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Zwischen Blende und Zeit - Der Fotografie-Talk der fotocommunity· Folge 481

481 - Ein Ort ist keine To-do-Liste

Mittwoch, 3. Juni 2026 · 47 min

MP3

Shownotes

Fotografischer Mittwochs-Talk der fotocommunity
Manchmal fahren wir an einen Ort, um etwas zu sehen – und merken erst später, dass es eigentlich darum ging, etwas zu fühlen. In dieser Folge sprechen Lars und Falk über das Fotografieren von Orten, Museen, Städten und Reisen. Über die Frage, warum wir oft glauben, alles festhalten zu müssen, und weshalb dabei manchmal genau das verloren geht, was einen Ort wirklich besonders macht.

Ausgehend von einem Besuch auf dem Segelschiff Passat in Travemünde entsteht ein Gespräch über Erinnerungen, Dokumentation und die Freiheit, die Kamera auch einmal nicht nach dem Offensichtlichen suchen zu lassen. Es geht um Fotos, die nicht zeigen, wo wir waren, sondern was ein Ort mit uns gemacht hat. Eine Folge über das Loslassen von Vollständigkeit – und darüber, wie aus Motiven wieder persönliche Geschichten werden.

Liebe Grüße
Lars & Falk

Die Shownotes zur Sendung:

(enthält Werbung und kommerzielle Links)

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Irgendwo zwischen Blende und Zeit sind sie verborgen. Die eigentlichen Besonderheiten, diese kleinen Feinheiten auf den zweiten Blick die die Fotografie so besonders machen. Genau das ist unser Thema hier im Podcast der Photocommunity. Ich möchte dich einladen gemeinsam mit uns auf die Reise zu gehen Auf die reise durch die spannende Welt der Fotografien.

Na du Urlauber, schön dass du wieder da bist. Hallo! Ja, schön wieder hier sein zu dürfen. Hallo ihr Lieben herzlich willkommen bei Zwischenblende und Zeit. Ich wollte mal im Chor mitsprechen. Ja sehr gerne. Du könnt auch einen Kanon draus machen wenn du möchtest. Kanon? Dann wüsstest du anfangen wenn ich noch nicht fertig bin oder?

Das geht doch so ineinander über. Wenn wir für so anstrengt. Ja finde ich auch. Finde ich in der Schule schon immer ein bisschen anstreggend aber... Nein ich fand das cool also mir hat das Roppella. Mir hat das immer groß Spaß gemacht. Insbesondere welches Lied haben wir denn so super gut? War das Hotel California?

Echt als Kanon! Ja, ja, genau es war Hotel California. Das war nicht in der Schule sondern am Lagerfeuer damals im YMCA. Das ist richtig geil. also Hotel California im Kanon ein zwei Gitarren. Fünfzehn Leute zehn Mädels fünf Jungs. perfekt Wenn du wieder mal so bist dann lad mich einen, das hätte ich gerne erlebt Wenn ich wieder mal so bin, ja.

Ich lebe jetzt nicht so sehr im Gestern aber es gibt Momente aus diesem Zeit die schon ein bisschen vermisst. Das stimmt doch. Nicht wunderell! Ich habe heute irgendwie manchmal Wuchtfindungsstörungen oder komische Aussprache. Denn alles kommt gestresst zu uns und wir versuchen den Leute noch ein bisschen zu entspannen.

Das finde ich toll von dir. Danke schön. Wir werden sehen abwarten also... Ich bin nämlich gleich auf dem Weg nach Zingst, also wer in Zings gern das horizontale Fotofestival quasi besuchen möchte kann das gerne tun. Der Thomas ist da ich bin da die Susa Küstenkind ist da und der Dirk B ist da. wir haben einen Stand an der Seebrücke Gleich gegenüber von Thamrunden.

also von daher viel free Besuch uns. Wir freuen uns über jeden. Liebe Grüße allerseits. ich komme nicht mit aber Das Team ist ja schon cool. an die schon mal alle liebe Grüße bitte und wenn ihr dann dem Lars mal ein Autogramm abbringen könnt. Das macht man nicht mehr, man macht einen Selfie heute. Mal gucken ich nehme die Mikrofone mit vielleicht kann man ja den einen oder anderen O-Ton aufnehmen.

Ja, mal schabst du? Genau und wir machen Photobox am Freitag und am Samstag und samstag um achtzehn Uhr gibt es auch ein kleines Get Together am CB Truck für die FC User exklusiv. also wer da Bock hat kommt gern vorbei. Am CW Truck haben die wieder eine Druckreihe dabei. Genau, die haben ein Truck dabei.

Die haben quasi Bilder ausbelichten kannst du vor Ort. Die erklären der Sachen und so... Genau! Das wird spannend. Ja genießt das alle. ich habe es leider nicht geschafft mich da irgendwie zu begeistern. schon Ich würde ja seit Jahren mit unbedingt dahin. Wir waren ja auch jetzt wieder in der Nähe. Ja, ich hab das bestellt!

Und trotzdem irgendwie ... Der Termin. Ich bin mal gespannt, wann das funktioniert? Angefangen habe ich mit der Idee ... Puh-ah! Ganz frisch an der FC. Gab's das da schon? Also, mit den ersten Malen. Weiß nicht, wann ist das erste Mal zingst du aus dem Jahr? Letzte Mal war ich da, also im Jahr... Das ist auch schon weiter hier auch.

Ich glaube, jedenfalls wollte ich schon immer mit, seitdem es das gibt. Es hat noch nie funktioniert und deswegen genießt es mal alle. Macht euch meine gute Zeit! Und irgendwann, wenn ich ganz grau bin, dann schaffe ich das wahrscheinlich auch mal. Genau, drückt das Wetter. Drückt die Daumen dass das Wette gut wird.

Ja ist das so? Also ist das gut? Donnerstag soll's regnen und gewittern. Freitag solls regnen. Samstags solls schön werden. Mal gucken Wo wir sind im Zelt Klingt jetzt nicht so ideal ehrlich gesagt. Aber aber Ich habe mir gedacht War ja schon oft offen das. Und meistens war dort schönes Wetter, und das mal bei schlechten Wetter auch zu fotografieren?

Ist vielleicht auch nicht so doof. Ja, das stimmt! Da kommst du dann doch auf Ideen, die du sonst nicht hast, weil Dünnen kann jeder, Strandkörper kann jeder oder Ausstellung kann jeder... Schöne Fischerkarten kann auch jeder, aber irgendwie dieses andere Regenwetter da oben gibt es vielleicht auch schöne Motive.

Ich werbe ja mit Nachdruck für den Winter in dieser Gegend. Ich bin irgendwann das Jahr vor ein paar Jahren halt, sind wir spontan hier in Mühlheim also direkt hinter unserer Stadtgrenze. quasi ist die Kölner Straße. Die Kölners Straße ist so ein bisschen so Wohnmobilinie. Da stehen so fünfzehn bis dreißig Händler irgendwie die Wohnmobili vermieten verkaufen.

Das sind die Vertretungen von den großen Herstellern und so. Da sind wir lang gefahren und kamen mit einem Mann ins Gespräch, dem so ein Laden da gehörte. Der wollte ein Auto verkaufen was er nicht vor der Kauf bekommen hatten. hat er sich so bisschen geärgert? wären wir eigentlich nur mal gucken wollten, dass das Auto jetzt umsonst angemeldet hat?

und dann hab ich gesagt ja das ist super im Winter gibt's da irgendwie im Moment kaum Wohnmobile. Ich würde den wohl mieten. das heißt doch da kann ich ja noch ein paar Euro damit machen hat er uns für forty fünf Euro am Tag das ist nichts für sein Auto. Hat mitgegeben und wir hatten plötzlich abends um neunzehn Uhr wohnen bevor die Tür stehen und hatten halt zwei Wochen Urlaub zu fällig Und sind dann am, weiß ich nicht, neunten Dezember oder so aufgebrochen nach... Wir wussten nicht wohin.

Sind auf die Autobahnen und sind so unsere Wege gefahren. Und irgendwann ist man ja damals hier vorne in Pennen gegangen das war bei Magdeburg. Dann hatte ich aber irgendwie eigentlich vorhin nach Berlin einzufallen weil wir irgendwie zu doof waren. Dann hab' ich bei Herr Rebek von Rebek im Haveland angehalten.

Das war schon ein Erlebnis. Aber von da aus dann relativ straight hoch nach Rügen. Und so Rügen auf der Südbrücke mit dem Weihnachtsbaum und diese Landschaft, diese Küstenslandschaft in dieser dann noch sehr viel karigeren Wintermelancholie zu sehen. Wow, also das ist ja wirklich besonders! Also Rügen im Winter war geil und ich mein Texel im Winter auch cool.

Rügen ist ja nochmal ein bisschen spezieller weil es ja quasi so ein bisschen bayerisch anmutet mit seinen Hügeln und Bergen und keine Ahnung von da zu westlichen Ostsee. und der Vergeil wirklich. Ist ja auch schön da oben. Also wir waren im Prerow irgendwie auch mal im Winter, so nach Weihnachten zwischen Weihnachten und Neujahr und waren aber auch schon aufrügen im Winter... So ist es schon schön, wenn du den Wind hast und dann ist das kalt, dann ist vielleicht die OST jetzt so gefroren.

Genau! Da hast du schon einmal ganz andere Motive als das übliche. Genau, so ist das, ja. Ja, however also ich wünsche euch irgendwie, sagen wir mal gutes Wetter weil dann dann also gutes Wetter kann ihr auch... Es gibt nur falsche Klavische betrachtet, kann er auch genau, kann ja auch ruhig ein wildes Wetta sein.

Ich drück mit den Daumen. Farina ist gerade aufgebrochen zu Rock am Ring, da ist jetzt fünf Tage Regen angesagt ... Das wird dann ein zweites Wacken? Das wird ein zweites Wackenn, obwohl Rock am Ringen ist ja wohl ... ich hab in letzter Zeit natürlich mehr mitgeguckt und fährt mir noch auf Runden. Und das scheint so Luschi-Wacken zu sein.

Ich dachte immer, Rock am Regen würde ähnlich zugehen aber es ist deutlich softer. Nee, das ist schlammmäßig. Ist schon in seiner Woche Problem wohl? Ich bin gespannt. Oh MG! Aber vielleicht findet man auch da Motive die sonst irgendwie nicht gesehen werden. Aber ich glaube es passt doch so ein bisschen zum Thema der Sendung heute, oder?

Genau, ich wollte gerade die Kurve bekommen irgendwie in den Sendungsthema. Wir haben keinen Arbeitstitel dafür. Wie näher ich mich denn dem an... Den erfinden wir hinterher Den finden wir hinterher, meistens wissen wir dann besser was wir gesprochen haben. Also zur Erklärung ihr Lieben ich war jetzt ein weiteres Mal in der Gegentrave.

Münde Timdorfer Strand waren ja. damals hatten wir vor mit meiner alten Frau Mutter da hin zu fahren. die ist halt krank geworden. Jetzt haben wir das Ganze wiederholt und sie jetzt dabei gehabt. Und diese Zeit war eine wichtige und gute Auszeit irgendwie Eine zeit in der wir viel gemeinsam gemacht haben uns aber auch immer mal wieder irgendwelche ruhige Momente gesucht haben.

und in Travemünde, für die dies vielleicht schon mal gehört oder gesehen haben liegt die Passat. Das ist ein Dreimasssegler glaube ich und zwar einen Fracht-Segler der jetzt muss ich mir überlegen... Ich glaube, das ist von hier bis zum Ende des Jahrzehntes. Das ist ein Stahlgerüst vollgras und ein Frachtsegler.

Also das ist ja was uns noch sehr fern ist also so einen Stückgutfrachter der keine Container aufnimmt. Ist ja schon irgendwie retro aber aus dem Dreißigerjahren bis Ende der Fünfzigerjahre um Caporn gesegelt ist da unten richtig windend. Wenn ich das nicht verstanden habe, die wildeste See überhaupt.

Ich hab mich damals für eine Kreuzfahrt interessiert. Da musste wirklich See fest sein. und da sind sie rum gesegelt und haben in Chile ... Tja! Haben Sie Salpeter dort aufgenommen oder abgeladen? War ein Salpter-Frachter. Weil sie nicht... Und dann wieder zurück nach Hamburg. Und hin und her immer auf diese unfassbar riesige Strecke, die ja heute schon eindrucksvoll und auch nicht ungefährlich ist.

Das war so lange Rede kurzer Sinn. irgendwann dachte ich ihr wollt bestimmt mal irgendwas anderes machen. Die wusste aus dem Gespräch dass ... weder vorhin oder noch meine Mutter da ein großes Interesse erhebten, aber ich wollte mir das Ding mal angucken. So und ich bin jetzt eigentlich nicht so segelschiff also... Hat mich bis jetzt kann noch kommen, aber hat mich bisher noch nicht so richtig gecached, aber da wollte ich mehr angucken, hatte irgendwie sieben Euro gekostet, bin ich drauf.

Und habe sehr schnell gemerkt, oh wow! Das ist ja krass, ne? Es war einfach nicht nur eine Zeitreise sondern auch wieder so einen Abgleich mit dem Heute und es war nicht unemotional. Also da ging's nicht nur um Ja, hier Technik und da ist ein Segel. Und hier ist ein Seil wo man dran ziehen kann sondern da ging es um die Menschen an Bord.

wer hat wie gewohnt gelebt gehaust? was auch immer wir haben sie sich versorgt. das gab so mini Schweinestall. also der Wahnsinn ja so eine Schweinekiste quasi ja wurde halt die Schweine gehalten wurden die dann irgendwann verkocht wurden und so Ganz ganz krasse Kiste und ich bin natürlich mit der Kamera rum gelaufen.

Mir ist dabei was aufgefallen und zwar habe ich viele meiner Mitfotografin und mit Fotografen gesehen. Das Schiff war jetzt nicht super voll, aber ich sage mal daran so insgesamt sehr großes sehr großer Karten. also man wundert sich wie großen Segler sein kann. Ich würde sagen fünfzehn Leute viel mehr waren gar nicht da davon Aber fünf sechs sieben andere noch mit der Kamera unterwegs alle Alters lassen aller Geschlechter Und mir ist aufgefallen dass die jeden halben fotografiert haben.

Bei zwei Pärchen war es sehr auffällig. Ein Pärchin sehr deutlich, zumindest vom Slang her aus den USA relativ international die Besucher da. Der eine Teil dieser Partnerschaft hat fotografiert und zwar die ganze Zeit! Und der andere Teil hat gelesen gewartet sich umgeguckt und so weiter und so fort und... Nee das ist nicht unbedingt weil es wirklich ganz geil ist da drin.

aber du hast gesehen die beiden waren so getrennt unterwegs und hast du so das Gefühl gehabt am Ende kann der eine dem anderen die Sachen erzählen, die er nicht mitbekommt. Weil er nur fotografiert hat und dann kann der fotografierte Paar sagen ja guck mal habe ich fotografiert das ist das was du mir gerade erzählt.

Und dann könnte man es jetzt positiv benennen. Aber ich hab einfach bei fast allen so'n die Kameran die Hand hatten in der hand hatten so ein FOMO wahrgenommen also vier auf messen out heißt also die angst etwas zu verpassen haben wir schon viel übergesprochen. und gleichzeitig habe ich so gedacht wow!

Das is in der Szene So ein bisschen uncool geworden. So eine... so einen begrenzten Ort irgendwie wirklich nachher auch zu zeigen, also so ein Besuch von einem Segelschiff. oder beim letzten Mal im März waren wir in diesem Grenzmuseum Schlagstorf, auch ein ganz besonderer Ort. Da habe ich auch eine Serie durchgeknipst.

Das sehe ich nicht mehr. so viel über den Fotografen und Fotografen. Ich weiß gar nicht genau warum. Und wenn ich sehe, sehe ich es tatsächlich in etwas... Ich würde fast sagen so eine Übersättigung. Also da kommen dann so fünfzig Bilder wo du irgendwie zwar dokumentarisch nach alles drauf hast kannst auch gut auswendig lernen und verstehen aber dabei fühle ich nichts.

und ich wollte mit dir einfach mal darüber sprechen Wie du das empfindest, so einen Ort zu fotografieren? Also quasi ein beschränkten Raum. Ein Museum, ein Museumsschiff. Weil sie auch nicht braunkohle Bagger habe ich mal... Ich glaube bei Dessau reinigen irgendwie. Genau, genau. Da war doch da irgendwie nötig.

Da hab' ich Metalliker mal gesehen dort. Was hast du gesehen? Metallica. Metallica! Zwischen diesen Großraum-Tagebau-Bahn-Konzerts. Geil, richtig cool ja. Ach krass, ja. Habt da Verwandtschaft tatsächlich ... In Gräfen, nee, stimmt gar nicht. Ins Chornowitz und Dessau genau. Da war übrigens meine erste Berührung um mal kurz hier nostalgisch zu werden.

Meine erste Berörung da war die Grenze offen, die politische Befolgung ausgesetzt so dass mein geflüchteter Vater quasi rüberfahren konnte. und dann sind wir in der Nacht den ihr das irgendwie nach Tagesschau kamen, sind wir losgefahren unsere Verwandten besuchen Und Chornowitz war meine erste... Mein erster Besuch bei Licht quasi.

Das prägelt ich immer stecken. Wirklich? Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen. Wie machst du das, wenn du so ein Braunkohlebagger schiffst und was auch immer besuchst? Hast du einen Four of Missing Out oder etwas anderes? Ich würde später mal erzählen, wie ich das gemacht habe... ...und wie ich auch glaube, dass es der schönste Weg ist.

Begegnest du so einem Ort? Ich habe gerade gerade, weil ich habe damals im Studium... Das ist nun inzwischen auch schon wieder einmal. fast Reden wir nicht drüber. Lange her, da hatten wir auch irgendwie so ein Seminal kreatives Arbeiten und wahrscheinlich irgendwie auch Achtsamkeit und keine Ahnung was da alles mit drin gesteckt hat.

aber es war ja in der Erwachsenenpädagogik alles relativ offen ging aber um Fotografie Und ich habe damals im Eigenheim quasi im Haus meiner Eltern den Garten fotografiert Und habe dann quasi achtzig Einzelfotos gemacht von diesem Garten und hab die als Mosaik zusammengesetzt, dass du eine große Wand hattest mit diesen einzelnen Aufnahmen.

Da war es ja auch so ein ... Ich fotografiere ganz viele verschiedene Details und stecke sie am Ende zu einem großen Zusammenhang in so einer Papier-Collage ausgedruckte Fotos und die auf so ne große Pappe geklebt. dass du halt so einen Gesamteindruck von dem Garten hast, hast aber auch die Details des Gartens irgendwie in Einzelfotos, wenn du dich drauf eingelassen hast.

So das fühlen wir jetzt gerade spontan ein beim Fotografieren eines Ortes und ich merke selber immer wieder, wenn ich jetzt irgendwie ... Also ich hab zum Beispiel mal das Hundertwasserhaus fotografiert. da waren wir in Wien glaube ich Und es ist ja auch ein wunderschönes Gebäude mit ganz vielen tollen Fotogenecken und sowas.

Und ich habe mir dann irgendwie ein Thema gesetzt und hab gesagt, okay du bist gut rund ist er sowieso alles. Aber die Fotografie ist quasi irgendwie runde Fenster- und Rundetür Einfassung oder was auch immer das war. Also irgendjemand hat mir so ein Thema besetzt und bin durchgelaufen und hab halt genau die Dinge gesucht... ...und habt die dann fotografiert?

So also dass ich dann bei so einem Urteil dran gegangen bin um das grafisch in meiner damaligen Fotografiekefühlsverfassung irgendwie aufzunehmen. Fotografie, Gefühlsverfassung. Herrlich! Na ja ... Du kennst da meine Vergangenheit und meine Vorgeschichte so dieses ... Ich hab jetzt ein Motiv, ich hab da jetzt ... Das muss alles in Ordnung haben, drei Jahre Regeln und das und jenes.

Dazu bin ich auch an die Sachen rangegangen. So was fotografiere ich jetzt? Oder wenn ich überlege, wir sind früher mit dem Auto rumgefahren, Städte reisen und was nicht alles, fünftausend Kilometer und zwanzig Tagen... um die Ostsee und was nicht alles. Und ich habe halt in diesen einzelnen Städten, wenn man das jetzt quasi auch als Ort nimmt... ...hab' ich ja auch wahnsinnig viel fotografiert!

Aber im Endeffekt, ich hab letztens mal das Archiv durchgeguckt... ...ich irgendwas bei Agora einreichen wollte und dachte dann so,... ..."Du warst in so vielen Städte, in so viele Orten, aber wenn du dir die Fotos anguckst...". Das ist alles Kacke! So, du hast hier eine Kirche fotografiert und tut ne Tür und tut irgendwie ne Straße.

Im Endeffekt, wenn du nicht weißt wo die Kirche steht sagt dir das auch nichts. Du hast das Flair der Stadt nicht eingefangen, du hast keine besonderen Momente fotografiert... ...du hast einfach wie in so einem Urlaubs-Katalog die Dinge abgeknipst, die da irgendwo sind. So hier eine Kirche, dann Trimfbogen da irgendwas und tot irgendwas und da ein Hochhaus und im Endeffekten habe ich ganz viele Auslösungen verschleudert weil ich mit den Fotos hinterher nix anfangen kann.

Die sagen mir nichts, da verbinde ich irgendwie auch emotional nichts damit. Das ist einfach nur so ein... Aber liegt das an dem Ergebnis, wie du es gerade geschrieben oder gesagt hast? Oder liegt das vielleicht auch in der Art und Weise, wie Du daran gegangen bist? Genau! Das ist ja genau das. Ich bin jetzt in der Stadt, da komme ich nicht wieder hin.

Also fotografiere ich erst mal alles so wie auf dem Chef. Ich fotografiere jeden Haken, ich fotografiere jede Tür weil ich bin jetzt hier und zu Hause kann ich mir das alles angucken. Das ärgert mich jetzt quasi im Nachgang kolossal. Also wenn ich mir überlege, wo ich überall schon war und dass ich da zum Teil ... Wenn ich die Fotos sehe, ich könnte nicht sagen welche Stadt das ist, was das ist oder was ich da erlebt habe.

Es ist halt ein Haus! So... Und wenn ich jetzt nicht das Tato mit sehen würde und dann wüsste okay, aus dem Jahr eight war ich dort und dort Dann ist es halt nur ein Haus weißt du? Und das ist nicht mal schön fotografiert einfach weil dahinten war ja schon das nächste. Wir müssen dann irgendwie auch los, weil da haben wir ja irgendwann bald auch ... Übernachtung muss man ja finden und so ein Krämpel.

Und daher ... Also dieses vier-auf-missing Out kenne ich schon. So dieses, wir müssen überall hin und muss das alles sehen oder fotografieren. Das hat mich im Rückblick das ziemlich an. Spannend! Ich also ... Da sind mehrere Dinge drin, die... Also auf der einen Seite hast du gerade gesagt hier ist ein Tür und hier ist das.

Und hier ist jenes was sich für mich erst ein bisschen angehört hat wie du hättest gerne eine größere Vollständigkeit gehabt oder so? Also das widerspricht dann aber dem was du nachher berichtet hast irgendwie weil du ja versucht hast alles irgendwie mitzubekommen und hast dann am Ende ja gar nichts mitbekommen.

Genau. Also was ich... Ich fährt grad auch sowas ähnliches habe ich noch im März schon erzählt. Was mir aufgefallen ist Und was ich mir immer mehr erlauben kann und was eine unfassbare Verbesserung ist, für mich zumindest von meiner Qualität werde ich mit der Kamera unterwegs bin. Dass ich nicht mehr die Vollständigkeit haben möchte.

Also ich habe festgestellt durch die Möglichkeit mit dem iPhone alles zu fotografieren, durch die Möglichkeiten alles im Internet wieder abrufen zu können. also ich muss nicht mehr wie in meinen Achtzigern Mit meiner deinen achten oder neunzigern, neunziger also bin ich noch nicht. Wie in meinen neunzeigern, wo ich mit der schnappkamera irgendwie rumgelaufen bin und wenn ich dann im museum besonders schönes um was sehen wollte und behalten wollte habe ich das fotografiert zuhause lesen zu können aber der film zu grobkönig oder was auch immer dann konnte ich nicht lesen.

und so diese ganzen. wir müssen dass jetzt festhalten. dinger sind eigentlich ja nicht mehr nötig weil wir alles nachlesen können ... ein dokumentarisches Festhalten ist nicht mehr Mainz. Manchmal finde ich Doku voll geil, das ist nicht generell nicht Mainz. aber in den meisten Fällen denke ich im Urlaub hier italienisches Kaffee lass mal einen Kaffe trinken, lass mal mit den Leuten quatschen und so... Da lasse ich sehr viel geschehen und fotografiere dann vielleicht den Kaffees.

Und wenn ich mal wieder ganz viel Mut habe, vielleicht auch dem Menschen, der mich da begegnete bin eigentlich bin ich volle Moment Fotografiere so in so kleinen Impulsmomenten. Ob das auf dem Schiff ist oder ob das jetzt ein Schlagstorff war, gut hat mich sehr viel. auf den Grund unserer Familiengeschichte haben ich da sehr viel getriggert und viele Fotos bei rumgekommen die aber alle auf so einer emotionalen Ebene entstanden sind und nicht unbedingt auf eine Vervorständigung liefern eben.

Das ist das große Geschenk dass wenn ich durch so ne Stadt laufe Ich hätte vor einigen Jahren und das habe ich beim letzten mal schon gesagt Ich hätte vor einigen Jahren erst mal zwei Tage Stress gehabt, Travormünde fotografieren zu müssen. Und hier die Perspektive und das... Wir fehlten das Haus noch in die Küstellinie und jetzt fahre ich Schiffe rein, da muss ihr einen Foto haben mit den Schiffen und dann brauchen wir noch ein Foto hiermit und so.

Wie verstehen uns? Weißt du, so! Und jetzt bin ich halt herumgefahren und hab dann irgendwie gesehen dass irgendwie eine Frau neben mir auf der Fähre sitzt und die Ferne guckt und dann habe ich sie irgendwie unscharf gestellt, die Ferneschaft gestellt und ist mehr von mehr fotografiert oder so. Hab mir irgendwelche Momente rausgesucht, wo meine Mutter irgendwo hinguckt und die irgendwie schön in die Welt passen.

Ich hab ganz ganz ganz anders fotografiert das mache ich auch schon ein bisschen länger... ...und dass ist mir auf dem Boot dann nochmal intensiver aufgefallen weil das ja so eine Ort ist wo fast alle warum wir immer hart dokumentieren wollen Und ich habe auch da geguckt, ja guck mal hier und durch die.

Da steht ein Mann und dann ist ein Pärchen und dann machst du mal hier ein Foto und da... Also ich hab mich da auch sehr stark vom Gefühl denken lassen und nicht von der Vollständigkeit irgendwie. Was hab' ich hier? Ich hab hier ja einen Text dazu geschrieben. Ein Ort ist keine To-do-Liste so ein Ort, sondern Angebot für mich.

Hier kann man entweder Reportage machen oder einfach mal in sein Gefühl hinein hören. Manchmal hört man noch gar nichts, dann kann man wieder in die Reportage gehen. also Diese Frage, was muss ich eigentlich fotografieren? Sollte man sich eigentlich gar nicht stellen. Weil dann fängst du an wirklich die ganze Liste abzurattern, versuchst irgendwelche Bezüge aufzubauen und so und darüber erfasst du unter Umständen ganz viel aber auf einer sehr oberflächlichen Ebene und ich finde es inzwischen super schön sowas wieder zu machen.

Ich glaube das ist ziemlich bei mir und in meinem kompletten Umfeld total ausvergessen. also es ist total in Vergessenheit geraten. Zulich ist es super schön, ohne Druck dadurch zu gehen. Völlig losgelöst, wenn alle alles fotografieren und dann irgendwann sehe ich Schärfe und Schärf für irgendwas einen tollen Griff in den Schilten, was auch immer.

Und etwas berührt mich und dann versuche ich das zu fotografieren irgendwie auf eine berührende Art und Weise. Also ich hatte jetzt ein... Gott, wir haben jetzt beide Wortführungen sehr bitter weiter. Ein Black Mist Filter, genau ein Viertel, Diffusionsfilter heißt das. Ein VierteldiffusionsFilter drauf und mit der M hast du sowieso nicht mal alles scharf... ...und dann hatte ich ultra viel Gegenlicht und diese Fotos sind auch total wild!

Aber ich war noch nie so entspannt wenn ich so einen Ort fotografiert habe wie jetzt. Genau das geht mir ja auch so. Ich meine damals, wenn ich sage, ich hab die ganzen Häuser auffotografiert,... ...dann hast da wirklich abgehakt so Stockholen, tolles Rathaus.... Alles hier und dort. Und machst halt die Fotos, das hab ich noch nicht.

Wenn ich schon mal hier bin, muss ich auch noch das Haus fotografieren ... Die Sehenswürdigkeit und so was. Da bin ich wirklich in so einem Modus da überall gewesen. Mhm! Ich muss das dokumentieren, was ich alles sehe. So, ich weiß nicht, ich hab mal erzählt, wo wir bei dieser Harry Potter-Ausstellung waren im Potsdam, dass da ein Junge mit dem Handy durchlief.

Der war in fünf Minuten durch die komplette Ausstellung durch, hat jedes Exponat fotografiert Und hat sich dann wahrscheinlich draußen in Ruhe alles angeguckt, so was er fotografiert hat und hat das alles gesehen. Wenn ich mich jetzt quasi in die Lage reinversetze wie ich damals fotografiert habe... Jetzt ist es halt so.. Ich meine ich hab ja die Fotos gesehen die du auf dem Schiff gemacht hast.

Da hast du auch deine Füße mit so einer Treppe nach unten fotografiert. Das kann überall sein, weißt du? Ja. Das wär damals für mich kein Foto gewesen was zeigt ich bin jetzt dort und dort. Sondern das ist ja ein Foto wo du sagst es eine Treppe das sind meine Füße Und das hat wirklich irgendeine Bedeutung.

ja und jetzt kann man da ja quasi auch wieder etwas rein denken. so Es geht nach unten oder ich bin gerade oben angekommen Jetzt guck ich nochmal auf den Steinweg nach oben. also kann man ja jetzt wieder Interpretieren was auch immer. aber das haben ja alles Fotos die eher emotional und eher inhaltlich arbeiten.

Und nicht mit dem, das ist ein Hafen, dass es das Schiff ... Da fährt's rein, da fährts raus, da leuchtet der Leuchtturm. So diese motivgeträgerten Dinge. Genau, ich hab Motive fotografiert! Ich bin auf der Suche nach Motiven gewesen. Wenn ich am Hafen bin, dann ist ein Motiv des Hafens das Schifff. Das ist die Anlegestelle dieser Boller, der da ist im Seil.

... ein Netz. Das sind ja so die Motive und weniger dieses, wie fühle ich mich denn hier? Und... Wie stehen dir diese Dinge miteinander in Beziehung? So was macht denn das Netz da? Ist es jetzt ein Netz wo ich die Struktur fotografiere oder ist eher ein Netz was kaputt ist? Oder dahinten noch ein neues Netz siehst vielleicht?

Wo du irgendwie auch Dinge in Bezierung setzen kannst? Wurde eine Aussage auch im Foto machen kannst über das was da ist? Und weniger das Fotografieren was da is'. Verstehst Du? Ja voll! Ja, voll. Ich überlege die ganze Zeit schon wie wir da jetzt quasi an die Hörerinnen und den Hörern treten. Weil es ja... Also das darf so sein aber ein bisschen ist eine Empfehlung mal unseren Weg auszuprobieren.

also wir überhögen uns gerade glaube ich so ein bisschen. Aber in dem Fall glaube ich mal ganz gut weil manchmal ist auch schön anderen Weg einzugehen weil diese absolute Vorständigkeit ich glaube da hängen viele noch drin Und das klingt jetzt so als wenn ich davon überzeugt wäre dass das falsch wäre.

Das ist so nicht gemeint das alles, was wir uns irgendwie verbieten oder verboten haben. Da steckt über allen noch etwas drin, was wirklich gut tun kann. Also zum Beispiel wie ich an dieser Treppe stehe... Ich hatte an dem Tag... Hatte ich meine Hochzeitsschuhe an? Ja, manche Geschuhe! Ich trage gerade viele Leder so.

aber das waren glaube ich die Hochzeitzschuhen und irgendwie passte das alles in diese zeitreize rein. und ich stand da so am andern von dieser treppe. ich fand die treppe ist alles wie magisch von der stimmung her. Und wer hat nie vergessen wo ich diese schuhe fotografiert haben während nicht dass du völlig recht wahrscheinlich einfach nur bohlen von dem schiff.

vielleicht jemand vergessen hätte wenn ich noch vier andere schiffe fotografieren würde. natürlich nur aber immer statt. wir nehmen, dass man die stadt in der du warst mit Und da haben wir dann Türen und Kirchen fotografiert, die überall sicher ähneln, wenn wir nicht wissen woher sie kommen. So ein Moment wie ich mache einen Abgleich mit dem was ich fühle weil hier ist alles so retro und damals und irgendwie kann ich mir noch vorstellen wie die Leute hier lang gelaufen sind oder keine Ahnung.

Dann bemerke ich die alte Treppe das alte Holz das alte Metall und mach dann ein Foto mal von meinen eher klassischen Lederschuhen. Da vergesse ich ja nie wieder wo das war. Und das ist so ein bisschen in Verbindung treten, nicht dass jetzt jeder über seine Schuhe fotografieren muss. Aber man darf auch mal sich spiegeln in der Scheibe und es muss da nicht so ein klassisches Spiegel-Selfi sein sondern man darf auf einmal einfach Teil des Motives aus versehen werden.

Muss das dann nicht wegmachen? Weißt du wir haben dann früher als es noch nötig war stundenlang gestempelt vielleicht dafür oder wenn Du hast total schöne Fläche wo dann einen Schild hängt und plötzlich ist die Sonne in deinem Rücken und Dein Schatten ist da drauf. Sieht irgendwie bescheuert aus. lassen halt drauf also diese Freiheit sich zu erlauben, es einfach irgendwie laufenzulassen.

Das ist halt super schön und baut laupe ich eine engere Verbindung zu einem Ort auf als die vollständige Reportage. Ich glaube das ist so ein bisschen auch die Frage in welchem Modus du bist. also ich werde damals niemals auf die Idee gekommen anders zu fotografieren weil ich im Kopf oder irgendwie gar nicht soweit war dass auch zu merken und da irgendwie auch zu sagen okay Helsinki, oder ich bin jetzt hier in Santiago de Compostela.

Jetzt fotografiere ich mal nicht die Kathedrale, die ja alle kennen und auch nicht da drin das Weihrauch-Ding, was da so hin und her schwenkt und sowas, sondern ich fotografier einfach mal ... Das, was mir jetzt emotional irgendwie auffällt, weil wär ich niemals draufgekommen. Heute würde ich das machen?

Weil ich mir heute eher sage es geht ja darum Ich war in dem Ort und ich will ja quasi nicht für irgendjemand anderen die Fotos machen, dass der jetzt das Gebäude sieht. Und dass er jetzt diese Zeremonie als Reportage hat. Sondern ich will Fotos als Erinnerungsangriff für mich machen. Da hat sich ja schon was bewegt in meiner Art und Weise, wie ich auch Motive sehe.

Wie ich auch fotografiere. Ich hab manchmal Rückfälle oder das find' ich auch gar nicht schlimm? Ja! Das ist dann wieder... Das ist das Motiv. Ich denke, Mensch, da hast du dich so gefühlt, hättest du doch noch so ein Sofoto machen können. Aber das ist so ein Miteinander. Das ist kein Entweder-Oder, sondern es passiert alles irgendwie kreuzungwermal ... Aber ich werde damals echt nie auf die Idee gekommen.

Ich hatte ja damals noch das Fotostudio und habe dann auch gedacht, du bist es an den und den Orten? Und wir haben mit einer Agentur zusammengearbeitet und hast gesagt okay, kannst dir die Fotos später nochmal verwenden. So und da geht's halt schon immer darum irgendwie auch klassische Motive zu zeigen, die man irgendwie auch vielseitig verwenden kann.

Wenn ihr dann halt so ein emotionales Bild habt was dann irgendwie eine ganz... ... eine tiefe Aussage hat, die auch irgendwie ersichtlich ist. Dann ist das ja auch wieder nicht so öffentlichkeitswirksam im Sinne von dass kauft keiner und so. Also war da schon im Hintergrund irgendwie so ein... So ein.

Okay! Das ist wie einen Auftrag und ich fahre jetzt hin und mache jetzt ganz viele Fotos von der Architektur und ich mach viele Fotost von der Stadt und... So vielleicht kann man die ja hinterher noch mal benutzen? Und damit habe ich für mich glaube ich schon genau diese andere Perspektive ausgeblendet oder überhaupt gar nicht zugelassen So dieses, ich hab aber jetzt eigentlich Urlaub.

Ich will das ja irgendwie auch spüren und ich will das irgendwie auch mal runterkommen in dem Sinne von... ...ich setz mich ein Incivilier auf die Bank und guck einfach mal rum und nicht... Ein Zivilier gibt's so viele tolle Sachen und hier gibts noch Mosaics an der Wand und dort und hier und da muss ich alles noch fotografieren.

Und das hat glaube ich auch ganz viel kaputt gemacht damals. So in der Rückschau. Damals war das normal. Da bist du halt rumgelaufen und hast dann ganz viele Fotos gemacht und hast dich gefreut und so. und ach guck mal da drüben ist noch einen Turm. den habe ich noch nicht. Da können wir mal hoch, nach unten den Platz noch mal im ganzen Fotografieren.

Das war ja schon so ein ... Ich guck mir das an, was ich um mich herumsehe und versuche aus möglichst vielen Perspektiven vollständig zu fotografieren. Mhm. So. Wenn ich finde, ich will das z.B., also wenn ich sage okay, mach jetzt eine Reise nach irgendwo. Und dann will ich hinterher einen Fotobuch machen.

Dann will ich noch etwas über die Architektur schreiben oder über die Geschichte des Landes schreiben. Manche machen es als Urlaubs- ... Ja. Und für sich selber als Foto-Reise, als Ding... Dann ist das ja auch völlig in Ordnung. so. und wenn ich jetzt sage, ich will jetzt aber ein Foto machen. Ich hatte Urlaub und jetzt will ich in den Fotos und in meinem Foto Buch die emotionalen spannenden Momente sagen wo ich sage, guck mal hier siehst du zwar nur die Schuhe, aber ich kann dir von dem Schiff alles erzählen.

Du kannst dann noch viel mehr erzählen was ich da so gedacht habe an diesem Ort ... dann ist das ja auch wieder ein ganz anderer Ansatz. So, und dann ist es ja das Buch quasi eher so'n... ...so'n Ankerpunkt für dich,... ...dass du sagst okay ich guck mir das Buch an,... ...um in diese Zeit und quasi in dieser Reise und in die Gedanken wieder zurückzukommen?

Und die andere Sache wäre ja, ich gucke mir das Book an um den Ort nochmal neu zu erleben,... ...an dem ich gewesen bin, so weißt du, da sind wir auch. Ja! Bei beidem wird wichtig sein oder bei allem wie auch immer man das jetzt fotografiert hat,... ...wird sich hier vorgestellt. was hast denn gedacht beim Fotografieren?!

Oder was hast du denn gefühlt oder so, ne? Also klar verstehe ich voll wenn wir alle einfach mal technisch Fotos machen wollen die gut sind. Allesgut! Aber wenn ich jetzt Orte habe wo eine Verbindung möglich ist und da sind ja sehr viele Orte. also wir waren kürzlich auf Zollverein hier in Essen in einer halben Familie.

zumindest mütterlicherseits hat er ihr Geld verdient für einen der größten Zechen in Europa kam von der Schicht und das ist ja eine Subkultur, die wir heute nur noch wahrnehmen können. Wir sind hier in der Gegenchristus noch mit und hast mal die Erinnerungen Oma und Opa aber eigentlich... ...ist es inzwischen was aus dem Museum und an so einem Ort da ist es eigentlich ich würde fast sagen wollen nötig die eigenen Emotionen zu hinterfragen und sich mal reinzuversetzen und so einfach nur dazu sein weil ein alter Fahrwerksturm groß ist und ihn zu fotografieren, weil das Licht schön drauf liegt.

Ist irgendwie zu wenig, finde ich. Das ist nicht Fotografie, Fotografies... Also vielleicht ist das Fotografi aber für mich nicht genug. Sondern ich stelle mir dabei dann schon vor was war hier los? Wozu hatten wir es geführt? Wir sind die Zusammenhänge und versuchen es ein bisschen zusammenzulegen Und wenn man vielleicht versucht fand diese Foto-Foto-Photo-Photoflobe einfach mal wegzukommen einfach mal die Kamera für einen Moment unten lässt und dann sich mal selber wahrnimmt, was passiert denn überhaupt?

Und wieso ist hier eigentlich so kalt drin? War das früher als wir gearbeitet haben auch so kallt oder falls es so heiß hier drinnen. Oder wie fühle ich mich denn wenn ich da hinschaue und dann plötzlich hast du ganz andere Orte, die du fotografieren möchtest, wenn du weiß ich nicht von der ganz langen Betonwand wo irgendeine Produktion gestattet gefunden hat nach unten schaust.

Dann hast du tausend Linien, die Du fotografierst legst die Kamera mal hin und atme es mal tief durch. Und plötzlich siehst du so runde Metallanker, an denen Menschen sich mit ihren Händen festgehalten haben ohne netzer doppelten Boden oder irgendwie mit alten äußerigen Arbeitsschulen bei Kohle verstaubt und rutschigem Beton da hoch klettern mussten.

Dann siehst Du dieses abgescharbte Metall über... hundert Jahre irgendwie und älter. Und versuchst ja vorzustellen, wie viele Leute sind da lang gelaufen? Wie viele haben sich daran wehgetan? ist vielleicht mal einer runtergefallen. Da machst du sofort ganz andere Fotos wenn du versuchts mal rauszukommen aus dem Kummerheerlinie.

Dach so fotografieren mache ich jetzt hier goldenen Schnittlerla, sondern halt die schnauze Foto Typ in mir. Lass mal kurz fühlen, lass mal kurz ein bisschen hier umschauen. Lassen mal riechen auch wenn es natürlich kein Riechen auf den Fotos gibt. aber Ich glaube, dass so ein Innerhalten zu ganz anderen Fotos führt.

Besonders wenn man es dann noch schafft, sich die Freiheit in den Hinterkopf zu packen und nicht zu müssen. Man liest ja an diesen ganzen Foto-Ratgeboren und Anfängergeiz immer mal wieder einen Tipp. Setz dir ein Thema und geh los! Setze das Thema Linien, setze das Kontrast, setzte das Thema Farben... Da ist das auch alles in Ordnung?

Es kommt immer zu kurz so dieses, geh mal raus und guck mal wie es dir geht. Und wie du dich fühlst und mach mal dann ein Foto. Dass der Rückbezug auf sich selber ganz oft zu kurz kommt? Ich find's gut dass man diese thematischen Tipps hat weil das kannst du dann quasi intuitiv aus dem Bauch heraus sowieso immer anwenden Wenn du deine Schuhe auf Fotografierst mit der Treppe, die ist auch schön symmetrisch.

Dann hast du bestimmte Gestaltungsrichtlinien angewendet und trotzdem ist das Foto irgendwie schön emotional. Du hast dann eine eigene Verbindung dazu. Das ist ja quasi dann das wo es mal hinführen kann. Aber ich finde so gerade wenn man so anfängt ... Also gut in der FC kriegen wir ganz oft die Rückmeldung dass viele das machen.

Ich hab da kein Plan. Ich seh ein schönes Motiv von der Fotografie. diese Richtung, mich spricht was an und wenn ich dann auch noch darüber nachdenke warum ich das anspricht? Und was es mit mir macht. Wenn ich das Foto mache... ...dann ist es ja auch nochmal eine Ebene mehr als nur zu sagen, dass ein schönes Motiv ist, eine schöne Blume.

So so ne Punkte irgendwie noch mal so anzusetzen einfach mal zu gucken. Es ist gut, wenn ich bestimmte Themen mir setze aber es ist halt auch einfach mal gut keine zu haben. So wie du's grad gesagt hast. Ich geh einfach mal hin und jetzt bleib' ich mal hier so zehn Minuten stehen und guck mal rum Erlebt das mal und mal gucken, wie sich dann auch meine Wahrnehmung verändert.

So... Und nicht von einer Linie zur nächsten oder einem Kontrast zu der nächsten und da einfach durchhetzen. Das ist so eine Erkenntnis. die habe ich auch lange dafür gebraucht, sag' ich mal so, von dem einen extrem quasi wegzukommen und um das auch mal was anderes zuzulassen. Ja, und ich glaube trotzdem, kann ich das sagen?

Ist es keine Frage des Alters! Also... Das ist nicht jetzt hier die beiden Männern im grauen Ansatz, hast du einen? Erzählen. Hier muss ich so weise werden das zu bemerken, sondern ich glaube das ist was für alle weil wir auch Generationen übergreifend sagen müssen, wow! Was haben wir für Stressmomente im Leben wie viel es bei uns in dem Leben wirken wollen genug sein zu müssen.

Zukunft sorgen weiß sehr toll für was nicht alles Und das führt ganz oft in so Automatismen, die uns einfach auch wenn wir uns entspannen wollen bei der Fotografie. Bei vielen anderen Hobbys und Freizeitbeschäftigung immer genauso... ...in ganz komischem Modus bringen. Ich glaube da tun wir alle gut dran zu versuchen... ...so ein bisschen mehr zu fühlen und nicht nur das was uns gerade Angst macht.

Da ist er echt! Hallo? Das ist Quartter Kurze hier. Der hat mir einen Schiff gezeigt. Ein fantasievolles Schiff. Ist es ein Raumschiff oder ist das eine Hubschrauber? Nein Kein Hubschrauber. Okay, das hast du toll gemacht! Cool! Wir sprechen nämlich gerade darüber wie man Fotos macht und warum man bestimmte Fotos machen.

Und Du machst ja auch ganz viele Fotos, stimmt's? Ja, der sieht ja schon eine eigene Kamera. Da ist er gleich ganz schüchter. Der hat auch ne eigene Kamera natürlich. So, nimmst Du das wieder mit rüber? Ich muss jetzt hier noch fertig reden. Okay? Super! Viel Spaß! Machst Du die Tür wieder zu?! Dankeschön!

Ja, ehrlich. Das war vielleicht der richtige Moment um reinzukommen weil ich glaube wir haben uns auch schon einmal wiederholt am Ende ist es einfach nur wieder dritte Wiederholung die die Empfehlungen ein bisschen mehr ins spüren zu gehen, ein bisschen weniger von dem klassischen und trockenen wegzukommen irgendwie.

Und zugleich belebt es das ja dann auch wieder. Ich meine du hast dir die frage geschrieben welche Fotos muss ich hier machen? Ja so da steckt der auch wieder viel drin weil ich bin jetzt irgendwo andere wissen davon dass heißt ich will hinterher auch zeigen wo ich gewesen bin Genau. Was erwarten die von mir?

Also fotografiere ich das, was andere von mir erwarten? Dann kommst du nach Hause und willst in der Verwandtschaft deine Urlaubsvotos zeigen... ...und dann hast du da irgendwie Füße oder irgendwas unscharfes. Da höre ich auch schon so, was hast denn da fotografiert! Das ist ja ganz unscharfe! Sieht man gar nicht, warum ist das Haus nicht ganz drauf?!

Das sind auch Dinge, die im Hinterkopf mit schwingen. Von dem, was ich glaube, ich auch gar nicht richtig losmachen kann wenn man halt sagt okay wir fahren jetzt nach Wo warst du? Tecselt. Hier in den ... Trabbelmünde, so. und dann hast du das Nachbarin erzählt und die Menschen teilen sie mal die Fotos, haben sie fotografierend also toll.

Dann zeigst ihr die Füße und dann zeigt ihr einen Unschraubmarken. Ja aber wo ist denn da jetzt Trabelmünde? Und wenn du das quasi im Hinterkopf dann mit dich einfach mal fragst warum fotografiere ich hier und was denke ich, welche Fotos muss ich machen? So und dann kommst du ja vielleicht selber drauf, okay ich fotografiere jetzt bin an dem und dem Ort.

Und ich habe zwar immer zählt Ich fahre dahin. aber muss sich da jetzt fotografieren was die anderen erwarten oder kann ich einfach fotografieren? Was ich fühle und was ich denke und was mich interessiert. und das ist ja auch nochmal so ein Ansatzpunkt wo man einfach mal so der eigene Motivation hinterfragt und einfach um einmal hinterfragt Leg ich mir denn irgendwelche Zwänge auf Oder sind sie eigentlich schon da?

und ich muss mich davon befreien? Für wen fotografier ich? für andere für mich? Das könnte man jetzt eigentlich deutlich weiter denken, als wir das am Anfang getan haben. Wenn ich so drüber nachdenke... Ja, das stimmt. und dennoch fast ist sogar also wenn wir aus der konkreten Situation rausgehen einfach weil wir schon eine ganze Zeit da drin sind und ziehen zwar auf die gesamte Fotografie fast ist ja auch ein bisschen das zusammen was fast dass einer der größten Schmerzpunkte zu sein scheint.

dieses irgendwas müssen müssen irgendwas. also. wir hören es ist schön wenn wir unsere ...idole haben oder wie auch immer wir das jetzt nennen wollen unsere idoles fängt sehr großes wort aber. Wir orientieren uns an menschen habe ja auch gemacht mache ich immer noch Menschen toll und... Ich hab meine inneren Berater und ich habe Leute die ich mag, ich habe auch vielleicht Leute die sich anrufen würde usw.

Sofort und habe ich eine Idee für ein neues thema? Sehr gerne! Und dann ist es aber so am ende dass wir das mal zu viel influenzen lassen. also ich weiß noch genau die Fotologen waren Am Stern ihrer Zeit, das war Unfassbares passiert. Wir wollten mit zwei Jungs ein bisschen podcasten, hatten irgendwie so eine Idee wenn die Schulklasse zuhört dann ist es uns genug und eigentlich wollen wir das ausprobieren mit dem Mikrofon.

Das war so ein Hobbyding zwischen zwei Typen wo dann eventuell ... ... zwanzig Leute zuhören. Das wieder mit den Dingen so durch die Decke gegangen sind das war ja so nicht geplant ist dann aber passiert Und auf einmal lag da so'n... Tja Ich würde fast sagen, Erwartungsdruck auf uns. Der sehr diffus und neblich da war aber der war da!

Und er war auch präsent. Und... ...der war nicht lautpräsent, der war so präsente wie ein dichter Nebel. Der war die ganze Zeit da! Also im Hören? war ich das jetzt? Ja. Dann sind wir ganz zu Beginn der Fotologen in die Karibik das erste Mal gefahren. Mittelamerika. Zentral Amerika. Ich habe das erste mal Länder gesehen Wie wie Kolumbien, Panama.

das war für mich so krass. Und ich habe irgendwie die erste Hälfte dieser Reise mit den Arsch aufgerissen kein Urlaub zu machen sondern eine Reise zu tun und zu fotografieren und zu dokumentieren. Ich bin da rumgelaufen wie ein ihrer bloß keine Touristen im Bild was wir haben plötzlich einen Guide gehabt hierzu in Lollipop hoch So, oh Gott das ist ja voll peinlich.

Das wollen wir auch nicht. und da stellst du dich irgendwo abseits wo kein Mensch sieht dass alle denken du bist mal rucksack allein unterwegs geschissen war natürlich nicht so. Und ab der Hälfte bin ich mir selber so auf den Sack gegangen mit dieser Ja am Ende was ja eine unterbewusste. Ich habe mir das nicht vorgenommen sondern ich merkte dass irgendwann fähigerei Dass sich dann durch die touristen durch fotografiert habe auf das Motiv und so und es waren im ende die Fotos Auf denen du klar erkennen konntest okay der Falk war mit einer ... mit anderen Touristen, weil er kein Backpacker ist vom Typ her.

Genau! Ein ganz faszinierender Ort und hat tolle Leute kennengelernt... Und zu sehen by the way Renate aus Castro Brauxel hatten ziemlich fasziniere Blick auf diese Statue. Das war viel ehrlicher und hat sich so viel besser angefühlt. das war der Wahnsinn. Ja. Ich glaube die Erfahrung muss man irgendwann mal machen und dann muss man irgendwie denken bei euch habe jetzt hier soviel fotografiert aber eigentlich zeigen die Fotos gar nicht das was ich da jetzt... vielleicht jetzt in der Rückschau erster Träume oder erhofft habe, weil das ist ein Haus.

Aber es war so eine schöne Reise aber man sieht dass nicht, dass es schön war. So weißt du? Und wenn man sich damit befasst und so ein bisschen reingeht dann verändert sich wahrscheinlich auch ein bisschen die Fotografie. Das war bei mir so... ...und vielleicht ist das ja bei dem einen oder anderen auch so, wenn man seine älteren Urlaubsreisen durchgeht oder seine Fotos, die man so macht und wirklich mal fragt warum hab ich denn das fotografiert?

Was war jetzt das Ziel, wollte ich jetzt üben? Wollte ich jetzt Schärfentiefe üben. Wollt ich jetzt irgendwie Linien üben oder ... Fotografich immer so weil ich das schon immer so mache und gar nicht hinter Frage warum. So genau. Mega spannend eigentlich. Ja mag ich! Ich würde aber sagen wir kappen uns hier raus, oder?

Genau das machen wir. Ich brauche Kaffee Du hast Kaffe und dann erzählst du mir wenn wir aufgelegt haben mal von deiner ... Von deiner Idee die du jetzt auch hast. Genau vielleicht können wir das ja in den Sonntag tragen. Ja ich bin gespannt. Ja ihr lieben vielen dem Dank fürs zuhören Lieber Lars, vielen Dank.

Grüß unser Kamerakind. Ein paar Jahre noch, dann machen wir eine Sendung zusammen. Bis dann! Tschüss!

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