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Shownotes
In der Episode der Monatsschau diskutieren Torsten, Malte, Angelika und Lisa aktuelle Themen der Verwaltungsdigitalisierung wie Rechenzentrumstrategie, EU-Data Act, Deutschlandstack, Registermodernisierung und digitale Souveränität. Ein Schwerpunkt liegt auf Chancen und Risiken von KI in der Verwaltung, EVB-IT-Änderungen, proaktiver Leistungen wie antragslosem Kindergeld, Schatten-KI und der Frage nach Vertrauen und demokratischer Legitimation. Außerdem geht es um Regulierung (KI-Kodex), digitale Gewalt, sektorübergreifende Zusammenarbeit sowie einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen.
Kommentare unter: egovernment-podcast.com/egov257-monatsschau-03…
Monatsrückschau
Malte
Alkoholtest-Geräte sperren nüchterne Fahrer aus ihren Autos aus
• t-online.de/digital/aktuelles/id_101181174/alk…
Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung am 17.3. in Kraft getreten
• vbob.de/aktuelles/news/bundesregierung-verabsc…
Am 18. März 2026 hat das Bundeskabinett die nationale Rechenzentrumsstrategie veröffentlicht
• bmds.bund.de/fileadmin/BMDS/Dokumente/Publikat…
Der Bundestag hat dem Gesetz zur Umsetzungen des EU Data Acts in Deutschland am 26.3. zugestimmt
• verbaende.com/news/pressemitteilung/bundestag-…
• bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/ref…
Torsten
14. Fachkongress des IT-Planungsrates in Rostock-Warnemünde
• it-planungsrat.de/der-it-planungsrat/fachkongr…
• Video – youtu.be/RJ8vTJqlHgs?si=FvtVSMh-SMTg1brg
• eGovPod zur 49. Sitzung des IT-PLR – egovernment-podcast.com/egov254-49-itplr
• Föderale Digitalstrategie für die Verwaltung – it-planungsrat.de/der-it-planungsrat/foederale…
News zu D-Stack, NOOTS
• Deutschland-Stack: IT-Planungsrat macht Open-Source-Cloudstandards verbindlich – heise.de/news/Deutschland-Stack-IT-Planungsrat…
• D-Stack im IT-Planungsrat – bmds.bund.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/deta…
• D-Stack – deutschland-stack.gov.de
• Deutschland-Stack: Mit über 50 offenen Standards zur souveränen Verwaltung – heise.de/hintergrund/Deutschland-Stack-Mit-ueb…?
• Beschluss D-Stack – it-planungsrat.de/beschluss/b-2026-03-it
• Beschluss NOOTS – it-planungsrat.de/beschluss/b-2026-09-it
EVB-IT und Open Source
• EVB-IT – digitale-verwaltung.de/Webs/DV/DE/aktuelles-se…
• Open Source in der Verwaltung rechtlich gestärkt – linux-magazin.de/news/open-source-in-der-verwa…
• OSBA: IT-Planungsrat stärkt Open Source in der Verwaltung – linux-magazin.de/news/osba-it-planungsrat-stae…
• EVB-IT: Open Source rechtssicher beschaffen – Vergabeblog – vergabeblog.de/2026-03-24/evb-it-open-source-r…
• Open Source wird zum Standard – heise.de/news/Verwaltung-Open-Source-wird-zum-…
• Neue EVB-IT-Vertragsvorlagen stärken die Beschaffung von Open Source Software durch die Verwaltung | OSBA – Open Source Business Alliance – osb-alliance.de/pressemitteilungen/neue-evb-it…
• Bund und Bitkom einigen sich auf Open-Source-Vertragsstandards – it-daily.net/shortnews/bund-bitkom-open-source
FUN
• Klaus Programmieren Digitale Kodierungslösung der Bundesrepublik Deutschland – klausprogrammieren.com
• 100 Jumps – 100jumps.org/play
Angelika
Gesetz zur antragslosen Auszahlung von Kindergeld beschlossen:
• Bundesfinanzministerium – Erleichterung für Familien: Kindergeld soll ohne Antrag ausgezahlt werden (bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standard…)
Akt. Entwicklungen (März 2026) im Bereich KI/ GenAI im Öffentl. Sektor
•
• ÖFIT ThemenRadar 2026: ThemenRadar 2026: KI wird zur Behördenstrategie – Deutschland-Stack noch unbestimmt | Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) (oeffentliche-it.de/umfragen/themenradar-2026)
• Onlinedienst Aufenthalt Digital aus Brandenburg: Pilotprojekt zum Einsatz von KI bei Ausländerbehörden gestartet | Ministerium des Innern und für Kommunales (mik.brandenburg.de/mik/de/service/presse/press…)
• NRW Portal/ NRW.Genius: KI für schnellere Verwaltung: Nordrhein-Westfalen weitet den Einsatz von NRW.Genius aus | Land.NRW (land.nrw/pressemitteilung/ki-fuer-schnellere-v…)
• Agentic AI Hub: Deutschland startet Pilotprojekte für KI-Agenten in der Verwaltung (egovernment.de/deutschland-startet-pilotprojek…)
• Eröffnung Google AI Center Berlin: Google AI Center Berlin eröffnet (blog.google/intl/de-de/unternehmen/inside-goog…)
• LMU Studie zu KI & Demokratie: Wahrnehmung von KI beeinflusst Einstellung zu Demokrat … – LMU München (lmu.de/de/newsroom/newsuebersicht/news/wahrneh…)
Lisa
• KI-Kodex der EU Kommission:digital-strategy.ec.europa.eu/de/policies/ai-c…
• Marktplatz Deutschland Digital: DEUTSCHLAND.DIGITAL Marktplatz (marktplatz.deutschlanddigital.org)
• The Digital Revenue Initiative Drive: DRIVE: Your partner for digital success (dpa.com/en/drive)
• LHM AI-Agent: Agentic AI Hub – Landeshauptstadt München (stadt.muenchen.de/news/agentic-ai-hub.html)
Links die es nicht in die Sendung geschafft haben aber trotzdem Beachtung verdienen
Digitale Souveränität
• Kriterien für Digitale Souveränität – aus messbar wird machbar – souveränitätscheck.de
• Digitale Souveränität: Standort und Technik reichen nicht – cio.de/article/4149442/digitale-souveraenitaet…
• Staat-Up Deutschland: Warum wir unsere Digitale Souveränität jetzt skalieren müssen – live.handelsblatt.com/staat-up-deutschland-war…
• Digitale Souveränität: Abschottung wäre die falsche Antwort – computerwoche.de/article/4146921/digitale-souv…
• Diese kleine Bundeseinrichtung soll Deutschland digital unabhängig machen – spiegel.de/wirtschaft/digitale-souveraenitaet-…
• Das Google-Translate-Gate der Auftragskiller – und was wir daraus lernen sollten – spiegel.de/wissenschaft/mensch/google-translat…
• Wildberger: “Mehr digitale Souveränität” – zdfheute.de/video/zdf-morgenmagazin/karsten-wi…
• Bayern und Sachsen-Anhalt zur digitalen Souveränität – egovernment.de/bayern-und-sachsen-anhalt-zur-d…
• DIGITAL SOUVERÄN IN SCHLESWIG-HOLSTEIN – Die Mühen der digitalen Ebene – …
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Torsten Frenzel Ja, hallo und herzlich willkommen bei der Monatsschau März 2026. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe wieder drei Gäste und diesmal einen neuen Gast. Und ich begrüße euch erstmal ganz herzlich. Malte, den kennt ihr schon, der ist quasi schon Resident-Gast. Dann haben wir die Lisa dabei, die Lisa war auch schon mal da.
Torsten Frenzel Und ganz neu ist die Angelika. Hallo zusammen.
Malte Schmidt-Tychsen Hallo.
Torsten Frenzel Dann würde ich dich, Angelika, bitten, stell dich doch mal ganz kurz vor, damit die Leute auch wissen, wer du bist. Ja, schön, dass du dabei bist. Und nachdem wir ja schon mal gemeinsam verreist sind, freue ich mich umso mehr, dass du da bist. Lisa, du warst schon ein Weilchen nicht mehr da. Erzähl doch nochmal ganz kurz, wer du bist.
Torsten Frenzel Ja, schön, dass du auch mal wieder dabei bist. Und dann würde ich sagen, wir legen direkt mal los, weil wir haben ganz schön viele Themen auf dem Zettel. Und den Beginn hat diesmal der Malte gewonnen.
Malte Schmidt-Tychsen Dankeschön. Ich habe gleich so ein etwas schrägeres Thema. Und zwar gab es einen Cyberangriff auf ein Unternehmen in den USA. Und zwar ein Unternehmen, was sich damit beschäftigt, Personen, die Alkohol am Steuer getrunken haben und damit erwischt wurden, trotzdem noch die Möglichkeit zu geben, zu fahren mit so einer speziellen Einrichtung.
Malte Schmidt-Tychsen Da gibt es Gesetze für in den USA, dass man sich das einbauen lassen kann, auf eigene Kosten wahrscheinlich. Und dann muss man, bevor man das Auto starten kann, muss man in so ein Röhrchen pusten. Also so ein eingebautes Alkohol-Testgerät, Alkohol-Atem-Testgerät. Und das Unternehmen nennt sich Intoxaloc.
Malte Schmidt-Tychsen Und das ist jetzt Mitte des Monats Opfer von so einem Cyberangriff geworden. Und das hat dazu geführt, dass die Cloud-Anbindung nicht mehr funktioniert hat und die Autos alle nicht mehr gestartet sind. In den USA ist das nochmal eine andere Nummer als zum Beispiel in Deutschland oder generell in Europa.
Malte Schmidt-Tychsen Dort ist man nochmal viel stärker auf das Auto angewiesen. Das heißt, das war für die Leute schon ziemlich heftig.
Torsten Frenzel Ich finde das ziemlich lustig. Als ich in Schweden gewohnt habe, gab es das auch als Wegfahrsperre. Also in Schweden gibt es da auch so ähnliche Gesetze und da musst du tatsächlich reinpusten. Ich weiß, dass unser Küchenchef so ein Auto hatte und ich ihn gefragt habe, was das denn soll. Und dann hat er mir das einmal demonstriert und das ist sehr witzig.
Torsten Frenzel Du setzt dich rein, pustest in das Röhrchen und dann kannst du erst Auto starten.
Malte Schmidt-Tychsen Ja genau, ich habe das noch nie in der Praxis gesehen, ich hätte nur davon gehört und ja, also gerade wenn man sehr auf das Auto angewiesen ist, dann ist das natürlich nochmal eine schöne Möglichkeit, wenn es dann einem nicht passiert, dass einem die Cloud da wegbricht, weil da ein besser Hacker reinkommt.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, und dann habe ich hier das Inkrafttreten von einer Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung für die Beamtinnen und Beamten, also Kolleginnen und Kollegen von mir, die im Bund arbeiten bzw. Vielleicht im Bund arbeiten wollen. Dort gab es Erleichterungen beim Aufstieg und beim Einstieg. Fachspezifische Qualifizierung als praxisorientiertes Aufstiegsformat wird auch für den Aufstieg in den höheren Dienst zugänglich gemacht.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist dann ab der A13H für höherer Dienst. Und für das Aufstiegsverfahren, fachspezifische Qualifizierung ist künftig für das Erstbeförderungsamt zulassungsbedingt. Also macht den Dienst im Bund nochmal ein bisschen attraktiver.
Torsten Frenzel Aber lass mich raten, wenn du ganz besonders hohe Weihen erreichen möchtest, musst du trotzdem Jura studiert haben, oder?
Malte Schmidt-Tychsen Ich sprach von A13H. Ich glaube, du sprichst jetzt von Dingen, die sich jenseits dieser Einstufung befinden. Das sind nochmal zwei bis drei Nummern höher. Aber ja, das würde ich jetzt hier nicht weiter ausführen wollen. Ja, und dann gibt es einen Beschluss, dieses Mal ein gleichzeitig in Kraft treten und zwar am 18.
Malte Schmidt-Tychsen März ist die Rechenzentrumstrategie in Kraft getreten. Und zwar hat das Bundeskabinett am 18. März da einen Beschluss veröffentlicht, das BMDS hat den am 18. März veröffentlicht. Und zwar geht es darum, die Rechenzentrumskapazität allgemein in Deutschland auszubauen. Die IT-Anschlussleistung von Rechenzentren soll bis 2030 verdoppelt werden und die KI-Rechenkapazität vervierfacht.
Malte Schmidt-Tychsen Bei dem allgemeinen Boom, der aktuell stattfindet, würde ich beinahe sagen, dass letzteres Ziel einfacher ist als ersteres Ziel. Da gibt es dann so ein konkretes Maßnahmenbündel. Die Dinger müssen ja mit Energie versorgt werden, da braucht es Flächen für und dann möchte man auch so ein bisschen souverän werden.
Malte Schmidt-Tychsen Das sind so die drei zentralen Handlungsfelder. Jetzt in Bezug speziell auf Diskussionen zu dieser Strategie kann ich da jetzt nicht so viel zu sagen, weil ich die Diskussion nicht mitbekommen habe. Generell ist es ja so, dass da sehr viel Abwärme entsteht, gerade bei den Großen und da kann man natürlich was gegen tun.
Malte Schmidt-Tychsen Also du kannst diese so hinstellen, dass sie irgendwo die Wärme dann sinnvoll benutzen können. Wo ich wohne in der Nähe, da baut ja hier von Lidl, da Schwarz IT heißen die, die bauen ein gigantisches Rechenzentrum in Lübbenau. Da ist auch der zum Spatenstich vor ein paar Monaten, das hatten wir übrigens auch in der Monatschau, da ist der Minister Wildberger persönlich angereist, soweit ich mich erinnern kann.
Malte Schmidt-Tychsen Und die haben sich direkt dorthin gestellt, wo früher ein Wärmekraftwerk war. Und so wie ich das gehört habe in der Planung, wollen sie dann auch die Abwärme direkt nutzen, um dann Haushalte zu heizen und so weiter. Und da steht auch direkt so ein Erlebnisbad in der Nähe, wo man mit Pinguinen baden kann in Lübbenau. Kann ich sehr empfehlen. Habe ich auch schon gemacht.
Malte Schmidt-Tychsen Genau.
Torsten Frenzel Aber ich glaube, Pinguine brauchen eher kaltes Wasser als warmes. Also ich kenne die Strategie nicht, Aber wahrscheinlich steht auch nicht drin, dass ein Rechenzentrum konsolidiert werden und es trotzdem noch weiter über 1000 Rechenzentren auf Bundesebene gibt.
Malte Schmidt-Tychsen Das steht ja in der Strategie zum Deutschland-Stack, aber ich will das jetzt nicht spoilern für dich. Kommen wir ja gleich noch zu. Und dann habe ich jetzt noch den EU-Data-Act. Es gab von der EU den EU-Data-Act und da hat jetzt das Parlament lediglich beschlossen, diesem Data-Act mehr oder weniger unverändert zuzustimmen.
Malte Schmidt-Tychsen Und da gibt es alle möglichen Auswirkungen, hauptsächlich für Unternehmen, aber auch so für Kommunen und da sollte man sich definitiv mal mit beschäftigen. Habt ihr dazu Neueres, weil ich bin da erst vor ein paar Tagen drüber gestolpert und wie das immer so mit der EU-Gesetzgebung ist, sie ist wesentlich wichtiger als man denkt und man bekommt davon häufig weniger mit, als man es vielleicht sollte.
Malte Schmidt-Tychsen Und zwar, ja, es geht darum zur Datennutzung, Datenaufbewahrung und ja, dass man dort das entsprechend eine Dateninfrastruktur braucht.
Torsten Frenzel Ich war zwar letzte Wochenende beim Open Data Data Stadt München, aber davon habe ich, also da habe ich mich nicht tiefer mit beschäftigt mit dem EU Data Act. Ja, das haben wir eine Hausaufgabe für das nächste Mal.
Malte Schmidt-Tychsen Gut, dann bin ich im engeren Sinne mit meinen Themen durch. Dann ist jetzt der Thorsten dran. Ich will ihm das moderieren, nicht aus der Hand nehmen.
Torsten Frenzel Genau, aber du bist nicht ganz entlassen, weil das erste Thema, das haben wir gemeinsam. Angelika, warst du eigentlich auch beim Fachkongress vom IT-Planusrat? Ja doch, die durften zwei Leute anmelden. Okay. Aber Malte habe ich getroffen und wir hatten Spaß, oder?
Malte Schmidt-Tychsen Auf jeden Fall. Und das war auch so ein Erlebnis. Ich war jetzt das dritte Mal schon bei diesem Fachkongress und ich habe es jetzt nochmal sehr deutlich gehabt. Ich will dir das in einem Erlebnis schildern, was da so für Personen kommen. Und das werden wahrscheinlich auch die Personen sein, die hier zuhören.
Malte Schmidt-Tychsen Also wir werden wahrscheinlich eine Menge jetzt sich auch daran erinnern.
Torsten Frenzel Da will ich gleich noch was zu sagen zu den Personen. Und das fand ich nämlich ziemlich interessant. Also ich arbeite ja auch bei der nachgeordneten Behörde. Und es war sehr, sehr interessant, dass dort nur Behördenmitarbeiter waren. Und es waren IT-Dienstleister auch da, öffentliche IT-Dienstleister, was ja im weiteren Sinne auch Behörden sind.
Torsten Frenzel Und es war sehr interessant, dass man sehr offen in einer Art Schutzraum sprechen konnte und nicht einer um die Ecke kam und dir irgendwas verkaufen wollte. Natürlich wollten sie dir alle Ideen verkaufen, vollkommen klar, weil jeder hatte ja so seine Ideen. Aber es kam keiner und wollte dir irgendwie eine neue KI-Anwendung, was weiß ich, verkaufen.
Torsten Frenzel Sondern es war wirklich interessant, eine sehr gute Stimmung da auch. Wir hatten auch Glück, war schönes Wetter und die Umgebung war toll.
Malte Schmidt-Tychsen Und um nochmal eine Facette zu schildern, ich bin relativ spät am Mittwoch dann davon weg, so mit den letzten Leuten stand ich auf der Fähre, dann war es schon nach 23 Uhr und die Grüppchen haben immer noch über Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Ja, das ist so ungefähr das Publikum, was da kommt.
Malte Schmidt-Tychsen Die waren auch nicht davon abzuhalten, bei ohrenbetäubender Musik in diesem großen Saal dann auch leidenschaftlich gegen diese Musik anzudiskutieren, was gerade ihr Herzensthema bei der Verwaltungsdigitalisierung war und warum jetzt dieser Standard vielleicht dafür nicht so geeignet ist und warum man da noch unbedingt dieses Interface braucht und ja, also das war schon sehr beeindruckend.
Torsten Frenzel Ja, also es war quasi voll mit Überzeugungstäter. Also ich habe selber einen Vortrag gehalten mit jemandem aus Sachsen-Anhalt zum Thema Fachcommunities. Und der war nicht so gut besucht leider, weil zu dem gleichen Zeitpunkt der Sonnenuntergang herrlich. Da hinten über der Küste, also ging so schön die Sonne in die Ostsee.
Torsten Frenzel Das fanden die Leute dann doch etwas beeindruckender als die letzten Vorträge. Aber trotzdem gab es eine gute Diskussion dann auch und die Diskussion ging auch tatsächlich dann auf dem Stand also nicht auf dem Stand, auf dem Gang weiter und das war, wirklich gut, also ich habe mich sehr sehr wohl gefühlt dort, also das ist ein Schutzraum gewesen tatsächlich, Ich habe auch einen Podcast aufgenommen dort, meinen üblichen Podcast zur IT-Planungsratssitzung.
Torsten Frenzel Deswegen werde ich heute gar nicht groß über die Zusammenfassung der IT-Planungsratssitzung sprechen, weil dazu habe ich letzte Woche einen Podcast veröffentlicht. Aber es wurde dort auch ein Live-Podcast aufgenommen und zwar von der Ehrenbehörde. Die Ehrenbehörde hat quasi die zwei Tage live gestreamt.
Torsten Frenzel Ich konnte leider bisher nicht entdecken, wo dieser Stream aufgezeichnet ist oder ob das wirklich bloß live war. Wenn ich rausfinde, wo das aufgezeichnet ist, dann reiche ich das natürlich noch nach.
Malte Schmidt-Tychsen Und für die, die es dieses Mal nicht geschafft haben, nach dem Fachkongress vom IT-Planungsrat ist vor dem Fachkongress vom IT-Planungsrat. Und 2027 wird es am 17. Und am 18. März in Marburg wieder zur Sache gehen mit den Diskussionen und den leidenschaftlichen Austauschen, wo es dann auch mal ein bisschen schärfer zur Sache geht, fand ich auch interessant, aber eben immer um die Sache.
Torsten Frenzel Da hast du brav aufgeschrieben, bist irgendwie ein Streber. Aber ich mach mal weiter, wir haben natürlich Themen da auch besprochen auf dem Fachkongress, beziehungsweise gab es wirklich viele Vorträge unter anderem sehr stark besucht war das Thema D-Stack, also Deutschland-Stack und auch die Themen Notes, also Deutschland-Stack, da war der Raum voll da die Leute standen, die standen auch an der Tür, sehr interessanter Vortrag, allerdings nicht viel Neues dabei gewesen da verweise ich wieder auf meinen Podcast zur 49. Sendung, Der Deutschland-Stack wird nämlich jetzt fast verbindlich. Die volle Verbindlichkeit, die trauen sie sich noch nicht so ganz, weil tatsächlich noch ein paar Prototypen und ein paar MVPs dabei sind.
Torsten Frenzel Aber das Ziel ist natürlich, den deutschen Stack verbindlich zu machen. Und ich habe jede Menge Lesematerial noch in den Shownotes zum Deutschland-Stack. Also das kann was werden, auch wenn das momentan ausschaut wie so ein Haufen verschiedener Technologien, die da zusammengewürfelt sind. Es kann was werden, das sieht gut aus und ich drücke allen die Daumen, dass das vorangeht und vor allen Dingen rufe ich die entwickelnden Dienstleister auf, sich an dem Deutschlandstack zu orientieren.
Torsten Frenzel Das macht zukünftig vieles, vieles einfacher.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, ich denke, diese bessere Dokumentation und bessere, enger und besser gestrickte Darstellung ist wichtig. Ich habe zum Beispiel in der sonst sehr gut recherchierten Heise-Meldung zum D-Stack, was entdeckt, dort stand auf der zweiten Seite drin. Es ist auch interessant, was nicht drinsteht. Der Matrix-Standard würde nicht drinstehen. Ja, und das stimmt nicht so ganz, denn Zapuk steht drin.
Malte Schmidt-Tychsen Und Zapuk sieht aus, als wenn es momentan auf Matrix aufsetzen würde. Insofern, da muss man an vielen Stellen noch ein bisschen nachschauen und das wird sicherlich noch besser werden. Und ja, ich teile deinen Optimismus, Thorsten. Verhaltenen Optimismus, aber definitiv Optimismus, das sieht schon aus, als wenn man sich da jetzt wirklich Gedanken gemacht hat.
Torsten Frenzel Aber ich dachte, ich habe Matrix tatsächlich auch irgendwo gesehen. Aber vielleicht bei den vielen Logos habe ich das halluzioniert. Aber ich weiß, Zapok und Matrix weiß ich auch. Und wo es weitergeht, ist das Thema Notes. Der Michael Pfleger hat vorgetragen und hat gesagt, Nodes ist live und funktionsfähig und einsatzbereit.
Torsten Frenzel Und wenn ich ihn richtig verstanden habe, heißt jetzt dieses Regmo-Projekt, nicht mehr Regmo, sondern es ist alles zusammengefasst unter Nodes. Das ganze Projekt heißt jetzt so. Also lieber Michael, falls ich das falsch gehört habe, sag es bitte. Ansonsten wird jetzt der Fokus auf die großen, wichtigeren Register gelegt.
Torsten Frenzel Also nicht mehr so ein kleines Register, was sie jetzt in der Pilotierung hatten, sondern tatsächlich auf die Standesamtsregister, auf die Melderegister, Führerscheinregister, Kfz-Register, weil sie festgestellt haben, dass das viel mehr Zug in das Ganze bringt. Also da gibt es viel mehr Möglichkeiten und können viel mehr Mehrwert generiert werden, wenn man diese großen Register, die jeder braucht, damit anbindet.
Torsten Frenzel Ja, auch. Aber da sind ja auch ein paar kleinere Register dabei gewesen und jetzt geht man tatsächlich Melderegister und sowas. Also solche Sachen, die man auch für die Eudi-Wallet braucht zum Beispiel.
Malte Schmidt-Tychsen Genau.
Torsten Frenzel Und weil ohne Nodes wird es keine Eudi-Wallet geben. Ich habe mich nicht getraut zu fragen in seinem Vortrag. Der war so voll im Thema drin und es waren so viele, die sinnvollere Fragen gestellt haben als nach dem Namen. Genau, dann mache ich weiter. Auch was Cooles, weil Thema digitale Souveränität ist auch ein Thema, was mich immer wieder beschäftigt, auch hier im Podcast.
Torsten Frenzel EVBIT und Open Source. Es gibt jetzt endlich die Möglichkeit, im EVBIT-Vertrag Lizenzen und Nutzungsrechte nach Open Source Lizenzen mit einzutragen. Der Auftraggeber kann jetzt die Veröffentlichung als Open Source auch regeln, im EVBIT-Vertrag also standardisiert. Der kann die Lizenz festlegen. Dazu gibt es auch eine ganze Liste an Open Source Lizenzen, die zugelassen sind.
Torsten Frenzel Die lehnen sich an die zugelassenen Lizenzen von Open Code an. Und was ich noch viel, viel wichtiger finde und das sollte man eigentlich auch ausweiten auf nicht Open Source, die SBOM. Also Software Bill of Materials ist jetzt Pflichtbestandteil des Vertrages, das heißt, das kann ich ankreuzen und sagen, ich will auf jeden Fall die S-Baum haben, weil ich wissen will, was drin ist.
Malte Schmidt-Tychsen Das ist ziemlich wichtig. Zufällig habe ich einen Vortrag auf dem digitalen Staat verpasst gehabt, aber ich hatte eine Konkurrenzveranstaltung, wo ich pflichtgemäß hingehen musste, Ministerium, und habe mir aber dann die Person geschnappt, die einen Vortrag gehalten haben. Aber es ging um Lyssa, es ging um eben Supply Chains, Software Supply Chains.
Malte Schmidt-Tychsen Da hat sich die ZBund ziemlich viel Gedanken gemacht und hat eine eigene Pipeline vorgestellt, wo sie selber dann die entsprechenden Bibliotheken prüfen und einbinden in die eigene Entwicklungsumgebung. Und dann kann man mit so einer praktisch geprüften und zertifizierten Pipeline entwickeln. Entwicklungspipeline und das stellen sie hoffentlich bald. Das war nämlich die Sache, die Kollegen waren dann so nett, doch nochmal zu uns zu kommen, ins Haus und unseren Entwicklern das zu erklären, was sie da gemacht haben und es steht noch nicht frei als Produkt bei WTZ Bund, aber sie arbeiten da dran und dann kann man tatsächlich als Bundesbehörde, wie das immer ist bei den Dienstleistern, du weißt das, Thorsten,
Malte Schmidt-Tychsen kann man praktisch als Behörde sich da anschließen, also dieses Produkt nutzen und dann in einer Umgebung arbeiten und entwickeln und eben auch die Dienstleister da ranlassen und dass die in einer Umgebung entwickeln, wo die Bibliotheken alle geprüft sind.
Torsten Frenzel Also ich möchte bei dem Thema gleich noch auf containergov.de hinweisen. Vom OpenCode, also vom Zendes, wo gepflegte Container drin sind, die man direkt in seine Software mit einbauen kann, beziehungsweise auf die man seine Software aufbauen kann. Ein gutes Thema, wird zentral gepflegt, ist auch irgendwie vom BSI mit überwacht.
Torsten Frenzel Also das sind tatsächlich sauber gepflegte Container und da muss sich nicht jeder nochmal selber erfinden. Also die einschlägigen Verbände haben ja daran mitgearbeitet. Also Bitkom und Open Source Business Alliance haben daran mitgearbeitet. Und zumindest die Wirtschaft möchte das gern. Und zur Zerstreuung habe ich jetzt auch noch ein paar schöne Sachen.
Torsten Frenzel Mir wurde ein Programm oder eine Webseite zugespielt, die heißt klausprogrammieren.com. Und zwar, Klaus Programmieren ist die digitale Codierungslösung der Bundesrepublik Deutschland. Damit kann man Online-Dienste automatisiert programmieren. Also das ist eine sehr lustige Seite. Schaut euch die Seite mal an.
Torsten Frenzel Genau, du kannst dir die Programme zusammenstellen, indem du einfach nur anklickst, was das alles können muss und dann am Ende ist es fertig.
Malte Schmidt-Tychsen Schade, ich dachte, wir machen sowas zum 1. April irgendwie.
Torsten Frenzel Haben wir ja fast.
Malte Schmidt-Tychsen Dass ich Vibe-Code mir mit einer Blockchain meine total geniale Verwaltungs-Digitalisierungs- Faxmaschine.
Torsten Frenzel Aber das ist schön, man kann da auch, da ist auch eine Fax-Schnittstelle, kann man damit anklicken. Also ich kann euch jedem empfehlen, erstellt euch mal da eine Lösung eurer Wahl und da könnt ihr auch auswählen, welche Schnittstellen da mit benutzt werden. Und ich habe noch eins. Wer mal wieder in einem langweiligen und harten Meeting sitzt und beschäftigt wirken möchte, der geht mal auf 100jumps.org, also 100 als 100 ausgeschrieben.
Torsten Frenzel Und das ist ein nettes, kleines Spielchen, wo man nur die Space-Taste für braucht. Kann man im Browser spielen. Man kann sich das natürlich auch installieren auf Android und iOS, aber man muss einfach die Space-Taste so hundertmal drücken und ist ein nettes Spielchen, ist nett gemacht, schön animiert und man sieht beschäftigt aus.
Torsten Frenzel Genau. Angelika, das ist ein guter Übergang. Du bist gleich dran mit deinen Themen. Lass uns nochmal kurz über das erste Thema sprechen. Ja, vor allem muss ich auch sagen, das Kindergeld ist ja eigentlich eine low-hanging fruit. Und ich weiß nicht, warum wir die nicht schon längst geerntet haben. Weil das Kind ist im Finanzamt gemeldet. Das kriegt nach drei Tagen eine Steuernummer zugeschickt.
Torsten Frenzel Das haben wir alle durchgemacht, die wir hier im Call sitzen oder im Podcast sitzen. Du kriegst früher die Steuernummer, als das Kind zu Hause ist. Und da kann auch automatisiert das Kindergeld bezahlt werden.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, aber es wurde eben bisher nicht umgesetzt. Aber wir haben da häufiger drüber gesprochen, kann ich mich erinnern. Und deswegen freue ich mich so sehr darüber, auch wenn es jetzt in erster Linie mehr Kinderpolitik ist, gilt nämlich erst für das zweite Kind.
Torsten Frenzel Vorerst gilt es schon für das Zweite, weil das hängt sehr wahrscheinlich mit der Kontonummer zusammen, weil du einmal die Kontonummer angeben musst und wir in Deutschland noch keine zentral gespeicherte Kontonummern-Datenbank haben, die benutzbar ist außerhalb vom Finanzministerium. Also ich finde das interessant, diese Auswertung und diese Studie, weil bisher wird in der öffentlichen Verwaltung ja fast hauptsächlich, wenn LLMS benutzt und die ganzen Vorteile, die uns eine KI in Fachverfahren bringen kann, die haben wir alle noch gar nicht gehoben.
Torsten Frenzel Da gibt es minimale kleinste Anwendungen für, aber das ist alles noch nicht da. Was ich so erstaunlich finde, ist, dass man heutzutage gar nicht mehr um KI rumkommt. Gefühlt jeder Browser hat eine KI eingebaut. Adobe hat inzwischen ihre KI eingebaut. Microsoft klebt überall KI rein. Also überall sind irgendwelche KI-Tools vorhanden.
Torsten Frenzel Und ich bin zurzeit auch zuständig für die IT-Sicherheit. Wir puppeln den Kram dann wieder mit größten Aufwendungen dann wieder raus aus diesen Anwendungen, um sichere KI-Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Und wir bei der Beikommun zum Beispiel, wir haben auch regelmäßig Schulungen dazu und wir nutzen eine deutsche KI-Lösung, wo man dann auch ganz einfach über die Oberfläche auch Prompts und Agenten und sowas teilen kann.
Torsten Frenzel Genau und vor allen Dingen, wenn du Tools integrierst, solltest du ein einheitliches Tool in alle Anwendungen integrieren und nicht fünf verschiedene, die auf fünf verschiedenen KIs trainiert sind, weil dann hast du auch keine Synergien und gar nichts.
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, eine kleine Sache wollte ich noch einschränken. Das ist vielleicht bezogen auf die Verwaltung so, dass wir noch nicht so superweit sind und noch LLMs nutzen. Aber das RKI zum Beispiel in der Arzneimittelforschung, die sind schon voll drin und nutzen natürlich in dem Bereich ganz viel KI.
Torsten Frenzel Du musst es halt unter Kontrolle haben. Wenn du die alle unter Kontrolle hast, sehe ich vielleicht auch keine Probleme. Aber so wie es momentan ausschaut, du installierst irgendeine Software, man merkt das ja auch im Privatleben, installierst einen Browser, ist eine KI drin. Die musst du extra explizit ausschalten, da wirst du gar nicht gefragt, ob du die haben willst.
Torsten Frenzel Also ich schreibe gerade an einer KI-Richtlinie für die Beikommunen. Ich denke, dass ich die auch dann demnächst fertig habe, wo konkret auch festgelegt wird, was für KI-Tools benutzt werden können, wie die benutzt werden dürfen, welche Daten nicht in diese KIs eingepflegt werden dürfen. Genau, also das habe ich getan in dem Fall.
Torsten Frenzel Was ich jetzt festgestellt habe, auch beim Fachkongress, es wird gerade ganz viel so KI-Middleware entwickelt für die öffentliche Verwaltung, was quasi nach diesen Online-Anträgen geschaltet wird, wo zum Beispiel die Dokumente überprüft werden. Sind das wirklich Dokumente oder sind das nur Katzenbilder?
Torsten Frenzel Und es werden auch KIs, also so KI-Mittelwer, dafür entwickelt, Daten aus den Dokumenten, die hochgeladen wurden, zu extrahieren und dann im Antragsprozess verfügbar zu machen. Also das heißt, ich muss kein Sachbearbeiter mehr irgendwie das Dokument durcharbeiten, sondern die Daten, die ich brauche im Prozess, stehen mir dann schon maschinenlesbar zur Verfügung.
Torsten Frenzel Da gibt es gerade wieder ganz viele Parallelentwicklungen, leider, statt an einem Strang zu ziehen oder vielleicht das auf zwei Strängen zu machen, dass man auch so ein bisschen unabhängig voneinander ist. Aber mindestens zwei Hände voll an Projekten habe ich inzwischen was gehört von.
Malte Schmidt-Tychsen Also eine Sache, genau das war übrigens in dem Interview von Heise mit Carsten Wildberger ein Thema. Nutzt doch bitte schön die KI-Lösung vom ITZ-Bund und macht nicht jeder was Eigenes. Das andere war, Angelika, ich wollte zu dem vorigen schon was sagen, aber ich wollte unbedingt das Thema zu Brandenburg abwarten, auch wegen der Ausländerbehörde. Jetzt ist es doch ein bisschen was anderes.
Malte Schmidt-Tychsen Und zwar haben sie in Brandenburg, also dieses Verfahren, Aufenthalt digital, machen sie ja komischerweise mit der AKDB. Das sind ja die Bayern, da hat Thorsten mal gearbeitet. und die Angelika arbeitet bei Dataport und die haben dann aber all das LL Moin gemacht, was sie ja in Brandenburg auch gerade eingeführt haben. LL Moin ist sehr erfolgreich.
Malte Schmidt-Tychsen Von Rheinland-Pfalz über Niedersachsen, Hamburg, das haben sie ja schon überall. Und ich komme deswegen nochmal zurück auf das vorherige, auch auf diese Geschichte mit dem, was es erlaubt und was nicht. LL Moin wäre dann eher ein LLM, wo man ein hohes Datenschutzniveau erwarten würde wahrscheinlich, betrieb durch einen eigenen Dienstleister in Deutschland, in dem Fall sogar ein öffentlicher.
Malte Schmidt-Tychsen Aber, und das habe ich tatsächlich von einer anderen Ausländerbehörde gehört, und das ist dieser Zwiespalt, dass in den eigenbetriebenen LLMs die Informationen nicht so aktuell sind, aber bei der Prüfung von Anträgen, wo Informationen gefragt sind, die man braucht aus Herkunftsländern, die aktuell sein müssen, dass dort Menschen, die Verwaltungsmitarbeiter, Mitarbeiter, die in Ausländerbehörden arbeiten, da natürlich gerne auf ein LLM zurückgreifen würden, was ganz aktuelle Informationen hat.
Malte Schmidt-Tychsen Und dann kommt man schnell wieder zu diesen Cloud-LLMs, die ja eigentlich nicht erlaubt sind, insbesondere in Bezug auf personenbezogene Daten. Ja?
Torsten Frenzel Aber das liegt ja alles an deinem Training. Und zukünftig machst du keine Software-Updates mehr oder ausschließlich Software-Updates, sondern auch Updates der Trainingsdaten oder Trainingsdatenbanken. Und dann bist du auch aktuell. Wenn du natürlich als Behörde ewig deine Updates nicht einspielst, dann wirst du nicht aktuell sein. Das Problem hast du auch jetzt schon.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, also das ist das beim Zurverfügungstellen. Und das andere ist dann, dass auch die Leute wissen müssen, wie sie es richtig nutzen. Und dafür haben wir natürlich die ganzen Lehrgänge verpflichtend.
Torsten Frenzel Genau, ich glaube, das Thema KI wird hier im Podcast nicht ausgehen. Aber Lisa, magst du direkt mal übernehmen, wenn wir gerade über KI sprechen? Ich glaube, wir müssen uns langsam auch mal Gedanken machen, wegen dieser Geschwindigkeit, ob wir nicht sagen, wir lassen jetzt erstmal und wo wir Probleme feststellen, dort regulieren wir.
Torsten Frenzel Weil wir wissen, wir leben in einer Gesellschaft, wo alles missbraucht wird, egal was, hauptsächlich um Geld zu machen oder um mächtiger zu werden. Und da müssen wir einfach drauf schauen und dann schnell reagieren können und schnell regulieren können. Weil sonst kommen wir hier in Europa mit Innovationen nicht voran.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, Entschuldigung, aber ich habe gerade, gerade eben hat Angelika davon, da war lang und breit berichtet, dass das Vertrauen gesungen ist, dass die Leute Angst haben, dass KI ihnen Angst macht, wenn ich, ne, das hatte ich richtig verstanden, oder, in der einen Studie. Und als Antwort kommt ihr jetzt, ja, das geht so schnell und wir brauchen Innovation, wir lassen mal die Züge runterfallen.
Torsten Frenzel Angelika meldet sich schon ganz auffällig. Aber wir können nur rechtssicher regulieren, was wir kennen. Also ich habe ein Beispiel aus einem anderen Bereich, und zwar aus dem Bereich der Literatur. Verlage haben bis vor 15, 20 Jahren Rechte eingekauft oder verkauft für Nachdrucke. Plötzlich konnte man E-Books machen und die haben in ihre Verträge diese E-Books jetzt noch mit reingeschrieben, dass sie die Berechtigung haben für die Nachdrucke als E-Books.
Torsten Frenzel Und das konnte man einfach vor 20 Jahren noch nicht sehen. Und ich muss solche Sachen regulieren, wenn sie auftauchen und dann muss ich schnell sein. Also wenn ich ein Problem habe, muss ich das schnell lösen. Ich kann aber jetzt mich nicht vorne hinstellen und sagen, KI, jetzt setzen wir uns mal zusammen, was könnte es das für Probleme geben in den nächsten 10, 15, 20 Jahren?
Torsten Frenzel Da kommen wir in den Wald, da kommen wir nie voran. Aber dass sowas möglich ist, das wussten wir vor fünf Jahren auch noch nicht.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, also die, Das war natürlich jetzt gerade ein riesengesellschaftliches Thema, digitale Gewalt, insbesondere in Bezug digitaler Gewalt an Frauen. Da hatten wir das eigentlich im Podcast in der Monatschau schon mal, das ist da mal eine Veranstaltung, das war jetzt irgendwie ein Monat her, das war kurz vorher.
Malte Schmidt-Tychsen Okay, dann hatten wir es nicht in der Monatschau.
Torsten Frenzel Aber lass uns auf dem Thema nicht weiter rumdiskutieren, die Lisa hat noch jede Menge Themen mitgebracht. Das passiert mir regelmäßig, wenn mich Leute fragen, was für einen Podcast ich mache. Ich sage Verwaltungsdigitalisierung. ah ja, okay. Ja, schade. Kasten Wildberger habe ich schon oft angefragt. Ich habe es jetzt aufgegeben.
Torsten Frenzel Interessant finde ich, was dazu sehr gut passt, ist, dass die CT, jetzt das ganze Thema Public, die machen jetzt auch eine Veranstaltung in diesem Jahr und die ziehen das natürlich von einer ganz anderen Seite auf. Die ziehen das nicht auf von der Seite der Verwaltung, sondern die ziehen das auf aus der Seite der Technik.
Torsten Frenzel Wie können wir Verwaltung unterstützen? Und das finde ich, das befruchtet. Wir sehen es ja auch jedes Jahr auf der Smart Country Convention. Da ist ja auch nicht nur Verwaltung. Da sind ja auch tatsächlich Softwarehersteller, die das ausstellen, die nicht originär Software für die Verwaltung gebaut haben, gerade im Startup-Bereich.
Torsten Frenzel Und die doch irgendwie Lösungen schaffen, die wir auch in der Verwaltung hervorragend benutzen können. Weil, was sage ich immer, wir haben alles in Deutschland, um zu digitalisieren. Wir haben auch alles schon in der Verwaltung, um zu digitalisieren. Wir müssen es nur mal kanalisieren.
Malte Schmidt-Tychsen Was ich dazu ganz interessant finde, ist, dass wir gar nicht oder immer noch nicht so richtig sektorübergreifend miteinander reden. Das heißt also bei der SCON, zu der ich auch sehr gerne gehe oder beim digitalen Staat oder jetzt der Fachkongress, da kommen so die Innenministerien, die Digitalministerien, aber so andere Sektoren und insbesondere der Gesundheitssektor vor.
Malte Schmidt-Tychsen Also der fehlt mir immer total. Und das ist deswegen so frustrierend, weil die Telematik-Infrastruktur mit dem KIM, das sind ganz ähnliche Technologien. Warum machen wir das nicht gemeinsam?
Torsten Frenzel Wo es mir auch immer ganz deutlich auffällt, ist bei dem Thema Smart City und Verwaltungsdigitalisierung. Zwei Themenfelder, die genau das Gleiche machen. Die einen machen es halt ein bisschen mehr mit Hardware, mit Sensoren und so weiter, aber letztendlich die Daten, die verarbeitet werden, die Daten, die zur Verfügung gestellt werden, Bürgerbeteiligung und so weiter, das ist das Gleiche.
Torsten Frenzel Das sind auch im Zweifel sogar die gleichen Kommunen, die sich auf der einen Seite mit Smart City, auf der anderen Seite mit Verwaltungsdigitalisierung beschäftigen, aber beide Gruppen nicht miteinander zu tun haben.
Malte Schmidt-Tychsen Da piekst du mich gerade so ein bisschen an, weil das ist ja zufällig auch jetzt wirklich mal mein Ressort, nämlich das Wohnungsbauresort beziehungsweise das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung des BBSR, die da ganz stark unterwegs sind im Smart City-Bereich. Und da war ich ja auf dem digitalen Stadt und da war tatsächlich so eine Smart City-Veranstaltung von unserem Ressort.
Malte Schmidt-Tychsen Und da habe ich dann mit der Kollegin gesprochen, auch über diese Schnittmengen und zumindest aus ihrer Sicht so persönlich kennt sie sich ziemlich aus mit der Verwaltungsdigitalisierung. Also so ein bisschen, also die, sag ich mal, die da schon länger dabei sind, die kennen das, aber ja. Aber ich habe eher den Eindruck auf persönlicher Ebene und weniger auf programmatischer oder gesetzlicher Ebene oder eben Standard-Ebene.
Malte Schmidt-Tychsen Also ich würde mir wünschen, dass der D-Stack auch in den anderen Sektoren, also wie du gesagt hast, Smart City oder Gesundheitssektor, dass der dann eine große Rolle spielt und Wirkung entfalten könnte.
Torsten Frenzel Genau, die Angelika wollte, glaube ich, auch noch was. Zivilgesellschaft, hast du mich jetzt gerade wieder angetriggert. Es gibt nur eine einzige Veranstaltung, wo Zivilgesellschaft oder eine einzige Verwaltungsdigitalisierungsveranstaltung, Regierungsveranstaltungen, wo Zivilgesellschaft Zutritt hat, und das ist die Skon.
Torsten Frenzel Bei allen anderen sind die außen vor. Die haben noch nicht mal eine Chance, Tickets zu kaufen. Oder die müssen Tickets kaufen für 800 Euro. Ja, das sind aber zivilgesellschaftliche Veranstaltungen, wo inzwischen so ein bisschen Verwaltungsdigitalisierung reinsickert. Finde ich auch sehr gut. Genau. Lisa, du warst jetzt durch mit deinen Themen oder hast du noch eins?
Torsten Frenzel Wir sind noch nicht durch, weil jetzt kommt noch ein größerer Part und zwar ich habe noch das Thema Hausmeister-Themen. Das ist so ein bisschen Podcast-Hausmeisterei und zwar ist mir wieder aufgefallen, dass der E-Garbon-Podcast die beste Community von allen hat. Gerade jetzt bei dem Fachkongress sind Leute auf mich zugekommen, haben mir Grüße ausgerichtet von Kollegen, also wo tatsächlich Kollegen gesagt haben, wenn du den siehst auf dem Fachkongress, sag schöne Grüße von mir. Finde ich super.
Torsten Frenzel Es sind Leute, sind an mir vorbeigelaufen, haben mich angegrinst und ich war dann immer so ein bisschen verwirrt. Woher kenne ich die jetzt? Leute sind auf mich zugekommen und sagten, du kennst mich zwar nicht, aber schön, dass du den Podcast machst. Also Leute, ich freue mich immer, euch zu treffen und seid mir nicht böse, wenn ich euch nicht sofort erkenne oder vielleicht überhaupt nicht kenne.
Torsten Frenzel Dann helft mir bitte das kleine bisschen und sagt, dass ihr Hörer seid und dass wir uns noch nie getroffen haben. Es macht immer großen Spaß, euch zu treffen. Ja, und noch ein Thema, was direkt den Podcast betrifft. Ich habe heute mit Peter geschrieben und da ist aufgefallen, Peter ist jetzt fast auf den Tag genau zehn Jahre, egal mit dem Podcast, Gast.
Torsten Frenzel Also der hat irgendwann mal vor zehn Jahren zum Open Data Day Hackathon, das war glaube ich auch einer der ersten oder der zweite, bei dem ich vor Ort war, da habe ich Peters erste Mal interviewt und seitdem ist er addicted und immer wieder Gast hier im Podcast und nur noch wenige Sendungen und er ist Most Frequent Gast.
Torsten Frenzel Und ja, schön, dass Peter hier mit dabei ist und der sorgt immer für den guten Originalton Süd, mit so ein bisschen bayerischem Einschlag.
Malte Schmidt-Tychsen Und ist auch ein sehr schönes Beispiel für die, die es einfach nicht lassen können, oder?
Torsten Frenzel Das stimmt. Also wenn ich Fragen zur Verwaltung habe, die ich noch nie in meinem Leben gehört habe, die Antworten kriege ich immer bei Peter. So, und jetzt noch der Veranstaltungskalender für den April. Der fängt am 3. April an mit dem Easter Hack. Easter Hack ist vom 3. bis zum 6. April. Am 5. April ist wieder Digital Independence Day.
Torsten Frenzel Am 21. April ist Digitale Zukunft Brandenburg, eine Veranstaltung des Behördenspiegels in Potsdam. Am 23. ist Internationales Frontnetz-Symposium in München. und auch am 23. Online eine Veranstaltung vom Zendes, OpenCode Connect April. Also da geht es um die Kiezbox 2.0, resiliente und bürgernahe Krisenkommunikation bei Stromausfällen.
Torsten Frenzel Solche Veranstaltungen vom Zendes sind immer sehr empfehlenswert und da kann ich nur aufrufen, da mal hinzugehen.
Malte Schmidt-Tychsen Du hast hier im Veranstaltungskalender noch was zur Scone und zwar zur kommenden.
Torsten Frenzel Genau. Danke, Walte, dass du mich daran erinnerst. Und zwar für die Scone. Wer schon immer mal Speaker sein wollte auf der Scone, es gibt jetzt den Call for Speakers, der läuft noch bis zum 8. Mai. Das werde ich natürlich verlinken in den Shownotes. Da kann man Vorträge einreichen, wenn man auf der Scone sprechen will.
Torsten Frenzel Wann soll ich denn dann podcasten? Ja, das stimmt. Ja, ist sehr gut.
Malte Schmidt-Tychsen Darf ich mal, ich weiß nicht, ob ich spekulieren sollte. Ich kann mich nur erinnern, dass auf der CeBIT die Standpartys immer legendär waren.
Torsten Frenzel Das, wer weiß, wer weiß. Die Scone ist ja der legitime Nachfolger des Public Sector Parks auf der CeBIT und die haben noch eins draufgesetzt. Also kann ich immer noch sagen. Ja, jetzt erst mal Schluss mit Scone-Lobelei. Es geht weiter mit meiner Community und ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei meinen UnterstützerInnen, Und das waren in diesem Monat Claudia, Florian, Michael, Nils, Kalli, Heinz und Don.
Torsten Frenzel Leider wird die Liste immer kürzer, aber das liegt wahrscheinlich an der allgemeinen Situation. Angelika, Lisa, Malte, vielen Dank, dass ihr dabei wart bei der Monatsshow dieses Mal.
Malte Schmidt-Tychsen Es hat großen Spaß gemacht.
Torsten Frenzel Ja, und endlich mal wieder zwei Frauen im Podcast, das nicht immer nur so alte, weise Männer miteinander diskutieren. Das war sehr erfrischend mit euch.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, ich würde mal sagen, ist das die erste Monatsshow, wo wir auch paritätisch besetzt sind jetzt?
Torsten Frenzel Ich glaube, ja. Das kann so bleiben. Also ich sage immer, mehr Frauen auch in die Podcasts. Genau, es tut auch nicht weh. Ja, dann an euch, liebe Hörerinnen und Hörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.