
Züri Gschwätzlets· Staffel 1· Folge 6
Zürichs Rätselkönig Elio Donauer zu Gast
Montag, 19. Oktober 2026 · 27 min
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Shownotes
Dich erwartet eine Züri-Spezial-Folge. Zürichs Rätselkönig Elio Donauer erzählt, die Geheimnisse hinter dem beliebtesten Rätsel der Stadt. Und Quizfrage: Wie kam die Rückgasse zu ihrem Namen?
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Moderation: Nina Graf & Simon Jacoby
Produktion: Elio Donauer & Juan Riande
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hallo zusammen, heute gibt es wieder Züri Gschwätzlets. Ich bin Simon. Ich bin Nina. Und heute reden wir darüber, was uns in Zürich nervt. Und was noch? Über Zürich selber. Und wir haben den ersten Gast eingeladen. Weisst du noch, wer das ist, Simon? Genau, das ist der Rätselkönig Elio. Macht euch auf etwas gefasst. Schön hört zu.
Wir sitzen ja jetzt da zum Aufnehmen, ausnahmsweise nicht im Sitzungszimmer von Züri.ch, sondern in einem Hotelzimmer in Toggenburg. Genau, also die Audioqualität ist deswegen berauschend, weil, ähm, vor uns ist die Kegelfahrradbahn Toggenburg. Und wir sind da in der Geschäftsleitungsretraite, zwei Tage, und dass wir doch rechtzeitig einen Podcast herausbringen können, haben wir alles mitgenommen und wir hocken jetzt wirklich da so zwischen den Betten.
Ja, ähm, zum Mittag hat es Pastetchen mit, äh- Brätkügelchen. Brätkügelchen. Und Reis und ein bisschen Gemüse und Nina hat nicht aufgegessen. Ja. Und ihr zwei hattet eine ganz komische, ähm, Beste-- Getränkebestellung. Ich finde, wenn man in die Berge geht, dann gibt es entweder Saure Most, Most oder Rivella. Und der Simon und der Elio haben ein Cola genommen, die zwei Städter. Der Elio hat ein Mineral mit Kohlensäure genommen.
Ich habe ein Cola Zero genommen. Dann ist ein Sinalco gekommen und wo du das Rivella bestellt hast, war ich wirklich ein bisschen eifersüchtig auf das Rivella, das nehme ich, glaube ich, zum Abendessen. Und zum Dessert hat es etwas gegeben, was ich seit den 90er Jahren nicht mehr gehabt habe, aber eigentlich sehr mag, und zwar Erdbeerroulade. Mhm. Mit so angerösteten Mandelsplittern. Mhm. Und Schlagsahne, ja.
Du hast eine Beobachtung mitgebracht, da auf den Berg hinauf getragen, Simon. Genau, wortwörtlich auf den Berg hinauf getragen, und zwar an meinen Füßen. Mir ist aufgefallen, dass immer mehr Schuhe, die Schuhbänder so bis ganz vorne haben. Es ist noch schwierig, sich das so vorstellen ab dieser Beschreibung, aber es sind, glaube ich, so ein bisschen Kletterfinken mäßig, so ein bisschen Funktionsschuhe und das ist jetzt mega in.
Also bei uns im Team haben es drei oder vier Leute. Die Jungen, die Seismogra-- äh, die Stilseismografen haben die Zehenschnürschuhe. Genau, und du, Nina, wehrst dich ja immer dagegen. Dir ist immer mega unangenehm, wenn du dich als Millennial musst erkennen geben, aber du hast noch keine solchen Schuhe. Am einfachsten wäre es, sich als Gen Z zu faken, wenn du Schuhbänder bis nach vorne ziehen würdest.
Ja, so machen wie du. Plötzlich kommt nämlich der Simon ins Büro und hat auch diese Finken an. Und du sagst ja, du bist nicht beeinflusst worden von den anderen. Man ist sicher beeinflusst. Ich glaube, ich bin nicht vom Team beeinflusst worden, weil ich dort am Elia seine Schuhe gar noch nicht gesehen habe. Ich habe die im Sommer gekauft, in den Sommerferien in Kopenhagen.
Aber weißt du, in so einem Hipsterladen. Trendstadt. Ja, natürlich. Also es ist überall und es passt ja auch mega gut in diese, ähm, Funktionskleidermode, dass man Patagonia anhat, Arc'teryx und so weiter. Also dass so die Alltags-, die urbane Hipstermode von den jüngeren Leuten, Millennials, Gen Z, ist ja sehr stark geprägt von so, ähm, ja Outdoor- Hauptsache praktisch. -Funktionskleider.
Hauptsache praktisch, aber man braucht sie dann gar nicht. Also ich habe jetzt Kletterschuhe an, aber ich gehe sicher nicht klettern. Aber du nimmst sogar den Lift hinauf ins Büro. Hast du besseren Halt am Boden eigentlich? Nein, ich, ich habe das letzte, also im Lift halte ich tipptopp, aber ich bin letztes Mal, habe ich versucht, so einen leichten Hang hinunterzugehen und bin dort eher gerutscht.
Also es sind nicht, nicht so, nicht die idealen Schuhe. Und jetzt machen wir einen Sprung vom Toggenburg über den Kletterfinken zu Zürich und was uns an Zürich nervt. Und zwar kürzlich ist mir ein, äh, Reddit Post aufgefallen und das Thema ist ja aber sonst auch mega herum. Und zwar fragt dort jemand, der auf Zürich ziehen will, ob das eine gute Idee sei, weil Zürich sei mega asozial, hat die Person gehört.
Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich so in meinem Freundeskreis herumüberlege, die meisten Leute kenne ich, seit ich 15 bin. Sind die alle von Richterswil mit dir auf Zürich gezogen? Alle aus der Agglo hier hin geschwemmt worden, geflüchtet, mit dem, mit dem Seewasser hingegedrängt worden. Viele, viele sind, äh, es sind schon noch Leute mit dazugekommen, aber viele Leute sind von früher und ich verstehe das schon, das Vorurteil. Ich glaube schon ein bisschen, wir sind schon ein bisschen asozial.
Ja, ich weiß nicht, ob es direkt asozial ist, einfach weil man schon seine Freunde und Freundinnen hat. Aber ja, also ich gehe bei deiner Beobachtung mit. Mir geht das auch so und wenn ich in meinem Umfeld herumschaue, ist das ähnlich. Und in der Diskussion auf Reddit ist dann so ein bisschen, ähm, der Konsens gewesen, dass wenn man auf Zürich kommt, zum Beispiel kommen studieren oder in die Schule, dass es dann okay ist, dann findet man vielleicht Anschluss sozial.
Aber wenn man später kommt, ab 30 und zum Beispiel nur zum Arbeiten, dass es dann extrem schwierig ist, um wirklich einen sozialen, einen sozialen Anschluss zu finden. Und ich kann mir auch noch vorstellen, dass es auch mit der Sprache zusammenhängt. Also wenn du aus Deutschland, Österreich oder Liechtenstein in die Schweiz kommst oder auf Zürich kommst.
Stelle ich mir das vor, der Sprach-- die Sprachhürde noch. Nein, aber dann geht es noch, weil dann kann man es vielleicht noch irgendwie und dann versteht man irgendwann noch Schweizerdeutsch oder relativ schnell. Aber ich habe auch, also wenn ich irgendwo in einer Gruppe bin, ich merke, ich müsste jetzt Englisch reden, dann ja, okay, mache ich das aus Höflichkeit, ein bisschen im Alltag, aber wirklich dann große Lust haben oder dort es braucht.
Also ich, ich kann nicht so gut Englisch und Französisch schon gar nicht. Und darum, also dort ist dann Sprachbarriere sicher auch ein Grund. Glaube ich auch. Du hast ja mal letzten, letzten Sommer hast du ein Interview gemacht mit einer Expat. Die hat ja auch genau von dem erzählt. Ziemlich einsam in dem, in dem großen Zürich.
Also Zürcher, Zürcherinnen gelten ja auch immer als arrogant und ich finde in dem Fall auch ein bisschen zu Recht. Ich glaube, das stimmt. Siehst du dich eigentlich, bist du ein Zürcher? Würdest du sagen, du verschaffst dich als Zürcher? Das ist eine gute Frage. Also ich bin mit 20, 21 auf Zürich gezogen.
Ich fühle mich jetzt schon als Zürcher, ja, aber ich glaube, es gibt ganz viele, wo finden, äh, nur wer in Zürich geboren ist, ist auch ein Zürcher oder Zürcherin. Nur wenn es er so hinten sagt, ist ein Zürcher. Das ist so für mich so die letzte Hürde. Und wer weiß, was ein Schneck ist. Weißt du, was ein Schneck ist? Ein Käufliber. Super.
Aber ich finde das mega komisch, die Leute, wo, also das ist ja so, wenn man das würde bei einem anderen Land sagen, so nur wer in der Schweiz geboren ist, kann ein echter Schweizer oder Schweizerin sein. Dort findet man ja schon, das ist jetzt eine mega komische Aussage. Es kommt halt auch gleich ganz, es kommt oft auch aus so einem, aus so einem Kuchen heraus, wo eigentlich sonst absolut zu Recht jegliche rassistische Tendenzen absolut verurteilt.
Aber wenn es dann so um das Lokale geht, dann findet man es dann plötzlich sehr okay, da so Zugehörigkeiten zu machen und dann auch ein bisschen mehr stolz sein darauf auf sein Geburtsort. Genau, du bist nicht von da, du bist nicht da geboren, sondern du bist von der Agglo eingewandert. Von der Agglo an.
Oder sogar aus der Innerschweiz oder dem Aargau oder Ostschweiz und Schaffhausen und das findet man dann irgendwie mega blöd. Also so der Stolz auf, ja, wie du gesagt hast, Geburtsort und der Lokalpatriotismus, der irritiert mich schon immer wieder. Und das gibt es ja schon auch bei anderen Städten. Berlin gehört mir das auch ab und zu.
Ich weiß nicht, wie es sonst noch ist. Ähm, aber so ich bin von da, du bist nicht von da. Ja, aber dort, wo wir über das Züri-Fest geredet haben, Simon, jetzt muss ich dich also da mal outcallen. Wo wir über das Züri-Fest geredet haben, hast du plötzlich, bist du auch hinterher gekommen mit dem Aargauer Hass. Und jetzt kommen die Aargauer da an und schlütten alles zusammen oder irgendwie so etwas.
Das ist super, super, super Stadt. Also so etwas habe ich nicht, ich habe sicher nicht gesagt, die kommen hierher und schlütten alles ab. Ich habe nur gesagt, sie kommen dann auf Zürich, aber das nicht als- Ist auch ein Austerisieren der Gruppe. Aber nicht als ein Problem. Okay. Nicht gefunden, es ist ein Problem, wenn sie kommen.
Meine Aargauer Seele hat sich nämlich gerade angegriffen gefühlt. Ah nein, ich finde herzlich willkommen alle aus dem Aargau. Früher hat es noch geheißen, wir als Millennials wissen, dass noch weiße Socken tragen nur Aargauer. Ja. Und inzwischen ist das ja- Und sie können nicht Auto fahren, hat es einmal geheißen.
Das ist so ein, so ein, so ein Bünzliwitz. Aber, äh, ich glaube- Wobei das ja auch stimmt. Jetzt hat es auch angestiegen, wie die in der Stadt ist, der Witz auch tot. Vielleicht hilft das den Aargauern beim Assimilieren. Und Aargau besteht ja hauptsächlich vor allem aus Straßen und Autobahnen, Ein- und Ausfahrten, oder? Ja, und Baden. Von wegen Lokalpatriotismus, ähm, habe ich noch über diese Arroganz schwätzen.
Mit dem habe ich eigentlich vorher mal kurz angefangen. Ah. Jetzt sind wir- Abgeschweift, sorry. Sind wir abgeschweift, aber das ist auch tipptopp. Ich finde Zürcherinnen und Zürcher sind zu Recht ein bisschen arrogant. Oder ich kann verstehen, woher das kommt. Und zwar, ich bin ja nicht in der Stadt aufgewachsen und habe darum so ein bisschen einen breiteren Radius gehabt. Ich bin zum Zahnarzt auf Zug, ich bin zur Ärztin auf Zürich.
Also ich bin so an verschiedene Orte und wenn- Du hast die Welt gesehen als Kind schon. Genau, ich habe die Welt gesehen als Kind und wenn man in Zürich aufwächst, dann macht man alles in Zürich, auch als, auch als erwachsene Person. Also du gehst Zürich ins Theater, ins Kino, ähm, zum Doktor. Was gibt es noch alles, was man macht? Haar schneiden und so weiter. Man macht halt alles in Zürich. Und so diese krasse Bündelung von allen Angeboten hat man halt sonst nirgends.
Also wenn du in Winti wohnst, musst du halt ab und zu einfach auf Zürich, wenn du etwas erleben willst. Du musst beweglich bleiben, ja. Und du hast das Gefühl, das ist jetzt ein Grund für Arroganz. Engstirnigkeit ist ein Grund, dass man ein bisschen arrogant sein darf. Ich glaube, darum wird es als arrogant wahrgenommen, weil man empfindet, hä, nein, ich komme doch nicht auf St.
Gallen in den Ausgang, wenn man halt nicht muss, weil es in Zürich einfach immer die bessere Option gibt. Ja, das ist schon, ich habe ja an ganz vielen Orten studiert und das ist schon überall Beobachtung gewesen, dass die Leute immer gefunden haben, ihr arroganten Zürcher, weil dann bist du dann schneller, wenn du aus der Agglo bist, bist du dann doch plötzlich ein Zürcher in.
Jetzt haben wir gesagt, ihr arroganten Zürcher. Und ich habe das gar nie so als Eigen ding wahrgenommen. Ich habe, dass das irgendwie ein Ding ist, aber es wird so an einem herangetragen. Ich glaube, es ist Neid. Natürlich ist es Neid. Es ist Neid und Minderwertigkeitskomplex und man ist zu Recht neidisch und hat zu Recht ein bisschen einen Minderwertigkeitskomplex.
Es ist ja klar, Zürich ist einfach am coolsten und am lässigsten und es passiert am meisten und der schießt an. Und wir haben die größte Zoo. Ja, [lacht] ich weiß jetzt nicht, ob das das Argument stärkt. Und wir haben die FIFA. Wir haben die FIFA, wir haben not UBS, wir haben, ähm, Bahnhof. Wir haben einen Fluss, wo fast noch Wasser hat. Wir haben eine neue Insel im Zürisee. Wir haben eine neue Insel im Zürisee.
Bei uns müssen die Leute am Sonntag auch arbeiten. [lacht] Der Züricher Flughafen in Kloten. Eigentlich müssten wir Kloten eingemeinden oder erobern. Karin Rickard soll ihre Stadtpolizei losschicken, zum Kloten zu eingemeindigen, äh, zwingen. Oder wenigstens, dass wir so einen Korridor haben, dass wir uns sicher zum Flughafen bewegen können. Radar Rickard.
Apropos Zürich. Wir sind ja heute da in der Retreate und wir haben gedacht, wir machen ein bisschen Nabelschau und erzählen euch ein bisschen von uns. Und wir haben für das den ersten Gast in diesem Podcast mitgenommen. Und zwar ist es der Elio, der Elio, wo heute auch der Produzent ist von dieser Folge, weil wir den Juan nicht mitgenommen haben ins Toggenburg.
Und der Elio ist der Rätselkönig von Zürich, nur weiß das noch niemand und wir machen ihn jetzt ganz groß. Wir geben ihm jetzt endlich die Aufmerksamkeit, wo er verdient. Wow, danke für die Einladung in den Podcast. Hoi Elio. Ähm, Elio, willst du dich ganz kurz vorstellen? Ja, ich bin der Elio. Ich bin seit, äh, sieben, acht Jahren über Zürich und, ähm, mache da alles außer Schreiben und Journalismus, sondern alles im Hintergrund, Geld organisieren, Marketing. Veranstaltungen. Veranstaltungen. Und ganz viele Sachen automatisieren. Jeden Prozess, wo man kann digital automatisieren, automatisiert der Elio.
Ich habe, der Elio tut nicht Vibe coden, sondern Hype coden. Genau, ähm, also ich habe mich sehr gefreut über die, ähm, über die Wortschöpfung von dir, Nina. Ähm, Hype coden fand ich ehrlich gesagt ein bisschen, äh, mehr exciting als Vibe coden. Aber, ähm, ja, das mache ich unter anderem auch. Ähm, neue Sachen entwickeln Ohne dass ich coden kann.
Und warum tust du alles automatisieren ausser das Rätsel? Vielleicht für die Leute, die uns jetzt zuhören. Es gibt ja unser bekanntestes Produkt ist das Züri Briefing. Das kommt jeden Morgen um sechs Uhr raus. Abonnieren. Es ist eine lustige Sache, eine gute Sache. Und am Ende von dem Züri Briefing gibt es ein Rätsel. Und das Rätsel ist jeden Tag mit ganz wenigen Ausnahmen der mit Abstand am meistgeklickteste Link im Briefing.
Die Leute sind süchtig nach dem Rätsel und der Elio hat absolut alles automatisiert ausser das Rätsel. Warum nicht? Es macht mir Spass, einfach einmal im Monat hinzusitzen und mir Wörter mit fünf Buchstaben zu überlegen, die ich dann auf die Leute loslasse. Es ist wie so ein bisschen, ich habe so das Gefühl, wenn man das einfach nicht kuratiert machen würde, dann gäbe es so ein Wortmess. Und vor dem habe ich ein bisschen Respekt.
Ich will den Leuten ein bisschen challenging Wörter geben, aber ja, es braucht einfach eine Kuration. Hast du ein Beispiel? Kannst du noch schnell erklären, was ist das für ein Rätsel mit fünf Wörtern? Ja, also es ist eigentlich ein ganz einfaches Wordle. Für die, die es nicht kennen, es ist ein Wort mit fünf Buchstaben, das man erraten muss. Man hat, glaube ich, sechs Versuche. Man gibt jedes Mal das Wort ein.
Es zeigt einem an, welche Buchstaben richtig sind, welche Buchstaben vorkommen, aber am falschen Ort sind. Und wenn man es dann erreicht und man kommt eben immer näher. Also man kommt dem Wort mit jedem Versuch näher und hat es dann hoffentlich beim dritten, vierten, fünften Mal herausgefunden. Und ein Lieblingswort. Oder einfach ein Beispiel.
Was ist denn so ein, also was wäre ein Wort? Also ich kann euch einfach einmal einen Tipp geben. Wenn ihr das erste Mal spielt, fängt einfach an mit einem Wort, das viele Vokale drin hat, zum Beispiel Pause oder Radio. Dann hat man schon drei Vokale abgedeckt mit einem Wort. Von denen gibt es nicht so viel. Und dann, und jedes Wort hat irgendwo einen Vokal drin. Das heisst, man hat die schon einmal abgedeckt. Genau, und dann kann man sich dem weiter entlanghangeln und ich probiere immer ein bisschen kreative Wörter herauszufinden, die hoffentlich im Duden stehen. Letztens ist Elio nämlich etwas Peinliches passiert.
Und zwar hat er ein Wort erfunden, das es gar nicht gibt. Die Un-, oder Unort. Unort ist anscheinend das Wort, das nicht im Duden steht. Das habe ich nicht gewusst und habe das ganz frecherweise in das Wordle hineingepackt. Und dann bin ich von unserem Worträtsel-Tool überlistet worden, weil das lässt eigentlich nur Wörter zu, die im Duden stehen und die Leute konnten das Wordle nicht lösen, weil das Gewinnerwort nicht zulässig ist. Wir können Corinne Mauch mit zwei N schreiben. Wir können von Josef's Wissen schreiben.
Nichts gibt so viele böse Rückmeldungen wie Unort. Das sind unglaublich etwa, also ich habe 15 Mails gesehen. Ja, also jeder Fehler in- Du hast noch persönliche Morddrohungen bekommen. Das nicht gerade, aber jeder Fehler im Wordle generiert 20 bis 30 Mails, wo sich Leute echauffieren über das. Und ich frage mich, wieso? Wieso sind die so emotional wegen dem Wort?
Es ist schon allgemein, das Rätsel ist schon mega ein Phänomen. Also ich glaube, wenn man würde die Leute fragen: „Hey, willst du, dass wir dir jeden Morgen ein Rätsel schicken?" Dann würden die meisten Leute wahrscheinlich sagen: „Nein, brauche ich nicht. Ich will da nicht irgendwie noch mehr Zeit am Morgen am Handy verbringen."
Aber dann kommen sie das Züri Briefing über, entdecken das Rätsel und sind süchtig. Es ist doch auch einmal noch ein Ding gewesen mit dem einen, der sich über ein neues Design beschwert hat. Das, finde ich, ist auch eine sehr schöne Anekdote. Genau, wir haben unser Rätsel-Tool einmal gewechselt und dann hat sich jemand bei mir gemeldet und hat gefunden, das Design ist einfach jetzt hässlich.
Das kann man nicht mehr spielen. Und es hat sich wirklich nichts geändert an der ganzen Spiellogik oder irgendetwas. Dann habe ich gesagt: „Schau, es funktioniert alles. Das Design ist jetzt einfach so."
Und dann hat er gefunden „Ist okay, ich kann mich damit abfinden, wenn morgen das Wort Kacke ist." Kacke ist ein Wort mit fünf Buchstaben. Es steht im Duden. Und dann hat es- K-A-C-K-E.
[lacht] Und dann habe ich gedacht, ich mache ihm die Freude und habe das Wort für den nächsten Tag ausgewählt und der hat es tatsächlich, er hat mir nachher einen Screenshot geschickt. Er hat im ersten Versuch natürlich das Wort herausgefunden und hat gefunden, es sei einer der schönsten Starts in den Tag gewesen seit Jahren. Ich habe gerade Kacke über das Gespür. Ja.
[lacht] Ich habe gedacht, du willst Cake formulieren, aber dann ist C-K, nein, aber ja. Also für alle, die das jetzt nachspielen, die alten Ausgaben, Kacke schreibt man mit K am Anfang und nicht wie Nina mit C. K-A-C-K-E. Super. Spielst du, Simon? Ich spiele es vielleicht alle zwei Monate. Ich bin mega schlecht. Ich habe überhaupt nicht Geduld allgemein für Spiele und für das auch nicht. Ich auch nicht.
Ich habe es einmal probiert, nicht geschafft, nie mehr aufgetan. Aber es gibt ja wirklich mega viele Geschichten von Leuten, die sagen, sie spielen das am Morgen einmal im Züri Briefing und dann noch im Sechsenbrief oder Leute, die es gegeneinander spielen und sich dann schicken, wie viele Versuche sie gebraucht haben und um Geld wetten oder um das Nachtessen wetten und so weiter.
Also es ist wirklich eine mega schöne Geschichte. Also das ist ja auch so irgendwie community bildend und so und man hat auch eine Gewohnheit. Wie bist du eigentlich darauf gekommen, Elio, das einzuführen? Was ist die Überlegung gewesen dahinter, dass wir im Züri Briefing und im Sechsenbrief ein Rätsel brauchen?
Nein, also ehrlich gesagt, ich meine, ich tue selten irgendetwas ganz selber entwickeln, aber ich habe das schon bei vielen anderen Medien gesehen, die das eingeführt haben. Und habe gedacht, ich probiere es mal aus und es macht ja Spaß. Es ist nicht ein krasser Aufwand, um das einzuführen und zu mal testen.
Und sobald wir es eingeführt haben, ist es eigentlich durch die Decke gegangen und dann haben wir es behalten, weil es einfach so viel Spaß macht, dass so vielen Leuten. Ich glaube, eine Berichterstattung oben ist manchmal traurig, manchmal tragisch. Das Rätsel tut alles wieder aufwerten. Der Journalismus ist eigentlich nur Verzierung für den Kick am Morgen.
Aber eigentlich kann man das ja auch übersetzen von früher, von der Printzeitung. Dort hat man ja auch, also die, die wenigsten haben die Zeitung von vorne bis hinten durchgeblättert, sondern man geht vielleicht zum Wetter, man geht zu den Leserinnenbriefen oder man geht halt eben zum Kreuzworträtsel und das gibt so eine Art Gewohnheit und diese Gewohnheit zu übersetzen ins Digitale, auf digitale Journalismusformate, ähm, ist eigentlich mit diesem Rätsel mega gut gelungen.
Also die Leute wissen, jeden Tag eben Themen ändern sich, sind vielleicht auch mal schwer, aber das Rätsel bleibt gleich. Ich kenne wirklich Leute, die angefangen haben, äh, das Briefing regelmäßig konsumieren und die kennen mich schon lange. Das Briefing anfangen, regelmäßig konsumieren wegen dem Rätsel. Und ich finde es einfach wirklich großartig.
Der Polito Master Elio, wo einfach so einmal alles im Alleingang könnte eigentlich Zürich machen, macht einfach jeden Monat einmal händisch die, die, die fünf, äh, die fünf Buchstabenwörter hinein. Das finde ich schon eine sehr schöne, sehr schönes, in KI Zeiten vom Journalismus ist das wirklich ein schönes Detail.
Und wir möchten jetzt, also wenn es genug Feedback gibt auf die Folge und das Interview mit dem Elio, mit seinem Auftritt da im Podcast, machen wir allenfalls Merchandise mit dem Elio seinem Gesicht drauf. Also wenn ihr Tassen wollt mit dem Rätselkönig Elio oder ein T-Shirt oder Socken, eignet sich auch sehr gut als Weihnachtsgeschenk, wo ja schon bald um die Ecke steht.
Meldet euch bei genug Feedback, geben wir das in Auftrag. Dim, dim, dim, Jingle. Und jetzt kommen wir zu der Quizfrage, Nina. Willst du anfangen? Fang du an. Ich muss meine noch schnell heraussuchen noch mal, damit ich wirklich gar keinen Fehler mache. Also währenddem ich dir die Frage stelle, suchst du heraus, dann hörst du mir ja gar nicht zu. Multitasking.
Also ich habe die ersten vier Folgen vom Podcast von der KI analysieren lassen und gefragt, welche Wörter hat Nina am häufigsten gesagt? Du bist gemein. Frau will schon die ganze Woche auf die, die Quizfrage. [lachend] Ja, das stimmt, das stimmt. Also in der ersten Folge ist es Item. Ich habe, glaube ich, Item dort eine Million Mal gesagt. Du hast dort Item aufgebraucht. Ich habe Item aufgebraucht, ja.
Das gibt es jetzt nicht mehr zu besprechen. I, T, E, M. Ist zu kurz für das Rätsel, ja. Nur vier Buchstaben. Ähm. Nein, es sind so Füllwörter sind dus, ähm und so Sachen zählen nicht. Im Fall. Nein, aber es geht in die richtige Richtung. Also als meistens hast du gesagt, ja, voll. Als Zweitmeistens, ich glaube. Und als Drittmeistens, mega.
Und ich habe dann auch noch jetzt fairerweise, ich habe dann auch noch gefragt, was ich als Häufigstes gesagt habe. Hast du dort eine Ahnung? Nein, ich weiß. Stimmt nicht. Nein, das stimmt nicht, Nina. Ich habe gesagt, am häufigsten, ich finde. Als Zweites, mega. Also mega ist bei dir auf dem drei, bei mir auf dem zwei. Und als drei, dort erkenne ich mich mega fest wieder. Tipptopp. Tipptopp.
Okay, es ist nicht so schlimm herausgekommen, wie ich jetzt gedacht habe. Das hätte so ganz schrecklich in so eine, in so eine Geschlechterungleichheit können hineinrutschen. Ich finde, wir sind beide sehr affirmativ unterwegs. Mega. Tipptopp. Ich habe eine Quizfrage, und zwar habe ich, ähm, Leser, Innenhörerinnen gefragt gehabt nach Fragen, die ich dem Simon stellen kann.
Wir hatten schon mal eine gehabt, den Emilio, und jetzt kommt eine vom Piero. Esteriore. Ich weiß nicht, ob ich seinen Nachnamen- Live aus der Blickredaktion. Nein, mach noch mal. Ich weiß nicht, ob ich seinen Nachnamen sagen darf. Aber der Piero hat sich auf einmal bei mir gemeldet, ähm, und er, das ist eine super Quizfrage. In Zürich gibt es die Rückgasse. Weißt du, warum sie Rückgasse heißt?
Natürlich nicht, aber ich versuche, irgendetwas zu schwurbeln und herzuleiten. Ich nehme an, das ist in der Altstadt Rückgasse. Zuerst bin ich nicht sicher gewesen, ob Rückgasse oder Drückgasse. Ähm. R-Ü-C-K. Eignet sich auch nicht als Rätsel, hat auch nur vier Buchstaben. Nein, ich weiß es in Fall nicht. Ich wäre froh um einen Hinweis. Seefeld. Ich wäre froh um einen inhaltlichen Hinweis.
Denk, äh, also es gibt zwei Wörter, Rück und Gasse. Dort muss es drin liegen. Das muss als Hinweis langen. Also ist auch Lokalpatriotismus Volk und darum sage ich jetzt einfach, ich nehme die Antwortoption Rückgasse. Das sind Leute, wo nicht von Zürich gekommen sind, sich in Zürich schlecht benommen hat. Die hat man dann dorthin durch die Gasse zurück an Goldküste manövriert. Das könnten wir auch heute noch einführen. Falsch.
Rückgasse heißt so, weil sie als einzige Straße in Zürich rückwärts nummeriert ist. Es geht nicht stadtauswärts, sondern stadteinwärts. Das ist mega spannend. Ja, Fun Facts über Zürich. Fun Facts, ja. Ich bin jetzt gerade innerlich Badener Straße durchgegangen. Also was, sonst geht, gehen die Nummern stadteinwärts. Stadtauswärts und die geht stadteinwärts.
Also eigentlich, ich stelle mir wie so vor, alles ist, das Zentrum von Zürich ist der HB und von dort aus geht es in alle Richtungen hinaus und die Rückgasse ist die einzige, wo von außen hineingeht. Sehr gute Frage. Danke vielmals für den Input an Piero. Danke, Piero. So, und dann habe ich noch eine weitere Quartiernotiz mitgebracht. Ihr könnt mir sehr gerne, äh, schreiben, wenn ihr auch so kleine Geschichten habt.
Ich habe ja letzte- Warte, warte, ich muss kurz unterbrechen. Und zwar sind mehrere Rückfragen gekommen, ob die Geschichte mit deiner Mülltonne erfunden ist. Wirklich? Ja, Leute haben gefunden, die Tonne gibt es doch gar nicht und haben mich gefragt, ob ich denn ein Foto davon gesehen habe. Ob du die Tonne bestätigen kannst als zweite Quelle. Ich habe gesagt, ich weiß von nichts.
Ich glaube auch gar nicht, was du mir-- nein, ich habe dann gesagt, ich habe ein Foto gesehen und das stimmt, soweit ich es kann verifizieren. Also ich bin erschüttert, dass ihr mir da Lügen vorwerfet. Die Tonne gibt es. Die steht jetzt wieder immer noch bei mir zu Hause draußen. Es ist ihr erster Winter, wo sie wird, äh, vor sich haben. Sie wandert auch aktuell gerade nicht mehr.
Wir haben auch immer noch nicht herausgefunden, wer sie rumgeschoben hat, aber anscheinend ist das ein Ding unter Nachbarn, dass man sich einfach so kleine Streiche spielt. Äh, behaltet den Alltag spicy, I guess. Ähm, bei uns hat sich jemand gemeldet, ein Leser, den ich jetzt aus Schutz vor seiner eigenen Identität anonym werde behalten. Und der hat auch so ein Herumschieben von Alltagsgegenständen mit seinem Nachbarn.
Nur dass er die Person ist, wo das herumschiebt. Und zwar geht es um eine Pylone. Ich persönlich habe nicht gewusst, was das ist. Das sind die Straßenmarkierungen, die Plastikdreiecke, wo sie aussehen wie Hüte. Das ist eine Pylone. Und er hat erzählt gehabt, der unbekannte Hörer, ähm, dass sein Nachbar einen Parkplatz mit so einer Pylone abdeckt. Und ich nehme an, unserem Hörer geht das ein bisschen auf den Senkel.
Vielleicht will er auch gerne den Parkplatz haben. Vielleicht hat er etwas gegen Autos. Wer weiß es. Auf alle Fälle tut unser Hörer jeden Abend die Pylone ein bisschen verschieben, um etwa einen halben Meter. Und der Eigentümer, also sein Nachbar, schiebt ihm das wieder zurück, weiß nicht, was das ist. Und unser Hörer hat auf alle Fälle einen Spaß daran, weil er hat gesagt: „Unnötig, aber macht Spaß."
Also lieber Hörer, falls du in, per Zufall in Zürich Nord wohnst und auch hinter meiner Mülltonne steckst, melde dich doch mal. Ich finde das eine großartige Geschichte. Unnötig, aber macht Spaß. Das könnte auch das Lebensmotto sein. Ich finde, das wäre ein gutes Podcastmotto. [Jingle] Also das ist es gewesen mit dieser Folge Zürich Schwätzelet.
Wir müssen noch einen kleinen Disclaimer machen, und zwar haben wir diese Folge schon vor einer Weile aufgenommen, weil dieses Mal bin nämlich ich in den Ferien. Falls also etwas mega Wichtiges dazwischen passiert ist, müssen wir euch nächste Woche updaten. Genau, im Briefing sagen wir immer, wenn Corinne Mauch den Raphael Golta heiratet, dann muss das ganze Briefing noch einmal umgeschrieben werden, auch am Morgen um drei.
Aber ich hoffe nicht, dass sie mitten in den Herbstferien jetzt spontan ihre Hochzeit bekannt geben. Sarah Simon gegenüber. Wirklich, gebt dem, gebt ihr eine Pause. Ich würde einfach gerne früher eingeladen werden zu dieser Hochzeit, falls die stattfindet. Ja, damit du den Anzug bügeln kannst. Das ist es gewesen. Danke fürs Zuhören. Und bis zum nächsten Mal. Tschüss zusammen.