
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 180
Pokaltriumph in Berlin! Wieder Diskussion um Eberl! Wie geht's mit Kane weiter?
Dienstag, 26. Mai 2026 · 1 h 04
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Shownotes
Die Saison des FC Bayern ist vorbei! Mit dem Pokalsieg konnten die Münchner die Spielzeit vergolden und haben erneut ihre Dominanz unter Beweis gestellt. Mann des Spiels: Harry Kane! Madeleine und Stefan besprechen, wie es jetzt um seine Zukunft bestellt ist und womit die Bayern ihn überzeugen müssen. Schließlich läuft sein Vertrag 2027 aus.
Übrigens genauso wie bei Konrad Laimer, der nach dem Pokalfinale einen denkwürdigen Auftritt hingelegt und ebenfalls über seine Zukunft gesprochen hat.
Überlagert wurde der Triumph in Berlin aber von Uli Hoeneß und seinen Aussagen über Max Eberl. Was soll das eigentlich bedeuten und warum tut der Klub-Patron das? Stefan erklärt, wie sehr der Sportvorstand auf der Kippe steht und was im August zu erwarten ist. Fakt ist: Eberl hat es wirklich nicht leicht...
Das und mehr in der aktuellen Ausgabe!
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Viel Spaß mit der 64. Folge der 5. Staffel des Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger.
Folge 64 im Überblick
• Begrüßung
• Die Analyse des Spiels
• Der Spieler des Spiels
• Der Spruch der Woche
• Der Ärger der Woche
• Abschluss und WM-Infos
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Ob man jetzt dann Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht. Aber an dem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Die Bayern holen sich nach sechs Jahren wieder den Pokal und machen damit das Double perfekt. Doch für Sportvorstand Max Eberl war es eher ein Tag mit gemischten Gefühlen.
Grund dafür einige fragwürdige Aussagen von Klubpatron Uli Hoeneß bezüglich seiner Zukunft. Und genau darüber sprechen wir jetzt in unserer letzten Folge, die Bayern-Woche in dieser Saison. Und damit ein herzliches Hallo an euch da draußen und natürlich auch an dich, unseren Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger. Hallo Kumbi.
Hallo Madeleine, hallo da draußen. Nimm uns doch mal ein bisschen mit. Wie war es in Berlin? Das war ja jetzt deine letzte Reise, zumindest was den FC Bayern angeht in dieser Saison, oder? Das ist richtig. Das war die, ja klar, also jetzt gibt es in dieser Saison ja auch keine Bayern-Spiele mehr. Deswegen war es auch für mich die letzte Reise und es war wieder mal beeindruckend.
Also jeder, der vom Pokalfinale schwärmt, egal welche Mannschaften teilnehmen, hat vollkommen recht. Die Stimmung in der Stadt, die Stimmung rund ums Stadion, das Wetter war super, diese beiden Fanlager, soweit ich das mitbekommen habe, lief auch alles friedlich ab und ich habe den Fanmarsch der Bayern-Fans begleitet vom Theodor-Heuss-Platz bis zum Olympiastadion, habe da Videos gemacht und im Stadion, das hat ja jeder gesehen, wie es da zugegangen ist, sehr lautstark, über Püro muss man vielleicht noch reden.
Und ja, ich hatte diesmal, weil die rechte Lage anders ist beim Pokalfinale, zumindest für Sport 1, Die Möglichkeit, dass ich im Innenraum unterwegs war und habe dann auch gleich Screenshots bekommen und abfotografierte Fernsehgeräte von Leuten, die zugeschaut haben, weil sie mich entdeckt haben. Gerade bei der Jubeltraube zum 3 zu 0 nach dem Kane-Elfer.
Wie war das da so mittendrin zu stehen? Ja, es war sehr dynamisch. Sagen wir es mal so. Also die Spieler haben sich natürlich gefreut und abgeklatscht und gebrüllt und geschrien. Und es war schon beeindruckend, da mal mittendrin zu sein. Auch der Austausch mit den Fans durch die Spieler. Also das ist ein Erlebnis, kann man gar nicht anders sagen.
Ja, und man hat einfach auch gemerkt, was für eine Last dann bei den Spielern abgefallen ist. Aber da wollen wir natürlich auch hinten raus nochmal drüber sprechen, auch über die Feierlichkeiten, wo es danach dann eben zum Feiern hinging. Lass uns aber gerne ein bisschen chronologisch vorgehen und erstmal über das Spiel sprechen. Deswegen gehen wir rein in unsere Analyse des Spiels, ein letztes Mal.
Die Analyse des Spiels. Ja, am Ende war es ein 3 zu 0 Sieg in Berlin gegen den VfB Stuttgart. Klingt erstmal nach einem klaren Sieg, aber war es das denn auch überhaupt, Kumbi? Weil zum Beispiel an Josef Stanisic hat danach am Mikro bei euch gesagt, wir haben jetzt nicht unser bestes Spiel gezeigt. Wie würdest du vielleicht jetzt mit Blick auf die erste und zweite Halbzeit so das Auftreten der Bayern analysieren?
Ja, vollkommen richtig. Also die erste Halbzeit, da hat Stuttgart richtig gut dagegen gehalten, richtig gut verteidigt auch. Die Chancen, die die Bayern hatten, sind meistens harmlos ausgefallen, sind verpufft, beziehungsweise in letzter Sekunde dann ist ein sauberer Abschluss verhindert worden. Da hatten es die Bayern tatsächlich schwer und da hätte ich jetzt mal gesagt, so 50-50. Es gab auch Leute, die gesagt haben, Stuttgart ist sogar noch einen Tick besser, weil Jonas Urbich ja auch mal gestresst wurde.
Und dann gab es auch einen Ball ans Außennetz von den Stuttgartern. Also es war gerade in der ersten Halbzeit nicht die Dominanzvorstellung, die sich die Bayern gewünscht hätten. Aber die zweite Halbzeit, da glaube ich, also dieses erste Gegentor für Stuttgart und dann die lange Unterbrechung durch die Pyro-Aktion, das hat vor allem den Stuttgartern den Stecker gezogen. Ja, da sind sie ein bisschen aus dem Flow gekommen dann.
Ja, du hast ja das Problem, du bist jetzt 1-0 hinten. Und dann musst du erst mal mental damit klarkommen. Und dann hast du im Kopf die Bilder, okay, was machen wir jetzt? Wie können wir die Bayern doch noch irgendwie überraschen? Und dann eben diese lange Pause, die hat den Stuttgartern deutlich mehr geschadet als den Bayern-Spielern.
Aber nochmal mit Blick auf die erste Hälfte. Du hast es gerade angesprochen. Also man kann schon oder muss schon sagen, die Stuttgarter waren einfach giftiger und auch mit ihrem hohen Pressing. Also sie haben da die Bayern schon echt lange geärgert, die selbst irgendwie ja keinen Tritt in dieses Spiel bekommen haben.
Denkst du, das war irgendwo auch gewollt mit Blick auf Ende der Saison? Man zehrt auch so mit den eigenen Kräften. Ja, die Luft ist ein bisschen raus. Man will vielleicht einfach den Gegner erstmal etwas mürbe machen und ihn erstmal laufen lassen und dann in der zweiten Hälfte angreifen? Oder waren sie wirklich ein bisschen überrascht und überfordert, wie giftig dann die Stuttgarter doch waren?
Also ich glaube nicht, dass sie die Stuttgarter einfach mal kommen lassen wollten und zermürben wollten. Also sie hatten natürlich schon den Gedanken, wir haben genügend Zeit und wir können das ganze Spiel auch in der zweiten Halbzeit entscheiden. Aber ich glaube, vorab war das nicht der Plan der Bayern.
Das würde überhaupt nicht zu dem Kompanie-Fußball passen, den wir jetzt die ganze Saison über erlebt haben. Das hätte mich schon sehr überrascht. Die Bayern hatten halt überhaupt keine Möglichkeit, irgendwelche Tiefenbälle mal zu spielen. Da haben die Stuttgarter dicht gemacht. Bei den Bayern lief über links gefühlt gar nichts. Wenn was war, dann über die rechte Seite oder durch die Mitte.
Ja, also das würde ich aber jetzt gar nicht so den Bayern anlasten, sondern das war schon eine Stärke der Stuttgarter, die sich in jeden Ball reingekämpft haben, die in der ersten Halbzeit ihre Fans im Rücken hatten, die wirklich brutal laut waren. Also ich habe ein paar Fotografen gesehen, die mit Ohrenstöpseln rumgelaufen sind da im Innenraum.
Weil das war schon eine beeindruckende Stimmung und das hat die Stuttgarter Abwehrspieler, weil der Ball ja sowieso meistens in der Hälfte der Stuttgarter war, da schon nochmal zusätzlich motiviert. So war zumindest mein Eindruck. Du hast es gerade angesprochen, dass die Bayern kaum eben diese tiefen Bälle hatten.
Jonas Urbich musste sehr oft sehr viel eben lange Bälle schlagen. Wie hat er dir gefallen, nachdem er ja jetzt Manuel Neuer da zwischen den Pfosten ersetzt hat? Ja, wie so oft. Der FC Bayern muss sich eigentlich keine Sorgen machen, wenn Manuel Neuer verletzt ist. Und ich gehe davon aus, also ich wünsche es Manuel Neuer nicht, aber ich gehe davon aus, dass da auch in der kommenden Saison mal Wehwehchen auftreten werden.
Gerade die Wade ist ja, die Wade ist seine Achillesferse und da ist es ja auch so abgemacht, dass Jonas Urbig noch mehr Einsätze bekommen wird und die Bayern müssen sich da wirklich keine Gedanken machen. Da wird ja auch im Vorfeld kaum noch diskutiert. Also wenn Manuel Neuer früher verletzt war, dann war immer so ein bisschen Zittern und dann hieß es, uiuiui, kriegen die Bayern das hin, junger Torwart und so weiter.
Aber das Thema ist völlig erledigt. Also ich merke auch im Umfeld des FC Bayern, da ist man natürlich schon enttäuscht, wenn Manuel Neuer ausfällt, aber da ist niemand, der das große Zittern bekommt, weil Jonas Urbich im Tor ist. Der ist ja jetzt mit seinen, was ist er, 22, ist er ja ein erfahrener Mann fast schon.
Ja, die Bayern haben es halt genau in dieser Saison einfach total richtig gemacht, dass sie Jonas Urbich dann doch für Bayern-Verhältnisse viele Spiele gegeben haben, dass dann, wenn es eben mal zu solchen brenzligen Situationen wie bei einem Pokalfinale, wo dann auf einmal die Nummer eins im Tor ausfällt, man aber auf einen Jonas Urbich zurückgreifen kann, der die Saison über schon so viel Selbstvertrauen sammeln konnte, dass der dann da einfach steht und sagt, naja, wieso nicht?
Oder alle anderen auch stehen und sagen, naja, wieso nicht? Auf den kann man sich genauso verlassen. Und Jonas Urbich hatte ja auch keine kleinen Spiele. Es gab dieses Champions-League-Achtelfinale in Leverkusen in der vorvergangenen Saison. Es gab das Pokalspiel in Köln, wo natürlich auch auf ihn besonderer Druck lastete, weil es ist nun mal der Verein, von dem er nach München gekommen ist.
Und die Stimmung in Köln war auch hitzig. Jetzt dann eben das Pokalfinale. Also das sind keine kleinen Spiele, die er da absolvieren muss. Und bisher hat er, ich kann mich jetzt an keinen Klops erinnern, an keinen dicken Fehler, der zu einem Gegentor geführt hätte. Mit Blick auf die zweite Hälfte, du hast es gerade eben schon angesprochen, in der ersten Hälfte haben die Bayern es schwer gehabt, weil die Stuttgarter es ihnen auch eben extrem schwer gemacht haben.
Würdest du sagen, mit Blick auf die zweite Hälfte war es genau andersrum? Dadurch, dass sie dann eben durch diese Pausen und Pyro und keine Sicht eben aus ihrem Flow rausgekommen sind und damit konnten die Bayern dann endlich auch ihr Spiel spielen? Oder was ist in der zweiten Hälfte passiert? Ja, also wenn die Bayern mal 1-0 vorne sind, dann wird es halt extrem schwer.
Und egal mit welchem Stuttgarter man sich unterhalten hat. Harry Kane ist Harry Kane. Also die Stuttgarter hatten ja eine psychische Dreifachbelastung, also dieses Gegentor, dann die Pyropause, die ihnen mehr geschadet hat als den Münchnern und dann eben das Wissen, dass da ein Harry Kane ist, der immer noch für noch mehr Tore gut ist.
Also und das haben die Bayern natürlich clever ausgespielt. Also in der zweiten Halbzeit war das ein dominanter Auftritt, der nie gefährdet war. Da haben die Stuttgarter, waren immer wieder in höchster Not. Gegen Harry Kane vor allem. Michael Olyse ist auch besser geworden. Und wenn man dann Harry Kane eben auch so frei stehen lässt, also der Stuttgarter Schema hatte ja entsprechende Probleme immer wieder mit ihm, dann klingelt es halt einfach.
Und Dennis Unterf hat nicht umsonst nach dem Spiel gesagt, ja, ich würde auch gern mal so frei stehen wie Harry Kane. Ja, da sind halt dann die Dämme gebrochen. Irgendwann kannst du es halt nicht mehr entsprechend zurückhalten. diesen Bayern-Express. Ja, selbst Sebastian Hoeneß hat ja dann auf der Pressekonferenz nach dem Spiel extrem von Kane geschwärmt und gesagt, es ist einfach schwer zu glauben, was der da leistet.
Ja, ist es auch. Also man findet ja kaum noch Superlative, man findet ja kaum noch Worte, die nicht schon gefallen sind. Er dann eben fast schon allein mit seinem Hattrick, die Bayern dann da zum Pokal führt, ist schon absoluter Wahnsinn. Und wenn wir schon bei ihm sind, würde ich sagen, Dann bleiben wir auch bei ihm und gehen in unsere nächste Rubrik.
Der Spieler des Spiels. Ja, dass der Spieler des Spiels natürlich Harry Kane ist, ist klar. Uli Hoeneß hat selbst gesagt, nach dem Spiel der beste Transfer, den wir jemals gemacht haben. Würdest du da mitgehen, Kumbi? Also ich als jemand, der out of the box denkt, wie man heutzutage sagt, würde jetzt sagen, der beste Transfer, den der FC Bayern je gemacht hat, war der Verkauf von Karl-Heinz Rummenigge.
Weil der hat damals den verschuldeten FC Bayern gerettet vor dem finanziellen Absturz. Aber wenn Uli Hoeneß das sagt, dass Harry Kane der beste Transfer ist, den sie jemals gemacht haben, ja, da würde ich jetzt mal mitgehen. Zumindest ist er in der engeren Auswahl. Es gab natürlich auch andere Spieler wie Robben, wie Ribéry, wie Effenberg, wie Lothar Matthäus, als er aus Italien zurückgekommen ist.
Das ist natürlich auch eine Frage des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Aber in Sachen Sturm ist Harry Kane, glaube ich, ganz weit vorne. Den Transfer von Gerd Müller zum FC Bayern hat ja zum Beispiel Uli Hoeneß nicht gemacht. Von daher würde ich das jetzt mal bestätigen, dass Harry Kane auf alle Fälle unter den Top 3 ist der Transfers, die der FC Bayern getätigt hat unter Uli Hoeneß.
Beziehungsweise unter, also er war ja nicht derjenige, der Harry Kane federführend nach München geholt hat. Aber das war eine Glanzleistung, aber günstig war er natürlich auch nicht. Und du hast es ja gerade angesprochen mit Blick auf Sturm, aber nicht nur das macht ihn ja so besonders und das hat er ja auch im Spiel gegen den VfB Stuttgart wieder mal gezeigt.
Also seine Läufe nach hinten, dann... Wie er jedes Mal schafft, dann im Umdrehen und wie auch immer diese Bälle doch noch für sich zu kriegen und doch noch ins Tor zu kriegen vor allem. Unfassbar, dann ist es ihm egal, ob er jetzt im Mittelpunkt stehen muss oder nicht, was ja oftmals bei einem Mittelstürmer immer wieder vielleicht bemängelt wird, dass er doch dann diese letzte Instanz quasi sein möchte, die dann den Ball ins Netz schießt. Aber das ist bei ihm überhaupt nicht so.
Er ist da wirklich so am Boden geblieben und aber trotzdem so unfassbar wichtig. Also es ist schon absoluter Wahnsinn und auch seine Performance, die eben über die Saison immer besser wurde, hatte man das Gefühl. Er hat immer mal wieder irgendwie eine Sache gezeigt, wo man dachte, boah, okay, das kann er also doch auch noch. Das ist ja Wahnsinn.
Ja, ich meine, die waren 2-0, 3-0 vorne und trotzdem ist er noch hinten aufgetaucht, hat da Grätschen gesetzt. Der Kollege Martin Quast, der für uns im Südwesten unterwegs ist, der also vor allem Stuttgart, Frankfurt, Mainz und Freiburg begleitet, der sieht die Bayern nicht so oft und der war auch völlig hin und weg, gerade nach dieser Grätsche da auf der eigenen linken Defensivseite.
Und genau das hat ja auch Vincent Kompany gelobt. Da gab es eine lustige Szene bei der Pressekonferenz, der Kollege Klaus Bergmann von der Deutschen Presseagentur hat gesagt, ja gibt es noch Superlative und dann sagt Vincent Kompany ja, was werden sie denn jetzt schreiben? Und der Kollege Klaus Bergmann hat dann gesagt, ja mir fällt auch nichts mehr ein und da hat dann Vincent Kompany eben diese Grätsche, dieses Verteidigen.
Angesprochen und hat dann auch gesagt, er weiß immer gar nicht wie viele Tore gerade Harry Kane geschossen hat Weil da ist so eine Selbstverständlichkeit dabei. Und wenn du einen Stürmer hast, auf den du dich so verlassen kannst, in jeder Lebenslage und der auch nicht den dicken Macker raushängen lässt und der auch noch sympathisch ist.
Und der sich für keine Aktion zu schade ist. Ja, der sich für keine Situation und Aktion zu schade ist, der immer Vollgas gibt, der ein Fixpunkt in der Mannschaft ist, an dem sich viele orientieren, der die internationale Strahlkraft hat. Das darf man auch nicht vergessen. Also wenn im Ausland über den FC Bayern gesprochen wird, dann ist natürlich Harry Kane ein Name, der sofort genannt wird von Fans im Ausland.
Und dieses Gesamtpaket ist einfach wahnsinnig gut. Ja, und man merkt auch, was für ein Standing er auch in der Mannschaft hat und wie sehr er auch respektiert wird, eben aber auch, weil er sich selbst nicht zu sehr im Mittelpunkt stellen möchte. Auch eben nach dem 3-0, also nach dem Elfmeter, als er dann da zu den Fans gelaufen sind und die Spieler hinterher.
Und man hat so richtig gemerkt, was für ein Standing er innerhalb der Mannschaft hat, aber auch bei den Fans. Auf jeden Fall. Und er unterscheidet sich von einem großen Stürmer wie Robert Lewandowski dadurch, dass er eben nicht jeden Ball fordert. Also das war ja immer wieder ein Thema bei den Bayern, als Lewandowski noch im Sturm stand.
Der wollte immer bedient werden. Da hatten die Flügelspieler kaum den Mut, noch irgendwie selbst abzuschließen, weil Lewandowski in der Mitte stand und sich die Bälle gewünscht hat. Und das ist jetzt ganz anders. Harry Kane ist jetzt keiner, der alles durchgehen lässt. Also da hatten wir auch schon Szenen, wo er dann auch mal einen bösen Blick auf seine Flügelspieler geworfen hat, nach dem Motto, jetzt hättest du mal schön abspielen können.
Aber da ist so gar keine Aggression drin, sondern mehr so eine väterliche Güte in seiner Haltung. Und der Mann hat einfach Ausstrahlung, der Mann hat Aura und das tut dem FC Bayern in jeglicher Hinsicht gut. Auf jeden Fall. Jetzt ist natürlich klar, dass nicht nur nach der Performance im Pokalfinale, sondern einfach allgemein die ganze Saison hinweg will man ihn natürlich in München halten. Man muss ihn quasi schon in München halten.
Jetzt geht es ja so ein bisschen darum, sein Vertrag geht ja noch bis 2027. Am liebsten würde man das Ganze ja schon vor der WM eventuell eintüten. Aber der Engländer hat selbst einen etwas anderen Plan. Wir hören mal rein. Natürlich ist jetzt nicht die Zeit zum Reden. Wir waren sehr ruhig mit Blick auf die Situation. Wir sagten, lass uns die Saison hinter uns bringen, wahrscheinlich die Weltmeisterschaft auch. Und dann reden wir darüber.
Wissen Sie, beide Seiten sind, glaube ich, glücklich miteinander. Also mal sehen, was passiert. Sie haben gesagt, es war Ihr bestes Jahr. Sie haben also eine starke Position, um mit Bayern München über Ihre Zukunft zu sprechen. Ja, aber wissen Sie, in dieser Phase meiner Karriere möchte ich natürlich das Beste aus dem Vertrag herausholen.
Das sind einige der letzten Verträge, die ich wahrscheinlich als Spieler unterschreiben werde. Aber letztlich bin ich ein offener, ehrlicher Typ. Ich werde ehrliche Gespräche mit Ihnen führen. Ich bin sicher, bei mir wird es genauso laufen. Und ja, das ist definitiv ein Gespräch für einen anderen Tag.
Im Moment möchte ich einfach das Finale genießen. Ja, ich habe nach dem Spiel in der Mixed Zone Harry Kane extra so ein bisschen brav gefragt. Also zu fragen, gibt es irgendeinen Grund, den FC Bayern zu verlassen? Da musste er ja quasi Nein sagen und hat dann wieder mal erzählt, wie wohl er sich in München fühlt, wie groß die Wertschätzung ist.
Und bei seiner zweiten Antwort, als ich eben gesagt habe, die Karten stehen ja gut für dich, Du hast ja alle Argumente auf deiner Seite, weil er in einer Antwort davor gesagt hat, es ist das beste Jahr, das er je gespielt hat. Und das will natürlich schon was heißen bei all den Erfolgen, die er gerade beim FC Bayern eingefahren hat.
In Tottenham hat er ja keine Titel geholt, aber war auch da der Fixstern. Da merkt man dann schon, okay, es könnte knifflig werden. Und wenn er sagt, ich möchte alles aus meinem Vertrag rausholen, dann ist das brutal ehrlich. Aber wer sich das Video angesehen hat, der merkt, also Harry Kane ist ein Gentleman.
Der hat nicht irgendwie auf den Tisch gehauen, hat gesagt, das war die beste Saison, ich will jetzt den besten Vertrag haben, sondern das war mit einer Leichtigkeit so nebenher erzählt. Und er hat natürlich auch recht. Also in seinem Alter ist es wahrscheinlich der letzte große Vertrag und dass er angesichts seiner Leistungsfähigkeit und wenn die Bayern ihn unbedingt halten wollen Und wenn Uli Hoeneß sagt, er ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben, dann hat er alle Trümpfe in der Hand und dann müssen sich die Bayern strecken in erster Linie.
Ich glaube jetzt nicht, dass Harry Kane und sein Bruder, der ihn ja berät, und sein Vater, der da auch mitspielt, gewinnen. Und ja, so fiese Berater sind und so fiese Menschen, wie es die Bayern ja gar nicht mögen. Aber er hat alle Argumente auf seiner Seite. Dementsprechend wird es kein Zuckerschlecken für die Bayern finanziell.
Obwohl ich gar nicht mal sagen würde, dass er wirklich alle auf seiner Seite hat. Also ich meine klar, dass er nach dieser sportlichen Performance bei seinem letzten Vertrag nochmal alles rausholen darf, ist sein gutes Recht. Die Sportler müssen ja auch irgendwo gucken, wo sie dann am Ende ihrer Karriere irgendwie nochmal alles rausholen können.
Allerdings würde ich schon sagen, dass die Bayern auch Argumente auf ihrer Seite haben. Denn Harry Kane sagt, es war das beste Jahr, das er jemals gespielt hat. Das liegt aber natürlich auch daran, welches Umfeld der FC Bayern ihm geschafft hat und gemacht hat. Das sind natürlich auch die Spieler in der Offensive, die da gerade spielen.
Das ist ja allgemein einfach die Mannschaft, die ihn ja gerade auch so strahlen lässt, wie er strahlt. Das darf man natürlich auch nicht vergessen und das weiß ein Harry Kane sicherlich auch. Denn das ist schon bemerkenswert, was für eine Entwicklung er nochmal eben von den Spurs bis hin zu den Bayern hingelegt hat.
Und da ist natürlich der FC Bayern schon maßgeblich Schuld dran im positiven Sinne. Ja klar, also da muss ich dir auch recht geben. Das natürlich jetzt kann man schlecht beweisen, aber vielleicht hätte sich Harry Kane bei einem anderen Verein nicht so entwickelt und entwickeln können. Und wird ja immer wieder geraunt, dass der FC Barcelona da gesteigertes Interesse am Engländer hätte.
Wer weiß, ob er da überhaupt funktionieren würde, so wie er es beim FC Bayern tut. Wer weiß, ob er da dieses Standing erreichen könnte. Wer weiß, ob er da mit den Medien so gut klarkommen würde. Wer weiß, ob er mit Hansi Flick zurechtkommen würde. Also das Gesamtpaket, da gebe ich dir recht, stimmt natürlich auf der anderen Seite auch.
Er hat in München seine absolute Ruhe, da wird ihm alles so hingelegt, wie es er braucht, um den besten Harry Kane abzugeben, der möglich ist. Also stimmt, die Bayern haben da auch einige weiche Faktoren auf ihrer Seite, das ist wahr. Vor allem, wenn man ja auch weiß als Spieler, das wird jetzt mein letzter Schritt sein.
Der muss natürlich sitzen, weil du kannst ja nicht, wenn du jetzt 22 bist und zu einem Verein wechselst und sagst, oh Mann, okay, hier passt einfach gar nichts. Dann kann man irgendwo anders nochmal hinwechseln und es da wieder probieren. Aber Harry Kane weiß natürlich schon, dieser letzte Schuss, der muss sitzen, weil danach irgendwie wieder zurückzukommen wird wahrscheinlich auch nicht machbar sein.
Deswegen kann ich mir schon gut vorstellen, dass er das wahrscheinlich schon sehr, sehr, sehr zu schätzen weiß, was die Bayern da ihm gerade... Offenbaren bzw. von Umfeld geschafft haben. Finanziell, glaube ich, ist er sowieso schon auf der sicheren Seite. Ich sage ja immer, zwei warme Mahlzeiten am Tag kann er sich leisten.
Und egal, wo er unterschreibt, finanziell kommt er dabei gut weg. Egal, ob er beim FC Bayern bleibt oder sonst irgendwo hinwechselt, finanziell muss er sich keine Sorgen machen. Da kriegt er überall das Maximum in fast jedem Kader, würde ich sagen. Vielleicht jetzt nicht in Saudi-Arabien, aber da gibt es ja auch noch einen Ronaldo zum Beispiel, der mehr verdienen will als ein Harry Kane.
Aber da können die Bayern, glaube ich, wirklich punkten. Und Harry Kane wird sich vielleicht auch Gedanken machen müssen, will ich mich jetzt wieder umgewöhnen, will ich ein neues Land entdecken, will ich wieder quasi bei Null anfangen, was die Eingewöhnung betrifft. Oder bleibe ich ein Pferd, das im Galopp ist und einfach auf meiner Münchner Bahn.
Und sportlich muss man natürlich auch sagen, dass Bayern am Champions-League-Titel gekratzt hat. Es ist jetzt nicht so, dass die europäisch völlig chancenlos sind und das kann man ja noch weiterentwickeln. Du hast diese Woche einen Artikel geschrieben, in dem du gesagt hast, Es muss sich ein Bayern-Verantwortlicher einigen Hürden stellen.
Von welchen Bayern-Verantwortlichen sprechen wir denn und welche Hürden sind es mit Blick auf die Vertragsverlängerung von Harry Kane? Ja, die Hürden haben wir ja schon alle aufgezählt. Die finanziellen Hürden, wie weit man an die Schmerzgrenze gehen will und wie weit man an die Schmerzgrenze gehen muss, weil der FC Bayern will immer noch sparen.
Das ist kein Geheimnis, aber halt nicht an der falschen Stelle. Und bei Harry Kane wird nicht gespart und federführend wird in diesen Verhandlungen mit Harry Kane vor allem Jan-Christian Dresen sein, der ja damals, man muss sich daran erinnern, als Harry Kane kam, waren ja gerade Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn entlassen worden, Christoph Freund war noch nicht da.
Es gab diese Transfer-Taskforce, bestehend aus Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Herbert Heiner und vor allem eben Jan-Christian Dresen und der hat damals das ganze Heft in die Hand genommen. Es gab vorher, das hat ja Hasan Salihamidzic am Sonntag im Sport 1-Doppelpass enthüllt, es gab vorher schon Kontaktaufnahmen, als Tottenham aber dann die Tür zugemacht hat, hat sich das alles nach hinten verschoben.
Aber die Finalisierung hat dann Jan-Christian Dresen übernommen. Der hat ein wahnsinnig gutes Verhältnis zum Kane-Lager, sage ich jetzt mal, zu Harry Kane selbst, aber auch eben zu seinem Bruder und seinem Vater. Und deswegen wird er auch die Verhandlungen diesmal übernehmen an vorderster Front. Da sind dann wahrscheinlich Christoph Freund und Max Eberl ein bisschen in der zweiten Reihe.
Da muss sich eben aufgrund der persönlichen Zuneigung, die man da spürt, muss sich da Jan-Christian Dresen drum kümmern. Aber trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das alles erst nach der WM 2026 stattfinden wird. Ja, als ich Jan-Christian Dresen am Nockerberg bei der internen Meisterfeier gefragt habe, hat er ja gesagt, ja, es sollte jetzt schon schnell gehen, am liebsten vor der Weltmeisterschaft, aber dagegen steht ja jetzt das Wort von Harry Kane nach dem Pokalfinale, wo er so ein bisschen gebremst hat und da keine Not gesehen hat, vor der WM noch da irgendwie Stress zu machen.
Und da sitzt er natürlich ein bisschen am längeren Hebel, wenn es so um den Zeitpunkt geht. Ja, klar. Und Harry Kane hat mit England große Ziele. Das hat er in der Mixed Zone auch nochmal gesagt, unter dem großen Gelächter der Journalisten, weil er den nächsten Pokal natürlich in Reichweite sieht und ins Auge gefasst hat.
Aber ich glaube, das wird jetzt kein Hinderungsgrund. Die Bayern sind clever genug, da jetzt nicht Druck aufzuüben auf Harry Kane und ihm zu sagen, du unterschreibst jetzt, bevor du in die USA fliegst, sondern wir machen das ganz in Ruhe. Lass uns bitte in Kontakt bleiben. Dich persönlich werden wir vielleicht nicht stören in deiner Vorbereitung auf die Spiele mit England, aber mit deinem Bruder und mit deinem Vater bleiben wir in Kontakt und vielleicht kann man da ja vorher schon mal ein bisschen was ausverhandeln und da alles so vorbereiten, dass wenn Harry Kane dann zurückkommt von der Weltmeisterschaft, dass er quasi nur noch unterschreiben muss.
Also da traue ich Jan-Christian Dresen genug Cleverness zu und man darf nicht vergessen, Familie Kane war Dresen damals sehr dankbar. Dass der das alles so ein bisschen repariert hat, was durch Uli Hoeneß Aussagen vermeintlich kaputt gegangen ist. Also du erinnerst dich, am Tegernsee stand ja Uli Hoeneß und hat dann gesagt, ja wir sind uns mit Kane einig und irgendwann muss der Lewy aus Tottenham da einknicken, anders geht es ja gar nicht.
Und da war die Führung von Tottenham Hotspur nicht amused und dann ist es angeblich noch ein bisschen teurer geworden und Jan-Christian Dresen hat das Ganze aber dann eingetütet. Und da war die Kane-Familie schon sehr dankbar, dass er da den Schlichter gemacht hat, dass er da der König Salomon war und alle Seiten gesehen hat.
Ja, und das ist ja irgendwo auch völlig verständlich. Ich meine, du hast jetzt eine so unglaubliche Saison gespielt, aber die muss man sicherlich auch erstmal, auch wenn sie natürlich positiv verlaufen ist, muss man die erstmal verarbeiten. In nicht mal zwei Wochen geht die WM los. Da kommt ja natürlich eine Vorbereitung mit rein.
Also da ist ja irgendwo klar, dass man diesen wichtigen Schritt nicht einfach zwischen Tür und Angel schnell beschließen möchte. Und deswegen, genau, wie du schon sagst, dafür gibt es ja dann eben die Verantwortlichen, die Berater um ihn herum, die ja zufälligerweise auch noch Teil der Familie sind. Und da wird er sicherlich auch die ein oder andere Nachricht auch während der WM bekommen, wie denn da gerade so der Stand ist.
Ja, weil bei den Engländern ist natürlich auch Druck drauf. Also Thomas Tuchel hat ja einen Kader nominiert, der nicht jedem auf der Insel gefallen hat und dementsprechend, glaube ich, wächst die Rolle von Harry Kane noch mehr, als sie eh schon da ist, der ja auch bei den Engländern der Fixstern ist.
Und ich glaube, Harry Kane kann es nicht gebrauchen, dass er sich da so mit einem Auge ständig um Verhandlungen kümmern muss, sondern das macht die Familie beziehungsweise man macht es dann ganz in Ruhe nach der Weltmeisterschaft. Ja, das soll und muss er ja auch nicht. Lass uns gerne noch mal ein bisschen jetzt auf diese Feierlichkeiten und die Emotionen nach Abpfiff sprechen.
Was für eine Bedeutung hatte dieser Sieg für die Mannschaft, für den FC Bayern? Du hast es vorher angesprochen. Wir hatten danach ein Einzelinterview in der Flashzone mit Josef Stanisic. Und ohne dass ich gefragt habe, hat er davon gesprochen, ja, die Erleichterung war groß, weil die Diskussion im Vorfeld des Finals, das haben wir ja auch wir gesagt im Podcast, war schon, es muss ein zweiter Titel her, um die Saison wirklich als gut bezeichnen zu können.
Weil klar, die Dominanz war groß bei den Bayern, aber es steht halt hinter so einem Titel im Geschichtsbuch nicht ein Meistertitel, aber sie waren dominant, sondern es steht eben nur der Titel da. Die Bayern haben in der Allianz Arena vor dem Pressebereich so Aufsteller, so Säulen, wo sie jeden Titel mit Jahreszahl eintragen.
Und wenn dann der Pokal im Jahr 2026 da fehlt, in zehn Jahren fragt da keiner, ob das jetzt besonders knapp war oder ob das schade war, sondern da steht halt einfach dann kein Titel. Und das ist beim FC Bayern immer so. Und deswegen war natürlich schon im Vorfeld Druck drauf. Joshua Kimmich hat gesagt, früher hätte er eine ganze Saison an einem Spiel festgemacht.
Das würde er jetzt nicht mehr machen, weil er ja natürlich auch älter und reifer geworden ist. Aber wenn Josef Stanisic von dieser Verpflichtung spricht, dann war klar, dass... Dass die Bayern schon unter Druck standen, ihre Dominanz auch wirklich dann in Titel umzumünzen. Weil man ist ja dominant und man arbeitet ein ganzes Jahr für Titel und nicht dafür, dass man zum Schluss auf die Schulter geklopft wird und dann heißt es, ja, heute verloren.
Aber ihr wart ja ansonsten dominant. Also das ist einfach zu wenig für den FC Bayern. Oder wäre zu wenig für den FC Bayern gewesen. Man hat auch zum Beispiel bei Manuel Neuer, hat man auch gesehen, was da von ihm vielleicht auch abgefallen ist. wie losgelöst er gefeiert hat. Ich glaube, ich habe schon lange ein Manuel Neuer nicht mehr so fröhlich feiern sehen, Arm in Arm mit Jonas Urbich.
Dann gab es ja auch noch diese Szene mit diesem Winken. Das fand ich auch sehr charmant und lustig. Ich würde gerne wissen, was da dahinter steckte. Aber du hast einfach gemerkt, das war wichtig für die Mannschaft, das war wichtig für den Saisonabschluss. Und vor allem einer, Konrad Leimer, der hat, glaube ich, sehr früh schon zum Bierchen gegriffen.
Kann das sein? Zumindest hat er hinten raus am Interview, er war ja erst mal beim Doping und dann hat er es endlich auch mal zu euch zum Interview geschafft und das war schon wirklich sehr, sehr legendär. Wir können ja mal reinhören, wir hören jetzt nur in einen Ausschnitt rein, weil das ganze Interview ist ziemlich lang.
Falls ihr euch das aber ganz anhören wollt, könnt ihr das gerne natürlich auf sport1.de oder auch bei uns auf Social Media, auf Instagram gibt es das auch. Aber wir hören jetzt mal nur in einen Ausschnitt rein und das ist schon wirklich sehr, sehr lustig. Der Spruch der Woche. Machen wir uns gar keinen Spaß in einem scheiß Dopingraum.
Es wird verboten gehören, die Scheiße nach dem Pokalsieg, dass man zum Doping muss. Du musst einfach so schlecht spielen, dass die Leute sagen, der Leimer war sicherlich nicht gepostet. Ja eben, nicht mal dafür hat es gereicht. Ich hätte die Chance vergeben dafür, aber es hat mich trotzdem geholfen für das Doping. Warum forderst du denn so viel? Du weißt ja gar nicht, was ich fordere.
Ich glaube, zu dem Thema... Ich habe eigentlich noch nie was gefordert, aber schauen wir mal, wo die Reise hingeht. Ich bin jetzt drei Jahre hier, es macht richtig Spaß. Wir haben dieses Jahr das Double gewonnen und ich habe noch vor, einige Titel mehr zu gewinnen mit dem Klub. Ist das ein Thema, das nach der WM dann geklärt wird?
Ich kann es ja nicht sagen. Im Fußball geht es so schnell. Vielleicht sagen wir morgen, ich mache da was drunter. Vielleicht sagen wir es nach der WM, ich weiß es nicht. Darum keine Ahnung, aber wie es so ist im Fußball. Es kann jeden Tag, glaube ich, ganz schnell gehen. Das wisst ihr selber ja auch, oder? Vielleicht ist es nach der WM, da halten sie dann nochmal teurer. Ja, vielleicht. Vielleicht wird Österreich Weltmeister und dann wird es noch teurer.
Ja, das war eine kuriose Situation da in der Mixed Zone. Ich weiß nicht, ob man das alles so versteht, was Harry Kane, äh Harry Kane sage ich schon, was Konrad Leimer da alles so erzählt. Es war so, wir haben in der Mixed Zone gewartet und dann kam Conny Leimer und wollte erst vorbeigehen, hat sich dann doch hingestellt und hat sich dann eben bitterlich beschwert, dass er noch zur Dopingkontrolle musste.
Er war nicht einmal in der Kabine, weil der Kollege Florian Plettenberg hat ihn gefragt, ja wie war es denn in der Kabine und er hat dann gesagt, ich war ja gar nicht da. Ich kriege nichts mit und ich weiß nicht, ob man es jetzt gut gehört hat. Ich habe dann gesagt, Conny, du hättest halt so schlecht spielen müssen, dass man gesagt hätte, Doping war da sicherlich nicht im Spiel beim Konrad Leimer.
Und dann ging es eben um seinen Vertrag. Und die Frage, warum er eigentlich so viel fordert, das fand Konrad Leimer dann auch sehr lustig. Und mein Hinweis, dass wenn er als Alpensidan eine gute WM spielt, dann wird er ja noch teurer, dann hat er ja noch einen besseren Marktwert und da meint er dann ja, vielleicht werden wir mit Österreich natürlich auch Weltmeister und ja, es war.
Launig, jetzt kann man natürlich sagen, Und wieso hat er das nicht ein bisschen ernsthafter behandelt, diese Vertragsthematik, weil die ist ja schon ein Thema rund um den FC Bayern und da gibt es ja die Meldungen, dass er sehr viel fordert, haben wir ja auch schon besprochen. Aber ich würde das jetzt alles nicht so auf die Goldwaage legen, was er da gesagt hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass er auf leeren Magen ein Bier getrunken hat und dann ein bisschen lustiger war als sonst. Und er ist ja wirklich ein unterhaltsamer Kerl. Also erstens das völlig verständlich, nachdem man eben das Dubel geholt hat, dass man dann dein Interview eher so führt und ich finde in den wichtigen Teilen hat er ja auch ein bisschen ernster gesprochen, wie zum Beispiel eben, naja ich bin einer, der eigentlich nie fordert und ich habe mit dem Club noch echt viel vor und ich will mit dem Club noch einige Titel gewinnen und das war ja auch schon so ein bisschen der Wink mit dem Zaunfall, so hey ich bin hier noch nicht fertig.
Ja, und er hat klargestellt, dass er ein gutes Verhältnis hat mit Uli Hoeneß. Das, glaube ich, war auch eine gute Nachricht für viele Bayern-Fans, die wollen, dass Konrad Leimer bleibt. Also ich habe das Interview jetzt so gedeutet, dass er eigentlich schon Bock hat, bei dieser Mannschaft zu bleiben und ob er das, was er fordert, ist ja teilweise von 14, 15 Millionen die Rede, ob er das woanders bekommt, wage ich jetzt zu bezweifeln.
Von dem her würde ich jetzt mal tippen, dass Konrad Leimer in München bleibt, weil der hat Spaß, der hat, darf man auch nicht vergessen, die Nähe zu Österreich, das glaube ich, tut ihm auch ganz gut. Der Mann hat noch viel vor und das war ja wirklich ein kurioses und lustiges Interview und ich muss sagen, ich verstehe ihn da vollkommen.
Also wenn die Mannschaft den Pokal in der Hand hat und dann gehen sie alle rein und feiern noch in der Kabine weiter, gibt ja Videos, wo dann, ich glaube, Leon Goretzka hat Harry Kane da Sekt oder was auch immer aus dem Pott in den Mund geschüttet und du bist aber dann Konrad Leimer und musst in einer kleinen 2x2 Meter großen Box sitzen und musst darauf warten, was du endlich pinkeln kannst, weil du für die Dopingkontrolle ausgesucht wurdest, dann ist das natürlich bitter.
Das ist ein harter Schlag für ein Firebeast wie Konrad Leimer. Das stimmt. Aber auch da eben, um nochmal kurz aufs Sportliche zurückzukommen, hat man oder man merkt eben auch ähnlich wie bei Harry Kane, die Bayern und Vincent Kompany haben auch ihn verstanden. Echt nochmal einen Schritt nach vorne gebracht, was das Sportliche angeht.
Also ist ja wirklich unersetzbar auf der rechten Seite. Dann hat das ja mittlerweile auch auf der linken Seite gezeigt, dass er da eben als Verteidiger gar nicht mehr wegzudenken ist. Also ich glaube auch, er weiß, was er an dem FC Bayern hat, was er an dieser Mannschaft hat und wenn man sagt, hey, ich bin hier noch nicht fertig, ich will noch einige Titel gewinnen, dann bedeutet das ja auch was und das spüren die ja auch.
Die Spieler spüren, auf welcher Reise sich der FC Bayern gerade befindet und auch wenn die Saison vorbei ist, ist diese Reise aber noch nicht vorbei. Ja, also das ist ja auch das, was Leon Goretzka dann gesagt hat. Er wünscht dieser Mannschaft alles Gute und er traut ihr Großes zu. Und jetzt wissen wir noch nicht, wie das Sommertransferfenster läuft, aber aktuell bei dem Lauf, den die Bayern hatten jetzt in der vergangenen Saison, muss man davon ausgehen, dass es in der kommenden Saison ab Sommer, ab August dann ähnlich weiterläuft. Ja.
Das auf jeden Fall. Da will ein Konrad Leimer, glaube ich, tendenziell lieber dabei sein, als irgendwo anders gegen den Ball zu treten. Ja, das stimmt. Ja, ich habe es eingangs schon einmal kurz angesprochen. Einer, der nicht so wirklich viel Grund hatte zum Fallen, obwohl er es vielleicht gerne gehabt hätte, war eben Sportvorstand Max Eberl.
Wir gehen rein in unsere letzte Rubrik. Der Ärger der Woche. Ja, der Pokalsieg wurde leider ein bisschen von einem anderen Thema überschattet, kann man sagen. Knapp fünf Stunden vor Anpfiff veröffentlichte der Spiegel eben ein Interview mit Uli Hoeneß. Die Kernaussagen waren, die Chancen auf eine Vertragsverlängerung von Max Eberl stehen bei 60 zu 40, weil da sind noch Zweifel.
Kumbi, was waren deine ersten Gedanken, als du dieses Interview, beziehungsweise eben diese Aussagen gelesen, gehört hast, muss das kurz vor einem Pokalfinale sein? Also, dass Uli Hoeneß vor dem Pokalfinale ein Interview gibt, halte ich für legitim und darf er natürlich machen. Markus Feldenkirchen vom Spiegel, der das Interview geführt hat, der war bei 30 Jahre Doppelpass in der Runde und da war Uli Hoeneß auch in der Runde und danach, als so ein bisschen gefeiert wurde, 30 Jahre Doppelpass, haben sie da Kontakt geknüpft.
Und da stand Uli Hoeneß im Wort und hat sich halt gedacht, wenn ich eh schon in Berlin bin, dann komme ich eben da zum Interview. Und Uli Hoeneß, also man muss sich halt das ganze Interview anhören, da geht es auch um seine Biografie, da geht es um seine Kindheit in der elterlichen Metzgerei, da geht es um sein Karriereende mit bereits 27 und dann geht es natürlich auch um die Aktualität.
Und wie oft hast du mich in dieser Saison schon gefragt, warum macht Uli Hoeneß das? Naja, weil er ehrlich ist und er hat bei der Frage nach Max Eberl erst die Marschroute gewählt, die er jetzt schon öfter gewählt hat. Ich will dem Ganzen nicht vorgreifen, der Aufsichtsrat wird im Sommer darüber entscheiden.
Wir dürfen erst ab Juli, ab 1. Juli uns damit befassen. Das sind ja auch Themen die wir im Podcast jetzt schon öfter besprochen haben wo es auch Texte auf sport1.de gibt wer die liest ist da bestens informiert und was ich glaube was, Max Eberl verletzt hat. Er hat gesagt, er ist nicht enttäuscht, aber er wirkte enttäuscht.
Und was ihn gewundert hat, ist, dass da mit Zahlen hantiert wird. Ja, wir können ja gerne mal reinhören, was Max Eberl eben dann nach Abpfiff zu diesem Interview gesagt hat. Und dann können wir zwei gerne nochmal ein bisschen diskutieren. 60-40. Die Zweifel, die sind da scheinbar, sonst hätte es ja nicht gesagt.
War natürlich überrascht an dem Tag heute, dass das eben so passiert. Für mich völlig okay, dass ein Aufsichtsrat sich Gedanken macht über einen Vorstand, ob man weitermachen möchte oder nicht. Das ist ein ganz normaler Prozess. Ob man jetzt dann Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht.
Ist aber auch egal. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit zu überlegen, was sie tun. Das Fell ist dick geworden, aber an dem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt. Ich glaube, ich bin nicht enttäuscht. Ich versuche es nur sachlich einzuordnen. Also mehr nicht. Enttäuschung ist es nicht. Ich freue mich vielmehr über das, was wir erreicht haben. Blitztrennung nicht von meiner Seite.
Also ich bin da der falsche Ansprechpartner. Also ich glaube, an der Stimme von Max Eberl hat man es schon ganz gut gehört. Und wer sich das Video ansieht, merkt auch. Der war nicht glücklich, weil er hat den zweiten Titel mit eingetütet, das war auch die Forderung an ihm und dann wird es mit so einem Thema überlagert.
Aber wir Reporterinnen und Reporter müssen da natürlich nachfragen, weil es ist natürlich schon ein besonderer Vorgang, wenn ein wichtiges Mitglied des Aufsichtsrats da Zahlen nennt 60-40. Es gab die Theorie, die diskutiert wurde, naja, vielleicht meint Uli Hoeneß tatsächlich mit 60-40 die Mehrheitsverhältnisse im Aufsichtsrat.
Allerdings geht das Ganze nicht wirklich auf, weil es sind neun Mitglieder im Aufsichtsrat und 60 Prozent von neun sind, glaube ich, 5,4 oder sowas. Also es geht nicht ganz auf. Wenn es zehn Mitglieder wären, dann könnte man sagen, okay, sechs sind für Max Eberl, vier gegen ihn. Und man darf nicht die Struktur des Aufsichtsrats unterschätzen.
Also da sind viele Industriekapitäne und große Unternehmer, Aber da sind natürlich mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zwei absolute Fußballexperten und mit Herbert Heiner, der Aufsichtsratsvorsitzende, die natürlich da schon noch mal ein paar Prozentpunkte mehr Gewicht und Einfluss haben im Aufsichtsrat.
Und Max Eber hat ja selber gesagt, es ist ja völlig legitim, dass ein Aufsichtsrat Zweifel haben darf. Und das ist ja auch völlig legitim, dass ein Aufsichtsrat dann diese Zweifel auch äußert. Aber also... Was mich so ein bisschen irritiert, ist einfach, klar, man kann an Uli Hoeneß nicht mehr daran hindern, dass er in der Öffentlichkeit genau das sagt, was er denkt.
Das ist ja teilweise auch okay und auch gut so. Allerdings ist Uli Hoeneß schon so lange in diesem Business, dass er ganz genau weiß, wenn er am Freitag dieses Interview gibt, dass das ja am Samstag in der Öffentlichkeit sein kann. Vor einem so wichtigen Spiel von einem Verein, den er lebt und liebt.
Er weiß doch, dass er doch da dann auch zumindest die Macht oder die Möglichkeit hätte, zu sagen, hey Leute, tut mir den Gefallen und mach dieses Interview bitte erst nach dem Pokalfinale. Und dass er das nicht macht, dass er da irgendwo ein bisschen in Kauf nimmt, und seinen Sportvorstand vor so einem wichtigen Spiel so an den Pranger stellen zu wollen, zu können, finde ich irgendwie fahrlässig, weil es hätte auch schief gehen können.
Ja, die Mannschaft hat sich nicht davon beeinflussen lassen und Uli Hoeneß hat im Rathaus Innenhof gesagt, besser geht's nicht, den FC Bayern kann nichts aus der Ruhe bringen das hat er zwar im Zusammenhang mit der Debatte um Manuel Neuer in der Nationalmannschaft gesagt, aber daran glaubt der Mann einfach, ich fand es interessant dass er erst sagt, er möchte der ganzen Sache nicht vorgreifen und dann sagt er auch noch den Satz den du jetzt auch angesprochen hast, das Thema Er sagt, das wird dann wochenlang und monatelang diskutiert, wenn ich jetzt was sage. Und dann tu das doch.
Eben, und im DAZN-Interview vor zwei, drei Wochen, als das rauskam, hat er ja eben gesagt, nein, das ist ab 1.7. Erst Thema und genau bis dahin werden wir es eben auch nicht mit der Öffentlichkeit besprechen. Warum tust du es dann auf einmal einen Tag vor dem Pokalfinale doch? Ja, weil, und das hat er dann später bei Sky gesagt, also er hat ja quasi am Samstag, Freitag, Samstag waren Großkampftage für Uli Hoeneß an den Mikrofonen dieser Welt, Freitag beim Spiegel, dann Samstag vor dem Spiel bei Sky, nach dem Spiel dann bei der Sportschau.
Und er hat ja bei Sky gesagt, ich habe nichts gegen Max Eberl, aber ich weiß, wie man im Verein über ihn denkt. Und das zeigt, dass Uli Hoeneß natürlich nicht allmächtig ist. Uli Hoeneß steht auch, und das haben wir ja berichtet, im Verein unter Druck, weil manche Leute natürlich sagen, Uli, wir sind nicht zufrieden mit der Arbeit von Max Eberl.
Und denk dran, du hast ihn geholt. Und du warst auch derjenige, der Oliver Kahn in den Verein geholt hat. Das sehen manche als die zweite personelle Fehlbesetzung und deswegen steht Uli Hoeneß da in gewisser Weise auch unter Druck. Aber sollte er da nicht erst recht diese Zweifel anders moderieren? Ja, könnte er machen. Aber wir haben ja seinen Doppelpass-Auftritt im vergangenen September im Kopf.
Das war so der erste Warnschuss, als er gesagt hat, Max Eberl ist empfindlich und hat ihm noch ganz andere Sachen bescheinigt. Und Uli Hoeneß ist niemand, der sich zurückhält. Mitleid ist natürlich in der Branche keine Kategorie, aber man konnte Mitleid haben mit Max Eberl, dem dieser Abend des Triumphs schon verhagelt wurde. Ja, absolut.
Er hat es ja selber auch gesagt, warum muss es denn genau zu diesem Zeitpunkt sein? Weil es ist ja okay, dass Sie Zweifel haben, aber warum nimmt man mir denn dann irgendwo ein bisschen indirekt diesen Spaß, weil man, also meine ich, hat schon auch gesehen auf der Tribüne, wie er dann da saß, dass er da schon irgendwie, ja, sehr angefasst wirkte, eben dann auch bei euch am Mikro doch etwas geknickt wirkte und das ist auch völlig verständlich, weil, na klar, du musst dir als Sportvorstand des FC Bayern, brauchst du ein dickes Fell, du musst dir einiges anhören, vor allem solange Uli Hoeneß noch im Aufsichtsrat, tätig ist, ich glaube, das weiß er auch, aber ich finde, es gibt irgendwo auch einen Unterschied und vor allem auch eine Grenze, das in der Öffentlichkeit zu tun.
Weil man könnte meinen, dass die zwei gar nicht am gleichen Strang ziehen wollen, beziehungsweise für den gleichen Verein arbeiten, so wie Uli Hoeneß eben seinen Sportvorstand teilweise an den Pranger stellt. Du hast den Doppelpass angesprochen, da in der Öffentlichkeit ihn als empfindlich zu betiteln.
Okay, so, dann hatte man das Gefühl, es wird irgendwie besser. Sie arbeiten ein bisschen mehr miteinander. Jetzt hatte man das Gefühl, oh, vielleicht war Uli Hoeneß auch diese ganze ähm. Und alles, was dann da drumherum um die Arbeit zwischen den beiden eben, wie die beschrieben wurde, vielleicht war ihm das zu positiv, dass er jetzt eben auch wieder ein Interview führen musste, wo man sagen musste, nee Leute, so positiv ist es gar nicht, wir haben einige Zweifel.
Aber das jedes Mal in der Öffentlichkeit zu tun und dass dann eben ein Max Eberl auch noch so gut reagiert, das ständig runterschluckt und nicht selbst mal irgendwie zurückschießt, wo sollte das auch hinführen natürlich, aber klar, das musst du auch erstmal schaffen, finde ich schon absoluten Wahnsinn.
Ja, man fragt sich natürlich, warum die Kritik um Max Eberl nicht leiser wird, Weil es gab ja diesen Warnschuss im Doppelpass, diesen öffentlichen Warnschuss. Und wir wissen, dass natürlich auch intern Max Eberl immer wieder auf Fehler und Fehlerchen hingewiesen wurde, wo ihm gesagt wurde, mach das doch bitte anders.
Schließt die Transfers früher ab und sowas. Ja und sprich dich ein bisschen mehr ab und so weiter. Max Eberl hat mal vor längerer Zeit gesagt, alles was Uli Hoeneß in der Öffentlichkeit sagt, das hat er mir davor ja auch schon mitgeteilt. Aber offenbar hat Uli Hoeneß das Bedürfnis, in der Öffentlichkeit nachzulegen, um den Druck auf Max Eberl zu erhöhen.
Und der Grund könnte sein, dass Max Eberl eben die internen Mahnungen nicht verstanden hat und nicht entsprechend umgesetzt hat. Und dann sieht sich eben Uli Hoeneß gezwungen, dass er das Ganze öffentlich macht. Und das ist schade für Max Eberl, dass es an dem Tag passiert ist. Aber der Aufsichtsrat ist der Aufsichtsrat und der Aufsichtsrat hat Macht beim FC Bayern. und verbieten, Kann man es ihnen nicht. Vor allem nicht einem Oli Hoeneß.
Ja, genau. Da braucht man gar nicht anfangen, ihm das zu verbieten. Ich bin ja immer für Klartext. Und man kann über den Zeitpunkt sprechen. Aber dass ein Aufsichtsrat öffentlich Zweifel anmeldet am Sportvorstand, und das hat Max Eberl ja auch gesagt, ist ja grundsätzlich okay. Max Eberl befindet sich halt jetzt in der Situation, und da ist ihm ja auch in der Mixzone die Frage gestellt worden, wenn sie im Sommer keinen neuen Vertrag bekommen, werden sie dann als Lame Duck weitermachen, weil der Vertrag läuft ja dann noch ein Jahr und er müsste dann ein Jahr lang den Sportvorstand machen, Und jeder weiß, okay, im Sommer 2027 ist er weg.
Wir kennen das aus der Politik, wenn Politiker nicht mehr antreten dürfen und so weiter, dann das letzte Jahr oder die letzten Monate, da ist dann immer Highlife und Chaos, weil sich andere Leute in Position bringen. Und da kann ich, also Max Eberl hat gesagt, na gut, dann arbeitet er da weiter, auch als Lame Duck.
Das kann ich mir aber nicht vorstellen. Also ich glaube, wenn der Vertrag nicht verlängert werden sollte im August, dann wird er auch zeitnah seinen Stuhl räumen, entweder freiwillig oder er wird es müssen, weil ich glaube nicht, dass das eine gute Konstellation ist, wenn du so eine Führungskraft im Verein hast, von der klar ist, dass sie bald weg ist, weil das Ganze war bei Thomas Tuchel ja auch so.
Der war ja in den letzten Monaten auch eine Lame Duck. Und da war klar, er wird den Verein im Sommer verlassen und er hat halt das Ganze noch fertig gemacht. Klar ging es auch ins Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid, aber ich weiß nicht, ob das für einen Fußballklub wie den FC Bayern so sinnvoll ist.
Also für sinnvoll halte ich es auch nicht. Ich würde aber trotzdem einen Max Eberl so einschätzen, wie er jetzt eben erstens diese ganzen Unruhen auch gehandelt hat und wie er immer wieder zum Verein steht und sagt, hey, wenn man möchte, dass ich hier weitermache, dann will ich und mache ich das auch weiter.
Ich meine, klar, da geht es dann eben eher um die Vertragsverlängerung. Trotzdem schätze ich ihn einfach so ein, als würde er diesen Stiefel durchziehen. Er ist leidensfähig. Der hat so eine Verbindung zum FC Bayern, dass er selbst das noch durchziehen würde. Ja, manche Leute würden sagen, okay, er ist masochistisch veranlagt, weil so angenehm ist es dann nicht.
Ich würde jetzt mal sagen, er ist leidensfähig. Also er hat ja auch die ganzen Attacken jetzt in den letzten Wochen und Monaten auch durchgestanden und hat sich trotzdem auch in der Öffentlichkeit gestellt. Also das würde ich ihm schon zutrauen. Die Sache ist nur die, jetzt nehmen wir mal wirklich nur als Beispiel Konrad Leimer.
Konrad Leimer kommt von der WM zurück und es zieht sich noch ein bisschen und es ist Vorbereitung, Asienreise, Tegernsee, der Supercup kommt und dann wird am Horizont schon deutlich, okay, Max Eberl bekommt keinen neuen Vertrag. Soll dann Max Eberl auf Conny Leimer zugehen und sagen, Conny, lass uns über deinen Vertrag reden?
Aber ist das dann nicht... Dann sagt doch die Berateragentur von Conny Leimer auch, also Max, mit dir brauchen wir doch gar nicht mehr reden, du bist doch eh bald weg. Aber ist das dann nicht vielleicht ein... Deswegen kann ich mir das nicht vorstellen, dass... Ja, Entschuldigung. Ja. Ja, du? Ist das dann nicht vielleicht genau das Ass, auf irgendwo eine sehr traurige Art und Weise, das Ass, das Max Eberl eben ein bisschen im Ärmel hat, oder beziehungsweise die Bayern wissen, es wäre ein sehr ungünstiger Zeitpunkt.
In der Öffentlichkeit zu sagen, wir verlängern nicht mehr mit dir in einer so wichtigen Transferphase? Naja gut, wenn sich der Aufsichtsrat im August dazu entscheidet, den Vertrag nicht zu verlängern, dann sickert das auf alle Fälle durch. Also ja, und selbst wenn man es geheim halten kann, dann wird nochmal monatelang weiter spekuliert, darf er jetzt bleiben oder nicht.
Das kann ja auch nicht das in der Sache sein. Auf der anderen Seite wäre es natürlich auch traurig zu sagen, okay, das ist der einzige Grund, warum man eben mit seinem Sportvorstand verlängert, weil man eben die Unruhen rund um andere Personalien und deren Verträge nicht haben will. Weil man sollte natürlich schon wollen, dass man eben mit diesem Mann verlängert, weil die Arbeit eben genau so, wie sie ist, gut ist und dem Verein gut tut.
Wie so oft geht es ja auch bei so Vertragsverlängerungen immer darum, was kann mir diese Verlängerung, also was kann mir als Verein diese Verlängerung für die Zukunft bringen. Und wenn der FC Bayern, wenn der Aufsichtsrat der Meinung ist, also wir gehen nicht davon aus, dass Max Eberl da uns in der Zukunft groß helfen kann, dann muss man eben, dann darf man den Vertrag nicht verlängern und dann muss man ihn aus meiner Sicht auch sofort auflösen, weil Lame Duck, glaube ich, wäre die falsche Kombination.
Ja, es bleiben auf jeden Fall spannende Wochen beim FC Bayern. Nicht Kombination, sondern Konstellation, merke ich gerade. Ja, es wird auf jeden Fall weiter spannend bleiben. Also auch wenn die Saison jetzt sportlich gesehen vorbei ist, sind das natürlich Themen, die jetzt rund um den FC Bayern weiter brenzlig bleiben.
Wie geht es mit Max Eberl weiter? Oder wie siehst du die Chancen? Vielleicht jetzt nochmal so als letzte Frage. Was ist dein Eindruck? Geht es mit Max Eber als Sportvorstand weiter oder nicht? 60-40. Nicht 70-30? Nee, also ehrlicherweise, wenn du mich nach meinem Bauchgefühl fragst und wenn du mich nach dem fragst, was ich so hinter den Kulissen wahrnehme, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass es für Max Eber weitergeht. Echt? Wahnsinn.
Ja, so leid es mir für ihn als Person tut. Aber verstehst du es? Ist es dann nur dein Bauchgefühl aufgrund der Informationen, die du hast? Oder auch, weil du es verstehen kannst? Wenn es so kommen würde. Also wir haben es ja schon berichtet, die vergangene Sommertransferperiode wurde von Teilen der Verantwortlichen im Verein als chaotisch wahrgenommen.
Und das kann ich jetzt nicht beurteilen, weil ich ja nicht am Verhandlungstisch sitze und nicht in irgendwelchen, ich sitze nicht im Aufsichtsrat und ich sitze auch nicht im Vorstand des FC Bayern. Deswegen kann ich mir selbst kein Bild machen, ob das jetzt wirklich chaotisch war, ganz objektiv. Aber wenn Beteiligte subjektiv den Eindruck haben, das war chaotisch, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass Max Eberl aus der Nummer dann unbeschadet rauskommt.
Aber er könnte zumindest jetzt mit Blick auf den Sommer daraus lernen und das besser machen. Das fließt ja sicherlich auch in die Entscheidungen mit rein. Ja, also der Stand von vor vier bis sechs Wochen war ja, dass man gesagt hat, jetzt warten wir erstmal das Sommertransferfenster ab, wie sich Max Eberl da schlägt.
Die Frage ist, ob dieser Nackenschlag durch Uli Hoeneß vor dem Pokalfinale das überhaupt noch zulässt. Ja, ich meine... Max Eberl hat, ich merke schon, wie ratlos du bist. Also Max Eberl hat ja gesagt, eines Tages wird Uli Hoeneß mit mir sprechen oder ich werde ihn fragen und dann reden wir drüber, warum das so gelaufen ist, wie es gelaufen ist mit diesem Spiegelinterview.
Und was dann noch zusätzlich fies war, aber das ist auch ein normaler Vorgang, dann sitzen die Granden auf der VIP-Tribüne und Max Eberl sitzt auch noch direkt vor Uli Hoeneß und das war natürlich für sämtliche Kameras wunderbar, die Beisen da einzufangen und die Gesichter abzufilmen. Und wenn Max Eberl da aufgestanden wäre und im Stadion angefangen hätte, sich mit Uli Hoeneß zu unterhalten, auch wenn es nur über das Wetter gewesen wäre oder über die Pyro oder sonst was, dann wäre natürlich der Eindruck entstanden, okay, jetzt sprechen sie über dieses Spiegelinterview.
Das weiß er ja natürlich auch, dass er da unter absoluter Beobachtung steht. Deswegen muss der Pokerface auflegen und sich lieber zurückhalten. Du erinnerst dich vielleicht an die Szene damals am Tegernsee, als die beiden sich unterhalten haben und Uli Hoeneß furchtbar rumgefuchtelt hat. Und dann manche Medien schon, also wir nicht, aber manche Medien haben dann schon so hineininterpretiert, oh, da hat der Max aber einen Einlauf bekommen, da ist er geschimpft worden.
Und letzten Endes ging es wohl nur um die Tatsache, dass Joe Biden nicht mehr als US-Präsident kandidieren wird. Also ja, aber Bilder erzeugen natürlich Eindrücke und deswegen glaube ich, haben sich beide Seiten da auf der VIP-Tribüne im Berliner Olympiastadion gedacht, jetzt machen wir mal Pokerface und fangen nicht an, dass wir uns da besprechen.
Ja, ich habe mir jetzt gerade irgendwie auch so gedacht, als du eben meintest, du glaubst, es könnte eher zur Trennung kommen. Vielleicht war das auch so ein bisschen der erste Stein, den Uli Hoeneß jetzt ins Rollen bringen wollte, dass er eben diese Defizite jetzt schon in der Öffentlichkeit auch einmal nennt, damit eben diese mögliche Trennung nicht aus dem Nichts kommt.
Weil wir haben ja eben gerade auch gesagt, die letzten Monate wirkte es eigentlich so positiv, dass dann natürlich, wenn man auf einmal dann wie Kai aus der Kiste mit einer Trennung kommt, sich jeder denkt, was ist denn jetzt los? Es kann natürlich sein, dass das irgendwie auch so ein bisschen hinführend sein soll und er deswegen damit an die Öffentlichkeit gegangen ist.
Also klar ist, es gibt offenbar nicht den einen großen Knall, der dazu führt, dass man sich trennt, sondern das ist eine Entwicklung, falls man sich trennt. Aber du, vielleicht wird Max Eberl das Transferfenster rocken. Ich wünsche es ihm, im Sinne des FC Bayern und auch für ihn persönlich. Ja, auch menschlich gesehen, finde ich, tut er dem FC Bayern auch wirklich gut. Das ist meine Meinung.
Und dann sagen die Aufsichtsräte, wunderbar, du hast verstanden, lieber Max, hier ist der neue Vertrag. Ja, es bleibt spannend. Vielleicht könnt ihr ja auch gerne mal eure Meinung kundtun und in den Kommentaren mal gerne eben schreiben. Ist es bei euch auch 60-40? Versteht ihr die Aussagen von Uli Hoeneß bezüglich Max Eberl? Also wie ist da eure Meinung?
Schreibt das doch gerne mal in die Kommentare. Und wir sind jetzt leider am Ende unserer letzten Folge, aber es wird sicherlich eine nächste Folge geben, wo dann auch dieses Thema auf jeden Fall nochmal besprochen wird. Ja, da sind wir dann klüger. Also wir wissen noch nicht, wann wir wieder rein starten in die neue Saison.
Ihr wisst ja alle, Supercup ist glaube ich Mitte August. Rundherum, da geht es dann wieder weiter mit der Bayern-Woche. Und wenn es was Breaking zu besprechen gibt, dann setzen wir uns natürlich auch vor die Mikrofone. Und ihr seid ja nicht podcastlos in den kommenden Wochen. Denn der Kollege Manfred Ziedelbauer und ich, wir sind ja diejenigen, die für Sport 1 bei der Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft mitreisen.
Und da wird es dann auch einen Podcast geben. Seid gespannt, haltet die Augen offen, bleibt weiterhin Abonnenten dieses Bayern-Podcasts. Und da kriegt ihr dann auch mit, wenn es mit dem DFB-Podcast zur Weltmeisterschaft losgeht. Und da geht es natürlich dann auch um vor allem viele Bayern-Spieler. Es sind ja einige dabei im Kader von Julian Nagelsmann.
Sehr gut, dann werde ich auf jeden Fall reinhören und uns wird es ja als Duo, sag ich mal, den Sommer über auch weitergeben, allerdings dann vor der Kamera im TV, denn wir werden bei Sport1 eine WM aktuell Sendung haben, die abends um 18 Uhr immer läuft und da wirst du uns ja natürlich auch als DFB Reporter live zugeschaltet werden und da werde ich dich dann auch die ein oder andere Sache fragen.
Ja, und ich hoffe, dass wir nicht zu viel über den FC Bayern reden müssen. Also nicht, dass wir dann Breaking News, Max Eberlis raus. Ich sehe es schon kommen. Und dann muss ich in Winston-Salem stehen und dir erklären, was da beim FC Bayern läuft. Genau, also WM aktuell, Podcast, digital sowieso das volle Programm, Social Media, Texte etc.
Einen WM-Doppelpass wird es auch geben. Also ihr seid da in besten Händen, wenn es um die anstehende Weltmeisterschaft geht. Auf jeden Fall. Dann bedanke ich mich, Kumbi. Und ich bedanke mich natürlich auch an euch da draußen oder bei euch da draußen für die tolle, ereignisreiche Saison. Also es hat auf jeden Fall, auf gar keinen Fall an Themen gemangelt.
Ja, auch für euer ständiges Feedback. Genau, es gab viel zu besprechen. Danke, dass ihr uns auf dieser Reise durch diese Saison begleitet habt. Jeder Podcast war eine große Freude. Und ich freue mich jetzt schon auf die Bayern-Woche, wenn sie dann im August zurückkehrt mit Madeleine und mit mir. Auf jeden Fall, da freue ich mich auch drauf. Dann wünschen wir euch noch eine schöne Restwoche.
Genießt die Sonne und wir hören und sehen uns auf jeden Fall wieder. Genau, bis dahin. Genießt die Zeit und freut euch auf die Weltmeisterschaft. Bis dann.