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Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 187

Dämpfer gegen Ecuador! Pavlovic steht neben sich! Kimmich auf die Sechs?

Freitag, 26. Juni 2026 · 48 min

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Shownotes

Das hatten sich die vielen Fans, aber auch die Mannschaft ganz anders vorgesellt. Obwohl Bundestrainer Julian Nagelsmann auf seine Top-Elf setzte, kassierte die Nationalmannschaft gegen Ecuador eine Niederlage. Einzelne Spieler meinten anschließend, der Gegner habe den Sieg einfach ein Stück mehr gewollt. Was sagt das aus?

Außerdem sprechen Manfred und Stefan über den schrecklichen Auftritt von Aleksandar Pavlovic und auch die Leistung von Manuel Neuer. Trägt der 40-Jährige möglicherweise eine große Mitverantwortung am zweiten Gegentor?

Und: Die Kimmich-Debatte ist wieder da! In der Mitte fehlt die Stabilität, während der Kapitän auf der rechten Seite Probleme hat. Was läge also näher als ihn wieder auf seine Lieblingsposition zu schieben?

Das und mehr in der aktuellen Ausgabe!

Viel Spaß mit der 7. Folge der 1. Staffel des Podcasts „Die WM-Kabine“ mit den SPORT1-Reportern Manfred Sedlbauer und Stefan Kumberger.

🎙 Ihr wollt mit Stefan und Manni in Kontakt treten? Meldet euch mit Feedback, Fragen und Anregungen!

Die Folge im Überblick:
• Männer in Schlafanzügen
• Pavlovic, Neuer und der Bruch im Spiel
• Im Mittelfeld aufgefressen: Der Kimmich-Reflex
• Die Rolle von Manuel Neuer
• Musiala mit Licht und Schatten
• Die Enttäuschung sitzt tief

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Wow, war das eine Stimmungsdämpfer für die deutsche Nationalmannschaft. Und damit herzlich willkommen zur WM-Kabine, dem Sport1-Podcast zur Fußball-Weltmeisterschaft. Mein Name ist Manni Sedelbauer. Mir gegenüber sitzt wie immer in den letzten Wochen Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Stefan, erstmal Servus am späten Abend, Ortszeit in New York, New Jersey.

Ja, Manhattan. Hallo Manni. Bei uns ist es jetzt gerade 23 Uhr, in Deutschland ist es 5 Uhr. So ist es. Alle schlafen, alle haben sich in den Schlaf geweint vermutlich. Ja, wahrscheinlich. Weil zu Freudentränen hat die Leistung der deutschen Mannschaft gegen Ecuador keinen Anlass gegeben. So ist es. Bevor wir aber über die Baustellen reden, die Bundesländer Julian Nagelsmann, die die komplette Fußball-Nationalmannschaft jetzt haben, sprechen, bist du uns aber noch was schuldig. Eine kleine Gesangseinlage.

Ja, ich werde am Ende dieser Sendung vielleicht etwas singen. Müssen wir dich davor erst ein bisschen aufheitern jetzt, oder was? Ja, es würde mich schon aufheitern, wenn wir jetzt anständig die ganze Sache da heute besprechen. Ich werde auch versuchen, nicht ganz so polemisch und aggressiv vorzugehen wie in der vergangenen Folge. Da war ich ja richtig on fire.

Heute wird das alles ein bisschen gediegener und sachlich, obwohl man bei der Leistung teilweise auch unsachlich werden kann. Das auf jeden Fall. Erstmal noch ein ganz kleines Kompliment, ein schönes Hotelzimmer hast du auf jeden Fall. Wir hatten nämlich gerade ein bisschen Probleme, unser Studio hier einseuchten, weil man davon sprechen kann.

Und da wir uns im Hotel, in dem wir gelandet sind in New York, auf öffentlichem Grund bewegen, haben die gesagt, naja, könnt ihr nicht aufnehmen, wir müssen schön auf unser Zimmer. Und jeder, der mal in New York war und diese Zimmerpreise kennt, weiß, es hat nicht für eine Suite für uns gereicht. Und deshalb sitzen wir in so einem kleinen Kämmerchen hier.

Aber es ist gemütlich. Ja, du hast mir schon verraten, dass deins größer ist. Minimal. Ich glaube, die Aufteilung ist nur besser. Von einer Quadratmeteranzahl, glaube ich, ist es relativ ähnlich. Gut, wir sind ja auch nur kurz zum Schlafen hier und jetzt offenkundig auch zum Arbeiten. Also verzeiht es uns bitte, wenn vielleicht der Sound nicht ganz so gut ist, aber da haben wir ja unsere Zauberer an den Turntables, die den Ton, da optimieren und auch die Highlight-Clips, die ihr dann bei Social Media und auf sport1.de findet, die werden ein bisschen ungewöhnliches Setting haben.

Also bei Manni im Hintergrund dürfte man eine Lampe vom Bett finden und vielleicht den Anschnitt von zwei Kissen. Ja und bei Stefan im Hintergrund ist unser Taktik-Bildschirm, auf dem wir davor alles genauestens unter die Lupe genommen haben. Aber nein, ich würde sagen, verplempern wir gar nicht viel Zeit, auch mit Blick auf die Uhr. Lass uns mal direkt rein starten, emotional.

Das war schon ein harter Rückschlag, oder? Der so ja eigentlich nicht zu erwarten war. Ja. Es war einfach eine von vorne bis hinten nicht gute Leistung. Mit Leuten, die sich gerade noch wacker gehalten haben, wie zum Beispiel Leroy Sané. An dem habe ich heute nichts herum zu kritisieren, außer dass er, glaube ich, in der 76. Minute ein Tor hätte machen müssen.

Aber der war fleißig, hat auch getroffen nach sehr kurzer Zeit, nach, keine Ahnung, wie viele Sekunden, zweite Minute war es. Und also der war so auf normalem Niveau, aber alle anderen. Und ich weiß nicht, ob du jetzt schon ein Beispiel von mir hören willst, aber zum Beispiel Alexander Pavlovich. Der hat mir riesengroße Sorgen gemacht und dementsprechend war es richtig und wichtig, dass der Bundestrainer ihn in der Halbzeit rausgenommen hat.

Ich glaube, es wird schwer. Wir versuchen es trotzdem auf viele Baustellen einzugehen, die der Bundestrainer jetzt hat. Trotzdem vielleicht die Frage vorweg, ohne dass wir jetzt auf einzelne Spieler eingehen, die Art und Weise, wie die deutsche Mannschaft hier in New Jersey aufgetreten ist gegen sehr bissige Ecuadorianer.

Haben schon Grund zur Sorge bereitet, oder? Ja, also mir hat ein äquatorianischer Kollege gestern gesagt, dass die ganze Nation euphorisiert ist und zwar aus einer Wut heraus, weil die haben ja zwei Spiele, quasi in den Sand gesetzt, gegen die Elfenbeinküste verloren, gegen Curaçao unentschieden. Also bei denen ging es um alles und man hat auch gemerkt, im Stadion bei den Leuten ging es um alles und diese euphorisierte gelbe Welle in East Rutherford traf halt auf.

Auf elf Männern in blauen Schlafanzügen. Weiße Schlafanzüge. Ja, Auswärts Trikot hatten sie. Ach so, ja, ja, klar. Ich dachte auf der Tribüne. Nee, nee, also es war einfach ein Unterschied im Wachheitsgrad, habe ich den Eindruck. Und was aber auch schon nie gegen die Elfenbeinküste war, wenn es körperlich robuster wurde, wenn da.

Das ist immer ein böses Wort, aber die Fußballer sprechen selbst davon, Wenn Männerfußball gespielt wurde, dann war plötzlich, ja, dann war nicht viel zu sehen von der deutschen Mannschaft. Ja, gegen die Elfenbeinküste konnte man ja schon so eine kleine Vorahnung bekommen, wie es für die deutsche Mannschaft ist, gegen genau solche Gegner eben, die körperlich dagegenhalten, die giftig agieren.

Aber die deutsche Nationalmannschaft war ja eigentlich gewarnt, war eigentlich darauf eingestellt. Und trotzdem, und das ist ja eigentlich das Bedenkliche, sagen sowohl, ein Dennis Unnav, sagen sowohl der Kapitän der Nationalmannschaft danach, die anderen wollten den Sieg mehr. Und jetzt mal hin oder her, dass du Gruppenerster bist, dass du schon vorzeitig qualifiziert warst fürs 16.

Finale, wolltest du ja schon unbedingt diesen Rückenwind mitnehmen in diese K.O.-Phase. Und jetzt hast du einen ziemlichen Stimmungsdämpfer erhalten und das hat man auch. Ich war noch bei der Busabfahrt sozusagen vor Ort und habe gesehen, wie die alle mit gesenkten Köpfen da in den Bus gestiegen sind, weil sie, glaube ich, schon auch wissen, naja, hier sind wir ganz schön an unsere Grenzen gekommen heute Abend.

Ja, die Maßgabe war ja, dadurch, dass der Bundestrainer nur die Wechsel vorgenommen hat, die notwendig waren, war die Vorgabe ja eindeutig, hallo, wir spielen hier heute ganz normalen Fußball, wir wollen im Flow bleiben und im Flow sind sie nicht geblieben, sondern jetzt haben sie richtig den Stecker gezogen bekommen.

Ich gehe auch davon aus, dass in Deutschland jetzt gerade nicht beste Stimmung ist und sowas... Also es gab natürlich immer bei Turnieren, auch wenn Deutschland später Weltmeister geworden ist, gab es immer mal schlechtere Spiele. Aber das war irgendwie so, für mich der falsche Zeitpunkt. Wobei man diskutieren muss, gibt es für Niederlagen überhaupt einen guten Zeitpunkt.

Aber diesmal war es schon besonders schlecht. Und die Analyse von Dennis Unter, von Joshua Kimmich, du hast die angesprochen, hat der Bundestrainer ja als Quatsch bezeichnet, als er vom Kollegen Kerner bei Magenta TV in die Richtung angesprochen wurde. Was stimmt denn jetzt? Sagst du mir? Also ich finde, Ecuador war deutlich griffiger. Gerade im Mittelfeld haben wir das gemerkt.

Haben sich da wirklich in jeden Zweikampf reingeworfen, waren oft Sieger bei den zweiten Bällen. Und ich finde schon auch ein Stück weit, dass das dann auch mit der Mentalität zusammenhängt, dass du dann eben nicht in jedem Duell vielleicht bei 100 Prozent warst. Ich glaube, das kannst du durch diese Ausgangssituation auch nachvollziehen.

Ein Stück weit, aber genau das wollte man ja vermeiden, weil sich die Mannschaft weiterhin noch finden muss, einspielen will, Rhythmus gewinnen will und das ist halt heute einfach dermaßen in die Hose gegangen. Ja, die Unterschiedlichkeit der Bewertung fiel mir auf, fällt uns allen auf. Also der Kapitän und der Topscorer sagen, die anderen wollten den Sieg mehr und der Bundestrainer sagt, das ist Quatsch.

Also da müssen sich alle Beteiligten jetzt in Winston-Salem dann auch nochmal einig werden. Aber wie läuft das denn normalerweise. Also die kommen ja jetzt nicht. Wenn sie bei uns in der Mixed Zone ist, sind komplett emotionalisiert vom Spielfeld, sondern man trifft sich ja normalerweise in der Kabine, dann werden gewisse Sachen angesprochen und dann muss das doch auch Thema sein.

Und dann ist es doch umso verwunderlicher, dass sie zu zwei komplett verschiedenen Analysen kommen. Ja, manches findet ja direkt nach den Spielen statt. Dennis Underf war, glaube ich, direkt danach. Genau, in der Superflash und in der Flash Zone und bei uns dann in der Mixed Zone. Also es gibt ja diese verschiedenen Abstufungen und so viel Austausch ist da oftmals gar nicht. Also die Trainer sehen dann spätestens im Bus dann teilweise ihre Spieler wieder, weil die Trainer natürlich die größte Tour vor sich haben.

Beim Thema Willen, Siegeswillen, Mentalität, da muss ich immer dran denken. Es gab im Privatfernsehen früher immer so einen Werbespruch. Wer will es mehr? Das ist dein Lieblingsspruch. Einer meiner Lieblingssprüche. Es gibt ja immer diese knackigen Sprüche. Jetzt entscheidet es sich zwischen den Ohren. Jetzt entscheidet es sich zwischen den Ohren.

Wer will es mehr? Jetzt brauchen wir Männer aus Schrot und Korn. Und auf diesem Niveau entscheiden die Details. Wir haben die verstanden, ja. Jetzt entscheiden Millimeter über Sieg und Niederlage. Herzlich. Also dieser Satz, wer will es mehr, der kommt meistens so im Abstiegskampf vor. Und da weiß ich, dass viele Leute aus dem Business sagen, meine Güte, so ein Schmarrn, jeder will doch gewinnen. Jeder will doch gewinnen.

Ja, aber offenkundig haben heute zwei Führungsspieler in meinen Augen, auch wenn Dennis Unaff kein Startelfspieler ist. Die Diagnose gestellt, okay, wir wollten es eben nicht so sehr. Und da kann man jetzt heute nachsichtig sein, weil es eben schon. Der Gruppensieg stand eben schon fest. Aber sowas darf sich halt nicht manifestieren.

Und wenn man keine Lust hat auf Weltmeisterschaft, dann... Braucht man gar nicht hierher kommen. Ich bin ja so ein bisschen ein gebannt marktes Kind und ich glaube, ich würde mal sagen, so die Hälfte unserer Hörerschaft wahrscheinlich auch, weil dieses Thema mit der andere will es ein bisschen mehr, der ist ein bisschen galliger, der ist ein bisschen bissiger, Mentalitätsdebatte, da zucken, glaube ich, gerade so die schwarz-gelbe Hälfte auf jeden Fall zusammen und das hat mich tatsächlich auch ein bisschen heute daran erinnert, auch so, in der Analyse nach dem Spiel und so und das ist ein Thema, was Borussia Dortmund die letzten Jahre immer begleitet hat und ich habe da tatsächlich heute schon

so ein paar Parallelen gesehen, ohne dass ich jetzt da den Teufel an die Wand malen will und ich glaube, wir müssen, das, glaube ich, so in der Gesamtheit vielleicht auch an der Stelle gar nicht weiter tun, weil du, wie du schon gesagt hast... Die Nationalmannschaft, die war vorzeitig als Gruppenerster qualifiziert.

Das muss man ihnen vielleicht nachsehen. Jetzt zeigt es sich aber dann vor allem dann auch im nächsten Spiel, im 16. Finale am Montag. Jetzt bleiben wir noch bei den Sprichwörtern, aus welchem Holz diese Mannschaft dann tatsächlich geschnitzt ist. Nein, aber ernsthaft. Also ich glaube... Ja, aber weil du gerade sagst Mentalität, also dieses Mentalitätsproblem sollten ja die Bayern-Spieler eigentlich nicht haben.

Die sind ja seit Jahrzehnten drauf stolz. Deshalb kann es vielleicht Joshua Kimmich auch gut beurteilen. Wenn das einmal abgeht. Maxi Bayer hat mir zum Beispiel heute sehr gefallen. Der hatte nämlich spürbar Lust auf Fußball. Der ist reingekommen und glaube ich, hat es schon als Chance gesehen zu zeigen, wenn ich hier drin bin, dann gibt es Rambazamba und so stelle ich mir das vor.

Und andere sind da eben nicht so gewesen. Lass uns mal ein bisschen ins Spiel gehen. Wir schieben jetzt mal, wenn man es gut meinen will, mit der deutschen Nationalmannschaft diese Mentalität oder vielleicht die. Galligkeit, die gefehlt hat, auf die Ausgangssituation. Und bemängeln aber es trotzdem, was heute die Mannschaft auf dem Platz abgeliefert hat.

Gehen wir mal rein ins Spiel. Zweite Spielminute. Du hast es schon ein bisschen angesprochen. Es gab einen Einwurf. Dann kam der Ball von David Raum, müsste es gewesen sein. Ja doch, der den Ball eingeworfen hat auf Alex Pavlovich. Der hat dann den Ball eigentlich gut behauptet. Zumindest mit der Brust. Erster Kontakt gut angenommen.

Dann war das Bein schon sehr, sehr hoch, dann gab es die Ablage auf Florian Wirz und dann schiebt den Leroy Sané sehr, sehr gut, sehr überlegt mit dem linken Fuß ein. Müssen wir überhaupt darüber sprechen, dass es ein Foulspiel war? Ja, also auf der Pressetribüne, in dieser Pressbox, die es da gibt in East Rutherford, da war uns allen klar, okay, das muss die Schiedsrichterin eigentlich abpfeifen.

Ich habe mir das dann angeschaut und dachte, ja, okay, das Bein ist schon sehr hoch, aber er ist ja zuerst da und der andere rennt da so ein bisschen in das Bein rein. Aber da oben hat das Bein natürlich nichts zu suchen. Respekt vor Alex Pavlovich, dass er so hochkommt. Ohne Adduktorenprobleme. Aber da hätten sich andere Leute außer Harry Kane vielleicht sehr, sehr wehgetan.

Aber das musst du pfeifen eigentlich. Und du hast ja auch noch den Videoassistenten. Das wundert mich halt. Das wurde ja gecheckt. Ja, und da gab es ja diese Diskussion, mit dem verletzten Spieler von Ecuador, mit neun Ecuadorianern außenrum, Joshua Kimmich als Kapitän dazwischen, die Schiedsrichterin und plötzlich rennt Joshua Kimmich aus dieser Traube weg und ballt die Faust und rennt zu den deutschen Spielern, Weil er da offenbar dann mitbekommen hat oder gesagt bekommen hat, dass das Tor zählt.

Aber auch alle Schiedsrichterexperten, die haben davon gesprochen, nee, also das geht nicht. Aber Glück gehabt, aber das war halt dann schon so die letzte gute Aktion von Alex Pavlovich. Ja, eine gab es tatsächlich noch. Ich glaube, so nach einer knappen halben Stunde, da hat er... Ich dachte, in der Halbzeitpause, als er in der Kabine geblieben ist.

Das ist gemein. Hat er einmal Jamal Musiala noch ganz gut im Umschaltspiel eingesetzt. Bevor wir über Alex Pavlovich sprechen, lass uns mal auf den Ausgleich gucken, der Äquatorianer. Ungewohnter Fehler von Felix Metscher. Dann geht es schnell, dann kommt der Abschluss. Gut getroffener Ball. Müssen wir über Manuel Neuer sprechen. im ersten Moment dachte ich, ja, je öfter ich sehe, desto weniger glaube ich, dass er den halten muss zumindest. Wie siehst du es?

Halten müssen nicht, aber ich habe schon Spiele gesehen, da hat Manuel Neuer solche Bälle gehalten. Ich antworte jetzt mal salomonisch. Also es ist kein Torwartfehler. Da schlägt jetzt morgen keiner die Zeitung auf und sagt, dass es ein Torwartfehler war, aber, Man ist halt von ihm auch andere Dinge gewohnt. Und eigentlich war es ja komisch, weil ich meine, besser kannst du in den Spielen nicht starten, auch wenn es vielleicht nicht hätte zählen dürfen, dieser Führungstreffer.

Und dann hattest du aber, finde ich, je länger das Spiel gedauert hat, desto verdienter war dann der Ausgleich und dann sogar auch die Führung für Ecuador. Ja, ich fand in der ersten Halbzeit war es auf Augenhöhe. Ich habe mir dann auch mal den Wert angeschaut, den hat mich eigentlich relativ selten interessiert. Tore?

Der XG-Wert, der Lieblingswert von Thomas Tuchel. Das hast du mir doch auf dem Bildschirm noch gezeigt. Also XG-Wert war 0,04 von Ecuador zur Halbzeitpause. Das heißt, Manuel Neuer hatte nicht ganz so viel zu tun, beziehungsweise alles, was da auf seinen Torkampf war, war relativ ungefährlich. Und da gehe ich mit der Analyse von Joshua Kimmich mit. Bis zur Halbzeitpause war es okay.

Die Ecuadorianer haben gut dagegen gehalten, Aber es war jetzt nicht so, dass es da lichterloh gebrannt hat. Allerdings es gab ein paar Fehlpässe von Antony Rüdiger, der sich am Anfang überhaupt nicht gut verstanden hat, mit David Raum, Felix Metzger, Alex Pavlovich. Also das waren keine Passmaschinen diesmal.

Und als dann die Führung fiel für die Äquatorianer, war das zu dem Zeitpunkt dann absolut verdient. Und dann hast du schon über einen Moment gesprochen, über die Halbzeitpause, in der dann Alex Pavlovich verdientermaßen draußen geblieben ist. Vielleicht mal die ganz plumpe Frage, was war denn da los in der ersten Halbzeit?

Also er hat ja schon schwer ins Turnier gefunden. Das haben wir in den ersten zwei Spielen schon bemerkt. Ich glaube, du hattest in der Woche auch einen Text geschrieben, so nach dem Motto, ich weiß nicht, ob Sorgenkind das richtige Wort war, aber so ein bisschen Problemstelle im deutschen Team. Wir haben nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste darüber gesprochen im Portekost, dass er erstaunlicherweise Probleme hatte, wenn es physisch, Intensiver wird. Und das hat sich fortgesetzt. Und da hatte er halt, du hast es heute ganz richtig gesagt, die sind im Mittelfeld aufgefressen worden von den Ecuadorianern.

Und da muss man leider, Alexander Popovic, so weit oder so sehr ich ihn auch schätze, es war heute gar nichts. War heute gar nichts und dass ihn Julian Nagelsmann da ausgewechselt hat, war vollkommen gerechtfertigt und war ein deutliches Zeichen, aber später auf der Pressekonferenz hat ja Julian Nagelsmann nochmal drüber gesprochen.

Weil ja jetzt nicht nur bei uns Medien, sondern auch bei vielen Fans die Idee aufkommt, man könnte ja jemand anders auf die Sex stellen. Ja, ich glaube der Moment oder die Reaktion, die haben wir aus den letzten Monaten und Jahren tragen wir jetzt einfach schon reflexartig in uns, dass wenn es nicht läuft im defensiven Mittelfeld, dass wir dann sofort nach Joshua Kimmich verlangen und ich glaube viele da draußen von euch vielleicht sogar auch.

Wir halten nochmal fest, also Alex Pavlovich, schwaches Spiel gemacht, er hat viele Zweikämpfe verloren, unfassbar viele Fehlpässe auch gespielt, also das war wirklich zum Haare raufen. Es war in absoluten Zahlen, waren es gar nicht so viele Fehlpässe, als ich nachgeschaut habe. Aber total harrakiri. Aber die Fehlpässe, die er gespielt hat, die waren halt so harnbrüchen, dass die in die Bücher dieses Spiels eingehen und die halt dann wirklich hängenbleiben und so hat es der Bundestrainer auch gesehen.

Würdest du denn Joshua Kimmich jetzt auf die 6 stellen? Also, jetzt heute, nach diesem Spiel, heute Abend, wo wir hier sitzen, würde ich sagen, ja, weil du damit auch zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen kannst. Du sorgst, glaube ich, schon mit einem Joshua Kimmich auf der Sechs, die ja auch in München herausragend gespielt hat, in dieser Saison für deutlich mehr Stabilität.

Ich glaube auch, dass mit Felix Metzscher sehr, sehr gut passen würde. Einfach der, der ein bisschen offensiver ist, der so eine gewisse Dynamik hat, auch heute nicht seinen besten Tag tatsächlich erwischt. Obwohl er ja überragend war in den ersten beiden Spielen. Das würde, glaube ich, sehr, sehr gut passen und könnte für Stabilität, die die deutsche Mannschaft gerade im Zentrum bei dieser Weltmeisterschaft ja noch überhaupt nicht gefunden hat, schon deutlich helfe.

Und auf der anderen Seite würde man, glaube ich, auch Joshua Kimmich einen Gefallen tun, wenn er im Zentrum waren darf. Du meinst das Tempodefizit, das Joshua Kimmich ja eindeutig hat. Das ist Wahnsinn. Ja, was heißt Wahnsinn? Es ist halt vorhersehbar gewesen, dass Joshua Kimmich kein Sprinter ist. Wir haben es gegen die Elfenbeinküste, gegen Diomandé gesehen.

Aber du hast vollkommen recht. Wenn du den Kimmich auf die Sechs stellst, dann hat er da seine meines Erachtens schon immer beste Position inne, kann dafür Stabilität sorgen. Und gleichzeitig kann man dann rechts hinten einen schnellen Mann hinstellen. Die Tatsache... Rändern. Naja, das sah heute schon so ein bisschen nach Experiment aus, als Joshua Kimmich dann ausgewechselt wurde für Malek Chau.

Vielleicht kann der da rechts spielen. Vielleicht wird auch Nene Brown fit und sagt, ich mache euch den Rechtsverteidiger. Und David Raum dann auf links? Ja, aber David Raum war ja heute auch nicht so, der saß ja teilweise im Karussell. Ja, schöne Bezeichnung. Aber so war es auch, hat sich das ein oder andere Mal ein bisschen schwindelig spielen lassen. Bei Joshua Kimmich ist es heute gar nicht so krass aufgefallen, diese Tempo-Defizite, weil gefühlt Leroy Sané in der Fünferkette den rechten Verteidiger gespielt hat.

Ja, das ist doch dieser Fleiß, den der Bundestrainer immer wieder angesprochen hat. Ja, der war so oft auf Höhe mit David Raum. Der war ab und an auch mal als letzter Mann. Ich glaube, das ist so eine Position, die ihm gar nicht so viel Spaß macht. Aber es war offenbar die klare Ansage des Bundestrainer, damit man eben genauso Situationen wie gegen die Elfenbeinküste vermeidet.

Ja, also ich habe heute nichts zu kritisieren an Leroy Sané, außer eben diese Großchance, die er da vergeben hat, wo er von Dennis Undorf, in gute Positionen gebracht wurde. Darum müssen wir drüber reden. Aber der Mann hat getroffen, war fleißig. Also da, Leroy Sané ist heute bei mir außerhalb jeder Kritik.

Aber was hältst du denn jetzt von Alex Pavlovich? Der Bundesseite hat gesagt, auf die Frage nach der Umstellung mit Joshua Kimmich. Joshua Kimmich hat ja selbst gesagt, naja, ich spiele da, wo mich der Bundesseite aufstellt. Ganz diplomatisch hat er übrigens aber auch mal anders formuliert. Er hat das auch mal ganz klar ausgeschlossen, dass er wieder auf die Sechstall kehrt.

Also ich will da jetzt gar nicht so viel draus machen, aber wie gesagt, es klang schon mal anders. Ich glaube, Joshua Kimmich hat auch gemerkt, dass da ein bisschen was fehlt im Zentrum und der Bundestrainer hat dann auf die Frage oder auf die Nachfrage nach Kimmichs Positionsveränderung gesagt, naja, was mache ich denn dann mit dem Pavlo?

Also er hält schon große Stücke auf ihn und sieht ihn tatsächlich auch und das fand ich ein bisschen überraschend. Er hat gesagt, ähm... Pavlo und Felix passen sehr gut und das gefällt ihm auch sehr gut, was sie spielen. Er will auf keinen von beiden verzichten, hat er auch gesagt. Also die Sache mit Joshua Kimmich auf der Sechs- oder auf der Rechtsverteidigerposition ist ja eine unendliche Geschichte.

Also wir haben ihn rechts erlebt, wir haben ihn in der Mitte erlebt. Ich kann mich erinnern, bei der Nations League in Mailand sage ich zu Nagelsmann. Bleibt Joshua Kimmich jetzt auf rechts? Oder gibt es da eine Option, dass er in die Mitte wieder geht? Dann war der Bundestrainer ein bisschen missmutig und hat dann gesagt, haben Sie mein Interview nicht gelesen, der bleibt auf rechts.

Ein paar Wochen später war dann Joshua Kimmich wieder in der Mitte. Jetzt ist er wieder auf rechts, weil eben die Alternativen auf der Rechtsverteidigerposition fehlen. Ich glaube nicht, dass der Bundestrainer sich das Thema nochmal während der Weltmeisterschaft jetzt aufmacht und seine Aussagen gehen ja in die Richtung.

Aber das Argument, das du gebracht hast mit dieser doppelten Problemlösung, das kommt bei mir durchaus an. Ja, aber musst du nicht jetzt umstellen, wenn es in die K.O.-Spiele ein bisschen geht. Also ich meine, jetzt darfst du dir so ein Spiel nicht mehr erlauben. Ja klar, K.O.-Phase, da kannst du das Spiel nicht mehr erlauben. Ich glaube aber.

Nagelsmann wird da jetzt nicht rumbasteln. Glaube ich nicht. Also der wird jetzt versuchen, die Mannschaft wieder auf die Stärken zu bringen, die er jetzt erarbeitet hat. Ich glaube auch nicht, dass da große Pläne B entstanden sind. Die Auswechslung heute von Joshua Kimmich, die war ja eingeplant, hat er ja gesagt, weil es darum geht, anderen Leuten auch mal Zeit zu geben, Spielzeit, Einsatzzeit zu geben.

Heißt für mich im Umkehrschluss, okay, da ging es jetzt wirklich nur um ein kleines Geschenk an Malik Chao und nicht um irgendwie etwas auszuprobieren, was vielleicht in Zukunft funktionieren könnte. Darf ich dich was fragen? Also ich mache es sowieso. Darfst mich über alles fragen. Und dafür sind wir auch da.

Ich habe heute mit einem Bayern-Kollegen von dir auch über Alex Pavlovich gesprochen. Ich nenne jetzt nicht den Namen, sonst kommen wir noch in Schwierigkeiten. Und er meinte sowas wie Alex Pavlovich, weil ich gesagt habe, der ist doch in München gut. Der spielt doch da regelmäßig, hat auch eine ordentliche Saison gespielt, hat eine tolle Entwicklung genommen mit 22 Jahren. Also das ist ja nicht selbstverständlich, dass du aus der Jugend der Bayern dann auch in die A-Mannschaft kommst und so weiter.

Und er hat gesagt, naja, in München ist es natürlich schon leicht mit Spielern wie Joshua Kimmich neben dir, mit Nemo Lisee, mit Luis Diaz, dass du da glänzen kannst, ist deutlich leichter als in so Spielen wie in der Nationalmannschaft. Würdest du da mitgehen oder sagst du... Das ist schon ein sehr, sehr guter, auch für die großen Kaliber.

Also Alex Pavlovic ist ein guter und ein richtiger Mann für die großen Spiele. Also das hat man in München auch gesehen, wenn es gegen Real Madrid ging, gerade am Anfang der Saison hat man das ablesen können. Joshua Kimmich war immer gesetzt und Leon Goretzka und Pavlovic haben sich immer abgewechselt.

Aber bei der Abwechslung war es dann immer so, die großen Spiele gegen Chelsea, gegen Paris in der Gruppenphase in Dortmund. Da hat dann immer Alex Pavlovich gespielt. Und das zeigt natürlich, dass Vincent Kompany großes Vertrauen in ihn hat. Und da würde ich schon sagen, dass Alex Pavlovich auch für die große Nationalmannschaftsbühne, befähigt ist. Aber natürlich ist bei der Nationalmannschaft der Rucksack, den er mittragen muss, die Verantwortung, die er tragen muss, schon ein bisschen größer als bei den Bayern.

Weil die Qualität in der Nationalmannschaft nicht so gleich verteilt ist wie bei den Bayern. Deswegen muss er in der DFB-Elf ein bisschen mehr rudern. Dann halten wir fest, Alex Pavlovich waren bislang nur die Gegner ein bisschen zu klein. Aber sollten die Gegner besser werden, dann wird er auch eine Schippe drauflegen können. Genau, im Finale wird er uns alle Lügen strafen und schießt dann zwei Tore. Er darf ja dann noch mal ins Madlife Stadium.

Eben, es war nicht sein letzter Auftritt im Madlife Stadium. Das ja aktuell New York, New Jersey Stadium heißt. So ist es. Keine Sponsorennamen. Wenn wir schon mal im Stadion sind, vielleicht kurzer Exkurs, 280.500 Leute passen da rein, 55.000 Ecuadorianer, wie hast du selbst in der Passebox die Stimmung wahrgenommen, vielleicht auch vor dem Spiel, nach dem Spiel?

Wie lang warst du eigentlich draußen auf der Tribüne? Eine Halbzeit lang. Eine Halbzeit lang. Leider nur die erste Halbzeit. Und da war es unfassbar. Also die haben das Tor gemacht, da haben Kinder, Mütter, Väter, die haben geweint, als dieser Ausgleich gefallen ist. Also das war wirklich pure Freude und ich hatte da wirklich Gänsehaut. Also ohne Scheiß.

Das war ein richtig geiles Erlebnis, wenn du in diese Gesichter geguckt hast. Und jetzt ist ja Ecuador jetzt auch, keine Ahnung, nicht Haiti oder Cap Verde, die da jedes Tor bejubeln, sondern die können ja auch was mit den Einzelkönnern, die sie da haben. Die haben ja auch zwei Jahre lang nichts verloren gehabt. Ja, eben.

Und trotzdem haben die sich so unfassbar gefreut, haben miteinander gesungen und das sind dann schon die Momente, für die es sich auch lohnt, so eine WM zu spielen und da dabei zu sein. Ja, also das muss ich auch sagen. Ich war ja vor dem Spiel mal kurz auf der Tribüne, bevor ich dann in die geschlossene Pressebox musste, in die klimatisierte mit der großen Fensterscheibe.

Also im Stadion tolle Atmosphäre, auch diese Schüssel, die macht schon was her. Aber ich habe es dir ja gesagt, rund ums Stadion sind mir ein paar romantische Zähne gezogen worden durch den modernen Fußball. Also diese Betonlandschaft, diese riesengroßen Parkplätze, dieser seltsam organisierte Einlass, die Bierpreise von 16, 17 Dollar und so weiter.

Ja gut, das ist halt bei dieser Weltmeisterschaft allgemein so. Aber ich glaube, viele da draußen würden mir recht geben, wenn sie sagen... Westfalenstadion, Signal Iduna Park, das ist halt Fußball. Wo die Leute dann mit dem öffentlichen Nahverkehr kommen und sich auch ihres Lebens freuen und sich das Bier noch einigermaßen leisten können.

Aber heute diese Betonwüste, ich habe noch nie so viel Beton. Doch einmal habe ich so viel Beton gesehen auf einem Haufen. Gestern bei der Pressekonferenz, als ich schon mal draußen am Stadion war. Achso, ich dachte, du sprichst gleich von Földmanning. Da ist auch viel Beton, das stimmt schon. Aber das ist Mond, Mond, Mond, Mond.

Es war sehr lustig. Wir sind heute nämlich sehr früh schon ans Stadion gefahren. Und mein Plan war eigentlich, wir fahren da jetzt hin, schalten von dort um 12 Uhr und dann haben wir vier Stunden Zeit noch bis zum Anpfiff und dann gehen wir da irgendwo schön was essen, weil ich hatte natürlich auch Hunger.

Eine Bratwurst. Genau, irgendwas, völlig egal, gehen noch in irgendeinen Café. Was habe ich dir gesagt? Und Stefan hat dann nur gelacht, als ich ihm das erzählt habe. Da saßen wir aber schon im Medienshuttle zum Stadion und dann sind wir dort angekommen und ich habe nur diese weiten Betonflächen gesehen und wusste da schon, ja, da wird es irgendwas im Stadion herhalten müssen.

Die nächste Currywurst war weit weg. Aber wir hätten in die Skihalle gehen können, die da aufgebaut wurde. Da war heute, glaube ich, nichts los. Aber das ist ganz normal Skibezieht dann, oder? Ja, dieses rote Ding mit der Bierwerbung auf der Seite. Das ist eine Skihalle, ja. Das ist Wahnsinn. Du kannst ganzjährig Skifahren. Eine Abfahrt.

Ja, ich denke mir bei solchen Umweltsünden dann immer, also ich lege zu Hause meine Joghurtbecher, die Deckel ab und trenne den Müll und hier werden Skihallen gebaut. Vielleicht ist Bastian Schweinsteiger danach noch rüber. Er ist ja passionierter Skifahrer, hat sich da mit Felix Neuretter getroffen.

Das ist ja eher so ein kleines Hügelchen, da werden die beiden keinen Spaß haben. Machen wir weiter, gehen wir in die zweite Halbzeit und du hast gesagt, er wird keine Änderung vornehmen, der Bundestrainer auf der sechster Position. Es gab jetzt nach dem Spiel auch so ein paar Diskussionen. Eine Sache noch, dieses Zitat, als Julian Nagelsmann darauf angesprochen worden ist mit Kimmich auf die Sechs, da hat er ja dann auch gesagt, und Pablo soll dann auf die Bank oder was?

Oder auch das Interview da bei Kerner, wo es um die Frage eben ging, zu wenig Wille. Hört doch jetzt mal auf mit eurem Quatsch. Also der Bundestrainer war heute schon wieder ein bisschen pieksig. Dünnhäutig. Ja, gut, wenn man verliert, ist natürlich immer so, aber war schon wieder auffällig. Ich hatte dich unterbrochen, aber das ist mir jetzt gerade eingefallen.

Ja, aber das ist gut, dass du es gesagt hast. Ein pieksiger Bundestrainer, der einfach im nächsten Spiel wieder unbedingt gewinnen will. Ist ja auch nicht verkehrt und gehört sich auch so. Und dass er so ein bisschen Feuerhund am Hinter hat und das gerne dann auch mal verbal zeigt, ist ja auch vollkommen okay.

So, ich war stehen geblieben bei Veränderungen, die der Bundesveränder nicht vornehmen wird. Da waren wir auf der sechster Position, da gebe ich dir vollkommen recht und im, Kollegenkreis war dann nach dem Spiel auch noch ein Spieler, kein Feldspieler, großes Thema, nämlich Manuel Neuer und da gab es dann auch schon wieder so ein paar, die gesagt haben oder auch unter den Fans gesagt haben, ja, wieso stellst du da jetzt nicht den Olli Baumann bei so einem Spiel rein und vielleicht hätte der den zweiten Ball gehalten.

Wir sind uns sicher, es wird keine Veränderung im deutschen Tor geben. Trotzdem müssen wir über Manuel Neu sprechen und da fangen wir an mit dem zweiten Gegentor. Torwartfehler, ja oder nein? Deine Meinung erst. Ja, also das ist auch kein reiner Torwartfehler, aber er hat natürlich so ein bisschen gewartet, dass der Ball so in seine Hände fliegt und der flog halt nicht in seine Hände und Jonathan Tarser sah da nicht gut aus und David Raum in der Aktion davor, also da kamen viele Dinge zusammen.

Ich würde jetzt mal sagen, unschuldig war Manuel Neuer nicht an der Sache, er war da schon beteiligt und er war ein Faktor von vielen. Muss er da nicht ein bisschen entschlossener rausgehen? Ich meine, der steht auf zwei Metern. Dann ist doch so ein Manuel Neuer, ich will jetzt auch nicht wieder den mit dem Manuel Neuer von vor 10, 15, 20 Jahren vergleichen, aber ist der da nicht mal mit der Faust voraus eingesprungen und hat den Ball irgendwie versucht, reflexartig zu klären?

Ja, er hat heute gesagt, Bälle auf Brustwarzenhöhe, da kann er nicht rumpatschen, weil sonst wird es ein Eigentor. Und jetzt stellen wir mal ganz kurz den Verlauf aus der Mixed Zone da. Ich bin jetzt mal der geschätzte Kollege von RTL und du bist Manuel Neuer. Herr Neuer, Sie sind ja ein sehr ehrlicher Mensch. Würden Sie den zweiten Gegentreffer auf Ihre Kappe nehmen? Nee.

Ja, das war auch schon der Gespräch verlaut. Das war es dann schon, aber später hat dann Manuel Neuer sich sehr lang geäußert und gerechtfertigt. Und je länger so eine Gerechtfertigung dauert, desto mehr hat man eigentlich gemerkt, okay, es gibt vielleicht doch irgendwie Ansätze. Aber er hat es sehr wortreich erklärt, warum er nicht schuld ist, warum er das nicht auf seine Kappe nimmt.

Der Kollege vom Kicker war dann so mutig und hat nochmal nachgefragt. Da war dann Manuel Neuer pieksig und hat gesagt, waren Sie da noch nicht da? Soll ich das jetzt nochmal erklären, was ich gerade gesagt habe? Und für alle, die da draußen sind, ihr müsst euch das so vorstellen, es sind natürlich viele Dortmunder Reporter und viele Münchner Reporter bei der Nationalmannschaft dabei, weil die Spieler aus den Vereinen eben die größten Blöcke bilden bei der Nationalmannschaft.

Und wir Münchner Kollegen haben dann schon so ein bisschen gekichert, weil wir dachten, okay, Manuel Neuer fragt man nicht zweimal, ob er schuld ist, weil er wird keinen Fehler zugeben. Das gibt es einfach nicht. Mich hat er letzte Saison in Zypern mal relativ schwach angemacht, als ich nur mal gefragt habe, warum der Ball unhaltbar war.

Es gibt es einfach nicht. Vielleicht ist es auch der Teil seines Erfolgsgeheimnisses, dass man einfach keine Fehler zugibt, dann hat man auch keine gemacht. In der Allianz Arena bin ich da auch mal bei einem Interview nach dem Spiel auch ganz schön entschwimmen gekommen, weil er mir, glaube ich, zwei, drei Antworten in Folge auf meine Fragen hingeliefert hat, die nicht mehr als drei Wörter hatte und wenn du da als Reporter dastehst, versuchst irgendwie ein Gespräch aufrechtzuerhalten, wo du von Anfang weißt oder nach der ersten Frage weißt, dieses Gespräch wird in diesen 90 Sekunden, die wir da haben, einfach nicht stattfinden, dann, werden die 90 Sekunden auf einmal schon ganz schön lange.

Wenn er bei der ersten Frage nicht antwortet, müsstest du eigentlich fragen, Herr Neuer, zweite Frage, sind sie bereit, dass wir hier zumindest ein Gespräch simulieren? Können wir bitte die Simulation eines Gesprächs hier darstellen? Das notiere ich mir. Also ja, der Mann ist 40 Jahre alt, ist seit Jahren auf Topniveau unterwegs und das ist sein Markenkern, dass er einfach keine Fehler zugibt.

Ja, also ich halte fest, der Bundesländer ist pieksig gewesen nach dem Spiel. Manuel Neuer war pieksig und für ihn ist es ja auch schon eine sehr komische Situation. Ich habe mir mal die Statistiken angeguckt. Ich glaube, er hat bei dieser Weltmeisterschaft bislang drei Bälle halten müssen und vier Gegentore hat er kassiert.

Thema Aura, über die so viel gesprochen wurde im Vorfeld. Welche Aura hat er denn aktuell? Ich meine, es war jetzt vielleicht nicht nur das zweite Gegentor, wo er in meinen Augen schon einen Anteil hat, in seinen Augen nicht, aber ist völlig egal. Es gab ja auch so ein, zwei weitere Situationen, wo er nicht den besten Eindruck gemacht hat.

Ja, Fakt ist, dass man mit Aura allein keine Bälle halten kann. Da muss dann schon vorher gut gearbeitet werden, auch in der gesamten Mannschaft. Damit Manuel Neuer eben nicht zu viel aufs Tor bekommt, um dann. Seine beste Leistung zu zeigen. Joshua Kimmich hat gesagt, ich bin ganz froh, wenn er nicht gefordert ist, weil wir hatten ja bei den Bayern auch schon Spiele, da war Manuel Neuer ständig gefordert, seine neuen Paraden in Madrid, da war er natürlich der große Held.

Und das war ja auch so ein Spiel, wo der Bundestrainer dann sehr begeistert war von Manuel Neuer und das dazu geführt hat, dass wir jetzt Manuel Neuer wieder im Tor sehen. Vielleicht braucht er auch das mal, so ein Spiel. Würde er vielleicht dann auch noch kommen im weiteren Turnierverlauf, wo er sich dann einfach mal wieder richtig auszeichnen kann und zeigen kann, wieso ihn der Bundesseite gerade für so eine Weltmeisterschaft unbedingt wieder zurückhaben wollte.

Ja, also ich glaube jetzt nicht, dass er das will. Also da wäre ich mir nicht sicher. Meinst du, er will nicht glänzen? Doch, aber ich glaube nicht, dass das gut geht. Also ich glaube nicht, wenn Manuel Neuer so ein Spiel wie gegen Real Madrid in Madrid, das hast du vielleicht nur alle vier Monate im Tank.

Ja, dann muss es Zeit. Wie lange ist das Spiel in Madrid her? Das sind drei Monate, glaube ich. Also müssen wir noch einen Monat warten, bis wir wieder nehmen. Vielleicht gibt er uns einen kleinen Vorschuss. Nein, Spaß beiseite. Ich glaube. Ja, das zeichnet ihn ja auch immer aus, oder hat ihn ausgezeichnet, dass er lange Zeit nichts zu tun hatte.

Und wenn dann der Ball kam, war er da und hat die Pranke ausgefahren und so weiter. Aber du hast recht, heute waren so ein paar Unsicherheiten dabei, wo er auch mit Jonathan Thal in der ersten Halbzeit mal so eine Szene hatte. Ja, ich würde es jetzt nicht an ihm festmachen. Er hat dieses Thema Aura, Aura, Aura.

Ich habe das festgestellt bei der Pressekonferenz in Winston-Salem, dass manche Reporter und auch die Fans und die Mitarbeiter da an dem Universitätscampus natürlich total begeistert waren von Manuel Neuer. Aber so grundsätzlich springt einen ja dessen Aura nicht an. Also das ist jetzt kein Franz Beckenbauer, der ja jeden Raum sofort erfüllt hat.

Er ist zwar schon eine Erscheinung, aber allein mit Aura kann man eben keine Bälle halten. Also dieser Aura-Effekt, von dem alle gesprochen haben bisher, ist nicht eingetreten. Und wir haben heute darüber gesprochen, wann war das letzte WM-Spiel, bei dem Deutschland kein Tor kassiert hat. Das war das WM-Finale.

2014. So ist es. Ganz schön lange her. Ja, und da spielt natürlich auch Manuel Neuer eine Rolle. Also wenn ein Torwart alleine ein Spiel gewinnen könnte, dann hätte ja mindestens eines dieser Spiele seit 2014 mal zu Null ausgehen können. Wird dir unser Zauber-Duo heute gefallen? Müssen wir uns weiter Sorgen machen?

Welches Zauber-Duo? Vuziala. Kenne ich nicht. Das ist mir gänzlich unbekannt. Das sind diese zwei Offensivspieler, die normalerweise immer so gut harmoniert haben und bislang auch noch nicht so richtig zueinander gefreut haben. Ja, leider auch schon zwei Jahre her, dass die richtig gut harmoniert haben, muss man so sagen.

Bei Jamal Musiala ist es die Verletzung. Da kriegen wir aber schon seit Januar und Februar beim FC Bayern und beim DFB gesagt, jetzt ist er dann da, jetzt ist es soweit. Wir haben ja darüber berichtet, dass Jamal Musiala selbst. Damit fein gewesen wäre, wenn er diesmal eine Pause bekommen hätte. Die hat ihm der Bundestrainer nicht gegönnt.

Ich fand, bei ihm war heute viel Licht und Schatten. Also er war bemüht, aber er war dann auch jemand derjenigen, die Probleme hatten, wenn es dann körperlich robuster wurde. Hat viel auf die Socken bekommen. Da war immer Material dabei, wenn die Äquatorianer auf ihn dazugelaufen sind. Und Florian Wirz, der läuft so ein bisschen neben den Schuhen zur Zeit.

Also eigentlich schon die ganze Weltmeisterschaft kommt der eigentlich in der öffentlichen Bewertung deutlich besser weg, als er vielleicht verdient hätte. Spannend. Also auch bei uns. Also wir haben ja in den letzten beiden Spielen auch Florian Wirz nicht großartig kritisiert, aber das heutige Spiel war eine Fortsetzung dessen, was man vorher gesehen hat. Es war kein Wirz-Zauber dabei. Es war kein Wunderwirz.

Ja, noch bei beiden, glaube ich, aktuell noch sehr, sehr viel Arbeit. Immerhin, das tun sie. Ich glaube, das kann man ihnen tatsächlich nicht vorwerfen. Sie sind schon unfleißig, machen viele Wege, aber die genialen Momente, die man ja eigentlich von ihnen erwartet, die fehlen noch. Eine positive Sache war auf jeden Fall bei dem Spiel, dass einige Spieler ihre ersten WM-Minuten sammeln durften.

Vor dem Spiel waren es ja ganze acht Spieler, die noch nicht zum Einsatz kamen bei diesem Turnier. Es sind ein paar weniger geworden, die Torhüter logischerweise hinter Manuel Neuer, die werden sich auch noch weiterhin gedulden müssen. Dann hast du den Nachrücker Asan Oedaogu und du hast eigentlich noch den, wieso die deutsche Mannschaft, ein bisschen überspitzt formuliert, überhaupt hier teilnehmen darf bei diesem Turnier. Nick Woltemade.

Wir haben letzte Folge schon kurz über ihn gesprochen. Jetzt wird gekickt. Wieso darf der nicht? Warum der nicht kicken darf? Tja, der ging heute mit einer, umgedrehten Militärkappe, Camouflage, Tarnfleck, ging der heute durch die Mixed Zone und zum Bus. Von der Einstellung her, glaube ich, wäre er bereit gewesen, in den Krieg zu ziehen. Aber der Bundestrainer ließ ihn nicht.

Das führe ich jetzt mal darauf hin zurück, dass Deutschland nur mit einer echten Sturmspitze spielt und die heißt Kai Havertz. In die ist der Bundestrainer, auf die liegt der Wert und von der ist er überzeugt. Verliebt wolltest du sagen? Ja, gut, verliebt, sagen wir in Anführungszeichen verliebt natürlich.

Ich bin auch in dem Spielertyp Kai Havertz verliebt. Ja, gut, dann seid ihr ja zu zweit, der Bundestrainer und du. Nein, also Kai Havertz über jeden Zweifler haben. Kann man nicht anders sagen. Ist auch, glaube ich, so der Starter Nummer eins außerhalb jeder Diskussion. Aktuell der stärkste Offensivspieler. Genau. So.

Wenn es jetzt bei Kai Havertz nicht läuft oder wenn er eine Pause braucht oder wenn man ein Spiel drehen will, wen wechselt man dann ein zur Zeit? Wer wird dann auch immer von den Fans gefordert? So auch heute? Abi. Abi Undaf. So. Und wann soll jetzt da wo ein Also es ist einfach sein großes Pech, dass die anderen einfach aktuell eine deutlich bessere Form haben.

Ja, auf niedrigem Niveau haben sie eine bessere Form. Bei Dennis Undorf sprichst du von niedrigem Niveau? Nein. Also ich glaube, dass Nick Woltemar einfach der. Das Opfer der Umstände ist. Es gibt nur eine Sturmspitze und Kai Havertz ist die Eins und Dennis Undorf ist so gut drauf, dass er eigentlich die 1 sein könnte, aber nur die 1b ist, sage ich jetzt mal. Und da bleibt für Nick Woltemar einfach kein Platz.

Das ist so und das mag vielleicht viele überraschen und wer hätte das vor einem Jahr gedacht. Aber so ist es. Ich habe zumindest auch noch nicht gehört, dass er irgendwie schlecht trainieren würde oder sowas. Er hat es heute auch in der Mixzone nicht einen missmutigen Eindruck gemacht oder hat mit den Augen gerollt oder so, sondern der kennt seine Rolle.

Ganz Deutschland ist ihm dafür dankbar, was er an der Qualifikation geleistet hat. Aber die Weltmeisterschaft ist nicht seine Zeit. Oder siehst du es anders? Ich sehe es genauso. Immerhin hat er nach Abpfiff und nach verlassenen Status in den richtigen Bus gefunden. Leon Goretzka ist beispielsweise in den Mannschaftsbus der Ecuadorianer reingelaufen.

Einfach ein Gewinnertyp, der will einfach immer nur zu den Siegern offenbar dazugehören. War sehr witzig. Ich bin auch gerade rausgegangen, habe dann gesehen, ah, Leon Goyezka geht da vorne mit seiner Essensbox in der Hand und ist dann in den ersten Bus gegangen. Und dann dachte ich mir so, hä, wieso ist denn da die Ecuador-Flagge drauf?

Und dann keine fünf Sekunden später ist er wieder raus und ist dann in den deutschen Mannschaftsbus. Sehr, sehr witzig. Hat er keine UNO-Karten gefunden, hat er dann gemerkt, hoppla, das kann ja gar nicht der deutsche Bus sein. Offenbar, offenbar, aber dann hat er ihn noch gefunden. Was darf, was kann die deutsche Mannschaft, was können die deutschen Fans Positives aus diesem Spiel, aus diesem Besuch im Big Apple mitnehmen?

Also die beste Nachricht des Tages stand schon vor dem Spiel fest, nämlich dass Deutschland die K.O.-Phase erreicht hat. Die 90 Minuten danach, die haben mir jetzt nicht so viel Hoffnung gegeben. Und Jonathan Tah hat sich noch geäußert in der Mixed Zone, hat gesprochen. Aber da war auch keiner der anderen Spieler, diese Wirzens und Musialas und Raums und Havertze dieser Welt, die waren heute nicht willens und nicht in der Lage, sich da zu äußern.

Und das zeigt für mich, wie tief da die Enttäuschung ist. Wir haben auch lange gewartet auf den zweiten Gesprächspartner. Das ist richtig. Die FIFA-Frau hatte unseren zweiten Gesprächspartner angekündigt. Und... Und ja, sie hat ja immer davon gesprochen, das geht jetzt gleich ganz schnell, seid bitte vorbereitet. Und wir waren darauf vorbereitet und irgendwann kam sie dann und hat gesagt, also Wasserstandsmeldung, da kommt jetzt erstmal gar keiner.

Da war offenbar beim DFB waren sie auf der Suche nach auskunftsfreudigen und analysefreudigen Spielern. Und dann wurde es eben Manuel Neuer. Versteht, die deutsche Nationalmannschaft muss gehöre ich was drauflegen. Sie sind jetzt auch tatsächlich, wenn wir hier noch in der Hauptstadt abhängen. Hauptstadt? in Winston-Salem halt, da keine Hauptstadt, das ist Washington natürlich, in der Hauptstadt der Äquatorianer außerhalb Äquadors, weil wir gelernt haben, hier wohnen.

Gut die Kurve gekriegt. So, das wollte ich natürlich sagen. Wir sitzen hier gerade in der größten äquatorianischen Nicht verwechseln, Leute. Wir sitzen in der größten äquatorianischen Gemeinde außerhalb Äquadors. Es ist spät. Es ist spät. Es ist wirklich spät. Wir haben 23.44 Uhr. Bei euch ist es 5.44 Uhr. Die deutsche Mannschaft sollte gelandet sein in Münzen-Selem.

Dann geht es nämlich am Sonntag nach Boston. Jetzt ist es mal frei. Und ein paar Stunden davor erfahren sie dann auch, wer der Gegner im 16. Finale sein wird. Und deinen Wunschgegner, den kennen wir. Ja, Schottland, aber Stand jetzt ist es Paraguay, oder? Mit 44 Prozent. Habe ich davor doch mal irgendwas gelesen, wie auch immer.

Ich glaube wir warten einfach ohne da jetzt zu spekulieren für uns Reporter gilt das gleiche wie für die Spieler wir nehmen jeden Gegner der kommt denn wenn man Weltmeister werden will. Muss man jeden schlagen. Aber, und die Zeile habe ich heute auch schon häufiger gelesen und da gebe ich auch recht, also so wie heute verliert Deutschland sowohl gegen Paraguay als auch gegen Schottland vielleicht nicht, aber mit der Leistung verlierst du auch gegen Paraguay.

Ja, das war schon tatsächlich heute, ja, nicht na na blamash, das ist hart, aber es war schon... Es war einfach ernüchternd, es war enttäuschend und traurig. Genau, wie meine Geografiekenntnisse und damit würde ich mich von dir, Stefan, verabschieden. Schön, dass du noch Zeit gefunden hast zu so später Stunde. Schön, dass ihr uns auch wieder anhört. Immerher mit Feedback.

Ihr wisst doch Bescheid. Und ich würde sagen, zum Rausgehen der Folge darf Stefan... Ja, du hast das versprochen. Meinst du, ich vergesse das jetzt? Du darfst nochmal so ein paar Sätze Gesang von dir geben. Und ich sage Tschüss. Wir hören uns dann wieder, wenn es klar ist, gegen wen die deutsche Mannschaft spielt. Bis dahin. Macht's gut.

Wann habe ich denn bitte versprochen, dass dass ich singe. Das hast du in der letzten Folge. Versprochen. Da werden jetzt wieder lauter blöde Kommentare kommen, wenn ich jetzt hier zum Singen anfange. Was soll ich denn überhaupt singen? Frank Sinatra wollte es sich singen. New York, New York. Weißt du was, wir machen das so. Ich bereite mich anständig drauf vor. Ich kenne dich gar nicht so. Ja, wie nervös ich gleich werde. Normalerweise immer die große Klappe. Und jetzt, ja.

Ich singe New York, New York. Ein paar Sätzelein, aber wenn ich mich anständig vorbereitet habe. Und nicht so, wir sind ja durchgenudelt, kommen hier aus dem Stadion, sind mit dem Shuttlebus gefahren und so weiter. Also Frank Sinatra hat unter solchen Umständen nicht gesungen. Meine Kehle ist ganz trocken. Okay, du hast einen Punkt. Wann nehmen wir eigentlich wieder auf? Wir entlassen dich. Wir nehmen auf, ich würde sagen, am...

Eigentlich, wenn der Gegner feststeht. Also in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Sprich, ihr hört am Sonntag im Laufe des Tages von uns. Das heißt, ihr habt noch die optimale Spielvorbereitung auf dann den 16. Gegner. Und wir halten fest, da muss alles besser werden. Da muss alles besser werden, damit es dann wirklich klappt. Einen guten Start in den Tag, können wir ja sagen. Also wir sagen jetzt gute Nacht, gehen ins Bett.

Und euch wünschen wir beim Aufstehen viel Erfolg und dann ein tolles Wochenende und seid nicht allzu sehr traurig. Wir haben jetzt viel schimpfen müssen und den mannenden Zeigefinger heben müssen. Aber Gruppensieg. Joshua Kimmich darf ein K.O.-Spiel spielen nächste Woche. Genau, richtig. Gut, macht's gut, schönes Wochenende. Ciao.

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