
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 175
Bayern darf nach Berlin! Gnabry-Schock und Musiala-Revival! Der Campus-Plan mit Wiesinger!
Donnerstag, 23. April 2026 · 49 min
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Shownotes
Erstmals seit 2020 sind die Bayern wieder dort, wo sie eigentlich jedes Jahr sein wollen: beim Pokalfinale in Berlin! Madeleine und Stefan analysieren den souveränen Sieg in Leverkusen und blicken genau auf die neuesten Aussagen von Manuel Neuer zu seiner Zukunft.
Außerdem geht's um Jamal Musiala. Kann er trotz seiner Verletzung schon wieder der X-Faktor im Spiel der Bayern werden? Schließlich hat sich Serge Gnabry jüngst schwer verletzt... Und was ist eigentlich mit Lennart Karl?
Zudem blickt Stefan auf den Bayern-Campus und verrät, warum Michael Wiesinger als neuer "Leiter Sport und Nachwuchsentwicklung" installiert wurde. Fakt ist: Der Ex-Profi bringt etwas mit, was Markus Weinzierl nicht im Portfolio hatte.
Dies und mehr in der aktuellen Folge!
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Viel Spaß mit der 59. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.
Folge 59 im Überblick
• Begrüßung
• Die Analyse des Spiels
• Die Verkündung der Woche
• Der Pechvogel der Woche
• Der Ärger der Woche
• Die Zukunft der Bayern
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Und dass die Bayern gewinnen können, egal wie, haben sie gestern im DFB-Pokal-Halbfinale wieder bewiesen. Sicherlich kein Glanzsieg gegen Bayer Leverkusen, aber ein Sieg, der die Münchner nach sechs Jahren endlich wieder ins Finale nach Berlin bringt. Nur drei Tage vorher sicherte man sich die 35. Meisterschaft und nächste Woche steht in Paris wieder eines der wichtigsten Spiele in der Saison an.
Ziemlich intensive Tage beim Rekordmeister, die wir jetzt in einer neuen Folge die Bayern-Woche etwas Revue passieren lassen. Zusammen mit unserem Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Hallo Kumbi. Hallo Madeleine, hallo da draußen. Ein Lob geht erstmal an die Deutsche Bahn. Ich bin pünktlich auf die Minute aus Köln nach Hause gekommen.
Und trotzdem, natürlich müssen wir heute den Podcast ein bisschen später aufnehmen. Aber ich glaube, das Warten lohnt sich, weil es gibt, wie du gesagt hast, viel zu besprechen. Auf jeden Fall. Und deswegen würde ich sagen, wir wollen keine Zeit verlieren und starten direkt rein in unsere erste Rubrik.
Die Analyse des Spiels. Ja, nach sechs Jahren ist man endlich wieder im Finale des DFB-Pokals. Es geht wieder nach Berlin. Ich muss sagen, ich war aber etwas überrascht gestern Abend. Es war nicht der Pokalabend, den ich erwartet hatte, oder Kumbi? Ja, ein Pokalkracher war es jetzt nicht. Jeder, der irgendwie gehofft hatte, dass es so läuft wie das Bundesligaspiel in Leverkusen, der sah sich enttäuscht.
Aber es war einfach eine konzentrierte, gute Leistung der Bayern und Leverkusen hat leider vor allem in der ersten Halbzeit richtig enttäuscht. Ich habe danach mit... Ich habe mit Robert Andrich gesprochen und habe gesagt, habt ihr das Spiel zwischen der 20. und der 45. verloren? Dann sagt er, nee, wir haben es zwischen der 0. und der 45. verloren.
Also die Leverkusener waren mit ihrer ersten Halbzeit zu Recht überhaupt nicht zufrieden. Was man aber sagen kann, also zumindest von Seiten der Bayern. Klar, es war jetzt natürlich nicht dieses, wie man es davor vielleicht in der Champions League ein bisschen gewohnt hat, Dieser Schlagabtausch, dieses, ja, egal, ob man hinten liegt, man kämpft sich wieder rein oder was man von der Bundesliga kennt, man hört nach zwei, drei Toren nicht auf, sondern macht eben das vierte, das fünfte.
Das war es gestern nicht, aber man hat die Null gehalten. Das war ja eine Sache, die du letzte Woche ja auch etwas bemängelt hast. Das würdest du ja ganz gerne mal wieder sehen. Das hat man geschafft und man hat eben auch einfach mal wieder diesen Arbeitssieg, dieses Arbeitsfußball eben auf den Rasen gebracht und eben eine der Facetten, die sich jetzt über diese ganze Saison hinaus ja auch schon immer wieder widerspiegeln.
Man kann eben alles zeigen, man kann irgendwie alles auf den Platz bringen, Hauptsache man bringt den Sieg nach Hause. Vollkommen richtig. Vielleicht sind wir auch einfach so ein bisschen verwöhnt von diesen spektakulären Spielen der vergangenen Wochen, dass wir glauben, jetzt muss es immer so laufen.
Aber aus Sicht einer Mannschaft wie dem FC Bayern. Ist es, glaube ich, ganz gut, wenn du mal zu Null spielst, wenn du halt ganz seriös mit 2 zu Null gewinnst und es nicht immer ein Herzschlagfinale gibt und es nicht immer 4 zu 3 ausgehen muss oder 4 zu 1 oder 4 zu 2. Also es war ein vergleichsweise normales Spiel, aber es war eine konzentrierte Vorstellung.
Ich fand Dario Opamecano mega stark. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass der irgendeinen Zweikampf verloren hätte. Manuel Neuer war kaum gefordert. Er hatte zwei Szenen, einmal wie er den Ball da um den Pfosten rumdreht in der ersten Halbzeit und dann hat er einmal retten müssen per, nee, das war, zweiter Halbzeit war das ja schon.
51 Minuten musste Manuel Neuer warten tatsächlich. Von Nathan Teller, ja. Genau, 51 Minuten musste der gute Mann warten und danach hatte er nochmal so eine Kopfballabwehr an der Mittellinie. Ich glaube, das war für die Bayern genau die richtige Temperatur, wie das Ganze abgelaufen ist. Man hat sich jetzt nicht total verausgaben müssen, aber ein bisschen anstrengen musste man sich schon und hat dann gewonnen.
Ja, wie sagt man so schön, ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss. Nein, aber wie du gerade eben schon gesagt hast, man musste sich oder man hat sich nicht extrem verausgabt. Die Bayern wissen ja auch, in welcher intensiven Phase sie sich befinden, so wie wir es jetzt gerade angesprochen haben in diesen englischen Wochen.
Und dann darf man natürlich, was sie aber auch nicht getan hatten, zumindest hatte ich nicht das Gefühl, dass sie es unterschätzen, dass sie jetzt hier gerade in einem Pokal-Hype-Finale stehen, aber genau, sie haben sich halt eben auch überlegt, hey, oder im Spiel hat man gemerkt, wie weit müssen wir gehen, um den Gegner mürbe zu machen und natürlich ihn am Ende auch zu besiegen.
Und das musst du in solchen intensiven Zeiten, musst du eben auch einfach mal gucken, okay, dann ist es das 1-0 oder dann 90. Plus, ich glaube, 3 war es, dann das 2-0 und das ist kein Glanzsieg, aber es ist ein Sieg und sie haben es immer souverän gespielt. Also man hatte nie das Gefühl, dass das jetzt hier gleich absolut kippen kann, obwohl es natürlich bei einem 1-0 immer passieren kann. Ja, es gab Phasen von Leverkusen, da war es ein bisschen gefährlicher, aber jetzt nie so, dass es da lichterloh gebrannt hat.
Was die Intensität betrifft, Vincent Kompany hat ja, wenn es um Lennart Kahl ging, schon angedeutet, jetzt kommt die Phase, jetzt geht es um die Titel, jetzt geht es um die Siege, jetzt könnte man schon ein bisschen mehr Risiko eingehen als zum Beispiel im Oktober oder November, aber trotzdem will er es noch nicht machen.
Ich habe heute einen Text drüber geschrieben, es gab eine Szene mit Jamal Musiala, der da zweimal von Robert Andrich hart angegangen wurde, hat da schmerzverzerrtes Gesicht aufgelegt und geschrien. Und Vincent Kompany war dann auch sehr erbost und erregt, weil es natürlich schon so ist, dass Jamal Musiala sich auf dem aufsteckenden Ast befindet, aber am liebsten würden die Bayern ihn noch ein bisschen in Watte packen.
Also es gibt lobende Worte für ihn, aber er ist natürlich noch nicht in Höchstform, kann er wahrscheinlich noch gar nicht sein und hinter den Kulissen sagen viele, jetzt darf halt wirklich nichts passieren. Also es gäbe für die Bayern, auch aufgrund der Verletzung von Serge Gnabry, gute Besserung an dieser Stelle, es gäbe für die Bayern und auch für die Nationalmannschaft und den Spieler selbst, Jamal Musiala, nichts Schlimmeres, als wenn es jetzt wieder eine Schmerzreaktion geben würde und wenn es jetzt wieder eine Verletzung geben würde, was aber alles möglich ist.
Bei so einer langfristigen und komplizierten Verletzung, die er sich da bei der Klub-WM zugezogen hat, muss man da immer sich hüten, ihn nicht in irgendwelche Schlachten hineinzuwerfen, wenn es nicht sein muss. Lass uns gleich auch nochmal ein bisschen intensiver über Jamal Musiala sprechen, auch in Kombination mit der Verletzung von Serge Gnabry, der selber dann auch sein WM aus bekannt gegeben hat.
Aber du hast gerade eben gesagt, ja, man merkt natürlich so ein bisschen, dass sie auch noch wissen, was nächste Woche und übernächste Woche ansteht. Hast du so ein bisschen das Gefühl, dass vom Ranking her der DFB-Pokal ein bisschen hinten ansteht? Ja, die Frage habe ich Max Eberl gestellt und der hat gesagt, für uns sind alle Titel richtig. Wir können ja gerne mal reinhören, was Max Eberl gesagt hat und dann darfst du gerne auch auf meine Frage antworten.
Ja, dann schildere ich danach meine Eindrücke. Genau. Welche Wertigkeit hat der DFB-Pokal unter diesen drei Titeln, die der FC Bayern ja immer anstrebt? Er wird immer so zuletzt genannt, finde ich. Bei uns nicht. Bei uns ist jeder Titel ein Erfolg. Also wir haben jetzt den Supercup gewonnen. Als erstes, wir haben die deutsche Meisterschaft geholt. Jetzt sind wir im Finale in Berlin, können den Pokal holen, der schon lange nicht mehr in München war.
Wir waren jetzt sechs Jahre nicht im Finale gewesen, jetzt sind wir da und sind extrem froh. Aber es ist auch Verdienst über die ganze Saison hinweg. Pokal sagt man immer, das kann einen Tag entscheiden. Aber ich glaube, heute hat auch die Mannschaft gewonnen, die sich über die ganze Saison das verdient hat.
Wir fahren nach Berlin, um zu gewinnen. Also Bayern. Wir fahren da hin und wollen gewinnen. Wir wissen nicht mehr, gegen wen wir spielen. Also ein klares Bekenntnis hätte es vor, glaube ich, 15 oder 20 Jahren oder 25 Jahren schon gegeben. Also ein Arjen Robben oder ein Stefan Effenberg hätten geantwortet, natürlich werden wir Pokalsieger. Da sind die Bayern jetzt vorsichtiger.
Die Wertigkeit des Defizitpokals ist enorm, also nicht umsonst wurden da Final-T-Shirts gedruckt. Das gab es früher nicht. Aber die Sehnsucht nach Berlin war eben riesengroß. Was ich dann ein bisschen seltsam finde, wenn es dann nachträglich von Jonathan Thar heißt, wir konzentrieren uns jetzt voll auf Mainz.
Also Mainz ist jetzt das nächste wichtige Spiel. Das kann ich ehrlicherweise nicht glauben, wenn Paris vor der Brust ist und in Mainz geht es um die goldene Ananas. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bayern-Spieler nicht doch ein bisschen Paris im Hinterkopf haben. Das wäre auch gar nicht schlimm, aber zugeben wird es natürlich keiner.
Ja, ich wollte gerade sagen, also ist natürlich nichts, was man in der Öffentlichkeit zugibt und sagt, na komm, Mainz ist jetzt gar nicht so wichtig, aber dafür nächste Woche Paris. Aber wir wissen alle, die Champions League, die Königsklasse, es ist einfach nun mal genau der Wettbewerb, den man gewinnen will, der international einfach diese Prestige hat.
Und ein bisschen schade natürlich, dass jetzt gerade, also irgendwo schön, weil sie noch in allen Wettbewerben vertreten sind, beziehungsweise jetzt den Meistertitel haben sie geholt, Pokal und Champions League ist noch möglich. Aber natürlich irgendwie ein bisschen schade, dass es das Ganze eben dämpft.
Letzte Woche dann eben der Sieg gegen Stuttgart, da hat man auch gemerkt, ja, da ist natürlich die Handbremse irgendwie noch angezogen, weil man jetzt erstmal den Pokal auf sich konzentrieren wollte. Jetzt weiß man eben, okay, nächste Woche Paris, das ist alles noch eben Feierei mit einer Handbremse, was aber natürlich absolut sein muss.
Ja, diese Feierlichkeiten in Anführungszeichen würde ich die mal setzen. Da gegen Stuttgart oder nach dem Spiel gegen Stuttgart, das war schon sehr viel Handbremse. Also sogar Stadionsprecher Stefan Lehmann hat sich nicht wirklich zu großen Emotionen hinreißen lassen, sondern die Meisterschaft wurde so ein bisschen verkündet wie, Herr Mayer, parken Sie bitte Ihr Auto um, Sie stehen im Parkverbot. oder irgendwie sowas.
Also es war relativ gedämpft. Kann man alles verstehen, weil gefeiert wird zur richtigen Zeit. Was natürlich eine schöne Szene war, war Vincent Kompany vor der Südkurve. Wie er da die eine Faust, die andere Faust und dann beide Fäuste geballt hat. Da hat man schon gesehen, dieser Meistertitel, der ist natürlich schon wichtig.
Und da ist vielen ein Stein vom Herzen gefallen, weil da ist natürlich besonders großer Druck drauf. Aber die Bayern agieren da so ein bisschen wie eine Fußballmaschine. Es geht immer weiter und zum Feiern bleibt dann erst später Zeit. Ja, erstens das und irgendwie, wenn man etwas zum 35. Mal gewinnt, also natürlich verliert das so, also nicht an Bedeutung, aber dass man nicht mehr so feiert wie bei den ersten 5, 6, 7 Malen, das ist ja irgendwo auch selbstverständlich.
Also man soll sich ja nur selber mal vorstellen, man gewinnt etwas 35 Mal, dann ist das einfach zwar immer noch schön und ich glaube, der Meistertitel gehört dazu, um sich auch dieses Triple eben irgendwann holen zu können und sich damit zu krönen und deswegen ist es sowohl in der Summe total wichtig, aber natürlich auch für sich selbst und ich glaube auch an den Joshua Kimmich, wenn er eben am Mikrofon steht nach dem Spiel gegen Stuttgart und sagt, natürlich ist das für uns immer noch wichtig.
Aber klar, es gibt natürlich dann Wettbewerbe, die etwas wichtiger sind. Muss man einfach auch so sagen. Ich möchte jetzt nicht den Biologielehrer raushängen lassen, aber echte und große Emotionen entstehen ja meistens daraus, dass deine Seele und dein Körper von einer Überraschung geweckt wird. Sowohl im Positiven als auch im Negativen. Und der Meistertitel war eben im Spiel gegen Stuttgart keine Überraschung mehr.
Deswegen waren die Emotionen entsprechend gedämpft. Aber es ist ein wichtiger Meilenstein für die Bayern und ihre Saison und ich gehe davon aus, dass wir in Mainz zum Beispiel einen Nikolaus Jackson in der Startelf sehen werden, dass wir wahrscheinlich auch einen Jonas Urbich im Tor sehen werden, da wird wieder fleißig rotiert werden bei den Bayern, davon gehe ich fest aus.
Ja, das glaube ich auch. Wenn du schon Jonas Urbich ansprichst, dann lass uns doch gerne noch ein bisschen über Manuel Neuer sprechen, denn er hat gestern zumindest mal ein bisschen durchblicken lassen, dass es einen genaueren Zeitraum gibt, ab wann er verkünden möchte, ob er jetzt verlängert oder nicht.
Und wir gehen nur ganz kurz rein in unsere neue Rubrik. Die Verkündung der Woche Wissen wir vor dem Pokalfinale oder nach dem Pokalfinale, ob es Ihr letztes Pokalfinale war? Ähm, davor. In meiner Fragestellung da im Bauch der Bay-Arena kam so oft das Wort Pokalfinale vor, dass Manuel Neuer merklich ein bisschen nachdenken musste, was ich da eigentlich gefragt habe.
Aber der Newswert ist, dass wir also vor dem Pokalfinale, wann findet es statt? 23. Mai? 23. Mai, genau. Ja, also vor dem 23. Mai werden wir erfahren, ob Manuel Neuer weitermacht oder nicht. Und wenn man sich all die anderen Interviews am gestrigen Abend angesehen hat, wo er immer wieder davon gesprochen hat, aktuell macht es sehr viel Spaß, dann würde ich sagen, wir befinden uns in einer Phase, wo es 51 zu 49 pro Vertragsverlängerung läuft.
Ja, also man merkt jetzt ja auch einfach, warum er diese Spiele im April noch haben möchte. Auch gestern wieder, klar, er war, wir haben es vorhin erwähnt, bis zur 51. Nicht unbedingt gefragt. Aber auch dann musst du erst mal, nachdem du 51 Minuten nicht wirklich im Spiel integriert warst, erst mal so hellwach sein und dann nur mit deinen Fingerkuppen diesen Ball dann auch erst mal parieren.
Und ich glaube... Es ist völlig verständlich und super wichtig, dass jetzt gerade in dieser intensiven Zeit er sich da einfach diese Zeit auch nimmt, in seinen Körper reinhören möchte. Ich bin immer noch der Meinung, da haben wir ja jetzt auch die letzten Wochen total viel drüber diskutiert, dass es das Beste und irgendwo auch das Schönste wäre, eben diesen Übergang zu machen, ein Jahr noch zu verlängern und dann Jonas Urbich da auch dann in der neuen Saison immer wieder mehr Spiele zu geben.
Das hatte ja, Hoeneß hatte das auch in dem Podcast bei Markus Söder angesprochen. Ich weiß nicht, ob du das gesehen hast. Natürlich, ich habe es gehört. Dazu kann ich gleich mal erzählen, wie es da dazu kam. Ja, da gab es ja eben, also für die, die es vielleicht nicht gesehen oder gehört haben, ich habe auf Instagram den kleinen Ausschnitt gesehen, da hat Markus Söder ihn eben gefragt. Was glauben Sie denn?
Wird er nochmal verlängern oder nicht? Und dann hat der Hoeneß eben gesagt, wenn es nach mir geht, werden wir versuchen, noch ein Jahr ihn zu behalten und ihn bitten, ein Patronat für Urbich zu machen. Also eben so ein bisschen so eine Schutzherrschaft, das, was wir jetzt eben gerade angesprochen haben, dass sie dann so ein bisschen Hand in Hand quasi die neue Saison gehen. Ja, erstmal ein bisschen kleine Kritik von mir an Manuel Neuer.
Dieses Argument in meinen Körper reinhören, das du jetzt dann auch wieder genannt hast, das lasse ich dann irgendwann mal nicht mehr gelten. Also ich glaube jetzt nicht, dass er wirklich noch einen Monat lang bis zum Pokalfinale braucht, um in seinen Körper hineinzuhören. Das müsste jetzt eigentlich klar sein, wie er sich….
Richtig. Vorher sollte es der 40. Geburtstag sein. Also das Ganze ist ein bisschen so wie die Waffenruhe im Iran. Das wird auch immer wieder verlängert, was wir da rund um Manuel Neuer hören. Aber er hat es natürlich selbst in der Hand. Die Bayern wären bereit zu verlängern und das hat eben auch Uli Hoeneß in diesem Podcast von und mit Markus Söder, dem bayerischen Ministerpräsidenten, gesagt.
Er wünscht sich ein Patronat, weil du gefragt hast, ob ich den Podcast gesehen oder gehört, gelesen habe. Ich habe ihn gehört und zwar habe ich den Post von Markus Söder gesehen, als der Podcast gerade mal 20 Minuten online war. Und ich dachte mir am Freitag, naja, Kumbi, eigentlich hast du ja frei, aber hör mal rein. Und ich habe der Redaktion auch vorher schon Bescheid gegeben.
Wenn sich etwas in diesem Podcast befindet, was es wert wäre, unter die Leute zu bringen, dann melde ich mich sofort. Ende vom Lied war, dass ich gar nicht mehr hinterhergekommen bin, Zitate abzutippen. Von Uli Hoeneß, weil der natürlich wieder einiges rausgelassen hat. Thema Neuer, Thema Nagelsmann. Und vor allem hat er ja gesagt, Thomas Tuchel hätte damals den Josef Stanisic gefragt, ob er denn Deutsch spricht.
Also wer diesen Podcast noch nicht gehört hat, gleich nach der Bayern-Woche, könnt ihr euch den Podcast auf eine weiß-blaue Tasse anhören. Da ist Uli Hoeneß zu Gast und lässt wieder einige Dinge vom Stapel, die doch bemerkenswert sind. Auf jeden Fall. Aber ganz wichtig, nach der Bayern-Woche erst. Erst nach der Bayern-Woche.
Stichwort Apfelkuchen. Da ist auch eine schöne Anekdote drin. Da habe ich Vincent Kompanyi dann gefragt, ob diese Apfelkuchen-Anekdote wirklich so zutreffend war. Hintergrund war der, Uli Hoeneß hat ja gesagt, am Tegernsee bei ihm waren Christoph Freund und Vincent Kompanyi und wollten unbedingt den Chubby Simmons haben.
Und Uli Hoeneß hat dann gesagt, du kannst jetzt noch einen Apfelkuchen von mir haben. Hier ist ein Stück, aber den Chavi Simmonds gibt es nicht. Also sehr hörenswert. Jetzt haben wir aber genügend Werbung für diesen anderen Podcast gemacht und machen mit unseren Themen weiter. Ganz genau. Du hast Musiala vorhin angesprochen. Deswegen lass uns auch gerne ein bisschen über ihn sprechen beziehungsweise müssen wir natürlich auch über Serge Gnabry leider sprechen. Deswegen gehen wir rein in unsere nächste Rubrik.
Der Pechvogel in der Woche Ja, der Schnapi hat es dann am Ende auch selbst auf Instagram verkündet. Also für ihn ist die Saison definitiv vorbei. Er wird auch nicht bei der kommenden WM jetzt teilnehmen können, was für ihn natürlich super bitter ist. Was sind deine Gedanken? Was waren deine ersten Gedanken, als du die Nachricht gelesen hast, Kumbi?
Also für die Bayern ist es bitter, weil er natürlich schon eigentlich die Nummer 1 auf der 10 war, eben weil Jamal Musiala noch nicht in Höchstform ist. Die Option fällt jetzt weg, Lennart Kahl ist verletzt, Tom Bischof ist verletzt, also vieles konzentriert sich jetzt auf Jamal Musiala, dass der wirklich funktioniert.
Für die DFB-Elf ist es bitter, eben weil Serge Gnabry in einer guten Form war und sicherlich auch eine Rolle gespielt hätte, eine gute Rolle gespielt hätte bei der WM. Und für den Spieler selbst ist es natürlich brutal bitter. Also wenn du dir beim, wie es Vincent Kompany verraten hat, beim Penalty-Schießen, da die Adduktoren abreißt oder einen Adduktor abreißt, das kann halt Wochen dauern, das kann aber Monate auch dauern, Das ist besonders bitter.
Und wenn man auf die Karriere von Serge Gnabry blickt, er wird gerade in der Nationalmannschaft einer der Unvollendeten sein. Also diese 95er-Generation mit Kimmich, mit Gnabry, mit Goretzka, mit Süle. Nehmen wir mal den 96er, Leroy Sané auch noch mit. In der Nationalmannschaft haben sie noch nicht viel gerissen.
Und Serge Gnabry wird aller Voraussicht nach, ich denke nicht, dass er 2030 noch bei der Weltmeisterschaft eine Rolle spielen wird. Ohne großen Titel aus der Nationalmannschaft ausscheiden, zumindest was die Weltmeisterschaft betrifft. Der hat ja 2018 damals schon wegen eines Muskelbündelrisses die Weltmeisterschaft verpasst.
2022 war er dann dabei, Vorrunden aus in Katar. Das Ende ist bekannt. Und jetzt verpasst er wieder eine Weltmeisterschaft. Also das wird ihn schon hart treffen. Ja, vor allem, wenn man eben selber weiß, dass man gerade wieder in so einer guten Verfassung und Form ist und auch konstant wieder gute Leistung gezeigt hat, dass man eben wirklich auch in diesem Wettbewerb es nicht nur unter Beweis hätte stellen können, sondern eben vielleicht auch den Unterschied hätte machen können.
Dann jetzt mit Blick auf den FC Bayern muss man mit ansehen, wie man gerade... In Richtung Trippel startet und die anderen dafür alle kämpfen und man selbst irgendwie nicht mehr Teil dieses Kampfes sein kann, nicht mithelfen kann, sondern am Seitenrand, an der Seitendinie eben nur mitjubeln kann. Also ich glaube, das sind schon für einen Sportler ganz, ganz bittere Szenen und Momente.
Daher wünschen wir ihm gute Besserung. Ja, auf jeden Fall. Umso besser, dass jetzt Jamal Musiala eben wieder zurück zu seiner alten Form kommt. Der ist noch nicht zu 100 Prozent bei seiner alten Form. Lass uns gerne mal reinhören, wie denn Vincent Kompany ihn gestern bei dem Spiel wahrgenommen hat. Jamal war gut heute, das war deutlich.
Und er spielt jetzt in der letzten Woche, glaube ich, zumindest vom Gefühl her wieder befreit. Und das hilft natürlich. Auch bevor diese Zeit hat er trotzdem immer wieder seine Momente gehabt für uns, glaube ich, jetzt zehn Torbeteiligungen in ganz wenigen Spielminuten. Es gibt nicht viele Spiele, die das machen können. Er hat das wahrscheinlich die Hälfte davon gemacht in einer Situation, wo er sich vielleicht nicht gut gefühlt hat.
Und jetzt kann man sehen, dass diese Spielfreude langsam zurückkommt. Und trotzdem bleibe ich dabei, wenn man aus so einer Verletzung kommt, dann darf der Druck nicht auf Jamal sein von uns. Weil die Fragen kommen immer. Aber wir haben Harry, wir haben Michael, wir haben Lucho, die haben schon die ganze Saison geleistet.
Und wenn Jamal wieder reinrutscht und dann irgendwann wieder sein Niveau findet, wie er das jetzt gezeigt hat, heute, dann wird er uns auf jeden Fall stärker machen. Ja, das bestätigt das, was ich gesagt habe. Also er befindet sich auf dem Weg zur Normalform, zur Höchstform, zur Bestform, aber er ist da eben noch nicht angekommen und Vincent Kompany und andere wollen ihn gerne in Watte packen und wirklich weiterhin behutsam behandeln.
Die Frage ist eben, ob das jetzt mit den anstehenden Spielen gegen PSG wirklich so möglich ist. Deswegen gehe ich auch fest davon aus, dass Jamal Musiala in Mainz keine übergroße Rolle spielen wird und sich Vincent Kompany da was ausdenken wird, dass Musiala da eben noch weiter geschont wird. Aber, womit der Trainer recht hat, die Zahlen sprechen eindeutig für Jamal Musiala.
Also tatsächlich zehn Torbeteiligungen in diesen wenigen und manchmal auch kurzen Einsätzen, das spricht dann schon für sich. Ja, also schonen auf der einen Seite ja, sicherlich sinnvoll, weil dann, wie wir es gerade anfangs schon besprochen haben, das Spiel gegen Paris ja sicherlich auch wichtiger sein wird, dann da einen fitten Jamal Musiala zu haben auf der anderen Seite, aber natürlich irgendwo auch wichtig, ihn doch reinzubringen, wenn es dann auch nur die letzten 20 Minuten sind, weil er braucht ja auch diese Zweikämpfe, er braucht diese Körperlichkeit, also des Gegners vor allem, um auch rauszufinden, bis wohin kann ich gehen?
Also das ist natürlich irgendwie so auch so ein schmaler Grat, auf dem sich der FC Bayern befindet in Bezug auf Jamai Musiala, oder? Aus diesem Blickwinkel hat ihm Robert Andrich mit seinem harten Einsteigen vermutlich noch einen Gefallen getan. Er hat mal getestet, ob da alles so fit ist in den Beinen von Jamal Musiala.
Aber Spaß beiseite, es ist ein schmaler Grat. Was schon mal positiv ist dass Jamal Musiala wirklich so ein bisschen die Angst abgelegt hat das merkt man schon das war im Februar und im März war das noch anders da hat man schon gemerkt, da hat er lieber mal zurückgezogen, statt durchzuziehen und darunter leidet natürlich dann das Spiel und dann sieht man eben nicht diesen Magic Musiala wenn er in den letzten 10, Millisekunden nochmal zurückzieht aber das ist ein ewiges Austesten Immer die Grenze weiter nach vorne schieben, immer mehr probieren und dann wird das schon.
Wenn die Bayern jetzt schon überall ausgeschieden werden und wenn es jetzt keine Weltmeisterschaft gäbe, die vor der Tür steht, dann würden wir das alles gar nicht so heiß diskutieren, schätze ich. Dann würden wir alle sagen, Jamal, ruh dich aus bis zum Sommer und dann im August bist du wieder da in der Vorbereitung am Tegernsee.
Aber die Zeit bleibt eben nicht. Naja, vor allem, weil man sich jetzt halt eben in dieser Crunch-Time befindet, wo jedes Detail eben stimmen muss. Und auf der anderen Seite kann man natürlich sagen, Gott sei Dank befindet sich Jamal Musiala schon da, wo er sich befindet. Jetzt eben mit dem Ausfall von Serge Gnabry und dann auch noch mit dem von Lennart Kahn, der aber nicht so lange dauern wird, aber trotzdem ja eben gerade akut da ist.
Aber ist sicherlich ein Jonglieren, worauf Vincent Compagnie gerne verzichtet hätte. Richtig, Lennart Karl trainiert immerhin schon mit dem Ball, hat er Anfang der Woche getan. Also da ist die Hoffnung da, dass der gegen Paris bereits schon im Kader stehen könnte. Weil wir vorhin schon über das Spiel gegen den VfB Stuttgart gesprochen haben, müssen wir leider auch noch über eine Sache sprechen.
Das Schöne war die Meisterschaft, das Unschöne war dann leider die Massenschlägerei zwischen den Bayern-Fans und den VfB Stuttgart-Fans. Deswegen müssen wir auch einmal da in die nächste Rubrik rein. Der Ärger der Woche. Ja, du hast das Wort Massenschlägerei in den Mund genommen und da muss ich jetzt aus meiner Sicht sagen, das war vor dem Spiel gegen die Stuttgarter aus meiner Sicht keine Massenschlägerei.
Auch das, was ich da auf den Videos gesehen habe. Also zur Einordnung, es gab wohl Auseinandersetzungen, auch körperliche Auseinandersetzungen zwischen VfB-Fans und Bayern-Fans. Die Bayern-Fans, also die aktive Fanszene trifft sich ja immer nahe des U-Bahn-Hofs da in Fröttmaning an der Arena und mir wurde gesagt und das von mehreren Seiten, dass wohl die Stuttgarter Fans es irgendwie geschafft hatten, ohne Polizeibegleitung da ans Stadion zu kommen.
Normalerweise sorgt da die Polizei dafür, dass die Fangruppen nicht aufeinandertreffen und ein Detail ist wichtig, die VfB-Fans hatten wohl auch. Und ihre Fahnenstangen dabei und das ist eigentlich kein Zeichen dafür, dass sie irgendwie darauf vorbereitet gewesen wären, sich mit irgendjemandem zu prügeln, weil in so einer Prügelei verliert man gerne die Fahnenstangen und das will eigentlich keiner in der Szene riskieren.
Also ich war ein bisschen überrascht, dass danach dann von Ausschreitungen und sogar von Hooligans die Rede war. Bei Hooligans und Ultras muss man ja unterscheiden, bei den Ultras steht ja vor allem der Sport im Vordergrund und bei Hooligans geht es natürlich vordergründig um Gewalt rund um ein Fußballspiel.
Ja, also die Sachlage ist da schwierig. Die Polizei hat entsprechend viele Fans, vor allem Stuttgarter Fans, festgesetzt, aber auch die Videos, die ich gesehen habe, so wirklich zu dieser Skandalisierung taugen die aus meiner Sicht ehrlicherweise nicht. Ja, jetzt muss man ja auch sagen, dass eben unter anderem der Polizeisprecher Christian Drexler hat ja eben davon gesprochen, dass es den Anschein gemacht hat, als ob diese Aktion eben geplant gewesen wäre und es nicht super spontan ausgesehen hätte.
Daraufhin haben sich ja dann auch die Bayern-Fans eben geäußert und haben das dann ja eben auch dementiert. Trotzdem stellt sich die Frage, du hast es ja schon angesprochen, diesen Platz, diesen Südkurvenplatz, Wo ja eigentlich dann eben auch nur die Bayern-Fans sich versammeln sollten und nicht die der Gäste.
Wie kann man dann trotzdem, also wie kann man so etwas trotzdem zulassen, dass dann so viele VfB-Fans trotzdem... Zu diesem Platz kommen können, obwohl man ja eigentlich auch weiß, was für eine Brisanz dieses Duell auch hat. Ja, also das Spiel war nicht als Risikospiel eingestuft, obwohl die Stuttgarter und die Bayern-Fans ja doch eine gewisse Rivalität verbindet.
Warum da VfB-Fans plötzlich auftauchen können, muss meines Erachtens die Polizei ein bisschen erklären, weil normalerweise wird da schon drauf geachtet, dass es da keine direkte Konfrontation gibt. Natürlich kann der normale VfB-Fan mit seinem Trikot mit der U-Bahn zum Stadion fahren, aber die aktive Szene wird da eigentlich von der jeweils anderen aktiven Szene ferngehalten.
Also da muss sich wahrscheinlich auch die Polizei hinterfragen. Also ich möchte jetzt nicht da den Anwalt der Ultras spielen. Es gab natürlich Handgemenge, aber Massenschlägerei und Ausschreitungen, die Worte sind für mich ein bisschen überdreht. Aber sicherlich, die sich trotzdem vermeiden lassen und zu so einem Spiel einfach, egal wer da aufeinander trifft, einfach nicht dazugehören.
Ja, letzten Endes landest du halt mit irgendwelchen Aktionen, wenn dich die Polizei erwischt und dich festsetzt, landest du halt bis Mitternacht hinter schwedischen Gardinen, hätte man früher gesagt. Also dann erlebst du halt auch nichts vom Spiel und nichts von der Stimmung und so weiter. Und allzu viele Fans wollen das auch nicht riskieren.
Wenn man es darum anlegt, bei aller Liebe ist man natürlich selber schuld. Wenn man aber irgendwie da reinrutscht und eigentlich gar nichts damit zu tun hat, ist es natürlich schade. Aber das ist für mich dann irgendwann alles auch selbst verschuldet. Alles war da ein bisschen seltsam in der Gemengenlage. Also ich glaube, da waren auf keiner Seite nur Engel unterwegs.
Aber ich habe rund um Fußballstadien schon intensivere Dinge erlebt. Ohne, dass ich da die Handgemenge irgendwie kleinreden möchte. In der Mitte liegt irgendwo die Wahrheit wahrscheinlich. Ja, und es ist ja auch ein bisschen unsere Aufgabe, das ein bisschen einzuordnen, weil wenn irgendein Bayern-Fan in Niedersachsen liest Ausschreitungen, dann traut sich der nicht mehr in die Arena oder ähnliches.
Also so weit ist es nicht. Man kann noch sicher die Arena in Frittmanning betreten. Keine Sorge. Das auf jeden Fall. Aber deswegen gibt es ja auch dann diese Begleitschaft durch die Polizei eben vorher, weil ja auch in diesem Statement der Bayern-Fans, Sie sind ja selbst überrascht, also selbst überhaupt überrascht, dass die VfB-Fans da es zum Südkurvenplatz geschafft haben und das sind eben Dinge, die kann man vorher vermeiden, damit es überhaupt dann zu solchen Auseinandersetzungen kommt.
Vollkommen richtig. So, jetzt weiß ich nicht ganz, wie ich den Turnaround oder beziehungsweise den Übergang zu unserem nächsten Thema machen soll, weil es ein ganz, ganz anderes Thema ist. Aber es ist trotzdem Teil des FC Bayern. Wir switchen rüber zum Campus. Es gibt nämlich eine neue Personalie. Die Zukunft der Bayern. Die neue Personalie, von der wir jetzt gleich sprechen werden, ist nämlich Michael Wiesinger.
Er wird eine wichtige Rolle in der Nachwuchsentwicklung beim Rekordmeister übernehmen. Kombinieren wir uns doch gerne mal mit, er hat ja schon früher angefangen als geplant und welche Rolle wird es denn genau sein, die er übernimmt? Dass er kommen wird, war klar. Am 1. Mai wäre eigentlich sein erster Arbeitstag gewesen.
Ich habe ihn aber am Sonntag eben beim Spiel gegen den VfB Stuttgart, also beim Spiel der Profis, kurz gesehen an der Seite von Simon Jentsch, der ja Torwarttrainer am Campus ist. Und dann dachte ich mir, fleißig, der Herr Wiesinger kommt schon vorher und schaut sich mal die ganze Sache an. Und kurz darauf wurde dann auch klar, dass er bereits am Campus auftritt und jetzt schon quasi seinen Job übernommen hat, über eine Woche zu früh in Anführungszeichen.
Aber der Mann hat viel vor und hat viele Aufgaben, löst ja Markus Weinzierl ab. Und ich habe mir gedacht, wir sprechen mal drüber, weil ja viele Fans haben großes Interesse am Campus, was sich da denn tut. Weil der Campus ja jahrelang so ein bisschen einen miesen Ruf hatte. Da hieß es dann immer, wo kommen denn die Talente? Jetzt hat der Campus einen hervorragenden Ruf, eben aufgrund der vielen Talente, die in dieser Saison eingebaut wurden. und Michael Wiesinger soll das jetzt weiterführen.
Der Mann ist übrigens Champions-League-Sieger 2001 mit dem FC Bayern geworden. 31 Pflichtspiele hat er für den FC Bayern bestritten. Also er kennt zumindest schon die ganze Umgebung rund beim FC Bayern und wie du es gerade eben schon angesprochen hast, also diese Entwicklung, die man jetzt ja auch die letzten Monate auch gesehen und gespürt hat, ich finde es einfach gut, dass sie da jetzt nochmal einen alten, frischen Wind, reinbringen und ich glaube in dieser Saison haben ja bislang zehn Spieler, zehn Youngsters ihr Debüt bei den Profis gefeiert.
Also ich finde es gut und stark, dass man da dran bleibt und dass man an dieser Entwicklung einfach weiterschraubt und dann eben auch mit altbekannten Gesicht. Ja, also der FC Bayern von 2001 ist natürlich ein anderer als der von 2026. Die Strukturen sind völlig anders. Also glaube ich, Michael Wiesinger wird sich da nicht auf irgendwelche Erfahrungen aus seiner aktiven Zeit beim FC Bayern stützen können.
Was den Bayern eben wichtig ist, Max Eberl hat es vor ein paar Wochen schon gesagt, immer wieder kontrollieren, was kann man neu anpassen, was kann man neu justieren, wo läuft es denn vielleicht besser. Markus Weinzierl hat es dadurch erwischt. Der hat jetzt seinen bisherigen Posten nicht mehr, den übernimmt eben Michael Wiesinger und Michael Wiesinger ist da schon mit weiteren Kompetenzen dann ausgestattet worden.
Also sein offizieller Titel lautet ja Leiter Sport und Nachwuchsentwicklung und gerade dieses Thema Nachwuchsentwicklung ist den Bayern wichtig, weil Wiesinger glaube ich sieben Jahre lang den gleichen Job quasi in Nürnberg gemacht hat und die Nürnberger haben ja auch eine gute Nachwuchsarbeit. Und dort hatte er, glaube ich, 15 oder 20 Mitarbeiter. Jetzt bei den Bayern sind es natürlich 100, circa 100.
Man wollte auf diesem Posten, weil Markus Weinzel natürlich jemand war, der sehr als Trainer gedacht hat, der aus der Trainerschule kommt, wollte man jemanden haben, der mehr so den Managerblick auf die Dinge hat. Also Jochen Sauer ist weiterhin der große Chef am Campus, aber Michael Wiesinger ist da durchaus mit Kompetenzen jetzt ausgestattet, die ihm vieles erlauben.
Und es geht eben darum, einen breit gefächerten Managerblick auf die Nachwuchsspieler zu haben, Karrieren zu entwickeln, Möglichkeiten aufzuzeigen und Michael Wiesinger hat zwar auch schon als Trainer gearbeitet, aber der hat nicht mehr diesen vielleicht verengten Trainerblick, sondern tritt da in der Nachwuchsarbeit mehr als Managertyp auf und das ist die Rolle, die sie sich am Campus da in der Ingolstädter Straße auch wünschen.
Ja, also ich finde es auf jeden Fall gut, dass da der Campus künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Sicherlich auch ein guter Zeitpunkt, oder? Wenn man jetzt so darauf blickt, dass jetzt eben Ende der Saison, dann hat er auch den Sommer über genug Zeit zu arbeiten und dann eben frisch in die nächste Saison zu starten.
Ja, aktuell findet, so wurde mir es gesagt, ein intensives Onboarding statt. Also das kennen ja auch wir nicht, Fußballtrainer oder Fußballmanager, dass es am Anfang erstmal Onboarding gibt und das ist auch der Hauptgrund, warum er früher angefangen hat, damit er dann ab 1. Mai nicht mehr üben muss und keinen Anlauf mehr braucht, sondern dann auch wirklich ins Arbeiten kommt.
Und das Ganze eben eng verzahnt mit Jochen Sauer und mit Christoph Freund, der sich ja, was die Führungsriege der Bayern-Profis betrifft. Ja vor allem um die Themen Nachwuchsförderung kümmert. Ja, sicherlich ein guter Step. Lass uns hier hinten raus nochmal über eine Sache sprechen, weil wir sie letzte Woche auch schon angekündigt hatten.
Wir blicken ein bisschen nach Paris nächste Woche, dann eben das wichtige Hinspiel in Paris. Vincent Kompany, er ist ja gesperrt und wird nicht an der Seitenlinie als Cheftrainer fungieren können. Wer wird ihn denn ersetzen und wie wird das Ganze ablaufen? Ja, nach allem, was es aussieht, wird es Aaron Danks sein.
Aaron Danks kam ja am Sonntag nach dem Titelgewinn gegen Stuttgart mit dem berühmt-berüchtigten Kakadu aus dem Käfer in München in die Mixzone und hat er sich kurz mit dem Kollegen unterhalten und ich habe ihn dann gefragt, ob er denn derjenige ist, der gegen Paris auf der Bank Platz nehmen wird. Er hat dann gesagt, ja, auf der Bank wird er sein, aber das wird alles noch besprochen.
Und dann bin ich schnell rüber in die Postmatch-Press-Konferenz, wie es offiziell so schön heißt, gelaufen und habe dann Vincent Kompagny gefragt. Und der hat dann eben gesagt, es ist alles schon geklärt, wer mich wirklich an der Seitenlinie vertreten wird, aber er will noch nicht drüber sprechen. Das wird er dann tun, wenn es eben nach Paris geht, wenn am Montag da die Pressekonferenz stattfinden wird.
Aber was ich jetzt schon sagen kann, das haben wir auch schon berichtet, es sieht sehr nach Aaron Dengs aus, weil der durch die Tatsache, dass er Standardtrainer ist, schon immer jemand ist, der sehr gerne an der Seitenlinie aufgetaucht ist. Jemand ist, der auch lautstark unterwegs ist. Ich habe es ja erzählt, in Berlin nach dem Pokalspiel gegen Union war er der erste und lauteste im Kabinengang, der sich über den Schiedsrichter beschwert hat.
Also der hat auch die richtige Emotion und der hat ja auch schon als Cheftrainer gearbeitet. Also es würde mich sehr wundern, wenn es nicht Aaron Dengs wäre, der da die Chefrolle übernehmen darf für 90 Minuten plus. Ja, also ich bin mir sicher, dass das auch der richtige Mann sein wird und am Ende einfach der FC Bayern ja auch schon so eingeschult ist und ganz genau weiß, was er machen muss.
Die Spieler kriegen diese Freiheiten von Vincent Kompany. Sie wissen, was da nächste Woche auf dem Spiel steht und wie wer agieren muss. Deswegen ist es natürlich sicherlich immer hilfreich, wenn der Cheftrainer an der Seitendinie steht, aber wird in dem Fall auch ohne ihn funktionieren bestimmt. Ja, schauen wir mal, schauen wir mal. Bist du da noch ein bisschen skeptisch?
Ja, dieses Coachen während des Spiels, das hat schon seine Bedeutung. Und Vincent Kompany ist da doch einer der aktiveren Trainer und holt sich dann auch immer wieder Spieler an die Seitenlinie. Das sind alles Dinge, die ein Co-Trainer und in dem speziellen Fall Aaron Danks auch machen kann. Aber wenn der Chef da steht mit einem nochmal ganz besonderen Blick auf die Dinge, dann macht das, glaube ich, schon einen Unterschied.
Also es gäbe Spiele, wo Vincent Kompany verzichtbarer wäre, als dieses Topspiel da im Prinzenpark gegen PSG. Also ich glaube schon, dass es einen Einfluss haben wird. Also na klar, Aaron Danks wird sich da schon einiges an Input holen vom Chef über irgendwelche technischen Mittel, sage ich jetzt mal.
Also Vincent Kompany, der ist so groß, der kann sich nicht in der Wäschekiste verstecken, wie es mal José Mourinho gemacht hat. Also Vincent Kompany wird da mit allen erlaubten Mitteln versuchen, Einfluss zu nehmen. Aber es ist einfach eine andere Situation. Es ist einfach so. Wird Vincent Kompany in die Kabine rein dürfen in der Halbzeitpause?
Ach, also er darf nicht in die Kabine. Da wischst du mich auf dem falschen Fuß. Ich glaube, er darf... Eineinhalb Stunden vor Anpfiff und eineinhalb Stunden nach Abpfiff nicht bei der Mannschaft sein, glaube ich. Da müsste ich jetzt nochmal nachschauen. Könnt ihr wahrscheinlich alles auf sport1.de finden, wie die genauen Zeiten sind.
Aber rund ums Spiel hat er bei der Mannschaft tatsächlich nichts zu suchen. Da ist die UEFA relativ streng. Der wird dann irgendwo in der VIP-Loge sitzen. Vielleicht setzt er sich ja zum CEO Jan-Christian Dresen oder zu Herbert Heiner und Max Eberl und Fachsimpel da auf der Tribüne ein bisschen. Aber es ist tatsächlich so, gesperrt ist gesperrt und er darf da nicht irgendwie in der Halbzeitpause runtersausen und eine Ansprache halten, sondern er ist dann wirklich isoliert von der Mannschaft, würde ich fast schon sagen. Ja, macht natürlich Sinn.
Aber dafür gibt es ja vielleicht auch Telefone oder man weiß es nicht genau. Vielleicht findet er irgendein Schlupfloch. Wir sind auf jeden Fall nächste Woche schlauer. Wie es dann tatsächlich stattgefunden hat? Ja, rein sportlich können wir auch noch kurz besprechen. Wie ich auch vor dem Spiel gegen oder in Madrid gesagt habe, ich glaube, so ein Unentschieden wäre schon mal sehr gut für die Bayern.
Weil in der Allianz Arena, das haben wir gemerkt, da sind sie eine Macht. Und wenn du nochmal so eine Leistung hinlegen kannst, wie beim Spiel in der Liga-Phase, dann hast du richtig gute Chancen aufs Finale in Budapest. Und ich muss sagen, wenn ich jetzt die ganze Saison Revue passieren lasse bisher, ich habe ja doch 90 Prozent der Spiele live im Stadion gesehen, dieses Spiel im Prinzenpark in der Liga-Phase, das ist mir schon noch besonders in Erinnerung, weil die Bayern gerade in der ersten Halbzeit bis zum Platzverweis für Luis Diaz einfach durchführen.
Wahnsinnig gut gespielt haben, ein wahnsinnig gutes Pressing, ein wahnsinnig gutes Manndeckungsspiel, was die Bayern ja betreiben und dann dieser Kampf hinten raus. Also wenn man mich fragen würde, das spektakulärste Spiel war der 4 zu 3 Sieg zu Hause gegen Real, aber von der Qualität her, von der Intensität her war das Spiel in Paris schon das Beste.
Und das hat man damals auch, Entschuldigung, aber da muss ich jetzt noch schnell durchziehen. Und das hat man dann auch später am Bankett gemerkt. Also wir dürfen ja eigentlich nicht darüber sprechen, was da am Bankett passiert. Aber so viel kann ich sagen, dass so freudig erregt und so glücklich hat man die Bayern selten gesehen bei so einem Bankett.
Auch Vincent Kompany war richtig aufgekratzt und so gut war die Stimmung danach, nur noch nach dem Sieg im Bernabio bei Real Madrid. Ja, und dieses Spiel gegen Paris war so ein bisschen der Anfang dieser Facetten, die sie eben zeigen können. Du hast es angesprochen, erste Halbzeit war absolute Dominanz und eben dieses Pressing.
Und in der zweiten Halbzeit dann aber trotzdem in Unterzahl fighten, hinten reinstehen und dann trotzdem den Sieg über die Bühne bringen. Und ja, das war so der Anfang. Dieses Spiel ist mir auch mit am meisten hängen geblieben. Und ich glaube, was sie nächste Woche eben vermeiden müssen, wo sie ein bisschen aus dem Spiel gegen Real, zumindest bei dem Rückspiel, lernen müssen, sind diese individuellen Fehler.
Die müssen sie auf jeden Fall ausschalten, weil da bestraft dich Paris sofort. Und ja, einfach konzentrierter sein. Und dann glaube ich... Ja, sagt sich so leicht. Beim Fußball erschwert sich ja alles durch die Tatsache, dass es eine gegnerische Mannschaft gibt. Und Paris, die haben natürlich jetzt schon...
Noch mal den Turbo eingelegt. Die Bayern haben in dieser Saison so ein bisschen das Pech. Sie treffen auf die guten Mannschaften in Europa immer dann, wenn die gerade ihren Peak erreicht haben. Also zum Zeitpunkt, als sie da bei Arsenal im Emirates gespielt haben, war Arsenal die beste und vielleicht formstärkste Mannschaft Europas neben den Bayern.
Jetzt treffen sie wieder auf die formstärkste und vielleicht beste Mannschaft Europas. Aber diesmal heißt sie eben Paris. Das darf man nicht unterschätzen. Und die Bayern haben ja auch noch die Rechnung aus der Klub-WM offen. Also ich freue mich auf das Spiel. Ich freue mich jetzt nicht unbedingt auf den Prinzenpark, weil das Stadion besuche ich jetzt nicht allzu gerne.
Aber das Spiel wird sicherlich knackig und toll. Hoffentlich ein bisschen intensiver als der Kick gestern in Leverkusen. Das glaube ich aber auf jeden Fall. Und ich bin sehr gespannt. Und dann würde ich sagen, hören wir uns einfach nächste Woche, wenn wir dann wieder über ein Spiel sprechen, wieder in die Analyse gehen und wieder jede Menge Themen auf dem Zettel haben.
Ich freue mich auf jeden Fall schon drauf und vielen Dank an euch da draußen fürs Zuhören, auch wenn es jetzt ein bisschen später war, aber besser spät als nie. Und nicht vergessen, trotzdem abonnieren, kommentieren, Sternchen dalassen. Also wir sehen und lesen alles und freuen uns über jeden Follow und jedes Sternchen.
Richtig. Bei all den Themen fühle ich mich jetzt gerade so, wie wenn man gerade aus einem Zug oder einem Flugzeug steigt und so ein bisschen latente Angst hat, man hätte irgendwas vergessen. Also vielleicht, nee, wir haben alle Themen durch. Was ich vielleicht noch sagen muss ist, ich möchte den Fanclub Rot für die Welt grüßen.
Das waren ein paar lautstarke Jungs, die ich in Köln getroffen habe, die mich dann gleich zu sich an den Tisch gerufen haben und mir erzählt haben, dass sie den Podcast hören. Sehr schön. Also die werden sich jetzt freuen, dass sie hier erwähnt werden. Hatten alle oder viele hatten das Torwarttrikot vom Champions-League-Satz an, weil sie gesagt haben, das ist so schön rot-weiß.
Also die Jungs sind mir gut in Erinnerung und ich hoffe, die sind noch gut von Köln nach Leverkusen gekommen ins Stadion, weil die waren schon sehr aufgekratzt. Oder sie sitzen da immer noch. Man weiß es nicht. Nee, da sitzen sie. Ich glaube, da sitzen sie nicht mehr. Nein, das freut mich natürlich zu hören. Dann auch von mir natürlich.
Fast unbekannterweise. Schöne Grüße. Und falls wir wirklich was vergessen haben sollten, dann werdet ihr uns sicherlich daran erinnern. Und dann können wir das nächste Woche einfach mit reinnehmen. Ja, oder ihr lest es auf sport1.de und in der kostenfreien App. Ganz genau. Bis dahin, bis nächste Woche. Bis dann. Ciao, ciao.