Cross Court - Der Tennis Podcast

Zverev wird die 1! „Lag teils 18 Stunden im Bett“: Möllers schwerer Weg zurück

Dienstag, 6. Oktober 2026 · 1 h 38

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Shownotes

Eigentlich sollte dies eine reine Interview-Spezialfolge von Cross Court werden – doch dann beendete Jannik Sinner seine Saison, was Alexander Zverev zur Nummer 1 machen wird, Novak Djokovic drehte die Uhr zurück und Daniil Medvedev wurde disqualifiziert. So sahen SPORT1-Moderatorin Sophie Affeldt und SPORT1-Tennis-Experte Stefan Schnürle genug Anlass, um doch mehr zu besprechen.
Den Anfang macht die Verkündung von Sinner, dass er 2026 kein Tennis-Match mehr bestreiten wird. Stefan wirft einen Blick nach Italien, was dort über sein Knie berichtet wird. Danach rücken die Folgen in den Mittelpunkt, denn Zverev wird damit definitiv vor Saisonende noch zur Nummer 1 werden. Eine kleine Sonderregel im ATP-Regelbuch sorgt dafür, dass ihm das nicht zu nehmen ist.
Auch auf die Kritik an Zverevs Sprung an die Spitze gehen Sophie sowie Stefan ein und finden dabei klare Worte. Eine Sache im Match gegen Djokovic stört Stefan bei Zverev aber dennoch, da sie ein altes Muster aufzeigt. Die Leistung des Serben beeindruckt – klappt es doch noch mit GS-Titel 25?
Nach der Disqualifikation von Medvedev geht es auch noch um die schwierige Phase von Eva Lys, die zuletzt doch einige herbe Niederlagen einstecken musste und mit körperlichen Problemen kämpft. Eine Sache in ihrem Spiel bereitet zudem aktuell noch größere Probleme als man es gewohnt ist.
Es folgt der Interviewteil, bei dem das deutsche Talent Max Schönhaus den Anfang macht. Dieser ist seit dem letzten Gespräch mit Cross Court im August 2025 um über 700 Plätze geklettert. Nun erzählt er über seinen Weg nach oben, die neue Realität bei den Erwachsenen und sein überraschendes Idol.
Marvin Möller hat mit 27 Jahren ein paar Jahre Lebenserfahrung mehr. Der Hamburger galt in jungen Jahren als große deutsche Hoffnung – doch dann begann eine Leidenszeit, die sich über mehrere Jahre streckte und sehr viel Durchhaltevermögen erforderte. Möller blickt auf diese Zeit zurück und verrät, wie er es schaffte, dass er nun sogar um eine Grand-Slam-Teilnahme kämpfen kann.
Gerade einmal 18 Jahre ist Julia Stusek, die bei den Juniorinnen schon häufiger für Aufsehen sorgte. Sie zeichnet eine enorme Spielintelligenz aus, was wohl auch ihrer Verbindung zu Martina Hingis und deren Mutter Melanie Molitor geschuldet ist. Im Interview erklärt sie zudem, warum sie ihre Beziehung zum Tennis als toxisch einstuft.

Folge #128 im Überblick

Ab min: Sinner macht Zverev sicher zur Nummer 1! Djokovic erstaunt – Sorgen um Eva Lys
Ab min: Interview mit Max Schönhaus: Sprung auf die Tour & Sätze bis 4 eine gute Idee?
Ab min: Interview mit Marvin Möller: Eine Leidensgeschichte wendet sich zum Guten
Ab h: Interview mit Julia Stusek: Hingis und Federer – mit Schweizer Hilfe nach oben?

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Wenn man jung ist als Kind, das spielt natürlich auch immer noch Erwartungshaltung und da macht man sich ja wirklich viele Gedanken auch darüber, okay, was denken die, was denken meine Eltern, wenn ich jetzt hier verliere und so weiter. Und, im Endeffekt war es, glaube ich, dieser Perfektionismus, dass wenn ich einfach Fehler gemacht habe, wo man ja am Tennis leider regelmäßig einige macht, ja, dass ich da dann einfach den Kopf verloren habe, den Spaß am Spiel verloren habe und ja, dann einfach mehr oder weniger abgeschenkt habe, weil ich es halt nicht hinbekommen habe, das zu handeln oder den richtigen Umgang mit den Fehlern zu finden.

Wir melden uns zurück mit einer neuen Folge Crosscourt. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Wir hatten heute eigentlich eine kleine Sonderfolge geplant. Stefan und ich waren nämlich in den vergangenen Wochen mal wieder bei einigen Turnieren vor Ort und haben ein paar Interviews geführt, die wir mit euch teilen wollen.

Die teilen wir auch trotzdem, haben wir auch angekündigt so in der letzten Folge. Aber wir wollen natürlich aus aktuellem Anlass auch noch ein bisschen über das aktuelle Tennisgeschehen sprechen. Denn da gab es ja heute, aus unserer Sicht jetzt Dienstag, die Knallermeldung, dass Yannick Sinner seine Saison vorzeitig beenden muss.

Und das bedeutet eben gleichzeitig, dass Alexander Zverev die neue Nummer 1 der Welt wird. Wann, weshalb und wo, das erklären wir euch gleich. Aber damit wir loslegen können, muss ich natürlich erst noch Stefan Schnölle mit ins Boot holen. Ich habe ihn eben schon erwähnt, unseren Tennis-Experten von Sport1.

Hallo auch an die Stefan. Hi Sophie, hallo an alle. Lass uns direkt einsteigen mit dem Saison-Aus von Yannick Sinner. Er hat am Dienstag eine Videonachricht in den sozialen Netzwerken gepostet und folgendes gesagt, ich zitiere, Zusammen mit den Ärzten habe ich entschieden, dass mein Knie weiter behandelt werden muss. Das heißt, dass die Saison 2026 offiziell vorbei ist.

Ich muss im Moment an meine noch lange Karriere denken. Ich werde alles tun, um 100 Prozent fit zurückzukommen. Also diese Kniebeschwerden, die sind dann eben doch ein bisschen langanhaltender, als man vielleicht zunächst vermutet hat. Natürlich schade in erster Linie auch für ihn, aber natürlich auch zum Beispiel für die italienischen Fans, die ihn sicherlich auch gerne noch in Turin bei den Finals gesehen hätten. Also ich glaube, da sind jetzt viele Tickets schon wieder in den Resale gegangen. Ich hätte ihn auch gerne dort gesehen.

Ja, stimmt. Du bist ja auch vor Ort. Also auch für dich eine bittere Pille zum Schlucken. Aber auch generell, wenn wir es jetzt auch nicht durch die deutsche Brille nur sehen, auch wegen Alexander Zverev, dann ist das schon eine bittere Geschichte, dieses vorzeitige Saisonende oder Saisonaus von Yannick Sinner.

Ja, extrem bitter. Ich meine, was war das auch für ein Jahr von ihm? Also erst Australian Open, diese überraschende Niederlage gegen Djokovic, der da sensationell aufgespielt hat, wo aber Sinner auch schon viele Chancen hatte. Alle Statistiken haben für ihn gesprochen, aber er hat eben die Big Points nicht gemacht und da schien ihn danach aber eher konsequenter werden zu lassen.

Und da hat er danach wirklich eigentlich alles gewonnen, war unschlagbar. Dann kam dieses Sensationsaus bei den French Open, wo sich danach alle gefragt haben, hey, wie groß ist das Hitzeproblem bei ihm? Wimbledon kommt da zurück. Erst sieht es aus, als hat er gar keinen Rhythmus und irgendwas stimmt nicht. Und dann gewinnt er am Ende doch wieder den Titel.

Und wie aus dem Nichts war das sein letztes Match des Jahres. Das hätten wir ja auch nicht gedacht. Was ich mir nur gedacht habe, dass er die gleiche Herangehensweise wie Alcaraz an den Tag legen wird in dem Jahr. Das heißt, klar, Handgeleg für Tennisspieler ist sehr heikel, aber... So ein Knie ist auch ganz wichtig und kann dir ja über die Jahre oder im schlimmsten Fall auch den Rest deines Lebens begleiten da, wenn du da Probleme hast und denkst, du musst das nicht komplett ausheilen. Da ist sicher vernünftige Entscheidung.

Ich meine, es gab in den vergangenen Wochen, glaube ich, 46 verschiedene Diagnosen in italienischen Medien. Was da jetzt genau dahinter steckt, es muss mehr als eine akute Entzündung sein, da bist du nochmal nach ein paar Wochen Pause zurück. Neuester Bericht ist jetzt so ein bisschen so eine schmerzhafte Überlastung einer Sehne. Es können Mikrorisse oder eine degenerative Abnutzung sein.

Außerhalb des Gelenkinnenraums soll das vorliegen. Deswegen wird es konservativ wohl versucht. Das heißt keine Operation. Man kann ihm einfach wie Alcaras damals jetzt nur auch die Daumen drücken, dass auch er gesund zurückkehrt. Und wir die dann 2027 endlich wieder beide über das ganze Jahr sehen könnten.

Man muss sich vorstellen, in dem ganzen Jahr gab es jetzt nur ein einziges Duell, zwischen Alcaraz und Sinna, das hätte man nach letztem Jahr auch nicht gedacht, gefühlt haben wir ja erwartet irgendwie, dass wir jetzt jedes Finale nur zwischen den beiden sehen, also krass, was da doch immer alles passieren kann und ja, du hast erwähnt für den Saison-Endspurt, sehr schade, ich hatte mich wirklich gefreut auf dieses Duell jetzt zwischen ihm und Zverev um die Nummer 1, also, Dürfen andere auch anders sehen, aber mir ist der Wettkampf dann doch wichtiger als die deutsche Brille.

Das hätte so einen richtigen Anreiz für die restliche Saison gegeben. Schafft es Zverev? Wer schneidet wo wie ab? Spielt Alcaraz oder vielleicht auch ein Djokovic nochmal das Zünglein an der Waage in dem Duell? Weil gestern auch umsonst zwei Stunden alle möglichen Szenarien nochmal durchgerechnet für einen Artikel.

Wieso jetzt Zverev aktuell ja eigentlich im Vorteil klar war und eigentlich auch kein Match mehr hätte gewinnen müssen, wenn Sinner eben nicht mehr spielt. Und gleichzeitig auch, warum ein fitter Sinner irgendwie immer noch trotzdem gute Chancen hat, wenn er in Wien zurückkehrt. Und das war jetzt alles für die Katz.

Ja, schade. Aber am bittersten natürlich für Sinner selbst, ist klar. Ja, so schnell geht das manchmal. Würde mich auch interessieren, wie Alexander Zverev das eigentlich so sieht. Ob er das eigentlich auch schade findet, dass er es jetzt so ein bisschen geschenkt bekommt, in Anführungszeichen. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass ihn das gar nicht so sehr stört.

Er hat ja auch schon mal gesagt, er will einfach nur mal die Nummer 1 sein und wenn es nur für eine Woche ist. Also das klingt für mich eher so danach, als würde er das trotzdem ganz dankend annehmen. Und ist ja auch schon echt was sehr Besonderes, wenn wir auch auf die deutsche Tennis-Historie schauen. Das ist ja bislang nur Steffi Graf von Angelique Kerber auf Damenseite und Boris Becker eben auf Herrenseite gelungen.

Generell wird er die 30. Nummer 1 auf Herrenseite sein. Also wie gesagt, das ist schon echt eine große Sache und wird natürlich dann eben auch das Sahnehäubchen jetzt sein auf der Torte nach dieser herausragenden Saison für ihn mit den zwei Grand Slam Titeln. Aber bis es jetzt wirklich dann auch schwarz auf weiß soweit ist, dauert es natürlich noch ein paar Tage oder vielleicht auch Wochen.

Das Rechnen, Stefan, das habe ich dir schön überlassen, weil du kannst mit Zahlen doch deutlich besser umgehen als mit ich. Deswegen habe ich das schön abgeschoben und du kannst gern ein bisschen Licht ins Dunkle bringen. Wann kann Zverev unter welchen Voraussetzungen auf Platz 1 klettern? Ja, also die Betonung liegt auf ein bisschen Licht. Also das ist, du hast es ja auch erlebt, das waren zwei Stunden hin und her rechnen.

Das ist schon teilweise komplizierter, als man auf den ersten Blick meinen mag, wenn man nur so auf das Ranking guckt. Ich meine, ja, wir, die uns mit Tennis beschäftigen, wissen, dass das Ranking sich auf so eine 52-Wochen-Wertung basiert. Das heißt, ein Profi muss im Folgejahr seine in der Woche gesammelten Punkte verteidigen, weil diese sonst nach der jeweiligen Turnierwoche wieder verfallen.

Daher ist Zverev virtuell ja auch die 1, da er 226 die meisten Punkte geholt hat. Also Sinna hätte jetzt im restlichen Jahr mehr Punkte holen müssen als Zverev, um sozusagen am Ende des Jahres die Nummer 1 zu sein, obwohl er momentan im Weltranglisten-Ranking ja führt. Nur wir wären jetzt nicht beim Tennis, wenn wir nicht noch ein paar nette Sonderregeln hätten.

Eine davon besagt eben, dass du es nicht wahllos einfach in 52 Wochen da Punkte sammeln kannst für das Ranking, sondern, sofern du dafür qualifiziert bist, setzt sich dein Ranking eigentlich aus den vier Slams acht Pflichttausender und dann den sechs besten Ergebnissen darüber hinaus zusammen und die ETP-Finals können dann noch als Bonus-Event dazukommen.

Das sind so ein paar kleine Zusätze, die es da noch dazu gibt, aber das ist halt wichtig, warum zum Beispiel ein Ben Shelton jetzt nicht mehr zwar los alle Turniere im restlichen Jahr spielen könnte und dann immer die volle Punktzahl erhalten würde. Spielt deshalb eine Rolle, weil er dann sogar noch Alex Zverev knapp überholen könnte am Jahresende. Aber das geht so einfach nicht.

Bei Alcaraz ist es ein wenig anders. Der hat weniger gespielt. Und wenn ich mich nicht völlig verrechnet habe, könnte er rein hypothetisch Zverev nach den Finals sogar überholen, falls Zverev gar keinen Punkt überholt. Und Alcaraz Shanghai gewinnt, kurzfristig noch eine Wildcard in Wien oder Basel beantragt. Das gewinnt.

Paris Masters gewinnt. Die ETP Finals umgeschlagen gewinnt. Und das würde auch noch nicht reichen. Dann muss er auch noch eins der beiden 250er, eine der beiden 250er Turnierwochen auch noch spielen. Entweder Stockholm oder Almaty irgendwo oder Brüssel-Lyon, glaube ich, stehen noch zur Auswahl. Also bevor sich ein Alcaras-Fan Hoffnung macht, das wird er im Leben nicht tun.

Da könnte er seinem Handgelenk genauso gut einen Stinkefinger zeigen. Also das wird er nicht machen. Alexander Zverev wird zum Jahresende zu 99,9 Prozent die Nummer eins sein. Und es kommt hinzu, also nach meiner Rechnung zumindest, ist mathematisch sicher, dass Zverev definitiv schon vorher mal die Nummer 1 sein wird, auch wenn er jetzt alles verlieren sollte.

Und das ist zu Beginn, also am Montag der ETP Finals. Weil hier kommt die nächste Sonderklausel ins Spiel. Habe ich extra im ATP-Rulebook da ewig nachgelesen, welche Paragrafen es da alles gibt. Also normal fallen die Punkte von Turnierwochen ja immer erst nach dem Turnier raus. Bei den ATP-Finals ist es aber anders. Da werden die vor Beginn der Finals gestrichen.

Das heißt, Zinner verliert seine 1.500 Punkte, Zverev nur 200. Und zu dem Zeitpunkt würde er daher spätestens die Nummer 1 werden, da Alcaraz da noch nicht rankommen kann. Und das wäre jetzt wirklich aber das Worst-Case-Szenario aus Sicht von Zverev, in Anführungszeichen Worst-Case-Szenario, weil es ist jetzt nach Shanghai noch nicht möglich, aber es ist viel wahrscheinlicher, dass Zverev nach Wien oder spätestens nach Paris die Nummer 1 sein wird.

Das wäre jetzt nur, wenn er wirklich gar nichts gewinnt und alles verliert, so ungefähr. Dann wäre es erst zum Start der ATP-Finals. Genau, und das gibt es natürlich jetzt Stimmen, die sagen, hey, Zverev wird ja nur 1, weil er das ganze Jahr leichte Draws hatte und Alcaraz Sinner lange verletzt war und hat es gar nicht verdient.

Zu den Draws habe ich, glaube ich, vergangene Folge schon genug gesagt. Da kann er nichts dafür, wenn die restlichen Kollegen in der Weltspitze, also hinter ihm und Sincaraz, irgendwie Konstanz nicht buchstabieren können. Also Djokovic klammere ich natürlich aufgrund des Alters ein wenig aus, aber Zverev ist nicht schuld, dass seine Grenzlams Draws da in sich zusammengefallen sind. Und genauso wenig ist er schuld, dass Alcaraz und Sinner viel mit ihrem Körper in dem Jahr zu kämpfen hatte.

Das muss übrigens auch nicht mal zwingend deren Schuld sein oder des Teams. Das kann Falschstraining und Überbelastung sein. Klar, passiert in dem Alter schnell, kann auf alle Fälle ein Faktor sein, aber kann auch teils biologische Veranlagung sein. Ist ja auch egal. Zverev hat es auf jeden Fall beeindruckend geschafft, seinen Körper für all diese Belastungen fit zu machen, bereit zu machen, dass er eben wirklich fit durch die Saison kommt.

Und solange Zverev jetzt keinen auf Tonja Harding macht und irgendwie so Fiatomala engagiert, um jetzt Yannick Sinner die Kniescheibe zu zertrümmern, dann ist er auch völlig zu Recht die Nummer 1 am Ende. Weil er war spielfit, er hat sich die Chance gegeben und hat sich die meisten Matches im Jahr gewonnen. Also ist das auch okay.

Kann man, glaube ich, insgesamt so unterschreiben. Man merkt trotzdem die ganze Rechnerei, es ist sehr komplex. Ich hoffe, ihr konntet draußen aber trotzdem ganz gut folgen. Also wir halten erstmal ganz grundsätzlich fest, Alexander Zverev wird früher oder später die Nummer 1 der Welt werden. Und das, obwohl er ja in Peking jetzt auch ein paar Punkte hat liegen lassen.

Ist ja im Viertelfinale ausgeschieden gegen einen ja doch sehr stark spielenden Novak Djokovic. Wollen wir jetzt auch nochmal ganz kurz drauf blicken, Stefan, weil diese Niederlage vielleicht auch wieder so ein bisschen Wasser auf die Mühlen derjenigen waren. Oder war, die Zverev nicht so wohlgesonnen sind. Du hast es jetzt eben auch schon so ein bisschen angeschnitten noch mit den Draws bei den Grand Slams.

Und genauso kriegt er ja auch immer mal wieder den Vorwurf, dass er gegen die ganz Großen dann doch oft den Kürzeren zieht. Yannick Sinada natürlich als bestes Beispiel. Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob Novak Djokovic aktuell noch zu den Allergrößten zählt. Generell keine Frage, natürlich ja.

Aber vielleicht jetzt nicht mit Blick auf die Ergebnisse der letzten Monate. Und trotzdem hat der in dieser Woche in Peking schon echt eine sehr starke Leistung, gezeigt. Daher Frage auch an dich. War das jetzt eine normale Niederlage für Zverev gegen Djokovic, die halt mal passiert? Oder siehst du da vielleicht auch so ein Muster, weshalb er dagegen die ganz Großen sich dann doch immer mal wieder auch schwer tut? Abgesehen davon, dass der Gegner natürlich auch eine gewisse Qualität dann mitbringt.

Ja, also das ist es ja mit dem Level natürlich, was der mitbringt und was Djokovic kann, ist halt dieses essentales Monster, was noch hinzukommt. Und das ist eben dieser Punkt. und ja, es ist jetzt kein Drama überhaupt nicht, ich will das nicht zu hoch hängen. Aber es ist schon so, dass man halt sieht, in diesen ganz großen Matchups gibt es so ein paar Dinge, da bin ich mir nicht sicher, ob das bei Zverev schon komplett verschwunden ist, obwohl er so ein überragendes Jahr gespielt hat. Ähm.

In ganz großen Duellen sieht man manches und wie wir beide schon gesagt haben, wir reden von Novak Djokovic, der hat sein bestes Match seit vielen Monaten gezeigt, vielleicht nur das Niveau bei den Austrian Open, Halbfinale, Finale fand ich noch höher, aber sonst sein drittbestes Match des Jahres wahrscheinlich, zu dem können wir ja gleich auch noch kommen. Das war wirklich beeindruckend.

Doch was Zverev ja in dem Jahr bewiesen ist, dass er alle außer Sinna, Alcaraz und Djokovic völlig im Griff hat. Nur die Frage ist, was ist mit denen drei? Und gegen Alcaraz, Sinna und Djokovic hat er seine letzten 13 Begegnungen verloren insgesamt. Also klar, er hatte gegen Djokovic den einen Aufgabensieg bei den Australian Open. Sonst hat er ihn noch nie über Best of Five sonst schlagen können in einem Match, was regulär beendet wurde.

Und das ist diese eine Sache, die müssen wir uns 2021 nochmal anschauen. Ist diese bessere Version von Zverev jetzt in der Lage, diese drei zu schlagen, in ganz großen Matches, in Finals, Best of Five? Das weiß ich noch nicht. Klar, er hat Alcaraz und Sinner auch schon mal im Grenzläm geschlagen, ist aber schon einige Zeit her.

Und klar, er war nah dran auch bei den Austrian Open gegen Alcaraz, gegen Sinner in Wimbledon, auch lange auf Augenhöhe, aber er hat halt nicht gewonnen. Und was halt gegen Djokovic eben auffiel, weswegen ich es nicht ganz nur als so, ja, war halt eine Niederlage abschieben wollte. Er hat gut begonnen, aber dann hat immer öfter Djokovic die Rallys übernehmen dürfen.

Und Zverev wurde defensiver und hat so ein bisschen für mich gehofft, dass der alte Mann jetzt irgendwann müde wird, was wir in dem Jahr ja öfter gesehen haben. Aber. Der hat wahnsinnig schlau agiert, hat sich mal bei einem Ausschlagspiel Zverev ein bisschen geschont und war dann sehr gut serviert wieder und dann in den wichtigen Punkten alles reingelegt und wirklich versucht auch, einfach mehr die Initiative zu übernehmen.

Und Zverev hat sich ein bisschen zu sehr auf den ersten Ausschlag verlassen. Unterdem hat er Druck gemacht, war auf einer dominanten Position. Aber je länger das Match ging, desto mehr war Djokovic der Aktivere, wenn es so halbwegs neutrale Rallys nach dem Ausschlag gab. Tennis Insights hat das auch gezeigt. Im zweiten Satz war Zverev vor allem über den eigenen Ausschlag doch stark und hat da insgesamt, glaube ich, 39 Prozent der Punkte im Feld gespielt, insgesamt erst bei allen Rallys.

Im dritten Satz waren es nur noch 19 Prozent. Und das ist halt so ein Punkt, das ist wieder ein bisschen was vom alten Zverev, dass er sich da dann zurückzieht. Das ist nicht viel, das sind ein, zwei Meter. Aber das macht halt den Unterschied. Er selbst hat dann nach der Analyse dann gesagt, okay, ja, war kalt, sehr kalt und der Ball sprang nicht so hoch, das macht schwerer.

Das will ich gar nicht komplett als Ausrede abtun. Und das mag schon zutreffen bei ihm. Er ist da nicht Carlos Alcaraz, der da trotzdem einfach Winner von hinter der Grundlinie schlagen kann. Nur der Gegner war nicht Carlos Alcaraz. Es war Novak Djokovic. Der hat wahnsinnige Qualitäten. Aber du kannst mir nicht erzählen, dass der gesagt hat, oh, geile Bedingungen.

Ich schlage halt zwei Meter hinter der Grundlinie irgendwelche Winner mit 150 kmh. Das kann der auch nicht. Und der Unterschied war, dass der verstand, ich muss aktiv sein, ich muss an der Linie bleiben, ich muss ins Feld rücken, um Winner zu schlagen. Und der hat das gemacht und Zverev hat sich eher zurückfallen lassen.

Und so hat Djokovic einfach diese körperlichen Nachteile, die er mit 39 einfach hat, ausgeglicht mit seiner Erfahrung, taktischen Schleue. Und das war super beeindruckend. Aber ja, Zverev, die Serie gegen die Allergrößten geht eben weiter, die nicht so positiv ist. Und das müssen wir beobachten. Ja, werden wir tun. Guter Punkt auch mit diesem Rückfall da in alte Muster.

Vielleicht kriegt er es ja noch hin, das in der Zukunft abzustellen. Eigentlich sollte man ja mein genug Selbstvertrauen hat er jetzt eigentlich gesammelt. Dass er sich auch gegen die ganz Großen traute, auch wieder ein bisschen aktiver zu sein. Aber wir werden sehen, wie ihm das dann in der Zukunft gelingt und machen den Haken an dieser Stelle an Alexander Zverev für heute.

Wollen aber tatsächlich noch mal ganz kurz über Novak Djokovic reden, der ja das Turnier eben dann am Ende auch gewonnen hat. Auch im Finale von der Aufgabe von Alex de Minoar profitiert hat. Ja, was den Erfolg aber jetzt gar nicht so sehr schmälern soll, weil er eben, wie von dir auch schon angesprochen, eine echt starke Woche gespielt hat. Und phasenweise echt wieder Vintage Djokovic da ausgepackt hat.

Da hätte man jetzt vor der Woche vielleicht auch nicht zwingend mit gerechnet. Ist sein erster Titel in diesem Jahr. Er springt jetzt auch zurück unter die Top 10 und auch im Race hat er sich jetzt wieder eine bessere Ausgangsposition verschafft. Ist da jetzt auch auf Platz 9, weil er auch da an Alex de Menor vorbei ist.

Also Stefan Novak Djokovic, der wird sehr happy über diese Woche sein, können wir festhalten. Ja, kann er auch. Also das mit 39 definitiv beeindruckend, habe ich ja gesagt, wie er die Woche vor allem nach dem Jahr aus dem Hut gezaubert hat, wo er ja auch zu Beginn der Woche alles andere als gut aussah.

Da hat er auch wieder körperliche Probleme. Gut, der hat sich jetzt fast durch die Woche durchgezogen, hat sich auch heute im Finale nach dem ersten Satz behandeln lassen, was ja recht kurios war. Erst lag er am Boden, dann ging plötzlich der Menor raus, dann hat der sein Spiel gehalten und plötzlich hat er aufgegeben.

Also es war schon echt kurios zu sehen, wie das so abgelaufen ist. Aber zu Djokovic, ja. Also ich glaube gegen den Chinesen Buu, da war er auch schon mal nahe am Aus. Zweiter Satz, wo er einen Tiebreak musste. Den ersten hat er schon verloren. Gegen Zverev war es eng. Gegen Medvedev am Ende ist es ein Zweisatz. Sieg in Anführungszeichen natürlich durch die Disqualifizierung.

Aber er war ja trotzdem nicht mehr weit entfernt. Nur Medvedev hatte eins von 16 Breakbellen zwischendurch genutzt. Also der hätte im zweiten Satz mit Doppelbreak schon vorne sein müssen. und es war wirklich beeindruckend, wie Djokovic 9 oder 10 davon abgewährt hat. Die anderen 5, 6 waren auch wirklich Peak Medvedev, was der dann bei Brickballen veranstaltet hat, mit leichten Volley-Fehlern und also dermaßen hirnrissigen Stops. Das war wirklich, ja.

Aber genau, du hast auch gesagt, das Wort Vintage Djokovic. Ja, das sehe ich nur bedingt. Das ist vielleicht auch Definitionssache, weil ich weiß nicht, ob das dem gerecht wird, was Djokovic leistet, weil... Es gibt Spiele, die sehen absolut aus wie der alte Djokovic vor zehn Jahren. Nur es ist nicht dieser Djokovic. Das sieht man auch. Das ist nicht Peak Djokovic.

Also von 2015 oder von mir aus auch 2021. Mit 39 hat er nicht mehr diese Konstanz und Energie zur Verfügung. Das ist völlig klar. Also ich behaupte, der alte Vintage Djokovic hätte diesen bei Big Points echt kopflos agierten Wettbewerb 6-2, 6-2 weggehauen. Da bin ich mir ziemlich sicher. Das geht jetzt eben nicht mehr, weil er diese Konstanz nicht hat.

Aber umso beeindruckender finde ich es, dass er es dann trotzdem schafft, diese Energie, die er noch hat, so einzuteilen, dass er am Ende einfach die wichtigen Punkte holt in den Spielen. Dann spielt er auch unfassbare Punkte, wo du absolut sagen könntest, der Kerl sieht aus, als wäre er 25. Da gibt es wirklich, wenn du nur die Highlights zusammenschneidest, dann könntest du meinen, der ist 25.

Aber du siehst halt auch, was dazwischen passiert. Und dann auch mal Spiele, wo es dann mal wegbricht. Aber wie schon gesagt, er schafft es halt wirklich, da da zu sein, wenn es wichtig wird. Und das jetzt Halbfinale waren natürlich, im Finale waren jetzt nicht die Enden, die er sich gewünscht hat mit der Disqualifikation und dann der Aufgabe.

Aber er ist in Peking einfach unschlagbar. Also 34 zu 0 Bilanz ist natürlich unglaublich. Den Vergleich, der jetzt dauernd kommt dann mit Monika Selic bei den Austrian Open und Nadal bei den French Open, finde ich ein bisschen Quatsch, weil das eine ist ein 500er und das andere sind Grenzlams und ich bin sicher, dass Djokovic der Erste wäre, der das auch so sehen würde.

Ich bin so nicht so weit auch zu sagen, okay, mit dem Level gewinnt er definitiv ein Grenzlams. Das sind sieben Matches über Best of Five, ist was anders. Ich glaube, kein Mensch auf dem Planeten weiß das besser als Djokovic, der halt 24 davon gewonnen hat. Klar ist aber auch, genau so eine Woche, auch so ein Match gegen Zverev, gegen die baldige Nummer 1, das ist für ihn wie Benzin, also das füllt sein Glauben, dass bei ihm jetzt auch nochmal so bei einem Grenzlärm alles aufgehen kann, weil...

Auch die Verletzungsprobleme von Alcarus und Sinner, die er da dieses Jahr beobachtet, die werden ihn auch ein bisschen Mut machen, weil wir wissen alle, er hat den allergrößten Respekt vor Zverev. Er sagt ja auch, er ist derzeit der beste Spieler. Trotzdem glaube ich, wenn er die Wahl hätte in dem Grenzläm-Finale, Zverev oder Sinner, dann würde er lieber auf Zverev treffen.

Weil klar, er hatte in dem Jahr auch den einen epischen Sieg gegen Sinner, wo wirklich alles dann irgendwie für ihn gelaufen ist. Aber er hatte da in den letzten sechs Matches ein von 18 Sätzen gegen Sinner gewonnen. Also das Matchup, glaube ich, mag er trotzdem nicht so. Und deswegen, also wie gesagt, Grand Slam wäre ich noch ein bisschen vorsichtig, aber das war eine beeindruckende Woche und wo er nochmal gezeigt hat, allen, was er kann.

Also bezüglich Grand Slam bleibe ich, glaube ich, bei meinem Take von vor anderthalb Jahren oder so, Also ich glaube nicht, dass er noch einen Titel holt. Eben auch aus der Begründung, die du eben auch so ein bisschen angesprochen hast, mit Vintage Djokovic. Ich hatte auch bewusst das Wort phasenweise verwendet, weil einige Ballwechsel im Zverev-Match, die waren eben schon extrem beeindruckend und haben sehr an frühere Tage erinnert.

Aber über ganze Matches, gut, vielleicht in einem Einzeltag noch, aber Wochen und zwei Wochen bei Grand Slams, das sehe ich tatsächlich momentan auch nicht. Und dementsprechend auch in der Zukunft dann eher nicht mehr jetzt diesen Titel hier in China hin oder her. Bevor wir das Thema Peking auf Fernseite abschließen, müssen wir noch mal ganz kurz über den Vorfall reden, den du jetzt zweimal schon kurz angeteast hast mit der Disqualifikation natürlich von Daniel Medvedev im Halbfinale.

Ich glaube, die meisten werden das Video wahrscheinlich auch gesehen haben. Trotzdem noch mal ganz kurz. Medvedev hat nach einem verlorenen Punkt den Ball ins Publikum geschlagen und dabei einen Zuschauer getroffen, der dann das Stadion auch verlassen musste, auch sichtbar Schmerzen hatte dabei. Bisschen kurios, dass es ausgerechnet im Match mit Djokovic passiert ist, seit die US Open 2020, lassen grüßen.

Der hat sich dann tatsächlich auch nochmal in einem Instagram-Post danach an Medvedev auch gerichtet und gesagt, ey, ich denke an dich, ich weiß, wie das ist. Das ist eine schreckliche Art, so ein Match zu beenden. Und trotzdem sind wir uns, glaube ich, einig, Stefan, dass die Disqualifikation für Medvedev alternativlos war. Du hast mir das ja auch sofort geschrieben, als du das Match live gesehen hast, dass das die Folge sein muss.

Und so kam es dann ja am Ende auch. Ich kann es nur immer wieder sagen, neben dem Platz ist Daniel Medvedev wirklich ein sehr angenehmer Typ, so wie ich ihn bislang zumindest erlebt habe bei Medienterminen, bei Pressekonferenzen und Co. Aber auf dem Platz, ja, dabei wirkt er sich dann doch eben oft an der Grenze des Akzeptablen, was sein Verhalten angeht. Und dieses Mal ist er auch mal wieder über diese Grenze drüber gegangen. Was sind deine Gedanken noch kurz zu diesem Vorfall?

Ja, ich finde den Gedanken, den du da erwähnt hast, auch gut. Das muss man an sich schon ein bisschen trennen. Ich finde, ich teile deine Einschätzung völlig, was außerhalb Daniel Medvedev betrifft. Deswegen weiß ich nicht, ob er in der Netflix-Folge da auch so richtig dargestellt wurde als Bösewicht. Also da bin ich mir nicht sicher, ob die Rollen immer so exakt wiedergegeben werden oder wurden.

Aber ja, auf dem Platz, da gibt es schon so ein paar Dinge, wo ich gesagt habe, da habe ich ja auch schon erwähnt, dass er in den letzten, ein, zwei Jahren mir zu oft auf der falschen Linie bei seinem Balanceakt, was noch okay ist und was nicht zu oft übertreten ist. Und das war natürlich auch so ein Fall. Ja, also ich habe es tatsächlich, also wirklich auch nicht die Highlights gebraucht.

Ich habe es zufällig in dem Moment genau auf Medvedev geschaut und direkt gesehen, dass der Ball ins Publikum, dass er den schießt und erster Gedanke sofort, das Qualifikation, als spätestens klar war, dass er einen Zuschauer getroffen hat, das war keine Frage. Das war damals bei Djokovic eine und das war diesmal bei Medvedev eine.

Da gibt es keine Diskussion. Für mich sollte es auch nicht entscheidend sein, ob ein Zuschauer getroffen wird. Ich verstehe wirklich jede Emotion und negative Emotionen, ich kenne das von mir auch, wirklich, das ist kein Thema, aber wenn ihr, das muss man in den Griff kriegen, wenn ihr wirklich irgendwas in Richtung Zuschauer feuert dann ist es vorbei, dann tut es mir leid da muss man irgendwie anders schaffen, seine Aggressionen rauszulassen, ähm, Auf dem Platz. Genau, was mich ein wenig bei ihm enttäuscht hat, ist halt diese eine Sache. Also wie schon gesagt, oft ist er jetzt so ein bisschen auf der falschen Seite unterwegs.

Er hat ja auch im Match zum Beispiel mit Djokovic so ein bisschen nachgeäfft, was ich kein Drama fand, das kann Djokovic ab. Der hat früher auch mal als Spaß so andere Spieler, nicht im Match, aber so außerhalb nachgemacht. Und an sich freut sich Djokovic ja sogar, weil dann sieht er, okay, ich bin im Kopf von ihm.

Das ist eigentlich sogar ein gutes Zeichen für ihn, wenn der sich so damit beschäftigt mit mir und was ich zwischen dem Ballwechsel mache, weil er da natürlich, das weiß er ja selbst, immer ein bisschen zur Schau stellt, wie es ihm geht und wenn es ihm nicht so gut geht und dann aber, in den Ballwechsel 60 Minuten von links nach rechts und vorne und hinten rennt, als denkst du, der Mann ist die fitteste Person der Welt.

Das ist ja durchaus beabsichtigt. Also das passt schon. Nur den Ball da in die Zuschauer zu schlagen, er wollte keinen treffen, genauso wie Djokovic damals keinen treffen wollte. Du nimmst es einfach billig in Kauf. Und wie gesagt, das ist einfach eine DSQ. Da muss man irgendwie Grenzen setzen. Und mich enttäuscht dann auch so, dass er sich nach dem Match hinstellt und erzählt, er wollte den Ball quasi davon abhalten, dass er an den Zuschauer geflogen ist und hat ihn dann nicht gut getroffen, weil es war so ein Querschläger.

Nein, der Ball ist etwas wild umhergeflogen, aber der wäre nicht mal annähernd in Richtung Tribünen geflogen, wenn du ihn nicht dahin geleitet hättest oder geschossen. Also das war jetzt kein Riesenfrustschlag, Frustschlag, aber halt eine Frustaktion und die haben wir auch nicht vom ersten Mal von ihm so gesehen.

Er lenkt diese Bälle gern mal aus Frust nochmal an die Wand. Da gab es auch schon eine andere Szene, wo er auch schon jemand getroffen hatte. Da hat er mehr Glück gehabt, da wurde er nicht disqualifiziert. Deswegen ist es seine erste, weshalb ich nicht mit einer weiteren Sperre rechne. Das Preisgeld ist weg, Punkte sind alle weg von dem Turnier.

Aber wie gesagt, ich wünschte mir halt, er war jetzt auch laut Berichten im Krankenhaus, hat sich beim Fan persönlich entschuldigt, das ist ja das, was wir sagen, außerhalb. Nur ich wünschte mir schon, dass er auch einsieht, hey, das war nicht okay. Und ich wollte nicht nur verhindern, dass der Ball den Court verlasst.

Ich war da einfach frustriert und habe eine dumme Aktion gemacht. Das wäre schon wichtig, auch um daraus zu lernen. Halten wir so fest. Und wir haben noch ein Thema, bevor wir diesen Blog hier abschließen. Wir wollen nämlich auch noch kurz über Eva Liss sprechen, Stefan, die ein sehr schweres Jahr hat, auch mal wieder geprägt von gesundheitlichen Problemen und Verletzungen.

Muss sich dazu natürlich auch immer noch mit Anfeindungen und Hasskommentaren im Netz auch viel auseinandersetzen. Kriegt ja immer wieder den Vorwurf, dass sie sich ein bisschen zu viel auf Social Media und andere Dinge abseits vom Tennis konzentrieren würde. Wollen wir an der Stelle gar nicht bewerten, weil wir das auch überhaupt nicht seriös bewerten können.

Und Hasskommentare sind eh nie gerechtfertigt. Aber es ist halt sportlich eben auch gerade schwierig für sie. Sie musste jetzt in der ersten Runde vom Tausender-Turnier in Peking aufgeben mit Problemen am linken Bein bzw. Fuß. Das Ganze beim Stand von 1 zu 6, 0 zu 3 gegen die 16 Jahre alte Lokalmatadorin und Nummer 1 bei den Juniorenen Xenran Sun. Ich hoffe, ich habe sie sich vollkommen falsch ausgesprochen.

Jedenfalls hat diese Aufgabe aber für Eva List auch größere Folgen fürs Ranking, weil sie letztes Jahr ja im Viertelfinale stand im Peking, ganz überraschend. Und da jetzt natürlich schon auch einige Punkte wegfallen. Im Live-Ranking ist sie jetzt nur noch auf Position 135. Zur Erinnerung, ins Jahr gestartet ist sie auf der 39. Ja, sind da jetzt schon so ein paar Sorgenfalten auf deiner Stirn mit Blick auf Eva-Lys?

Ja, also jetzt definitiv. Also ich hoffe, sie geht nicht sozusagen den Niemeyer-Weg. Weil ich meine, bei Ella Seidel läuft ja auch nichts in dem Jahr. Das ist schon ein bisschen besorgniserregend. Da gibt es natürlich für jede ihre eigene Geschichte. Lys hatte in dem Jahr einige Verletzungsprobleme. Wir wissen auch um die rheumatische Autoimmunerkrankung.

Klar bereitet sie auch immer wieder mal Probleme und kann dazu führen, dass sie ein Match abbrechen muss. Trotzdem ist das natürlich eine Entwicklung, die kann ihr auch nicht gefallen. Du hast erwähnt, dieses jüngste Match, was sie aufgeben musste, gegen eine sehr, sehr starke Chinesin, 16 Jahre. Also kann ich schon mal sagen, sie sollte man im Auge behalten.

Was halt auffällt, das habe ich ja auch in ihren erfolgreicheren Zeiten, also von Eva Liss immer wieder betont, der Ausschlag wird viel entscheiden und der ist gerade ein riesiges Problem. Also noch größer als sonst. Klar ist der bei 1,65 nicht so gut wie von vielen anderen, aber das ist jetzt gerade zu viel.

29 Doppelfehler in den vergangenen drei Matches, in vier ihrer vergangenen fünf Matches hat sie entweder nicht einmal oder ein einziges Mal ihr Ausschlagspiel durchgebracht. Also eines im ganzen Match, das ist Wahnsinn. Du spielst quasi ja ohne Ausschlag, also sie kann sehr gut retournieren, aber das reicht dann trotzdem nicht mehr.

Egal wie gut du spielst, auch wenn es beim Return gerade eh nicht so gut läuft momentan. Genau jetzt aus den Top 30 gerutscht, das ist auch ein Problem, weil du dann Grenzlem-Quali spielen musst, da musst du dich erstmal durchsetzen über drei Runden das ist nicht leicht und du kommst auch in die größeren Turniere dann auf der EWTA-Tour kaum rein, musst durch Qualis es ist schon mühsam, sich da wieder rauszukämpfen und, ja klar, das andere hast du angesprochen, es fällt natürlich auch auf im Netz, wie sie so das Platten wenig wendet bei ihr und, jetzt sich jetzt international auch viel auf sie gestürzt wird wegen ihren Social Media Aktivitäten Ja, auch da, wie du schon gesagt hast, ich werde da auch nichts

Seriöses dazu sagen können. Das können wir unmöglich beurteilen. Bilder zeigen auch nicht, wie deine 24 Stunden ablaufen. Das ist halt ein Ausschnitt eines Tages. Das können wir unmöglich beurteilen. Das muss sich ihr Team anschauen und sie, ob das so passt oder ob man da für die Regeneration mal zurückfährt.

Das ist auch ihre Karriere. Am Ende könnte sie auch sagen, nö, das gehört zu mir und brauche ich, egal welche Auswirkungen, falls es so wäre. Das können wir einfach nicht beurteilen, will ich auch gar nicht. Was ich beurteilen kann, ist, dass das Tennis gerade nicht so gut aussieht, was sie spielt. Ich glaube, das sehen wir alle, auch vor allem für das Level, das wir gesehen haben. Für uns wird es schon reichen, aber das ist ja nicht ihr Anspruch.

Und ich habe mir ihre WTA-Bilanz mal in dem Jahr angeschaut, sie hat in dem Jahr nicht einmal, bei einem Turnier mehr als ein Match in Folge gewonnen also das ist auch nicht gut, Und ich weiß jetzt auch nicht, ob es Sinn macht, in dem Jahr noch groß zu spielen oder einfach mal zu schauen, dass sich der Körper wirklich erholen zu lassen, früher in Urlaub zu fahren und dann eine gute intensive Fortbereitung zu machen, damit vielleicht die Ausgangslage für 2.27 dann etwas besser ist.

Mehr fällt mir da auch nicht dazu ein, gerade. Ja, schwere Situation kann man festhalten, glaube ich, definitiv. Kann man nur hoffen, dass sie da irgendwie Lösungen für sich findet und es dann nächste Saison auch wieder bergauf geht. Damit schließen wir unseren kleinen Newsblock hier ab, denn wir haben ja noch ein bisschen was vor, Stefan, und gehen damit jetzt eigentlich erst zum Hauptteil dieser Folge über. Denn ich habe es am Anfang schon gesagt, Stefan und ich waren mal wieder ein bisschen unterwegs in den vergangenen Wochen.

Unter anderem beim Challenger-Turnier in Augsburg, aber auch beim WTA-Turnier in Hamburg. An der Stelle übrigens auch ganz liebe Grüße an den Hörer, der uns in Augsburg angesprochen hat. Also wenn ihr uns mal seht bei einem Turnier oder so, dann kommt gern immer auf uns zu, freuen wir uns natürlich immer drüber.

Genau, aber zurück zum Wesentlichen. Wir waren auf Stimmenfang. Ich finde das ja immer sehr spannend, auch mal so ein bisschen tiefer in die Geschichten der Spielerinnen und Spieler einzutauchen. Und wir hoffen natürlich, dass euch das auch so ein paar Insights noch gibt und euch das auch gefällt. Und starten jetzt mal rein mit einem alten Bekannten dieses Podcasts.

Manche von euch, die uns jetzt schon länger verfolgen, die haben ihn nämlich schon im vergangenen Jahr hier gehört. Die Rede ist von DTB-Talent Max Schönhaus. Als wir letztes Jahr mit ihm gesprochen haben, da war er noch knapp außerhalb der Top 1000, hat überwiegend die Junioren noch gespielt damals.

In der Zwischenzeit ist relativ viel passiert, ist inzwischen 19 Jahre alt, hat am Ende der vergangenen Saison noch die ITF World Junior Finals gewonnen und hat jetzt eben dieses Jahr komplett den Sprung zu den Profis gemacht, konnte da jetzt auch schon mal das erste Mal ATP-Tour-Luft schnuppern, unter anderem in Halle und auch in Hamburg, wo er sich sehr gut verkauft hat.

Und jetzt ist er auch gerade frisch in die Top 300 eingezogen. Also es geht so langsam jetzt auch Richtung Grand Slam-Qualis. Und das ist auch ein Thema, über das wir mit ihm gesprochen haben. Wir wollten aber auch wissen, wie ist es jetzt eigentlich so, wenn man von den Junioren zu den Herren kommt, das ändert sich vielleicht im Training, wie ist das eigentlich auch mental, wenn man jetzt auf einmal nicht mehr jede Woche um Finals und Titel spielt, sondern auch.

Viele, auch frühere Niederlagen kassiert, das war auch ein Thema und auch über sein Vorbild im Tennis haben wir gesprochen, das ist nämlich kein unbekannter Name, aber trotzdem vielleicht einer, der eher ein bisschen überrascht. Das zum Inhaltlichen. Ganz kleiner Disclaimer noch vorweg. Der Ton, der ist leider die ersten 15 Sekunden nicht ganz ideal.

Danach läuft es aber ganz normal weiter. Also ja, wir bitten um Entschuldigung da für die ersten paar Sekunden, wo es nicht ganz so perfekt ist. Und jetzt habe ich aber auch genug geredet. Wir melden uns nach dem Interview wieder bei euch und wünschen jetzt erstmal viel Spaß mit dem Gespräch mit Max Schönhaus.

Max, danke für deine Zeit. Wir haben uns das letzte Mal vor ziemlich genau einem Jahr auch hier in Augsburg gesprochen. Wie würdest du selbst für dich die letzten zwölf Monate zusammenfassen? Ja, ziemlich gut, würde ich tatsächlich sagen. Ich bin ziemlich happy mit meiner Entwicklung bis jetzt. Habe echt gut den Anschluss dann auch Anfang des Jahres in den Herrenbereich geschafft.

Ja, letztes Jahr noch die Juniors gespielt und ja, relativ gut auch abgeschnitten bei den Juniors. Wie schon gesagt, die Junior-Finals gewonnen in Chengdu und dieses Jahr dann wirklich komplett nur Herren gespielt. Letztes Jahr dann schon vereinzelte Titel auf der Herringangliste geholt in Monastir, in Treusdorf dieses Jahr beim 30.000er und ja, dann dieses Jahr das erste Mal in Hamburg qualifiziert bei einem 500er.

Das war tatsächlich bis jetzt, würde ich sagen, der größte Erfolg meiner Karriere, und hoffentlich geht die Entwicklung weiter nach vorne. Was würdest du sagen, ist vielleicht der größte Unterschied von Max Schönhaus vor einem Jahr verglichen mit heute? Ich würde tatsächlich sagen Erfahrung. Vor einem Jahr habe ich halt vereinzelt die Herrenturniere gespielt.

Ich weiß noch, in Augsburg tatsächlich hier vor einem Jahr habe ich die erste Runde gewonnen. Und das war der erste Challenger-Sieg meiner Karriere im Hauptfeld. Und auch das Interview mit uns. Genau, ja, stimmt. Ja. Ich denke einfach die Erfahrung. Ich gehe es einfach alles ein bisschen ruhiger an. Ich weiß, man hat ein bisschen Zeit ins Match zu kommen. Am Anfang war es, wenn du die ersten Herren-Turniere, vor allem die Challenger spielst, bist du gerusht, willst du unbedingt gewinnen, willst du mitziehen, willst du das Level spielen.

Und jetzt ist es einfach so ein bisschen, ja, du weißt, was du kannst und du kannst ja auch so ein bisschen mehr auf dich verlassen, auf deine Schläge. Du weißt, dass du bei dem Level mitspielen kannst, du weißt, dass du die Matches gewinnen kannst. Und ich glaube, dass das einfach so ein bisschen auch Ruhe in mein Spiel gebracht hat.

Was würdest du trotzdem auch sagen, was vielleicht die größte Herausforderung für dich war? Weil man weiß ja, die Transition von Junioren auf die Profitour ist ja doch oft herausfordernd. Tatsächlich mein Level über eine längere Zeit zu halten. Natürlich, das ist glaube ich das typischste im Tennis, gibt es Up und Downs in so einem Match.

Das ist ganz normal und ich glaube einfach, die, die gerade am erfolgreichsten spielen, halten diese Downs einfach am kürzesten und kommen relativ schnell, wieder raus aus diesen Downs. Und das finde ich, oder das muss ich auf jeden Fall noch weiterhin verbessern. Ich denke, dass du da nie genug sein kannst oder nie gut genug sein kannst.

Und ja, dass ich einfach denke, dass das auch so dann für mich der nächste Step in der Entwicklung ist, einfach die Downs so niedrig und so kurz wie möglich zu halten. Also da nachgefragt für dich ist vor allem der Unterschied zwischen denen, die jetzt auch schon länger hier spielen und Erfahrung haben, Die Konstanz oder ist es irgendwie auch Schläge, wo du sagst, okay, da merkst du, dass sind die noch ein bisschen weiter?

Tatsächlich die Konstanz, würde ich sagen, am häufigsten. Ich glaube, die Schläge kommen dann irgendwann auf der ADP-Tour, wo du merkst, boah, das ist nochmal eine Schippe draufgelegt von denen. Aber ich denke einfach die Konstanz, einfach dieses, ja, nicht nur dieses Level darüber, was du spielen kannst, aber einfach dieses Level, was du jeden Tag abrufen kannst, dass das einfach so hoch ist, dass du damit halt die Matches gewinnst.

Ich glaube, dass die Jungs, die jetzt auch schon länger dabei sind, sich auf dieses Spiel verlassen können und das einfach immer abrufen können. Jetzt ist Tennis, wissen wir, ein harter Sport, weil man gefühlt oft die Woche nicht mit einem Sieg beendet. Da gibt es ganz wenige Ausnahmen. Als Junior hat man das vielleicht noch öfter, gerade wenn man so gut ist wie du.

Wie ist das jetzt, wenn diese Umstellung auch, jetzt gibt es ja doch auch öfter mal eine Niederlage. Fiegt dir das direkt leicht oder ist das etwas, womit man auch erst lernen muss, umzugehen? Ja, es ist ein großer Unterschied zu den Junioren. Ich meine, Junioren ist es dann trotzdem was, was wir gespielt haben oder was dann auch, die anderen deutschen Jungs gespielt haben, ist dann trotzdem irgendwo Weltspitze bei den Junioren.

Wenn du die Grand Slams weit spielst, wenn du die Finals spielst, dann spielst du halt mit den Besten der Welt mit. Und da kommt es dann öfter vor, dass du Turniere gewinnst oder wie du schon sagst, ich meine die Woche mit einem Sieg beendest. Jetzt ist es halt nicht so, außer du gewinnst das Turnier.

Es gibt halt vor allem, was man jetzt merkt, vor allem auf den niedrigen Challenger-Level oder auf den niedrigen Challenger-Turnieren bis dann weit nach oben. Es gibt keinen, der keinen Tennis mehr spielen kann. Also du kannst gegen jeden verlieren, du kannst aber auch gegen jeden gewinnen. Und ich glaube, dass das das Wichtigste ist, was dann auch jetzt ansteht, ist einfach aus diesen Matches zu lernen, die du verlierst, die richtigen Sachen rauszuziehen und dann versuchen, einfach noch motivierter in die nächste Woche zu gehen.

Ein Highlight für dich in dem Jahr war sicher auch das ETP-Turnier in Hamburg. Da hast du Markus Giron geschlagen, Top-100-Spieler zu dem Zeitpunkt. Dann Yannick Hanfmann, ein enges Match geliefert. Der war, glaube ich, 55 nah an den Top-50 dran. Ist das auch sowas, wo du danach auch das Gefühl hast, okay, ich bin gar nicht so weit weg, selbst von diesem Level schon?

Also hat dir das nochmal extra Motivation auch gegeben? Ja, ich denke einfach, dass das so ein bisschen das ist, was ich vorher angesprochen habe, dieses Level einfach zu halten. Dann natürlich im Match zu halten, dann aber auch über die Wochen zu halten. Natürlich kannst du nicht jede Woche dein bestes Level spielen, aber du solltest trotzdem ein Level haben, was du abrufen kannst, was einfach so solide ist, dass du einfach da mitspielen kannst.

Deswegen, also ich fand Hamburg einfach mega. Ich habe mir selbst auch irgendwo bewiesen, dass die harte Arbeit dann auch vom letzten Jahr auszahlt. Natürlich war das auch ein Motivationsschub in Hamburg. Da wollte man natürlich mehr und mehr Turniere spielen. Du wusstest, dass du das Level hast, um dort mitzuspielen.

Ich denke, dass da noch der Unterschied zu Yannick ist. Diese Erfahrung in diesen knappen Momenten, was mir oder uns noch fehlt. Ich habe gehört, du hast auch deinen Trainingsumfang ein bisschen erweitert jetzt auch im Übergang von Junioren zu den Erwachsenen. Kannst du mal so grob beschreiben, wie so eine klassische Trainingswoche aussieht, also wenn wirklich auch kein Turnier dann ansteht?

Ja, relativ simpel. Entweder wir machen zwei Einheiten oder eine lange. Ich bin immer ein bisschen mehr der Fan davon, eine lange zu machen, weil du dann ganz einfach gesagt einen Warmer Pass, einen Cooldown hast. Und du hast ein bisschen mehr Zeit zu recovern dann bis zum nächsten Morgen. Kannst du sagen, wie lange das ungefähr ist? Das ist dann um die drei Stunden, ein bisschen mehr als drei Stunden. Kommt natürlich darauf an.

Also ich meine, entweder ich mache Einzeltraining mit dem Coach oder ich habe einen dabei, mit dem ich Hitte oder Punkte spiele oder Sätze spiele. Und oft ist es so, dass wir gar nicht auf die Uhr gucken. Also ich meine, dann Björn, mein Coach, hat dann Sachen vorgenommen für die Einheit. Und je nachdem, wie viel Pause man sich auch nimmt, wie viel Zeit man sich nimmt, ob man da nochmal eine extra Runde anfüttert oder irgendwie sowas, kommst du dann am Ende auf zweieinhalb bis dreieinhalb irgendwas raus.

Manchmal ist es auch, dass du sagst, okay, wir hatten jetzt so einen guten Fokus über zwei Stunden, das reicht. Ja, deswegen ist es tatsächlich sehr, sehr unterschiedlich. Dann mache ich morgens ganz normal mein Warm-up, habe dann die längere Einheit und mache dann nachmittags Fitness. Da ist es dann entweder Laufen, Intervalle, Sprints oder es ist halt im Gym was.

Kraft, Explosivkraft, Ausdauer. Aber ja, und dann kommst du eigentlich, dann trainiere ich eigentlich von Montag bis Samstag, hab dann Sonntag frei meistens, da mache ich dann nur irgendwie Recovery oder so ein bisschen Laufen, einfach locker joggen und ja, dann kommst du eigentlich schon auf eine. Ja, 20 Stunden Tennis in der Woche ungefähr. Und ja, dann halt Fitness nachmittags.

Deswegen, also wie gesagt, das ist jetzt nicht eine komplett full strukturierte Woche, sondern es ist auch immer tagesfondabhängig. Wie fühle ich mich? Was sage ich, was trainiert werden muss? Ja, und dann am Ende kommen wir da raus. Und ich finde einfach, das Wichtigste ist, dass du wirklich da dann auch anfängst zu lernen, diese Konzentration, diesen Fokus über diesen Zeitraum zu halten.

Was ich denke dir dann auch im Match hinterher helfen wird. Jetzt haben wir schon festgestellt, dass du dieses Jahr schon ordentlich Punkte gesammelt hast, die du natürlich dann nächstes Jahr auch verteidigen musst, logischerweise. Es ist ja oft schon so, dass das zweite Jahr so ein bisschen tricky ist für viele. Man hat es jetzt auch ein bisschen an Justin Engel gesehen, der ist jetzt natürlich auch noch verletzt, aber auch vorher ein bisschen schwerer getan.

Ist das auch was, wo du schon einen gewissen Respekt vor hast, vor dem nächsten Jahr dann? Ja, ich tue mir immer so ein bisschen schwer mit diesem Punkte verteidigen. Ich meine natürlich, du machst die Punkte dieses Jahr und hast dann nächstes Jahr in der Woche halt die Punkte zu verteidigen. Aber die Wochen davor oder danach gelten ja auch irgendwo diese Punkte zu verteidigen.

Deswegen, da gucke ich tatsächlich so gar nicht drauf eigentlich auf das Verteidigen. Ich bin viel im Jetzt, gucke jetzt, dass ich Woche für Woche gut spiele und viel Wert auf die Entwicklung lege, vor allem jetzt noch. Ich meine, das ist dann irgendwann anders, wenn du wirklich in den Top 100 bist, in den Top 50 bist.

Da muss man wirklich gucken, welche Turniere, wie verteidige ich die am besten, wie plane ich meine Wochen. Jetzt geht es noch viel mehr um die Entwicklung und natürlich weiß ich, dass ich die zu verteidigen habe. Aber die Wochen davor gelten natürlich auch zur Verteidigung der Punkte. Ich schaue jetzt einfach, dass ich genug Punkte sammle und dann irgendwann vielleicht nächstes Jahr das Ziel aus Australian Open spielen.

Im Mai, wenn du eh schon Grenzlams ansprichst, beziehungsweise im Juni war es dann sogar am Ende, hat Alexander Zverev ja die French Open gewonnen und damit eine lange deutsche Flaute auf Herrenseite. Wir hatten ja Angie Kerber, aber auf Herrenseite beendet. Ist das auch nochmal so ein extra Motivationsschub für dich auch, dass man oder für euch, dass man sieht, okay, ein Landsmann hat es jetzt auch getan, es ist möglich?

Ja, ich finde, Sascha hat immer schon oben mitgespielt. Ich meine, es spielt ein unfassbar gutes Tennis, die Erfolge ganz davon abgesehen. Trotzdem freue ich mich tatsächlich auf die Generation, die jetzt kommt. Natürlich die Generation plus, minus, plus, plus zwei, plus, minus zwei Jahre. Dann von mir aus gesehen 2007.

Denke ich, dass wir echt sehr, sehr gute Jungs und sehr, sehr gute Mädchen haben, die auf jeden Fall oben da mitspielen können. Ich meine, wir sind alle gut vernetzt, wir sind alle gut befreundet, pushen uns gegenseitig. Natürlich gilt das als Motivation. Und natürlich freut sich jeder von uns, wenn er sieht, dass Zverev den Slam holt.

Ich glaube, da sind alle auch irgendwo so ein bisschen stolz drüber. Und ja, ich denke schon, dass er als Motivation sieht, einfach auch die Gefühle, die dann kommen, so wie Sascha reagiert hat. Ja, freue ich mich auf jeden Fall auf die Generation, die jetzt kommt. Und ich denke, dass es sehr, sehr viel Potenzial dann auch unter uns gibt.

Kurz dazu noch, dein Lieblingsgrenz-Slam ist ja, glaube ich, Wimbledon. Genau. Traust du dir da auch am meisten zu? Oder wo siehst du deine größten Stärken? Ja, tatsächlich, ich liebe den Konzern Wimbledon. Ich finde auch, Rasen macht am meisten Spaß zu spielen. Das ist immer so das, was ich mitgenommen habe, dann auch als ich Junioren-Wimbledon gespielt habe. Dieses Jahr oder in den letzten beiden Jahren hatte ich die Chance, Halle zu spielen.

Das war eine mega, mega Erfahrung. Dann auch natürlich wie in Hamburg mit den Besten mitzuspielen. Einfach dieses Umfeld auch, finde ich einfach mega. Trotzdem denke ich, dass mein Spiel am stärksten auf Asche ist, auf Sand. Da freue ich mich, hoffentlich habe ich die Chance, nächstes Jahr Rasen zu spielen, natürlich auch mit Wimbledon.

Und dein Vorbild haben wir gelesen, ist ja jetzt Lorenzo Mosetti. Ich glaube, es war auch mal Alcaraz. Ich weiß nicht, wie du da, ob das geswitcht hat oder ob du doch irgendwie beide jetzt siehst. Aber Mosetti ist jetzt erstmal ungewöhnlich. Ich vermute, es kommt über die Rückhand. Oder wie ist die Gemeinsamkeit, also die Einhändige?

Ja, tatsächlich Mosetti. Mosetti fand ich immer schon einfach die Rückhand einfach speziell. Tatsächlich gucke ich dann da gar nicht nur aufs Tennis. Ich finde ihn einfach neben dem Platz mega sympathisch, lebt sein Leben, hat eine Familie. Ich glaube, er ist jetzt Papa geworden und einfach, wie er sich gibt.

Ich finde, er ist total bodenständig geblieben, spielt ein super, super Tennis und denke ich, ist auch einfach von der Person her ein Vorbild für viele. Können wir nochmal kurz über das Tennis allgemein sprechen. Novak Djokovic hat jetzt auch vor kurzem nochmal einen Vorschlag gemacht, wie man die Sportart auch in Zukunft für jüngere Generationen attraktiver machen kann.

Also Sätze bis vier spielen, Matches, die höchstens zwei Stunden dauern. Wie stehst du dazu? Soll ja auch deine Generation so ein bisschen ansprechen. Ich glaube, dass es, Das, was passieren kann, vor allem für die Zuschauer. Ich finde, man kann Tennis noch ein bisschen attraktiver machen. Ich glaube, wie er schon gesagt hat, einfach diese Crunch-Points, diese entscheidenden Momente, dass die einfach mehr kommen im Tennis.

Leider ist es so, dass man dann allein schon bei den Slams sieht, irgendwie dann bei den Außenplätzen. Ein Spiel geht, keine Ahnung, dem Satz zu Ende zu oder dem Match zu Ende zu, dann kommen alle und dann ist der Satz vorbei, dann gehen wieder alle, weil die ersten vier Games interessiert eh keiner, weil da passiert nichts spannendes, ja und dass man da einfach glaube ich so guten mix findet ich finde trotzdem, es schwierig jetzt irgendwie die slams anzugleichen ich finde weil das einfach tradition ist vor allem dieses noch best of five, einfach dieses ja auch einfach dieses körperliche tennis dann dann hinten raus wenn du wenn du keine ahnung 45 stunden auf dem platz stehst ich glaube das ist dann einfach auch interessant zu sehen trotzdem finde ich den die idee nicht

schlecht finde sie nicht falsch, und fände es persönlich ich natürlich auch auf jeden Fall gut, wenn Tennis einfach noch so ein bisschen attraktiver gemacht wird. Ganz kurz dazu, hast du die Sorge, dass dann ein bisschen Aufschläger noch bevorzugt werden, weil du schneller im Tiebreak bist? Ich denke, dass es sich ausgleicht. Ich denke einfach trotzdem, dass die Jungs, die einfach so gut auch retournieren, damit nicht unbedingt ein Problem haben.

Ich meine, guck den Djokovic an, der gewinnt so viele Punkte allein über einen Return. Ja, und ich glaube, das ist es auch, dass du dann schneller im Tiebreak bist, also schneller spannender wird, schneller Satz entscheiden wird, dass das einfach Tennis attraktiver machen kann. Angenommen, wir kommen langsam an dem Ende zu. Wir würden nächstes Jahr quasi diesen Interview-Hat-Trick, sag ich mal, quasi komplett machen und nochmal sprechen.

Was würdest du denn gerne erzählen können, was du geschafft oder erreicht hast? Dass ich auf jeden Fall die ersten Erfahrungen auf den Slam gesammelt habe. Dann bis nächstes Jahr Sommer würde ich gerne die Top 200 knacken, glaube ich. Ich glaube, das ist... Ja, irgendwo dann auch der Wunsch oder der Traum. Aber ich glaube, höchste Priorität ist, dass wir nächstes Jahr dann hoffentlich über die ersten Erfahrungen auf den Slams reden können.

Also auch so diese 240 jetzt als Ziel, damit so grob gesagt, so Richtung Grand Slam Quali. Und es gibt ja auch noch dieses Bonus, dieses, ich nenne es Beschleunigerprogramm, das ETP Next Gender. Da hast du das auch irgendwie im Hinterkopf, da gibt es ja auch so bestimmte Boni, wenn man in den Top 350 ist, Top 250 ist, mit Plätzen für die P250er zum Beispiel.

Das ist für dich auch so was, wo du guckst, dass du da möglichst auch noch diese Plätze bekommst. Auf jeden Fall. Ich meine, damit profitiere ich unfassbar im Moment, weil es einfach, ja, muss man auch irgendwo sagen, relativ schnell ging dann dieser Sprung von Top 500 in Top 350, natürlich auch durch Hamburg.

Deswegen, ich habe sehr, sehr viele Möglichkeiten, jetzt Challenger zu spielen. Ich meine, ich hier in Augsburg, bin ich mit einem normalen Ranking drin, da brauche ich die Accelerator Spots nicht. Natürlich ist es dann auch gut für andere, dass die die nutzen können. Habe jetzt trotzdem noch Wildcats für 100.000 und 125.000 als Challenger durch dieses Top 350.

Das nächste Ziel, was wir anpeilen, ist Top 250. Da gibt es dann, ich glaube, für 250er Wildcats. Auf jeden Fall, das ist ein unfassbares Programm. Schade, dass es das noch nicht früher gab natürlich, aber ich denke einfach, dass das eine Sache ist, die uns junge Spieler super unterstützt. Für dich zum richtigen Zeitpunkt.

Dazu letzte Frage, die Next-Gen-Finals sind ja auch noch wahrscheinlich am Ende des Jahres, wenn sie stattfinden. Du bist ja jetzt, ich glaube, 17 oder 18, aber jetzt auch, man kann davon ausgehen, dass ein Rodar vielleicht von Säcker nicht mitspielt und soweit ist es dann gar nicht bis zu 10, 11. Ist das irgendwie noch im Hinterkopf, dass das so eine Option wäre für dich? Auf jeden Fall.

Ich meine, das ist so ein bisschen das kurzfristige Ziel. Ich meine, ich habe jetzt noch ein paar Turniere, die natürlich da auch reinzählen. Das ist ein großes Ziel. Ich glaube, es ist 20 and under. Das wäre auch nächstes Jahr noch ein Thema. Ich wurde dieses Jahr 19. Aber ja, es ist auf jeden Fall im Hinterkopf. Wir behalten es auf jeden Fall im Auge.

Und ich versuche einfach, ja, weiterhin zu punkten. Und ob es dann am Ende ausgeht oder nicht, ist dann einfach, ja, Ranking-Sache. Wir drücken dir die Daumen. Da könntest du dann auch den Modus Sätze bis vier Jahr ausprobieren. Ja, genau. Danke dir. Stimmt. Ja, erstmal vielen Dank an Max Schönhaus, dass er sich da erneut die Zeit für uns genommen hat. Ich fand es echt interessant, auch jetzt von ihm zu hören, so ein Jahr später.

Weil klar, vergangenes Jahr, das war schon noch viel Junioren-Tennis. Und er war gerade so dabei auf diesem Sprung Richtung Erwachsene, wo dann vieles auch vielleicht noch auf Vorstellungen basierte, wie das jetzt aussehen wird. Und jetzt so mehr Einblicke zu haben, mehr Erfahrungen gesammelt zu haben, das fand ich schon interessant. Du hast vor dem Interview ja schon erwähnt, dass er jetzt unter den Top 300 ist und nicht mehr weit Richtung so 240, wo du dann Chancen hast, in Grenzläm-Qualis zu kommen.

Auch die zusätzlichen Boni, die haben wir ja im Interview auch erwähnt, wo es dann in den jungen Jahren für bestimmte Ranking-Regionen gibt. Die helfen dann schon, wenn du so Wildcuts bekommen kannst. Also er ist auf einem guten Weg. Es wird aber das zweite Jahr, Fußball sagt mir immer, das zweite Jahr ist das schwerste, würde ich jetzt nicht zwingend im Tennis sagen, aber es ist ein sehr wichtiges und interessantes.

Er sieht das mit dem Punkte verteidigen jetzt auch nicht so schlimm, was jetzt die richtige Herangehensweise auch ist. Aber es hat natürlich schon zur Folge, diese Leistungen aus diesem Jahr, die dich erstmal so weit von 1000 nach oben spülen, die jetzt nur zu wiederholen, würde jetzt nicht reichen, damit du weiter nach vorne kommst.

Also du musst jetzt noch konstanter abliefern, vielleicht auch noch mehr Peaks haben, also jetzt immer Viertelfinale oder so, das wird halt jetzt nicht mehr reichen. Und das ist schon, Challenger ist wirklich ein Grind, das ist hart. Es ist nicht leicht, sich von dieser Ebene zu lösen. Das erlebt gerade auch ein Justin Engel, da kommen noch ein paar andere Sachen natürlich hinzu.

Das ist keine leichte Aufgabe, die ihn da erwartet. Ich muss sein Spiel noch ein bisschen häufiger sehen. Was mir jetzt aufgefallen ist in Augsburg war, seine Vorhand, der kann echt viel Druck erzeugen. Er hat dann auch seine Rückhand auf Sand, zumindest hier umlaufen öfter mal, um mit der Vorhand zu diktieren.

Ich finde die einhändige Rückhand ja in sich auch schön. Und wenn der Platz da ist, kann das auch ein wunderschöner Winner werden. Aber wie so bei vielen Einhändern, denke ich mir halt, er bräuchte noch so einen besseren Slice als Schutz, idealerweise nicht nur als defensives Mittel, so um sich drin zu halten, sondern wirklich so als Rhythmusbrecher und auch als Vorbereitung, um dann mit der Vorhand richtig übernehmen zu können.

Das war zumindest mein Eintrag aus Augsburg. Und ganz kurz noch zwei, drei Worte zu den Sätzen bis vier, weil Alcaraz ja, auch zuletzt mal gemeint hat, hey, wir müssen eine Lösung finden, dass wir Matches nicht mehr um 3.30 Uhr beenden, wie bei den US Open. Also er findet, dass sogar kein Match nach 23 Uhr oder Mitternacht enden sollte.

23 Uhr fände ich ein bisschen früh, aber Mitternacht oder so in die Richtung kann man schon mal denken. Klarer bezog sich das mehr auf die Ansitzungen. Best of Five will er ja unbedingt behalten. Nur irgendwas, irgendeine Anpassung wird es geben. Aller Ansitzungen allein können dann fast nicht die Lösung sein, außer die Spieler wollen oder Spielerinnen um 9 Uhr morgens anfangen. Das kann ich mir nicht vorstellen.

Die meisten meckern ja, wenn sie um 11 Uhr spielen müssen. Ähm ja also dieses Format was dann auch bei Bess 4 und äh Fest of 5 No Ad das wird ja zum Beispiel bei Next 10 Finals gespielt ich mag es nicht so muss ich ehrlich sagen ähm für mich erhöht es auch ein bisschen den Zufall, ich meine schlägst du erst auf du musst nur anfangs nur ein Break schaffen und schon bist du eigentlich bei 3-0 fast am Satz gewinnen, Das ist mir ein bisschen zu schnell. Ich weiß aber trotzdem auch, was Max meint mit dem, dass die Zuschauer nach Satzende gehen und dann teilweise erst wieder zur Mitte des Satzes bei 3-3 oder 4-3 dann wiederkommen.

Das habe ich natürlich auch schon im Stadion beobachtet. Das ist schon richtig. Da muss man überlegen. Ich kenne auch ein paar Auswertungen von früheren Jahren, von meiner Bachelorarbeit, was so Eurosport, die Quoten, wie die verlaufen. Auch da ist so nach Satzende sinkt es erstmal deutlich und dann arbeitet es sich Stück für Stück wieder nach oben. Also man muss schon drüber nachdenken.

Ich persönlich mag diese Sätze bis vier noch nicht so, aber ja, mal schauen. Ja, nee, ich werde da, glaube ich, auch kein Freund von mehr. Tatsächlich haben wir auch öfter schon mal hier thematisiert. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es in naher Zukunft kommt, aber we will see. Ja, ich fand es auf jeden Fall noch ganz spannend, auch wie Selbstbewusstsein es sich gibt, was auch diese Qualität der deutschen Talente betrifft, nimmt sich da ja selbst auch mit rein.

Wir haben ja gar nicht so direkt danach gefragt, aber man hatte so das Gefühl, es ist ihm schon wichtig, dass er nochmal betont, ja, es wäre das Erfolge, schön und gut und das freut uns natürlich auch, aber wir trauen uns auch viel zu und das können wir euch auch wissen lassen, so ungefähr. Ja, wir sprechen ja auch immer wieder über die Namen hier ab und zu mal diese 2007er Generation plus minus ein, zwei Jahre, die er ja auch angesprochen hat.

Also 2007 eben mit ihm selbst und Justin Engel, auch wenn der jetzt ein paar Probleme hat in diesem Jahr. 2008 mit Jamie McKenzie, Nils MacDonald, Diego de Dura. Also sind schon gute Namen dabei. Und waren übrigens alle hier auch schon im Podcast zu hören, fällt mir gerade auf. Also wenn ihr die nochmal genauer kennenlernen wollt, diese ganzen Young Gans, dann wisst ihr, was zu tun ist.

Und schön aus, der hat ja auch nochmal betont, dass die sich alle sehr gut untereinander verstehen, auch pushen. Ich kann mir auch vorstellen, dass das schon auch hilft. Hat man ja zum Beispiel auch von den US-Amerikanern immer mal wieder gehört, dass die sich auch so gegenseitig motiviert haben. Also ich glaube, das schadet auf jeden Fall nicht, wenn man da so eine Gruppe hat, mit der man sich dann so gegenseitig hochpushen und hocharbeiten kann.

Und weil wir das Next Gen Race noch angesprochen hatten am Ende, da habe ich auch nochmal kurz nachgeschaut, wie da der Stand ist. Hat sich allerdings nicht so viel verändert. Der ist immer noch auf Platz 18, fehlen aktuell so rund 140 Punkte auf Platz 10, wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Fanzika und Roda nicht spielen.

Also das wird eine durchaus knifflige Aufgabe, aber sollte sich da noch mehr ergeben, dann werden wir es natürlich auch früher oder später nochmal hier besprechen, dann wenn die Next-Gen-Finals auch wirklich sind. Diego Dedura hat da ja zum Beispiel auch eine gute Chance da, dabei zu sein. So, ich würde sagen, wir gehen zum nächsten Gespräch über, denn unser nächster Gesprächspartner, der hatte vor einigen Jahren quasi ja auch so die Rolle inne, die Max Schönhaus jetzt gerade hat.

Der wurde nämlich auch als großes deutsches Talent gehandelt, bis ihm sein Körper einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Die Rede ist von Marve Möller. Viele von Ihnen oder einige werden ihn vielleicht schon mal gehört haben. Ist inzwischen 27 Jahre alt und macht gerade eigentlich so den Aufstieg, den viele eben vielleicht schon so vor acht, neun Jahren, sage ich mal, von ihm erwartet haben.

Steht aktuell im Ranking so hoch wie noch nie zuvor unter den Top 240 und hat sich jetzt doch ziemlich gut etabliert auf der Challenger-Tour. Hatte an diesem Jahr auch seinen ersten Titel gewonnen. Im Juli in Frankreich war das. Und vielleicht wäre ihm das eben auch schon früher gelungen, wenn sein Karriereweg eben nicht so steinig gewesen wäre. Ich habe es eben schon angedeutet, er hatte viel mit Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen.

Mitte des Jahres 2018 musste er 18 Monate lang pausieren, also anderthalb Jahre, aufgrund einer Sehnenverletzung an der rechten Schlaghand. Das war halt eben auch in der Phase, als er gerade auf dem Weg nach oben war, also auch blödes Timing. Danach kam noch pfeifrisches Drüsenfieber, also der hat schon einiges mitmachen müssen.

Und ja, war eben auch viel das Thema bei uns im Gespräch, hat uns verraten, wie das ja auch mental für ihn war, aber auch wie er sich daraus gekämpft hat, ob ihn vielleicht auch Murray und Nadal in der Hinsicht so ein bisschen inspiriert haben. Und er hat auch verraten, welche seiner Eigenschaften ihn früher auch öfter mal scheitern ließ.

Das ist auf jeden Fall auch ganz interessant gewesen, aber könnt ihr jetzt gerne selbst reinhören. Das sind wir jetzt im Gespräch mit Marvin Möller. Viel Spaß. Lass uns auch ein bisschen auf deine Anfänge zurückblicken, um dich ein bisschen kennenzulernen. Ballsportarten waren auf jeden Fall früh dein Ding, glaube ich. Auch Fußball und Handball waren da, meine ich, hoch im Kurs.

Warum hat sich Tennis da am Ende dann durchgesetzt? Ja, vielen Dank für die Einladung erstmal. Gute Frage. Also Handball habe ich sehr kurz gespielt. Das war einfach mal so nebenbei, würde ich sagen. Fußball habe ich auch ein bisschen mehr verfolgt. Im Endeffekt war Tennis aber irgendwie immer die Eins, weil es mir, würde ich sagen, am meisten Spaß gemacht hat.

Wahrscheinlich auch, weil ich da am besten war vielleicht. Das bedingt sich ja auch schon ab und zu immer so ein bisschen. Also wenn man viel gewinnt, dann macht das natürlich auch Spaß. Aber irgendwie hat mir der Sport, auch Einzelsport, auch als Jünger war schon viel Spaß gemacht. Und ja, irgendwie fand ich diese Eins-gegen-eins-Auseinandersetzung immer spannend. Und dementsprechend habe ich mich dann dafür entschieden.

Dass die Entscheidung sportlich ganz gut war, hast du dann auch in der Jugend gerade bewiesen. war es dann auch, glaube ich, unter den Top Ten in der Junioren-Weltang-Liste. Galt es dir auch ein bisschen so als der Next Big Thing? Es gab sogar Vergleiche mit Zverev. Wie blickst du da ein bisschen drauf zurück?

Hat das auch ein bisschen den Druck auf dich erhöht? Das würde ich nicht unbedingt sagen. Also ich würde sogar fast sagen, dass sich die Vergleiche bei mir noch im Rahmen gehalten haben. Also das ist man ja in Deutschland auch immer sehr schnell, dass man die jungen Talente dann wirklich sehr, sehr hoch jubelt.

Ich glaube, denen ist damit meistens nicht so geholfen, muss ich ehrlich sagen. Und ich fand, bei mir war das im Rahmen. Also auf die Jugendzeit mit den Top 10 blicken ich natürlich sehr positiv. Das waren echt viele tolle Erlebnisse, die ich da sammeln konnte. Und ja, ich habe da jetzt keinen großartigen Druck verspürt, dass ich da jetzt irgendwie durchstarten muss oder so.

Bin aber auch froh, dass nicht mehr größere Vergleiche gemacht worden sind. Also dann 18 warst, glaube ich, warst doch beim ersten DTB-Lehrgang mit Boris Becker, also dem ersten Lehrgang, den das er geführt hat. Wie war das? Hat er dir da irgendwelche speziellen Tipps auch gegeben oder geben können? Ja, also wir waren ja eine größere Gruppe, das heißt wirklich richtig individuell auf einen eingehen, das war da schwer, aber es war natürlich einfach mal cool, mit so jemandem wie Boris, der Slam-Turniere gewonnen hat, der ja einer der größten deutschen Tennisspieler war, mit dem da Zeit zu verbringen, auch von seiner Erfahrung einfach zu lernen und das ist dann nicht immer, wie spielt man jetzt die Vorhand technisch anders

oder so, sondern das sind auch einfach Erfahrungen, die da weitergegeben werden und das war schon eine coole Zeit. Du hast ja dann noch, ich glaube 2018 war es dein Abitur gemacht und als dann der Fokus so richtig auf Tennis liegen sollte, kam dein Handgelenk ein bisschen dazwischen. Wie war das? Also das waren ja dann auch, es sollte glaube ich erst eine kurze Pause werden, dann sind es aber 18 Monate geworden.

Ja, wie war das für dich? Wie hast du das verarbeitet? Also die Zeit an sich war jetzt nicht so cool, das muss man schon sagen. Also ich meine, meine Ausgangslage war ja auch sehr gut. Ich meine, ich stand Top 10 bei den Juniors. Ich stand, glaube ich, 504. Das habe ich, glaube ich, noch relativ genau im Kopf, weil ich das damals dann nachgeguckt hatte in der Weltrangliste und bin gerade mit der Schule erst fertig geworden.

Also das war eigentlich so, dass man gesagt hat, boah, geil, jetzt geht es richtig los und ich bereise die Welt und gehe meinem Hobby nach und mache das sozusagen zu meinem Beruf. Dann war das natürlich ein bisschen eine Herausforderung. Nicht so passende Pause, muss man sagen. Ich würde aber sagen, dass ich da auch viele gute Dinge für mich mitnehmen konnte.

Im Endeffekt bleibt mir ja nichts anderes übrig, als das Beste aus der Situation zu machen. Ich glaube, das habe ich auch durch mein Umfeld gut geschafft und, habe dann ja auch ganz gut wieder angefangen danach. Stimmt, aber wenn man dann über ein Jahr raus ist, frage ich mich schon, hat man da nicht auch mal negative Gedanken? Oder denkt man sich, okay, wird das jemals wieder? Oder war das bei dir immer klar, okay, ist nur eine Frage der Zeit, auch wenn es jetzt deutlich länger dauert, als ich ursprünglich mal gedacht habe?

Also eigentlich hatten wir immer Lösungsansätze für das Handgelenk. Das war eigentlich ganz schön. Das Problem ist, dass die am Anfang alle nicht funktioniert haben. Das war natürlich dann ein bisschen unbefriedigend, das muss man sagen. Ich hatte dann aber das Glück, dass ich zu einem sehr guten Arzt in Belgien gekommen bin, der auch schon viele andere Spieler am Handgelenk operiert hat oder behandelt hat. Das muss ja nicht immer direkt eine Operation sein.

Aber da habe ich mich direkt sehr gut aufgehoben gefühlt und hatte auch das Gefühl, okay, der weiß wirklich genau, was er da macht. Und dann war es natürlich nach einer relativ langwierigen und auch nervigen Zeit, so wenn man natürlich schon denkt, okay, wieso funktioniert das nicht und niemand kann mir sagen, wieso.

Da gab es mit Sicherheit negative Gedanken, aber wie gesagt, wenn man da ein gutes Umfeld hat, was einen da ein bisschen aufhängt und ja, auch dann einfach positive Erlebnisse außerhalb vom Tennis so beschert, das macht dann natürlich einen großen Unterschied. Und das war sehr wichtig für mich. Und als die Operation dann anstand, dann war es absehbar und das hat dann ja zum Glück auch alles so funktioniert, wie es sollte. Da kurz nachgefragt, also seitdem ist wirklich alles okay.

Hast du da jetzt keine Probleme mehr gehabt? Nie wieder Probleme gehabt, nee. Das ist perfekt. Dann eine letzte Frage noch zu diesem Thema Handgelenksthematik nochmal gefragt. Es gibt ja gerade viele Spieler, die darunter leiden, auffällig viele. Carlos Alcaraz ist ein Beispiel. Hast du da irgendwie eine Erklärung, ob das an modernen Tennis, an Rackets, Manche sagen Bälle, den auf häufigen Wechsel liegt oder ist das einfach Pech?

Also keine wirklich fachmännische Meinung, würde ich sagen, weil ich einfach keinen medizinischen Background habe. Aber ich glaube schon, dass die Spieler einfach wirklich viel spielen. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Bälle ein Thema sind, weil die qualitativ meiner Ansicht nach schon schlechter geworden sind.

Ich glaube, das ist relativ klar unter den Spielern, dass das so ist. Und ja, gefühlt sind sie alle einfach ein bisschen langsamer geworden, gehen schneller auf. Und dementsprechend ist die Belastung natürlich schon auch höher. Wenn dann noch ein voller Kalender zukommt, auch die Ballwechsel immer. Das ist ja auch nicht das Gleiche, ob du jetzt mit einem Head oder einem Wilsonball spielst. Da gibt es ja immer große Unterschiede.

Die Anpassungsmöglichkeiten sind dann auch häufig sehr kurz. Ich meine, man spielt ein Finale am Sonntag und am Dienstag spielt man das nächste Match. Da hast du nicht so viel Zeit. Das kann schon eine Rolle spielen. Aber woran es genau liegt, vielleicht ist es auch einfach Pech bei manchen. Das weiß ich nicht. Du warst dann zum Glück irgendwann wieder fit.

Und dann kam Corona um die Ecke. Es gab weniger Turniere natürlich auch logischerweise dadurch. Denkt man sich dann auch so, scheiße auf gut Deutsch gesagt, jetzt kann ich endlich wieder spielen und jetzt kommt hier der nächste Mist um die Ecke oder was waren deine Gedanken damals? Ja, ganz gut zusammengefasst eigentlich. Ja, das war natürlich dann auch wieder ein bisschen Dämpfer, das muss man schon sagen, weil ich ja, also ich glaube, ich habe irgendwie drei Turniere gespielt und beim dritten Turnier wurde das Ganze dann abgesagt und ich glaube, dann waren erst mal sechs Monate gar keine Turniere.

Dann gab es ein paar Turniere und ja, gerade wenn man sich dann da sozusagen wirklich auftrainiert hat und dann das nächste Mal das Gefühl hat, okay, jetzt kann ich dann endlich loslegen und dann ist da so ein Virus, womit irgendwie am Anfang niemand so richtig was anfangen konnte und, dann ist die Tour für sechs Monate ausgesetzt.

Das war auch nicht so schön. Ich meine, im Endeffekt konnte ich da wenigstens trainieren. Das heißt, ich konnte mich da theoretisch oder praktisch auch verbessern. Aber wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen, dann hätte ich natürlich lieber Turniere gespielt. Sagst du, da konntest du wenigstens trainieren? Wie hast du denn eigentlich, um nochmal kurz zum Handgelenk zurückzukommen, da die anderthalb Jahre verbracht?

Ich meine, ihr legt ja euren ganzen Alltag eigentlich dann auch auf diesen Traum Tennisprofi aus und auf einmal kannst du ja nicht mehr so auf den Platz stehen, wie du es sonst eigentlich im Alltag tust. Was hast du da gemacht, die anderthalb Jahre? Physisch konnte ich relativ ausgiebig trainieren. Das war ganz positiv.

Ja, und ansonsten habe ich mir natürlich probiert, irgendwie andere Interessengebiete sozusagen halt zu suchen. Habe mich da mit verschiedenen Dingen beschäftigt. Das waren aber auch eher Alternativlösungen, weil da, ich meine, da war ich auch, ich war gerade mit der Schule fertig und ich habe wirklich da nur Tennis im Kopf gehabt und hatte, kein Interesse an irgendeinem Studium.

Und auch, wenn man da jung ist und aus der Schule raus ist, da waren das andere Interessensgebiete, als ich jetzt heute habe, sozusagen. Das heißt, das war da schon ein bisschen eine Aufgabe, auch wirklich dann Sachen zu finden, wo man sagt, okay, jetzt muss ich dann auch mal gucken, was ich eigentlich sonst so den Tag über mache. Das ist dann schon eine spezielle Situation.

Die Zeit hielt sich aber auch in Grenzen, weil die ersten, sagen wir mal, acht, neun Monate ja circa so waren, okay, es geht eigentlich bald wieder los. Das heißt, wir haben physisch trainiert, haben dann irgendwann mit dem Tennis wieder angefangen, dann wieder abgebrochen. Also es waren jetzt nicht so 18 Monate, wo man von Anfang an wusste, dass es 18 Monate werden.

Aber ja, es war schon ein bisschen auch eine Suche nach Interessengebiete, das muss man schon sagen. Dann eben Corona und dann hat es dich auch noch mit Long Covid erwischt. Da konntest du wieder eine Zeit lang nicht spielen. Wie hat sich das bemerkbar gemacht damals? Ja, die Diagnose, wie soll man das jetzt ausdrücken?

Also der Umstand war ja eigentlich, dass ich eigentlich relativ gut gespielt habe. Ich glaube, ich bin da irgendwie mit 15, 2 oder so in das Jahr gestartet, habe zwei Turniere am Stück gewonnen, habe am Anfang des Jahres dann Corona gehabt, eigentlich unauffällig, aber damals musste man sich ja noch testen lassen, um in die Länder überhaupt zu kommen und so weiter und so fort.

Und dann war auf einmal Test positiv. Das hat sich dann ein paar Monate danach bemerkbar gemacht. Also am Anfang habe ich halt gedacht, okay, ich bin regelmäßig erkältet, ich habe ab und zu mal Fieber. Da habe ich mir jetzt noch nichts so Großes bei gedacht. Das ist dann aber leider, über neun Monate sehr, sehr regelmäßig geworden. Die letztendliche Diagnose war dann sozusagen, dass das Coronavirus das pfeifische Drüsenfieber sozusagen reaktiviert hat und ich das dann sozusagen durchgemacht habe.

Long Covid war dann gefühlt eigentlich am Anfang ehrlich gesagt so ein bisschen eine Diagnose. Okay, wir wissen eigentlich gar nicht, was der hat, aber irgendwie hat der die ganze Zeit irgendwas. Und dann sagen wir halt, dass es Long Covid ist. Das mit dem pfeifischen Drüsenfieber hat dann ziemlich gut gepasst, weil es mir ja in der Zeit schon ziemlich schlecht ging, muss man sagen.

Ich hatte gefühlt alle zwei Wochen Fieber und lag dann teilweise 18 Stunden von 24 am Tag im Bett und es ging wirklich nichts. Das war schon gesundheitlich wahrscheinlich eine deutlich schwerere Zeit als das Handgelenk, weil ich da einfach viele Tage und Wochen hatte, wo einfach nichts ging. Und gerade wenn du Leistungssportler bist und gewohnt bist, dass du eigentlich körperlich so mehr oder weniger alles machen kannst, was du möchtest, war dann so mehr oder weniger nicht so richtig aus dem Bett kommen, nicht so schön.

Das können ja auch Karrieren beenden. Also Robin Söderling und so weiter wissen wir, der hatte das ja auch. Und also da musst du ja wirklich, da wusstest du ja nicht, okay, in ein paar Monaten ist das wieder super, oder? Also das war auch für den Kopf wahrscheinlich sehr schwer. Ja, also das auf jeden Fall, weil es vor allen Dingen auch, ja, eigentlich am Anfang keine wirkliche Therapielösung war.

Ich meine, am Anfang war die Diagnose dann Long-Covid, dann bin ich zum Glück zu einem Arzt in Hamburg gekommen, ja, der mir da weiterhelfen konnte, der hat mir dann auch eine Therapie vorgeschlagen. Und das hat dann zum Glück auch, von da an waren das glaube ich dann nochmal so drei Monate, die das insgesamt gedauert haben mit so ein bisschen Auf und Ab, aber der Trend war dann stetig positiv und, das war dann natürlich schon relativ wichtig, dass das dann auch geklappt hat, weil wie gesagt, wenn du so sechs Monate eigentlich alle zwei Wochen irgendwie dann eine Woche mit Fieber im Bett liegst, das ist dann schon auch für das Umfeld, was ich hatte, weil ich meine, ich war dann, leider auch auf die angewiesen, das muss man schon sagen, weil bei mir einfach nicht viel ging,

war das schon relativ kräftezehrend. Du bist dann irgendwann auch nicht mehr im DTB-Perspektivkader gewesen. Natürlich alles für den Kopf auch schwer, haben wir jetzt schon drüber gesprochen, aber finanziell wahrscheinlich auch eine Herausforderung, oder? Ich meine, klar hast du nicht so viele Reisen gehabt und nicht so viele Ausgaben, aber natürlich auch entsprechend wenig Einnahmen, gerade wenn dann die Förderung vom DTB dann auch gefehlt hat.

Das auf jeden Fall. Also wenn man das jetzt nur aus der finanziellen Sicht betrachtet, hatte ich dementsprechend da auch einfach relativ wenig Ausgaben, weil ich halt in dem Sinne nicht trainieren konnte. Dementsprechend musste ich meine Trainer da nicht zahlen. Aber ja, das war dann natürlich gerade auch, als ich aus dem DTB raus war und dann sozusagen wirklich alles, was ich sozusagen an Tränen, an Reisen und so weiter selbst bezahlen musste dann zum ersten Mal in meiner Karriere auch.

Das war dann schon ein spezieller Moment. Das hat sich aber dann alles zum Glück ganz gut ausgegangen. Also ich, wurde da vom Hamburger Tennisverband, das muss ich hier auch ausdrücklich sagen, dann wirklich sehr, sehr gut aufgefangen von Thomas Schiadone damals noch, weil ich dann ja da mit Julian Reister sozusagen, haben wir so ein Nachwuchsprogramm, gemacht, was mir dann wirklich sehr, sehr geholfen hat.

Mit Julian arbeite ich jetzt ja auch noch zusammen, leider nicht mehr mit der Unterstützung vom Hamburger Tennisverband, aber immer noch als Trainer. Und das war da schon eine Riesenhilfe, weil dann die Trainerkosten schon mal massiv gedeckelt waren und ich, einen Top-Trainer hatte, der mich tennismäßig wirklich weitergebracht hat und ich mich da nicht so um die Bezahlung kümmern musste, sondern in Anführungszeichen nur um die Reisen.

Das ist dann mit Punktspielen und so auch möglich. Und ja, dementsprechend hat mir das dann auch sehr geholfen. Da noch kurz nachgefragt, weil ich habe gesehen, du hast fast nur Turniere in Europa dann auch gespielt. Es gibt ja auch Challenge- und ITF-Future-Turniere, die irgendwie außerhalb Europas sind, die schwächer besetzt sind, natürlich aber auch höhere Kosten.

War das eine bewusste Entscheidung, dann vor allem in Europa zu bleiben bei diesen Turnieren? Ja, die Frage habe ich mir gar nicht so richtig gestellt, das war... Ja, vielleicht auch, weil es finanziell einfach deutlich aufwendiger ist. Ich aber auch grundsätzlich gerne in Europa spiele und es auch einfach ein bisschen praktischer ist.

Wenn du Frankreich, Holland, Italien, Tschechien oder so spielst, da kannst du zwischendurch auch immer wieder nach Hause. Das heißt, wenn du da so einen Turnierblock von vier Wochen hast, dann bist du auch hoffentlich nicht so viel zu Hause. Wenn du erfolgreich spielst, dann ist das auch schön. Aber wenn du mal nicht so gut spielst, dann bist du halt einfach immer wieder bei deiner Familie und bei deinen Freunden und bei deinem gewohnten Umfeld.

Was, glaube ich, als Tennisspieler sehr wichtig ist, wenn du einfach so viel alleine unterwegs bist und man dann so einen Future-Trip von vier Wochen nach Südamerika plant, voraussichtlich ohne Trainer in dem Ranking, dann bist du da die ganze Zeit alleine in einer anderen Kultur, in fremden Ländern, wo es auch dann teilweise auf Englisch nicht so leicht ist.

Und das ist dann schon, gerade wenn du auch Tennismäßig nicht so gut spielst, echt eine ordentliche Herausforderung. Weil wenn man das nicht selbst mal durchgemacht hat da, so dann diese ganzen Abende alleine, auch wie gesagt, wenn man seine Ziele nicht erreicht, nicht gut spielt, das ist dann schon nicht so spektakulär.

Und dann ist es schon schön, wenn man da dann am nächsten Tag zu Hause ist und bei seinem gewohnten Umfeld und bei seiner Familie ist. Klar, dann kommen wir doch endlich mal zu der schöneren Zeit, weil du hast ja die letzten ein, zwei Jahre, glaube ich, lief es körperlich auch ganz gut. Hast du irgendwas speziell verändert auch oder ist das einfach jetzt mehr Glück, dass da nichts mehr ist?

Also, was ich dann irgendwann gemacht habe, ist, dass ich mir sozusagen einen anderen Fitnesstrainer gesucht habe, der auch ein bisschen Physio-Background hat. Ich glaube, das hat mir auf jeden Fall sehr geholfen, weil wir dann einfach auch prophylaktisch sehr, sehr gut arbeiten konnten. Also das ist, würde ich sagen, ein Punkt, der mir sehr, sehr geholfen hat, weil es einfach ein bisschen eine andere Art von Fitnesstraining war, die mir, glaube ich, sehr gut getan hat.

Zudem hat man dann natürlich so Nahrungsergänzung, Ernährungsberatung, das alles so ein bisschen ausprobiert. Und sich da vielleicht auch noch ein bisschen verbessert, sagen wir es mal so. Woran das jetzt genau, die kann ich nicht sagen. Wenn ich jetzt was nennen würde, dann wahrscheinlich das Athletiktraining, was sich verändert hat und ein bisschen von der Trainingssteuerung, was wir da angepasst haben und dass ich vielleicht auch ein bisschen mehr auf meinen Körper höre, weil als Leistungssportler bist du ja eigentlich immer so, okay, das Schmerzen, das geht schon irgendwie, dann machst du halt weiter, gehst über die Schmerzen hinaus und dann hast du halt deine Verletzung irgendwann.

Das habe ich regelmäßig gemacht und wenn man dann mehr Verletzungen hatte, dann lernten halt irgendwann auch mal Warnsignale vom Körper sozusagen zu sehen und auch dann auf die zu hören. Und das war, denke ich, dann so eine Mischung, die geholfen hat. Dein Idol war ja, glaube ich, ursprünglich mal Rafael Nadal.

Dann ist es Andy Murray geworden. Ich weiß jetzt nicht, warum der Switch war, aber beide vereint ihre Verletzungen auch, dass sie damit gekämpft haben und dass sie immer wieder zurückkehrten. War das auch so ein bisschen ein Grund für dich, diese Never-Give-Up-Mentalität, dass die speziell auch ein Vorbild für dich waren, weil du eben auch in frühen Jahren mit diesen Verletzungen, Rückschlägen zu kämpfen hattest.

Also ich glaube, die habe ich grundsätzlich auch so von Haus aus mitbekommen. Das würde ich schon sagen. Wahrscheinlich ist das aber auch ein Grund, wieso ich dann, als ich ganz jung war in Adal und dann irgendwann Mary auch sozusagen als meine Idole ausgewählt habe, weil ich das bei denen einfach sehr beeindruckend fand.

Oder ich finde, glaube ich, generell alle relativ beeindruckend, wie die das gemacht haben. Und gerade auch zu dem Zeitpunkt, als Mary dann die Nummer 1 geworden ist. Das fand ich schon echt enorm stark. Und ja, ich glaube, die Mentalität wurde mir eher von Haus aus mitgegeben und dementsprechend wurden dann die Idole ausgewählt, aber das motiviert einen natürlich dann auch immer wieder, wenn man sieht, was die Leute so für sportliche Leistung vollbringen und motiviert einen auch selbst dann sowas sozusagen selbst zu schaffen, ja.

Da nochmal nachgefragt, auch bei Murray und Nadal, obwohl die so erfolgreich sind, stellt man sich ja auch die Frage, was wäre gewesen, wenn Murray nicht ein neues Hüftgelenk gebraucht hätte, was wäre gewesen, wenn Nadal nicht 20 Grenzlams oder was verpasst hätte, wie viel hätten sie dann noch gewonnen?

Stellst du dir manchmal auch die Frage, okay, was wäre gewesen, wo wäre ich heute, wenn ich nicht all diese Rückschläge gehabt hätte? Also mittlerweile selten, würde ich sagen. Also natürlich hat man da immer mal dran gedacht. Also wie gesagt, ich war ja auch gerade direkt nach meiner Juniorenkarriere auf einem wirklich guten Weg.

Also wenn ich da jetzt auf irgendwas hätte wetten müssen, dann wäre es auf jeden Fall gewesen, dass ich in der Weltrangliste weiter steige und mich Richtung Grand Slams orientiere, als dass ich irgendwie wieder anfange abzufallen. Aber ich glaube, dass das nicht so viel Sinn macht. Also ich arbeite ja auch schon wirklich lange mit einem Sportpsychologen zusammen, der mir da natürlich auch sehr geholfen hat und ich glaube, sich da dann in solchen Gedanken zu verlieren, wenn das jetzt nicht gewesen wäre, dann wäre ich vielleicht da oben.

Das ist, glaube ich, nicht unbedingt förderlich und im Endeffekt muss man auch sagen, dass jeder irgendwie seine Päckchen sozusagen mit sich zu tragen hat. Bei dem einen ist das körperlich, bei dem anderen ist das vielleicht mental, bei dem anderen ist es spielerisch, was auch immer. Da gibt es, glaube ich, ganz viele Bereiche, da ist niemand von ausgenommen.

Und bei mir war das jetzt vielleicht körperlich ein bisschen mehr, was mich natürlich sehr eingeschränkt hat im Tennis einfach. Das ist nun mal im Leistungssport leider so, aber ich glaube, dass auch jeder seine Themen hat. Und ich habe auch viele Bereiche, wo ich wirklich sehr, sehr glücklich sein kann und dankbar sein kann, dass ich da so gut aufgestellt bin und, im Endeffekt bin ich auch so ein bisschen ja mittlerweile das Produkt aus den Erfahrungen, die ich gemacht habe und damit bin ich im Endeffekt ganz zufrieden und wenn es sich Tennismäßig jetzt auch so weiterentwickelt, dann, bin ich mit meinem Weg generell zufrieden.

Du hast deinen Mentalkoach eben auch schon angesprochen. Wie wichtig ist für dich generell das Mentale auch im Tennis? Was für einen Anteil macht das aus für dich? Ich würde sagen sehr großen. Das habe ich schon in jungen Jahren gelernt, weil ich da auch öfters daran gescheitert bin, muss man sagen. Und dann wirklich eine gute Entwicklung dahin gelegt habe, wenn ich jetzt so heute auf mich gucke.

Und gerade im Tennis macht das, glaube ich, einen sehr, sehr großen Unterschied. Also erstmal muss man ja sagen, dass die zählweise schon ziemlich speziell ist, mit den Spielen, mit den Sätzen und so weiter. Du kannst mehr Punkte machen und das Match verlieren. Das ist, glaube ich, schon irgendwie relativ einzigartig. Und ja, ich glaube, es gibt sehr, sehr viele Spieler, die ein hohes Potenzial spielerisch haben. Ist dann aber auch wirklich in diesen Druckmomenten, wo du wirklich halt einfach alleine auf diesem Platz stehst und du kein Team hast.

Coaching ist ja jetzt mittlerweile erlaubt sozusagen. Das war ja früher auch nicht so. Aber da war man schon immer sehr, sehr auf sich gestellt und ist es auch immer noch, auch wenn der Coach ab und zu ein bisschen reinreden darf. Und deswegen spielt das, glaube ich, schon eine sehr, sehr entscheidende Rolle, dass man da gut aufgestellt ist. Woran bist du konkret gescheitert früher, wenn ich da nochmal nachhaken darf?

Ich würde sagen, zu groß ausgeprägten Perfektionismus. Also wenn man jung ist als Kind, das spielt natürlich auch immer noch Erwartungshaltung. Und da macht man sich ja wirklich viele Gedanken auch darüber, okay, was denken die, was denken meine Eltern, wenn ich jetzt hier verliere und so weiter. Und im Endeffekt war es, glaube ich, dieser Perfektionismus, dass, wenn ich einfach Fehler gemacht habe, wo man ja am Tennis leider regelmäßig einige macht, dass ich da dann einfach den Kopf verloren habe, den Spaß am Spiel verloren habe und dann einfach mehr oder weniger abgeschenkt habe, weil ich es halt nicht hinbekommen habe, das zu handeln oder den richtigen Umgang mit den Fehlern zu finden.

Und das war da, glaube ich, am Anfang die größte Herausforderung. Wir kommen langsam zum Ende, wollen natürlich klassischerweise noch über deine Ziele sprechen. Du bist jetzt gerade im Live-Ranking, wir haben vorhin mal nachgeschaut, auf 271 jetzt im August. Also in der Woche, wo wir jetzt gerade dieses Gespräch führen.

Damit hast du auch dein Career High geknackt. Es fehlen noch so 30, 40 Plätze bis zu der Grand Slam Qualifikation. Auch ist das jetzt schon das nächste Ziel. Ist ja jetzt doch schon dann in greifbarer Nähe. Das ist auf jeden Fall das nächste Ziel. Also das, ja muss man sagen, ist eigentlich... Schon seit ein paar Jahren sozusagen. Also die Ziele wurden dann immer leider ab und zu mal wieder nach unten angepasst, wenn man halt sein Ranking verliert.

Aber ich war ja schon mal so Richtung 280, glaube ich, um den Dreh. Da war das ja auch das Ziel, dass man sich dann Richtung Benslam-Quali orientiert, weil das ja schon wirklich ein großer Schritt ist, finanziell. Und auch einfach auf die Turniere da zu kommen, das ist, glaube ich, schon logischerweise das Ziel von jedem Tennisspieler. Und das ist auf jeden Fall jetzt sozusagen der nächste Schritt.

Und wenn man den erreicht hat, wird von da aus dann weiter ausgebaut. Gut, das heißt, langfristig hast du dir noch keine Ziele gesteckt. Du bist jetzt 27, also ein paar Jahre auf der Tour hast du hoffentlich, Fingers crossed, sage ich mal, ja noch übrig. Wir haben uns schon lang, also logischerweise lang, also ich meine, ich glaube, es ist schon gut, wenn man irgendwie auch so eine Art Endziel als Spieler hat.

Aber jetzt die nächsten Ziele sind sozusagen, wenn man das jetzt so weitergeht, Grand Slam, Quali, Top 200, das erste Mal eine Eins davor zu haben. Und dann gibt es noch ein paar weitere und dann gucken wir, wo wir rauskommen. Die Leute spielen ja inzwischen auch immer öfter bis zu 40 Jahre. Hast du da auch in die Richtung Vorstellungen?

Stand jetzt würde ich sagen, nee. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit, man weiß es nie, gerade wenn man dann auch wirklich auf diesen größeren Turnieren ist und dann da so dieses Flair hat, das kann natürlich schon nochmal sein, dass einem das dann, ja was heißt auf eine andere Art und Weise catcht, dass einem das super viel Spaß hat und man einfach irgendwie so eine Art Liebe zum Sport hat.

Das ist ja relativ klar, wenn man das in dem Umfang macht. Aber das sind dann ja schon mal nochmal viele besondere Erlebnisse, die man auch zum ersten Mal hat, die man dann vielleicht auch einfach noch mal ein paar Jahre öfter haben möchte. Aber wenn ich jetzt hier sitze, würde ich nicht sagen, dass ich bis 40 Jahre spielen werde. Wir werden es verfolgen. Danke dir.

Ja, auch danke an Marvin Möller. Ich gebe ehrlich zu, ich kannte seinen Namen natürlich und habe ihn auch schon auf Challenger-Listen gesehen gehabt, aber seine Geschichte war mir vor der Recherche gar nicht so bewusst, und habe jetzt auch nicht so viele Matches von ihm gesehen gehabt und da kann ich ehrlich sagen, wirklich, das hat nichts mit dem Interview zu tun.

Ich mag sein Spiel total. Also ich habe ihm so gerne zugeschaut. Ja, die, die uns länger hören, Marvin Möller aber noch nicht kennen. Die wissen jetzt vielleicht schon, okay, das wird jetzt wahrscheinlich kein Zwei-Meter-Riese sein, der 30 Asse pro Match schlägt. Das ist korrekt. Marvin hat eher so meine Größe, also ein klein wenig unter zwei Meter.

Nein, aber dafür serviert er eigentlich wirklich ganz okay. Es kam schon, es kam da auch was raus. Deutlich mehr als bei mir. Ich mochte aber vor allem auch dass er echt kreativ war er hat alles mal eingestreut Stops ging aber auch nach oder ans Netz vor also gute Wolle ist gespielt, bewegt sich auch echt gut also er hat wirklich so ein Gesamtpaket was mir gefallen hat klar jetzt kann jemand fragen warum ist er dann nicht in den Top 20 wir haben es einmal erwähnt oder gehört auch diese ganzen Gesundheitsprobleme.

Es ist natürlich eigentlich in den wichtigsten Jahren seiner Karriere passiert. Das wirft dich einfach extrem zurück und das aufzuholen ist schwierig. Und er hat jetzt vielleicht nicht eben diesen einen Killerschlag oder Monsterausschlag, der ihn da so abhebt, der es vielleicht ein bisschen leichter machen würde.

Zumindest habe ich es jetzt in den beiden Matches nicht gesehen, wo ich von ihm gesehen habe. Das soll jetzt kein finales Urteil sein. Er hat aber dafür viele andere Qualitäten und deswegen ist er jetzt auch schon 239, also in der Region, wo er an Grenzlem Qualifikationen teilnehmen könnte. Das würde ich ihm wirklich wünschen, dass er die Chance dann mal erhält.

Und ja, weil er ist wirklich so einer. Also ich bin froh, dass er sich die Frage selbst inzwischen seltener stellt, was wäre, wenn... Und mit seinem Mentalcoach hat er sich auch eine gute Hilfe, weil ich glaube, sonst kannst du diese Frage kaum vermeiden in all den Jahren. Was wäre gewesen, wenn ich eben nicht verletzt oder krank gewesen wäre so oft oder warum immer ich und wo könnte ich dann stehen, wie viel Geld verdienen.

Also sagt ja keiner, dass er seine Top-5-Stände, aber dass er Top-100 wäre, bin ich mir recht sicher. Und klar, er ist jetzt kein Youngster mehr mit seinen 27 Jahren, aber sein Spiel, seine Art, das hat mir einfach gefallen. Ich werde seinen Weg auf jeden Fall weiter verfolgen. Ich meine, du hast ihn natürlich schon ein wenig länger gekannt als ich, weil ihr seid euch ja alterstechnisch noch ein wenig ähnlicher und auch beide im Norden aufgewachsen, stimmt's?

Ja, genau, das verbindet uns sozusagen. Nein, genau, ich habe ihn schon ein bisschen früher verfolgt, auch in den Jahren vor seiner Verletzung, weil er eben auch oft am Roten Baum damals gespielt hat mit Wildcard in der Quali. Also ja, tatsächlich mit wenig Erfolg am Roten Baum. Also ich glaube, ich hatte vor Augsburg noch keinen Sieg von ihm gesehen.

Ich glaube, er hat noch nicht mal einen Satz gewonnen da auf, zumindest auf ATP-Tour-Ebene. Das Challenger in Hamburg hat ja dieses Jahr auch am Roten Baum stattgefunden. Und da hat er tatsächlich Finale gespielt. Also ja, vielleicht ist dieser Fluch dann inzwischen auch gebrochen. Aber ja, ich fand es auch sehr interessant. Vielleicht lag es an dir.

Ja, habe ich auch schon gedacht. Ich wollte mich jetzt nicht selbst noch hier tiefer in die, gut gesagt, Scheiße reiten. Verzeiht mir das Wort. Ja, aber ich fand es auf jeden Fall auch sehr interessant, ihm zuzuhören. Sehr eloquent wirkte er, finde ich. Und auch sehr ehrlich mit Blick auf seine Gefühlslage. Also ja, ich hoffe, ihr fandet es auch interessant.

Ich fand auch die Stelle mit seinem ausgeprägten Perfektionismus tatsächlich ganz sympathisch, weil ich das selbst auch ganz gut nachvollziehen kann, wenn jetzt vielleicht auch nicht zwingend auf dem Tennisplatz. Aber ja, ich schließe mich dir generell an. Wir bemühen uns natürlich um Neutralität hier, aber ich finde es schon auch echt schön zu sehen, dass er jetzt nochmal die Chance bekommt, sein Potenzial zu zeigen nach den schweren Jahren, die er eben hatte.

Und ja, mir hat es auf jeden Fall auch sehr viel Spaß gemacht, ihm da in Augsburg zuzusehen. So, damit kommen wir dann auch zum letzten Interview für heute und ich freue mich sehr, dass wir auch noch ein Interview mit einer Spielerin hier unterbringen können. Leider haben die Damen ja nicht so viele Turniere in der Nähe von uns, sonst würden wir natürlich auch gerne öfter nochmal ein paar weibliche Stimmen hier unterbringen.

Ich war allerdings im Juli beim WTA-Turnier in Hamburg vor Ort und konnte da mit Julia Stusek sprechen. Die hat in der Woche ihren ersten Hauptfeldsieg da feiern können auf der WTA-Tour und ist dann im Achtelfinale auch nur knapp gescheitert an Tamara Korpat, die, wie wir inzwischen ja wissen, später das Turnier dann auch gewonnen hat.

Vielleicht noch mal so ein paar Rahmendaten. Stusek ist 18 Jahre alt, aktuell die Nummer 376 im Ranking. Ja, die Ergebnisse sind noch so ein bisschen inkonstant. Und ich glaube, das ist aber auch normal. Das ist jetzt ihr erstes volles Jahr auf der Profitour. Hat jetzt seit Hamburg auf der ITF-Tour so ein paar Probleme gehabt.

Dafür aber auch im Juni zum Beispiel einen Titel gewonnen auf der Tour in der Schweiz. Also ja, wie gesagt, es geht ein bisschen hoch und runter noch. Dass sie den Titel ausgerechnet in der Schweiz gewonnen hat, ist allerdings ganz witzig. Denn wie ihr gleich hören werdet, hat sie tatsächlich auch eine recht enge Bindung dorthin.

Was nicht nur damit zu tun hat, dass sie in Rheinfelden an der Schweizer Grenze aufgewachsen ist, beziehungsweise auch geboren wurde, sondern unter anderem hängt es auch mit Martina Hingis bzw. ihrer Mutter zusammen. Das war auch Thema im Interview. Wir haben aber auch darüber gesprochen, wieso sie ihre Beziehung zum Tennis selbst als toxisch bezeichnet und wie sie mit Druck und Verzicht umgeht.

Also wir gehen rein ins letzte Interview, in das Gespräch mit Julia Stussek und melden uns dann danach nochmal. Bis gleich und auch hier viel Spaß. Musik. Lass uns gerne noch mal ein bisschen auf den Anfang deiner Karriere schauen. Du hast ja schon mit sieben Jahren auch angefangen, von den Großen zu lernen, auch mit Melanie.

Ja. Und die Mutter von Martina Hingis. Wie kam diese Konstellation zustande? Ja, die Melanie kommt aus dem gleichen Dorf, beziehungsweise aus der gleichen Stadt wie mein Vater. Und dann kam das irgendwie so zustande, also die kannten sich und dann haben wir nah an die Schweiz gewohnt. Und die Melanie war in der Schweiz.

Und dann hat man angefangen, mal hingegangen und ist alle drei Monate wiedergekommen, so ein bisschen zu schauen, wie es läuft, wie man sich entwickelt. Und dann wird es immer regelmäßiger von einmal die Woche zu zweimal die Woche zu dreimal die Woche, bis man dann irgendwann auch am Wochenende mal hingefahren ist.

Martina Hingis nennst du auch immer so ein bisschen als dein Vorbild. Ist das auch aufgrund dieser Connection oder inspiriert dich speziell noch was? Ja, bestimmt. Also aufgrund der Connection und auch aufgrund dessen, dass Martina jetzt auch nicht die Größte war. Und ich finde, die hat einfach extrem schlau gespielt. Und.

Sehr stark, weil es gibt so viele da draußen, die groß und kräftig sind und die andere Waffen haben. Und dann als klein und zielig da durchzukommen, indem man anders spielt, finde ich sehr stark und sehr motivierend auch. Sieht man ja auch in deinem Spiel so ein bisschen, würde ich sagen, du bist jetzt auch nicht die typische Hautraub-Spielerin, sondern baust dir deine Punkte ja auch schon. Ja, ich gebe mein Bestes.

Du wohnst ja auch in der Schweiz inzwischen. Wie sieht dein Team und dein Trainingsalltag jetzt inzwischen aus? Ja, also ganz wichtig in meinem Team ist meine Mama, die ist immer dabei. Die ist bei jedem Turnier, eigentlich bei jedem Training dabei. Die kennt mich wahrscheinlich besser, als ich selber mich kenne.

Und mit Dad nähe ich dann auch, wenn ich zu Hause bin. Wenn ich Trainingswochen habe, dann gehe ich nach Stuttgart zum Sebastian Sachs. Der ist dann da mein Trainer. Und ansonsten einen Fitnesstrainer habe ich auch, den Jess Green, der macht den mit Sascha auch. Also ich kann mich wirklich nicht beschweren, bin an alle, die das mit mir machen.

Großes Danke auf jeden Fall auch, dass die das mit mir machen. Deine Mutter, wissen vielleicht nicht alle, war ja auch früher selbst Profi, Career High von 132. Glaube ich, gab es für dich eigentlich jemals andere Optionen oder war es immer klar, dass du auch Tennisweg gehen willst? Wahrscheinlich war es irgendwo auch klar. Also ich wurde nie reingezwungen.

Meine Eltern wollten immer, dass ich das mache, was mir Spaß macht. Aber irgendwo bei einer Tennis-Familie war es wahrscheinlich schon in den Sternen vorhergesagt, wie man das so oder ich weiß gar nicht, wie man das sagt, aber der Weg war schon vorgegeben. Ja, so ein bisschen. Du hast eben schon angesprochen, dass deine Mutter auch sehr viel dabei ist.

Inwiefern ist sie auch mit ihren eigenen Erfahrungen konkret auch eine Hilfe für dich im Alltag? Ja, also. Die hat das selber schon erlebt, selber schon durchgemacht. Sie kann mich vielleicht schon, bevor ich selber Fehler mache, kann sie mich schon mal warnen quasi. Und vielleicht mir helfen, dass ich nicht in die schlechte Richtung einschlag.

Und generell ist es einfach, jemanden zu haben, der das kennt, der das schon mal durchlebt hat, ist natürlich ... Ja, ist super hilfreich, das ist ... Ich weiß gar nicht, was ich da ohne machen würde. Ist das vielleicht auch so ein kleiner Ansporn, dieses familieninterne Duell, was das Ranking angeht, zu gewinnen? Ja, sicher.

Das sage ich schon immer. Ich stehe dazu. Mein Ziel ist es besser, als meine Mama zu werden. Du kannst ja auf jeden Fall noch kommen. Du bist ja noch jung. Inwiefern gibt es da auch mal Konfliktpotenzial zwischen euch? Man kennt es ja manchmal so eine familienintern Beziehung, oder ist das gar kein großes Ding bei euch?

Es hält sich eigentlich in Grenzen. Es gibt immer mal wieder so Momente, wo es für mich schwierig ist, dass meine Mama dann abseits oder auf dem Platz vor allem als Trainerin zu sehen, dass es dann halt ab und zu ein bisschen, sage ich mal, gereizt, aber alles, alles, alles im normalen Bereich. Das ist, ich glaube, wir haben eine sehr gute Beziehung und sie ist jetzt auf jeden Fall nicht durchs Tennis schlechter geworden. Ich würde sagen, eigentlich sogar besser. Das ist doch auf jeden Fall gut.

Du sitzt hier in On-Klamotten vor mir, der Marke an der Roger Federer ja auch beteiligt ist. Gibt es da eigentlich auch mal die Möglichkeit zum Austausch, sich da ein, zwei Tipps abzuholen oder ist das eher schwierig? Das ist eher schwierig jetzt, also persönlich, sage ich mal, mit dem Roger sich zu treffen.

Ich kenne seinen Kalenderplan jetzt nicht, aber ich glaube, der ist relativ beschäftigt. Aber es war ganz nett, als ich den Vertrag mit On unterschrieben habe, dann habe ich eine Videobotschaft von ihm bekommen. Das war ganz lieb. Wenn wir nochmal über das Tennis allgemein sprechen, das ist ja schon ein sehr herausfordernder Sport, körperlich natürlich, aber auch mental.

Wie würdest du so deine persönliche Beziehung zum Tennis beschreiben? Ich habe es, glaube ich, schon mal gesagt, das ist eher eine toxische Beziehung, so eine Hassliebesbeziehung. Aber ich würde sagen, vor allem mental. Körperlich, klar, ist es anstrengend. Körperlich kannst du aber trainieren, dass es irgendwo einfacher ist.

Aber mental ist es halt eine superschwere Sportart, weil es passieren Fehler, es geht nicht ohne Fehler. Und das alles dann so wegzustecken und ruhig zu bleiben, sage ich mal, und weiterzumachen, ist halt schwierig und deswegen ich glaube, Tennis ist mittlerweile Vorhand-Rückhand spielen, ja, aber das können ja eigentlich alle schon.

Da kommt es dann wirklich, glaube ich, auf andere Dinge drauf an und das merke ich hier, alle sind mental, finde ich, so stark. Also das ist dann für dich das, was auch den Unterschied am Ende auch machen kann? Ja, bestimmt, weil Weil ab einem gewissen Level können dann alle Tennis spielen. Ob man eine Kleinigkeit hin oder her besser kann, hilft dir bestimmt auch.

Aber ich glaube, wenn du mental besser bist, hilft es dir mehr. Ich habe es eben schon gesagt, du bist eben erst 18, fällt es dir manchmal schwer, dann vielleicht auch so täglich diese Disziplin und vor allem auch diesen Verzicht. Mitzunehmen, sage ich mal, was vielleicht dann auch Dinge angeht, die andere in deinem Alter dann vielleicht machen.

Ja, bestimmt. Ich meine, es gibt Tage, wo man vielleicht nicht gerade eine riesen Motivation hat, sage ich mal. Aber ich würde sagen, die Liebe zum Sport ist größer als jede. Ich mag mich. Ich will nicht heute. Am Ende ist einfach überliegt die Liebe. Nichtsdestotrotz, ich habe natürlich auch Tage frei. Es ist jetzt nicht so, dass ich sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag was mache.

Von dem her ist es, man schaut schon, dass ich nicht überarbeitet bin, wird es blöd gesagt, aber ja. Jetzt kommen bei den Herren ja auch einige junge Talente nach, wie bei euch auf Damenseite eben auch. Die Herren haben jetzt vielleicht den Vorteil, dass sie eben mit Alexander Zverev jemanden haben, der alles gerade ein bisschen überstrahlt. Vielleicht diesen Druck so ein bisschen wegnehmt oder die Aufmerksamkeit zumindest.

Bei den Damen ist die Frage vielleicht immer ein bisschen größer, wann kommt da was. Erhöht es den Druck so ein bisschen auf euch, junge Spielerinnen in Deutschland? Ich kann jetzt nur über mich persönlich sprechen. Ich weiß nicht, wie die anderen Mädels das haben. Aber ich weiß, Druck ist so eine Sache. Ich finde Druck hat zwei Seiten.

Druck ist irgendwo, Leute glauben an dich, Leute denken, du könntest es schaffen, und das ist ja eigentlich was Positives. So versuche ich das zu sehen. Natürlich gibt es auch Momente, wo ich mir denke, boah, wäre jetzt schon ganz cool, wenn man das mal hinkriegen würde. Und dann vielleicht wird der Arm schon mal steifer beim Spielen, aber am Ende ist es ja so, dass wenn man Druck hat, kommt es von Menschen, die dich gerne irgendwo sehen wollen würden und dich dort sich auch vorstellen können.

Von dem her finde ich, ist es eigentlich was Positives. Und denkst du schon groß in Zielen voraus? Das ist mit deiner Mutter in dem Ranking, haben wir ja schon geklärt, aber steckst du dir auch so Ziele und kommunizierst die auch? Ja, also grundsätzlich so kurzfristige Ziele. Also sich spielerisch zu verbessern, sich mental zu verbessern, sich körperlich zu verbessern.

Und dann wäre es natürlich schön, wenn ich nächstes Jahr die Qualis bei den Grand Slam mitspielen könnte. Das wäre so ein Ziel, aber wenn ich es nicht schaffe, dann vielleicht übernächstes Jahr. Danke auch an Julia Stusek und danke an dich, dass du Hamburg dann doch recht noch kurzfristig führen konntest.

Ich weiß jetzt gar nicht, ob oder wie oft ich schon im Podcast erwähnte. Ich habe die auf alle Fälle schon mal dir und Dennis, glaube ich, gesagt, dass ich die eine der spannendsten deutschen Spielerinnen finde aktuell. Und ja, ein bisschen ähnlich wie bei Marvin, an sich auch bei allen heute. Spielt auch kein so Bum-Bum-Tennis, sondern wirklich, wie du es auch im Interview gesagt hast, musst du diese Punkte eher schlau aufbauen und jetzt kann ich jetzt nicht einfach da drüber powern, nur, also mir gefällt das Tennis, in Sachen Größe hat es jetzt auch keinen riesen Vorteil beim Aufschlag, da ist sie auch eher so in Lys-Regionen momentan unterwegs, falls mit 18 dann nicht noch was ein Wachstumsschub kommt,

und genau, was ich aber am spannendsten fand, sonst war eigentlich diese Verbindung zu Martina Hingis beziehungsweise deren Mutter Melanie Molitor. Hingis war ja auch eher klein und für ihre Cleverness auf dem Court bekannt, als jetzt irgendwie da für brachiale Gewinnschläge. Das wurde dann zum Problem, als die Williams-Schwestern kamen, auch die Belgierinnen mit ihren harten Grundlinien schlägen. Bis da, davor hat es ja überragend funktioniert bei Hingis.

Mit Belinda Benchitz ist ja immer noch so eine Schülerin aus der Molitor-Schule da nahe an den Top Ten dran. Also die wissen da schon noch, was es braucht, um wirklich weit vorne zu landen. Man wird dir aber, wie auch du vor dem Interview schon gesagt hast, jetzt noch ein bisschen Zeit geben müssen. Es gibt diese Wellenbewegungen in den Ergebnissen momentan. Das ist normal.

Schon mal gut, dass es in den Top 400 ist. Auch da kommt es jetzt eben darauf an im nächsten Jahr. Kommt da der nächste Schritt? Kriegt man da vielleicht auch mal ein paar Wildcuts bei deutschen Turnieren? Wo es aber natürlich einige Kandidatinnen gibt, die dafür in Frage kommen. Also ich will da nicht entscheiden müssen, wer welche kriegt und warum.

Ich würde mir einfach auch wünschen, dass es klappt, weil es braucht mehr Abwechslung im Tennis, sie hat da ein attraktives Spiel, Vielleicht kriegt sie ja auch neben Tipps von Hingis wegen der Sponsoren-Gemeinsamkeit irgendwann nochmal Tipps von Meistow persönlich, also Roger Federer, wer weiß. Aber am Ende muss es natürlich sie auf dem Platz regeln.

Nur mir gefällt wirklich auch, dass sie diese realistische Einstellung zum Tennis hat und da jetzt auch kein rosarotes Bild sich zeichnet, sondern weiß, okay, da ist einiges super, super schwer, aber das ist mein Weg, ich will den gehen und ja, da drücken wir die Daumen dafür, würde ich sagen. Ja, das ist tatsächlich mir auch so mit am meisten hängen geblieben, dass sie da wirklich so realistisch rangeht und auch zugibt, dass nicht alles immer cool im Tennisalltag ist, auch wenn die ja streng genommen quasi ihr Hobby zum Beruf machen und ihren Traum leben.

Aber ja, trotzdem ist natürlich nicht immer alles super. Also ja, ich finde es gerade auch für eine 18-Jährige, sie wirkt sehr offen, sehr reflektiert, auch sehr selbstbewusst. Also ich glaube, das ist auch ganz cool gewesen, einfach zu hören. Und ja, in dem Zusammenhang ist mir eben auch vor allem diese Aussage mit der toxischen Beziehung nochmal sehr hängen geblieben.

Ich finde, das hat es irgendwie sehr schön in Anführungszeichen beschrieben, wie unterschiedlich da die Gefühlslagen dann irgendwie auch sein können. Ich meine, wir sprechen da auch immer wieder drüber, dass Tennis eben so herausfordernd ist, weil du so viele negative Erlebnisse hast, sei es jetzt eben verlorene Matches jede Woche oder eben auch Fehler, die in einem Match eben sich nicht vermeiden lassen und eben in einer doch hohen Anzahl einfach...

Immer vorkommen eigentlich, selbst wenn du das Match am Ende gewinnst. Also ja, das fand ich auf jeden Fall sehr gut beschrieben. Gutes Bild, was sie da gezeichnet hat. Das noch als kurze Ergänzung von mir zu diesem letzten Interview. Und ich würde sagen, damit machen wir den Deckel dann auch drauf auf diese Folge.

Wir hoffen, ihr hattet so viel Spaß beim Anhören der Interviews, wie wir es beim Vorbereiten und Führen hatten. Falls das der Fall sein sollte, dann hinterlasst uns gerne eine positive Bewertung auf der Podcast-Plattform Euer Wahl oder einen Daumen nach oben bei YouTube. Den nehmen wir natürlich auch immer gerne. und das gilt natürlich auch für Kommentare mit Feedback.

Freuen wir uns auch immer drüber. Hilft uns auch sehr, uns zu verbessern und auch mehr Reichweite zu kriegen, dass vielleicht noch mehr Leute auch in diesen Podcast reinhören. Also genau. Und ich kann auch schon sagen, wir haben auch noch mehr Interviews in der Hintern. Die gibt es dann Ende Oktober hier zu hören. Da könnte ich also auch drauf freuen.

Und dann bleibt mir nur noch. Stefan, dir vielen Dank zu sagen. War mir wieder eine Freude diese Aufnahme hier heute. Ja, danke dir. Vielleicht schaffen wir die nächste Folge auch ohne irgendwie Disqualifikation und Saison aus dann können wir uns noch mehr auf die Interviews stürzen das haben wir jetzt kurzfristig doch noch irgendwie den Newsblock ein bisschen länger machen müssen heute Ja, es ist ein bisschen länger geworden als geplant, aber waren ja auch viele interessante Themen dabei, also wir hoffen ihr habt es dann genossen und.

Ja, nicht frühzeitig ausgeschaltet sonst würdet ihr das jetzt ja auch gar nicht mehr hören, also damit sagen wir vielen Dank an euch da draußen, dass ihr dabei wart und dann bis ganz bald hier bei CrossCourt Ciao.

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