
040 Streng vertraulich: Die Lage in Hamburg· Folge 40
Prominente profitieren von Bauskandal - Block-Prozess abbrechen?
Freitag, 30. Januar 2026 · 34 min
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Shownotes
In dieser Folge gehen Matthias Iken und Lars Haider einer brisanten Enthüllung nach: Das Hamburger Abendblatt hat einen Bauskandal aufgedeckt, der weit über die Baustellen der Stadt hinausreicht. Da prominente Persönlichkeiten der Hamburger Gesellschaft tief in die Entwicklungen verstrickt scheinen, stellt sich die Frage: Wer wusste was, und wie reagiert die Prominenz auf die schweren Vorwürfe?
Doch das ist nicht das einzige Thema, das die Hansestadt derzeit in Atem hält. Wir analysieren die neuesten Entwicklungen im Fall Christina Block und bewerten, wie realistisch die Forderungen ihrer Verteidiger nach einem vorzeitigen Prozessende wirklich sind. Zudem werfen wir einen Blick nach oben: Hamburgs Silhouette steht vor einem massiven Wandel – wir erklären, warum sich das Gesicht der Stadt bald grundlegend verändern wird. Und schließlich schauen wir in die sportliche Zukunft: Hamburg wagt einen neuen Anlauf für die Olympischen Spiele. Erfahren Sie, warum diese Bewerbung so gar nichts mit dem gescheiterten Versuch von 2015 zu tun hat und was diesmal den entscheidenden Unterschied machen soll.
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Willkommen, mein Name ist Lars Heider und mir gegenüber sitzt der liebe Kollege Matthias Icken. Hallo Matthias. Moin. Wo erwische ich dich gerade, würde Markus Lanz? Bei der Arbeit. Herrn Precht fragen, aber wir beide sitzen in einem Podcaststudio 040, streng vertraulich, heute wirklich mit vertraulichen Themen.
Thema Nummer eins. Und das kann man ja auch mal sagen, wir sitzen beide in diesem Büro, weil ich ja so gerne mich darüber lustig mache, dass du das Homeoffice so schätzt. Aber ich wurde neulich gefragt, ist denn der Lars Heider nie mehr da? Ich sage, nein, das ist nur ein Running Gag, der dadurch lustig wird, dass ich ihn immer wiederhole.
Das stimmt und dadurch wird allerdings, es gibt ja wie viele Dinge im Leben, die man mehrfach wiederholt, dadurch werden sie nicht mehr wahrer. Ist ja Quatsch, entweder ist es wahr oder nicht wahr. Wir wollen uns heute der Wahrheit annähern. Es geht einmal mehr in Thema Nummer eins um den Blog-Prozess und auch deshalb, weil in diesem Blog-Prozess etwas zur Sprache kam, was wir hier relativ oft thematisiert haben.
Nämlich die Frage, würde es nicht vielleicht Sinn machen, diesen Prozess relativ schnell jetzt zu beenden? Also das wird nicht so kommen, aber der Vorschlag, der kam und es wurde auch über die Medien, es wurde auch über das Hamburger Abendblatt gesprochen, über die Frage, inwieweit dieser Prozess eigentlich von der Realität andauernd überholt wird, darüber sprechen wir.
Wir finden dann in Thema Nummer zwei einen Übergang zu einem Hamburger Bauskandal, der Dimensionen hat, die man sich eigentlich gar nicht vorstellen kann, die wir hier auseinandernehmen. Wir haben darüber berichtet, dass Menschen, die sich Wohnungen gekauft haben, ganz normale Menschen wie du und ich, viel Geld verloren haben, aber Prominente, die in diese Wohnungen und diese Häuser investiert haben.
Gut kassiert haben, nämlich eine Rendite von 10%. Wie das miteinander zusammenhängt, welche Musiker, Moderatoren, Fernsehgrößen das sind, gucken wir mal, wie wir da kommen. Thema Nummer 3, da geht es um eine der Hamburger Hauptkirchen, an deren Haupt es geht, im wahrsten Sinne des Wortes, dazu auch gleich mehr.
Thema Nummer 4, Olympia. Das klingt weit entfernt, ist es aber nicht. Und wir haben, glaube ich, eine wichtige Information für alle. Die demnächst sich der Frage stellen müssen, ob sie denn in Hamburg für Olympia oder gegen Olympia sind. Und vielleicht, lieber Matthias, Thema 4a, wo wir beim Sport sind, kommen wir dann auch noch zum FC St.
Pauli. Ich kann nur festhalten, einer von uns beiden hatte vor einer Woche getippt, dass das Derby unentschieden ausgeht. Und das, was nicht du. Ich weiß gar nicht mehr, wer. Und das, was nicht du. Die Blogs. Diese Woche, wir zeichnen diesen Podcast ausnahmsweise mal schon am Mittwoch auf. Am Freitag gibt es noch eine Runde im Prozess.
Aber da ging es jetzt in dieser Woche hoch her. Was heißt hoch her? Ingo Bott hat gefordert, der Anwalt von Christina Block, das kannst du besser erzählen als ich. Leute, stellt diesen Prozess ein. Warum? Warum? Ja, ich glaube, er hat natürlich die Rolle angenommen, die dieser Prozess längst in der Öffentlichkeit hat, nämlich er ist großes Theater und er hat, das hat die Kollegin ja auch geschrieben, in Theatermanier diese Forderung gestellt, der ganz große Theaterdonner.
Es geht inzwischen, glaube ich, in dem Prozess wirklich nicht mehr alleine um das, was in dieser Silvesternacht vorgefallen ist, sondern es geht jetzt schon darum. Sich ja zu positionieren, den Prozess weiter in die Länge zu ziehen und daraus vielleicht am Ende die Möglichkeit zu gewinnen, einen Antrag auf Revision zu stellen.
Das zumindest hört man, weil dieser Prozess ja immer weiter ausartet, immer länger wird. Wir haben es letzte Woche ja schon gesagt, selbst bis zum Sommer wird es wohl nichts werden und irgendwann stellt sich natürlich auch mal die Frage, ja, wie verhältnismäßig ist das eigentlich noch? Aber ich fand ja interessant, dieses Argument, dass dieser Prozess permanent von der Realität überholt wird, dass am Ende gar kein richtiges Urteil mehr getroffen werden kann, weil alle Zeugen, die geladen werden, über die Medien, und dann hat er in Medien gelernt, wie die Bild-Zeitung, wie den Spiegel, wie das Hamburger Abendblatt, permanent Informationen bekommen, die sie gar nicht bekommen können.
Die ES bekommen hätten normalerweise, wenn es diese Medien nicht gäbe, wenn sie im Gerichtssaal gesessen hätten. Es ging sogar so weit, dass gefordert wäre, künftig die Medien auszuschließen, was glaube ich ausgeschlossen ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Da schlagen zwei Herze in meiner Brust, wenn ich da gleich mal einhaken darf.
Als Medienmensch würde ich sofort sagen, eine ungeheuerliche Forderung, die Medien auszuschließen. Aber ich glaube, und das wird sicher auch noch für Juristen der kommenden Jahre und Generation interessant, dass wir hier in Hamburg einen Fall erleben, der wirklich zeigt, wie Medien einen Prozess nicht nur beeinflussen, sondern komplett verändern.
Wenn zum Beispiel also Beteiligte im Prozess aus der Zeitung, genau wie du sagst, Teile der Aussagen von Zeugen lesen, bevor sie überhaupt in der Hauptverhandlung aussagen, hat das natürlich einen Einfluss auf diesen Prozess. Hat das einen Einfluss auf die Zeugen, auf alle Beteiligten, auf die Geschworenen, auf die Cheffen?
Und das ist natürlich, muss man sagen, wirklich mit massiven Problemen verbunden. Und wenn man es jetzt ganz strikt rechtspolitisch sieht, dann kann ich dieser Forderung fast sogar was abgewinnen. Das heißt aber tatsächlich, dass Ingo Bott natürlich jetzt darauf setzt. Diesen Prozess, das sind ja keine Verfahrensfehler, aber diesen Prozess deshalb ab Adopsordnung zu führen, weil er sagt, das ist alles die Zeugenaussagen, kann man nicht ernst nehmen, all das, was da ausgesagt wird, kann man nicht ernst nehmen, weil all die Menschen, am Ende kann man vielleicht auch die Schöffen nicht ernst nehmen und die Richterinnen nicht ernst nehmen, weil dieser Prozess so dermaßen in der Öffentlichkeit stattfindet
und so sehr gesteuert wird von dem, was zwischen den Verhandlungstagen ist. veröffentlicht wird. Es wurde ja auch genannt, wie kann es sein, dass es von einem Prozess eine Podcast-Reihe mit inzwischen 40 Folgen gibt? Ist das aber realistisch, dass dann irgendwann ein Gericht sagt, der Mann hat Recht, wir können jetzt da nicht so recht sprechen, wie es hätte sein sollen?
Oder eine übergeordnete Instanz? Ich glaube, darauf wird halt geschielt, auf eine mögliche Revision. Dass man halt wirklich dann am Ende sagt, dieser Prozess war nicht so möglich, wie er eigentlich hätte möglich sein müssen, um Recht zu sprechen. Also ich finde auch, dass die ganze Antragsflut, die alle Seiten stellen, natürlich auch dazu führen kann, dass am Ende Fehler gemacht werden.
Also die Richterin kann einem ja fast nur leid tun, in diesem Mammutprozess inzwischen also rechtsprechen zu müssen und mit dieser Fülle von Anträgen, jetzt gab es ja auch einen Befangenheitsantrag gegen sie, der dann wieder an anderer Stelle entschieden wird. Also dieser ganze Prozess ist irgendwie inzwischen mehr Theater als Rechtsprechung.
Und das halte ich auch über den Fall hinaus für ein Problem, dass die Kinder, dass die Familie massiv darunter leidet, haben wir hier oft besprochen. Aber wir kommen langsam an einen Punkt, wo glaube ich auch. Der Rechtsstand und das Rechtsgefühl der Leute leidet. Und dann wird es etwas größer noch. Und wo auch man feststellt, dass sie sich so ein bisschen abnutzt.
Und das ist das, was wir hier gesagt haben, dass man eigentlich bei so einem Prozess doch das Ziel haben muss, möglichst schnell, möglichst klar zu einer Entscheidung zu kommen. Und meine These ist, je länger dieser Prozess jetzt dauert, desto schwieriger wird das einfach. Auch wenn ja auch ein anderer Anwalt sagte, dass den Angeklagten, insbesondere Christina Block, vielleicht auch dem Familienanwalt, die doch ganz schön hohe Haftstrafen drohen könnten.
Das stimmt, aber die Justiz ist natürlich chronisch überlastet und da zeigt sie nochmal den Leuten, dafür ist dann aber anderthalb Jahre Zeit. Das ist natürlich auch ein bisschen schräg. Auch wenn es nachvollziehbar ist angesichts der Tat und angesichts der Abläufe. Also man muss halt auch ein bisschen sich die Frage stellen, ob nicht das, was wir wirklich erkämpft und erreicht haben als Rechtsstaat, dass also wirklich beide Seiten, auch viele Rechte genießen, damit es am Ende zum Besten aller Urteile oder zum Gerechtesten aller Urteile kommen kann, ob diese Möglichkeiten inzwischen genutzt werden, um den Prozess bewusst zu verschleppen.
Und auch das wäre dann wieder eine Frage, was rechtspolitisch geboten und gewünscht sein könnte. Und das geben ja Anwälte heute auch zu, dass sie bewusst auch übrigens KI nutzen, um dann noch größere Aktenberge zu erzeugen. Es ist nicht im Sinne der Justiz. Und das ist vielleicht ein schöner Übergang zu unserem zweiten Thema, weil genau diese Justiz müsste sich eigentlich aus meiner Sicht, und das tut sie ansatzweise auch die Staatsanwaltschaft beschäftigen, mit einem Bauskandal, an dem wir beim Hamburger Abendbleib jetzt ungefähr ein halbes Jahr lang recherchiert haben, insbesondere zwei Kollegen, Julianne Lauterbach und Christoph Rebatschik.
Ich versuche es mal zu erklären, erzählen, was es ist. Zunächst einmal dreht es sich um ein sogenanntes Family Office. Family Office ist eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat, letztendlich das Vermögen reicher Menschen zu verwalten, zu mehren, vielleicht auch Sekretariatsdienste für diese zu übernehmen.
Also all dieses, da ist so jemand, der hat viel Geld und der will das irgendwie anlegen und der will aber auch einen Ansprechpartner haben und will das jetzt nicht über eine Bank machen, sondern macht das über so einen privaten Finanzdienstleister. Dagegen ist auch ehrlich gesagt überhaupt nicht zu sagen, dass es gang und gäbe, dass diese Family Office sehr gerne in Immobilien investieren, weil Immobilien eine gute Rendite versprechen.
Nun haben also mehrere Prominente, das sind Namen, die wir nicht nennen dürfen, aus Datenschutzgründen natürlich, die wir aber wissen, das sind Namen, aus dem obersten Regal, also ich müsste jetzt nur die Namen hier sagen und ich müsste nicht sagen, was die machen, weil jeder wüsste so, ach der, ach der, ach der, so.
Also das ist ganz, das ist ein wirklich interessanter Name, die also Geld gegeben haben und dieses Family Office hat dann halt dieses Geld anscheinend investiert, so hieß es, so müssen es die Prominenten gedacht haben, in den Bau von Häusern und Wohnungen. Mehr als 20 Projekte in Hamburg. Und man muss auch sagen, diesen Prominenten, die da Geld investiert haben, dem ist offensichtlich kein Schaden entstanden, sondern was wir recherchiert haben, ist, dass die ihr Geld nicht nur zurückbekommen haben, sondern mit versprochenen 10% Zinsen. Und da fangen wir jetzt mal an.
10% Zinsen. Da gehen wir mal als ganz normale Sparer, Anleger zu unserer Bank, zu unserem Vermögensverwalter und sagen, ich hätte gerne 10% Zinsen. Was sagt dann der Vermögensverwalter? Herr Iken, das ist aber ambitioniert. Mit sicheren Anlagen werden Sie niemals 10% bekommen. 10% geht nur über spekulative Anlagen, geht nur über hochriskante Anlagen Oder, und auch das sollte man eigentlich wissen, gerade wenn man so wie einige dieser Anleger ja auch, sage ich mal, aus einem Beritt kommt, wo man schon mal grob was davon gehört hat, da sollte man wissen, dass 10% auch haarscharf an der Grenze zur Unseriosität sind.
Und diese 10% dann zu bekommen, mag schön sein, nur jetzt, wo unsere Berichterstattung rausgekommen ist, und das sind ja auch viele Hamburger dabei, die werden das Abendblatt gelesen haben, hätte ich eigentlich erwartet, dass zumindest der eine oder die andere zu der Erkenntnis kommt, ach du Scheiße, da sind ja kleine Anleger, kleine Häuslebauer richtig übers Ohr gehauen worden.
Und ich habe noch 10% Rendite bekommen. Also wenn man ein bisschen Anstand in der Hose hätte, sage ich jetzt mal, dann würde man sagen, ich spreche mal mit meiner Finanzberatung und ich spreche vielleicht auch mal mit den Opfern und wir gucken mal, was wir da machen können. Nach unseren Informationen ist da bislang nichts passiert. Und das ist ja das Interessante.
Also diese Häuser, in die die prominenten Menschen investiert haben, nochmal, völlig normaler Vorgang, über 10% Rendite, die versprochen ist. Darüber kann man da kurz nachdenken. Wir haben im Moment so, man so guckt so. Nein, das ist nicht normal. 10% als Garantiezins ist nicht normal. Wenn du dir anguckst, die jüngste Geschichte ist ja auch, dass also aserbaidschanische irgendwie Halbweltgestalten.
Auch da investiert haben. Da zeigt sich ja schon mal, in welchem Umfeld man da unterwegs ist. Du musst ja noch mal erklären, was dann passiert ist. Also diese Häuser wurden in der Regel eigentlich nicht gebaut. Die Menschen, die da Wohnung haben wollten, haben aber Geld vorausgezahlt. Und dieses Geld ist dann irgendwann verschwunden. Da musste teilweise noch Geld nachgeschossen werden.
Aber diese Häuser, das geht hin bis zu einer Baugrube, die die Stadt zuschütten musste. Mit einer Baugrube ging ja auch alles los. Ich habe noch mal unsere Kollegin Juliane gefragt, Ich sagte, du, irgendwann hat uns eine Mail erreicht, dass seit Jahren eine Baugrube in der Nachbarschaft ist. Was da denn los sei?
Und so begann die Recherche. Und ich will jetzt auch dem Family Office nicht unterstellen, dass sie von vornherein diese 10% quasi versprochen haben, mit dem Ziel, am Ende des Tages auch ein paar Leute auflaufen zu lassen. Dass sie aber spätestens, als sie erkannt haben, dass es so nicht mehr funktioniert, Gute Miene zum bösen Spiel gemacht haben.
Und da kommt ja jetzt auch sowas wie Insolvenzverschleppung ins Spiel. Und da würde ich mir wirklich wünschen, dass die Staatsanwaltschaft mit mindestens dem gleichen Eifer, mit dem sie eine Familienstreitigkeit in bekannten Hause versucht zu recherchieren, auch da mal nachhakt, was denn die Großverdiener an Geld rausgezogen haben aus einem Projekt, wo, wie wir jetzt wissen, erwiesenermaßen die kleinen Häuslebauer Zehntausende von Euro verloren haben, wo dann auch noch über Crowdfunding.
Kleinsparer übers Ohr gehauen wurden und ganze Existenzen, nämlich zum Beispiel Handwerker, in die Pleite getrieben wurden. Da erwarte ich jetzt wirklich Aufklärung. Wir sprechen da nicht nur über Zehntausende, sondern teilweise über Hunderttausende. Das geht also bis in den siebenstelligen Bereich. Aber ich will es einmal noch gesagt haben, ich finde, theoretisch könnte man bisher ...
Denjenigen, die da investiert haben, keinen Vorwurf machen. Denn ganz ehrlich, wenn man jetzt mal legt, macht irgendwo eine Geldanlage, man investiert in irgendeinen Aktienfonds oder was auch immer. Und ich weiß nicht, oder eben in ein Hausarbeiter. Da haben wir einen Dissens. Hast du eine Anlage, wo man dir 10% Zinsen versprochen hat? Nein, natürlich nicht. Na guck mal, da geht es doch schon los.
Und das sind ja nicht die Trottel, die noch nie was von Geldanlage gehört haben, die gar nicht wussten, dass 10% nicht seriös sind. Da geht das schon mal los. Die erste Frage ist, mit welchen quasi Family-Office-Leuten umgebe ich mich? Und die zweite Frage, und das ist die jetzt viel drängendere Frage, ist, was mache ich mit diesem Geld?
Nein, vor allem die Frage ist ja jetzt, also das war ich jetzt eben zum Schutz, nicht zum Schutz, aber wie sagt man das denn? Also diese Investoren, also die Menschen, die investiert haben, die Prominenten, Die konnten bisher ja nicht wissen, wenn sie sich nicht darum gekümmert haben, weil sie gesagt haben, ich gebe das alles ans Family Office.
Die konnten ja bisher nicht wissen, dass es diese Häuser. Von denen sie eine Rendite von 10% bekommen haben, dass es die gar nicht gibt. Aber jetzt können sie es... Auch das ist nicht ganz richtig, weil es gab eine Betroffene. Das wollte ich gerade sagen. Stopp, das wollte ich gerade sagen. Also das konnten sie nicht wissen, bis in einem Fall, in einem Fall hat eine Betroffene, jetzt kannst du es wieder sagen, hat eine Betroffene tatsächlich herausgefunden, dass ein bekanntes deutsches Fernsehgesicht in ihr Haus investiert hat und hat dem geschrieben, wussten sie eigentlich, dass dieses Haus, in das sie investiert haben, wo sie offensichtlich eine Rendite von 10% für den Verkauf bekommen, dass es dieses Haus gar nicht gibt.
Und da muss man sagen, es ist natürlich schwach, wenn dann die Betroffenen nicht reagieren oder sich zumindest, also ich würde jetzt an dieser Stelle, wenn ich jetzt wüsste, ich habe investiert in ein Haus und mir wurde 10% versprochen und die 10% sind auch gekommen, da würde ich doch mal gucken, einmal anrufen beim Family Office, sagen sie, welches Haus war das eigentlich, sag mal die Adresse und würde einmal hingucken und wenn da dann ein Haus steht, würde ich sagen, prima, aber wenn da kein Haus steht, würde ich sagen, Moment mal, was ist da eigentlich schief gelaufen, vielleicht passiert das, während wir hier sprechen und wir kriegen es nur nicht mit.
Ich bin da nicht so optimistisch. Wir kennen ja die Namen. Und ich glaube auch, diese Namen werden auch noch bekannt werden. Wir haben die ja mit diesen Vorwürfen konfrontiert. Und was war das Ergebnis? Das Informationsschreiben der Anwälte. Also das zeigt ja offenbar auch, dass man nicht nur die Berichterstattung unterdrücken möchte, sondern auch noch sein Geld, was man ja, wie wir jetzt wissen nach der Lektüre, offenbar unrechtmäßig bekommen hat, das möchte man auch noch behalten.
Und da muss ich ganz ehrlich sagen, da spüre ich in mir echt so einen ziemlich tiefen Zorn, weil ich mir nicht hätte träumen lassen, dass man wirklich so dickfällig sein kann, wenn man sieht, was da passiert. Aber ist es nicht menschlich, ich bin jetzt mal sozusagen die andere Seite, ist es nicht menschlich, man liest das jetzt im Hamburger Abend, hat liest diese Berichterstattung, diese ganzen Dinge, spricht dann mit seinem Family Office und sagt, was ist denn das, seid ihr damit gemeint, da wir natürlich die Namen nicht nennen dürfen zum jetzigen Zeitpunkt, dann sagt zum Family Office, nein, das ist nicht unser Thema oder sagt, weißt du was, das ist völlig übertrieben, da hat es ja eine Pleite gegeben, es hat tatsächlich auch eine Pleite gegeben,
Nämlich des Architekten, der das Ganze entworfen hat und dann der Projektentwickler. Ja, das passiert, ihr wisst doch, sowas passiert doch immer mal auf dem Bau. Aber das war jetzt, das sind Einzelfälle und das Abendblatt, die übertreiben da maßlos und so. Und dann ist es ja so ein bisschen halb, zog es ihn halb Sanger hin, dann denkt man sich so, ach ja, mit das schöne Geld und es ist ja auch alles da.
Ich habe mit dem Family Office immer gute Erfahrungen gemacht. Dann glaubt man denen vielleicht. Naja, aber vergleichen wir es mal mit dem Fall Benko. Wo sitzt denn Herr Benko jetzt? Ja, in Haft. Und Herr Benkert hat auch lange Zeit wunderbare Geschäfte damit gemacht, dass er quasi Dinge verkauft hat und dadurch Geld eingenommen hat und dadurch wunderschöne Renditen bezahlt hat.
Das ist jetzt ein bisschen vereinfacht gesagt, aber wenn man es ganz einfach darlegt, ist ja offenbar mit dem Geld, was die Häuslerbauer verloren haben, wurden die Renditen ausbezahlt. Und wenn da mal richtig recherchiert wird, dann glaube ich, haben die Leute mehr als ein Problem mit ihrem Ruf, dann haben die auch finanzielles Problem.
Natürlich, und die Frage ist, ob das Ganze nicht am Ende ein Schneeballsystem ist. Das kann ja sein, dass es immer weitergeht. Das heißt, es kommt immer neues Geld rein. Vorne wird das Geld wieder ausgezahlt. Aber irgendjemand ist dann im Zweifel, also da geht es dann nicht nur um die, die die Wohnung haben wollten, sondern auch die, die investiert haben und plötzlich kein Geld mehr haben.
Wir werden da dranbleiben. Man kann das alles auf abendblatt.de. natürlich nachlesen. Es ist ein Riesenfall und es ist halt so erstaunlich, was für eine Stille seit der Berichterstattung. Also ich erlebe schon, dass mich viele Leute darauf ansprechen und ich erlebe auch schon, dass bei den Beteiligten eine Unruhe ist, auch weil natürlich alle Beteiligten wissen, ups, diese Namen sind offensichtlich bekannt.
Aber trotzdem ist, glaube ich, die Strategie dann zu sagen, warten wir mal ab, lassen wir Gras über die Sache wachsen. Wahrscheinlich eine, die, wenn ich in der Lage wäre, ich weiß nicht, was ich machen würde, ehrlich gesagt. Aber ich glaube, da würde es einfach nicht für 10% zu irgendwelchen, Ich will jetzt nicht halbwindigen Family Offices gehen und sagen, liegt mir mal mein Geld an und die 10%.
Und wenn du dann erführst, dass diese 10% offenbar nicht auf ganz saubere Art und Weise zustande kommen, dann würdest du glaube ich sagen, okay, dann müssen wir jetzt mal überlegen, wie wir das Thema lösen. Wie gesagt, das vermisse ich noch, aber es ist ja nie zu spät. Es ist ja auch noch ganz, diese ganzen Enthüllungen sind ja auch noch relativ frisch.
Thema Nummer drei, müssen wir uns ein bisschen kürzer halten, weil wir schon ganz schön viel gesprochen haben, ist aber vielleicht auch kürzer zu erzählen. Die Hauptkirchen machen die Silhouette Hamburgs aus sozusagen, also rund um den Michel und die anderen. Und bei einer Hauptkirche, denn bei St. Jakobi, richtig, da ist das mit dem Haupt jetzt so ein Problem.
Ja, also das ist, glaube ich, noch gar nicht in die Köpfe der Hamburger so richtig eingedrungen, was da am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz verkündet wurde. Wir haben ja fünf Hauptkirchen, die wirklich neben dem Rathaus und inzwischen auch mit der Elbphilharmonie so ein bisschen das Hamburg-Bild, das Stadtbild ausmachen.
Man sieht es von den Alsterbrücken und ist dann immer wieder beseelt von diesem schönen Anblick. Da muss man jetzt bald sich eine Kirche rausdenken. Und zwar Sankt Jakobi, denn dieser Turm, das ist ja dieser moderne Turmhelm, der erst in den 60er Jahren 63 draufgesetzt wurde, ist viel zu schwer für das mittelalterliche Gemäuer.
Und man hat jetzt lange versucht, es mit Stützungsanlagen im Turm abzusichern und jetzt am Freitag kam raus, sorry, es geht nicht, das Ding ist zu schwer, das Ding muss runter und damit haben wir bald nur noch vier Hauptkirchen, zumindest vorübergehend, die in dieser Stadt Silhouette sichtbar sind. Was ja auch viele nicht wissen ist, von den 16 höchsten Kirchtürmen sind wie viele in Hamburg?
Fünf. Genau, nämlich unsere fünf Hauptkirchen. Und das ist natürlich schon, muss man sagen, weltweit einzigartig. Und ich bin mal gespannt, was dann da entstehen soll, entstehen kann, entstehen muss. Wie lange wird das dauern? Also wie lange wird die Kirche ohne, wird die Hauptkirche ohne Haupt sein? Also erstmal dauert das, bis überhaupt der Turm abgenommen werden kann.
Das sind ja irgendwie 2500 Tonnen, glaube ich, die er wiegt. Das alleine wird wahrscheinlich bis zum Jahr 2028, also noch zwei Jahre dauern und dann muss man halt gucken, weil natürlich ist eines der Probleme, wenn das Fundament es nicht trägt, kann man auch keinen anderen hohen Kirchturm mauern. Da hat man wahrscheinlich bald ein ähnliches Problem, sodass da wirklich wahrscheinlich viele Statiker und Architekten sich noch Gedanken machen und wie gesagt, das ist halt nicht nur ein Kirchturm, das ist ja ein fester Bestandteil der Hamburger Stadtseeleute.
Der Identität Hamburg, wir drücken die Daumen, wir bleiben auch da natürlich dran. Dran bleiben wir auch an Thema Nummer vier, das nimmt jetzt so ganz allmählich Fahrt auf, man denkt so eigentlich, eigentlich habe ich so am Anfang des Jahres gedacht, Olympia, Olympia Bewerbung in Hamburg. Der dritte Versuch. Wir erinnern uns, beim ersten Mal sind wir gescheitert an Leipzig.
Ich war damals in München dabei und weiß noch, wie der damalige Ministerpräsident gesagt hat, Wolfgang Tiefensee, natürlich machen wir nichts, was die deutsche Einheit anbelangt. und dann stand er da und spielte Cello, glaube ich. Und es ging um den... Bürgermeister war er. Bürgermeister, richtig. Bürgermeister.
Und den älteren, die OSB funktionieren, liefen die Tränen runter und Leipzig bekam den Zuschlag. Gerhard Schröder lachte. Beim zweiten Mal... Das ist übrigens genau der wichtigste Satz bei dieser Beschreibung, weil der politische Druck, dass die Spiele in den Osten gehen, war massiv. Genau. So. So, Leipzig hat natürlich keine Chance als Olympiastandort.
Dann 2015, Hamburg setzt sich gegen Berlin durch. Alles ist klar, der DOSB geht mit Hamburg in eine internationale Bewerbung. Das Einzige, was noch gemacht werden muss, ist das Referendum in Hamburg. Was soll da passieren? Es gab Zustimmungswerte von über 70 Prozent, zumindest in Umfragen, die es damals gab. Und das Referendum fiel anders aus.
48 Prozent waren dafür, 52 Prozent rund dagegen. Und Hamburg hatte sich sozusagen selbst ins Knie geschossen. Jetzt der dritte Versuch dieses Jahr. Und ich hatte neulich die Gelegenheit mit Steffen Rülke zu sprechen. Das ist der Chef des Bewerbungsteams. Und ich dachte, wie gibt es denn sowas wie Euphorie und Begeisterung?
Ich sehe sie aktuell nicht. Aber er sagte, naja, aber eins muss uns allen klar sein. Das finde ich ist ein Punkt, der die Debatte ändern kann. Es laufen jetzt schon Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem DOSB in Sicht der Frage, nicht ob Deutschland dran ist, sondern wann Deutschland wieder dran ist.
Denn eins muss man auch sagen, Deutschland ist halt zuletzt Olympia-Standort gewesen. 1972 in München. 1974 war dann die WM auch in München. Die wir uns auch sehr gerne erinnern, aber leider nicht erinnern können. Also 1972. Und das ist halt irre lange her. Wir reden jetzt über die Jahre, um die es geht, 2036, 2040, 2044, also eine irre lange Zeit.
Und er sagt, eins ist klar, die deutsche Stadt, die jetzt ausgewählt wird, die wird zu 99,9 Prozent Olympiastandort. Und ich finde, das macht das Referendum, was am 31. Mai in Hamburg ist. Ab April werden die Briefwahlunterlagen verschickt. Ganz interessant, weil jetzt die Frage sich nicht stellt, will man Olympia in Deutschland haben, sondern das ist offensichtlich entschieden.
Und dann die Frage, will man, dass es in Hamburg, in München, in Köln oder in Berlin geht, wobei alle Experten sagen, es geht um Hamburg oder München. Und dann stellt man sich durch die Frage, bei all dieser Konkurrenz, die Münchner hatten es schon mal, die Münchner haben so viel, dann würde ich jetzt sagen, Leute, dann Hamburg.
Und es kommt noch hinzu, was ich nicht wusste, weißt du, was der Vizebürgermeister von Paris gesagt hat? Nein. Auf die Frage, was denn seine größte Angst gewesen sei, als Paris sich für 2024 um die Olympischen Spiele beworben hat. Das haben sich auch bewirbt. So ist es, weil er sagt, das war das einzige Konzept, was unserem so ein bisschen so ähnlich war, in Sachen Nachhaltigkeit und so weiter.
Also, was ich damit sagen will, ist, es ist wieder so ein Moment, wo man sagt, man hat vielleicht das selber in der Hand. Kommt noch hinzu, dass es ein Punktebewertungssystem gibt, nachdem der DOSB sich richten möchte. Und dass wir da wohl sehr, sehr gut sind, gerade in Sachen Nachhaltigkeit, kurze Wege und so weiter.
Und wieder vor der Frage stehen, wollen wir uns da selbst ins Knie schießen? Und da habe ich gedacht, wie wird das ausgehen? Keine Ahnung. Also diese Frage zu sagen, ja, das ist natürlich, also es ist ja auch jetzt, haben wir in Paris gesehen, die haben mit Olympischen Spielen keine Miesen gemacht. Da gibt es ja verschiedene Lesarten. Zumindest die Leser des OK, des Organisationskomitees, ist so. Und ehrlich gesagt, die Erinnerung an Paris, die ich habe, das war fantastisch.
Die Bilder waren fantastisch. Ich habe aber auch gedacht, ob wir das so schön hinbekommen hätten. Wie stimmst du ab? Du stimmst mit Ja? Ich stimme mit Ja. Ich habe aber auch vor elf Jahren mit Ja gestimmt, hat auch nicht geholfen. Und am Ende des Tages geht es wirklich darum, die Menschen insgesamt von dieser Idee zu begeistern.
Das ist ja vor elf Jahren nicht geglückt, auch weil man sich damals noch aktiver quasi um die Wahlunterlagen oder dann um die Stimmabgabe kümmern musste. Aber die spannende Frage ist, ob es dieses Mal gelingt. Und nach Stand heute, ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren und von dir überzeugen, Stand heute sehe ich nicht, wie wir signifikant über die 50 rüberkommen wollen.
Wenn ich mir die Stimmung in der Stadt angucke, es wird doch weiterhin viel gemäkelt, viel gemotzt, viel gemeckert. Die Baustellen, die Terrorgefahr, die Mietpreise. Es gibt ja teilweise mehr Bedenkenträger als Kreative. Und da, in so einem Umfeld, wird es eng. Was ich interessant fand, es geht ja gar nicht darum, so viel mehr als 50 Prozent zu bekommen.
Entscheidend ist natürlich, in dem Moment, wo es 49,999 Prozent ist, zieht Hamburg seine Bewerbung zurück. Dann war es das. Obwohl die Zustimmung in der Bevölkerung nur 9 Prozent der Kriterien ausmacht. Das heißt, Berlin macht zum Beispiel kein... Ja, aber du kannst keine Olympischen Spiele gegen die Mehrheit... Nein, aber du hast das 50 Prozent plus eine Stimme.
Und dann ist die Chance da. Und ich glaube, und das habe ich jetzt auch so rausgehört, natürlich am Ende, wer entscheidet das natürlich wieder? Es entscheiden natürlich wieder die Älteren. Also die, weil es die größte Gruppe ist. Die Jüngeren können das auch entscheiden. Die müssten halt nur mal von ihrem Wahlrecht gebrauchen. Ja, weil es sind natürlich die Älteren.
Und das ist sozusagen, glaube ich, was dem Bewerbungsteam so ein bisschen Sorgen macht. Die Frage, wie unterscheiden sich die Älteren? Und ich habe dann mal meinen Vater gefragt, wie er dann abstimmen wird. Ich stimme natürlich mit, nein, wir haben ganz andere Probleme. Und das ist diese Einstellung, die du gerade hast und natürlich löst man mit so einem Nein diese Probleme nicht.
Ich erinnere da immer gern an die Diskussion. Die lief über die Elbphilharmonie bis zum Tag der Eröffnung. Erinnerst du dich? Der größte Wahnsinn, was soll das Ganze? Und seit dem Tag der Eröffnung habe ich kein einziges böses Wort über die, im Gegenteil, alle lieben dieses Haus, sie wird Elfi genannt und so und ich wette mit dir, so wäre es bei Olympischen Spielen auch.
Da würde ich nicht gegenwetten. Ich glaube, das wird genauso sein. Da musst du Überzeugungsarbeit leisten bei deinem Papa. Und da müssen wir vielleicht auch den Menschen nochmal deutlich machen, ja, das ist natürlich mit ein paar Bauarbeiten verbunden, aber die Bauarbeiten werden sowieso kommen. Kommen so oder so.
Und das Schöne ist, in dem Jahr, wo die Spiele beginnen, sind sie dann auch definitiv fertig und gehen nicht bis ins Jahr 2100. Da fangen sie vielleicht wieder erst an. Also da, glaube ich, liegt eine Riesenchance drin. Und du hast es ja, glaube ich, letztes Mal gesagt, das beste Argument für Spiele ist ja eigentlich, dass München sie wiederhaben will.
Dass man also da so viel Erfolg hatte und so gute Erfahrungen gemacht hat, dass man sagt, wir wollen auch mal wissen, dass wir der beste Austragungsort sind. Also meine Hoffnung ist, dass wirklich viele sich da einfach noch einen kleinen Ruck geben und sagen, das ist eine wirklich einmalige Chance für die Stadt, weil genau wie du sagst, wenn die Spiele wirklich nach Deutschland kommen, dann ist in diesem Jahrhundert der Drops auf jeden Fall gelutscht.
Also warten wir ab, da werden wir noch mehrfach drüber sprechen. Jetzt sprechen wir nochmal ganz kurz Drops gelutscht. Wir haben vergangene Woche über das Derby gesprochen, das ist dann 0-0 ausgegangen. Schrecklich, ein schreckliches Spiel. Du warst ja da, ein schreckliches Spiel. Ich war da, es war so kalt.
Das wurde nur dadurch etwas abgemildert, dass das Stadion so pickepackevoll war, dass man, also ich hatte am Anfang so ein bisschen mit einem Kumpel geplaudert und mich so seitlich hingestellt und ich musste schon also relativ massiv meine Schulter drehen, damit ich aus der seitlichen in die frontale Stellung komme.
So kann man wenigstens nicht umkippen. Genau, also umkippen war gar nicht möglich, war auch ganz angenehm, es war ja ein quasi alkoholfreies Spiel und du hast ja sonst immer, ich stehe ja, wie sich das für jeden Fan gehört, So Massen, die sich dann durch die Menschenmenge drücken, um dann das Bier zu holen oder wieder wegzubringen.
Und das war jetzt gar nicht. Es ging auch gar nicht. Es wäre nicht gegangen, du wärst da nicht durchgekommen. Das war also eigentlich, muss man sagen, mit Flutlicht, mit der Tabellensituation. Es war alles angerichtet für ein Fußballfest. Und es wurde also Schmalhans im Quadrat. Es war eines der schlechtesten Spiele.
Und ich habe wirklich viele Spiele am Müller-Tor gesehen, was ich jemals gesehen habe. Und du hast dann in der Konferenz danach gesagt, Nun ist in der Zwischenzeit noch das Spiel nachgeholt worden gegen RB Leipzig. 1-1, das ist ja immerhin, würde ich sagen, ein ganz anderes Spiel. War auch erst mal viel weniger los im Stadion.
Also da muss man auch sagen, wahrscheinlich wegen des Termins, wegen dieser Erfahrung vom Freitagabend und wegen des Wetters haben viele gesagt, ach, verliert mal ohne mich. Da haben sie sich ganz anders präsentiert. Und alle im Stadion haben gesagt, Mensch, mit dieser Einstellung, mit diesem Kampf um den Ball.
Mit diesem Mut auch in Aktion reinzugehen, warum nicht so am Freitag? Ich glaube, dann hätten wir gegen den HSV gewonnen und dann sehe... Die Tabelle und die Stadt Schöner ist. Machst du dir jetzt immer, ich habe ja früher diese, als Uwe Seeler noch erlebte, gab es diese legendäre Internetseite macht-uwe-seeler-sich-sorgen-um-den-hsv.de und wenn man sie aufrief, kam da ein großes, in der Regel ein großes Ja.
Machst du dir, macht Matthias Iken sich große Sorgen um den FC St. Pauli.de? Achso, ich dachte, du wolltest mich fragen, ob ich mir Sorgen um den HSV mache. Nee, da nicht. Weniger, aber natürlich will ich auch, dass Hamburg in der Liga 1 vertreten ist. Ja, ich mache mir schon Sorgen um den FC St. Pauli, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Und wir hören uns nächste Woche wieder bei 0-4-0 Hamburg. Streng vertraulich. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank für all die Menschen, die uns jede Woche anhören. Da freuen wir uns immer und versuchen uns dann noch mehr Mühe in der Woche danach zu geben. Bis nächste Woche. Tschüss. Matthias, du musst auch noch Tschüss sagen. Ach, Tschüss.
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