Auf dem Weg als Anwält:in

Shiffrin & Odermatt: Wenn der Kopf vor Gericht blockiert | Matchball-Momente 7

Dienstag, 27. Oktober 2026 · 13 min

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Shownotes

Duri Bonin überträgt Techniken aus dem Spitzensport auf Anwaltsprüfung, Gerichtsverhandlung und Einvernahme: Was Aufmerksamkeit bindet und wie Atem, innere Sätze und Wenn-dann-Pläne den nächsten Schritt vorbereiten.
Warum fehlt in der Anwaltsprüfung oder vor Gericht plötzlich der nächste Gedanke, obwohl das Wissen da ist? Duri Bonin erklärt, wie Druck Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Sprechen verändert.

In Teil 7 von «Matchball-Momente» greift er Beispiele von Mikaela Shiffrin, Marco Odermatt und Michael Phelps auf und überträgt Techniken aus dem Spitzensport auf die juristische Praxis. Anwält:innen und Staatsanwält:innen erfahren, wie Atem, innere Sätze und Wenn-dann-Pläne den Weg zurück zur Aufgabe vorbereiten – auch bei der ersten Gerichtsverhandlung oder Einvernahme.

Die Frage der Prüfungskommission ist noch nicht zu Ende. Im Kopf läuft bereits eine zweite Prüfung: «Was ist, wenn ich die Antwort nicht weiss? Merken die anderen, dass ich nervös bin?» Wer jetzt auf die eigentliche Frage antworten soll, muss den Sachverhalt ordnen, während die Sorge um den eigenen Auftritt Aufmerksamkeit beansprucht. Vor Gericht kann dieselbe Konkurrenz entstehen.

Warum kann ein kurzer Satz, ein vertrauter Song oder ein vorbereiteter Atemzug hier helfen? Duri Bonin geht in dieser Folge von «Matchball-Momente» den Mechanismen hinter den Routinen nach. Der Zürcher Strafverteidiger verbindet Beispiele aus dem Spitzensport mit Anwaltsprüfung, Gerichtsverhandlung und schwierigen Mandatsgesprächen.

Mikaela Shiffrin steht für Musik und Fokus, Marco Odermatt in Bonins Übertragung für den persönlichen inneren Satz, Michael Phelps für eingeübte Abläufe. Die gemeinsame Frage lautet: Wie kommt die Aufmerksamkeit zurück zu dem, was jetzt wichtig ist?

Darum geht es in dieser Folge

• Wie die Sorge um den eigenen Eindruck das Zuhören bei Prüfungsfragen und gerichtlichen Rückfragen erschweren kann

• Weshalb Sachverhalt, Rechtsfrage und Antwort um begrenzte Kapazität im Arbeitsgedächtnis konkurrieren

• Was Bonin am Beispiel von Michael Phelps über vorbereitete Abläufe und weniger Entscheidungen im Druckmoment erläutert

• Warum bewusstes Ausatmen ein Ansatzpunkt sein kann, wenn Stimme und Sprechtempo unter Druck geraten

• Weshalb bei Mikaela Shiffrins Musikauswahl der gewünschte Zustand zählt

• Wie sich für Bonin die Musik von Bob Dylan mit den Erinnerungen an gelesene Bücher verbindet

• Warum eine mentale Vorbereitung auch den leeren Kopf und den Wiedereinstieg enthalten sollte

• Was einen handlungsleitenden inneren Satz von einer Bewertung der eigenen Person unterscheidet

• Wie Ablenkung und übermässige Kontrolle eingeübter Abläufe die Leistung beeinträchtigen können

• Wie aus «Ich will souverän sein» ein konkreter Wenn-dann-Plan wird

• Was die Rückkehr zur Aufgabe für Prüfung, Verhandlung und Einvernahme bedeutet

• Welche berufliche Haltung hinter Bonins Schlussfrage nach der Person steht, die er im entscheidenden Moment sein will

Aufmerksamkeit: Die Frage hören, während der Kopf den Auftritt bewertet

Unter Druck können die Aufgabe, das mögliche Ergebnis, ein kritischer Gesichtsausdruck und die eigene Nervosität gleichzeitig Aufmerksamkeit beanspruchen. Die Sorge, nervös oder unvorbereitet zu wirken, können ausgerechnet das Zuhören erschweren, das für eine gute Antwort nötig wäre.

Die Theorie der Aufmerksamkeitskontrolle von Eysenck und Mitautor:innen beschreibt, wie Angst die zielgerichtete Steuerung der Aufmerksamkeit beeinträchtigen und die Orientierung an bedrohlich wirkenden Reizen verstärken kann. Die Bearbeitung derselben Aufgabe kann dadurch zusätzlichen Aufwand verlangen.

Bonins Ansatz setzt an der nächsten Handlung an. «Ich höre jetzt zu» richtet die Aufmerksamkeit auf die Frage. «Ich ordne zuerst» legt den Beginn der Antwort fest. Der innere Satz soll zum juristischen Arbeiten führen.

Arbeitsgedächtnis: Wenn neben dem Fall noch zu viel anderes läuft

Was ist geschehen? Welche Norm ist einschlägig? Welcher Umstand ist beweisbedürftig? Beim juristischen Denken müssen Informationen kurzfristig verfügbar bleiben und verknüpft werden. Sorgen und Selbstbeobachtung können diese Arbeit zusätzlich belasten.

Eine Metaanalyse von Shields, Sazma und Yonelinas fand im Durchschnitt Beeinträchtigungen des Arbeitsgedächtnisses und der geistigen Flexibilität unter akutem Stress. Die Effekte hängen von Aufgabe und Untersuchungsbedingungen ab.

An Michael Phelps knüpft Duri Bonin den Gedanken, Abläufe vorab festzulegen. Ein vorbereiteter Einstieg und ein eingeübter Wiedereinstieg sparen Entscheidungen. Die Rechtsfrage verlangt weiterhin sorgfältiges Denken; der Weg zurück zu diesem Denken kann bereits vertraut sein.

Ablenkung und Überkontrolle: Zwei unterschiedliche Probleme

Druck kann Aufmerksamkeit von der Aufgabe abziehen. Er kann auch dazu führen, dass eingeübte Abläufe plötzlich bis ins kleinste Detail überwacht werden. Bonin veranschaulicht diese Überkontrolle mit einer sportlichen Bewegung und dem Sprechen: Wer während eines Vortrags jede eigene Formulierung beobachtet, kann den Gedankenfluss verlieren.

Die Forschung unterscheidet diese Erklärungen nach der Aufgabe. Befunde zu eingeübten Bewegungen lassen sich nicht unverändert auf juristische Falllösungen übertragen, bei denen die Arbeitsgedächtniskapazität eine besondere Rolle spielt.

Für die Praxis heisst das: Die fachliche Argumentation wird bewusst geprüft. Einstieg, Pausen und Wiedereinstieg lassen sich zugleich so üben, dass weniger Aufmerksamkeit für die Steuerung des Auftretens gebraucht wird.

Atem und Musik: Den Zustand passend zur Aufgabe wählen

Bonin beschreibt einen Stressmoment: Die Stimme wird enger, das Reden schneller, die Person möchte den Druck möglichst rasch loswerden. Bewusstes, ruhiges Ausatmen bietet ihm einen Ansatz, diese Beschleunigung zu unterbrechen. Forschung zu langsamem Atmen beschreibt Veränderungen unter anderem der Herzfrequenzvariabilität und des subjektiven Erlebens. Ein einzelner Atemzug garantiert keine Auflösung einer Blockade.

Auch Musik erhält ihren Wert durch die Situation. Shiffrin erklärt im NPR-Interview, dass sie Musik vor Rennen für Fokus und Inspiration auswählt. Musik, die sie zur Selbstreflexion bringt, passt für sie in einen anderen Moment.

Bonin veranschaulicht die persönliche Wirkung mit einer Lesegewohnheit: Ein Buch und ein wiederholt gehörtes Album von Bob Dylan können sich in seiner Erinnerung eng verbinden. Die Musik lässt dann auch die Stimmung des Buches wieder auftauchen.

Studien zu Musik im Sport berichten durchschnittlich positive Effekte etwa auf das emotionale Erleben und die wahrgenommene Anstrengung. Bonins Übertragung auf den Auftritt vor Gericht richtet sich auf eine praktische Frage: Welche Verfassung verlangt die nächste Aufgabe? Vor einem schwierigen Mandatsgespräch kann aufmerksame Ruhe gefragt sein; vor einem Plädoyer können Klarheit, Präsenz und Entschiedenheit im Vordergrund stehen.

Visualisierung: Auch den schwierigen Moment gedanklich durchgehen

Die Frage kommt. Der Kopf wird leer. Eine kurze Pause entsteht. Dann folgt ein vorbereiteter Satz: «Ich ordne das jetzt kurz.»

Bonin lässt die mentale Probe bis in die Störung und den anschliessenden Wiedereinstieg reichen. So erhält der kritische Moment einen möglichen Fortgang. Dieser Ablauf lässt sich anschliessend laut und mit einer Übungspartnerin erproben: zuhören, kurz ordnen, beginnen.

Für die erste Gerichtsverhandlung kann die Probe eine unerwartete Rückfrage enthalten. Als Übertragung auf die erste Einvernahme bietet sich eine Antwort an, die den vorbereiteten Fragenplan verändert. Geübt wird, den neuen Inhalt aufzunehmen und sachlich weiterzuarbeiten.

Selbstgespräche: Eine Anweisung für die nächste Handlung

«Jetzt ist alles vorbei» bewertet die Lage, ohne einen nächsten Schritt zu benennen. «Zurück zur Struktur» enthält einen Arbeitsauftrag. Bonin interessiert sich für diese Funktion innerer Sprache.

Marco Odermatt dient ihm als Beispiel für einen …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Bücher zum Podcast zur Anwaltstätigkeit, zu Strophenverteidigung oder Anwaltsbrüffung findest du auf meiner Homepage unter www.duriboninzehmengeschrieben.ch. Zum stöbern, nahelassen und weiterdenken – jetzt zur Folge! Warum funktioniert das? Wieso funktioniert bei Marc-Odomazons Satz? Warum funktioniert Musik bei der Michaela Schifferin?

Warum kann es einen Unterschied machen? und es macht einen offensichtlichen Unterschied. Ich bin nicht den Tennis Experten, aber ich glaube im Tennis ist die Spitze derart eng. Das sind wahrscheinlich die ersten Hunderten der Weltrangliste, die können mehr oder weniger gleich gut Tennis spielen. Und entscheidend Unterschied liegt wahrscheinlich im mentalen.

Und warum macht es einen Unterschied? Weil ein Druck ist nicht einfach das Gefühl, Druck verändert die Aufmerksamkeit. Druck verändert den Körper. Druck ändert die Sprache. Druck verändert Arbeitsgedächtnis. Druck verdient Tarte wie du dich selber anschauest. und der erste Mechanismus ist die Aufmersamkeit.

Im Druck wird die Aufmärksamkeit enger und sprunghafter. Man ist nicht mehr einfach bei der Aufgabe. Man ist gleichzeitig bei der Aufgabe, bei dem Ergebnis, bei der Bewertung, bei den Angst beim Gesicht des Richters und bei der Reaktion von der Mandantin. Bei der Frage wie wirke ich jetzt gerade? Und das ist ein Problem!

Nicht die Nervosität an sich sondern den Aufmerksamkeitverlust. Angst und die zielgerichterte Aufmerksamkeit schwächen. Du tue aufmerksamkeiten zu bedrohlich wirkender Reizziehen. Also weg von der Aufgabe, weg vom nächsten Schritt und hin zu den Bedrohungen. Und bei der Anwaltsbriefung ... Lass noch mal die Podcast mit Anna!

Da gehörst du eben nicht mehr zur Frage. Denn dein Kopf gehört zusätzlich. Oh nein das kann ich nicht und alle merken wie nervös ich bin. jetzt ist es vorbei. Währenddessen, dass in deinem Kopf läuft, hast du weniger Platz und wenig Aufmerksamkeit für die eigentliche Frage. Darum hilft eben so ein innerlicher Satz aller Marken oder Mathe wo du dir sagst ich ordne zuerst Ich lasse jetzt zu Du musst aufmerksamkeitsrück zur Aufgabe bringen Und du musst ja nicht fragstellen wie wirklich.

Sondern was ist zu prüfen? Nicht was passiert wenn ich scheitere. Was ist der nächste Schritt? Der zweite Mechanismus ist Arbeitsgedächtnis. Juristisch denken braucht unglaublich viel Arbeitsgedechnis! Sachverhalt, Norm, Streitfrag, Beweislage, Subsumtion und Ergebnis musst du gleichzeitig denken. Und unter Stress können Zusatzlasten dazu.

Sorgen brauchen Platz, Selbstbeobachtung braucht Platz in deinem Hirn. Katastrophedenken nimmt den Ressourcen. Was denken die anderen im Ressorten? Warum habe ich das gesagt? Das braucht auch Platz. Ich darf mich nicht plamieren und plötzlich ist dein Arbeitsspeicher übervoll Und nicht weil du nichts weisst sondern weil ihr dein Hirn gleichzeitig zu viel läuft.

Bei der ADHSler ist es ganz extrem und Michael Phelps hat es geschafft durch ganz einfache kleine Routinen das in den Griff zu bekommen. Weil Routine entlastet dieses System. Du musst nicht mehr überleben, wo vorne ich habe? was beruhigt mich? Was mache ich mit meinen Händen? Was sehe ich bei einer Unterbrechung?

Wie komme ich zurück zu meinem Punkt? Das ist alles vorhin schon entschieden und alles was es entschieden ist muss sich in der Drucksituation nicht mehr neu erfinden. Der dritte Mechanismus ist der Körper. Stress ist körperlich. Herz, Atem, Muskulatur, Stimme, Tempo, Blick. Wenn du nervös bist, atmst du oft höher.

Die Stimme wird enger. Du redest schneller. Du lässt es weniger gut zu. Du willst drucklos werden und redest dich fast aus dem Raum. Und hier ist der Atem wichtig weil er eben ein Brück ist. Du kannst nicht befehlen. Puls geht runter! Aber du kannst sagen... Langsamer ausatmen. Langsam bewusst atmen.

Das ist ganz eng mit Effekt von der Herzfrequenz, Variabilität und einer parasympathischen Regulation verbunden. Darum wirken die Atemübungen. Mit der Atmung hast du einen Zugang zu deinem Nervensystem. Dann spielt z.B. diese Musikerrollen als vierter Mechanismus. Eine Musik ist kein rationales Argument!

Aber Musik ist schneller. Sie wirkt über Rhythmus, Erinnerung, Körper, Bedeutung und Emotionen. Ein Song kann ich aufrichten! Kann ich Ihnen eine gute Stimmung bringen? Kann ich beruhigen?! Kann ich an einen schönen Ort zurückführen? Ich wohne also da, wenn ich das Buch lese... früher war es zu CD heute als Spotify aber quasi die gleiche CD im Repetmodus einfach laufen zu lassen.

Das ist dann der Inhalt dieses Buch. Die Gefühle, die das Buch transportiert zusammen mit dem zägeren CD von Bob Dylan. Das ist so verwobben, dass wenn ich die Musik wieder loslose, natürlich sofort den ganzen Buch vor mir habe oder wenn ich das Buch nochmal aufschlägt und etwas nachlese, dann habe ich auch wieder die Musik vom Bob Dylan in mir.

Also das wirkt ganz unmittelbar und stark! Das Beispiel zeigt gerade, wie ein Song eine Tür öffnet zu einem Zustand, den du kennst. Und Musik im Sport und Bewegungskontext hat positive Effekte auf emotionale Zustände, auf wahrgenommenen Anstrengungen und letztlich auch Leistung. Ein Song ist nicht automatisch gut, weil er motiviert.

Das ist gar keine Frage! Nicht welches Song pusht mich am meisten? Sondern welches song bringt mich in den Zustand konkrete Situation verlangt. Also vor einem schwierigen Mandatsgespräch, wenn ich mit Musik arbeiten möchte, dann solltest du ein anderes Song lassen als wenn du von Obergerichte in Auftritt hast oder eine Tagesprüfung.

Dann der fünfte Mechanismus ist die Visualisierung. Viele Verstehen die Visualisierung falsch. Wiederhole mich aber das habe ich einmal im Detail ausbreitet im Podcast. Sie stellen sich vor, wie alles super läuft. Aber eben das ist dünn. Gute Visualisierung ist nicht Wunschdenken, sondern gute Visualisierung sind mentale Probe und dort soll man nicht nur ein Ergebnis sehen, sondern auch abläuft die Störung und den Umgang mit der Störung.

Also du musst visualisieren, wie du die Frage richtig anlösst, wie dein Kopf leer wird... Wie du dir sagst, ich ordne jetzt das kurz und dann mit dem ersten Satz einsteigen. Und dann ist eben das Blackout nicht mehr das Ende der Welt, sondern es ist ein trainierter Moment. Also visualisieren nicht den perfekten Auftritt oder zumindest nicht nur, sondern den kritischen Auftritt.

Dann die sechste Mechanismus sind Selbstgespräch, Top-Athleten und Athletinnen reden mit sich – und das machen wir sowieso alle immer. Sie reden nicht ständig und nicht laut, aber innerlich. Und der Unterschied liegt in der Qualität. Also ein schlechtes Selbstgespräch ist bewertend. Das darf nicht passieren!

Ach, bin ich schlecht? Jetzt ist alles vorbei. Ich gehe durch. Warum bin ich so nervös? So eine gute Selbstsprech sind handlungsleitend. Ein Schnufen nicht vergessen. Ordnen. Nächster Schritt ruhig bleiben, zurück zur Struktur. Das ist die Sprache, die unter Druck funktioniert. Einfach was gilt es als nächstes?

Ganz max verstoppenmässig! Also nicht ich bin genial und werde den Start perfekt meistern und alle stehen lassen. und auch nicht ich werde alle beeindrucken mit meinem Superstart. sondern was ist der nächste Schritt? Und ich habe das auch schon mal kurz angesprochen Man kann es eigentlich. Man hat zu wissen für die Anwaltsprüfung, aber unter Druck bleibt man unter dem eigentlichen Niveau.

Im Spur gibt es zwei klassische Erklärungen. oder das kennen wir ja alle. Die Trainingsweltmeister bringen dann am Tag X die Leistung nicht auf den Platz. Und die zweite ist als Erklärung Ablenkung. Der Kopf ist bei der Sorge statt bei der Aufgabe und die andere ist Überkontrolle. Man will alles ganz bewusst steuern, was eigentlich automatisiert ablauft.

Also beim Penalty oder der Spieler denkt plötzlich über jeden Teil dieser Bewegung nach, dann kannst du nicht mehr laufen. Oder kennst du das? Wenn man zu sehr sich konzentriert jetzt ja hier die Balance zahlen hält, dann kann es kaum mehr laufen! Oder beim Vortrag? Du lest dir beim Sprechen zu und wirst natürlich auch das unnatürlich... Du versuchst jeden Satz so zu kontrollieren, dass du nicht mehr in den Gedankenfluss kommst.

Und da ist auch ein Volk der Drucker aufmerksam abzuziehen oder zu einer übermäßigen Selbstbeobachtung führen. und der Routine wirkt dagegen weil sie die Aufmerksamkeit richtig bindet und zwar nicht an dich selber sondern an die Aufgabe. also eben nicht wie wirklich sondern was ist der Punkt? Ich habe ein Zitli Seminar durchgeführt, kleine Workshops.

Erfolge ich durch die Anwaltsbrüffung und dort haben wir auch oft am achten Mechanismus zusammen mit den Leuten geschaffen. das sind Wendenpläne gewesen. also nicht einfach ich will ruhig bleiben sondern wenn ich hektisch werde dann verlängere ich die Ausatmung. Wenn ich den Vater verliehe dann sage ich ich ordne dass jetzt kurz.

wenn ich unterbrochen wird Dann sage ich, ich nehme den Punkt wieder auf. Wenn ich kritisiert werde, dann sage ich – ich präzisiere! Aber das hat einen grossen Effekt auf Zielereichung und der Grund ist ein einfacher. Man hat einen kritischen Moment vorher mit einer Handlung verknüpft. Das ist immer eine juristische Profi extrem praktisch.

Also nicht ich will souverän sein, das ist viel zahlgemein Sondern wenn ich unterbrochen werden. Ich schnaufe durch und habe meinen Satz, wo ich wieder zurückkomme. Und der ist rennbar. Und nochmal! Mentalisch Stärke heisst nicht, dass nichts passiert. Das Leben heisst also etwas von unvorhergesehbares passiert.

Und das Wämmerau macht es spannend. Mentalisch Sterke heisst, dass ich wieder komme. Zurück zur Aufgabe, zurück zur Struktur, zurück zum Atmen, zurück zu meinem nächsten Satz... zurück zu der Person, die ich in diesem Moment sein will. Das war es auf dem Weg als Anwältin. Ich hoffe diese Folge hat dich zum Weiterdenken angeregt.

Verschiedene Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven helfen uns gemeinsam besser zu werden! Wenn dir diese Folge gefallen hat, freue ich mich über eine Bewertung. Weitere Episoden um meine Bücher findest du auf meiner Homepage unter www.duri-bonin zusammengeschrieben.ch. Danke fürs Zuhören und bis bald!

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