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040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 62

Bürgermeister- Spezial: Teil 9: Erik Sachse aus Elmshorn

Dienstag, 5. Mai 2026 · 46 min

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Shownotes

In dieser Sonderausgabe von „040 – Hamburg streng vertraulich“ zum Tag des Lokaljournalismus begrüßt Lars Haider Erik Sachse aus Elmshorn.
Vom Tischler zum Verwaltungschef: Lars Haider spricht in dieser Folge mit Eric Sachse, der seit Januar 2026 als Oberbürgermeister die Geschicke von Elmshorn leitet. Sachses Weg ins Rathaus ist alles andere als gewöhnlich: Nach einer Tischlerlehre und dem Studium wurde er Schulleiter der Berufsschule, an der er selbst einst gelernt hatte. Sein Wahlsieg im vergangenen Jahr war historisch – nicht nur, weil er der erste Nicht-SPD-Bürgermeister der Stadt ist, sondern auch wegen der kuriosen Stichwahl, nachdem ihm im ersten Wahlgang lediglich zwei Stimmen zur absoluten Mehrheit fehlten.
Eric Sachse verrät im Gespräch sein „Erfolgsgeheimnis“: Eine Charme-Offensive mit 8.000 Äpfeln vom lokalen Obsthof, die ihm wortwörtlich die Türen der Elmshorner öffneten. Doch hinter dem freundlichen „Hanseatischen Du“, das er im Rathaus eingeführt hat, steckt ein knallharter Kurs. Als Dezernent für Finanzen hat er sich die Haushaltskonsolidierung ganz oben auf die Agenda geschrieben. Sein Ziel: Prioritäten setzen, den Investitionsstau auflösen und die Stadt durch den größten Umbau ihrer Geschichte führen – vom neuen Rathaus bis zur Wiederbelebung des Hafens.
Erfahren Sie, warum Elmshorn für ihn „supernormal“ und gerade deshalb so lebenswert ist, wie er als Parteiloser die Unterstützung von CDU, Grünen und FDP vereint und warum er überzeugt ist, dass Politik vor Ort vor allem eines braucht: Ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe.

#Elmshorn #EricSachse #Oberbürgermeister #Kommunalpolitik #Stadtumbau #Finanzpolitik #Lokaljournalismus #Supernormal #SchleswigHolstein #ApfelTour

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Herzlich willkommen, mein Name ist Lars Heider und diese Sonderausgabe von 040 Hamburg streng vertraulich ist zum Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai 2026 erschienen. Zu diesem Tag habe ich mit einem Dutzend Bürgermeister und Bürgermeisterinnen kleiner und größerer Städte rund um Hamburg gesprochen, um mal zu erfahren, wie das eigentlich ist, wenn man Politik da macht, wo Politik wirklich auf Wirklichkeit trifft, Wie es ist, die Entscheidung aus Berlin umsetzen zu müssen, die Entscheidung aus den Hauptstädten umsetzen zu müssen, wie sich diese Menschen fühlen, ob sie sich gesehen fühlen, ob sie sich von den Medien vernünftig behandelt fühlen und so weiter und so fort.

Es sind zwölf wunderbare Gespräche geworden, die einen tiefen Blick in die Lebenswirklichkeit, in die Lebenswirklichkeit von Städten, in die Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft und unserer Demokratie ermöglichen. Und ich wünsche Ihnen und Euch viel Spaß dabei. Los geht's, zwölf Gespräche. In dieser Folge habe ich zu Gast...

Ich bin Erik Sachse, 57 Jahre alt und Oberbürgermeister von Emshorn. Und mein Name ist Lars Heider und ich freue mich sehr, dass ich Erik Sachse heute hier habe. Auch weil er im vergangenen Jahr sozusagen für riesige Schlagzeilen gesorgt hat. Er ist nämlich erst im vergangenen Jahr zum Bürgermeister gewählt worden, ist in dieser Runde, die ich habe, der Amtjüngste, im Sinne von Dienstjüngste, kann man das Dienstjüngste, und ihm fehlten am Ende zwei Stimmen.

Zwei Stimmen im ersten Wahlgang, und deshalb musste er nochmal neu gewählt werden. Das war damals wie für Sie? Ja, an dem Abend, weil es fehlten ja nicht zwei Stimmen, um zu gewinnen, sondern es fehlten zwei Stimmen zur absoluten Mehrheit. Genau. Also wir hatten sechs Prozentpunkte vor. Weil viele dachten, ach, das war ja eng. Also es war nicht so eng.

Es war aber eng über die 50 Prozent. Und als Volker hat hier den Taschenrechner rausholte und mit 49,94 Prozentpunkten um die Ecke kam, ja, Das war allerdings verflogen, weil nächsten Tag war ja dann gleich NR da. Und ja, man kommt bei dem Wähler nicht gut an. Dann war halt Fernsehen. Dienstag war die finale Auszählung. Und ab da haben wir uns gesagt, weil es so viel Spaß gemacht hat, legen wir nochmal los.

Also das muss man wissen, wegen zwei Stimmen musste dann der Volker Hart hier, das war ihr Vorgänger als Oberbürgermeister, musste dann sagen, Leute, wir müssen nochmal in den Stichwahl gehen. Die Stichwahl haben sie dann gewonnen und sind seit 1. Januar 2026 Bürgermeister von Emshorn. Noch eine Sache, bevor wir zu Ihrer interessanten Vita kommen, weil wir ja immer in diesem Podcast auch erzählen wollen, wie man eigentlich Bürgermeister wird oder Bürgermeisterin.

Sie hatten einen Wahlkampfhelfer, den ich als jemand, der in Emshorn lebt, interessant fand. Sie haben den Menschen nicht nur geklingelt an der Haustür, das machen viele, sondern sie haben Äpfel überreicht. Genau. Und sie haben hinterher gesagt, das war gar nicht so unwichtig, diese Äpfel, wo man denkt, Äpfel, nicht unwichtig, warum?

Weil wir hatten ja bis zur Stichwahl, die Äpfel kamen nach der Stichwahl. Und wir hatten in der Vorzeit, was man alle hat, man hat seine Flyer, sein Wahlprogramm, seine Stände, sein CI, seine Kugelschreiber. Und als wir an dem Dienstag das finale Ergebnis hatten, haben wir uns dann gleich zusammengesetzt mit der Werbeagentur und den Fraktionen. Mich haben ja schwarz-grün-gelb unterstützt.

Und haben gesagt, wie geht es jetzt weiter? Und haben uns irgendwas überlegt, so dass wir jeden Tag, ich hatte mir dann noch freigenommen, ich habe mich vom Dienst freistellen lassen sofort. Jeden Tag wie so eine Raupe durch den Zorn ziehen wollen mit den ganzen Leuten. Und Raupe, Nimmersaat, Äpfel. Und dann ging das los. Und die Äpfel kamen von Obsthof Greve.

Hier ist die Schleichwerbung dann. Und wir haben über 8000 Äpfel verteilt. Wow. Oh, jetzt klingt mein Telefon. Das muss ich mir mal hier aufstellen. So geht das nicht. Alles gut. So, Entschuldigung. Und Äpfel haben ja so zwei Vorteile. Wir haben A, jetzt nicht, wir haben also einen eigenen Apfelflyer entwickelt, aber jetzt nicht nochmal das Programm zehnmal hoch und runter gebetet.

Und wir haben eigentlich auch nicht Werbung für uns gemacht. Wir haben einfach gesagt, wir waren zum Teil mit zehn Leuten unterwegs, mit Bollerwagen, richtig, wie man sich vorstellt. Ich habe jeden Tag zehn Kisten geholt, vom Obsthof, 80 Äpfel. Und dann haben wir halt gesagt, bitte nutzen Sie Ihr demokratisches Recht und gehen Sie am Sonntag.

Ich glaube 19. Oktober, ich weiß es jetzt gar nicht mehr, gehen Sie bitte am Stichtag Wahl ins Wahllokal und geben Sie Ihre Stimme ab. Wir haben jetzt gar nicht so abgeschmackt für uns noch mal so gebettelt, sondern wir haben gesagt, bitte gehen Sie zur Wahl, jede Stimme zählt. Das konnte ich tatsächlich behaupten.

Als Politiklehrer das Karma hat zurückgeschlagen, was ich meinen Schülern erzählt habe als Phrase. Und durch die Äpfel öffnen sich tatsächlich die Haustüren, sprich wörtlich für die Äpfel. Der Äpfel ist ja positiv besetzt. Und Sie haben noch einen Vorteil in den Mehrfamilienhäusern, wo ja immer steht, keine Werbung einwerfen. Stimmt.

Gab es keinen Mecker, weil dann hatte jeder seinen Apfel, den wir nicht erreicht haben, voll Haustür. Und darüber gab es dann auch keine Mecker, als wenn man was reinwirft. Und da gibt es dann wirklich Mecker von den Bürgern. Und man konnte dann ja auch den Apfel nicht reinwerfen. Den Apfel musste man halt am Ende überreichen.

Also, Oberbürgermeister seit 1. Januar 2026. Und Sie haben eine interessante Vita. Sie haben angefangen nach der Schule als Tischterlehrling. Genau. Auch in der Besorung. Und zwar waren dann auch an der Berufsschule, an der Sie dann später Leiter wurden. Ja, genau. Ja, also ich versuche es dann in Kurzform. Ja, erzählen Sie mal.

Nach dem Abitur dann Bundeswehrzeit, habe dann zwei Jahre genutzt, um dann Rettungssanitäter, hieß es ja damals, zu werden. Man kann es sich als Krankenpfleger anerkennen lassen. Dann war ich kurz beim Finanzamt, das habe ich allerdings festgestellt, dass das nichts für mich ist. Durfte ich die Lehre dann auch zurückzahlen und bin dann Tischler geworden tatsächlich in Emshorn, Tischler Geselle, in der beruflichen Schule Emshorn, genau bin ich dann zur Schule gegangen wollte eigentlich in Architektur studieren aber habe mich dann doch dafür begeistern lassen wie das so ist, wie die Lehrer agieren in der Schule auf Augenhöhe und so weiter und bin dann nach einer gewissen Gesellenzeit ich glaube ein Jahr habe ich noch als Geselle

gearbeitet maximal bin ich dann zu Uni Hamburg und Harburg, und habe dann Lehramt, Gewerbelehramt studiert Mit dem Ziel damals schon, auf diese Berufsschule zurückzukehren zu wollen? Also es war schon ganz schön, weil im Studium hatte ich schon in Barmstedt angesiedelt, meine Ex-Frau. Aber es sind ja Landesbeamten und dass man an seine Schule zurückkommt, ist relativ unwahrscheinlich.

Als ich dann fertig war und über Praktika, die man im Studium ableistet, hatte sich die Schule dann doch bei mir gemeldet. Ja, und dann bin ich bei der Schule hängen geblieben und war dann aber relativ schnell, nach zweieinhalb Jahren, Lehrer da sein, nach der Staatsprüfung, wie es damals noch hieß. In die Lehrerausbildung gerutscht. Also diese zweite Phase, wie man nennt, dieses Studienseminar, wo man durch Schleswig-Holstein reist, Unterrichte sich anguckt mit anderen Mitstreiterinnen und Streitern, hatte mich dann doch sehr fasziniert.

Und dann hatte mich Kiel gefragt, ob ich nicht Lust hätte, auch Ausbilder zu werden. Und witzigerweise natürlich Wirtschaft, Politik. Und ich habe mir dann mein Steckenpferd gesucht, und zwar die kommunale Selbstverwaltung praktischerweise. Planspiel an den Schulen. Und dann bin ich in Münster auch gelandet, weil der Numizoraner Schulleiter Udo Runo war im Bönebüttel, das kommt nach Bötenwader gleich, war er Bürgermeister.

Und dann hat er gesagt, Mann, und wie das so ist, dann war es ein Ausschreibverfahren, also ich musste mich bewerben natürlich mit mehreren Menschen. Aber jedenfalls, da hatten wir schon mal so ein bisschen uns kennengelernt über die kommunale Selbstverwaltung, über dieses Planspiel, was er sich angeguckt hat. Und das ist jetzt auch wieder witzig, mit Andreas Bitzer waren wir beide stellvertretende Schulleiter.

Und wir sind nach fünf Jahren zeitgleich Schulleiter geworden. Er ist da geblieben an der Walter-Liebkuh-Schule. Ich nach Emson zurück an meine ehemalige Schule, die Europaschule. Und Andreas Bitzer wird jetzt zum 1.5. auch Bürgermeister, auch hauptamtlich. Verrückt. Ja, ich finde es tatsächlich... Aber war das das mit dem Bürgermeister, wann kam Ihnen denn die Idee zu sagen, Sie hatten ja einen guten Job als Leiter der Berufsschule, wann kam Ihnen denn die Idee zu sagen, so und jetzt wirst du nochmal Bürgermeister, weil sie sind parteilos, sie waren also, und das heißt in Emshorn noch was anderes, weil Emshorn ist eigentlich traditionell eine sehr sozialdemokratische Stadt, die sozialdemokratische Stadt eigentlich im Norden.

Also eigentlich, also das aktiv, dass ich sage, ich werde jetzt Bürgermeister, war es so nicht geplant. Ich war sehr, sehr gerne in der politischen Vertretung. Ich war der Ausschussvorsitzende vom AKRS, also Kinder, Jugend, Schule, Kultur und Sport. Fünf Jahre lang als Grüner. Und es hat mir sehr viel Freude gemacht, mit der Stadt zusammenzuarbeiten, auch mit dem Stadtrat und den Amtsleitungen.

Und das hat mir gut gefallen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war dann eine Zeit lang immer, wenn es um den Haushalt ging. Also das verstehe ich zwar, natürlich will die Politik auch ihre Benchmark setzen und die Stadt, also dieses Hickhack. Und irgendwann war mir das ein bisschen viel, vielleicht auch Polemik.

Dann bin ich halt, habe ich Konsequenzen für mich gezogen und bin dann ausgetreten aus der Politik. Also bei den Grünen? Bei den Grünen. Und dadurch aber auch, das hätte ich gar nicht, aber komplett. Ich bin auch aus der Stadtverwaltung, also aus der Selbstverwaltung ausgetreten und, und, und. Und habe das aber begründet, weil das eine tolle Zeit war, habe ich mich auch bedankt bei allen, auch bei der Stadt und bei dem Bürgervorsteher Herrn Hahn.

Und an dem Abend, wo ich ausgetreten bin, hat der Hahn das noch mal vorgelesen und gesagt, Herr Sachs hat mir einen Brief geschrieben, verrückt, hat noch keiner gemacht, das schreiben wir uns mal in die Ohren. Und dann war es relativ schnell, dass dann die CDU auf mich zukam und mich gefragt habe, ob ich mir denn vorstellen könnte, zu kandidieren. Als Parteiloser jetzt. Und fand ich natürlich klasse, dass die CDU jetzt auch sagt, das ist in Ordnung, du bist jetzt parteilos, du musst jetzt nicht bei uns sein.

Und das ging relativ schnell in die Presse. Und dann meine ehemalige Partei, die Grünen, das ist natürlich auch gelesen. Und da wurde ich dann auch nochmal eingeladen in Emson, in ein schönes Lokal, die Cantino. Und da wurde gleich ein Mitglied der Versammlung abgehalten. Sie können sich ja vorstellen, das war jetzt zwei Stunden schon ein gewisser Austausch, wenn man jemals grün war, plötzlich schwarz.

Also der Austausch war sehr konstruktiv und sehr interessant. Aber nach zwei Stunden war tatsächlich eine Abstimmung. Und dann haben sich die Mehrheit der Grünen für mich entschieden. Und damit war ich von schwarz und grün aufgestellt. Und ein paar Wochen später hat dann die FDP mich nochmal kontaktiert, dass sie sich das auch sehr gut aufgrund meines...

Mittlerweile hatte ich dann auch ein Wahlprogramm geschrieben. Klingt so ein bisschen wie irgendwie alle gegen die SPD. Endlich mal. Es gab bis jemand, ich weiß es gar nicht, ich kenne ihren Vorgänger, Volker Hartje. Das ist ein SPD-Bürgermeister. Davor, glaube ich, Brigitte Fronzek, eine SPD-Bürgermeisterin.

Ich weiß gar nicht, ob es in der Geschichte der Emshorn wahrscheinlich nicht. Laut Bertil Gisman nicht. Bertil Gisman sagte, Erik, es wäre historisch. Also der erste Nicht-SPD-Bürgermeister. Genau, Volker Harti war ja auch parteilos, aber genau, mit SPD-Bürgermeisterin. Einzug und beim zweiten Mal mit Rot-Schwarz. Und nee, aber ich hatte ja mittlerweile dann auch mir doch Ideen gemacht, wie ich meine Heimatstadt, was ich tun könnte. Also kein Partei, sondern ein Wahlprogramm.

Und das hat dann die FDP nochmal überzeugt, weil da halt sehr viel Offenheit drin war und Liberalismus. Und ja, und dann war ich plötzlich schwarz-grün-gelb. Und dann ging es los. Aber warum wollten Sie Bürgermeister werden? Überhaupt? Weil das ist ja, also ich erlebe das jetzt hier in den Gesprächen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die sagen, alle, die aus einem anderen Job kommen, sagen, oh, das ist viel anstrengender.

Ich arbeite viel mehr. Auch Sie, glaube ich, kommen jetzt mit 40, 50 Stunden Wochen wahrscheinlich nicht hin. Aber warum wollten Sie das dann werden? Sie hätten ja auch einfach jetzt bis zur Rente Leiter der Berufsschule werden können. Naja, also in dem Moment, wo, also das betonte ich ja schon, dass mir diese kommunale Selbstverwaltung unheimlich viel Freude bereitet hat.

Schon immer. Das hat mich immer interessiert. Als Politologe und halt auch als Ausschussvorsitzender. Auch dieser Austausch. Also dieser Schnitt zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung fand ich unheimlich spannend. Und Und in dem Moment, wo ich dann halt die Fraktion mich ansprach und ob ich denn mir das vorstellen könnte, habe ich mir natürlich überlegt, ich habe drei kleine Kinder, das bespricht man dann auch mit seiner Ehefrau und meine Frau und Leute, die mich kennen, waren halt auch der Meinung, dass es immer schon mein Ding war und das, was ich jetzt nebenamtlich gemacht hatte, mit dem Hauptamt der Schulleiters, was ja auch dann nicht wenig Stunden mit sich bringt.

Darf ich jetzt, oder darf ich jetzt, da ja noch ein Konjunktiv, für meine Heimatstadt machen. Und ich finde, das kann einem ja nicht geschehen, dass man sagt, das, was die Erfahrung der letzten Jahre, also ich war auch mal ein Jahr im Ministerium mit tätig ein bisschen und dann durchs Land, habe mich immer, wie gesagt, immer für diese...

Dem fühlt den Föderalismus sehr interessiert, logischerweise, wie Bund, Land und Kommunen zusammenarbeiten. Und das immer auch eher positiv bewertet. Das ist dann gereift. Also dann überlegt man, meint ihr das wirklich ernst? Und nach dem ersten, das ist dann vielleicht gut für die Eitelkeiten, denkt man, es ist ja total nett, dass sie dich ansprechen, aber da ist noch ein langer Weg hin.

Und als das dann real wurde, sagte meine Frau abends, ich koche bei uns zu Hause, sagte sie beim Kochen, Schatz, das wird jetzt, jetzt wird es aber real. Du musst jetzt auch eine Rückmeldung geben an die Fraktion. Jetzt ist das ja, und dann, ja, Und dann haben wir darüber noch eine Nacht diskutiert und dann war der Gedanke ganz klar, das ist genau das, was ich eigentlich, also da schließt sich für mich der Kreis. Also ich lebe sehr lange in Emshorn.

Ja, man kennt sich halt in Emson. Emson hat etwas ganz Besonderes, finde ich, weil es ist die bevölkungsdichteste Stadt. Im Kreis Pinneberg? Im Kreis Pinneberg. Mit jetzt aktuell 53.000. 53.000 und plus Einwohnerinnen und Einwohner. Und dieses Miteinander über Fraktionsgrenzen hinaus. Und dass die Menschen fast schon hanseatisch sind, dass sich keiner immer auf irgendwas einbildet. Das finde ich sehr sympathisch.

Und hat auch so eine gewisse Sozialhygiene. Und diese Stadt mitzugestalten, Nochmal, das ist ja, ich meine, das darf ja nicht jeder, das ist ja genial. Da muss man ja eher demütig vom Amt sein. Und dass es am Ende auch klappt, das ist schon großartig. Und es nimmt ja auch Fahrt auf. Also wenn Sie dann von drei Fraktionen nominiert sind, dann müssen Sie sich Ihr eigenes CI suchen, weil ich wollte ja parteilos bleiben.

Natürlich wollte ich auch zeigen, dass mich drei Fraktionen unterstützen. Das passt ja auch inhaltlich sehr gut. Die verstehen sich immer noch sehr gut, aktuell auch. Und dann nimmt das Fahrt auf. Dann überlegt man sich, wie geht es voran? Und dann ist das wie beim Handball nachher mit der schnellen Mitte.

Man gibt nur noch Gas. Bis hin zur Apfeltour. Wir werden gleich nochmal darüber sprechen, wie sozusagen, weil ja Emshorn, der Blick auf Emshorn ist, von denen, die außerhalb von Emshorn kommen, von denen, die in Emshorn leben, zum Teil viel größer kann das gar nicht sein. Ich habe auch schon mit Ihrem Kollegen aus Pinneberg gesprochen.

Da ist ja das Ähnliche, dass diese beiden Städte, Pinneberg noch schlimmer als Emshorn, ein Image haben, was vielleicht nicht richtig ist, was vielleicht falsch ist. Da sprechen wir gleich am Ende drüber. Jetzt haben Sie ja so ein gutes, noch nicht mal ein gutes halbes Jahr, hinter sich als Oberbürgermeister.

Das ist der größte Unterschied zu Ihrem Job vorher. Also ich habe vorher auch nicht wenig gearbeitet, das wäre jetzt auch despektiv, weil die Leiter von Berufsschulen sind ja Leiter unserer Landesbehörden. Da arbeiten sie 40, 60 Stunden, aber das ist ja auch schön. Man wird ja auch gut honoriert dafür und das macht ja auch Freude.

Ich bin ja schon gern zur Arbeit gegangen. Aber als Bürgermeister, das sind wir zwischen 60 und 80 Stunden, weil sie auch die Wochenendtermine haben, abends auch die Sitzung haben. Wir vertreten uns ja auch gegenseitig und so weiter und so fort. Das ist das. Aber der Unterschied ist, ich konnte vorher schon viel gestalten, bei der Kreisberufsschule.

Aber ich merke jetzt im täglichen Tun, wie tief man in Tätigkeiten reinkommt und welche Fachkenntnisse man noch zusätzlich erlangt, was ich natürlich im Nebenamt auch nicht, wie soll man das auch noch leisten? Da hat man, sage ich mal, ein gefährliches Halbwissen sicherlich. Aber jetzt muss man wirklich sagen, wie viel man gestalten kann und wie spannend so eine Stadt ist. Also ich werde eigentlich jeden Tag bestätigen, dass es genau richtig war, was ich getan habe.

Ich fände alles ehrlich gesagt spannend, ob es das Ordnungsamt ist, ob es der Stadtumbau ist, wie Sachen finanziert werden, wie man Sachen vorantreiben kann, wie pragmatisch man als Bürgermeister auch handeln darf. Also man darf ja häufig auch zum Telefonhörer greifen oder man fährt dann halt in die Staatskanzlei und man fährt ins Ministerium.

Man darf halt seine Stadt wirklich unterstützen und das finde ich großartig. Und wie begegnen Ihnen die Menschen? Das ist ja auch interessant. viele Bürgermeister und Bürgermeister nicht unbedingt aus Norddeutschland, aus anderen Regionen erzählen, dass es schwer ist, dass der Respekt der Menschen fehlt, dass man angepöbelt wird, dass man vielleicht auch böse behandelt wird.

Nun können Sie es aus erster Erfahrung sagen, wie hat sich der Umgang der Menschen mit Ihnen verändert, seit Sie Oberbürgermeister sind? Also meine Frau sagte mir, Inkognito ist vorbei. War aber vor als Schüler da auch schon, aber das hat sich wirklich stark geändert. Sicherlich, es werden bestimmt noch Zeiten kommen, wo der andere mich vielleicht auch nicht so freundlich grüßt. Aber derzeit ist das immer noch so eine Aufbruchsstimmung.

Also man wird wirklich sehr freundlich auf dem Wochenmarkt, eine Königstraße. Und immer Herr Bürgermeister oder Herr Oberbürgermeister. Reden die Leute einen so an? Die sagen nicht, Herr Sachse. Unterschiedlich. Also ich habe im Rathaus das Du, das Hansa-Adische Du, eingeführt. Also dass sie mich alle duzen.

Aber Hansa-Adische Du heißt ja, sie duzen sie, aber sagen dann Erik Sie? Nee. Also es duzen sie tatsächlich alle. Ja, genau. Und das ist auch, wenn man irgendwo zum Mittagstisch geht, sagen sie wirklich Hallo Erik. Aber es ist halt ein respektvolles Du. Ich behandle die anderen Menschen ja auch respektvoll, wenn ich sie duze.

Derzeit ist das noch sehr positiv. Also wir hatten ja auch starke Unterstützung auch aus der türkischen Gemeinde und anderen Kreisen. Im Moment ist das noch, aber wie gesagt, Ich bin noch recht frisch, wie Sie schon sagen, das erinnert sich vielleicht noch irgendwann, aber derzeit genieße ich das tatsächlich, dass man ins Gespräch kommt.

Also wenn man zum Wochenmarkt kommt und man schnell einkaufen möchte mit seinen drei kleinen Kindern, dann muss man mitrechnen, dass man drei Stunden später vom Markt kommt. Jeder sagt, Erik, kommen wir mal her, so geht es nicht. Und Erik, was ist denn da los? Genau, der Marktschnack wird dann spontan eingeleitet, aber dafür ist man ja auch angetreten. Man möchte ja auch angesprochen werden, wenn was nicht gut läuft.

Also ein Bürgermeister, der sich versteckt oder sagt, ich möchte mit den Leuten nicht kommunizieren, wäre völlig verkehrt an dieser Stelle. Dann darf man diesen Beruf auch nicht anfangen, finde ich. Sie haben gesagt, es ist so schön, dass Sie gestalten können. Viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen sitzen hier und sagen, ja, das ist schön, aber leider haben wir das Geld nicht.

Ihre Kollegin, ich glaube, mit der sind Sie auch Anfang des Jahres zum Neujahrsempfang vom Hamburger Armlad gefahren, aus Norderstedt. Frau Schmieder sagt, tolle Stadt, tolle Möglichkeiten, aber eine Milliarde Investitionsstau. Das wird in Emshorn genau dasselbe sein. Oder wissen Sie zum Beispiel schon, wie viel Geld Sie aus dem Sondervermögen bekommen für Ihre Stadt?

Also aus dem Sondervermögen für die Infrastruktur sind 22,3 Millionen. Okay, ah, das wissen Sie schon. Einige Kollegen wissen das noch nicht, interessant. Ja, es liegt daran, also wir haben, ich arbeite sehr eng mit der Stadtkämmerin, sozusagen mit Frau Lydia Thobe, weil was ich ja im Wahlkampf versprochen habe, ich habe ja nicht versprochen, dass mit mir jetzt blühende Zeiten anfangen oder was man so, Sondern ich war ja sehr pragmatisch und auch konservativ unterwegs.

Und ich habe ja für Arbeit und Wirtschaft gesprochen, weil ich das sozial finde, weil 75 Prozent unseres Lebens wird durch die Gewerbesteuern finanziert. Und ich habe gesagt, ich werde mich an den Haushalt als erstes mal ranmachen, weil ich finde, das ist die Basis erstmal. Man kann über alles reden, über Konlexität und so.

Bund, Land und Ausgleiche, wenn man den Haushalt nicht im Griff kriegt, dann kann man den Leuten auch nichts versprechen, weil dann ja auch alle freiwilligen Leistungen ad absurdum geführt werden. Und in dem Kontext ist der aktuelle Bescheid bei 22,3 Millionen. Ist natürlich noch nicht zugeteilt und nichts. Aber weil alles, was mit Finanzen anfängt, und das ist ja viel, das ist unser Stadtumbau.

Amson hat ja den größten Stadtumbau. Kommen wir gleich zu, kommen wir gleich zu. Erstmal, was ich mich frage, also das Ziel beim Haushalt ist was? Es gibt ja einen anderen Politiker, der gesagt hat, wir müssen gar nicht so viel mehr Geld ausgeben, wir müssen nur das Geld richtig ausgeben und wir können ganz viel in dem Haushalt sparen.

Das war Friedrich Merz und wir wissen, wie es da kommen ist. Am Ende gab es dann die größte Verschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, je nachdem, wie man jetzt rechnet, 1,3 Billionen Euro in den nächsten zehn Jahren. Aber das ist auch Ihr Ziel, ist genau was mit dem Haushalt. Also ich möchte den Haushalt konsolidieren.

Also wir haben tatsächlich in Emshorn weniger ein Einnahmeproblem, weil wir sehr viele gute Gewerbesteuern einnehmen und wir erweitern das ja auch noch Richtung Bukost jetzt, da ist der Generalplaner jetzt auch am Werk schon, also Emshorn macht da seine Hausaufgaben, muss ich sagen. Und ich habe ja das Privileg, dass ich die gute Vorarbeit der letzten Jahre auch meines Vorgängers von Folge ausrollen darf.

Aber die Ausgabeseite ist das Problem. Wir nehmen uns viel zu viel vor, ist meine Meinung. Und wir müssen die Leitplankheit enger setzen. Also man muss sagen, was schaffen wir denn überhaupt mit unseren eigenen Strukturen? Und wenn man nur 20 Millionen Investitionen auf die Straße bringen kann, dann kann man sagen, gut, wir versuchen 25 Millionen, weil wir haben ja immer die berühmten 60 Prozent von der Staatskanzlei.

Wir müssen ja mindestens 60 Prozent auf die Straße gebracht haben, mindestens. Und die Problematik ist, wenn sie da runterrutschen, droht ja immer von der kommunalen Finanzaufsicht, dass der Haushalt nicht genehmigt wird. Und Anfang des Jahres war ich ja in Kieber in Nowotny, in der Staatskanzlei. Dort haben wir den Haushalt besprochen. Er hat den ja freigegeben, ohne Auflagen sogar.

Aber natürlich muss ich auch als neuer Oberbürgermeister, vielleicht hatte ich ja Welpenschutz, noch meine Hausaufgaben dort machen. Und da möchte ich mit meinem Amt, das ist sichererweise bei mir ja, ich bin ja auch nur Dezernent als Oberbürgermeister. Wir sind drei Dezernenten, jeder hat vier Ämter.

Und die Finanzen gehören zu mir. Und da möchte ich meine Hausaufgaben machen, dass ich erstmal für die Basis sorge. Aber das heißt, das grundsätzliche Ziel ist, der Haushalt soll mindestens ausgeglichen sein? Ja. Ab wann? Ja, also idealerweise, wenn ich glaube, 27 wieder nach Kiel fahre, werde ich noch nicht bestimmt erwarten, dass ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Und was ich getan habe.

Also Investitionen besser planen, sich auf ein paar Projekte beschränken, vielleicht auch Projekte mutig mal sagen, verlagern wir noch auf ein, zwei Jahre, weil wir es einfach auch nicht schaffen. Also man muss das Geld ja auch auf die Straße bringen. Aber haben Sie so viel Spielraum überhaupt? Ich höre von Ihren anderen Kolleginnen und Kollegen, Und das hat auch mal in einem Gespräch der Kanzleramtsminister damals erzählt, Wolfgang Schmidt, der Großteil der Gelder, die man zur Verfügung hat, das erzählen auch die Kollegen Finanzsenator Dresse in Hamburg, ist ja festgelegt.

Also sie haben gar nicht so viel Spielmasse im Haushalt. Was machen sie mit diesen 70, 80, 90 Prozent, wo sie wissen, die sind, in dem Moment, wo ich sie da habe, weiß ich schon, wofür ich sie ausgeben muss, da kann ich gar nichts ändern. Das ist ja genau das. Das sind zwei Baustellen. Zumal bleibt bei M. Zorn mal.

Für uns ist ganz klar, das wächst ja sehr rasant. Unser neues Rathaus muss fertig werden. Der Hafen, da kriegen wir neue Spunnenwände, auch ein Riesenprojekt, weil M. Zorn hat einen Hafen, den wir gar nicht genug genutzt haben die letzten Jahre, muss fertig werden. Das ist die eine Geschichte. Dann haben sie ja noch, geht ja alles weiter, was Schulbau und so weiter angeht.

Und das meine ich mit den Leitplanken, dass man sich konzentriert auf die Projekte, wie Sie schon sagen, wo die Leitplanken gesetzt sind, wo ich nicht rauskomme. Und sagt, lasst uns die nächsten zwei Jahre erstmal fertig werden und alles andere. Und das ist ja die Problematik, dass die Verwaltung planen, muss sie ja, verwaltungsnahes Handeln, Politik natürlich auch.

Und Verwaltung und Politik muss sich halt einig werden, dass man nicht von zweimal verschiedenen 25 Millionen spricht, sondern dass eine relativ große Deckung ist. Weil Emson schiebt halt auch 50 Minuten vor sich her. Und wenn man sagt, sind wir uns einig, wo wir Prioritäten setzen? Also das berühmte, wie im Leben immer Prioritäten setzen.

Wir kennen alle das Eisenhower-Prinzip. Was ja Politikern oft schwerfällt, ja. Ja, wobei, wie gesagt, ich halte sehr viel von meiner kommunalen Selbstverwaltung und ich hoffe halt, dass wir dort zukünftig an einem Strang ziehen und frühzeitig in die Haushaltsverhandlungen auch gehen. Und frühzeitig für einen gemeinsamen Haushalt, also eine Konsolidierung frühzeitig.

Denn die Politik hat ja auch nichts davon, wenn die kommunale Aussicht sagt, so, jetzt wird Kiel euch mal sagen, was Sache ist. Also das Licht am Ende des Tunnels kann ein Licht sein. Es können auch die Lokomotive sein, die ihr von Zuhörs. Und das ist meine primäre Aufgabe, finde ich gerade, dafür zu sorgen in der Kommunikation. Weil der Oberbürgermeister, finde ich, ist auch für die Kommunikation zuständig.

Also für alle Parteien, für die Verwaltung, dass man eine Einigkeit erzielt. Einen Kompromiss erzielt. Und der Kompromiss muss sein, auf Sicht tatsächlich einen ausgeglichenen Haushalt. Dann möchte ich gerne einen Doppelhaushalt haben in den nächsten zwei Jahren. Und dann, dass man in ruhige Fahrwasser kommt. Weil es muss ja immer, Das, was eine Kommune liebenswert macht, ist ja das, wo sie selbst gestalten kann.

Lebenswert sind Kommunen auch, wenn wir von Kiel sozusagen, Kiel sagt, ihr müsst das und das müsst ihr machen, die pflichtigen Leistungen, dann sind wir immer noch lebenswert. Aber liebenswert werden Kommunen ja erst mal sagen, das leisten wir uns zusätzlich in der Betreuung der Kinder und so weiter und so fort.

Und dann soll sie liebenswert bleiben und noch liebenswerter werden. Und deswegen, ich glaube, ist das allen klar, dass das Jahr 26 extrem wichtig ist, was das angeht, weil wenn der Haushalt erstmal nicht freigegeben wird, dann reden wir von ganz anderen Verhandlungen. Und dann, darauf herauszukommen, ist ja nur eine ganz andere Geschichte.

Und dann sind wir, haben wir jetzt schon einen Übergang. Wollen wir uns mal anhören, was haben die Kollegen aus der Redaktion im Kreis Pinneberg? Da haben wir ja eine eigene Redaktion. Was sagen die über Elmshorn? Ich hoffe, Sie können das hören. Willkommen in Elmshorn, der gar nicht so heimlichen Kreisstadt im Kreis Pinneberg.

Mit über 50.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt hier und irgendwie auch die selbstbewussteste. Im 19. Jahrhundert geprägt von Walfang und Lederindustrie. Heute lieber Supernormal. So der Slogan, den sich die Stadt 2017 gegeben hat. Das Schlagwort wurde nicht überall verstanden und rief sogar das Satire-Magazin Extra 3 auf die Bühne, sorgte aber dafür, dass man über Elmshorn sprach.

Und das passiert gerade wieder. Die Stadt steht vor einem großen Umbau der City rund um Bahnhof, Buttermarkt und Hafen. Hier soll ein lebendiges Zentrum entstehen. Die entscheidende Frage, wird es ein Ort, an dem Menschen gern Zeit verbringen oder bleibt es bei guten Plänen, die an knappen Kassen scheitern?

Und wird der geplante Umzug des Bahnhofs auch die Ostseite der Stadt besser anbinden und beleben? Auch Denkmalschutz spielt eine große Rolle. Das Beispiel Zitterstromgebäude zeigt aktuell, wie schnell Projekte ins Stocken geraten können. Elmshorn hat die Möglichkeiten der Nachverdichtung nahezu ausgeschöpft, will aber wachsen.

Geplante Wohnprojekte wie die Papenhöhe könnten tausenden Menschen ein Zuhause bieten. Doch mit neuen Wohnungen wächst auch der Bedarf an Schulen, Ärzten und Nahverkehr. Ein weiteres Thema bleibt die Königstraße. Die Fußgängerzone kämpft seit Jahren mit Leerstand und einem suboptimalen Branchenmix. Kann ein Kaufhaus als neuer großer Mieter von der zweiten Jahreshälfte an wirklich die Wende bringen?

Und schließlich das Ziel Klimaneutralität bis 2035. Ambitioniert und eine große, aber auch realistische Herausforderung? So, da haben wir das. Das ist eigentlich ganz gut zusammengefasst. Und vielleicht fangen wir mal mit dem Thema an. Worüber so viele gelacht haben, gelästert haben, geschmunzelt haben.

Und was auch ich bis heute nicht verstehe, das ist dieser Slogan. Also wenn man noch nicht in einem Sound war, man fährt durch einem Sound durch und am Anfang der Stadt, wenn es dann reingeht, stehen so magentafarbene Schilder. Und da steht drauf, ab hier wird es super normal. Also dieses, und das ist so ein bisschen, ich vergleiche das immer mit so einer Betonung, wenn jemand sehr dick ist und dann noch sagt, ich bin ganz schön dick.

Und man betont sozusagen, ich will nicht sagen, man betont nicht die Stärke, sondern man betont noch das, also dieses, man könnte ja sagen, Mensch, es gab mal so Ideen, irgendwie eine Kampagne zu machen mit Emshorn jeden Morgen zu Frühstück. Köln-Flocken kommen aus Emshorn. Emshorn, sie stehen gerade drauf. Teppich Kiebeck kommt aus Emshorn.

Also es gibt relativ viele große Unternehmen, die aus Emshorn kommen. Es gibt relativ viel Gutes, was man über Emshorn sagen kann. Also bis hin Michael Stich, der da gelebt hat und da Wimbledon-Sieger geworden ist im dortigen Tennisverein. Und dann ist dieser Slogan super normal, wo man denkt, hiermit bedienen wir jetzt mal alle Vorteile, die es über Emshorn geht.

Machen wir in einem Wort und das ist jetzt unser Image ich erinnere mich daran, ich weiß nicht, ob sie das waren im Wahlkampf, irgendeiner hat gesagt, sie waren es das erste, was ich mache, ist, reiß diese Dinge ab und da habe ich gedacht, okay, dieser Mann hat meine Stimme. Was passiert mit diesem Supernormal, Ja, das war ich tatsächlich. Das war, als ich mein Wahlprogramm präsentiert hatte gegenüber dem Industriemuseum.

Ich versuche das auch natürlich jetzt mal unemotional und sachlich zu sehen. Also, was mich zunächst an einem Slogan stört, ist, klar, redet man über M.S.O.N. Man hätte auch über M.S.O.N., aber über Skandale hätte man genauso über M.S.O.N. Geredet. Was mich daran stört, dass man, und das habe ich im Wahlkampf erlebt, so ein Wahlkampf über ein halbes Jahr ist ja schon eine Umfrage bei der Bevölkerung.

Wenn sie da jeden Tag fast in der Königstraße, an der Marktstraße stehen und 8000 Haustüren abklappern. Und ein Großteil der Bevölkerung, was sie auch sagten, hat tatsächlich gesagt, super. Also ich glaube, 19 Prozent hat gesagt, dafür würde ich sie allein schon wählen. Ob sie es dann wirklich dafür getan haben, das kann natürlich auch Polemik sein.

Ich finde es halt schlecht, losgelöst, dass der vielleicht meint, mehr sein als schein, was ich sehr gut finde, so bin ich groß geworden, also hanseatisch, sich zurücknehmen, aber, dass der Großteil der Bevölkerung, dass man es erklären muss, also ein Claim mit einem Untertext, fände ich halt schlecht, daran lag das, meine Äußerung damals, dass man sich da viele Leute Mühe gegeben haben, auch die Initiative, dass man im Song was Gutes tun wollte, das darf man nicht vergessen, das finde ich auch gut, das finde ich, das macht im Song ja auch aus, aus eigener Kraft immer was zu gestalten, finde ich total gut.

Dass man es den Leuten erklären muss, finde ich halt schlecht. Und mir, und das war meine Aussage im Wahlkampf am Anfang, mir fallen Dinge leider unter den Tisch. Im Sohn, ich hatte eine Veranstaltung am 1.9. zum Thema Wirtschaft, was im Sohn braucht. Und dort war eine sehr gute Stimmung und dort wurden sehr positive Sachen hervorgebracht und dann kam auch, ohne dass ich das initiiert habe, von den 80 Besuchern halt, warum nehmen wir, das ist doch toll jetzt, was wir heute gemerkt haben, die Wirtschaftsstärke, die Bildungsstärke.

Emshorn ist der bildungsdichteste Standort Schillholsteins. Emshorn hat die größte Schule ganz Schillholsteins. Nicht Kiel, nicht Lübeck, nicht Neumann, der KGSE, da war ich Selbstschüler. Emshorn hat sechs Gymnasien. Emshorn ist auf Platz vier, was im Land, was den Sport angeht, mit dem EMTV und, und, und, also was sie schon eingeleitet haben.

MZone hat sehr, sehr viele Stärken, wo MZone stolz sein kann. Das ist eben halt nicht super normal. Das ist die größte Singgemeinschaft wie Holsteins. Wir sind im Akkordeon, das mögen manche vielleicht belächeln, aber wir haben ein Riesenorchester, was berichtet. Man muss ja schon, man kann ja schon sagen, so viel, so viel, so viel schleswig-holsteinische Städte, wo Unternehmen sind, wo man den Namen nicht erklären muss, also das Kölnflocken, also eines der, glaube ich, 100 bekanntesten Marken Deutschlands, da den Stammsitz hat.

Auch Berner, also viele gar nicht wissen, also Berner International, das sind die Boxen, die ja auch im Truppinstitut stehen, wo sie reingreifen mit den Händen, um sich nicht zu infizieren. Berner Boxen International gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen der Welt. Also nochmal, aber da müsste man doch jetzt mal sagen, pass mal auf Leute, das war ein schöner Versuch, jetzt schrauben wir diese sechs Schilder, die überall stehen, die schrauben wir jetzt ab und diese super normalen Motten wir ein.

Weil das, es bedient ja dieses, wie hieß dieser Arbeitslose, der immer gesagt hat? Arno Dübel. Arno Dübel, sehen Sie. Emshorn, da geht doch nicht hin. Da ist aber Kiel, da gehe ich nicht hin. So Emshorn-mäßig. Also das muss man doch mal aufweichen, weil, da kommen wir zu einem entscheidenden Punkt, glaube ich, diese Stadt ganz anders ist, als die Menschen, die sie nicht kennen, glauben.

Und mein Eindruck immer ist, dass es aber irgendwie eine Art von Menschen in dieser Stadt gibt, die auch das so weiter, die sich da an diesem vermeintlichen hanseatischen Understatement. Dass sie das gut finden, die aber nicht merken, dass dieses hanseatische Understatement in die falsche Richtung führt, weil es kein Understatement ist, sondern es ist eigentlich ein Schlechtreden des eigenen Standorts, ein Schlechtmachen.

Also was tun Sie dagegen dann? Kommen die Dinger weg, das ist ja das Entscheidende. Kommen die jetzt weg. Deswegen haben Sie so viele gewählt, unter anderem. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass das das Hauptargument war. Das waren die ersten Tage, damit die örtliche und auch die... Mich hat es zum Beispiel auf Sie aufmerksam gemacht. Ja, genau.

Das Ding ist, was Sie auch ansprachen, Sorn findet sich gerade wirklich neu. Wirklich. Also nach 15 Jahren Vorplanung sieht man ein neues Stadtbild. Im Sorn-Arbeit ging viele Sachen an. Und ich glaube tatsächlich, auch jetzt mit der Klimaneutralität, was ich auch gerade sagte, wir haben eine Hochschule übrigens auch in Imson.

Die Nordakademie? Genau. Was sehr positiv ist, dass das irgendwann nach oben gespült wird, da bin ich ganz positiv. Aber das ist ja so interessant, warum hat man damit nicht gespielt? Es ist ja so einfach. Warum macht das keiner? Warum hat man anscheinend eine Freude daran, dieses kleine Schmuddelkind zu sein, dieses Pinneberg 2?

Ja, Sie kennen ja den Spruch, Gott in seinem Zorn schuf es Pinnebeck deinem Zorn. Doch dann wird es finster, dann schuf er in den Münster. Und in den Münster mache ich ja genauso gerne, weil da kommt meine Familie her. Ich glaube einfach, wie gesagt, nach hinten gucken ist immer schwierig, finde ich. Ich würde lieber nach vorne gucken. Unbedingt.

Es gab ja Initiativen, es gab eine Werbeaktur in Kiel, die das ausgearbeitet hat. Es wurde präsentiert und getan und gemacht. Da war ich tatsächlich ja nicht im Amt und auch nicht anwesend bei den Präsentationen. Das war sicherlich gut gemeint. Gut gemeint ist manchmal die Frage, ob gut gemeint auch gut gemacht ist.

Aber da jetzt auf die Damen und Herren, die Emsorna vorne bringen möchten damit, da möchte ich auch nicht drauf rumschlagen. Was ich gut finde, ist, dass das super, Klammer auf, normal, Klammer zu, sehr gut genutzt wird derzeit, dass das super vorne steht. Also wir haben ein Kochbuch, das heißt super lecker.

Was ich gerade merke, das wird sicherlich gar nicht an meinen Äußerungen liegen, aber dass M-Sohn ein gewisses Selbstvertrauen hat und dass das Normal, gerade im Hintergrund, das stimmt, aber ehrlich gesagt, es erinnert mich so ein bisschen an, das ist so typisch deutsch, dann hat man mal was eingeführt und dann, um bloß kein irgendwie da böse zu sein oder so, hält man dann daran fest.

Wenn Sie ganz ehrlich sind, sagen Sie doch, dieser Slogan supernormal, der ist es nicht, oder? Für mich persönlich, meine Meinung ist das nicht. Aber abgesehen davon, dass ja viel Geld investiert wurde mittlerweile, es gibt ja Malongen und so weiter und so fort, ist das so, dass wir jetzt im Zuge, was ich anfangs sagte, der Haushaltskonsolidierung, stellen Sie sich mal vor, man müsste alle Briefköpfe alles neu machen, da würden natürlich die Bevölkerung sofort sagen, guck mal, er gibt das Geld aus.

Ich glaube tatsächlich, und ich hoffe ja, dass ich meine Amtszeit durchstehe. Gegen eine zweite hätte ich auch nichts, dass genau das, was jetzt passiert, das sichtbar machen. Vorher hat man 15 Jahre geplant. Die Bevölkerung hat 15 Jahre gesagt, Mann, die planen, tun und machen. Aber ich sehe ja gar nichts davon.

Jetzt sieht die Bevölkerung, dass wir schon den dritten Stock, also ein Teil des neuen Rathauses, der dritte Stock ist da. Man sieht, dass wir es geschafft haben, in vielen blauen Fässern den Milzbrand, also diese Oberfläche, die nicht so gesund ist, abzutragen und so weiter. Die MZO-Bevölkerung sieht, der Hafen erfindet sich neu.

Die MZO-Bevölkerung sieht, das ist sehr nah verdichtet im Zorn, Aber im Zorn macht sich in vielen Dingen auf den Weg. Und übrigens der Leerstand, da haben wir eine Quote von 5 Prozent. Das ist nicht gut, aber weitaus weniger als in den meisten deutschen Innenstädten. Und wir haben ja auch zum Beispiel Ferma Müller jetzt noch im Zorn gekriegt.

Also viele Sachen sind viel besser. Und ich denke tatsächlich, wenn wir uns um die Kernthemen kümmern, um die Kernthemen, und uns nicht in der Stadtgesellschaft und auch nicht in der Politik, gegenseitig immer mit Polemik, jetzt geht es um die Nachnutzung des alten Rathauses, etc. Zerreißen, sondern für die Stadtgesellschaft arbeiten, dass sich das dann auch in einem positiven Slogan, und der dann von der Bevölkerung getragen wird.

Denn mir wäre wichtig, dass die Bevölkerung sich einen guten Claim gibt. Es gibt zum Beispiel einen guten Claim. Wir haben ja eine Arbeitgebermarke im Rathaus. Wir haben 69 Auszubildende in 10 Berufen ausgebildet. Und die Abergebermarke ist, Platz zu gestalten. Das finde ich zum Beispiel großartig. Die ist von den mittlerweile 726 Angestellten des Rathauses selbst entwickelt worden. Die Zeichnung, alles.

Sieht aus wie ein, also die Zeichnung. Wie so ein Weg, den man gehen muss. Genau, so Strichmännchen. Und da gibt es alles Mögliche von. Auch Hoodies, es wird auch neu entwickelt. Also wenn irgendwas ist, wird immer dieser Claim genommen. Auch diese Zeichnung. Die werden zwar von der Werbarkentur nochmal überarbeitet, aber das kommt von den Mitarbeitern aus dem Rathaus. und das finde ich ideal typisch platz zu gestalten zum beispiel für mich ein super claim weil platz zu gestalten bedeutet positiv hier kann ich meine haus bauen hier kann ich niederlassen arbeiten, meinetwegen auch pendeln, hier kann ich meine Kinder zur Schule, hier kann ich Sport treiben, musizieren, meine Freizeit verbringen,

also ich finde diesen Platz finde ich einen super Claim, der kam aber danach. Und, was ich natürlich gut finde, dieser Claim kostet nichts, weil der kommt so. Und das wäre für mich der idealtypische Fall, dass Amson sich jetzt gerade neu entwickelt, das wird jetzt sichtbar, also das war ja nie so in den letzten 15 Jahren, die Sichtbarkeit kommt jetzt.

Wie wird Amson demnächst aussehen? Vom Stegen, Knechtsche Hallen? Aufenthaltsqualität. Und dass das dann eben sich auf die Bevölkerung positiv, was sie schon sagen, dass wir kein Schmuddelkind sind, kein Norddeutsches, sondern man sagt, man, wir sind die stärkste Bildungsstadt hier in Schieholzstein, Bildung steht sportlich. Man muss ja auch mit den Stärken auch wuchern, die man hat.

Also ich spreche mit vielen Bürgermeister und Bürgermeister hier natürlich über die Rolle, die die Nähe zu Hamburg spielt. Und da hat man Emshorn, also die Hamburger haben Emshorn dann nicht auf dem Zettel, weil sie denken, das ist doch ungefähr 35 Kilometer weg. Und ja, das stimmt. Und über die A23 ist es oft keine Freude von Hamburg nach Emshorn oder von Emshorn nach Hamburg zu kommen, weil diese A23 zumindest in den vergangenen fünf Jahren eigentlich in der Dauerbaustelle war. Mehr oder weniger.

Aber, und was ja kaum einer weiß ist, wenn das mit der Bahn richtig funktioniert, dann reden wir über 20, 24 Minuten vom Dammtor Bahnhof bis Emshorn und Achtung, es ist eine Station. Also man steigt im Dammtor ein und die nächste Station ist Emshorn und mit diesem Fund könnte man auch wuchern. Bahn ist ein gutes Stichwort.

Ich habe vorhin erzählt, ich war mal vor fast 25 Jahren Redaktionszeit der Elmsholler Nachrichten. Damals war das mit Abstand wichtigste Thema, was wir haben und dass alle frohlockend sagen, bald kommt der neue Bahnhof. Seit 1968 bespricht man den Leuten. Genau. Und man hat so ein bisschen das Gefühl, so ein bisschen, ich habe nachher Toni Köppen da, den Bürgermeister, ihren Bürgermeisterkollegen aus Bad Segeberg, da geht es ja um die A20, das soll ja dieses Jahr jetzt losgehen.

Wann kommt der neue Bahnhof? Genau, dass ein Jahr vor meiner Geburt schon versprochen wurde, brauche ich mir, glaube ich, die Route gar nicht von hindern zu binden. Aber was mich positiv stimmt, wir hatten beispielsweise auch mit dem Problem jetzt mit der Bahn, hatten mein Baustadtrat Herr Munk und ich hatten einen Brandbrief geschrieben. Und die Bahn hat tatsächlich gehandelt.

Momentan klappen Dinge sehr gut. Ich sage, das kann sich ja alles ändern, aber ich bin ja heute hier bei Ihnen zu Gast. Momentan klappen Dinge sehr gut. Und ein Hamburger von Ihnen, Agnes Tjaks, hat tatsächlich mit Daniel Kölbel da noch was geredet und sich an den Wahlkampf erinnert, weil er mich im Wahlkampf mal unterstützt hat in dem Sonnen an einer Veranstaltung.

Ich mag halt gerne mit Leuten reden. Das habe ich jetzt beim Siederstromgebäude getan. Kiel war ich beim Staatssekretär und bei dem leider... Denkmalamtes. Und dort haben wir einfach gesprochen. Ich finde, Reden hilft meistens sehr viel. Also nicht, auch wenn das ihr Medium ist, aber nicht nur über die Presse oder über Social Media.

Am besten ist es direkt, glaube ich. Direkt. Man fährt hin, das Sidefenster ist eng, das fängt einen zu guten Entscheidungen und man denkt vom Ende her weg. So haben wir es beim Zieterstromgebäude jetzt getan und so denke ich auch, müssen Gespräche jetzt einmal geführt werden mit den Verantwortlichen in der Bahn.

Witzigerweise, heute um 14 Uhr ist ein Gespräch bei uns im Rathaus mit der Bahn. Eine Runde. Und die Planung mit der Bahn geht ja tatsächlich voran. Auch da geht es wieder um Sichtbarmachen. Alles, was die Stadt stadtseitig, das sind wir bei den Leitplanken, was wir schaffen, stadtseitig tun kann, Verlagerung des Bahnhofs.

Die ersten Planungen nachher auch mit den sogenannten Planstraßen, da gibt die Stadt Gas. Das machen wir tatsächlich. Das wird auch ausgerollt. Jetzt muss natürlich die Bahn parallel mitziehen. Aber die Abstimmung zwischen dem Bund, also der Bahn, und der Stadt Emshorn, das läuft tatsächlich. Und heute Nachmittag ist tatsächlich um 14 Uhr bei uns.

Da müssen wir uns beeilen, dass Sie, sind Sie mit dem Auto da oder mit der Bahn? Mit dem Auto. Dann muss ich sagen, weil es kann ja auch mal sein, dass man mit der Bahn nach Emshorn will. Das kann auch mal. Neuerdings. Das habe ich auch mal jetzt schon mal zwei Stunden gebraucht. Neuerdings tatsächlich, Sie sprachen das Thema an.

Ich habe vor zwei Wochen meinen Dienstwagen gewechselt, war vorher ein... Auto mit vier Ringen dran, ein Verbrenner und ich habe jetzt ein Auto ohne vier Ringe. Ich weiß nicht, ob man das sagen darf. Ein Skoda elektrisch. Voll elektrisch. Also von daher bin ich total zufrieden. Ich kann den beim Rad ausladen.

Hat eine große Reichweite und ich will es gar nicht mehr anders haben. Und es passt natürlich auch zur Klimaneutralität, sollte dann auch der Oberbürgermeister elektrisch fahren. Absolut und ich bin gespannt, wie dann Ihr Gespräch mit der Bahn ausgeht. Sie haben es gesagt, Emshorn ist ja, ich kenne Emshorn noch als eine Stadt, wo der Bürgermeister ein Bürgermeister war und kein Oberbürgermeister.

Die magische Grenze ist ja zumindest in Schleswig-Holstein 50.000. Und Emshorn will weiter wachsen. Wie weit kann diese Stadt wachsen? Wie viele Einwohner könnte diese Stadt vertragen? Also aus der derzeitigen Sicht, so schön das ja ist, wenn die Leute, das sind wir auch bei Slogan etc. pp., was sie schon genannt haben.

Aus derzeitiger Sicht denke ich tatsächlich, dass wir einen Peak erreicht haben. Weil, was man immer vergisst. Man sieht die Sichtbarkeit über der Erde. Wohnhäuser entstehen, wir sind ja Kaltenweil auch da in der Vorplanung, dass dort neue Wohnsiedlungen entstehen. Wir machen ja vieles. Aber unter der Erde, wie sieht es da aus? Und M.S.R.N.

Ist tatsächlich, bitte jetzt nicht lachen, hatte vor einiger Zeit, schon ein bisschen länger her, den goldenen Goodie-Deckel, den gibt es tatsächlich, das klingt jetzt auch nach extra 3, den goldenen Goodie-Deckel erhalten. Warum? Weil wir eine vorbildliche Kanalisation haben. M.S.R.N. arbeitet sehr eng mit meiner alten Uni Harburg zusammen, was Hochwasserschutz angeht.

Und fährt auch häufig nach Hamburg, um hier mit den Bauingenieuren und Wasseringenieuren zu sprechen. Aktuell ist es aber so, dass wie es vielen Kommunen geht, der Erhalt der Kalasitation, die Aufweitung, denn man kann sich das ja vorstellen, je mehr Anschlüsse dran kommen, wer möchte, dass es in der Toilette hochkommt, das wird leider sehr viel vergessen, sehr häufig vergessen.

Und da sind wir an einer Grenze in vielen Gebieten. Das heißt, wenn wir jetzt beispielsweise Papenhöhe anschließen würden. Da haben wir ja zwei Probleme aktuell. Das gleiche Problem bei Industrieansiedlungen. Heutzutage ist Strom ein Riesenfaktor. Also die Zeiten, wo das alles mal so eben geht, ist ja vorbei.

Verstromung, in welcher Richtung auch immer, ist ein Riesenfaktor. Und halt auch der Anschluss an die Kanalisation. Wir leben ja mit Hebe und Schöpfwerken auch in Emshorn. Entwässerungscreme etc. meinte ich, es ist noch sehr oldschool. Da haben wir auch einen Bedarf. Und da sind wir wieder... Das heißt, solange man das nicht aufgearbeitet hat, kann man gar nicht sagen, und jetzt machen wir nochmal 3.000, 4.000, 5.000 neue Wohnungen. Richtig, das gehört zu weit. Und da sind wir wieder bei den Leitplanken.

Ich bin immer der Meinung, so bin ich aber aufgewachsen, wenn ich mir was nicht leisten kann, dann muss ich gucken, was kann ich mir leisten? Und ich gehe auch nicht in ein Lokal und bestelle mir zehn Gerichte, von denen ich nur drei schaffe. Und das, finde ich, ist die Aufgabe auch eines Oberbürgermeisters, gerade wenn man neu im Amt ist, den Schwung mitzunehmen und sagen, das sind die Wahrheiten.

Auch wenn die Wahrheiten häufig natürlich unbequem sind, aber ich habe im Wahlkampf genau das an den Haustüren und auch im Wahlkampfstand gesagt. Im besten Sinne nichts versprochen, sondern ich habe erläutert, wo ich die Problematik sehe, was auch gut ist in dem Zorn, wo unsere Stärken sind. Da haben wir wieder Sport, Bildung, Kultur.

Miteinander vor allen Dingen in dem Zorn. Das Miteinander finde ich großartig. Ehrenamt ist großartig in dem Zorn. Das sind unsere Stärken und darauf sollten wir uns besinnen, aber zur Wahrheit gehört auch, wir müssen das erledigen, unsere Hausaufgaben machen und das müssen wir jetzt auch gut ein, zwei, drei Jahre machen, bevor wir wieder sagen, was sind die nächsten Schritte?

Weil man muss auch mal zwischendurch die Handbremse reinschlagen und sehen, wo stehen wir denn? Und nicht, dass das, das wäre natürlich jetzt fatal, aber dass man sagt, das Rathaus wird nicht fertig, wir haben toi, toi, toi, keine Baukostensteigerung, wir haben keine Insolvenzen, wir hatten keinen Baustoff.

Aber stellen Sie sich das nochmal vor. Wann ist das Rathaus fertig? Es sieht ja schon relativ weit aus. Drittes Quartal, 2028, ziehen wir ein. Wow, das dauert ja doch, das sieht schon viel weiter aus, ehrlich gesagt. Ja, das liegt daran, das Rathaus wird ja in verschiedene Etappen gebaut. Und wenn Sie auf dem Budermarkt stehen, beim Haus der Technik und rüberblicken, da ist schon das dritte Geschoss, da kommt jetzt das Dach drauf mit der sogenannten Himmelstreppe, wo sie dann hochlaufen, weil es so offen ist, verglast wird und dann zieht man weiter.

Aber alle Gebäudetrakte, das ist ja, ja, alle Gebäudetrakte haben mittlerweile die Bodenplatte. Das heißt, die sogenannten blauen Fässer können weg, wir haben die Flächen neu versiegelt und alle drei Gebäudetrakte haben die Bodenplatte dicht. Also wir merken, drittes Quartal 2028. Wir müssen nämlich, Ich muss Ihnen noch zum Ende die Frage stellen, die ich allen stelle, bin gespannt, was Sie dazu sagen, ich ahne es, aber vielleicht auch nicht, wenn Sie müssten, Sie müssten für einen Tag oder für eine Woche oder meinetwegen für länger, wie Sie mögen, mit einem Ihrer Kollegen aus dem Hamburger Umland oder aus Hamburg tauschen, aus Interesse, einem Tag.

Mit welchem Bürgermeister, mit welcher Bürgermeisterin würden Sie gerne mal tauschen? Das ist tatsächlich eine schwierige Frage, weil das, ich habe schon viel Kontakt mit dem Bürgermeister und Bürgermeistern gehabt, aber dass man so tief drinsteckt, ich glaube, die anderen stecken ja auch in einem Zorn nicht wirklich drin, man hat einen Eindruck, aber wirklich drin zu stecken, das glaube ich, ist erst mal mit dem Amt ist, aber Interesse halber, wo man lernen könnte, ist tatsächlich, würde ich mir in der Münster aussuchen, weil in der Münster sehr ähnlich ist.

Ich sagte ja schon vorhin diesen schlechten Spruch, in der Münster und ich durfte fünf Jahre in der Münster arbeiten, als stellvertretender Schulleiter, stellvertretend Geschäftsführer einer AÖR. Hab da viel gelernt. Meine Familie, väterlicherseits, kommt aus Neumünster. Und ich finde, Neumünster ist genauso ein Hitten-Champion wie ein Zorn. Hat tolle Ecken.

Auch die Innenstadt finde ich nicht so schlimm, in den Großflecken, wie viele sagen. Also ich glaube, ich würde mir Neumünster tauschen. Neumünster. Vielen Dank, dass Sie heute hier waren, lieber Herr Sachs, und viel Erfolg heute Nachmittag mit der Deutschen Bahn. Heide, ich danke Ihnen auch recht herzlich.

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