Züri Gschwätzlets· Staffel 1· Folge 7

Bodyshaming bei Autos & grösstes Bingo der Stadt

Montag, 26. Oktober 2026 · 34 min

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Shownotes

Kannst du im Blindtest UHT- von Vollmilch unterscheiden? Ausserdem: Im Koch-Areal können 300 Menschen nicht rechtzeitig einziehen (Treppenhaus!) und Nina war in der «Beiz» des Jahres.

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Ja, das Mikrofon läuft. Es ist wieder Zeit für Züri Gschwätzlets. Wir nehmen auf am Sonntagmorgen um zehn Uhr. Ich bin wach, Nina ist noch müde. Los geht's, los geht's, los geht's, los geht's. Also ich habe dir etwas mitgebracht, Nina, und zwar ein Gipfeli. Also dem Kwan hätte ich auch eins mitgebracht, aber er hat nicht wollen. Er hat einen gefrorenen Berliner gegessen. Warum auch immer.

Und jetzt isst du zwei. Jetzt esse ich eins und du eins. Ich habe ihn eben gesehen, bevor ich bei der Bäckerei-- wir haben uns gerade gekreuzt auf dem Weg und unser Büro ist ja direkt neben dem Kochareal und ich bin dort in den neuen Beck auf dem Kochareal Gipfeli kaufen und im Vergleich zum Treppenhaus im Wohnhaus nebenan ist ja der Beck schon in Betrieb.

Genau. Was ist da eigentlich passiert? Es ist ein bisschen peinliche Geschichte. Bisschen sehr peinliche Geschichte, was da passiert ist. Ja, es ist, ähm, glaube ich, ein rechtes Debakel. 300 Leute hätten einziehen sollen in den nächsten paar Tagen in die Siedlung vom Kraftwerk eins und offenbar ist, fehlt irgendein Teil für ein Treppenhaus, wo es Lieferverzögerungen gibt und die Baufirma hat das nicht rechtzeitig auftreiben können und darum können jetzt die Leute nicht einziehen wie geplant.

Zwei Wochen vor Einzug. Schon ein bisschen unangenehm. Also weil ich, wenn ich einmal zügle, ich nehme an, den meisten geht es so, dann kündigen wir die andere Wohnung fristgerecht und das ist eigentlich maximal noch eine Woche, um einmal besenrein zu machen und dann nachher ist man am neuen Ort und jetzt ja, also wo schlafen die?

Wo wohnen die? Ja, gemäß Kommunikation von den Genossenschaften und wie wir es auch in gewissen Medien lesen, seien für alle Unterkünfte gefunden worden. Sie haben gerade bei befreundeten Genossenschaften, ähm, Gästezimmer und so oder temporär freie Wohnungen auftreiben können, sie haben Lagerflächen auftreiben können. Das heißt, die Leute wohnen jetzt in irgendwelchen SBB-Cargo-Stätten, so auf den Tramschienen? Oder was heißt Lagerhalle? Im Migros, im Engrosmarkt dort zwischen den Salatblättern.

Ich glaube, die Lagerflächen haben sie aufgetrieben für den Hausrat, der zwischengelagert werden muss. Das ist ja dann auch, ich hoffe, die Leute wohnen in Wohnungen und Zügelkisten sind dann in Lagerflächen untergebracht. Aber es ist, es ist ein mega Zeug. Also ich stelle mir das mega stressig vor, wenn du jetzt zweimal zügeln musst und dann bist du irgendwie schon bereit gewesen und Kinder, die hätten schon eingeschult werden sollen jetzt und die sind jetzt noch nicht da am alten Ort, aber schon verabschiedet.

Was fehlt, was an einer Treppe? Gut, grundsätzlich die Treppe. Jeder, vielleicht ist jeder zweite Treppenschritt oder einfach so die letzten zwei. Und dann würdest du hinauflaufen mit deinen vollgepackten Kisten und würdest einfach ins Nichts fallen. Ist einfach ein Sicherheitsrisiko. Vielleicht haben sie ein paar Treppenschritte vergessen.

Mein, äh, Neffe hat die These aufgestellt, dass irgendein Lack fehlt. Das wäre sehr Zürich-typisch. Wir können nicht einziehen, das Finish ist noch nicht da. Genau, der goldige Zürich-Finish ist noch nicht da. Oder irgend vielleicht ein Geländer, irgendetwas Sicherheitstechnisches könnte ich mir vorstellen, aber man weiß es nicht. Aber wir finden es sicher noch heraus. Das Gipfeli auf alle Fälle ist sehr fein.

Also es geht jetzt zwar länger. Man sagt ja, Vorfreude ist die schönste Freude. Das ist zynisch, Nina, in dem Moment. Ein bisschen zynisch, aber ihr könnt euch wirklich auf das Gipfeli freuen. Es ist buttrig. Obwohl, es sieht ein bisschen lame aus, ein bisschen beige, aber es ist sehr buttrig. Ich habe diese Woche noch etwas Lustiges gehört, und zwar habe ich das allererste Mal, ich glaube, das ist im Tram gewesen oder so, habe ich jemanden gehört, den Satz sagen: „Den Bock abgeschossen."

Nicht im übertreibenden Sinne, sondern wirklich ernst. Ich kenne das ja nur als Redewendung, als Metapher. Und dann habe ich aber das gehört und dann irgendwie zufällig ein bisschen zugehört bei dem Gespräch. Und dann ist es wirklich darum gegangen, dass jemand jagen ging und den Bock abschossen. Ja, Wildsaison. Wildsaison. Wildsaison, ja. Der Bock ist abgeschossen demnächst auf unseren Zürcher Tellern.

Das wollte ich noch erzählen, weil ich es recht lustig gefunden habe. Und dann haben wir gestern bei uns zu Hause, ähm, noch zwei Sachen ausprobiert, und zwar Blindtests zwischen UHT-Milch und Vollmilch, jeweils von der Kuh. Exciting Samstagabend. Was glaubst du, wie es herauskam? Merkt man es? Ich glaube schon, ja. Das war auch meine These. Ich habe es auch sofort gemerkt. Ich habe UHT-Milch sehr viel lieber als diese kuhige Vollmilch, aber es ist nicht ganz.

Es haben nicht alle vier das Richtige gehabt. Und dann haben wir später noch getestet: Salatkäs gegen Feta. Das muss man wirklich blind machen, weil man sieht es ihm an, der Salatkäs ist so ein bisschen gelblich und der Feta ist so ein bisschen bröckelig weißer. Und dort ist es aber mega eindeutig gewesen, weil der Salatkäs, das habe ich vorher nicht gewusst, wissen vermutlich viele: Salatkäs ist aus Kuhmilch, Feta ist aus Schafmilch und das schmeckt man halt.

Ich habe mehr noch so ein bisschen grundsätzliche Fragen so zum Setting. Also macht ihr das öfters? Sitzt ihr öfters zu viert am Küchentisch? Also wir sitzen öfters zu viert am Küchentisch, aber so Tests machen wir mega selten. Also das muss man ja dann auch alles bereit haben. Also man muss extra einkaufen und man muss das bereit machen.

Also das war ein vorbereiteter Test? Das war vorbereitet. Wir haben sehr wenig, ähm, Tagesordnungspunkte Schrägstrich Traktanden bei uns zu Hause, aber das ist gestern, also seit Wochen steht das im Kühlschrank und jetzt haben wir es endlich gemacht und jetzt wissen wir es. Zum Glück wohnen wir in der Stadt Zürich mit einem großen kulturellen Angebot, dass man auch immer einfach noch am Samstagabend per Default Milch testen kann. Das finde ich gut. Ihr rüttelt uns auf.

Das ist schön, wenn du das schon zum kulturellen Angebot zählst. Aber apropos kulturelles Angebot: Wir haben noch eine großartige Ankündigung zu machen. Ich hoffe, das hat richtig gestört, weil das ist die erste Werbung, die wir da im Züri Gschwätzlets Ihnen erzählen. Züri.ch. Das sind wir. Das sind wir, organisieren das größte Bingo von der Stadt Zürich, wenn nicht sogar der ganzen Schweiz. Sicher das größte Bingo von der Schweiz weltweit. Äh, warte mal. Ich wollte sagen, von Zürich. Der ist super.

[lacht] Also sicher ist es das größte Bingo von Zürich weltweit. Das hat es noch nie gegeben auf der ganzen Welt, so ein großes Bingo in Zürich. Unsere Anna Schau, Member- und Community-Verantwortliche, organisiert eine Bingonacht am 17. November in Oerlikon in der Villa Bimbam. Falls euch das nichts sagt, sagt mir auch nichts. Das heißt eigentlich Halle 550.

Sagt mir auch nichts, aber ich glaube, man findet es mit Google und Internet Sachen, also bei uns auf Insta oder Webseite unter Events findet man alle wichtigen Infos. Es wird richtig fett. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein vom gehyptesten Restaurant der Schweiz. Von Magdalena, das ist irgendwo oberer Zürichsee am Hang, mega teuer, mega fein. Dort wollen alle hin.

Ja, und man braucht wirklich ein großes Portemonnaie oder Glück am Bingo, um gehen zu können. Und das absolut Krasseste, was man gewinnen kann, ist ein Auto. Ein kleines Auto, das man für sechs Monate hat. Ein Microlino heißt das. Natürlich verlosen wir keinen Dieselmotor. Würden wir nie, würden wir uns nie getrauen. Nein, das fahren wir nur heimlich im Aargau in der Nacht, wenn uns niemand sieht.

Nein, wir verlosen ein Microlino. Das ist so ein munziges Autöli. Hat Türen vorne lustigerweise. Man kann das Steuerrad öffnen. Und man kann direkt, wenn man das gewinnt, kann man direkt vom Bingo mit dem heimfahren. Also ihr seht, das ist wild, wild, wild. Ähm, tatsächlich muss man jetzt unbedingt, äh, sofort Tickets kaufen, weil über die Hälfte ist schon ausverkauft. Ja, wir haben 500 Plätze. Ja, mehr als die Hälfte ist schon weg.

Also man muss wirklich sich schnell entscheiden. Es lohnt sich. Alle Infos auf der Webseite von Züri.ch. Dort im Menü bei Events oder auf Insta, ähm, findet man es. Kann man sich dort anmelden. Diese schamlose Werbung richtet sich auch an alle Gemeinderätinnen von dieser Stadt, weil wir haben diese Woche wieder mal über das liebste Thema von den Zürcherinnen gestritten. Parkplätze. Parkplätze.

Der Stadtrat hat bekannt gegeben, dass ab dem neuen Jahr die neue Parkkartenverordnung, mega sexy Wort. Wahnsinn. Endlich in Kraft ist und das gibt großen Streit darüber. Und zwar letztes Jahr haben wir darüber abgestimmt, dass die blauen Zonenparkplätze, also das sind anwohnende Parkkarten, wo man kann für sehr günstig sein Auto in der blauen Zone auf öffentlichem Grund parkieren, dass das jetzt umgesetzt wird.

Nach elendslangen Diskussionen und Debatten in diesem Rathaus, du und ich haben sicher mehrere Stunden auch damit verbracht und irgendwelche Texte nachher darüber schreiben müssen, hat man sich darauf einigen können, dass man diese Parkkarte teurer macht, weil man jetzt neu tatsächlich nach Gewicht beurteilt. Genau, das heißt also, SUV muss viel mehr zahlen als der Microlino, den du gewinnen kannst am Bingo. Bodyshaming is back, einfach für Autos. Genau. Das ist die eine Neuerung.

Man kompensiert es auf der anderen Seite mit der Möglichkeit, dass Gewerbetreibende und Leute, die zum Beispiel in der Spitex arbeiten, dürfen auf dem Trottoir parkieren. Genau, und gegen das, also diese Gewerberegelung ist aber jetzt vor Gericht und darum ist die FDP putz hässig. Also man setzt jetzt einen Teil von diesem Kompromiss um, eben dass die SUVs, dass die großen Autos, wo man, also wo die linke Mehrheit in dieser Stadt eher will halt draußen haben, wo man nicht unbedingt will oder wo man aus klimaökologischen Gründen halt will, einfach auch, dass das teurer ist, wenn man mit denen auf öffentlichem Grund parkiert.

Dieser Teil wird umgesetzt, der Gewerbeteil ist noch vor Gericht und darum ist die FDP mega hässig, weil man jetzt einfach mal vorwärts macht. Aber ich finde es ja schon auch, also logischerweise ist die FDP hässig, aber ist ja auch Parkplatz ist ja ihr einziges inhaltliches Thema, das sie haben. Und man kann sich mal darüber streiten, ob das ein Inhalt ist oder nicht. Inhalt ist nicht, weil Parkplätze sind draußen. [lacht] Das führt mich gerade zu einer Spezifizierung von dieser neuen Regel.

Und zwar eine blaue Zonenkarte kommt neu nur über, wer nicht die Möglichkeit hat, zum Beispiel in der Siedlung oder im Haus, wo man wohnt, ähm, einen Tiefgaragenplatz zu mieten. Also man will wirklich das Auto zu einer Privatsache machen und ich finde das total richtig. Ja, und ich verstehe auf der anderen Seite auch, dass man, dass du und ich kein Auto brauchen und dass die SUVs garantiert wirklich keinen Platz in dieser Stadt verdienen, weil Klimawandelstaat, es gibt eh nie mehr Winter. Aber ich verstehe nicht den Kampf für das Gewerbe. Das ist tatsächlich so.

Es gibt Leute, die sind angewiesen und wir brauchen Gewerbe in der Stadt und das wollen wir ja auch. Wir wollen ja lokales Gewerbe da haben. Die brauchen auch Platz und na ja. Ich finde aber einfach, wir müssen uns alle mal ein bisschen beruhigen. Also da geht es wirklich, es geht um Parkplätze. Und jetzt hat es in diesen Medienmitteilungen auf die, auf die Ansage hin, dass das jetzt umgesetzt wird und dass es jetzt umgesetzt wird eben ohne den Gewerbekompromiss, hat in den Medienmitteilungen von der Mitte und von der FDP einfach Wörter drin gehabt.

Äh, Martina Zürcher, Gemeinderätin, hat gesagt, das sei ein Hohn an der Demokratie. Von der Mitte heißt es, es sei ein skandalöser Entscheid vom Stadtrat. Und da müssen wir jetzt wirklich einfach mal alle ein bisschen einen runterschrauben. Also es geht um einen Parkplatz. Es geht wirklich um die Möglichkeit, dass sie auf dem Trottoir parkieren können.

Und eben wie gesagt, ich sehe ja das sogar noch, dass man das umsetzen will und dass das auch wichtig ist, dass das Gewerbe einen Platz hat. Aber einen Hohn an der Demokratie können wir wirklich nicht schon ausrufen, solange es um Parkplätze geht. Also wir haben keine Steigerungsmöglichkeiten mehr. Was ist denn, wenn wirklich etwas Schlimmes mal passiert?

Wenn wir wirklich mal ein Problem haben in Zürich. Also ich finde es ja einerseits recht lustig, dass so die Bürgerlichen kein anderes Thema haben als Parkplätze. Und andererseits ist es auch einfach, eigentlich sollte es einem traurig machen, dass es da kein inhaltliches Programm gibt bei den Liberalen, wo man irgendwie mit dieser Stadt hin will.

Man kann durchaus liberal progressive Ideen haben für diese Stadt, aber Parkplätze verteidigen. Ich will, dass man möglichst günstig das Auto auf dem öffentlichen Raum parkieren kann. Das ist doch einfach kein politisches Programm. Und es gibt kaum etwas, also es gibt kaum Fläche, wo man so günstig mieten kann in der Stadt wie Parkplätze, wie blaue Zonenparkplätze.

Und dass man das jetzt ein bisschen korrigiert, finde ich mega richtig. Und für das Gewerbe sollte es ja eigentlich auch günstiger werden tatsächlich, die blaue Karte. Unbedingt, mega gut. Das muss dann auch noch umgesetzt werden. Wenn das Gericht jetzt sagt, das geht nicht, dann müssen wir dann halt weiterschauen.

Der Grund, warum der Teil mit dem Parkieren vom Gewerbe auf dem Trottoir Ja, jetzt vor dem Verwaltungsgericht ist, ist, dass der Fussgängerverein Beschwerden eingereicht hat. Und dort habe ich dann eben auch das nächste Problem. Also sie sind die, wo jetzt die Gewerbetrottoiregelung angefochten haben und vor Gericht gezogen haben. Und ich verstehe das.

Also wenn die Autos auf dem Trottoir stehen, ich kann mich daran vorbeischlängeln, ich kann auch kurz auf die Strasse ausweichen, mache ich zwar nicht gerne, aber es gibt halt Leute, die darauf angewiesen sind, dass man auf dem Trottoir laufen kann. Zum Beispiel mit dem Rollstuhl, mit dem Kinderwagen, ältere Leute mit dem Stock oder auch blinde Personen, die mit dem Stock oder so durchmüssen. Und dann ist das einfach blockiert.

Also ich verstehe schon, dass man sich gegen diese Regeln wehrt. Das ist so ein Kompromiss, den man vielleicht gemacht hat, ohne die zu fragen, die tatsächlich auf diesen Platz angewiesen werden. Ja, natürlich hast du da recht und moralisch bist du der Sieger. Aber es ist ja auch so, es geht immer darum, dass man die anderthalb Meter auf dem Trottoir gewährleisten kann, dass die immer da sind.

Und dann sind wir ja mehrere Menschen in dieser Situation auf dem Trottoir und dann können du und ich laufen und dann sagen wir, okay, jetzt geben wir den anderen den Platz, wo sie durchgehen. Vielleicht kann man dem Gewerbetreibenden sogar sagen, könntest du jetzt nicht vielleicht doch noch zurückfahren? Vielleicht sieht er es ja selber auch ein.

Ich würde es ihm dann sogar noch zutrauen, weil ich glaube nicht, dass wir einander wollen per se zu Leid werken. Und das heisst doch eben einfach, in der grossen Stadt kommen viele Interessen zusammen und da einfach alles immer verregeln und verargumentieren. Ich weiss nicht, ich habe das Gefühl, man könnte es ein bisschen pragmatischer lösen. Das wäre vielleicht auch noch ein Input an die FDP, die ja eigentlich sonst stark gegen Regeln und Verordnungen ist.

Könnte man vielleicht da ein bisschen Flexibilität anwenden. [Musik] Dann ist noch etwas tatsächlich eingetreten, worüber wir letztes Mal gesprochen haben. Simon, Glas halb voll, Nina hatte recht. Ich bin mega froh, dass du recht hattest. Und zwar waren wir an der Kundgebung vor dem Tamedia-Hauptgebäude aus Solidarität und Unterstützung mit den gekündigten Journalisten und Journalistinnen vom Tagesanzeiger und anderen Redaktionen.

Wir waren dort und es hatte mega viele Leute, es war mega cool. Es war eine grosse Sache. Der Platz dort vorne war voll. Es waren alle Medienschaffenden dort. Gewisse PolitikerInnen waren da. Es wurde darüber berichtet. Es wurde darüber berichtet. Ein bisschen schade war, dass die Soundanlage, wo die Reden darüber, wie sagt man, ausgespielt, übertragen worden sind. Die Soundanlage war leider sehr schlecht.

Man hat fast nichts verstanden. Und man hat gesehen, CEO der TX Group, Jessica Peppel Schulz, war dort. Die Chefredaktorin vom Tagesanzeiger, Rafaela Birrer, war dort. Und haben das zugehört. Und es hat leider gar nichts genützt. Nur Stunden nach dieser Kundgebung konnte man lesen, auf persönlich.com sind die ersten Einladungen für das Kündigungsgespräch raus.

Und inzwischen haben so gewisse Leute öffentlich bekannt gegeben, dass sie gekündigt worden sind. Zum Beispiel die Kulturjournalistin Nora Zucker. Ursina Haller vom Magazin. Genau, und Rafael Zeier, Digitaljournalist. Aber es werden noch viel mehr sein, weil es sind 41 Leute, die die Stelle verlieren.

Und es geht jetzt auch ein bisschen die These herum, dass man diese Sparrunde nutzt, um politisch unliebsame Journalisten und Journalistinnen herauszuschmeißen. Also diese These hat zum Beispiel die SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr auf LinkedIn gepostet. Und wenn man ein bisschen weiss, wer das noch getroffen hat von dieser Sparrunde, ich will jetzt nicht Leute outcallen, die nicht selber sich öffentlich gesagt haben, dass sie gekündigt worden sind.

Aber wenn man ein bisschen weiss, wer es sonst getroffen hat von dieser Kündigungswelle, kann man diese These schon aufstellen. Es hat aber auch geheissen, dass intern natürlich nie irgendetwas mit Politik, also Tagesanzeiger früher linke, linksliberale Stimmen und heute Forumszeitung, Forumszeitung möglichst für alle lesbar sein.

Der ehemalige Chefredaktor Arthur Rutisuser hat auch gesagt, Tagesanzeiger müsse auch für SVP-Wähler und Gendere lesbar sein. Also man will wenn, dann sich dort politisch positionieren. Eigentlich will man sehr mittig sein und man argumentiert bei Kündigungen intern offenbar nie mit politischen Positionen. Aber wenn man sieht, wer es trifft, ist das durchaus eine These, die man vertreten kann.

Ja voll, das ist jetzt mal eine These. Auf der anderen Seite wirkt es einfach wahnsinnig planlos. Also wenn du dir mal überlegst, warum man da kürzt. Es ist so ein bisschen Nora Zucker. Ich weiss nicht, es ist die einzige Kulturjournalistin von diesem Land, die man noch kennt. Warum du jetzt genau ihre kündigst, wirklich aus einem Markenverständnis heraus, weiss ich es nicht.

Es sagt dann natürlich eben einfach, du grabst deine, du bringst deine Marke Tagesanzeiger ins Grab, dann gut gemacht, weiter so. Und sonst, ja eben, mega lange hat es geheissen am Tagesanzeiger, das ist das Kernprodukt, mit dem sind wir gross geworden, dort sparen wir sicher nicht. Es hat geheissen, in der Romandie kann man nicht weiter abbauen.

Es hat geheissen, die Lokaljournalisten bleiben dort, wo sie sind. Eben, in einem Jahr sagt man das, zwei Jahre später heisst es etwas anderes. Es wirkt einfach alles wahnsinnig willkürlich. Wir haben ja vieles auch schon letztes Mal gesagt und vieles schon geschrieben bei allen letzten Kündigungswellen und so.

Und ich habe es jetzt aber schon noch mal, wenn du dann dort stehst und wenn du die Leute siehst und dann im Nachgang auch, wenn ein Name herauskommt und noch mal einer kommt und du merkst wirklich so, wir sind dann auch schon so das Impressum anschauen und du lästerst die Namen und da gibt es eine Kürzung und da gibt es eine Kürzung.

Es ist schon verrückt, das geht schon wirklich jedes Mal wieder nach und dieses Mal wirklich auch noch mal besonders. Wenn du so die Gesichter kennst und die Namen kennst und denkst, das sind jetzt die Stimmen, die fehlen, das sind die Stimmen, die nicht mehr in den Gemeinderat gehen, das sind die Stimmen, die nicht mehr berichten über meine Stadt oder die ich nicht mehr im Magazin lesen kann.

Das ist schon, ich finde es wirklich, also es geht mir wirklich nahe dieses Mal. Und auch so dort zu stehen und dann eben dann siehst du und es fällt mir ja wirklich nicht einfach, in einem Grossverlag Journalistinnen jetzt herauszustehen und quasi für die eigene Sache einzustehen, dann machen sie es gleich und stehen dort.

Also es ist wirklich, ich habe es mega berührend gefunden. Ja, geht mir auch so. Ich bin auch, ähm, recht betroffen und auch vielleicht, wenn man zuhört, natürlich sind wir in Konkurrenz mit anderen Medien, aber natürlich nicht mit den Journalisten und Journalistinnen. Also man kennt sich, eben man trifft sich an Pressekonferenzen im Parlament, an sonst Anlässen, an Branchenveranstaltungen und so. Also man kennt und mag sich und tauscht sich aus.

Also es sind Kollegen und Kolleginnen, wo es jetzt trifft und diesen Herbst haben verlagsübergreifend, also bei der SRG, bei Ringier, bei Tamedia über 300 Medienschaffende ihren Job verloren. Das ist schon, also es ist ein scheiß Herbst für die Medienbranche. Es ist ein scheiß Herbst, genau. Und es ist krass, es sind 315 Leute. Ich weiß nicht, wo die hingehen.

Und das ist eine dunkle Aussicht, weil es ist einfach, das ist Fakt, das ist Fakt im Mediensystem Schweiz und es ist absolut tragisch, dass das in einem der reichsten Länder der Welt so passiert, dass man jetzt einfach die Öffentlichkeit einfach sukzessive abbaut. Und gleichzeitig ist bei dem Ganzen dann schon sehr wichtig, dass wir hinschauen, wo, an was das es liegt und wo dann die Entscheid fallen. Weil auch an dem, auch an dieser Protestaktion am Dienstag gab es das Schild, KI ersetzt keinen Journalismus. Etwas, was passiert ist, dass jetzt kritisiert wird, die Großverlage setzen jetzt mehr auf KI und das braucht aber Menschen und es wird dann so ein Journalismus versus KI.

Es gibt dann so eine Journalismus versus KI Kritik. Und das ist schon, da muss man super aufpassen, weil KI ist ein Entscheid von einer Verlagsebene und nicht ein Feind, wo es einfach kommt und einem den Platz wegnimmt. Es sind- Genau, es ist natürlich ein mega gutes Feindbild so gegen die amerikanischen Tech-Konzerne, also ja auch zu Recht, muss man dort aufpassen und genau hinschauen.

Aber es ist auch irgendwie noch ein geschicktes Narrativ von der Verlagsleitung, von der TX Group, also wenn man dann argumentiert, ja mit KI werden wir effizienter und so. Und dann richtet sich der Wut von den Medienschaffenden, von der Branche gegen KI. Und dabei ist die Konfliktlinie nicht Journalistinnen gegen KI, sondern Konfliktlinie ist Renditedruck, ich will meine Dividende und meine Jacht gegen die Redaktion. Exakt.

Das hat man irgendwie noch gut hingebracht und dann rufen sie dort auch irgendwie einen Slogan, die ganze Masse, irgendwie keine KI, keine KI und so. Und klar ist das ein Punkt, aber der Hauptpunkt ist, dass der Verlag massiv Gewinn macht, Dividende ausschüttet, den Börsenkurs steigert und trotzdem Leute entlädt. Das ist die Konfliktlinie und dort müssen wir, glaube ich, hin.

Und du hast noch ein paar Ideen mitgebracht, wie man das auch machen könnte. Genau, ich finde, der Protest ist mega ein guter Start. Also die Leute sind da, die Leute sind hässig. Ich glaube, es gibt so eine Energie da, um sich zu wehren und zu organisieren. Und ich hätte noch ein paar, also ich glaube, wir müssen weitergehen wie der Protestkundgebung.

Ich glaube, wir müssen wirklich anfangen, auch schauen, dass es denen, die entscheiden, halt vielleicht auch ein bisschen wehtut. Und zwar sind ja Medienschaffende, Journalisten, Journalistinnen auch am Hebel. Also man könnte zum Beispiel die Paywall abstellen auf der Webseite, einfach alles gratis machen. Das würde dann dem Verlag sehr schnell wehtun oder die Leute sehr schnell nerven.

Man könnte einfach die Werbeplätze nicht mehr in den Artikel hinein publizieren, also die einfach draußen lassen. Dann gibt es halt kein Inserat und fährt kein BMW über den Bildschirm, wenn man den Tagesanzeiger liest, sondern es ist halt einfach werbefrei, quasi die Republik. Quasi die Republik. Oder man könnte auch die, die in der Druckerei arbeiten, könnte Druckplatten auswechseln. Man kann irgendwie eine Protestseite vorne drauf drucken. Man kann auch dort Werbung draußen lassen.

Also es gäbe durchaus Möglichkeiten, wie man einem Verlag schaden kann und vielleicht sogar sich dann so ein bisschen in einer Anonymität, also man will ja dann auch nicht die Person sein, die mit Gesicht dort steht, weil dann bist du natürlich auch gerade gekündet. Das ist natürlich die Angst, die oben geht, oder?

Dass wenn du jetzt noch nicht betroffen bist, dass du einfach weißt, dass dein Name dann als Nächstes darauf steht, dass du vielleicht sogar noch irgendwann im Verlag geschadet hättest und dann deswegen als Nächstes einfach gespickt werden kannst. Also ich hoffe, genau die Solidarisierung geht weiter, der Unmut von den Medienschaffenden geht weiter und ich hoffe, in den nächsten paar Wochen passiert noch ein bisschen etwas.

Herzlich willkommen zum Guten-Luene-Podcast Zürich Spätzle. Als Nächstes sprechen wir über Femizid. Also du hast ja zu diesem Thema letzte Woche recherchiert, einen Artikel geschrieben und an diversen Orten angefragt, Mädchenhaus, Frauenhaus, Fraueninformationszentrum und so weiter und alle haben einfach keinen Platz und müssen Leute abweisen. Ich finde das schon, es ist mega crazy.

Also es ist ja nicht jetzt neu, es ist seit ein paar Jahren so, aber es ist trotzdem jedes Mal, betrifft mich das schon recht. Also ich finde das wirklich- Ja, manchmal macht mich mein Job, ganz oft ist mein Job lustig und spannend und ich komme an irgendwelche verrückten Orte hin und kümmere mich um anderthalb Meter Parkkarten.

Und manchmal macht er mich wirklich mega betroffen. Und das will ich jetzt gar nicht mit so Pathos sagen, sondern es ist wirklich einfach, es war krass dort, als ich diese Woche angefragt habe bei all diesen Schutzorganisationen und diesen Stellen, die sich um Präventivmaßnahmen kümmern. Es ist einfach eine nach der anderen Stelle kommt zurück mit der Meldung, wir sind knapp, wir sind überlastet, wir sind kurz vor dem Komplett-Burnout bei unserem Personal, weil Gelder fehlen und weil die Belastung groß ist und weil national einfach eine übergeordnete Strategie fehlt, Schutz für Frauen, Schutz für Finta-Personen, Schutz für Mädchen, die von Gewalt betroffen sind und die ganz oft in der Stadt Zürich, also im Kanton Zürich und so in der Stadt Zürich landen.

Und das war schon noch verrückt. Ich habe mit der Geschäftsführerin von der Fachstelle für Frauenhandel und Menschenhandel jetzt auch, Frauenmigration auch geredet. Und sie sagte, diese Stelle gibt es seit 40 Jahren und sie hatten es einmal bisher gehabt, 2016, dass sie einen Aufnahmestopp verkünden mussten und dieses Jahr ist es wieder so weit.

Sie mussten schon zweimal den Kanton schreiben, dass es jetzt kurz vor knapp ist und haben in dieser Woche, ich habe noch am Mittwoch mit ihr telefoniert und sie sagte, gestern Morgen mussten wir drei Frauen abweisen, die Anrecht gehabt hätten auf einen Schutzplatz, aber es ist einfach nicht gegangen.

Sie haben keinen Platz mehr. Es sind alle Betten besetzt. Das ist schon mega crazy. Das ist mega krass, wirklich. Müsste denn das nicht mit der Istanbul-Konvention irgendwie schon lange umgesetzt und geregelt sein? Doch, es müsste natürlich alles umgesetzt sein, was in der Schweiz nicht in allen Kantonen der Fall ist.

Das hat der Regierungsrat auch schon vor zwei Jahren, auch schon in einer ziemlich scharfen Medienmitteilung an andere Kantone gesagt. Bis heute zum Beispiel hat der Kanton Thurgau kein Frauenhaus. Es gibt mehrere Kantone, die kein Frauenhaus haben. Thurgau macht gerade medial die Runde auch. Und solange du das schweizweit nicht gelöst hast, ist es klar, dass gewisse andere Häuser einfach komplett überlastet sind.

Also das heisst, alle Regierungsrätinnen von allen anderen Kantonen, die jetzt hier zugehört haben, macht eure Arbeit, setzt die Istanbul-Konvention um und happy Thurgau, mach endlich ein Frauenhaus auf. [Musik] Ina, ich habe eine Quizfrage für dich mitgebracht und ich glaube, du weisst die Antwort. Es ist wieder eine Frage aus dem offiziellen Einbürgerungstest von der Stadt Zürich.

Und zwar Für was hat sich Emily Lieberherr, die allererste weibliche Stadträtin von der Stadt Zürich eingesetzt? Dass sie auch einen Platz in der Stadt Zürich bekommt, der nach ihr benannt wird.

[lacht] Nein, ich glaube, das war dann eine Konsequenz von ihrem politischen Schaffen.

Die Antwortmöglichkeiten sind Freie Presse, Frauenstimmrecht, gegen den UNO-Beitritt von der Schweiz oder für die Beteiligung von der Schweiz am Raumfahrtsprogramm. Das war ein Scherz vorhin. Es ist natürlich B.

B, das Frauenstimmrecht ist korrekt. By the way, Simon, ich habe auch eine Rückmeldung bekommen von einer geneigten Zuhörerin: „Du könntest doch bitte einmal dir ein bisschen bessere Fragen als die Einbürgerungsfragen überlegen." Ist das wahr? Ich habe gedacht, ich sage es direkt hier. Ja, ich bin jetzt auch durch.

Alle weiteren Fragen sind zu einfach oder irgendwie nicht einmal mit der Positionierung oder so verbunden. Also ab nächstes Mal gibt es, ich weiss nicht, ob bessere, aber andere Fragen. Ich fühle mich jetzt auch ein bisschen geneigt, aus Trotz weiterhin blöde Fragen zu stellen. Sehr gut. Meine Quizfrage braucht ein bisschen Einleitung. Und zwar, du hast vorhin vom Bock erzählt.

Ich bin am Samstag im Restaurant Oberes Triemli gewesen. Kennst du das? Warst du dort schon einmal? Nein, ist das dort, wenn man nach dem Triemli so um die Kurve hinaufgeht, so eine Beiz? Genau, eine Beiz. Sie hat vom Verein- Vorne ein Raclette-Stand draussen, das ganze Jahr. Kann das sein? Das kann sein. Ich bin dann in den Seiteneingang hineingegangen. Das obere Triemli hat vom Verein Pro Beiz, Altgemeindrat Florin Capaul ist der Präsident, hat die Auszeichnung als Beiz 2026, Beiz des Jahres bekommen. Wir sind dort hineingegangen. Absolut verdient. Ich war jetzt einmal dort.

Es ist schon eines von meinen neuen Lieblingsrestaurants. Grossartig. Holzvertäfert. Sie haben irgendwie fünf Generationen in dieser gleichen Familie. Sie haben einmal die geschlachtet, die Kegelbahn gehabt, Minigolf, alles Mögliche. Jetzt ist es einfach eine gutbürgerliche Küche. Holztäferungen. Du läufst hinein, ein Knarz, dicke, weisse Tischtücher neben dem Spital Triemli. Wild Choice, so vom Standort. Es ist grossartig. Was ist die Biermarke, die sie haben? Eichhof, Feldschlösschen?

Wir haben Sprudel getrunken. Ich kann dir nicht sagen, was Biermarke. Darf man in einer Beiz kein Bier trinken? Müssen wir einmal den Florin Capaul fragen. Müssen wir einmal den Florin Capaul fragen. Sie haben Spezialitäten des Hauses. Sie sind unter anderem bekannt, auch von GOMIO gerühmt worden, Side Note, dafür, dass sie- Moment, Zwischenfrage: Sagt man GOMIO? Sagt man nicht Gäu Miau? [lacht] Doch, stimmt.

Du hast recht. Ich muss mich korrigieren. Branchenmagazin Gäu Miau. Hat das obere Triemli jetzt eine der besten Wildadressen. Gekürt von der Stadt Zürich haben auch einen Vegi-Teller, super, kann man hingehen. Also stell dir vor, klassische Beiz. Sie haben eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Spezialitäten des Hauses auf ihrer Karte. Was sind zwei davon? Sehr grosse Frage, sehr gute Frage.

Ich versuche mich jetzt dank deiner guten Beschreibung dort hineinzuversetzen. Ich glaube, Beiz hat vermutlich ein Cordon Bleu auf der Karte. Sie haben vermutlich das Zürich Geschnetzeltes, allenfalls mit Nierchen. Und dann, was könnten sie noch darauf haben? Du hast jetzt Wild gesagt, aber Spezialitäten des Hauses sind vielleicht saisonal. Also ich gehe trotzdem noch mit einem Rehpfeffer aus dem Sihlwald. Also sie haben Reh.

Diana hat das geheissen. Ich weiss nicht ganz genau, vielleicht hat es Reh Diana geheissen. Sie haben Reh, alles Mögliche. Zum Teil hast du recht. Auf ihrer Spezialitäten des Hauses Karte ist natürlich ein Zürich Geschnetzeltes an delikater Weisswein-Rahmsauce und Goldbrunner Butterröstchen. Mh, gerade ein bisschen Hunger. Gerade ein bisschen Hunger.

Alles andere, was du gesagt hast, haben sie auch, ist aber keine Spezialität von ihnen. Es gibt ein Schweinssteak, ein Wiener Schnitzel, komischerweise. Natürlich ein Tartar. Tartar gibt es immer in diesen Beizen. Und Reis Casimir. Sie haben Reis Casimir auf der Hausspezialitätenkarte. Ich finde das grossartig. In einem Reisring mit Früchten, gebackenen Bananen und so einem Rahm obendrauf. Mega gut. Mega gut. Super.

Was hast du genommen? Wir hatten einen anderen Klassiker vom Tisch und das ist das Heresiedfleisch. Da kommt so ein Kommt so ein Mockenseitfleisch und der liegt auf zwei Marchknochen. Oh mein Gott, das ist absolut krass gewesen. Serviert wird es mit so Knoblauchbrotscheiben. Also Knoblauchbrot wie, ich weiß nicht, ob ihr in Langnau mal bis, du kommst gar nicht von dort.

Ich komme gar nicht von dort, aber in Langnau gibt es kein Knoblauch. Das ist tatsächlich so. Und auch kein Brot. Die essen noch Wurzeln. Die sind Jäger und Sammler. Ich weiß nicht, ob dort, wo du herkommst, ob ihr Chilbi habt, aber bei uns an der Chilbi hat es Knoblauchbrot gegeben. Es sieht etwa so aus, also erstaunlich banales Knoblauchbrot in so einer gediegenen Umgebung.

Und dann kommst du stets auf das Knoblauchbrot und tust das March drauf. Es ist im Fall crazy gewesen. Es gibt auch Gemüse für alle, die jetzt ein bisschen die Schuddern bekommen haben, aber es ist glaube ich schon, es empfiehlt sich dort hin zu gehen, wenn man gerne Fleisch isst. Großartiges Restaurant. Super Service.

Wir sind sogar gefragt worden, ob wir von der Sprudel ein Weissweinglas haben wollen oder ob wir den Flüss weitertrinken wollen. Ja, klingt mega gut. Ich bin überzeugt, ich will dann mal dort hinauf. Ich hätte noch eine zweite Quizfrage. Gut, schiess los. Weißt du, was nappiert bedeutet? Wir sind immer noch im Restaurant, wir sind auf dem Teller. Ein Fleisch mit einer Sauce wird nappiert angerichtet.

Ich habe es nicht gewusst. Ich weiß es jetzt seit gestern. Das sind ja jetzt eigentlich schon mega viele Hinweise und wenn man es trotzdem, also ich habe trotzdem absolut keine Ahnung, aber warte. Also das Fleisch mit Sauce wird nappiert angerichtet. Das heißt, ich habe zuerst an einen Nap gedacht, dann bin ich irgendwo, ich weiß nicht warum, bei einer Serviette oder so gewesen. Dort geht es hin. Ding, Ding, Ding.

Ein Serviettenknödel ist glaube ich etwas ganz anderes. Es wird nappiert angerichtet. Es hat unten Sauce, dann Fleisch und dann Sauce oben drauf. Es hat Sauce oben drauf? Nicht schlecht, Simon. Gelb Maul schreibt er gerade. Stellenangebot. Nappiert sagt man, wenn das Fleisch normalerweise, das ist mir beigebracht worden von der Köchin von meinem Vertrauen, normalerweise wird das Fleisch, wenn man sich also Mühe gibt, dass es in der Mitte noch rosarot und alles mögliche ist, wird das Fleisch auf der Sauce serviert, damit der Gast das sieht und denkt, das haben sie aber schön gekocht.

Nappiert ist dann, wenn man das Fleisch hinlegt und die Sauce darüber tut. Weil man es nicht geschafft hat, dass es rosa bleibt oder weil es nicht so wichtig ist wie zum Beispiel im Siedfleisch. Vielleicht ja. Unkläre Frage. Gut, haben wir wieder etwas gelernt. Was für ein Podcast. Danke vielmals fürs Zuhören. Ich bin Simon. Ich bin Nina. Und das war Züri Schmötzlets, wie immer produziert von Juan. Riande.

Und alle, die jetzt noch da sind, für euch haben wir ein besonderes Zückerli. Und zwar machen wir wieder ein paar SEO-Begriffe, dass der Podcast gut gegoogelt wird und wir nehmen euch mit in die Klangwelt von einer Stammbeiz. Stegenhaus. Steuererklärung. Buttergipfeli. Günstige Wohnung wo? Halloween, was soll das? iPhone Duo.

Mikrolino. Parkbusse Mikrolino. Anderthalb Meter. Villa Roger Federer. Gore-Tex Regenjacke. Christkind in Tram. Jetzt müsst ihr alle wieder aufhören. Ciao zusammen. Ciao.

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