Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 184

Alle verteidigen Sané! Kimmich ein echter Leader! Der Streit um die Trinkpausen!

Mittwoch, 17. Juni 2026 · 36 min

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Shownotes

Leroy Sané spaltet weiterhin die Fußball-Nation! Während viele Fans ihm keinen Platz in der Startelf der Nationalmannschaft mehr geben wollen, verteidigen ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann und Kapitän Joshua Kimmich mit viel Leidenschaft. Wie lange kann das noch gutgehen?

Manfred und Stefan besprechen zudem, welche Entwicklung die berühmte 1995er-Generation gemacht hat und wann der große Wurf gelingen könnte. Schaffen es Kimmich, Goretzka & Co. bereits bei dieser WM?

Obendrein kümmern sich die beiden um das Streitthema Trinkpausen. Alles nur Geldmacherei oder hat das einen echten Mehrwert?

Das und mehr in der aktuellen Ausgabe!

Viel Spaß mit der 4. Folge der 1. Staffel des Podcasts „Die WM-Kabine“ mit den SPORT1-Reportern Manfred Sedlbauer und Stefan Kumberger.

Die Folge im Überblick:
• – Wie eitel ist „Chef“ Kumbi?
• – Leroy Sané – Wahrnehmung und Realität
• – Kimmich als selbstkritischer Leader
• – Blick auf die Elfenbeinküste
• – Die Sache mit den Trinkpausen
• – Stimmung, Klima, Druck: Schwächeln die Europäer?

🎙 Ihr wollt mit Stefan und Manni in Kontakt treten? Meldet euch mit Feedback, Fragen und Anregungen!

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Hallo und herzlich willkommen zur WM-Kabine. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Mein Name ist Manni Seelbauer und neben mir sitzt, wie immer in den letzten Tagen, Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Servus, Stefan. Servus, Manni. Das Chef kannst du jetzt mal weglassen. Ja, meinst du? Ja, das erste weiß das jeder und zweitens das ist... Ich dachte, das willst du schon immer dazu haben.

Ich kenne Reporter aus anderen Medienhäusern, denen ist das ganz, ganz wichtig, aber mir nicht. Gut, weiß ich fürs nächste Mal. Überhaupt sind wir, glaube ich, fast die einzigen, die heute überhaupt arbeiten. Kann das sein, wenn man das mit der deutschen Nationalmannschaft vergleicht? Ja, also heute ist ja der große freie Tag für die Spieler.

Außer Joshua Kimmich, der hat gearbeitet, der war heute auf der Pressekonferenz, war aber so ein bisschen moserig. Hat sich's raushängen lassen, dass er heute arbeiten muss. Ja, genau. Aber dem Kapitän fehlt das natürlich leicht, da die richtigen Worte zu finden. Aber ansonsten ist Familienzeit, gegolft wird, glaube ich. Habe ich noch irgendwas vergessen?

Im Pool wird gesprungen, heute Morgen war es ja richtig frisch eigentlich noch, so knapp über 20 Grad. Das ist für North Carolina schon frisch. Da haben wir heute noch nicht mal geschwitzt, aber jetzt am Nachmittag ist die Sonne rausgekommen, also wird es auch wieder einiges an Poolaktivitäten geben und heute Abend steht ja noch ein Baseballspiel an und da haben wir uns sagen lassen, dass der eine oder andere Spieler dahin guckt und dort auftauchen wird.

Es ist ja die MLB, die Minor-League-Baseball, nicht die Major-League-Baseball, sondern die Minor-League-Baseball. Und das ist sozusagen die zweite Liga. Und da spielen heute die Winston-Salem-Dashs. Ich hoffe, das stimmt jetzt. Aber das müsste eine hochklassige Partie gewesen sein. Übrigens ein Farm-Team der Chicago White Sox.

Ah ja, okay. Du bist alter Baseball-Liebhaber. Ja, normalerweise setzt man sich in einen Podcast und sagt dann Dinge, die stimmen. und sagt nicht, ich hoffe, das stimmt jetzt. Nein, das müsste schon stimmen. Also ich habe keine Ahnung von Baseball, soweit wird es auch nicht kommen. Die spielen ja viel zu häufig und die spielen viel zu lang. Da gefallen mir die 90 Minuten auf dem Rasen schon besser. Was machen die sonst noch so heute?

Du hast es schon gesagt, die Familien reißen wieder ab. Viele haben ausgeschlafen, unter anderem Nathaniel Brown. An seinem 23. Geburtstag hat Joshua Kimmich verraten, dass sie noch gar nicht gesungen haben, weil er noch gar nicht wach war um 10 Uhr. Weil er vermutlich noch schlief. Die lassen es sich, glaube ich, gut gehen. Lassen es heute ganz ruhig angehen.

Und im Vergleich zu gestern, wo es ja schon ein bisschen ruhiger zuging, ist heute wirklich komplett Füße hochlegen und entspannen. Außer eben Joshua Kimmich. Und der musste heute richtig lange durchhalten. Ja, die Pressekonferenzen beim DFB dauern ja grundsätzlich sowieso ein bisschen länger, als wir das jetzt zum Beispiel du aus Dortmund, ich aus München kennen.

Wie lange ist die in München normalerweise? Ach ja, 20 Minuten. Unter Jupp Heynckes gab es immer 45-minütige Pressekonferenzen. Ich kann mich noch erinnern, als Jupp Heynckes zurückkehrte, 2017 dauerte sein Eingangsstatement zwölf Minuten. Ja gut. Dann summiert sich das natürlich auf. Bei der deutschen Nationalmannschaft normal immer so eine halbe Stunde, hätte ich gesagt.

Auch wenn sie zu zweit dort sitzen und Joshua Kimmich wusste heute gefühlt 40 Minuten das über sich ergehen lassen und ab und an hat er das schon auch ein bisschen durchklingen lassen, dass es heute ein bisschen zäh ist, beziehungsweise kann ich auch ein Stück weit verstehen. Du sitzt da vorne in den Scheinwerfern und musst halt dann querbeet Fragen beantworten.

Da bist du, auf der einen Seite lachst du gerade, weil du erklärst, dass du noch kein Eichhörnchen mit David Raun gefangen hast. Im nächsten Moment sollst du dann die Elfenbeinküste analysieren. Also das ist schon ein kunterbuntes Potpourri, was da auf Josef Kimmich zugekommen ist. Eher nach pinken Schuhen ist er gefragt worden.

Was die Farbe pink für ihn bedeutet. Ja. Da könnt ihr euch jetzt mal draußen überlegen, welches Medienhaus die Frage gestellt hat. Genau, was haben wir gefragt? Wir haben nach Leroy Sané gefragt. Aber müssen wir heute über Leroy Sané nochmal sprechen? Machen wir es kurz doch. Finde ich schon. Ich finde es angebracht, weil euch das Thema da draußen, glaube ich, auch sehr, sehr beschäftigt.

Von daher würde ich sagen, müssen wir schon nochmal über ihn sprechen. Bei Instagram Reels bekommt man ja entweder immer große Zustimmung oder man kriegt verbal eins auf die Schnauze. Bei Leroy Sané, da teilen sich die Meinungen komplett auf 50-50. Ja, ich habe immer das Gefühl, bei Leroy Sané haben wir letzte Woche schon darüber gesprochen, wir brauchen nicht alles nochmal ganz detailliert besprechen.

Die, die was gegen ihn haben, sind immer sehr laut und die, die sagen, das ist eigentlich guter oder mir ist es wurscht, wer da spielt, die sagen halt nichts. Von daher überwiegt da oft immer die Kritik. Aber jetzt mal kurz ein Beispiel. Wir reden über Leroy Sané. Wir sagen, was er für ein toller Fußballer ist, aber dass es zurzeit eben nicht läuft.

Dann kriegen wir Kommentare, wo dann drunter steht, wieso müsst ihr bei Leroy Sané immer betonen, dass es ein guter Fußballer ist? Und dann kommen die anderen und sagen, wieso kritisiert ihr wieder den Leroy Sané? Und die Übernächsten sagen, ihr seid gar nicht hart genug, ihr müsst noch mehr draufhauen.

Also wie man es macht. Und wir befinden uns quasi in einer Situation wie Leroy Sané. Wir können es machen, wie wir es wollen, es ist immer falsch. Und so geht es Leroy Sané derzeit auch. Außer, dass bei dem wahrscheinlich ein paar Millionen Leute mehr zugucken und Feedback geben und eine Meinung zu ihm haben. Aber völlig egal.

Wir haben gesprochen darüber, dass es gegen Curaçao nicht das Gelbe vom Ei war. Julian Nagelsmann hat ihn dann verteidigt, ihm den Rücken gestärkt. Und Joshua Kimmich hat eigentlich genau das Gleiche heute gemacht. Warst du überrascht von seiner Antwort? Mich hätte es überrascht, wenn der DFB-Kapitän gesagt hätte, ihr habt vollkommen recht, Leroy Sané war absolut unter dem Niveau, das wir hier brauchen, ich würde mir in Zukunft einen anderen Mitspieler wünschen.

Also dass der DFB-Kapitän natürlich Leroy Sané lobt und seinen Einsatz lobt und sagt, er ist immer mit nach hinten gelaufen. Aber er hätte ihn auch weniger loben können. Ja, also ich bin dann eher hellhörig geworden, als Joshua Kimmich gesagt hat, Julian Nagelsmann ist auch in der Lage, einzelne Spieler mal hart zu kritisieren, und das hat mir dann Hoffnung gemacht, dass nach außen Liré Sané verteidigt wird, aber dass der Bundestrainer hinter den Kulissen dann schon mal, Worte findet und zwar deutliche Worte.

Weil du erinnerst dich, nach der Europameisterschaft. Beziehungsweise nach dem Wechsel von Leroy Sané in die Türkei, hat ja Nagelsmann auch gesagt, ich habe dem Leroy schon gesagt, jetzt muss er mehr Gas geben, weil sonst kann ich ihn nicht mehr nominieren, weil die türkische Liga ist keine Top-5-Liga.

Das klang alles sehr hart und jetzt ist aber so Schmusikurs angesagt. Ja, nur kurz für euch zur Info. Falls es Störgeräusche geben sollte in der Podcastaufnahme, weil Stefan gerade sich so umgedreht hat, die Waschmaschine läuft bei uns im Apartment, weil ich keine Wäsche mehr hatte und deshalb Wäsche waschen muss.

Also lasst euch nicht davon irritieren. Ich glaube aber, gerade gibt es ja doch richtig Gas. Es wird gerade richtig geschleudert, dass man es tatsächlich nicht hören sollte. Deshalb machen wir einfach ganz normal weiter und wir hoffen, dass ihr das nicht hört. Ich glaube, wir können unterm Strich, weil ich fand... Erzähl den Leuten bitte, wie ich gerade da sitze.

Also... Stefan sitzt auf dem Sofa, den Blick nach unten gerichtet, mit der Hand an den Schläfer, an der Stirn. Möchte auch nicht mehr hochgucken. Ja, ist halt jetzt so, aber ich glaube, das Problem ist ja, Stefan hatte davor, vor der Aufnahme hat er gesagt, muss die denn jetzt laufen? Und ich habe gesagt, ja, hört man doch fast nicht.

Und jetzt gibt es richtig Gas. So, wir kommen wieder zurück zum Thema. Ich fand, Joshua Kimmich hat das aber sehr überschwänglich gemacht, hat sehr überschwängliches Lob verteilt. Und wenn ich jetzt die Aussagen von ihm mit denen des Bundestrainers kombiniere, dann würde ich sagen, führt auch am Samstag gegen die Elfenbeinküste kein Weg an ihm vorbei.

Ja, das ist deckungsgleich und das ist auch das, was man hört von hinter den Kulissen. Also es sind nicht nur Lippenbekenntnisse, die da gesprochen werden, sondern auch ohne Mikrofone sagen eigentlich alle Leute, der Leroy ist so wichtig für die Truppe und das ist so ein toller Charakter und der hält die Mannschaft zusammen.

Also da hat er offenbar einen Impact. Das darf man dann nicht vergessen. Aber Spieler werden nun mal gerade in seiner Kategorie daran gemessen, was hinten rauskommt, nämlich Tore und Assists und nicht. Dieses Flapsige. Und also in Deutschland wird halt nichts so sehr nicht gemocht wie ein verstaubtes Talent. Das haben wir ja schon öfter erlebt.

In Deutschland gelten immer so die ehrgeizigen Handwerker mehr als die verstaubten Künstler. So ist es. Also gehen wir davon aus, er bleibt in der ersten Elf und Dennis Unnav darf dann wieder ab der 63. Minute drei Assists beisteuern. Wenn er möchte, wenn er fit ist. Das ist seine Benchmark. Weißt du, wo ich heute hellhörig geworden bin?

Als Joshua Kimmich nochmal über vergangene Weltmeisterschaften und Turniere gesprochen hat. Ich habe da einiges an Selbstkritik ausgehört, was ich so tatsächlich von ihm selten zuvor gehört habe. Also es ging vor allem darum, dass die Stimmung, wie wir alle wissen, sehr, sehr gut ist in der Truppe. Viele Spieler sprechen auch von der besten Stimmung, seitdem sie in der Nationalmannschaft sind.

Und Joshua Kimmich hat gesagt, ja, gute Stimmung hast du immer, wenn du gewinnst. So nach dem Motto. Dann gewinnt man schön. Hat sich davon auch gar nicht blenden lassen und das fand ich eigentlich cool, dass er das so reflektiert nach außen getragen hat. Ja, interessant war, also der Punkt hat mich auch hellhörig gemacht.

Interessant war, dass er so gesagt hat, naja, wir haben eine gute Mischung, aber eine gute Mischung hatten wir auch 2018. Dachte ich zumindest. Und das Aus oder der Ausgang ist ja klar, das war seine erste Weltmeisterschaft. Und auch interessant war, dass er gesagt hat, 2018 haben wir, also wir Junge, ich denke mal, er redet da vom Jahrgang 95, also, da gehört er dazu, da gehört Leon Goretzka dazu, da gehört auch Serge Gnabry dazu, Niklas Süle und auch Lire Sané, die sind ja dieser 95er-Jahrgang, auch wenn Sané bei der WM 2018 nicht dabei war. Aber da hat Joshua Kimmich gesagt.

Wir haben es nicht geschafft, da ein bisschen das Niveau hochzuhalten. Bei uns kam dann der Knick und jetzt hofft er eben, dass die jungen Spieler hier dabei sind und dann die Fackel quasi weitertragen. Und so selbstkritisch habe ich ihn da ehrlicherweise noch nicht erlebt. Aber er weiß natürlich auch, wie es in den letzten Jahren für ihn immer ausgegangen ist, so ein großes Turnier zu spielen.

Er ist seit zehn Jahren in der Nationalmannschaft. Ich habe heute nochmal geguckt, 2016 hat er sein Debüt gegeben. Wir erinnern uns ein bisschen weiter zurück, Europameisterschaft 2016, da war dann im Halbfinale Schluss gegen Frankreich und dann kam eben 2018, 2020, 2022 und ich glaube, er ist einfach ein Stück weit auch ein gebannt Marktes Kind.

Ja, also er hat jetzt in der Nationalmannschaft nicht so viele Erfolge gefeiert und er hat ja nach der Weltmeisterschaft 2022 auch schon mal gesagt, er hatte schon Angst, dass er in ein Loch fällt. Also der größte Erfolg war Halbfinale EM 2016. Genau, richtig. Und man darf nicht vergessen, 2017 ist eine sehr junge Truppe, die Jogi Löw damals nach Russland mitgenommen hat, Konfettcup-Sieger geworden.

Und wer war nicht dabei? Beim Konfettcup? Joshua Kimmich. Leroy Sané, weil er sich kurzfristig operieren hat lassen. Und das kam auch bei Bundestrainer Jogi Löw nicht gut an, weil die Operation war nicht dringend notwendig. Und da sagt man auch, dass deswegen Leroy Sané 2018 nicht mit durfte, weil Jogi Löw gesagt hat, da gefällt mir die Haltung nicht, da gefällt mir die Einstellung nicht, der wollte nicht zum Konfettcup, da habe ich keine Lust drauf.

Und da merkst du, damals wurde schon der Stempel rausgeholt, unter dem Lira Sané immer noch leidet. Finde ich auch eigentlich fair, dass das damals zumindest so geregelt wurde. Klar, wenn jetzt eine dringende OP ansteht, dann musst du ihn natürlich machen. Aber hinterlässt vielleicht keinen guten Eindruck dann oder hat zumindest zu dem Zeitpunkt keinen guten Eindruck hinterlassen.

Ja, die Frage ist, ob sie notwendig war, die Operation. Und das war sie eben nicht, so wurde das zumindest damals gesagt. Und das hat eben Jogi Löw nicht gefallen und ich glaube, es war eine Augen-OP. Okay, sehr interessant. Da kommt wieder das Elefantengedächtnis aus. Sonst, Joshua Kimmich heute hat auch viel tatsächlich über die Elfenbeinküste gesprochen und ich glaube, wir sind uns alle einig, Die nächsten zwei Spiele, Elfmeinküste und auch gegen Ecuador, werden nochmal komplett andere Kaliber als das gegen Curaçao der Fall war.

So, und ich weiß jetzt, dass es eine Nasen-OP war bei Leo Sani. Ah ja, guck an. Live recherchiert. Ja, hilft dir nichts, bevor ich hier Halbwissen verbreite. Also es war eine Nasen-OP, wegen der er den Confed Cup geschwänzt hat und das hat nicht jedem gefallen. Elfenbeinküste. Elfenbeinküste, Ecuador. Komplett anderer Kaliber und ich glaube, das könnte auch für Joshua Kimmich ganz unangenehm am Wochenende werden gegen diese pfeilschnellen Flügelflitzer der Elfenbeinküste.

Wie schätzt du es ein? Bei ihm ist ja ein Stück weit auch immer die Gefahr auf seiner rechten Seite, gerade in Ballbesitz rückt er ja dann ins Zentrum und dann bist du halt einfach konteranfällig und selbst wenn Diomande, dann über die Seite käme und Joshua Kimmich steht da, boah, dann brauchst du da schon eine sehr, sehr gute Restverteidigung, um den von deinem Tor weghalten zu können.

Ja, man kann das Ganze dann eigentlich nur verhindern, indem man vorher schon mal gut steht und wachsam ist. Und Leroy Sané mit zurückarbeitet. Und dass Leroy Sané das so toll macht wegen Kugasau. Ich höre Ironie raus. Das Problem ist ja, dass die deutsche Mannschaft immer wieder Probleme hat bei zweiten Spielen in Turnieren.

Also das scheint so ein bisschen so eine Krankheit zu sein oder immer wieder so ein Muster, dass das zweite Spiel einem immer ein bisschen schwerer fällt. Aber ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass der Sieg gegen Curaçao nicht überbewertet wird und man deswegen konzentriert in das Spiel hineingeht.

Und man darf nicht vergessen, die Nationalmannschaft ist ja schon weiter. So gut wie. Also das Sechzentelfinale ist ja schon quasi erreicht. Da müsste schon sehr viel passieren, dass man da in dieser Gruppe Vierter wird oder ein schlechter Dritter wird. Im Vergleich zu anderen Gruppen. Also. Bleiben wir mal ruhig. Schon etwas skurril. Am Samstag geht es dann in Toronto in einem offenen Stadion wieder zur Sache. Sprich, da dürfte es an sich wärmer sein. Wobei ich glaube, in Toronto ist es gar nicht so brütend heiß wie hier.

Also immer noch für unsere europäischen Fußballer angenehm zu kicken. Ich habe heute nachgeschaut, da hat es heute irgendwie 18 Grad gelegt in Toronto. Also kühler als in München im Stadion auch. Ja, genau. Und trotzdem, egal wie heiß, egal wie kalt es war, ihr und wir alle müssen uns daran gewöhnen, dass es immer diese Trinkpausen gibt, diese Hydration Breaks, immer bei der Hälfte der jeweiligen Halbzeit.

Also das Spiel wird sozusagen gefüttelt. Und ich war ein bisschen überrascht von dem Feedback der Nationalspieler, dass sie das durchaus auch ganz gut fanden. Ich meine, gegen Kurosawa haben wir alle gesehen, da kam die Trinkpause zu einem perfekten Zeitpunkt, weil da Kurosawa richtig Oberwasser bekommen hat. Und ich glaube, da waren sie richtig froh.

Wie stehst du zu den Pausen? Die Frage ist, nützt das mehr den Nationalspielern oder nützt das vielleicht doch eher den Werbeanbietern? Also ich finde, dass diese Trinkpausen einen. Schlechteren Ruf haben, als sie verdient haben. Die Trinkpausen sind wahrscheinlich nicht medizinisch notwendig. Zumindest nicht ständig und gerade in einem geschlossenen Stadion wie in Houston.

Auf der anderen Seite gibt es im Weltfußball schlimmere Dinge, die, den Fußball in schlechterem Sinne verändern, als eine kurze Pause nach einer Hälfte. Und was man ja von den Spielern so hört ist, ja, da konnte der Trainer nochmal Einfluss nehmen. Auch der Bundestrainer hat gesagt, da konnte man ein bisschen nachjustieren, weil wir mit der Raute von Curaçao ein bisschen Probleme hatten.

Von dem her aus deutscher Sicht hat diese Pause, diese Trinkpause geholfen. Und dass man sich natürlich dann als Fußballfan beschwert, wenn man dann schon wieder Werbung sehen muss, das kann ich verstehen. Aber wie gesagt, es gibt deutlich schlimmere Dinge. Ja, ich denke mir halt, ist das, jetzt im ersten Spiel gegen die Curaçao war es offenbar ein Vorteil für die deutsche Mannschaft, aber du kannst dich jetzt natürlich, da kann sich ja jeder darauf einstellen, dass nach 20, 25 Minuten erstmal ein Break gemacht wird.

Glaubst du, dass das auch so eine Spielvorbereitung ein bisschen verändert, auch von Julian Nagelsmann, wenn es dann vielleicht auch mal gegen Nationen geht, wo du ein bisschen mehr Schach spielen musst? Meinst du, das hat Einfluss? Dafür ist, glaube ich, der Fußball zu wenig planbar. Also man kann natürlich.

Schon irgendwie versuchen, dass man die Gegentore immer kurz vor der Trinkpause kassiert, wie gegen Curaçao. Und dann kann man das noch ein paar Minuten nachbesprechen und sich dann ändern. Aber ich glaube, das kriegt man nicht hin. Also mich wundert, dass das so heiß diskutiert wird, weil Werbepausen gibt es genügend. Es gibt ja Fernsehübertragungen, da siehst du in der Halbzeit ja gar keine Analyse mehr. Siebeneinhalb Minuten Werbung und dann kommen 30 Sekunden Highlights und dann wieder sieben Minuten Werbung und dann ist man rechtzeitig zurück im Stadion.

Also ich glaube, vielleicht sind auch viele Leute, viele Fans froh, wenn es eine Pause gibt, weil dann kann man pinkeln gehen. Ja, das stimmt, so wie bei anderen Sportarten. Ich weiß, du bist ja großer US-Sportfan, und da ist das natürlich noch mal eine ganz andere Hausnummer. Also da wird dann, glaube ich, auch wirklich, da leidet dann der Rhythmus eines Spiels darunter und ich glaube, wenn Das Schlimmste sind immer die letzten zwei Minuten beim Basketball. Ja, das richtig.

Haben wir tatsächlich angeguckt, die Final-Serie der Knicks. Und dann haben wir auf dem Bildschirm geguckt, weil alle aufgestanden sind und gonsaphorisch waren. Und dann waren noch 19 Sekunden auf der Uhr. Dann dachte ich, stehe ich jetzt auch mal auf. Und irgendwann, 18 Minuten später, dachte ich mir, gut, dann setze ich mich jetzt mal wieder hin, wenn da immer noch 11 Sekunden auf der Uhr sind.

Also das ist schon Wahnsinn. Stefan, du begleitest Josef Kimmich. Intensivst über die ganze Saison. Ist dir irgendwie was aufgefallen jetzt bei ihm in der Nationalmannschaft? Ich habe so das Gefühl, er hat heute, ich meine, er macht immer einen wahnsinnig abgeklärten Eindruck und so, aber ich habe irgendwie so das Gefühl in seiner Entwicklung, ja, er ist schon zehn Jahre dabei, ja, er ist Kapitän, auch nicht umsonst, hat er irgendwie nochmal einen Schritt nach vorne gemacht.

Jetzt sehe ich ihn natürlich nicht so oft, würdest du mir da zustimmen? Ja, ich finde schon. Oder wo macht sich das bemerkbar für dich? Also Joshua Kimmichs Anfänge beim FC Bayern waren ja davon geprägt, dass er seine Vorstellungspressekonferenz hatte und es war noch nicht offiziell klar, dass Bastian Schweinsteiger den Verein verlassen würde.

Es gab keine offizielle Pressemitteilung und Joshua Kimmich hat dann gesagt, ja schade, dass ich nicht mehr mit dem Basti zusammenspielen kann. Da hat er sich natürlich Hohn und Spott abgeholt, weil er da die Regie des Vereins irgendwie durcheinandergebracht hat. Aber man hat bei Joshua Kimmich wirklich von Jahr zu Jahr gemerkt, wie er sich weiterentwickelt hat, wie er Erwachsener geworden ist.

Und da merkt man auch, wie zehn Jahre Unterschied einfach eine Karriere prägen. Und man darf auch nicht vergessen, er hatte Tiefpunkte, zum Beispiel unter Thomas Tuchel, mit dem ist er ja überhaupt nicht klargekommen und Thomas Tuchel kam mit ihm nicht klar. Dann gab es diesen Ärger rund um seine Vertragsverlängerung, wo die Bayern ihm sicherlich nicht so viel zahlen wollten, wie er wollte, beziehungsweise die Umstände waren sehr schwierig.

Da gab es ja auch dann das Angebot aus Paris, darüber hat er ja gesprochen. Und ich glaube, solche Dinge, diese Karriereplanung, er ist ja auch ein Spieler, der keinen Berater hat, keinen echten, sondern der sich selbst um die Vertragsdinge kümmert. Das hat ihn schon sehr erwachsen werden lassen. Und obendrein ist er natürlich auch Familienvater.

Der ist kein Luftikus, der kann sich gar nicht leisten, irgendwie ein Luftikus zu sein, sondern der muss Vorbild sein in allen Lebenslagen. Und das merkt man, finde ich, schon. Familienmensch, er hat heute auf der Pussyconference gesagt, Daheim geht es immer ein bisschen fragil zu. Wie ist es eigentlich bei dir daheim?

Gibt es auch fragil zu. Du bist aber noch keine drei Wochen weg. Richtig, ich bin unterrichtet, was zu Hause so passiert und wir haben bei der Club-WM geübt, diese Trennung zwischen Familie und mir, aber diesmal ist es irgendwie härter. Für alle Beteiligten ist es diesmal härter. Das Schwierige ist ja, das Problem hat ja Joshua Kimmich genauso wie ich oder andere Reporter, man weiß nicht, wie lange es dauert.

Wir wissen ja nicht, wann wir zurückkommen. Normalerweise nach einem Urlaub oder so sagt man, in drei Wochen bin ich wieder da, fertig, aus, aber jetzt ist es ja bei der Bundeswehr gibt es so eine Übung, da kriegst du einen Rucksack auf dem Rücken und musst in einer gewissen Zeit den Berg hochgehen. Du weißt aber nicht, wie hoch der Berg ist. Also du hast kein Ziel, wo du hinkannst. Und so ist es ja bei einer Weltmeisterschaft auch.

Aber es ist alles Jammern auf hohem Niveau. Herzliche Grüße an meine Frau und alle daheimgebliebenen, die kriegen das wunderbar hin. Auch großen Respekt. Joshua Kimmich hat ja auch gesagt, selbst wenn es daheim binden würde, er würde das, er würde es schon mitbekommen, aber Es wird versucht, alles von ihm wegzuhalten, damit er sich auf sein Turnier konzentrieren kann, damit die Generationen, Wie nenne ich das? Die Generation erfolglos? Ja, die erfolglose Generation diesen Stempel wegbekommt. Ich würde sie mal die noch erfolglose Generation nennen.

Also ich glaube zum Beispiel, dass sie dieses Mal nicht Weltmeister werden, aber ich könnte mir vorstellen, dass es 2028 bei der Europameisterschaft, dass wir da eine Mannschaft erleben, die gestählt ist. Also wenn zum Beispiel ein Nathaniel Brown dann eine feste Größe ist, Josua Kimmich ist dann auch noch nicht zu alt. Wie alt ist er dann?

32? Ja, das ist 95er Jahrgang. Dann ist er 32, 33, so um die Ecke. Ich weiß nicht, wann er genau Geburtstag hat, in welchem Monat. Manuel Neuer wird dann immer noch im Tor stehen. Aber der macht jetzt erstmal wieder zwei Jahre Pause dann. Genau, der wird jetzt nach der Weltmeisterschaft zurücktreten und dann im März 2028 geht es dann wieder los mit den Diskussionen. Ja, herrlich. Herrlich.

Über was müssen wir noch sprechen? Was hat Joshua Kimmich heute noch erzählt? Was ist bei dir hängen geblieben, was wir noch besprechen sollten? Ich war schon mal beruhigt, dass er kein Eichhörnchen gestohlen hat mit David Raum. Da ist ... Eine Schlange. Ja, eine Schlange, giftige Schlange. Also, ich weiß nicht, ob ich es dir jemals erzählt habe. Ich habe panische Angst vor ... Also, ich habe vor keinem Tier so wirklich Angst. Und es gibt auch keinen Grund, wieso ich Schlangen nicht mag.

Ach, die mag ich schon nicht hinter der Scheibe. Da tue ich den bestimmt ganz doll unrecht. Aber wenn ich hier eine sehen würde, ja. Ich habe es auch nicht mit Schlangen. Meine fünfeinhalbjährige Tochter, da war letztens im Kindergarten, waren so Reptilienmenschen und da hat sie eine Schlange angefasst.

An den Tagen habe ich immer krank gemacht. Hatten wir immer einmal im Jahr. Ich war immer krank. Hättest du mal so eine Schocktherapie gemacht? Ja, ich weiß nicht. Ich weiß nicht. In Deutschland sehe ich ja Gott sei Dank nicht so oft einen. Mich hat aber überrascht, dass er meinte, die sei giftig und man müsste danach ins Krankenhaus, wenn man gebissen wird. Also man stirbt nicht.

Weil ich hatte eigentlich das so recherchiert. Ich habe mich natürlich informiert, bevor ich hierher geflogen bin und die Zusage für diese Weltmeisterschaft gegeben habe. Und da hieß es, die sind nicht giftig. Also da muss ich, glaube ich, nochmal in die Bücher eintauchen, ob ich mich hier überhaupt frei bewegen kann.

Ja, ich habe es dir erzählt, letztes Jahr bei der Club-WM. Ich komme in Florida an, schalte den Fernseher ein und dann Hurricane hier und Krokodile da entlaufen und Python-Plage im Süden von Florida. Ich habe echt gedacht, ich bin hier im Land der Apokalypse. Eichhörnchen habe ich gesehen, aber keine Schlangen.

Ah, in Houston war eine große Küchenschabe. Eine Kakerlake. Ja. Die sind riesig, ne? Ja, ich kenne üblicherweise keine Kakerlake. Ja, eben. Aber ich war überrascht, dass sie so groß ist. Ein paar Tage sind es noch bis zum Spiel. Genauer gesagt, wenn ihr den Podcast hört, übrigens für euch, wir nehmen auf am Dienstag 16.01 Uhr Ortszeit.

Es ist euch 22.01 Uhr. Genau, ihr hört den Podcast dann Mittwochvormittag oder ab Mittwochvormittag sozusagen. Sagen. Das heißt, wir haben noch Donnerstag, Freitag und dann geht's auch schon los Richtung Kanada, Richtung Toronto. Da bin ich gespannt, wie die WM-Stimmung ist. Reinst du es nochmal komplett anders? Ja, mir hat ein.

User, ein Zuhörer hat mir heute eine Nachricht per Instagram geschrieben und hat so die Stimmung in Seattle. Also Seattle ist auch USA, aber der hat eben beschrieben, wie da die Stimmung ist und das unterscheidet sich ja komplett von dem, was wir in Houston erlebt haben, erinnere dich dran, uns wurde ja auch erzählt vom Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt.

Da sind ja die Berichte, die uns zugetragen wurden, auch so gewesen, dass es eine ganz andere Stimmung war als in Houston. Und deswegen bin ich schon interessiert daran, wie es da in Kanada abläuft. Ja, ich bin gespannt, wer so in der Hierarchie Zweiter ist. Also ich glaube ganz klar Mexiko von der Fußball-Folktheit, vom Fußball-Folktheits-Level, wenn es das geben sollte.

Ganz klar auf der Eins und dann weiß ich eben nicht, ob dann die USA kommt oder vielleicht doch Kanada, aber das werden wir dann hautnah miterleben. Übrigens, was mir gerade noch einfällt, Joshua Kimmich hat dir widersprochen. Da habt ihr komplett unterschiedliche Meinungen. Und zwar bei deinem Take, es gibt, sehr wohl noch kleine Mannschaften. Da hat Joshua Kimmich gesagt, es nähert sich an und das würden ja auch die Ergebnisse, die wir bislang gesehen haben, ohne dass jetzt alle Mannschaften schon gespielt haben, das unterstreichen.

Ich bin jetzt 40 Jahre alt, interessiere mich seit 35 Jahren für Fußball und keinen Satz habe ich so oft gehört, wie es gibt keine kleinen mehr und die Qualität an der Spitze ist breiter geworden. Und die können auch Fußball spielen. Ja, aber woran liegt es dann, dass es so knappe Ergebnisse gibt. Oder meinst du einfach, es war schon immer in der Spitze weit?

Überraschungen hat es bei Weltmeisterschaften schon immer gegeben. Jetzt haben wir ja richtig viele Überraschungen, oder? Da schauen wir uns mal ein paar WM-Bücher an. Wir haben das ja jetzt mehrere Male hintereinander erlebt, dass der amtierende Weltmeister gleich in der Vorrunde ausgeschieden ist. Also das ist den Franzosen mal passiert, das ist den Deutschen auch passiert, 2014, 2018.

Also Überraschungen hat es schon immer gegeben. Ich verstehe das immer nicht, dass kleine Gegner immer so stark geredet werden müssen. Klar, die haben auch eine bessere Ausbildung bekommen. Da sind viele Spieler, die in Europa ausgebildet wurden oder in Europa spielen. Aber diese Angstmacherei, dass es keine Kleinen mehr gibt, da mache ich nicht mit.

Oder willst du jetzt sagen, dass Curaçao der große Prüfstein war? Nee. Also da mache ich mir auch Sorgen, wenn die Deutschen sagen, dass die Raute gespielt haben, hat uns durcheinander gebracht. Da würde ein Lothar Matthäus sagen, nach Cura Saus sind wir früher mit verbundenen Augen hingefahren und hatten ein Bein hochgebunden und haben trotzdem gewonnen.

Ja, total. Da stimme ich dir auch zu. Trotzdem, ich finde bei diesem ganzen Ergebnis und bei der Lobhudelei, die jetzt natürlich auch bei so einem 7-1 auch völlig angebracht ist, und ich will jetzt auch nicht den Finger in die Wunde legen, dafür war es dann auch zu eindeutig, die ersten 30 Minuten machen dann schon auch so ein bisschen Sorge, dass du schon auch siehst, das kann auch mal ganz schnell in die andere Richtung kippen.

Wenn du vielleicht keine Hydration Break hast. Ja, weil es eben keine kleinen mehr gibt. Ja, Nein, also ich glaube, das Problem, weil wir jetzt lauter europäische Mannschaften sehen, die Probleme haben, das hat gar nicht so viel mit dem Gegner zu tun, sondern mit der Tatsache, dass es schwer ist, in ein Turnier reinzustarten.

Ich glaube, das macht vielen Mannschaften Probleme, weil sie nicht wissen, wo sie stehen, weil vielleicht auch falsch trainiert wurde, der Reisestress. Dieses erstmal Ankommen im Quartier, sich zusammenfinden. Also wir erleben ja zum Beispiel in der Schweiz, dass da brennt das Dach. Granit Xhaka hat gesagt, alles undiszipliniert und so können wir nicht spielen.

Solche zwischenmenschlichen Themen sind eben auch wichtig. Und da, glaube ich, kann Deutschland einen Pluspunkt haben, weil zwischenmenschlich erleben wir hier da, also haben wir irgendwas Negatives erlebt, haben wir irgendwas Negatives gehört. Joshua Kimmich hat gesagt, natürlich ist nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Aber es ist jetzt nichts, was für den Skandal reicht. Ja, bislang auf jeden Fall noch nicht. Da warten wir mal ab. Also ich glaube auch nicht, dass es bei der Generation, so ein Theater gibt wie bei anderen Mannschaften. Keine Ahnung, das sind 82 am sogenannten Schlucksee oder 86 in Mexiko oder 94 in den USA.

Da war 2018, war ja schon die Spitze der Skandalträchtigkeit, weil da wurde ja den Spielern das WLAN abgeschaltet, weil sie die ganze Nacht gezockt haben in Watutinki. Ja, ganz so viel Knallpotenzial, glaube ich, hast du bei der Truppe nicht. Dafür sind sie auch zu sehr Profis, wenn ich das mit den Franzosen vergleiche.

Ich glaube, da herrscht ganz, ganz anderes Klima, was sehr, sehr gut sein kann, was aber auch, glaube ich, bei einem Rückschlag oder bei einem falschen Kommentar oder wie auch immer wirklich auch explodieren kann. Ja, Joshua Kimmich hat ja heute gesagt, früher hätte man einfach gesagt, wir saufen einen zusammen.

Ist er kein Fan von, ne? Ist er kein Fan von, sondern er hat dann von stillem Wasser gesprochen. Ja, weil da gibt es ja schon den einen oder anderen in der Borsche und ich kenne das auch so von ein paar Vereinen oder habe das schon mitbekommen, gerade so Sommertrainingslager, kommt das schon mal vor, dass auch die Bundesliga-Vereine dann mal einen schönen Abend in der Bar verbringen und dann lernst du die Neuzugänge und auch nochmal deine Teamkollegen nochmal anders kennen.

Ja, wer es braucht, soll es machen. Aber wir unterstützen das natürlich nicht. Und Joshua Kimmich hat auch gesagt, man kann auch mit einem stillen Wasser am Abend eine gute Zeit haben und darüber sprechen. Von daher. Ich brauche keinen Alkohol, um Spaß zu haben. So ist es. Wie hoch schätzt du die Chancen ein, dass Deutschland vielleicht sogar schon am Wochenende so gut wie sicher Platz 1 hat?

50-50. 50-50 aber? Also ich glaube, dass man gegen die Elfenbeinküste gewinnt. Ja. Zwar nicht so glorreich wie das 7-1, aber so ein 2-0 könnte ich mir schon vorstellen. Und dann sprechen wir auf jeden Fall direkt danach. Aber die Ibora sind halt auch angefixt von dem Erfolg gegen Ecuador. Also es wird jetzt kein Zucker schlecken, aber ich glaube, die Mannschaft hat, die entsprechende Qualität da auch zu gewinnen. Es ist auch nicht zu heiß, wird keine Hitzeschlacht.

Also da kann die deutsche Mannschaft ihrer Favoritenrolle, die sie trotz allem hat, in diesem Spiel gerecht werden. Änderungen in der Startelf? Nein. Gut, dann haben wir das auch geklärt. Und dann hören wir uns direkt nach dem Spiel sozusagen wieder, beziehungsweise erscheint dann der Podcast am Sonntag.

Genau, am Samstag ist das Spiel. Wir werden uns sofort hinsetzen und das Ganze besprechen. Und hören könnt ihr das Ganze dann anbieten. Am mitteleuropäischen Sonntag, weil ihr ja sechs Stunden vor uns seid. So ist es. Und wenn ihr da draußen Feedback habt, Fragen habt, immer gerne her damit. Jetzt, wo wir uns so häufig hören, können wir das auch mit Sicherheit sehr, sehr gut einbauen. Und ja, ihr merkt es vielleicht auch so ein Stück weit.

Wir haben direkt nach dem Spiel gesprochen. Jetzt war gestern mehr oder weniger frei. Heute nur in Anführungszeichen Ursula Kimmich. Wir waren nicht beim Training. Da stehen dann die Uhren oder da ticken sie zumindest mal ein bisschen langsamer in den ersten Tagen. Ab morgen, glaube ich, nimmt das Ganze dann wieder ein bisschen mehr Fahrt auf.

Da gibt es dann wieder intensive Trainingseinheiten, über die Joshua Kimmich ja auch gesagt hat, das ist ganz, ganz wichtig, damit du die Spannung oben hältst. Man hat schon gemerkt bei der letzten Podcast-Folge, da waren wir beide übernächtigt und geprägt von unserer 30-Stunden-Reise. Ihr seht es uns nach, hoffentlich.

Es gab bisher kein negatives Feedback. Okay, sehr gut. Ton sollten wir jetzt auch hoffentlich in den Griff bekommen haben. Da gab es ein bisschen Probleme. Liebe Grüße da auch an Stefan Moser, der das perfekt repariert hat, weil ich mir einfach das Briefing nicht ordentlich durchgelesen habe, glaube ich.

Aber gut, das gehört der Geschichte an. Wir hoffen, der Ton ist gut pünktlich. Zum Ende der Podcastaufnahme hört auch die Waschmaschine auf. Perfekt, dass wir jetzt Ruhe haben nach der Aufnahme. Das ist auch grandios. Dann wünschen wir euch eine schöne Woche. Eine erfolgreiche Restwoche. Schaut bitte ganz, ganz viel Fußball. Ich interessiere mich...

Wie gesteht es bei Frankreich? Weiß ich nicht. Ich interessiere mich heute vor allem für Österreich gegen Jordanien und auf die Engländer bin ich gespannt. Ja, England quasi. Das klingt schon wirklich nach Weltmeisterschaft. Ja, und heute hat mich, als ich draußen saß und den Text geschrieben habe, in der Zeit warst du ja beim Friseur, war eine...

Heute war es ein bisschen ruhiger. Ich gebe es zu. Nicht, dass die Leute denken, ich wasche hier Wäsche, gehe zum Friseur. Muss halt auch irgendwann gemacht werden. Die Indizien sprechen dafür, dass du den ruhigen Tag hattest. Also ich saß in der Sonne, habe geschrieben, kam eine Familie daher, hat mich gefragt, wer ich bin, was ich hier mache. Das passiert in Amerika ganz, ganz oft, dass man einfach so gefragt wird und Smalltalk gehalten.

Vierköpfige Familie, der Vater Fan der US-Mannschaft, der Sohn um die 18, 19 hat ein Deutschland-Trikot an, großer Deutschland-Fan und die Mutter ist Engländerin. Die hat so ein bisschen blöd dahergeredet über Deutschland und über die USA. Und dann habe ich sie darauf hingewiesen, naja, England hat ja einen deutschen Trainer.

Und dann ist sie von ihrem Gatten ausgelacht worden. Und dann gesagt, siehst du mal, die Engländer braucht die Deutschen, um richtig Fußball spielen zu können. Daher bin ich sehr gespannt auf Thomas Tuchel und die Engländer und auf Harry Kane natürlich. Wir freuen uns. Das wird ganz toll. Wir gucken ganz viel Fußball, ihr hoffentlich auch.

Wir hören uns am Sonntag wieder eine schöne Restwoche. macht das gut und immerher mit Feedback. Heidi ho, Ranger Joe. Bis dann, ciao.

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