
Die Bayern-Woche. Mit Stefan Kumberger und Madeleine Etti | Der FC-Bayern-Podcast· Folge 190
Nagelsmann ist weg! Was muss Klopp anders machen? War das WM-Quartier wirklich das Problem?
Samstag, 4. Juli 2026 · 43 min
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Shownotes
Ein historischer Tag! Julian Nagelsmann ist nicht länger Bundestrainer und Jürgen Klopp soll erklärtermaßen sein Nachfolger werden! Manni und Stefan besprechen, wie es so weit kommen konnte und welche großen Aufgaben auf den Neuen warten. Übrigens: Noch ist "Kloppo" bei Red Bull angestellt...
Außerdem blicken unsere beiden Reporter zurück auf die WM und analysieren, welche Probleme jetzt Stück für Stück auftauchen. Schlechte Kommunikation, kaum Kontakt mit den Spielern und obendrein die Familien im Camp...
Und: Was passiert eigentlich mit Rudi Völler?
Das und mehr in der aktuellen Ausgabe!
Viel Spaß mit der 10. Folge der 1. Staffel des Podcasts „Die WM-Kabine“ mit den SPORT1-Reportern Manfred Sedlbauer und Stefan Kumberger.
Die Folge im Überblick:
• – Nagelsmann geht...neue Chance durch Klopp?
• – Klopp ist die beste Wahl!
• - Kumbis Fußballabende/Doppelpass
• - Spanien: Noch besser, als bei der EM!
• - Abschluss
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Ja, hallo zusammen. So schnell hört man sich wieder. Gerade habe ich, Stefan Kumberger, mich aus den USA verabschiedet und habe meinen lieben Kollegen Mani Sedlbauer zurückgelassen in den USA. Und schon müssen wir wieder über die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sprechen. Mani, das S in Sedlbauer steht ja bekanntlich für sportlich und für sexy.
Und dementsprechend erreiche ich dich in Los Angeles. Servus. Servus, Stefan. Ganz genau in der Stadt der Engel. Und ich muss sagen, hier ist wirklich alles sexy. Das hast du vollkommen richtig erkannt. Jede Ecke ist schön mit dem Meer und so weiter. Aber ich glaube, heute werden wir nicht nur darüber sprechen, wie es hier vor Ort ist, sondern vor allem über sämtliche Aus der deutschen Nationalmannschaft.
Turnier aus, Trainer aus, Aus des Geschäftsführers am Ende des Jahres, beide Co-Trainer weg. Ganz schön, was passiert in den letzten 24 Stunden, ne? Da hat es einmal ein kleines Erdbeben gegeben, ein Erdbeben, das wir erwartet haben. Und ja, was sagst du jetzt zum Rücktritt von Julian Nagelsmann? Ist es der richtige Schritt?
Ja, zu 100 Prozent und zwar für beide Seiten. Erstmal für den Deutschen Fußballbund, da hat jeder in der sportlichen Führung eingesehen, dass es kein weiter so geben kann. Und deshalb haben sie Julian Nagelsmann ja auch ein bisschen dazu gezeigt, dass er von sich aus zurücktritt. Auch finanziell ist es enorm wichtig für den Verband, dass er von sich aus geht, dass man da eben zwar eine Abfindung zahlt, aber eben jetzt nicht noch zwei Jahresgehälter, zwei volle zahlen muss.
Und für Julian Nagelsmann, glaube ich, ist es auch enorm wichtig, weil ich glaube, er hat unter den letzten Wochen und Monaten schon sehr gelitten, vor allem seinen Ruf. Und jetzt von sich aus zu gehen, ist zumindest ein versöhnlicheres Ende. Die Frage ist natürlich, wie viel hat er da selbst jetzt mit entschieden oder war einfach der Druck von außen, von uns Medien, von Öffentlichkeit und auch von der Sportlinienführung am Ende jetzt so groß, dass er gar keine andere Wahl hatte. Wie siehst du es?
Ja, es bietet Julian Nagelsmann zumindest die Möglichkeit, da gesichtswahrend aus dieser ganzen Nummer rauszukommen. Also es gab ja dann auch schon Leute, die da den Charakter in Frage gestellt haben. Und er hatte ein bisschen das Pech, dass Ronald Koeman, der Bonds-Coach der Niederländer, der hat das ja so gemacht, wie sich es viele auch gewünscht haben von Julian Nagelsmann. Der hat direkt nach dem Spiel gesagt, so Schluss, aus.
Ich kann der Mannschaft nicht mehr weiterhelfen. Dieses Aus im 16. Finale ist nicht unser Anspruch und ich mache den Weg frei für einen neuen Trainer. Und das hätte ich mir ehrlicherweise auch von Julian Nagelsmann gewünscht, sein Kampfgeist in allen Ehren. Aber es war eigentlich schon ziemlich schnell klar, dass es nicht weitergehen kann. Ich meine, du warst ja auch in der Mixzone da in Boston.
Die Stimmung, die man da wahrgenommen hat und wir Reporter haben ja nicht umsonst die Frage gestellt, muss es da einen Rücktritt geben, weil es war ein epochales Aus. Es war das dritte Mal, dass die deutsche Mannschaft nicht das Achtelfinale geschafft hat. Das liegt jetzt nicht nur an Julian Nagelsmann. Der hat bei den anderen Turnieren nicht die Verantwortung getragen, aber es war einfach notwendig, dass er zurücktritt.
Und jetzt geht es für ihn auf in Neue Ufer oder an Neue Ufer. Ich schätze es mal, er wird sich ein bisschen zurücklehnen, ein bisschen Urlaub machen, ein bisschen die ganze Sache reflektieren. und dann geht es weiter mit Jürgen Klopp oder Erich Mich. Ja, korrekt. Noch ein Satz zu Julian Nagelsmann. Also ich glaube, das war allen nach der Partie schon relativ schnell klar, dass das auf eine Zendung hinauslaufen wird. Wir haben ja dann auch darüber berichtet, dass es keine Abschlusspässekonferenz mehr geben wird.
Das war eigentlich schon ein eindeutiges Zeichen. Er hat sich dann in Winston-Salem tatsächlich noch von der Mannschaft ja nicht verabschiedet, aber hat durchaus sehr emotionale Worte gefunden, auch nochmal vom Staff, vor dem Teammanagement gesprochen. Und wenn man sich beim DFB so ein Stück weit umhört oder auch in den Spielerkreisen, dann klang das offenbar schon sehr, sehr nach Abschied.
Er wusste, dass es schwer werden wird, die sportliche Führung nochmal von sich zu überzeugen. Er hat ja nach dem Spiel noch ein bisschen dafür gekämpft, tatsächlich vielleicht sogar noch eine Chance zu bekommen. Aber als dann die sportliche Führung in Frankfurt dann bei diesem Gipfel, der ungefähr so drei Stunden gedauert hat, zusammensaß, dann sind sie eigentlich zu dem eindeutigen Ergebnis gekommen.
Julian Nagelsmann hat das dann nochmal sacken lassen. Dann gab es nochmal ein Gespräch mit Bernd Neuendorf, Rudi Völler und dem Berater von Julian Nagelsmann. Und dann war die Sache auch relativ schnell abgewickelt. Und jetzt, du hast es angesprochen, ist der Weg ja frei für den aktuell noch TV-Experten Jürgen Klopp.
Nicht wahnsinnig überraschend, oder? Nein, also das ist ja auch schon interessant, dass der DFB den möglichen Nachfolger dann gleich in der Pressemitteilung der... Ich war auch sehr überrascht. Ja, also das ist, glaube ich, schon ein Novum. Also hat es das schon mal gegeben, dass ein Trainer zurücktritt und in der Pressemitteilung, wo sein Rücktritt erklärt wird, wird dann gleich schon geschrieben, wem man jetzt ins Auge fasst.
Und wie weit er schon ist und so weiter. Ich lese es mal vor, ich lese es mal ganz kurz vor aus der Erklärung. Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.
Also ich glaube, das ist ein absolutes Novum. Das ist ein Novum und die grundsätzliche, wie war der genaue Wortlaut? Die grundsätzliche Bereitschaft, den Posten zu übernehmen. Hat er bereits signalisiert. Ja, also dass er diesen Bundestrainerjob haben will, das hat er ja schon jahrelang signalisiert.
Also ich habe ja seine Biografie gelesen von Raphael Honigstein, nur zu empfehlen. Und da kommt unser lieber Kollege Martin Quast, der ja Jürgen Klopp schon seit Jahren und Jahrzehnten kennt, zu Wort. Und der sagt, Jürgen braucht diese Emotionalität. Der macht jetzt Liverpool, das war noch ganz am Anfang von seiner Liverpooler Zeit.
Und dann gibt es eigentlich nur noch die Nationalmannschaft. Dafür würde er brennen. Also da gab es schon so die ersten Eindrücke. Und ich habe es ja schon gesagt, diese Magenta-Kampagne, wo er dann dieses Bundestrainer-Jäckchen, anhatte. und dieses Krokettieren immer. Und er hat nie gesagt, ich beschäftige mich nicht damit, sondern er hat immer gesagt, lieber so, dass die Leute sagen, wir brauchen den Klopp, als wenn sie sagen, jeder nur nicht der.
Also die Bereitschaft, diesen Job zu bekommen, ich glaube, die hat er irgendwie schon in den letzten zehn Jahren immer wieder mal gezeigt. Und mehrmals hat es ja nicht gepasst, rein zeitlich. Und jetzt passt es, weil er ja einen Job in Anführungszeichen hat, wo man ein bisschen leichter rauskommt. Möchte man meinen, aber die Leipziger haben ja doch noch ein kleines Wörtchen mitzureden, beziehungsweise nicht die Leipziger, sondern vor allem die Salzburger in Fuschel am See, wo ja der berühmte Energydrink herkommt, da wird noch ein bisschen zu arbeiten sein.
Ja, so ist es also. Fakt ist, er hat als Global Head of Soccer, ist er dort, sperrige Bezeichnung. Head of Global Soccer, so rum heißt es. Ich war damals bei seiner Vorstellungspressekonferenz im Hangar 7, alles nur auf Englisch gelaufen, alles nur Internationalisierung und dann kam die Diskussion auf, ist er jetzt Head of Global Soccer oder Head of Global Football?
Ich glaube, er hat beides auf der Visitenkarte stehen. Vermutlich hat Jürgen Klopp auch gar keine Visitenkarte. Ja, man kann sich nicht wirklich so etwas darunter vorstellen, was er denn da so macht. Ich wollte gerade sagen, also ich glaube, wir da draußen und ich glaube, wahrscheinlich auch er selbst könnte gar keine perfekte Jobbeschreibung hier niederschreiben oder uns vortragen.
Kannst du es? Also was er da genau gemacht hat, gefühlt war ja, und das meine ich jetzt nicht respektierlich, gefühlt war ja so ein bisschen Maskottchen, könnte man jetzt sagen, wenn man böse ist. Wenn man nett ist, ist vielleicht Repräsentant das richtige Wort. Aber so richtig die Strukturen des Konzerns hat er ja nicht gesteuert.
Ich dachte, jetzt kommt das böse Wort des Frühstücksdirektors. Das kommt ja meistens in solchen Zusammenhängen. Auch schön. Ja, er musste natürlich oder muss immer noch den Blick auf alle Vereine im RB-Kosmos haben. Da kann man natürlich schwer reinschauen, weil natürlich Mario Gomez auch jemand ist, der sehr viel arbeitet. Jürgen Klopp hat damals gesagt, da wo Marios Laptop ist, da ist quasi mein Büro. Mario Gomez hält sich viel in München auf.
Und Jürgen Klopp, ja, also er war im letzten Winter auf Kreuzfahrt, Urlaub in der Nähe von Curaçao. Jetzt ist er TV-Experte für Magenta, was auch ein intensiver Job ist. Also offenbar hat er einen Job, wo man sich auch so ein bisschen Freiräume gönnen kann, ein bisschen Sachen freischaufeln kann. Fakt ist, wenn es dann ein bisschen konkreter wurde, also erinnere dich an die Entlassung von Ole Werner in Leipzig.
Da dachten wir ja, okay, welche Rolle hat denn der Kloppo da gespielt? Hat er das sogar entschieden? War er der Spiritus-Direktor? War er die treibende Kraft? Und dann steht er bei Magenta und sagt, ja, sinngemäß, also ich bin ja nur der beratende Part und so weiter. Und sowas führt natürlich dazu, dass sich niemand wirklich was darunter vorstellen kann, was der Mann im RB-Kosmos eigentlich tut.
Es führt aber auch dazu, dass wir jetzt alle glauben, das wäre ja alles so einfach, ihn da loszueisen aus Fuschel am See. dann soll er doch den Bundestrainer machen. Ja, das stimmt. Also um da nochmal zurückzukommen, also er hat bei Red Bull noch einen Vertrag bis 2029 verdient, dort auch ein bisschen mehr als Julian Nagelsmann als Bundesseller verdient hat, also spekuliert wird so um die 10 Millionen Euro.
Das heißt, da hat er eigentlich noch eine garantierte stolze Summe, die er da eigentlich kassieren kann bei den Österreichern. Und jetzt kommt es eben darauf an. Fakt ist, der DFB wird erstmals in seiner Geschichte eine Ablöse auf jeden Fall zahlen müssen für Jugendklopp. Und jetzt wird natürlich da ein bisschen verhandelt, wie hoch die denn ausfallen soll.
Ich glaube, ein Vorteil ist es, dass Oliver Minzlaff, also Geschäftsführer von Red Bull, sehr gut mit Jürgen Klopp kann und Oliver Minzlaff kann auch sehr, sehr gut mit Aki Watzke. Also die verstehen sich auch außerhalb des harten Businesses sehr, sehr gut, sind da auch im ständigen Austausch und das könnte schon ein Trumpf werden, ihn da loseisen zu können, dass jetzt Oliver Minzlaff nicht darauf besteht.
Es wurde ja auch von so einem Gentleman's Agreement viel diskutiert. Was wir wissen ist, schriftlich gibt es da nichts. Wenn, dann ist das wahrscheinlich so mal mündlich vereinbart worden, wenn überhaupt darüber gesprochen wurde. Und das bezweifle ich sogar, dass da überhaupt mal darüber gesprochen wurde. Wahrscheinlich war es Olivier Minzlaff sowieso klar. Wenn der DFB mal anklopft, muss er sich damit beschäftigen.
Und jetzt hat er halt den Vorteil, dass er Jürgen Klopp vielleicht ziehen lassen kann. Und dann kann er sogar noch eine fette Summe einstreichen. Ich glaube, er wird aber auf gar keinen Fall den Spielverderber für den deutschen Fußball spielen. Oder wie schätzt du es ein? Nee, das glaube ich nicht. Also Oliver Minzlaff ist ja sowieso auch einer der mächtigsten Männer im deutschen Fußball, wenn ich sogar...
Das ist Wahnsinn, ne? Ein bisschen unterschätzt, ein bisschen unterschätzt tatsächlich. Ja, und man darf nicht vergessen... Ja, man darf nicht vergessen, der Mann hat eine steile Karriere hinter sich gebracht, hat ja früher, im Sportartikel-Business gearbeitet und ist jetzt mittlerweile Geschäftsführer und zwar nicht von RB Leipzig und nicht von RB Salzburg oder von der Sportsparte, sondern er ist Geschäftsführer von dem ganzen dicken Laden, der die süße Brause herstellt.
Also das ist kein kleiner Fisch. Und ich muss aber sagen, ich bin Aki Watzke zu Dank verpflichtet. Ich habe ja im Podcast in Boston gesagt, Aki, kümmere dich. Und der Mann hat es in die Hand genommen. Und wie man hört, hat der sämtliche Regionalfürsten im DFB, die so ein bisschen Zweifel angemeldet haben, auch was die Kosten betrifft, hat er da zur Seite geräumt und ist da durchgepflügt und hat gesagt, ich kümmere mich jetzt darum.
Und er ist ja auch der richtige Mann dafür. Er hat das Talent und Talent verpflichtet und er hat auch den Einfluss. Von dem her, danke Aki Watzke, dass der sich da so schnell kümmert. Weil wir wissen, der DFB ist manchmal träge. Der DFB braucht manchmal. Der DFB ist, der sich mal auf den Weg macht. Im Grunde ist der DFB ja ein sehr konservativer Verband, immer noch.
Und wenn Aki Watzke da jetzt Schwung reinbringt und Jürgen Klopp da verpflichtet, dann ist das, glaube ich, der richtige Weg. Thema Geld wollte ich noch ansprechen, weil du ja gesagt hast, jetzt muss da Ablöse bezahlt werden. Du hast das vorher schon gesagt, Julian Nagelsmann bekommt noch eine Abfindung.
Ich habe ihn ja so erlebt, bei seinem Wechsel von Hoffenheim nach Leipzig und von Leipzig nach München hat er immer auch wieder auf Geld verzichtet. Er hat aber auch in seiner Karriere so viel schon verdient. Also ich glaube jetzt nicht, dass es ihm da auf die letzte Mark, hätte ich was gesagt, auf den letzten Euro ankam. Oder glaubst du, dass das ein großes Thema war im Lager von Julian Nagelsmann?
Nein, also ich finde, man muss ihm das zugutehalten, dass er das freiwillig gemacht hat und damit auch dem DFB jetzt keine größeren Steine in den Weg gelegt hat. Von daher darf man da sein kleines Hütchen, sag ich mal, vor ihm ziehen. Trotzdem darf man auf der anderen Seite nicht vergessen, das wird der stolze Ablöse sein. Also wahrscheinlich bis zu einem Jahresgehalt, was er da kassiert.
Und wenn er freiwillig zurückzüttet und die sich trennen, eine Art Aufhebungsvertrag vielleicht dann unterzeichnen, dann hat er ja auch die Möglichkeit, im nächsten Jahr sich wieder einen Job zu suchen. und dann würde er mit Sicherheit nicht weniger verdienen als beim DFB. Also jetzt ihn als der Mariter hinzustellen, wäre jetzt glaube ich auch falsch.
Auf der anderen Seite muss man aber glaube ich schon auch sagen, hat er dem DFB schon einen großen Gefallen damit auch getan. Ja, er hat sich auch selber einen Gefallen getan. Ja, also ich glaube auch, seine Miete wird weiterhin bezahlt sein. Unsere Miete wäre bezahlt, soweit ich unsere Wohnverhältnisse kenne.
Und zwei warme Mahlzeiten am Tag. Ja, in Köln ist ja nicht so schlimm. Ja. Köln ist ja nicht so schlimm wie München, aber auch in München, glaube ich, soll es reichen. Wie hast du es eigentlich grundsätzlich wahrgenommen? Weil ich fand jetzt schon in den letzten Tagen, war ich schon ein bisschen überrascht.
Und ich meine, wir waren auch, glaube ich, beide der Meinung, es muss ein Wechsel her. Julian Nagelsmann sollte zurücktreten. Da habe ich auch einen Kommentar beispielsweise geschrieben. Du hast auch in einem Aufsager ja auch deine Meinung kundgetan. Trotzdem fand ich die Härte oder was da alles auf ihn eingepasselt ist in den letzten Stunden schon auch ziemlich heftig von allen Seiten.
Und für mich wirkte das schon ein Stück weit wie so eine Art Spießhutenlauf. Normalerweise hast du ja immer noch irgendeinen, der dir den Rücken noch frei hält. Aber der hatte ja niemanden mehr auf seiner Seite. Ja, das ist richtig. Also in dem Fall Nagelsmann hat man auch wirklich gemerkt, dass der Bundestrainerjob nochmal eine härtere Nummer ist als alles andere, dass du dann noch mehr im Fokus stehst und, ich finde, er ist auch härter angefasst worden als ein Jogi Löw 2018.
Und später, als er dann endgültig aufgehört hat, weil Jogi Löw natürlich im Rücken hatte diesen WM-Titel 2014. Er ist auch härter angefasst worden als Hansi Flick, weil der hatte diesen Sechstupel-Bonus. Und man merkt schon, Julian Nagelsmann hat absolut polarisiert. Polarisiert immer noch. Also wenn du auch bei Social Media dir anschaust oder die Kommentare von vielen Experten.
Wir beide waren ja auch kritisch, aber das ist nochmal eine andere Nummer. Und das ist, was mit ihm macht, hat er ja schon vor dem Paraguay-Spiel gesagt. Dass er auch nur ein Mensch ist. Also, ich möchte nicht mit ihm tauschen, weil der Druck ist schon gewaltig und gerade ... Für uns ist es ja auch so, weil jetzt ist das Aus da und jetzt brechen natürlich verschiedene Infos hoch.
Jetzt ploppen gewisse Themen auf, die vorher noch unter dem Siegel der Verschwiegenheit, nur weitergegeben wurden. Und jetzt merkt man aber, wie viel im Argen lag. Welche meinst du? Naja, also die Dinge, die wir jetzt alle hören aus dem Trainingslager, aus Winston-Salem, wie schlimm es da angeblich gewesen sein soll und wenn ich dann höre, Langeweile und der Trainer spricht nicht mit den Spielern, das sind ja Dinge, die man immer so aufnimmt, aber dann gibt es keine echten Beweise dafür und die Protagonisten äußern sich nicht.
Und jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, ploppen eben die Themen auf, was nicht gepasst hat hinter den Kulissen. Da muss man dann auch wieder sagen, da hat der DFB schon clever Propaganda betrieben und hat alle auf die Linie gebracht während der Weltmeisterschaft, weil da hat man nichts davon gehört, dass es so furchtbar langweilig ist oder so. Das kam jetzt alles erst nachher auf.
Also ich glaube, das, was er sich ankreiden muss, was ich jetzt auch von ein paar Seiten schon mitbekommen habe, ist eben diese Kommunikation zu den Spielern. Jetzt lassen wir uns mal außen vor, ich glaube, so wichtig nehmen wir uns nicht, dass wir sagen, da hat er vielleicht auch im Laufe der Zeit immer mehr Fehler gemacht, fand ich. Also er war am Anfang oft lockerer, hat dann auch gewisse Sachen wegstecken können.
Aber gerade so nach der Heim-EM ist sein Fell immer, immer dünner geworden. Und da hat er immer einen schlechteren Eindruck gemacht. Aber ganz kurz noch zu den anderen Sachen. Da ging es ja viel um, ja, Wohlfühlatmosphäre, DFB. Da durften dann alle Friends und Familienangehörige ins Camp. Das scheint irgendwie eine Wohlfühloase gewesen zu sein.
Die Kritik musste sich anhören und Thema Langeweile. Also ich sage mal so, wenn du sportlichen Erfolg hast, dann hätten wir alle das super cool gefunden, dass die Spieler Verstecken spielen, Werwolf spielen und so weiter. Da eine gute Zeit haben und dann dürfen auch noch die Familien kommen. Wie übrigens bei der Heim-EM war es genau die gleiche Regelung.
Also die Familien und Freunde waren jetzt nicht mehr da als sonst. In Katar waren sie sogar noch eine Nacht länger durften sie bei der Mannschaft bleiben. Hat ja in Katar auch super funktioniert. Ja, aber wie gesagt, und da hat es auch niemanden interessiert. Also ich finde, das ist nur eine Quatsch-Diskussion zu sagen, ja, denen war es so langweilig und deshalb konnten sie keine Leistung bringen.
Also ich glaube, Julian Nagelsmann hat Fehler gemacht, aber das mit Langeweile und Familie und so weiter, das ist wirklich Quatsch, dass das jetzt nochmal so ein großes Thema gewesen ist und nach wie vor ist. Ja, ich muss sagen, dieses Thema Langeweile im Camp, das geht mir ziemlich auf den Keks. Also die Spanier haben 2024 bei der Europameisterschaft, wo sie alle Spiele gewonnen haben, wo sie den Titel geholt haben, ihr Trainingslager in Donau-Eschingen aufgezogen.
Das ist im Schwarzwald. Da ist natürlich ein tolles Luxus-Ressort, aber in Donau-Eschingen, da steppt auch nicht der Bär auf der Straße. Und die haben es trotzdem geschafft, dass sie sich konzentrieren und dass sie gut Fußball spielen und dass sie die Europameisterschaft holen. Und wenn ich dann höre, ja, manche Spieler hätten sich so eine Atmosphäre gewünscht wie in Chicago.
Leute, es geht schon noch irgendwie um Fußball und nicht um Urlaub und wir beide und andere Reporter haben Winston Salem auch überlebt. Ich finde es auch immer so ein bisschen despektierlich gegenüber der Stadt, wo man zu Gast ist, wenn man dann sagt, ist das furchtbar langweilig. Also dann muss man sich halt was anderes suchen und wenn ein Spieler seine Frau oder seine Freundin zu Gast haben darf und dann ist ihm langweilig, dann kann ihm wirklich keiner mehr helfen.
Also dieses Gejammer, auch wenn ich mich jetzt im Freundeskreis umhöre, es geht vielen gehörig auf den Keks, dass die Spieler wirklich ein gutes Leben haben und zu Recht ein gutes Leben. Die sollen sich ja auf den Fußball konzentrieren und die haben auch viel Druck, aber dann so Themen wie Langeweile und Winston Salem ist nicht schön genug.
Schwierige Diskussion. Ja, absolut. Also unterm Strich Nagelsmann weg, seine beiden Co-Trainer auch weg, Benjamin Hübner und Benji Glück. Andreas Rettig hat auch bekannt gegeben, dass er seinen am Ende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Also auch der wird wegbrechen. Also es steht zwangsläufig einen Umbruch an, dann mit laut Plan des DFB mit Jürgen Klopp an der Spitze.
Was ist mit Rudi Völler? Wie siehst du seine Rolle? Ich habe mir sagen lassen, er macht sich aktuell intensive Gedanken, ob er in Zukunft noch weitermacht oder ob er vielleicht sogar in der nächsten Woche die Entscheidung trifft. Mich braucht ja auch keiner mehr, ich bin hier auch raus. Ja, also ich könnte mir vorstellen... Dein Rudi. Mein Rudi, ja.
Ich könnte mir vorstellen, dass Rudi Völler in den kommenden Tagen auf die Idee kommt und sagt, Freunde, also jetzt reicht es mal. Ich habe ein gewisses Alter erreicht und ich habe jetzt wirklich oft genug hier meinen Lockenkopf hingehalten für den deutschen Fußball. Irgendwann möchte ich auch mal frei haben. Ich bin nicht bereit, nochmal einen Neuaufbau zu wagen.
Er war ja auch derjenige, der nach der Entlassung von Hansi Flick nochmal das Ruder übernommen hat und als Christoph Daum wegen der Koks-Affäre nicht Bundestrainer werden konnte, hat auch Rudi angepackt. Also der Mann hat jetzt wirklich mehrmals schon den deutschen Fußball gerettet. Der kann wirklich ruhigen Gewissens zurücktreten. Das wäre für mich auch gar kein Makel.
Und man muss ja so ehrlich sein, ein Bundestrainer, Jürgen Klopp, würde einen Rudi Völler nicht brauchen. Weil, wir haben schon darüber gesprochen, Rudi Völler war ja teilweise der Ausputzer, hat verbale Fehler und Fehlerchen von Julian Nagelsmann irgendwie ausbügeln müssen und einordnen müssen. Und ich glaube, das braucht Jürgen Klopp nicht und ich glaube, das würde auch Jürgen Klopp nicht zulassen. Also das wäre schon eine schräge Kombination, wenn Jürgen Klopp was sagt und dann kommt Rudi um die Ecke und fängt das wieder ein.
Ja, also ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass er das Handtuch wirft. Es wird dann schon echt einen großen Umbruch geben. Vielleicht mal die ganz offensichtliche, aber auch wahrscheinlich ganz, ganz komplexe Frage. Was muss denn Klopp besser machen? Wo muss er jetzt anpacken? Ja, die einfachste Lösung wäre natürlich zu sagen, einfach das Gegenteil von Julian Nagelsmann machen.
Dann ist die Öffentlichkeit schon mal zufrieden, so hart wie es klingt. Allerdings, also wir dürfen jetzt Jürgen Klopp nicht zum Wunderheiler erklären, weil der kann natürlich auch nur mit den Spielern arbeiten, die jetzt da sind. Klar, ein Lennart Kahl war jetzt verletzt, der wäre so einer der zukunftsträchtigen Spieler.
Nene Braun gibt ja mehrere. Also es gibt ja Perspektivspieler, die die Nationalmannschaft in Zukunft retten können. Aber die Probleme liegen ja tiefer. Und wenn du innerhalb von zwölf Jahren drei Weltmeisterschaften spielst und da so überhaupt nichts reißt, dann ist das ja ein tiefer liegendes Problem.
Es waren andere Spieler, es waren andere Trainer. Also muss da irgendwas Strukturelles nicht stimmen. Und die Struktur, um die aufzubrechen und neu aufzubauen. Also jetzt angenommen, wir verändern in Deutschland komplett die Nachwuchsarbeit. Die Leute, die jetzt 10, 11, 12 Jahre alt sind, bis die bei der Weltmeisterschaft mal für Deutschland spielen können, also Jürgen Klopp womöglich schon wieder in Rente.
Also er ist jetzt natürlich der Notarzt, aber man darf jetzt auch keine Wunderdinge verlangen. Ich wünsche mir, dass er mit der gewissen Demut an den Job rangeht und auch der Bevölkerung, der Nation, der Fußballnation erklärt, Freunde, wir sind aktuell nicht besser als das, was wir jetzt bei den letzten drei Weltmeisterschaften erlebt haben.
Bitte habt Geduld, ich gebe alles, ich brenne, ich baue den Laden wieder auf, aber gebt uns Zeit und fordert nicht sofort irgendwelche Titel. Das klingt aber gar nicht nach Jürgen Klopp, um ehrlich zu sein. Meinst du, der würde sich hinstellen und sagen, Leute, wir machen jetzt mal ganz ruhig EM, gucken wir mal, dass wir irgendwie ins Viertelfinale einziehen.
Jürgen Klopp würde mir in Sicherheit sagen, Leute, wir sind gerade an einem echten Tiefpunkt. Aber ich werde alles dafür geben, dass wir demnächst mal wieder Pokal in die Höhe reißen. Also da bin ich mir hundertprozentig überzeugt, dass er schon sehr, sehr ambitioniert an die Sache rangeht. Das glaube ich auch, aber es wird in zwei Jahren keinen Titel geben.
Also das wäre ja wirklich ein Wunder. Also dann kann man Jürgen Klopp wirklich ein Denkmal bauen. Dann kann er hier in der Nähe Altötting in Zukunft die Hand auflegen wie ein Heiliger. Also wenn er das hinkriegt, dass Deutschland in zwei Jahren Europameister wird, dann ruht ab. Ich glaube, es geht erstmal darum, die Stimmung zu verbessern und dann die Spieler wieder anzuzünden, den Spielern eine Perspektive zu bieten.
Klar in der Ansage zu sein, was ein guter Satz wäre, wenn ich jetzt wieder hier den PR-Berater raushängen lassen kann. Ich finde es cool, wenn Jürgen Klopp sagen würde, bitte habt Geduld, aber ich verspreche euch, ich bleibe so lange Bundestrainer, bis wir einen Titel in der Hand haben. Wäre eine geile Ansage.
Ja, dann gibt das am besten genau so mal an die DFB-Passe Stelle weiter, dass sie das dann auch genauso kommunizieren. Ich hoffe, dass das so schnell geht mit dem Titel, dass Jürgen Klopp den Pokal noch selber heben kann. Nicht, dass er mit 100 Jahren mit dem Rollator vorfahren muss und eben drei Leute den in die Hand heben müssen.
Ja, nein, das glaube ich nicht. Aber genau diese Jobbeschreibung, die du jetzt eigentlich genannt hast, die Leute wieder anzuzünden, die Mannschaft anzuzünden, dafür ist er natürlich schon prädestiniert. Also ich finde, in Deutschland, wenn du einen deutschen Trainer haben willst, gibt es aktuell keine bessere Option als Jürgen Klopp.
Und dass er irgendwann Bundestrainer werden wird, ich glaube, da waren wir uns alle schon vor Jahren ein, ich würde irgendwann passieren. Und ich finde, es ist jetzt wirklich der perfekte Zeitpunkt und ja, eigentlich jetzt, jetzt oder nie. Das auf alle Fälle. Also, wie ich es gerade gesagt habe, es gibt jetzt eine zeitliche Lücke, wo wir alle glauben, dass man ihn bei Red Bull leichter rausbrechen kann als früher beim FC Liverpool.
Und dann dürfen wir uns, glaube ich, schon. Auf den September freuen. Mal schauen, wie dann der DFB dasteht, der ja immer für Überraschungen gut ist. Glaubst du denn, was hättest du denn gesagt, wenn es einen ausländischen Trainer gegeben hätte? Zum Beispiel Pep Guardiola. Spannend. Ich glaube, Pep Guardiola, das wäre natürlich schon Wahnsinn gewesen.
Ich kann es mir gar nicht so vorstellen, dass so jemand ein Trainer der deutschen Nationalmannschaft wird. Ich hätte es höchst spannend gefunden. Ich glaube, aber auch da wäre das nicht von jetzt auf gleich was geworden. Ich glaube, das hätte auch seine Zeit gedauert. Der hätte das langfristig entwickelt. Ich hätte es super spannend gefunden.
Aber wenn ich, glaube ich, die Wahl hätte, dann wäre, glaube ich, Jürgen Klopp immer noch die 1A-Lösung. Ja, ich bin ja da ein bisschen konservativ. Ich hätte jetzt gesagt, eine Fußballnation wie Deutschland braucht eigentlich immer einen inländischen Trainer, einen einheimischen Trainer. Das kann jetzt vielleicht ein bisschen altbacken wirken, aber die Engländer sind mit ihren ganzen ausländischen Trainern über Fabio Capello und Sven Göran Eriks auch nicht glücklich geworden. Ja, vielleicht wären sie jetzt Weltmeister mit Thomas Tuchel.
Aber ich meine, Pep Guardiola ist auch kein Wunderheiler. der hat es nicht geschafft, die Bayern zum Champions-League-Titel zu führen. Von dem her, alles ist ihm auch nicht gelungen in seiner bisherigen Karriere. Und mit Manchester City hat er ja auch ein bisschen gebraucht, um trotz bester finanzieller Mittel den Henkel-Pokal nach Manchester zu holen.
Man merkt einfach, es ist nicht so einfach. Erfolg lässt sich nicht planen, nicht zu 1000 Prozent zumindest. Guck mal in die Glaskugel, was meinst du, nächste Woche gibt es schon die Zusage, von Klopp, wo wird das schon offiziell und dann noch kurzer Ausblick auf deinen Rudi. Ja, gute Frage. Also diese TV-Expertentätigkeit von Jürgen Klopp, die spielt natürlich da schon eine Rolle.
Also ich könnte mir vorstellen, dass man jetzt viel diskutiert und dann wird es aber erst nach dem Finale verkündet. Auf der anderen Seite ist der mediale und der öffentliche Druck der Fans, der ist natürlich auch da. Die wollen natürlich schnell auch eine Entscheidung. Ich denke mal, der DFB wird es lieber schnell als langsam durchziehen.
Aber dann ist Jürgen Klopp als designierter Bundestrainer schon immer noch TV-Experte. Ist auch eine spannende Konstellation. Gab es so auch noch nicht. Aber wir leben ja in Zeiten, wo alles plötzlich ganz neu ist. Und umso spannender ist es. Ja, absolut. Das war ja auch tatsächlich Skogile, als er dann jetzt allein schon immer an der Seitenlinie stand und dazu befragt wurde.
Und so, also das ist schon wild. Am Sonntag ist er übrigens bei den Kollegen wieder im Einsatz bei Magenta beim Spiel Brasilien gegen Norwegen. Das dürfte auch sehr, sehr spannend sein, wie er sich dazu äußert. Ich denke, so wie immer. Also die haben mal gesprochen und noch kann da nicht viel zu sagen.
Ja, genau. So wird es laufen. Er wird vielleicht ein bisschen was rauslassen. Noch kann er nicht viel dazu sagen. Genau, weil zur richtigen Zeit werden wir darüber sprechen. Gebt uns allen die Zeit und die Ruhe. Also ich kann mir jetzt zum Beispiel nicht vorstellen, Jürgen Klopp wird ja, medial auch sehr gut beraten, PR-technisch, dass dieser Passus in der Pressemitteilung des DFB zufällig drin ist.
Also da wird Jürgen Klopp und sein Umfeld schon vorher gefragt worden sein. Jürgen, ist es okay für dich, wenn wir dich da in die Pressemitteilung reinpacken? Sonst wäre das eigentlich so ein bisschen ein Abtörner wenn es da den Flirt gibt zwischen DFB und Jürgen Klopp und der DFB plaudert das so aus ohne dass es Jürgen Klopp war ist das wäre weniger sexy gewesen glaube ich.
Ja du übst damit schon auch ein bisschen Druck auf den auf den Dosen, Hersteller aus und auf Olli Münzlaff, weil jetzt weiß jeder okay die Sprecher und die Seite hätte Lust die andere Seite auch Lust, jetzt fehlt eigentlich nur noch das Go von Red Bull und wenn das nicht erfolgt, dann sind die die Buhmänner.
Ja, ja, klar. Also der Konzern hat ja eh nicht so den besten Ruf unter Fußballfans und wenn jetzt auch noch Heiland Jürgen Klopp blockiert wird durch das Stosen-Imperium, dann wird der Ruf nicht besser. Was meinst du denn jetzt eigentlich, wie viel WM guckst du jetzt von daheim noch? Hast du noch ein Spiel geguckt?
Ja, also ich habe mir die Österreicher angeschaut gegen Spanien. Habe ich versucht, dich zu erspähen im Stadion. Aber ja, die schauen meine Fußballabende aus. Die sind halt zu Hause auf der Couch. Sterne sind ja viel spannender. Jetzt Los Angeles und jetzt bald dann Mexico City, habe ich gehört. Ja, ich glaube, das wird tatsächlich ein richtiges Highlight.
Morgen geht es los von L.A. Nach Mexico City. Da spielen dann die Mexikaner, die Gastgeber gegen England. Da bin ich auch mal gespannt, was vor dem Spiel los ist. Also gerade, wenn ich mir so die Bilder der Mexikaner aus den letzten Tagen und Wochen angucke. Und dann auch noch die Engländer. Also ich glaube, das wird eine richtig fette Nummer. Dann auch dieses Azteknesstadion, wovon ja wirklich jeder schwärmt.
Also da wartet einiges auf mich. Was soll ich sagen? Eigentlich könnte ich es ja gar nicht gucken, weil ja eigentlich noch Achtelfinale Deutschland-Fankreich wäre. Das ist jetzt eben nicht so. Und deshalb komme ich auch in den Genuss. Also vielleicht so ein Mini-Dankeschön an die Fußball-Nationalmannschaft.
Ja, und dann sehen wir uns ja am Sonntag, Manni, weil du bist ja zugeschaltet, im Doppelpass. Ja, ich habe gerade übrigens versucht auszufinden, um wie viel Uhr ich dann geschaltet werde. Ich habe es aber nicht geschafft. Also ich muss da tatsächlich gleich nochmal in mich gehen. Dein Smartphone wird ja eine Weltruhr haben.
Und du sitzt in der Runde und dann sehen wir uns da und du plauderst über unsere gemeinsamen letzten Wochen. Genau. Ich mache den Kronzeugen und den Zeitzeugen dafür, dass Winston Salem gar nicht so langweilig war, wie man glaubt. Kati Hummels hat übrigens bei den Kollegen von Absolut Fußball gesagt, dass sie Luther Matthäus recht gibt.
Dass das nicht sein kann, dass die Frauen und die Familien da ständig im Camp rumlaufen. Was? Das sagt sie als Ex-Spielerfrau oder Spielerfrau. Ist man Spielerfrau eigentlich ein Leben lang? Wahrscheinlich. Nee. Nee? Spieler-Ex-Frau. Spieler-Ex-Frau. Ex-Spieler-Frau. Aber wenn es sie sagt, dann hat das, glaube ich, für mich schon so ein bisschen Einfluss auf meine Meinung.
Mhm. Ja, also ich finde, man darf bei der Diskussion nicht vergessen, die waren ja auch in Herzogenauach und so. Da war einmal ein Familienfest, glaube ich, aber auch schon vor der Weltmeisterschaft ohne Familien und so unterwegs. Und ich finde, Familienvater, wenn er nach vier Wochen dann seine Family und Kids dann wieder sehen kann, dann am Ende wird es nicht über das Aus entschieden haben.
Da lege ich mir jetzt mal fest, bei anderen Nationen sind die Familien und Freunde auch zu Gast. Und da funktioniert es auch besser übrigens, weil du die Österreich angesprochen hast. Spanien, sehr, sehr routiniert, sehr, sehr stark. Also ich glaube, die sind, da ich sie jetzt das erste Mal live gesehen habe, mit einem Laminia Mal, der noch nicht mal irgendwie ansatzweise da in Topform aufgetreten ist.
Also die werden eine harte Nuss und ich glaube, wenn jemand den Franzosen irgendwie Konkurrenz machen kann und ihnen auf Augenhöhe begegnen kann, dann sind es die Spanier. Ja, die Spanier, muss ich sagen, das ist nochmal noch eine andere Nummer als vor zwei Jahren bei der EM. Also da ist nochmal ein Entwicklungsschub gekommen und das ist brutal, brutal.
Also die Österreicher, die haben ja wirklich gekämpft mit allem, was sie hatten, mit Mann und Maus, aber es hat nicht gereicht. Man hatte nie so den Eindruck, als hätten die Spanier immer noch so ein paar Prozentpunkte mehr, dann wäre es vielleicht 4-0 ausgegangen oder noch ein bisschen Prozentpunkte mehr, dann halt 5-0. Also das war so, die haben sich da gespielt.
Ja, ja, Michael Geruditsch hat auch nach dem Spiel irgendwie gesagt, so nach dem Motto, ja, sie waren jetzt stolz, wegen des Österreichs wieder dabei zu sein. Du kannst auch gegen Spanien ausschreien. Trotzdem ist man natürlich enttäuscht, worüber er aber am meisten enttäuscht ist, beziehungsweise, ja, was ihn am meisten überrascht hat, wie weit die Österreicher von der Weltspitze weg sind.
Also da wurden ihnen so klar die Grenzen aufgezeigt. Die hatten ja keinen einzigen Schuss aufs Tor in dieser Partie. Also das war schon bemerkenswert und die haben das einfach easy runtergespielt. Haben die eigentlich eine Ecke bekommen? Ich habe das immer nur wieder gehört, dass die Spanier hatten bis zum Österreich-Spiel nur drei Ecken gegen sich zugelassen.
Das ist ja auch schon ein Wahnsinnswert. Jaja, voll. Jetzt überleg mal, ob du gestern eine österreichische Ecke gesehen hast. Nee, habe ich nicht tatsächlich. Muss ich nochmal nachgucken, aber ich meine keine wahrgenommen zu haben. Die waren ja auch, also offensiv hat da ja auch nichts stattgefunden.
Ich kann mich an einen Kopfball von Kalajcic erinnern, kurz nach seiner Einwechslung. Das war eine Bogenlampe aufs Tornetz. Der war so ungefährlich. Ja, also das war wirklich ein Klassenunterschied. Und für dich gucke ich jetzt natürlich auch nach mit den Ecken. Ich hatte null Ecken. Siehste, jetzt hätte ich dir fast derweil eine schöne Anekdote erzählt.
Ich bin ja von Boston nach Hause geflogen und zehn Minuten nach mir kam der Flieger aus Charlotte in München an. mit an Bord, Jamal Musiala, Julian Nagelsmann, nebst Anhang und Alexander Pavlovich. Ich habe dann aber erfahren, Familie Endpunkt wurde direkt am Gate abgeholt. Ich sage deswegen Familie Endpunkt, weil da ein Herr stand mit einem Schildchen. Familie Endpunkt.
Und die wurden dann auf schnellstem Weg rausgelotst. Jamal Musiala war auch plötzlich weg und der arme Alexander Pavlovich, der musste ganz normal ans Kofferbanken, und hat den Flughafen auf normalem Wege verlassen. Ja, jeder so, wie er im Turnier gespielt hat. Nein, krass. Das ist der Unterschied. Als damaliger Bundestrainer wird man hintenrum rausgeführt und als Spieler muss man den normalen Weg gehen.
Aber es waren auch ein paar Fans da, waren auch ein paar Journalistenkollegen da, die da den Pavlo abgefilmt haben und ein paar Fans hatten auch Bahnen und Luftballons da. Also war auch ein bisschen der Trost unterwegs am Münchner Flughafen. Ja. Wir können uns, glaube ich, noch alle wünschen und wir hoffen, dass natürlich alle inständig, dass es mit dem deutschen Fußball, auch wenn es gerade so ein Tiefpunkt ist, wieder bergauf geht.
Wir sind uns, glaube ich, alle einig, es braucht einen Neuanfang. Den wird es zwangsläufig geben. Wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich mit Jürgen Klopp an der Spitze. Trotzdem glaube ich, Julian Nagelsmann, der sich vielleicht im Nachhinein keinen Gefallen getan hat, der ist 38. Er wird noch ganz viel lernen. Er wird auch mit Sicherheit wieder einen guten Job bekommen.
Dafür sein zu guter Trainer. Gerade kommunikativ würde er aber auch aus der Zeit gelernt haben und ich glaube, wir können ihm auch dafür alles Gute wünschen. Der wird schon wieder irgendwo runterkommen oder vielleicht auch später irgendwann mal wieder bei der Nationalmannschaft, würde ich gar nicht ausschließen.
So wie sie sich jetzt getrennt haben, wäre ja die Tür ja auch nicht für immer zu. Ja, aber bei Julian Langelsmann hat man ja nach seiner Entlassung bei den Bayern auch schon gesagt, er kommt irgendwann mal wieder zurück zu den Bayern. Er ist halt jetzt zu jung gewesen. Jetzt wird das Gleiche erzählt bei der Nationalmannschaft. Also allzu oft darf ihm das nicht passieren, dass er irgendwo entlassen wird. Und dann heißt es, eigentlich ist er ja kein Schlechter. Er kommt vielleicht irgendwann mal wieder.
Irgendwann ist der Drops dann eben auch gelutscht. Also du hast vollkommen recht, ich glaube, er wird sicherlich einen guten Job bekommen, aber er hat halt jetzt im deutschen Fußball die oberste Etage schon durch. Er war bei Bayern München, er war Bundestrainer, also in Deutschland gibt es da nichts Höheres mehr.
Und das mit 38 Jahren, beides schon erlebt, Chapeau, das ist eine Karriere im Schnelldurchlauf. Ich hoffe nur nicht, dass er jetzt irgendwie so in der Premier League landet bei irgendwelchen Mittelfeldteams, weiß nicht, ob das so karrierefördernd ist. Erstmal wieder eine Pause machen, da sind wir uns sicher. Ich glaube, er und die Familie Nagelsmann fühlen sich auch in München sehr, sehr wohl.
Von daher beobachten wir das natürlich weiter und wünschen ihm und auch seinen Co-Trainer und allen natürlich nur das Beste. Und das wünsche ich dir auch in Deutschland. Ich glaube, wir können sagen, das war jetzt wirklich unsere letzte Folge der WM-Kabine. Ja, also wenn Jürgen Klopp nicht zusagt, dann müssen wir uns nochmal unterhalten in der WM-Kabine. Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus.
Ja, dann halten wir fest. Sollte es nicht so kommen wie geplant, dann hören wir uns nochmal. Ansonsten war das die letzte Folge. Ich muss ganz ehrlich sagen, es ist schön, dass wir uns nochmal gehört haben. Schön, dich auch gesehen zu haben. Auch wenn es mir ein bisschen angenehmer, ja, es war ein bisschen angenehmer, als du neben mir saßt, sage ich dir auch ganz ehrlich. Ich vermisse dich natürlich auch schon ein Stück weit.
Ich habe auch schon Vermissung, ja. Ja, und ich habe noch knapp drei Wochen vor mir und dir koste ich aus, nehme alles mit und dann gucken wir mal. Willst du noch einen Tipp abgeben, wer Weltmeister wird? Norwegen. Dann kamen wir aber noch mal aus der zweiten Folge meine Analyse zu Norwegen raus, bitte, wo du mich belächelt hast.
Ja, also ich dachte, ich habe jetzt halt irgendwas gesagt, was nicht Spanien und nicht Frankreich ist, um da ein bisschen was an Reaktion von dir rauszukitzeln. Ja, ist doch schön. Ist dir geglückt? Du sagst Norwegen, ich sage Spanien. Und dann gucken wir mal auf die nächsten Spiele. Wir schauen auf die Uhr. Hier in Deutschland ist es Bett-Geht-Zeit für mich.
Also gute Nacht. Und du gehst jetzt noch an den Strand, oder? Genau, ich werde das hier jetzt noch alles verarzt. Und dann muss ich zwangsläufig mal einmal ins Meer springen. Der Kollege von Münchner Merkur und TZ, der hat sich schon in die Fluten geworfen. Mir war es ein bisschen zu kalt, ehrlich gesagt. Es hat tatsächlich nur ein bisschen über 20 Grad hier.
Aber ich werde das jetzt auch machen, bevor noch ein bisschen Arbeit auf mich wartet. Aber ich sage dir eins, und das weißt du auch, in so einem Umfeld zu arbeiten, macht es dann doch ein bisschen leichter. Ja, aber ich habe schon gehört, die Menschen, die dich lieben und mögen hier zu Hause, die haben schon festgestellt, dass du sehr, sehr müde aussiehst.
Ja, finde ich frech tatsächlich, weil heute habe ich mich tatsächlich müde gefühlt. Aber ich finde, so müde sehe ich gar nicht aus. Du siehst mich ja auch. Sehe ich müde aus? Ich finde, dass ich auch nicht müde aussehe. Und trotzdem hat mein Schwager mir das heute reingedrückt. Also Frechheit. Gleichheit. Gut, Stefan, mach's gut, viel Spaß beim WM, gucken euch da draußen auch.
Vielen Dank fürs Zuhören. Ihr dürft uns natürlich auch weiterhin Feedback geben und ihr wisst ja auch Bescheid, selbst wenn's dann in die neue Saison geht oder kurz davor, wird's den Podcast ja weitergeben, dann teilen wir uns wieder auf. Ich würde aber nicht ausschließen, dass es auch mal wieder zu einem Revival von uns zwei kommt, da würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.
Da müssen wir mal mit unseren Chefs sprechen, vielleicht vor so einem deutschen Klassiker oder so, würde es sich sehr theoretisch anbieten. Ja, ja, sehr gerne. Sehr gerne. Ich jederzeit. Wir können auch noch mal einen dritten Podcast machen. Dann reden wir nur noch und schreiben gar nichts mehr. So, jetzt ab in die Fluten, ich ab ins Bett. Danke, Manny, für deine Zeit und euch da draußen.
Noch viel Spaß bei der WM. Schaut euch am Sonntag den Doppelpass an. Wir sehen uns. Bis dahin. Ciao. Ciao, ciao.