfach auch noch mal immer zu einer ganz anders kennengelernt hast oder besser deine bedürfnisse kennst usw.

Ich glaube es hat. Also ich hab dann irgendwann mal vor fünf Jahren eben spezielles Training begonnen, was wirklich zu einer sehr traumasensitiven und einfach um gucken so. Zu lernen, zu fühlen. Das waren zweijähriges sehr intensives Training das ich gemacht habe und auch jetzt noch weitermachen. Und ich glaube dass war notwendig, um das zu tun können was du gerade erzählst.

Ich glaube das gilt für viele Frauen würde ich sagen weil einfach das Werkzeug das tun zu können ist viel mehr sozusagen gesellschaftlich gefördert und dadurch irgendwie ausgebaut als bei Männern. Und ich glaube, bei mir war es davor, bevor ich dieses Training gemacht habe einfach ganz viel Fight'n', Flight'n' Überforderung, dass ich dann das gar nicht konnte wenn mein Sohn ewig lang oder geschrien hat usw., das war für mich total bevorragend.

Ich musste weg! Also es ist nicht so, oh jetzt reflektiere ich uns weiter so nie. Scheiße, ich muss irgendwie die Miete zahlen, mein Start-up läuft nicht das und das? Ich bin überfordert mit dem Kind. also es war so schnell... zu viel und das Reflektieren zu gucken. Und kurz mal innehalten, zwischen Reiz- und Reaktionen ein bisschen Raum bringen.

Das war unmöglich. Es war erst jetzt sozusagen, als ich dann vor fünf Jahren mit dem Training angefangen habe ... Dann hab' ich angefangen überhaupt das tun zu können! Ich hatte so einen sehr bewegenden Moment dort damals bei der Therapeutin, dass die gefragt hat, wie alt ist denn dein Sohn? Und ich meinte so ja, er wird jetzt irgendwie sechs.

Und da meint sie Ja cool, dann wird er dich ja noch kennenlernen. Das war für mich einfach so, dass mir sofort ... und ich weine fast nie. das auch ein Teil meines Prozesses, weinen zu lernen. Dann schossen wir sofort die Tränen raus, weil ich dann genau gewusst hab was ihr damit meint. Weil ich oft nicht da war.

Ich war physisch da und hab versucht irgendwie The Wokeist feminist dad zu sein. Aber es geht einfach nicht wenn du nicht emotional verfügbar bist. Und das war für dich einfach klar so. hey, das möchte ich sein. Ich möchte emotional für meinen Sohn verfügba sein Auch in der Partnerschaft und ich möchte ihm das beibringen.

Ich möchte nicht, dass... Und das ist zum Teil ja schon geschehen. also es gibt auch sozusagen Studien, dass Jungs schon als Babys anders behandelt werden. Das wird mit Jungs als Babies weniger geredet als mit Mädchen. Also diese Sozialisierung und dieses Abtrainieren von vielen Fähigkeiten die Jungs an sich haben.

Von Anfang an das wollte ich, dass wenn das irgendwie, dass das weniger ist ganz ausschalten kann man das nicht Und das hat ganz viel mit der Vaterfigur zu tun. Das weiß ich natürlich von meinem Vater und der wiederum von seinem Vater, aber wir müssen diesen Scheiß nicht von Generationen zur Generation weitergeben.

Das war für mich so einleuchtend gleichzeitig so schwer zu sagen, wie ist das? Wie macht man es anders? Und das fängt halt bei dir an! Es ist nicht so, jetzt lese ich einen Ratgeber und jetzt setze ich das einfach um... sondern du musst ... Du kannst auch keinen Marathon rennen. Du kannst nicht einen Buch lesen und sagen, Marathonrenn ist gut, dann renne ich ein Marathon.

Nee, das ist eine sehr lange Vorbereitung. Ich glaube, dass es bei Vätern und Männern notwendig zu sagen so hey! Das würde ich eben auch Leuten raten, die sagen, ich will irgendwann mal Vater werden, fangen jetzt damit an. Heute ist der beste Zeitpunkt, damit anzufangen. Nicht nur für deinen Sohn oder deine Tochter oder wie immer, sondern für dich selbst.

Also wenn man sich auch anschaut, die Suizidrate bei Männern liegt bei seventy-fünf Prozent. Männer leben fünf Jahre kürzer als Frauen. Es sind ganz viele Themen, die sagen an persönlichen Bezug dazu haben wie Männer sozusagen sozialisiert sind und wie sie das anverleiben und weiterleben und in ihrer Generation weiterleben.

Und ich möchte nicht dass mein Sohn fünf Jahre kurzer lebt. Ich möchte auch nicht, dass die Gefahr irgendwie sich was anzutun so hoch ist. Das hat viel mit der Erziehung zu tun Und das beginnt aber bei dir selbst, weil Kinder lernen ja nicht, indem du denen irgendwann sagst und so. So ist es richtig?

Sondern die gucken auf dich! Die gucken wie verhältst du dich?! Wie verhältste dich in der traurigen Situation? Warum weinst du dich? Also das heißt so eine ... Du würdest sagen somit als dein Sohn sechs Jahre war hattest du eigentlich noch nicht dieser ganz echte emotionale Beziehung zu deinem Sohn und hast du die denn heute?

also würdest du jetzt sagen so deinen Sohn Weiß, wer sein Papa ist. Könnte die Bindung vielleicht auch beschreiben oder was seinen Vater ausmacht? Wo steht ihr da jetzt gerade? Ich glaube wir sind auf einem sehr guten Weg. Also ich merk's ja auch in mir so einen Widerstand zu sprechen und sagen, willst du jetzt so offen sein?

Und ich glaub natürlich will man irgendwie... Will ich auch ein toller Vater dastehen und ich würd'n sagen es ist eine mega geile Beziehung und gleichzeitig möchte ich aber total ehrlich und transparent sein. Wir sind auf ne megaguten Weg und das erfordert aber von mir dass ich stetig daran arbeite und mir das bewusst wird, was für ein Vater möchte ich sein.

Und wo bin ich da auf dem Weg? Wo bin ich das? auch noch gar nicht? Das ist total schwierig und auch scary, einen Podcast zu sprechen, weil es wahrscheinlich Millionen Leute hören, hoffentlich für euch! Aber mir ist gleichzeitig wichtig, dass andere Väter sehen, okay, es ist total hart, ein guter Vater zu sein.

Es bringt nichts, wenn du hast super der hier ... Erstens glaube ich das nicht, weil bei ihm die Sozialisierung noch gar nicht stimmt. Also selbst wenn jemand versucht ein guter Vater zu sein muss sich wirklich so voll wissen okay was hast du gemacht um das zu sein? Weil das wird heutzutage in der Art wie wir sozialisiert worden sind.

als Männer ist das nicht gegeben. Das heißt entweder war es ganz besonderes, du hast ganz andere Eltern, ganz anderes Upringing gehabt. Das kann sein oder du hast irgendwie zehn Jahre Psychotherapie oder eine andere Art von Spiritualität hinter dir um dich mit dem Thema beschäftigt. Aber einfach nur so geht das nicht.

Und es ist ganz schön viel Arbeit, aber die lohnt sich. Weil's ist gut für dich und ja ... Für deine Kinder und grad für Söhne. Ich glaub wir sind auf einem guten Weg. also ich merke einfach dass ich immer mehr Bonde und Connecte mit ihm und immer weniger Situationen hab wo ich überfordert bin. natürlich sind sie aber da und ich bemerk aber diese Scham und diese Überforderung zumindest auch.

Das ist mir früher gar nicht so aufgefallen. jetzt denkst du oh fuck was? Da warste zu laut! Das war echt unnötig. Wo kam jetzt diese Aggression auf einmal in dir hoch? Also was hat der gerade getriggert, was hat gar nichts mit ihm zu tun gehabt. Sondern wo hast du noch Themen? Wo ist denn deiner Sozialisierung?

Kinder spiegeln ja immer genau das wieder, was man selbst gelernt hat. In jedem Alter sprechen sie in dir auch dieses Alter an und alles, was dort nicht geklärt ist, was ich mit sieben erfahren habe ... Ich hab gemerkt, dass mit siebem war der Alter, als ich nach Deutschland kam. Das war für mich nur total aufrüttelende Phase.

Als er sieben wurde und in die Schule kamen hab ich gedacht, so was passierte mit dir gerade. Ich war so durcheinander, weil ich gemerkt habe, dass ganz viel an Erinnerungen hochkam und ich das auf ihn projiziert habe. Für mich war es ganz schwer. Ich sprach damals kein Deutsch, kam in die erste Klasse.

Es gab eine komische Ausgrenzungserfahrung. Und ich dachte, das passiert jetzt alles bei ihm auch.". Und dann muss ich diesen Raum hatten haben, um zu sehen. so nee, nee. Ein Teil davon ist okay, dass du als Vater versuchst ihn zu beschützen und andererseits aber ein Teil davon war jetzt deine Vita gewesen und das ist jetzt anders weil du hast es ja in eine Schule gebracht wo das nicht passieren kann oder weitestgehend ausgeschlossen ist oder so Und das war schon wichtig.

Das merke ich jetzt, das war für mich auch ein guter Reminderteil dieses zweijährigen Trainings immer zu sagen, dass Kinder uns genau da ansprechen, wo sie gerade sind. Weil Sie erinnern uns dann und dann kannst du dich um die ... Kannst es als Einladung sehen? Dicht, um diesen Teil zu kümmern was bei dir damals in dem Alter geschehen ist.

also meistens passiert da etwas und das versuche ich ja. Also auf jeden Fall mein absoluter Lehrmeister. Und schaffst du im Alltag spezielle Momente, um dann wirklich aktiv in ... die Beziehungen mit deinem Sohn zu kommen und da schöne Momente zu schaffen oder Verbindungen zu schaffen. Also hast du da vielleicht so ein paar Tricks- und Tipps für unsere Hörer, wie du das auch aktiv förderst?

Ich sehe es zum Beispiel bei meinem Mann der macht das ganz viel dass er halt sich auch einen Kind von uns mal schnappt vielleicht auch wenn gerade viel los ist und sich irgendwie abkapselt und sie setzen sich einfach auf eine Wiese und die sitzen dann da und machen eigentlich gar nicht soviel aber im Moment beim Kind sein.

Und das macht er zum Beispiel sehr, sehr schön. Ich glaub, der ist auf jeden Fall auch schon auf dieser Reise sehr stark zu finden ... also die Beziehungen zu finden zu unseren beiden Kindern. gibt's da Dinge, die du aktiv machst und die du vielleicht empfehlen kannst? Also erst mal voll schön! Ich werde bei einem Beruhr davon, wenn ich es jetzt von anderen Männern höre, die diese Reise antreten, sind einfach voll schön.

Das müssen wir auch teilen. Bin auch sehr dankbar so einen Vater für meine Kinder zu haben. ja Ja, ist voll schön. Ich glaub das braucht diese Vorbilder. Gerade in der Generation unserer Väter gab's zumindest kenne ich sehr viele Stories, dass nicht und es hat auch seine Gründe historisch gesehen. Und umso schöner finde ich es, wenn es eine Entwicklung gibt.

Was versuche ich zu machen? Ich glaube ... ich fördere total Spontanität. Also ich glaub, ich versuch so ein bisschen, nicht nur Sachen zu machen die er toll findet aber auch Sachen zu machen, die er toll findet und einen guten Mix zu finden. Wo bring ich was von mir rein? Weil ich merke ... Ich hasse Brettspiele!

Er liebt Brettspiele. Und wenn ich mich dazu zwingen würde jetzt irgendwie ... Dann merkte das schon nach Papa du gibst gar keine Mühe. Auch Papa, dass ist das. Das stimmt voll. Jetzt bin ich eher aufsinnlich gesagt. Ich mag keine Brettsdiele. Lass uns hinsetzen. Manchmal haben wir das, wir setzen uns hin und sagen, ich möchte etwas machen.

Wir schlagen uns gegenseitig Sachen vor, die wir machen wollen. Und dort, wo der andere sagt, da hab ich ... Genau. Wo es eine Überlappung gibt? Das machen wir dann! Alles find ich cool. Dass du auch wirklich authentisch das gerne machst, aber gleichzeitig hörst mit dem was er cool findet und ein Stück weit seine Begeisterung für irgendwas fördert und darauf eingehst.

Gute Idee. Zum Glück haben wir gerade eine große Überlappung bei Ballsportdaten. Das ist relativ easy. Wenn er sagt, Papa, Fußball spielen in seinem Zimmer. Wir haben so einen weichen Fußball was so ein Haus geformt ist, kann aber auch als Tor benutzt werden. Und dann spielen wir eins gegen eins bis zum Umfallen.

Also es liebt er einfach und ... Dann sag ich mal auf dem Basketball-Court, da haben wir einen draußen. Dann gehen wir dort spielen und das fällt mir jetzt extrem einfach, weil ich das natürlich auch mag. Aber davor heißt's immer okay, kannst du mal das ins Hinsetzen? Wir tauschen jetzt so lange aus, bis wir irgendwas finden, wozu wir beide Bock haben.

Ja mega! Das klingt richtig gut. Also du machst jetzt was so mega cooles, ne? Also irgendwie Impact und machst dein Ding Unternehmer. Findest du es auch cool wenn dein Sohn in deine Fußstapfen dritt und das auch macht? also was würdest du dir am meisten wünschen für deinen Sohn wie seine Zukunft später aussieht?

oder man ist so geil ziel erreicht. Jetzt hab ich das Gefühl klar jeder wird sein Kind glücklich ist. aber Hast du da vielleicht, also hast du auch schon mal darüber reflektiert was wäre wenn dein Sohn jetzt mal ganz plakativ gesagt irgendwie für die Rüstungsindustrie arbeiten will? so ne? Also was nicht so sinnvoll ist.

Wie denkst du so über deine berufliche Zukunft von einem Sohn nach? Boah ich glaub das war noch nie... ...nie schwieriger voraus zu sagen wie die Berufswelt aussehen wird, wenn er mal irgendwie einen Job hat oder irgendwas macht und ich glaube das sind auch so so und ich uns einig dass wir es mitgeben wollen is einfach ... eine unglaubliches Selbstbewusstsein, an sich selbst glauben und... ... Wirksamkeitserfahrung machen und sehr kreativ sein können.

Ich glaube das sind auch die Stärken, die wir zukünftig brauchen mit Künstliche Intelligenz & Co. Und also ich kann es manchmal gar nicht glauben so zu sagen wie dass mir wirklich aufgesogen wird wenn zwei Unternehmer und Unternehmer innen, also mit Susa Mir, wir diskutieren ja die ganze Zeit! über Business, das ist normalst auf der Welt.

Über alle Themen von Finanzierung, über Mitarbeitende, über Geschäftsmodelle, über Optimierung und da sitzt er die ganze Zeit am Tisch. Das prägt ihn natürlich schon. Der spricht jetzt, redet jetzt irgendwie so mit und quatscht dort und wir gucken uns an und für uns beides total neu weil sagen sowohl ihre Eltern als auch meine Eltern hatten nichts mit Startups am Hut oder Unternehmer-Intoom.

Ich hab das immer so beneidet von anderen, die ich kennengelernt habe in so einem Familiendynastie aufgewachsen sind und jetzt merke ich das bei unserem eigenen Kind wie er es so merkt. Da freu' ich mich total weil egal was er später macht ist mir wurscht beziehungsweise kann ich das eh nicht beeinflussen.

aber mir ist wichtig einfach zu wissen dass der weiß, da ist eine Option. Das ist ne Option! Ich hab ne Idee und ich kann die umsetzen Und ich kriege einen Range von Tools Schon angezeigt oder lerne die, dass das möglich ist. Ja mega cool und das merke ich, dass es das kennt. Das kennt er sonst gar nicht.

also auch wenn er mit Freunden spricht und so weiter. wir sind glaube ich die einen der wenigen UnternehmerInnen irgendwie in der glaube ich im Elternverbund Und das ist für ihn aber ganz normal, wenn du über Themen sagst ja dann kann man das halt machen. Dann mach ich das und dann kann ich dies machen.".

Ja, ich finde halt das Coole am Unternehmer da sein, dass was du jetzt auch grad sagst. Ich hab eine Idee und ich kann das umsetzen, dass es ja auch ein Stück weit in die Richtung geht. Ich überlege mir, was sich wirklich gut kann und einfach machen möchte und das mache ich halt einfach. Es muss ja gar nicht unbedingt im Kontext von Unternehmertum sein.

Aber ich finde auch ... Man beschäftigt sich eigentlich viel zu wenig damit, auch schon in jungen Jahren. Du hast ja auch mal eine Bruseinsteigerangentur gegründet, ne? Das war ja auch ein langen Thema für dich. So was ist eigentlich mein Thema im Leben? und dieses das zu finden... Was ist es denn eigentlich?

Was mich glücklich macht, was mich antreibt? da nehmen wir uns eigentlich viel zu wenig Zeit. Wir schlittern da irgendwie so rein und manche von uns, ich gehöre glücklicherweise auch dazu haben das Glück dann vielleicht doch ein bisschen trial ever aber vielleicht auch einfach Glück dann einmal etwas gefunden zu haben was einem richtig Spaß macht, was einen richtig erfüllt.

Und andere haben vielleicht nicht das Glück gemacht und dann ihr Leben lang etwas, was sie eigentlich nicht erfüllen. Das ist auch ein Thema Wirtschaftskraft, was gut für die Gesellschaft. Wenn jeder einzelne wirklich tief in sich reingehen würde und gucken würde, was macht mir eigentlich Spaß? Was will ich eigentlich später machen?

Das wäre ein enormer Effekt. D.h., da dein Sohn zu begleiten ist wahrscheinlich dann auch etwas... Also würdest du mir ja wahrscheinlich zustimmen, ne? in dieser Reise deinen Sohn zu begleiten. Was ist es denn, was mein Thema ist? Und was ich machen kann, ist wahrscheinlich die Aufgabe so als Eltern oder?

Genau und das scheitern total okayes! Das ist Teil des Prozesses. also wenn ich jetzt Kaspi anschaue der hat fünf Companies mitbekommen von Susan mir. Das ist Einhorn, Edition F zwei Horn, Manty-Manty und jetzt Ding Dong Ping Pong. Also für mich ist das ganz normal so, oh guck! Die haben jetzt irgendwie eine Leidenschaft.

Die hatten da Spaß... die haben es einfach angefangen und umgesetzt und auf einmal steht der in den Tischtennis-Heile. Auf einmal steht er in einem Kinderbrillenladen von Zusatz. Ja voll gut. Und zieht das und denkt okay. Und die haben das auch geändert. Das ist auch ok du kannst die Leidenschaften...

Auch dieses Antesten ne? Du hast ja auch mal wie auch Dinge angetestet, die dann vielleicht nicht funktioniert haben gar nicht unbedingt dreht direkt all in gegründet. Das wäre auch mega wichtig. Einfach mal schauen. So viel fühlt sich an. Und das Vorbilder sind alles. also ich hatte diese.. Ich hatte nur Glück dass ein damals Irgendwie ein Onkel von mir, der hat meine Tante dann geheiratet und er hat einen Werbergentur.

Sonst hatte ich in meinem sozusagen sowjetischen Umfeld ja keinerlei Unternehmensvorbilder. Und nur weil ich dann jemand gesehen habe, der mich ermutigt hat gesagt hat so hey das ist eine tolle Geschäftsidee mach mal! Ist das überhaupt was geworden? Sonst wäre ich wahrscheinlich nie Unternehmer geworden.

Das meinte ich eben, ne? Es war ja auch ein bisschen Glück. Wir sind privilegiert, dass wir irgendwie so ein bisschen für den Thema stehen können und machen können, weil wir Bock drauf haben. Also es haben ja voll viele Menschen nicht. Ich glaube da lohnt es sich auch... Ich bin auch der Mann auch finanziell gesehen.

Lohnt sich das wahrscheinlich langfristig, dass man wirklich das macht, wofür man brennt und was man machen will? Sollte man vielleicht diese Reise antreten bevor man Kinder bekommt, hat man noch ein bisschen mehr Zeit um sich selber zu beschäftigen. Das ist bis auf Früh erfertigt, kann später gründen.

mit longevity leben wir alle hundertfünfzig Jahre. deswegen kannst du ja sehr viele Startups finden. Genau Vielleicht kannst du ja noch ein bisschen drüber sprechen. Habt ihr einen bestimmten Ansatz für die Erziehung? Also, habt ihr dann ein bestimmtes Modell ... also was so... Wie seid ihr als Eltern wie bist du als Vater hinsichtlich, wie euren Sohn erzieht?

Du hast natürlich jetzt schon viel gesagt aber vielleicht fällt dir da ja noch etwas ein. Ich glaube das uns als Eltern beschreibt ist dass wir glaube ich beide Regeln überhaupt nicht leiden können. Und ich glaube, das würde manchmal ganz gut sein. Wenn wir uns irgendwie mal da einigen würden wie ist unsere Erziehung und worauf wollen wir acht geben?

Aber wir haben beide sind gar nicht so gut mit Regeln und deswegen ist es alles so on the go. Das hat sich auch eben schon so angehört als du von deinem Tag erzählt hast. Ist echt interessant! Deswegen versuchen wir, das auszuskrutieren. Natürlich haben wir auch genug Streitigkeiten und sagen ich würde es aber so machen und sie nein, ich würde das über so machen.

Aber trotzdem ist es irgendwie, wird das wirklich on the go verhandelt? Es gibt eine Typfrage glaube ich weil wir beide damit nicht so klar kommen. Und genau da hilft es eher daran zu arbeiten dass wir im Aushandeln und im Streiten besser werden. also auf jeden Fall mein Thema. Das sagt okay Eltern schafft hat hier ganz viel damit zu tun wie die Beziehung der Eltern.

Und wie können die miteinander Sachen aushandeln und auch MG, glaub ich, emotional verfügbar sein? Und dann formt sich der Rest. Was auch immer von Modellmann wählt. Aber das, was ich allen empfehlen würde, also neben der Psychotherapie anzufangen, wäre sofort eine Partherapie anzufangen ... Macht ihr ne Partherapi?

Wir haben die ersten paar Jahre auf jeden Fall Partherapeutin gemacht um einfach klarzukommen. so was sind einfach so Muster, die wir nicht mehr erkennen wo wir immer wieder in denselben Streitigkeiten geraten Und wie können wir die irgendwie anders gestalten? Aber ich glaube, das müsste man nicht nur machen, weil man ein Problem hat.

Sondern eigentlich einfach eine Begleitung durch einen Coach. Ich glaub, es müsste viel natürlicher sein, dass man einen Coach für sich selbst und einen für die Beziehung hat. Und ich glaub, das ist eine sehr gut investierte Zeit. Macht ihr Paartherapie oder habt ihr's mal probiert? Haben wir mal auch total wertvoll also... Ich muss noch sagen so ja jede Beziehungsarbeit Aber ich finde, die Arbeit kann ja auch Spaß machen.

Natürlich ist das emotional anstrengend oft und so. aber sich so einen Raum zu schaffen wo man... Ich find es ist einfach so fast schon wir haben es auch manchmal unsere Quality-Time genannt also einfach eine Qualitätszeit wo uns in Ruhe Zeit nehmen in Ruher nicht emotional geladen über Themen zu sprechen.

und das ist natürlich man muss sich die Zeit nehmen man muss da hinfahren. dann wir haben das gemacht als meine Tochter noch ganz klein war Und dann mussten wir uns zum Kümmern wertpasst auf die Tochter, auch manchmal in der Trage dabei. Aber es war das halt irgendwie wichtig. Gerade vor dem Hintergrund sind wir gerade frisch Eltern geworden und ich bin da genau bei dir.

also da zu investieren so was zu machen und dass auch als Qualitätszeit positiv zu sehen und den Raum zu schaffen ... hat bei mir auch immer ausgelöst. Ich hab ja diesen Raum, das heißt ich muss jetzt in dieser Situation grad hier nicht oder abends wenn ich komplett fertig grad schlefft als Kind und man hat eigentlich keine Energie mehr über irgendwelche Themen zu reden.

so ich habe diesen Raum ich kann das Thema mitnehmen und dann ganz in Ruhe besprechen. also das finde ich total wertvoll. aber über deinen Partnerschaft können wir gerne auch noch mal ein bisschen reden. wie hat sich die denn entwickelt im Laufe der Zeit? was hat dann auch die Partherapie mit euch gemacht?

Wie hat deine Frau dich begleitet in der emotionalen, schwierigen Phase über die du eben gesprochen hast? Wo seid ihr heute? Wie viel Zeit habt ihr für euch?"? Ja. Also ich glaub das war wichtig sozusagen dass ich erkannt habe, dass ich mich um mich kümmern musste und ich glaube es kann keine Partnerin übernehmen sondern es ist total wichtig wie wir die Verantwortung als Männer übernehmen für uns und das realisieren.

und ich glaub Schwierige Fahrt, ich hab auch dieses zweijährige Training gemacht. Was ganz viel Aufarbeitung bedeutet hat wirklich von Frühkind ... von Vater-Mutterbeziehungen und so weiter. Und da war ich ein ganz schöner Flummy gefühlsmäßig wenn du anfängst einmal das zu graben. Ich glaub total wichtig ist diese Arbeit um eine wirkliche Freiheit in seinem Leben zu haben und nicht bestimmt zu sein von seinen Triggern, von seinen Automatismen.

Und ich glaube, das war eine ganz schöne Herausforderung in der Zeit für uns beide. Weil da nicht immer einschätzbar war und wenn man solche Sachen aufmacht ... Dann bräuchte man eigentlich so ein bisschen Ruhezeit. Also ist, glaub ich, nicht immer zurechnungsfähig als auch für uns Gründer, also Philipp und ich.

Mit Gründern bei Einhorn haben wir es gleichzeitig gemacht dieses Training. Wir waren zeitweise auch eine ziemliche Zumutung für Einhorn selbst. Aber es war total wichtig! Und genau. Deswegen war das, glaub ich, durchaus schwierig die Zeit und ich glaube jetzt kommen wir oder komme ich vor allem immer mehr in so ein Modus wo ich langsam zu mir finde also irgendwie komisch mit vierzig zusammen so langsam finde ich zu mir aber besser spät als nie.

Jetzt merke ich kann ich erst mal überhaupt fühlen wer bin ich? Also wie kannst du den Beziehung mit jemand anders sein wenn du gar kein Gefühl hast wer du selbst bist Unabhängig von der anderen Person. Jeder musste an sich arbeiten, aber ich merke, langsam finde ich meinen Platz im Leben. Ich weiß so was mich ausmacht, wer ich bin, was mich stresst und was ich auch noch nicht kann.

Wo ich überfordert bin und welche blinden Flecken vielleicht habe. Das fange ich an jetzt immer mehr zu ahnen. Je mehr ich diesen Platz in mir finde, desto besserer Partner kann ich für sie sein. Und kann ja auch mein Sohn sein als Vater usw. Das bringt mir zur Ruhe rein ... Und ich glaub, trotzdem ist es total wichtig.

Jetzt bin ich so ready zu sagen okay jetzt können wir wieder sagen auch zu gucken hey was ist mit uns als Paar? Weil du kommst in so ein Automatismus irgendwie so rein mit Kind, mit Startups und sonst alles ist super. Wir sagen ja gut aber wie viel Zeit verbringen wir dann als Paare miteinander noch wirklich so one-on-one?

Ich muss sagen so nee weil ich mache Dates irgendwie mit Freunden, ich investiere in Freunde, da treffe ich mich mit denen... Man kriegt so den Eindruck man sieht sich ja eh die ganze Zeit! Aber wann haben wir wirklich Qualitätszeit miteinander? Und ich glaub, das ist voll wichtig. Dass wir das irgendwie angehen jetzt und sagen, okay, unser Sohn muss aus dem Gröbsten raus, es ist ein cooler Dude geworden!

Jetzt können wir sozusagen da immer so'n bisschen mehr zurückfahren und ihn auch seinen Weg ein bisschen mehr gehen lassen. und diese freigewordene Zeit wäre total super, dass sie wieder in die Partnerschaft zu investieren. Und trotzdem ist es schwierig, weil wir haben total busy Leben. Beide und genießen das ja auch voll.

Aber ich hab total Lust drauf. Ich hab Lust auf dieses wiederzutragen so hey ... Ich weiß nicht ob du das kennst, aber wenn ich vorbeilaufe, ich seh in einerseits die Suße meiner Partnerin zu Hause, dann ist man irgendwie auf Toilette, Dusche kocht und so. Auf einmal komme ich an ihrem Büro vorbei und schaue nur durch Schaufenster.

Dann sehe ich sie da mit Kunden spricht oder mit Mitarbeitenden. Wow! Krass. Ja, dass man manchmal mit Abstand sein Partner noch mal anruft. Das ist ja nochmal eine ganz andere Person. Und das finde ich so schön zu sagen. Ich würde dich gerne einladen zum Abendessen und so. Das rühst du? Genau, das glaube ich total wichtig.

Ja, diese Person auch anders zu sehen als jetzt nur in einem Familiengefüge wo man immer stressig das ist dein Job. Das ist meiner dass wir verhandeln werden sondern sagen so nee das ist eine unfassbar tolle Persönlichkeit in der du dich irgendwie vor elf Jahren total verliebt hast. Ja, weil die so besonders war und das vergisst man dann irgendwie.

Und dass immer wieder zurückzuholen, ich glaub diese Momente zu schaffen. Also uns hilft da auch mal total wirklich einem anderen Ort dann auch zu sein, ne? Dass man halt eben nicht dieses Alltag... Das ist halt der Vater meiner Kinder und mein Mann. Jo aber nochmal so ganz woanders zu sein. Ich fand es eben ganz cool was du auch gesagt hast mit deinem Sohn wie ihr so überlegt, was kann man machen!

Du hast da drauf Bock, lass mal matchen. Das könnte man eigentlich auch mit Sachen, die man mit seinem Partner machen möchte öfters machen, ne? Weil häufig ist dann so das ich auf was voll Bock hab und dann kommt mein Mann irgendwie so mit weil er mir einen gefallen hat. Aber es ist ja eigentlich das, was man machen will oder andersherum.

Man schaut so ... Und sich da ein bisschen mehr Zeit nimmt. Weil muss das jetzt gar nicht sofort entscheiden. Man kann sich kurz fünf Minuten Zeit nehmen. Was machen wir zusammen? Ich glaube, ist auch schön! für die Bindung. Wie viel spielst du selber, Tichtein? Also ich würde schon sagen, jeden Tag zu zwanzig Minuten.

Das ist einfach ... und das haben wir auch, Kieran und ich haben uns das versprochen als wir gesagt haben, diese Leidenschaft soll nie jetzt ein reines stressiges Business-Thema werden sondern lass uns wirklich gucken dass wir auch jeden Tag zumindest wenn wir im Club sind auch miteinander spielen Und ich versuch das auch wirklich eine lockere Verbindung dazu zu haben.

Ich nehme einmal die Woche eine Tischtennis-Stunde, wir haben ganz viele tolle Coachingen und dann mich bei Domino in meiner Coachingstunde ... Und die hat auch so ein Lehrplan für mich wie sie mich entwickelt. also Tischtenniss ist ja auch Materialsport im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten wo du nicht so viel mit Material machen kannst.

Bei Tischtenness kannst du deinen Bilag ändern. Das ist irgendwie so extreme? Ja da kannst du komplett den Bilag ändern. beim Tennis wäre das so als ob du statt Seiten auf einmal was Flaches benutzen würdest. So einen Unterschied! Ja das ist ein richtig krasser Unterschied. Und sie hat mich jetzt zum Defensivspieler entwickelt, in dem ich mit Knoppel spiele.

Also praktisch das sind so kleine Pimps stehen daraus, so kleine Gummihärchen und das tötet den Spin oder dreht ihn sogar teilweise um. Beim Tischtennis geht alles über Spin. Profispieler machen Hundertsechzig, hundert achtzig Umdrehungen pro Sekunde. Dass du eigentlich theoretisch keine Kontrolle mehr hast als gegen Spieler?

Aber wenn du dann so Noten hast, dann hast du wieder Kontrolle oder was? Du kannst praktisch, du spielst den Ball so zurück dass der Gegner total überrascht ist. Also er muss sich total auf dich um einstellen. es hat mir total gefallen weil sie hat festgestellt das ich gerne sehr kreativ spiele und die anderen gerne ärgere mit einem anderen Schieber.

Ich kann nicht gegen Profispieler gewinnen Profi sowieso nicht. Aber gegen guten Vereinsspieler kann ich nicht gewinnen, weil er hat irgendwie zwanzig Jahre trainiert. Das heißt, ich muss gucken wie ich so streetmäßig ihn irgendwie kriege und das mit Nobben halt super, aber die meisten Leute... Weil es selten ist?

...das ist selten und sie müssen sich umstellen! Das heißt alles was sie mir an Spin geben Gebe ich ihnen zurück und sie müssen im Kopf schnallen, dass der jetzt genau umgekehrt zurückkommt. Und damit kann ich die Leute zwingen oder sagen das Sie sich auf meinen Stil einstellen müssen nicht umgekehrt weil sonst ... Das hab' ich gemerkt, es macht mir richtig Spaß.

Es war mir überhaupt gar nicht bewusst! Ich hätte das Gegenteil gedacht. beim Tischteilen ist, ich spiele auch manchmal mit meiner Hand. Sehr gut! Nutzen wir da auch. Das ist nochmal eine andere Podcast, aber Tischtennis ist so geil, weil jeder kann spielen. Jeder meint es spielen zu können und das ist schön.

Weil jeder anfangen kann. Aber diese Reise die du machen kannst, die kennt man beim Tennis. Ich habe erst vor drei Jahren mit Tennis angefangen und dann einen Jahr lang intensiv trainiert mit dem Coach. Tennis ist schon krass, das kannst du nicht ohne ein Coach spielen. Aber dass es jedem klar geht, dann fliegen die Bälle rum beim ersten Spiel.

Am Tischtennis glaubt man mit der Hand oder kriegt ihr noch rüber? Sobald jemand spielt, der besser spielen kann, merkst du, ich krieg gar keinen Ball mehr hin. Ja, spannend! Waldemar, ich würde gerne mal über das Thema Community-Umfeld schaffen um Kindergruß zu ziehen sprechen weil das fand ich sehr spannend.

Dass du gesagt hast eigentlich muss sich so ein Stadtbild komplett verändern und ... Man sagt ja auch immer, um ein Kind zu erziehen braucht es eigentlich ein kleines Dorf. Davon bin ich totaler Verfechter. Ich finde irgendwie das ganze Thema Ein-Familienhaus. Wir isolieren uns totaler Quatsch! Ich bin auch schon seit vielen Jahren mein Mann auf der Suche nach so einem Modell.

Wir haben's jetzt gerade aktuell gefunden mit einfach einer tollen Nachbarschaft auf dem Dorf und so weiter. aber wir wollen dass noch viel aktiver gestalten und machen. was sind so deine... Gedanken und Themen, wie würdest du eigentlich am allliebsten leben? Und deinen Kind großziehen. Also es ist auf jeden Fall ein Thema das mich sehr lange begleitet und ich merke einfach wir leben jetzt zwar in der Stadt uns hat irgendwie viele Vorteile für die Lebensweise, die wir irgendwie haben.

Und gleichzeitig merke ich aber total so wie aktuell statt organisiert ist dass überhaupt nicht artgerecht. Artgerecht für Kinder abgerecht Für uns als Menschen Und das macht einfach keinen Sinn, weil es sind soziale Wesen. Wir müssen idealerweise leben wie in einem Verbund und gleichzeitig wird uns aber durch ... zumindest hier im Westen wird uns suggeriert so hey du musst irgendwie ... Super viel arbeiten, super schnell reich werden.

Um alles outsourcen zu können was eigentlich Gemeinschaft ausmacht. Also du holst dir irgendwie eine Nanny Du musst ja irgendwie ... du holtest dir irgendwer jemanden Du holst in der Reinigungskraft Du bezahlst einfach alles, was früher durch ne Community gemacht worden ist. Und das macht keinen Sinn weil es dazu führt selbst wenn du schaffst die wenigen die schaffen reich zu werden.

Die können sich das alles kaufen fühlen sich aber mega alleine. Der Sinn unseres Lebens ist Gemeinschaft. Und der wird sozusagen weggekauft. und dann denkst du, jetzt hab ich doch alles erreicht was mir das System gesagt hat, was ich irgendwie machen muss? Und trotzdem bin ich mega unzufrieden, mega unhärpig.

um mehr fehlt dieses Gemeinschafsgefühl. also wir haben ja auch die Weltgesundheitsorganisation hat ja tatsächlich Einsamkeit als Pandemie des einzwanzigsten Jahrhunderts ausgerufen. und nur damit man so einen Gefühl hat... Ja voll Nachvollziehbar! Ja und Einsamkeit ist so schädlich wie fünfzehn Zigarettenrauchen am Tag Auch nachvollziehbare.

Und das war mir aber nicht klar. Ich dachte, ja gut, jeder ist irgendwie mal einsamer oder dies und das ... Aber dass es wirklich schädlich ist für uns als Menschen mit Lebensqualität zu tun hat. auch bei den meisten Longevity-Studies, die wir anschaust, ist der wichtigste Faktor immer Gemeinschaft. Dass was wirklich lebensverlängernd ist.

Das ist halt so gar nicht gegeben. also alles, was wir machen sozusagen, wir leben in Wohnungen teilweise versuchen irgendwie viel zu großen Wohnungen, leben wir in der Stadt irgendwie um arbeiten. die ganze Zeit, um diese Wohnung leisten zu können haben sie viel zu wenig Zeit für die Gemeinschaft, für Ehrenamt.

Für Kinder und Familie sind einfach ... Das macht irgendwie das ganze Lebenskonzept keinen Sinn. Wir könnten viel weniger arbeiten wenn wir weniger ausgeben würden. Wenn wir andere Lebenskonzepte oder Wohnungskonzepten haben, wenn wir den Wohnraum in Städten ganz anders nutzen würden dann könnten wir mehr Freizeit haben in Aktivitäten gesteckt wird, die irgendwie die Gemeinschaft fördern und gleichzeitig sozusagen auch uns was damit etwas Gutes tun.

Also... Ich frage mich gerade die ganze Zeit, was so die besten Ansatzpunkte sind um das Thema irgendwie anzugehen? Das ist glaube ich schon auch stark ein architektonisches Städtethema. also wie gestaltet man wirklich Lebensräume, sodass halt automatisch einfach dadurch dass das Gebäude so gebaut ist, wie es gebaut ist halt Gemeinsschaft und Zusammenkommen entsteht oder entstehen kann?

Ich glaub, das ist auf jeden Fall ein großes Thema. Aber ich merk schon, dass als wir angefangen haben so ja ... Wir haben immer voll gerne in WGs gewohnt und warum ab dem Moment von mir kriegst du irgendwie nicht mehr übliche WGs zu wohnen? Und warum eigentlich nicht? So, wir brauchen auch unseren Raum für uns.

also klar aber so, dass man offen is' für offene Konzepte. Also da treffe ich eigentlich wenige Menschen die das irgendwie auch fühlen. Das heißt, wir haben da irgendwie einen. Auch wieder so, wie sind wir sozialisiert? Thema? Wie kennen wir das Thema, glaube ich. Weil ich stimm dir zu ... Ich glaub der Mensch ist eigentlich für Gemeinschaft gemacht, es war ja immer so.

Wie bricht man das auf, ne? Also ich glaub das einfach ein Kulturthema. Ich hab bei meiner Hochkapitalismuskritische Phase schon hinter mir. Ich habe ein ganz Buch drüber geschrieben, weil das möchte keinen Anfarkt die Economy lesen. Aber für mich ist schon Kapitalismus ein wesentlicher Treiber dafür, weil Kapitalismus auch bedeutet... Ich möchte Individualismus haben.

Ich möchte, dass alle unabhängig sind, alles selbst machen können und wenn du das fünfzig Jahre lang sozusagen als Marketing überall mitbekommst, dann schafft es eine gewisse Kultur weil jeder drängt danach. so ich möchte von niemand abhängig sein. Also einerseits sind wir soziale Wesen, auf der anderen Seite streben wir alle danach.

Boah bloß nicht von irgendjemand abhängig sein! Aber das ist Gemeinschaft. Gemeinshaft isst in positiven Sinne abhängig voneinander zu sein und es war schönes von anderem aber bei uns ist es sozusagen abhängigt total negativ konnotiert. Ja stimmt schon, ne? Und dass...das ist eine richtigen Kulturaufgabe und das geht auch nicht von heute auf morgen sondern...

Oder sagen das wird jetzt ein bisschen schwierig morgenzulösen ja? Genau, aber wenn man's heute angeht dann ist vielleicht in zwanzig dreißig Jahren gelöst und dann würden auch Wohnkonzepte und alles andere erfolgen. Das ist ja alles nur Symptome. Die würden dann aufgelöst werden, weil Leute merken, das macht keinen Sinn.

Ich bezahle die Hälfte ein Drittel meines Lohns für diese Wohnung, die viel zu groß ist und ich frage dieses Auto, wofür brauche ich das eigentlich? Und dann würden viele Menschen auf den Bericht kommen. aber gleichzeitig muss das ja auch cool werden. Gemeinschaft muss cool werden... Das versuche ich natürlich im Klein, in dem ich kleine Orte schaffe überall in Deutschland.

Wo Menschen zusammenkommen und merken, okay der Wert der Gemeinschaft ist wichtig. An Städten kommen wir eh nicht vorbei. Selbst wenn ich aufs Land ziehe, wenn trotzdem über die Hälfte der Bevölkerung zumindest in Deutschland immer in Städtern wohnen ... Da muss man gucken, wo gibt's sinnvoller Konzepte fürs Land?

Und für die Stadt, wo Menschen zusammenkommen können? Und den Wert der Gesellschaft wieder erkennen, weil es lebensverlängend. Ich finde so diese ganze, es gibt ja schon einen starken Trend mit Campen und in der Natur sein usw. Und ich finde da geht das jetzt ein bisschen in die Richtung dass dann dieses Gemeinschaftsding ein bisschen mehr gelebt wird.

Wir haben auch jetzt in der Elternzeit von meinem zweiten Kind sind wir ein Jahr gereist mit dem Camper Main takeaway war eigentlich echt, dass wir am tollsten an der Reise fanden. Wir, wenn wir an Orten waren und dann eine andere Familie oder zwei anderen Familien kennengelernt haben und dann stand man irgendwie in so einem U- oder stand irgendwie zusammen irgendwo an dem verlassenen Strand oder keine Ahnung wo?

Und hat halt wirklich angefangen krasse Gemeinschaft zu leben. Der eine ist Wasser erholen gegangen, der andere hat halt gesagt ich mache jetzt hier gerade einen Milchreis für alle. wer hat Bock und dieses Gemeinschafsgefühl was dann an diesen verschiedenen Orten angekommen ist und diese Zeit die man teilweise auch sehnt?

über mehrere Monate waren wir mit einer Familie unterwegs. Das war das, was wir an der Reise träufeln. Die Landschaft war auch schön so aber das war eigentlich das schöne Erlebnis und das hat man nicht so stark ausgeprägt im Alltag und das fehlt irgendwie ein bisschen. Und es kommt jetzt mit einer richtig großen Wucht.

also auf der einen Seite ja die Themen künstliche Intelligenz und Robotics und Digitalisierung und das haben wir uns inzwischen so übertrieben damit dass es inzwischen eine richtig krasse Gegenbewegung gibt In real life. Und Third Spaces, dritte Orte sozusagen als Begriff kommt langsam zurück und die Leute merken so okay ich habe keinen Bock mehr die ganze Zeit am Handy zu kleben Ich hab kein Bock noch effizienter zu sein Sondern ich möchte jetzt wirklich in diese Begegnung geben.

Deswegen kommen ja ganz viele Running Clubs Jetzt alles wird immer das man schon früher irgendwie alleine gemacht. Dann denk man sich warum soll ich das allein machen? ist doch viel schöner zusammen zu rennen Oder es ist viel schöener irgendwie zusammen wandern zu gehen oder zusammen Tischtennis zu spielen oder per der oder whatever.

Und ich glaub, das kommt jetzt. Weil die Leute einfach so fertig sind und merken, es ist eine krasse Überforderung von unseren Kindern Jugendlichen bis zu uns Erwachsenen. Ja! Und deswegen ... Es kommt also... Ich hab' ne leichte Hoffnung, dass jetzt diese krassekai Zeugs was uns glaube ich ganz viel erleichtert aber auch ganz viele Probleme bereiten wird.

Das ist auch ein bisschen beschleunigt ja? Genau das ist auch diesen Gegenkrent beschleumigt, dass sich die Leute immer mehr nach echter Begegnung sehen. Ja hoffen wir's mal, ne? So Ich hätte jetzt noch zwei Abschlussfragen an dich, weil du mal und zwar zum einen welches Kinderbuch würdest du am liebsten empfehlen unseren Hörern.

Was quasi du super gerne deinem Sohn vorgelesen hast oder immer noch vorliest was irgendwie oder hat bestimmten tollen Take away? Also ganz aktuell ist gerade der fantastische Bus. Das ist so ein richtig großes Buch, was auch zwei Kilo wiegt oder so. Es ist eine Art Zwischen-Wimmelbuch und Geschichte.

Daran hat der Autor, den Namen kann ich leider nicht zusammenbringen ... Er hat über Jahre lang diesen Buch geschrieben, fast acht Jahre oder so, er hat alles selber gemalt. Und das einfach so fantastisch! Weil du komplett in diesem Buch eintaust gemeinsam mit deinem Kind und hast dieses dicke Buch und dann machst du die nächste Seite und so.

Ich glaub, da brauchst du auch einmal durchzulesen in ein paar Stunden. Aber dass ... Das ist super. Und als er klein war, weiß ich wie das Buch hieß aber da hab' ich ihm Basile der Mäusedetektiv und das habe ich auch in dieser Stimmlage die ganze Zeit und bis heute. irgendwie lachen wir uns immer kaputt alle drei wenn immer Basile-der-Mäuse-Detektive kommt und dann lese ich den und der sagt Papa mach doch mal oder hör mal.

nein jetzt liest du es doch mal richtig! Dann machen wir nochmal eine Special Edition. das hier vorliest ja für alle. Genau. Und vielleicht noch zum Abschluss, was ist so dein Lieblingsritual mit deinem Sohn? Dass du pflegst ... Wir haben viel über die Verbindung gesprochen. Wie kommt man in Verbindung mit seinem Kind?

Fällt dir da was ein, was du besonders häufig intuitiv machst und was du magst? Also aktuell glaub ich auf jeden Fall gemeinsam Fußball spielen und toben und sehr körperlich sein. Auch immer wieder kurz raufen oder schragen und so auf eine liebevolle Art und Weise. Aber ich merke, das braucht er voll und es brauche ich auch voll.

Und deswegen sind wir in jeder Halbzeitpause gerade wegen ... In der WM ist das so Papa-Fußball! Und dann ist ganz klar, da gibt's keine Diskussion. Dann gehts ins Kinderzimmer und dann wird gefussrangig. Ach mega cool. Waldemar, es war richtig besonders und toll mit dir. Danke, dass du da warst. Und ja, freu mich sehr auf alles was noch kommt.

Dankeschön für dieses tolle Thema. Ja? Danke. Ciao.

0:00 / 0:00