Clint Cockwood liest Clint Cockwood

#034 Das Soprano-Syndrom

Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 7 min

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Shownotes

Ich war mal wieder in Therapie. Nicht um therapiert zu werden, sondern um Frauen kennenzulernen. Am Ende nimmt es doch eine überraschende Wendung.

Viel Spaß beim Hören.

LG & liebe Grüße

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Hey, guten Morgen! Ich hoffe euch geht's gut. Ich kann jetzt gar nicht so viel davor labern weil ich habe nur noch knapp sechs Minuten Zeit in diesem Podcast aber übrig. deswegen muss ich jetzt probieren euch in sechs Minuten irgendwie glücklich zu machen. Ich hoffe das gelingt mir. Ich rede ein bisschen schneller als sonst.

Deswegen zack. Jetzt geht es los Das Supramo Syndrome. Die Zeitumstellung ist eine Bürde für die Gesellschaft. Frauen fühlen sich unwohl, weil Typen wie ich nur noch im Dunkeln zum Einkaufen gehen können. Ich bin einsam! Ich verlasse die Arbeit hinein in die Dunkelheit, die längst Besitz von mir ergriffen hat.

Egal wie weit man den Zeiger vor oder zurückdreht, Zeit verliert man immer. Zeit ist relativ – in meinem Fall relativ beschissen. Ich bin der lebende Beweis dafür, dass Frauen doch nicht nur Geld wollen. Ich wünschte sie wären oberflächlicher auch wenn es nur für einen Tag ist. Irgendwann warst du so oft im Puff das auch das seinen anfänglichen Reiz verliert.

Meine Träume sind wortwörtlich verpuffed. was nutzt mir denn all mein Geld wenn Frauen nicht käuflich sind? ich brauche einen anderen Plan. Der Winter is zu lange um ihn alleine zu verbringen. Als ich meinen Freunden meine spezielle Form der Rotlicht-Immunität gebeichtet habe, meinten sie einstimmig Ich soll mir Therapie suchen.

Therapie? Ein unorthodoxer Weg um Frauen kennenzulernen! Ich durchforste das Internet nach weiblichen Therapeutinnen in meiner Umgebung. Das Dumme ist...ich bin völlig gesund! Ich brauche einen Grund, um in Therapie zu gehen Selbst wenn ich krank wäre. hilft sie wirklich? Jede hat irgendwie einen Therapeuten.

Es ist trendy, als wäre er ein Haustier. Ändern tun sich die wenigsten. Woran liegt das? Ich überlege Vielleicht gehen Leute mit dem falschen Ansatz zur Sitzung. Warum immer als Loser, warum nicht mal als Gewinner hingehen Die Therapeutin überzeugen dass man es nicht braucht? ich überlege mir eine Geschichte, die glaubwürdig genug ist Dass Frauen sie irgendwie scharf finden.

Ich blicke in den Spiegel, ich habe Hausfall bin Fett und habe einen miserablen Kleidungsstil. Aus meinen Komplexen forme ich eine neue Identität aber jetzt bin ich ein gewalttätiger cholerischer Mafia-Boss. Das klingt gefährlich. das mögen Frauen! Ich buche die erste Sitzung. Frau Dr Smith öffnet die Türe.

Ihr Titel schreckt mich ab. Ich habe Angst dass sie doch vergeben ist und den ihres Mannes verwendet. Doktortitel sind wie Sonnenbrillen, sie machen dich interessanter aber an sich verdecken sie einfach nur dein hässliches langweiliges Gesicht. Wir stellen uns vor ich akzeptiere dass du ohne das sie es mir anbietet Ich bin Anton Soprano Aber nenn mich gern Toni Süße.

Ich bin bei der Mafia sage ich Sie kristelt irgendwas auf ihrem Block. Ich diktiere ihr meine Handynummer, damit sie mal was Sinnvolles aufschreibt. Mein Fahrradhelm und die Warnweste nehmen mir ein wenig die Angst vor der Mafia. Bei einem Stundensatz von sechshundert Euro lasse ich mich erst einmal Zeit beim Umziehen.

Sie soll ruhig sehen dass ich auch in Sachen Geld keine Probleme habe. mein Konto stand gleicht einem Komplex aus Zahlen Aber ob ich mich öffnen will fragt sie freundlich. Wir kennen uns kaum und schonen. will sie mich öffen? Ich denke an die käufliche Liebe. Nein, danke! Ich will sie erst kennenlernen bevor ich irgendwas an mir öffne, sage ich.

Zum ersten Mal in meinem Leben verteile ich einen Korb. Sie kritzelt erneut auf ihrem Block rum – ich bin genervt. Der Block wirkt wie ein Handy am Tisch. Er zerstört die Stimmung Demonstrativ. hole ich meines aus der Tasche und telefoniere Gestellt gebe ich einen Mord den Auftrag um die Stimmung zu retten.

Der Respekt kommt zurück. Sie fragt, ob ich Komplexe habe? Was könnte Frauen imponieren? Haben ist das falsche Wort sage ich. Wie meinen sie? Fragt sie? Ich besitze komplexe mehrere Wohnkomplexe in der Münchner Innenstadt. Betroffen denke ich mein Haupt um bodenständig zu wirken. Frauen mögen dass Sie starte auf meinen gesenkten Hinterkopf, in meiner Halbglatze spiegelt sich ihr angetanes Gesicht.

Die Karle haut wird zum Spiegel ihrer Seele, lüstern, spitzt sie ihren Bleistift mit den bloßen Zähnen bevor sie die Spitze in den Block bohrt um eine Diagnose festzuhalten. Ich bin kein Therapeut doch es scheint als hätten wir beide einen Vaterkomplex. Ihre besteht aus fehlender Liebe, die sich in Zuneigung zu emotionskalten dominanten Wichsern äußert.

Meiner besteht aus mehreren Wohnungen im Stadtteil Schwabing.". – Ich bin ein Wichser sage ich. – Ich weiß Toni antwortet sie mir, wenn sie tief durch meine Augen in meiner Seele start. Wir sind beide nackt obwohl wir Klamotten tragen. Die zahllosen Morde haben mich kalt werden lassen", erzähl' ich ihr.

Du konntest nicht anders, therapiert sie mich. Es ist nicht das erste Mal dass ich eine Frau meine erfundenen Probleme beichte Doch im Deckmantel der Therapie fühlt es sich gut an. Ihre Blicke ziehen mich aus doch ich lehne ihr Angebot dass man eigentlich nicht ablehnen kann ab. Ich will sie nicht verletzen.

Warum ist alles im Leben einfach wenn man unehrlich isst? Nicht ehrlich werd am entlängsten. Ehrlich braucht am längsten. Lügen haben verdammt schnelle Beine! Ich wäre am Ziel, doch ich kehre um. Toni mag ein mordender Wichser sein aber keiner der mit Lügen eine Frau erobert. Ich klemme mir meinen geigen Koffer unter den Armen und gehe.

Tony ich liebe dich. ruft sie mir nach. Ich weiß antworte ich während die Tür ins Schloss fällt. Nicht sie, sondern Toni hat mich therapiert. Männer sollten mehr Serien schauen anstatt in Therapie zu gehen. Am Wochenende fragen meine Freunde neugierig wie denn die Therapie war? Jeder von ihnen untreu.

Lügen sind das Fundament ihrer Ehe. Ich bin nicht bereit Frauen so zu behandeln. Gut sage ich Endlich spüre ich wieder was im Puff. Ich bin lieber einsam als ein Lügner.

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