Das Universum· Folge 160

DU160 - Sonne, Mond und eine Finsternis

Dienstag, 14. Juli 2026 · 43 min

MP3

Shownotes

Und: Wo krieg ich jetzt noch ne SoFi-Brille her?
DU160 - Sonne, Mond und eine Finsternis

Und: Wo krieg ich jetzt noch ne SoFi-Brille her?

In Folge 160 wird es finster. Wir reden über die Sonnenfinsternis im August, aber zuvor noch über den Mond und die Mondmission Artemis. Auch Evi macht sich auf den Weg und zwar zu Sommerjobs im Weltall und präsentiert wieder ihr Sommerrätsel.

Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das hier tun: paypal.com/paypalme/PodcastDasUniversum Oder hier: steadyhq.com/de/dasuniversum Oder hier: patreon.com/dasuniversum

Sonne und Mond

Am 12. August 2026 (de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_vom_12.…) gibt es eine totale Sonnenfinsternis die von Island und Spanien aus beobachtet werden kann. Wir reden aber auch über die Crew von Artemis III (nasa.gov/our-artemis-iii-crew) und den angeblichen “Erdbeermond”. Was die Finsternis angeht, freuen wir uns auf einen schönen Anblick, weil wissenschaftlich gesehen gibt es da nicht mehr viel zu holen, wie auch der Finsternisflug der Concorde 1973 (sternengeschichten.podigee.io/649-sternengesch…) gezeigt hat.

SoFi-Brillen-Werbung

Was ganz wichtig ist bei der Finsternis: Die Augen schützen! Das könnt ihr mit Finsternisbrillen machen und wenn ihr die braucht, könnt ihr sie zum Beispiel beim Astronomieverlag machen. Wenn ihr da den Code “DASUNIVERSUM” verwendet, kriegt ihr 10% Rabatt und wir pro verkaufter Brille 50 Cent. Ihr könnt auch gleich diesen Link (astronomieverlag.de/de/Sonnenfinsternis-Brille…) verwenden und das Angebot gilt auch für SoFi-Folie (astronomieverlag.de/de/Sonnenfinsternis-Folie). Wichtig: In ÖSTERREICH bitte eine Mail mit der Bestellung an info@astronomieverlag.de schicken und dort den Rabattcode erwähnen.

Sommerrätsel

Evi hat wieder ein Sommerrätsel gemacht. Bis 1. September suchen wir für jede der vier Episoden sowohl den Ort, an dem Evis jeweilige Geschichte spielt als auch den Film, auf den sie anspielt. Schickt alles gesammelt am Ende an hello@dasuniversum.at.

Veranstaltungen

Die nächsten Live-Podcastaufzeichnungen von “Das Universum” im Radiokulturhaus (radiokulturhaus.orf.at) werden am 21. September und am 16. Dezember stattfinden. Tickets gibt es dann zeitnah hier (radiokulturhaus.orf.at/programm).

Florian wird weiterhin seine “Sternengeschichten LIVE” Show aufführen. Tickets und weitere Termine gibt es hier (sternengeschichten.live).

Die Science Busters sind auch wieder unterwegs, inklusive Florian. Alle Infos und Tickets gibt es hier (sciencebusters.at/termine).

Den RSS-Feed zum “Welt der Mikroben”-Podcast gibt es hier (cdn.audiorella.com/podcasts/1820-die-welt-der-…)

Das Universum Merch

Merch von Jörg gibt es hier (ebay.de/sch/i.html?item=188386060258&rt=nc…)

Neue Bücher und Hörbücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…).

Evi hat mit ihren Kolleginnen von Cosmic Latte auch ein Buch geschrieben. Es heißt “Auf einen Kaffee im All” (goldegg-verlag.com/titel/auf-einen-kaffee-im-all) und man kann es schon vorbestellen.

Wer das aktuelle Buch von Ruth bestellen will, kann das hier machen (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)

Und das Sternengeschichten Hörbuch (penguin.de/buecher/florian-freistetter-sternen…) von Florian kann man auch bestellen.

Unterstützen

Wir bedanken uns für die zahlreiche finanzielle Unterstützung, die uns die Arbeit am Podcast ermöglicht. Die Unterstützung von euch ist die einzige Einnahmequelle für uns.

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Science Busters Buch

Außerdem haben die Science Busters ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “Aus! Die Wissenschaft vom Ende” (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und sowohl Florian als auch Ruth haben darin jede Menge Geschichte aufgeschrieben.

Telegram, Discord und Mastodon

Das Universum gibt es auch bei Telegram (t.me/UniversumPodcast). Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth, Evi und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten.

(Einen Discord-Kanal (discord.com/channels/965674985999990794/965674…) gibt es übrigens auch, den betreibe wir aber nicht selbst).

Das gleiche gilt für die Mastodon-Instanz “Das Universum” (dasuniversum.social/about), die ihr natürlich auch gerne nutzen könnt!

Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.

Florian hat davor auch ein Buch geschrieben, gemeinsam mit Helmut Jungwirth. Es heißt “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen” (scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/08/…), ist sehr hervorragend, überall zu kaufen wo man Bücher kaufen kann, weswegen es natürlich auch von allen gekauft werden sollte. Wer mehr über den Inhalt wissen will, kann diese Folge WRINT Wissenschaft anhören (wrint.de/2021/08/12/wr1265-wunderbrot-und-ster…).

Ruths aktuelles Buch heißt “Sternenjahr auf Unsichtbar
12 Himmelsphänomene, die wir nicht sehen, obwohl sie da sind” (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)
und wir haben in dieser Folge des Podcasts (dasuniversum.podigee.io/114-du114-ein-buddy-fu…) sehr ausführlich darüber gesprochen. Kauft es, es ist super!

Kontakt

Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at. Wer uns einfach nur was schreiben will, tut das unter hello@dasuniversum.at.

Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: publicspace.at

Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: sternengeschichten.podigee.io oder bei Spotify (open.spotify.com/show/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX) - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast (sciencebusterspodcast.podigee.io) zu hören.

Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast (wrint.de/category/wissenschaft) den es ebenfalls bei Spotify gibt (open.spotify.com/show/0KKB14qE9h2NVWCW8vCt2z)

Evi betreibt gemeinsam mit ihren Kolleginnen Elka und Jana den Podcast “Cosmic Latte: Kaffeehausgespräche über Astronomie” (cosmiclatte.podigee.io).

Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Ruth Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum plaudern. Wie immer auch heute im Sommer mit Florian.

Florian Und mit Ruth. Und Sommer ist es jetzt, zumindest kalendarisch, auch temperaturmäßig höchstwahrscheinlich.

Ruth Die erste Hitzewelle dieses Sommers ist überstanden. Wir warten auf die zweite, auf die dritte, auf die vierte, auf die fünfte.

Florian Genau. Und wo auf jeden Fall Sommer ist, ist hier ein Podcast. So wie in den vergangenen Jahren auch, machen wir den Sommer über kurze Podcast-Folgen, dass wir dann im Sommer ein wenig weniger arbeiten können. Zumindest einige von uns, weil andere einige von uns müssen die ganzen Podcast-Folgen, die wir jetzt hier am Stück aufnehmen und auch noch schneiden.

Ruth Du hast einen Tag mehr Arbeit als ich dann jetzt.

Florian Oder? Ja, zwei werden es werden.

Ruth Zwei Tage?

Florian Ja. Die vier Folgen? Ja, schauen wir mal, wie lange wir reden.

Ruth Okay.

Florian Letzte Folge zum Beispiel, da habe ich länger gebraucht, die zu schneiden und vorzubereiten. Das war die Folge, die wir live vor Publikum im Radiokulturhaus aufgenommen haben. Und ich habe es in der Podcast-Folge nicht dazu gesagt. Ich habe doch überlegt, ob ich noch einen kurzen Disclaimer voranstellen soll.

Florian Dann habe ich gedacht, nee, lasse ich es doch. Aber tatsächlich hat es jemand bemerkt und sich darüber beschwert.

Ruth Habe ich wieder mal Blödsinn von mir gegeben.

Florian Nein, nein, nein.

Ruth Das sowieso.

Florian Ich mache immer jede Folge Disclaimer vorne hin. Du hörst ja den Podcast nicht, so kann ich es ja machen. Achtung, Rotrede, Blödsinn. Das ist Standard. Danke, danke.

Ruth Das erspart mir viel Stress und ja, aufgeregte E-Mails von Leuten, die mich darauf hinweisen wollen, wenn es eh schon klar ist.

Florian Das mache ich natürlich nicht. Ich mache was anderes. Es hat sich nämlich ein Hörer oder Hörerin H. Nicht beschwert oder doch beschwert und gefragt. Und zwar folgendes geschrieben in unserem Kommentarteil des Podcasts. Kam mir das nur so vor oder fing Florian ab ca. Minute 10 an zu lispeln? War da irgendwas mit dem Mikrofon nicht in Ordnung? Denn sowas hatte ich bisher in keiner einzigen Folge Sternengeschichten oder Universum gehört.

Florian Das hielt an bis zum Ende von Ruths Geschichte, dann war das Lispeln wieder weg. Hörte sich ziemlich grauenvoll an und gar nicht spannend. Ja, Liber, Liber, H., da hast du ganz richtig gehört. Das Problem war, dass wir die Folge live im Radiokulturhaus aufgenommen haben, aber nicht selbst die Kontrolle über die Aufnahme hatten. Das war ein Tontechniker vor Ort, der das aufgenommen hat.

Florian Und ich habe die Spuren danach bekommen. Und der Tontechniker hat leider ein paar Sachen nicht so gemacht, wie sie sein sollten. Zuerst einmal habe ich nur von Anfang und von Ende getrennte Tonspuren bekommen. Und dazwischen, da habe ich dann nur irgendwie eine Summe von allen Mikrofonen, die irgendwo rumstanden, bekommen.

Florian Und diese Mikrofone, die irgendwo rumstanden, waren anscheinend nicht ganz korrekt eingestellt, weswegen ich gelispelt habe. Nicht, weil ich einen Sprachfehler hatte für ungefähr 20 Minuten, sondern weil die Mikrofone so eingestellt waren. Das haben auch die Leute vor Ort gehört. Also der Ton, der dann quasi über das Mikrofon in den Saal ging, hat mich auch lispeln lassen.

Florian Sowas kommt vor, wenn man Mikrofone nicht einstellt. Und das war leider der einzige Ton, den ich zur Verfügung hatte, um den Teil der Mitte des Podcasts zu füllen. Beim nächsten Mal, wenn wir dort auftreten werden im Radiokulturhaus, werde ich schauen, dass ich meine eigene Aufnahme-Hardware mitnehme und dann sollte das nicht so sein.

Florian Aber ich habe das Beste rausgeholt, dass der Aufnahme was ging, aber man hat mich immer noch lispeln gehört. Und wer wissen will, wann wir es wieder machen, am Ende der Folge sagen wir, wann wir die nächsten Live-Termine haben, weil die gibt es nämlich.

Ruth Wir haben schon wieder zwei. Ja, hurra. Aber da müsst ihr jetzt erst mal zuhören.

Florian Genau, weil es gibt jetzt wie immer in den Sommerfolgen kurze Geschichten. Wir wollen kurze Podcastfolgen machen, sonst können wir auch nicht vier am Stück aufnehmen davon, was wir heute vorhaben. Und heute ist übrigens, ich sage es dazu, der 7. Juli. Und die Folgen, die wir aufnehmen, werden im Juli und im August erscheinen. Das heißt, sollte im Juli oder im August irgendwas Dramatisches passieren, die Aliens landen, das Hubble-Teleskop fällt Donald Trump auf dem Kopf, was auch immer.

Florian Ihr hört es nicht im Podcast, sondern erst im September wieder.

Ruth Wir freuen uns schon drauf, darüber berichten zu dürfen.

Florian Also es gibt kurze Podcast-Folgen. Wir beantworten in den kurzen Folgen auch keine Fragen, die... Lassen wir gesammelt dann für den Herbst übrig, wenn wir wieder kühle Köpfe haben. Es gibt auch keine Science Frames mit Evi, aber es gibt wie jeden Sommer ein Sommerrätsel mit Science Fiction und Evi. Das kommt dann auch am Ende noch dran.

Florian Und ansonsten gibt es Geschichten über Astronomie, so wie immer. Und diesmal ist Ruth dran mit ihrer Geschichte.

Ruth Ja, und ich habe mir gedacht, da machen wir mal was ganz anderes.

Florian Was redet man über Theaterwissenschaft?

Ruth Wieso komme ich nicht auf solche Ideen? Nein, ich habe mir gedacht, reden wir mal über die Sonne und den Mond.

Florian Die Sterne, Sonne, Mond und Sterne.

Ruth Nein, die Sterne kommen nicht vor. Nein, nein, nein, eben nicht, weil Sterne, das wäre zu normal. Das machen wir ja sonst auch oft. Oder Galaxien oder Asteroiden. Nein, wir reden jetzt einfach mal über die Sonne und den Mond.

Florian Okay.

Ruth Und etwas, was mir viele Leute gesagt haben oder herangetragen haben.

Florian Ach, Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne. So geht es. Entschuldigung, bitte mach weiter. Ich bin doch gerade beschäftigt.

Ruth Ihr merkt schon wieder, der Florian ist mit voller Aufmerksamkeit dabei, bei dem, was ich sage. Es war Vollmond. Vor einer Woche. Also jetzt, wie wir das aufnehmen. Wenn ihr das hört, vielleicht schon vor zwei. Wie auch immer. Es war Vollmond und es war der Erdbeermond. Und es war so ein besonders schöner...

Ruth So ein schöner, großer Vollmond, oder? Hast du ihn auch gesehen?

Florian Sag doch mal das Datum, wann er genau war.

Ruth Ich glaube am 1., 7. oder war er noch am 30., wie auch immer.

Florian Da habe ich vermutlich, nee, habe ich keine Ahnung, was ich da gemacht habe. Da lage ich in der Nacht wahrscheinlich ziemlich sicher im Bett.

Ruth Tot, fix und fertig von der ganzen Arbeit.

Florian Ja, ich bin glaube ich da gerade, genau, da kam ich gerade aus München zurück und dann war da auch noch irgendwie so heiß. Da war noch Hitzewelle und alles und ich glaube, da bin ich dann schon früh im Bett gelegen und habe gehofft, dass es kühler wird.

Ruth Ja, es sind auf jeden Fall viele Menschen auch vielleicht einfach draußen auf einer Wiese gelegen oder sonst irgendwo nicht in einem Innenraum gewesen und alle irgendwie so, ah, es war so schön und er war so groß und so dings und so orange und so bla und das ist der Erdbeermond und dann so, aha, aha. Ah, wisst ihr was?

Ruth No, no, it wasn't. Tatsächlich war nämlich dieser Vollmond ein sogenannter Mikromond. Also einer, der kleiner ist als der Durchschnittsmond. Also jetzt nicht so ein richtig kleiner, aber er war ein bisschen weiter weg als seine Durchschnittsentfernung. Wisst ihr ja, der Mond ist nicht immer gleich weit von uns weg.

Ruth Einmal ist er ein bisschen näher dran, dann ist er größer, einmal ein bisschen weiter weg auf seiner Bahn, dann ist er kleiner und dann schaut er halt auch größer aus im Himmel. Aber der Unterschied ist eh so klein, dass man das kaum merkt. Und es war diesmal nicht einmal ein besonders großer Mond. Das Ding ist, dass der, ja, wolltest du noch was sagen?

Florian Ja, ich bin sprachwissenschaftlich nicht einverstanden mit der Bezeichnung Mikromond. Weil wenn der Mond in Erdnähe ist, der Vollmond, sagen wir Supermond. Und wenn er jetzt weit weg ist, sagen wir Mikromond, das ist entweder Makromond, Mikromond, Supermond, Supramond, aber nicht mischen. Da bin ich dagegen.

Ruth Supra? Na, aber es geht auch nicht. Das kannst du den Leuten nicht antun. Supra und Supra, das ist viel zu nebeneinander dran. Das kann ja niemand auseinanderhalten. Makro, Mikro, genauso. Weiß auch niemand. Mikroskop, Teleskop, na eins von den beiden halt. So irgendwie.

Florian Ich habe schon ein Teleskop im Makroskop innen.

Ruth Ja. Ja, da fange ich jetzt damit an. Schauen wir mal, was dabei rauskommt. Auf jeden Fall war er klein, auf jeden Fall war er klein. Und der Grund dafür, dass euch das so vorkam und der Grund dafür, dass er so schön rosa war, wenn er rosa war, man bildet sich das auch oft ein, wie auch immer, ist, dass der Mond, der Vollmond, der Vollmond im Sommer, weil der Vollmond der Sonne genau gegenüber steht, so niedrig am Horizont steht.

Ruth Die Sonne ist im Sommer hoch am Himmel und in der Nacht nicht so weit unterm Horizont und der Mond genau gegenüber, das heißt auch nicht so weit überm Horizont. Ist der Vollmond im Sommer so erstens offensichtlich, man sieht ihn so gut, und er ist auch näher am Horizont und drum die Mondillusion. Es sieht so aus, als wäre er so groß, weil daneben irgendwo ein Kirchturm in der Ferne ist, wo unser Gehirn weiß, dass der groß ist, weil er weit weg ist.

Ruth Und dann sagt uns das Gehirn...

Florian Wir hatten auch schon mal eine Folge, dass es nicht der einzige Grund ist. Also dass die Mondillusion immer noch ein bisschen unverstanden ist.

Ruth Genau, und mit der Größe des Himmels war das da die Geschichte, gell?

Florian Genau, ja, da ging es wie bei uns ein Himmeldenken über unseren Köpfen, dass wir sie nicht als Halbkugel denken.

Ruth Also die Sache ist schon interessant und komplex, aber ist ein, wie soll man sagen, physiologisches Phänomen. Etwas, das in unserem Gehirn passiert und nichts, was tatsächlich da jetzt irgendwie am Himmel passiert. Und der Name Erdbeermond. Jeder Mond hat irgendwie einen Namen. Ich habe keine Ahnung, manche kommen aus irgendeiner mythologischen Ursprung.

Ruth Manche kommen aus, weiß ich nicht, Aboriginisten, nordamerikanischen Kulturen und so weiter. Die haben schon alle irgendeinen geschisslichen Ursprung oder manche vielleicht doch sind einfach so irgendwie benannt.

Florian Das sind einfach Namen für Monate. Ich meine, unsere Monate heißen Januar, Februar, März, April. Und andere Kulturen und zu anderen Zeiten hatten andere Namen für Monate. Und die Namen für Vollmonde kamen oft mit dem Namen der Monate zu tun. Wir könnten jetzt sagen, das war der Juni-Vollmond oder der Juli-Vollmond, je nachdem, welchem Tag es war.

Ruth Ich glaube, er war gerade noch Ende Juni.

Florian Dann war es der Juni-Vollmond. Und wenn der Juni aber nicht Juni heißt, sondern irgendwie anders, dann ist es halt der irgendwie anders Mond. Aber da muss man jetzt keine, weiß Gott, was für mythischen Konsequenzen draus ziehen, wie es in der Esoterik gern gemacht wird. Und das sind auch keine Fachbegriffe oder sonst was, sondern da haben sich einfach irgendwelche Leute irgendwann mal gedacht, ha cool, da machen wir jetzt eine Sache draus, dass das anderswo anders heißt.

Ruth Ja, also sorry Leute, eigentlich nichts Besonderes, dieser Erdbeermund. Und noch etwas anderes, was den Mond betrifft und auch jetzt, finde ich, nicht so besonders ist. Die Verlautbarung der Artemis 3 Crew.

Florian Ja, stimmt.

Ruth Hast du das mitbekommen?

Florian Ich habe bekommen, dass aus Europa ein Italiener dabei ist, stimmt das?

Ruth Genau.

Florian Und die anderen zwei sind aus den USA. Ich habe es nur so vage mitbekommen. Aber ich weiß, es sind drei Männer und keine Frau, das weiß ich. Oder sind es vier Männer?

Ruth Es sind drei Männer und keine Frau. Das ist so drei und null. Nein, es sind vier Männer. Es sind vier Leute. Genau.

Florian Ja, bevor wir eine Frau mitnehmen, nehmen wir niemanden mit. So schaut es aus, ja?

Ruth Ja, du weißt aber, das ist jetzt gar nicht so weit von dem weg, was Jared Isaacman, der NASA-Chef mehr oder weniger von sich gegeben hat. Okay, Leute, bevor ihr jetzt anfangt, mich dann jetzt in Kommentaren zu zerfleischen. Ich weiß, Crews werden nicht based on gender ausgesucht, sondern based on experience and availability. Also ob sie die notwendige Erfahrung haben, die man jetzt gerade in der Mission braucht.

Ruth Wie sie zusammenpassen in ihrer Erfahrung und wie sie verfügbar sind im Rahmen von anderen Weltraummissionen, zum Beispiel die nächsten Crews auf der ISS. Vielleicht sind da jetzt alle Frauen leider schon für die nächsten ISS-Missionen vorgeplant und darum sind jetzt halt einfach die vier Männer die besten, die basierend auf ihrer Verfügbarkeit und ihrer Erfahrung da ausgesucht wurden.

Ruth Ja, aber trotzdem ist es ein bisschen eine, wie soll man sagen, eine Message, oder? Und vor allem die Message von dem Typ. Hast du gesehen, was er gesagt hat oder gehört, was er gesagt hat? Ich habe mir gedacht, ich traue meinen Augen nicht, wie ich das gelesen habe. Weißt du, was er gesagt hat? I've been to space with female crews.

Ruth My closest advisors and some of the smartest engineers I know are women. Ich war selber mit Frauen im Weltraum. Meine engsten Berater und manche der besten Ingenieure, die ich kenne, sind Frauen.

Florian Genau, ich bin auch Feminist, bei der meiner besten Freunde sind Feministinnen.

Ruth Genau, meine Mutter ist auch eine Frau. Ich meine, es ist irgendwie, das ist so ein Textbuch, Vollidiot. Also Entschuldigung, du schneidest das eh wieder.

Florian Schauen wir.

Ruth Es ist wirklich so, was soll das? Was ist das für ein Kommentar? Und okay, ich weiß, es gibt jede Menge Kommentare von VerantwortungsträgerInnen, obwohl meistens Träger sind in den USA im Moment, die fragwürdige Dinge von sich geben. Aber man kann doch auch einfach sagen, ja, tut uns leid, wir sind uns dessen bewusst. Es war halt diesmal aufgrund bla bla bla bla so, dass es so war.

Ruth Und wir werden auf jeden Fall... In Zukunft darauf achten und wir achten eh auch immer und so weiter. Man könnte das ganz anders kommentieren, oder? Und weiter hat er gesagt, die fast 50 Prozent der Center Directors und so weiter sind auch Frauen. Bei der NASA sind doch eh genug Frauen. Jetzt muss doch einmal reichen.

Ruth Jetzt kann man doch einfach einmal ein paar Männer in den Weltraum schicken.

Florian Oder? Man müsste sich nicht mal so rechtfertigen, wie du es gerade wie angedeutet hast, dass man sagt, ja, wir entschuldigen uns und sind es bewusst, so weit kann man ja von denen gar nicht irgendwie was erwarten. Aber es wäre ja schon einfach normal gewesen, wenn man gesagt hätte, ja, jetzt fliegen die vier da hoch, weil die vier sind die, die aus diversen fachlichen, sonstigen Gründen ausgewählt wurden für die Mission und beim nächsten Mal werden Frauen ausgewählt, wenn es passt.

Florian Das hätte schon gereicht, dann hätte sich vermutlich keiner groß aufgeregt, aber wenn jetzt der anfängt, ja, einige meiner besten Freunde sind Frauen und irgendwie hier, dann zeigt das nur, dass er eh weiß, dass das Chance ist.

Ruth Das ist genau. Eigentlich ist das, diese Rechtfertigung heißt ja dann immer, dass es einem eh bewusst ist, dass das eigentlich nicht in Ordnung ist. Auf jeden Fall. Also ich denke mal, damit das nicht irgendwie, damit das nicht noch peinlicher wird, das muss jetzt einfach Bei Artemis 4 müssen jetzt einfach zwei Frauen dabei sein, oder? Weil, what the fuck.

Ruth Geht eigentlich nicht anders. Geht eigentlich nicht anders, NASA, okay?

Florian Ja, wenn es aber zu Artemis 4 kommt, wenn wir es bei Artemis 3 schaffen. Wer weiß, was noch alles passiert dort.

Ruth Jo, eh, aber 2 war so ein Erfolg, ist alles perfekt, alles perfekt. Ich meine, was soll da jetzt noch, dass Artemis 3 da jetzt das volle Desaster wird?

Florian Es ist viel Desaster geworden, wo man nicht dachte, dass ein Desaster draus wird.

Ruth Artemis 4, das Problem ist halt, dass es halt noch von anderen Dingen abhängt, von anderen lustigen, ja, wie auch immer. Let's not talk about it. Reden wir lieber über etwas Netteres, Schöneres, was auch mit dem Mond zu tun hat. Und mit der Sonne. Reden wir darüber, was der Mond in einem Monat mit der Sonne macht.

Florian Nix macht er. Die sind weiterhin träumlich voneinander getrennt, aber...

Ruth Er schiebt sich vor sie und er verfinstert sie. Wir haben die Sonnenschinsternis am 12. August. Also falls es tatsächlich irgendjemanden da draußen gibt von euch, der uns zuhört, die uns zuhört und es noch nicht weiß. Wo wart ihr? Wahrscheinlich wisst ihr es eh schon alle. Aber tatsächlich haben auch ein paar Leute jetzt irgendwie noch gefragt, hast du gewusst, da ist eine Sonnenfinsternis und so. Und ich so, mhm.

Ruth Also es ist immer noch nicht anscheinend so ganz allgemein gut, dass da jetzt Mitte August eine Sonnenfinsternis stattfindet, die übrigens auch natürlich aus dem deutschsprachigen Raum zu sehen sein wird.

Florian Genau, aber nur partiell und deswegen ist es wahrscheinlich nicht so dramatisch in den Medien. Wenn das eine totale Finsternis wäre, dann hätten wir wahrscheinlich noch dramatischeren Medienrummeln, als damals 1999 oder was, 1998?

Ruth Ja, 1999.

Florian Da war es ja wirklich schon viel. Und heute mit der ganzen Social-Media-Hysterie wäre wahrscheinlich noch mehr los. Aber dass es bei uns nur partiell ist, da sitzt ja keiner dafür. Aber es ist zumindest dort total, wo man von uns aus halbwegs leicht hinkommt.

Ruth Halbwegs leicht hinkommen kann, genau. Und es ist bei uns auch an die 90% Verfinsterung. Das ist jetzt auch nicht nichts. 90% ist schon auch cool. Vor allem im Südwesten. Also je weiter Südwesten, desto besser, ganz generell. die Sonnenfinsternis. Sie zieht über Island, beziehungsweise vor der Küste Islands vorbei.

Ruth Da beginnt sie über den Atlantik und krümmt sich dann so hinein nach Nordspanien und bis zu den Balearen. Also falls ihr unabsichtlich im August einen Mallorca-Urlaub geplant habt, hurra! Aber dort ist sie schon, obwohl es auch ziemlich cool ausschauen wird, bei Sonnenuntergang. Bei uns übrigens auch. Bei uns ist sie ziemlich bei Sonnenuntergang.

Ruth In Wien ist gerade die Totalität, also die maximale Verfinsterung. So zwei Minuten vor Sonnenuntergang ungefähr. Das heißt, sie wird so als Kipferl, als ganz, ganz schmales Kipferl untergehen, was natürlich schon auch ziemlich fetzig ausschauen wird. Schaut euch das auf jeden Fall an. Also auch wenn ihr nicht jetzt irgendwie Zeit habt oder Gelegenheit habt, in die Totalitätszone zu fahren, dann schaut, dass ihr irgendwo einen freien Westhorizont kriegt. Genau.

Florian 12. August, ein Mittwoch.

Ruth Ja, aber Abend, 20 Uhr. Das ist die Wahrscheinlichkeit, dass man da Zeit hat und so weiter. Und natürlich schönes Wetter am Horizont, da schaut man durch mehr Luft durch. Da ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass da irgendwie dann noch Wolken sind, natürlich dann noch höher.

Florian Ich überlege gerade, wo es denn Westen bei mir Westen ist, wenn ich bei mir in Richtung….

Ruth In Richtung Berge.

Florian Ja, ja, wir sind immer Berge. Bei mir zu Hause schaue ich auf den Wiener Wald, ja, schau mal, da habe ich keinen Freihorizont.

Ruth Nein, da bist du, du musst rauf. In die höheren Berge musst du.

Florian Schau mal.

Ruth Also wo auch immer ihr seid, geht irgendwo hinauf, weil natürlich je weiter oben, desto besser ist der Blick Richtung Horizont. Und so weit in den Südwesten wie möglich und freier Horizont im Westen. Ja, ich werde nach Spanien fahren tatsächlich.

Florian Du hast eine vernünftige Reiseroute gefunden.

Ruth Na, vernünftig. Nein, es ist erstaunlich, es geht erstaunlich gut mit dem Zug. Es ist nur erstaunlich unfassbar teuer, mit der scheiß Bahn zu fahren. Aber die Deutsche Bahn ist nicht an der Reise beteiligt.

Florian Okay, gut.

Ruth Die deutsche Strecke natürlich schon, aber es ist not operated by Deutsche Bahn.

Florian Ja, du musst dir nach Österreich, Schweiz, Frankreich durch, oder?

Ruth Nein, nein, ich fahre schon über Deutschland. Ich nehme den Nachtzug von Wien. Um Mitternacht geht es los. Ich nehme den Nachtzug nach Ulm. Da bin ich dann um 8 Uhr irgendwas in der Früh. Von Ulm nehme ich den TGW nach Paris. Dann habe ich dort eine Stunde Umsteigerzeit, muss dann irgendwie durch die Stadt durch, wo es hoffentlich nicht eine Hitzewelle gibt, wo wieder alles da niederliegt.

Ruth Und dann nehme ich den TGW weiter hinunter nach Ondé, oder wie auch immer man das ausspricht, an der Grenze zu Spanien. Und dann noch einen kleinen Regionalzug nach San Sebastian. Und dann bin ich, wenn alles gut geht, um 20 Uhr in San Sebastian. Also es sind ungefähr 20 Stunden, die man unterwegs ist, was eigentlich geht, oder?

Florian San Sebastian, das ist da an der Atlantikküste, ganz gleich auch an der Grenze oben. Ja, genau.

Ruth Genau. Und dann fahre ich dann so ein bisschen dort rum. Und die Nordküste Spaniens ist natürlich wettertechnisch jetzt auch nicht ganz ideal.

Florian Wollte sagen, da kann man auch Pech haben im Winter.

Ruth Da kann man auch Pech haben im Winter. Aber wenn ich Pech im Winter habe, dann habe ich halt Pech im Winter. Mein Gott, dann bin ich trotzdem in Spanien.

Florian Ja, das stimmt.

Ruth Nein, es ist natürlich touristisch äußerst fragwürdig, weil im August noch, dazu ist ja genau 12. August der große Feiertag, der 15. August, das ist ja die Italien sowieso, aber Spanien auch, Riesenfeiertag, da sind alle auf Urlaub.

Florian Ist da oben nicht auch noch irgendwie so einer von den Jakobswegen, wo alle lang marschieren?

Ruth Ja, genau. Ja, eh. Darum zahle ich jetzt auch irgendwie, weiß ich nicht, 100 Euro pro Nacht für irgendein Dormbad in einem Hostel mit 20 Leuten oder so. Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber fast. Es ist schon, naja, aber was macht man nicht alles für die Wissenschaft? Ach so, für die Wissenschaft. Na ja, ist es für die Wissenschaft?

Ruth Kann man bei Sonnenfinsternissen Wissenschaft betreiben?

Florian Das behaupten Leute immer, aber ich sage nein.

Ruth Naja, also ich habe eine lustige Geschichte gefunden. In den 70er Jahren, 1973, gab es einen Flug mit der Concorde. Hast du das gewusst?

Florian Ich habe eine schöne Geschichtenfolge darüber gemacht. Der Concorde-Flug, der berühmte.

Ruth Ich wusste das nicht. Ja, ich wusste das nicht. Aber ja, du natürlich schon. Eh klar. Da haben sie den Prototyp, den Prototyp von der Concorde. Genau, der war noch gar nicht fertig. Es war das Ende des Prototyps und dann hat man natürlich ein Verkehrsmodell davon gebaut. Aber der Prototyp, bevor man ihn dann entsorgt hat oder was auch immer damit passiert ist, hat man ihn umgebaut, hat ein Team von Wissenschaftlern, Wissenschaftlerinnen ihn umgebaut in einen Sonnenfinsternisbeobachtungs- Flugzeug und dann haben wir Löcher reingebohrt, um da die Instrumente zu fixieren.

Florian Vor allem haben sie ein Fenster der Decke gebraucht, was die Concordia nicht hat. Aber wissenschaftlich ist, glaube ich, gar nicht so viel rausgekommen.

Ruth Nein, aber sie sind dem Schatten hinterher geflogen, 74 Minuten total.

Florian Genau, stundenlang Sonnenfinsternis.

Ruth Ist schon geil. Eben, weil der Schatten dann, also es war auch eine Sonnenfinsternis, sie haben sich, glaube ich, schon extra eine, in Äquatornähe ausgesucht, weil das heißt natürlich, dass du dem Schatten überhaupt hinterherkommst, geht nur in Äquatornähe, weil da sich die Erde quasi mit der Bewegung des Mondes ja mitdreht.

Ruth Also sie dreht sich überall mit der Bewegung des Mondes mit, aber am Äquator am schnellsten. Und darum hat man da überhaupt nur eine Chance, dem Schatten auch nur irgendwie hinterher zu kommen. Weiter oben im Norden ist das Ganze dann schwieriger.

Florian Ich habe gerade mal geschaut, was ich damals in den Shannon-Geschichten darüber gemacht habe. Und da ist noch ein Zitat von dem Typen, dem Astronomen, der das alles angeleiert hat, Pierre Lina. Der hat gesagt zum wissenschaftlichen Impact, Die Experimente spielten ihre Rolle im normalen Fortschreiten des wissenschaftlichen Wissens, aber es muss gesagt werden, dass es keine außergewöhnlichen Ergebnisse gab.

Florian Alle fünf Experimente waren erfolgreich, aber keines von ihnen revolutionierte unser Verständnis der Corona. Aber hat man vorher nicht gewusst, hätte auch anders kommen können. Weiß man heute nicht, was rauskommt bei der Wissenschaft.

Ruth Ich meine, es ist jetzt keine schlechte Idee an sich.

Florian Vor allem, wenn man keine Weltraumteleskoppe wie Soho oder sowas hatte damals, was wir jetzt haben, um die Sonne zu beobachten und die Corona.

Ruth Genau, und das ist der Unterschied. Mittlerweile haben wir Satelliten im Weltraum. Wir können ein Sonnenfinsternis mehr oder weniger künstlich erzeugen, also jetzt nicht für uns auf der Erde, aber für die Instrumente. Wir haben einen Coronagrafen, wo du einen künstlichen Schatten vor die Sonne schiebst oder die Sonne halt einfach abdeckst, damit du genau das, was um die Sonne herum passiert, diese Corona, da genauer untersuchen kannst.

Ruth Und das kann man natürlich jederzeit. Man kann es auch natürlich mit anderen Wellenlängen mittlerweile von der Erde aus. Also Radio zum Beispiel. Da ist es ja wurscht, ob die Sonne scheint oder nicht.

Florian Ganz wurscht ist nicht, aber ja.

Ruth Ganz wurscht ist nicht. Ganz wurscht ist nicht. Stimmt, aber eher wurscht. Also da stört uns der blaue Himmel dann nicht so. Also wir können mittlerweile mit Instrumenten im Weltraum, mit anderen Wellenlängen und so weiter natürlich die Corona jederzeit untersuchen. Was man dann auch bei einer Sonnenfinsternis noch machen kann, ist nämlich, Was am ehesten noch geht oder was Besonderes ist, sagen wir mal so, ist es, die Atmosphäre der Erde zu untersuchen.

Ruth Die obere Atmosphäre, weil die durch die Sonnenfinsternis, dort wo der Schatten eben ist, dann auch beeinflusst wird. Und da kann man schauen, was da genau passiert und wie sich das genau verändert und so weiter. Und dadurch einfach atmosphärische Studien anstellen. Aber ja, die Wissenschaft ist bescheiden. Das muss man schon zugeben.

Florian Also wie gesagt, wir haben mittlerweile so viele andere Möglichkeiten, um etwas über die Sonne herauszufinden, dass diese Sonnenfinsternisse, die ja in der Geschichte der Wissenschaft wahnsinnig wichtig waren für die Erkenntnis. Und heutzutage ja nicht mehr so relevant sind. Also die Fachastronomen und Astronomen, die sich sowas anschauen, schauen sie es, behaupte ich jetzt mal, zu überwiegenden Teilen mit genau derselben Begeisterung an wie alle anderen, aber nicht aus wissenschaftlichen Gründen.

Ruth Und wenn ihr da irgendwie wissenschaftlich da irgendwas macht oder beteiligt seid an irgendetwas, was mit der Sonnenpensernis zu tun hat und ihr euch jetzt gerade grün und blau ärgert, die Deppen, wieso wissen die das nicht, dann bitte schreibt uns, schickt uns eure, was auch immer, Bilder, das sowieso und sagt Bescheid, wenn ihr da irgendwas macht, was doch irgendwie wissenschaftlich Relevanz hat.

Ruth Wie du gesagt hast, historisch gesehen war das überhaupt nicht bescheiden, was da passiert ist. Also zum Beispiel die Relativitätstheorie.

Florian Genau. Abstand der Erde zur Sonne, Größe des Sonnensystems.

Ruth Genau. Entdeckung von Helium. Helium ist während einer Sonnenfinsternis entdeckt worden. Aber das mit der Relativitätstheorie ist schon noch cool. Da war der Sternhaufen der Hyaden gerade hinter der Sonne oder so fast hinter der Sonne. Und dann hat Eddington die Verzerrung der Position der Sterne durch die Sonne im Vordergrund, durch die Ablenkung des Lichts der im Hintergrund liegenden Sterne, hat er das, genau bestimmt, genau die Vorhersage der Relativitätstheorie bestätigt.

Florian Das war so der Durchbruch, wo Albert Einstein dann auch wirklich die weltberühmte Person geworden ist, die er heute ist. Ohne diese Beobachtung von Eddington wäre das nicht passiert, weil die dann natürlich auch medial extrem publiziert worden ist. Da gibt es wirklich diese berühmten Schlagzeilen in der Zeitung, die Lichter am Himmel stehen alle schief, aber niemand muss sich Sorgen machen und so weiter. Das sind quasi coole Schlagzeilen.

Ruth Ganz coole, ja.

Florian Aber das war ein wichtiges Ereignis. Aber wie gesagt, heute könnt ihr das alle genießen. Also wer die Sonnenfinsternis beobachtet vor Ort in der Totalitätszone. Braucht nicht auf irgendwelche wissenschaftlichen Messungen achten, sondern kann das Phänomen genießen. Gibt es noch irgendwelche Hinweise, Beobachtungstipps, die du Leuten geben willst oder sollen sie einfach nur schauen?

Ruth Genau, das ist genau mein Beobachtungstipp. Ehrlich gesagt, einfach nur schauen. Ich kann schon natürlich nachvollziehen, dass man das festhalten möchte, dass man das fotografisch festhalten möchte und dass man da natürlich mit Vergrößerung hinschauen möchte, weil es ist natürlich schon geil, Da ist irgendwie die helle Sonnenscheibe abgedeckt.

Ruth Du siehst die Corona, du siehst diese ganzen Protuberanzen, du siehst diese kleinen Feuerzungen, die da aus der Sonne rauskommen. Und diesmal, es ist ja auch noch recht nah am Maximum, das kommt noch dazu. Das Sonnenaktivitätsmaximum, also mehr Ausbrüche, mehr Action, war jetzt letztes Jahr. Das heißt, wir sind noch recht nah am Maximum dran. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass da viel zu sehen ist, ist doch höher.

Ruth Und das ist schon fetzig. Und vor allem auch noch mit Vergrößerung, da die Protoporanzen sich anschauen, ist schon geil. Aber ich finde trotzdem irgendwie dieser einfach nur schauen, wahrnehmen, Gesamteindruck. Die Gesamtdämmerung, die da rundherum stattfindet, wenn man in dieser Totalitätszone. Ist, das ist einfach dieses kurze, weil es ist ja so kurz und die ist jetzt eigentlich eher kurz auch, die Totalitätszone, die Dauer der Totalität ist eher kurz diesmal.

Ruth Und das ist so schnell wieder vorbei und es ist einfach dieses Gesamtpaket, dieses Gesamterlebnis, das, was man auf jeden Fall da auch ein bisschen auf sich wirken lassen sollte und nicht einfach nur an seine Kamera geklebt das Ganze erleben sollte, finde ich halt. Und wenn ihr eine längere Totalität haben wollt, müsst ihr auch nur ein Jahr warten, weil nämlich nächstes Jahr, auch im August, also auch touristisch nicht ganz ideal, aber gut, besseres Wetter zumindest, ist noch eine Finsternis.

Ruth Und das ist die mit der längsten Totalität jetzt überhaupt irgendwie dieses Jahrhunderts mindestens oder weiß ich nicht, seit wie lang. Über sechs Minuten, ja. Sechseinhalb Minuten. Das ist urlang. Das ist echt lang.

Florian Wo kann man die sehen?

Ruth Über Südspanien geht die. Südspanien, Nordmarokko, also genau in der Straße von Gibraltar eigentlich durch. Und da ist es auch wirklich schön. Dort war ich letztes Jahr in Tarifa, das ist so schön dort. Und dann geht es über Nordafrika ein bisschen, über Tunesien und so weiter. Und dann am längsten oder das Maximum ist dann in Ägypten, in Luxor zum Beispiel.

Florian Das wird sicher auch wieder mystisch werden dort.

Ruth Ja, das wird sicher ganz, ganz mystisch werden. Ich habe mir schon gedacht, wie komme ich jetzt nach Ägypten mit dem Zug?

Florian Mit meinem Orient Express.

Ruth Ja, den gibt es ja leider schon lange nicht mehr. Das ist ja ein Drama. Aber ja, schauen wir mal. Oder vielleicht schon wieder Spanien. Aber so lange, also das würde ich schon auch empfehlen, sich das irgendwie zu überlegen, dort irgendwie hinzukommen, wenn es möglich ist für euch.

Florian Ja, macht das und wenn ihr dann wo seid, wo man die Sonnenfinsternis beobachten kann, hier noch ein wichtiger Service-Hinweis. Ich weiß, man muss es immer dazu sagen, obwohl man eigentlich glaubt, man muss es nicht dazu sagen, aber schaut da nicht mit freiem Auge hin. Also wenn die Sonne finster ist, schon, aber nicht irgendwie davor und danach.

Florian Da gab es ja dieses beeindruckende und erschreckende Bild, wann war die in den USA, diese große Finsternis? Vor ein oder vor zwei Jahren?

Ruth Die war 24, glaube ich.

Florian Ja, wo man dann irgendwie anhand der Suchanfragen zu, irgendwie wir tun die Augen weh und ich sehe nichts mehr. Wenn du quasi die Suchanfragen geografisch auf die Karte legst, hat die genau den Totalitätspfad nachgezogen.

Ruth Warum sehe ich plötzlich nichts mehr?

Florian Ja, also das haben wir damals schon 1999 allen Leuten gesagt, bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis, wie wir noch studiert haben damals. Die Sonnenbrille reicht auch nicht und es reicht auch nicht irgendwie so ein angerustes Stück. Also das kann alles funktionieren, aber es kann auch alles nicht funktionieren.

Ruth Es ist bei mir gut gegangen. Ich habe ein blödes Kind. Ich habe das immer gemacht. Ich habe immer mit einer Sonnenbrille in die Sonne geschaut. Also ich habe immer gewartet, bis meine Mutter weg war, einkaufen oder irgendwas, weil die hat sich immer uraufgeregt, wenn sie mich sehen hat.

Florian Zu Recht.

Ruth Ja, ich war ein spezielles Kind. Und dann habe ich immer mit der Sonnenbrille die Sonne, weil ich fand das einfach so geil, dass die so hell ist. Und ich konnte es einfach nicht lassen. Und ich fand es auch so lustig, dass wenn man nachher irgendwo hinschaut, dass man dann da überall dieses Nachbild dann hat, eine Zeit lang.

Ruth Oh Gott, das hätte total schief gehen können. Es ist glücklicherweise nichts passiert. Aber das heißt nicht, dass ihr das auch jetzt irgendwie machen könnt und es wird schon nichts passieren. Nein, das ist echt kein Spaß. Das kann bleiben. Das kann dauerhaft eine Sehschadenverursachung machen. Macht es das nicht.

Florian Genau. Und es gibt ja leichte Hilfsmittel. Man kann ja solche Sonnenfinsternis-Brillen entsprechend benutzen. Und das sage ich auch dazu, das haben wir damals auch 1990 gesagt. Wenn ihr vorhabt, die Sonnenfinsternis zu beobachten, dann schaut nicht erst einen Tag vorher, ob ihr irgendwo eine Sonnenfinsternis-Brille kriegt, weil dann kriegt ihr es nimmer.

Florian Dann sind sie ausverkauft, vor allem in Spanien wahrscheinlich. Aber idealerweise habt ihr euch schon darum gekümmert, wenn ihr das beobachten wollt. Ich hoffe, ihr habt euch schon darum gekümmert. Wenn nicht, dann schaltet den Podcast jetzt aus und kümmert euch drum. Oder schaltet jetzt in fünf Minuten aus und kümmert euch drum, weil wir haben noch einen kleinen Werbehinweis in dem Fall tatsächlich.

Florian Zwar hat uns Stefan geschrieben. Stefan arbeitet für den Astronomie Verlag und hat geschrieben, dass er unseren Podcast gerne hört und dass ihm der Podcast gefällt. Und damit es nicht immer nur ein Dankeschön ist, hat er eine Idee, weil der Astronomie Verlag verkauft nicht nur, wie man es von einem Verlag sich denken könnte, so Druckwerke, sondern auch anderes Zeug. Unter anderem verkauft der Astronomie Verlag Sonnenfinsternisbrillen.

Florian Und Stefan hat gemeint, um unseren Podcast auf die Art zu unterstützen, sagt er, die Hörerinnen und Hörer unseres Podcasts, wenn sie Sonnenfinsternisbrillen beim. Astronomie Verlag kaufen, dann kriegen sie 10% Rabatt und wir kriegen pro verkaufter Brille 50 Cent, die dann an uns quasi als Unterstützung gehen.

Florian Das war das Angebot von Stefan. Der Rabatt zählt übrigens auch für Sonnenfinsternisfolie, also für die, die sich zum Beispiel einen Filter bauen wollen für ihr Teleskop oder irgendwie was anderes basteln wollen und wissen, was sie tun. Die können quasi auch größere Mengen an Folie kaufen, um dann das zu basteln.

Florian Für das gilt der Rabatt auch. Und wenn ihr das wahrnehmen wollt, wie gesagt, wisst ihr nicht, wir fordern euch nur auf, nicht ohne Schutz in die Sonne zu schauen und eine Sonnenfinsternisbrille zu tragen, wo ihr eure Brillen herkriegt, müsst ihr selbst schauen. Vom Astronomie Verlag beziehen wollt und damit auch uns unterstützen wollt, könnt ihr das unter dem Link tun, den ich in die Shownotes gebe und ihr könnt, wenn ihr den Link nicht anklickt, auch einfach direkt auf die Seite bestellen und dann gibt es einen Rabattcode.

Florian Ich glaube, das erste Mal in der Geschichte unseres Podcasts, dass ich Rabattcodes ansage. Der Rabattkost heißt einfach Das Universum, zusammengeschrieben, alles groß. Da irgendwo bei der Bestellung den Rabattcode eingeben und dann kriegt ihr es billiger und Stefan weiß, wie viel wir quasi als Unterstützung kriegen.

Florian Wenn ihr aus Österreich kommt, ist es blöd. Also jetzt nicht generell, tun wir auch. Aber der Shop, wo man das kaufen kann, funktioniert nur in Deutschland. Aber Stefan sagt, auch das geht. Bitte einfach eine Mail an info-at-astronomie-verlag.de schreiben. Den Rabattcode dort erwähnen. Dann kriegt ihr es auch nach Österreich mit Rabatt verschickt.

Ruth Kriegen wir auch welche?

Florian Musst du bestellen mit Rabatt.

Ruth Ich gebe mir deinen eigenen Rabattcode ein. Geil.

Florian Ich hoffe, du hast schon welche. Du wirst ja beobachten, oder?

Ruth Nein, habe ich noch nicht.

Florian Du hast keine Sonnenfinstensbrille.

Ruth Hey, es ist ja erst Anfang Juli. Ich habe ja noch Zeit.

Florian Bevor du losfährst und keine hast, ich habe eine. Sag mal Bescheid, dann kriegst du eine von mir.

Ruth Florian wie immer versorgt mich mit allem Lebensnotwendigen.

Florian Also das nur als außeraturliche Werbung, die wir euch noch vor der Sonnenfinstenspräsen präsentieren wollten, weil danach macht es wenig Sinn. Finde ich auch gut. Ich habe mir einfach mal so zwischendurch irgendwann mal Sonnenfinstensbrille gekauft, weil ich gedacht habe, Man kann auch so ab und zu die Sonne anschauen damit. Da muss man nicht so wie du das Kind machen.

Florian Und wenn es wirklich große Flecken gibt auf der Sonne, kann man die auch mit freiem Auge sehen. Das schaut auch ganz cool aus.

Ruth Genau, es lohnt sich auch einfach so. Man kann auch einfach so immer wieder. Und ich finde auch einfach nur die Sonne, einfach nur die Scheibe, oder? Ich meine, diesen fucking Feuerball da oben, oder? Ja, checkt euch eine Brille und schaut ab jetzt regelmäßig, einmal im Monat, egal ob Sonnenfinsternis oder nicht, damit in die Sonne.

Florian Ganz genau, macht das so. Also ja, dann hoffen wir auf viele schöne Berichte von der Sonnenfinsternis. Wenn ihr was habt, dann schreibt es uns oder geht es in die Telegram-Gruppe von unserem Podcast und teilt eure Beobachtungen dort. Normalerweise käme jetzt der Teil, wo wir Fragen beantworten. Aber wie gesagt, das machen wir jetzt in den Sommerfolgen nicht. Die sollen kürzer sein und wir reden eh schon so lange.

Florian Das heißt, wir machen Fragen beantworten erst wieder im Herbst. Da könnt ihr uns dann auch Fragen stellen, warum sehe ich nichts mehr oder so weiter. Das werden wir dann sofort beantworten. Nein, ich hoffe, ihr seid alle schlau genug. Ihr seid alle schlau, das Licht zu machen. Also ihr werdet auch nachher noch sehen können.

Ruth Und vor allem, wenn ihr diese Frage habt, dann schickt sie bitte nicht an uns. Wir haben euch gewarnt. Schickt sie an euren Facharzt, an euren Augenarzt, eure Augenärztin.

Florian Ja, macht das so. Und ihr könnt uns, wie gesagt, schreiben unter hello at das Universum.at, wenn ihr uns das schreiben wollt. Wenn ihr Fragen habt, die wir nach dem Sommer beantworten sollen, macht das unter fragen at das Universum.at. Und wenn ihr uns unterstützen wollt, wie gesagt, könnt ihr das durch den Kauf der Sonnenfinsternisbrillen über den Astronomie Verlag tun oder auf die üblichen Arten mit dem Dank dafür, den Ruth jetzt vorstellt, zeigt, erklärt.

Ruth Genau. Wenn ihr schon fünf Sonnenfinsternisbrillen daheim habt und auch schon allen euren Kindern, Freunden, Müttern, was auch immer, Finsternisbrillen geschenkt habt, dann könnt ihr uns natürlich auch einfach nur so Geld schicken. Da sind wir auch zufrieden. Das müsstet ihr auch nicht, das ist vollkommen freiwillig und wir haben euch nicht weniger lieb, wenn ihr uns kein Geld schickt.

Ruth Wir freuen uns, dass ihr uns zuhört und weitererzählt und so weiter und so fort. Aber wir freuen uns natürlich schon, auch immer ganz besonders über finanzielle Unterstützung, weil wir halt auch da erstens unsere Zeit da investieren und zweitens auch ab und zu mal kleinere Kosten da zu bestreiten haben, um diesen Podcast am Laufen zu halten.

Ruth Und wir bekommen von niemandem Geld, wie ihr wisst, von keiner Plattform. Und seit dem letzten Mal, seit der letzten Folge, haben uns auch wieder einige Leute unterstützt. Das geht über PayPal. Da war Ralf, der sich bedankt für den Tourist-Guide-Dienst, den wir geleistet haben, wie er in Wien war. Er war bei der Aufzeichnung dabei.

Ruth Ja, Ralf, sehr gern. Cool, dass du dabei warst. Schön, dass du da warst. Danke an Jan, der sich auch, oder Jan sagt man wahrscheinlich. In Österreich sagt man Jan, wie auch immer. Jan, Jan, danke für deine Unterstützung. Und Jörg, Jörg, genau, Jörg, hatte ich fast vergessen. Jörg, ganz herzlichen Dank für deine großzügige Spende, Jörg.

Florian Ja, vielen, vielen Dank dafür. Das freut uns. Steady und Patreon gibt es auch noch als Unterstützungsweg, aber den hat seit der letzten Folge niemand gewählt. Und bevor die Sommerfolge jetzt zu Ende geht, kommt natürlich noch das Sommerrätsel von Evi. Und bevor das Sommerrätsel von Evi kommt, kommt noch ein kurzer Nachtrag aus dem Schnitt, denn wir haben es zwar zu Beginn angekündigt, aber dann natürlich bei der Aufnahme vergessen.

Florian Wir wollten sagen, wann die nächsten Live-Podcast-Aufzeichnungen im Radiokulturhaus Wien stattfinden. Das wird einmal am 21. September sein und dann noch einmal am 16. Dezember, kurz vor Weihnachten. Und dazwischen gibt es natürlich auch jede Menge Termine, die wir aber jetzt noch nicht angesagt haben.

Florian Das Universum Live wird nur noch einmal dieses Jahr stattfinden. Mit Live ist jetzt hier keine Live-Aufzeichnung, sondern eine Live-Show gemeint. Und zwar am 20. Oktober in Wiener Neustadt. Und ansonsten gibt es die üblichen Sternengeschichten-Live-Shows von mir in Österreich und in Deutschland. Infos dazu unter sternengeschichten.live.

Florian Es gibt die ScienceBuster-Shows und Roots Planetariums-Auftritte gibt es jetzt im Sommer eher nicht. Und die, die es gibt, werden wir rechtzeitig vor dem Herbst in unseren Podcast-Folgen ankündigen. Und jetzt wieder zurück zu EFI und dem Sommerrätsel. Da geht es auch ein bisschen um Geld, wenn man so will. Denn so wie in den letzten Jahren hat Evi sich wieder auf eine fiktive Reise durch das Universum begeben an unterschiedlichste Orte und sie schickt uns akustische Postkarten von diesen Orten.

Florian Und wir, also wir nicht, aber ihr sollt erraten, wo sie war. Für jede Ausgabe des Sommerrätsels von Evi gibt es zwei Dinge, die wir wissen wollen, nämlich erstens, wo, auf welchem Himmelskörper, an welchem Ort hält Evi sich gerade auf und auf welchen Film spielt sie in dieser jeweiligen Folge an. Also pro Sommerrätselfolge ist ein Film und ein Ort anzugeben und es gibt insgesamt vier Sommerrätselfolgen, weil es vier Sommerfolgen gibt.

Florian Das heißt, es bringt gar nichts, wenn ihr gleich jetzt, nachdem ihr den ersten Rätselteil gehört und vielleicht sogar gelöst habt, uns eine E-Mail schickt. Also könnt ihr schon machen, aber dann hat es sich nachher schwieriger, weil ich dann irgendwie alle vier E-Mails zusammensuchen muss und so weiter.

Florian Am besten ist es ihr wartet, bis die vier Sommerrätselfolgen durch sind und schickt dann gesammelt eine E-Mail an uns, an hello at das Universum.at. Dann werden wir das entsprechend abspeichern und werden das entsprechend auswerten und es gibt dann wie immer etwas zu gewinnen. Die üblichen Dinge, Bücher, Eintrittskarten und so weiter und so fort.

Florian Vielleicht auch Sonnenfliss in das Brillen. Mal schauen. Und das werden wir dann aber erst im Herbst entsprechend auflösen. Und Eva hat gemeint, das könnte dieses Mal ein bisschen schwierig sein. Mal schauen. Und ich habe gesagt, wenn es zu schwierig wird, also schreibt uns gerne, wenn ihr denkt, das ist zu schwierig nach den ersten zwei Folgen, wenn ihr sagt, ihr habt null Ahnung, um was es geht.

Florian Wenn ausreichend viele Leute sich melden und sagen, das ist urschwer, ich komme nicht drauf, dann gibt Evi vielleicht den einen oder anderen Hinweis in unserer Telegram-Gruppe, damit es dann ein bisschen leichter wird. Schauen wir mal.

Ruth Nein, da bin ich aber dagegen, muss ich jetzt ehrlich sagen. Das ist so, wie wenn die Schüler sich beschweren, dass die Mathe-Schularbeit zu schwer war. Nur wenn sie sich genug beschweren, dann bin ich dagegen. Hätten es mehr lernen sollen.

Florian Dann beschwert euch und dann müssen wir schauen, wer sich durchsetzt, ob es Hinweise gibt oder nicht.

Ruth Genau, dann habe ich einen kleinen Fight mit der Evi und dann schauen wir weiter.

Florian Aber jedenfalls, es geht ein bisschen ums Geld, habe ich gesagt. Evi ist unterwegs durchs Universum, weil sie nämlich sich einen Sommerjob sucht. Sie braucht ein bisschen Geld und sie sucht sich verschiedene Jobs an verschiedenen Orten im Universum.

Ruth Also es sind vier verschiedene Orte und vier verschiedene Filme, die wir suchen.

Florian Und jetzt kommt die erste Sommerrätselfolge von Evi und danach ist der Podcast auch zu Ende. Darum verabschieden wir uns gleich, bevor wir uns die Postkarte von EFI anhören. In zwei Wochen geht's weiter. Bis dahin. Tschüss.

Ruth Macht's gut.

Evi Liebe Ruth, lieber Florian, wenn ihr diese Nachricht bekommt, bin ich bereits unterwegs. Nachdem ich nie bei den Auftritten von das Universum dabei bin, musste ich mir nun über die Sommermonate Ferienjobs suchen, um mir etwas dazu zu verdienen. Ich habe mich daher bei einigen Unternehmen, die Jobs im All anbieten, beworben und freue mich, dass ich bereits eine Zusage bekommen habe.

Evi Ich warte noch auf ein paar Antworten. Aber wenn alles klappt, sollte ich bis Ende des Sommers genug Geld zusammen haben, um mir meinen großen Traum zu erfüllen, eine ganze Woche in Future World. Mein erster Job jedenfalls ist gar nicht so weit weg von euch, zumindest im astronomischen Sinne. Wenn ihr in einer wolkenlosen Nacht in den Himmel blickt, solltet ihr meinen Aufenthaltsort sehr gut sehen.

Evi Ich bin vor ein paar Tagen angekommen und war schon etwas überrascht von der Station her. Es ist nicht besonders gemütlich und auch etwas einsam. Die Arbeitsstätte wird nämlich nur von einer Person, einer Art Techniker und Hauswart in einem, vor Ort betreut. Der Techniker war auch überrascht über meine Ankunft. Offenbar hat ihm die Firma nicht Bescheid gegeben, dass ich komme.

Evi Dass er keinen Besuch erwartet hatte, das hat man ihm auch deutlich angesehen. Seine Körperhygiene hat während seinem Aufenthalt hier deutlich gelitten. Schon ein bisschen sehr schmuddelig, der Gute. Er entschuldigte sich zwar für sein Äußeres und meinte, er hätte sich natürlich fesch gemacht, wenn er denn nur gewusst hätte, dass ich komme.

Evi Und noch am gleichen Tag hat er sich rasiert und die Haare von einer ganz witzigen Maschine schneiden lassen. Etwas unangenehm war die Situation dennoch. Aber vielleicht passiert sowas mit einem, wenn man lange alleine ist. Immerhin ist der Techniker schon fast drei Jahre hier. So lange dauert eine Saison hier.

Evi Aber keine Angst, ich bleibe nicht so lange. Jedenfalls habe ich bereits eine Einschulung von ihm bekommen. Alles läuft automatisiert ab. Es gibt riesige Erntemaschinen zur Förderung eines bestimmten Rohstoffes, das auf der Erde sehr selten ist. Der Techniker hat mir auch schon die Förderstationen gezeigt.

Evi Dazu mussten wir in Schutzanzügen nach draußen. In seinem Mobil sind wir dann auf der Oberfläche herumgedüst und ich konnte diese gewaltigen Maschinen sehen. Das war schon sehr beeindruckend. Während wir draußen waren, haben wir ein wenig geplaudert. In zwei Wochen kann er endlich nach Hause. Er kann es kaum erwarten, wieder zurück bei seiner Familie zu sein.

Evi Später hat er mir dann Fotos gezeigt. Und ja, er tut mir ja fast ein wenig leid, weil er so lange alleine und ohne direkten Kontakt zur Erde war. Ich befürchte ja fast, dass ihm der Aufenthalt hier nichts sehr gut getan hat. Manchmal macht er einen leicht verwirrten Eindruck und führt Selbstgespräche.

Evi Ich glaube dann nämlich immer, er meint mich, tut er aber nicht. Seine Ablöse sollte eigentlich jeden Moment kommen. Er hatte eigentlich gedacht, ich wäre sie, als ich so unvermutet aufgetaucht war. Während ich diese Aufzeichnung mache, ist er nochmal nach draußen gegangen, was erledigen. Ich habe also die ganze Station für mich.

Evi Ich habe meine erste Ladung für die Erde fertig gemacht und versendet. Und jetzt nutze ich die Zeit, bis der Techniker zurückkommt und recherchiere mit Hilfe der örtlichen KI, wie sie das mit dem Energieproblem der Erde gelöst haben. Ich habe dazu bereits einen sehr interessanten Werbefilm des Unternehmens gefunden.

Evi Ich hoffe, dass ich da noch mehr in Erfahrung bringen kann. Oh, Moment mal, wartet kurz. Was? Gerte hat mich eben darüber informiert, dass es einen Unfall außerhalb der Basis gegeben hat. Offenbar ist der Techniker mit seinem Fahrzeug verunglückt. Ich muss auf die Krankenstation. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes passiert mit ihm. Ich melde mich später wieder. Tschüss.

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