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Shownotes
In dieser Episode spricht Torsten und seine Gäste über das Förderprogramm Kommunal! Digital?, das bayerische Kommunen bei der Digitalisierung unterstützt. Susanne Klöpping erklärt die Ziele und die Transferphase des Programms, während Jonas Troles das innovative Projekt BaKIM vorstellt, das KI zur Baumpflege nutzt. Leslie Becker stellt die Dialog City Strategie der Stadt Aschaffenburg vor, die den Fokus auf den Dialog zwischen Bürgern und Verwaltung legt. Zudem werden weitere erfolgreiche Projekte erwähnt, die durch digitale Lösungen und Bürgerideen realisiert wurden.
Kommentare unter: egovernment-podcast.com/egov256-kommunal-digital
Linksammlung
• Kommunal! Digital? – kommunal-digital.bayern
• St. Bamberg und BaKIM – kommunal-digital.bayern/fortschrittsberichte-s…
• St. Aschaffenburg und die Digitale Manufaktur – kommunal-digital.bayern/fortschrittsberichte-a…
Teilnehmer:innen
Moderator:in
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Torsten Frenzel
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Gäste
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Dr. Susanne Klöpping
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Leslie Becker
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Jonas-Dario Troles
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Torsten Frenzel Ja, hallo und herzlich willkommen beim e-Government-Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe heute wieder vier Gäste bei mir im virtuellen Podcast-Studio. Hallo Susanne, hallo Jonas, hallo Leste, ich grüße euch.
Leslie Becker Hallo.
Torsten Frenzel Und bevor es losgeht und wir sagen, um was es geht, bitte ich euch, euch einmal ganz kurz vorzustellen, da fangen wir am besten mit der Susanne an. Genau. Lestie, magst du weitermachen?
Leslie Becker Ja, vielen Dank. Ich bin Sachgebietsleiterin für Digitalisierung aus Aschaffenburg und habe die Ehre im Team, die Bereiche Webseite, Beteiligung, Kommunikation mit dem Digitalladen, die Smart City und das Thema KI zu verantworten, wo dann auch die digitale Manufaktur verortet war, die wir nachher nochmal genauer vorstellen.
Torsten Frenzel Ja, und last but not least, Jonas. Aber, dann lass uns direkt mal loslegen. Susanne, du hast vorhin gerade schon angekündigt, es geht um das Thema Kommunal Digital, um das Projekt. Vielleicht kannst du mal ganz kurz einen Abriss machen, worum es bei Kommunal Digital ging oder geht. Was heißt denn in dem Zusammenhang Transferphase? Ich meine, Umsetzungsphase verstehe ich, aber Transferphase heißt dann was konkret?
Torsten Frenzel Und die Transferphase ist auch nochmal gefördert? Und so ganz im Allgemeinen hinter den Projekten stehen da auch Unternehmen, die die ganzen Projekte auch quasi warten, pflegen und zur Verfügung stellen können oder kommt das direkt aus den Kommunen? Okay, das sehe ich aber im Vorfeld, wenn ich mir die Steckbriefe anschaue, oder?
Torsten Frenzel Wie kam es eigentlich zu der Idee, jetzt mal so ein Smart-City-Projekt aufzusetzen? Und das waren dann auch die Auswahlkriterien für die zehn Gewinner? Dann würde ich doch mal gerne, also du hast zwei Projekte mitgebracht, das heißt zwei Vertreter von Projekten und ich würde jetzt gerne mal mit Jonas weitermachen, dass er vielleicht mal sein Projekt vorstellt.
Torsten Frenzel Wie kann ich mir denn das vorstellen, Baum und KI zusammenzubringen? Also ich weiß, ein Baum ist grün und schön und hat im Idealfall auch eine schöne volle Krone. Ich weiß aber noch nicht, wie da KI zusammengeht mit dem Baum. Das heißt, er erkennt tatsächlich von oben durch die Befliegung, was ist es für Baum, ist es ein Laubbaum, ist es ein Nadelbaum, was es für eine Baumart ist und, Wie macht ihr das? Ist das eine normale Kamera oder habt ihr noch Infrarot oder was weiß ich für Spielereien mit an Bord?
Torsten Frenzel Und jetzt frage ich mal zu ganz salopp, was macht ihr nur, um Bäume zu zählen oder könnt ihr noch mehr sehen aus den Bildern? Also könnt ihr dann auch sehen, ob da genügend Wasser vorhanden ist oder könnt ihr nur diese drei Stufen? Jetzt noch eine Verständnisfrage für mich. Der Freistaat Bayern befliegt alle zwei Jahre komplett Bayern mit Flugzeugen.
Torsten Frenzel Reicht das nicht aus oder weshalb geht ihr nochmal auf Drohnen? Ja, mit der Drohne ist man auch ein ganzes Stück weit flexibler. Genau. Wir sollten uns den Baumbestand mal wieder näher anschauen. Okay, und wenn ich als Kommune euch nachnutzen oder eure Lösungen nachnutzen möchte, wie finde ich euch und wie nehme ich Kontakt auf?
Torsten Frenzel Das klingt einfach und machbar. Noch eine kurze Frage. Ich bin ein großer Fan von digitaler Souveränität. Wie sieht es da in dem Projekt aus mit Open Source? Liegt auf GitHub? Noch besser. Ja, vielen Dank, Jonas. Das klingt super interessant und super cool und eine nette und interessante und vor allem kostengünstige Anwendung für Kommunen und auch mal mehr als mit Drohnen nur irgendwelche Influencer fotografieren.
Torsten Frenzel Leslie, du hast in Aschaffenburg ein ziemlich cooles Projekt hier in dem Gesamtprojekt betreut.
Leslie Becker Ja genau, Dankeschön. Wir haben mit der TH Aschaffenburg zusammen die digitale Manufaktur entwickelt. Und zwar haben wir in Aschaffenburg den Ansatz, wir haben quasi keine Smart City Strategie, sondern eine Dialog City Strategie, weil uns wichtig ist, dass wir nicht alles digitalisieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, sondern quasi gucken, was hat halt wirklich einen Mehrwert für die Menschen.
Leslie Becker Deswegen haben wir auch einen Digitalladen, also eine analoge Aufstellung.
Torsten Frenzel Gleich eine Zwischenfrage. Was ist denn bitte eine Dialog City?
Leslie Becker Eine Dialog City, das ist tatsächlich ein Wortspiel, also es ist nicht nur der Dialog zwischen uns und den Bürgern, sondern es ist eine Digital und Analog quasi.
Torsten Frenzel Ah, ein Dialog, oh ja, sehr schön.
Leslie Becker Genau. Und deswegen, also auch der Digitalladen ist eine Anlaufstelle für die Bürgerinnen, wo man tatsächlich hinkommen kann. Wir haben auch Öffnungszeiten und sich zu Themen beraten lassen kann, Fragen stellen kann. Es gibt auch Bürgersprechstunden mit dem Bürgermeister zu digitalen Themen. Und deswegen ist die digitale Manufaktur quasi die Weiterentwicklung.
Leslie Becker Und zwar ist der Ansatz, dass BürgerInnen Ideen einreichen können. Und wir wollen quasi keinen Mängelmelder machen oder einen Kummerkasten, sondern die Idee ist, dass ein Anliegen quasi in eine gute Idee. Das bedeutet, dass wenn jetzt zum Beispiel ich sage, ich hätte da gerne eine Bank oder dass ich dann halt tatsächlich mit der DIMA, die ist mit einem Design Thinking Prozess trainiert und führt quasi den Anwender durch die einzelnen Phasen durch, wo es dann darum geht, verschiedene Sachen mitzudenken.
Leslie Becker Also zum Beispiel ist da eine Feuerwehrzufahrt, die bedacht werden muss oder so, um dann quasi eine konkrete Idee rauszugeben. Und die Idee ist, dass wenn die Anliegen schon in konkrete Ideen formuliert worden sind, dass es dann auch einfacher ist für uns als Stadtverwaltung, die Ideen umzusetzen, weil wir quasi einen konkreten Wunsch kennen.
Leslie Becker Das Ganze haben wir auch letztes Jahr getestet. Wir haben sozusagen zwei KIs. Wir hatten letztes Jahr ein Bürgerbeteiligungsfestival, wo ungefähr 50 Bürgerideen auch eingegangen sind. Wo ich auch wirklich begeistert war, was für schöne Ideen da gekommen sind. Von der Murmelbahn bis zur projizierten Wand. Also es gab ganz tolle Ideen.
Leslie Becker Und wir haben quasi zwei KIs. Also man kann als Ideengeber auf die Webseite gehen. Dann muss man sich registrieren. Dann kann man den Chat mit der DEMA beginnen und quasi seine Idee eingeben. Das Ganze wird uns dann quasi als Stadtverwaltung, als Projektmappe übermittelt. Dann ist aus Datenschutzgründen müssen wir aktuell noch einmal drüber schauen, dass keine personenbezogenen oder personenbeziehbaren Daten drin sind.
Leslie Becker Und dann wird das Ganze in eine sogenannte Verwaltungsdima eingegeben. Das ist nochmal eine andere KI, mit der die Mitarbeiter arbeiten können, worum es dann geht, auch nochmal rechtliche Rahmenbedingungen zu klären.
Torsten Frenzel Also die KI oder im Prinzip, ich reiche eine Idee ein, wird durch den Einreicherungsprozess geführt, sodass auch kein Quatsch eingereicht wird und am Ende landet das bei euch und dann gibt es da auch nochmal eine Verifikation, eine Prüfung, ob das überhaupt möglich ist, diese Idee umzusetzen.
Leslie Becker Genau. Und wir sind jetzt gerade noch in der Umsetzung von den Ideen. Also wir haben letztes Jahr fünf Ideen ausgezeichnet. Da sind wir gerade quasi in der Prüfung noch, was wir davon umsetzen können, um das dann auch zu machen.
Torsten Frenzel Und ist das, weil du gerade gesagt hast, ihr habt Ideen ausgezeichnet, ist das ein Dauerprojekt oder ruft ihr auf zu Wettbewerben und sucht dann, keine Ahnung, zehn Stück aus und die kriegen einen Preis oder wie auch immer?
Leslie Becker Also wir haben uns entschieden, dass wir das immer zu Wettbewerben quasi machen. Also jetzt auch letztes Jahr das Beteiligungsfestival, weil wir keine Person haben, die quasi hauptamtlich die Ideen entgegennimmt. Und ich denke, dass es dann auch sowohl für die Stadtverwaltung als auch für die BürgerInnen besser ist, wenn es eine temporäre Veranstaltung ist, wo man Ideen einreichen kann.
Leslie Becker Wir haben das letztes Jahr auch zu einem sehr konkreten Anwendungszweck gemacht. Also deine Ideen für die Innenstadt war auf 50.000 Euro quasi begrenzt, also die Idee, die Umsetzung der Idee. Weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass es deutlich besser ist, wenn man quasi sehr konkrete Vorschläge macht, was man auch umsetzen kann.
Leslie Becker Weil wir jetzt zum Beispiel in der Innenstadt jetzt keinen Tunnel graben könnten oder so. Deswegen wollten wir da einfach sehr konkret sein, damit es dann auch ein gutes Erlebnis für die BürgerInnen ist, weil es auch umgesetzt werden kann.
Torsten Frenzel Und auch an dich die Frage, wo finde ich als interessierte Kommune euer Projekt? Wo kann ich mir vielleicht sogar mal anschauen, wie es funktioniert?
Leslie Becker Also wir sind, die Webseite ist noch live, beteiligung.aschaffenburg.de. Mit der DIMA kann man aktuell nicht kommunizieren, weil wir sie quasi abgeschaltet haben. Aber wir können es im Bedarfsfall auch gerne nochmal zeigen und es auch nach dem Termin dann zeigen. Also die Daten werden dann in den Twinby-Katalog hochgeladen.
Torsten Frenzel Okay, und im Twinby-Katalog kann ich dann quasi mir aussuchen und Kontakt aufnehmen?
Leslie Becker Genau. Da sind auch meine Kontaktdaten hinterlegt und ansonsten erreichen wir uns aber auch gut unter digital-edda-schaffenburg.de.
Torsten Frenzel Okay. Und auch an dich die Frage, ist das Ganze Open Source und ist der Code irgendwo verfügbar?
Leslie Becker Also wir haben mehrere Komponenten bei der DIMA. Tatsächlich war die ganze Datenschutzthematik sehr komplex und ich bin auch sehr dankbar, dass uns letztes Jahr das Büro des Landesdatenschutzbeauftragten Bayern unterstützt hat und da auch nochmal ganz hervorragenden Input gegeben hat, damit wir das Ganze datenschutzkonform umsetzen können.
Leslie Becker Und wir haben quasi eine technische Dokumentation. Wir haben die Datenschutzdokumentation, die wir zur Verfügung stellen. Die Bürger-DiMA, das ist quasi auch ein Code, den wir zur Verfügung stellen können, weil das eine selbstentwickelte KI ist, um auch auf das Thema digitale Souveränität einzuzahlen.
Leslie Becker Die Verwaltungs-DiMA ist tatsächlich gerade noch, die war auf JetGBT aufgebaut, hat damit zu tun mit der Art, wie wir trainieren mussten. Da hoffen wir aber, dass wir in der Zukunft auch nochmal eine bessere Lösung finden können.
Torsten Frenzel Okay, also wenn ich einen Code haben möchte, weil ich es nachbauen will, melde ich mich bei euch. Ich finde es jetzt nicht wie bei Bamberg, direkt bei OpenCode.
Leslie Becker Genau, aber wir sind dabei, die Daten dann auch hochzuladen.
Torsten Frenzel Ja, vielen Dank. Klingt super interessant. Gerade zur Bürgerbeteiligung bin ich ein großer Fan von. Und wenn man das so als Wettbewerb macht, ist es eine ziemlich coole Geschichte. Finde ich toll.
Leslie Becker Dankeschön.
Torsten Frenzel Susanne, jetzt komme ich nochmal wieder zu dir. Du hattest vorhin von zehn Projekten gesprochen, jetzt haben wir hier zwei. Hast du vielleicht noch ein paar andere Highlights oder noch ein paar andere Projekte, die du gerne erwähnen möchtest? Also wenn ich darf, würde ich auch noch zwei rausfischen, weil wir haben uns ja schon ein paar Mal auf Veranstaltungen auch getroffen und die Seite kenne ich auch recht gut.
Torsten Frenzel Was mich beeindruckt hat unter anderem ist Erlang. Erlang, relativ einfache Lösung, wenn man sich das so anschaut, die verbauen Sensorik an Bäumen und wissen dann ganz genau auf einer Karte, welcher Baum gegossen werden muss. Ganz wichtig bei kleinen Bäumen, bei jungen Bäumen und dann kann man den, dann muss man nicht pauschal rumfahren und an alle Bäume Wasserrand schütten, sondern tatsächlich nur an die Bäume, die es auch wirklich brauchen und man sieht auch, wenn ein Baum in Not ist quasi und dann kann man mal gezielt hinfahren.
Torsten Frenzel Finde ich mit wenig Aufwand eine tolle Lösung, um viel, viel Geld zu sparen, weil ein so ein Baum kostet viel Geld und auch der Transport von Wasser ist auch nicht gerade günstig. Und das erste Projekt, von dem ich gehört hatte aus diesem ganzen Umfeld, war Rente Bauhof. Eine tolle Idee, wie sich Bauhöfe quasi Equipment teilen.
Torsten Frenzel Also nicht jeder Bauhof braucht zum Beispiel einen Radlader. Den braucht man vielleicht zweimal im Jahr oder dreimal im Jahr. Und dann kann man den auf dieser Plattform anderen Bauhöfen zur Verfügung stellen, die den vielleicht an anderen Tagen brauchen. Oder Gulli-Reinigungsgeräte und solche Geschichten. Das finde ich auch ein ganz, ganz tolles Projekt.
Torsten Frenzel Genau, da machen wir jetzt noch einen kurzen Werbeblock. Susanne, du hast jetzt nochmal die Chance aufzurufen. und zu sagen, wo man das Ganze findet und wie man am besten Kontakt aufnimmt. Aber ich könnte einen QR-Code in die Shownotes setzen oder auch ins Cover-Bild. Ja, vielen Dank Susanne, vielen Dank Jonas, danke Leslie, dass ihr hier wart, eure Projekte vorgestellt habt, das Gesamtprojekt vorgestellt habt und vielen Dank, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer und bis zum nächsten Mal.
Leslie Becker Dankeschön.