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Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 172

Gute Chancen in Madrid! Schicksalskampf für Nübel? Warum das Guerreiro-Aus richtig ist!

Donnerstag, 2. April 2026 · 55 min

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Shownotes

Die Länderspielpause ist vorbei und die Bayern blicken jetzt nach vorne! Zwar muss die Kompany-Elf erst noch in Freiburg ran, doch über allem schwebt das Spiel bei Real Madrid. Madeleine und Stefan blicken auf die entscheidenden Faktoren im Kracher-Duell und bewerten die Chancen der Münchner.

Außerdem geht es um den Kampf um die Nummer 1 der Bayern! Traut sich Alexander Nübel wirklich eine Rückkehr nach München zu? Und was würde das für das Klima innerhalb des Vereins bedeuten? Fakt ist: Es würden unruhige Zeiten werden...

Obendrein schauen Madeleine und Stefan auf die "Ära Guerreiro": Was lief gut und was lief schlecht?

Und: Natürlich geht es auch um Ex-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. Der Bundestrainer macht sich mit seinen Auftritten keine Freunde. Was steckt dahinter?

Dies und mehr in der aktuellen Folge!

Ihr kennt aus dem SPORT1-Doppelpass alle das "Dopafon"... Wir haben bekanntlich das "Bawofon"! Schickt uns eure Sprachnachrichten mit Fragen, Meinungen, Lob und Kritik per WhatsApp an 0 15 1 - 21 63 72 41 und werdet somit Teil unserer Sendung! Alle Infos dazu hört ihr im Podcast!

Viel Spaß mit der 56. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.

Folge 56 im Überblick

• Begrüßung
• Der Pechvogel der Woche
• Die Zukunft der Bayern
• O-Ton Alexander Nübel
• Die Verkündung der Woche
• Die Bayern in der DFB-Elf
• Das Bawofon
• O-Ton Julian Nagelsmann

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Wir gehen rein in eine neue Folge die Bayern-Woche und blicken auf folgende Themen. Länderspielpause, welcher Bayern-Profi geht als Verlierer und welcher als Gewinner aus dem WM-Test. Verletzungssorgen bei Harry Kane ist das Hinspiel gegen Real in Gefahr. Und das Guerreiro aus im Sommer ist beschlossene Sache. Warum es zwischen den Portugiesen und den Bayern nie wirklich gepasst hat, klären wir jetzt in einer neuen Folge.

Und damit Servus von mir an euch da draußen und natürlich auch an unseren Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Hallo Kumbi. Hallo Madeleine, hallo da draußen. Geht's dir gut? Ja, Länderspielpause habe ich jetzt nicht jeden Termin mitgemacht. Ich war zum Beispiel nicht in Basel, aber ich war in Herzogenaurach und ich war in Stuttgart und war intensiv.

Es gab viele Themen, über die wir ja auch sprechen, aber so wie ich dich verstanden habe, eher am Ende dieser Folge, oder? Ja, am Ende, ganz genau. Und du warst überraschenderweise beim Doppelpass, habe ich dann gesehen. Ich war ganz überrascht, weil ich mir dachte, der stand doch gar nicht auf der Agenda.

Ja, du warst positiv überrascht. Und davon gehe ich aus. Ja, um mal einen Einblick zu bieten in das Leben eines Reporters. Es war ja Umstellung der Uhrzeit, also Sommerzeitumstellung. 8.20 Uhr nach neuer Zeit, 7.20 Uhr nach alter Zeit. Das ist so die Kindergartenzeit meiner Kleinen, aber es war Sonntag.

Und die Kleine war bei der Oma. Meine Frau hatte frei, ich hatte frei. Von dem her hätte ein schöner Sonntag werden können. Es wurde ein schöner Sonntag, aber auf eine andere Art, weil der Doppelpasschef hat mich angerufen und hat gesagt, zwei Gäste sind ausgefallen, Flieger ausgefallen, kannst du bitte kommen.

Kurz Rücksprache gehalten mit meiner Gattin und dann bin ich zum Flughafen gefahren und saß dann unverhofft im Doppelpass. Aber ich bin ja eine Inhaltsmaschine und mich kannst du ja um drei Uhr morgens wecken, dann mache ich dir um vier Uhr morgens die Blitzanalyse. Ja, so schnell kann es gehen und hoffentlich habt ihr euch vielleicht dann hinten raus ja trotzdem noch einen schönen Nachmittag zu zweit machen können.

Ja, kann ich mich jetzt gar nicht mehr so erinnern, aber wird wohl schön gewesen sein. Und letzten Endes, ja, Doppelpass ist natürlich immer eine Ehre. Also da sagt man nicht nein. Außer man heiratet oder irgendwie sowas. Also es gibt wenig Gründe, eine Doppelpass-Anfrage abzusagen. Ja, außer man heißt Lothar Matthäus.

Dann verpasst man auch gerne mal die Hochzeit seiner Kinder oder Geburtstage oder wie auch immer. Aber wie jeder seine Prioritäten setzen möchte. Deswegen ist er Rekordnational. Muss man selbst wissen, ganz genau. So, lass uns anfangen und über die Bayern sprechen. Und vor allem, ich würde sagen, mit dem brenzligsten Thema und zwar Harry Kane.

Der Pechvogel der Woche. Ja, warum Pechvogel der Woche? Am Ende hat er keines der beiden WM-Testspiele bestreiten können. Für das Erste wurde er ja eigentlich geschont. Für das Zweite sollte er dann antreten, konnte er aber nicht. Weil er hat beim Training vorher, musste er nach 15 Minuten überraschenderweise dann verletzungsbedingt den Trainingsplatz schon verlassen.

Thomas Tuchel hat gesagt, es ist erstmal nichts Schlimmes. Am Mittwoch ist er dann zurück zur Sebena geflogen und hat sich dann da untersuchen lassen. Wie ist denn der aktuelle Stand, beziehungsweise wie ist denn der Fahrplan auch mit ihm und den Untersuchungen? Also jetzt ist es 10 Uhr, jetzt gleich 57.

Ja, also der aktuelle Stand ist, dass er heute nochmal untersucht wird und dass morgen auf der Pressekonferenz sich Vincent Kompany dazu äußern wird. Von den Bayern wird heute nichts kommen an Pressemitteilung. Da kann man jetzt sagen, warum denn das nicht? Ein guter Grund steckt dahinter. Die Verletzung ist wohl nicht so schwer, wie man denken könnte.

Es ist nur eine Bläsur und bei Bläsuren gibt es keine Pressemitteilung des FC Bayern. Es ist was am Knöchel. Mehr war jetzt aktuell nicht rauszufinden. Die Engländer haben ja nicht viel rausgelassen und die Bayern jetzt auch nicht. Aber man darf davon ausgehen, dass er jetzt am Wochenende nicht spielen wird.

Und gegen Real wird man schauen müssen. Aber große Sorgen habe ich jetzt an der Säbener Straße nicht vernommen, was Harry Kane betrifft. Die hatte man am Anfang bei Alphonso Davies auch nicht. Als er dann von der kanadischen Nationalmannschaft zurückkam, am Ende war es dann doch ein Kreuzbandriss. Davon gehen wir jetzt aber mal nicht aus. Aber klar, man weiß es nie.

Kreuzbandriss ist jetzt ausgeschlossen, weil es sind eben Knöchelprobleme. Ein anderer Teil des Körpers. Genau, es sind Knöchelprobleme und es scheint wohl nichts gerissen zu sein oder ähnliches. Und von dem her kann man sich gute Hoffnungen machen. Ich werde jetzt keine Prozentzahl sagen, weil ich bin kein Arzt. Nein. Aber real ist...

In Gefahr, aber nicht in höchster Gefahr. Und bis zum Dienstag ist es ja auch noch ein bisschen klar, das Spiel in Freiburg wird wahrscheinlich für ihn persönlich ein bisschen ärgerlicher sein, dass er da nicht teilnehmen kann, weil er natürlich auch noch den Torrekord von Lewandowski knacken möchte.

Für die Bayern sportlich gesehen ist es aber jetzt kein Beinbruch. Wie sieht es denn bei Alexander Pavlovich und Jonas Urbig aus? Am Dienstag war ja öffentliches Training an der Säbener. Die liebe Alina war vor Ort für uns, weil ich erst um vier Uhr morgens aus Stuttgart zurückgekommen bin und mir dann das öffentliche Training gespart habe.

Da waren einige, habe ich gesehen. Also über tausend Bayern-Fans, eine riesige Schlange, Wahnsinn. Und die durften dann aber auch mit ansehen, auf eine positive Art und Weise, dass Alexander Pavlovich und Jonas Urbig eben wieder im Mannschaftstraining dabei waren und auch den Großteil mitgemacht haben.

Das heißt, beide wären auch fit für den Dienstag? Ja, also interessanterweise sprechen wir ja jetzt ständig über Dienstag. Ja, als sei es so das Spiel in Freiburg nicht. Aber sportlich gesehen ist natürlich der Dienstag schon um einiges wichtiger. Ich glaube, das darf man uns zugestehen und auch den Fans zugestehen, dass das Spiel natürlich im Fokus steht.

Und Freiburg auch aufgrund der komfortablen Situation in der Bundesliga jetzt nicht die oberste Priorität hat. Vincent Kompany wird morgen was anderes behaupten auf der Pressekonferenz. Aber das darf er gerne machen. Ja, also es sieht bei sämtlichen Personalien ganz gut aus, bei Jamal Musiala nicht so, das wird wohl nichts, aber Pavlovic, Urbig, Manuel Neuer, da können sich viele Bayern-Fans drauf freuen. Alfonso Davies.

Bleibt abzuwarten. Ich glaube nicht, dass er in die Partie reingeworfen wird, weil auf den Außenverteidigerpositionen gibt es ja mit dem bestens aufgelegten Josef Stanisic und dem immer giftigen Konrad Leimer ja genügend Alternativen. Und in dem Fall kann man sagen, natürlich klar, auf einen Jamal Musiala möchte man nie verzichten, aber man kann es, weil ein Gnabry gerade in bester Form ist.

Lennart Kahl nimmt auch sehr viel Selbstbewusstsein nach dieser Länderspielpause mit und hat es ja bei den Bayern auch schon gezeigt, dass er gerade in der Champions League, dass er dem auch gewachsen ist. Ja, für mich ist die Aufstellung gegen Madrid, in Madrid eigentlich schon irgendwie klar. Wie sieht sie denn für dich aus?

Also im Tor Neuer, Innenverteidigung, Taupamecano, links Leimer, rechts Stanisic. Nicht andersrum? Es kann sein, dass sie dann tauschen, wenn sie merken, wer kommt mit Vinicius Junior besser zurecht, wird dann die Frage sein. Vor der Abwehr Pavlovich Kimmich, dann die drei Künstler mit Lucho Dias, Serge Gnabry und Michael Olyse und vorne Harry Kane.

Ich glaube nicht, dass er Lennart Kahl von Anfang an da hineinwirft ins Estadio Santiago Bernabeu. Das wäre wohl, das wäre sehr, sehr mutig. Also ich würde es auch Lennart Karl zutrauen, aber damit ist glaube ich nicht zu rechnen, weil du musst in so einem Spiel auch schon ein bisschen auf Erfahrung achten, wie viel Druck kommt da auch von den Ringen.

Wenn wir schon beim Thema Real sind, lass uns doch da gerne einfach noch das Ganze ein bisschen vertiefen. Wie siehst du denn die Chancen für die Bayern, jetzt gerade mit Blick aufs Hinspiel? Also in meinem Kopf vergleiche ich die aktuelle Situation immer mit der von vor zwei Jahren unter Thomas Tuchel, als wir vom Halbfinale sprachen und die Madrilenen wirken für mich schlagbarer als noch vor zwei Jahren, das hat zwei Gründe.

Einmal haben die Königlichen mehr Probleme als vor zwei Jahren, auch wenn sie sich jetzt wieder auf den Weg gemacht haben, eine verlässliche Größe zu werden, auch nach dem Trainerwechsel. Und auf der anderen Seite sind die Bayern einfach stabiler, stärker. Auch was neben den Platz betrifft, also man darf nicht vergessen, vor zwei Jahren war ja noch Thomas Tuchel Trainer und es war immer mediales Chaos und Tuchel hat sich da mit Experten gezofft und hat Joshua Kimmich auf rechts geschoben und es war klar, dass er den Verein verlassen wird. Und jetzt sind die Voraussetzungen ganz andere.

Du hast einen Trainer, der fest im Sattel sitzt, der die Mannschaft hinter sich hat. Du hast nicht das Verletzungspech wie vor zwei Jahren. Damals hat ja Leroy Sané sich von Spiel zu Spiel durchschleppen müssen. Harry Kane hatte Rückenprobleme. Jetzt muss man abwarten, wie Harrys Verletzung jetzt aussieht.

Aber grundsätzlich auf dem Papier... Würde ich sagen, das Hinspiel ist ein Fifty-Fifty-Spiel und im Rückspiel, das ja aus Sicht der Bayern Gott sei Dank ein Heimspiel ist, steht es 51-49 für die Bayern. Also es sieht echt gut aus. Ich habe es so ein bisschen im Gefühl, es gab jetzt viele Duelle, wo die Bayern den Kürzeren gezogen haben, aber irgendwie sind die Madrilenen jetzt dran.

Und ich glaube, am Ende sind es auch einfach, weil es sind beides Top-Mannschaften. Und gerade Real Madrid darf man in der Champions League nicht unterschätzen. Da zeigen sie einfach nochmal ein ganz anderes Gesicht, haben eine ganz andere Mentalität. Da legt sich so ein Schalter um. Die wissen ganz genau, um was es geht.

Und ich glaube einfach, dass an diesem Tag einfach das Momentum entscheidet. Wie ist wer drauf? Wie schnell kommt wer vom Kopf her auch ins Spiel rein und in den Kopf des anderen? Und am Ende auch ein bisschen Schiedsrichterentscheidungen, die einfach, wissen wir alle, bei den letzten Begegnungen auch viel mit reingespielt haben.

Und ich glaube, am Ende sind das diese kleinen Sachen, die es entscheiden werden, weil sportlich gesehen sind sie beide auf Augenhöhe, sind sie beide top. Und dann geht es einfach darum, wie ist wer an dem Tag drauf und wie ist der Schiri drauf. Ich erinnere mich an 2017, Halbfinale, Rückspiel. Carlo Angelotti, glaube ich, war noch Trainer. und Arturo Vidal ist vom Platz geflogen.

Ich war im Stadion und wir sind auf der Tribüne gesessen. Es war noch das alte, schöne Bernabeu. Wir haben uns immer gedacht, Carlo, wechsel doch den Vidal aus. Der steht auf der Kante zum Platzverweis. Und so ist es dann auch passiert. Karl-Heinz Rummenigge auf dem Bankett, damals noch CEO, richtig sauer, hat gesagt, wir sind beschissen worden.

Habe ich aus Kalles Mund auch noch nie gehört. Das war... Für die Leute da draußen, die die Footbology-App haben, die Groundhopper-App, da bin ich auch. Und da kann man das beste Spiel auswählen, das man je besucht hat. Und das habe ich da so ausgewählt, weil das war eine krasse Erinnerung. Aber wir waren bei den Schiedsrichterentscheidungen, die spielen immer eine Rolle.

Ich glaube, es kommt auch viel auf die Atmosphäre an. Also wenn du da ankommst als Gastmannschaft, die Straßen sind voll mit Madrid-Fans. Ich weiß nicht, ob es einen Fanmarsch gibt von den Bayern, aber es sind viele Bayern-Fans da, da sind Sonderflüge gebucht worden und wenn im Stadion die Lampen angehen und die Atmosphäre da ist, das ist das, wofür man Fußballprofi geworden ist, das sind die Spiele.

Und eine Kleinigkeit, die man auch nicht vergessen darf, die aber leider zum Fußball dazugehört, das ist natürlich jetzt nicht die sportlichste Weise zu gewinnen, im Team von Real Madrid sind sechs Spieler gelb, Und vorbestraft und bei den Bayern nur zwei. Da waren die nicht clever genug, sich die Sperre abzuholen.

Und vor allem dann einfach auch noch ganz wichtige Spiele wie Bellingham, Mbappé, Chouamini. Und da müssen sie natürlich schon ein bisschen aufpassen. Ja, Vini Junior auch. Da könnten die Bayern so ein bisschen auch dreckig provozieren und ein paar Fouls ziehen. Jetzt bringen sie doch nicht auf schlechte Ideen. Das gehört auch zum Fußball.

Das ist ja nicht verboten, den Gegenspieler entsprechend so zu bearbeiten, dass dem vielleicht eine Birne im Hirn durchbrennt und der dann vielleicht mal den Ball wegknallt oder irgendwie sich zu viel beschwert beim Schiedsrichter. Selbst wenn es ja nicht so wäre, kann man ja davon ausgehen, dass so ein Champions-League-Spiel mit diesen zwei Mannschaften ja trotzdem ein hitziges und sehr körperliches Spiel wird.

Also von daher, ja. Die Intensität wird gegeben sein. Ich glaube, das wird von der Intensität auf dem Niveau ablaufen, wie das Auswärtsspiel in Paris. Wie du dich erinnerst, hat Joshua Kimmich gesagt, der hat nach 15 Minuten auf die Anzeigetafel geschaut. Er kippt gleich um. Er kippt gleich um und sie hätten schon viel mehr gespielt, weil so viel passiert ist.

Aber es waren nur 15 Minuten. Darauf können sich die Bayern gefasst machen, weil Real Madrid einfach in der Champions League eine andere Mannschaft ist. Das hat man früher ein bisschen so darauf zurückgeführt. Ja, der Kroos und der Modric sind dann nochmal in einer anderen Verfassung. Aber das hat schon was mit dem Mythos Real zu tun. Was für die Bayern auch noch spricht, ist, dass der Torwart fehlt.

Courtois fällt ja aus. Das stimmt, ja. Und der ist schon ein wichtiger Faktor für Real normalerweise. Ja, und in dem Fall auch Manuel Neuer dann eben für den FC Bayern. Wer nicht wieder ein Maulwurf seine Hände im Spiel hat, wie vor zwei Jahren. Aber apropos Torhüter, wenn wir schon bei dem Thema sind, Lass uns da auch gerne bleiben und ein bisschen in die Zukunft der Bayern blicken, was eben die Position zwischen den Pfosten angeht.

Manuel Neuer, wir hatten es letzte Woche schon, am Freitag ist er 40 geworden, jetzt dürfen wir gratulieren. Alles Gute Manuel Neuer zum 40. Geburtstag, Jahrgang 86 der allerbeste. Ja, man hat so ein bisschen das Gefühl beim FC Bayern hängt viel an der Zukunft von Manuel Neuer, ob er jetzt verlängert oder nicht.

Gehen wir mal das Szenario durch, er verlängert nicht. Also im Sommer ist seine Karriere dann zumindest beim FC Bayern beendet. Und wie geht es dann mit Blick auf die Torhüterposition weiter? Eigentlich ist ja dann Jonas Urbich die nachfolgende Nummer 1. Man hört aber immer wieder, vielleicht Alexander Nübel, will er doch nochmal zurückkommen?

Traut er sich doch nochmal auch diesen Kampf anzugehen, diesen Stammplatz als Nummer 1 zurückzuerobern quasi? Wie ist da der aktuelle Stand, Kummi? Also vor dem Spiel gegen Ghana saß ja Alex Knübel auf der Pressekonferenz in Stuttgart, weil er ja den Einsatz bekommen hat, obwohl er in Anfangszeichen nur die Nummer zwei ist der Nationalmannschaft.

Und da kam natürlich die Frage auf, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in der kommenden Saison mit Jonas Urbich trainieren wirst. Und da hat er gesagt, ja, hoch. Die ist da, weil ich habe ja noch Vertrag. Wir können auch gerne reinhören einmal. Wir hätten ihn sogar da. Gut, bevor ich hier paraphrasiere und falsche Dinge sage, hören wir mal rein. Wenn wir ihn schon haben, hören wir doch gerne mal rein.

Du hast jetzt das erste Mal mit Jonas Urbich zusammentrainiert. Es gibt ja auch eine spezielle Konstellation, möglicherweise im Sommer. Für wie wahrscheinlich hältst du das, dass ihr vielleicht in München auch nochmal zusammen auf dem Trainingsplatz steht? Relativ hoch, weil ich noch Vertrag in München habe. Deswegen habe ich zum ersten Mal ihn kennengelernt, persönlich auf dem Platz.

Sehr, sehr guter Junge. Sehr eifrig. Schon sehr, sehr weit auch im Alter. Ist jetzt dann leider relativ früh abgereist, aber was ich so gesehen habe, war schon sehr, sehr gut. Und wenn man Alex Nübel zuhört bei der Pressekonferenz des DFB, da hört man dann natürlich schon raus, es besteht durchaus die Möglichkeit, vielleicht auch nur theoretischer Natur, aber sie besteht, dass er tatsächlich nach München zurückkehrt.

Aktuell hat er ja noch Vertrag dort und ich würde es Alex Nübel zutrauen von seiner Persönlichkeit, dass er sagt, ich nehme diesen Konkurrenzkampf an. Er hat sich ja damals auch getraut, von Schalke nach München zu kommen, obwohl Manuel Neuer da noch unangefochtene Nummer eins war. Also diesen Mut traue ich ihm zu.

Er muss aber dann schon wissen, für meine Begriffe geht es dann um alles. Also wenn er dann in diesem Jahr tatsächlich, in dem kommenden Jahr, wir reden über ungelegte Eier, aber wenn er sich diesen Konkurrenzkampf zutraut und den dann verlieren sollte, was absolut im Bereich des Möglichen ist, weil Jonas Urbich hat natürlich jetzt schon mehrere Pluspunkte gesammelt beim FC Bayern, dann war es das wahrscheinlich für Alex Nübel auf Top-Niveau, könnte ich mir vorstellen.

Also auf Top, Top, Top FC Bayern Niveau. Also der wird mit seiner Qualität immer einen guten Verein finden, aber so diese oberste Etage, Top 5 Europa, da gehören die Bayern ja eindeutig dazu, das ist dann für ihn erledigt. Also es ist mit viel Risiko verbunden, ich traue ihm diesen Mut zu, aber das muss er sich halt bewusst sein, dass es da für ihn eigentlich um alles geht.

Wenn er jetzt diesen Kampf wirklich annehmen sollte und wirklich auch sich öffentlich dazu bekennt und sagt, hey, ich möchte das machen, ich möchte beim FC Bayern die Nummer 1 werden. Wie glaubst du, werden die Bayern reagieren? Werden sie diesen Kampf zulassen oder wollen sie Jonas Urbig die Chance geben, die neue Nummer 1 zu werden?

Auch da geht es um das Thema Mut. Also wenn die Bayern sich wirklich darauf einlassen sollten, dass sie Alex Nübel zurückholen und diesen Zweikampf, den ich ja bereits als charmant und spannend beschrieben habe in einer alten Folge. Dann müssen sie das aushalten, dass die Sommervorbereitung natürlich Thema Nummer eins sein wird. Wer kommt zwischen die Pfosten?

Das ist wirklich ein Clash der Giganten, sage ich jetzt mal. Klar, wir sprechen jetzt nicht über Oliver Kahn und Jens Lehmann. Wir sprechen über einen jungen Jonas Urbich und einen Alex Nübel, der schon in seiner Karriere damit klarkommen musste, dass es nicht immer steil nach oben ging. Und das müssen die Bayern dann auf der anderen Seite aushalten.

Das gibt natürlich dann schon Gesprächsstoff, das gibt Theater, es wird Fanmeinungen geben. Die stehen aktuell deutlich auf der Seite von Jonas Urwig. Das wird ein Medienthema. Vincent Kompany wird immer wieder zugefragt werden. Max Eberl wird dazu gefragt werden. Also wenn die Bayern sich auf dieses Abenteuer einlassen, dann Respekt von meiner Seite.

Aber das wird dann schon kommunikativ, wird es anstrengend für alle Seiten. Aber derjenige, der die größte Fallhöhe hat in diesem Szenario, ist ja am Ende eigentlich Alexander Nübel, oder? Ja, er ist derjenige. Also für ihn steht ja schon am meisten auf dem Spiel, wie du gerade eben schon angesprochen hast. Ja, er ist derjenige, der als Kronprinz geholt wurde.

Für die Bayern besteht natürlich die Gefahr, dass wenn man jetzt seinen Vertrag auflösen sollte und ihn für kleines Geld wegschickt oder gleich gratis, weil er verdient natürlich schon eine Stange Geld, weil zwei Drittel seines Gehalts wird aus München bezahlt, nicht aus Stuttgart. Also das ist alles nicht so lustig auf der Finanzseite für die Bayern.

Aber wenn sie ihn dann notgedrungen abgeben und verabschieden, dann muss man im Nachgang schon sagen, das war eine der größeren Fehleinschätzungen in der Transferpolitik des FC Bayern, dass man Alex Nübel geholt hat. Und das betrifft jetzt Max Eberl und Christoph Freund nicht so, weil die haben die Entscheidung damals nicht getroffen.

Aber es bleibt dann schon... Ja, also... Das Fazit, das man dann ziehen müsste, wenn Alex Nübel gehen muss, muss man schon sagen, hat viel Geld gekostet, hat kaum für die Bayern gespielt, war ein kostspieliges Abenteuer. Also den Vorwurf müssen sich dann die Bayern gefallen lassen. Entschuldigung, wenn ich da nochmal unterbreche, aber so viel Lob sie für den Jonas-Urbich-Deal bekommen müssen und so viel Lob, wie ihnen da zusteht, so viel Kritik müssten sie dann auch aushalten, was das Thema Nübel betrifft.

Ich wollte gerade sagen, dafür kann ja auf der anderen Seite eben diese Urbich-Thematik und dieser ganze Urbich-Plan ja umso besser aufgehen. Und ich würde es mir für ihn als Sportler, als Torwart einfach sehr wünschen, weil er auch, wenn er gefragt war, wenn er Manuel Neuer ersetzen musste, dann hat er eigentlich immer gut performt und abgeliefert.

Von daher würde ich ihm wünschen, dass die Bayern, sollte Manuel Neuer jetzt wirklich ab Sommer dann die Bayern verlassen, Dass sie auf ihn setzen, dass sie ihm dieses Vertrauen geben und dass man dann einfach auch sagt, du bist jetzt die Nummer 1. In dem Fall bräuchte man aber ja dann trotzdem eine Nummer 2.

Das ist richtig. Wenn Alexander Nübel nicht zurückkommt, würde er ja sowieso auch nicht als Nummer 2 zurückkommen wollen, zumindest nicht freiwillig. Gibt es denn da irgendwelche Namen, wo man sagt, okay, man hat einen Plan, jemanden vielleicht sogar aus der Bundesliga als Nummer 2 zu holen? Ich muss jetzt erstmal Herrn Nöbel loben, weil du hast jetzt Jonas Urwig gelobt, jetzt lobe ich Alex Nöbel.

Ich finde richtig gut, dass der eine gesunde Distanz zu diesem ganzen Theater und zu diesem ganzen Geschäft hat. Jetzt kann man sagen, es ist wenig ehrgeizig, aber Ehrgeiz hat er. Aber ich kann mich erinnern an sein erstes Länderspiel, da habe ich nach dem Spiel mit ihm gesprochen und dann hat er gesagt, nee, er wird sich jetzt nicht tesovieren lassen, weil er ein Länderspiel hat.

Also der hat wirklich eine gesunde Distanz zu diesem ganzen Theater-Profi-Fußball. Welche Alternativen hat der FC Bayern? Es gibt ja die Gerüchte um Herrn Heuer-Fernandes aus Hamburg. Ja, also so konkret ist es jetzt noch nicht. Aber die Bayern machen sich natürlich schon Gedanken und machen sich auf die Suche.

Und er würde in dieses Konzept reinpassen, das die Bayern schon immer irgendwie verfolgt haben. Also obere Mittelklasse-Torhüter aus der Bundesliga mit einer gewissen Erfahrung, die sich aber hinten anstellen. Und da kann man zurückgehen bis Bernd Dreher, wer kennt ihn nicht. Und Tom Starke war so jemand. Sven Ulreich ist auch so jemand.

Also das ist schon die Kragenweite des FC Bayern, dass man einen absoluten Nummer-eins-Torhüter hat und der in der zweiten Reihe ist jemand, der immer parat steht, der keine wackeligen Knie bekommt, wenn er spielen muss, aber ansonsten sich zurückhält. Von dem her, da würde Heuer-Fernandes schon gut passen.

Dann lass uns damit die Torwart-Thematik einmal abschließen und auf eine Personalie schauen, für die ab Sommer auf jeden Fall Schluss ist. Zumindest beim FC Bayern. Ganz genau. Die Verkündung der Woche Und zwar Raphael Guerreiro, er wird den FC Bayern im Sommer verlassen. Das steht seit dieser Woche fest. Sein Vertrag läuft im Sommer aus und wird beim FC Bayern nicht verlängert.

Findest du, das ist die richtige Entscheidung? Absolut die richtige Entscheidung. Also ich habe es ja schon gesagt, diese Spieler der Kragenweite Guerreiro sind die, die die Bayern nicht mehr so in Masse haben wollen und der Vertrag läuft aus und Rafa Guerreiro hat gute Dienste geleistet, aber er war jetzt keiner, der dir Spiele gewonnen hat.

Er war jetzt keiner, der, oder ist keiner, er ist ja noch beim FC Bayern, er ist jetzt keiner, der für die großen Schlüsselmomente sorgt. Ich kann mich an zwei sehenswerte Treffer erinnern, aber... Wenn er ausfiel zum Beispiel, ging München nicht unter. So ehrlich muss man sein. Die Rolle sollte er auch gar nicht einnehmen bei seiner Verpflichtung, aber dass die Ära Guerreiro jetzt in München zu Ende geht, folgt einer gewissen Logik und ergibt durchaus Sinn.

Ja, also man hatte bei ihm immer so ein bisschen das Gefühl, es sind so zwei Komponenten, wo dieser Wow-Effekt ein bisschen gefehlt hat. Einmal so ein bisschen auch das Menschliche, also man hatte nie das Gefühl, dass er jetzt so, ja auch beim Training nicht wirklich heraussticht, was jetzt so vielleicht das Rumflachsen mit den anderen angeht.

Er hat nie wirklich Interviews gegeben, er hat sich nie wirklich mal mit den Fans beschäftigt oder so, dass man da sagt, okay, da spürt man einen Typen und dann auch auf dem Platz. Er hat natürlich immer das gemacht und vollbracht, was man von ihm verlangt hat und technisch finde ich, ist er auch immer stabil und stark.

Aber klar, gerade wenn es um Zweikämpfe geht, wenn es um die Defensive geht und auch vor allem, wenn es ums Tempo geht, da hat einfach immer so ein bisschen was gefehlt zu diesem, okay, er ist wirklich ein Unterschiedsspieler. Genau, richtig. Unterschiedsspieler ist er nicht. Er ist ein polyvalenter Spieler, der fast überall spielen kann, quasi.

Aber da haben die Bayern jetzt genügend Alternativen. Und ja, muss man auch sagen, er war jetzt nicht immer der Fleißigste, sagen wir es mal so, und er ist in diesem Kader eben nicht herausgestochen. Das ist auch gar nicht schlimm, er ist ja gar nicht gekauft worden, beziehungsweise geholt worden für diese Rolle.

Aber insgesamt ist das okay, man geht fair auseinander und du hast das angesprochen, er hat kaum Interviews gegeben, also nach den Spielen hat er gar nicht gesprochen. Es gab diese Vorstellungspressekonferenz wenn ich mich recht erinnere, am, Tegernsee damals im Trainingslager und ansonsten hat er keine Interviews mehr gegeben in der Mixed Zone oder ähnliches.

Die Bild-Zeitung hat dann mal durchgezählt, wie oft sie schon in der Mixed Zone Rafa Guerrero angesprochen haben. Ich glaube, die sind auf über 40 Mal gekommen oder sowas und haben das dann auch aufgeschrieben. Und das vermittelt so eine gewisse Distanz. Jetzt nicht nur uns Medien gegenüber, man muss jetzt nicht Best Friends mit uns machen, aber sich so gar nicht in dieses Geschäft einzulassen, in dieses Gefüge einzulassen, das wirkt dann schon immer ein bisschen seltsam.

Ja, man hatte eben immer so das Gefühl, als sei er nie angekommen, als sei Bayern immer so eine Zwischenstation sozusagen, Weil genau durch solche Sachen eben auch oder auch die Körpersprache einfach auch auf und neben dem Platz, es war immer so ein bisschen dieses stiller Teilhaber. Genau, stiller Teilhaber ist sehr gut ausgedrückt.

Und was man nicht vergessen darf, er war natürlich schon ein Schützling von Thomas Tuchel und das hat Rafa Guerreiro schon getroffen, dass sein Mentor, dass derjenige Trainer, der viel von ihm hielt, dass der nicht mehr da war. Das hat ihn schon getroffen. Also es gibt kein schlechtes Verhältnis zwischen ihm und Vincent Kompany, ganz im Gegenteil.

Aber dass der große väterliche Freund Thomas Tuchel für Rafa Guerreiro nicht mehr da war, hat den Portugiesen schon getroffen. Ich glaube schon, dass das natürlich enorm wichtig ist, dass du als Spieler, wenn du einen Trainer hast, mit dem du einfach sehr gut connectest, der dann geht, dann geht natürlich auch so ein bisschen ein Teil von dem Spieler sozusagen, kann man sagen.

Aber Vincent Compeny, würde ich sagen, ist ja also der Menschenflüsterer schlechthin, kann man schon sagen. Deswegen wundert es mich ein bisschen, dass er eben unter ihm nicht aufgeblüht ist oder das nicht geschafft hat. Vielleicht ist es ganz gut, dass man jetzt von beiden Seiten einfach sagt, da zieht man jetzt einen Schlussstrich, es fließt kein böses Blut.

Ja, die Geschichte ist einfach auserzählt. Und man kann Platz für Neues machen, wie zum Beispiel eben auch ein paar junge Spieler, die jetzt nachrücken können. Richtig. Gut, dann sind wir ja auch schon mit dem Thema schon wieder fertig. Ja, schon wieder ist gut gesagt. Nein, das läuft halt heute einfach wie am Schnürchen, habe ich das Gefühl.

Was ist denn die nächste Kategorie, die nächste Rubrik? Du wirst es nicht glauben, aber wir sprechen jetzt über die Nationalmannschaft. Die Bayern in der DFB-Elf. Lass uns ein bisschen über die Gewinner und Verlierer der DFB-Elf sprechen, zumindest jetzt mit Blick nur auf die Bayern-Spieler. Wer, würdest du sagen, ist aus diesem WM-Test als Gewinner und wer als Verlierer hervorgegangen oder herausgegangen?

Also absolut Lennart Kahl als Gewinner. Halbe Stunde gegen die Schweiz, 45 Minuten gegen Ghana, hat für Wirbel gesorgt, war mutig. Also diese eine Szene gegen Ghana, wo er sich gegen drei Leute durchsetzt oder vier und dann rumpelt er zwischen zwei durch. Da haben sich die Ghanaer gar nicht mehr zu helfen gewusst.

Das sind halt so Momente, wo man... Da redet man immer bei Leroy Sané, man wartet auf diese Momente und man wartet und wartet und wartet und Leonard Kral kommt rein und liefert sie einfach. Und das hat mich schon überzeugt. Der wird kein WM-Starter sein, zumindest nicht am Anfang, wer weiß, was im Finale ist, aber wahnsinnig guten Eindruck gemacht.

Und wenn du in zwei Länderspielen bei deinem Debüt eine halbe Stunde bekommst und bei deinem zweiten Einsatz 45 Minuten als 18-Jähriger, das heißt schon was. Also normalerweise kriegst du in der Nationalmannschaft bei einem Debüt acht Minuten, zehn Minuten, maximal Viertelstunde. Ja, und man hatte das Gefühl, er braucht auch gar nicht irgendwie so eine Zeit, um reinzukommen in das Spiel und überhaupt mal in eine Nationalmannschaft.

Also zumindest war er bei der A-Nationalmannschaft, stand er da noch nie auf dem Platz. Er kennt zwar ein paar Leute, aber auch nicht alle. Er hat nie in diesem Gefüge gespielt. Und man hatte das Gefühl, der geht da rein, der wusste sofort, was er machen muss, was von ihm verlangt wird. Und diesen frischen Wind, den er halt auch mit reinbringt, das hat man total gemerkt.

Und es waren jetzt keine Weltklasse-Gegner, so ehrlich muss man sein. Aber es war jetzt schon, also es war ein WM-Teilnehmer. Es war jetzt nicht so, dass da gegen San Marino oder gegen Lichtenstein ein bisschen gekickt wurde, sondern es war schon auch mit Druck verbunden. Weil wir alle wissen, diese zwei Spiele haben schon etwas über die WM-Stimmung im Land ausgesagt.

Und da hat er einen Lichtblick gesetzt. Hat ja Julian Nagelsmann selber auch dann noch auf der Pressekonferenz nach dem Ghana-Spiel gesagt. Er hat eben gemeint, von all den jungen Spielern, die wir im Laufe der Zeit nominiert haben, hat er mit dem besten Eindruck gemacht. Und ich finde, das kann man so auch unterstreichen.

Eine der wenigen Aussagen, die ich von ihm so mitnehmen würde. Aber darauf kommen wir später zu sprechen. Wenn du jetzt auf die andere Seite blicken müsstest, und zwar Verlierer. Gibt es für dich so einen eindeutigen Verlierer von Seiten der Bayern in der DFB-Elf? Nee, es gab ja vorab keine Diskussionen über die Bayern-Personalien, außer über Leon Goretzka und Leon Goretzka.

Verlierer auf niedrigem Niveau, würde ich jetzt mal sagen. Er hat ein bisschen so an Boden verloren, auch weil der Bundestrainer eben gesagt hat, das heißt nicht, dass er einen Freifahrtschein hat. Aber er kam gegen Ghana ganz gut rein, hat da auch das Tor initiiert durch Dennis Underf. Also auch alles okay. Also aus Bayerns Sicht lief das ganz gut, bis auf die kleine Verletzung von Jonas Urwig.

Aber auch der hat einen guten Eindruck gemacht, ist vom Bundestrainer gelobt worden, darf auch damit rechnen, dass er es tatsächlich in den WM-Kader schafft als Nummer drei. Also für die Bayern lief es ganz gut. Es hat sich auch niemand schwerer verletzt. Von dem her, an der Säbener Straße ist man, glaube ich, zufrieden mit der Länderspielpause aus deutscher Sicht. Serge Gnabry, wie hat er dir gefallen?

Ja, gut. Solide. Solide. Also er hatte schon bessere Spiele in dieser Saison. Er hatte aber auch schon schlechtere. Und er befindet sich weiterhin auf einem guten Niveau. Aber nochmal loben müssen wir ihn nicht. Das haben wir vergangene Woche gemacht. Glaubst du denn, dass alle Bayern-Spieler, die jetzt nominiert wurden, auch Teil des WM-Kaders sein werden? Ja.

Auch Lennart Kahl? Ja. Auch Jonas Urbig? Ja. Okay, das sind klare Antworten, genau so gefällt mir das. Nach allem, was ich auf dem Spielfeld gesehen habe und nach allem, was der Bundestrainer gesagt hat, das wäre eine Überraschung, wenn jetzt die Personalien, die du angesprochen hast, nicht dabei wären.

Glaube ich auch. Ich war auch überrascht darüber, dass Lennart Kahl wirklich doch so stabil und so selbstbewusst performen wird. Deswegen habe ich da auch keine Zweifel mehr. Und ja, am Ende hat er ja eigentlich auch schon durchsickern lassen, dass ein Pavlovic, auch wenn er jetzt verletzungsbedingt abgereist ist, trotzdem einen sicheren WM-Platz oder ein sicheres WM-Ticket haben wird.

Von daher stehen die Chancen für die Bayern-Spieler ja ganz gut. Wird für mich übrigens eine Schlüsselpersonalie bei der deutschen Nationalmannschaft, ob Alex Pavlovich so fit ist, dass er eine große Rolle spielen kann. Also der ist für mich absolut gesetzt auf der Sechs. Der muss da spielen, der hat die Ruhe weg, der hat die Technik, der ist eine Passmaschine.

Der bringt der Mannschaft bei den Bayern, aber auch in der Nationalmannschaft so viel Sicherheit, jetzt so viel Intelligenz, Spielintelligenz, also der ist für mich einer der X-Faktoren. In der Nationalmannschaft gibt es ja. In der Kategorie Weltklasse derzeit nur Florian Wirz und Joshua Kimmich. Jamal Musiala, wenn er fit werden sollte. Aber dicht dahinter ist für mich Alex Pavlovich.

Dann toi, toi, toi, dass er bis dahin dann auch gesund und fit bleibt. Wer glaubst du, wird neben ihm dann auf der Doppel-Sex spielen? Wahrscheinlich Felix Metzger, sofern er bis dahin überhaupt fit ist, oder? So zumindest der Plan von Julian Nagelsmann. Aber da hat der Bundestrainer uns alle ja ein bisschen überrascht, Dass er den Dortmundern, ich weiß gar nicht, ob er da vorgegriffen hat, aber es klang alles eher harmlos und dann hat er gesagt, wird eng für die WM.

Das ist bitter. Also es könnte tatsächlich darauf rauslaufen. Dass wir Pavlovich und Goretzka auf der 6 sehen, weil Angelo Stiller nicht so reüssiert hat, wie er es vielleicht hätte machen müssen, um in den WM-Kader zu rutschen. In den Stuttgarter Medien habe ich vernommen, die waren alle ganz begeistert und haben gesagt, er hat seine Chance genutzt, sehe ich ein bisschen distanzierter.

Ja, ich habe da auch eine Headline gesehen, dieser Angelo Stiller muss mit zur WM und da war ich auch ein bisschen überrascht. Vor allem mit Blick auf, dass Julian Nagelsmann von ihm ja sowieso nicht, also sportlich gesehen, nicht viel hält, ihn nicht in der Startelf sieht. Dafür hätte er weitaus besser performen müssen, um ihn da eines Besseren zu belehren und vielleicht eben auch davon zu überzeugen, dass er in die Stadt F gehört.

Aber so unterschiedlich können die Blicke ausfallen. Das stimmt. Eine Personalie, die in dieser Länderspielpause ja mit am meisten polarisiert hat, ist Dennis Undaff, über den wir jetzt auch noch ein bisschen genauer sprechen wollen. Und wir haben auch eine Hörernachricht bekommen mit sehr vielen Fragen. Wir hören rein.

Das war Wofon. Servus Kumpi, Servus Madeleine. Entschuldigung, in der letzten Nachricht hatte ich gar nicht gefragt, wie es euch geht. Madeleine, ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub. Die Frage könnte jetzt ein bisschen länger dauern. Sorry, schon mal im Vorfeld. Was ist euer Eindruck in Bezug auf unseren Herrn Bundestrainer Julian Nagelsmann?

Er kann doch keine Spieler nominieren und den Spieler, Dennis Undaf, jetzt in dem Fall, eigentlich vor dem Spiel schlecht machen und nach dem Spiel nochmal draufhauen. Und Fakt ist, lieber habe ich einen Undaf, der spielt, auch wenn er eine, wie soll ich sagen, anstrengendere Herangehensweise hat und ein komplett anderer Spielertyp ist.

Aber Woltemar, der spielt null aktuell, glaube ich. Havertz, meiner Meinung nach, wird einfach überschätzt und einen typischeren Stürmer als Dennis Undorff haben wir aktuell nicht. Und dann die Frage, warum lädt er immer wieder diesen Leroy Sané ein, der einfach meiner Meinung nach, die teuerste Verschwendung überhaupt ist, weil Sané glänzt, glaube ich, nur im Training auf dem Platz, einmal in 365 Tagen.

Und ich stelle mir die Frage, ob Herr Nagelsmann mit der Art und Weise, wie er immer noch mit Medien und mit Spielern umgeht in der Öffentlichkeit, ob er dann eigentlich nach der Weltmeisterschaft immer noch tragbar ist als Bundestrainer. Weil so wie er auftritt, macht ja sein Team eigentlich total schlecht.

Er sollte sich mal den Herrn Kompanias Vorbild nehmen, der auch wenn ein Spieler schlecht gespielt hat, beispielsweise sich schützend vor die Mannschaft stellt. Entschuldigung, dass die Frage so lange gedauert hat. Ja, danke für die Nachricht aufs Bavofon. Könnt ihr natürlich auch alle machen. Nummer gibt es wie immer in den Shownotes zu finden.

Dennis Ondarv. Ganz schwieriges Thema und man merkt auch, wie das Thema polarisiert. Also ganz Fußball-Deutschland ist in Aufregung. Ich habe jetzt auch gesehen, bei Social Media gibt es so ein bisschen einen Trend. Motivationskünstler, Golftrainer, Unternehmensberater, die normalerweise überhaupt nichts über Fußball posten, fangen jetzt an, dass sie das Thema Dennis Under von Julian Nagelsmann beschreiben, kritisieren, analysieren.

Das ist schon eine interessante Entwicklung, aber zeigt, wie viel Druck da drauf ist. Und ja, Julian Nagelsmann, man muss sich das Setting vorstellen. Also es geht ja hauptsächlich um diesen O-Ton auf der Pressekonferenz, wo er gesagt hat, sinngemäß, naja, er hat das Tor gemacht, aber wahrscheinlich auch nur, weil er vorher nicht 70 Minuten arbeiten musste. Und bis zum Tor hat er mir nicht gefallen.

Bis zum Tor hat er mir nicht gefallen. Und übrigens, in Amerika hat es 42 Grad. Und da würde er solche Tore nicht so leicht machen. Das ist eine Analyse, die man kritisieren kann. Ich fand sie jetzt ehrlicherweise auch nicht gut. Das Setting war ja so, es war die Pressekonferenz nach dem Spiel, kurz vor Mitternacht.

Und das Problem an der ganzen Sache ist, dass Julian Nagelsmann diese Analyse nicht so schnell wieder einfangen kann. Wir haben jetzt bis zur finalen Nominierung des Kaders noch einige Wochen. Und dieser O-Ton, dieser Satz ist das Letzte, was stehen bleibt. Wochenlang. Das ist der letzte Eindruck, der aus Stuttgart geblieben ist.

Und Dennis Underf hat eine große Fanbasis, das haben wir auch an den Sprechchören erlebt. Und deswegen ist es ein bisschen schade, dass das kommunikativ so gelaufen ist. Weil der Bundestrainer hat den Hut auf. Der Bundestrainer ist derjenige, der die Ansagen macht, weil er muss ja später auch den Kopf hinhalten. Und ich finde schon, Führung bedeutet nicht, immer dem Trend hinterherzulaufen und jeder Einflüsterei von außen nachzugeben.

Wenn er einen Plan hat, dann ist das sein Plan. Und das hat er auch so oftmals betont, dass es ja diese Rollengespräche gab. Aber Dennis Undorff so darzustellen, als wäre der jemand, dem nach der 70. Minute die Puste für ein Tor ausgeht und der mit der Hitze in Amerika überfordert sein wird. Das sind so Dinge, da habe ich Julian Nagelsmann nicht verstanden.

Aber ich verstehe, dass er langsam so ein bisschen, dass es ihn langsam kitzelt, weil er sich denkt, ich bin der Bundestrainer, ich bin der Chef, hört auf, ständig an mir rumzumäkeln. Ich beschäftige mich den Großteil des Tages mit dieser Nationalmannschaft. Ich habe einen Plan und gehe doch auch mal auf meine Erklärungen ein.

Aber der Umgang mit Dennis Undorf war da suboptimal. Ja, und auch einfach diese Art und Weise, wie er es gesagt hat. Das ist ja schon fast dieses Patzige, wo ich mir denke, das musst du als Trainer, egal ob als Bundestrainer oder Trainer in der Bundesliga, musst du sowas im Griff haben. Da musst du deine Emotionen oder dass du genervt davon bist, dass du jetzt zum 50.

Mal auf Dennis Undorf angesprochen wirst und dass er doch eine andere Rolle einnehmen soll als die Joker-Rolle, die Julian Nagelsmann vorsieht. Da musst du anders reagieren. Einen Spieler dann aber so auch schlecht zu reden und zu sagen, also bis zum Tor hat er mir gar nicht gefallen. Er hatte ja auch keinen einzigen Ballkontakt. Da sprechen wir auch wieder über Fakten.

Das stimmt nicht. Er hatte bis zum Tor, glaube ich, sechs Ballkontakte, dass er erst ab der 70. Funktionieren kann als Joker-Rolle. Ja, hat er in dem Fall gezeigt. Beim VfB Stuttgart zeigt er aber auch, dass er ein ganzes Spiel lang gut funktionieren kann und bis zur 70. auch schon. Aber nicht bei 42 Grad.

Kam er das auch bei 42 Grad? Aber ja, man hat so ein bisschen das Gefühl, er redet sich da um Kopf und Kragen, weil er bei seiner Meinung bleiben möchte. Er will von der nicht wegkommen, weil dann müsste er sich ja einen Fehler eingestehen. Und wir haben, ich weiß noch, dass wir zwei hier saßen, da haben wir darüber gesprochen, dass Dennis Underf ein Interview bei uns am Mikrofon geführt hat, bei unserem Kollegen Martin Köst war es, glaube ich.

Wo Dennis Underf schon, du hast ihm angemerkt, er ist gerade auch ein bisschen genervt und angepiekst von dem oder darüber, wie Julian Nagelsmann über ihn spricht und ihn sieht. Ja, ich habe ihn ja nach dem Spiel gesprochen in Stuttgart und habe ihn gefragt, ob er denn mit seiner Rolle zufrieden ist.

Und da hat er schon durchblicken lassen, er möchte diese Rolle, die er aktuell hat, die mit ihm besprochen wurde, schon ändern. Da hat er Zeit, aber der Bundestrainer hat ja den Eindruck vermittelt, als würde man an diesen Rollen nicht mehr rütteln können. Und ob das der richtige Umgang ist? Und auch darauf, finde ich, hat Julian Nagelsmann nicht gut reagiert.

Das war aber auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Ghana. Da wurde ja darauf angesprochen, Dennis Underf möchte eine andere Rolle annehmen. Dann sagt Julian Nagelsmann, naja, also wenn er sich dem Druck aussetzen möchte, muss er ja selbst wissen. Weil wenn er am Ende dann nicht performt. Dann so nach dem Motto, ist er ja selbst schuld. Weil er hat sich ja den ganzen Druck ausgesetzt.

Da fehlt mir ein bisschen diese ... Und menschliche, das was, das haben wir gerade in der Sprachnachricht auch gehört, das was Vincent Kompany hat, sich vor diese Spieler stellen, als Bärenpapa sozusagen und komme, was wolle, das sind meine Schützlinge und ich stelle mich nicht in die Öffentlichkeit und spreche schlecht über meine Spieler. Das fehlt mir ein bisschen bei ihm.

Ja, ich verstehe den Ansatz, dass man nicht schlecht über seine Spieler sprechen sollte. Thomas Tuchel war ja auch jemand, der das immer gerne gemacht hat. Nur bei Harry Kane nicht. Ja, aber man darf jetzt nicht ins Unauthentische abrutschen. Nein, das soll er ja auch nicht. Wenn man jetzt hier den Pep Guardiola macht und Spieler tausendfach lobt und behauptet, man würde gerne tausend Dantes haben und zehn Rafinhaus und lässt die dann nicht spielen, dann ist es unauthentisch.

Dann wirkt es auch ein bisschen verlogen und verlogen ist Julian Nagelsmann in dem Falle nicht. Sondern er sagt halt einfach klipp und klar seine Meinung. Und wer das nicht aushält, der muss dann selber damit klarkommen. Aber ich verstehe die ganze Wut und ich verstehe die ganze Aufregung. Ich verstehe aber auch, dass Julian Nagelsmann sagt, ich bin der Trainer, ich halte den Kopf hin.

Aber klar, der Umgang mit Dennis Undorff war nicht optimal. Vor allem, weil er aufpassen muss, wenn am Ende ein Dennis Undorff eben dieser Leistungsträger ist, den du brauchst. Du musst auch aufpassen, dass du deine Spieler nicht vergraulst. Das glaube ich jetzt nicht, weil Dennis Undorff ist geil genug auf Fußball, geil genug auf diese Weltmeisterschaft und die Nationalmannschaft.

Aber klar ... Diesen letzten Satz auf der Pressekonferenz, den hat Dennis Undorff nicht verdient. Ja, definitiv nicht. Und man merkt auch ein bisschen, wie Julian Nagelsmann gerade drauf ist. Man hat so ein bisschen das Gefühl, dass er angespannt ist. Es gab nämlich auch eine Szene zwischen dir und dem Bundestrainer.

Wir hören gerne mal rein, bevor wir dann oder du auch gerne weiter analysierst, wie es dazu überhaupt kam und was du von dem Ganzen hältst. Was nehmen Sie vielleicht als Input ganz persönlich aus den letzten Länderspielen mit, was Expertenmeinungen, medialen Diskurs, Fanreaktionen betrifft. Ihren Doppelpass-Auftritt haben Sie vergessen zu erwähnen.

Das war inkludiert im medialen Diskurs. Ich hoffe, Sie waren zufrieden einigermaßen. Ich dachte, das war inkludiert bei Experte. Ich persönlich weiß nicht, nichts eigentlich aus dem medialen Diskurs. Habe ich, glaube ich, schon im Einzelinterview gesagt, das Expertenthema ist riesengroß in Deutschland und einer der gefühlt erstrebenswertesten Berufe, die man gerade machen kann.

Sie haben, glaube ich, gesagt, ich bin der Bundespsychologe, nur noch wegen Flo Wirtz. Der hätte heute nicht spielen sollen, weil er schon Selbstvertrauen hat. Ich versuche mich immer, in der Diskussion ein bisschen mitzubeteiligen. Es ist ja auch spaßig, dass man einen guten Austausch hat und versucht, die Dinge aus meiner Sicht zu erklären, ihr aus eurer.

Das war die letzte Frage auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, kurz vor Mitternacht. Mich hat einfach interessiert, meine Berufsbezeichnung ist ja Dr. Neugier in erster Linie als Journalist. Wenn man sich nichts für Menschen interessiert, dann hat man ja den falschen Beruf gewählt. Mich hat schon interessiert, was macht denn das mit dem Bundestrainer?

All die Expertenmeinungen, die Fans. Später ist er ja am Auto, ist ihm aufgelauert worden, was ich ehrlicherweise sehr unpassend fand. Und ist da von Fans so halb bepöbelt worden. Und was macht es natürlich auch mit ihm, dass er im medialen Kreuzfeuer steht? Deswegen habe ich die Frage gestellt, sollte es gar nicht so pieksig sein.

Was hängen bleibt ist, der Bundestrainer schaut den Doppelpass bzw. Er lässt sich nachträglich erzählen, was da passiert und er nimmt auch wahr, was ich sage und er merkt sich das auch. Das ist ja auch nicht schlecht. Ja, was diese Szene so grundsätzlich aussagt, ist, er hat es ja gesagt, früher hat der Trainer gesprochen und die Experten haben sich dazu geäußert.

Jetzt ist es so in seiner Wahrnehmung, der Bundestrainer sagt was und 17 Experten sprechen dagegen und dann werden die 17 Experten höher gehängt als der Bundestrainer selbst. Das greift natürlich ein bisschen so sein Selbstverständnis an. Als oberster Fußballlehrer der Nation, das ist er ja, kann ich auch verstehen.

Aber grundsätzlich wirkte er in dieser Länderspielpause schon angespannter als in anderen Phasen als Bundestrainer. Ja, und ich glaube, das lag einfach auch sehr viel daran, weil er sich durch dieses Kicker-Interview, hat er so viel Angriffsfläche aber auch geboten, also den Medien. Und dann aber auch natürlich, dass er dann Angelo Stiller doch nochmal nominieren musste. Obwohl, also das ist ihm natürlich alles, glaube ich, auch sicherlich gegen den Strich gegangen, dass er da, dass bei ihm der Plan auch nicht so wirklich aufgegangen ist.

Das hat man irgendwie einfach gemerkt und ich hoffe, dass es bis zur WM, dass da einfach wieder ein bisschen Ruhe einkehrt, weil es eigentlich eine total unnötige Unruhe ist, die er gerade ein bisschen auch selbst erzeugt, die natürlich, klar, wir Journalisten, wir Medien auch, aber er hat uns das Ganze ja irgendwie ein bisschen den Teppich ausgerollt und hat damit eben sehr viel Angriffsfläche dann auch gegeben.

Ja, also jetzt ist unsere Berufsbezeichnung nicht, dass wir ständig attackieren müssen. Nein, aber es ist ja analysieren und vieles in Frage stellen. Kritisch betrachten, das sollen wir auch tun. Ich sage jetzt mal so, die Länderspielpause war für Julian Nagelsmann nicht vergnügungssteuerpflichtig. Da wird er sich...

Zurück erinnern an die Länderspielpause im März 2024 mit den Siegen gegen Frankreich und gegen die Niederlande. Da war er so auf der Erfolgswelle. Jetzt ist es anders, aber das ist halt das, was man so als Bundestrainer erlebt. Ich kann euch da draußen an die Hand geben, ein Interview im Spiegel, das ist immer noch zu finden online, mit Berti Vogts, Bundestrainer, und zwar nach der Weltmeisterschaft 1994. 94.

Sehr lohnenswert. Googelt euch das mal und lest es. Da kracht es an allen Ecken und Enden. Also die Fragen, da wird Berti Vogts gegrillt und Berti Vogts schlägt in alle Richtungen, Richtung Bolo Ilgner und Andi Möller und so weiter. Das waren noch Zeiten, da ist das ja harmlos, was hier abläuft. Ja, und man darf ja auch nicht, um vielleicht auch mal so ein bisschen noch auf das Sportliche zu gucken, man darf ja auch nicht vergessen, es waren trotzdem zwei Siege aus zwei Spielen.

Und am Ende war nicht alles perfekt bei beiden Siegen. Ich glaube, das weiß der Bundestrainer selbst auch am besten. Aber was irgendwie auch ganz gut war, wenn man sagt oder weiß, an welchen Stellschrauben man noch drehen muss, wo man sich noch verbessern muss. Und es sind, lass mich lügen, sechs oder sieben Siege in Folge jetzt gewesen unter Julian Nagelsmann. Ja, sieben.

Und das habe ich auch auf einer englischsprachigen Seite gelesen. Deutschland unter Julian Nagelsmann kocht sieben Siege in Folge. Aber das lenkt ja ein bisschen ab, dieses ganze mediale Theater, kann man es fast schon ein bisschen nennen, eben rund um ihn und den ganzen Personal. Er lenkt natürlich vom Sportlichen gerade auch ab.

Liebe Hörerinnen und Hörer, ihr seht jetzt gerade nicht, dass ich die Augen geschlossen habe. Diese sieben Siege, liebe Madeleine. Mhm. Schau dir mal die Gegner an und schau dir mal die Ergebnisse an. Ich habe nicht gesagt, dass das perfekt war und dass unter Julian Nagelsmann alles gut läuft. Ich habe nur gesagt, das Sportliche vergisst man ja.

Es waren trotzdem zwei Siege und es war bei diesen zwei letzten Siegen sicherlich nicht alles perfekt. Aber was ja für so einen Test auch ganz gut ist, weil wenn, dann soll es da ja nochmal ein bisschen krachen und schief gehen, damit man weiß, was man bis zur WM noch tut. des Bundestrainers hat ihn jetzt gerade verteidigt.

Ja, auch das. Aber jetzt, um das abzuschließen, sieben Spiele gegen wen? Come on. Da müssen wir jetzt nicht. Schon Weltmeister-Trikots trinken. Ich sehe uns auch nicht als Favoriten, das meine ich auch gar nicht. Ich habe nur gesagt, dass man das Sportliche trotzdem nicht vergessen darf, dass er sich damit kein Gefallen getan hat, weil eben dieses ganze sportliche Turm herum gefühlt gerade auch in dieser einen Woche eher in den Hintergrund gerückt ist und es waren keine zwei guten Siege.

Ich wiederhole mich gerne nochmal, aber es waren zwei wichtige Siege und es waren Fehler dabei, die auch wichtig waren. Und der Bundestrainer, um das abzuschließen, hat ja auch in der Antwort an mich gesagt, es ist ja schön, dass wir diskutieren. Macht ja Spaß. Aber ich glaube, er wäre gerne Experte.

Meinst du? Er hat ja gesagt, es ist der erstrebenswerteste Job im Fußball. Und wenn das alles stimmt, was ich über die Zahlungen der Magenta-Experten oder an die Magenta-Experten gehört habt, dann lohnt sich das wirklich. Und da hat man sicherlich nicht so einen Stress. Ja, Reisestress. Anderen Stress. Aber vielleicht ganz gut abschließend, weil es in unserem Bavofon auch angesprochen wurde, wie sehr wird Julian Nagelsmann jetzt an dieser WM gemessen?

Ab wann? Schneidet er gut ab, sage ich mal? Ab wann schneidet er nicht gut ab? Dass man vielleicht auch darüber nachdenken muss, das ist ja der Richtige an der Seitendinie. Also das Ziel, Vorrunde überstehen, halte ich für lachhaft. Auch angesichts der Tatsache, dass man als Dritter in der Gruppe weiterkommen kann und Curaçao ein Gegner ist, sollte das möglich sein.

16. Finale würde, wenn man Gruppensieger wird, gegen einen Dritten aus einer anderen Gruppe gehen. Sollte auch noch machbar sein. Achtelfinale Frankreich. Wenn man da mit großem Kampf ausscheidet, dann kann man sagen, okay, mehr war einfach nicht drin. In der Hitze Amerikas, 42 Grad. Aber ja, ganz schwierig. Ich glaube, der DFB wird sich nicht von Julian Nagelsmann trennen, egal wie es ausgeht, also aus der Vorrunden aus.

Aber ich glaube, es könnte schon Situationen geben, wo Nagelsmann sagt, das war es für mich. Zum einen, wenn er Weltmeister wird, zum anderen, wenn er den Eindruck hat, Das brauche ich ehrlicherweise nicht mehr. Zum Beispiel nach einem Achtelfinal aus. Vielleicht übernimmt dann Jürgen Klopp. Vielleicht übernimmt dann Jürgen Klopp, der ja jetzt nicht grundsätzlich Nein gesagt hat.

Gegen die Gerüchte Real oder Abschied Red Bull hat er sich ja gewehrt. Den Bundestrainerjob, da hat er sich nicht gewehrt. Da ging der Blutdruck nicht hoch, sondern da hat er gesagt, besser man bringt mich damit in Verbindung, als wenn man sagt, jeder nur nicht der. Aber darüber wollen wir jetzt ja noch gar nicht diskutieren.

Dann wird es aber auch lustig auf Pressekonferenz. Das stimmt allerdings. Keine Witzker. Denn Julian Nagelsmann ist ja noch, und das auch auf jeden Fall, bis zur WM-Bundestrainer. Und ja, wir werden sehen, wie es bis dahin weitergeht. Und wir hören und sehen uns nächste Woche. Und dann knapp zwei Tage nach dem Champions-League-Kracher.

Ja, der Reiseplan kam gerade. Montag geht es nach Madrid, Mittwoch geht es zurück. Mittwoch-Checkout im Hotel 8.15 Uhr, wenn ich mir überlege, dass ich bis 3 Uhr in der Früh da beim Bankett vielleicht bin, 8.15 Uhr. Ob sich da hinlegen noch lohnt? Ja, hatte ja auch schon Abende, da habe ich durchgemacht, tatsächlich.

Nee, aber dann erhole ich mich am Mittwoch und dann am Donnerstag sehen wir uns wieder. Sehr gut. Dann, an alle da draußen, nicht vergessen, abonnieren, kommentieren, ein paar Sternchen, am besten alle hinterlassen und schickt uns gerne weiter fleißig Nachrichten an unser Babofon, und dann sind wir gespannt, wie wir dann hier am Donnerstag sitzen und über das Spiel am Dienstag diskutieren. Freue mich auch.

Und alle, die nach Madrid fliegen, lasst's krachen. Plaza Mayor am Spieltag, ist so der Klassiker. Bis nächste Woche. Ciao. Bis dann.

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