Das Universum· Folge 158

DU158 - Technosignaturen im Farbraum

Dienstag, 16. Juni 2026 · 1 h 32

MP3

Shownotes

Und: Wo sind die dunklen Kometen?
DU158 - Technosignaturen im Farbraum

Und: Wo sind die dunklen Kometen

In Folge 158 wird es bunt. Zuerst aber schauen wir uns dunkle Kometen an, die vielleicht Raumsonden sind. Und dann geht es in den Farbraum, wo wir nach Technosignaturen von Aliens suchen. Evi nimmt uns als “Passengers” mit in den gleichnamigen Film und außerdem: Kommt zur LIVE PODCASTAUFNAHME VON “DAS UNIVERSUM” am 16. Juni in Wien. Tickets gibts hier: radiokulturhaus.orf.at/artikel/727634/Das-Univ…

Wenn ihr uns unterstützen wollt, könnt ihr das hier tun: paypal.com/paypalme/PodcastDasUniversum Oder hier: steadyhq.com/de/dasuniversum Oder hier: patreon.com/dasuniversum

Das Universum Merch

Merch von Jörg gibt es hier (ebay.de/sch/i.html?item=188386060258&rt=nc…)

Dunkler Komet und Phobos 1

Der Komet 1998 KY26 könnte in Wahrheit die verschollene Raumsonde Phobos 1 sein. Behauptet zumindest eine aktuelle Arbeit (arxiv.org/abs/2606.01288). Ob sie es wirklich ist, werden wir im Juli 2031 wissen, wenn die Raumsonden Haybusa 2 dort zu Besuch ist.

Astrogeschichte: Technosignaturen im Farbraum

Über Technosignaturen haben wir früher schon mal geredet (dasuniversum.podigee.io/22-du021-die-technosig…). Es geht um die Suche nach Hinweisen auf außerirdische Technik. Zum Beispiel in der Atmosphäre anderer Planeten oder im Licht ferner Sterne. Dazu braucht man sehr gute Spektroskopie, die wir aber nicht immer haben. Wir haben allerdings das Vera Rubin Observatorium, dass in den nächsten Jahren jede Menge Daten sammeln wird. Und wie man mit diesen Daten nach Technosignaturen suchen kann, zeigt eine aktuelle Arbeit (arxiv.org/pdf/2606.00574). Die Methode ist ein wenig abstrakt; es geht dabei um Veränderungen im hochdimensionalen Phasenraum, aber sie funktioniert und die ganze Angelegenheit ist sehr faszinierend.

Fragen aus der Hörerschaft

Michael fragt: _”Warum ist das Eis auf Asteroiden nicht ins All sublimiert?”
Weil es im All sehr, sehr kalt ist!
_Nils_ will wissen: ”Könnte man mit unseren heutigen Möglichkeiten Kernwaffenexplosionen auf anderen Planeten messen?”
Nur wenn sie eine globalen Atomkrieg veranstalten!
Peter fragt sich, ob die Sonne von anderswo gesehen ”vielleicht auch Teil eines Sternbilds sein könnte.”
Klar - von Alpha Centauri aus steht sie zum Beispiel in der Cassiopeia.

Science-Frames: Passengers

Evi hat sich [Passengers]imdb.com/de/title/tt1355644) (imdb.com/de/title/tt1355644)) angesehen und erklärt, wie man mit Fusions- und Atombombenantrieben zu anderen Sternen fliegen könnte. Das Video zu Projekt Orion ist hier (youtube.com/watch?v=Q8Sv5y6iHUM) und das Paper zu den Antrieben gibt es hier (lpi.usra.edu/meetings/nets2012/pdf/3103.pdf).

Veranstaltungen

Die nächste LIVE Podcastaufnahme von “Das Universum” wird es am 16. Juni 2026 geben. Infos und Tickets gibt es beim Radiokulturhaus (radiokulturhaus.orf.at/artikel/727634/Das-Univ…).

Florian wird weiterhin seine “Sternengeschichten LIVE” Show aufführen. Das nächste Mal aber erst wieder im Herbst. Tickets und weitere Termine gibt es hier (sternengeschichten.live).

Die Science Busters sind auch wieder unterwegs, inklusive Florian - aber auch erst wieder im Herbst. Alle Infos und Tickets gibt es hier (sciencebusters.at/termine).

Ruth öffnet ihr Planetarium am Grätzlfest im Nibelungenviertel am 20.6 (basiskultur.at/bk-events/graetzlfest-im-nibelu…). Und von 3-5. Juli ist in Waidhofen/Thaya das Musikfest (folkclub.at/musikfestprogramm) mit Planetarium.

Den RSS-Feed zum “Welt der Mikroben”-Podcast gibt es hier (cdn.audiorella.com/podcasts/1820-die-welt-der-…)

Neue Bücher und Hörbücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…).

Evi hat mit ihren Kolleginnen von Cosmic Latte auch ein Buch geschrieben. Es heißt “Auf einen Kaffee im All” (goldegg-verlag.com/titel/auf-einen-kaffee-im-all) und man kann es schon vorbestellen.

Wer das aktuelle Buch von Ruth bestellen will, kann das hier machen (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)

Und das Sternengeschichten Hörbuch (penguin.de/buecher/florian-freistetter-sternen…) von Florian kann man auch bestellen.

Unterstützen

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Science Busters Buch

Außerdem haben die Science Busters ein neues Buch herausgebracht. Es heißt “Aus! Die Wissenschaft vom Ende” (hanser-literaturverlage.de/buch/science-buster…) und sowohl Florian als auch Ruth haben darin jede Menge Geschichte aufgeschrieben.

Telegram, Discord und Mastodon

Das Universum gibt es auch bei Telegram (t.me/UniversumPodcast). Dort könnt ihr mit anderen Hörerinnen und Hörern plaudern; auch Ruth, Evi und Florian sind da, um eure Fragen zu beantworten.

(Einen Discord-Kanal (discord.com/channels/965674985999990794/965674…) gibt es übrigens auch, den betreibe wir aber nicht selbst).

Das gleiche gilt für die Mastodon-Instanz “Das Universum” (dasuniversum.social/about), die ihr natürlich auch gerne nutzen könnt!

Bücher

Das neue Buch von Florian heißt “Die Farben des Universums” (hanser-literaturverlage.de/buch/florian-freist…), erscheint im Februar 2026 und kann schon vorbestellt werden.

Florian hat davor auch ein Buch geschrieben, gemeinsam mit Helmut Jungwirth. Es heißt “Eine Geschichte der Welt in 100 Mikroorganismen” (scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2021/08/…), ist sehr hervorragend, überall zu kaufen wo man Bücher kaufen kann, weswegen es natürlich auch von allen gekauft werden sollte. Wer mehr über den Inhalt wissen will, kann diese Folge WRINT Wissenschaft anhören (wrint.de/2021/08/12/wr1265-wunderbrot-und-ster…).

Ruths aktuelles Buch heißt “Sternenjahr auf Unsichtbar
12 Himmelsphänomene, die wir nicht sehen, obwohl sie da sind” (aufbau-verlage.de/aufbau/sternenjahr-auf-unsic…)
und wir haben in dieser Folge des Podcasts (dasuniversum.podigee.io/114-du114-ein-buddy-fu…) sehr ausführlich darüber gesprochen. Kauft es, es ist super!

Kontakt

Wenn ihr Fragen zum Universum hat, dann schickt sie einfach per Mail an: fragen@dasuniversum.at. Wer uns einfach nur was schreiben will, tut das unter hello@dasuniversum.at.

Falls ihr Ruth mit ihrem mobilen Planetarium buchen möchtet, schreibt an hello@publicspace.at oder schaut auf ihre Homepage: publicspace.at

Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: sternengeschichten.podigee.io oder bei Spotify (open.spotify.com/show/0ikLkbZTH9yjuwetyBheXX) - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast (sciencebusterspodcast.podigee.io) zu hören.

Florian und Ruth findet ihr beide auch regelmäßig im WRINT Wissenschaft”-Podcast (wrint.de/category/wissenschaft) den es ebenfalls bei Spotify gibt …

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Florian Herzlich willkommen bei Das Universum, dem Podcast, in dem Ruth und Florian über das Universum sprechen.

Ruth Mit Ruth und mit Florian.

Florian Wir nähern uns dem Sommer-Universum. Der Juni ist fast zu Ende und ich starte direkt, ohne nicht irgendwas zu fragen, Ruth, starte ich direkt in die erste wichtige Mitteilung. Heute, heute Abend, 16. Juni. Wenn ihr diese Folge hört und es ist immer noch der 16. Juni, lasst alles stehen und liegen. Nicht abdrehen, einfach direkt aus der Wohnung stürmen und ins Radiokulturhaus nach Wien fahren.

Florian Denn dort gibt es das Universum, die Live-Podcast-Aufnahme vor Publikum. Falls noch Karten übrig sind, könnt ihr sie kaufen. Wenn nicht, dann fahrt wieder zu Hause und schaltet den Herd aus. Aber noch gibt es Tickets. Wir sind eine Woche vor der Aufzeichnung. Da gibt es noch Tickets. Vielleicht gibt es auch noch Tickets, wenn ihr das hier hört.

Florian 16. Juni, 12 Euro kostet eine Karte. Und es geht, glaube ich, um 19.30 Uhr los im Radiokulturhaus in Wien. Wenn ihr sehen wollt, nicht nur hören wollt, sondern sehen wollt, wie Rud und ich einen Podcast aufnehmen, wenn ihr uns Fragen stellen wollt über das, was wir da besprochen haben, wenn ihr dann nach der Show vielleicht auch mit Evi plaudern wollt, die auf jeden Fall im Publikum anwesend sein wird, dann müsst ihr heute am 16. Juni ins Radiokulturhaus kommen.

Ruth Genau, mach das. Das wird lustig. Aber es ist cool, weil es ist ja der total kleine Rahmen. Vielleicht muss man das auch nochmal erwähnen. Das ist jetzt nicht die große Bühne, sondern das ist dieses Radio Café. Das ist total gemütlich und da ist, glaube ich, Platz für 60 Personen. Da ist dann wirklich die Chance auf persönliche Interaktion sehr hoch.

Florian Genau. Und ich habe schon ein tolles Thema vorbereitet. Ich habe auch ein Spiel vorbereitet.

Ruth Du Streber, du hast sogar schon ein Thema für die Folge vom 16. vorbereitet.

Florian Ja, ich habe ein Thema für heute vorbereitet und habe dann bei der Suche nach Themen für heute ein anderes Thema gefunden, wo ich gedacht habe, das ist ideal für nächste Woche. Und vorbereitet habe ich es insofern, als dass ich es mir gebookmarkt habe und gedacht habe, ich bereite es dann irgendwann mal vor.

Ruth Ich habe schon was irgendwie im Auge, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher. Aber schauen wir mal.

Florian Dann noch eine weitere wichtige Ankündigung. Jörg. Jörg hat Merch gemacht für uns, für das Universum. Erinnerst du dich noch, Ruth, als wir das erste Mal das Universum live aufgeführt haben in Herten?

Ruth Natürlich erinnere ich mich.

Florian Da hatten wir so Magnete und anderes Zeug, wo das Universum drauf stand und unser Logo drauf war und das war so in Leder gestampft, gebrannt, gelasert. Ich kann den genauen Produktionsprozess gerade nicht nachvollziehen, obwohl Jörg ihn mir erzählt hat, aber punziert, okay. Heißt das offiziell. Und das hat Jörg gemacht. Das kann man kaufen bei Ebay.

Florian Nicht nur mit das Universum, sondern auch mit Sternengeschichten und das Klima. Und es gibt Schlüsselanhänger, es gibt Magnete, es gibt sogar Haarspangen und Armbänder. Schau dir das an auf Ebay. Ich verlinke das alles in den Shownotes.

Ruth Ich habe ein Armband, das ich aber zugegebenermaßen nicht trage, weil es doch dann ein bisschen, weiß ich nicht, peinlich ist, ein Armband des eigenen Podcasts zu tragen. Aber ich finde es schön. Ich habe einen Kühlschrankmagnet, der auf dem Kühlschrank aktuell jetzt gerade, ich blicke Richtung Kühlschrank, zu sehen ist.

Ruth Und ich habe einen Schlüsselanhänger, den ich tatsächlich auf meinem Schlüsselbund habe. und letztens auch in die Telegram-Gruppe ein Foto meines Schlüsselbundes gepostet habe, um euch zu zeigen, dass ich den Schlüsselanhänger tatsächlich verwende. Und dann habe ich gleich Leute darauf aufmerksam gemacht, dann poste ich keine Fotos von Schlüsseln. Stimmt, da hast du recht.

Florian Ja.

Ruth Dann habe ich sie unkenntlich gemacht, hoffe ich. Ja, nein, ihr habt recht. Aber ja, es sind coole Sachen. Also gibt es das jetzt so ab sofort?

Florian Ja, es gibt schon länger. Ich habe in der letzten Folge vergessen, Jörg, zu erwähnen. Darum mache ich es jetzt und in der nächsten Folge auch nochmal. Aber auf Ebay kann man das alles kaufen. Dann machen wir gleich weiter mit der nächsten Geschichte. Ich habe eine Geschichte mitgebracht. Es geht um eine Geschichte, die auch in unserer Telegram-Gruppe schon besprochen wurde.

Florian Wie sollte es anders sein werden? Es ist eine Geschichte, die ja perfekt in unseren Podcast passt. Es geht um dunkle Kometen, die vielleicht etwas anderes sind, als sie erscheinen.

Ruth Hat da ein berühmter Kometen. Harvard-Professor etwas damit zu tun mit dieser Geschichte?

Florian Der hat auch ein bisschen was damit zu tun. Aber weißt du, was dunkle Kometen sind?

Ruth Das sind die, die mit der dunklen Seite der Macht ausgestattet sind und direkt vom Todesstern Richtung Erde geschickt. Nein, das sind das nicht einfach so erloschene Kometen. Also denen das Eis schon ausgegangen ist, schon rausgegast alles.

Florian Im Prinzip ja.

Ruth Mehr oder weniger sind es Asteroiden, oder?

Florian Ja, im Prinzip ja. Also so ein Mittelding dazwischen. Die sind halt wie Kometen, nur haben die halt keine Koma und keinen Schweif. Also da leuchtet nichts mehr, weil die vermutlich eben nichts mehr haben, was da ausgasen kann. Das Einzige, was sie unterscheidet von Asteroiden, ist eine nicht-gravitative Beschleunigung. Das heißt, die bewegen sich nicht rein durch die Gravitationskraft, sondern ein bisschen was dürfte doch ausgasen aus den Dingern.

Florian Halt so wenig oder etwas, das halt nicht dazu geeignet ist, eine Koma zu erzeugen. Weil es, selbst wenn da irgendwie noch was ausgast, aber schon sehr viel Staub im Laufe der Jahrmilliarden verschwunden ist von den Kometen, dann kann auch keine Chroma mehr bilden. Also man erkennt sie nur noch daran, dass die halt durch diese vermutete Ausgasung sich nicht exakt gravitativ verwegen, sondern eben noch eine zusätzliche Kraft, ein extra Schub von diesem Ausgasen kommt.

Florian Das ist das, was sie unterscheidet. Und ein Beispiel dafür und das erste Objekt, das so zumindest mit dem Begriff dunkler Komet beschrieben wurde, also diese, toten Kometen oder erloschenen Kometen hat man glaube ich vorher schon gekannt, aber dieser erste als dunkler Komet bezeichnetes Objekt war 1998 KY26.

Florian Wie gesagt, hat man 1998 entdeckt das Ding, hat sich 2024 der Erde angenähert. Nicht weit, aber zumindest nah genug, dass man die Rotationsperiode messen konnte. Fünf Minuten braucht das Ding für eine Runde um sich selbst, ist flott. Sehr flott, gehört zu den flottesten Elfmetern. Und wenn es sich eben mit fünf Minuten dreht, dann geht man davon aus, dass es eher ein kompaktes Objekt ist und kein jetzt so dieser typische fliegende Schutthaufen der Asteroiden normalerweise charakterisiert.

Florian Also das Ding kennt man, wie gesagt, schon länger. Und jetzt gibt es eine neue Hypothese, veröffentlicht, unter anderem von Abraham Loeb, Avi Loeb von der Uni Harvard und anderen Leuten mit coolen Namen. Ich weiß nicht, die haben alle coole Namen. Adam Hibbert, der hat auch den langweiligsten Namen von allen, ist dafür aber der Erstautor.

Florian Dann kommt als Zweitautor der Adam Crowell, der klingt sehr cool. Und dann Carlos Gomez de Olea Ballester.

Ruth Ein Fußballspieler quasi.

Florian Keine Ahnung. Also er arbeitet in London und München. Das sind jeweils Orte, wo Fußball gespielt wird. Aber ich glaube, der heißt halt einfach so. Ich komme auch nicht aus Freistaat, du hast keinen Grütze im Bauch. Also die Namen sind die Namen.

Ruth Naja, manchmal schon, selten. Ja, aber das ist lustig. Glaubst du, dass Leute, die blumige Namen haben, eher dazu neigen, blumige wissenschaftliche Gebiete zu verfolgen?

Florian Das glaube ich nicht, aber ich habe keine Ahnung. Ich meine, wenn du jetzt, kommt immer darauf an, wenn du jetzt Rotstern-Guckerin heißen würdest, das ist nur ein Grund, vielleicht hättest du dich dann motiviert gefühlt, dich immer schon mit Sternen zu beschäftigen und wärst dann Astronomin geworden.

Florian Oder hättest du gedacht, naja, zu fleißig, ich werde, weiß ich nicht, Tankwartin.

Ruth Of all things, tankwerten.

Florian Wir werden jetzt nicht in das Fachgebiet des nominativen Determinismus abbiegen, das heißt tatsächlich so.

Ruth Ich komme immer auf Ideen, die Leute sich schon vorher ausgedacht haben. Komisch.

Florian Ja, also es gibt tatsächlich jede Menge Material. Also wenn ihr mehr darüber wissen wollt, googelt nominativer Determinismus.

Ruth Aber das ist jetzt nicht so dieses Numerologie-Scharz. Das ist schon eine psychologische, Disziplin, wie sehr dich dein Name, oder Disziplin, Gebiet, wie sehr dich dein Name in deinen Lebensentscheidungen da irgendwie beeinflusst oder so.

Florian Ich hatte Wikipedia-Artikel dazu aufgemacht. Es gibt einen britischen Autor, Historiker, der heißt Daniel Snowman und hat zum Beispiel ein Buch über Polarforschung geschrieben. Also solche Sachen gibt es da. Und es gibt halt jede Menge. Also da kann man sich wirklich im Internet Unmengen-Seiten suchen und da gibt es Forschung dazu.

Florian Okay, das ist jetzt nicht unsere Art von Podcast, aber da gab es in der Medizin Leute, ob die Leute, die Hard Pump oder Pain heißen, ob die dann eher Kardiologie studiert haben. Oder dann haben sie hier was Plastik Surgery, Carver, Mole, Price, Kindermedizin, Boys, Girl, Child, Kinder oder Chirurgie, Gore, Butcher, Boyle, Blunt und haben halt da so Namen sortiert.

Florian Es gibt eine Meteorologin, die heißt Amy Freeze, gibt jede Menge und es gibt Theorien dazu, aber...

Ruth Ja, lustig. Okay, zurück zu dem astronomischen Thema.

Florian Falls der Herr Ballester zuhören sollte, dann kann er sich anmelden, ob er eine Fußballerkarriere aufgegeben hat, um Astronom zu werden. Jeweils die haben diese Arbeit geschrieben. Und zwar haben sie darunter untersucht, ob dieses Objekt, dieser dunkle Komet 1998 KY26, vielleicht gar kein Komet, gar kein Asteroid, sondern ein technologisches Objekt ist.

Florian Aber keine Aliens. Wir sind nicht in der Aliens-Schiene, noch nicht. Tatsächlich haben die sich überlegt, ob es eine menschengemachte Raumsonde sein könnte. Weil wir haben ja durchaus ein paar verloren im Laufe der Geschichte.

Ruth Ja, und ich habe mir die Nachricht angeschaut und war schon gespannt, was es denn jetzt schon wieder sein soll und irgendwie schau, lese und denke mir, das ist eigentlich halbwegs plausibel. Langweilig.

Florian Also sie haben halt geschaut von bekannten Raumsonden, kennt man ja auch die Bahndaten und man kennt halt von diesen 1998 KY 26 Bahndaten, innerhalb von Fehlergrenzen natürlich alles und haben halt geschaut, gibt es Übereinstimmungen, ist da irgendwas dabei, was halt passen könnte, so jetzt von der Umlaufbahn.

Florian Das Problem ist, wenn eine Raumsonde verloren geht, dann geht die ja meistens aus Gründen verloren, Weil zum Beispiel irgendwas explodiert, weil irgendwie was ausfällt, weil sie nicht mehr gesteuert werden kann und wenn da zum Beispiel was explodiert oder irgendwas anderes falsch ist, dann kriegt diese Raumsünde vielleicht nochmal einen unkontrollierten Schub von irgendwas mit und dann weiß man nicht genau, auf welcher Bahn sie sich dann bewegt, weil sie dann weg ist und kaputt ist und so.

Florian Es sind alles immer in großen Fehlergrenzen, aber innerhalb der Fehlergrenzen passen zwei Raumsonden ganz gut. Am besten passt die Raumsonde Phobos 2. Phobos 2 ist am 12. Juli 1998 gestartet. Ziel war, den Marsmond zu umkreisen, den Marsmond Phobos, und dann auch drauf zu landen. Die Landung ist fehlgeschlagen auf dem Mond, aber die Umkreisung hat funktioniert und wir wissen, wo das Ding ist. Also das ist da hingeflogen und hat den umkreist, ist nicht weg. Das kann es nicht sein.

Florian Aber es gab davor logischerweise eine Mission Phobos 1, wenn Phobos 2 dahin geflogen ist. Phobos 1 ist fast zeitgleich. Es sind ein paar Tage vorher gestartet, 7. Juli 88, sollte ebenfalls den Phobos umkreisen und drauf landen, aber hat nicht funktioniert. Aus einem im Nachhinein betrachteten lustigen Grund.

Florian Ein Techniker hat ein Kommando hingeschickt und normalerweise sollten diese Kommandos natürlich, wenn du da mit den Raumsonden irgendwas anstellst, normalerweise ist es nicht so, dass du dich hinsetzt und tippst uns was ein und schickst es weg. Sondern sollte, bevor du es wegschickst, nochmal gecheckt werden, ob da eh kein Blödsinn drinsteht.

Florian Hat aber nicht gemacht und hat ein Hyphen, was ist ein Hyphen, ein Bindestrich, oder?

Ruth Ein Bindestrich.

Florian Hat einen Bindestrich ausgelassen, was dazu geführt hat, dass er die Schubdüsen abgeschaltet hat aus Versehen. Das ist ja Wahnsinn.

Ruth Oder?

Florian Dann ließen die sie nicht mehr einschalten.

Ruth Das ist, ich meine, das ist ja eigentlich, ich meine, okay, man könnte irgendwie sagen, okay, da war einfach ein Fehler und wenn irgendwo ein Fehler auftritt, dann schaltet sich irgendwie das Ding ab, okay. Aber trotzdem, man würde nicht erwarten, dass einfach nur ein Bindestrich so etwas auslösen kann, oder?

Florian Naja, offensichtlich schon.

Ruth Das ist schon crazy.

Florian Hat es gemacht, die Raumsonde ist weg, die Raumsonde ist nicht mehr aktiv. Wir wissen nicht, wo sie hingeflogen ist. Man kann das eben, wie gesagt, aus den vorhandenen Daten ein bisschen ableiten. Aber die zweitbeste Übereinstimmung dieses dunklen Kometen der Umlaufbahn ist mit Phobos 1. Die Größe passt auch ungefähr. Phobos 1 ist bei voll ausgefahrenen Solarsegeln auch ungefähr 10 Meter groß, wird ungefähr hinpassen.

Florian Andererseits haben wir auch bei der letzten Annäherung von dem Kometen an die Erde mit so Radarmessungen eine vage Idee der Form bekommen. Und die schaut jetzt nicht so nach Raum, sondern die schaut anders aus. Aber auch das, diese Radarmessungen, das ist kein Fotos, sondern da rechnest du auch mit Computermodellen aus den Abständen, den Zeitabständen, wo die Radarsignale reflektiert werden, zurück auf die Form, ist jetzt auch kein eindeutiges Ergebnis.

Florian Das heißt, es gibt, das schreiben die auch in der Arbeit, es gibt keinen eindeutigen Hinweis, dass dieser dunkle Komet in Wahrheit die verlorene Sonde Phobos 1 ist. Aber es gibt zumindest in unserem ganzen Schwung gute Hinweise. Es gibt auch ein paar, wie heißt das Gegenteil von gutem Hinweis, schlechten Hinweis, also Gegenargumente. Aber könnte es sein.

Florian Und das Gute, das Interessante daran ist, wir werden es rausfinden. Wir werden es rausfinden. Denn im Juli 2031 wird die japanische Raumsonde Hayabusa 2 dorthin fliegen, anschauen und vielleicht bis auf einige Kilometer ranfliegen und ganz, ganz, ganz vielleicht landen. Also es ist nicht gebaut, um zu landen, aber sie schreiben zumindest, es ist nicht unmöglich, dass sie ihre Raumfahrt dort landen können.

Florian Also es ist prinzipiell im Rahmen des Möglichen, dass die Hayabusa 2 dort landet. Aber wir werden auf jeden Fall vorher schon sehen, ist es Phobos 1 oder ist es doch ein dunkler Komet, werden wir 2031 wissen.

Ruth Ja, lustig. Ich stelle da vor, die kommen dort an und das wäre schon eigentlich, ich meine, es ist cool, aber natürlich eine Enttäuschung.

Florian Ich wollte gerade sagen, wenn ich Kometenforscher bin, dann möchte ich schon mit meinem Schatten Kometen sicher nicht bei der Raum, sondern die kaputt ist.

Ruth Ein Komet, ein interessantes Objekt untersuchen und dann plötzlich, scheiße, russische Raumsonde.

Florian Für die Technik, Geschichte und Ingenieurswesen ist es natürlich interessant, weil da kannst du da anschauen, was jetzt irgendwie in den letzten 40 Jahren oder sowas aus dieser Raumsonde geworden ist, die da rumgeflogen ist im Weltall. Es ist ja auch interessant zu sehen, was hat die kosmische Strahlung mit der Raumsonde angestellt und so weiter. Da kann man auch einiges daraus lernen, aber wir lernen halt nichts über Kometen und Asteroiden.

Ruth Interessant. Wann? 2031?

Florian Juli 2031.

Ruth Okay. Muss ich mir schon wieder einen Kalender schreiben. Super. Aber es ist eine lustige Geschichte. Ich hoffe, Avi Löb wird jetzt nicht vernünftig, weil das wäre ja urlangweilig.

Florian Ja, da weiß man nicht.

Ruth Wir hoffen auf die nächste Alien-related Pressemitteilung.

Florian Ja, schauen wir mal. Aber das fand ich ganz interessant. Ich habe gedacht, wenn da jetzt schon keine Aliens vorkommen, dann muss ich sie anderswo finden, die Aliens.

Ruth Zumindest, sehr gut, ja.

Florian Deswegen gibt es jetzt in der Hauptgeschichte etwas, wo Aliens vorkommen. Aber ich bin seit Jahrzehnten im Wissenschaftskommunikationsgeschäft. Ich weiß, wie man gute Geschichten anteasert. Eigentlich ist das wissenschaftliche Paper, das ich rausgesucht habe, sehr, sehr öde und trocken. Also es ist wirklich sehr viel unabstrakte Mathematik drin.

Ruth Nicht abschalten, nicht abschalten, Leute.

Florian Aber Sie haben das Wort Technosignatur im Titel.

Ruth Na bitte. Aber wie kann bitte, Entschuldigung, wie kann ein Paper, das das Wort Technosignatur im Titel hat, langweilig, öde und trocken sein?

Florian Ja, warte ab, ich werde dich jetzt sowas von langweilen. Nein, werde ich nicht. Aber es ist ein sehr, sehr interessantes Paper. Also es ist wirklich, ich fand es sehr, sehr interessant. Es geht um Astrobiologie, um Technosignaturen und um das Vera Rubin Observatory.

Ruth Okay.

Florian Ich fange mal kurz damit an, auf Folge 21 des Podcasts zu verweisen. Da haben wir schon mal über Technosignaturen gesprochen.

Ruth Auch irgendwas mit Infrarotbeobachtungen, oder?

Florian Ich weiß ja nicht genau, was wir damals gemacht haben, aber Technosignatur, wie gesagt, habe ich glaube ich damals gemacht. Den schlechten Witz hat nichts mit Musik zu tun, sondern es geht um Dinge, die wir beobachten können mit unseren Teleskopen und Messinstrumenten, die darauf hinweisen, dass ein Phänomen, das wir beobachten, technischen Ursprung hat. Wenn wir jetzt sehen würden zum Beispiel, dass da ein Asteroid, ein scheinbarer Asteroid ins Sonnensystem reinkommt oder rumfliegt und plötzlich leuchtet der hell auf und ändert die Bahn.

Florian Und dann leuchtet er nochmal hell auf und ändert wieder die Bahn. Dann ist das ein ziemlich deutliches Zeichen dafür, dass da irgendwer den Antrieb einschaltet und durchs Sonnensystem fliegt. Das machen Asteroiden normalerweise nicht. Also das wäre eine Technosignatur.

Ruth Und wenn man dann mit Radiowellen irgendwie hinhört und plötzlich schlechte Musik dann rauskommt aus dem Ding. Dann wäre das auch eine Technosignatur.

Florian Oder wenn wir Spektroskopie machen in der Atmosphäre eines extrasolaren Planeten und da, keine Ahnung, jede Menge Luftverschmutzung und sonstiges Zeug finden, wo wir uns denken. FCKWs, oder? FCKWs, aber ich gemeinde, und Zonloch und FCKWs und anderes Zeug finden, von dem wir wissen, dass es nicht natürlich entsteht, wäre auch eine...

Ruth Aber wie cool wäre das? Ich meine, eigentlich wäre es scheiße, aber es wäre cool, weil man könnte denken, ha, wir sind nicht die einzigen Idioten, Oder? Die anderen haben genau das Gleiche gemacht wie wir.

Florian Genau. Also es ist das, wenn alles Technosidakturen oder wenn wir Dyson-Sphären, sowas haben wir auch schon drüber gesprochen, Wo irgendwelche etwaigen Aliens ihren Stern einhüllen in Strukturen und dann das Licht des Sterns sich verändert, die Lichtkurve des Sterns, die Helligkeit sich auf eine Art und Weise verändert, die man nicht auf natürlichem Weg erklären kann.

Florian All das wären Technosignaturen und wir suchen danach. Also es ist jetzt nicht das Hauptforschungsgebiet der Astronomie, aber es wird immer wieder mal danach geschaut in Datensätzen und so weiter. Dabei kann er sein und wäre cool, wenn wir es finden. In dem Paper geht es nicht nur um Technosignaturen, geht es auch um Astrobiologie.

Florian Da sind wir schon ein bisschen mehr im Mainstream der Forschung. Wir suchen natürlich auch nach Biomarkern. Also allgemein nicht nach technologischem Leben, aber nach Leben allgemein. Ein Klassischer, der auch in dieser Arbeit erwähnt wird, ist die Red Edge, die rote Kante. Also ein Hinweis auf Photosynthese.

Florian Wenn wir uns das Licht der Erde anschauen, wir wissen, das Licht der Erde kommt von der Sonne, weil die Erde leuchtet selbst nicht, die Sonne strahlt auf die Erde, die Erde reflektiert Licht und wenn wir das Licht vergleichen, bevor es bei der Erde war und nachdem es bei der Erde ist, werden wir sehen, okay, da ist jetzt weniger rotes Licht als vorher da war und weniger blaues Licht als vorher da war.

Florian Also da fehlt ein bisschen was und auf der Erde wissen wir Bescheid, was der Grund ist dafür, dass da ein Teil aus dem Lichtspektrum, ein Teil der Farben fehlt, nämlich Pflanzen, die diesen Teil für ihre Photosynthese verbrauchen. Und grün nehmen die Pflanzen nicht, darum leuchten sie auch grün, beziehungsweise darum sind die Blätter und so weiter alle grün, weil das reflektieren sie aber. Rot und Blau nehmen sie gerne.

Florian Infrarot nehmen die Pflanzen auch sehr ungern. Und das heißt, wenn man sich das anschaut, sieht man halt viel Infrarot, wenig Rot im reflektierten Licht der Erde. Und das ist die rote Kante, ein Hinweis, dass auf der Erde Photosynthese stattfindet und damit Leben existiert. Das sind so Marker für Technik und Marker für Leben.

Ruth Das ist hauptsächlich eigentlich eine Infrarotsignatur, gerade an der Grenze.

Florian Und nach sowas suchen wir in der Astronomie. Was braucht man dazu, um sowas zu suchen, wenn wir FCKW in der Atmosphäre anderswo sehen wollen oder Photosynthese? Wir brauchen sehr gute Spektroskopie, damit das funktioniert. Was haben wir in der Astronomie? Noch nicht so viel sehr gute Spektroskopie. Also wir haben schon gute Spektroskopie, aber nicht in der Art.

Ruth Naja, wir haben sie schon, aber das ist halt eine extrem gute Spektroskopie. Ich muss mir vorstellen, diese kleine Erde, ein Hundertstel Durchmesser zum Beispiel, von einem typischen Erdersonnenvergleich, und die Menge an Licht, die du da isolieren musst, also die winzige, winzige, winzige Menge an Licht, die du da isolieren musst mit einem Spektroskop.

Ruth Das ist sehr schwierig, weil ein Spektroskop damit ein gescheites Signal hat, weil es ja das Signal, das reinkommt, auf alle Wellenlängen verteilt, muss sehr viel Signal reinkommen, dass genug für alle Wellenlängen da ist und darum ist das halt so schwierig.

Florian Ja, genau. Aber da kommt jetzt diese neue Arbeit ins Spiel. Wir haben nämlich durchaus gute Instrumente auf der Erde und im Weltall. Und auf der Erde steht das Vera Rubin Observatory. Das hat einen sehr, sehr großen Primärspiegel, 8,4 Meter. Das ist schon ordentlich. Damit ist es bei den größten Spiegeln dabei, die wir haben, solange zumindest bis das Extremely Large Telescope gebaut wird.

Florian Das Vera Rubin-Teleskop hat eine Kamera mit 3,2 Milliarden Pixel, ein Bildfeld von 10 Quadratgrad und kann scharfe Bilder machen mit einem Bildfeld von 3,5 Grad im Durchmesser. Das ist quasi 3,5 Grad, das sind sieben Vollmonde nebeneinander.

Ruth Oder eine halbe Faust, wenn man sie ausstreckt und Richtung Himmel schaut.

Florian Großes Bildfeld, hohe Auflösung, beobachtet breitbandig von UV, bis Infrarot, also sowohl am einen Ende als auch am anderen Ende über das sichtbare Spektrum hinaus, ist also ein Teleskop, das Breitbandfotometrie macht. Wir wollen aber eigentlich, zumindest wenn wir jetzt Biosignaturen und Technosignaturen suchen, wir wollen aber eigentlich Präzisionsspektroskopie. Jetzt haben wir aber nur Breitbandfotometrie. Was machen wir da?

Ruth Weinen.

Florian Nein, nein, sagt Frau Andjelka Kovacevic von der Uni Belgrad und ihre KollegInnen. Das ist uns wurscht. Wir erfinden einfach eine neue Methode. Das haben sie gemacht.

Ruth Ah, sehr gut. Ja, okay.

Florian Haben sie gemacht, um das Vera Rubin-Teleskop einzusetzen, um genau diese Technosignaturen und Biomarker zu finden. Wir müssen dafür in den Farbraum gehen, Rud.

Ruth Oh, das hört sich total schön an.

Florian Ja, ist aber leider ein abstrakter Raum.

Ruth Da kann man nicht reingehen. Ist der auch weich? Ist der weich oder ist der hart? Ist der weich? Kann man da so bouncen und das ist alles bunt?

Florian Ich weiß es nicht.

Ruth Ich habe gerade eine sehr schöne Vorstellung. So ein bisschen so wie so eine große Einhorn-Hüpfburg, nur noch viel schöner.

Florian Ja, ich weiß nicht. Wenn sie sich in den großen weißen Raum mit weichen Wänden bringen droht, dann sollte ich mir Gedanken machen.

Ruth Wäre vielleicht eh nicht so schlecht, ja. Gut, erzähl uns mehr vom Farbraum.

Florian Also es geht um Folgendes. Normalerweise, wenn wir nach solchen Technosignaturen suchen oder eben auch in den Biomarkern, dann suchen wir nach einzelnen auffälligen Messungen. Wir wollen das Spektrum eines Planeten haben und dann schauen wir hin und sagen, ha, da diese Spektrallinie, die zeigt uns was.

Florian Oder diese Lichtkurve, die macht da was komisches. Also wir suchen nach einzelnen auffälligen Messungen. Das ist eine gute Methode, aber nicht die, die uns hier weiterbringt. Das Vera-Rubin-Teleskop, das läuft ja schon, oder? Hat angefangen vor kurzem.

Ruth Ja, ja, das läuft schon. Vor einem Jahr, glaube ich, oder zwei sogar schon? Nein, vor einem.

Florian Es wird auf jeden Fall noch lange weiterlaufen und wirklich Unmengen an Daten sammeln. Also Milliarden Objekte werden beobachtet mit ihren Helligkeiten über Jahre hinweg. Und dann kann ich natürlich aus den Helligkeiten Farben bestimmen. Also das ist das, was man in der Astronomie als Farbe bezeichnet.

Florian Also ich beobachte im roten Filter und im grünen Filter und im blauen Filter und dann kann ich quasi rot minus grün rechnen oder ich kann blau minus rot rechnen und da so Farbindizes berechnen. Also das sind auch alles wichtige Daten. Und ich kriege also wirklich einen gigantischen Datensatz, wo ich über lange Zeiträume hinweg Farben und Helligkeiten von diesen ganzen Objekten bekomme.

Florian Und die sagen jetzt, wir suchen jetzt nicht nach einzelnen auffälligen Messungen, sondern wir suchen nach ungewöhnlichen Mustern. Wir suchen nach einer Kohärenz, ich erkläre nicht, was das heißt in dem Kontext, nach einer Kohärenz über viele Beobachtungsdaten. Falls du jetzt nicht weißt, was eine Kohärenz ist, pass auf, eine Kohärenz ist eine strukturierte, physikalisch sinnvolle Verschiebung im mehrdimensionalen Beobachtungsraum.

Florian Ist keine sinnvolle Erklärung, zumindest wenn man nicht weiß, worum es geht, darum erkläre ich es nochmal einfacher.

Ruth Ist nicht deine Kohärenz irgendwie so keine Verschiebung, sondern dass sie die gleiche Phase haben?

Florian Ich erkläre es gleich genau. Also wir schauen uns jetzt nicht die Farben oder die Lichtkurven und so weiter einzeln an, sondern wir schauen uns Muster an. Wir schauen uns an Veränderung von Farben. Wie verändert sich das im Laufe der Zeit im Vergleich mit was anderen? Wir schauen uns Veränderungen an und die haben Gradientenvektoren gemacht.

Florian Ja, klingt alles sehr kompliziert, aber im Wesentlichen geht es darum, dass man mit Vera Rubin sechs Farben messen kann. Also du kannst die Helligkeit in sechs verschiedenen Filtern messen, über den Bereich UV bis Infrarot. Da sind sechs Filter drinnen und du hast quasi sechs, sehr vereinfacht gesagt, sechs Messwerte für die Helligkeiten. Und die kann ich jetzt irgendwo reinstecken, eben in einen Vektor, also eine Liste.

Florian Dann hat diese Liste sechs Einträge und dann kann ich schauen, wie verändern sich die im Laufe der Zeit oder wie verändern sich die, wenn sich irgendwas anderes verändert. Also ich kann die Veränderung dieser sechs Farben anschauen und dann bekomme ich, wenn ich das jetzt mathematisch betrachte, einen sechstimensionalen Raum, wo sich eine Kurve durchbewegt.

Florian Und diese Kurve, die gibt mir den Zustand von meinem Ding an im Laufe der Zeit. Das ist dieser Farbraum oder Variabilitätsraum, von dem ich gesprochen habe.

Ruth Hört sich jetzt nicht mehr so attraktiv an eigentlich, dass du es jetzt erklärt hast.

Florian Und wir wissen natürlich jede Menge Dinge im Universum, Sterne, Asteroiden, Planeten, die verhalten sich irgendwie und wir wissen, dass die sich nach bekannten astrophysikalischen Prozessen verhalten und können deswegen auch beschreiben, okay, wenn jetzt der Komet das macht oder wenn der Stern das macht, dann verändert sich dieser Gradientenvektor, diese Kurve im sechstimensionalen Raum, die verändert sich so.

Florian Und jetzt kann ich schauen, okay, sehe ich da Dinge vielleicht, die sich anders verändern? Wie verändert sich der Farbvektor, wenn sich die physikalische Situation verändert? Und ist es so eine Veränderung, die wir erwarten oder nicht? Und jetzt kommt auch die Kohärenz ins Spiel. Wir schauen eben nicht nur auf eine einzelne Farbe, sondern wir schauen auf alles zusammen.

Florian Wir schauen auf die gemeinsame Verschiebung des Farbkrabienten. Wenn sich da eine gemeinsame Veränderung zeigt, wenn sich alle Größen auf eine bestimmte Art gemeinsam verändern, die nicht der Art entspricht, die wir von den normalen astrophysikalischen Prozessen kennen, dann könnte das ein Hinweis sein, dass da irgendwas passiert, was eben nicht durch einen natürlichen Prozess passiert.

Florian Wie gesagt, das ist sehr mathematisch abstrakt, komplex. Man kann, wenn man die komplexe Mathematik gerne hat und versteht, sich das Paper gerne durchlesen. Da steht das genau drin mit den Vektoren und welchen Vektoren das sind. Aber man kann es mit einer Straße vergleichen, wenn man will. Diese Linie im sechstimensionalen Raum kann man mit einer Straße vergleichen, die uns irgendwo hinführt. Also eine normale Straße geht von A nach B und wirkt.

Florian Wir wissen, die Straße ist so, weil die auf der Landkarte aufgeführt ist und so weiter. Und jetzt schauen wir, und ich glaube, dieses Straßenbild funktioniert, das glaube ich nicht mehr, wenn ich weiterrede. Aber jetzt, wir kriegen irgendwie neue Daten und so weiter. Und dann sehen wir, okay, da ist ein interessanter Punkt, der liegt aber neben der Straße.

Florian Aber vielleicht ist da einfach nur irgendwie, hat da einer was aus dem Auto rausgeworfen. Und das ist eigentlich eh was ganz Normales. Und das liegt halt ein bisschen daneben, aus welchen Gründen auch immer. Das, was die jetzt mit ihrer Methode suchen, ist nicht einfach nur eine Abweichung, eine kleine von dieser Straße, sondern eine komplett neue Straße, die unabhängig von der normalen Straße einfach ganz woanders hinführt.

Florian Und das kann man eben in diesem Farbraum, in diesem Phasenraum sehen oder behaupten sie, dass man es sehen kann. Ich werde gleich noch Beispiele bringen, wo man es sich vielleicht ein bisschen genauer vorstellen kann, um was es genau geht.

Ruth Wie kommt man auf die Idee oder wie sind Sie darauf gekommen, das so zu machen?

Florian Weiß ich nicht, aber wenn du diese Frage stellst, wenn ich die Geschichte zu Ende erzählt habe, dann kann ich sie vielleicht auf eine andere Art beantworten.

Ruth Okay.

Florian Also die Frage ist, wir haben irgendein astronomisches Objekt. Das kann ein Asteroid sein, das kann eine Planetenatmosphäre sein, das kann ein Stern sein. Und wir wollen den Zustand des Objekts anschauen, also zum Beispiel eben die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre oder das Licht, das von der Atmosphäre kommt oder die Helligkeit des Sterns, die sich verändert.

Florian Und die Frage ist, okay, wenn sich dieser Zustand des Objekts verändert, in welche Richtung verändert sich dann diese sechsparametrige Kurve in diesem Phasenraum? Das ist im Prinzip das Experiment. Und Sie haben jetzt drei Testexperimente oder Testfälle gemacht, um herauszufinden, ob das überhaupt eine sinnvolle Methode ist. Und das erste Experiment, das hat noch gar nichts mit Aliens zu tun und hat auch noch gar nichts mit Aliens.

Florian Außer sich um Leben zu tun, da geht es einfach nur um Asteroiden. Sie haben Kuipergürtel-Asteroiden simuliert, fünf Arten von Asteroiden, also zum Beispiel einen normalen Akondrit, dann irgendwie einen gemischt mit organischem Material, einen mit viel Eis, eine Art mit viel Eis und organischem Material und dann noch einen mit so einer Staubkoma außen rundherum.

Florian Und sie hat sich gefragt, können wir mit den Daten von Vera Rubin, können wir erkennen, ob ein Kuipergürtelobjekt eine bestimmte Oberfläche hat oder ob da diese Koma rundherum ist, obwohl ich nur dieses extrem breitbandige Signal habe, wo ich eigentlich keine gescheite Spektroskopie machen kann und herausfinden kann, aus was diese Oberfläche genau besteht.

Florian Weil das kann ich bei normalen Messungen schon machen. Da kann ich mir das Licht anschauen, das von dem Asteroid zurückkommt. Und dann sehe ich, okay, da fehlt die Spektrallinie, da fehlt da ein bisschen was, da fehlt da was. Das heißt, die Oberfläche muss aus dem und dem Gestein bestehen. Und das ist eher organisches Material, das ist eher nicht organisches Material. Da ist Eis oder da ist eben Staub rundherum. Das kann ich mit normalen spektroskopischen Messungen machen.

Florian Aber ich kann es nicht machen, wenn ich so ein Asteroid wie ein Kuiper-Gürtelobjekt habe, das sehr weit weg ist und ein Teleskop wie Vera Rubin, dass diese Präzision nicht hat, sondern eben Helligkeiten sehr, sehr breitbandig misst. Das heißt, sie wollten wissen, okay, kriegen wir das mit unserer Methode hin.

Florian Die haben halt in diesen verschiedenen Filtern die Helligkeit gemessen, beziehungsweise jetzt, wenn ich sage, sie haben es gemessen, dann meine ich, sie haben es am Computer simuliert, weil das halt Testfälle sind. Und haben dann geschaut, okay, wenn wir jetzt so ein Objekt haben, ein natürliches Objekt, das verändert sich nach bekannten Mustern.

Florian Also ich weiß, okay, wenn ich jetzt weiß, ich habe meinen Asteroid, da ist Staub drauf, da ist Eis drauf, Da ist Methan drauf oder der dreht sich mit der und der Geschwindigkeit und dann heizt er sich auf und dann kommt der Staub raus. Das sind alles Prozesse, die kennen wir von Asteroiden und dann ändern sich die Farben, die wir beobachten in unseren verschiedenen Filtern auf eine bestimmte Art und Weise.

Florian Diese bestimmte, bekannte Art und Weise, die ist halt, wenn wir es jetzt wieder auf das schlechte Landstraßenbeispiel zurückführen, das wäre dann quasi eine natürliche, bekannte Landschaft im Farbraum, die all die natürlichen Prozesse umfasst. Das, was man jetzt sucht, wäre quasi eine systematische Abweichung von dieser natürlichen Landschaft.

Florian Und um das zu tun, haben sie halt mal eben diese fünf Arten von Asteroiden definiert, haben am Computer natürlich mit entsprechenden Hintergrundwissen simuliert, welche Farben würde man da beobachten, welche würden da rauskommen, haben das alles durch wieder Computerfilter geschickt, die so tun, als würde das jetzt vom Vera Rubin-Teleskop beobachtet werden.

Florian Sowas kann man ja machen, man weiß ja genau, wie das Teleskop funktioniert. Und ich kann jetzt meine Rohdaten nehmen und die einmal am Computer durch den Vera Rubin Filter schicken und dann kriege ich Daten raus, die dementsprechend, was ich mit dem Teleskop beobachten würde, wenn ich das Teleskop in echt zu den Asteroiden schicken würde.

Ruth Das klingt mehr Magic, als es in Wirklichkeit ist. Das gibt es nicht nur bei jedem Teleskop, sondern das muss man machen, bevor man oder während man Beobachtungszeit beantragt. Bei jedem Beobachtungszeitantrag muss quasi so eine Modellrechnung dabei sein und da gibt es diese Tools dazu. Meistens natürlich schon auf den Webseiten der großen Teleskope.

Ruth Da kann man sich, genauso wie man sich dort irgendwelche Datenverarbeitungstools runterladen kann, die speziell für die Beobachtung dieses Teleskops optimiert sind, kann man vorher so einen Beobachtungszeitrechner jetzt grob gesagt laufen lassen. Und dann weiß man, ich habe das und das Objekt und da muss ich mit der und der Farbe, mit dem und dem Filter, muss ich so und so lang draufhalten, damit ich das und das Signal bekomme, das ich brauche, um etwas festzustellen.

Ruth So ist das. Das ist eigentlich eine recht normale Protektur. Jetzt in dem Sinne mit diesem Farbraum ist es vielleicht noch ein bisschen eine komplexere Rechnung, aber im Grunde ist das jetzt gar nicht so schwer.

Florian Die haben im Prinzip das gemacht, was du gerade gesagt hast. Sie haben diese simulierte Beobachtung gemacht. Sie haben diese simulierte Beobachtung der Kuiper-Güttel-Asteroiden gemacht mit dem Vera-Ruby-Teleskop und dann halt die Daten, die rauskommen aus dem Teleskop, also aus dem Simuliert-Teleskop rauskommen, hergenommen und dann mit ihrer eigenen Methode neu analysiert.

Florian Und haben zum Beispiel festgestellt, wenn ich jetzt einen Asteroid habe mit einer schwachen Koma, wo so ein bisschen was ausgast, wo so ein bisschen Staub mitgerissen wird, der so eine schwache Hülle hat, also gerade so ein Komet, bevor er vielleicht wirklich groß wird, das siehst du in einer einzelnen Farbe nicht.

Florian Also wenn ich mir jetzt wirklich nur anschaue, okay, ich habe hier den Asteroid in dem Filter beobachtet, in dem Filter beobachtet, in dem Filter beobachtet, fällt das nicht auf. Aber wenn ich eben die Differenzen bilde, wenn ich alle Farbfilter voneinander abziehe und so weiter, diese ganzen Farbindizes bilde, die alle in diesen sechstimensionalen Vektor zusammenschmeißen und mir dann im Laufe der Zeit anschaue, was dieser sechstimensionale Datensatz im Laufe der Zeit macht, dann sehe ich ein Muster, das sich unterscheidet von dem, was die anderen sechstimensionalen Vektoren der anderen Typen machen.

Florian Das heißt, da kannst du tatsächlich, und sie haben das dann mit entsprechender Statistik auch noch behandelt, da kannst du tatsächlich mit ungefähr fünf Sigma unterscheiden, der hat eine Koma, der hat keine Koma. Obwohl du es direkt mit der normalen Beobachtung von Vera Rubin nicht könntest.

Ruth Cool. Ja, kann man das gut vorstellen. Ich kann mir auch vorstellen, dass das ein, extrem guter Anwendungsbereich für KI ist, oder? Das ist eigentlich nicht wirklich ein physikalischer Ansatz, also schon, aber eigentlich ist es ein Datenansatz. Du suchst nicht, wie du gesagt hast, nur bei Spektren sucht man, da fehlt etwas bei der und der Wellenlänge, weiß ich genau.

Ruth Wenn da etwas fehlt im Spektrum, dann ist das das und das Material und das ist der physikalische Ansatz. Aber wenn ich mir einfach so viele Daten wie möglich in dieser sechstimensionalen Farblandschaft und die Veränderung davon anschaue und die vielleicht durch die KI da rennen lasse und die Muster erkennen lasse, dann sehe ich da drinnen Dinge, die natürlich sonst nicht bemerkbar wären.

Florian Es ist, wenn man so will, ein holistischer Ansatz, ein ganzheitlicher Ansatz, weil die physikalischen Prozesse, die all dem zugrunde liegen, sind in dem Beispiel... Die Prozesse, die dafür sorgen, dass sich diese Koma, diese Staubhülle ausbildet um den Kometen, das sind ja Prozesse, die sich eben auf das ganze Objekt erstrecken, die nicht nur in einem einzigen Aspekt sichtbar sind, eben in dieser einen Spektrallien oder sowas, sondern denen liegt halt ein ganzer kompletter physikalischer Hintergrund zugrunde und der wirkt sich dann halt auch in den anderen Daten aus, die man noch sammelt, eben in den anderen Farben.

Florian Vielleicht nicht so dramatisch wie in dem einen, wo ich normalerweise suche danach, aber es ist halt etwas, was sich überall auswirkt und mit dieser Farbraumkurvenanalyse-Methode kann ich halt die komplette Auswirkung des physikalischen Mechanismus auf einmal abbilden.

Ruth Aber es ist ja so, dass man den physikalischen Mechanismus bei der Methode… eigentlich gar nicht zwingenderweise kennen muss, der da dahinter steckt. Sondern ich kann einfach nur sehen, da ist etwas anders. Ich weiß nicht warum, aber die Landschaft ist systematisch anders als all die normalen Landschaften von all den Objekten, die ich sonst habe.

Ruth Dann habe ich da einen Unterschied. Ich weiß nicht warum, aber ich kann es isolieren, dass das anders ist.

Florian Genau, das ist die Methode.

Ruth Das ist nicht so sehr ein physikalischer Ansatz. Quasi physikalisch motiviert ist es zwar. Ich brauche den physikalischen Mechanismus nicht kennen, um da etwas herauszufinden.

Florian Genau, darum geht es. Wir haben gesagt, wir haben es zwar bei Asteroiden, aber wir wollen ja dann am Ende auf die Technosignaturen hinaus. Und da geht es ja genau darum. Da weiß ich ja nicht, was die Aliens gerade so treiben. Weiß ja keiner, was die vorhaben. Aber ich kenne halt die bekannten astrophysikalischen Prozesse und kann schauen, macht es irgendwas, was kein bekannter physikalischer Prozess ist. Darum geht es.

Florian Im zweiten Beispiel haben sie, also im zweiten Experiment, haben sie sich Spektren, simulierte Spektren von extrasolaren Planeten angeschaut. Gibt für alles Tools. Ich kann auch Tools bauen oder benutzen, weil die schon so häufig sind, die mir einfach ein Spektrum von einem Exoplaneten, simuliert, wo ich genau angebe, ja, der hat so und so viel Wasserstoff und so viel Helium und so und so viel Methan und was auch immer in der Atmosphäre kann ich genau angeben.

Florian Und der Druck, die Ausdehnung und dann kriege ich da ein Spektrum raus, wie das ausschauen würde. Und haben sie 650 oder 649 oder genau sein Planetenspektren simuliert.

Ruth Na geh, warum nicht 650.

Florian Diese Idioten? Ja, vielleicht war es kaputt oder sowas. Haben sie simuliert, eben wie gesagt, mit unterschiedlichen Eigenschaften und unterschiedlich künstlich eingebaute Red-Edge-Signaturen. Also unterschiedlich starke Signaturen dieser Red-Edge, dieses Photosynthese-Markers quasi, haben sie eingebaut, mal keine, mal war er sehr stark und so weiter.

Florian Und haben auch das wieder alles durch den Vera-Rubin-Filter durchgeschickt, um zu schauen, okay, was kommt da jetzt raus? Wie würden da die Farben ausschauen? Die da rauskommen in den einzelnen Filtern, zeigt sich, wenn du es mit Vera Rubin beobachtest, du siehst da mal natürlich keine scharfe Spektralkante mehr, weil das macht Vera Rubin ja nicht.

Florian Präzisionsfoterminität, das siehst du nicht, aber du siehst tatsächlich wieder in diesem sechstimensionalen Farbraum, du siehst da eine kohärente Verschiebung. Du kannst es wieder unterscheiden. Da, wo die Red Edge drin ist und da, wo sie nicht drin ist, da haben sich die Parameter, die Eigenschaften, alle kohärent in eine bestimmte Richtung verschoben.

Ruth Kohärent im Sinne von in allen sechs Farben.

Florian Genau. Und du kannst es jetzt quasi auch da trennen voneinander. Und der letzte Fall, den sie untersucht haben, das letzte Experiment, das waren die klassischen Lichtkurven, also Helligkeitsänderungen im Laufe der Zeit. Das will man zum Beispiel, wenn man irgendwie so nach Dyson-Sphären sucht oder sowas, haben sie auch, da haben sie jetzt 500 Lichtkurven untersucht.

Florian Also da waren sie da schön rund mit der Zahl. Die Lichtkurven, die da simuliert worden sind, waren keine Lichtkurven von Planeten oder keine Lichtkurven von Sternen. Es waren einfach generische Lichtkurven, die alles möglicher sein können. Also es waren einfach generische Lichtkurven, die halt zum Beispiel einen rotierenden Planeten mit stabilen Oberflächenmerkmalen zeigen können.

Florian Oder einen Stern, der sich ganz normal bewegt. Oder eben einen Planeten, auf dem wilde Stürme oder Wolken stattfinden. Oder einen Stern, der von einer halbfertigen Dyson-Sphäre umkreist wird. Also es waren generische Lichtkurven, die halt auf der...

Ruth Einfach random objects, okay.

Florian Ja, also nicht random objects, sondern wirklich eine Lichtkurve. Eine Lichtkurve stabil, eine Lichtkurvenklasse rauschen und eine Lichtkurvenklasse komisch, wenn man so will. Wild, ja. Das können dann eben Wolken auf Planeten sein oder halt die halbfertige Dyson-Sphäre oder sonst irgendwie was. Also das Interessante, das man finden will.

Florian Und die haben halt diese Lichtkurven simuliert und... Und dann eben auf dieselbe Art analysiert, wie ich das gerade beschrieben habe. Wenn man sich die Arbeit anschaut und von der Mathematik nichts versteht, kann man dann zumindest die Abbildung, in der diese Analyse dann, Abbildung 3 ist das, wer da reine reinschauen möchte, da sieht man es sehr schön, diese drei Klassen. Da haben sie es nämlich auf ein zweidimensionales Diagramm reduziert, die Analyse.

Florian Deswegen kann man es gut sehen, weil sechstimensional schauen können wir ja nicht so gut. Aber in dem Fall hat es... Das wäre blöd, ja. Also Sie haben sich da angeschaut, Sie haben einmal berechnet, wie verändern sich die Farben an sich und wie gut verändern sich die Farben gemeinsam, also die Korrelation der Veränderung, also die Veränderung gegen die Korrelation der Veränderung aufgetragen.

Florian Und wenn man das macht, dann sammeln sich die Lichtkurven, also die Punkte, die die Lichtkurven repräsentieren, eben die stabile Rotation, das Rauschen und das Interessante, wirklich in drei sehr deutlich unterscheidbare Bereiche in diesem zweidimensionalen Diagramm. Da lässt sich sehr gut trennen und man kann sehr gut unterscheiden, was ist da Rauschen, was ist normal und was ist interessant.

Ruth Okay, aber interessant umfasst jetzt auch einfach alle möglichen Dinge, noch nicht generell, weiß ich nicht, ungewöhnlich, Techno, Bio, was auch immer, Signatur.

Florian Aber wenn man aber etwas Interessantes gefunden hat, dann kann man ja vielleicht auch mal mit einem zweiten Teleskop hinschauen, das besser und anders schauen kann.

Ruth Okay. Also es geht nur darum, dass man einfach mal so interessante Fälle dann doch recht easy damit isolieren kann und zu weiterer Beobachtung dann identifizieren.

Florian Und es geht vor allem auch darum, das ist so das Fazit auch von diesem Paper, das wie gesagt keine echten Beobachtungen erfasst, sondern eben nur beschreibt, was man mit den Beobachtungen von Vera Rubin machen kann. Das sagt ja auch so eine, unter Anführungszeichen, grobe Photometrie, grobe Helligkeitsmessung, wie sie Vera Rubin macht, kann nützlich sein, wenn ich nicht nur die Farben einzeln betrachte, sondern die gesamte, ich kann jetzt gerade kein einfacheres Wort sagen als Phasenraumgeometrie, die gesamte Phasenraumgeometrie aller Farbmessungen.

Florian Dann kann ich, wenn ich das auf diese Art betrachte, Und Informationen rausholen, die ich normalerweise mit Teleskopen der Art von Vera Rubin nicht bekommen würde. Das ist gut, weil Vera Rubin ist ein Teleskop, was, wie ich eingangs gesagt habe, wirklich viele Daten sammeln wird. Also wirklich viele, viele Daten sammeln wird.

Florian Und wenn ich da jetzt eine Methode habe, wo ich weiß, okay, auch wenn die Daten jetzt auf den ersten Blick nicht die Art von Daten sind, die man eben braucht, wenn ich jetzt eben nach Technosignaturen, nach Biomarkern suchen will, ich habe trotzdem eine Methode, wo ich die mal durchlaufen lassen kann, vereinfacht gesagt, und dann die interessanten Fälle rausholen kann, um zu schauen, ja gut, da schauen wir uns die nochmal an, da könnte irgendwie, rote Kante in der Atmosphäre der Planeten drin sein, da könnte irgendwo eine Technosignaturen sein.

Florian Das ist ja gut, wenn ich diese Methode habe, dann kann ich daraus den Datensatz, den brauche ich ja nicht mal selbst beobachten, Da kann ich ja wirklich einfach ins Vera Rubin Archiv gehen und mir die Daten rausholen und die dann über meine Programme durchlaufen lassen.

Ruth Ja, aber warum haben Sie das denn nicht gemacht, um Himmels Willen? Es gibt ja schon Daten.

Florian Ja, wahrscheinlich.

Ruth Das wäre jetzt so interessant zu wissen, was passiert, wenn man das auf die Daten vom ersten Jahr da jetzt irgendwie anwendet.

Florian Du weißt, wie lange die Publikationsprozesse dauern in der Wissenschaft. Also meine Vermutung wäre erstmal, dass die das geschrieben haben, als es diese Daten noch nicht gab oder noch nicht zugänglich waren. Oder sie haben dann auch noch etwas anderes zu tun gehabt vielleicht oder hat sonst was gemacht. Sie haben auf jeden Fall natürlich den Abschnitt der Future Work in ihrer Arbeit drinnen.

Florian Und da steht drin zum Beispiel, die Methode muss verbessert werden. Und Punkt zwei ist, man muss immer überlegen, welche Daten tue ich da alle rein? Weil so simpel sind die Rechnungen auch nicht. Das dauert schon halt eine Zeit. Das heißt, man muss schon sich vorüberlegen, welche Daten schmeiße ich da rein.

Florian Sie haben da einen ganz kleinen Abschnitt noch reingeschmissen, wo in der Galaxie, welche Bereiche, welche Objekte und so weiter sind am besten. Sie haben dann gefunden, also wenn ich jetzt am besten im Sinne von Technosignaturen und Biomarkern. Sie haben halt gemeint, ja, so die galaktische Ebene, da ist es am vielversprechendsten.

Florian Also sie haben schon noch ein paar Sachen, die sie machen wollen, aber natürlich, ja klar, muss man auch ausprobieren. Aber haben die jetzt in dem Fall noch nicht gemacht, aber mal schauen, vielleicht kommt das Ganze noch. Ist aber auch noch eine frische Arbeit, wie gesagt, die ist ja erst jetzt publiziert worden beim IAU-Symposium 404, falls das ja gerne wissen will, wo das war.

Ruth Oder vielleicht ist es einfach so aufgelegt für die Beobachter, macht es das doch.

Florian Zum Beispiel, ja.

Ruth Probiert es das doch jetzt mit den echten Daten aus. Das ist sehr interessant.

Florian Du hast vorhin noch gefragt, wie man auf sowas kommt.

Ruth Wie kommt man auf die Idee?

Florian Ja, kann ich dir jetzt nicht sagen, wie die in dem Fall auf die Idee gekommen sind, aber ich kann dir sagen, dass zumindest ich auf eine ähnliche Idee gekommen bin, nämlich als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe. Das war einer der Gründe, warum ich diese Arbeit genommen habe, obwohl sie ein bisschen technischer ist als das, was wir sonst durch einen Podcast präsentieren.

Florian Aber sie hat mich sehr daran erinnert, was ich damals in meiner Diplomarbeit gemacht habe. Und das möchte ich jetzt auf keinen Fall im Detail ausbreiten, weil dann wäre es noch abstrakter mathematisch-technischer.

Ruth Zu viel zum Thema langweilig und trocken.

Florian Aber in meiner Diplomarbeit, da ging es auch um Phasenräume. Also genau das, was wir hier jetzt gerade hatten, diese abstrakten Räume sowie dieser Farbraum, das ist ein Phasenraum und ein Phasenraum, ich glaube, wir haben irgendwann in der Vergangenheit schon mal darüber gesprochen, ein Phasenraum ist nicht einfach ein abstrakter mathematischer Raum, der nichts mit dem dreidimensionalen physikalischen Raum zu tun haben muss, sondern einfach ein Raum, der ein dynamisches System beschreibt.

Florian Also in dem Fall kann ich sagen, okay, ich habe die Farbe Rot, Blau, Grün und Gelb und ein Objekt hat eine Helligkeit in Rot, Grün, Blau und Gelb und dann, wird der Farbzustand meines Objekts durch vier Punkte beschrieben. Und ich kann das in einem abstrakten vierdimensionalen Raum machen. Ich kann quasi einen Punkt in einem vierdimensionalen Raum zeichnen und der entspricht dann dem Farbzustand meines Objekts.

Florian Und wenn sich dieser Farbzustand im Laufe der Zeit ändert, dann kriege ich einen neuen Punkt, dann noch einen neuen Punkt und ich kriege dann eine Kurve, eine Linie, die sich durch den vierdimensionalen Raum bewegt. Und das ist die Linie, die zeigt, wie sich der Farbzustand meines Objekts verändert. Das ist jetzt in diesem Farbkontext die Beschreibung.

Florian Und bei mir war es halt Dynamik, Bewegung von Himmelskörpern und da kriegt man sehr schnell sehr viele Dimensionen, weil wenn ich ein Objekt habe, das sich durchs Universum bewegt, dann habe ich schon mal drei Zahlen, die mir den Ort angeben, die Koordinaten im Raum. Und ich brauche nochmal drei Zahlen, die mir die Geschwindigkeit in die drei Raumrichtungen angeben. Das heißt, ich habe schon mal nur bei einem einzigen Objekt sechs Dimensionen, die mir den dynamischen Zustand beschreiben.

Ruth Das ist ja so der Standard, der Standardphasenraum, Ort und Geschwindigkeit.

Florian Genau. Und selbst wenn ich das Ganze nur im zweidimensionalen Raum betrachte, also wenn ich sage, der bewegt sich nur in einer Ebene, mein Asteroid oder mein Planet, habe ich trotzdem vier Zahlen, die ich brauche, weil zwei Orte, zwei Geschwindigkeiten. Das heißt, ich habe auf jeden Fall mal einen vierdimensionalen Raum.

Florian Und ich habe dann eben eine Kurve im vierdimensionalen Raum, die beschreibt mir den dynamischen Zustand meines Objekts. Bei meiner Diplomarbeit damals habe ich das Problem gehabt, oder das war das Problem, das ich mir gesucht habe für die Diplomarbeit. Ich wollte einen Chaos-Indikator finden. Also etwas, das mir sagt, ist der Zustand, der dynamische Zustand meines Objekts, ist der regulär oder ist der chaotisch?

Florian Und da gibt es jede Menge Chaos-Indikatoren, die alle im Prinzip einzelne Zahlen sind. Also ich nehme meine Daten, meine Bahndaten von dem Objekt, schmeiße das in eine mathematische Maschinerie rein und am Ende kommt eine Zahl raus. Und je nachdem, wenn die Zahl größer als x ist, ist es regulär, wenn die Zahl kleiner als x ist, ist es chaotisch oder irgendwie so halt, ja.

Florian Und das funktioniert, funktioniert sehr gut, aber ich habe gedacht, man kann sich auch eine andere Methode finden, die dann vielleicht ein bisschen andere Informationen liefern kann. Und habe gedacht, ich schaue mir jetzt nicht eben diesen einen singulären Wert an, sondern ich mache das so, wie die es in dieser Arbeit gemacht haben.

Florian Ich habe mir die Veränderung dieses Phasenraum-Orbits angeschaut und ich habe gesagt, okay, wenn das Ding regulär ist, dann verändert sich der Phasenraum-Orbit auf die eine Art. Wenn der chaotisch ist, dann verändert sich, bewegt sich diese Linie anders durch den Phasenraum und habe mir dann angeschaut, wie verändert sich diese Phasenraum-Linie im Laufe der Zeit und habe das dann mit Hilfe von.

Florian Fraktalen Dimensionen gemacht, weil das, da kann man gut Formen und Strukturen beschreiben. Ja, und habe dann eben so gezeigt, okay, auch wenn ich mir jetzt nicht einen einzelnen Messwert quasi anschaue, einen einzelnen Parameter anschaue, sondern wenn ich mir anschaue, wie sich etwas im Laufe der Zeit verändert, dann kann ich da auch unterscheiden, ob das chaotisch ist oder regulär ist und ich kann darüber hinaus noch ein paar andere Sachen beschreiben, die ich mit dieser einen Zahl, mit diesem einzelnen numerischen Chaosindikator nicht beschreiben kann.

Florian Also da habe ich auch damals schon die Idee gehabt und ich werde nicht der Erste gewesen sein, der die Idee gehabt hat, dass es sich eben nicht nur lohnt, ein einzelnes Ding zu betrachten, sondern dass man sich auch den ganzen Prozess anschauen kann und daraus eine andere Art der Information finden kann.

Florian Das Problem war halt da, wie dort, bei meiner Diplomarbeit und bei dieser aktuellen Arbeit, einen Weg zu finden, wie man diesen Prozess sinnvoll betrachten kann. Ich habe da mit den fraktalen Dimensionen am Land tun müssen. Die haben halt jetzt sich da ihre sechstimensionalen Vektoren im Farbraum irgendwie zusammenbasteln müssen, definieren müssen, damit sie da sinnvolle Aussagen über die dynamische Veränderung im Farbraum machen können.

Florian Also das ist etwas, auf das kann man kommen, wenn man sich in der Art von Mathematik umtut oder mit der Art von, Wissenschaft, Dynamik, Mechanik beschäftigt, dann kommt man schon auf die Idee, dass man sich eben nicht nur einen Einzelzuschern anschaut, sondern eben die dynamische Veränderung des ganzen Prozesses.

Ruth Aber es ist eh, nachdem du die Geschichte erzählt hast, mir dann auch viel klarer geworden, wie man auf die Idee kommt, weil auch das mit den Farben zum Beispiel, das ist ja etwas, du wirst es ja nicht für möglich halten, aber ich habe mich auch mit. Mehrdimensionalen Farbraum beschäftigt. Das ist ja auch eben genau das, diese neuronalen Netzwerke, die zum Beispiel die Entfernung von Galaxien im frühen Universum messen, oder messen ist das falsche Wort, mit denen man...

Ruth Über statistische Methoden die Rotverschiebung, die Entfernung von Galaxien bestimmen kann. Wenn du eben genau so, statt einem Spektrum, was du eigentlich gern hättest, wo du dann siehst, wie sich die Linien verschieben, wo du dann einfach nur, sagen wir, fünf oder sechs, also sechs ist schon so das Minimum, damit das geht, diese Farben hast, diese verschiedenen Filter und du weißt, du hast quasi ein Trainingsset, wo du die echte Entfernung kennst und die Farben kennst.

Ruth Und dann baust du dir eben so einen sechstimensionalen Farbraum mehr oder weniger und du weißt, welchen Wert diese Punkte in diesem Phasenraum quasi hier haben oder repräsentieren sollen. Und dann erstellt das dir eine Art Landschaft. Das ist ja genau, das ist die Art und Weise, wie KI mehr oder weniger funktioniert, wenn ich jetzt nicht irgendwie da komplett falsch liege oder eine Möglichkeit habe.

Ruth Das ist eine Art Landschaft bildet aus ganz vielen Input-Parametern. In dem Fall sind es halt Farben und dann kann ich da irgendwie unbekannte Werte reinschicken, also auch Farben, die ich weiß, aber ich weiß nicht, was dieser eine Parameter ist, den ich gerne hätte, die Entfernung. Und dann schicke ich die da rein in diese Landschaft und dann sagt mir das Netzwerk, diese Landschaft sagt mir, ohne den physikalischen.

Ruth Zustand oder was auch immer zu kennen, die Grundlage zu kennen, sagt mir, die wahrscheinlichste Lösung ist die, aufgrund dieser Landschaft, die du vorher generiert hast mit dem, was du gewusst hast. Also das ist ja irgendwie etwas, was man eigentlich recht oft auch in der Astronomie verwendet. Und schon damals, das ist schon 20 Jahre her.

Florian Das klingt immer so abgehoben, wenn man sagt, man hat einen mehrdimensionalen Raum und so weiter.

Ruth Aber es ist im Grunde dieser Phasenraum, es ist das gleiche wie eine Landschaft. Es ist das gleiche wie ein dreidimensionaler Raum mit XYZ-Koordinate, einfach ein Punkt im Raum. Und dann kann ich einfach statt XYZ nehme ich rot, gelb, blau. Und dann habe ich einfach eine Koordinate in einem Farbraum.

Ruth Ich meine, die Mathematik ist schon geil.

Florian Nur, dass der Phasenraum halt nicht auf drei Divisionen beschränkt ist und halt beliebig viele haben kann.

Ruth Genau. Und das ist das Geile an der Mathematik, oder? Dass es eigentlich total easy ist, das zu konstruieren in wirklich relativ mathematisch. Etwas, was wir komplett unmöglich, nicht in der Lage sind, uns vorzustellen, ist ja mit der Mathematik total zugänglich.

Florian Genau, das ist das Schöne an der Mathematik.

Ruth Die Brücke in den mehrdimensionalen Farbraum ist die Mathematik.

Florian Genau, das ist schön gesagt.

Ruth Ich bin schon urgespannt, was die KI jetzt nämlich für ein Titelbild für diese Folge generiert.

Florian Die KI generiert schon lange keine Titelbilder mehr für die Folge, weil ich schon seit langer Zeit aufgehört habe, Titelbilder für die Folge zu machen und auf Instagram zu posten.

Ruth Aber wirklich ist mir gar nicht aufgefallen.

Florian Ja, tatsächlich. Ich habe lange Zeit keine Zeit gehabt. Und dann, es ist nicht nur dir nicht aufgefallen, es spielt auch keine Rolle. Ich habe dann wirklich mal angeschaut, die Zugriffszahlen, auch bei meinem anderen Podcast Sterne-Geschichte, da habe ich auch die Folgen, jede Folge extra darauf hingewiesen auf Instagram.

Florian Komplett wurscht. Es ist überhaupt kein einziger sichtbarer Effekt gewesen, als ich aufgehört habe, die bei Instagram irgendwie zu bewerben. Also spielt null Rolle.

Ruth Ist das nicht schön? Social Media spielt null Rolle. Man kann da einfach drauf verzichten.

Florian Man kann, kommt aber darauf an. Also ich habe das dann mal wirklich ausprobiert. Also wir schweifen jetzt komplett ab, aber ich sage es kurz, weil das vielleicht auch manche interessant finden. Du kannst mit Social Media, mit Instagram durchaus viele Menschen erreichen. Entweder indem du Geld zahlst, also einfach bezahlte Anzeigen machst dort, Oder indem du halt wirklich ein Account mit ein paar hunderttausend Millionen Followern bist und, dich dem Algorithmus voll und ganz unterwirfst und nur das machst, was den Algorithmus vorantreibt, dann belohnt dich der Algorithmus aus und spielt dir auch deine entsprechenden Beiträge aus.

Florian Wenn du das nicht hast, wenn du so wie ich einen publiken Account auf Instagram hast, dann kannst du schon was posten. Ich habe das letzte Mal gemacht. Ich habe einen Post oder eine Story gemacht von meinen 20.000 Followern. Wurde dieser Beitrag 600 Leuten angezeigt, glaube ich. Und von diesen 600 Leuten hat dann am Ende eine Person auf den Link draufgeklickt, der das Ziel des Posts war. Also wenn du da nichts zahlst oder kein großer Account bist, dann ist es komplett irrelevant, was du da machst für irgendwas.

Florian Und darum habe ich aufgehört, da diese Sache mit den Leuten.

Ruth Auch mal gut zu wissen. Vielleicht ist jetzt wirklich der Punkt gekommen, wo man sich dann doch davon trennen muss, von diesen ganzen Accounts und Apps. Oder eine Alternative zumindest da findet und sich da in den alternativen Netzwerken bewegt. Im sechstimensionalen Farbenraum zum Beispiel. Das wäre doch eine tolle alternative Landschaft, in der man sich bewegen kann.

Florian Ja, ich habe jetzt explizit von Instagram gesprochen, auf anderen Netzwerken, Blue Sky, Bastodon. Da ist die Interaktion deutlich besser und höher, weil die nicht so algorithmusdominiert sind. Aber die direkteste und überhaupt nicht vom Algorithmus motivierte Kommunikationsart ist, uns E-Mails zu schreiben. Das funktioniert hervorragend.

Florian Da ignoriert nicht der Algorithmus euch, da ignorieren wir euch direkt persönlich, wenn ihr uns Fragen schickt.

Ruth Ja, das ist ja super, oder?

Florian Genau. Wenn ihr uns Fragen schickt, die wir beantworten sollen an fragen.dasuniversum.at, dann werdet ihr noch persönlich von echten Menschen ignoriert.

Ruth Sehr gut. Das kriegt man heutzutage auch nicht mehr so oft, oder?

Florian Aber nicht alle Fragen werden ignoriert. Wir suchen ja für jede Folge ein paar Fragen raus, die passen. Und irgendwann werden wir, ich wollte gerade sagen, die meisten Fragen beantwortet haben, aber es kommen ja immer wieder neue nach. Also das ist ein Fass ohne Boden, was gut ist, weil es zeigt, dass ihr viel wissen wollt, aber wir können halt nicht immer alles beantworten. Aber ich habe ein paar Fragen rausgesucht.

Florian Ich habe tatsächlich nichts gefunden, was direkt zum Thema Technosignaturen passt. Wenig gefunden, aber so ein paar verwandte Themen. Eine schöne Frage habe ich von Michael. Michael hat nämlich unlängst, und unlängst ist auch schon wieder eine Zeit lang her, aber unlängst hat er eine Tüte Trockenfrüchte aufgemacht, die eigentlich für seine Kinder bestimmt war. Die armen Kinder von Michael müssen Trockenfrüchte essen.

Ruth Noch dazu aus einer Tüte.

Florian Wo soll es denn sonst herkommen?

Ruth Aus einem Sackerl.

Florian Achso, okay, gut. Jedenfalls hat Michael das zum Anlass genommen. Um über Gefriertrocknung nachzudenken.

Ruth Oh, okay.

Florian Die frischen Früchte werden vakuumiert eingefroren, das Wasser aus den Früchten sublimiert, also wird gasförmig, und das trockene Obst bleibt zurück. Und jetzt fragt er sich in Bezug auf die Astronomie, warum ist das Eis auf und in den Asteroiden nicht schon längst ins All sublimiert? Damit sind wir wieder bei der Eingangsgeschichte, bei den dunklen Kometen.

Florian Also warum verhalten sich Asteroiden und Komete nicht so wie Trockenfrüchte, Warum sind das keine gefriergetrockneten Asteroiden und Kometen? Warum ist da das Eis nicht schon längst weg sublimiert?

Ruth Naja, weil es halt sehr fest ist und sehr kalt ist. Und da nicht zu viel Energie da ist vielleicht, oder?

Florian Das ist der Hauptgrund. Also das fest ist, glaube ich, wurscht, aber das kalt ist der Grund. Also natürlich funktioniert Sublimation auch bei Asteroiden. Das Eis sublimiert auch dort. Es ist aber sehr, sehr kalt im Weltall. Und deswegen funktioniert die Sublimation auch sehr, sehr langsam. Es geht exponentiell mit der Temperatur im Wesentlichen und da ist auch viel Eis, das unterm Gestein, unter Staubschichten ist.

Florian Ich will es jetzt nicht im Detail ausrechnen, aber das bleibt da Milliarden Jahre lang, dieses Eis. Bei der Gefriertrocknung ist es ein bisschen anders. Da ist nicht nur Kälte und Vakuum relevant bei der industriellen Gefriertrocknung, sondern da wird aktiv Energie zugeführt, damit eben das Eis sublimieren kann und der Wasserdampf wird aktiv abgesaugt davon.

Florian Das heißt, da wird der Wasserdampf aktiv entfernt und darum funktioniert es ein bisschen flotter bei dem Gefriertrocknen der Früchte. Die Asteroiden und Kometen werden ein bisschen langsamer gefriergetrocknet.

Ruth Und zwar so langsam, dass das Universum noch nicht alt genug ist. Genau. Oder das Sonnensystem in dem Fall.

Florian Vielleicht kommen die Aliens irgendwann und snacken sie weg.

Ruth Dann haben wir alle geschrien getrocknet.

Florian Dann habe ich noch eine schöne Frage von Nils. Nils hat nämlich Star Trek geschaut. Und beim Star Trek schauen ist ihm eine Frage in den Sinn gekommen. Ich weiß jetzt nicht, auf welchen Film oder Folge er sich da bezieht, aber es gab einen Bezug offensichtlich. Er hat gefragt, könnte man, damit sind wir jetzt wieder bei den Technosignaturen, könnte man mit unseren heutigen Möglichkeiten Kernwaffenexplosionen auf anderen Planeten messen?

Florian Denn, so Nils, warum sollte es nicht eben so dumme Aliens geben wie Menschen?

Ruth Da haben wir auch schon drüber geredet ein bisschen, ja.

Florian Könnten wir die Technosignatur von Kernwaffenexplosionen auf anderen Planeten finden? Und im Sonnensystem, klar, also wenn da irgendwelche Aliens sich am Mars rumtreiben und Atomkrieg führen, würde man mitkriegen. Selbst am Pluto würde man mitkriegen. Auf extrasolaren Planeten schwieriger. Da müsste wirklich ein globaler Atomkrieg stattfinden auf so einem Exoplaneten, damit wir das mitkriegen.

Florian Weil dann würden wirklich jede Menge so Stickoxide in die Atmosphäre kommen. Die ganze Ozonchemie, Atmosphärenchemie würde sich verändern. Wir hätten jede Menge Staub in der Atmosphäre, radioaktives Material natürlich in der Atmosphäre, also das wäre alles Zeug, das wir theoretisch messen könnten, aber das muss halt wirklich, eine Atombombe reicht da nicht, die müssen sich wirklich so dystopisch voll mit sämtlichen Atomsprengköpfen, die sie haben, die Kante geben dort, damit wir eine Chance haben, das mitzubekommen.

Florian Also da müsste schon sehr, sehr blöd sein, die Aliens. Und man könnte sich denken, das ist ja so absurd viel Energie, müsste ja nicht aufleuchten wie noch was, wenn da so globaler Atomkrieg ist. Ich habe das kurz mal überschlagen. Das gesamte heutige Kernwaffenarsenal der Erde, da gibt es natürlich auch keine exakten Daten, wir haben was geheim gehalten, aber ja, wir haben so, schätzt man, 10.000 rum einsatzfähige Kernwaffen und mit unterschiedlichen Stärken.

Florian Aber wenn man das alles irgendwie so grob zusammenrechnet, kommt man darauf, dass diese gesamte Energiemenge, die das gesamte Kernwaffenarsenal der Menschheit abgeben kann, der Energiemenge entspricht, die die Sonne in knapp 10 Nanosekunden abgibt.

Ruth Nanosekunden.

Florian Also Nano bis Mikrosekunden, je nachdem. 10 Nanosekunden bis Zehntel Mikrosekunde. Weil wie gesagt, kann man nicht so genau sagen.

Ruth Ist ja auch schon wurscht, oder?

Florian Ja, also es ist zwar viel Energie, gemessen auf uns Menschen, aber jetzt aus astronomischer Sicht doch so wenig Energie, dass wir da jetzt keine Lichtblitze sehen, nur weil Aliens irgendwo Atomkrieg führen.

Ruth Ja, oder irgendwie einen sehr, sehr kurzen Wendern. Aber könnten wir die sonstige Verwüstung, die ein globaler Atomkrieg auslösen würde, dann als solche auch identifizieren? Oder würden wir einfach nur glauben, dass das jetzt ein staubiger Planet ist oder ein, weiß ich nicht was, undurchsichtigere?

Florian Da bin ich jetzt zum Beispiel nicht gut genug oder Experte genug in der Spektroskopie, um zu sagen, wie gut wir jetzt diese ganzen Uran und Plutonium und das ganze Zeug nachweisen könnten. Da weiß ich nicht, weil das brauchen wir normalerweise nicht in der Astronomie. Also weiß ich jetzt nicht, wie gut wir das nachweisen könnten spektroskopisch.

Ruth Aber wahrscheinlich schon, oder? Ich meine, es halt global wäre. Weil wenn man die Biosignaturen nachweisen kann, warum dann nicht irgendwie die Signaturen von Explosionen?

Florian Ja, ich habe keine Ahnung, wo die Spektrallienen von Uran und Plutonium liegen. Das habe ich gemeint. Und ob die gut beobachtbar sind und sowas.

Ruth Ja, das stimmt.

Florian Aber wenn das so wäre, dann sehen wir da Staub. Wir sehen da radioaktive Elemente, die halt nicht natürlich vorkommen von Atomwaffen. Wir sehen vielleicht, keine Ahnung, halt irgendwie da andere Marker. Wenn wir es länger beobachten, wenn wir jetzt sagen, okay, wir machen das jetzt irgendwie in 30 Jahren und wir haben einen längeren Datensatz und wir sehen, davor war das nicht so und danach war es so.

Florian Also dann wäre das schon, glaube ich, deutlich sichtbar. Könnte man sagen, yay, wir sind nicht die größten Trottel in der Galaxis, da gab es noch andere.

Ruth Ja, das wäre auch wieder eine seltsame Art der Beruhigung für uns irgendwie. Also die Spektrallinien von Uran umfassen, sagt die KI aufgrund der komplexen Elektronenstruktur, tausende von Einzellinien, die sich über den ultravioletten, sichtbaren und infraroten Bereich erstrecken.

Florian Okay, also sind die Wahl, gut.

Ruth Gut, aber ob die stark genug sind, dass man sie dann auch, wie auch immer.

Florian Globalen Atomkrieg von Aliens könnte man theoretisch nachweisen, wenn es ihn irgendwo gibt. Jetzt noch eine friedlichere Frage zum Schluss von Peter. Peter hat sich erstens sehr gefreut über die Folge, die wir gemeinsam mit Raoul aufgenommen haben, über die Sternbilder, wenn du dich erinnerst, das erbe Sternenhimmel der Menschheit.

Florian Und jetzt hat er sich gefragt, und ich gebe die Frage direkt an dich weiter als Expertin für Sternenhimmelprojektion. Und ich bin mir ziemlich sicher, die Frage hast du schon mal in deinem Planetarium gestellt bekommen, weswegen du sie jetzt hier problemlos beantworten kannst. Peter hat sich gefragt, wie die Sonne von einem anderen Sternensystem, vielleicht von Proxima Centauri, aussehen könnte.

Florian Also ob sie vielleicht auch Teil eines Sternbilds sein könnte. Also wenn ich nicht auf der Erde bin, sondern bei einem Planeten von Proxima Centauri oder so, welches Sternbild wäre die Sonne? Wo wäre die da?

Ruth Ja, keine Ahnung, was die für Sternbilder haben.

Florian Ja, aber jetzt mit unseren Sternbildern.

Ruth Wie sie ausschauen würde, natürlich wäre sie einfach ein heller Stern. Die Sonne wäre ein sehr heller Stern am Himmel und wäre ganz bestimmt Teil eines Sternbilds, weil natürlich ein heller Stern dann sofort, also es sind ja eh alle, Sterne Teil eines Sternbilds, aber sie wäre ein definierendes Charakteristikum des Alien-Sternbildes, weil natürlich sie ein sehr heller Stern wäre.

Florian Wenn wir jetzt quasi unsere Sternbilder da haben.

Ruth Von Alpha Centauri aus gesehen.

Florian Cassiopeia. Die Sonne wäre in Cassiopeia von Alpha Centauri aus gesehen.

Ruth Ich wollte gerade sagen, Alpha Centauri ist von uns aus gesehen auf der Südhalbkugel relativ, mehr oder weniger relativ nah am galaktischen Zentrum, in der galaktischen Ebene, das heißt von dort aus gesehen. Wenn wir dort quasi zurückschauen, schauen wir in die andere Richtung. Das heißt, es müsste in der galaktischen Ebene relativ Richtung Rand sein.

Ruth Und da wäre zum Beispiel Cassiopeia.

Florian Wenn die Alpha-Zentaurianer auch ein Sternbild Cassiopeia haben, ein Himmels-W, was auch immer sie sich da vorgestellt haben, dann wäre die Sonne da mittendrin und dann wäre sie kein Himmels-W, sondern ein anderer Buchstabe. Vielleicht wäre der andere Buchstabe ein Alpha-Zentaurisches W. Man weiß es nicht.

Florian Das ist alles sehr, sehr konfus mit den Aliens. Ich glaube, das wäre ein sehr großer Zufall.

Ruth Was? Das ist der gleiche Buchstabe und ihr schreibt ihn nur irgendwie komisch? Nein, das ist das wahrscheinlich eher nicht.

Florian So, und jetzt können wir nach den Fragen direkt übergehen zu unserer Expertin für Technosignaturen und Alphazetaurische Schrift.

Ruth Sehr gut, ja.

Florian Jetzt kommt nämlich gleich Evi und erzählt uns etwas über Science Fiction. Und ich weiß nicht, ob sie Technosignaturen oder Alphazetaurische Alphabete mitgebracht hat, aber es wird auf jeden Fall Science Fiction sein und sie wird uns wie immer dann sagen, was sie mitgebracht hat, wenn sie hier im Podcast ist.

Florian Und das ist jetzt. Hallo Evi.

Evi Hallo.

Florian Du hast verpasst, wie wir über das Alpha-Zentaurische Alphabet gesprochen haben und über den Nachweis von Technosignaturen im sechstimensionalen Farbraum.

Evi Okay, Technosignaturen. Gibt es auch Discosignaturen?

Florian Jetzt haben wir schon gemacht und in Folge 21 haben wir auch gemacht.

Ruth Jetzt haben wir in alle drei gemacht.

Evi Super.

Florian Ja, also hoffe ich, dass du uns heute etwas... Passendes erzählst oder auch nicht, aber du erzählst es auf jeden Fall etwas über Science-Fiction, habe ich behauptet und ich hoffe, es stimmt.

Evi Ja, das denke ich schon, dass zumindest das stimmt, das andere weiß ich nicht. Ich habe heute einen Film mitgebracht, von dem ich eigentlich dachte, dass wir den schon längst besprochen haben. Ich habe dann so zweimal meine Liste dann nochmal durchgesehen und wenn ich mich nicht irre, dann haben wir den Film tatsächlich noch nicht besprochen.

Evi Ich bin jetzt nämlich ein paar Mal über den gestolpert, weil er irgendwie im Fernsehen war und auf den Streaming-Plattformen ist er jetzt irgendwie auch wieder. Ja, jetzt habe ich mir gedacht, jetzt muss ich den noch mitnehmen, nachdem wir den noch nicht besprochen haben. Und zwar ist das Passengers.

Florian Habe ich gesehen.

Evi Gut, hast du den auch gesehen?

Ruth Ah, ja, den habe ich auch.

Evi Yes, endlich mal einen Film, den wir alle gesehen haben. Das gibt es ja gar nicht.

Ruth Und auch einer, den ich nicht nur gesehen habe, sondern mich auch an den Inhalt erinnern kann.

Evi Ja, auch besser. Das sind die besten Grundlagen für Gespräche.

Ruth Ja, guter Film.

Evi Dass du dich auch erinnerst an den Film. Von 2016 ist auch schon wieder zehn Jahre alt, übrigens. War ganz sehr...

Ruth Was? So alt ist der schon?

Evi Ich finde, das Design und so wie der Film gemacht ist, Das finde ich ist ja immer noch sehr sehenswert. Für alle, die ihn nicht gesehen haben oder die sich nicht an den Inhalt erinnern können, vielleicht noch ganz kurz, worum es geht in dem Film. Ja, Chris Pratt spielt die Hauptrolle, spielt den Jim.

Evi Jennifer Lawrence die zweite Hauptrolle. Also wir sind im 24. Jahrhundert und man kann auswandern zu entfernten Planeten, entfernten Kolonienreisen. Jennifer Lawrence und Chris Pratt sind da eben solche Passagiere an Bord von so einem Mega-Raumschiff. Die Reisedauer ist auch 120 Jahre. Sie sind eben auf dieser Avalon unterwegs nach Homestead 2, also so einem fernen Planeten, wo sie dann auswandern wollen.

Evi Relativ bald auf ihrem Flugdurchkreuz das Schiff in seinem Asteroidenfeld wird dann eben getroffen von mehreren solchen Objekten. Die Reise wird aber fortgesetzt. Kurze Zeit später erwacht dann aber Jim, also Chris Pratt, aus seinem Hyperschlaf oder Kryoschlaf, wie man es nennen möchte. Und er bemerkt, dass er da ganz alleine ist an Bord.

Evi Also alle anderen Passagiere, es sind 5000 an der Zeit, die schlafen alle. Er ist ganz alleine nur mit seinem Barkeeper-Roboter namens Arthur, mit dem er sich unterhalten kann. Nach einem Jahr entdeckt er Jennifer Lawrence unter den schlafenden Passagieren, verliebt sich in sie und beschließt, dass er sie auch weckt aus ihrem künstlichen Schlaf.

Evi Er sagt aber, das war ihm auch ein Unfall, sie ist auch einfach so aufgewacht. Die beiden wären dann ein Paar. Sie findet dann aber heraus, dass er sie angelogen hat, dass er sie absichtlich aufgeweckt hat. Er ist dann ganz böse auf ihn, meidet jeden zum Takt. Ja, ich finde auch, das ist ziemlich heftig. Zur gleichen Zeit aber häufen sich dann eben immer wieder so Defekte und Fehlfunktionen auf dem Schiff.

Evi Und es kommt dann auch einmal zu seinem Ausfall von dieser künstlichen Schwerkraft, wo dann sie fast ertrinkt auch in dem Pool. Es erwacht dann auch nochmal ein Deck-Offizier, gespielt von Lawrence Fishburne. Der ihnen dann auch Zugang zu diesen ganzen anderen Bereichen des Schiffes geben kann. Und sie kommen dann eben darauf, dass es halt wirklich massive technische Probleme an Bord gibt.

Evi Und wenn man diese Fehlfunktionen und das alles irgendwie nicht in den Griff bekommt, dann ist das alles zum Scheitern verurteilt. Also sie müssen sich dann auf die Suche machen, finden dann eben auch, dass ein Meteorit die Außenhülle des Schiffes beschädigt hat und da einige Schäden verursacht hat und der Fusionsreaktor auch zu überhitzen droht und alles natürlich explodiert.

Evi Aber es ist dann natürlich so, dass sie das Schiff retten. Es gäbe dann auch noch die Gelegenheit für sie, dass sie sogar wieder in diesen Hyperschlaf gehen kann. Damit sie dann eben die Reise fortsetzen kann und dort auch ankommt, weil eben sie haben ja noch 88 Jahre vor sich, also das habe ich vergessen zu erwähnen, dass sie ja, noch eigentlich 90 Jahre vor sich haben. Das heißt, sie werden lebend das nicht mehr erreichen.

Florian Welchem Jahr sind wir? 2400?

Evi Also im 24. Jahrhundert, glaube ich, ja.

Florian Die können irgendwie Kryoschlaf und sie können irgendwie da mit Raumschiffen, Generationenraumschiffen oder Raumschiffen, die halt dann irgendwie 100 Jahre nur brauchen, irgendwie zu einem anderen Planeten und kolonisieren. Das können sie alle. Aber die Lebenserwartung haben sie immer noch nicht über 100 Jahre bekommen.

Evi Naja, das wäre da völlig zu dramatisch. Da hätte man die Reise halt auf 400 Jahre ausdehnen müssen. Ich glaube, der Punkt ist der, dass sie das eben nicht mehr erleben, dass diese Reise so lange dauert.

Florian Ja, ich bin schon klar, dass das der Punkt ist, aber trotzdem, das irritiert mich. Also 100 Jahre muss doch schon werden können im 25. Jahrhundert. Ich meine, bitte, gut.

Ruth Ja, aber trotzdem, die sind ja nicht Babys. Also auch wenn du jetzt sagst, du wirst 100 oder du wirst 110, dann bist du ja mit 90 gereist Jahren und die sind ungefähr, wie alt sind die?

Evi Ja, ich schätze auch so mit 30 herum. Ja, ich hätte es auch gesagt.

Ruth Oder Anfang 30, keine Ahnung, dann bist du halt irgendwie trotzdem 120 und dann bist du gerade erst mal dort.

Evi Du bist dann auch nicht mehr in der Blüte deines Lebens, dass du dann dein Auswandererleben, so wie du es geplant hättest, umsetzen könntest. Aber sie entscheidet sich dann eben, dass sie bei ihm bleibt und sie verbringt dann quasi ihr Leben auf dem Raumschiff.

Florian Happy End, so halb.

Evi Ja, kommt drauf an, wie man es interpretiert. Ja, wahrscheinlich schon. Auf eine gewisse Art und Weise.

Florian Ja, ich fand den Film ganz okay. Er war ganz unterhaltsam. So Science-Fiction-mäßig war er ein interessanter Film. Also jetzt kein Thema, das man nicht schon mal wo gesehen hätte. Aber science-mäßig hätte ich jetzt in dem Film nicht so wahnsinnig viel gesehen.

Evi Na, eigentlich finde ich, dass da ziemlich viel Science in dem Film vorkommt.

Florian Die ist halt einfach da. Also es ist genauso wie halt Raumschiff Enterprise. Das ist halt ein Raumschiff, das flickt und das setzt man voraus, dass da irgendwie die Wissenschaft da ist und das Raumschiff zu bewegen. Aber ich habe jetzt gemeint, dass es kein Film ist, in dem viel Wissenschaft erklärt wird.

Evi Also naja, es ist jetzt nicht so, dass jetzt vielleicht Wissenschaft in dem Sinne zur Lösung oder sowas beiträgt. Aber eben du hast reisen interstellaren Raum und auch die Entfernungen. Relativ am Anfang kommt er die Szene, also im Gym wacht er auf und ein bisschen mal checkt, wo er überhaupt ist und dass er eigentlich nach 90 Jahren Flugzeit vor sich hat und dann macht er so ein Notsignal, einen Notruf und dann kommt die Info, dass er die Antwort aber erst in 55 Jahren frühestens bekommt.

Evi Also das finde ich immer so ganz nette Darstellungen, wo man eben auch sieht, okay, diese menschliche Lebenszeit ist jetzt nicht für solche Entfernungen oder Reisen eigentlich ausgelegt. Dann auch die künstliche Schwerkraft. Ganz interessant ist da dann auch zum Beispiel die Szene, wo Charlie F. Lawrence gerade im Pool schwimmt und dann fällt sie eben aus, diese künstliche Schwerkraft.

Evi Und da haben sie zum Beispiel schon das Verhalten des Wassers im Pool, jetzt während dieser Schwerelosigkeit, also das basiert auch auf der Forschung, die auf der ISS stattgefunden hat, wie sich da im Wasser verhält. Das haben sie dann schon so dann auch designiert. Finde ich ganz gut, ja.

Ruth Das Einzige, was ich nicht gut finde bei der Szene, ist, dass sie, warum wacht sie wieder auf? Sie ist schon bewusstlos.

Evi Warum wacht sie wieder auf?

Ruth Ich finde es gut.

Evi Dass sie sich selber rettet. Also es ist nicht so, dass da jetzt irgendein Hero, auftaucht und sie retten muss, sondern sie rettet sich ja selber. Das finde ich dann schon ganz gut. Aber ich finde es auch ein bisschen irritierend, weil sie schwebt dann eigentlich schon so bewusstlos in dieser Blase und dann nachher taucht sie aber dann wieder auf. Aber anyway, ja.

Florian Was mich stört an dem Film?

Evi Sind wir schon beim Stern, ich bin noch beim Aufzählen, wie viele wissenschaftliche Themen vorgekommen.

Florian Ja, ja, es kommt jedoch Wissenschaft, aber ich sage das, was mich stört.

Evi Okay, dann sag.

Florian Das, was die Ursache für alles ist, der Grund, warum der Kerl aufwacht, der Grund, warum das Schiff kaputt geht – Das sind angeblich Asteroiden, weil das Schiff durch ein Asteroidenfeld geflogen ist und dann ist ein Asteroid zusammengestoßen und so weiter. Also wenn ihr da von einem Stern zum anderen fliegt, da ist kein Asteroidenfeld. Das gibt es nicht.

Florian Immer sind die Asteroiden die Bösen.

Evi Ja, gell.

Ruth Ja, aber weißt du das? Weißt du das, dass es das nicht gibt? Es gibt ja auch vagebundierende Planeten. Vielleicht kann es ja auch vagebundierende Asteroiden geben.

Florian Ja, eh, kann es geben, wird es geben, gibt es auch. Aber erstens muss man schon sehr viel Pech haben, dass man dagegen fliegt. und im Zweiten sollen die im 24. Jahrhundert gefälligster Raumschiff haben, mit einem Radar, das ausweicht.

Ruth Aber das ist ja der Punkt, weil es ist so unwahrscheinlich, dass sie sich gedacht haben, das passiert nie. Das ist so unwahrscheinlich. Und dann haben sie halt extrem Pech gehabt.

Florian Ich habe einen Roboter-Barkeep bei dem Raumschiff, der besser vor allem sowas noch hinkriegt, dass die Asteroiden ausweichen.

Evi Ja, vor allem, weil eigentlich haben sie ja so ein Schutzschild auch vor sich. Das sieht man ja auch ganz am Anfang, wo die ja eigentlich dagegen knallen, diese ganzen kleineren Objekte, ja, aber irgendeines dringt da halt dann irgendwie durch und verletzt halt die Schiffshülle.

Florian So, gibt es noch andere Wissenschaften in dem Film?

Evi Also, naja, natürlich, wir haben diese Kryotechnik, das ist ja auch ein beliebtes Mittel in der Science Fiction. Wenn es darum geht, diese langen Distanzen zu überwinden und wenn man halt keine Wurmlöcher oder sonstige Sachen oder Überlichtgeschwindigkeit zur Verfügung hat, ist das ja auch ein beliebtes Mittel in der Science Fiction, dass man halt dann, die Menschen einfriert oder da eben in so einem komatösen Zustand versetzt und die Lebensfunktionen herabsetzt, damit sie halt eben diese langen Raumflüge überbrücken können.

Florian Klingt eh gut, aber bis jetzt wüsste ich noch nicht, dass das irgendwie ansatzweise in echt funktioniert, dass man Menschen einfriert. Aber ich glaube, du stirbst nur.

Evi Deswegen ist es ja Science Fiction.

Ruth Naja, Embryos kann man einfrieren.

Florian Ja, mit Embryos, ich glaube, da bist du schon sehr, sehr nahe an der Eizelle dran. Die sind ja auch schon aufgetaut.

Evi Auch wieder worden.

Ruth Embryos, na sicher, künstliche Befruchtung.

Evi Achso, okay. Ja, ich habe mich da nie damit so beschäftigt, in welchem Zustand die da gelagert werden.

Florian Ja, aber es sind vielleicht, keine Ahnung, wie viele Zellen sind das da? Wenn es dir aufwächst, dann kannst du keinen Kinofilm damit machen.

Ruth Nein, das wird noch ein bisschen dauern.

Evi Aber es gibt ja tatsächlich so ein, ich weiß jetzt nicht, wahrscheinlich ist das ein privates Unternehmenshaus, wo du dich ja einfrieren lassen kannst.

Florian Ja, ja, ich private Unternehmenshaus, klar, du kannst gerne Geld geben.

Ruth Ja, da gibt es ja nicht mehr.

Evi Genau, also damit ist Krionik da. Also ich glaube, es gibt da so 200 Menschen, die sich da schon irgendwie einfrieren haben lassen.

Florian Wenn die das gerne machen wollen. Das Problem ist, glaube ich, erst mal, der Körper zerfällt nach dem Tod. Das ist biologisch so. Das lässt sich nicht aufhalten bis jetzt. Wir wissen nicht, wie man diese Zerfallsprozesse aufhalten kann oder rückgängig machen, weil du wirst ja auch nicht als halb verfolter Zombie wieder aufwachen. Das ist auch blöd.

Florian Und alle, die schon mal irgendwas eingefroren haben, irgendwie Obst, Fleisch, sonst irgendwas wissen, wenn es zu lange da rumliegt, dann kommt Schirch raus, weil du halt dann Zellschäden kriegst. Weil du halt Zellschäden hast und so weiter, die durch das Einfrieren erzählen. Da weiß man auch noch nicht, wie das funktioniert.

Florian Und dann kriegst du ja, wenn du dann, je nachdem wie lange du im Raumschiff rumliegst, kriegst du ja noch mehr Zellschäden, weil du hast ja die kosmische Strahlung. Die ist schon arg genug, wenn du so durchs Weltall fliegst und lebendig bist und wenn du dann nicht irgendwie ein halbes Jahr zum Mars fliegst, sondern keine Ahnung, 200 Jahre zum anderen Stern.

Florian Dann brauchst du nicht nur dein Asteroiden-Abwehrschild, du brauchst dann auch ein kosmischer Strahlung-Abwehrschild, weil sonst wirst du zwei, drei Jahre lang von kosmischer Strahlung bombardiert und dann wachst du auch sehr ungesund bis tot auf.

Evi Ja, wenn du dann noch aufwachst, richtig, ja.

Ruth Also man müsste die Körper kurz aufkochen, wie beim Gemüse. Wenn man Gemüse einfriert, darf man es kurz blanchieren, also kurz kochen und abschrecken in Eiswasser und dann wird dann irgendwie eine, genau weiß ich auch nicht.

Florian Ja, aber du bist halt Marmelade danach.

Ruth Verlangsamt oder gestoppt. Aber das ist jetzt auch nicht so zum Thema gesund wieder rauskommen.

Evi Ich glaube, es ist ja naheliegend. Wir kennen es ja schon aus der Tierwelt, dass es ja Tiere gibt, die Winterschlaf halten und die ja auch ihren Puls in ihre ganzen Aktivitäten ja extrem runterfahren können. Deswegen, glaube ich, ist das immer so ein Bereich, wo man halt gerade in der Science-Fiction-Literatur sich vielleicht denkt, ja, dass man das vielleicht in naher Zukunft auch bei Menschen machen könnte.

Evi Ich meine, was ich halt bis jetzt so gelesen habe, ist, dass alle, die sich in diesem Bereich auch auskennen, also Mediziner und Biologen, die halt meinen, ja, es hat das auf den Menschen angewendet, ist das alles wirklich pure Science-Fiction und Fantasy und ja, vielleicht dauert es wirklich bis ins 24.

Evi Jahrhundert bis wir das so annähernd ja, aber weil du auch schon gesagt hast, mit kosmischer Strahlung.

Ruth Das ist eher das Hauptproblem.

Evi Ja, beziehungsweise ist es also in dem Film das Raumschiff, das fliegt ja mit halber Lichtgeschwindigkeit mit dem Fusionsreaktor also wenn du so schnell unterwegs bist dann wären halt wirklich auch schon die kleinsten Teile auch in diesem auch wenn du im interstellaren Raum bist, ja, das werden Geschosse und alles.

Evi Und das ist dann wirklich sehr gefährlich. Da muss man sich dann sowieso Gedanken über so Schutzschilde machen.

Florian Ja, wie werden die überhaupt so schnell?

Evi Ja, mit Fusionsantrieb. Also das sind, ja, ja, das sind all diese Mini-Atombomben, Fusionsreaktoren, die dafür diesen notwendigen Schub leisten. Und ich finde es wieder mal super spannend. Ich habe noch so ein bisschen geschaut, ob es denn solche Fusionsantriebe, wie weit wir da sind, also wie nah das vielleicht jetzt schon an der Science ist oder ob das halt nur reine Science-Fiction ist.

Evi Also es muss jetzt nicht einmal ein bemannter Raumflug sein, also auch unbemannte. Da muss man sich da wirklich schon ganz andere Sachen in der Raumfahrt und in der Raketentechnik überlegen. Also da kann man das dann nicht einfach skalieren in der aktuellen Technik. Also gerade mit diesen chemischen Raketen, mit denen wir aktuell fliegen, das funktioniert. Wenn man da in diesen Entfernungen, dann denkt der gar nicht mehr.

Evi Und da gibt es tatsächlich sehr alte Projekte dazu, zu diesem Thema. Also ich war wieder mal erstaunt, wie weit das zurückreicht, dass da so die ersten Überlegungen stattgefunden haben. Ich bin mir sicher, da kennt sich der Florian jetzt wieder ganz, ganz toll aus, wenn ich Ihnen das sage, dass es ja bereits in den 50er Jahren das Projekt Orion gegeben hat.

Florian Ja genau, das, wo Sie gesagt haben, wir schmeißen aus unserem Raumschiff alle paar Sekunden eine Atombombe raus. Ja richtig, genau so kleine. Und da basteln wir noch so eine Platte hinten ans Raumschiff dran. Und die Explosion der Atombombe haut gegen die Platte und schiebt das Raumschiff vorwärts ein Stückerl.

Florian Und dann schmeißen wir ja nichts der Atombombe raus und so weiter.

Evi Genau, das sorgt dann quasi auf diesen Schockwellen der Explosion.

Florian So was denkt man sich aus in den 50er Jahren, ja genau.

Ruth Orion. Also ich habe Raumpatrouille Orion anders in Erinnerung als mit Atombomben. Aber gut.

Evi Aber ich finde es spannend. Das war so von 1957 bis 1965 war dieses Projekt. Das ist halt nie über so eine Machbarkeitsstudie hinausgegangen.

Florian Es gibt, wenn ich das in den Finn, tue ich es in die Show-Nutz. Es gab einen Test dazu, also nicht mit Atombomben, aber mit normalen Explosionen, aber probiert, was so anzutreiben. Es gibt ein YouTube-Video-Project Orion Nuclear Propulsion 1950s-Test. Da siehst du halt, wie sich so ein kleines Ding, also wirklich klein, das ist nicht größer als ein Auto, wie sich das da durch die Luft, durch die Gegend sprengt. Das schaut sehr, sehr seltsam aus.

Florian Es fällt einmal runter, dann wieder rauf. Also da würde ich lieber noch ins Starship vom Elon Musk einsteigen, bevor ich in das Teil einsteige.

Ruth Ja.

Florian Ich tue das Video in die Show-Notes, ihr könnt es euch gerne anschauen, wenn ihr wissen wollt, wie die sich das damals vorgestellt haben.

Evi Ja, aber es ist nicht so, dass das dann aufgehört hat, das Orion-Projekt, sondern es gab dann noch weiterführend Projekte. Und zwar gab es dann noch Daedalus, das Nachfolgeprojekt, das sich auch damit beschäftigt hat, was das eben bedeuten würde, so ein interstellarer, unbemannten Raumfahrzeug, wie das eben ausschauen muss.

Evi Und das hat auch wirklich so Berechnungen gemacht, okay, wenn es ist jetzt, also sie haben als Ziel Balnars Stern gehabt, das ist ja 5,9 Lichtjahre entfernt, was man da halt überhaupt braucht. Und es geht ja darum, sich auch zu überlegen, okay, was brauche ich denn für eine Energie, damit ich auch so schnell werde, weil eben, was wir heute haben, ja nicht ausreicht. Und die haben eben auch ein Schutzschild natürlich sich schon überlegt, auch die Nutzlast, Antriebssystem.

Evi Finde ich ganz spannend, was sie da auch gemacht haben und sich da überlegt haben. Halt riesig das ganze Ding, also allein die Treibstoffmasse ist irgendwie so 50.000 Tonnen. Und das sind aber jetzt nur diese unbemannten Dinge, also da geht es wirklich rein nur um den Antrieb. Es gibt dann auch noch das letzte Projekt Icarus, das auch darauf anschließt. Und was ich spannend finde, ist auch bei diesen Projekten, ich meine, da hat man auch gar keine Exoplaneten zum Beispiel auch entdeckt gehabt.

Evi Also das ist an sich da halt schon so solche Gedanken auch gemacht.

Florian Außerdem haben Sie auch keine Gedanken über griechische Mythologie gemacht, weil da würde ich meinen Raumschiff nicht Icarus nennen. Das habe ich mir auch gedacht.

Evi Irgendwie so, okay, hat die Sonne berührt im Sinne von andere Sterne berühren, aber ich meine, es wäre jetzt nicht so gut ausgegangen. Ich finde das auch ein bisschen seltsam, das so zu benennen. Es soll so sein. Also Sie haben sich auch überlegt, ich weiß jetzt gar nicht, ob es bei Icarus oder bei Orion war, dass ja da bei Jupiter auch der Bau stattfindet, dass das dort zusammengebaut wird.

Evi Und mit so einem Platerium-Helium-3-Antrieb ist das ja und dort hast du ja mehr Helium-3 und ja, aber du hast ja auch so Sachen wie dann das Ding muss ja, Und selbst auch fliegen, korrigieren, die Forschung und das alles selbst machen und dass man da dann eben schon lange vor KI und das alles so in die Richtung geplant hat, finde ich dann schon wieder erstaunlich.

Ruth Ein Moment, den ich richtig cool fand in dem Film, war wie sie um Arkturus geslingschottet sind.

Evi Das Slinkbein-Manöver, genau, ja.

Ruth Das machen sie auch noch. Das fand ich gut. Das fand ich gut. Weil der ist auch wirklich so in einer Entfernung, wo man sagt, der ist irgendwie so, was, so 40 Lichtjahre oder so? Also der ist irgendwie so in der Entfernung, wo man sagen könnte, ja, der liegt voll am Weg und da holen wir Schwung und cool.

Ruth Und obwohl es natürlich komisch ist, dass irgendwie das Raumschiff sie darauf aufmerksam macht, weil eigentlich sollten sie ja gar nicht wach sein.

Florian Ich habe übrigens geschaut, wer das Drehbuch geschrieben hat, ein gewisser John Spates. Er hat Physik studiert, anfänglich ist aber dann in den Bereich politische Philosophie gewechselt. Dann erklärt sich einiges.

Evi Okay, interessant, ja. Der Film ist ja auch nur so halb irgendwie, also in den Kritiken positiv weggekommen, weil ich glaube, weil er da so ein bisschen andere Erwartungen geschürt hat und ich glaube, dass er die, die sich da so einen Science-Fiction-Action-Film erwartet haben, enttäuscht hat. Und dann für die anderen, wo es da so um dieses moralische Dilemma, dass er sie ja aufweckt, um Einsamkeit in diesem Weltraum-Dings da, ja, um dieses Ganze, in dem er sich da ausgesetzt fühlt.

Evi Das ist wahrscheinlich zu wenig, tiefgründig dann wieder. Das ist vielleicht so das Einzige, was man dem Film da so ein bisschen vorwerfen kann. Ansonsten finde ich ihn eigentlich ganz, ganz gut, ja. Ich meine, die Jennifer Lawrence hätte es ja auch schlimm erwischen können. Stell dir vor, irgendwie Jack Nicholson hätte es ja aufgeweckt und nicht Chris Pratt.

Ruth Ja, eh.

Evi Oder Teddy DeVito, dann hätte es nicht so eine Freude.

Ruth Mit Jack Nicholson hat Jennifer Lawrence ja eh eine Vergangenheit.

Evi Ja, eben, genau.

Ruth Kennst du dieses Video, das ist sehr lustig.

Florian Ja, und das hast du vermutlich gewusst, Evi, oder hast du es jetzt irgendwie spontan erwähnt? Weil die Bar des Raumschiffs ist nach der Bar in Shining von Stanley Kubrick gebaut worden oder gemodelt worden.

Ruth Ah, das wüsste ich auch.

Evi Ja, dieser Art-Deko-Stil. Ja, das ist sehr schick.

Ruth Aber es ist schon ein schöner Film, finde ich. Generell ist er eigentlich visuell sehr ansprechend.

Evi Finde ich.

Ruth Und sehr schön gemacht.

Evi Also von diesem ganzen Design finde ich wirklich sehr gut. Ja, eben diese Art Dekostil in der Bar, das erkennt man dann auch sofort, also wenn man es dann weiß, dass das ein Shining angelehnt ist. Und das passt ja auch gut, weil eben, er ist ja auch ganz alleine in diesem riesigen, eigentlich ist es ja so ein Luxusschiff, Raumschiff ja auch, da passt das dann schon, finde ich ganz gut.

Evi Und wer übrigens sich noch genauer beschäftigen möchte mit diesen ganzen, wie man auch diese Antriebe zu bewerten hat, habe ich noch eine ganz, interessante Arbeit gefunden von einem Calvin Long, der sich damit beschäftigt hat, wie leistungsfähig so ein Antrieb auch sein muss, damit eine Sonde innerhalb von einer vernünftigen Zeit auch einen anderen Stern erreichen kann.

Evi Also er geht da so eben von dieser Seite das Problem an und schaut eben, wie jetzt wirklich diese spezifische Leistung sein muss. Also das können wir auch in den Show Notes dann packen. Wer analysiert dann auch die ganzen Projekte, also eben wirklich auch von Daedalus angefangen, und schaut sich das eben an, wie das wirklich mit diesen Energiesystemen ist, wie viel Leistung die da eben brauchen müssen.

Evi Und er kommt dann eben auch zu dem Schluss, dass, okay, wenn wir da wirklich realistisch eben einen anderen Landstern erreichen wollen, dann brauchen wir sowas wie einen Fusionsantrieb. Und es ist jetzt eben keine Frage der Physik, also es ist jetzt nicht so, dass das irgendwie nicht möglich wäre, sondern es geht eher darum, dass wir halt keine Fusionsantriebe bauen können, die halt jetzt so Millionen mal leistungsfähiger pro Kilogramm sind, als jetzt dem heutigen Raumfahrtantrieb.

Florian Ja, wir können ja nicht mal ein Fusions-Irgendwas bauen oder ein Raumschiff, das bis zum Mond kommt und dort landet. Obwohl der Herr Musk ja sowohl Fusionskraftwerke als auch Raumschiffe bauen will. Aber wenn ich jetzt noch etwas sage, dann kriegen wir wieder Schimpfe, weil wir den Herrn Musk so sehr schimpfen. Aber ist mir wurscht, der gehört geschimpft.

Ruth Also jetzt aber nicht mehr, Leute. Jetzt aber nicht mehr Fanboys von Elon Musk sein, oder? Also wirklich, wenn da jemand jetzt noch was dagegen hat, bitte. Ich sage meine Adresse.

Florian Nein, das machst du nicht.

Ruth Komm vorbei. Nein, mache ich nicht.

Florian Was du in der letzten Folge erwähnt, Ruth, ihr wisst ja jetzt schon, wer die Artemis 3 Crew sein wird. Wir wissen es ja doch nicht, wer sie sein wird, weil wir das aufnehmen, bevor die Folge erscheint. Aber jetzt müsste schon bekannt gegeben sein, wer an Bord von Artemis 3 wieder Richtung Mond fliegt und die entsprechenden Tests macht.

Florian Danke für den Film auf jeden Fall. Ich habe ihn tatsächlich gern gesehen und ich kann es allen nur empfehlen, ihn ebenfalls anzuschauen, wenn man einen schönen, halbwegs ruhigen Science-Fiction-Film sehen will, wo man sich nicht so wahnsinnig aufregen muss drüber, wie über andere Filme. Also ich fand ihn gut und man kann ihn, glaube ich, auch an den üblichen Stellen anschauen, oder? Ist nicht irgendwo zurückgezogen.

Evi Nein, gar nicht, ja. Also ich glaube, er ist sogar aktuell, ich glaube, auf Netflix, Apple TV und auf Amazon auf jeden Fall auch zum Laien.

Florian Schaut ihn euch an, ja schön. Und welche Science-Fiction es beim nächsten Mal geben wird, erfahren wir beim nächsten Mal. Es wäre eigentlich Zeit für einen großen Sommer-Blockbuster, oder? Gibt es sowas?

Evi Ja, tatsächlich, es kommt ja der neue Steven Spielberg-Film.

Florian Ah ja, stimmt, genau.

Evi Den wollte ich ja auch sehen. Oder ist er schon im Kino? Ich glaube, der kommt ja jetzt gerade, ja.

Florian Na dann schauen wir mal, dass wir den sehen, dann kannst du ihn gleich vorstellen.

Ruth Und das wird ein Space Science Fiction Film oder was genau wird das für ein Film?

Florian Ein Alien Ankunft Film oder irgendwie sowas.

Ruth Ein Alien Film.

Evi Ja, wobei ich bin mir noch nicht sicher, welchen Film ich das nächste Mal übersprechen, möchte, weil ich habe von einem Hörer einen ganz spannenden Filmtipp bekommen über irgendwelche komischen Biber. Das muss ich mir erraschen.

Florian Biber, okay.

Ruth Biber.

Florian Also entweder in der nächsten Folge kommt der neue große Blockbuster, wie heißt der, Disclosure Day von Steven Spielbeck oder Biber. Mal schauen.

Evi Oder eher was Trashiges, ja.

Ruth Ich bin für Biber, ganz ehrlich.

Florian Dann schauen wir, was es zu sehen gibt und gehen über zu den Veranstaltungen, wo es jetzt nicht mehr so viel zu sehen gibt, weil langsam die Sommerpause sich nähert. Zum Glück, zum Glück tut sie das. Aber heute Abend noch, wie gesagt, wenn ihr entgegen unseres Aufrufes zu Beginn der Sendung nicht alles stehen und liegen lassen habt und sofort losgerauscht seid ins Radiokulturhaus...

Florian Dann lasst jetzt alles stehen und liegen und macht euch auf den Weg ins Radiokulturhaus in Wien, wo heute Abend am 16. Juni die Live-Aufzeichnung der kommenden Folge Das Universum stattfinden wird. Vielleicht gibt es noch Karten, vielleicht nicht. Das kann ich nicht sagen.

Evi Ich wollte gerade fragen, gibt es noch Karten?

Florian Heute gibt es noch Karten, aber wenn die Folge erscheint, kann es vielleicht keine Karten mehr geben. Das weiß ich nicht, aber ihr könnt den Link in den Show Notes anklicken. Dann wisst ihr, ob es Karten gibt oder nicht. Sternengeschichten live gibt es nicht mehr vor dem Sommer. Ich habe die letzte Show in der Kulisse schon hinter mir. War sehr nett. Nette Leute waren da.

Florian Viele Grüße habe ich bekommen und leite sie hiermit weiter. Aber nächstes Mal Sternengeschichten live wird es erst im Herbst geben. Hamburg ist, glaube ich, schon ausverkauft. Da brauche ich nicht mehr sagen, welcher Termin es ist. Aber wer im Norden sich rumtreibt und gerne Sternengeschichten live sehen will und nach Hamburg nicht mehr kommen kann, kann am 3. Oktober Lübeck nehmen.

Florian Da gibt es Sternengeschichten live im Kolosseum. Oder im November, am 24. November, Sternengeschichten live in Bremen sich anschauen. Und ansonsten gibt es mich noch zu sehen in Fürth am 23.10., in Erfurt am 9.11., In Leipzig am 10.11., in Dresden am 11.11. Und dann in Baden. Das ist nicht mehr Deutschland, Baden ist schon da in Österreich, wo ich wohne. In Baden am 19.11., dann gibt es noch Osnabrück am 26.11.

Florian Und das allerletzte Mal in diesem Jahr. SterneGeschichten live am 3. Dezember in Graz. Das letzte Mal dieses Jahr, vielleicht das letzte Mal überhaupt, aber auf jeden Fall das letzte Mal dieses Jahr. Das war SterneGeschichten live. ScienceBusters gibt es auch erst im Herbst wieder. Die Infos könnt ihr in den Shownotes nachlesen, die Termine sage ich jetzt nicht an. Ruth macht ihr Planetarium am 20. Juni am Kretzlfest im Nibelungenviertel in Wien auf und danach vor dem Sommer nochmal, oder war es das bei dir auch, Ruth?

Ruth Ah, ich habe noch was, ich habe noch was. 3. bis 5. Juli ist das großartige Musikfest, das ist ein Folkfestival in Weidhofen an der Taia im nördlichen Niederösterreich. Das ist sehr schön. Dort sind sehr nette Menschen, dort komme ich mit meiner Ukulele und singe euch Pluto, the previous planet. Nein, mache ich nicht, dort bin ich mit dem Planetarium. Aber es wird auch ein kurzes Konzert im Planetarium geben.

Florian Spitzetreiche, der Baul trommelt oder was?

Ruth Tatsächlich, nicht von mir. Ich spiele den Sternenhimmel. Ich glaube, es ist ein afrikanischer Musiker, der eh am Abend dann noch ein Konzert, ein proper großes Konzert spielt, aber der das auch ganz cool fand und wir wollen wieder mal ausprobieren, wie das ist. Einmal hatte ich schon eine Musikerin im Planetarium auf einer privaten, Geburtstagsfeier. Und das war extrem cool. Also das ist schon sehr nett.

Ruth Und wenn da eine Person dann drinnen ist und, keine Ahnung, Gitarre spielt oder was auch immer dann das Instrument sein mag. Und ich mache einfach ein bisschen Sternenhimmel, rumzoomen, ein bisschen, was mir halt gerade da auch einfällt zu der Musik. Das ist schon richtig cool, finde ich. Könnte man öfter machen.

Ruth Also kommt vorbei nach Waldhofen an der Teier.

Florian Ansonsten ist dann endlich Sommer. Wir werden im Sommer wieder ein paar Sommerspecial-Folgen machen. Soll heißen kürzere Folgen, weil wir ein bisschen weniger arbeiten wollen.

Ruth Ich bin dann im Sommer schon auch noch unterwegs, also es ist nicht nix. Ich bin zum Beispiel auch noch in Steyr. Ende Juli bin ich zwei Tage in Steyr beim Lesesin-Festival.

Florian Dann schreibe ich es auf, aber wir können dann ja noch in der nächsten Folge, die erscheint ja noch vor dem Sommer, können wir einmal ein großes Sommer-Ankündigungs-Special machen.

Ruth Ah, stimmt.

Florian Und bis dahin, bis zur nächsten Folge, sagen wir noch schnell, wo man uns erreichen kann, außer heute Abend im Radio Kulturs in Wien, kann man uns auch eine E-Mail schreiben an hello at das Universo.at, wenn man uns etwas zu sagen hat oder so wie Hauke zum Beispiel uns Fotos von Planeten und Sternen schicken will und wenn man das machen will, wir würden uns freuen drüber, wenn die Fotos nicht ganz so groß sind, weil dann blockieren sie unsere Mailbox nichts.

Florian Also Hauke, die waren toll die Bilder, aber mit so ein paar Megabyte Bildern ist unsere Mailbox sehr schnell so voll, dass keine neue Mail mehr reinkommt. Das heißt, vielleicht komprimiert sie ein bisschen zusammen die Bilder oder schickt uns einen Link, wo wir uns das Bild anschauen können. Das ist am besten.

Ruth Aber es war ein sehr schönes Bild.

Florian Wenn ihr auch irgendwo seid, wo ihr schöne Sterne seht, dann schickt uns gerne Bilder davon, aber idealerweise platzsparend. Und damit sind wir schon bei der Dankes-Rubrik angekommen.

Ruth Wie immer, ganz zum Schluss, last but not least, das Wichtigste, uns bei euch zu bedanken. Wir bedanken uns fürs Zuhören an der Nummer 1. Also das steht immer an erster Stelle. Macht euch keine Sorgen oder bitte kein schlechtes Gewissen, wenn ihr uns nicht unterstützt finanziell, wenn ihr nicht irgendwie Bewertungen schreibt irgendwo auf Plattformen oder wenn ihr uns auch nicht regelmäßig E-Mail schreibt und uns zutextet.

Ruth Also nur Scherz. Wir sind nicht böse, wenn ihr stille Zuhörer oder Zuhörerinnen seid. Das sind wir gar nicht böse. Das finden wir super. Also macht weiter so. Danke fürs Zuhören und danke aber auch ganz herzlich an diejenigen, die uns tatsächlich auch neben dem zuhören mit Posts und Dingen und so weiter unterstützt in unserer Telegram-Gruppe.

Ruth Das ist natürlich auch ganz cool, dass wir da immer so eine, fast schon würde ich sagen, eine ganz eigene Community sich da entwickelt hat, wo Leute immer wieder Sachen posten, Sachen diskutieren. Teleskop-Tipps zum Beispiel, etwas, wo ja wir beide keine Ahnung haben. Beobachtungstipps, wo ja wir beide auch keine Ahnung haben. Also nicht jetzt so mit, nicht professionell.

Ruth Und schaut euch das an, wenn euch das interessiert, tretet unserer Telegram-Gruppe bei. Und ja, ich weiß, Telegram, aber was sollen wir machen? Und dann noch ein spezielleres Dankeschön an diejenigen, die uns auch finanziell unterstützen, weil wir haben doch immer wieder mal ein paar laufende Kosten und bekommen kein Geld von niemandem. So soll es auch bleiben.

Ruth Außer eben, wie gesagt, von euch. Und seit dem letzten Mal, das war jetzt noch nicht so lang her für uns, von der Aufnahme her. Haben uns wieder ein paar Leute unterstützt. Über PayPal geht das, einfach über PayPal eine Spende schicken. Und ja, ich weiß, PayPal, aber. Markus, ganz herzlichen Dank, Markus. Und ihr könnt auch, wenn ihr wollt, ein Spenden-Abo abschließen.

Ruth Über die Plattformen Steady und Patreon, wo man dann regelmäßig einfach so automatisch uns Geld zukommen lassen kann, ohne sich darum zu kümmern. Und wir wissen dann natürlich auch, dass das Geld kommt, was uns eine gewisse Planungssicherheit ermöglicht. Ganz herzlichen Dank an Bernd und ganz, ganz herzlichen Dank an Andreas. Andreas hat ein Multiversum abgeschlossen.

Florian Das ist multi-super.

Ruth Sag Bescheid, wenn du was haben willst. Du hast schon ein E-Mail bekommen, aber sag Bescheid, wenn du irgendwas haben willst. Eintrittskarten für irgendeine Show oder ein Buch.

Florian Für Multiversums-Unterstützung gibt es große Geschenke von uns.

Ruth Das gibt es. Sag Bescheid, Andreas, was du willst.

Florian Dann haben wir den Dank abgeschlossen und ich sage sicherlich auch nochmal ganz, ganz vielen Dank dafür. Und jetzt verabschieden wir uns an unterschiedliche Orte. Evi ins Schwimmbad, ich ins Büro. Und wo treibst du dich hin, Rod?

Ruth Ich gehe noch aufs Feld.

Florian Aufs Feld. Okay, gut.

Ruth Das Gemüse ist voller Läuse und muss entlaust werden. Die haben sich auf die Zucchini gestürzt, diese scheiß kleinen Dinger.

Florian Dann wird Ruth jetzt die Zucchini retten und wir sehen uns in der nächsten Folge wieder. Und da erfahrt ihr dann auch, ob die Zucchini gerettet worden sind oder ob die Läuse Ruths Feld übernommen haben.

Ruth Nie im Leben. Nie im Leben. Sie brauchen sie gar nicht mit mir anlegen. Macht es gut.

Florian Tschüss.

Evi Tschüss.

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