
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 177
Bitteres CL-Aus gegen Paris! Fragwürdige Rolle des Schiris! Diese Hoeneß-Attacke war unfair!
Donnerstag, 7. Mai 2026 · 57 min
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Shownotes
Die Champions-League-Saison des FC Bayern ist beendet. Auf das irre Hinspiel in Paris folgte im Rückspiel ein durchwachsener Auftritt gegen die vielleicht beste Mannschaft der Welt. Trotzdem können die Bayern erhobenen Hauptes den Wettbewerb verlassen.
Madeleine und Stefan sprechen ausführlich über die Partie und die entscheidenden Szenen. Welche Rolle spielte der Schiedsrichter und wie kommen die Münchner jetzt aus diesem emotionalen Loch?
Außerdem geht es um Uli Hoeneß und dessen Attacken auf Konrad Laimer und Thomas Müller. Was hat der Ehrenpräsident denn jetzt schon wieder vor?
Und Stefan verrät, was Sportvorstand Max Eberl am kommenden Montag erwarten darf - schließlich steht eine wichtige Sitzung des Aufsichtsrats an...
Dies und mehr in der aktuellen Folge!
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Viel Spaß mit der 61. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.
Folge 61 im Überblick
• Begrüßung
• Die Analyse des Spiels
• Worte von Kimmich
• Das Gespräch der Woche
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In elf Jahren Bayern war das, glaube ich, bisher die stärkste Saison, die wir gespielt haben, stärker als die Trippelsaison damals. Die Bayern verpassen auf bittere Weise den Einzug ins Champions-League-Finale. Obwohl sie bis zur letzten Minute kämpften, kamen sie gegen PSG nicht an. Doch was hat den Münchnern gefehlt?
Waren es wirklich nur die fragwürdigen Schießrichterentscheidungen, die das Spiel am Ende entschieden? Genau das werden wir jetzt in einer neuen Folge die Bayern-Woche besprechen, zusammen mit unserem Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Hallo Kumbi. Hallo Madleen, hallo da draußen. Wie kurz war die Nacht? Wann war ich zu Hause?
2.45 Uhr und um 8 Uhr bin ich aufgestanden. Aber das ist okay. Da hatte ich schon kürzere Nächte. Und heute in der Früh bin ich wirklich mit voller Elan und mit Adrenalin noch im Körper aufgestanden. Sehr gut. Dieses Adrenalin wollen wir natürlich ausnutzen und mit hier in die neue Folge mit reinnehmen.
Und klar, wie soll es auch anders sein? Gestern haben die Bayern gespielt und deswegen gehen wir rein in unsere erste Rubrik. Die Analyse des Spiels. Ja, lass uns auf jeden Fall mit der ersten Halbzeit anfangen, weil man muss sagen, das war auch die ereignisreichste Halbzeit. Angefangen mit den ersten drei Minuten, wo genau das passiert ist, was den Bayern auf gar keinen Fall hätte passieren dürfen.
Sie haben sich das erste Gegentor gefangen und das wieder auf eine eigentlich vermeidbare Art und Weise, wie es im Hinspiel schon war. Aber wie konnte das sein, dass die Pariser die Bayern dann doch nach drei Minuten oder nicht mal drei Minuten schon wieder so überraschen? Die Frage konnte von den Spielern gestern auch keiner wirklich beantworten.
Von dem her ist es ziemlich viel verlangt, dass ich dir das jetzt erklären soll. Ja, das war Fußball Pariser Art. Und die Bayern haben vorher versprochen, sie sind vorbereitet, sie werden nicht so viele Gegentore kassieren. Das haben sie ja auch eingelöst, aber das war natürlich wieder so ein Moment, da haben sie sich selber irgendwie den Stecker gezogen.
Und ein Erklärungsansatz war dann doch, auch von Jonathan Tham, naja gut, es ist halt Paris, die machen es halt auch sehr gut. Aber wenn man es vorher weiß und der FC Bayern ist und auch eine gute Mannschaft ist, dann hätte man das durchaus verhindern können, man hätte es verhindern müssen. Ich war vor dem Spiel beim Fantalk zugeschaltet und war so ein bisschen der Nostradamus und habe genau davor gewarnt, habe aber nicht damit gerechnet, dass es passiert, weil ich mir dachte, Vincent Kompany wird auch davor gewarnt haben.
Aber klar, tolle Qualität bei Paris, aber die Bayern hätten eigentlich auch genügend Qualität gehabt, sowas zu verhindern. Absolut und wie du schon sagst, man weiß es ja, man hat es ja nicht nur im Hinspiel erfahren, sondern man weiß ja auch allgemein, wie die Pariser spielen. So ein bisschen erinnert mich das auch an Arsenal.
Man weiß, dass die einfach aus Flanken heraus ihr Spiel eben aufbauen und trotzdem hat man es nicht vermeiden können. Und man hat gemerkt, die Bayern waren selbst total überrascht davon. Und vor allem haben sie sich davon dann total aus der Ruhe bringen lassen. Diese Ruhe, die es eigentlich in den ersten Minuten gebraucht hätte, dieses Herantasten, diese Kontrolle sich erstmal aneignen, die war dadurch total weg.
Das hast du gemerkt, diese ersten 20 Minuten war auf einmal eine absolute Nervosität zu spüren. Ja, man kann natürlich sagen, gut, dass es so früh gefallen ist, das Tor, weil dann hat man noch lange Zeit, das Ganze aufzuholen. Aber perfekt ist so ein Start natürlich nicht. Du bist ja dann in der Addition 2-0 hinten und das hat das ganze Spiel verändert für die Bayern.
Sie mussten noch mehr drücken, als sie sowieso hätten tun müssen. Also... Also ein Gegentor ist nie gut, aber das war natürlich in der Situation, in der Ausgangslage fast schon tödlich. Klar, gut, dass es am Anfang passiert ist, aber man hat ja auch gemerkt, wie schwer sie sich trotzdem dann das ganze Spiel über getan haben.
Das 1-1 lief ja dann oder kam erst in der 90. plus 3. Diese 20 Minuten, die sie dann sehr unsicher gespielt haben, waren natürlich auch genau die 20 Minuten, die hinten raus dann eben gefehlt haben. Nichtsdestotrotz, lass uns ein bisschen weiter blicken. nach diesen 20 Minuten, wo dann auch ich glaube es war Luis Diaz, der dann zum ersten Mal übers Tor geschossen hat, wo man auch gemerkt hat, okay sie haben sich jetzt in den Köpfen wieder ein bisschen gesammelt, und dann kam der Schießrichter der hat dann leider auch ein paar Entscheidungen getroffen, die wir jetzt auf jeden Fall auch einzeln mal besprechen wollen, ich würde gerne der Reihenfolge nach mit der 23.
Minute anfangen mit dem Pfiff dieses vermeintliche Abseits, das er gepfiffen hat von Harry Kane, wo man sich eh erstmal gefragt hat, warum hebt er die Hand und nicht der Linien-Schiedsrichter. Assistent. Oder der Linienassistent. Danke. Und, Er stand mit dem Rücken zu Kane. Wie konnte er das überhaupt so genau sehen dafür, dass es einfach am Ende eine so knappe Entscheidung gewesen sein müsste?
Das ist die Frage, die man sich in der Kreisklasse auch immer stellt, wo es keine Schiedsrichterassistenten gibt, sondern nur einen armen Schiedsrichter, der dann auch noch von der Mittellinie aus entscheiden muss, ob das Abseits ist oder nicht. Ich fand den Pfiff wahnsinnig verfrüht, also dass er dieses Zentimeter abseits gesehen haben will.
Wir wissen ja, dass die Schiedsrichter teilweise jetzt einfach länger laufen lassen, um sich dann nochmal zu vergewissern. Vor allem, du sollst es ja auch laufen lassen als Schiedsrichter. Ja, um dann eben vom VAR irgendwie darauf hingewiesen zu werden. Mal abwarten, was da passiert. Viele Verteidiger finden das gar nicht gut, weil sie halt immer in diesen Sprint nach hinten gezwungen werden.
Und später heißt es dann, Elalej war eh abseits, hättest nicht nach hinten laufen müssen. Aber weiß ich nicht, ob man das so schnell, so sicher pfeifen muss, wenn man die Möglichkeit des VAR hat. Also das hat mich dann schon überrascht. Ja, also für mich kam es irgendwie so ein bisschen rüber, als wäre das so ein Pfiff gewesen, so nach dem Motto, ich bin jetzt hier der Mann auf dem Platz, der die Entscheidungen trifft, alle Aufmerksamkeit auf mich, obwohl es ja eigentlich ein Pfiff war, den er gar nicht hätte pfeifen müssen sollen.
Ja, in dem Moment war gar keine Tatsachenentscheidung von ihm notwendig, sondern da hatte er wirklich den Luxus, einfach mal abzuwarten und diesen Luxus hat er nicht genutzt. Lass uns dann zur nächsten Szene kommen, 29. Minute, dann der Zweikampf zwischen Mendisch und Leimer. Zu sehen war erstmal nur, dass der Ball an die Hand von Mendisch kommt.
Und das hat er aber nicht direkt abgepfiffen, sondern hat erstmal weiterlaufen lassen. Dann kam der Pfiff, aber nicht aufgrund des Handspiels gegen Mendish, sondern aufgrund des Handspiels gegen Leimer. Hast du da ein Handspiel gesehen? Ja gut, also da ist die Problematik, auch die Fernsehbilder konnten es nicht wirklich auflösen, wo denn der Ball bei Konrad Leimer wirklich hingegangen ist.
Ich glaube, dass wir uns alle einig sind, dass das ein Handspiel ist von Mendisch und es ist ein Handspiel, für das man Gelb kriegen kann und dann wäre der Mann vom Platz gewesen und dann wären die Bayern über 60 Minuten rund in Überzahl gewesen und dann haben wir auch wieder ein neues Spiel. Und soweit ich das mitbekommen habe, kam der Hinweis vom vierten Offiziellen, dass das Handspiel vorher von Leimer war.
Das sind auch so Entscheidungen, die ich dann ehrlicherweise nicht nachvollziehen kann. Also da sehe ich eine absolute Fehlentscheidung. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass uns die Fernsehbilder wirklich zeigen, dass es kein Handspiel von Leimer war, dann ist es natürlich eine Fehlentscheidung, die schon großen Einfluss auf die Partie hatte.
Also ich habe es auf der Couch am Fernsehen geguckt und ich habe es nicht gesehen. Du hast es sofort gesehen, dass es kein Handspiel ist. Genau, dass es kein Handspiel war und hatte dann irgendwie so ein bisschen das Gefühl, dass er sehr froh war, dass er quasi eine andere Möglichkeit hatte, warum er jetzt pfeifen muss, weil er eben nicht dieses Gelb-Rot geben wollte, weil das dann natürlich nach nicht mal knapp 30 Minuten sehr spielentscheidend gewesen wäre.
Da bist du aber ganz tief drin im Kopf des Schiedsrichters. Aber es sind ja auch alles eine Unterstellung, erst mal, aber es ist meine Meinung. Und ich hatte das Gefühl, dass er eben, genau, er möchte nicht so früh dieses Spiel jetzt schon in eine Richtung leiten, weil klar, wenn jemand dann vom Platz geht, wäre dieses Spiel einfach definitiv in eine andere Richtung gegangen, wie dann der Ausgang gewesen wäre, das weiß keiner.
Nichtsdestotrotz hatte man das Gefühl, er will einfach jetzt diese Gelb-Rote noch nicht geben. Da handelt es sich tatsächlich um eine Unterstellung. Ich glaube, die Pariser hätten sich nicht beschweren können, wenn es da eine Gelb-Rote gegeben hätte. Und da hatten sie wirklich Glück, dass irgendjemand, vor allem der vierte Offizielle, da ein Handspiel von Konrad Leimer gesehen haben will.
Wenn es ein Handspiel war, war es bei Weitem nicht so klar wie das von Mendes. Ja, über verschüttete Milch soll man nicht weinen, aber es sind natürlich solche Momente, an denen sich die Bayern irgendwie jetzt festhalten. Gerade als Fan neigt man ja dann dazu, irgendwie eine Erklärung zu finden und da gehe ich absolut mit.
Da hat sich der Schiedsrichter nicht mit Ruhm bekleckert. Schade, schade für die Bayern. Für mich, wenn wir davon ausgehen, nochmal Leimer, kein Handspiel, absolute Fehlentscheidung. Und wir haben ja auch Thorsten Kinnhüfer, ein ehemaliger Schiedsrichter, hat von einer klaren Fehlentscheidung gesprochen.
Und der, glaube ich, kann TV-Bilder nochmal ein bisschen besser auswerten als wir. Dann die dritte Szene in der 31. Minute im Strafraum der Franzosen, der Pariser. Danke, Neves, der da von Vitinha den Ball an den ausgestreckten Arm bekommt. Natürlich erstmal große Aufruhr, großer Unmut auf Seiten der Bayern, weil noch klarer hätte man einen Handelfmeter eigentlich nicht geben oder sehen können. Aber es gibt eine Regel.
Ja, es gibt eine Regel, wenn der Ball vom eigenen Mann kommt beim Klärungsversuch, dann ist ein Pfiff nicht zwingend. Heißt in meiner Wahrnehmung, es wäre auch ein Pfiff möglich gewesen, aber er ist eben nicht zwingend und es entspricht der Regel. Was eben schade ist an der Szene. Der Fußball war früher einfacher. Also es war einfach, wenn wir uns zurückerinnern an unsere Bolzplatzzeiten oder unsere Kreisklassen- bis Bezirksliga-Zeiten, da war das sowas einfach an Hand.
Und das geht für mich ein bisschen so am Geist des Fußballs vorbei, wenn man sowas nicht pfeift, wenn alles verkompliziert wird, wenn es dann heißt, okay, das kam jetzt vom eigenen Spieler und so weiter. Für mich war es ein klares Handspiel. Der Schiedsrichter, dem kann man jetzt da keinen Vorwurf machen, weil offenkundig ist es ja die Regel und er hat sie umgesetzt.
Aber da muss man wirklich die Regel hinterfragen. Und wenn man sich mit Leuten vor dem Spiel von der UEFA unterhält, wenn die Entscheidungen erklären, dann heißt es immer, für uns ist das kein Foul, für uns ist das kein Handspiel. Und dahinter steckt natürlich der Gedanke zu sagen, wir oder auch das Regelbord, wir haben das irgendwann mal festgelegt, Also bleibt es dabei.
Aber dass das so ein bisschen an dem Gefühl der Menschen, an der Einfachheit des Fußballs irgendwie vorbeigeht, das wird da überhaupt nicht bedacht. Und Fußball ist ein einfacher Sport, deswegen lieben ihn so viele Leute. Und wenn man es dann verkompliziert, dann kommt es zu Aufruhr, dann kommt es zu Streit, dann kommt es zu Diskussionen. Und damit, glaube ich, ist niemandem geholfen.
Ja, und vor allem allein schon, wenn es eine Regel gibt, die kaum bekannt ist. Also ich meine, wie viele haben sich gestern gewundert, Bei uns im Fantalk wurde ja auch ganz lange darüber gesprochen, bis man dann überhaupt erst mal erfahren hat oder auch im TV dann erfahren hat, ihr sicherlich auch im Stadion, dass das eine Regel ist, die wirklich existiert, spricht ja schon eigentlich gar nicht für die Regel.
Das ist richtig, weil es eben so ab von jeder Logik ist. Ja, ab vom sportlichen Sinn eigentlich. Ja, das meinte ich eben, wenn ich sage, es geht irgendwie so am Geist des Fußballs vorbei. Also eine überraschende Regel ist irgendwie eine schlechte Regel für meine Begriffe. Ich stand Gott sei Dank in Kontakt mit der Redaktion, da hat sofort ein kluger Mann das Ganze rausgesucht.
Aber weil ich ja während des Spiels nicht unbedingt Zeit habe, irgendwas zu googeln, weil ich muss ja die Einzelkritik schreiben, aber das hat uns viele auf der Tribüne überrascht. Also allen voran natürlich auch Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, uns Reporter. Was man auch dann gehört hat, sind die übertragenen TV-Sender auch erst später draufgekommen, dass das alles regelkonform entschieden wurde.
Und das spricht nicht für eine Regel, wenn sie so am gesunden Menschenverstand eines Fußballfans, eines Fußballbeobachters vorbeigeht. Ja, auch Max Eberl konnte es noch nicht so ganz greifen gestern bei euch am Mikrofon. Wir können ja gerne mal reinhören. Sagen wir mal so, PSG hat leider ein herausragendes Spiel gemacht.
Wir haben vielleicht in der einen oder anderen Situation die falsche Entscheidung getroffen. Jemand anderes auf dem Platz hat auch vielleicht die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen. Und das sind dann die Details, die dann so ein Semifinal in Summe in Toto in zwei Spielen dann dich mit einem Tor verlieren lassen. Welche Szenen meinst du da ganz genau?
Für mich ist es, oder kann man eine gelb-rote Karte geben, wo dann das Foul auf einmal in die andere Richtung gegeben wird? Das war, glaube ich, für alle überraschend. Ehrlicherweise habe ich das Handspiel bei Conny nicht gesehen. Das andere war relativ eindeutig. Glaube ich, kann man. und bei der Elfmeter-Entscheidung stehen so viele Journalisten rum, ich denke, ihr habt alle auch Schiedsrichter angerufen und da wird es dann für mich komisch.
Die eine Hälfte sagt klare Elfmeter, die andere Hälfte sagt alles richtig gemacht und da wird es dann für mich komisch. Also wie ist denn jetzt die Regel? Und das kann mir auch bis jetzt keiner erklären. Und wenn ich jetzt aus meiner Brille schaue, Dann ist es ein Handspiel im Strafraum. Was entschied sich daher?
Vielleicht das Nachbenspiel nochmal erklärt? Wie gesehen in der Pani Leime? Ich denke, er hat mit seinem portugiesischen Spielerkollegen gesprochen. Die hat er immer zum Eckball begleitet. Da hat er vielleicht noch was erklärt. Mir hat er das nicht erklärt. Aber man darf hier auch nicht rein. Das ist ja Hochsicherheitstrakt.
Da sprach die ganze Wut von Max Eberl aus ihm heraus. Ich weiß jetzt gar nicht. Das war vielleicht eine Dreiviertelstunde, eine halbe Stunde nach Abpfiff. Da war er natürlich noch aufgeregt und erregt. Das kann ich verstehen und gerade auch dieser Hinweis darauf, was soll diese Regel, kann ich absolut verstehen.
Ich glaube, heute sieht er es ein bisschen mit ruhigerem Gemüt. Es hilft ja nichts. Aber da hat man dann gemerkt, dass die Bayern schon viel festgemacht haben an diesen Schiedsrichterentscheidungen, an diesen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, diese Andeutung von Max Eberl zu sagen, naja, uns hat er es nicht erklärt, vielleicht hat er es ja seinem portugiesischen Kollegen erklärt, der ihn immer zur Eckfahne begleitet hat, da war natürlich auch noch ein bisschen Stichelei dabei.
Max Eberl hat dann gesagt, ich darf ja nicht in die Kabine des Schiedsrichters, das ist ja ein Hochsicherheitstrakt. Da war dann auch so ein bisschen Stichelei Richtung UEFA dabei, weil in der Bundesliga ist es durchaus möglich, mal den Schiedsrichter in der Kabine zu besuchen. Also wenn ich in der Flashzone stehe, das ist ja quasi direkt neben den Kabinen auch des Schiedsrichters.
Es ist gar nicht so unüblich und da geht man gar nicht so im Streit auseinander, sondern viele Schiedsrichter schaffen es dann auch, in der Kabine den Verantwortlichen zu erklären, du hör zu, das war jetzt so, das war jetzt so, das hat die und die Regel, das ist der Hintergrund, deswegen habe ich es so gesehen und dann geht man teilweise auch mit der gleichen Meinung wieder raus.
Also viele Schiedsrichter, gerade die Älteren, schaffen das dann schon, die Verantwortlichen zu überzeugen. Die Situation, die Möglichkeit gibt es offenkundig bei der UEFA in der Champions League nicht, weil da will man die Schiedsrichter völlig fernhalten von jeglicher Kritik und abschotten. Aber man hat einfach gemerkt, Max Eberl war da stinke, stinke sauer er hat es ja selber auch zugegeben als er gesagt hat, naja, das sehe jetzt ich so, darf er auch eben, irgendwo ja auch völlig verständlich auch zum Beispiel Vincent Kompany hat ja dann auch auf der Pressekonferenz knapp drei Minuten lang da einen Monolog gehalten und eigentlich ein Mensch, ein Trainer der sonst immer sehr sachlich ist und auch immer versucht beide
Seiten zu sehen Selbst der hat da ja auch klare Worte gefunden. Nichtsdestotrotz hätten die Spieler sich davon nicht so beeinflussen lassen dürfen. Das ist leichter gesagt als getan, aber wenn du in einem so wichtigen Halbfinal-Rückspiel stehst, musst du versuchen, diese Entscheidungen so schnell wie möglich einfach wegzupacken und weiterzumachen.
Und du hast gemerkt, sie haben sich davon viel zu sehr aus dem Konzept bringen lassen. Ja, du sagst, das ist leichter gesagt als getan, aber es sind halt Spieler von Bayern München und die sind ja alle nur da, weil sie diesen Druck aushalten. Und ich hatte schon das Gefühl, du hast das angedeutet, dass diese ganze Hektik, klar, weil auch die Bayern betroffen waren, aber diese ganze Hektik ist vor allem den Bayern in den Klamotten hängen geblieben.
Also die Pariser, die haben sich da schön einen gekichert und haben sich gedacht, ihr Münchner, regt euch mal auf, lasst euch nur aus dem Konzept bringen davon und das war ja bislang immer die Stärke der Bayern, dass sie gegen alle Widerstände angekämpft haben. Und das ist ihnen da nicht gelungen. Also gerade Alexander Pavlovich war nicht gut.
Joshua Kimmich, wenn der unter Druck gesetzt wurde, dann hat er gerne mal den Ball verloren. Seltsame Flanken, seltsame Hereingraben. Wir müssen jetzt nicht alle durchsprechen. Michael Ulysee war nicht auf seinem besten Niveau. Klar, bei ihm liegt die Latte noch mal höher, weil wir so grandiose Leistungen von ihm gewohnt sind.
Aber je länger das Spiel gedauert hat, desto weniger Impact hatte er. Und hat dann auch immer wieder das Besondere versucht, hat sich dann auch so in Scharmützel hineinbegeben. Da gab es dann mit Ruiz mal so eine Szene, da haben sie sich, glaube ich, achtmal den Ball bei einem Freistoß so über eineinhalb Meter hin und her gespielt, nach dem Motto, da lag der Ball, nee, da muss der Freistoß ausgeführt werden.
Und da hat Harry Kane dann Ulyse einen bösen Blick zugeworfen, hat ihm so eine Geste gezeigt, so ruhig, ruhig. Und Ulyse hat sich dann auch entschuldigt. Also da merkt man, dass diese Umstände, dass dieses Theater, dieses Drama, dieses Trara drumherum die Bayern viel mehr getroffen hat als die Pariser.
Und das ist ja genau die Sache. Solche Schiedsrichterentscheidungen, natürlich waren sie alle sehr fragwürdig, aber du darfst dich erstens davon nicht aus dem Konzept bringen lassen und zweitens darfst du dich davon auch nicht abhängig machen lassen. Zu sagen, wir hätten diese gelb-rote Karte gebraucht, damit das wieder einen anderen Spielfluss gebracht hätte, dazu darfst du es erst gar nicht kommen lassen.
Ja, du musst selbst dafür sorgen. Genau, du musst dafür sorgen, dass sich solche Schiedsrichter, außer sie sind natürlich sowas von Elementar, dass du sagst, du hättest das gar nicht anders irgendwie über die Bühne bringen können. Aber das Gefühl hatte ich nicht. Darf sich nicht in diese Situation bringen, dass du abhängig davon bist, dass du zu Not einen Platzverweis brauchst, damit du wieder ins Spiel kommst oder vielleicht doch einen Elfmeter brauchst, damit du wieder back in the game bist.
Nee, das haben sie leider ein bisschen zu sehr gemacht, dass sie es sportlich nicht alleine geschafft haben, rauszuholen und den Parisern da wirklich die Stirn zu bieten. Ja, es hat insgesamt die Wucht gefehlt und es hat in gewisser Weise auch der Plan B gefehlt. Sie haben einfach so weitergespielt, wie sie immer spielen, aber gegen Paris ist das eben nicht so möglich wie gegen, wo haben sie noch gedreht, in Mainz, in Freiburg. gegen Heidenheim sind sie nochmal zurückgekommen.
Da konnten sie mit ihrer individuellen Klasse und ihrer klaren Philosophie und ihrer klaren Idee, die von Vincent Company kommt, konnten sie das Ganze nochmal drehen. Aber Paris ist halt nochmal ein paar Ecken cleverer. Paris hat noch mehr Qualität. Das ist für mich aktuell die beste Mannschaft Europas und die hatten einen Plan B.
Und ich habe es im Vorfeld gesagt, die werden irgendwann mal auf die Anzeigetafel schauen. Und die waren in der Lage, einen gesunden Pragmatismus hinzulegen und zu sagen, wir sind zwar eine offensivstarke Mannschaft, aber jetzt zeigen wir euch mal, dass wir auch verteidigen können. Jetzt zeigen wir euch auch mal, dass wir nicht diese wilde Truppe ist, die nur nach vorne rennen kann.
Ja, genau das, was man ja eigentlich von Kompanie nach letzter Woche ein bisschen verlangt hat oder erwartet hat. Er wartet nicht, weil alle seine Aussagen haben darauf hingedeutet. Er hat ja auch versprochen oder angekündigt, es könnte noch wilder werden. Und wenn ich im Vorfeld mit Fans oder auch mit anderen Leuten rund um den FC Bayern in der Branche gesprochen habe, da habe ich immer Tipps gehört.
4-1, 4-2, 5-3 und so weiter. Da haben sich viele von diesem 5-4 in Paris im Prinzenpark schon ein bisschen blenden lassen und dachten, das geht jetzt wieder so wild zu. Es war ein intensives Spiel und es war ein deutlich besseres Spiel als die beiden Halbfinals zwischen Atletico und Arsenal. Aber Luis Enrique und seine Pariser waren in der Lage zu sagen, wir drehen das Ganze jetzt mal um.
Wir spielen nicht unsere Philosophie weiter, sondern wir haben eine kleine Nebenphilosophie. Wir haben noch eine Möglichkeit, anderen Fußball zu spielen und damit kommen wir ins Finale. Und diese Vielseitigkeit, die fehlt dem FC Bayern aktuell noch, aber die kann vielleicht in der kommenden Saison kommen.
Ja, und vor allem defensiv haben sie ja total überrascht. Also sie haben es natürlich clever gemacht, klar, dieses frühe 1-0 und dann zu wissen, jetzt haben wir eigentlich zwei Tore im, oder nicht eigentlich, sondern wir haben zwei Tore Vorsprung und jetzt kann man eben genau... Sich hinten ein bisschen reinstellen und am Ende ist es halt ein Rückspiel, wo du es auch machen kannst, weil du weißt, danach ist es vorbei und du stehst im Finale. Und das war schon ein cleverer Zug.
Und sie haben nicht gemauert und haben die Bälle nach vorne geschlagen, sondern das waren ja immer noch konzentrierte, kontrollierte Konter. Ja und wenn du mal siehst, allein gestern die Defensivarbeit der Pariser, wie kompakt das war und wie löchrig dann trotzdem die der Bayern war. Ich meine, klar, natürlich hatten sie eine andere Ausgangslage mit diesen zwei Toren im Rückstand.
Aber trotzdem, selbst wenn sie dazu gezwungen waren, mal eine Zeit lang mehr oder defensiver zu stehen, waren da viel mehr Lücken in der Defensive als bei den Parisern. Richtig. Es gab in der zweiten Halbzeit mal so eine Phase, da hat sich das Spiel ein bisschen umgedreht. Da mussten sich ein bisschen Luft holen und sind dann defensiver gestanden.
Und Paris hat mehr das Spiel übernommen. Aber du hast recht. In der Phase hatten die Bayern deutlich mehr Probleme, das Ganze abzuwehren, was PSG da gemacht hat, als vorher PSG Probleme hatte. Die hatten nämlich fast gar keine Probleme, sich da gegen die Angriffe der Bayern zu wehren. Harry Kane hat mir teilweise ein bisschen Neid getan, weil der wirklich geackert hat und wirklich gekämpft hat.
Der war nach dem Spiel, der war fast schon grau im Gesicht. Tränen in den Augen. Ja, der hatte wirklich auch bei uns in der Mixzone dann immer noch ein hängendes Gesicht, im wahrsten Sinne des Wortes. Der hat mir richtig leid getan. Der hat mir gar nicht gefallen. Das war echt ein trauriger Anblick. Ich habe ihn dann auch gefragt, wie gehst du jetzt die nächsten Tage mental damit um?
Und er hat offen zugegeben, ja, wird schwierig. Alle anderen haben gesagt, jetzt kommt Wolfsburg. Aber Harry Kane hat er offen zugegeben, dass das schon ein kleines Loch ist, in das er fällt. und so gut wie ich Luis Diaz fand, so viel. Ja, Wucht, habe ich vorher gesagt, konnten die Bayern dann doch nicht entwickeln.
Ja, sie waren ja auch nicht in ihrer besten Form. Das haben sie ja selber auch zugegeben. Das ist natürlich einfach absolut ungünstig, dann genau an so einem Abend nicht in der besten Form zu sein. Dann hast du natürlich noch einen Gegenüber, der dich gar nicht erst dahin bringt oder bringen lässt, deine Spiele überhaupt oder deine Spielzüge so auszuspielen, wie du es gerne hättest. Das hat man gerade bei Michael Olyse, finde ich, gesehen.
Louis Dias hat sich aber auch extrem abgeackert. Aber dann kommt man ja so ein bisschen an den Punkt, du hast gerade dieses Plan B angesprochen. Okay, man merkt, die sind es jetzt vielleicht gerade nicht oder ein Ulisse ist es jetzt vielleicht gerade nicht, der durchkommt, dann werden sie auch müde. Und von der Bank kann man aber nicht wirklich etwas Adäquates, ohne jetzt einem Lennart Kahl oder Serge Gnabry, klar, verletzungsbedingt gefehlt.
Aber es fehlt dann doch ein bisschen in der Breite, dass man jemanden dann bei solchen Spielen reinholt, der wirklich nochmal einen Unterschied machen kann, oder? Ja, bevor ich drüber spreche, noch zwei Feststellungen, die ich machen muss. Es war bei den Bayern, das meine ich eben mit der fehlende Plan B, es war einfach dann mehr vom Gleichen. Also viel hilft viel.
Du meinst auf die spielerische Art und Weise. Genau, wenn die Schmerzsalbe nicht funktioniert, dann schmiere ich nochmal mehr drauf und so weiter. Aber letzten Endes hat es dann nicht funktioniert. Und der zweite Punkt ist, dass sie... In ihrem Ideenreichtum nicht clever genug waren. Sie hatten nicht die zündende Idee, nicht den Vertikalpass, den man vielleicht gebraucht hätte.
Sie hätten mit dieser Leistung, das war die Botschaft, die ich gerade in meinem Kopf gesucht habe, deswegen habe ich hier so rumgestottert, mit der Leistung hätten sie gegen 90 Prozent der Mannschaften in Europa wahrscheinlich gewonnen. Oder mindestens. Unentschieden haben sie auch gestern gespielt. Also gewonnen hätten sie gegen.
90 Prozent der Mannschaften in Europa. Aber gegen Paris eben nicht. Da reicht es nicht. Und dann kommen wir zu dem Punkt, den du angesprochen hast. Paris hatte die Möglichkeit, dann irgendwann mal Bakula von der Bank zu bringen. Und bei Bayern war es Lennart Karl, dem ich gar keinen Vorwurf mache, aber der Mann ist 18 und war verletzt.
Und wenn der dann angesichts der Tatsache, dass man einen vollen Kader hatte, bis auf Serge Gnabry, Vincent Kompany hat vor dem Spiel gesagt, wir haben die volle Kapelle. Die Bayern haben am Tag vor dem Spiel eine News rausgeschickt über ihre App, wo es darum ging, wer trainiert hat und wer nicht trainiert hat.
Überschrift, volle Kapelle. Also die Botschaft war, wir stehen wirklich bis auf Serge Gnabry bestens da. Das wird laufen. Aber im Spiel haben wir gesehen, es gab keine Option mehr, die wirklich dem Spiel einen neuen Spin, einen neuen Dreh gebracht hätte. Alphonso Davies hat sich abgerackert, hat ein bisschen Schwung reingebracht auf der linken Seite, aber es war natürlich keiner da von der Qualität eines Bakula auf Seiten der Bayern.
Auch Jackson, da hatte man jetzt nicht so wirklich das Gefühl, als er reinkam, dass man so selber diese Euphorie verspürt und sich denkt, boah, ja, ich glaube, der Mann, der könnte es jetzt nochmal drehen. Genau, also es war auf der Bank keiner, wo man jetzt sagt, so, jetzt kommt der Gamechanger, das ist der Mann, der jetzt noch alles drehen kann, das ist ein Spielentscheider.
Den gab es nicht bei den Bayern und da muss man natürlich dann schon über die Kadergröße sprechen und ja. Wir haben gesehen, dass der Kader ausreicht für eine sehr gute Saison des FC Bayern, weil auf dem Papier sind sie ja im Soll. Es gibt ja diesen bayerischen Dreisatz, Meisterschaft Pflicht, Pokal bitte ins Finale, möglicherweise gewinnen, Champions League Halbfinale.
Das ist ja immer so der Wunsch vor einer Saison. Das werden wir auch im kommenden Sommer dann erleben, wenn es am Tigernsee ins Trainingslager geht oder auf die Asienreise. Kann ich allen versprechen, da wird wieder genau diese Zielsetzung kommen. Aber für diese Spiele im Halbfinale, im Finale möglicherweise, da ist die Bank dann zu dünn.
Und da müssen sich die Bayern Gedanken machen, ob sie das in der kommenden Saison ändern wollen. Weil wenn dann der magische Moment fehlt, wie gestern, Hm. Ich habe in der vergangenen Woche viel auf die Mütze bekommen, weil ich gesagt habe, man kann nicht immer drei, vier, fünf Tore schießen, schon gar nicht gegen Paris.
Dann haben die Leute drunter kommentiert, ja wieso nicht, natürlich kann man das, natürlich kann man das. Man hat es gestern gesehen. Man hat es gesehen, kann man eben nicht. Ein Name, über den wir gar nicht reden, Leon Goretzka. Warum wäre er gestern nicht vielleicht die Lösung gewesen? Ja, wir reden nicht über ihn, weil er nicht gespielt hat. Also angesichts der Leistung, der durchwachsenen Leistung von Alexander Pavlovich, hätte ich mir da schon irgendwann mal Leon Goretzka erhofft oder erwartet.
Aber wenn man auf die Statistik schaut, Leon Goretzka ist kein Mann für die Champions League. Zumindest in den Augen von Vincent Kompany nicht. Weil wenn Leon Goretzka viel Spielzeit bekommen hat, dann war das in der Bundesliga. Und zwar meistens in den normalen Brot-und-Butter-Spielen. In den Topspielen war er auch nicht der Mann. Da waren immer Pavlovich und Kimmich auf der Sechs zu finden.
Ich weiß nicht, warum er es nicht einfach mal probiert hat gestern. In Junkoretzka, aber der Trainer wird da seine Gründe gehabt haben. Vielleicht hat er sich gedacht, wir kommen nicht in diese wuchtigen Momente, wo dann vielleicht mal eine Flanke reinkommt und ein Kopfball her muss oder ein Schuss aus der Distanz. Deswegen probiere ich es weiter mit dieser spielerischen Lösung von Alexander Pavlovich.
Aber Leon Goretzka wäre vielleicht so der Plan B gewesen. Inwiefern glaubst du, dass dieses Aus vielleicht auch die Transferpläne von Max Eberl beeinflussen könnte? Weil man hat ja eigentlich, also wenn jetzt so Namen fallen wie Anthony Gordon, hat man ja eigentlich immer davon gesprochen, nein, in der Offensive brauchen wir keinen Zuwachs oder keine Verstärkung.
Weil wir sehen ja anhand der laufenden Saison, dass wir da eben niemanden brauchen, sondern wenn, dann eher bei der Außenverteidigerposition. War das gestern vielleicht dann doch…. Also ich habe Max Eberl gefragt, er hat gesagt, an der Transferpolitik wird sich jetzt erstmal nichts ändern, an den Transferplänen.
Was wir aber unter der Woche auch schon berichtet haben, ist, dass Anthony Gordon schon beim FC Bayern als ein Spieler wahrgenommen wird, der gut ist, der passen würde. Aber im Aufsichtsrat gibt es Stimmen, die sagen, wir brauchen Außenverteidiger. Wir brauchen Außenverteidiger. Und da fällt das Urteil dann so aus, der Leimer ist zu gierig, der Davis ist zu oft verletzt und der Stanisic hätte uns das Spiel in Paris fast alleine verloren.
Das ist so, was man aus der Führungsriege hört. Wir wollen lieber einen Außenverteidiger als Anthony Gordon, weil es die Meinung gibt, wir müssen einen Luis Diaz auf der linken Offensivseite nicht unter Druck setzen. Der ist nie verletzt, der fliegt nach Kolumbien, der kommt zurück, spielt trotzdem gut.
Der hat einen Prachtkörper, der lässt sich von nichts umwerfen. Den müssen wir nicht unter Druck setzen, sondern wir müssen eher auf der Außenverteidigerposition was machen. Dem Vernehmen nach sieht es Max Eberl ein bisschen anders. Der hält an dieser Idee Anthony Gordon fest. Aber dann muss er noch viel an dieser Nummer schleifen, weil Newcastle United immer noch über 80 Millionen verlangt für den Engländer. Wahnsinn.
Wenn wir jetzt ein bisschen nach vorne blicken. Wie kommt man aus diesem Spiel jetzt raus? Was bleibt übrig? Wie blickt man jetzt nach vorne? Ja, also zu behaupten, man konzentriert sich jetzt voll auf das Wolfsburg-Spiel, halte ich für Quatsch. Also die Niederlage oder dieses Aus, diese Niederlage und dann das Unentschieden gegen Paris, das wird nachwirken, das wird nachhallen und das ist auch völlig normal. Wir haben es eben an Harry Kane gesehen.
Ich kann mir vorstellen, dass das in Wolfsburg eher ein trauriges Spiel wird, auch für den Bayern. Und dann muss man sich aber darauf konzentrieren, es gibt ja noch ein Pokalfinale. Und 1999, da warst du gar nicht auf der Welt wahrscheinlich. Ich war schon auf der Welt. Und ich war so alt, dass ich mich noch daran erinnern kann, da haben die Bayern ja 1999 das Champions-League-Finale verloren in Barcelona gegen Manchester United.
Dieser absolute Nackenschlag. Die Älteren werden sich daran erinnern. Zwei Tore, Gegentore in der Nachspielzeit. Und danach kam erst das Pokalfinale und das haben sie verloren, weil sie vielleicht noch den Knacks im Kopf hatten aus Barcelona gegen Manchester. Das glaube ich, das passiert jetzt nicht, weil es ist genügend Abstand, zeitlicher Abstand, es sind erfahrene Spieler, die sich da auch rausziehen können.
Das ist also für mich eher ein positiver Punkt, dass man diesen Fixstern-Pokalfinale noch vor Augen hat. Aber jetzt mit Blick auf die nächste Champions-League-Saison, würdest du sagen, man kommt stärker zurück denn je? So ein Luis Dias hat jetzt auch sein erstes Jahr erst gehabt. Company wird vielleicht ein bisschen aus seinen Fehlern lernen und wird sich da vielleicht ein bisschen anders einstellen.
Kann sein, dass man vielleicht auch den Kader nochmal ein bisschen aufstockt. Oder sagst du, das war die Leistung, das war das Peak, an das sie vielleicht gar nicht mehr jetzt mit Stand diesem Kader nochmal rankommen? Also wie so oft beim FC Bayern, aus Rückschlägen entstehen dann doch mal große Dinge.
99, 2001 hat man dann später die Champions League gewonnen. 2012 Finale daheim, 2013 hat man dann in Wembley gewonnen. Also es gibt genügend historische Beispiele, die beweisen, aus einem Nackenschlag kann man Kraft machen. Was ich aber gestern bei Joshua Kimmich so ein bisschen rausgehört habe, es ist eben ein langer Weg und du stehst halt dann wieder bei Null im August, wenn du den Supercup spielst.
Da gehst du in die Champions League mit null Punkten, da gehst du in die Bundesliga mit null Punkten. Du fängst wieder an, dass du in der ersten Runde irgendwo keine Ahnung, gegen Ulm oder gegen Wien-Wiesbaden im DFB-Pokal spielst und da hinzukommen, wo die Bayern jetzt waren mit ihrer Dominanz, mit ihrer begeisternden Spielweise.
Da muss man sich nochmal aufraffen. Und wir wissen alle nicht, was bei der WM passiert. Da kann natürlich auch sein, dass einige Spieler mit ein bisschen Kopfschmerzen zurückkommen. Lass uns gerne mal auch in den Ton von Joshua Kimmich reinhören, weil ich fand, es waren sehr bemerkenswerte Worte, die er da getroffen hat.
Zumindest ich sitze da in der Kabine und habe das Gefühl, dass man mit dieser Mannschaft die Champions League noch gewinnen kann. In dieser Saison nicht. Deswegen ist die Enttäuschung groß und natürlich auch deswegen, weil man weiß, dass der Weg dorthin einfach nicht so einfach ist. Die Saison war bis hierhin sehr, sehr intensiv. Wie ich es gerade gesagt habe, wir hatten sehr viele, sehr gute Spiele und solche Jahre und solche Saisons, die kommen nicht so oft vor.
Also in elf Jahren Bayern war das, glaube ich, bisher die stärkste Saison, die wir gespielt haben. Stärker als die Trippelsaison damals, da haben wir eigentlich ein halbes Jahr gar nicht gut Fußball gespielt und haben dann das zweite halbe, dreiviertel Und ja, sehr guten Fußball gespielt. Ich glaube trotzdem in dieser Konstanz, in dieser Art und Weise und mit so einer Truppe in der Kabine, das habe ich selten erlebt.
Und deswegen ist es umso bitterer, dass wir heute rausgeflogen sind. Kumi, fandest du diese Saison, also jetzt mit Blick auf die Champions League, wirklich stärker als die in der Trippelsaison? Da gehe ich absolut mit Joshua Kimmich mit. Was machst du das fest? Ja, durch Corona denken ja viele bei der Trippelsaison immer nur an dieses Finalturnier in Lissabon.
Aber die meisten vergessen, dass 2019 der Trainer noch Niko Kovacis. Und dass das ein Gewürge war und der nicht ohne Grund entlassen wurde. Und Joshua Kimmich hat es ja erklärt, da haben wir ein schlechtes halbes Jahr gespielt. Und unter der Maßgabe muss man natürlich schon sagen, dass die aktuelle Saison besser war als die Trippelsaison.
Über die Gesamtheit gesehen. Was hinten rauskommt, ist natürlich das Wichtige. Da war die Trippelsaison natürlich besser, offenkundig. Aber wenn ein so erfahrener Mann wie Joshua Kimmich, der jetzt elf Jahre beim FC Bayern spielt, das so feststellt, und es ist ein Mann, der sich Gedanken macht. Der war auch derjenige, der angemerkt hat, so einen Mannschaftsgeist wie in dieser Saison gab es eigentlich noch nie.
Früher hatten wir mehr Egoisten. Der Mann, der spricht die Wahrheit aus. Und wenn der feststellt, dass man über eine ganze Saison hinweg noch nie so gut gespielt hat in seiner Bayern-Zeit, dann darf man ihm das glauben. Weil, liebe Leute, vor Corona war... Eine miese Saison beim FC Bayern. Ja, und nicht nur aufgrund der sportlichen Leistung eben diese Saison, sondern auch aufgrund der Mannschaft, des Trainers.
Alles hat so gepasst, alles war so harmonisch, egal mit wem ich mich unterhalten habe. Selbst Menschen, die nichts mit dem FC Bayern anfangen können, weil sie einfach keine Sympathien für die Münchner haben, haben gesagt. Solche Leute kennst du? Ja, ganz flüchtig. Kontakt abgebrochen seit gestern auf jeden Fall.
Alle Kontakte gelöscht, nein. Aber selbst die haben gesagt, ich würde es dieser Bayern-Mannschaft gönnen und dem Trainer. Egal, ob ich sie jetzt sympathisch finde oder nicht, den Verein, aber dieser Mannschaft gönne ich es. Und das hat man gemerkt und genau deshalb finde ich es eigentlich so schade, weil man wirklich gedacht hat, da ist endlich, da steckt wieder was drin und es wäre so viel möglich gewesen.
Aber klar, am Ende muss man auch neidlos anerkennen, dass einfach sportlich gesehen das nicht fürs Finale gereicht hat. Und zwar auch aufgrund der Qualität von Paris. Also das müssen wir jetzt nochmal feststellen, damit es hier nicht untergeht. Paris war einfach top. Sie sind gerade das Maß aller Dinge.
Das ist Wahnsinn. Also was Louis-Henrike da ja eben auch pendant zu Vincent Compagny, damit dieser Mannschaft geschafft hat und eben wieder auf die Beine gestellt hat. Dann dieses Star-Ensemble erstmal aussortiert und auch wieder ein richtig schönes Mannschaftsgefüge. Also ja, am Ende hätte ich es irgendwo sportlich gesehen beiden gegönnt, aber sie haben es gestern einfach müh besser gemacht.
Und sie haben vor allem aus ihren Fehlern, aus dem Hinspiel gelernt. Und das war, glaube ich, genau dieser eine Punkt, den einfach Luis Enrique vielleicht ein bisschen besser gemacht hat. Aber das bringt mich zu einer Frage, die ich mir vorhin schon kurz gedacht habe. Was könnte denn Vincent Kompany von Luis Enrique lernen mit Blick auf nächste Saison?
Zumindest was die Champions League angeht. Ja, da sind wir wieder beim Plan B. Also sich in den großen Spielen jetzt nicht Pep Guardiola-mäßig irgendeinen Unsinn ausdenken, aber so ein bisschen abweichen, ein bisschen pragmatischer werden. Das war natürlich schwierig, weil man hinten war, weil man eben diese Hypothek mitgenommen hat aus dem Hinspiel. Aber...
Also der Glaube in die eigene Philosophie ist ja nichts Schlechtes, aber dazu gehört ja, dass man auch mal einen Sidestep macht, ein bisschen über den Tellerrand hinausblickt, aber da mache ich mir jetzt bei Winston Company überhaupt keine Sorgen, das war jetzt oder ist aktuell noch seine zweite Saison bei einem ganz, ganz großen Klub, der Mann ist 40 Jahre alt, ich glaube der coacht, wenn er 65 ist, auch ganz anders.
Also Jupp Heynckes ist ja jemand, der gescheitert ist in Gladbach, auf Schalke, der immer der Prellbock war und so weiter. Der war in München, war der große, erfahrene, große Senior, da schwärmen sie heute noch an der Selberner Straße. Und das Thema Alter spielt bei einem Trainer immer eine Rolle. Von dem her braucht sich Vincent Kompany da gar keine Gedanken machen.
Also von mir bekommt er da keine große Kritik. Ich habe auch eine ganz interessante Nachricht von Leonie bekommen, nach unserer letzten Folge, weil wir ja sehr viel über, muss Vincent Company sein Spielstil ändern. Leonie übrigens, schöner Name. Ähm... Natürlich nicht so schön wie McLean. Deswegen mal eine Gedankenpause. Nein.
Und zwar, glaube ich, wurden wir da ein bisschen missverstanden. Er soll ihn ja nicht verändern, sondern er soll ihn anpassen. Das war so, glaube ich, ein bisschen dieser Knackpunkt, den Leonie aber richtigerweise auch angemerkt hat, dass das dann eben auch zu diesen großen Spielen dazugehört. Ein bisschen schleifen.
Nicht mit der Axt drangehen, aber mit der Pfeile. Ja. Ich würde sagen, damit können wir einen Strich... Und einen Haken hinter dieses Spiel setzen und noch ein bisschen weiter blicken und über einen Spieler sprechen, der gestern nicht auf dem Platz stand, zumindest bei PSG nicht auf dem Platz stand, aber der diese Woche in einem Interview erwähnt wurde von Uli Hoeneß.
Deswegen gehen wir rein in unsere nächste Rubrik. Das Gespräch der Woche. Ja, Uli Hoeneß hat diese Woche ein Interview bei unseren Kollegen bei The Zone gegeben im Freihaus Brenner am Tegernsee und da ging es unter anderem um Konrad Leiner, seine Gehaltsforderung, eine mögliche Vertragsverlängerung, du hast es vorhin schon angesprochen, dass er da gerade etwas mehr verlangt, als den Bayern vielleicht lieb ist.
Und im Zuge dessen wurde er auch gefragt, welchen Spieler er denn, welchen PSG-Spieler er denn gerne bei Bayern sehen wollen würde und da hat er gesagt, ohne Frage, Hakimi. Wäre einer, den er sofort unterschreiben lassen wollen würde. Das hätte ich jetzt auch gesagt. Jetzt bin ich aber nicht der Ehrenpräsident und einer der Aufsichtsräte des FC Bayern. Deswegen hat das nicht so eine große Wirkung.
Wenn es aber der Oberboss, der Vater des FC Bayern sagt, dann hat das natürlich eine Wirkung und auch eine warnende Wirkung an sämtliche Außenverteidiger, die beim FC Bayern rumlaufen und vor allem Konrad Leimer. Weil das muss man schon im Zusammenhang sehen, wenn er dann gleichzeitig sagt, ich mag den Conny, aber er ist nicht Maradona.
Ich dachte mir, Moment, das ist doch der Alpensidan. Also das Tor in Stuttgart war doch damals wirklich sensationell. Aber Uli Hoeneß hat natürlich recht. Und wenn er das so öffentlich sagt und so knallhart, dann würde ich mir als Konrad Leimer schon Gedanken machen. Ich sage jetzt nicht, dass die Bayern bald Hakimi holen.
Aber die Bayern machen sich Gedanken. Weil wenn Uli Hoeneß jetzt wirklich von Konrad Leimer und Josef Stanisic so überzeugt gewesen wäre, hätte er doch gesagt, niemanden, nicht mal den Hakimi, weil wir haben ja auch gute Rechtsverteidiger. Hat er aber nicht getan. Und das Lustige ist, ich habe ja einen Text geschrieben, wo ich eben angedeutet habe, die Bayern wollen lieber einen Außenverteidiger, statt Anthony Gordon. Und drei Stunden später kommt der Uli um die Ecke.
Das hat mich dann bestätigt in dem, was ich so erfahren habe. Warum muss man das zwei Tage vor einem so wichtigen Rückspiel machen? Wieso kann man da nicht seinen eigenen Jungs in der Mannschaft den Rücken stärken? Liebe Madeleine, wie lange machen wir diesen Podcast jetzt schon gemeinsam? Zu lange. Zu lange? Okay, gut. Lange? Ja, du, wir können dich auch austauschen, wenn es dir zu viel wird. Über ein Jahr.
Wenn du überfordert bist, dann suchen wir uns jemand anderes. Gar keinen Fall. Bewerbungen ab jetzt an stefan.krumberger.sport1.de. Die Eins als Ziffer. Ja, warum habe ich dich jetzt gefragt, wie lange wir diesen Podcast schon machen? Weil diese Frage, warum macht Uli Hoeneß das? Weil es ihm egal ist.
Diese Frage habe ich jetzt schon so oft gehört und ich kann nichts anderes antworten als Uli Hoeneß ist Uli Hoeneß. Und er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Und all jene, die die Highlight Clips dieses Podcasts auf Instagram sehen, die werden sehen, dass hinter mir ein Schal mit dem Konterfeier von Uli Hoeneß hängt.
Und so einen Schal bekommt man nur, wenn man Klartext spricht, sage ich jetzt mal so. Zumindest als Funktionär. Wann bekommst du deinen Schal? Mal schauen. Also Schals bekommen ja viele Spieler, aber als Funktionär bekommst du nur, wenn du in Erinnerung bleibst und in Erinnerung bleiben sollst. Und diese Aussagen, die Uli Hoeneß ja immer wieder tätigt, die führt natürlich zu seinem Ruf. Er hat einen Ruf wie Donnerhall.
Und der denkt sich natürlich wahrscheinlich auch, Freunde, ich bin der Clubhüter, ich darf ja wohl sagen, was ich will, jetzt seid mal nicht so empfindlich. Das gleiche hat ja Max Eberl auch lernen müssen, als im September Uli Hoeneß im Doppelpass war. Da hat er im Nachgang auch gesagt, ich weiß gar nicht, was ihr habt, ich sage halt das, was ich denke.
Okay, aber dann lass uns bei dem Sportlichen bleiben und die Wirkung, die er damit vielleicht erreichen möchte. Glaubst du, ein Konrad Leimer lässt sich davon beeindrucken, wenn dann Uli Hoeneß nicht nur eben sagt, hey, er ist nicht Maradona, es gibt Grenzen, aber im gleichen Atemzuge dann eben auch noch einen PSG-Spieler in den Mund nimmt und sagt, den würde er sofort unterschreiben lassen? Ja, es kommt beim Spieler an.
Aber ist ja an, ist ja dann immer die Frage, wie kommt es an? Fallt es ab oder hat es eine Wirkung, die Uli Hoeneß dann auch wirklich erreichen möchte? Grundsätzlich muss man ja feststellen, dass alle Fußballer und alle Leute rund in dieser Branche überhaupt nichts lesen oder mitbekommen, behaupten sie zumindest immer.
Und dann merkt man aber, dass sie doch alles mitbekommen. So wird es auch bei Conny Leimer sein. Ich würde jetzt von der Persönlichkeitsstruktur nichts sagen, dass der jetzt zu Hause in sein Kissen heult und sagt, der Uli mag mich ja gar nicht. Weil Uli Hoeneß hat ja gesagt, ich liebe Conny Leimer. Aber ich glaube schon, dass Conrad Leimer sich da Gedanken macht.
Mir wird hinterhergerufen, dass ich zu viel Geld verlange und gleichzeitig werden fremde Rechtsverteidiger gelobt. Vielleicht muss ich mir Gedanken machen über meine Verhandlungsstrategie. Uli Hoeneß hat ja auch dann eben das Argument genutzt und gesagt, jetzt muss er erstmal einen Klub finden, der ihm überhaupt so viel zahlt, wie er jetzt gerade schon bekommt.
Auf der anderen Seite, ein Hakimi verdient wahrscheinlich auch um die 13, 14 Millionen bei PSG. Also der wird drunter sicherlich auch nicht zu den Münchnern kommen, die jetzt gerade auch noch ausgelogen sind. Jetzt red den Hakimi nicht nach München. Das ist jetzt aktuell kein Thema. Nein, ich versuche ja Argumente zu finden, die ja eher pro Leimer sind. Der erste Part deiner Aussage stimmt natürlich.
Egal, mit wem ich mich unterhalte, niemand glaubt, dass Konrad Leimer sein gewünschtes Gehalt woanders kriegt. Ja. Der ist einfach ein Spieler für die Gehaltsklasse 8, 9, 10 Millionen Euro. Deckel drauf. Dann lass uns zu einer anderen Personalie kommen, Thomas Müller. Über die hat Uli Hoeneß aber trotzdem auch gesprochen.
Ich lese gerne mal das Zitat vor. Thomas hat am Schluss mehr geredet als Fußball gespielt. Am Schluss war er nur noch Pressesprecher. Und ich habe wirklich mit ihm gar kein Problem. Aber der hat es schon geschickt verstanden, sich persönlich super zu verkaufen. Auch zu einem Zeitpunkt, wo er bei uns nur noch auf der Bank saß.
Wird es Thomas Müller gerecht, wenn man sagt, er war eigentlich nur noch der Pressesprecher des FC Bayern? Ich halte die Kritik von Uli Hoeneß da Richtung Thomas Müller für unfair. Also das ist ehrlicherweise nicht gerechtfertigt. Klar, Thomas Müller ist jemand, der in den Medien immer clever vorgegangen ist, der auch das Spiel mit den Fans geliebt hat, der ganz genau wusste, was er für eine Wirkung hat und der ganz genau wusste, was er sagen muss.
Aber ihn jetzt so als Pressesprecher abzustempeln und so nach dem Motto, du bist ja gar kein Fußballer mehr gewesen, sondern du hast nur noch gelabert, das geht meines Erachtens zu weit und das wird einer Legende wie Thomas Müller, der die meisten Spiele für den FC Bayern gemacht hat, einfach nicht gerecht.
Und zur Wahrheit gehört ja auch, Thomas Müller hat sich gerade in der schweren Zeit unter Thomas Tuchel als einziger gestellt. Und beim FC Bayern gibt es mittlerweile schon viele Spieler, die den Weg durch die Hintertür nehmen und sich nicht mehr der Presse stellen und nicht mehr dafür sorgen, dass der FC Bayern einen gewissen Spin in seine Botschaften hineinbekommt.
Und da war Thomas Müller immer eine Bank. Also ich erinnere mich an das 1 zu 5 in Frankfurt. Der Mann hat nur kurz gespielt, stand bei keinem der fünf Gegentore auf dem Platz und hat sich trotzdem hingestellt und hat das Interview gegeben und hat sich da die Prügel abgeholt. Und da fehlt mir so ein bisschen auch die Dankbarkeit, weil das Mediale gehört dazu, die Auseinandersetzung mit den Fans gehört dazu, die Bayern wollen immer eine Strahlkraft nach außen und jetzt jemanden, der diese Strahlkraft verkörpert hat.
So ein bisschen despektierlich einen Stempel aufzudrücken, das halte ich nicht für fair von Oli Hoeneß. Und ich hatte auch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass seine Auftritte dem FC Bayern geschadet haben. Also er hat sich ja trotzdem den kritischen Fragen gestellt. Er ist in die sportliche Analyse gegangen.
Natürlich hat er auch viel Gegenfragen gestellt und auch auf seine müllerische Art und Weise, aber nie so, dass man sagt, das war jetzt irgendwie so ausreichend. Und der hat so vom Sportlichen abgelenkt oder Eigenwerbung betrieben. Also ganz im Gegenteil. Deswegen bin ich da auch bei dir. Es wird ihm nicht gerecht. Vor allem, wenn man ja auch möchte, dass er wieder zurückkommt.
Das ist das Nächste. Ja, also das, glaube ich, kam bei Thomas Müller nicht gut an. Dem hat ja auch schon der Umstand seines Abschieds nicht gefallen. Und da so ein Prädikat, Pressesprecher hinterhergerufen zu bekommen. Also Pressesprecher ist ein ehrbarer Beruf. Aber wenn man einem Fußballer das sagt, dann heißt es ja im Subtext, du hast zu viel geredet in den letzten Monaten.
Und finde ich jetzt nicht okay von Uli Hoeneß. Ich schätze ihn für seine Analysen und auch für seinen Klartext. Aber da hat er sich ein bisschen vergaloppiert, weil die Aussagen von Thomas Müller in der Öffentlichkeit nicht nur auf sein Konto eingezahlt haben, sondern auch auf das Konto des FC Bayern.
Und wenn Uli Hoeneß das nicht gewollt hätte, dass Thomas Müller so oft vor die Presse tritt, dann hätte er anderen Profis beim FC Bayern mal sagen können, du gehst heute in die Mixed Zone, du gehst heute in die Flash Zone, du haust nicht durch die Hintertür ab, sondern du sorgst dafür, dass wir nach außen hin entsprechende Botschaften senden können.
Lass uns ein bisschen von Uli Hoeneß und Thomas Müller noch mal Richtung Max Eberl schauen. Jetzt hat er ja gestern am Mikrofon bei den DAZN-Kollegen auch gesagt, wir haben sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht. Ich fühle mich sehr, sehr wohl. Jetzt geht es ja auch ein bisschen um seine Zukunft, denn am Montag ist ja dann die Aufsichtsratssitzung.
Was erwartet sich Max Eberl von dieser Sitzung? Was kann er erwarten? Ja, er kann erwarten, dass natürlich wieder kritisch nachgefragt wird. Also der mächtige Aufsichtsrat des FC Bayern ist ja dafür bekannt, dass er sich gerne Dinge erklären lassen möchte, gewisse Dinge auch hinterfragt. Dafür ist er ja da.
Er hat Max Eberl selbst schon gesagt. Also der Aufsichtsrat ist dafür da, um Aufsicht zu haben und gleichzeitig Ratschläge zu geben. Und das wird der Aufsichtsrat tun. Was ich aber... Schon sehe, ist, dass Max Eberl da am Montag nicht um seinen Job kämpfen muss, sondern es gibt im Aufsichtsrat durchaus Stimmen, die sagen, jetzt warten wir mal die nächste Transferperiode ab, wie er sich da gibt, wie er da arbeitet, ob das vielleicht ein bisschen besser läuft als im vergangenen Sommer.
Da gab es ja doch ein paar Probleme und deswegen muss ich jetzt Max Eberl nicht davor fürchten, dass er am Dienstag keinen Job mehr hat, keineswegs. Manchmal wird ja so getan, aber was natürlich schon richtig ist, dass er weiterhin unter Beobachtung ist. Das ist der Job des Sportvorstands, du stehst immer im Fokus, du bist einer der wichtigsten Funktionäre und musst dich auch immer an den sportlichen Erfolgen messen lassen und so wird es auch, diesmal sein und über seine, wenn er jetzt nicht um seinen Job bangen muss Ganz aktuell muss man aber auf der anderen Seite auch nicht damit rechnen, dass sein Vertrag verlängert wird, weil die Statuten geben ja vor, dass über eine Vertragsverlängerung erst gesprochen werden darf und soll.
Wenn der Vertrag nur noch ein Jahr läuft. Also ab 1. Juli. Genau, und er läuft ja jetzt ein Jahr und noch ein paar zerquetschte Monate. Von dem her wird das jetzt kein entspannter Tag für Max Eberl, aber auch kein ganz, ganz schlimmer Tag. Deswegen hat sich auch Uli Hoeneß in dem Interview nicht wirklich was entlocken lassen, als man ihn dann auf die Zukunft von Max Eberl angesprochen hat.
Er hat auch gesagt, jetzt erstmal die Sitzung, da fangen wir mal an, ein bisschen drüber zu reden. Offiziell dann 1. Juli, wie du gerade angesprochen hast. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Art und Weise, wie Uli Hoeneß über Max Eberl jetzt gerade spricht, sich schon im Positiven verändert hat, als es noch vor ein paar Wochen oder Monaten war.
Wir erinnern uns an den Doppelpass-Auftritt, wo er teilweise Worte gefunden hat, die wirklich Max Eber gegenüber nicht angebracht waren. Ja, die zumindest Max Eber. Zumindest die Dünnbeutigkeit und solche Begriffe. Die Art und Weise hat sich verändert, oder? Ja, die Art und Weise hat sich geändert. Also es gab bei Uli Hoeneß schon Phasen, da war er sehr, sehr kritisch gegenüber Max Eberl, auch öffentlich.
Aber auch wenn er jetzt im The Zone-Interview davon erzählt, den Michael Ulisse, das ist ein Mann von Max Eberl, dann kann das Max Eberl in der Öffentlichkeit und auch in der Wahrnehmung hinter den Kulissen helfen. Weil, auch das habe ich schon mal gesagt, bei den Bayern ist halt immer ganz, ganz wichtig, welche Handlung, welcher Transfer hat welchen Stempel.
Also da wird ja immer ganz, da wird eine Strichliste geführt. Der Transferflop, der geht auf dessen Kappe und dieser tolle Transfer, den kann sich der Nächste ans Revier heften und... Ja, aber das ist schon mal für Max Eberl eine gute Nachricht, wenn Uli Hoeneß ein bisschen positiver über ihn spricht als noch vor neun Monaten. Ja, das stimmt.
Wir gucken mal, wie wir nächste Woche dann über die Sitzung des Wolfsburg-Spiels sprechen. Denn auch wenn sie jetzt aus der Champions League raus sind, werden wir uns natürlich nächste Woche Donnerstag hier wieder hinsetzen. Das stimmt doch gar nicht. Das stimmt. Moment, ich vergaß. Nächste Woche Mittwoch werden wir uns treffen. Warum denn?
Donnerstag ist Vatertag. Richtig, du bist ja kein Vater, ich schon. Deswegen weiß ich, wann Vatertag ist. Aber ich habe einen. Richtig. Und ja, denke ich. Also, am Vatertag werdet ihr uns nicht hören, dafür einen Tag vorher, nämlich am Mittwoch. Datum weiß ich jetzt nicht genau, aber... Der 13. Der 13. Gut.
Die Info Mittwoch hätte jetzt wahrscheinlich auch gereicht. Wir haben ja lauter kluge Hörerinnen und Hörer, die selbst einen Kalender zu Hause haben. Aber denkt dran, Mittwoch! Aber ihr habt ja sowieso alle abonniert und Push-Nachrichten eingestellt. Sobald was Neues online ist, kriegt ihr das ja alles aufs Handy.
Deswegen mache ich mir gar keine Sorgen, dass ihr irgendwie die Folge verpasst. Mit kurzem Blick aufs Voicebook-Spiel. Glaubst du, da kommen die Bayern, die ihren Wut freien Lauf lassen? oder? Ich glaube es ehrlicherweise nicht. Ich möchte jetzt den Bayern nicht den Kampfgeist absprechen, aber. Ich habe Harry Kane in der Mixzone ins Gesicht geschaut und der wirkte jetzt für mich nicht so, als würde er sich auf Wolfsburg freuen.
Wir freuen uns trotzdem drauf und ich freue mich auf nächste Woche und dann hören und sehen wir uns nächste Woche Mittwoch. So ist es. Au revoir. Tschüss.