040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 38

Der Fall Stefan Kuntz und das große Rätsel

Freitag, 16. Januar 2026 · 30 min

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Shownotes

Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „040“. Was erst nach der konsequenten Entscheidung eines Top-Managers aussah, der für seine Familie da sein wollte, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein Fall mit vielen Fragezeichen: Matthias Iken und Lars Haider analysieren heute noch einmal den überraschenden Abschied von HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz und sprechen über ein Detail, das bisher niemand so recht versteht. Steckt hinter dem Rückzug vielleicht doch etwas ganz anderes?
Doch nicht nur im Volkspark gibt es Gesprächsstoff. Wir blicken auf die konkreter werdenden Pläne für eine Badestelle in der Alster und diskutieren über die Elbphilharmonie: Sollte der Besuch der Plaza in Zukunft wirklich Eintritt kosten? Während die einen darin eine notwendige Maßnahme sehen, finden andere den Gedanken für Hamburgs Wahrzeichen völlig unangemessen. Zum Abschluss wird es festlich: Zwei besondere Männer der Stadt haben Grund zum Feiern – und einer von ihnen hat das bereits so ausgiebig getan, dass es eine eigene Erwähnung wert ist.

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Willkommen. Mein Name ist Lars Heider und auf der anderen Seite sitzt nämlich folgender Mann Matthias Eken. Sehr gut, lieber Matthias. Schön, dass wir uns an diesem Freitag wieder zusammenschalten. Es gibt wieder viele Themen. Ich werde sie in altbewährter Weise einmal vortragen. Wir müssen nochmal Thema Nummer eins über den Fall Kunz sprechen. Fall Stefan Kunz.

Ich mag ja diesen Begriff Fall eigentlich nicht, weil er zu oft verwendet wird. Für irgendwelche Dinge, die ganz normal sind. In diesem Fall stimmt das und wir werden gleich darüber sprechen müssen, dass meine Einschätzung von vor einer Woche in Sachen Stefan Kunz völlig falsch war. Das aber ein großes, großes Rätsel bleibt in diesem Fall. Darüber gleich mehr.

Thema Nummer zwei, die Schwimmstelle, nenne ich sie mal in der Alster, kommt wohl voran. Da ist in dieser Woche eine wichtige Vorentscheidung getroffen. Da bist du der Experte und ich bin gespannt, ob wir beide dieses Jahr noch in der Alster werden schwimmen können. Okay, nicht gleich alles wegnehmen, das wäre Thema Nummer zwei gewesen.

Thema Nummer drei, natürlich ein kurzes Update zum Blog-Prozess. Da ist ja diese Woche ein Termin ausgefallen und bei dem anderen gab es einen interessanten Auftritt eines ehemaligen Hoteldirektors. Thema Nummer vier kommt das Eintrittsgeld für die Plaza der Elbphilharmonie. Das ist hoch umstritten. Unser lieber Kollege Joachim Mischke hat schon einen flammenden Appell dagegen geschrieben.

Ich würde mich interessieren, wie wahrscheinlich das ist und dann reden wir. Thema Nummer 4 und 4a. Einmal über 50 Jahre Corny Littmann und einmal über 60 Jahre Peter Tschentscher. Der eine hat schon groß gefeiert, nämlich 50 Jahre auf der Bühne. Der andere wird, glaube ich, gar nicht so groß feiern, wird aber tatsächlich unser aller Bürgermeister.

In der nächsten Woche wird er 60 Jahre alt. So, einverstanden? Ich bin einverstanden. Der Fall Kunst, da muss ich ja sagen, in der vergangenen Woche hatten wir einen anderen Stand, als wir darüber sprachen. Und ich war wirklich als jemand, der ihn ein paar Mal getroffen hat, davon ausgegangen, dass dieser Mensch, den ich als Familienmensch wirklich erlebt habe, auch aus familiären Gründen geht.

Sowas denkt man ja immer, wenn so eine Trennung plötzlich geschieht, denkt man gesundheitliche Gründe oder familiäre Gründe. Das klang auch plausibel. Ich bin nicht der HSV-Expert, aber erstmal war die Geschichte, die da aufgetischt wurde, natürlich auch im Interesse beider Seiten. Weil weder Steffen Kunst noch dem HSV war daran gelegen, dass das, was jetzt rausgekommen ist, an die Öffentlichkeit ringt.

Und da sind wir jetzt schon bei dem großen Rätsel. Ich würde noch mal eins rücken, wenn ich gesagt habe, muss man jetzt jedes Mal, wenn man liest irgendwo, jemand ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten oder aus persönlichen oder familiären Gründen, muss man dann immer sozusagen dieses Thema sexuelle Missbrauch, sexuelle Belästigung mitdenken?

Nein, zumindest sollte man sich immer die Frage stellen, ob das, was auf den ersten Blick plausibel klingt, es in Wirklichkeit auch ist. Also das war nicht der erste Abschied, bei dem gelogen wurde und es wird auch nicht der letzte Abschied sein, weil gelogen wird. Weil es geht natürlich immer beiden Seiten darum, ja eigentlich einen Schaden zu wenden.

Und da in den meisten Fällen ja auch nicht die ganze Wahrheit nach außen dringt, klappt das auch. Aber in diesem Fall war es nun halt so, dass sich da wirklich konkret Opfer, in Anführungsstrichen, also Frauen, die sagen, ich bin halt quasi ein Opfer eines Übergriffs da geworden, einer Übergrifflichkeit, dass die sich dann offenbar auch an die Öffentlichkeit gewendet haben.

Und da kommt jetzt der, finde ich, entscheidende und ein bisschen für mich rätselhafte Punkt. Die Bild-Zeitung hat dann darüber berichtet, dass hinter der Trennung des Sportvorstands vom HSV eben offensichtlich nicht nur familiäre Probleme stecken, sondern Vorwürfe. Stichwort sexuelle Belästigung. Und dann stand diese Berichterstattung im Raum.

Und sie würde bis heute im Raum stehen und niemand wüsste genau, ob was daran ist, ob da was dran ist, wenn Stefan Kunz nicht selber reagiert hätte. Er hat dann ja, also wir haben das erlebt, ich glaube die Bildzeichnung hat dann am Sonnabend zum ersten Mal darüber berichtet und sie hatte dann in der Nacht, also sie hatte die Erkenntnisse dann ja für sich und ich habe gesehen, niemand, also außer ein paar Blogs, denen das offensichtlich egal ist, niemand hat das aufgegriffen, warum nicht?

Wenn du sowas selbst nicht recherchierst, musst du ja vorsichtig sein, weil das kann ja alles falsch sein. Und ich würde sagen, bis heute hätte es niemand aufgegriffen, wenn, und da geht es ja los, am Sonntagabend Stefan Kunz sich auf Instagram, glaube ich, sich nicht selber geäußert hätte, hat gesagt, diese Vorwürfe, diese Berichterstattung hätte ihn total schockiert.

Es sei alles falsch, er würde das jetzt an seine Anwälte übergeben. Durch diesen und durch das Interessante, ich frage mich, ob er nicht mal vorher mit seinen Anwälten hätte sprechen sollen, weil wenn ich jetzt Anwalt gewesen wäre, in so einem anscheinend heiklen Fall hätte ich gesagt, das Problem ist, in dem Moment, wo sie sich dazu äußern, werden alle darüber berichten, auch die, und das waren ja bis auf die Bild-Zeitung alle anderen, die gar nichts wissen über diese sexuellen Vorwürfe.

Erster Punkt. Zweiter Punkt. Und wenn sie sich jetzt selber äußern, sie, Stefan Kunz, dann wird vielleicht auch der HSV reagieren Und so genau so ist es ja gekommen. Stefan Kunz sagt, das ist alles falsch. Ich gehe dagegen anwaltlich vor. Am nächsten Tag erklärt der Aufsichtsrat, eigentlich wollten wir bei dieser Darstellung mit familiären Problemen bleiben.

Aber jetzt, wo Stefan Kunz das gesagt hat, müssen wir sagen, doch, da ist was dran. Und dadurch kam das Ganze dann ja richtig ins Rollen und jetzt noch interessanter, Stefan Kunz hat ja gesagt er schaltet seine Anwälte ein das war glaube ich die Anwälte rund um Christian Scherz, den berühmten Medienanwalt, und dann haben wir ja auch in der Redaktion.

Normalerweise ist es so normalerweise kriegt man dann so vorab, Es gibt genau, presserechtliche Informationsschreiben heißen die, die dann von den Anwälten verfasst werden und die eigentlich Journalisten schon mal im Vorfeld darauf hinweisen, dass eine Berichterstattung über ein Thema mit einem konkreten Vorwurf nicht legal oder zumindest mit potenziellen Klagerisiken verbunden ist.

Und diese Informationsschreiben haben natürlich immer die Wirkung, dass man denkt, ups, da muss ich auch erst mal mit unserer Rechtsabteilung sprechen, bevor wir irgendwas zu Papier bringen oder irgendwas veröffentlichen. Aber kam nicht. Dieses Schreiben kam nicht. Wir warteten und warten. Und dann wurde es noch absurder.

Stefan Kunz hatte ja auch dann angekündigt, Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Stalking zu stellen. Das ist ja immer, nochmal, wir wissen gar nicht, was da genau passiert ist. Es gibt offensichtlich einerseits die Vorwürfe, die der HSV bestätigt. Vorwurf, da ist irgendwas passiert. Sexuelle Belästigung.

Auf der anderen Seite sagt Stefan Kunz, drang es durch. Da sind offensichtlich auch Dinge passiert. Da fühlte er sich offensichtlich verfolgt von jemandem. Und wollte dann eine Strafanzeige stellen gegen Unbekannt. Hat er auch. Hat er dann auch. Und jetzt kommt es. Und diese Strafanzeige hat er jetzt wieder zurückgezogen. Genau.

Also die jüngste Wendung in diesem Jahr wirklich inzwischen, muss man sagen, skurrilen Fall, jetzt sage ich doch Fall, wo am Ende, muss man sagen, auch viele beschädigt rausgehen. Einmal die Fußballer-Legende Stefan Kunz, immer ein Europameister, der Aufstiegsheld, aber auch der HSV, der natürlich irgendwie am Anfang mitgemacht hat, nachvollziehbarerweise bei dieser Geschichte familiäre Ursachen und dann drei Tage später quasi in die Öffentlichkeit gehen muss und zu sagen, nee, es war doch ein bisschen anders.

Und nochmal, und da stellt sich für mich das große Rätsel, warum ist Stefan Kunz an die Öffentlichkeit gegangen? Denn tatsächlich hätte er das nicht getan, glaube ich. Ich weiß nicht, ob das Ganze im Sande verlaufen wäre, aber alle anderen wären nicht drauf aufgesprungen. Sie konnten ja erst darauf aufspringen, also die große Medienöffentlichkeit konnte erst aufspringen, nachdem es etwas zu berichten gab, nämlich Stefan Kunz äußert sich, der Aufsichtsrat des HSV äußert sich, es gibt eine Strafanzeige, die Strafanzeige wird wieder zurückgezogen.

Ich glaube, das ist ein menschliches Verhalten. Im ersten Moment sagst du immer, ich bin es nicht gewesen. Und ich glaube, das war auch die Reaktion, als dann diese Welle losbrach. Also es war ja ganz, ganz skurril. Sie kam ja wirklich nachts um 0 Uhr. Also wie ich sehr, sehr spät bin. Am Sommer ging damit ja auch an die Kioske.

Da war ja das legendäre, hätte ich jetzt fast gesagt, das übliche Ahoi-Neujahrsfest, der Neujahrsempfang. Und da gingen dann plötzlich auch die Handys rum. Und hier habt ihr das gesehen, Ihm war natürlich eine Hamburger Meldung, die als Einmeldung geauft war. Relativ schnell Thema. Und ich glaube, ihm war klar, das Thema kann er nicht stoppen. Hätte er geschwiegen, hätten alle gesagt, das ist ein.

Quasi Eingeständnis. Da hat er erstmal versucht, wie auch jedes Kind, was sagt, ich weiß nicht, zu sagen, alles erlogen und erstunken, stimmt nicht, ich gehe selber jetzt vor Gericht. Und als dann innerhalb kürzester Zeit der HSV nachlegte, als rauskam, dass sich ja inzwischen auch die Betroffenen an die Öffentlichkeit, an Zeitungen gewandt haben, war ihm glaube ich klar, dass das nicht zu halten ist.

Und deshalb hat er quasi diese Anzeige wieder zurückgezogen. Eine trotzdem verrückte Geschichte und du hast es gesagt, man weiß gar nicht, wem es nutzt. Man muss nur irgendwie tatsächlich... Das können wir auf jeden Fall festhalten. Wen soll das nutzen? Und man muss ja sagen, aber man muss ja auch dem HSV da ein Kompliment machen.

Ich glaube, der HSV hat richtig reagiert, hat schnell reagiert, hat das ernst genommen, hat auch klar gesagt, sowas gibt es bei uns, sowas gibt es bei uns nicht. Zumindest ja auch zwei. Es waren ja offenbar zwei Frauen, die sich gemeldet haben. Und dann wird es natürlich wirklich eng. Punkt, wir haben darüber gesprochen, es bleibt rätselhaft, wahrscheinlich kommt die Auflösung nochmal, weil umgekehrt ist ja übrigens auch rätselhaft, wenn da was ist.

Die Staatsanwaltschaft sagt, sie ermittelt jetzt, also es reicht offensichtlich nicht, um gegen Stefan Kunz zu ermitteln und es gibt ja auch keine Anzeige von den betroffenen Frauen gegen Stefan Kunz. Das hat aber vielleicht auch wiederum damit zu tun, dass man sich das dann oft nicht in diesem Zusammenhang traut.

Und das ist ein großes, weites Feld, was wir hier nicht aufmachen wollen. Muss man verfolgen, wie das Ganze weitergeht. Es ist tatsächlich aber ein bisschen, für mich bleibt es ein bisschen rätselhaft. Nicht rätselhaft ist, Thema Nummer zwei, der Plan, eine Schwimmstelle in der Alster zu machen. Da hat die Bürger, also ich habe das ja bisher immer für eine fixe Idee von dir gehalten, mehr oder weniger. Aber es gab diese Woche einen echten Antrag von SPD und Grünen, den Senatsfraktionen.

Was das Thema betrifft, wie weit sind wir da? Ich habe gesehen, dass es eine fixe Idee eines einzelnen Kollegen von dir ist, sondern dass es wirklich die Stadtgesellschaft bewegt. Das ist ja nicht nur so gewesen, dass wir über die ersten Entwürfe geschrieben haben, sondern dass es Studentengruppen gab, die konkrete Vorschläge gemacht haben.

Es gab Diskussionsrunden, es gab Konzepte, die jetzt nach und nach aufploppen. Und das hat die Politik und das finde ich immer auch schön zu sehen, dass Politik halt nicht in dem luftleeren Raum agiert, sondern auch guckt, was bewegt eigentlich die Menschen in der Stadt. Und da haben sich jetzt Sozialdemokraten und Grüne zusammengetan, also die beiden Regierungsfraktionen und den Senat aufgefordert, eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, um mal wirklich zu untersuchen, wo kann man unter Umständen in der Alster ein Schwimmbad bauen, aber wo sind auch an anderen Stellen in Hamburg.

Ob an Bille, ob in den Kanälen, vielleicht potenzielle Badestellen möglich. Und das ist natürlich, muss man sagen, hochinteressant. Und damit folgt Hamburg einem Trend, der in anderen Städten, gerade in skandinavischen Städten, wo das Wetter nun auch nicht besser ist, längst irgendwie erfolgreich ist.

Du hast aber auch vorhin gesagt, Machbarkeitsstudie, das heißt dieses Jahr... Gibt es da noch nichts, sondern so eine Studie, wie lange dauert das? Also wenn man denkt, so eine Schwimmstelle, das kann ja jetzt nicht irgendwie zehn Jahre dauern. Nein, das kann nicht zehn Jahre dauern, aber SPD und Grüne haben selbst den Behörden jetzt anderthalb Jahre Zeit gegeben, genau zu gucken, wo es passt, wie es passen könnte.

Da gibt es ja auch ganz viele verschiedene Regeln momentan. Gibt es ja überhaupt keine Regelung, aber es ist einfach so gelernt, dass man in der Alster nicht baden geht. In der Elbe auch nur eigentlich an der Badestelle, die offiziell ist und vielleicht in Wittenbergen. Und das wird jetzt so ein bisschen aufgelöst. Aber die Frage, die sich übereinstellt, ist, bauen wir spezielle Badeanstalten, so wie wir das ja von der Alster auch kannten.

Es gibt ja ganz tolle Bilder, die wir auch mehrfach gezeigt haben von der alten Alsterlust-Badestelle. Das war eine richtige Badeanstalt. Ob man da also Geld in die Hand nimmt oder ob man eher eine einfache Lösung favorisiert. Und da kommen jetzt Badeschiffe ins Spiel. Also eigentlich so, muss man sagen, so leere Schuten, die wir manchmal auch über die Elbe schippern sehen, wo dann irgendwie Kohle oder was ähnliches drin ist, die man ja aneinander bindet und damit witzigerweise eine Idee aufgreift, die uns 2007 schon als fertig präsentiert wurde.

Damals hatte man uns erzählt, der Bürgermeister hieß Ole von Beuys, der Oberbaudirektor Jörn Walter, Hamburg bekommt eine Alsterbadeanstalt und zwar in Form von Schuten, die man woanders koppelt. Und genau diese Idee, fast 20 Jahre alt, könnte jetzt Wirklichkeit werden. Ich vermute aber, dass auch das erst im nächsten Jahr möglich ist, sodass du, also wenn du wirklich in der Alster und der Elbe baden willst, das mehr oder weniger...

Privat und illegal machst. Wahrscheinlichkeit, dass das kommt, aus deiner Sicht jetzt? 80 Prozent? Dass es kommt, also wenn du mich nicht auf das Jahr festnagst, 85 Prozent. Wow, aber das ist viel. Ja, den Trend kannst du nicht stoppen. Die Leute wollen ins Wasser, die Sommer werden wärmer und die Bilder, das ist wirklich interessant.

Wenn du guckst, mit welchen Bildern macht Kopenhagen Werbung, mit welchen Bildern macht Oslo Werbung. Das sind immer Stadtansichten und vorne schwimmen ein paar Leute. Und diese Faszination, eine Stadt, die also ihre Wasser vernünftig nutzt für alle, Diese Faszination, glaube ich, da kann man sich nicht entziehen und wir haben ja auf der Alster ganz viele Ruderer, wir haben Segler, wir haben Subfahrer.

Warum haben wir nicht auch Schwimmer? Absolut. Punkt hinter. Thema Nummer drei. Blockprozess diese Woche etwas reduziert. Für mich auch interessant. Am Donnerstag, der Termin vom Donnerstag wurde abgesagt, weil einer der Prozessbeteiligten erkrankt ist. Das ist jetzt in der Regel kein Schöffel oder kein Anwalt oder so.

Die müssen sich übertreten lassen, sondern es wird einer von den Hauptangeklagten sein. Wir wissen gar nicht, wer. Hat man noch nicht gesagt. Das muss einer der Hauptangeklagten gewesen sein. Bei Schöffen ist es egal. Habe ich gelernt. Weil es gibt ja auch Ersatzschöffen. Ich kenne jetzt keine Ersatzschöffen, aber es soll ja Ersatzschöffen geben.

Es gibt immer mehr Schöffen, als man braucht, weil immer mal einer auswählt. Aber die Woche interessant natürlich wieder die Aussage eines ehemaligen Hoteldirektors. Da ahnt man schon, welcher Hoteldirektor das ist. Ich will den Namen jetzt hier auch nicht nennen, weil der weder im Dienst ist und auch nichts dafür kann, dass er mal lange Hoteldirektor bei Elisée war.

Der nochmal erzählt hat, wie das mit dieser Gruppe, die im Verdacht steht, die Entführung geplant zu haben, war. Dass also diese Gruppe ins Hotel eingebucht wurde und niemand so richtig wusste, wer zahlt denn das Ganze jetzt. und da hat der Hoteldirektor nach eigener Aussage halt nachgefragt. Und interessanterweise offensichtlich nicht bei Christina Block, sondern bei dem Familienanwalt, dem berühmten Herrn C. Punkt.

Genau, der hat diese Woche wirklich verstärkt und in den Mittelpunkt des Interesses gerückt ist. Und der sagte dann, mach dir keine Sorgen, buch das irgendwo hin. Also letztendlich wurden das irgendwie, die haben nie was bezahlt. Die Namen, hast du eigentlich mitbekommen, die Namen nach dem Vorbild eines Tarantino-Films? Nee, das wusste ich nicht.

Es gibt auch einen Film, wo da ein Mr. White und Mr. Black auftauchen. Und offenbar hat man sich davon inspirieren lassen. Ich weiß es nicht, ob das so eine richtig gute Idee war, weil da liegt ja auch schon eine Botschaft drin. Genau und dann haben letztendlich war der Hoteldirektor, hatte da also Gäste, über die er sich wunderte, weil er sagte auch normalerweise im Elysée sind die Gäste zwei Tage, drei Tage, vier Tage und die waren dann wochenweise da und die Rechnung wurde immer höher und höher und der Familienanwalt C hat dann immer gesagt, machen Sie sich keine Sorgen, das ist alles klar, stellen Sie die nicht in Rechnung.

Dann kam noch so eine seltsame Sache dazu, man kriegt da so interessante Einblicke, dass der Hoteldirektor sagte, eines Tages rief Christina Block ihn an und sagte, sie bräuchte mal schnell 10.000 Euro, ob er die mal besorgen könnte, die hat dann an der Rezeption für sie offensichtlich da zurückgelegt und dann hat sie sich abgeholt und am nächsten Tag hat sie das Geld dann wieder zurück überwiesen oder bezahlt.

Sie selber konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, was da war, aber auch solche Sachen sind irgendwie komisch, oder? Ja, insgesamt, also wir versuchen hier immer in unserem Podcast auch so eine Wochenbewertung zu wagen. Also man kann sagen, in der letzten Woche lief es mal ganz gut für die Angeklagte und für die Blogs.

Das kann man nach dieser Woche, glaube ich, nicht behaupten, denn auch das, was Frau Tinnenbaum als, ebenfalls Angeklagte offenbar in den Polizei Verhör Protokollen, gesagt hat, sind ja keine Dinge, die man jetzt als Angeklagte richtig gerne liest. Sie hat ja wirklich in ihren Aussagen, die kolportiert wurden, Christina Block schwer belastet.

Das ist diese Olga, über die wir alle sprechen, die offensichtlich genauso jetzt nebenbei verhört wurde und dann wahrscheinlich auch nochmal aussagen wird vor Gericht und dann irgendwie straffrei daraus geht. Also ja, Und was ich noch wieder nicht gern hörte, war, dass es schon wieder hieß, ja, es kann sein, dass aufgrund dieser vielen neuen Erkenntnisse sich der Prozess noch einmal verlängert und wir sind ja jetzt schon irgendwie irgendwann im Juli.

Gucken wir mal. Haken hinter Thema Nummer vier. Ein Thema, was für mich völlig überraschend diese Woche wieder hochploppte. Wir alle kennen die Plaza der Elbphilharmonie. Das ist letztlich die Aussichtsplattform. Da kann man schön rauffahren, kann sich das angucken. Das ist seit der Eröffnung der Elbphilharmonie, wenn man nicht einen bestimmten Slot sich reservieren will, glaube ich, kostenfrei.

Und jetzt kam, musst du mal erklären, was steckt dahinter, kam wieder die Idee hoch. Die Kolegios NDR haben einfach den Kultursenator gefragt, weil ja diese Frage eigentlich alle zwei Jahre wieder so wie Kai aus der Kiste auftaucht. Weil ursprünglich, ich habe mal gesagt, das neue Konzerthaus, wir erinnern uns, ist inzwischen seit neun Jahren fertig, ist eröffnet.

Erstmal soll jeder Hamburger raufgehen können, um das zu genießen. Inzwischen stellt sich natürlich schon die Frage, und genau diese Frage hat der Kultursenator Carsten Broster sich und damit auch der Öffentlichkeit gestellt, warum eigentlich soll das für alle Tage frei bleiben. Und er hat halt vorgeschlagen, dass man einen Eintritt nimmt.

Und ich bin anders als unser Kollege der Meinung, das ist natürlich eine kluge Idee, weil es kann eigentlich nicht sein, dass die Hamburger da alle Touristen subventionieren. Vor allen Dingen, wenn du weißt, dass ja zum Beispiel andere Aussichtspunkte unter dieser Konkurrenz total leiden. Der Michel zum Beispiel hat deutlich weniger Besucher In St.

Petri hieß es auch, ja, wir merken das. Und warum sollen die einen Geld nehmen und die anderen nicht? Und das Argument, ja, die haben ihre Kulturtaxe bezahlt, stimmt ja auch nicht so. Denn viele Tagesbesucher, die nicht im Hotel übernachten oder Besucher, die bei Freunden übernachten, zahlen diese Kulturtaxe gar nicht.

Das heißt, da schöpfen wir nur bei einem ganz geringen Teil der Hamburg-Besucher wirklich das Geld ab. Insofern kann ich nur den Buchtursenat dazurufen. In Zeiten, wo die knappen Kassen immer drängender werden, muss man schon sehen, wo kann man sinnvoll irgendwie Geld verdienen. Und da finde ich, das ist das allererste, wo ich auf die Idee käme, da kann man auch Eintritt nehmen.

Und da muss man ja auch sagen, da sind ja, ich habe nochmal eben schnell geguckt, bis zu drei Millionen Leute auf der Plaza jedes Jahr. Also selbst wenn du dann nur zwei Euro nimmst, was ja nicht viel Geld wäre, wäre es aber sechs Millionen Euro. Das wiederum ist für den Kulturetat, der ja so gerade im unteren dreistelligen Millionenbereich geht, wäre das schon eine Entlastung.

Und das heißt ja immer, man darf bei der Kultur nicht sparen. Aber wenn man vor der Alternative steht, bei der Kultur zu sparen oder bei Gästen, die auch eine Leistung dafür bekommen, zu sagen, so wie der Michel Geld kostet, müsst ihr jetzt auch was bezahlen, da gibt es doch eigentlich in meinen Augen keine zwei Meinung.

Und ich finde, ehrlich gesagt, ist das ein schleines Argument, weil die Elbphörder Monie ein Wettbewerbsvorteil vor dem Michel hat. Und ich habe neulich mit dem Hauptpastor Alexander Röder darüber gesprochen, der sagte, weißt du was, die Einnahmen aus der Turmbesteigung, also die Leute, die auf dem Michel-Turm drauf waren und dann von oben dieses wunderbare Panorama genießen wollen, das ist für uns existenziell, weil der Michel für seinen Betrieb, für die Immobilie, nur noch 8% der Kosten überhaupt aus der Kirchensteuer bekommt.

Das heißt, 92% muss er selbst erwirtschaften und da ist der Turm eine der entscheidenden Einflussfaktoren. Insofern, du hast mich überzweifelt. Ich muss auch dafür sein, zumal der Turm ja deutlich höher ist als die Aussichtsplattform. Ein Argument mehr, wenn beides 5 Euro kostet, vielleicht zu sagen, okay, nächstes Mal gehe ich.

Auf den Turm. Und ich sehe, dass... Das Konzert, auch das ist ja eine Möglichkeit. Da sind dann die 5 Euro ja schon mit drin. Und vielleicht kommt der eine oder die andere auf die Idee zu sagen, ach, ich höre mir mal an, was da gegeben wird. Denn da haben wir inzwischen ja auch keine Auslastung von 100% mehr. So ist es.

Thema Nummer 4, abgehakt. Thema Nummer 5, A und B. Jetzt haben wir mehr als vorhin. Ich weiß es nicht. Trotzdem gibt es noch was zu besprechen. Ich habe es auch gespannt. Naja, es gab ja zwei. Es gab ja eine große Feier in dieser Woche. Ach, wie meinst du? Wo wir uns trafen. Corny Littmann, der Begründer des Schmitz-Tivoli zusammen mit Norbert Aus, hat sein 50.

Bühnenjubiläum geführt im Schmitz-Tivoli. Mit einer, das kann man sagen, sehr langen, so einer Art Dia-Show. Interessant deshalb, weil moderiert von Helge Fuß, dem Tagesthemen-Sprecher, und wenige Stunden später wurde dann bekannt, dass dieser Helge Fuß von den Tagesthemen, dass er da weggehen würde, stand fest.

Hier steht auch fest, wohin. Der geht leider, verlässt leider Hamburg, geht nach Berlin, wird da Chefredakteur der Premium-Gruppe bei Axel Springer, also unter anderem Chefredakteur, also Oberchefredakteur der Welt, wenn man so will. Und der Vorgänger geht aus gesundheitlichen Gründen. Der geht aus gesundheitlichen Gründen. Und, ähm...

Moderiert von Helge Fuß und Anke Harnack, Conny Littmann. Ja, das war schon so eine Diashow 2.0. Und ich fand interessant, wer da alles saß. Da saß ja sowohl Knut Rettig, der Geschäftsführer der Deutschen Fußballliga. Da saß Holger Stanislavski, der ehemalige Trainer des FC St. Pauli. Da saßen die ehemaligen Senatorin Christa Götsch, Anja Heiduck, Helga Schuchert.

Die hat man auch lange nicht mehr gesehen. Ja, es war so ein bisschen so ein ehemaliger Treffen. Sehr, sehr lustig, sehr, sehr sympathisch. Helmut Schulter hast du erwähnt. Waren die St. Pauli-Urgesteine oder die, die mit dem Verein was zu tun haben? Man muss ja immer noch sagen, Corny Littmann hat ja damals wirklich diesen Verein vor der Pleite gerettet. Genau.

Wir erinnern uns alle an die Rettershirts. Ich habe da die Zahl. Ich kann sie jetzt noch nicht verifizieren, aber ich war wirklich von den Socken auch aus dem Vereinsumfeld von einer Million verkauften Retter-Shirts gehört. Ich hätte damals noch 150.000 gedacht. Also das waren ja alles so Aktionen, die Corny damals auch als Präsident des Vereins durchgezogen hat.

Und deshalb waren natürlich auch viele aus dem Vereinsumfeld da, aus der grünen Partei. Viele darf man auch nicht vergessen, er war ja mal Spitzenkandidat. Stimmt. Vor langer Zeit, als die Grünen sich gerade erst so gebildet hatten. Weil er ja auch Schwulenaktivist war und sich sehr, sehr mutig und deutlich für Rechte von Homosexuellen eingesetzt hat.

Insgesamt natürlich ein unglaubliches Lebenswerk. Wer denn auch da war, erstaunlich. Also wo du denkst, wo kommt die Verbindung her? Wolf Zuckowski war da. Gernot Hassknecht aus der Heute-Show. Ich würde dem ausnehmen sympathisch in der Reihe vor mir stand. Ich dachte, ich hätte einen Wutanfall, weil die wirklich sehr, sehr lang war.

Ganz lustig. Ich musste noch ein bisschen mich hineinschmunzeln. Überall gibt es ja inzwischen QR-Codes zum Reinkommen. Da gab es noch ganz klassisch eine Gästelist und musste seine Karten abholen. Und die Schlange wandte sich so einmal durchs Schmitt, aber auch vermeintlich wütende Kabarettisten sind ganz entspannt, wenn es ums Heiern geht.

Und du hast auch noch Ingo Bott entdeckt, wo man denkt, das müssen wir mal aufklären. Was hat Ingo Bott, der Anwalt von Christina Block, der sich übrigens in der Woche auch zu dem Fall Stefan Kunz im Kicker geäußert hat, Was hat der jetzt eigentlich mit Conny Littmann zu tun? Klären wir vielleicht mal auf in einer der nächsten Folgen.

Letzter Punkt, also praktisch 5b. Nächste Woche, großer Geburtstag. Ich glaube, der wird nicht mit so einer Dia-Show gefeiert. Ich bin mir gar nicht sicher, ob er hat. Und auch nicht im Schmidt-Theater. Zumindest sind wir nicht eingeladen. Peter Tschentscher, der erste. Du bist so eingeladen. Ich bin nicht eingeladen.

Peter Tschentscher, der erste Bürgermeister der Stadtwert 60. Ich sehe ihn in der Woche. ist, glaube ich, am Tag nach seinem Geburtstag ist der Neujahrsempfang des UV Nord, des Unternehmervereinigungs Nord. Da sprechen hier immer Schentscher und ähm. Und ich bin gespannt, wie lustig das wird. Man wünscht ja nicht vorab alles Gute, aber der Bürgermeister wird 60.

Ja, und man muss vor allen Dingen sagen, wir machen ja auch eine große Geschichte zum 60. Peter Urichmeier, den ihr auch lange kennt, hat ein großes Stück geschrieben, sehr lesenswert. Und interessant ist ja, dass er jetzt zum 60. Der Bürgermeister ist, der natürlich gute Chancen hat, als einer der am längsten amtierenden Amtsinhaber in die Hand zu kommen. Als der, er kann der Rekordhalter werden.

Ich glaube, als Nummer 199 wird er dann vielleicht der Rekordhalter. Wenn du überlegst, wie er damals quasi ins Amt kam, da gab es ja andere Favoriten und viele waren sich schon sehr, sehr sicher. Also es gab auch schon Stücke, der Nachfolger wird. Damals hieß es ja Andreas Dressel beerbt ihn und plötzlich kam Peter Tschentscher in das Amt und wurde Bürgermeister und viele haben gesagt, Peter wer?

Und heute sagt man, ach, der Peter Tschentscher, der unter Umständen Rekordhalter wird. Schon sehr, sehr interessant. Und der zwei Wahlen gewonnen hat und von dem alle sagen, dass die SPD diese Wahlen nicht gewonnen hat, weil sie die SPD ist, sondern weil das Vertrauen in diesen Bürgermeister, immer die wichtigste Figur in Hamburg, der Bürgermeister offensichtlich sehr groß ist.

Und jetzt könnte er eigentlich fast schon dann mit 60 und angesichts der Tatsache, dass er wahrscheinlich der am längsten am Ende Bürgermeister wird, er könnte jetzt in so eine Phase des Genießens kommen. Ab einem bestimmten Punkt ist das dann so, stelle ich mir das für, fühlt sich das so ein bisschen, also er muss jetzt niemandem mehr irgendwas beweisen, selbst wenn er morgen jetzt zurück, also wenn jetzt morgen ein riesiger Skandal kommt, wäre blöd, aber selbst wenn er in ein, zwei, drei Jahren aufhören würde, würde der halt als ein sehr, sehr starker, sehr, sehr erfolgreicher, der am längsten amtierende Bürgermeister in die Geschichte der Stadt eingehen.

Wobei ich ihn nicht so ein, ich schätze ihn so ein, dass der mindestens noch, mindestens noch bis zum, also mindestens es noch drei Jahre, wenn ich noch fünf Jahre Wahlgeist gibt. Also mein Tipp ist, er geht nicht in den Wahlkampf. Er wird quasi zurücktreten, aber damit wird er sich noch ein bisschen Zeit lassen.

Aber ich fände es eigentlich auch konsequent, weil am Ende des Tages wiederholt sich alles. Das ist ja bei uns im Leben auch nicht ganz anders. Also auch wir haben ja einen Terminkalender, wo man denkt, auch schon wieder irgendwie quasi dieser Empfang oder das Jahresfest. Also da ist schon viel, was sich wiederholt und ich glaube den ganz großen Elan hast du vielleicht nach 10 Jahren auch nicht mehr, wir haben ja gesagt 2018 ging es los, da ist vielleicht 2028 eine ganz gute Zeit nach 10 Jahren.

Zu sagen, war jetzt auch gut. Aber das ist am Ende die Entscheidung des Bürgermeisters. Da können wir dann im Podcast 040 2028 übersprechen. Das machen wir. Und wir sagen für diese Woche vielen Dank. Wir freuen uns wieder. Wir freuen uns, dass so viele diesem Podcast zuhören. Wir freuen uns auf die nächste Woche. Wir sind auf vielen Terminen nächste Woche.

Es gibt bestimmt wieder viel zu erzählen. Bis dahin, schönes Wochein an alle. Tschüss. Tschüss. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de.

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