
Capital – der Wirtschaftspodcast· Folge 378
Trivago-Chef: „Jürgen Klopp ist für uns auf jeden Fall ein Gewinn“
Freitag, 18. September 2026 · 34 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
+++ Alle Rabattcodes und Infos zu unseren Werbepartnern findet ihr hier: linktr.ee/capital_podcast +++
Das Düsseldorfer Hotelportal Trivago hat sich von einem tiefen Einbruch erholt und legt beim Umsatz inzwischen deutlich zu. „In den letzten sechs Quartalen haben wir zweistelliges Wachstum gehabt“, sagt Trivago-Chef Johannes Thomas im Capital Wirtschaftspodcast. Das war deutlich über dem Markt.“ 2025 hatte das Unternehmen erstmals seit langem wieder einen Nettogewinn ausgewiesen. Trivago ist eine Metasuchmaschine, auf der Preise von Unterkünften und Buchungsportalen wie Booking verglichen werden können. Für eine Reisebuchung kassiert das Portal eine Gebühr vom jeweiligen Anbieter. Damit die Nutzer auf die Seite gelockt werden, investiert Trivago Hunderte von Millionen Euro in Werbung, für die als zentrale Figur schon vor längerem der Fußballtrainer Jürgen Klopp engagiert wurde. Als Klopp nach der WM neuer Bundestrainer wurde, steigerte dies seine Werbewirkung noch. „Jürgen Klopp ist für uns als Marke auf jeden Fall ein Gewinn“, sagt Thomas, für den wichtig ist, dass die Kunden direkt auf die Plattform kommen: „Wir haben die Abhängigkeit von Google reduziert.“ Der Trivago-Chef beschreibt im Podcast, wie sein Unternehmen künstliche Intelligenz nutzt um Kosten zu senken. Und er berichtet, welche Länder im Jahr 2026 die stärksten Einbrüche bei Hotelbuchungen erlebten.
Eine Produktion von RTL+ Podcast.Host: Nils Kreimeier.Redaktion: Lucile Gagnière.Produktion: Andolin Sonnen. +++Weitere Infos zu unseren Werbepartnern finden Sie hier: linktr.ee/diestundenull +++60 Tage lang kostenlos Capital+ lesen - Zugriff auf alle digitalen Artikel, Inhalte aus dem Heft und das ePaper. Unter Capital.de/plus-gratis
Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de
Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Der Wirtschaftspodcast. Seien Sie mir willkommen in einer neuen Folge unseres Podcasts. Ich bin Nils Kreimeyer und ich arbeite beim Wirtschaftsmagazin Kapital. Zu den Dingen, die mich wirklich wundern, gehört, dass es immer noch Reisebüros gibt. Also diese Läden mit so bunten Strandbildern außen dran, in denen man eine Pauschalreise nach Fuerteventura buchen kann.
Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch, ich kann schon verstehen, dass man sich seine Reise gerne in einem Sessel von einem freundlichen Menschen zusammenstellen lässt. Aber es ist ja schon so, dass gerade die Reisebranche in den vergangenen Jahren mit dieser fortschreitenden Digitalisierung eine unglaubliche Veränderung durchgemacht hat.
Und es ist eigentlich fast unmöglich, sich dem zu entziehen. Man kann nicht nur bei Hotels und Fluggesellschaften direkt online buchen. Es gibt auch noch Portale wie Booking, über die man das Zimmer für den angeblich besten Preis finden kann und die dann die ganze Buchung sozusagen für einen machen. Und dann gibt es auch noch so Meta-Suchmaschinen, die wiederum das Angebot der Buchungsportale durchwühlen, vergleichen und dafür von denen wiederum Prozente bekommen. Das ist das Geschäftsmodell, also Prozente bekommen, wenn eine Reise zustande kommt.
Ein solches Metaportal ist Trivago, ein Düsseldorfer Unternehmen. Das Mitte der Nullerjahre geradezu raketenartig gestartet ist und dann vor zehn Jahren an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq gegangen ist. Das galt damals so als eine der ganz großen deutschen Startup-Stories, doch dann ging es ziemlich schnell auch bergab, denn es folgte, das ist ja ein Satz, den wir hier häufig sagen, es folgte Corona.
Der Reiseverkehr brach ein und es kam bei Trivago eigentlich zu so einem Beinahe aus. Das Interessante ist, das Unternehmen hat sich aus dieser Krise wieder herausgearbeitet und hat im Jahr 2025 offiziell erstmals seit Langem wieder einen Nettogewinn ausgewiesen und auch so die ersten Quartale des Jahres 2026 laufen auch ziemlich gut.
Ein wichtiger Faktor für diesen Turnaround, wie man sowas ja nennt, war dabei ein Mann, der inzwischen Fußball-Bundestrainer ist und der in dieser Woche sogar seinen ersten neuen Kader vorgestellt hat. Denn der ist die zentrale Werbefigur von Trivago, Jürgen Klopp. Aber warum suchen die Leute überhaupt auf solch einer Suchmaschine?
Und was passiert, wenn künstliche Intelligenz jetzt diesen kompletten Markt erneut in Frage stellt? Denn man kann ja über Sprachmodelle wie ChatGPT eigentlich auch sich eine Reise zusammensuchen, wenn man möchte. Darüber habe ich mit Johannes Thomas gesprochen. Das ist der Chef von Trivago. Er ist nicht das erste Mal in diesem Podcast. Trotzdem möchte ich hier nochmal ganz kurz seinen Hintergrund erzählen.
Thomas hat mal als Praktikant bei Trivago angefangen und sich dann bis in den Vorstand vorgearbeitet. Und als es abwärts ging mit dem Unternehmen, war auch er für eine ganze Zeit lang weg. Dann aber, es hat zurückgeholt worden. Und es war unter seiner Führung, dass das Unternehmen es wieder in die Gewinnzone geschafft hat.
Herzlich willkommen Johannes Thomas bei uns im Podcast. Freut mich, ich freue mich auf das Gespräch. Johannes, der Nationaltrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, Jürgen Klopp, hat in dieser Woche seinen neuen Kader vorgestellt. Und es ist ja noch gar nicht so lange her, dass er neuer Bundestrainer ist.
Haben bei euch die Sektkorken geknallt, als diese Entscheidung bekannt wurde? Da haben wir natürlich drauf spekuliert, als wir mit ihm angefangen haben als Investor. Natürlich. Nein, Quatsch. Das war natürlich eine. Tolle Nachricht. Und ich glaube, das war ja auch unser größter Markt für die Firma ist die USA.
Auch da hat Jürgen Klopp mehr Sichtbarkeit bekommen und insgesamt glücklich, dass das geklappt hat. Und natürlich einmal für uns als Nation wieder Hoffnung auf erfolgreichen Fußball zu haben und für uns als Marke auf jeden Fall ein Gewinn. Er ist ja für euch die zentrale Werbefigur in der Kampagne. Das ist auch schon seit ein paar Jahren so. Wird er denn jetzt noch teurer?
Was kostet so ein Jürgen Klopp? Ja, das ist nicht veröffentlicht. Deswegen ist es schwierig, darüber zu reden. Aber insgesamt ist bei uns der Weg gewesen. In der Regel hatten wir, oder ich sage mal vielleicht die Geschichte dahinter, wieso wir überhaupt an Jürgen Klopp gekommen waren, war, dass wir in der Vergangenheit 30 verschiedene Ektar hatten.
In 40 verschiedenen Nationen haben wir Fernsehwerbung gemacht und brauchte es immer lokale Produktion. Und das waren 30 Leute, mit denen wir Werbung produziert haben. Und da KI sich entwickelt hat im Laufe von 2024, sehr gut funktioniert hat. Konnten wir Jürgen Klopp alle Sprachen sprechen lassen. Das heißt, wir konnten mit einer Person den TV-Spot produzieren und den in alle Sprachen recht natürlich dann auch übersetzen lassen, dass man ein sehr gutes Produkt hatte, was dann international funktioniert hat.
Man hat zum einen die Kosten deutlich reduziert, man konnte dann aber auch in einen globalen Ambassador investieren, der sozusagen bekannt war. Und das Schöne bei Jürgen Klopp war, er ist sehr bekannt in Europa, vor allem UK, Deutschland, Spanien. In der USA kannten ihn nur so um die 20 Prozent der Bevölkerung.
Aber auch Leute, die ihn nicht kennen, finden ihn sympathisch. Also er funktioniert auch als Mensch, den man nicht kennt, sehr gut, weil er einfach einen sehr besonderen Charakter hat. Und deswegen hat Dürgen Klopp für uns gut funktioniert. Und wir haben unsere Strategie geändert von, wir machen eigentlich No-Name groß, hin zu, wir arbeiten mit jemandem, der international relevant ist.
Und jetzt hat er ja auch so schöne, strahlende Zähne. Dann lass uns doch mal so ein bisschen zu dem kommen, was Jürgen Klopp euch möglicherweise sozusagen auch mitbeschert hat. Als wir das letzte Mal gesprochen haben, ich glaube, das war so anderthalb Jahre her, da hieß es, ja, der Johannes Thomas hat bei Trivago als neuer Chef hat irgendwie neue Hoffnungen reingebracht nach den Schwierigkeiten, die das Unternehmen hatte.
Da war aber noch nicht so richtig aus den Zahlen absehbar, was wirklich passiert. Inzwischen hat sich das geändert. Ihr habt tatsächlich einen echten Turnaround hingelegt. Kannst du mal ein bisschen was zu den Zahlen sagen aus den letzten Quartalen? Ja, vielleicht mal angefangen. Es ist nicht nur ich, sondern es ist eine ganze Führungsriege zurückgekommen.
Auch wir haben die Jasmine S., André Lehner zurückgebracht als Produktchef, Marketingchef. Wir haben sozusagen Leute zurückgebracht ins Unternehmen, die das Unternehmen zehn Jahre mit aufgebaut haben und den Blueprint kannten. Wie kann man das erfolgreich machen? Während der Pandemie war es eben so, dass viel Wissen verloren gegangen ist.
Wir haben das Unternehmen auf die Hälfte reduziert in der Phase, um zu überleben. Es war unklar, wann kommt der Reisemarkt zurück. Und dann musste man sagen, 2023 Trivago ist nicht zurückgekommen zu der Größe, wo es mal war, obwohl es andere Marken geschafft haben. Und dann hat uns der Gründer angerufen und hat gefragt, hast du Lust zurückzukommen zusammen mit Jasmine, André und ein paar anderen? Und dann haben wir ein Team zusammengestellt, die da Bock drauf hatten.
Und dann kamen wir zurück und es war deutlich schlimmer als gedacht. Wir hatten Monate, wo wir irgendwie bei minus 20 Prozent lagen. Ich war dann im Q2, 23, war glaube ich bei minus 14 Prozent. Ich habe es dann gern so genannt, wie das ist ein Eiswürfel, der in heißes Wasser fällt. Und wir mussten wirklich gucken, wie wir wieder die Flügel ans Flugzeug gebracht haben.
Und dann haben wir konsistent eigentlich gezeigt, dass wir in Marke investiert haben, das Produkt konsistent verbessert haben. Seit Ende 2024. Haben wir dann Wachstum gezeigt und in den letzten sechs Quartalen haben wir, doppelstelliges Wachstum gezeigt. Letztes Quartal 21 Prozent Wachstum, was deutlich über dem Markt ist und deutlich stärker als andere im Markt gewachsen ist.
Und das ist schon ein sehr, sehr schönes Ergebnis. Und gleichzeitig auch haben wir die Abhängigkeit von Google reduziert und unsere Marke wieder sehr präsenter gemacht. Früher waren wir in 40 Ländern, heute sind wir in 25 Ländern, in denen wir unsere Marke präsent machen. Jetzt stellt sich so ein bisschen die Frage, inwieweit ist dieses Wachstum mit sehr hohen Werbeaufwendungen erkauft? Also du hast ja gesagt, ihr habt euch unabhängiger von Google gemacht. Das bedeutet auch, die Marke muss von sich aus präsenter in der Öffentlichkeit sein, also nicht sozusagen über Suchmaschinen gefunden werden.
Und das heißt ja in der Regel sehr hohe Werbeaufwendung, damit man in den Köpfen der Leute ist. Wie weit kann man da gehen? Also ihr müsst ja in dieser Öffentlichkeit ständig sein und auch bleiben vor allem. Genau, das ist sicherlich eine Herausforderung für jede Konsumermarke. Wenn man nicht investiert und beim Konsumenten in der Aufmerksamkeit bleibt, ist das eine Frage von 10, 20, 30 Prozent Verlust jedes Jahr, was man sehen kann.
Je nachdem, wie stark die Marke war in dem Moment. Und wir geben mittlerweile über 400 Millionen in Werbung aus und wir planen auch, das weiter zu steigen. Der globale Werbemarkt ist halt riesengroß. Und vor allem im Punkto Brandmarketing kann man schon sehr viel Geld ausgeben. Die Frage ist, wie effizient macht man das?
Erreicht man die Leute, die man erreichen möchte und kommen die Leute dann auch zu uns auf die Webseite? Und das hat sehr gut funktioniert. Wir haben immer geguckt und deswegen haben, wir haben das jedes Quartal schon auch unseren Investoren erzählt, wir sehen, unsere Markenwerbung funktioniert. Aber bis die Markenwerbung sozusagen sich in der Top und dann auch in der Bottomline, in der Profitabilität widerspiegelt, das dauert in der Regel zwei, drei Jahre.
Das heißt, man muss zwei, drei Jahre festhalten an etwas und nicht zu kurzfristig drauf schauen. Und wir haben Signale zwischenzeitlich schon gesehen, dass das funktioniert und wir kannten das aus den 15 Jahren davor, Trivago aufzubauen. Von daher hatten wir einen starken Glauben, dass es funktionieren kann und das hat sich jetzt auch gezeigt.
Und das Zweite eigentlich, was eine Grundsubstanz ist, Trivago ist durch eine Tech-Transformation gegangen während der Pandemie, wo wir unsere Backend-Technologie, Frontend-Technologie migriert haben. Und im Grunde, wo wir ankamen, hatten wir ein schlechteres Produkt als das, was wir hatten, als wir gegangen sind, weil einfach die Migration sehr lange gedauert hat und Features verloren gegangen sind auf der Webseite.
Und wir haben jetzt in den letzten drei Jahren gezeigt, dass wir die Conversion-Rate, das heißt, das ist ein starker Box für Kundenzufriedenheit, wie viele Leute buchen bei uns, was die Wahrscheinlichkeit bei uns, jemand, der bei uns bucht, ist um 64 Prozent hochgegangen. Und wenn man die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, werden die Unit-Economics besser und die Nutzererfahrung besser.
Das heißt, die Nutzer kommen auch deutlich mehr zurück. Und das sehen wir jetzt und das ist eine starke Substanz neben dem, dass wir halt weniger Abhängigkeit von Google haben, was in diesen Zeiten sehr wertvoll ist, weil Google sehr, sehr viele Änderungen aktuell macht in seinen Suchergebnissen. Und je abhängiger man ist, desto mehr Volatilität bekommt man dann auch mit von den Veränderungen.
Jetzt hast du gerade von einer Tech-Transformation gesprochen, die euer Unternehmen durchgemacht hat. Und wenn man so will, machen unsere Volkswirtschaften und unsere Gesellschaften auch gerade eine große Tech-Transformation durch. Und das ist die, die durch KI passiert, also durch künstliche Intelligenz.
Das wird ja bei euch auf verschiedenen Ebenen eine Rolle spielen. Einerseits für die Art, wie ihr arbeitet, aber am Ende auch für die Konkurrenz. Lass uns mal erst mal anfangen damit, was bedeutet KI für euer tägliches Geschäft? Ich habe gelesen, ihr habt die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drastisch reduziert. Ihr braucht nur noch viel weniger Leute.
Genau, also wir haben während der Pandemie deutlich reduziert. Wir waren, glaube ich, davor noch um die 1200 Leute und jetzt sind wir um die 600 Core-Employees, 600, 650. Ja, das, wenn man mal Kundenservice vielleicht rausnimmt. Ich würde sehr klar sagen, wir wären nicht da, wo wir heute sind, wenn wir die KI nicht gehabt hätten in den letzten paar Jahren.
Und als wir zu Trivago zurückgekommen sind, Mitte 2023, es ging Ende 2022 los, wo KI wirklich brauchbar war. Ab Mitte 2023 war es sehr klar absehbar, hier passiert was, was total viel Wert generieren können. Und wir haben mal, einer der ersten Sachen, die wir gemacht haben, ist eine KI-Ambassador-Gruppe in der Firma zu etablieren, die halt sehr stark präsent macht, was sind die Chancen, wie nutzt man KI und stark, in die Schulung intern investiert haben und in den Mindset, investiert haben, das haben wir als Gesamtfirma, Risiken einzugehen, zu investieren und auch ruhig in Effizienz zu akzeptieren, dass man KI nutzen kann.
Ein Beispiel ist, wir hatten vor der Pandemie ein Team, was Content bei uns macht. Das heißt, es geht bei irgendwie Hotelnamen los und wenn du die über hunderte von Seiten aggregierst, Hotelnamen, das sind sehr unterschiedliche Namen. Dann Reviews, Qualität, Beschreibungen von Hotels, die Qualität zu monitoren.
Wir hatten 150 Leute vor der Pandemie. Heute haben wir ein Team von weniger als zehn Leuten, die dieselbe Arbeit machen, noch deutlich besser. Wir haben KI-Highlights generiert. Du brauchst nicht mehr alle Reviews lesen. Wir geben dir eine hochwertige Zusammenfassung mit Bildern verknüpft, die dir schneller eine Entscheidung ermöglichen.
Und solche Dinge wären nicht möglich gewesen. Oder das Beispiel, was ich mit Jürgen Klopp gegeben habe. Das ist total Wahnsinn. Man spart nicht nur Millionen, sondern produziert auch noch, was besser und skalierbarer ist. Und eine Produktion dauert nicht mehr neun Monate, sondern eine Produktion dauert drei Monate.
Und dadurch hat man einen sehr starken, beschleunigten Prozess. Wir haben unsere App-Technologie gerade umgebaut. Normal dauert das zwölf Monate. Wir haben es jetzt in wenigen Monaten gemacht. Alles KI-first getrieben. Und das ist eine Riesenchance. Und ich glaube, wir sind eine Größe an vielen Mal mit 600 Leuten, wo man noch sehr gut überblicken kann, wo wird das stark genutzt?
Wo sind die Use Cases? Und es gibt auch sehr stark übergreifende Use Cases, die eine klare Führung brauchen. Hier machen wir jetzt eine größere Veränderung und Neugier von den Mitarbeitern mitzumachen. Und das war ein sehr, sehr starker Fokus in den letzten Jahren. Und wir sehen, dass die Nutzung von KI bei uns dramatisch nach oben gegangen ist und der Nutzen sehr, sehr greifbar ist in ganz vielen Bereichen.
In anderen Bereichen ist noch sehr viel Experimentieren und erst mal Wert finden. Aber bei uns hat jeder. Angestellte 10, 20 Prozent seiner Zeit, um in, KI-Transformationen zu investieren. Aber jetzt hast du gerade beschrieben, dass KI beispielsweise beim Durchsuchen oder beim Zusammenfassen von Reviews, die ja von Nutzern erstellt werden, eine Rolle spielen kann.
Jetzt gibt es ja auf der anderen Seite auch die Gefahr, dass diese Reviews irgendwann nur noch selbst mit KI entstanden sind und gar keine echten Reviews mehr sind, sondern irgendwie sozusagen von Plattformen kommen. Wie verhindert ihr, dass am Ende nur noch KI mit KI kommuniziert und da eben genau dieser Aspekt, der ja auch für euch als Plattform wichtig ist, also echte menschliche Bewertungen einfach gar nicht mehr stattfinden?
Genau, das ist eine Frage, ob das der Fall sein wird oder nicht. Wir können immer noch sehen, im Gesamtmarkt, wenn man sich anguckt, wie viele Reviews werden geschrieben, ist immer noch sehr hoch. Es gibt den Bedarf von Menschen, sich mitzuteilen. Es gibt Plattformen, wo man sich mitteilen kann. Auf Trivago kann man aktuell noch keine Reviews schreiben.
Und wir sind am Überlegen, wie kann man einen Prozess machen, weil ich will eigentlich gar nicht mehr so eine generische Review, ja irgendwie, Frühstück war nett oder so, sondern man möchte irgendwie viel mehr Tiefe verstehen. Wie gut war der Strand, wie gut war das Essen in dem Restaurant? Und das kommt oft in den.
In den Reviews gar nicht raus, weil die zu oberflächlich sind. Und wir überlegen dann eher ein Produkt zu bauen, was Tiefe gibt und neue Informationen schöpft. Neben natürlich generell, die man beobachten möchte. Aber wie kann man Produkte schaffen, wo Nutzer weiterhin einmal authentiziviert werden? Also zu gucken, ist das wirklich ein Nutzer, der gereist hat, der in dem Hotel war?
Da haben wir Ideen, wie man das gut hinbekommen kann. Und das Zweite ist, wie kann man Tiefeninformationen sammeln? Ich glaube, das wird immer wichtig bleiben und vielleicht sogar eine Differenzierung sein in der Zukunft, wo finde ich authentische, glaubwürdige Informationen, die akkurat sind, weil die Realität ist, dass LLMs weiterhin sehr viel halluzinieren und es gibt keinen klaren Weg.
Wie man das reduzieren kann. Und da ist auch der Wert des Menschen immer noch da, kritisch zu hinterfragen und zu judgen, ist das jetzt gute Qualität oder schlechte Qualität. Aus meiner Wahrnehmung wird sich das nicht fundamental ändern. Aber du hast jetzt gerade gesagt, also LLMs, also die Sprachmodelle, halluzionieren immer noch. Das heißt, die denken sich immer noch Dinge aus oder laufen in eine falsche Richtung, ordnen Daten falsch, vielleicht sogar Gebäude.
Wir haben das alles schon erlebt beim Umgang mit KI-Sprachmodellen. Und das ist doch gerade bei dem Produkt, das ihr da bauen wollt, ein gewaltiges Risiko, wenn es halt um wirklich authentische Informationen geht, mit denen die Leute arbeiten wollen und reisen wollen oder ob sie sich dann verlassen. Wo fährt welcher Bus zum Beispiel und solche Sachen.
Oder welches Restaurant hat wirklich dieses und dieses Gericht im Angebot. Ja, ich glaube, was sich eigentlich verändert, Früher war das Bottleneck oder der Flaschenhals auf Deutsch, ja, ich spreche fast nur Englisch, deswegen entschuldigt bitte, wenn ich ab und zu ein paar englische Wörter nutze. Ich immer selbst das dann.
Der Flaschenhals, der war halt früher in, ich muss ein Konzept entwickeln, ein Problem tief verstehen und dann baue ich ein Produkt oder ein Feature. Das hat sich rasant beschleunigt. Der neue Flaschenhals hängt in der Qualitätskontrolle und in dem Bewerten, wie skaliere ich das jetzt hochwertig. Und die Fähigkeiten zu bauen, werden relativ schnell automatisiert. Aber dann die Fähigkeit, Qualität einzuschätzen, zu überprüfen und zu skalieren, das ist das, wo jetzt eine Differenzierung stattfindet, wer das hinbekommt.
Jeder kann Reviews über ein Hotel zusammentragen und destillieren. Aber was zeige ich dem Nutzer wann und was ist real und was ist möglicherweise Halluzination? Da gibt es Techniken, das zu tun. Da gibt es Guardrails, die man definieren kann. Man kann mehrere KIs gegeneinander sich überprüfen lassen. Das heißt, es gibt schon Systeme, wie man das hinbekommt.
Aber es ist auf jeden Fall eine Herausforderung der Zukunft. Genauso wie in der Führung. Früher war in der Führung die Aufgabe, Informationen zu aggregieren, zu eskalieren. Heute macht das alles die KI, den Informationsfluss sicherstellen. Was die Führungskraft machen muss, ist, Jetzt haben wir hier eine Qualität, die wir brauchen und wie skalieren wir das Ganze in einer sinnvollen Art und Weise.
Also auf allen Ebenen verändert sich eigentlich das Gewicht. Was war früher eigentlich die Aufgabe? Was ist heute die Aufgabe? Dann lass uns doch mal zu der anderen Seite von KI kommen, bei der ich mich gefragt habe, inwieweit das nicht auch nur zu einer Bedrohung für euer Geschäftsmodell werden kann.
Für jemanden, der eine Reise machen möchte, der ein Hotel sucht, gibt es im Moment ja verschiedene Ebenen. Er kann sich ans Hotel direkt wenden oder an die Unterkunft. Er kann auf eine Plattform wie Booking gehen oder dann noch eine Ebene höher auf so eine Meta-Suchmaschine wie euch. Und wenn jetzt es andere Intermediäre gibt, nämlich einfach KI suchen, warum braucht er euch dann überhaupt noch? Also warum spielt ihr denn als Intermediär noch eine Rolle?
Ja, ich glaube, da kommen verschiedene Faktoren zusammen. Zum einen ist es. Haben wir eine starke Marke? Wir sind seit 15 Jahren angezählt, dass Google uns allen das Geschäft wegnimmt. In Realität siehst du, die Online-Player sind alle weiterhin stark gewachsen. Trivago hat es nicht so geschafft wie jetzt ein Booking Expedia und so, ja, fair.
Aber im Grundsatz ist der Hauptpunkt, dass du eine Marke hast, dem die Leute vertrauen, wo du eben eventuell keine Halluzinationen findest. Und der Prozess im Reisebereich, glaube ich, wird bereichert durch KI, auch durch einen OpenAI oder andere LLMs. Und wir sehen das heute schon, wir arbeiten mit den großen Research Labs zusammen und man überlegt, wie kann man Wert für Reisende schaffen, wo man sieht, die Reisenden sind sehr stark im Research-Bereich auf diesen Plattformen.
Wo möchte ich hin? Was gibt es in der Nähe? Das heißt, ich lasse mich inspirieren von der Plattform. Aber sobald es in die Planung geht und in die konkretere Entscheidungsfindung und dann welches Zimmer möchte ich und welcher Plattform kann ich vertrauen, und dann, wenn ich ein Problem habe bei der Reise, wen kann ich denn dann anrufen?
Also es gibt dann schon den Bereich, wo man dann Mehrwert liefert als Marke, Punkte Vertrauen und eine Produkttiefe, die ein LLM nicht liefert und aus meiner Sicht auch nicht so schnell liefern wird. Es geht allein los, ich möchte dann viele Bilder sehen. Ich möchte Details über das Hotel sehen, mit denen ich interagieren kann.
Ich möchte Reviews lesen von Nutzern. Das ist wichtig für viele Leute im Prozess. Und das ist ein sehr chaotischer Prozess. Im Reisebereich ist es nicht so wie, ich brauche jetzt irgendwie ein neues Paar Schuhe, habe ich eh im Kopf, weiß gerade nicht genau wann, ich warte auf den nächsten Discount-Voucher oder ich sehe eine Ad irgendwie.
Auf irgendeiner Webseite, klick dann drauf, ich bin der einzige Entscheidende und kann dann den Schuh auch kaufen. Das ist ein sehr einfacher Transaktionsprozess. Im Reisebereich ist es so, Mein Partner möchte mitreden, vielleicht wollen sogar meine Kinder mitreden. Ich bin vielleicht auch noch mit Freunden unterwegs. Ich bin mir noch unsicher, wie viel Geld möchte ich überhaupt ausgeben.
Das heißt, das ist ein Prozess, wo ich dutzende Seiten nutze, wo ich mit vielen unterschiedlichen Leuten spreche. Das heißt, es ist ein relativ chaotischer Prozess. Das heißt, ich gehe nicht zu meiner KI und sage mir jetzt irgendwie, buch mir das und das. Das ist die Realität im Reisebereich schon immer. Und ich glaube, dass der Use Case im Research-Bereich groß ist.
Man sieht auch, Chad GPT wollte Buchungen selbst annehmen. Davon sind sie wieder zurückgerudert, weil sie gemerkt haben, wie kompliziert das ist. Und da sehe ich eine starke Rolle, die man auf jeden Fall hat. Für mich gibt es da eine Ausnahme, vielleicht um das zu schließen. Wenn ich ein Business-Reisender bin, ich fliege irgendwie viermal im Jahr nach Boston und ich weiß, die zwei, drei Hotels, da möchte ich hin.
Dann kann ich meiner KI sagen, ich will dann und dann wieder dahin, bitte buche mir einer der Hotels. Ich glaube, da wird man schon eine Veränderung sehen. Und wir sind nicht besonders, Businessreise sind oft auf anderen Plattformen unterwegs. Das ist für uns kein starker Use Case. Wir sind eher im Leisure-Bereich unterwegs.
Aber in dem Bereich wird sicherlich einiges passieren. Und ich würde eher sagen, KI ergänzt den Suchprozess, um vielleicht auch einen breiteren Blick zu bekommen. Und wir bauen ja selber eine KI-basierte Suche auf Trivago und perspektivisch wird man das wahrscheinlich auch in unserer Werbung finden. Wir wollen dann, wenn du an Reiseplanung denkst, möchten wir, dass du an Trivago denkst und nicht an Open AI. Und dann ist die Frage, wer braucht das bessere Produkt und das ist, glaube ich, das Spiel, was man jetzt spielen muss.
Aber nur um nochmal zu verstehen, wie ihr euch sozusagen diesen Vorgang vorstellt. Du sagst selbst, die Leute recherchieren schon in den Sprachmodellen sozusagen für die Reise. Was ist eure Vorstellung, dass dann da von dort aus per Klick die Leute auf Trivago weitergehen oder die Leute sagen, ah, jetzt weiß ich ungefähr so, was ich will und dann tatsächlich auf eure Plattform gehen, also sozusagen die Zeit wechseln?
Ja, sehr gute Frage. Vielleicht nochmal um das eins. Und unsere Schätzung ist, etwa 10% der Suchen auf OpenAI und so weiter sind Reise-related. Also sie sind reiseverwandt. Das heißt, das ist schon eine relevante Nutzerbasis. OpenAI hat zum Beispiel Ads gelauncht. Wir können jetzt Werbung auf OpenAI machen, wenn du nach einer Destination suchst oder einem Hotel suchst.
Das heißt, es ist für uns ein möglicher Marketingkanal und eine Möglichkeit, uns wieder von anderen großen Suchmaschinen zu differenzieren. Das ist auf jeden Fall ein Use Case. Heute haben wir weniger als ein Prozent von unseren Nutzern auf Trivago kommen von diesen Seiten, von den LLM-Plattformen. Das heißt, es ist noch sehr klein und diese Übersetzung, und da reden wir auch mit den großen LLM-Pläern mit, Und wie kriegt man die Übersetzung, dass die aus den Tools auf unseren Seiten landen.
Mit weniger Friction, würde man auf Englisch sagen, also mit weniger Brüchen hin. Reibungsverlusten. Ja, mit weniger Reibungsverlusten hin. Und da arbeitet man dran. Und aktuell gibt es jetzt die Möglichkeit, Ads zu schalten. Und da machen wir natürlich auch mit und gucken, wie gut das funktioniert. Ich würde gerne zum Abschluss noch so ein bisschen zu dem Reiseverhalten kommen, das sich ja auch sozusagen durch die Buchung über eure Plattform so ein bisschen spiegelt.
Wir haben ein ziemlich wildes Jahr, was das angeht. Also einerseits ein Krieg, im Nahen Osten, der bestimmte Destinationen schwieriger macht, steigende Treibstoffpreise, die möglicherweise auch Fernreisen deutlich teurer machen. Inwieweit merkt ihr das, was da passiert? Komme ich in einer Minute zu vielleicht noch einen Kommentar zu KI.
Und ich glaube, das ist für ganz viele Plattformen super zentral. Wo wir eine Differenzierung suchen, ist mehr Leute sich bei uns hinzubekommen, dass sich mehr Leute bei uns einloggen. Weil die Information, die man über den Nutzer hat und die Personalisierung im Produkt, glaube ich, ist entscheidend. Und wir können unseren Nutzern andere Preise anbieten, die du nie auf anderen Plattformen finden würdest.
Auch nicht auf LLM-Plattformen oder auf Google oder so. Das heißt, wie kriegt man es hin, eine Differenzierung und Nutzern einen Grund zu geben, zu dir zu kommen und nicht zu diesen Plattformen. Und die Mehrinformationen über Nutzer zu haben. Du kannst bei uns ein Profil ausfüllen und die Ergebnisse werden deutlich besser.
Das ist was, wo wir sehr stark investieren, um Nutzer eben nicht dahin zu bringen, um zu vermeiden, dass die Nutzer auf diese Plattform gehen. Glaube ich, sehr entscheidend für jede Consumer-Plattform, die da draußen ist. Stark zu investieren. Wie kriegt man Nutzer eingeloggt und ein tieferes Engagement hin?
Weil das ist ein Risiko für unser Geschäftsmodell. Wenn wir eine reinklickbasierte Plattform bleiben, das ist nichts, was für uns eine Differenzierung ist in der Zukunft. Das heißt, Nutzer loggen sich bei uns ein, sie haben bessere Preise, sie können direkt über uns buchen und dadurch baut man eine engere Beziehung auf und eine tiefere Nutzererfahrung.
Ich glaube, sehr, sehr entscheidend für jeder, der im Mieterbereich operiert oder auch im Consumer-Bereich. Das ist allerdings tatsächlich auch die schwierigste Aufgabe, die Leute tatsächlich dazu zu kriegen, sich einzuloggen irgendwo, weil überall wird man dazu aufgefordert und man will das ja eigentlich eher vermeiden.
Es hängt vom Land ab. In Deutschland ist das tatsächlich ein bisschen schwieriger, aber in seiner UK, USA ist das eher ein Habit, also eine Gewohnheit, sich einzuloggen. Und was wir dann zum Beispiel machen, du musst dich mittlerweile bei unserer App einloggen. Da sind die Nutzer auch gewohnt, sich einzuloggen.
Aber es ist eine Abwägung, die man machen muss und du musst natürlich dem Nutzer was bieten, warum man sich nicht einloggt. Und wenn du da fünf bis zehn Prozent bessere Preise bekommst, dann bist du vielleicht auch gewollt, das zu machen. Und wenn du weißt, das Produkt hat auch noch bessere Funktionalitäten, eine bessere Personalisierung, dann ist das Interesse schon da.
Und das haben wir deutlich erhöht. Über 30 Prozent unserer Nutzer loggen sich mittlerweile ein. Das war vor diversen Jahren noch einstellig. Das heißt, es ist schon möglich. Man muss aber die Mehrwerte dem Nutzer dann auch nahe bringen und tatsächlich auch abliefern darauf. Okay, und jetzt zum Reiseverhalten. Also die Nutzer sind eingeloggt bei euch und wohin reisen sie dann?
Ja, also wenn man sich die Deutsch, insgesamt ist die Reisebranche... Die meisten, die ich kenne in der Reisebranche, sind überrascht, wie resilient Reisen tatsächlich ist. Es ist ja die größten Konsumausgaben vor Electronics, vor Klamotten, vor irgendwie, ich gehe in Restaurants und so, ist der Reisebereich die größten Ausgaben jedes Jahr, die der Kunde hat.
Und das ist irgendwie auch das, was als letztes zusammengestrichen wird. Die Reisenden gehen dann weniger in Restaurants, kaufen sich weniger Klamotten, damit sie das Geld haben, um zu reisen. Was ja auch irgendwie total schön ist. Man möchte die Welt erleben, man möchte irgendwie das Relevante, was man im Leben dann auch sieht, aufrechterhalten.
Und das ist eine sehr resiliente Reisebranche seit Jahren schon, weil man ja sagen muss, man ist in einer sehr unsäglicheren Zeit seit Jahren schon. Und dieses Jahr, was man gesehen hat, die Nachfrage, es haben sehr viele später gebucht und die Nachfrage hat sich mehr nach hinten gezogen, weil die Leute sich später entschieden haben, wie viel Geld möchte ich jetzt ausgehen, wo möchte ich hin, weil sie nicht genau wussten, welche Destinationen sind jetzt sicher.
Und die Destinationen, die gelitten haben, sind natürlich Destinationen wie die Emirate, wo man Einbrüche von über 50 Prozent an Nachfrage hat. Man sieht auch, dass die Preise jetzt stark korrigiert haben da. Aber auch Reiseregionen wie die Türkei stark eingebrochen, zweistelliger Einbruch. Preise sind deutlich runtergegangen. Das heißt, das sind so die...
Die eigentlich gar nicht so stark betroffen sind, aber näher dran sind. Oder Tournee sind wir anfangs ziemlich stark betroffen. Also alles, was irgendwie mit der Region auch assoziiert wird sozusagen. Genau, ja. Also wenn man gerade irgendwie gute Preise sucht, die Regionen, die drumherum sind, eigentlich auch sicher sind.
Da gibt es halt aktuell sehr gute Möglichkeiten hinzureisen. Das haben die Leute auch genutzt. Und sonst ist Mittelmeer stärker geworden. Und was interessant war, ist die Nordics, Schweden, die Destinationen haben stark daran partizipiert, dass sich irgendwie die Nachfrage verschoben hat. Also wir sehen insgesamt starke Nachfrage dieses Jahr, ähnlich wie letztes Jahr.
War jetzt kein Rekordjahr, aber war stark wie letztes Jahr. Und die Destinationen verschieben sich dann aber gerne mal. Und Mittelmeer hat natürlich dieses Jahr, dadurch, dass weniger Leute in die Türkei gefahren sind oder Nordafrika, die Destinationen haben daran partizipiert. Und seht ihr die höheren Treibstoffpreise, dass Fernreisen eher seltener getätigt werden?
Zeichnet sich das ab? Man kann schon sagen, die Leute bleiben näher zu Hause und sichere Destinationen. Dass man in die USA zum Beispiel, ist weiterhin ganz Europa abgebildet. Minus 15 Prozent, also im Vergleich zum Vorjahr, Nachfrage ist minus 15 Prozent in die USA zum Beispiel. Und ihr hattet ja schon im Vorjahr ein Minus, soweit ich mich erinnere.
Genau, es gab ein Minus im Vorjahr und wir sehen wieder ein Minus. Ob das jetzt an dem Sicherheitsbedarf ist oder an der Regierung oder einfach die Preise sind, die einfach auch wahnsinnig hoch sind in den USA. Und dann entscheide ich mich lieber, vielleicht irgendwie nach Schweden zu fahren, anstatt in die USA, um immer noch für mein Geld möglichst viel zu bekommen.
Das ist schwer zu differenzieren. Du hast mir im Vorgespräch gesagt, dass ihr mit der Mannschaft für eine Auszeit nach Warschau gefahren seid. Das ist ja dann auch eher ein Nahziel sozusagen und keine Fernreise. Wie ist es dazu gekommen? Ja, wir fahren jedes Jahr mit der Firma in Urlaub. Es kann nach Österreich gehen, nach Ibiza, nach Sardinien, nach Kroatien waren wir letztes Jahr.
Und dieses Jahr haben wir Warschau als Überraschungsziel für die Firma genommen. Mit drei Fliegern rübergeflogen, ging relativ schnell und dann drei intensive Tage mit dem gesamten Unternehmen zu haben und da geht es um Vertrauensaufbauen. Wenn man Komplexität in der Welt navigieren möchte, dann ist es total wichtig als Team, sich zu vertrauen, eng zusammenzuarbeiten und dafür ist dieser jährliche Trip, den wir machen, sehr, sehr entscheidend.
Okay, und dieses Jahr war es Warschau. Super, ganz herzlichen Dank, Johannes Thomas. Danke dir. Ich kann verstehen, liebe Zuhörer und Zuhörer, wenn Sie die Erwähnung des Begriffs KI manchmal schon nervt. Mir selbst geht das ja auch so. Aber man kommt wirklich in fast keinem Gespräch mehr darum herum.
Es ist ja nicht nur die Digitalbranche, wie der Fall von Trivago, für die sich die Spielregeln im Grunde wieder komplett ändern. Eigentlich ist es mit wenigen Ausnahmen fast in jedem Unternehmen so, dass es betroffen ist. Und zwar in jedem Unternehmen, das in irgendeiner Form auf Technologie zurückgreift.
Vielen Dank, dass Sie heute wieder zugehört haben. Den redaktionellen Schnitt dieser Folge hat Lucille Garnier besorgt. Um die Schlussproduktion hat sich Andolin Sonnen gekümmert. Bleiben Sie reisefreudig und seien Sie doch wieder dabei, wenn der nächste Capital Wirtschaftspodcast erscheint. Überall da, wo es Podcasts gibt. Bis dahin sage ich Nils Kreimeyer.
Tschüss und wünsche alles Gute.