eGovernment Podcast· Folge 262

Amtsfunk

Samstag, 23. Mai 2026 · 28 min

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Shownotes

In dieser Episode spricht Torsten mit Jana und Felix über die neue Plattform Amtsfunk, die als unabhängige Kollaborations- und Kommunikationsplattform für den öffentlichen Sektor in Deutschland konzipiert ist. Sie beleuchten die Vision hinter Amtsfunk und den Zugang für Mitarbeitende im Public Sector sowie die verschiedenen Funktionen der Plattform, die den Austausch und die Zusammenarbeit fördern sollen. Zudem wird der Onboarding-Prozess erklärt und ein Ausblick auf die Zukunft von Amtsfunk gegeben.

Kommentare unter: egovernment-podcast.com/egov262-amtsfunk

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Torsten Frenzel Hallo und herzlich willkommen beim E-Government-Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe heute wieder zwei Gäste bei mir im virtuellen Studio. Hallo Jana, hallo Felix, ich grüße euch.

Jana Janze Hallo Thorsten, schön, dass ich da sein darf. Oder wir.

Felix Appel Hallo Thorsten, schön, dass ich da sein darf.

Torsten Frenzel Oder wir. Vielleicht könnt ihr euch ganz kurz vorstellen, ich glaube, Jana, am besten fängst du an.

Jana Janze Natürlich, gerne. Hallo, ich bin Jana. Ich bin seit roundabout 20 Jahren rund um das Thema Verwaltungsdigitalisierung unterwegs und deswegen ist auch ein Grund, warum Felix und ich heute zusammen hier sind. Wir haben vor drei Jahren Public Sector & Friends ins Leben gerufen, als ein kleines Austauschformat, als ein Afterwork-Treffen, wo sich einfach Menschen miteinander in Verbindung setzen können, alle Menschen, die Lust auf Verwaltungsdigitalisierung haben.

Felix Appel Ja, hi, ich bin Felix, bin mittlerweile seit 18 Jahren im öffentlichen Dienst, ehemaliger Standesbeamter, ehemaliges Ordnungsamt, ehemaliges Einwohnermeldeamt, habe Verwaltung von der PIKI aufgelernt. Ich weiß noch, wie in so einem Rathaus im Keller in der Registratur das Luft in Furchter Gerät steht und wie so eine Aktenablage wirklich noch aussieht, also lebe und atme Verwaltung und bin aber immer neugierig und interessiere mich für andere Kommunen, für andere Use Cases.

Felix Appel Bin in ganz Deutschland berufsbedingt auch unterwegs und merke immer wieder, wie schön Public Sector & Friends auch für uns ist, weil man notgedrungen immer mal neue Menschen kennenlernt und sich immer dann wieder dabei selbst ertappt, dass man sagt, na, das hatte ich ja so gar nicht gedacht. Also sprich, da war wohl noch irgendwo ein Vorurteil vergraben.

Felix Appel Und dementsprechend bin ich ein großer Verfechter von Austausch und Kollaboration.

Torsten Frenzel Genau, und ihr seid auf mich zugekommen, weil ihr habt was Cooles, Neues erfunden. Und ich lasse mich raten, es geht irgendwie in die Richtung Kommunikation und Austausch.

Felix Appel 100 Punkte Sherlock. Und zwar, das, was wir uns ausgedacht haben, heißt Amtsfunk. Und Amtsfunk soll eine, oder nicht soll, sondern wird eine unabhängige Kollaborationsplattform für den Public Sector in Deutschland sein.

Jana Janze Ja, im Endeffekt wie so eine kleine digitale Heimat für alle Leute, die Lust auf Verwaltung haben. Und die die Verwaltung vielleicht nicht nur verwalten, sondern auch wirklich weiterentwickeln wollen und dazu auch mit anderen Menschen in Austausch kommen wollen.

Torsten Frenzel Sagt bloß, wir gehen in Richtung digitale Souveränität und lassen LinkedIn hinter uns und machen alles jetzt auf Amtsfunk.

Felix Appel Why not? Also ja, letztlich ist es so, vielleicht weil du es jetzt, das Stichwort sagst, LinkedIn oder nennen wir, wie sie auch alle heißen, Die Menschen, mit denen ich intensiv auch reden will, gerade aus dem öffentlichen Dienst, gerade aus den Fachabteilungen, die findest du da oft zum einen auch gar nicht.

Felix Appel Oder wenn es sie gibt, ist es wahnsinnig schwierig, sie zu finden, weil überall, wo du einen Algorithmus dahinter hast, bist du natürlich gesteuert, manipuliert. Die Unternehmen, die Geld bezahlen, sind sichtbar. Die, die es nicht können, das sind nun mal die Menschen aus der Verwaltung oder aus dem öffentlichen Dienst, die sind nicht sichtbar und dementsprechend kennt jeder dieses, klar, warum soll ich mir die nächste Selbstbeweihräucherung von der Beweihräucherung anhören und den hundertsten, was der erste Marathon über mich mir verraten hat, Post lesen.

Felix Appel Ich will sowas sehen, wo eine Kohlekommune einen Use Case hatte, wo sie gesagt haben, hey, wir haben hier was entwickelt, wir haben es geteilt und wo Menschen sich auch kennenlernen und dann vielleicht auch mal in Präsenz treffen und ein bisschen weg von diesem Ganzen. Und zu dem Thema, wenn du mit digitaler Souveränität auch auf Technik abzielst, die interessiert dich, kann ich dir natürlich sagen, deutsches Hosting, deutsche Daten, die bleiben in Deutschland und die gehen da auch nicht raus.

Torsten Frenzel Wenn ich das jetzt richtig verstehe, verknüpft ihr quasi Public Sector and Friends, also dass wir treffen uns vor Ort und tauschen uns aus und verlängert das ins Netz, dass man sich auch austauschen und virtuell treffen kann, wenn man nicht gerade zum Public Sector and Friends von München nach Hamburg fährt, sondern vielleicht im Büro ist.

Jana Janze Ja, absolut. Und ich glaube, nicht nur das. Also natürlich das digitale Treffen, das zusammenbringen, weil, wie du schon gesagt hast, natürlich passiert bei Public Sector & Friends in München total viel und in Hamburg und an allen anderen Standorten. Aber auch das gemeinsame Arbeiten ist ja was, was uns irgendwie alle so ein bisschen umtreibt.

Jana Janze Also so wie Felix es gerade schon angesprochen hat, da gibt es wahnsinnig viele coole Use Cases in unterschiedlichen Kommunen oder auch auf der Landesebene oder natürlich auch im Bund. und wie bekomme ich die denn möglichst gut vorangetrieben? Wie bekomme ich denn vielleicht auch Impulse aus anderen Bereichen zusammen?

Jana Janze Und das ist so ein bisschen das, was wir mit Amtsfunk vorantreiben wollen. Also wirklich einen geschützten Arbeitsraum herzustellen, wo man sich miteinander austauschen kann, wo man aber auch gemeinsam arbeiten kann. Und weil du LinkedIn ja vorhin angesprochen hast, also da geht es nicht nur darum, möglichst viel rauszuhauen und sich möglichst positiv zu positionieren als Person, sondern Use Cases zu zeigen, das zu zeigen, was man macht, wie die Verwaltung vorankommen kann.

Jana Janze Und da gehört ganz viel Vertrauen dazu, da gehört ganz viel Fachlichkeit dazu und natürlich auch Vertraulichkeit. Deswegen werden wir vor allen Dingen auch dafür sorgen, dass die Verwaltungsmitarbeitenden einen Raum haben, wo sie sehr geschützt miteinander sich austauschen können.

Torsten Frenzel Da muss ich direkt nochmal reingehen. Du sagst Vertraulichkeit und Verwaltungsmitarbeitende. Wird es dann so sein, dass dort nur Verwaltungsmitarbeiter reinkommen oder zum Public Sector gehören ja auch noch Dienstleister und ähnliches dazu?

Felix Appel Genau, das ist absolut richtig und wofür wir definitiv ja nicht stehen und das auch mit Public Sector & Friends auch so leben. Es gibt für uns nicht die gute oder die schlechte Seite. Man kann nicht sagen, nur die Verwaltung, nicht die Unternehmen. Das Schöne ist oder die Wahrheit ist, es bedingt sich ja gegenseitig und man braucht sich gegenseitig.

Felix Appel Was natürlich nicht von der Hand zu weisen ist, umso mehr die öffentliche Hand stärker mit sich selbst spricht und sich austauscht, umso schwieriger haben es auch schlechte Dienstleister oder Unternehmen mit einem schlechten Produkt im Umkehrschluss, umso besser haben es vielleicht dann diejenigen, die einfach gute Produkte machen und die fair machen.

Felix Appel Thorsten hebt die Hand und sagt Veto.

Torsten Frenzel Nee, Veto wollte ich eigentlich nicht. Ich wollte eigentlich fragen, wie stellt ihr denn sicher, dass wenn ihr jetzt alle, die irgendwas mit dem Public Sektor zu tun haben, wie stellt ihr sicher, dass das nicht so eine Pitch-Plattform wird? Dass Dienstleister A oder Unternehmensberater B hier anfängt, seine Pitches zu machen und vielleicht sogar aktiv zu akquirieren?

Felix Appel Genau, dann sage ich es dir, wie es ist. Die Plattform ist in sich nochmal geteilt in geschützte Räume, die diese Person oder jemand, der so etwas, wo jemand Gefahr laufen könnte, das zu tun, gar keinen Zutritt hat. Also wenn wir sagen, es ist ein Public Sector Safe Space im Sinne einer Gruppe, bleiben wir mal bei einem konkreten Beispiel.

Felix Appel Wir haben heute die Frage bekommen, ob wir zum Thema Abgaberecht in Hessen eine geschlossene Community machen können. Und wir verifizieren die Personen über den Anmeldeprozess, also ohne eine öffentlich-dienstliche E-Mail-Adresse, die wir mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung dann auch verifizieren, kommt man in diese Gruppen nicht rein.

Felix Appel Und wenn man den öffentlichen Dienst verlässt, würde man aus diesen Gruppen auch rauskommen. Also das ist natürlich jetzt nicht so, dass wir sagen, wir automatisieren den Prozess von vorne bis hinten durch. Lieber verlangsamen wir ihn etwas, aber dafür halten wir die Qualität hoch.

Torsten Frenzel Und wenn ich jetzt bei einem Dienstleister arbeite oder bei so einer Consulting-Agentur, wie stellt ihr denn sicher, dass ich nicht in die Gruppen komme und was kann ich denn da überhaupt auf diesen Plattformen überhaupt machen, wenn es für mich abgesperrte Bereiche gibt?

Jana Janze Im Endeffekt wirst du genauso auch Bereiche haben, wo du dich natürlich auch mit allen anderen Personen austauschen kannst. Und nur weil es dann quasi geschützte Bereiche nur für Verwaltungsmitarbeitende gibt, heißt das ja nicht, dass die Verwaltungsmitarbeitenden sich nur da bewegen, sondern was wir uns auch vorstellen können, ist, dass zum Beispiel Unternehmen oder eben auch Beratungshäuser, die du gerade angesprochen hast, extra Bereiche haben, wo sie zum Beispiel sich über unterschiedliche Fragestellungen austauschen können.

Jana Janze Das Thema KI zum Beispiel, was gibt es da für Anwendungsfälle? Und da können natürlich Verwaltungsmitarbeitende genauso rein. Und da geht es wirklich darum, dass es um gute Lösungen geht und dass diese Lösungen dadurch auch entsprechend weiterentwickelt werden. Und wie stellen wir das sicher? Felix hat es gerade schon angesprochen, also wirklich dafür zu sorgen, jede Person in der Verwaltung hat natürlich eine bestimmte E-Mail-Adresse.

Jana Janze Zum Beispiel, keine Ahnung, jetzt hier in München, Die MitarbeiterInnen aus der Stadt München haben eine E-Mail-Adresse, die mit atmünchen.de aufhört und dadurch können wir natürlich verifizieren, welche Person in einer Verwaltungsorganisation arbeitet oder eben entsprechend nicht und nur die Personen in einer Verwaltungsorganisation kommen dann wirklich in den geschützten Bereich, wo sie sich auch wirklich nur miteinander austauschen können.

Felix Appel Vielleicht ein kurzer Gedanke dazu noch, weil das ist tatsächlich eine wahnsinnige Grundsatzentscheidung gewesen, ob man von komplett vorne hier rein das auf den öffentlichen Dienst beschränkt und abschottet oder ob man es in eine geteilte Teilhabe macht. Und haben dann einfach auch nochmal viele Kolleginnen und Kollegen gefragt, die aktiv in der Verwaltung arbeiten und haben da das Feedback bekommen, der Trend ist ganz stark zu der geteilten Plattform gegangen, aber mit dem Wunsch, nochmal eine Getrenntheit auf der Plattform selbst zu haben.

Felix Appel Also man möchte im Prinzip auf der einen Seite auf der Plattform sich mit Kolleginnen und Kollegen vielleicht zu einem Produkt auch austauschen, aber will die Möglichkeit haben, in der Plattform nochmal zu switchen oder auch jemanden konkret dann anzufragen, der aus dem Bereich ist. Also wir haben uns das wirklich lange überlegt und haben uns deswegen dann schon jetzt bewusst dafür entschieden, das mal so zu machen und auch mal komplett neue Wege einfach zu gehen und es einfach zu versuchen.

Torsten Frenzel Du sprichst die ganze Zeit von Plattformen. Welche Funktionen gibt es denn da noch auf dieser Plattform?

Jana Janze Da wird es in der Tat eine Menge geben. Also zum einen natürlich der Austausch. Also wie kann ich miteinander in den Austausch gehen? Aber nicht nur der Austausch im Sinne von, also wie bei, keine Ahnung, LinkedIn oder Facebook oder Name it, sondern da gibt es auch eben die Möglichkeit, sich über bestimmte Dinge auszutauschen.

Jana Janze Es gibt aber auch die Möglichkeit, direkt in den Austausch zu gehen über einen Chat zum Beispiel. Also Thorsten, wenn du da drauf bist, dann kann ich dir auch eine Chatnachricht schreiben. Ich kann dich aber auch zum Beispiel anrufen, also direkt in eine Videokonferenz reinzugehen. Ich kann Events einstellen, die dann entweder digital stattfinden oder die ich vielleicht dann auch mit Public Sector und Friends wieder nach außen, wieder in den analogen Raum hineinbringe, dass ich da wirklich die Möglichkeit habe, miteinander Dinge voranzutreiben.

Jana Janze Und ich hatte es vorhin schon einmal ganz kurz gesagt, uns ist auch wichtig, dass man miteinander arbeiten kann. Das heißt, da gibt es direkt quasi die Möglichkeit, gemeinsam Dokumente zu erstellen und gemeinsam an den Dokumenten zu arbeiten, so wie wir es alle von den anderen Tools, mit denen wir tagtäglich im Arbeitsbereich unterwegs sind, auch kennen, wirklich kollaborativ gemeinsam bestimmte Dinge voranzutreiben.

Jana Janze Felix, habe ich was vergessen?

Felix Appel Es gibt noch sowas wie Umfragenmöglichkeiten und sogar Projektmanagement-Tools, das gibt es. Tatsächlich kommt es ja auch aus dem Grundgedanken her, wie organisieren wir unsere ganzen Public-Sektor-Standorte vor Ort und unterstützen da die Menschen, die es ehrenamtlich machen. Also haben wir eigentlich gesagt, wir brauchen da schon eine ziemlich gute Lösung und nichts Halbgares.

Torsten Frenzel Jetzt gibt es ja jede Menge Mitarbeiter im Public-Sektor, die sagen, ich lese gern Informationen, ich hole mir gern Informationen, lese gern bei Diskussionen mit. Ich will aber nichts schreiben oder ich traue mich nicht und vielleicht schreibe ich was Dummes oder mein Chef liest, was ich geschrieben habe.

Torsten Frenzel Also deswegen haben diese Leute trotzdem eine Chance bei Amtsfunk mitzumachen?

Felix Appel Absolut. Absolut. Und es ist tatsächlich ein absolut normales Phänomen, wenn es in dieses Kollaborative oder Social Media ähnliche Zusammenarbeiten geht. Also wir erleben das auch in vielen Netzwerken ganz oft so. Wir haben da Leute, die stille Mitleser sind und die, konsumieren, die haben ja dann immer die Möglichkeit auch zu sehen, wenn jemand einen Kommentar geschrieben hat oder bei sich im Profil vermerkt hat, dass er vielleicht zum Thema Diversität oder Abgabenrecht oder das und das einfach gute Erkenntnisse hat, dann kann der ja da einfach auch eine Direktnachricht mal hinschicken.

Felix Appel Und man kann ja auch nichts falsch machen. Und derjenige, der seinen Mitarbeiter rübt, weil der bei uns was kommentiert hat, den kicke ich aber mit der Sekunde von der Plattform runter, Weil das entspricht nicht den Werten von der Amtsfunkplattform, sage ich jetzt mal.

Jana Janze Ja, Wert ist aber in der Tat ein total wichtiger Punkt. Und ich glaube auch, das Mitlesen ist total wichtig, auch gerade am Anfang. Weil das, was wir machen, soll ja im Endeffekt auch sehr, sehr, sehr niederschwellig sein. Und was wir zumindest auch erleben ist, am Anfang lese ich wirklich erstmal nur mit und gucke, was passiert denn da.

Jana Janze Und dann lese ich vielleicht über ein Praxisbeispiel und dann fange ich an zu kommentieren. Und irgendwann gehe ich auch, wie Felix gerade schon gesagt hat, in den direkten Austausch. Oder ich baue selbst vielleicht eine Gruppe auf, weil es ein Thema gibt, was mich total umtreibt. Ich frage vielleicht selbst nach und das ist das, was aus meiner Sicht zumindest extrem wichtig ist, weil wir dann aus den klassischen Silos in den Verwaltungen kommen, die nicht nur in einer Verwaltungsorganisation sind, sondern auch darüber hinaus und mehr in das Vernetzte, in die vernetzte Verwaltung hinein.

Jana Janze Und das ist doch, was wir brauchen, um die Digitalisierung dann auch wirklich voranzubringen.

Torsten Frenzel Public Sector in France gibt es jetzt seit drei Jahren. Wo seht ihr Amtsfunk in drei Jahren?

Felix Appel Ich möchte, dass in drei Jahren, wenn es gute Initiativen gibt, irgendwo, egal wo in Deutschland und die sagen, Mensch, da hat sich jetzt was getan, aber wie können wir das jetzt irgendwie digital abbilden, dass die sagen können, ja, dann lass doch vorübergehend einen Community Space in Amtsfunk aufmachen.

Felix Appel Also wir sehen uns schon da, dass wir auch ein bisschen ein Gastgeber für andere Initiativen sein wollen. Ein ganz konkretes Beispiel, es gibt im Kontext föderales Informationsmanagement, auch eine kleine Community, das müssen so 150 Personen sein, für sich alleine auf einer anderen Umgebung und liebe Grüße an Falk an dieser Stelle.

Felix Appel Der hat halt auch gesagt, Mensch, das wäre cool, wenn ich das bei euch einfach mit reinpacken könnte, weil dann können auch die Nutzer in meiner Film-Community auch lesen, was schreibt vielleicht der Thorsten Frenzel in seiner Podcast-Community oder was macht vielleicht Diana in der Diversität und, und, und.

Felix Appel Und man kann halt auch schon sagen, ich glaube, in drei Jahren oder fünf Jahren ist Amtsfunk das größte verwaltungsnahe, geschlossene Expertennetzwerk Deutschlands.

Torsten Frenzel Und wie habt ihr dann die öffentliche Verwaltung verändert?

Jana Janze Im besten Fall so, dass die Verwaltungsmitarbeitenden sich nicht mehr alleine fühlen. Ich glaube, das ist etwas, was total wichtig ist und dass die coolen Praxisbeispiele, die da sind, nicht mehr so versteckt sind, weil auch das sehen wir immer wieder. Es gibt so coole Sachen, die passieren an ganz vielen unterschiedlichen Stellen, aber die passieren eben auch nur da.

Jana Janze Und wenn wir in drei oder in fünf Jahren oder wie auch immer es geschafft haben, dass diese Praxisbeispiele eben nicht mehr versteckt sind, sondern dass sie in den Austausch kommen, dass die Menschen auch fachlich, auch inhaltlich zusammenkommen, ich glaube, dann verändert sich auch die Verwaltung aus sich heraus.

Jana Janze Und ja, ich habe es vorhin schon gesagt, damit treiben wir im Endeffekt ja auch insgesamt die Digitalisierung und vielleicht auch damit auch in so ein kleines Stück in Richtung neue Verwaltungskultur voran.

Torsten Frenzel Jetzt sprechen wir schon eine ganze Zeit über Amtsfunk und wir haben noch nicht einmal erwähnt, wo Amtsfunk zu finden ist.

Felix Appel Www.amtsfunk.de.

Torsten Frenzel Das ist ja einfach.

Felix Appel Besuchen Sie www.amtsfunk.de, Amtsfunk ist sehr gut. Aber das ist ein guter Punkt. Das ist ein sehr guter Punkt, den du ansprichst, weil natürlich, das haben wir es ja vorhin schon erwähnt, wir machen sowas nicht automatisiert, Sondern bei uns wird man auch in Onboarding-Calls, natürlich nicht individuell, aber halt schon mit anderen gemeinsam auf die Plattform geholt.

Felix Appel Und das kann durchaus zu Wartezeiten führen. Und es kann auch sein, dass wir eventuell vorübergehend die Nutzerzahlen erstmal limitieren und klein halten. Und dann sage ich jetzt mal Public First. Kann sein, dass der nicht im öffentlichen Dienst ist, der erst mal ein bisschen warten muss. Aber ich will sagen, ich würde auf www.amtsfunk.de gehen und Jana kann vielleicht sagen, was genau in dieser Sekunde jetzt passiert, wenn dieser Podcast ausgestrahlt wird.

Jana Janze Na, dann geht man natürlich da drauf. Also alle, die jetzt quasi dann mit dem Hören draufgehen, die gehen quasi, so wie Felix es gerade schon gesagt hat, durch unseren Onboarding-Prozess. Das heißt, man lockt sich da an, man meldet sich an, man gibt eben seine Daten an. Und das hatten wir vorhin ja auch schon gesagt. Wenn ich in einen geschützten Verwaltungsraum hinein möchte, dann muss ich natürlich auch meine Verwaltungs-E-Mail-Adresse angeben.

Jana Janze Aber auch so Sachen wie Klarnamen ist für uns natürlich ein total wichtiger Punkt. Also jetzt nicht irgendwie, keine Ahnung, Pumuckl 1, 2, 3 da mit drauf zu haben, sondern wirklich einen Felix Appel und einen Thorsten Frenzel und wie gesagt, wenn ich eben in einen geschützten Raum möchte, dann auch mit meiner entsprechenden Verwaltungs-E-Mail-Adresse.

Jana Janze Und das braucht leider ein bisschen, weil das ist in der Tat aktuell für uns einfach ein manueller Prozess. Uns ist aber auch wichtig, dass wir alle Personen, die auf die Plattform draufkommen, dann auch einmal kennenlernen. Das heißt, es wird dann kleine Onboarding-Calls geben, wo wir die Personen dann quasi auch zusammenbringen und dann ein bisschen was darüber erzählen, was man auf der Plattform alles machen kann, um auch dadurch so ein bisschen die Angst zu nehmen und quasi auch dafür zu sorgen, dass es miteinander vorangebrieben wird.

Felix Appel Und was aber total schön ist, wo immer wir das mal schon vorgefühlt haben, es gibt so viel positives Feedback aus der Verwaltung und aus dem öffentlichen Dienst, die auch proaktiv mitmachen wollen. Das hat jetzt dazu geführt, dass wir sagen, auf der Plattform gibt es für jedes Bundesland auch eine geschlossene Public-Sector-Gruppe als globales Bundeslands-Grüppchen.

Felix Appel Das nennen wir immer Funkzentrale. Und da haben sich jetzt schon für fast alle 16 Leute gemeldet, die sagen, ich will da mit drauf und ich übernehme auch Community-Care-Arbeit mit für mein Bundesland. Weil sie sagen, wenn dann, also keiner kann eine Community authentisch, also ich kann ja jetzt nicht sagen, ich, Felix Appel, manage jetzt hier authentisch die Brandenburger Community.

Felix Appel Also nee, das ist viel glaubhafter, wenn es Menschen aus der Verwaltung vor Ort sind. Und es war auch so ein Gedanke, wo wir gesagt haben, boah, bis wir da Leute finden und begeistern. Und im Gegenteil, also wir haben jetzt schon fast zu viele, aber das ist ja umso schöner. Und nochmal danke, Thorsten, dass du hier mit deiner Folge heute auch den Go-Live der Plattform sozusagen verkündest.

Felix Appel Also lieber Hörer, wenn Sie das jetzt hören, gehen Sie auf www.amtsfunk.de.

Torsten Frenzel Genau, und immer wenn Felix sagt www.amtsfunk.de und man einen richtigen Podcast-Player hat, wird auch ein QR-Code eingeblendet, den man direkt abscannen kann.

Jana Janze Dann sollten wir nochmal www.amts.de sagen, oder? Genau.

Torsten Frenzel Aber nochmal zurück zu diesem ganzen Onboarding-Prozess, weil der scheint mir doch ein bisschen nicht ungewöhnlich, sondern außergewöhnlich zu sein. Ich bin gewohnt, wenn ich zu so einer Plattform gehe, Business-Plattform oder wie auch immer, registriere ich mich, kriege eine E-Mail, drücke auf den Link, zack, kann ich sofort los und mein Hirn da reinschmeißen in diese Community.

Torsten Frenzel Das geht sofort. Und ihr macht das ein bisschen anders. Das heißt, ich registriere mich bei euch und dann, wie geht es dann weiter?

Felix Appel Dann siehst du als allererstes, bevor du auf die Plattform kommst, einen Menschen. Und danach schalten wir erst frei.

Jana Janze Der Mensch ist für uns, also der Mensch werden am Anfang natürlich wir sein. Und das ist für uns total wichtig, weil wir dadurch eine ganz andere Verbindung zu den Nutzenden auf der Plattform herstellen können und auch genau wissen oder die auch dann am Ende genau wissen, was sie mit der Plattform machen können.

Jana Janze Und das, Thorsten, was du angesprochen hast, das ist was, was wir zumindest ganz häufig erleben, nämlich ich gehe auf eine Plattform, schmeiße mein ganzes Gehirn drauf, stelle fest, oh, da gibt es gar nichts, wo sich irgendjemand zurückmeldet, okay, dann lasse ich es links liegen. Und dadurch, dass wir in den persönlichen Austausch gehen, dass wir Sachen vorstellen, dass wir auch beschreiben, was passiert, dadurch haben wir eine ganz andere Verbindung zu den Menschen und können auch genau diese Verbindung nutzen, um wirklich einen Mehrwert über einen ganz langen Zeitraum herzustellen.

Torsten Frenzel Was für mich als Nutzenden dann auch bedeutet, dass ich nicht sofort live bin, sondern vielleicht ein paar Tage warten muss, bis der nächste Community-Call ist.

Felix Appel Genau, das ist leider so. Aber auf der anderen Seite haben wir jetzt ja Jahrzehnte auf sowas gewartet. Da kommt es jetzt auf zwei Tage auch nicht mehr an. Aber auch warum dieses Onboarding so wahnsinnig wichtig ist, weil natürlich die Plattform, die ist ja nicht fertig. Das ist ja ein Produkt für und mit der Community.

Felix Appel Das heißt, wir wollen die Leute im Onboarding-Cool natürlich auch animieren und sagen, hey, wenn du mehr als fünf Leute hast oder zwei oder drei, die wirklich ein Thema haben und es ist auch was, das vielleicht für andere interessant ist, dann richten wir es halt ein. Dann wächst die Plattform mit der Community mit und also man ist sozusagen bei uns nicht User oder Nutzerin, sondern bei uns ist man Teil von der Bewegung, Teil von der großen Sache und ich sehe uns schon irgendwann mal die Allianz Arena in München mieten und machen das Amtsfunk-Community-Treffen und Jana schaut und födelt mit dem Kopf.

Felix Appel Nein, aber da sehe ich halt was. Und ein ganz letzter Punkt, die Gelder ersetzen nicht mehr so locker. Es zeigt mir noch ein Verwaltungsmitarbeiter, der auf zwei oder drei Messen im Jahr fahren kann, sondern nichts sticht dem persönlichen Austausch und das Treffen in Präsenz. Aber es ist vielerorts einfach gar nicht mehr möglich.

Felix Appel Und dementsprechend können wir die Leute auch nicht hängen lassen, sondern da muss es eine Möglichkeit geben, dass, wie ich es auf einer Messe mache, dass ich auch mal sage, komm, geh mal ein paar Meter mit mir an Seite, lass mal vertraulich reden oder lass mal hier gemeinsam an was arbeiten. Da dürfen wir uns nicht der Möglichkeit berauben, das in das digitale Zeitalter zu führen.

Torsten Frenzel Du hast gerade Geld angesprochen. Was kostet mich denn das als Mitglied?

Jana Janze Gar nichts. Also für alle, die jetzt auf www.amtsfunk.de gehen, die müssen dafür natürlich nicht zahlen, sondern quasi das Dabeisein. Das ist für alle möglich. In der Tat wird es aber trotz allem natürlich, weil klar, so eine Plattform muss auch betrieben werden, Modelle geben, die sich aber nicht an die Verwaltungsmitarbeitenden oder an die Personen, die mitlesen wollen und so weiter richten, sondern eher an Organisationen, die zum Beispiel eigene Communities aufbauen wollen, die sich mit bestimmten Themen zum Beispiel platzieren wollen, die aber vielleicht auch was über ihr Produkt erzählen wollen.

Jana Janze Also ich denke da gerade wirklich an die klassischen Produkthersteller, was wir uns auch gut vorstellen können und wo es auch schon echt viele Anfragen gibt, die einfach dann auch zum Beispiel Release Notes darüber präsentieren können oder die vielleicht auch einfach in die Community dann hineinfragen können und sagen, ich habe hier die Möglichkeit Feature 1 oder Feature 2, was findet ihr denn cool?

Jana Janze Und dadurch natürlich auch wieder wahnsinnig wertvolles Nutzenden-Feedback bekommen für eine weitere Produktentwicklung, die ja wiederum für die Verwaltung relevant ist und dadurch am Ende, klar, werden die Verwaltungsprodukte oder die Produkte von Dienstleistern auch besser. Ich glaube, das ist eine sehr gute Sache.

Torsten Frenzel Ja, das freut mich sehr. Wir hatten ja jetzt gerade in diesem Falle meinen Onboarding-Call. Und ich werde auch ab Release-Datum mit dabei sein auf der Plattform. Ich freue mich drauf. Ich freue mich auf den Austausch. Ich freue mich auf den Austausch mit anderen. Und vielen Dank, dass ihr den Amtsfunk hier vorgestellt habt.

Torsten Frenzel Und wir hören wieder voneinander. Vielen Dank.

Felix Appel Dankeschön.

Jana Janze Danke, dass wir hier sein durften.

Felix Appel Bis bald auf Amtsfunk, weil auf LinkedIn sind wir nicht mehr so oft. Tschüss.

Jana Janze Www.amtsfunk.de.

Felix Appel Es ist sehr gut. nutzeamts.de.

Torsten Frenzel Und an euch, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

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