040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 10

Der Fall Block: Das raffinierte Spiel der Anwälte

Freitag, 4. Juli 2025 · 37 min

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Shownotes

Matthias Iken und Lars Haider tauchen tief in die raffinierten Strategien und Schachzüge der Anwälte ein, die sich mit jedem näher rückenden Prozesstag zuspitzen. Erfahrt aus erster Hand, welche Einblicke ihre aktuellen Recherchen ergeben haben und was hinter den Kulissen dieses aufsehenerregenden Falls passiert.
Doch das ist noch nicht alles! Wir beleuchten außerdem:
• Den Weg von Peter Tschentscher, der auf dem besten Weg ist, Hamburgs längster amtierender Bürgermeister zu werden.
• Die neuesten Entwicklungen rund um den Elbtower, der im Kampf um das Naturkundemuseum plötzlich neue Konkurrenten bekommt.
• Zwei exklusive Treffen mit den bekanntesten Köpfen der FDP.
Seid dabei, wenn "040 Streng vertraulich" die Geheimnisse lüftet und euch die spannendsten Geschichten direkt ins Ohr flüstert.

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Music. Willkommen. Mein Name ist Lars Heider. Wie jede Woche freue ich mich mit meinem lieben Kollegen Matthias Icken in diesem Studio zu sitzen. Komme gerade unter dem direkten Eindruck der 200. Folge von Markus Lanz und Richard David Precht, die ich mir angehört habe und staunte, dass Richard David Precht sagte, bevor das losging, hätte er gar nicht gewusst, was ein Podcast ist.

Lieber Matthias. Erstmal, hallo Matthias. Hallo Lars. Wusstest du, bevor wir angefangen haben, was ein Podcast ist? Ja, das wusste ich schon. Aber dass es 200 Podcasts von Markus Lanz und seinem Kompagnon gab, das wusste ich nicht. Ich habe auch nur einen gehört und den nicht mal ganz. Warum nicht? Ich muss ja zugeben, ich mag denen gern zuhören.

In der aktuellen Folge haben sie sich auch über Geier unterhalten und über Alligatoren und über den Fatalismus in der Gesellschaft. Ich finde, die beiden hören sich ein bisschen zu gerne selber reden. Okay, dann wollen wir, Punkt, dieser Gefahr wollen wir uns nicht aussetzen. Worüber reden wir? Man hatte das Gefühl in der vergangenen Woche, so viel offensichtlich ist es gar nicht passiert in Hamburg, aber es ist viel passiert, was nicht so offensichtlich ist und darüber wollen wir sprechen.

Thema Nummer eins ist der Auftritt von Bürgermeister Peter Tschentscher bei dem Jahresfest der Landespressekonferenz. Das klingt erstmal langweilig, war es auch, der Auftritt war langweilig, aber man kann einiges da rauslesen. Darüber wollen wir sprechen und das vielleicht verbinden mit der für Hamburg schwierigen Situation, dass Carsten Broster ist, anders als wir es vor einer Woche angekündigt haben, wäre falsch gesagt, aber darüber gesprochen haben, ist nicht geschehen. Auch erwartet haben.

Es nicht geschafft hat. So viel Vernunft hätte ich der SPD schon zugetraut. Also nicht geschafft hat als Beisitzer in das SPD-Präsidium. Und Hamburg, muss man sagen, im Moment so ein bisschen lost ist. Darüber sprechen wir. Wir sprechen natürlich über den großen Prozess, der nächste Woche in Hamburg beginnt, wo sich die Enthüllungen, Veröffentlichungen überschlagen.

Es geht um den Prozess gegen Christina Block und man muss es auch sagen, auch gegen Gerhard Delling. Wir beide können da einiges zu sagen und auch wiederum nicht, weil wir tatsächlich ja auch viele Gespräche mit beiden geführt haben. Das ist der zweite Punkt. Der dritte Punkt, da geht es um die FDP. Du und ich, wir haben die beiden Menschen getroffen in der vergangenen Woche, die wahrscheinlich aktuell die bekanntesten Gesichter der FDP sind. Das zeitgleich.

Und wir haben festgestellt, dass Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki sich nicht besonders mögen, offensichtlich. Darüber sprechen wir. Und vierter Punkt, der ewige Punkt. Was ist denn nun mit dem Naturkundemuseum? Was ist denn nun mit dem Elbdauer? Aber da hast du recherchiert und hast neue Informationen.

Also legen wir los. Punkt 1. Jahresfest der Landespressekonferenz. Das muss man erklären. Einmal im Jahr lädt die Landespressekonferenz vor allen Dingen Journalistinnen und Journalisten und Politikerinnen und Politiker ein ins Hotel von Eugen Block, ins Grand-Elysée. Eugen Block lädt ein. Ich glaube, er ist der große Sponsor. Meinst du, dass er das alles bezahlt?

Es gibt ein paar Co-Sponsoren, die stehen ja auch auf der Einladung drauf, aber das ist glaube ich ohne, dass nicht das Elysée den Raum zur Verfügung stellt und das Essen spendiert, kaum denkbar. Kaum denkbar, okay. Und dann ist es so, der Vorsitzende der Landespressekonferenz, Peter Ulrich Mayer, lieber Kollege vom Hamburger Abendblatt, hält eine Ansprache und der Bürgermeister reagiert da drauf.

Und ich bin gespannt, wie du das gesehen hast. Ich fand die, das ist ja so eine Situation für einen Bürgermeister, wo der auch mal ein bisschen locker lassen kann, wo der auch mal lustig sein kann, wo der, und er war erstens sehr ernst, Und ich fand ihn, in Teilen wirkte er so, als würde er die Botschaft aussenden wollen, liebe Journalistinnen und Journalisten, es ist mal an der Zeit, dass ihr vor allen Dingen seht, wie gut diese Stadt regiert wird und was ich für ein toller Bürgermeister bin.

Eine schöne Zusammenfassung. Oder? Hast du das auch so gesehen? Naja, es ist ja ein Phänomen, dass er auf der einen Seite, was man ihm gar nicht zugetraut hat, er ein richtig guter Wahlkämpfer ist, weil er da Schärfe reinbringt, weil er da Klarheit reinbringt, weil er auch Emotion reinbringt. Dass er aber es auch nach vielen Jahren jetzt im Amt, jetzt muss ich mal schnell dem Kopf nachschlagen, sieben Jahre, dass er nach sieben Jahren im Amt als Bürgermeister immer noch nicht die richtige Tonalität gefunden hat, So in kleineren Gruppen oder auch in solchen ja durchaus auch wichtigen Gruppen, wie es Journalisten sind, die passende Rede zu finden.

Das ist echt ein Phänomen. Mir geht es noch um mehr. Er könnte ja angesichts der zwei gewonnenen Wahlen und angesichts der Aussicht, darauf wurde er hingewiesen, wenn er die Legislaturperiode bis zum Ende bringt, ist er der am längsten amtierende Bürgermeister Hamburgs. Vor Olaf Scholz, vor Klaus Fortunani, vor Henning Foscheraus sogar, vor dem legendären Max Brauer, den viele Menschen in Hamburg vor allen Dingen kennen, weil eine lange Straße in Altona nach ihm benannt ist.

Und dass da keine Leichtigkeit einkehrt, sondern eher, wie sagte es jemand, der neben mir steht und dessen Namen, den jeder kennt hier, dessen Namen ich jetzt nicht sagen möchte, eine leichte, nicht nur leichte Mimosenhaftigkeit zutage tritt. Also das Gegenteil von Souveränität. Es ist ja also auch ein schwieriges Binnenverhältnis. Ich glaube, dass er insgesamt von Journalisten nicht allzu viel hält.

Da muss man sagen, das geht vielen Politikern so. Das ist auch teilweise nachvollziehbar, weil Politiker sehr, sehr tief im Stoff drinstecken und dann manchmal auf Journalisten treffen, die doch, sage ich mal, mit einem... Wenn man es übertreibt, noch mit einem Halbwissen agieren, das erklärt eine gewisse Überlegenheit, eine gewisse Arroganz auch.

Aber das die Journalisten spüren zu lassen und die Kritik auch immer zu wiederholen, gerade in so einem eher festlichen, lockeren Rahmen. Ich kann mich da an Reden von Ole von Beuys erinnern. Da waren einfach ein paar Schenkelklopfer drin. Dann kamen irgendwie zwei, drei ernste Punkte, Haken hinter. Auch Olaf Scholz hat da Reden gehalten, die mir jetzt nicht so in Erinnerung geblieben sind, Die aber nicht, und das war ja interessant, ich habe mich bei einigen Aussagen umgeguckt, gerade was du vorhin angesprochen hast.

Und ich habe mehrere Kollegen, aber auch Politiker gesehen, die die Augen verdreht haben. Und das ist nicht unbedingt das, was man als Bürgermeister in einer Rede erreichen sollte. Die Frage ist, ob Peter Schentscher sich auf einem ähnlichen Weg sieht, auf dem anscheinend Olaf Scholz für einige gewesen ist, der dann König Olaf genannt wurde.

Und so ein bisschen diese... Der ja übrigens auch nicht viel von Journalisten hielt. Da muss man sagen, der hat ja auch ein Problem, aber er hat zumindest als Motto gehabt, never complain, also sich nicht beschweren. Und das fand ich, war jetzt auch schon wieder, und wir wissen, das war auch nicht das allererste Mal, es kommt ja immer wieder, dass da Geschichten aufgetischt werden, aber vom Dreivierteljahr dieser Aufmachung oder insgesamt die Arbeit, wo man auch denkt, jetzt lass doch einfach mal locker. Aber.

Ich würde sagen, ich glaube gar nicht, dass es so viel mit Journalisten zu tun hat. Es geht viel tiefer. Ich höre aus dem Hamburger Senat, dass man, auch weil Carsten Broster es eben nicht in den SPD-Vorstand geschafft hat, als einfacher Beisitzer, dass man da niemanden mehr hat. Dass Wolfgang Schmidt, Olaf Scholz, die beiden, die den Ton in der Politik angegeben haben, jetzt eben nicht mehr zur Verfügung stehen, dass der Hamburger Senat merkt, wir müssen uns überlegen, wie wir künftig agieren, auch auf Bundesebene, weil die Hamburger SPD oder die SPD, die aus Hamburg kommt, auf Bundesebene in den vergangenen dreieinhalb Jahren als Besserwisser und als überheblich empfunden wurde.

Aber da muss man sagen, auch nicht ganz zu Unrecht. Nicht zu Unrecht, aber... Guck dir die Zahlen an, da kann auch das Saarland mit stinken und vielleicht Herr Wall in Niedersachsen und dann kommt ganz lange nichts. Und da siehst du halt, dass bei der SPD oft auf Bundesebene, die das Wort führen, die einstellig sind.

Also wenn dann bayerische Sozialdemokraten den Hamburger Sozialdemokraten erklären, wohin die Reise gehen soll, da muss ich auch sagen, um den Bürgermeister mal zu zitieren, Vorsicht an der Bahnsteigkante, das sind vielleicht die falschen Berater. Aber die Idee, die im Hamburger Senat im Moment ist, wie können wir jetzt, nachdem diese Ära Scholz-Schmidt abgeschlossen ist, müssen wir uns, habe ich jetzt von einem Senator gehört, müssen wir uns jetzt wieder ganz hinten anstellen.

So nach dem Motto, ihr Hamburger habt mit eurer Politik euren Bundeskanzler gehabt, nun mal wieder hinten an die Reihe und ob es dann schlau ist, weiter diesen leicht, also leicht diesen Eindruck zu erzeugen, wir wissen sowieso alles besser, wir wissen wie es geht, wir sind die Erfolgeregen, auch wenn du recht hast, das Wahlergebnis war so wie es ist, ist eines der besten Wahlergebnisse der SPD gewesen.

Aber ob das dann klug ist, ist die zweite Frage. Das ist die zweite Frage. Also insgesamt stellt sich immer die Frage, ob es klug ist, wenn man den Leuten erklären muss, im Wahlkampf kann man das machen, wir sind die Großartigsten, aber vor einer Zuhörerschar, die doch, sage ich mal, etwas bunter gemischt ist und wo es auch darum geht, irgendwie nicht zusammenzustehen, da sollte man nicht zu sehr empfiehlt zeigen, dass man sich selber für den Größten hält.

Aber der Eindruck ist auch bei dir. Ja, ich fand es. Hat er bei dir auch hinterlassen. Ja, ja. Also der Eindruck war schon, deshalb gucke ich mich auch immer gerne um. Ich setze mich dann auch immer gerne, ich habe ja an einem der Tische gesessen, habe mich dann aber bewusst mit dem Rücken hingesetzt.

Dann konnte ich nämlich immer so ein bisschen mich umschauen und wie gesagt, wenn gestandene Politiker, also auch die auf dem Berliner Parkett, sage ich mal, sehr profiliert sind, die Augen verdrehen, dann zeigt das schon, war das eine Rede, die so ein bisschen daneben ging. Man könnte jetzt auch sagen, dass der Altbürgermeister Ole von Beust gar nicht, wusste ich gar nicht, dass er in diesem Jahr 70 geworden ist, hatte ich nicht mehr drauf, sieht nicht aus wie 70, aber während der Rede seines, nach Nachfolgers den Raum verlassen hat.

Aber das macht man ja nicht. Und ich muss auch zugeben, auch ich bin während dieser Rede einmal kurz auf Toilette gegangen. Was machst du nicht, wenn es einem fesselt? Also Haken hinter trotzdem. Meine These, Hamburg muss so ein bisschen aufpassen, dass dieser durch Olaf Scholz natürlich auch und durch Wolfgang Schmidt.

Erzeugte Ruf als die, das sind die Besserwisser, dass sich das nicht jetzt weiterträgt, sondern dass man auch ein bisschen stolz ist auf das, was diese Stadt hat und stolz ist auf das, was die SPD hier erreicht, aber eben nicht überheblich wird. Ja, ein Satz dazu, das finde ich wichtig, auch weil du die Brücke nach Berlin geschlagen hast.

Ich halte das sogar für den zentralen Mindset, die zentrale Herangehensweise. Du musst dich mit Menschen umgeben, die kritische Fragen stellen. Du musst dich von Leuten auch beraten lassen, die immer wieder pieksen, weil nur dann wirst du richtig gut. Wenn du dich mit Ja-Sagern umgibst und in diesem Gefühl, wir sind die Allerbesten, endest du da, wo übrigens auch der Kanzler Olaf Scholz am Ende geendet ist, nämlich bei 15 Prozent oder zumindest in der Opposition.

Und da muss man sagen, es war ja auch bei diesem Fest der ehemalige Sprecher des Senats, also der direkte Sprecher von Peter Tschentschner da, Marcel Schweizer, der ja, ich glaube das verdichtet sich jetzt am Ende, diesen Posten aufgegeben hat, weil er es eben mit all dem, was wir gesprochen haben, nicht mehr ausgehalten hat und jetzt ein neuer Senatssprecher ist.

Bin gespannt, wie das mit dem weitergeht. Aber der scheint da ja aktuell mehr auf der Linie des Bürgermeisters zu sein. Und ich glaube, die Linie ist einfach, so wie ich es mache, machen wir es. Und da gibt es tatsächlich, das ist eine interessante These, können wir uns im nächsten Mal nochmal angucken.

Wer ist eigentlich derjenige, der dem Bürgermeister auch mal widerspricht? Das war ja bei Olaf Scholz, glaube ich, schon das Problem. Vielleicht wird es das bei Peter Tschentscher auch. Das ist bei Olaf Scholz, muss man sagen, immer mehr zum Problem geworden. Am Anfang war er sehr, sehr offen für Gegenargumente, auch für Kritik.

Und dieser, also das ist wahrscheinlich auch menschlich, wenn man lange in machtvollen Positionen sitzt, dann ist es automatisch, dass am Ende da am Hofe auch alle klatschen und irgendwie sagen großartig. Deshalb spricht auch einiges dafür, dass man nicht zu lange in diesen Jobs verharrt. Aber das ist bei beiden, finde ich, auffällig.

Auch bei Peter Tschentscher. Auch der hatte durchaus, glaube ich mal, ein höheres Maß an Selbstkritik. Punkt. Thema Nummer zwei, das Thema, was man merkt, dass es ein großes Thema werden wird. In der nächsten Woche beginnt der Prozess gegen Christina Block und andere Angeklagte. Am Ende sind es sieben.

Man muss den Fall, glaube ich, nicht großartig erzählen. Die meisten kennen ihn. Wenn ich ihn von Anfang bis Ende erzählen würde, würde es die Zeit weit überschreiten. Es geht unter anderem um den Vorwurf der Kindesentführung, es ist Kindesentziehung. Es geht um den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung. Wenn man alle Anklagepunkte zusammennimmt, kann das bestraft werden mit bis zu zehn Jahren Haft.

Und es dringen jetzt immer mehr Informationen aus dieser Anklage hervor, wobei man einmal sagen muss, die Klageschrift, normalerweise geht sie den Prozessbeteiligten zu. Das heißt, es ist das Gericht, das sind die Staatsanwälte und das sind die Verteidiger der beiden Rechtsanwälte der beiden Seiten. Das heißt, wenn jetzt Journalistinnen und Journalisten, Zeitung, Fernsehsender darüber berichten, dann hat einer von den beiden, einer von diesen Parteien, in der Regel die Anwälte, diese Klageschrift weitergeleitet.

Das ist die psychologische Kriegsführung vor Verhandlungsbeginn. Und da muss man sagen, hat eine Seite schon relativ viel Territorium gewonnen. Und dann fragt man sich natürlich, wer hat ein Interesse daran, so eine Klageschrift an die Medien durchzustecken. Das ist natürlich derjenige, der in dieser Klageschrift besser aussieht oder denkt, dass der andere schlecht aussieht.

Und nach all dem, was man so liest, muss man sagen, die Vorwürfe und auch anscheinend die Indizien bis hin zu den Beweisen, die dort aufgeführt werden, gegen Christina Block, sind für mich sind sie nach all dem, was ich so lese, ziemlich erschütternd. Ja, ich glaube, das ist die richtige Beschreibung.

Nun gilt für jeden die Unschuldsvermutung, auch natürlich für Sie. Aber wenn man sich die ganzen Details anschaut, anhört, die jetzt so in den letzten Monaten herausgekommen sind, dann fühle ich mich persönlich an die Geschichte von Michael Kohlhaas erinnert. Jemand, der ja quasi Unrecht geschehen ist und daraufhin quasi selber das Recht, also sehr, sehr krass verletzt.

Und das ist ja letztlich auch so ein bisschen die Aufstellung, was man jetzt gerne übersieht in diesem Fall ist, dass ja die Kinder eigentlich von ihrem geschiedenen Ehemann damals nach Dänemark entführt worden sind. Sie hatte das Sorgerecht, die Kinder waren auf Sylt und plötzlich waren sie bei ihm in Dänemark.

Wo man wissen muss, Dänemark liefert halt quasi die Kinder nicht aus, weil man sich nicht an die europäischen Regeln da gebunden fühlt. Da hat man quasi sich eine Ausnahme gezimmert. Und das ist natürlich schon für eine Mutter, du hast es damals ja auch, wie wir alle kommentiert, erstmal glaube ich das Schlimmste, was einem passiert. Natürlich.

Dann aber natürlich, und darauf deuten ja alle Indizien hin, Viel, viel Geld dafür auszugeben, ehemalige Geheimdienstleute, ehemalige LKA-Beamte mit einem ja nun wirklich nach jedem normalen Rechtsempfinden illegalen Unternehmen zu beauftragen, das zeigt halt schon, dass da die Verletztheit am Ende auch so ein bisschen wohl in Wut übergegangen ist.

Das müssen jetzt alles die Gerichte klären, aber von der Papierform sieht es derzeit nicht gut aus. Und dazu kommt ja immer, wir haben viel recherchiert, wir haben viel mit der Familie, mit dem Umfeld der Familie gesprochen und immer und immer wieder, was am Ende immer rauskam war, Achtung, Achtung, wir haben mit der ganzen Sache nichts zu tun.

Also so ins Gesicht gesagt, dir ins Gesicht gesagt, mir ins Gesicht gesagt, Reportern, wir haben mit der ganzen Sache nichts zu tun. Es ging dann immer durchaus so weit, dass ein Komplott vermutet wird, ein Zusammengehen, Hamburger Staatsanwaltschaft, Gerichte. Und das werden die ja auch in anderen Bereichen genauso gesagt haben.

Wenn man die ganze Zeit sagt, wir haben damit nichts zu tun und am Ende stellt sich dann doch raus, dann wird das nicht dazu führen, dass ein Gericht sagt, ach, verstehen wir alles, was davor, das muss man mit einbeziehen, was davor geschehen ist, aber es rechtfertigt natürlich nicht, wie immer im Leben, es rechtfertigt natürlich nicht, wenn dir Unrecht verpasst, dass du das selber in die Hand nimmst. Es ist leider, doch, es ist so.

Ja, und man muss ehrlich sagen, Also mir tun alle Beteiligten, vor allen Dingen die Kinder, auch extrem leid. Jetzt gibt es ja auch irgendwie offenbar die Aussage der Tochter, die gegen ihren Willen dann entführt wurde aus Dänemark. Das möchte man keiner Familie. Also so schlimm wie der Rosenkrieg vielleicht auch war und der Streit um das quasi Sorgerecht.

So etwas kann man eigentlich keinem wünschen und mir tun alle Beteiligten einfach nur leid. Was ich nicht verstehe, da sind ja auch ganz, ganz viele Anwälte beschäftigt gerade. Man sieht auch, wie geschickt die zum Teil taktieren. Wir erleben das aus eigener Erfahrung natürlich, dass dann also Medien, von denen man glaubt, dass sie so berichten, wie man sich das wünscht, werden bestimmte Informationen zugespielt.

Wir können das aus eigener, ich umschreibe es mal, auch wir haben natürlich ein Interesse daran, einmal in diese Klageschrift reinzugucken. Aber wir gehörten nicht zu diesem Kreis. Offensichtlich, weil derjenige, der uns die zuspielen wollte, dann gedacht hat, naja, vielleicht fragen die bei der Gegenseite dann doch nochmal nach und berichten das nicht eins zu eins, wie das da drin steht.

Also was ja auch eine gute, vielleicht eine ganz gute Sache ist. Also es ist schon so breit gestreut, diese Anklageschrift, dass ich auch sagen muss, puh, Holla die Waldfee. Also es ist klar, dass ein Medium berichtet. Auch das finde ich, es gibt ein öffentliches Interesse daran Und darüber zu schreiben, finde ich völlig legitim.

Aber man muss halt als Medium auch immer wissen, dass man Teil eines Informationskrieges ist. Und da gilt ja die alte Frage, die wir uns ja eh immer stellen, Cui Bono, wem zu Nutze? Und diese Frage, finde ich, kann man auch nochmal so insgesamt branchenübergreifend stellen. Also, na klar, die Diskussion haben wir ja auch geführt mit allen Beteiligten, das uns dann ja zum Teil vorgeworfen wurde, als Hamburger Amt hat, warum, wenn es ein Vorwurf kommt von der Seite A, warum sprecht ihr mit der Seite B?

Und das ist das normale Vorgehen. Das normale Verfahren, ja. Und da gab es dann wenig Verständnis für. Was ich mich frage, die Blocks haben ja mit Ottmar Kuri einen hocherfahrenen, einen hocherfahrenen Verteidiger, Strafverteidiger. Ähm... Hat er nicht gesehen, in was er da reinläuft? Wusste er das alles nicht?

Denn wenn auch nur Bruchteile dessen stimmen, was in der Klageschrift zu stehen scheint. Erstens gibt es ein Problem und die zweite Frage, die über allem schwebt, wer bitte soll denn diese Entführung sonst in Auftrag gegeben haben, wenn nicht jemand aus der Familie Block oder zwischendurch haben mir dann Hamburger Unternehmer gesagt, naja, die haben auch gute Freunde, da hat bestimmt mal ein Freund das in Auftrag gegeben.

Halte ich jetzt erstmal so gesunder Menschenverstand für schwierig. Kommt ja hinzu, dass... Das ist ja, also muss man sagen, Körperverletzung, Kindesentziehung, also da kommt ja schon sowas zusammen. Das ist jetzt kein Freundschaftsdienst. Ich würde für dich auch einige Freundschaftsdienste machen, aber so weit...

Sag ich gleich, wird es nicht gehen. Das ist schon ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Und weil du die Frage ja gestellt hast, also klar, das sind erfahrene Anwälte. Also wenn dann nicht in diesem Prozess plötzlich eine große Überraschung kommt, nämlich die Erschütterung dieser Vorwürfe, dann muss man ganz klar sagen, hat die eine Seite wirklich hochgewonnen.

Und dann fand ich, also erstmal noch richtig und erstmal interessant, auch übrigens Freundschaftsdienst. Es gibt ja sozusagen jetzt die Verteidigungsstrategie der Blocks ist, dass Christina Block, Dann ein Handy in ihrer Tasche gefunden hat, auf diesem Handy war eine Nachricht, kommen sie nach Süddeutschland, da sind ihre Kinder in Pforzheim, da hat sie den Kinder entgegen genommen und es gibt die Verteidigungsstrategie zu sagen, das hat alles die Mutter, die in der Zwischenzeit verstorben ist, Christa Block, Ehefrau von Eugenblock, die hat das in Auftrag gegeben und hat deswegen auch 120.000 Euro von der Bank abgehoben und hat 220.000 Euro in Bar bezahlt.

Da haben wir jetzt mal recherchiert und haben mal Leute gefragt, die sich damit auskennen, was kostet so ein Einsatz eigentlich? Was kostet eigentlich, wenn man dann so vermeintlich, das stellt sich auch die Frage, ob das ehemalige Mossad-Agenten sind. Es gibt Recherchen, wo man mit tatsächlich ehemaligen Mossad-Agenten gesprochen hat und die haben gesagt, naja, Entschuldigung, so dilettantisch hätten wir das nicht gemacht.

Anderes Thema. Aber da ist man schnell im siebenstelligen Bereich und vielleicht auch im höheren siebenstelligen Bereich. Das heißt, es geht nicht um 120.000 Euro, es geht da auch um Millionen, die irgendwie geflossen sein sollen. Was ich höre, ist das eines der interessanten Punkte und kann dann vielleicht den Blogs auch helfen.

Offensichtlich sind diese Geldflüsse, also wo ist dieses Geld geflossen, das ist nirgendwo gefunden worden. Es wird in bar gewesen sein, aber sie finden es nicht. Das zumindest sagt ja, dass man da eine gewisse Professionalität hatte. Aber du hast natürlich einen Punkt angesprochen. Das war schon irgendwie ein ganzes Unternehmen, was irgendwie ziemlich dilettantisch aussah.

Also auch ohne Not den Vater der Kinder quasi niederzuschlagen, zu verletzen, sodass ja die beiden Kinder Angst hatten, was ist mit Papa? Das ist ja auch nochmal eine Dimension. Also egal, wie ich quasi vielleicht den ehemaligen Partner noch mag. Den Kindern das Gefühl zu geben, dass sie unter Umständen gerade ihren Vater verloren haben, zeigt ja also, dass da offenbar das Unternehmen völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Und ich kann es mir auch nicht vorstellen, dass wenn du genau, wie du es eben gesagt hast, da Profis ranlässt, dass es da irgendwie so krachledern zugehen muss. Und du weißt ja auch in dem Moment als Kind nicht, was ist das? Genau. Du weißt ja nicht, ach guck mal, das hat jetzt bestimmt Mama einen Auftrag gegeben.

Und selbst wenn dir in dem Moment, wir wissen nicht, ob es so ist, aber selbst wenn dir jemand sagt, das hat deine Mutter einen Auftrag gegeben, was denkst du denn dann über deine Mutter? Also wir gucken uns das Ganze an. Es sind glaube ich 37 Verhandlungstage angesetzt. Das Ganze ist öffentlich, wo man auch darüber streiten kann, ob das vernünftig ist, dass das öffentlich ist für das Wohl der Kinder.

Offensichtlich aber wünscht sich das auch die Seite von Stefan Hänsel. Das ist ja die Seite, also der Ex-Mann von Christina Block. Und wir gucken uns das Ganze an. Es endet kurz vor Weihnachten. Also auch da finde ich, das finde ich nochmal wichtig. Also ich finde beide Seiten haben sich in diesem ganzen Verfahren nicht mit Ruhm bekleckert.

Auch die andere Seite, die natürlich jetzt erstmal Opfer ist. Hat einen gewissen Hang zur Inszenierung. Und auch das ist nicht im Interesse der Familie, erst recht nicht im Interesse der Kinder. Es geht verdammt nochmal wirklich um die Kinder. Und da sollten beide Seiten nach dem, was sie schon an Ulhalle angerichtet hatten, sich eigentlich zurückziehen und sagen, jetzt geht es darum, die maximal abzuschirmen und auf die Idee zu kommen, das ist jetzt meine Sicht als Vater, so etwas zu einem öffentlichen Tribunal zu machen, das finde ich mit Verlaub abstoßend.

Dazu ist alles gesagt. Wir werden wahrscheinlich die nächsten Wochen und Monate noch häufiger darüber sprechen. In der vergangenen Woche hat sich Folgendes Interessantes zugetragen. Wolfgang Kubicki hat ein neues Buch geschrieben. Hast du es schon gelesen? Ich habe es gelesen. Es ist 135 Seiten. Also genau.

Also es ist ein Buch. Sagte Frau Schrapp-Zimmermann auch gleich. Das hat man schnell durch. Also die Geschichte geht so. Ich war am Mittwoch bei Wolfgang Kubicki in Berlin und habe dieses Buch zusammen mit Armin Laschet vorgestellt. Und zeitgleich, das war lustig, hattest du hier ein Hintergrundgespräch mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Und wir trafen uns so auf halbem Wege und ich erzählte ihm, ich erzählte ihr, also ich gehe jetzt gleich zu Herrn Kubicki, deshalb kann ich bei dem Gespräch nicht dabei sein, haben sie schon sein Buch gelesen und sie sagte, nein, was steht denn drin? Und ich sagte, naja, guck mal, wer eigentlich an dieser ganzen schlechten Lage Deutschlands schuld ist.

Und es sind in dieser Reihenfolge die SPD, die Grünen, insbesondere Robert Habeck, die Journalisten, insbesondere die Hauptstadtpresse, die Eliten des Landes, der Bundespräsident. Ein bisschen Angela Merkel, ein ganz klein wenig die CDU und Christian Lindner hat auch nicht alles richtig gemacht. Und dann sah man schon, wie der Kamm schwoll und sie sagte dann nur, na ich mag es nicht so gerne nach hinten zu gucken, ich gucke nach vorne.

Und dann ging sie zu dir und man erzählte sich, sie war da schon auf Betriebstemperatur, was Wolfgang Kubicki anging. Nun wird ja aus Hintergründen nicht so viel erzählt, aber man merkt deutlich, dass die FDP, obwohl sie so eine kleine Partei ist, eigentlich aus zwei Parteien besteht. Und da kann man glaube ich ganz gut sagen, die eine Partei nennt sich Strack-Zimmermann und die andere Kubicki.

Und ich weiß gar nicht, wie die beiden zusammenfinden wollen, weil die große Herausforderung heißt ja jetzt, die FDP irgendwie wieder auf über 5% zu hieven. Und da, und das ist der Unterschied zu 2013 fortfolgende, damals war es auch Kubicki, muss man sagen, und Christian Lindner. Die beiden sind sich aber deutlich näher als Maria Agnes Strack-Zimmermann und Wolfgang Kubicki.

Gut, es gibt noch Christian Dürr, Aber insgesamt das Unterfangen wie Wiederauferstehung 2.0 ist extrem schwierig. Wobei man sagen muss, ich habe natürlich dann Wolfgang Kubicki auf diese Reaktion von Frau Strack-Zimmer mal angesprochen und er grinste nur und eine seiner Thesen in dem Buch ist ja. Was du dazu sagst, die FDP ist daran gescheitert, erstens.

Dass sie in der Ampel nicht zu wenig verändert hat, nicht zu viel verändert hat, Entschuldigung, sie hat in der Ampel nicht zu viel verändert, sondern zu wenig und er sagt, sie sind daran gescheitert, dass wir versucht haben, die Partei zu einen. Die FDP müsste aber eigentlich immer im Mittelpunkt ihres Schaffens den Widerspruch haben und den Konflikt und den hätte halt Christian Lindner viel zu klein gehalten.

Da würde ich sagen, dann ist ja dieses Aufeinanderknallen von Kubicki und Strack-Zimmermann genau das, was Wolfgang Kubicki möchte. Ja, das ist natürlich eine Theorie, die wunderbar funktioniert bei 10 Prozent, die du auch als Volkspartei wunderbar machen kannst. Also ich glaube sogar, dass es der CDU und der SPD immer genützt hat, dass sie verschiedene Flügel hat, weil das binden die Leute zusammen.

Nur eine Partei, die in Umfragen bei 3 Prozent steht, die ist glaube ich nicht so klug beraten, diese 3 Prozent noch auf 2, 1,5 Prozent große Türme zu verlagern. Also da möchte man schon wissen, ja, wofür steht die Partei denn? Und das ist ja genau das Problem, dass viele Leute am Ende nicht mehr wussten, warum habe ich eigentlich FDP gewählt?

Die haben teilweise FDP gewählt, gerade im Jahr 2021, weil das die Partei war. Da war übrigens, muss man sagen, Wolfgang Kubicki auch eine Ikone fast dieser Bewegung. Die Corona, die ganzen Corona-Maßnahmen, von denen wir heute wissen, dass viele übertrieben waren, als einzige Partei nicht kritisiert haben.

Und zwar als Rechtsstaatspartei und nicht als irgendwie Wissen gegen alles, dann habe ich hin und wieder auch mal einen Treffer. Sie haben es kritisiert, wollte ich sagen. Ja genau, das war die FDP. Das war die FDP-Mission. 2017 war die Mission. Wir kritisieren als demokratische Partei die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel.

Das waren die beiden Erfolgsgeschichten, die die FDP stark gemacht haben. Heute hätte ich dann schon, also ich kann mir schlechterdings nicht vorstellen, dass Frau Strack-Zimmermann Zum Beispiel den Merkelschen Kurs so vehement kritisieren würde, wie Kubicki und Lindner es getan haben. Und da ist dann wahrscheinlich der FDP-Wähler auch ein bisschen ratlos, weil er gar nicht weiß, welche dieser beiden FDP'en bekomme ich denn, wenn ich meine Stimme dieser Partei gebe.

Und da interessanterweise hast du die beiden Punkte angesprochen, die auch Wolfgang Kubicki wichtig sind, nicht nur im Gespräch, sondern auch im Buch. Er sagt nämlich, wir haben uns zu wenig damit beschäftigt, warum wir bei diesen beiden Wahlen so erfolgreich waren. Das waren diese beiden Punkte und das gab es halt jetzt bei der Wahl 20 in diesem Jahr überhaupt nicht.

Interessant übrigens, ich fragte dann Armin Laschet, ob man denn in der CDU, die ja früher der natürliche Partner der FDP war, über die FDP noch sprechen würde und er machte so eine ganz lange Pause. Und sagte dann, nee. Worauf Wolfgang Bicke sagte, ja wir reden auch in der FDP nicht über die CDU. Und man merkt aber in dem Moment, verfängt halt nicht. Weil die einen sitzen im Bundestag, die sitzen in der Bundesregierung und die anderen sind bei 3%.

Und man fragt sich, was soll genau passieren, damit aus diesen 3% wieder 5 oder 6% werden. Wolfgang Bicke hat ja auch gesagt, dass in dem Moment, als man im Bundestag es nicht mehr geschafft hat, diese Verschärfung der Migrationsregeln durchzusetzen mit der FDP. Ihm klar war, dass... Genau, das war der 31. Januar, er sagte da was Thema erledigt.

Und auch da glaube ich nicht, dass, sage ich mal, der Flügelstrack-Zimmermann, jetzt in vorderster Front da mitgegangen wäre. Das ist ganz interessant. Sie hat zum Beispiel auch gesagt, also man müsse die Zeit nicht nur so negativ sehen, der Ampel. Es wäre ja auch viel erreicht worden. Angefangen irgendwie zum Beispiel bei der Liberalisierung des Abtreibungsrechts mit der Werbung, Paragraph 219 ist das glaube ich, nicht 218.

Und das sind natürlich so Punkte, da denke ich so, die, die damals die FDP gewählt haben, weil sie irgendwie Merkel komisch fanden und die die Corona-Politik komisch fanden, haben sich jetzt nicht unbedingt gewünscht, die Liberalisierung beim Abtreibungsrecht, die Liberalisierung von Cannabis oder irgendwie die monatliche Wahl oder nicht die jährliche Wahl eines Geschlechts.

Worauf ich mich übrigens noch freue ist, weil das hat, glaube ich, noch keiner so richtig diskutiert. Sie wollen ja jetzt zumindest alle männlichen Bürger, das ist ja eine Möglichkeit, die die SPD sich vorstellen kann, mustern. Stimmt. Da bin ich mal gespannt, wenn du mit einem einfachen Verwaltungsakt dein Geschlecht ändern kannst. Brauchst du nicht mehr verweigern.

Also viel einfacher geht es gar nicht, um dich dem Wehrdienst zu entziehen. Da zeigt sich einmal mehr, was das für eine Gaga-Entscheidung war, die Ampel da getroffen hat. Du hast recht, das habe ich noch gar nicht. Lass uns das, wir recherchieren das mal in der nächsten Woche und sprechen dann am Ende der nächsten Woche mal darüber, weil das ist wirklich ein, das ist klar, du kannst ja mit einem einfach, du kannst ja heute, morgen kannst du hingehen und sagen, Achtung, ich bin jetzt eine Frau. Ja.

Ja, Punkt, für ein Jahr zumindest. Vor allem, dann kannst du dich ja wieder, genau. Du wartest halt so lange, bis du dann quasi nicht mehr gezogen werden kannst. Also das zeigt halt, dass wir uns wirklich so weit von der Realität in dieser Welt entfernt haben und hier in Herausforderungen, dass wir halt ganz viel wieder einsammeln müssen.

Und das halt als Erfolg zu verstehen, finde ich legitim. Das kann man so sehen, aber da wird man mindestens die Hälfte der FDP-Wähler verlieren. Und es gibt halt, und das haben Lindner und Kubicki halt gefördert, eher einen stärkeren nationalliberalen Flügel. Und die gehen natürlich da nicht mehr mit.

Punkt. Interessant. Nächste Woche mehr dazu. Noch schnell Naturkundemuseum, das verfolgt uns, begleitet uns in diesem Podcast zurecht. Hintergrund, der Elbtauer nur zur Hälfte fertig. Ich habe diese Woche mit Andreas Kleinau gesprochen und dem Chef der HafenCity GmbH. Der sagt, so wie er jetzt ist, wird er auf keinen Fall bleiben, der Elbtauer. Das könnte er sagen.

Dann würde ich mir anschließen. Ja, aber das letzte Manöver in der Seglersprache wäre ein Abriss. Das Naturkundemuseum ist so ein bisschen die Hoffnung, dass die Stadt sich entscheidet, dass das Naturkundemuseum der große Mieter im Apptower wird und dann ein Bauherr sagt, jawohl, dann baue ich das Ding.

Nun hast du aber recherchiert und festgestellt, das Naturkundemuseum muss nicht zwangsläufig in den Apptower einziehen, richtig? Nein, natürlich nicht. Also das war vorher schon klar. Das Lustige ist halt nur, dass man natürlich mal hinterfragen muss, wie realistisch sind eigentlich diese verschiedenen Optionen.

Dass du erstmal, um auch deine Verhandlungsposition gegenüber Dieter Becken, der jetzt ja als Investor, als einziger noch mit dem Insolvenzverwalter verhandelt, um diese Position zu verbessern, musst du ja sagen, ich muss da nicht rein. Weil wenn Dieter Becken weiß, die Stadt muss da rein, dann habe ich bessere Bedingungen, wenn es um Mieten geht, als wenn die Stadt sagen kann, du, ich kann auch zum Beispiel, und das ist ja das Interessante, in andere leerstehende Immobilien gehen. Und die gibt es ja.

Es gibt halt zwei sehr, sehr große, es gibt sogar noch ein paar mehr, aber zwei, die von der Größe problemlos Naturkundemuseum auch inklusive Büro, Labor und auch. Materialsammlung aufnehmen könnten. Das ist einerseits das Gruner- und Jahrgebäude. Am Baumball. Also das ehemalige Verlagsgebäude. Ein tolles Haus.

Was jetzt, was ich höre, komplett entkernt wird und was dann hinterher nicht wieder zu erkennen sein wird, von innen, weil von innen war es schwierig, aber die Lage und die ganze Architektur von außen ist natürlich fantastisch. Naja, sie ist unter Denkmalschutz. Also komplett entkernt wirst du das nicht können. Sie dürfen wahrscheinlich...

Ich habe diese Schachtelbüros und sowas. Genau, die Büros, die verschachtelten, Die werden schwer wieder zu befüllen sein, aber du hast zum Beispiel so Techniketagen, du kannst also relativ einfach hohe Räume schaffen, indem du da ein bisschen rangehst, da ist man auch relativ weit. Der Investor Tischmann hatte ja ursprünglich vorgesehen, da so eine tollen Markthalle zur Michelwiese hin zu integrieren. Sieht total spannend aus.

Andererseits wissen wir beide, Markthallen sind jetzt auch nicht so rasend erfolgreich, dass sie die Mieten zahlen können, die sich natürlich ein Vermieter wünschen würde. Da wäre so ein Naturkundemuseum sicher besser. Die andere Option, die halt ernsthaft geprüft wird, ist das ehemalige Generali-Gebäude.

Das ist am Besenbinderhof, das heißt Besenbinderhof-Ensemble. Das wird gerade auch umgebaut und da kann man auch richtig was unterbringen. Liegt auch, muss man sagen, auf der einen Seite strategisch sehr, sehr gut, hat nur das kleine Manko, dass man da wirklich an den Junkies vorbei muss, was ja ein zunehmendes Problem in der Stadt ist.

Es wird jetzt auch schon von großen, überregionalen Zeitungen besungen. Da muss Hamburg ein bisschen aufpassen, dass es nicht wieder irgendwie quasi den Ruf bekommt einer Stadt, in der alles erlaubt ist. Und das sind so die beiden großen Optionen. Die dritte ist ein Neubau, das prüfen sie auch noch. Das haben sie uns ja damals schon vor drei Jahren stolz präsentiert mit der Pressekonferenz. Baufeld 51 in der HafenCity, unweit des jetzigen Überseegquartiers.

Da sollte ein Neubau hin. Ich habe jetzt mit Leuten gesprochen, die sagen, wenn wir da das bauen, was wir ursprünglich mal geplant haben, dann sind wir bald bei einer Milliarde. Und das kann man, glaube ich, als die unwahrscheinlichste aller Optionen streichen. Wir bleiben dran. Wir sagen vielen Dank fürs Zuhören.

Diese Woche ist noch ungefähr, was sagen wir, ziemlich genau 195 Folgen bis zur 200. Genau, dann laden wir aber die beiden ein. Dann laden wir die beiden ein. Alles klar. Schöne Woche. Tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.

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