
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 170
Jetzt geht's nach Madrid! Der Youngster-Plan! DFB-Nominierung im Fokus!
Donnerstag, 19. März 2026 · 54 min
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Shownotes
Im Viertelfinale der Champions League kommt es zum Mega-Kracher: Die Bayern treffen auf Real Madrid. Wir diskutieren über die Chancen der Münchner und ihre Leistungen gegen Bergamo.
Außerdem enthüllt Stefan den Youngster-Plan an der Säbener Straße und erklärt, welche Art von Transfers man beim Rekordmeister nicht mehr braucht und nicht mehr brauchen will.
Im "Ärger der Woche" geht's um die Schiri-Schelte der Bayern-Bosse. Warum kommt die Kritik gerade jetzt? Und ist sie überhaupt gerechtfertigt?
Und: Benny und Stefan analysieren die Kadernominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann und werfen dabei besonders ein Auge auf die Bayern-Stars. Eines ist klar: Die Münchner können zufrieden sein, denn sie haben ihren alten Status wieder inne...
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Viel Spaß mit der 54. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderator Benjamin Zügner und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.
Folge 54 im Überblick
• Begrüßung
• Die Analyse des Spiels
• Der Ärger der Woche
• Die Bayern in der DFB-Elf
• Das Bawofon
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Ja, wir haben alle einen Applaus für die gegeben, haben die gratuliert und ja, die haben sich riesig gefreut, so wie es auch sein muss und ja, jetzt geht's weiter. 10 zu 2. Der FC Bayern schießt Atalanta Bergamo im Achtelfinale der Königsklasse regelrecht ab. Harry Kane schreibt dabei neue Rekordzahlen. Und zwei Talente feiern ihr Profidebüt.
Jetzt wartet Real Madrid. Aber in Münchner Kreisen gibt es auch Ärger. Die Schiedsrichterleistung am Wochenende gegen Leverkusen hat eine echte Qualitätsdebatte ausgelöst. Und Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den DFB-Kader für die Märzländerspiele bekannt gegeben. Darunter einige spannende Bayern-Personalien, die wir in einer neuen Folge Die Bayern-Woche mit unserem Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger besprechen wollen. Kummi, grüße dich.
Hallo Benni, hallo da draußen. Ich habe jetzt gerade überlegt, ob ich Benjo sage, was ich ja normalerweise sage, aber die meisten sagen Benni zu dir. Benjamin in der vergangenen Folge war ein bisschen seltsam, muss ich sagen. Also Servus, Benjo. Also tatsächlich, die Einzigen, die mich Benjamin nennen, sind meine Eltern und der Einzige, der mich Benjo nennen darf, bist du, Komi.
Ach Wahnsinn, das ist ja eine Ehre. Da sind wir beisammen. Du warst gestern Abend noch in der Allianz Arena zugegen und heute Morgen, als ich aufgewacht bin, warst du schon wieder in der Redaktionskonferenz zugegen. Ich glaube, so königlich war deine Nacht nicht, oder? Ja. Ja, tatsächlich. Also es gibt ja Menschen bei mir im Haus, die mich früh wecken und denen egal ist und denen das egal sein kann, wenn ich lange unterwegs bin.
Alles gut. Also den Schlaf hole ich dann irgendwann mal nach. Wir mussten nach den Interviews ein bisschen länger im Stadion bleiben, weil, du kennst es selber, der Stau nach Champions-League-Spielen ist immer sehr intensiv. Und diesmal war er eben nochmal länger, weil ja im ÖPNV gestreikt wurde. Deswegen sind viele mit dem eigenen Auto gekommen.
Dementsprechend schlecht kommt man dann immer aus der Arena weg. Aber ich fange jetzt hier nicht zu jammern an. Schlaf wird überbewertet. Ich wollte gerade sagen, dafür hat das Spiel ja so ein bisschen entlohnt. Und vor allem auch aus Bayern-Sicht das Ergebnis. Man steht jetzt im Viertelfinale. Wir wollen aber nochmal auf das Spiel am gestrigen Mittwochabend ein bisschen genauer eingehen in unserer ersten Rubrik.
Die Analyse des Spiels. Die Bayern schießen Atalanta insgesamt mit 10 zu 2 ab. Gestern Abend war es ein 4 zu 1. Kumbi, war es für dich ein besseres Schaulaufen noch oder wie kann man das einordnen? Ja, da waren viele Meisterbremser beim FC Bayern am Werk, die so ein bisschen die Handbremse angezogen hatten und wer mag es ihnen verdenken.
Also Vincent Kompany hat es vor dem Spiel ja schon gesagt, ganz schwer einzuschätzen, wie Atalanta auftreten wird. Die waren dann zu Beginn der Partie sehr defensiv und da verstehe ich schon, du bist Fußballprofi und dann bist du 6-1 vorne und dann stellt sich der Gegner hinten rein. Welche Motivation soll man da aufbringen, dass man da den großen Zauberfußball spielt? Also es hatte seine Längen, sagen wir es mal so, es war auch bitterlich kalt.
Da hat ja man, als Fußballer hat man auch dann weniger Lust, die meisten zumindest. Aber es war okay und es war beeindruckend, dass dann eben doch noch ein 4 zu 1 raussprang. Wir haben ja besonders auf Jonas Urbich geschaut, nach seiner Gehirnerschütterung. Von dem her war das Spiel jetzt sportlich nicht ganz so relevant, eben weil man mit 6 zu 1 reingegangen ist. Und so ehrlich muss man sein.
Das Spiel war eigentlich davor schon entschieden. Also man hatte jetzt nicht mehr das Gefühl, dass Atalanta da jetzt unbedingt noch auf Biegen und Brechen diesen Fünf-Tore-Rückstand umbiegen wollte. In gewisser Weise auch die Resignation schon zu spüren, dass sie es auch sich selbst gar nicht mehr zugetraut haben.
Und so sind sie ja auch in das Spiel gegangen. Also wir erinnern uns an das Hinspiel, da haben sie die Bayern-Spieler über das halbe Feld noch nachgejagt. Das war jetzt einfach nicht mehr zu sehen, wie du gesagt hast. Da war dann schon ein Defensivverbund, der ordentlich massiert war. Ja, also ich muss sagen, ich kann es auch den Berger Maske nicht verdenken, dass sie so aufgetreten sind. Man will natürlich nicht nochmal die Hucke voll bekommen.
Gerade in der Allianz Arena ist ja die Gefahr dann immer groß. Letzten Endes war ich persönlich ganz froh, dass es dann vorbei war, weil mich, nicht weil das Spiel so schlecht war, sondern weil mich das vorab so genervt hat. Ich war im Fantalk zugeschaltet und auch in meinen Dingen, die ich geschrieben habe, immer diesen Konjunktiv einzubauen, sofern die Bayern das Viertelfinale erreichen sollten.
Das war ja dann teilweise lächerlich, wie man sich da sprachlich verbiegen musste. Das war dann Gott sei Dank nach dem Spiel vorbei und man hat dann wirklich über Fakten sprechen können. Aber niemand hat damit gerechnet, dass die Bayern da noch ausscheiden. Zumal ich habe gesehen, auf dem Ticketmarkt wurden schon einige Tickets auch schon vorm Spiel zurückgegeben, weil es einfach schon fix war.
Ja, das verstehe ich aber nicht. Also ich habe Rick Goldmann, jemals Sport1-Eishockey-Experte, jetzt bei anderen Sendern aktiv im Stadion gesehen. Also man kann sich auch mal bei etwas tieferen Temperaturen in die Arena wagen, selbst wenn das Spiel entschieden ist oder das Weiterkommen schon klar ist, ist es trotzdem gute Unterhaltung gewesen.
Ich würde sagen, vor allem der... Engländer ganz vorne bei den Bayern. Der hat nochmal ordentlich unterhalten. Lass uns mal auf die Elfmeterszene kurz eingehen. Es war in der 21. Minute, Harry Kane bekommt einen Handelfmeter, verschießt den aber und das in einer ungewöhnlich schwachen Manier tatsächlich.
Aber weil Sportiello nicht mehr einen der beiden Füße auf der Linie hatte, wurde der Elfer wiederholt. Harry Kane schießt, wie es der gute Schütze so macht, nochmal in dieselbe Ecke. Alte Kreisliga-Weisheit. In Bayern sagt man, ein guter Schieß zweimal ins gleiche Ecke. Also ein guter Schieß zweimal in die gleiche Ecke. Für all jene, die es mit Bayerisch nicht so haben. So, und dann war es das 1 zu 0.
Und er ließ seinen Doppelpack dann auch noch in der zweiten Halbzeit folgen. Ja, er ist einfach Europas Bester. Das sagen auch die Statistiken. Kennst du die Szene von Pep Guardiola? Das ist ja mittlerweile zum Meme geworden, als Robert Lewandowski gegen Wolfsburg fünf Tore geschossen hat, in neun Minuten, glaube ich.
Da war ich auch im Stadion. Da gibt es ja diese berühmte Szene, Pep fasst sich an die Glatze mit beiden Händen. So ging es mir dann gestern tatsächlich beim Tor von Harry Kane. Also dieses Gestöcher und dann dieses wahnsinnige Tor und er holt ja gar nicht richtig aus mit dem Fuß. Also das war ja so ein ansatzloser Schuss mit einer Präzision und einer Kraft und wir haben ja schon über Mr.
Aura gesprochen, der angeblich Vincent Kompany heißt oder Rudise, Vincent Kompany hat den zu Mr. Aura ernannt, aber auch der Jubel. Also Jubel in Anführungszeichen von Harry Kane, wie er dann dasteht, wie so eine Statue und ins Weite rundblickt. Das hatte viel Schönes. Also da war ich echt begeistert. Ich glaube, 47 Pflichtspieltreffer in 39 Partien geben ihm auch jedes Recht dazu.
Also das ist zum einen sein persönlicher Saisonrekord. Mehr Tore hat er noch nie in einer Profisaison in seiner Karriere geschossen. Und zum anderen, wie ich es eben schon angesprochen hatte, ist er damit Europas Bester. Also das sind nochmal ganz neue Maßstäbe, die selbst für einen Harry Kane jetzt noch nicht mal ganz am Saisonende schon außergewöhnlich sind.
Ich kann dir nicht widersprechen. Das freut mich doch. Oder wolltest du noch weitere Loblieder von mir hören auf Harry Kane? Nein, ich glaube, das haben wir damit genug getan. Weitere Loblieder gab es aber von Teamkollegen auf die Jungen. Bei den Bayern kamen in der zweiten Halbzeit noch zwei Debutanten zum Einsatz.
Komi, hast du das erwartet? Ja, es hat schon danach gerochen vor dem Spiel und der Spielstand hat es ja dann auch hergegeben, dass man zum Beispiel einen sehr, sehr jungen Spieler, 16 Jahre alt, mit Filip Havic da einsetzt. Und ich habe Max Eberl danach gefragt, ob das jetzt so der neue Trend ist. Es gibt ja Länder, also in Spanien ist es relativ üblich, junge Spieler spielen zu lassen. In England ist es auch relativ üblich.
In Italien hat man sogar Angst, wenn 21-Jährige spielen, dass die es nicht packen. Und Deutschland ist so ein bisschen in der Mitte. Da hat man bei 18-Jährigen ein paar Befürchtungen. Aber dass jetzt mittlerweile die 16-Jährigen zum Einsatz kommen, ist... Also wie gesagt, ich habe Max Eber gefragt, ob das ein Trend ist.
Und hat er gesagt, naja, schon irgendwie. Aber es hat natürlich jetzt auch alles gepasst, dass man so eine Nummer durchziehen kann. Zumal Filip Pavic durfte selber in der Mixzone nach dem Spiel gar nicht mehr sprechen, weil das noch zur Arbeitszeit gezählt hätte. Richtig. Und das ihm nach 23 Uhr nicht mehr gestattet ist.
Richtig, darüber haben wir auch diskutiert und darüber berichtet, als es um Leonard Prescott ging, der ja schon, die Wahrscheinlichkeit war da, dass er spielen hätte sollen und da geht es eben um Sondergenehmigungen, weil man in Deutschland, wie ich finde, zu Recht mit 16 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit arbeiten sollte. Das hat alles seine guten Gründe.
Da ist der Fußball eine Ausnahme und da muss man sich dann vorher, ich glaube, ans Jugendamt wenden oder irgendwelche Ordnungsbehörden. Ja, und wie du sagst, die Nachbereitung in der Mixzone gehört dann tatsächlich zur Arbeit dazu und da war es nicht möglich, den beiden ein Statement zu entlocken. Dafür hat dann Max Eberl gesprochen und das wollen wir uns jetzt einmal kurz noch anhören.
Es ist ja auch, glaube ich, nicht die Regel. Also man kann nicht alles über einen Kamm scheren. Jetzt ist Pavic natürlich, wie gesagt, so lange schon bei uns dabei, hat ein gutes Gefühl. Es war heute natürlich auch ein Moment, wo man so einem Jungen eben auch die Möglichkeit geben kann. Es kommt ja auch die Körperlichkeit an. Also nicht jeder 16-Jährige ist gleich.
Das ist im Fußballjahr ein ganz großes Thema, gerade im Nachwuchsbereich. Manche sind etwas akzeleriert. Jetzt fange ich mit Fremdworten an. Manche sind schon ein bisschen weiter. Dementsprechend ist das, glaube ich, jetzt kein Trend, sondern du willst einfach gute Spiele haben, gute Spiele entwickeln.
Und das ist eben auch ein Weg, das ist nicht jetzt, jetzt ist er auf dem Platz und jetzt ist er Profi, sondern das war jetzt ein erster Schritt und jetzt geht es einfach weiter, das stabil zu bringen. Aber ich glaube jetzt nicht, dass 16-jährige Reihenweise ihre Debüts feiern. Das, glaube ich, wäre auch nicht richtig.
Dass 16-jährige jetzt Reihenweise zum Einsatz kommen, bezweifelt Max Eberl. Dafür kam der zweite Debutant mit 18 Jahren zum Einsatz, Dennis Offli. Der junge Herr ist auch in Münchner Kreisen, im Münchner Umfeld aufgewachsen. Und ich glaube, gerade sein Einsatz war für ihn persönlich auch schon eine ganz große Nummer.
Ja, eine schöne Geschichte. Was für mich die Einsätze der ganz jungen Spieler aussagen, auch nehmen wir mal Lennart Kahl mit rein. Die Bayern machen sich auf den Weg, die Topstars zu haben. Die oberste Kategorie mit Kane, Musiala, Lucho Diaz und so weiter, die auch gut bezahlt werden. Aber aufgrund der Tatsache, dass man halt immer noch sparen möchte, gerade bei den Gehältern.
Man hat es geschafft im Sommer, dass man das ein bisschen eindampft. Aber es kommen natürlich auch Verträge dazu, wie von da Europa Meccano. Jetzt haben sie sich auf den Weg gemacht, dass man solche Transfers wie Sascha Bowie, ich nehme jetzt auch mal einen Hiroki Ito mit, einen Guerreiro. Das sind Spieler der Kategorie, die der FC Bayern nicht mehr in dieser Masse braucht und brauchen will.
Dass man sagt, wir haben die Top-Top-Top-Leute, aber... Wir müssen uns nicht irgendwelche 30-Millioner, 20-Millioner holen, sondern wir haben da einen guten Unterbau und wir senden das klare Signal an den Campus. Hier beim FC Bayern kann man ein Großer werden, hier bekommt man Einsätze. Uli Hoeneß hat es gesagt, wir haben mit dem kleinen Kader den Trainer dazu gezwungen, auf die Jugend zu setzen.
Und das hat schon einen größeren Plan. Erstens, Signal senden an die Leute im Campus, auch die Leute, die da arbeiten, die die Leute ausbilden und zweitens Geld sparen. Und da wären wir eben unter anderem bei Dennis Offli, der ist in der Nähe der Säbener Straße sogar aufgewachsen. Sein Onkel wohnt immer noch da, heißt wirklich näher dran, am Kern des FC Bayern geht ja gar nicht.
Und wenn du da aufwächst, wenn du da die Profis immer trainieren siehst, dann willst du natürlich eben auch da hinkommen. Und diese Motivation gepaart mit deiner Strategie, wie du sie gerade gesagt hast, das führt dann natürlich auch dazu, dass eben jetzt unter Vincent Kompany der ein oder andere Youngster seinen Einsatz feiern durfte.
Ja, und das sind ja genau die Spiele, auf die die Bayern so stolz sind. Also wenn man mit Uli Hoeneß spricht, dann nennt er ja immer diese Leute wie Stanisic und Pavlovic, die echten Münchner, die eine gewisse Identität auch stiften sollen. Und wenn du sagst, dass es da Leute gibt, die sogar in der Nähe der Säbener Straße aufwachsen, es gibt auch die Grünwalder Straße in der Nähe, die Grünwalder Straße 114, da hätte der ein oder andere auch mal vorbeischauen können.
Glück für die Bayern, dass er es nicht getan hat. Strategie der Bayern gehört natürlich auch jetzt der aktuelle Fall Noel Aseko. Den hat man ja nach Hannover geschickt. Die Hannoveraner haben Anfang der Woche die Option gezogen, ihn zu kaufen. Die Bayern haben dann relativ schnell reagiert und haben die Gegenoption gezogen und holen ihn jetzt zurück an die Säberner Straße.
Und das ist auch so eine Personalie, die ein Zeichen an den Campus sein soll, dass man beim FC Bayern groß werden kann. Das Thema Eichhorn aus Hertha oder aus Berlin ist damit weitgehend erledigt, weil man da eben gesagt hat, das Gesamtpaket ist zu teuer und wir wollen den Jungen eben schon als Symbol zeigen, hier kann man was werden.
Und soweit ich weiß, hat Asseco jetzt auch schon in Aussicht gestellt bekommen, dass es im April ein persönliches Gespräch mit Vincent Kompany geben wird. Es steht sogar zur Debatte, dass sein Vertrag angepasst wird. Also die Bayern machen sich da auf den richtigen Weg, haben die richtige Marschroute eingeschlagen und ich habe es hier im Podcast schon mal gesagt.
Aber im anderen Zusammenhang, ich finde, junge Spieler sind auch deswegen wichtig, weil die mehr Kredit haben beim Publikum. Wer macht denn einem 16-Jährigen, einem 17-Jährigen, einem 18-Jährigen irgendeinen Vorwurf, wenn einmal ein Fehler passiert? Ganz im Gegenteil, da wird applaudiert, da heißt es Kopf hoch, da wird keiner verbrannt.
Anders ist es eben dann wieder bei Personalien wie zum Beispiel Sascha Bowie. Die haben natürlich keinen Kredit, weil viele Fans und auch wir Medien zu Recht meines Erachtens sagen, Junge, du warst teuer genug, du verdienst auch gutes Geld, bei dir legen wir die Latte höher. Und das finde ich auch so beeindruckend an Vincent Kompany, der betont das auch auf jeder Pressekonferenz eigentlich, dass gerade auf den Jungen überhaupt kein Druck lastet.
Also dass die Älteren, die Erfahrenerinnen dafür gerade stehen müssen und die Jungen einfach frei aufspielen können und sollen vor allem. Und dann kriegen sie eben von ihm auch das Vertrauen in nicht dem letzten Pokalspiel in der ersten Runde gegen den Sechstligisten, sondern eben auch in Bundesliga-Topspielen und in der Champions League.
Ja, wenn es die Situation zulässt. Also ich denke nicht, dass wir Philipp Pavic jetzt dem Santiago Bernabéu sehen werden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Wenn du das schon so betonst, freust du dich auf die Auswärtsreise und was erwartest du denn von diesen beiden Duellen? Absolut. Also jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan der Stadt Madrid bin, dass ich da dank des FC Bayern schon, lass mich überlegen, dreimal war, beruflicherweise.
Und ich habe vor zwei Jahren, als die Bayern da mit Thomas Tuchel waren, habe ich so ein bisschen vor den jungen Kollegen den Alt-Internationalen raushängen lassen, weil die alle so begeistert waren vom Stadion. Ich muss sagen, das Alte hat mich mehr gecatcht. Es gibt einen arrivierten Mitarbeiter im Kreise des FC Bayern, der hat mir vollkommen recht gegeben.
Das war irgendwie eine andere Stimmung. Jetzt ist es mehr so Richtung NFL-Arena. Aber es ist ein ganz besonderes Stadion. Kann man gar nicht anders sagen. Ganz besondere Atmosphäre. Für mich ist Real Madrid... Immer noch top, top, top. Also klar, Bayern München, Manchester United, Juventus Turin, FC Barcelona, wie sie alle heißen wollen.
Ganz große Teams, aber Real hat einfach nochmal diesen Mythos obendrauf. Deswegen freue ich mich tatsächlich auf das Spiel, weil ich glaube, dass die Madrilenen schlagbarer sind als noch vor zwei Jahren. Weil die Bayern besser sind. Harry Kane hat es auch gesagt. Damals kamen wir auf ein Zahnfleisch daher.
Und die Madrilenen ja auch eine schwierige Saison jetzt gerade erlebt haben. Sie befinden sich jetzt wieder auf dem aufsteckenden Ast. Also das, was sie gegen Manchester City gemacht haben, war schon beeindruckend. Also ich freue mich richtig auf dieses Hinspiel und man merkt es auch bei den Bayern, gerade dieses Hinspiel wird schon vieles entscheiden.
Also wenn man da nicht verliert, dann hast du in der Arena beim Rückspiel alle Chancen. Zumal Thibaut Courtois jetzt wohl für die beiden Spiele ausfällt. Beispielsweise Mbappé, Vini Junior sind schon vorbelastet. Heißt, wenn sie sich im Hinspiel eine gelbe Karte holen, fehlen die schon im entscheidenden Rückspiel. Also die Vorzeichen stehen jetzt gerade mal nicht so schlecht.
Was ja gerade bei Vini Junior im Bereich des Möglichen ist. Also ich... Jetzt spielt ja Joshua Kimmich nicht mehr auf der rechten Außenverteidigerposition, aber er wird sicherlich seine Begegnungen haben mit Vini Junior. Und da bin ich gespannt, wie er das Ganze angeht, weil wir kennen ja alle diese legendäre Szene eben aus diesem Spiel von vor zwei Jahren, als Vini Junior da zweimal den Ball fallen hat lassen und da Zeitspiel betrieben hat und Joshua Kimmich sehr, sehr sauer war.
Ja, also das Spiel hat halt auch viele Geschichten parat. Und Madrid im April, sorry Manchester, aber Madrid ist im April schon angenehmer als Manchester. Der Sonnenanbeter also. Naja, das nicht, aber also ich habe jetzt noch keinen Bayern-Fan erlebt, der gesagt hat, ach wie schade Madrid. Aber wer jetzt noch hin will, Freunde, haltet euch ran, die Flugpreise sind explodiert.
Also wir sprechen da von 600, 700, 800 Euro teilweise für Hin- und Rückflug. Ich kann mich erinnern, einmal sind die Bayern-Fans gesammelt von Nürnberg ausgeflogen. Ich weiß gar nicht mehr, welche Gründe das hatte. Aber das ist so als kleiner Tipp meinerseits. Ich kenne auch jemanden, der jetzt über Valencia fliegt, einen Tag in Valencia bleibt, dann mit dem Zug nach Madrid fährt und der Rückflug läuft dann über Brüssel nach München.
Da kann man dann Geld sparen. Das ist auch nicht die verkehrteste Reise. Also im Reisebüro Kumberger kann man sich noch kostenlose Tipps holen. Bitte nicht, bitte nicht, bitte nicht. Also wir haben hier Gott sei Dank unsere Birgit im Büro, die sich um sowas kümmert, aber das ginge jetzt zu sehr ins Detail.
Dann lass uns lieber mal noch einen Blick zurückwerfen. Bei den Bayern ist nicht nur alles Friede, Freude, Sonnenschein, sondern es gibt auch so ein paar negative Stimmen. Die beziehen sich vor allem auf das vergangene Wochenende und auf die Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen. Und damit wären wir angekommen in unserer nächsten Rubrik.
Der Ärger der Woche. Ja, worum geht es genau? Ich glaube, das weiß doch jeder. Das sollte mittlerweile eigentlich bei jedem angekommen sein. Das wurde ja quasi zerdiskutiert, wenn es das Wort geben sollte. Aber ich glaube, wir müssen uns da gerade auf zwei Situationen fokussieren. Zum einen auf das aberkannte Tor von Harry Kane, was ein vermeintliches...
Also wir sprechen jetzt, das haben wir nämlich jetzt gerade nicht gesagt, wir sprechen vom Spiel der Bayern in Leverkusen. Habe ich das nicht davor gesagt? Ärger der Woche. Das werde ich dann hören, wenn ich diese Folge abhöre. Alles klar. Wir sprechen von der Bundesliga-Partie am vergangenen Wochenende der Bayern in Leverkusen und da im Speziellen über dieses aberkannte Tor von Harry Kane, was ein vermeintliches Handspiel gewesen sein soll.
Und viel eklatanter aber in der Meinungsäußerung vieler. Die vermeintliche Schwalbe von Luis Dias. In der 84. Minute gab es zwar einen Kontakt mit Jannis Blaswig, Schiedsrichter Christian Dingert hat aber darauf entschieden, dass es eine Schwalbe von Luis Diaz war und hat ihn in der Folge dann mit Gelb-Rot vom Platz geschickt und ich glaube, was da danach an Meinungsäußerungen vieler Funktionäre, vieler Fans, vieler Fußballliebhaber auf den Herrn Dingert eingeprasselt sind, das war nicht von so schlechten Eltern.
Ja, das ist richtig. Also die Szene mit Tar, die hast du jetzt nicht erwähnt, aber da wurde ja auch Hand gepfiffen. Ja, direkt damit ein Tor erzählt, ist regelkonform. Die Sache mit Harry Kane ist leider Gottes auch regelkonform. Für mich persönlich widerspricht sie aber so ein bisschen dem Geist des Fußballs.
Also so weit geht der Arm nicht raus, er springt halt hoch. Also da ganz genau drauf zu achten, wo das Ärmchen landet, halte ich für sehr, sehr schwierig. Aber auch da wird jeder Schiedsrichter sagen, regelkonform. Über die rote Karte von Nikolaus Jackson, glaube ich, müssen wir nicht sprechen. Alle, die da draußen mir jetzt sagen, ja, aber am Schlotterbeck hast du gesagt, das ist keine rote Karte, nicht zwingend. Da sage ich.
Den Jackson, den konnte man nicht sehen und den Ball hat er auch nicht gespielt. Aber sei es drum, du hast es angesprochen, die Szene mit Lucho Diaz. Jetzt bin ich sehr gespannt, was da jetzt kommt. Es gibt ja eine Schwalbe und eine Schwalbe. Es gibt eine Andi-Müller-Schwalbe 1994, 1995 und es gibt sowas, was Lucho Diaz da versucht hat.
Alle Ex-Fußballer, alle Ex-Profi-Fußballer, mit denen ich mich unterhalten habe, sagen, klar weiß der, was der tut, aber es ist keine eklatante Schwalbe. Und da hätte man meines Erachtens Gnade für Rechter gehen lassen können. Ja. Mich hat dann aber doch die harsche Kritik der Bayern-Bosse überrascht.
Also Max Eberl war bei unserem Mikrofon noch sehr zurückhaltend, hat gesagt, naja, der Ding hat mir das erklärt, er würde die gelbe Karte auch nicht mehr geben. Fair enough. Aber dass Uli Hoeneß sich nicht mal eine Stunde nach Abpfiff via Bild-Zeitung meldet und behauptet, das wäre die schlechteste Schiedsrichterleistung gewesen.
Ich weiß nicht, ob das dann gleich so sein muss, ob das dem Ansehen des FC Bayern hilft. Jan-Christian Dresen hat sich geäußert, Herbert Heiner hat sich geäußert, es wurde Einspruch eingelegt. Das muss man vielleicht machen, diesen Einspruch einlegen, aber mir hat diese Verschwörungstheorie nicht gefallen, dass alles gegen Bayern angeblich laufen soll.
Klar, es gab kritische Situationen, Jan-Christian Dresen hat es angesprochen, Dortmund, HSV, jetzt gegen Leverkusen, aber ich mag da ehrlicherweise keinen Trend erkennen, der es zulässt, dass man sich so offensiv äußert. Dann lass uns mal detailliert über dieses Zitat von Jan-Christian Dresen sprechen.
Ich habe das vorbereitet und würde dir das einfach mal vortragen. Ich bin sehr gespannt auf deine Reaktion. Mit verstellter Stimme oder wie machst du das jetzt? Ich glaube, an Herrn Dresen werde ich da nicht ganz hin kommen. So ein bisschen ostfriesischen Akzent kannst du einbauen. Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge.
Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen. Es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen. Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern.
Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert. Aber das alleine hilft uns nicht. Ja, das Problem in dem Statement, ich verstehe die Zerknirschtheit von Jan-Christian Dresen. Die Bayern verstehen sich ja so ein bisschen als Schwerspitze. Uli Hoeneß hat mal gesagt, wir sind der wichtigste und größte Verein in Deutschland.
Deswegen versucht man natürlich immer so ein bisschen Diskussionen anzuschieben und versuchen sich da im Dienste aller Bundesliga-Klubs darzustellen. Aber dadurch, dass er das so bezogen hat auf wir sind benachteiligt worden. Da findet er halt dann keine Verbündeten. Und das gehört natürlich schon so ein bisschen zur Methode Bayern, da mal einen Pflock einzuschlagen und zu behaupten, man sei benachteiligt worden.
In dem Fall ist es tatsächlich so gewesen, aber wie gesagt, eine grundsätzliche Problematik gegen Bayern möchte ich jetzt nicht erkennen, aber es ist schon so, klar, die Qualität der Schiedsrichter lässt derzeit zu wünschen übrig. Auch andere Mannschaften beschweren sich, aber den Bayern kann jetzt keiner aus der Branche recht geben, weil sie eben diese Problematik nur und ausschließlich auf sich bezogen haben. Und was passiert dann?
Dann kommt natürlich Horst Held, Manager von Union Berlin, der jetzt dann die Bayern vor der Brust hat und der sagt was ganz Cleveres. Und gleichzeitig Ungehöriges. Er sagt, naja, Prost Mahlzeit, das nächste Schiedsrichtergespannte, das jetzt die Bayern pfeift, die werden natürlich besonders beäugt, das kann nicht sein.
Und er unterstellt damit, meines Erachtens, den Schiedsrichtern, ja okay, die lassen sich doch beeinflussen. Die lassen sich eben doch irgendwo triggern in eine gewisse Richtung. Und vielleicht war das natürlich auch der Plan der Bayern zu sagen, wir setzen die Schiedsrichter mal unter Druck. Ein Pfiff gegen Bayern soll einem Schiedsrichter wieder schwerer fallen.
Kann man natürlich machen. Ob das redlich ist, ist die andere Frage. Ich hätte jetzt als Jan-Christian Dresen vielleicht nochmal eine Woche gewartet, ob man gegen Union wieder ein bisschen verpfiffen wird und dann hätte ich auf den Tisch gehauen. Und gerade der Plan, den du ansprichst, das hat mich so gewundert, weil, dass ein Uli Hoeneß eine Stunde nach dem Spiel aus der Emotion raus handelt, dass er sich da zu so einer absoluten Aussage hinreißen lässt, das verwundert mich nicht mehr so, ehrlich gesagt.
Dafür kennen wir Herrn Hoeneß, glaube ich, auch beide gut genug. Aber gerade die Äußerungen von Herbert Heiner und von Jan-Christian Dresen, die waren ja danach kalkuliert. Also die kamen ja nicht mehr aus der Spieltagsemotion raus, sondern das waren ja wirklich überlegte Aussagen, die man bewusst so platzieren wollte.
Und da steckt dann für mich eben schon genau der Plan dahinter, die Schiedsrichter unter Druck zu setzen und selbst wenn es nicht bewusst ist, aber rein unterbewusst in ihrem Handeln, gerade wie du sagst, wie es Horst Held auch angesprochen hat, in den kommenden Spielen einmal mehr über diese Pfiffe nachzudenken, beziehungsweise auch kritische Pfiffe vielleicht das eine oder andere Mal sein zu lassen.
Ja, also ich finde, die Bayern hätten die Chance gehabt, aufgrund des großen Vorsprungs zu sagen, Freunde, es juckt doch uns nichts. Und wenn der Schiedsrichter der zwölfte Mann des Gegners ist, dann holen wir trotzdem einen Punkt und dann werden wir trotzdem Deutscher Meister. Die Chance haben sie nicht genutzt.
Ich tue mir da... Es war schwer, die Bayern-Bosse zu harsch zu kritisieren, weil klar, aus der Emotion heraus, aber es war, wie du sagst, eben nicht nur Emotion, sondern auch geplant. Und wenn ich dann höre aus dem Bayern-Kosmos, ja, ihr Medien beschäftigt euch jetzt nur mit diesem Thema, dann muss ich aber auch sagen, ja, den Einspruch haben die Bayern eingelegt und natürlich wird das dann diskutiert.
Und der Einspruch wurde abgelehnt. Ja, das war mit einem Wort Tatsachenentscheidung. Das war eine einfache Sache für den DFB. Genau, Alex Feuerherd, der Schiedsrichtersprecher, hat gesagt, es handelt sich um eine Tatsachenentscheidung, die man falsch finden kann, aber eben nicht um einen offenkundigen Irrtum wie bei einer Spielerverwechslung.
Und damit war es da noch abgegolten. Damit müssen die Bayern jetzt leben. Und jetzt fehlen am Wochenende eben nicht nur beispielsweise die Verletzten, Jamal Musiala oder Alphonso Davies, sondern eben auch Nikolas Jackson, Jonathan Tarr gelbgesperrt und Lucho Diaz. Auch das wird der FC Bayern überleben. Lass uns mal reinhören, was Lothar Matthäus am Montag bei der Filmpremiere des Films Sein Sommer in Italien gesagt hat, als ich ihn auf die Situation angesprochen habe.
Kurz auf den aktuellen Fußball schauen. Die Bayern haben sich ja furchtbar aufgeregt nach dem Leverkusen-Spiel. Können Sie das nachvollziehen oder war das ein bisschen zu aggressiv und offensiv von den Bayern? Also ich muss eins sagen, wir diskutieren noch jede Woche. Und dieses Mal waren es die Bayern, eine Woche zuvor waren es die Kölner.
Sind meistens die, die dann mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sind. Andererseits habe ich jetzt bei dem Spiel in Leverkusen nicht so viele grobe Fehlentscheidungen gesehen, wie zum Beispiel die oberste Riege vom FC Bayern. Kumbi, ich glaube, damit ist das Thema dann auch abgegolten und wurde jetzt hoch und runter in allen Medien thematisiert.
Und ich glaube, da hat sich jetzt auch jeder zu geäußert, der eine Meinung zu äußern wollte. Ja, wir auch. Natürlich sind es auch in dem See rumgeschwommen. Madeleine würde sagen, Strich drunter. So, vielen Dank für die Überleitung, weil unser bestimmendes Thema, gerade wenn wir jetzt nach vorne blicken wollen, ist ab sofort der DFB.
Wir stehen kurz vor einer Länderspielpause und am heutigen Donnerstag, rund eine Stunde vor unserer Aufnahme jetzt, hat Julian Nagelsmann seinen Kader für die März-Länderspiele gegen die Schweiz und gegen Ghana bekannt gegeben. Und ich hatte es im Intro schon angesprochen, da gab es einige wirklich interessante Bayern-Personalien.
Insgesamt sind sieben Münchner mit dabei und darauf wollen wir jetzt explizit eingehen in der nächsten Rubrik. Die Bayern in der DFB-Elf. Und gerade diese Nominierung von Julian Nagelsmann hat eine gewisse Brisanz, weil es ist die letzte Länderspielpause und damit die letzten beiden Länderspiele, der letzte Lehrgang vor der WM im Sommer.
Richtig und Julian Nagelsmann hat uns ja schon vorher gesagt, es wird Überraschungen geben und dieser Kader wird größtenteils der sein, der dann für die USA, Mexiko und Kanada in Frage kommt. Deswegen lag da heute schon oder liegt der Fokus immer noch darauf. Wir konzentrieren uns jetzt mal auf die Bayern-Personalien und da gab es ja doch frohe Gründe, würde ich sagen.
Das kann man wohl so behaupten. Lennart Kahl feiert sein Debüt. Auch Jonas Urbig feiert sein Debüt. Wie war denn deine Reaktion, Kumbi? Wir Medien haben ja so ein bisschen davor schon Bescheid bekommen, wer denn dabei sein wird und wer nicht. Als du die 26 Namen gelesen hast, was war deine erste Reaktion?
Also mich hat es für Lennart Kahl wahnsinnig gefreut. Ist der Lohn für harte Arbeit und ich glaube, er passt auch gut in das Team rein. Jonas Urbig sehe ich ähnlich. Die große Überschrift unter dieser Kader-Nominierung von Julian Nagelsmann für die Bayern ist, wir sind gut weggekommen. Wir bilden wieder einen Block, wir haben wieder unsere Kraft unter Beweis gestellt.
Immer wenn Bayern den großen Block gebildet hat, in der Nationalmannschaft war man ja erfolgreich. Und Bayern hat jetzt wieder diesen Status erreicht, dass man Vorreiter ist, dass man Lieferant von Stars ist, aber mittlerweile auch Lieferant von Talenten. Also der 18-jährige Lennart Kahl und der ebenfalls junge Jonas Urbig, der es in kürzester Zeit jetzt geschafft hat in die Nationalmannschaft, das ist schon auch ein Kompliment an die Bayern.
Und das wird ihnen gefallen. Und das zeigt, dass der FC Bayern wieder eine größere Rolle spielt. Eine Rolle, die ihm zusteht, zuspielen muss. Das muss meines Erachtens das Ziel des FC Bayern sein, dass man prägend ist für die Nationalmannschaft. Ja und gerade deine Beobachtung mit diesem Bayern-Blog, den hat auch Julian Nagelsmann angesprochen auf der Pressekonferenz in Herzogenaurach.
Unser Kollege Manni Seelbauer war da vor Ort. Lass uns da mal ganz kurz reinhören, was Julian Nagelsmann gesagt hat. Generell ist es immer ratsam, wenn man die Option hat, was das Thema Gesundheit angeht, auch erfolgreiches Spielen, dass man versucht, einen gewissen Block zusammenzustellen. Bayern spielt international eine Top-Saison, sehr, sehr stabil, verkörpern aber auch neben den Ergebnissen schon eine ganz, ganz großartige Mentalität gerade.
Und ob man jetzt zuletzt das Unterzahlspiel gegen Leverkusen nimmt als Beispiel, wie sie sich dann trotzdem aufregen, wo dann Fußballdeutschland sagt, ja, warum beklagen sie sich jetzt über die Situation mit Luis Diaz und so weiter. Trotzdem verkörpern sie natürlich schon eine Gier, jedes Spiel gewinnen zu wollen.
Und das betrifft den Trainer, betrifft aber vor allem auch die Spieler. Und deswegen greifen wir gerne auf diesen Block zurück, weil sie einfach auch alle eine gute Form haben und diese Verbindung uns auch was bringt in der Nationalmannschaft. Ja, ich war schon einen Schritt weiter in Herzogenaurach. sind die Spieler und der ganze Tross erst ab Montag.
Die Pressekonferenz war natürlich in Frankfurt, aber der Inhalt bleibt natürlich gleich. Du hast schon gesagt, die Bayern sind einfach wieder eine feste Größe und das sieht man auch. Rein in der Aufstellung, in jedem Mannschaftsteil ist jetzt mindestens ein Bayern-Spieler vertreten. Das sollte schon das Ziel auch sein, weil Julian Nagelsmann auch gesagt hat, sie sind national sowie international Spitze und dann ist es natürlich nur folgerichtig.
Ja, und es ist symbolträchtig. Jetzt kann man natürlich sagen, was hat der FC Bayern davon, wenn er viele Nationalspieler hat. Aber es war ja immer der Traum von Uli Hoeneß auch, den FC Bayern Deutschland irgendwie zu gestalten. Und das gehört einfach zum Selbstverständnis der Bayern. Also auch der DFB-Kapitän war meistens ein Spieler des FC Bayern und vielleicht erinnerst du dich, so rund um die Europameisterschaft 2024 gab es ja dann schon ein bisschen Häme, so ja, jetzt sind die Stuttgarter der neue Block beim DFB und das hat natürlich in München einige geärgert, eben weil das Selbstverständnis ein anderes ist und deswegen können die Bayern mit der DFB-Nominierung durch Julian Nagelsmann zufrieden sein.
Und vor allem, es gibt um keinen Spieler, der von Bayern München zum DFB kommt, irgendeine Diskussion. Klar, Leon Goretzka, das ist diskutiert worden, der Bundestrainer hat es aber heute nochmal erklärt, hat dann gesagt, also im Kicker habe ich gesagt, er hat gute Chancen zu spielen, das heißt aber nicht, dass er von Anfang an spielt, heißt nicht, dass er immer spielt, heißt nicht, dass er einen Freifahrtschein hat, aber ansonsten gab es keinerlei Diskussion, keiner der Bayern-Stars oder Jungspunde war irgendwie umstritten.
Und das hält natürlich auch. Den Deckel auf die Münchner Diskussionen drauf, man hat jetzt da nicht irgendwie Ärger, hatte man ja auch schon anders, wenn du dich daran erinnernst, an Mats Hummels, an Thomas Müller, die dann nicht mehr eingeladen wurden von Jogi Löw. Das weiß man in München sehr zu schätzen, wenn aus Frankfurt oder Herzogenaurach keine Diskussionsthemen rüberschwappen, sondern wenn man entspannt und konzentriert weiterarbeiten kann.
Wenn du jetzt gerade aber schon bei Leon Goretzka warst, da ist ja nach dem Kicker-Interview ein riesiger Aufschrei durch Fußball-Deutschland gegangen. Wieso Julian Nagelsmann ihm gar so das Vertrauen und gar so die Rückendeckung gibt. Jetzt hat er es heute so ein bisschen eingeordnet, aber trotzdem habe ich das Gefühl, Leon Goretzka müsste schon bei Bayern keine einzige Minute mehr bekommen, um nicht mit in die USA zu fahren.
Also das ist zwar auf dem Papier, wie er sagt, keine Garantie, aber ich habe schon das Gefühl gewonnen, dass da schon einiges schieflaufen müsste, dass Leon Goretzka aus diesem zentralen Mittelfeld, wo beispielsweise auch Angelo Stiller nicht nominiert ist, dass er da noch rausrutschen würde. Ich rechne fest mit einer Nominierung, also 99,9% wird Leon Goretzka mitfliegen nach North Carolina, nach Winston Salem, wie sagt man? Wir wissen es nicht.
Muss ich dann, wenn ich vor Ort bin, muss ich nachfragen, wie heißt eigentlich eure Stadt hier? Also, dass er mitfliegt, davon gehe ich jetzt mal fest aus. Jetzt hat der Bundestrainer ein bisschen das Ruder in die Hand genommen und ist zurückgepaddelt. Weil er natürlich auch keine Stammplätze hier verteilen kann.
Also da war er vielleicht im Kicker-Interview ein bisschen zu couragiert. Und was mich gewundert hat, er hat tatsächlich über Leon Goretzka explizit auf der Zehn gesprochen. Also da haben wir mit Jamal Musiala jetzt den Nächsten von Bayern, der aktuell nicht nominiert ist, rein weil er verletzt ist, weil er eine Schmerzreaktion am Sprunggelenk gespürt hat und man da in Absprache mit Vincent Kompany jetzt kein Risiko gehen will, sondern ihn wieder behutsam aufbauen will, dass er dann auch ganz sicher zur WM fit ist.
Das hat er ja auch Vincent Kompany bereits gesagt vorgestern. Er hat gesagt, wir sind da immer in gutem Austausch und es ist letzten Endes die richtige Entscheidung. Aber siehst du den Leon Goretzka wirklich so unbedingt auf der 10? Ich hätte ihn persönlich ein bisschen defensiver gesehen. Willst du eine kurze Antwort oder eine Erklärung von mir?
Ich hätte sehr gerne eine Erklärung von dir. Ich wollte jetzt einfach nur mit Nein antworten. Also wann hat Leon Goretzka zum letzten Mal auf der Zehn gespielt? Also da würde mich dann schon die restliche Statik und Arithmetik in diesem deutschen Spiel interessieren, wenn Leon Goretzka tatsächlich auf der Zehn auftaucht.
Das wird dann spannend, weil du hast ja auch aus dem Bayerischen Fundus mit Serge Gnabry, sogar mit Lennart Kahl, in Klammern mit Jamal Musiala, Leute, die die Zehn spielen können. Also das muss mir der Bundestrainer erst mal zeigen, wie das dann aussieht, wenn Leon Goretzka auf der Zehn spielt. Wer auf der Zehn spielen kann, ist Lennart Kahl. Der darf sein Debüt feiern, darf sich so ein bisschen in die A-Elf eingrooven, in den ganzen Tross, mit dem er ja teils bei den Bayern schon unterwegs ist, aber teils eben auch neue, arrivierte Spieler für ihn, anstatt der U21.
Und da gab es ja im Vorfeld auch so Meinungen, die sagen, hey, lass den lieber mal noch bei Toni Di Salvo, lass den mal lieber noch hier die Länderspielpause für die U21 machen. Und dann kann man ja immer noch im Hinblick auf den Sommer schauen, ob er mit zur WM fliegt. Ist das jetzt aber der richtige Schritt von Julian Nagelsmann?
Also wer sich daran erinnert, ich hatte das gehört und so vermutet, dass er eher nochmal bei der U21 auftaucht, eben aufgrund der Wichtigkeit der Spiele für die Nachwuchsleute. Gerade die Partie gegen Griechenland hat ja eine gewisse Bedeutung, aber letzten Endes Obersticht runter und wir stehen vor einer Weltmeisterschaft, vor einem wichtigen Turnier, wo sehr viel Druck drauf ist, wo der deutsche Fußball sich auch wieder seiner selbst vergewissern muss.
Wo stehen wir eigentlich ohne Heimvorteil aus der Europameisterschaft? Und da brauchst du diese März-Maßnahme, die FB nennt sowas immer Maßnahme, um Lennart Kahl da heranzuführen. Und er hat ja ein Nest, er findet ja ein Nest vor an vielen Bayern-Spielern, die ihn da an der Hand nehmen. Also es ist schon die richtige Entscheidung von Julian Nagelsmann, auch wenn es vorher nicht zu 100 Prozent klar war.
Ich muss tatsächlich sagen, ich finde gerade diese Diskussion um Lennart Kahl und auf der anderen Seite um Saeed El Mala so spannend, weil die hatten ja beide wirklich ihren kompletten Hype schon und sind dann beide aber in der Leistungskurve so ein bisschen, ich will nicht sagen eingebrochen, aber es gab so eine Delle und auf der einen Seite ist Lennart Kahl jetzt dabei und auf der anderen Seite ist Saeed El Mala nicht.
Ist da für dich der Unterschied einfach, sind es die Bayern, dass Lennart Kahl eben genau diese Leistung bei den Bayern zeigen darf und seit El Mala bei Köln? Joshua Kimmich hat es gesagt, Max Eberl hat es gesagt, wer bei Bayern eine Rolle spielt, ist auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft. Da hat Lennart Kahl natürlich gegenüber El Mala einen gewissen Vorsprung.
Aber wegen der Frage, wann muss man Spieler da mitnehmen oder nicht, wie sehr darf man sie hypen? Vielleicht eine unpopuläre Meinung. Ich finde... Fußball-Deutschland sollte viel früher, also auch dieses Alter 17, 18, 19, den Leuten Vertrauen schenken, sie ins kalte Wasser werfen. Wir müssen aber dann auch ertragen, dass es auch Fälle gibt wie Sinan Kurt, Mitchell Weiser, die es halt dann nicht schaffen.
So ist dann eben der Lauf der Dinge. Das ist für den Einzelnen traurig und bitter. Aber ich glaube, im Sinne des deutschen Fußballs wäre es sinnvoll, mehr auszuprobieren und dann eben auszusieben. Du rollst mit den Augen. Weil ich nicht weiß, ob das drei Monate vor der WM der richtige Zeitpunkt ist. War jetzt eine grundsätzliche Aussage.
Genau, da gebe ich dir komplett recht. Wenn wir nach der WM anderthalb, ein Dreivierteljahre vor dem nächsten großen Turnier sind, dann bin ich da voller Überzeugung, dass wir unbedingt ausprobieren sollten. Und ja, Lennart Kahl hat Talent, der bringt Riesenklasse mit und er bringt auch mittlerweile eben schon Erfahrung bei den Bayern auf höchster Ebene mit.
Aber die Nationalmannschaft ist halt trotzdem nochmal was anderes. Wir haben vor der Heim-EM darüber diskutiert, Flo Wirz und Jamal Musiala, die beiden zusammen, das ist ja das neue Traum. Ja gut, es hat, ich sag mal, mäßig funktioniert, weil einfach diese DFB-Konstitution eine andere ist, wie wenn du Tag für Tag im Verein eingespielt bist.
Und da jetzt Lennart Kahl drei Monate vor der WM hochzuziehen und ihn in ein komplett neues Gefüge da einbauen zu wollen, finde ich, ich will nicht sagen riskant, aber es ist auf jeden Fall eben genau dieser Sprung ins kalte Wasser und ich weiß nicht, ob der zur richtigen Zeit kommt. Also jetzt erinnerst du mich an Madeleine, die musste ich auch immer davon überzeugen, dass der Lennart Graal spielen muss und in der Nationalmannschaft muss und dass er das erleben muss und so weiter.
Du hast gerade von unterschiedlichen Konstellationen gesprochen bei der Nationalmannschaft. Meiner Meinung nach, Wer Bayern München erträgt, allein schon von den Medien und von diesem Theater drumherum und von den mächtigen Leuten und jeder hat was zu sagen, wer das aushält, der schafft es auch beim DFB.
Und wir reden ja nicht über die Startelf, wir reden jetzt erstmal über den Kader. Also hier wird Julian Nagelsmann von mir nicht kritisiert werden. Dann bin ich mal gespannt, was du zu seiner nächsten Nominierung sagst. Der spielt nämlich wahrscheinlich auch nicht Startelf, aber der hat auch schon die Bayern ertragen.
Jonas Urbig. Es hört sich so negativ an, aber bestanden oder wie soll ich sagen, ja. Jonas Urbig. Er ist Bayern erfahren. Jonas Urbig, mit dem habe ich gestern gesprochen. Ja, dann hören wir doch direkt rein. Ja, richtig. Was machst du in der Länderspielpause? Gute Frage. Ich habe es tatsächlich jetzt nach dem Spiel kurz mal auch gehört, dass das wohl so sein soll.
Ich weiß es von nichts, aber ich würde gerne jetzt hier in dem Rahmen über das Spiel heute sprechen. Glaubst du, das heutige Spiel hat dir geholfen dabei, dass du beim DFB nominiert wirst? Das heutige Spiel war wie das Hinspiel, wo wir ja viel den Gegner dominiert haben, trotzdem in den Kontern wach sein mussten und das haben wir an sich gut gemacht.
Trotzdem kam ich dann noch zu ein, zwei Aktionen, wo ich der Mannschaft helfen konnte und darüber freue ich mich. Zur Erklärung, nach dem Spiel, direkt danach, war ja noch nicht offiziell, dass er nominiert wird. Wir wussten es schon, haben es auch gemeldet, aber es war halt noch nicht offiziell. Deswegen äußert sich Jonas Ulbich in diesem O-Ton so defensiv.
Ich fand es ein bisschen schade, ich möchte in diesem Umfeld nicht über die Nationalmannschaft sprechen. Aber wer kann es ihm verdenken, dass er da vorsichtig ist. Die Nominierung hat mich tatsächlich überrascht, aber der Bundestrainer hat es auch heute begründet, richtig begründet, hat gesagt, der Jonas Urbich kennt natürlich auch viele Bayern-Spieler, wird wahrscheinlich auch keine Ansprüche stellen, dass er die Nummer 1 wird und von dem her ist er da, glaube ich, die passende Nummer 3.
Und zumal Jonas Urbich, sofern denn Manuel Neuer seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollen würde, ist ja auch dazu auserkoren, ab dem Sommer die Nummer 1 bei den Bayern zu sein. Und ich glaube, das hast du vorhin schon gesagt, mit diesem Selbstverständnis den Kapitän zu stellen, sobald du als deutscher Keeper bei den Bayern die 1 bist, bist du automatisch zumindest mal auf dem Radar der Nationalmannschaft.
Ja, du hast innerhalb von acht Tagen oftmals dreimal die Möglichkeit, dich zu präsentieren. Du bekommst relativ wenig aufs Tor. Was aber aufs Tor kommt, hat dann eine gewisse Brisanz. Und wenn du da glänzen kannst, bist du natürlich ein Kandidat und bist im Fokus. Also ja, Jonas Urbich, für den wird es ein Abenteuer auch nochmal, aber der kann sich auch, der hat keinen Druck, der kann sich zurücklehnen, der geht als Nummer drei in diese Länderspielmaßnahme und kann sich da vielleicht mit Alex Nübel ein bisschen absprechen, wer denn nächstes Jahr dann die Nummer eins sein sollte in München, wenn Manuel Neuer tatsächlich aufhören sollte.
Das sagst du jetzt mit einem Augenzwinkern. Auf der anderen Seite finde ich es persönlich ein bisschen schwierig für Noah Tubolu und für Finn Dahmen, weil das hat Julian Nagelsmann auch gesagt, die können sich überhaupt nichts vorwerfen. Die haben in ihren Klubs bei Freiburg und bei Augsburg super Leistungen gezeigt.
Die kriegen tendenziell sogar noch mehr Schüsse aufs Tor als Jonas Urbich und trotzdem sind sie jetzt nicht dabei. Ja, so ist das nun mal, wenn du bei den Bayern spielst. So ist das nun mal bei den Bayern. Also du hast in vielen Punkten Nachteile, wenn du bei Bayern München bist, weil du immer unter dem Brennglas sitzt, aber du hast natürlich auch solche Vorteile.
Also das glaube ich, das würde niemand leugnen, dass man als Bayern-Star so ein paar Prozentpunkte mehr Vorsprung hat, um in die Nationalmannschaft zu kommen. Es gibt genügend Nationalspieler, die es sehr, sehr schwer hatten, da überhaupt hinzukommen, weil sie nichts für Bayern München gespielt haben.
Und so ist es ja, glaube ich, auch bei dem Einzigen, der aktuell verletzt ist und aber nahezu eine Garantie hat, sofern denn der Heilungsprozess weiterhin so verläuft, dabei zu sein. Und das ist Jamal Musiala. Also ich glaube, es gibt einige angeschlagene, formschwache Spieler, die um ihren Platz bangen müssen.
Der Einzige, der da wirklich safe, safe ist, ist Musiala. Eben, weil er die geborene Zehn ist, weil eben Hoffnungen auf ihm ruhen. Ja, ich bin gespannt, wie er dann auftreten wird, wenn es dann gegen Real Madrid geht. Ob er dann schon bereit ist, was heißt schon? Also schon eine sehr lange Zeit. Da bin ich gespannt, ob er dann da so Teil der Mannschaft sein kann und der Mannschaft dann auch helfen kann in so einem wichtigen Spiel, in so zwei wichtigen Spielen.
Interessant wird auch sein, wie sich Lennart Kahl im Estadio Santiago Bernabéu verhält, weil es ja sein Traumverein Real Madrid. Da sagst du was. Damit erwischst du mich jetzt vor allem auch auf dem falschen Fuß, weil ich wollte eigentlich nochmal kurz auf diese Musiala-Entscheidung zurückkommen. Und zwar höre ich das dann bei dir auch richtig raus, dass das vernünftig war von Julian Nagelsmann.
Ja, auf jeden Fall. Dass diese Vernunft gesiegt hat und eben nicht diese Gier, wir könnten ihn ja mal mitnehmen, könnten ihn mal noch eine Viertelstunde reinwerfen und theoretisch unter ein paar Schmerztabletten noch ein bisschen da einfügen lassen. Also erstens ist das Thema Schmerztabletten ja sowieso ein schwieriges grundsätzlich im Sport.
Und zweitens muss der Jamal Musiala ja nicht irgendwie eingeführt werden in diese Welt der Nationalmannschaft. Also da ist er ja schon jetzt ein paar Jahre und sobald er fit ist, der weiß, wo die Leute stehen, der weiß, wie die Leute heißen, der weiß, wer der Trainer ist, der weiß, wie es abläuft bei der Nationalmannschaft, also der muss sich ja nicht akklimatisieren, der muss einfach bloß fit werden und dann kann er spielen und hoffentlich erfolgreich und gut.
Dann können wir gemeinsam mit Jamal Musiala auch einen Blick in die Zukunft richten, in die nahe Zukunft. Er wird es noch auf der Tribüne oder zu Hause verfolgen, aber die Bayern, für die steht als nächstes das Bundesligaspiel gegen Union Berlin an. Ja, das ist auch richtig. Vergisst man so ein bisschen. Wird spannend, welche Aufstellung wir da sehen werden.
Da glaube ich, wird einiges an Rotation stattfinden. Es wird kein leichtes Spiel. Gerade bei Standards wissen wir ganz genau, dass Union vor allem den Bayern wehgetan hat in dieser Saison, wenn es an Standards ging. Aber ich würde die Partie jetzt nicht allzu hoch hängen. Das muss ein lockerer Aufgelopp für die Bayern werden. Sich nicht verletzen für die Länderspiele, sich keinesfalls verletzen, so schwer, dass man dann gegen Real fehlt.
Der Vorsprung ist da. Es ist ein Heimspiel. Und ja, also mein Fokus, ich kann mir das leisten als Reporter, mein Fokus liegt schon in Madrid. Der Trainer wird morgen auf der Pressekonferenz sagen, Er fokussiert sich voll und ganz auf Union. Der Fokus liegt nicht mal mehr auf Berlin. Der Fokus liegt nicht mal mehr auf der Schweiz oder auf Ghana.
Dein Fokus liegt sogar schon weiter in der Zukunft. Ja, Moment. Also Nationalmannschaft ist ja ein anderer Punkt. Ja, tatsächlich, mein Fokus liegt dann wahrscheinlich auf Herzogenaurach kommende Woche. In Basel bin ich nicht dabei. Aber dann in Stuttgart bin ich dann wieder im Stadion. Und du bist aber nächsten Donnerstag erstmal wieder noch bei der Bayern.
Woche, bevor überhaupt ein Spiel gespielt wurde und da ist auch Madeleine wieder mit am Start. Ja, also was soll ich jetzt sagen? Soll ich mich freuen oder soll ich mich ärgern? Das bleibt ganz dir überlassen. Ich spreche ja sowohl gerne mit dir als auch mit ihr, aber tatsächlich, sie ist zurück aus ihrem Urlaub und wir treue Hörerinnen und Hörer wissen ja, dass wir das Babofon haben.
Die Nummer findet ihr in den Shownotes, da könnt ihr uns Sprachnachrichten schicken. 30 bis 40 Sekunden nennt uns euren Namen und zwei junge Damen haben das getan. Da hören wir jetzt mal rein. Das war Wofon. Hallo ihr Lieben, hier sind Anja und Claudia aus Hamburg. Wir wollten euch sagen, dass uns eure gemeinsame Folge von Benjamin und Dirk Kumbi sehr gut gefallen hat. Fachlich und sachlich top.
Wir haben sie wie immer gerne gehört, aber wir müssen auch anmerken, dass wir Madeleine vermissen, weil niemand dir, Kumbi, so charmant Contra geben kann wie sie und uns eure Dynamik einfach super gut gefällt. Wir freuen uns, wenn sie wieder zurück ist und wollten das einmal sagen. Liebe Grüße. Tschüss.
Danke an Anja und Claudia. Herzliche Grüße von mir. Das ist ja schön, dass hier meine Co-Hosts immer so gelobt werden und ich so ein bisschen schlechter wegkomme. Das halte ich aber aus. Ach Quatsch. Als ich das zum ersten Mal gehört habe, die Sprachnachricht, dachte ich mir, okay, da haben Benni und Madeleine zusammengelegt und haben da Geld springen lassen, dass wir so eine Sprachnachricht bekommen.
Also das hat Seltenheitswert. Quatsch, Madeleine hat ihr ganzes Geld in Südafrika, glaube ich, verprasst und bei mir geht das für andere Dinge drauf. Anja und Claudia sollen bitte ihre Motivation offenlegen. Die sind mit euch irgendwie unter einer Bettdecke. Das war schon sehr, da sprühten ja quasi die Herzchen aus WhatsApp raus.
Ja, das freut mich natürlich. Deswegen auch lieben Dank von mir und die Aufforderung. Kumbi, wenn du willst, dann kriegst du jetzt auch kommende Woche mal ganz, ganz viel Liebe von unseren Hörerinnen und Hörern. Ja. Das ist dir nicht unangenehm. Nein, also ganz ehrlich, Liebe, zur Zeit habe ich nicht viel Liebe bekommen.
Meine Aussagen zu Schlotterbeck, meine Fragerei in Bergamo an Joshua Kimmich, so viel Liebe habe ich in letzter Zeit nicht so abbekommen, aber das bringt der Job mit, also das gehört dazu. Dann schauen wir mal, wie deine DFB-Einschätzungen ankommen. Genau, also abonniert und kommentiert. Wir lesen alles durch tatsächlich, egal ob positiv oder kritisch. Immer her damit.
Wir nehmen das gerne als Input mit und ich muss mich jetzt bei dir bedanken. Herzlichen Dank für deine zwei Folgen Intermezzo, die du hier abgeliefert hast. Hat sehr viel Spaß gemacht, war viel Expertise drin und gut vorbereitet, dass ich mich entsprechend hier ausbreiten kann mit meiner Meinung. Hat sehr viel Spaß gemacht, Benni. Und beim nächsten Urlaub von Madeleine sehe ich dich wieder auch hier auf dem Sessel vor mir.
Komi, der aufmerksame Zuhörer hat mitbekommen, dass du von Benjo auf Benni umgesprungen bist. Mich freut es aber natürlich auch sehr, dass ich für ein Gastspiel hier aufschlagen durfte. Ich hoffe auch, es war nicht das letzte Mal. Madeleine hat ja noch ein paar Urlaubstage. Und ansonsten bleibt mir...
Die ist Freiberuflerin, die kann jederzeit freimachen. Also das kenne ich noch aus meiner Freiberuflerzeit Dann bleibt mir glaube ich nur zu sagen Am Sonntag den Doppelpass Einschalten mit Clemens Fritz Mit Marcel Jansen Also wir haben namhafte Gäste da Und ansonsten Über den McLean nächste Woche wieder Viel Spaß damit Nächste Woche Donnerstag sind wir wieder da Bis dann und.