
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 185
Undav lässt Deutschland kochen! Kimmich hat Probleme! Schlotterbeck-Schock!
Sonntag, 21. Juni 2026 · 41 min
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Shownotes
Deutschland feiert gegen die Elfenbeinküste ein Comeback und gewinnt mit 2:1. Muss Julian Nagelsmann jetzt endlich umdenken und Deniz Undav auch mal von Anfang an bringen?
Manfred und Stefan besprechen die Partie und blicken auch nach vorne. Gut möglich, dass jetzt Antonio Rüdiger ein entscheidender Faktor wird - schließlich musste Nico Schlotterbeck verletzt ausgewechselt werden.
Außerdem geht es in dieser Folge um Joshua Kimmich, Aleks Pavlovic, Felix Nmecha und viele andere Themen.
Das und mehr in der aktuellen Ausgabe!
Viel Spaß mit der 5. Folge der 1. Staffel des Podcasts „Die WM-Kabine“ mit den SPORT1-Reportern Manfred Sedlbauer und Stefan Kumberger.
🎙 Ihr wollt mit Stefan und Manni in Kontakt treten? Meldet euch mit Feedback, Fragen und Anregungen!
Die Folge im Überblick:
• Begrüßung/ „Der Polen-Moment“
• Deniz Undav
• Joshua Kimmich/ Aleks Pavlovic
• „Der Schlotti-Schock“
• Die Einwechslungen
• Leroy Sane
• Musiala/ Wirtz
• Schiedsrichterleistung
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Hallo und herzlich willkommen in der WM-Kabine nach einem durchaus vorzeigbaren Erfolg. 2 zu 1 steht es am Ende für die deutsche Nationalmannschaft gegen die Elfmeinküste. Stefan, war das schon ein Achtungserfolg? Kann man schon davon sprechen oder sagst du, das reicht dir noch nicht ganz? Ja, das war so ein bisschen der Polen-Moment. Ich habe mich mit einigen Kollegen in der Mixed Zone unterhalten, damit erstmal Hallo Manni.
Und da haben wir schon drüber gesprochen. Solche Siege, die im letzten Moment zustande kommen, wo man sich zurückkämpfen musste, heute wo man auch hinten war und dann trotzdem noch siegen kann, dafür gibt es keinen Ersatz. Das ist emotional dann einfach nochmal ein Push und das schweißt die Mannschaft zusammen.
Und deswegen bin ich relativ zuversichtlich, dass der Gruppensieg rausspringen wird und dass Deutschland nicht krachend scheitern wird, sondern dass wir doch, von der Anmutung her eine gute Weltmeisterschaft für die DFB-Elf erwischen. Ja, und vor lauter Euphorie nach diesem Triumph auch dir gebührt natürlich ein herzliches Hallo.
Du hast von dem Polen-Moment gesprochen in Gedanken sozusagen an Olli Neville. Glaubst du denn, oder beschreib mal, wie die Stimmung nach Schlusspfiff war? Also ich habe den Siegshäfer vor allem ja dann gesehen in zigfacher Ausführung und ich fand es schon bemerkenswert, wie wirklich alle, auch von der Ersatzbank, Julian Nagelsmann sowieso und auch alle Spieler auf dem Feld, ja komplett ausgeflippt sind.
Also das war ja pure Ekstase, wenn du nicht wusstest, dass das das zweite Spiel in der Gruppenphase gegen die Elfbeinküste ist, hättest du ja auch denken können, das wäre jetzt Halbfinale und Einzug ins Finale. Ja, das meine ich eben mit diesem emotionalen Push. Also das war ja schon nach dem 1-1, war das schon zu spüren, aber dann in der Nachspielzeit den Siegtreffer noch zu machen und wieder ist es Dennis Undorf, das hat nochmal Kräfte freigesetzt.
Also die Bank der Deutschen rund um Julian Nagelsmann, die war sowieso heute sehr aktiv, würde ich sagen. In Richtung Schiedsrichter, in Richtung Schiedsrichter-Team, in Richtung gegnerischer Bank und nach dem Tor von Dennis Undorf, nach dem zweiten Tor hat sich das natürlich alles entladen und es ist ein gutes Zeichen, wenn alle da auf einem Haufen hängen und sich freuen, das gibt mir Hoffnung.
Ja, Dennis Undarff, unfassbar, oder? Wie lange war er jetzt auf dem Feld? 55 Turnierminuten, drei Tore, zwei Vorlagen. Boah, das ist schon Bock, was der heute wieder abgerissen hat, oder? Ja, Dennis Undorff, Masterclass. Also das ist ja das, was wir in der Nationalmannschaft immer wieder erlebt haben, dass er eingewechselt wird, manchmal sehr spät eingewechselt wird und dann trotzdem noch seine Buden macht.
Ich finde es ja immer ganz süß, wenn er danach bei den Interviews steht, heute auf so einem kleinen Podest, wo dann das Mikrofon vor ihm stand und dann hat er so mit den Beinen gewackelt und hat diesen Pokal für den Man of the Match in der Hand gehabt. Und ja, also er ist mächtig stolz, aber dann gleichzeitig merkt man halt auch, dass er merkt, wo bin ich jetzt eigentlich?
Ich stehe hier bei der Weltmeisterschaft, absolviere mein zweites Spiel, habe jetzt schon wieder getroffen. Also der lebt wirklich jeden Tag diesen Traum ganz neu. Ja, ich habe ein Interview tatsächlich bei den Kollegen vom ZDF gehört und da hat er auch irgendwie davon erzählt, dass er sowas wie Aufregung gar nicht verspürt.
Und allgemein, glaubst du, er versteht überhaupt gerade, was los ist? Ich meine, denken wir mal ein paar Jahre zurück. Da hat er noch in Meppen gespielt. Ich glaube, vor fünf Jahren war das jetzt. Kennen ihn wahrscheinlich, ja, was heißt jetzt auch nicht der letzte Fußballfan. Ich glaube, so weit würde ich noch nicht gehen. aber das ist schon eindrucksvoll.
Doch, kennt ihn jetzt jeder Fußballfan auf der Welt? Na, auf der Welt jetzt nicht, aber in Deutschland schon. Also wenn du dir anschaust, wie voll in Deutschland die Biergärten sind, da sind ja jetzt auch viele Leute dabei, die sich normalerweise nicht für Fußball interessieren, sondern nur alle zwei Jahre zu einem großen Turnier.
Und wenn du da gegen Curaçao triffst und wenn du dann gegen die Elfenbeinküste triffst und zwar doppelt und dann auch noch in so einer Emotion, dann kennt dich auch der Neunjährige, der zum ersten Mal länger wach bleiben durfte oder Tante Erna, die sich noch nie für Fußball interessiert hat, also das kann schon so, einen Popularitätsschub geben, aber er ist schon populär genug eigentlich, weil du weißt ja, er ist ja gefordert worden von den Fans, die Fans haben es dem Bundestrainer quasi hingelegt als sie undarf, undarf gerufen haben.
Ja, und da hat er ein ganz schönes Händchen mit ihm gehabt. Trotzdem vielleicht nochmal, um jetzt vielleicht auf andere Einwechselspieler zu kommen, mit denen der Bundeständer Gold richtig lag. Ich finde das Geile halt an ihm wirklich, weil er halt einfach so ein richtiger Mittelstürmer ist. Egal, wie der den Ball bekommt. Also unterschiedlicher hätten die Tore ja auch nicht sein können. Beim ersten kommt die Flanke, dann stiehlt er sich da aus, dem Wirken des Abwehrspielers hervor.
Mit einer Geschwindigkeit, der bringt ja auch eine gewisse Masse mit. Viele würden ihn ja gar nicht so sehen, dass er so wahnsinnig schnell ist oder athletisch ist, weil er ja, ich würde mal sagen, nicht den athletischsten Körper hat. So sieht es zumindest aus. Und trotzdem kann er sich unfassbar gut bewegen.
Und beim zweiten nimmt er den Ball halt wirklich erstklassig, übrigens überragender Pass von Matcher, mit und wuchtet den halt dann im zweiten Kontakt direkt Eider. Also ich glaube, das ist halt wirklich so ein Vollblutstürmer, wie es im deutschen Kader eigentlich keinen gibt. Oder siehst du da noch jemanden, der die Qualitäten hat? Er ist so ein echter Knipser.
Er ist halt das, was man in Deutschland schon seit Jahrzehnten so als Stürmer versteht. Also das ist so, auch vom Körperbau ist das ja mehr, du hast es angedeutet, mehr Gerd Müller als Jürgen Klinsmann, das sage ich jetzt mal. Und darauf stehen die Leute. Deswegen hat er ja auch so einen Rückhalt, weil ich habe es letztens schon gesagt, in Deutschland gilt halt mehr so, derjenige, der ackert und arbeitet, ein bisschen mehr als die Zauberer und das bringt er mit und dieser Sympathieschub, der hilft ihm schon, also der lebt absolut den Traum und.
Ich glaube, ihn ärgert es manchmal ein bisschen so, dass er so hingestellt wird, so ja, Döner ist sein Lieblingsessen und so weiter umso mehr muss man ihn respektieren, dass wenn Döner sein Lieblingsessen ist, er trotzdem so fit ist, weil der Bundestrainer hat ja, vor der Weltmeisterschaft im März gesagt, ja, mal schauen, ob er das bei 40 Grad in den USA alles so hinkriegt.
Jetzt hat es in Toronto keine 40 Grad gehabt. Ich wollte gerade sagen, wobei du siehst so ein bisschen aus, als hättest du so viel Grad gehabt. Was ist denn da los? Ich habe heute den Fanmarsch begleitet und dann bin ich mit einem Kollegen zu Fuß zum Stadion gegangen. Und ja, ich hatte die Sonnencreme in Winston-Salem gelassen, weil ich mir dachte, ja, Toronto, da wird es ja regnen, so wie es aussieht.
Pustekuchen. Jetzt habe ich ein rotes Gesicht und schaue aus wie ein Waschbär. Ja, musstest du bei dem Fanmarsch, ganz kurz der Exkurs, auch Kameras und Stativ mitschleppen, wie ich damals in Stuttgart? Oder bist du nur mit deiner Handykamera herumgelaufen? Darf ich die Geschichte erzählen? Ja, los. Die Hörerinnen und Hörer da draußen überhaupt kapieren, um was es geht.
Wir sprechen vom Europameisterschaftsviertelfinale Deutschland gegen Spanien in Stuttgart. Der Fanmarsch geht los. Manfred, ich und ein weiterer Kollege haben gesagt, okay, wir drehen jetzt aus allen möglichen Winkeln diesen Fanmarsch und dann treffen wir uns vor dem Teamhotel der Deutschen. Weil wir müssen ja nicht den ganzen Fanmarsch mitgehen.
Und der liebe Manni hatte die Kamera und das Stativ und hatte zwei Handys in der Hand. Und der Kollege und ich, wir warten und warten und warten vor dem Teamhotel und Manni taucht nicht mehr auf, weil der liebe Manni, sich nicht an die Vereinbarung gehalten hat, sondern einfach mit dem ganzen Fanmarsch mitgegangen ist bei 36 Grad oder noch mehr und als wir ihn dann im Presseraum des Stuttgarter Stadions wieder getroffen haben, also Manni, ich dachte, du wärst tot, du warst dehydriert und hast gejabst und konntest gar nicht mehr richtig reden, also das jetzt im Nachhinein ist es lustig.
Der erste Kollege, der mir da begegnet ist, ich meine, es war damals Dirk Kampe von den Ruhrnachrichten, liebe Grüße an der Stelle, der hat mich tatsächlich nur gesehen und hat ganz große Augen bekommen und meinte nur so, was ist denn mit dir passiert? Ich bin ja eigentlich nur draußen mit den Fans mitgelaufen und habe ein bisschen gefilmt, aber ja, schön, dass es dir dann vielleicht ein bisschen anders erging, auch wenn du es jetzt vielleicht ein bisschen nachfühlen kannst.
Ich habe nicht den ganzen Fanmarsch begleitet, sondern ich bin dann hinterher, gegangen und ja, war eine weite Strecke, waren dann doch 40 Minuten, aber Uber und Taxi war gar nicht dran zu denken, weil die ganze Stadt voll ist mit Fußballfans, viele deutsche Fans, also wirklich welche, die aus Deutschland angereist sind, aber auch viele internationale Fans, die das Deutschland-Trikot getragen haben, also da hast du Spanisch und Englisch und alle möglichen Sprachen gehört.
Es war richtig gute Stimmung und es war ein Heimspiel für die deutsche Mannschaft. Größtenteils weiß. Und ja, hat Spaß gemacht. Also das war auch heute so, in Toronto ist halt dann, ja, das Stadion ist halt fast schon europäisch. Also das ist jetzt nicht irgendwie so ein Football-Dome, der geschlossen ist, sondern das ist halt ein offenes Stadion, da pfeift der Wind durch und so.
Das war heute richtig ein schöner Fußball-Nachmittag und für alle in Deutschland ein schöner Fußball-Abend. Ja, ich habe dich ja jetzt am Spieltag alleine gelassen, war nicht mit in Toronto. Deshalb musst du mir nochmal beschreiben, diese Stimmung da bei diesem Fanzug. Ich habe nur die Bilder gesehen.
Nein, das war ja wirklich Wahnsinn. Sind das dann größtenteils wirklich Fans aus Deutschland, sind das Amerikaner, die sagen, ey, wir haben uns jetzt mal für die nächsten sechs Wochen die DFB-Elf ausgesucht, was sind das für Leute? Ja, völlig unterschiedlich. Also da gibt es hier so das Amsterdam-Brew-House.
Das ist natürlich unpassend, dass das Amsterdam heißt und nicht Munich. Kein Berlin. Oder Berlin. Aber da haben sich eben die ganzen Deutschlandfans getroffen. Und da hast du schon, da hast du bayerisch gehört, sächsisch. Plattdeutsch. Also da hast du verschiedene Dialekte gehört. Das war schon ein Zeichen für mich, okay, die Leute sind extra angereist.
Die, mit denen ich mich unterhalten habe, waren auch extra angereist. Aber zwischendrin kommen halt dann, ich sage jetzt mal, südamerikanisch gelesene Menschen, die dann auf Spanisch losblubbern und von ihren Lieblingsspielern erzählen. Viel Kanadier waren da, die vielleicht auch mal deutsche Wurzeln haben und hatten.
Also wirklich kunterbunt gemischt. Also es hatte wirklich so, ich habe es zum Kollegen gesagt, mit dem ich da zum Stadion gegangen bin, es hat ein bisschen was von Pokalfinale gehabt. Das Berliner Pokalfinale, das ist ja auch meistens gutes Wetter und die ganze Stadt ist voll. Also es war echt eine gute, positive Stimmung.
Besser als das, was wir in Houston erlebt haben gegen Curaçao. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Leute, die in Houston waren, irgendwie schlecht drauf waren, aber die Voraussetzungen waren irgendwie anders. Du weißt es ja selber, in Houston das Stadion ist so ein Block auf einem Parkplatz, und hier in Toronto, da läufst du am Ontario See entlang, am Ufer, siehst die ganzen Bötchen da rumschippern und hier nochmal ein Brauhaus und da gibt es ein Bier und ja, gehst so durch ein paar Alleen, also das ist echt schön gewesen heute hier.
Vielleicht nimmt das Ganze jetzt auch mal so richtig Fahrt auf, wäre ja schön. Kommen wir mal nochmal ganz kurz zurück, jetzt haben wir einen kleinen Exkurs gemacht, Dennis Undorf, darf er denn jetzt im nächsten Spiel von Anfang an ran? Ja, der Bundestrainer hat gesagt, es ist im Bereich des Möglichen.
Und Dennis Undorf, den habe ich dann gefragt. So weit hat er sich bei Dennis Undorf noch nie aus dem Fenster gelehnt, oder? Ja, also ich kann mir jetzt vorstellen, ich habe jetzt noch nicht mit meinen Stammtischbrüdern und Kumpeln in Deutschland telefoniert, aber da werden einige den Finger heben und sagen, ja, ich habe es doch gleich gesagt, der Undorf, jetzt muss er ihn endlich spielen lassen.
Aber der Bundestrainer hat ja jetzt auch schon wieder diese Andeutung gemacht. Und ich habe es letztens schon gesagt, diese Füllkrugfalle. die wir bei der Europameisterschaft erlebt haben. Julian Nagelsmann hat wieder damit angefangen. Ja, okay, also, na klar, spielt der Undorf gut, aber sinngemäß, wenn jemand ein guter Knipser ist als Joker, dann kann er das vielleicht auch in Zukunft sein.
Deswegen würde ich jetzt als Dennis Undorf nicht von einer Einsatzgarantie ausgehen. Aber wenn man den Bundestrainer da so gesehen hat, ich glaube, Julian Nagelsmann spielt schon mit den Gedanken, ihn jetzt mal wirklich von der Kette zu lassen. Ja, eine bessere Quote würde er halt wahrscheinlich nicht haben, wenn er mal über 90 Minuten oder 60 Minuten ran darf. Das ist auch klar.
Er kann es ja mal umgekehrt machen. Dennis Undorf kann ja mal nicht einfach in den letzten 30 Minuten treffen, sondern einfach in den ersten 30 Minuten und sich dann auswechseln lassen. Ja, also ich bin ja klarer Befürworter, das habe ich hier in dem Podcast ja auch schon gesagt, dass Leistung da irgendwann belohnt werden muss, auch mit einem Startelf-Einsatz. Aber man hat schon jetzt auch gesehen, gegen die Elfmeinküste, gerade beim letzten Tor, war das schon alles offener, als das noch in der ersten Halbzeit war.
Also da waren ja beide Mannschaften dann eher, ja, dann durchaus auch offener gestanden in der Defensive. Und das hat ihm dann natürlich auch die Räume ermöglicht, überhaupt in die Situation zu kommen. Also ich weiß nicht, ob er solche Situation halt dann auch in den ersten 30 Minuten bekommt, wenn der Gegner noch ein bisschen geordneter steht.
Das kann gut sein, aber warum nicht ausprobieren? Also wenn wir immer nur mit Zweifeln durch die Welt gehen, dann wird es nichts. Aber weil du die Abwehr angesprochen hast, mir hat Joshua Kimmich gar nicht gefallen. Also was heißt gar nicht gefallen? Der hatte halt wirklich den Scheißjob schlechthin, sich um Diomande kümmern zu müssen.
Und gerade beim Gegentor hat man dann gemerkt, okay, da hat den Felix Metscher auch nicht richtig unterstützt. Das war kein echtes 2 gegen 1, was die da gemacht haben. Aber Joshua Kimmich, der hatte eben da diesen Temponachteil. Und ich habe mich dann schon gefragt, okay, vielleicht kommt der Bundestrainer irgendwie auf die Idee, dass er Nene Brown rüberholt, um da den schnelleren Mann zu haben.
Das wäre natürlich dann schon sehr crazy gewesen, wenn dann Joshua Kimmich plötzlich Linksverteidiger gewesen wäre. Aber da hat man schon gemerkt, okay, das war ein hartes Stück Arbeit für Joshua Kimmich. Das war echt ein dickes Brett. Ich glaube, über weite Strecken der Partie hatte der nicht viel Spaß an dem Spiel.
Dio Bandier hat ja dann, glaube ich, auch Seiten gewechselt. Dann war es logischerweise ein bisschen besser. Oder dann hat, glaube ich, Joshua Kimmich sich mal ein paar Schweißperlen von der Stirn gewischt. Das, was ich mir halt denke, es war ja wirklich erwartbar. Wir haben ja im Vorfeld alle gesagt, darauf wird es ankommen.
Das könnte uns Probleme bereiten. Und das war ja sozusagen sehenden Auges, ist man da in diese Probleme reingestolpert. Und wenn wir jetzt mal im weiteren Turnierverlauf, Und es gibt ja durchaus auch noch Nationen, die vielleicht noch bessere Außenspieler haben, dann mit Tempo gegen Joshua Kimmich spielen. Dann denke ich mir, dann wird das wieder so ablaufen, oder?
Oder am 1. Joshua Kimmich kann jetzt sich einstellen und sagen, beim nächsten, der kommt nicht mehr so leicht vorbei. Also man hat ja gesehen, die haben das ja gezielt als Schwachstelle ausgemacht, würde ich sagen. Also ich meine, wie viele Angriffe sind über die linke Seite der Evora gelaufen? Wahrscheinlich 90 Prozent.
Ja, also die genaue Zahl, die aktuelle Zahl nach 90 Minuten habe ich jetzt nicht. Aber ich habe, das wurde eingeblendet nach einer ersten halben Stunde, wurde im Stadion eingeblendet, wie die Mannschaften, über welche Seite die ins letzte Drittel kommen. Und da hatte die Mannschaft von der Elfenbeinküste acht Angriffe über links, einen über halblinks, durch die Mitte einen und halbrechts und rechts auch einen.
Also man hat gemerkt, da besteht ein gewisses Übergewicht über die linke Seite und das war eben die rechte Außenverteidigerposition der Deutschen und da stand eben Joshua Kimmich. Man kann die grundsätzliche und grundlegende Geschwindigkeit eines Menschen, nicht großartig trainieren. Also muss man auch nicht, und ich glaube, Joshua Kimmich ist dazu auch zu alt mittlerweile, dass man ihn noch irgendwie schneller macht. Die Frage ist, ob man sich dann nicht taktisch irgendwas ausdenken muss. Aber da muss dann der.
Der Bundestrainer. Aktiv werden. Da wird ihm schon irgendwas einfallen. Weil, also auf die Sechs kannst du Josake mich auch nicht mehr schieben, weil das Sechserpärchen mir eigentlich ganz gut gefällt. Wobei Alex Pavlovich heute, da muss ich sagen, der hatte, also wenn die Ivorah ein bisschen robuster vorgegangen sind und ein bisschen körperlicher rangegangen sind, dann hatte Alex Pavlovich überraschenderweise Probleme.
Ja, komisch, oder? Oder? Also das kennt man ja von ihm gar nicht, dass er gegen, also das sind ja normale, genau seine Stärken, oder, körperlich dagegen zu halten. Ja, ist eigentlich ein Thema, wo er sich keine Gedanken machen muss. Er ist ja jemand, der. Klug Spielintelligenz besitzt und der sich aus Zweikämpfen raushält, die er nicht führen muss. Aber wenn er sie führen muss, dann ist er körperlich präsent. Das haben wir jetzt die ganze Saison bei den Bayern gesehen.
Aber heute irgendwie war er ein bisschen schwächer auf der Brust, so zumindest mein Eindruck. Dafür war Felix Metzscher umso besser. Wie, apropos körperlich robuste Personen, was sagst du denn zu Antonio Rüdiger und seiner Leistung, beziehungsweise was sagst du denn zum Schlottischock? Ja, Schock trifft es, glaube ich, ganz gut. Also wir wissen noch nicht ganz genau, was er hat.
Er wird wahrscheinlich am Sonntag dann erstmal ins MRT geschoben. Verdacht ist, dass da in dem Band, im Knie was passiert ist. Kann natürlich alles sein von Dehnung, Riss, Anriss. Wir wollen jetzt nicht spekulieren, aber ich glaube, selbst so eine Dehnung, wer sowas schon mal hatte, das kann schon auch ein bisschen dauern.
Also da ist dann vielleicht nichts Strukturelles unbedingt kaputt, aber das tut weh und da hilft dann auch nicht Tape anlegen und weiter geht's, sondern das kann dann schon auch mal eine Ausfallzeit mit sich bringen und das finde ich für die Nationalmannschaft, obwohl, vielleicht sprechen wir gleich ausführlicher über ihn, das Toni Rüdiger, finde ich, ganz ordentlich gemacht hat, ist schon eine deutliche Schwächung für die Nationalmannschaft.
Jetzt hat Nico Schlotterbeck auch, glaube ich, wegen dieses Zweikampfes, wo er dann auch relativ, ja, was heißt nicht gehumpelt ist, aber sich schon durchgebissen hat in der ersten Halbzeit bis zu seiner Auswechslung, hat man schon gesehen, dass er vielleicht nicht mehr ganz auf der Höhe war, vielleicht mit dem Kopf nicht mehr ganz dabei.
Und gerade mit seinem linken Fuß, das Aufbauspiel, was wir so oft gelobt haben, da geht dir schon einer verloren, wenn es denn zu einem Ausfall kommt. Also ich glaube, das würde der Nationalmannschaft sehr, sehr wehtun. Jonathan Tah ist ja dann auf diese linke Innenverteidigerposition gerückt. Ich weiß nicht, ob das die perfekte Lösung ist. Wie hast du ihn gesehen und wie schmerzt der eventuelle Ausfall?
Ja, also zunächst tut es mir für ihn persönlich leid, dass er das Spiel dann nicht durchziehen konnte. Er hat für das, dass er ja so lange schon angeschlagen war im Spiel, dann doch gut gespielt. Also da hat man jetzt nicht gemerkt, dass da irgendwie ein Leistungsabfall bei ihm stattgefunden hätte. Es tut mir für Schlotti leid. Auf der anderen Seite, glaube ich, hast du mit Antonio Rüdiger jemanden, der ihn da perfekt ersetzen kann.
Also ich sage jetzt mal, bei anderen Positionen, wenn es da eine dicke Verletzung gäbe, würde ich mir mehr sorgen. machen als auf der Position. Weil Antonio Rüdiger war natürlich auch einer der Helden von 2024. Der Mann spielt für Real Madrid. Also ich sehe da kein Problem, dass der einen Nico Schlotterberg 1 zu 1 ersetzen kann.
Und da wird es keinen großen Qualitätsverlust geben. Was es vielleicht geben wird, ist so ein bisschen ein Verlust in der Eingespieltheit. Also wir hatten ja jetzt die letzten Wochen und Monate eben dieses Innenverteidiger-Pärchen Schlotterbeck-Tar und dass dessen auseinandergerissen wird, das bringt natürlich Probleme mit sich, aber Aber grundsätzlich sehe ich Antonio Rüdiger von der Leistungsfähigkeit auf einer Stufe mit Nico Schlotterbeck.
Ich glaube, können wir dann vielleicht nochmal vertiefen, wenn es dann vielleicht tatsächlich zu einem längeren Ausfall kommt. Ich glaube, wenn es so kommen sollte, wäre es schon ein Qualitätsverlust, gerade auch allein wegen des Aufbauspieles. Die beiden haben sich ja auf der Passekonferenz auch in der letzten Woche über den grünen Klee gelobt. Da wurde schon klar, wie perfekt dieses Duo eigentlich harmoniert.
Und Antonio Rüdiger hat beide gelobt, hat Jonathan Tart zum Chef erklärt und bei Schlotti explizit, so wie du, den Spielaufbau gelobt und erwähnt. Ich glaube, wir brauchen den Teufel noch nicht zumindest an die Wand malen. Wir warten mal ab, was genau diagnostiziert wird. Drücken da natürlich die Daumen, weil es ja, wie du schon sagst, für ihn persönlich wahnsinnig bitter wäre.
Lass uns wieder über die positiven Dinge sprechen. Da gab es ja einige. Und zwar nicht nur Dennis Unruf als Einwechselspieler, sondern generell. Der Bundestrainer hat ein gutes Händchen bewiesen. Würdest du das unterschreiben? Kann man sagen, Julian Nagelsmann hat den Sieg eingewechselt? Also offensichtlich ja.
Ja, offenkundig, so wie es aussieht, hat er den Sieg eingewechselt, weil die Vorlagen kamen ja auch. Zum einen von Nadine Amiri, von dem her. Hat der Bundestrainer schon den Sieg eingewechselt. Jetzt kann man natürlich sagen, okay, er hat so viele Leute eingewechselt, irgendwas musste ja irgendwie funktionieren und stechen.
Aber ich glaube, die Tatsache, dass er da drei frische Leute gebracht hat, rund um die 58, 59, 60. Minute, glaube ich, das war auch so ein Zeichen an die Mannschaft. Also Leute, so jetzt probieren wir mal was anderes und jetzt wird hier wieder Fußball gespielt. Das war jetzt alles schön und gut, aber jetzt bringe ich mal die Jungen, jetzt bringe ich die Hungrigen, jetzt bringe ich die, die bisher hinten anstanden und die haben es ihm ehrlicherweise Gedanke. Also da war schon ein frischer Zug drin.
Die Geschichte von Jamal Musiala zum Beispiel in diesem Spiel, die war halt dann auch irgendwann mal auserzählt. Und auch die von Liré Sané war auserzählt. Die haben zwar viel versucht, aber es war dann irgendwann mal der Punkt gekommen, wo man sagen musste, okay, heute wird es eben nichts und dann ist es gut, wenn du Leveling, wenn du Amiri reinbringen kannst, die dir da neuen Schwung reinbringen.
Ja, und wenn ich auch mal wieder überragend fand. Du hast ihn davor angesprochen. Bei der versuchten Doppelaktion gegen Diomande, Felix Metzger, da war vielleicht nicht ganz auf der Höhe. Da hätten sie einfach deutlich früher attackieren müssen. Da haben sie ihn einfach freie Bahn gelassen. Da waren wir viel zu zögerlich.
Trotzdem hat er für mich wieder ein unfassbar gutes Spiel gemacht. Wir sind ja gerade eine Fusion der Bayern- und Dortmund-Woche. Das Erste, was ich mir gedacht habe, war wirklich, wenn der so weiterspielt, dann wird hundertprozentig ein Engländer komme im Sommer, eine dreistellige Millionensumme auf den Tisch legen und dann wird er weg sein.
Also so wie der spielt, ist es wirklich einzigartig, finde ich, im europäischen Fußball. Welcher Dortmunder hat es denn gesagt, dass er der nächste dreistellige Millionenverkauf sein wird, das BVB? War das Kasten Kramer sogar? Boah. Oder war das Terzic? Da müssen wir nochmal in die Recherche gehen. Ich habe ja nicht so ein Elefantengedächtnis wie du.
Ja, ich habe das, ja, ich habe Münchner und DFB-Elefantengedächtnis bei den Dortmunder. Da muss ich noch ein bisschen üben und nachlernen. Aber ich glaube, irgendeiner von den Verantwortlichen, irgendeiner mit schwarz-gelber Kappe hat das gesagt, dass der der nächste 100-Millionen-Transfer werden könnte.
Ja, Felix Metzscher, feste Größe. Also ich glaube, da brauchen wir gar nicht drum reden. Das war richtig, richtig gut, dass der fit geworden ist rechtzeitig. Der hat ja auch mit seiner Verletzung kämpfen müssen. Und das hat dem Bundestrainer da schon sehr geholfen, dass der fit geworden ist. Weil ich glaube nicht, dass Leon Goretzka in so einem Umfang derzeit Leistung bringen könnte, wie es Felix Metzscher tut.
Weil wir haben ja schon darüber gesprochen, dieses Seidige in den Hüften, dieses Laufstarke, dieses Fleißige. Also er hatte dann auch mal kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Sprint nach hinten und eine Rettungsaktion bei einem schnellen Konter der Ivora. Also es macht Spaß, dem zuzuschauen. Er hat natürlich schon auch noch seine Problemmomente, das Gegentor gegen Curaçao.
Hat er vergessen, irgendwie den Rückraum abzudecken. Heute im Zweikampf zwischen Kimmich und Diomande, da hätte er eigentlich mitarbeiten können, hat das aber nicht richtig getan. Also da muss er noch arbeiten, aber ansonsten gerade nach vorne echt schön mit anzuschauen. Komme ich schon ins Stottern. Von lauter Lob komme ich schon ins Stottern.
Also dieser Pass vor den 1 war wirklich Weltklasse. Was hast du ihm gegeben bei der Einzelkritik eigentlich? 1-5, 1, 2? Puh, ich glaube Note 2. Okay. Aber Dennis Abi hat die 1 bekommen. Ja, das ist natürlich eine Benchmark. Ich glaube, ich hätte den Mindest 0-5 besser gegeben, Felix Metzger. Aber das schnacken wir dann beim nächsten Spiel wieder aus.
Grundsätzlich, wie siehst du das jetzt? Du hast jetzt noch ein Spiel gegen Ecuador. Die spielen erst noch in der Nacht. Meinst du, oder wie waren so die Stimmen? Habt ihr mal nach Frankreich gefragt, weil ich meine, die spielen jetzt am Montag gegen Irak, können auch jetzt noch nicht den Gruppensieg klar machen. Meinst du, die Verschwenden hat schon ein Gedanke oder sagst du, nach Elfenbein-Küste? Ja, wir haben ja nicht.
Weil das ist bei mir im Freundeskreis ja immer Thema, die sagen, hey, du kannst jetzt nicht mit neun Punkten durchmarschieren, weil dann bist du halt am 4. Juli weg. Ja, du kennst ja meine Meinung dazu. Ich gehe auch davon aus, dass es im Achtelfinale am Independence Day gegen Frankfurt, hätte ich fast gesagt, gegen Frankreich zu Ende ist. Und Anschluss an Frankfurt.
Die Frage kam tatsächlich auf, ob man jetzt vielleicht zocken müsse in der Gruppenphase und ob man sich da vielleicht überlegen müsste, ob man jetzt nicht alles gewinnt, sondern lieber Zweiter wird. Ja, also da sind wir dann schon sehr beim Fußballmanagerspiel. Und Antonio Rüdiger hat auch gesagt, wir gehen voll auf den Gruppensieg.
Und wir hatten ja eine ähnliche Situation 2024 bei der Europameisterschaft. Da hat dieses späte Füllkrug-Tor gegen die Schweiz ja gar nicht so wirklich geholfen, weil es dazu geführt hat, dass man dann früh auf Spanien getroffen ist. Da wäre es fast besser gewesen, wenn er nicht getroffen hätte. Aber Lirum Larum, ich glaube, da darf man als Fußballer nicht lange nachdenken, weil jedes Spiel will man gewinnen.
Und wenn man Weltmeister werden will, dann muss man die Besten schlagen und wenn Frankreich zu den Besten gehört, dann muss man die eben auch schlagen. Also die Bayern hatten bei der Klub-Weltmeisterschaft ein ähnliches Thema. Da hätten sie ja auch zocken können, auf wen treffen wir denn? Vielleicht nicht allzu früh auf PSG, da wäre der Gruppensieg wichtig gewesen und sie haben es nicht geschafft, weil sie da gegen Benfica in der Hitzehülle von Charlotte verloren haben.
Aber ich würde da nicht zum Rechnen anfangen. Für Fans ist das ein nettes Spielchen und für uns Journalistinnen und Journalisten ist das auch ein nettes Spielchen, aber ich glaube, wenn du als Fußballer anfängst, da groß rumzurechnen, dann landest du im Wald. Ja, und am Ende wirst du Zweiter und Frankreich im Endeffekt dann auch vielleicht Zweiter, weil sie gegen Norwegen nur ein Pünktchen holen oder wie auch immer, dann spielst du schon im 16.
Finale, also das ist tatsächlich, glaube ich, nicht zielführend, wenn man da jetzt schon zockt, Und aber ja, weil du übrigens ein schönes Tackling angesprochen hast von Felix Metzger, Leon Goretzka auch mal einen sensationellen Sprint hingelegt, ne? Hast du in dem Kopf? Ja, richtig. Da schreiben wir gerade eine News auf sport1.de über genau diese eine Szene.
Aber er ist so spät eingewechselt worden, deswegen konnte ich ihm keine Note mehr geben. Aber die Szene hätte natürlich eine kleine Eins verdient gehabt. Wie fandst du denn Leroy Sané? Der ist ja im Vorfeld sehr intensiv besprochen worden. Ich habe den Bundestrainer auch am Matchday Minus One auch nochmal nach Liray Sané gefragt.
Was meinst du, wie hat er gespielt? Ja, er war bemüht, er ist viel gelaufen, er hat viel zurückgearbeitet und das, reicht ja bei der Bewertung von Leroy Sanin mittlerweile, wie wir gelernt haben. Von daher hat er sich da nicht zu schön von lassen. Du kleiner, kleiner Spötter, du kleiner Spötter. Nein, ich fand, wie nenne ich das jetzt?
Also das Grundsätzliche habe ich angesprochen. Er war bemüht. Ich finde halt wirklich, es ist viel Sand noch im Getriebe. Bei ihm klappt aktuell noch wenig. Offensiv. Ja, ich weiß nicht, wir haben ja immer von diesem Auf und Ab bei ihm gesprochen. Ich finde, jetzt hat er zwei Spiele gemacht, die beide so na ja waren.
Ja, ich befürchte, diese Diskussion um ihn werden und ich habe jetzt noch nicht alle Social Media Kanäle und Profile durchforstet in den Kommentaren. Die werden erstmal nicht nachlassen. Wie hast du ihn gesehen? Ja, also ich war wieder fleißig, wie du sagst, das dürfte dem Bundestrainer wieder gefallen haben.
Auf der anderen Seite fand ich schon, dass da in letzter Konsequenz immer der Querpass war. Wenn er es dann mal 1 gegen 1 versucht hat, dann war das aber eher 1 gegen 4. Da war dann irgendwie vorher schon klar, dass er da nicht durchkommt gegen 4 Evora. Das hat mich ein bisschen gewundert. Mich hat auch gewundert, dass der Bundestrainer ihn überhaupt ausgewechselt hat.
Ich hätte eigentlich gedacht, dass er nach der Ansage, die er gemacht hat am Tag vor dem Spiel, dass er jetzt eisern zu Leroy Sané hält. Du erinnerst dich, ich habe den Bundestrainer ja gefragt, braucht denn Leroy Sané wirklich diesen Schutz? Weil es ja immer wieder heißt, der wird noch kaputt gemacht von den Medien und von den Fans. Der braucht einfach einen freien Kopf, um gut spielen zu können.
Und da hat Julian Nagelsmann ja gesagt, nee, also ihn stört das nicht, den Leroy Sané, das stört eher mich, weil ich nicht möchte, dass über meine Spieler so geschrieben und gesprochen wird. Jetzt hat aber Ilkay Gündogan, ein Mann, der ja wirklich lange Zeit schon an der Seite von Leroy Sané steht, beim Spiegel in seiner Kolumne geschrieben, Oft hat Leroy das Gefühl, dass die Leute nur darauf warten, dass er etwas falsch macht.
Ich merke, dass er mental nicht immer so frei ist, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte. Zitat Ende Ilkay Gündogan. So, und da wissen wir, oder da hören wir doch jetzt schon mal raus, da ist ein gewisser Widerspruch. Während der Bundestrainer sagt, den Leroy interessiert das überhaupt nicht, was über ihn gesprochen wird, Sagt Ilkay Gündogan genau das Gegenteil und sagt, ich merke, er ist mental nicht frei.
Was fangen wir damit an, Manni? Ja, du kennst ihn aus München. Ist er ein sensibler Typ? Also meinst du, ihm geht sowas nahe? Ich glaube, ihm geht es nicht mehr so nahe wie vielleicht vor vielen Jahren. Also er ist, glaube ich, da schon hart gesotten. Mittlerweile ist eben immer noch ein Spieler, der polarisiert.
Wir müssen jetzt auch nicht wieder allzu lang über Leroy Sané sprechen. Aber der Punkt war mir wichtig, dass auf der einen Seite eben Nagelsmann sagt, den interessiert das alles gar nicht, was um ihn herum passiert. Und Ilker Gündogan sagt dann genau das Gegenteil, macht da den Grundzeugen. Das war dann schon auffällig.
Ich glaube, die Phase, als er in München mal ausgefiffen wurde, in einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln, da war Steffen Baumgart noch an der Seitenlinie bei den Kölnern, ist also länger her. Ich glaube, das waren Momente, die ihn getroffen haben. Aber die Pfiffe in Stuttgart jetzt zum Beispiel, im Spiel gegen Ghana, ich glaube, sowas interessiert ihn dann gar nicht mehr.
Und man muss auch sagen, in der Mannschaft, das weißt du ja auch, kriegt er dermaßen viel Lob und dermaßen viel Wind und Rückendeckung. Also da muss er sich keine Sorgen machen. Ich finde, ein bisschen gehemmt wirkt es bei ihm nach wie vor. Das kann jetzt vielleicht mit dem Druck von außen zusammenhängen.
Ich glaube schon auch, dass es ab und an vielleicht von der Spitzigkeit auch ein bisschen fehlt. Ich finde zum Beispiel, wenn Jamie Leveling immer reingekommen ist, der hat einen richtig guten Eindruck hinterlassen, auch wenn es dann immer nicht so lang war oder jetzt noch für kein Assist oder Tor gereicht hat.
Aber ich finde, ja, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der dann vielleicht auch mal im letzten Gruppenspiel da den Vorzug bekommt, um sich dann auch mal von Beginn an zu beweisen, weil auch von ihm ist Nagelsmann ja durchaus überzeugt. Ja gut, der Bundestrainer würde jetzt sagen, ich bin von allen Spielern überzeugt, weil sonst hätte ich sie nicht mitgenommen.
Aber ich weiß, was du meinst. Ich weiß, was du meinst. Man muss natürlich schon sagen, so auf dem Blatt Papier und vom Namen her ist natürlich der Name Sané ein größerer als der Name Leveling. Aber das macht ja nichts. Also manchmal muss man dann eben den kleineren Namen die Chance geben, damit er vielleicht ein großer Name werden kann.
Ja, absolut. Absolut. Also ich glaube, auch der hätte es sich verdient. Wie siehst du es vielleicht grundsätzlich jetzt so nach zwei von drei Spielen, Musiala wird, auch noch ein bisschen Luft nach oben, oder? Bei beiden. Ja, tatsächlich. Also dieses Traumduo, das wir aus der Europameisterschaft 2024 kennen, Wirtz-Musiala, Wusiala, das zündet noch nicht so richtig.
Es mag mit der Situation von Jamal Musiala zusammenhängen, der ja seine lange Verletzung hinter sich hat. Flo Wirtz fand ich heute auch, da war viel brotlose Kunst dabei. Also der war auch fleißig, der hat auch versucht, aber dann ist er nicht zum Abschluss gekommen. Und dann hat er den Pass verpasst und so weiter. Also dieses Zaubern und dieses Wuseln bis zum gewissen Moment ist das ja schön und gut, aber wenn hinten nichts rauskommt, dann wird es eben schwer. Und das ist eben genau der Kontrapunkt zu Leuten wie Dennis Undorff.
Der zaubert nicht rum, der macht dir da keine Balljongliererei, sondern der weiß, okay, da ist der Ball und da ist das Tor, dann mache ich es doch mal rein. Müssen wir müssen wir noch über den Schiedsrichter sprechen ich frage es nur deshalb weil ich habe natürlich mit ein paar Freunden zusammen geguckt, und die waren richtig sauer und ich war zwischenzeitlich auch sauer, gar nicht unbedingt aufgrund der Entscheidungen, aufgrund der zwei abverkannten Tore, sondern, ich habe es einfach nicht gecheckt, diese Art und Weise also erst lässt er weiterspielen, dann wird abgepfeuert, was ist es also, wurde da irgendwie nochmal darüber gesprochen, nach dem Spiel gab es Erklärungen dafür.
Ja, die Frage kam auf, wie das mit dem Schiedsrichter war. Da wurde natürlich vor allem die Kommunikation kritisiert und so habe ich es auch gesehen. Also diese Szene in der ersten Halbzeit, das glasklare Fall von Havertz, glaube ich, war es. Oder war das Havertz? Es war doch ein glasklares deutsches Foul.
Und er lässt aber weiterspielen. Havertz hat dann, glaube ich, sogar getroffen. In letzter Konsequenz. Muss ja langfristig gewesen sein. Der Schiedsrichter hätte schon lang abpfeifen können. Er hätte schon, sagen Freunde, Schluss, aus, hier waren Foul. Und er lässt aber weiterspielen. Und dann fällt das Tor und da hat ja auch gar keiner mehr richtig weitergespielt.
Ich glaube, allen Menschen in diesem Stadion war klar, okay, das würde sowieso als faul gepfiffen. Also es war einfach schlecht kommuniziert. Es war echt übel. Es gab ja andererseits auch Beschwerden aus der Ivorischen Ecke. Der Trainer der Elfenbeinküste hat gesagt, er hätte sich von einer großen Nation wie Deutschland mehr Fairplay erwartet.
Das habe ich vorher schon angedeutet. Die Deutsche Bank war schon ziemlich oft, beim Schiedsrichterassistenten, beim vierten Mann. Einmal lag der verletzte Ivora an der Seitenauslinie und Julian Nagelsmann ist aufs Feld gegangen und hat sich dann umgedreht und stand dann, mit dem Rücken zum Spielfeld und mit dem Gesicht zu seiner Bank und hat dann da auf den Schiedsrichter bzw. den vierten eingeredet.
Es war wenig souverän. Aber Julian Nagelsmann ist halt ein junger Mann, ist kein Ottmar Hitzfeld, der mit dem Trenchcoat da an der Seite steht und nichts sagt, sondern der ist halt emotional dabei. Müssen wir vielleicht mal nachfragen, was denn da für Worte gefallen sind, dass der Ivorische Nationaltrainer sagt, Deutschland hätte da zu wenig Fairplay gezeigt.
Ja, du hast die Situation schon angesprochen, also da stand Julian Nagelsmann, glaube ich, face to face mit dem vierten Offiziellen, und das war ja eine Aktion, da war der Evora am Ball, hat dann den Ball im Zweikampf so mehr oder weniger jetzt ausgespielt, das war ganz komisch, er wollte Deutschlands Spiel schnell machen, dann hat der Spiel abgepfiffen, also es war auch irgendwie ein bisschen undurchsichtig, da ist ihm so ein bisschen die Kontrolle abhandengekommen, fand ich so. Ja, ich muss...
Das strahlt natürlich null Souveränität und Sicherheit aus und das überträgt sich dann schon auch, finde ich, auf Spielweise, auf Spieler, auf Zweikampfverhalten, auf... Ja, klar, also es soll jetzt nicht zu überheblich wirken, aber bei der Weltmeisterschaft, merkt man dann doch, dass die Schiedsrichter in Deutschland und gerade in Europa, die du so in der Champions League siehst, dass die nicht schlecht sind.
Also, dass das Niveau teilweise bei den Schiedsrichtern schon niedriger ist. Ja, auf jeden Fall deutliche Unterschiede. Ja, Kumbi, gibt es noch was zum Spiel zu besprechen? Nee, gar nicht. Wir sehen uns ja, wann sehen wir uns wieder? Am Montag. Der Montag wird frei sein, soweit ich weiß. Da darf sich die Mannschaft wieder erholen, können auch wieder die Familien kommen. Also alles analog zum Spiel gegen Curaçao.
Und dann, wir sollten jetzt endlich mal auf diese Liste schauen, wann wir uns vorgenommen haben, Podcasts zu machen. Ich habe tatsächlich gerade geguckt, aber wir hatten noch keinen fixen Termin. Wir hatten, das Einzige, was wir uns aufgeschrieben haben, ist nach dem nächsten Spiel, also dann Erscheinungsdatum am Samstag, am 27. Aber wir sind ja auch ein bisschen unsere eigenen Chefs, deshalb glaube ich, könnten wir jetzt einfach festlegen.
So, dann und dann zeichnen wir auf. Gehen wir es mal durch. Jetzt haben wir, Sonntag, Montag ist frei. Manfred, willst du jetzt wirklich hier live unsere Terminplanung machen, dann müssen doch die Leute nicht zuhören. Ich würde sagen, Montag oder Dienstag. Ja, ich glaube, Dienstag, damit wir Mittwoch in die Woche starten.
Da wissen wir auch dann, was mit Nico Schlotterberg ist. Dann können wir da nochmal die Situation in der Abwehr unter die Lupe nehmen. Und dann werfen wir mal einen Blick auf Ecuador. Ja, letzten Endes ist es egal, wann wir den Podcast aufnehmen, weil die Leute haben ja sowieso alle abonniert und haben das Glöckchen angeschaltet und kriegen sofort Push-Nachricht, wenn es eine neue Folge gibt von der WM-Kabine.
Ja, Manni. Und dann gerne wieder nebeneinander. Heute ausnahmsweise, und ich hoffe, das bleibt auch die Ausnahme bei diesem Turnier, dass wir digital aufzeichnen mussten, weil wir eben an zwei unterschiedlichen Orten sind. Aber nächstes Mal wieder live und in Farbe nebeneinander. An mir lag es nicht, Manni.
Das ist absolut richtig. Aber ich freue mich, wenn wir uns wiedersehen am Montag. So, mach dir noch eine schöne Zeit in Toronto. Schmier dich ordentlich ein. Appesan, aufs Gesicht, dann ist es morgen bauen. Du kennst die Regeln. Und dann sehen wir einen baungebrannten Chefreporter demnächst wieder in Winston-Salem.
Ja, erstmal sieht man den braungebrannten Chefreporter im Doppelpass zugeschaltet. Ui, warte mal. Stimmt, warte mal. In wie vielen Stunden? Ich glaube, 11.30 Uhr. Jetzt ist es 3.30 Uhr deutsche Zeit. Ach so, dann kannst du ja noch ausschlafen. Kann ich noch Hayaburu machen. Dann wünsche ich dir eine wunderschöne gute Nacht, viel Spaß im Doppelpass alle gucken, alle einschalten und dann sehen wir uns am Montag wieder in den Wünschen Zählen genau, ich freue mich drauf, bis dann bis dann, macht's gut ciao.