Aktien fürs Leben

Gute Zahlen, große Nervosität – und ein Klassiker am Wendepunkt

Mittwoch, 28. Oktober 2026 · 34 min

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Shownotes

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In dieser Woche sprechen Petra Ahrens und Timo Pache über:
Wahre Größe: Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé ist ein Klassiker der Aktienanlage, steckt aber seit Jahren in der Krise. Die jüngsten Quartalszahlen fielen aber deutlich besser auf als erwartet – ein Zeichen für eine Trendumkehr?
Deal or no deal: Tesla und Space X sprechen über einen Zusammenschluss: Raketen, Telekommunikation, KI, social Media, E-Autos und humanoide Roboter aus einem Unternehmen – ist das sinnvoll, und wer würde davon – neben Elon Musk – profitieren?
Klein, aber oho: Das US-Unternehmen AppLovin optimiert die Werbeausspielung in Apps und hat daraus eine Gelddruckmaschine gemacht. Der Aktienkurs ist dennoch beinahe kollabiert. Warum nur – und was heißt das für die Zukunft?
Um diese Aktien geht es: Meta (A1JWVX), Hermés (886670), Nestlé (A0Q4DC), Tesla (A1CX3T), SpaceX (A42D4F), Applovin (A2QR0K)
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Keine Anlageberatung oder -empfehlung. Alle Angaben ohne Gewähr, diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.

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Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis. Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung. Alle Angaben sind ohne Gewehr. Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar. Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung. Hallo und herzlich willkommen. Hier sind wir wieder. Und es wird unruhiger an der Börse. Ich glaube, das kann man sagen, Petra. Trotz guter Zahlen für KI-Unternehmen, darüber sprechen wir gleich, ging es ganz schön hoch und runter.

Worüber reden wir noch heute, Petra? Ja, wir kennen Sie alle, die Aktie von Nestlé, die seit einigen Jahren uns relativ wenig Freude bereitet, wenn man sie im Depot hat. Die Halbjahreszahlen zeigten noch ein gemischtes Bild, aber letzte Woche gab es die Zahlen für das Q3. Und die betrachten wir heute genau und schauen, ob jetzt vielleicht die Aktie uns wieder Potenzial bietet.

Und dann sprechen wir über die neue Volte im Riesenreich des Elon Musk. Denn seine beiden Unternehmen Tesla und SpaceX sollen nun auch noch möglicherweise fusionieren. Raketen, Kommunikation, Social Media, humanoide Roboter und E-Autos, alles aus einem Unternehmen. Wobei die E-Autos bei Tesla ja inzwischen so ziemlich das langweiligste sind, was Tesla produziert. Wir fragen, was bringt das und vor allem, wem bringt es etwas?

Und zu guter Letzt haben wir Applovin. Applovin ist ein Unternehmen, das zeigt, wie viel Geld sich mit künstlicher Intelligenz verdienen lässt, wenn sie ein konkretes wirtschaftliches Problem löst. In diesem Fall geht es darum, Werbung effizienter zu machen und Werbetreibenden dabei zu helfen, mit ihrem Budget mehr Kunden zu gewinnen. Applovin ist sozusagen die KI-Maschine hinter der digitalen Werbung.

Und die Zahlen sind beeindruckend. Dennoch gibt es Probleme, die den Aktienkurs aktuell belasten. Das ist dann natürlich ein Thema für uns wiederum. Und an dieser Stelle mein Hinweis, Wer sofort zu einem dieser drei spannenden Unternehmen, oder es sind ja fast sogar vier Unternehmen, springen möchte, kann dies gerne tun und orientiert sich dann an den Timecodes in unseren Shownotes.

Ja, das war ein ganz schönes Auf und Ab an den Märkten in der vergangenen Woche. Petra, du hast es dir wahrscheinlich auch ganz genau angeguckt. Der deutsche Leitindex DAX rutschte erst deutlich ab zu Wochenbeginn, legte dann in der Wochenmitte wieder zu und zum Wochenende ging es wieder ordentlich runter auf aktuell um die 25.100 Punkte.

Ein Grund ist sicherlich die Lage am Persischen Golf. Die immer wieder aufflammenden Angriffe der Houthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und infolgedessen der stark gestiegene Ölpreis. Für Europa liegt er inzwischen bei etwa 115 Dollar je Barrel. Auch in den USA liegt er über der Grenze von 100 Dollar. Und das löst Sorgen aus vor einer neuen Inflationswelle und natürlich auch vor weiteren Zinssteigerungen der Notenbanken.

Petra, habe ich jetzt noch was vergessen, was deiner Ansicht nach dieses Auf und Ab an den Börsen und diese Unruhe ausgelöst hat? Ja, es sind die normalen Themen, die wir hier seit Monaten besprechen, hinzukommt. Aber das hatten wir letzte Woche auch schon, diese Unsicherheiten und Sorgen um hohe Bewertungen und Investitionen im KI-Sektor, die natürlich letzte Woche auch wieder erneut gerade die Tech-Aktien weltweit belasteten.

Und das spüren wir natürlich. Also es wird hier darüber diskutiert, sind die Bewertungen zu hoch, was wir ja schon lange besprechen. Wann werden sich die Investitionen monetarisieren und inwieweit sind die Preise wirklich angemessen. Und hier ist langsam wirklich Druck zu spüren. Und dann, wie du schon richtig erwähnt hast, haben wir natürlich die steigende Inflation und die Befürchtungen und Sorge vor höheren Zinsen, die natürlich dann, Finanzierung und Schulden der jungen oder auch der älteren Tech-Konzerne entsprechend belasten.

Wir werden darauf diese Woche Antworten bekommen. Wir haben die Zinsentscheide. Am Mittwoch kommt die FED, am Donnerstag die EZB. Erwartet wird zunächst einmal ein unveränderter Zinsentscheid. Alles andere würde uns völlig aus den Socken reißen. Das wird noch spannend werden. Lass uns noch mal kurz über die KI-Zahlen sprechen. Meta hat ja in der vergangenen Woche auch Zahlen vorgelegt. Die waren ja zunächst mal, wenn man sich Umsatz und Gewinn anschaut, sensationell.

Der Konzernumsatz bei Meta stieg um 26 Prozent im abgelaufenen Quartal auf fast 65 Milliarden Dollar und es gab einen Gewinn von fast 10 Milliarden Dollar. Das ist ja eine gute Verdreifachung, fast Vervierfachung gegenüber dem Vorjahresquartal. Trotzdem hat die Aktie in der vergangenen Woche massiv verloren.

Das hängt zusammen mit den hohen Investitionen, die Meta-Chef Mark Zuckerberg da für KI gerade angekündigt hat. Er will 135 Milliarden US-Dollar alleine in diesem Jahr in den Ausbau der KI-Infrastruktur seines Konzerns stecken. Das ist total irre von den Zahlen. Aber ich verstehe nicht, auf der einen Seite, die Umsatzzahlen geben ihm ja scheinbar erst mal recht. Es läuft gut für sein Unternehmen.

Und trotzdem straft die Börse diese Umsatzentwicklung am Ende ab in einem massiv sinkenden Aktienkurs. Die Aktie steht zu Wochenbeginn bei 640 Dollar. Das ist der niedrigste Wert seit Wochen. Und wie erklärst du dir diese Schizophrenie an der Börse? Absolut. Also Meta zeigt den Wahnsinn, den wir hier gerade durchleben, als ob das jetzt etwas völlig Neues ist.

Es ist natürlich klar, wenn ich diese unfassbaren 135 Milliarden Dollar in KI stecke, habe ich natürlich weniger Geld in der Kasse. Und was hier die Anleger schockiert hat, war nicht dieser satte Gewinn von 26 Prozent in einem Quartal, sondern auf der anderen Seite der plötzlich negative Cashflow von über zwei Milliarden US-Dollar.

Das heißt also im Grunde genommen, Mark Zuckerberg hat kein Cash mehr in der Kasse, um zukünftige Investitionen zu tätigen. Und dann fehlt hier natürlich so ein bisschen die Fantasie und die Anleger geraten in Panik und fokussieren sich dann auf so Nachrichten wie KI-Milliarden fressen Meta-Cashflow auf.

Das ist der Grund, warum letzte Woche die Aktie wirklich um zehn Prozent nochmal eingesackt ist. Ja, aber Mark Zuckerberg würde doch jetzt sagen, naja gut, das ist halt meine Investition in zukünftige Umsätze und wir werden das alles wieder reinholen. Ich weiß, es gibt daran berechtigte Zweifel, dass das tatsächlich passieren kann bei den gigantischen Summen, um die es hier geht.

Ich habe mich danach gefragt, es gab etliche Analystenkommentare, die trotzdem das Ziel für die Meta-Aktie deutlich angehoben haben, aufgrund dieser gestiegenen Umsatz- und Gewinnzahlen. Ich glaube JP Morgan sagt 900 bis 940 Dollar inzwischen als Ziel für die Aktie. Der Markt glaubt das aber offensichtlich gar nicht und schickt die Aktie erstmal auf Talfahrt. Das ist irgendwie so das, was ich überhaupt nicht zusammenbringe.

Ich weiß natürlich auch nicht, die Häuser, die diese Analysten haben, inwieweit sie auch diese Aktien entsprechen, in deren Portfolios haben und ob das so eine interessenskonfliktfreie Wahrnehmung ist. Aber grundsätzlich ist es halt einfach so, es fehlt zukünftig Geld, um weiterhin die Investitionen zu tätigen. Das alles kann noch nicht.

Wir haben einen Umsatz, wir haben aber noch keinen Gewinn. Und irgendwo hört das Ganze jetzt auf. Und da finde ich es ganz selbstverständlich, dass die Anleger vorsichtig werden und einfach Kasse machen. Wir werden die nächsten Zahlen ganz genau beobachten müssen. Wenn jetzt hier dazu auch noch eine Umsatzstagnation oder ein Rückgang kommen sollte, dann haben wir hier wirklich ein Platzen einer Blase, will ich es nicht sagen, ein Platzen von hohen Bewertungen.

Und dann kommen wir vielleicht wieder auf ein angemessenes Niveau zurück. Das wäre meine Wunschvorstellung, um die Objekte der Begierde mal etwas günstiger wieder ins Depot aufzunehmen. Dann kommen wir noch. Platzen der Blase und Objekte der Begierde sind zwei gute Stichpunkte für den anderen Sektor, über den ich einmal kurz mit dir sprechen wollte, nämlich den Luxussektor.

Da gab es ja in der vergangenen Woche gute oder sage ich mal stabile Zahlen von Hermes. Umsatz ist leicht gestiegen, auch währungsbereinigt. Trotzdem hat die Aktie nochmal massiv eingebüßt Und die befindet sich ja ohnehin schon seit Monaten in einem konstanten Sinkflug. Ich glaube, die Aktie ist inzwischen deutlich unter 1300 Euro.

Ja, seit Jahresbeginn Kurshalbierung. Ja, richtig. Und ich weiß, dass das für dich ja irgendwie ein durchaus attraktiver Sektor ist. Und wir haben häufig über die Unternehmen in diesem Bereich gesprochen. LVMH, Kehring zum Beispiel. Und alle diese Aktien sind ja derzeit massiv unter Druck. Die Geschäfte laufen so lala, sie laufen häufig auch nicht so gut wie bei Hermes.

Also ich finde es schon interessant, dass Hermes da jetzt in Sippenhaft genommen wird für den gesamten Sektor. Und trotzdem frage ich mich auch, ist das jetzt noch angemessen, weil das ja ansonsten immer noch sehr hochprofitable Unternehmen sind, aber diese Halbierung der Aktien, bei LVMH reden wir inzwischen über einen Kurs von 380, 382 Euro, auch das ist ja mehr als eine Halbierung gegenüber den Höchstwerten, die wir hier vor 12, 18, 24 Monaten mal gesehen haben.

Wie gehst du damit um, wie bewertest du das? Also ich hatte mal gesagt, dass das Kaufkurse sind, aber ich muss meine Meinung ein wenig anpassen. Also ich kaufe momentan nicht im Luxusgütersegment nach, weil einfach das Thema aktuell unattraktiv ist und solange ich da aus Asien keine positiven Vorzeichen bekomme und China hat immer noch die Immobilienkrise, also da wird sich erstmal nichts bewegen, sind die Kurse zwar attraktiv von der Bewertung hin, das Thema ist aber nicht attraktiv.

Und deswegen sehe ich hier momentan wenig Potenzial. Ich beobachte das weiter, steige aber hier noch nicht ein. Da muss erst mal sich die Gesamtgemengelage ändern für diesen Sektor und es muss positiver wahrgenommen werden. Das haben wir aktuell nicht. Ja, vor fast exakt einem Jahr hatten wir Nestle hier im Podcast im Update.

Der Kurs stand damals bei 75 Schweizer Franken mit einem 19er KGV. Bis heute hat sich nicht wirklich viel getan. Der Kurs notiert momentan circa 12 Prozent höher, liegt bei 83 Schweizer Franken. KGV ist leicht auf 22 gestiegen. Und wenn wir uns mal den Kursverlauf im Chart ganz optimistisch betrachten, könnte man eine vorsichtige Bodenbildung erkennen. Also schauen wir jetzt mal ein bisschen genauer hin.

Schließlich suchen wir ja auch an dieser Stelle immer eine Alternative im aktuellen Abwärtstrend der Märkte, wenn man das so nennen mag. Wir müssen Nestlé an dieser Stelle gar nicht mehr großartig erklären. Der Konzern hat über 270 angeschlossene andere Unternehmen und Beteiligungen, ist weltweit mit 300.000 Mitarbeitern tätig und hat.

Geschäftsmodelle mit der Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln und anderen Sachen in den Bereichen Nestlé Waters. Es gibt Babynahrung, Nährstoffe, es gibt die gemeinschaftliche Verpflegung, Tierfutter, medizinische Nahrungsergänzungsmittel, Hautpflegeprodukte. Also im Grunde genommen eine ganz globale Präsenz mit über 2000 Marken, einem breiten Burggraben, loyalen Konsumenten.

Deswegen zählt für mich oder für uns diese Aktie auch ganz klar für die Aktien fürs Leben, aber halt nicht auf Sicht der letzten Jahre. Genau, darauf wollte ich ganz kurz mal zu sprechen kommen. Du hast den breiten Burggraben ja schon angesprochen. Nestlé mit diesen ganzen Produkten, tief verankert im Alltag von Millionen und Milliarden Menschen weltweit.

Und das haben sie ja eigentlich auch über viele Jahre sehr, sehr profitabel gemacht und machen es ja im Grunde genommen auch immer noch. Was wir jetzt allerdings gesehen haben in den vergangenen fünf, sechs Jahren ist eine ganz klare Stagnation beziehungsweise auch sogar ein Rückgang, sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.

Der Umsatz ist runtergekommen von, deutlich über 90 Milliarden Schweizer Franken auf zuletzt 89 Milliarden Schweizer Franken und auch der Gewinn ist deutlich gesunken von, sage ich mal, ich nehme mal jetzt die ganz großen Ausreißer raus, 11, 12 Milliarden Schweizer Franken, zuletzt auf 9,25 Milliarden Schweizer Franken.

Das kann man jetzt sagen, ist immer noch ganz profitabel. Da springt ja auch noch eine Dividende raus. Da kommen wir vielleicht auch gleich nochmal drauf. Trotzdem ist die Aktie deutlich runtergekommen in den vergangenen Jahren von über 130 Schweizer Franken. Du hast es gesagt, auf zuletzt jetzt etwas über 80 Schweizer Franken.

Der Grund für diesen Rückgang und die Stagnation ist ja, kann man ja erklären, es ist irgendwie gestiegene Rohstoffkosten, Einkaufskosten für diese ganzen Lebensmittelprodukte oder auch für Kosmetikprodukte, die ja häufig auch auf Rohstoffen wie Erdöl basieren beziehungsweise hohe Energiekosten, die da reinfließen.

Kaffee, Kakao, Verpackungen, alles richtig. Genau so. Und auf der anderen Seite hast du eine hohe Inflation in den wichtigen Märkten von Nestlé. Die führt zu einer Konsumzurückhaltung. Die Leute steigen um eher auf No-Name-Produkte, statt auf KitKat und die anderen Produkte, die es so aus dem Reich von Nestlé gibt.

So, das ist alles erklärbar. Jetzt wäre meine Frage, die Aktie ist ja, Stichwort hoher Burggraben oder breiter Burggraben, trotzdem irgendwie nach wie vor eine sehr attraktive. Die haben jedes Jahr ihre Dividende gesteigert. Die Dividendenrendite liegt bei knapp 4%, 3,8% etwa aktuell. Ist das jetzt für dich irgendwie sozusagen eine interessante Gelegenheit, sich diese Aktie mal wieder näher anzugucken oder wie blickst du da drauf?

Ja, absolut. Und wir sehen es auch an den Q3-Zahlen, die ja jetzt plötzlich über den Erwartungen lagen. Wir hatten die Halbjahreszahlen, die zeigten noch ein gemischtes Bild. Und im Grunde genommen, wir kennen jetzt die Probleme. Und Nestlé kennt sie natürlich auch. Und der CEO Philipp Navasil muss jetzt das Wachstum beschleunigen.

Er fokussiert sich auf bestimmte Geschäftsbereiche. Er kontrolliert die Kosten etwas mehr. Natürlich muss er zusehen, dass bei all diesen Umstellungen und Einsparungen, auch bei dem Abbau der Stellen, die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin stark bleibt. Und natürlich muss er auch gucken, dass ohne großartige Innovationen oder Markenpflege das ganze Geschäftsmodell nicht beschädigt werden kann. Aber ich glaube, das hat er im Griff und auch die Gefahr, dass er halt die Preise erhöht aufgrund dieser höheren Rohstoffkosten.

Ist halt auch, wenn du hohe Preise hast, drückt das wiederum die Absatzmengen. Auf der anderen Seite, wenn du unveränderte Preise hast, drückt das die Margen. Aber das ist Schnee von gestern, was wir hier haben. Und wenn wir uns jetzt mal die neuesten Zahlen vom 22. Oktober angucken, dann sieht man schon, das organische Wachstum von 4 Prozent, das bestätigt schon so ein bisschen die Jahresprognose weiterhin.

Und da siehst du auch die Fortschritte bei der Rückkehr zum stärkeren Mengenwachstum. Und wir haben hier ganz klare Vorteile. Wir haben dieses klassische Vitamingeschäft, was jetzt verkauft wurde. Also man fokussiert sich auf andere Geschäftsbereiche. Wir haben nach der Übernahme der Kontrolle über diese russischen Aktivitäten durch russische Stellen, hat Nestle das Geschäft ja ab September aus dieser konsolidierten Berichtserstattung herausgenommen.

Das Unternehmen bleibt halt nach eigenen Angaben rechtlicher Eigentümer, kann die Aktivitäten selbst nicht mehr kontrollieren. Das ist besonders wichtig zukünftig. Dann hat man die Probleme im Wassergeschäft neu aufgestellt. Also die Nachrichten zeigen so ein bisschen zwei Seiten derselben Medaille. Einerseits trennt sich Nestle von Geschäftsbereichen, die nicht mehr optimal zur Strategie passen.

Andererseits sind Verkäufe und die Restrukturierung ein Zeichen dafür, dass der Konzern sein bisheriges Modell überprüft. Und in den Zahlen sehen wir, dass er das ganz gut macht. Und daher finde ich die Bewertung der Aktien momentan höchst spannend und interessant. Ja, die von Tech-Milliardär Elon Musk geführten Unternehmen Tesla und SpaceX prüfen einen rekordverdächtigen Zusammenschluss. Das wäre er tatsächlich allein, wenn man schon die Börsenwerte dieser beiden Unternehmen nimmt.

Der Autobauer und die Weltraumfirma hätten auf Wunsch von Aktionären, so hat es Musk in der vergangenen Woche in einer Videokonferenz erklärt, hat, spezielle Ausschüsse gebildet, um einen gemeinsamen Zusammenschluss zu prüfen. Er selbst, das fand ich lustig an der Meldung, sei nicht Teil dieser Ausschüsse, aus Compliance-Gründen.

Musk ist ja bekanntermaßen Großaktionär sowohl bei SpaceX als auch bei Tesla. Und bei SpaceX kann er sowieso durchregieren, wie er will. Bei Tesla kann er das nicht. Deswegen hat er auch ganz vorsichtig hinzugefügt, er fände die Idee persönlich gut. Aber er könne nicht sagen, ob es am Ende wirklich dazu kommt, weil eben bei Tesla die Zustimmung von mindestens 50% aller Tesla-Aktionäre dafür notwendig wäre.

Und dafür reicht sein Stimmenanteil bislang nicht. SpaceX ist an der Börse etwa 2,2 Billionen Dollar wert, Tesla gut 1,5 Billionen Dollar. Also das wäre wirklich gigantisch, was sich da zusammenbaut. Petra, was glaubst du, bei so einer Fusion, wer profitiert da am meisten, wer hat am meisten davon? Es sind beides unglaubliche Zukunftstechnologiekonzerne und um zu sehen, ob der ein oder andere davon mehr profitiert, müssten wir jetzt in beide Unternehmen reinschauen.

Wenn wir uns Tesla weiterhin angucken, die Zahlen für das dritte Quartal wurden gerade erst frisch veröffentlicht, die zeigen halt immer noch, wie schwierig die Situation ist. Also die Analysten haben es positiv aufgenommen. Ich finde es weniger positiv. Also man hat gesagt, die Entwicklung der Fahrzeugauslieferungen gestaltet sich positiver.

Die lagen immer noch über zwei Prozent weniger als im Vorquartal. Analysten haben halt mehr erwartet. Deswegen sagt man jetzt, die Auslieferungen stabilisieren sich. Wir dürfen aber hier natürlich den Fehler nicht machen, wenn wir über Tesla sprechen, dürfen wir nicht nur auf die Autos schauen. Die eigentliche Zukunftswette von Elon Musk ist ja vielmehr, dass Tesla irgendwann Geld mit Software, mit dem autonomen Fahren und mit den humanoiden Robotern macht.

Und das sind natürlich Zukunftsbereiche und das sehen wir auf beiden Seiten, die rechtfertigen einen Teil der Fantasie, auch der Kurse. Wie viel sie aber heute tatsächlich wert sind, hängt davon ab, wie schnell aus den Versprechen, die getätigt werden, dann auch tatsächlich Umsätze und Gewinne realisiert werden.

Das kann man halt schlecht beurteilen. Und wenn wir uns mal diese neuesten Präsentationen angucken. Timo, hast du gesehen, der Roadster, der Düsenantrieb hat und fliegen kann. Den wollte ich mir auch kaufen. Ja, also super, dass wir sowas haben. Ich stelle mir aber echt die Frage, natürlich Elon Musk ist ein Genie, aber wo bitteschön soll der zum Einsatz kommen?

Also wir haben hier unglaublich viel Fantasie und deswegen die Fantasie, die ich sehe, sehe ich überwiegend bei SpaceX. Das halte ich für ein ganz spannendes Unternehmen, weil wir haben hier keinen Raketenbauer und Anbieter. Wir haben hier wirklich auch einen breit aufgestellten Technologiekonzern. Besonders wichtig hier ist Starlink natürlich. Dazu kommen Raumfahrtaufträge für die staatliche und kommationelle Nutzung.

Und dann haben wir, und das ist das große neue Segment, haben wir die künstliche Intelligenz. SpaceX investiert auch massiv in Rechenzentren und Rechenleistungen. Genau, und das haben wir ja auch in den vergangenen Quartalszahlen gerade gesehen. Der Umsatz bei SpaceX ist quasi explodiert. Bei Tesla stagniert er ja im Grunde genommen auf einem vergleichsweise hohen Niveau bei etwa 28 Milliarden US-Dollar.

Gewinn ist dort deutlich eingebrochen. Bei SpaceX andersherum. 14,6 Milliarden US-Dollar Umsatz im vergangenen Quartal nach 7,8 Milliarden im Vorquartal. Und der Gewinn erstmals, tatsächlich ein Quartalsgewinn von sage und schreibe 4,4 Milliarden US-Dollar. Und man fragt sich, woher kommt das? Weil so viele Raketen haben sie ja jetzt auch nicht ins All geschossen.

Nee, das sind tatsächlich Rechenzentren. Wir erinnern uns, Elon Musk hat all seine anderen Projekte wie X, diesen Kommunikations- und Social-Media-Kanal, aber auch seine KI-Projekte in SpaceX vor dem Börsengang eingebracht. Dort investiert er massiv in den Aufbau von Rechenzentren und Rechenkapazitäten, ähnlich wie das Mark Zuckerberg bei Meta tut. Und das funktioniert offensichtlich ganz gut, dieses Geschäft, diese Rechenzentren zu vermieten.

Er hat ja auch die wilde Idee, diese Rechenzentren künftig im All zu betreiben. Da mache ich mal noch ein großes Fragezeichen dahinter. Aber gut. Man weiß ja nie, was bei ihm noch alles kommt. Also wir können mal kurz ein Zwischenfazit ziehen, finde ich. Also wenn man sich die beiden Unternehmen anschaut, Tesla und SpaceX, also Tesla würde mehr profitieren.

SpaceX liftet im Grunde genommen gerade die Geschichte von Tesla, wenn man die beiden Unternehmen zusammenbringen würde, weil bei Tesla so ein bisschen die Luft raus ist. Das E-Auto-Geschäft hast du gesagt. Und was mit den Robotern wird, ja, kann irgendwie ein großes Geschäft werden, Da gibt es auch andere, die in dem Bereich unterwegs sind, Chinesen, europäische Unternehmen.

Ob da wirklich Tesla ganz vorne mit dabei spielen wird, weiß ich nicht. Die spannende Geschichte ist SpaceX. Tesla würde davon allerdings profitieren, von so einem Zusammenschluss, mutmaßlich. Jetzt frage ich mich aber auf der anderen Seite auch, wie nachhaltig sind denn die Zahlen bei SpaceX? Weil wenn die ganzen Analysten und Bankanalysten jetzt sagen, naja, ob diese KI-Rechenzentren Bonanza irgendwie so dauerhaft trägt, weiß man auch nicht. Deswegen sind ja alle bei Tech-Aktien gerade so vorsichtig.

Warum soll das bei SpaceX nicht auch gelten? Und das Geschäft ist in vielleicht zwei, drei Jahren schon wieder futsch. Wir haben hier mehrere Fragen, die wir einfach nicht klären können. Also wir haben klare Fakten, also Tesla muss beweisen, dass die Zukunftsvisionen rund um dieses autonome Fahren, KI, Robotik tatsächlich Gewinne erzeugen und die aktuelle Gewinnentwicklung ist für mich eine ganz klare Warnung.

Und hier muss eine langfristige Strategie bewiesen werden, wenn sie scheitert, bringt uns eine Investition in Tesla nicht wirklich was. SpaceX wiederum überzeugt halt derzeit wirklich mit starkem Wachstum und auch dieser bemerkenswerten Ergebnisverbesserung. Gleichzeitig haben wir hier die hohen Investitionen in KI. Und dann müssen wir uns die Frage stellen, wie sieht denn überhaupt eine mögliche Fusion aus?

Also die wirft ja in sich schon schwierige Fragen auf. Wie werden die beiden Unternehmen bewertet im Falle einer Fusion? Wie werden Aktionäre beteiligt? Welche Synergien können hier tatsächlich realisiert werden? Es gibt Interessenskonflikte. Wie werden die behandelt werden? Also Fakt ist, die mögliche Fusion macht beide Aktien interessanter, aber auch komplizierter.

Daher muss man hier erst mal abwarten, wie das hier weitergeht. Also auf mich wirkt dieses ganze Projekt so ein bisschen wie die klassische Hybris von Elon Musk selbst. Nämlich das ist irgendwie total größenwahnsinnig. Es ist irgendwie auch faszinierend und interessant. Also ich gucke dem gerne zu und verfolge das alles. Aber ob ich hier als Aktionär investiert sein möchte, da bin ich mal sehr, sehr vorsichtig.

Im Zweifelsfall ist es halt irgendwie einfach Spielgeld, womit man irgendwie so ein bisschen Unterhaltung hat in meinen Augen. Ja, kommen wir zu Applovin. Ich habe da was rausgesucht und wenn wir uns den Namen Applovin anhören, handelt es sich dabei nicht um eine Dating-Plattform, die wir hier präsentieren wollen.

Also stellen Sie sich vor, Sie öffnen ein kostenloses Handyspiel, Sie spielen ein paar Minuten, bekommen Werbung angezeigt und kaufen vielleicht später etwas, das Ihnen in der App empfohlen wird. Hinter diesem Prozess steckt ein Unternehmen wie Applovin. App Lavin verdient sein Geld damit, Werbung in Apps möglichst effizient zu platzieren.

Der Clou dabei ist, künstliche Intelligenz soll vorhersagen, welcher Nutzer welche Werbung sehen sollte, damit die Werbekunden möglichst viel Umsatz erzielen. Und das machen sie sehr, sehr gut, weil das Unternehmen wächst rasant, verdient außergewöhnlich viel Geld und profitiert natürlich vom Trend zu KI-gestützter Werbung. Das Unternehmen selbst wurde 2012 im kalifornischen Palo Alto gegründet.

2021 ging AppLavin an die Börse. Zunächst war das Unternehmen sowohl im Werbetechnologiegeschäft als auch im eigenen mobilen Spielbereich aktiv. Der entscheidende strategische Schritt erfolgte in 2025. Da trennte sich nämlich das Unternehmen von seinem Spieleportfolio und konzentrierte sich stärker auf das markenstarke Werbetechnologiegeschäft.

Und damit wurde aus diesem Unternehmen, das unter anderem auch Spiele entwickelte, zunehmend die Plattform, die mithilfe von Daten und KI-Werbung entsprechend sich selbst optimiert. Und das Herzstück dieses Unternehmens ist halt diese Werbetechnologie rund um Axon oder Exon. Das sind KI-Modelle, die Signale analysieren und prognostizieren, welche Werbung bei welchem Nutzer besonders wahrscheinlich zu einer gewünschten Aktion führt, etwa einem Download oder einem Kauf.

Und dann gibt es noch die Vermittlung von Werbung. Apploving bringt Werbetreibende und die Appentwickler selbst zusammen. Die Werbekunden wollen Kunden gewinnen und die Entwickler von den Apps wollen natürlich eine Monetarisierung darstellen und das Unternehmen Apploving verdient an der Vermittlung und Optimierung der Werbeausspielung.

Total interessantes Geschäftsmodell. Hat Apploving nicht exklusiv, sondern da gibt es auch noch andere Anbieter in dem Bereich. Kommen wir vielleicht auch gleich nochmal drauf. Aber wirklich super, super interessant und wir sehen hier, du hast es auch schon angesprochen, eine rasante Entwicklung sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.

Der ist in den vergangenen fünf, sechs Jahren im Grunde genommen hat er sich verfünft, versechsfacht von knapp einer Milliarde US-Dollar auf zuletzt 5,5 Milliarden. Und wenn man mal ein Unternehmen möchte, was wirklich richtig viel Geld verdient, dann ist man hier genau richtig, denn von diesen 5,48 Milliarden US-Dollar.

Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr blieben am Ende 3,43 Milliarden als Nettogewinn übrig. Da bin ich jetzt gleich gespannt auf deinen Rosie, den du bestimmt aus der Tasche ziehen wirst. Oh ja, Spoiler. Also aber, aber, aber, aber, trotzdem, also die Aktie hat sich entsprechend eigentlich entwickelt, wie man es erwarten würde.

Die stand irgendwo 2023, 2024 noch irgendwo so bei um die 10, 15, 20 US-Dollar und ist dann raketenmäßig durch die Decke gegangen, gestiegen bis auf 700 US-Dollar ungefähr, sogar ein bisschen drüber noch im Höchstkurs. Und dann aber rasant wieder runtergekommen und aktuell notiert sie bei 260, 265 US-Dollar, obwohl, muss man ja sagen, sich an den Geschäftszahlen jetzt noch gar nicht so wahnsinnig viel geändert hat.

Die sind nach wie vor recht profitabel unterwegs, kommen wir auch gleich nochmal drauf. Also was, Petra, hat diesen Absturz der Aktie verursacht? Also zum einen sicherlich die enorm hohe Bewertung, die wir jetzt aufgrund wirklich toller Zahlen gesehen haben. Wir sehen in den Zahlen weiterhin ein kräftiges Wachstum und das Management hat auch die Prognosen bereits bestätigt.

Zugleich erklärt aber auch AppLavin, dass die höheren Rechenkosten für Training und den Betrieb der KI-Modelle auch weiterhin berücksichtigt werden müssen. Also hier wird so ein kleiner Dämpfer kommen. Und dann haben wir so ein bisschen Reputationsprobleme bei App-Loving. Das heißt, wir haben einen Streit mit Unity, das ist ein Konkurrenzunternehmen im Grunde genommen, um die Werbedaten zu erzeugen.

Ende September, Anfang Oktober eskalierte dieser Konflikt zwischen den beiden und AppLovin wirft Unity vor, über dessen. Software vertrauliche Informationen aus Werbeauktionen gesammelt zu haben und dann für deren eigenen Modelle genutzt zu haben. Das Problem dabei ist, das ist ein offener Rechtsstreit, der noch nicht entschieden wurde und das ist natürlich ganz klar, könnte das.

Entscheidend sein, wenn das hier nicht zugunsten von Apploving ausfällt, dass hier natürlich gerade das Modell der KI-basierten werbetreibenden Erträge, die wir hier haben, so ein bisschen ins Stocken gerät. Weil wir dürfen nicht vergessen, das Besondere an diesem Geschäftsmodell ist der Hebel, dass wenn Apploving die KI verbessert und dadurch halt mehr Nutzer auf Anzeigen reagieren und mehr Käufe auslösen können, steigt sofort der wirtschaftliche Wert der Plattform für die Werbekunden.

Das bedeutet, Apploving kann dadurch wachsen, ohne die Kosten im gleichen Tempo erhöhen zu müssen. Wenn dieses Geschäftsmodell jetzt ein bisschen konterkariert wird, bringt das natürlich unsicher hinein. Und dann haben wir noch eine Klage aus San Diego wegen Werbung auf Kindergeräten. Das ist auch ganz frisch. Das war gerade im Anfang Oktober gab es eine Klage.

Darin wird App Loving unter anderem vorgeworfen, auf Geräten von Kindern trotz elterlicher Schutzmaßnahmen problematische Werbung ausgespielt zu haben. Und das ist natürlich, hier drohen dem Unternehmen vielleicht Reputationsschäden, wir haben vielleicht strengere Datenschutzauflagen, stärkere Kontrolle auf das Werbegeschäft und das hat den Kurs letztendlich natürlich mit dieser ganzen Software-Wahrnehmung Sorge entsprechend nach unten getrieben.

Aber darauf genau wollte ich hinaus. Ich glaube ja, der Kursrückgang hat ja schon Ende 2025, Anfang 2026 eingesetzt. Das heißt, da können jetzt nicht nur die Klage und irgendwie ein Rechtsstreit mit Unity irgendwie den Ausschlag gegeben haben. Und ich habe mich gefragt, also du hast gerade angesprochen, die Skalierbarkeit dieses Geschäfts, das ist natürlich faszinierend, das ist total klar.

Die können das Geschäft im Grunde genommen beliebig ausweiten, ohne ihre Kosten steigern zu müssen. Das ist traumhaft, das möchte jeder haben. Auf der anderen Seite sind sie, und KI ist da ein ganz wesentlicher Treiber für, auf der anderen Seite sind sie natürlich durch KI möglicherweise auch angreifbar, habe ich mich zumindest gefragt.

Also wird ihnen nicht eigentlich eher ihre Stärke auch ein Stück weit zum Verhängnis, weil andere mit ähnlichen KI-Tools ähnliche oder vielleicht sogar bessere Ergebnisse erzielen, können und diese vermeintliche, Lizenz zum Gelddrucken, die haben Sie gar nicht so wahnsinnig exklusiv, sondern die kann Ihnen auch relativ schnell vielleicht wieder abhanden kommen.

Und dann stehen Sie irgendwie ganz blöd da. Ist das möglicherweise Ausdruck in diesem Aktienkurs? Und wenn ich dann jetzt sehe, ja, okay, die Aktie ist bei 265 Dollar wahnsinnig attraktiv, gerade im Vergleich zu den Kursen der letzten 18 Monate, KGV von 17, wie gehe ich denn jetzt dann mit diesem Kurs trotzdem um?

Und das ist genau die Frage, die du da stellst. Der Wettbewerb ist ja, es ist ja auch nicht Unity, es ist ja auch Google und Meta, die ähnlich leistungsfähige Werbeplattformen haben. Also es wird gerade angezweifelt, dass diese leistungsstarke KI, die AppLoving so hochgetrieben hat, vielleicht in Zukunft nicht mehr das bringt, was wir hier haben.

Aber da müssen wir uns wirklich mal die Zahlen anschauen. Wir haben einen Umsatz von 5,48 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 3,43 Milliarden US-Dollar. Das ist ein ROSI, ein Return on Capital Employed von 78 Prozent. Also wirklich hoch profitabel. Das hätte ich mir vielleicht noch bei einem Kurs von knapp 800 US-Dollar überlegt.

Aber wir haben jetzt ein 16er KGV, wir liegen bei 260. Also du hast eben bei unserem vorherigen Kandidaten von Spielgeld gesprochen. Da muss ich sagen, bei all den Erwartungen und bei der Unsicherheit über die weitere Modellverbesserung, starke Konkurrenz, sage ich, ist dieser Kursabschlag hier wirklich nicht gerechtfertigt.

Also wenn ich über Spielegeld spreche, dann würde ich es hier in der Tat investieren. Alles klar. Botschaft ist angekommen. Petra, vielen Dank. Vielen Dank für diese Folge. Und wir sagen danke fürs Zuhören. Das war mal wieder Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Kapital. Wir wünschen eine wunderschöne Woche.

Und sagen bis nächste Woche. Wir hören uns. Bis dann. Tschüss.

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