Eltern-Gedöns· Folge 499

Nora Imlau: Wenn dein Kind anders ist – Erwartungen loslassen

Dienstag, 8. September 2026 · 59 min

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Shownotes

Dein Kind weigert sich, wird wütend – und du dann leider auch. In „Wut, mach’s gut“ lernst du, selbst in heftigen Momenten bei dir zu bleiben, dein Kind zu verstehen und ihm klaren Halt zu geben: buch dir ein kostenloses Orientierungsgespräch (calendly.com/kurse-christopher-end/30min?utm_s…).

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Was geschieht, wenn dein Kind nicht in das Bild passt, das du von ihm und eurem Familienleben hattest? Nora Imlau und ich sprechen über Erwartungen, Loslassen und eine Bindung, die auch Unterschiede und Konflikte aushält. zu den ausführlichen Shownotes (christopher-end.de/wenn-dein-kind-nicht-in-dei…)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Dein Kind explodiert und obwohl du es eigentlich verständnisvoll begleiten willst, wirst Du selbst laut oder harsch. In Wut machts gut, lernst Du auch in diesen Momenten bei Dir zu bleiben, deinem Kind heilzugeben und gleichzeitig klarzuführen. Aktuell beschäftigen wir uns im Programm übrigens mit der Grundlage dafür – Deiner eigenen Regulation!

Alle Infos und den Link zum kostenlosen Neunitätsgespräch findest Du in den Show Notes. Wie sehr darf dein Kind anders sein, als du es dir vorgestellt hast? Vielleicht wolltest du mit deinem Kind basteln, ihm was vorlesen, Drachen steigen lassen und merkst stattdessen das schon eine gemeinsame Mahlzeit zur Herausforderung werden kann.

Vielleicht irritieren dich seine Hobbys, seine Interessen, seine Mediennutzungen oder einfach die Art wie sie sich ausdrückt! Mit Nora Imlau spreche darüber wir unsere inneren Bilder von unseren Kindern erkennen und loslassen können. Und warum Loslassen nicht bedeutet, alles zu erlauben? Und wie eine Beziehung entsteht in der Konflikte und Unterschiede wirklich Platz haben.".

Nocher Imlau ist einer der bekanntesten Stimmen für bindungsorientiertes Familienleben. Vielfacher Spiegelbesterlautorin und Mutter von fünf Kindern. Mein Name ist Christopher Endt. Ich unterstütze Eltern dabei auch in heftigen Gefühlsmomenten ruhig um klarzuleiben und zu führen so dass sie ihrem Kind Halt geben ihre eigenen Grenzen waren und miteinander in Verbindung bleiben können.

Ich denke ja oft, beim nächsten Kind wird alles leichter bei dem zweiten so gerne. Brauche ich es jetzt das Fünfte? Wird's leichter oder wird immer anders? Das ist immer eine schwierige Frage. Also was ich schon finde, ist spezifisch im Umgang mit Babys... dass da Routine einfach hilft. Also wenn ich mich erinnere, wie unsicher ich oft war beim ersten Kind wirklich so ganz typisch.

Wie hält man das? Was macht man, wenn es weint? Wie kriegt man so einen Kind ins Schlaf? Ist das mit dem Stillen okay? wird das auch satt? So was ist diese ganzen typischen erstlingseltern fragen? Da merke schon, da setzt immer mehr Routine ein. also unser Baby Unser fünftes Baby kam auf die Welt und ich hab das sofort nach der Geburt intuitiv angelegt, ne?

Weil ich wusste... Ich habe jahrelange stille Erfahrung. Ich wusste genau wie das geht! Und ... ich hab so viele Dinge so intuitiv gemacht. Weißt du, so ein Tragetuchbinden ist es für mich mittlerweile wie Schnürsenkelbinden oder so. Ich denk da gar nicht drüber nach. Ich nehme einen Baby und binde mir das ein und ... viele andere Dinge.

Da hat man wie so eine Körper Erinnerung, weißt du? Wir haben ja unsere Babys immer nah bei uns gehabt in der Nacht im Familienbett. Und wenn dann in der ersten Nacht unser Neugeborene wach wurde und ein bisschen unruhig wurde oder so ist quasi automatisch mir dieses Programm gekommen sind von so jetzt muss ich ein bisschen nehmen und das und vielleicht fattest Hunger und vielleicht dies.

und ich weiß noch dass als Unser erstes Kind geboren worden in der Nachtwach wurde ich erst mal fast so eine kleine Panikattacke bekommen. Was mache ich denn jetzt mit diesem Kind? Also, da hilft finde ich Routine sehr und gleichzeitig heißt es nicht dass das zweite dritte vierte fünfte kind einfach quasi so durchläuft.

also jedes Kind ist dann ja wieder ein eigener Charakter. Ich habe mit meinen zweiten, dritten, vierten Kindern. Wirklich auch Situationen erlebt die ich so mit dem ersten Kind gar nicht hatte und hab wirklich auf manchmal jetzt als Mutter immer noch Situation wo ich denke okay das erlebe ich jetzt so zum ersten mal oder das stellt mich von Herausforderungen.

wie hatte ich bisher so noch nicht? Und ich gehe davon aus wenn unser Baby etwas älter wird wird es auch zu sein dass er seine ganz eigenen Herausforderung für uns mitbekommt mir mitbringt. aber jetzt aktuell ist es schon so dass ich sagen würde Die Babyzeit ist sehr entspannt, weil dieses Baby ein entspanntes Grundtemperament hat.

Was einfach angeboren ist aber auch, weil sozusagen ein entspanntes Baby auf routinierte Eltern trifft die dann einfach viel intuitiv so machen können, dass es für dieses Baby dann auch passend und stimmig ist. Da denke ich schon manchmal zurück an mich selbst als ganz junge Mutter und würde mir in die Vergangenheit eine kleine Botschaft schicken im Sinne von, so geht's auch!

Auf die Schulter klopfen wird's schon. Ja das natürlich auch. Aber dieser Moment wenn du gerade zum Baby hast, die wirken ja auch so zerbrechlich. Dann isst was mit denen und denkst oh Gott die Eids nicht fallen lassen oder? Das Fieber hat nix um Gottes Willen. Du kannst es alles nicht einordnen und das macht eine große Unsicherheit.

Kann ich mich auch erinnern? Es gibt ja auch diese Theorie, dass ... Diese Unsicherkeit bei Eltern in den letzten Jahrzehnten daher rührt oder Mitte des zwanzigjahrhunderts beginnen, dass einfach die Erfahrung gar nicht mehr gemacht wurde mit Kindern so zu ... Mit Babys zu leben. also wenn jetzt vor hundert Jahren waren immer Babys da immer Kinder da.

Vorgeburtenkontrolle und bevor dieser Wohlstand kam Das heißt, auch die älteren Kinder waren immer mit einem Baby natürlich beschäftigt. Weil sie zumindest die Mädchen sich darum gekümmert haben. und dann diese Erfahrung. Ja also da gibt es ja ganz viele Theorien dazu warum Menschen heute verunsichert sind.

Und ich glaube das ist nicht so monokausal zu begründen. Es gibt verschiedene Faktoren auch unsere Informationsgesellschaft. je mehr man weiß desto mehr Ängste kann man auch haben. Auch so Phänomene wie Social Media können dazu beitragen, dass Eltern unsicherer werden. Auch dieses Thema ... Man bekommt Kinder später oft sehr geplant, sehr bewusst und will dann aber auch alles richtig machen und sagt nicht, die Kinder kommen einfach, irgendwie werden sie schon groß.

Da gibt's ganz viele Aspekte, die da eine Rolle spielen. Aber absolut auch das was du sagst wir verlernen den selbstverständlichen Umgang mit Babys und Kindern als Kinder-und Jugendliche. Also das war lange Zeit relativ normal, dass Menschen Für alle Mädchen und Frauen muss man ja wirklich so sagen, das war diese Sozialisationsgeschichte eingespannt wurden in der Kinder- und Babybetreuung.

Nicht nur in der eigenen Kernfamilie sondern auch an der erwarteten Familie. Also hat er oft auf kleine Cousines oder Großcousinen aufgepasst. Und dabei natürlich viel gelernt was dann beim... eigenen Eltern sein geholfen hat. Und heute ist es für sehr, sehr viele Eltern so dass das erste Baby, dass sie in ihrem Leben auf dem Arm haben wie eigenes ist und das macht was mit uns.

Ich selber war tatsächlich ein Kind, das relativ viel Kontakt auch mit jüngerem Kindern hatte. Also ich hab selber noch einen kleinen Bruder und noch eine jüngere Kusine. Und ich war durchaus in unserem sozialen Umfeld so mitinvolviert. Ich habe lebendige Erinnerungen zum Beispiel daran, Müttern beim Stillen zugeschaut zu haben oder gesehen zu haben wie es funktioniert, mit sechs, sieben oder so.

Das ist spannend zu finden! Wie geht das? Dass ein Baby an der Brust drängt und dann meine Puppen auch gestillt ... Und da hab ich im Nachhinein manchmal drüber nachgedacht, dass das schon mir auch geholfen hat. Manchmal in meiner Mutterschaft weniger, dass ich mich an ganz konkrete Dinge erinnert habe von wie genau geht das?

aber einfach dieses Bild? Das ist was ganz Normales! Ich hab das schon ganz oft gesehen. Das hat mir geholpen. Gerade bei meinem ersten Kind wo ich sehr große Stillprobleme hatte, sehr lange nur mit Schmerzen stillen konnte war so dieses innere Bild... Aber eigentlich ist etwas was normales Klappt dann schon.

Ich hab das schon oft gesehen, so war was, was mir geholfen hat und das ist tatsächlich etwas, was ich auch für mich persönlich sehr schön finde an diesem viele Kinder haben und auch an Kindern mit größeren Altersabständen haben dass eben unsere vier älteren Geschwister jetzt die ja alle nicht mehr ganz klein sind nochmal sehr intensiv und direkt mitbekommen Wie ist das mit so einem Baby?

Wir haben ja auch schon zwei Kinder im Teenager-Alter. Mein ältestes Kind ist im vergangenen Jahr schon ausgezogen zum Studium, ist aber trotzdem noch viel mit hier und erlebt sozusagen als junger erwachsener Mensch. So wie ist es mit einem Neugeborenen oder ein paar Monate altem Kind? Und zwar auf eine ganz entspannte Art und Weise!

Die Teenage dürfen sich quasi einklinken und dürfen alles machen. bei sich haben, aber sie dürfen es auch jederzeit wieder abgeben. Also Sie sind in keinerlei Fürsorgeverantwortung! Sie müssen sich nicht um das Baby kümmern... Aber sie sehen natürlich wie ist der Alltag mit so einem Baby und das ist was ja ganz viele junge Erwachsene gar nicht auf dem Schirm haben und ich habe das Gefühl dass macht schon etwas mit ihnen ein unterschiedlicher Hinsicht.

einerseits merken sie wie schön das ist und spüren da auch so eine Bindungserfahrung, die relativ wenige Teenager so haben. Ich hab eine enge Bindung zu einem Baby und auf der anderen Seite bekommen sie auch hautnah mit. Ein Baby ist nicht nur süß wie so ne Puppe oder so ein Assoswas. Ein baby zu haben bedeutet eine riesige Verantwortung.

Ist auch super anstrengend! Man muss wirklich vierundzwanzig Stunden sich kümmern um einen Kind Und dadurch sind sie auch sehr, sehr wenig empfänglich für solche TikTok-Trends. Im Sinne von kriegt doch mal als Teenager ein Baby ist total süß so. und dann die sind ja schon auch sehr sich bewusst was das eigentlich bedeutet und sagen so für sich selber so woa.

also bevor man sich für sowas entscheidet da muss man schon auch wirklich stabil auf guten Füßen stehen dass man das stemmen und halten kann. Ja, verinnert mich an so'n Projekt aus der USA um Teenager Schwangerschaften zu senken, die Zahl. Wir haben sie in den Klassen den Puppen gegeben. Ja so Baby-Dummies ne?

Genau und die haben allerdings auch Ärger gemacht und sich gemeldet und mussten sich versorgen. Und das war sehr einschneidend, deutlich geholfen. Das sehe ich immer ein bisschen kritisch. dieses Projekt. Das wird halt in den USA sehr stark aufgemacht. Das ist quasi aus Christlich... evangelikalen Kreisen auch so ein Projekt, das quasi Alternative darstellen soll zu klassischer Sexualkunde und auch Verhütungserziehung.

Sondern von wie erziehen die Jugendlichen quasi zur Abstinenz in dem wir sich abschrecken mit so einer brüllenden Babypuppe? Und ... Das kann natürlich im Einzelfall trotzdem hilfreich sein zu sagen, okay, dass ist jetzt nicht eine gute Idee, mit fünfzehn Kindern zu bekommen oder so. Aber tatsächlich ist das ja so ein bisschen auch ... So einen Weg jemandem fast durch Abschreckung von Kinder haben abzuleiten, was ich dann langfristig echt blöd auswirken kann.

Wenn da nämlich Menschen so abgespeichert haben Babys sind einfach wie Puppen die random rumschreien irgendwie. So ist es eben auch nicht. Aber ich verstehe trotzdem, was du meinst. Es ist definitiv so dass es für ... Kinder und Jugendliche wichtig sein kann, eine authentische Erfahrung zu machen. Wie das ist mit einem Baby?

Ich würde immer die Original-Babys präferieren gegenüber den Babytummies. Was machen wir denn jetzt ... Die meisten, die hier zuhören haben ja sowieso schon einen Kind. Sonst schalten wir nicht in den Eltern-Podcast ein. Aber es gibt ganz viele Stellen wo dieses Vorbild fehlt im Umgang mit Kindern. Und umgang mit Beziehung unter den Paaren.

Wie kriegen wir das denn gelöst? Weil das Bild hilft, die Erfahrung ist ja hilfreich. Wie bekommen wir es als Eltern hin? oder was wäre so ein ... In der Babygruppe gehen? Also ich finde das auch nicht einfach. Ich habe gemerkt, dass ich mein erstes Kind bekam und da war ich zwanzig. Mein Mann und ich hatten beide den Wunsch gleichberechtigt, um dieses Kind zu kümmern.

Beide einen Beruf zu ergreifen und den auch mit Leidenschaft und auch mit Ambition auszuleben. Wir waren da beide noch nicht berufstätig also das war ein Zukunftsplan zur Zeitpunkt. Wir hatten verschiedene Vorstellungen davon wie wollen wir unsere Beziehung leben? Wie wollen wir auch unsere Beziehen zu unserem Kind leben?

Was ist uns wichtig was ist uns unwichtig? und wir haben gemerkt Wir finden in dem Sinne kein Vorbild für das, was wir da wollen. Also so diese Idee zu sagen, wir wollen beide eine Karriere machen? Ja also das klingt immer sehr geldgetrieben aber wir wollen beides tun weil es uns erfüllt und auch ernsthaft berufstätig sein.

niemand von uns hat Lust So zehn Stunden die Woche irgendwas zu machen, sondern wir wollen schon beide unsere Passion da so ausleben. Wir wollen gleichzeitig aber auch eine Großfamilie und wir wollen uns gleichzeitig aber auch um diese Kinder perioditisch gemeinsam kümmern und die nicht irgendwie an Nennys ausslagern.

Und ich will alle diese Kinder voll stillen. Ich will aber auch nicht solange auswärts. oder hatten wir keine Beziehung führen? Ja genau! Und natürlich auch eine Beziehungen führen Genau, die uns auch langfristig erfüllt. und wo will einer anderen? weil sie nicht fünfzig Jahre miteinander im Kamin sitzen und uns erinnern, wie gut das war.

Und das war natürlich auch ambitioniert. An manchen Stellen war es sicherlich auch ein bisschen naiv, wie wir uns das so vorgestellt haben. Aber vor allem haben wir damals gemerkt ... für das was uns vorschwebt, ganz konkret, haben wir keinen Vorbild. Da fällt uns wirklich niemand ein! Wir haben Aspekte, die wir uns abschauen können sagen.

Uns gefällt, wie die Beziehung leben, uns gefällt mit ihrem Kind umgehen. Aber alles zusammen hatten wir kein Vorbild Und ich erinnere mich noch genau daran, wie mein Mann dann mal so sagt. Dann müssen wir unser eigenes Vorbild sein. und was bauen, das ist halt vorher noch nicht klar. Das ist aber nicht leicht!

Wie du so sagst, sowas wie in eine Krabbelgruppe gehen kann bestärkend sein? Dann siehst du andere Menschen und wie die es machen. Es kann aber auch... das Gegenteil sein von einem Vorbild. Das kann auch sein, du gehst in eine Krabbelgruppe und da sind dann lauter Leute die dich auch in gewissen Glaubenssätzen eher bestärken.

Ich hab ganz oft erlebt dass in so Mütterkreisen, Müttern sich gegenseitig gesagt haben ja irgendeine muss man sich halt entscheiden also mehr als zwei Kinder haben und berufstätig seien es funktioniert einfach nicht oder so. und das wurde dann immer wieder so wiederholt und man hat sich gegenceitig drin bestärkt.

ja nee das stimmt das geht einfach nicht. Und dann saß ich da so ein bisschen dazwischen und dachte, ich will das aber. Habe mich dann auch oft nicht getraut, dass zu sagen ... Weißt du diejenigen sein wollte, die andere Leute leben sind? Würfe infrage stellt oder so. Mhm. Insofern hat es schon geholfen manchmal sehr bewusst mir Vorbilder zu suchen.

Aber dann war das oft weniger im ... persönlichen Umfeld möglich, also in der Nachbarschaft oder im Kindergarten. Sondern da muss ich manchmal auch ins Internet gehen. Also als ich schwacker war mit meinem fünften Kind ... Ich mir viele Gedanken darum gemacht. Wie kann ich fünffache Mutter sein? Und das Leben was mir sonst alles noch so wichtig ist.

Weil sozusagen aus meiner biografischen Erinnerung kannte ich sowieso nur super wenig Leute die fünf Kinder haben und diejenigen die fünf haben alle so ein ganz konservatives, klassisches Familienmodell gelebt. Das waren immer Mütter, die waren einfach zu Hause, hundert Prozent Hausfrontmutter mit Scharkinder und der Vater hat das Geld verdient.

Und dann habe ich richtig mich auf die Suche gemacht. Was sind fünffach Mütte aktuell in Deutschland? Die ich mir zum Vorbild nehmen kann! Dann hab' ich richtig rumgesucht und gesehen, ah ja, Mandy Mangler, die die Gynäkologin in Berlin hat, fünf Kinder, schreibt Bücher und ist praktizierende Gynänologin.

Super! Insatile Eich, die Astronautin hat fünf Kinder. Ja? Super! Also es waren dann wirklich so diese ... ähm ... diese Recherche quasi. Wen kann ich mir da rauspicken? Wen gibt's der da wie ich auch beides leben will, sozusagen? Diese Leidenschaft für einen Beruf und eine große Familie. Aber das ist nicht frei.

Wie hast du das genutzt? Also bist du hingegangen und hast dir jetzt ganz genau ... geschaut, wie machen die das? oder hat es dir quasi gereicht zu sehen? Die können das. Also erst mal hatten wir tatsächlich gereicht. sie sagen Es ist also möglich und dann habe ich schon auch natürlich geguckt. was erfährt man da?

so weißt du Wie machen die dass? Man kann ja heute in Zeiten von Social Media mit Leuten auch manchmal leichter als früher einfach Kontakt aufnehmen und sagen hi Ich hab damals eine Frage Hast du gefragt? Ich hab dann auch gemerkt, was für andere Familien exakt funktioniert. Weißt du wie die sich aufteilen ... Das ist oft sehr individuell.

Das hängt am Wohnort und an den Lebenspartnern so. Da war gar nicht viel übertragbar. Für mich war vor allem wichtig überhaupt dieses. es geht also zu sehen. Ja, das ist dieses ... wo du vorhin drüber sprachst in den Gruppen, wenn sich Bilder reproduziert werden oder stärkt werden das kannst du nicht.

Du musst dich entscheiden Kinder- oder berufliche Erfolg. Das ist auch meine Erfahrung dass es so. allein dieses Arzt ist möglich und total viel verändern kann. Ich glaube es ist ein bisschen eine Typstache wie man damit umgeht. also ich kenne auch Menschen die sagen wenn sie irgendjemanden sehen der in ihren Augen etwas Soll es schafft, dann schüchtern sie das eher ein.

Dann macht die nachher Stress im Sinne von ich muss das auch schaffen. wenn das... Und da braucht's irgendwelche Hollywood Schauspieler weißt du so? Die haben auch vier Kinder und sind erfolgreich! Warum schaff' ich das nicht?! Das ist halt so eine Typssache. mir sehr bewusst dass das natürlich auch viel mit Privilegien zu tun hat, dass sehr viele Menschen die Kinder- und eine Karriere vereinbaren können sich helfen einkaufen, die sich teilweise auch einfach mit Geld in das Leben leichter machen.

Ich glaube, dass darf man nie vergessen bei solchen Diskussionen. und mir ist auch klar, nur weil irgendjemand etwas schafft es nicht heißt ich versage wenn ich es nicht genauso schaffe oder so sondern ich glaub das ist ein bisschen so eine Typssache. mich spornt das eher anzusehen Auch in unterschiedlicher Hinsicht.

Das geht ja nicht nur um die Zahl der Kinder. Ich find's immer inspirierend, wenn ich sehe dass es Menschen gibt die es schaffen sich ein Leben aufzubauen das sie erfüllt und glücklich macht. Wo Sie so drin haben was sie haben wollen ne? Und wenn eine Person für sich sagt Für mich ist Berufssittigkeit gar nicht wichtig!

Ich will mich ehrenamtlich engagieren oder ich will... mich ganz um meine Kinder kümmern oder so Das bewunder ich auch. Aber ich guck immer so nach Leuten Die nicht ausstrahlen So dieses Ja muss ja Ist halt alles irgendwie doof aber man muss irgendwie überleben sondern so. ich finde das inspirieren menschen zu sehen und mit ihnen zu sprechen im persönlichen umfeld oder auf social media am internet wo ich das gefühl habe die haben so eine idee davon wie sie leben wollen.

Und sie versuchen selbst wirksam sich das dann auch so aufzubauen, dass es zumindest einigermaßen auch so klappt. Und ab und zu mal gibt's Rückschläge da man muss Kompromisse machen oder man muss dich von manchen Bildern verabschieden, das muss ich auch. aber grundsätzlich haben die eine Idee gehabt davon wie sie leben wollen und sind losgelaufen und haben sich das gebaut.

Von welchem Bild hast du dich verabscheidet? Ich mich. Ohvon ganz vielen! vor knapp zehn Jahren mein erstes Buch über gefühlstärke Kinder veröffentlicht. So viel Freude, soviel Wut ist ja immer noch sehr gut sich verkauft aus Gründen weil es einfach sehr viele Menschen gibt die diese Erfahrung machen dass wenn man ein Kind bekommt und Kind begleiten darf mit ganz ganz großen Emotionen das aber Schwierigkeiten hat mit Impulskontrolle Selbstregulationsfähigkeit sehr viel mehr Ko-Regulation und Begleitung braucht als Gleichaltrige dazu unweigerlich oft auch gehört sich von bestimmten bildern zu verabschieden.

in meinem buch so viel freunde so wie gut gibt es ein kapitel das nennt sich abschied vom traumkind und da geht nicht darum zu sagen dass ein gefühlstarkes Kind weniger toll ist oder weniger geliebt überhaupt nicht. Aber wir haben eben oft so eine Vorstellung von unseren Kindern, bevor wir tatsächlich Kinder haben wie die so sein werden und was wir mit denen so machen werden und wie unser Alltag sich anfühlen wird.

Und mit dem gefühlsterken Kind es ist oft ein harter Prozess da viele Dinge loszulassen und zu sagen ich habe mir immer vorgestellt Ich würde mit meinem Kind ganz tolle Spiele-Nachmittage machen, wo wir so sitzen und drei, vier Spiele hintereinander weg. Weißt du, weil ich das als Kind sehr gerne gemacht habe?

So spielen! Und wenn du aber ein Kind hast mit Frustrationstoleranz, nicht gewinnen oder so ein großes Thema hat, machst du nicht friedliche Spielennachmittagen, sondern du schaffst es vielleicht ab uns einmal ein Spiel zu spielen, wenn du die Regeln ein bisschen twistest und das sehr gut begleitest.

Aber ein Spielen Nachmittag ist mit so einem Kind lange keine entspannte Sache Und ganz viele andere Dinge auch nicht. Ich hatte schon sehr viele gewisse... ...Bullaby-Bilder im Kopf, weil sie so genug war und ich möchte dann Kinder haben! Die hatten da ganz viel Lust in der Natur zu spielen und die sind immer ganz glücklich, weil ich bin ja auch so nett zu denen.

Ich werde mit ihnen banken oder basteln und ich werde mit denen ganz viel machen und die werden lange ganz viel Spaß haben. Weil ich habe ja so viele Ideen. Ja. Und dann zu merken, ganz viele dieser Ideen Passen gar nicht zu deren Kind. Zu diesen Kindern passen nicht zu ihren Nervensystem und egal wie nett und zugewandt.

ich bin, diese Kinder sind oft wütend auch manchmal aggressiv, auch manchmal sich selbst gegenüber aggressiv. da muss ich ganz viel Arbeit leisten um die überhaupt erst an den Ort zu bringen das sowas wie eine gemeinsame Mahlzeit oder ein gemeinsames Basteln vielleicht mal möglich ist. und oft ist es aber auch nicht So, das war für mich schon ein Prozess.

Ich hab auch zum Beispiel ganz naiv gedacht als junge Frau bevor ich Kinder hatte. Habe ich gedacht, Kinder ins Bett bringen kann ja nicht so schwer sein. Man legt mir hier ins Bett und man liest eine gute Nachtgeschichte vor und sich noch nie ... Und dann sagt man gute Nacht und geht raus! Man macht's richtig halt ne?

Genau, macht zweitrichtig und die Kinder schlafen dann ein. Mir war klar, sie brauchten ein liebevolles Ritual und das wollte ich unbedingt gerne machen. da habe ich mich darauf gefreut. aber dass ich sozusagen zwanzig Jahre später immer noch quasi jeden Abend, anderthalb Stunden oder zwei irgendwo im Dunkeln liege um dem Kind dabei zu helfen sich nicht allein zu fühlen beim Einstaufen das hatte ich nicht erwartet.

Das hätte ich auch ganz schön krass gefunden wenn mir das jemand gesagt hätte. Ja so erinnert mich, ich glaube wenn du erzählt hast wir haben ja auch ein gefühlt starkes Kind und es war wirklich dieses Bild loszulassen von mir als perfekten Vater. Das erste Kind war so ein Anfänger-Baby, weil es total reguliert.

Und das konntest du hinlegen und dann vorlesen und singen? Dann ist das allein eingeschlafen und kommt auch dunkel. Alles richtig zu machen! Genau, alles richtig. Da kam das nächste Kind und ich merkte, oh ... Es hat doch nicht viel mit mir zu tun. Auch eine Lektion in Demut. Dein Kind soll den Bildschirm ausschalten.

Obwohl Du schon gefühlt zehnmal gesagt hast, dass es jetzt reicht Er ignoriert dich oder schreit nein. Und du spielst wie der Druck steigt in dir und dann schnautsch du zurück, jetzt reicht es aber wirklich! Dabei hast Du in Deinem Elternsein schon so viel verändert. Du begleitest Gefühle, bist verständnisvoller und versuchst wirklich für dein Kind da zu sein.

Und trotzdem entgleiten Dir in solchen Momenten deine eigenen Gefühlen. Denn da wirkt viel zusammen mehr – zu wenig Zeit, zu wenig Schlaf, der Stress… und vielleicht ein hoher Anspruch es unbedingt richtig machen zu wollen.". Dann brauchst du nicht noch mehr Wissen, Du brauchst Selbsthalt. Genau das üben wir in Wutmars Gut!

Du lernst früher wahrzunehmen was in dir geschieht Dich zu regulieren und deinem Kind klar zu begegnen ohne selbst laut oder haascht zu werden Bist du tatsächlich im Moment kommst wo du spürst Stopp Das mach ich anders Und du kannst es anders machen Wenn du das nicht nur verstehen sondern wirklich verändern willst.

dann bucht den kostenlosen Orientierungsgespräch Link in den Show-Notes. Aber das war der absolute Delektion im Dämonen! Ich war ja schon so früh, da gab ich noch die ganze Literatur noch nicht, es gab ganz wenig und auch Sachen, die aus den Seventzigern waren, also nur hier vereinzelte Dinge... Und dann diese ganzen Welle an Büchern und Informationen kam ja erst dann.

Ja, ich weiß, ich erinnere mich. Und ich hab jetzt Vorreiter gefühlt in meinem Kind. Ich habe auch schon ganz viel anders gemacht, aus der eigenen Therapie heraus. Ganz viele Dinge anders gemacht. Aber ich wusste erst nicht, dass der Vater da ist, das Verlässlichkeit und bla. blubb ... aber es hat dann im Kind ... Okay, nee!

Und ich merke das auch jetzt. Es sind Ideen, die man mit Medien hat. Ich weiß einfach, für das Gefühl starke Kind ist das super wichtig, wenn das aus der Schule kommt, dass er sich hinsetzt vor den Fernseher, seine Serie guckt. Ja, und ich brauche mich auch eine ganz große Lernaufgabe. Ich bin selber aufgewachsen in einem sehr bildschirrmedien-kritischen Elternhaus also in Bezug auf Kinder.

Also meine Eltern haben selber schon auf Fernsehen geguckt. Aber ich selber habe in den ersten drei Lebensjahren gar nichts gesehen. Also wirklich keine Minute Fernsehen. Und danach hatte ich wirklich ewig lang sozusagen ausschließlich einmal in einer Woche eine halbe Stunde Sendung mit der Maus geguckt.

Das war praktisch das Fernsehen meiner Kindheit, deswegen kann ich auch bei ganz vielen Gesprächen mit Gleichaltrigen die dann so von den Serien ihrer Kindheit sehen echt nicht mithreden weil ich das alles nicht gesehen habe. also ich hab nie hallo Spencer oder irgend sowas geguckt und Ich habe wirklich erst als junge Jugendliche zwölf oder so.

Angefangen auch regelmäßig mal irgendwas im Fernsehen zu gucken, also auch mal nach der Schule diese Talkshows die damals dann so liefen. Das war eine ganz neue Welt für mich davorkantig wirklich einzelne Filme, die wir mal etwas ganz Besonderes so wie durften dann mal Dschungelbuch gucken oder so gesehen hatten und eben sonst die Sendung mit der Maus.

aber sozusagen in meinem Alltag kam sowas wie ich gucke jetzt einfach mal was im Fernsehen überhaupt nicht mehr Und ich habe das schon auch sehr verinnerlicht gehabt, dass das gut und richtig ist. Und dass ich deswegen auch so kreativ geworden bin. Ich hab den ganz viel zugeschrieben dann auch. Habe es genau anders gemacht aber ja.

Und hab sehr viel gelesen als Kind und hab da immer gedacht, das ist ja auch sozusagen viel wertiger und besser als in irgendwelchen Medien zu konsumieren usw.. Das war ein krasser Lernprozess. Ich war wirklich die Mutter, die wollte, dass ihr Kind niemals eine Konsole bekommt, niemals einen Gameboy bekommt und da merkst du schon wie all die Diskussion ist.

also mittlerweile haben natürlich andere Geräte dieses Gameboy abgelöst. aber das war für mich wirklich so'n Glaubenskampf den ich ja auch mit meinem Mann hatte. Und mittlerweile haben wir Kinder wie du sagst gerade die gefühlschtyrken kinder, die wirklich medienkonsum bildschirmen konsum auch ganz klar als regulationsstrategie nutzen.

als eine von mehreren nicht als einzige aber ist ne wichtige. und ich habe oft nachmittage wo ich. In der Küche sitze und ein Tee trinke. Und in jedem Kinderzimmer sitzt ein Kind von einem anderen Bildschirm, und macht gerade Pause so! Das hätte ich mir nicht vorstellen können, dass das sozusagen in meinem Alltag mal so wäre ne?

Ich sah mich da ja kniffeln und mich ärgerlich nicht spielen und waskeln und so... Es ist für mich aber mittlerweile etwas worauf ich auch wirklich stolz bin zu sagen, ich konnte das loslassen. Ich habe meine Kinder quasi nicht in eine Form geklappt weil ich das unbedingt wollte. Ich konnte auch dazulernen, dass Bildschirmedien nicht derfeind sind und nicht das Eingeständnis, was man als Eltern versagt hat.

Die dürfen ihren Raum haben in unserem Familienleben. Wir müssen die an manchen Stellen begrenzen, weil sie eine krasser Suchwirkung haben gerade auf Gefühlstacke Kinder. Manchmal begrenzten wir sie vielleicht weniger als wir sollten, weil wir selber erschöpft sind. Unter dem Strich sind die Bildschirmzeiten unserer Kinder ... im Schnitt garantiert höher als das, was für ihr Alter empfohlen wird.

Und gleichzeitig geht es den Kindern unterm Strich gut und die machen auch noch ganz viele andere Sachen. und das sage ich jetzt nicht alles recht Fertigung sondern wirklich so. Das war für mich ein wichtiger Aspekt auch diese Gleichsetigkeit zu sehen. also Fernseher. Kinder sind nicht automatisch Kinder Die sozusagen keine Kreativität mehr haben Nicht mehr spielen können nicht mehr Freunde besuchen wollen oder irgendwas sondern das passiert alles schon auch.

Und die Bildschirmedien helfen teilweise sogar dabei, dass das passieren kann. Weil sie eben die Pause der Regulation ermöglichen, die dann auch wieder zu einem freien Spiel führt. Aber das ist ein Thema mit dem ich immer noch ... Struggle. Wo ich immer ab und zumal mich dabei ertappe, zu denken, wie gut das jetzt hier gerade keiner reinkommt!

Und das so sieht? Das wär nicht so imageförderlich. Dass alle schon wieder am Zocken sind... Ich wusste sehr lachend, als du deine Kindheit beschrieben hast. Meine Mutter hat erzählt von einem Kinderarztbesuch, wo ich einen Tränen ausgebrochen bin ... Machen Sie wahrscheinlich so fünf, sechs, sieben gewesen sein?

Weil der sagte nur eine halbe Stunde oder ne Stunde Maximalmedien. Am Tag! Ja ja, ich hatte verstanden in der Woche weil ich durfte zwei Sachen gucken und dann hätte ich die zwei Sachen keine Ahnung, Bidemaya und irgendwie noch ne schwarze Weiß-Western-Serie weiß ich nicht mehr wie es ist Und das war eh alles schwarz-walz bei uns.

Ich hab mich in Tränen ausgebrochen, dann kam raus und meinte, es ist pro Tag. Das war bei uns in der Woche. Ja ja ... Das geht mir oft zu, wenn ich heute sage, als Kind eine halbe Stunde Medienzeit, denken die am Tag. Aber das war eben in der Woche. Richtig! Genau. Dann habe ich als Jugendlicher so, wie du sagst, als älteres Kind als meine Mutter mehr und mehr mal raus ist und welche Sachen gemacht hat.

Haben wir nach der Schule dann schon, obwohl wir es nicht durften geguckt, den Quatsch, den es da gab halt? Und ich hab das verbunden meinen vielen Fernsehkonsum- und später Computer mit meinen schlechten Noten so. Das ist bei mir so abgespeichert. Aber ich sehe jetzt hier ein Kind was einfach guckt und ich denke Boah, wie viel Zeit ist denn schon ... aber was soll ich denn sagen?

Das Kind hat nur Einsen, es ergibt überhaupt keinen Zusammenhang mit dem! Die ganze Zeit im Zimmer wird irgendwie Video gechattet mit den Freundinnen. Es werden neue Kleider vorgeführt und dann werden die Snaps rüber geschehen. Ja, ja! Wenn ich das klar ist ... Wie nennt sich das? Anekrotische Evidenz.

Aber dem Kind kann gar nicht für das andere Kind hängen die ganze Zeit von seiner Minecraft. Hat aber auch gesagt Ich komme zu Recht in der Schule. Mein Ziel ist, dass ich eine halbe Note besser Abi habe als ihr und das hab' ich geschafft oder so. Das wäre noch besser gewesen eigentlich aber... Und das ist einfach so.

wo ich merke, ich muss da gut aufpassen. was habe ich mit Bild im Kopf? Was ist die Realität? Ja! Und was halt leicht passiert ist wenn wir so einen Glaubenssatz in uns tragen, dass wir irgendwas Nicht gut finden. Zum Beispiel Minecraft-Spiel, ne? Ich will nicht, dass mein Kind Minecraft-Spiele so was Vernünftiges tun mit seinem Leben.

Dann werden wir etwas ab, das unserem Kind in dem Moment total viel bedeutet. und wenn das dann so durchscheint... Entweder offen, dass wir sagen, es hängt schon wieder vor dieser Scheißkiste oder eben auch, dass unser Kind merkt ... Wir verdrehen die Augen, wir seufzen, wir finden das einfach blöd! Dann kann das für einen jungen Menschen sehr verletzend sein, weil wenn ich ein Teenager bin und ich suche grad so nach meinem Weg oder ich versuche rauszufinden wer ich bin dann sind meine Hobbys und Leidenschaften nicht einfach nur meine Hobbies.

Die sind ein Teil von mir! Ich bin jemand...ich bin ein Minecrafter ja? Oder ich bin ein Swifty oder ich bin was auch immer Und ich wünsche mir als diese Person geliebt und gesehen und wertgeschätzt zu werden, nicht trotz meiner Leidenschaften sondern auch für meine Leidschaften die Teil von mir sind.

Und wir neigen dazu solche Interessen und Leidenschaffen aus Eltern sich dann sehr stark zu bewerten. es gibt Dinge, die erzählt man gerne im Sinne von Meine Tochter spielt seit Jahren Geige Und wenn man sagt, meine Tochter spielt seit Jahren Minecraft fühlt sich das anders an. Man hat das Gefühl es ist fast wie ein Geständnis und man sagt dann immer noch dazu aber sie liest auch oder so was.

Abhängig. Kinder haben sehr feine Antennen und Jugendliche für genau diese Sachen. Womit geben wir quasi an? Was ist uns eher peinlich? Dann haben Sie das Gefühl okay, es gibt Aspekte von mir, von meiner Persönlichkeit die finden meine Eltern peinlich unangenehm. Da wünschten sie die Werner nicht da und das kann oft dazu führen, dass dann Jugendliche denken, Sie müssten quasi einen Teil von sich selbst ablehnen.

Also sie wären nicht vollumfänglich gut wie sie sind, sondern sie haben sozusagen so ein präsentablen Anteil und keinen guten Anteil, den man eher verstecken muss. Und das ist was, was ganz viele bis ins Erwachsenenleben mitnehmen. Dieses Gefühl von, ich hab so guilty pleasures, von denen keiner etwas erfahren darf und ich habe aber eine Oberfläche, die ich nach außen präsentiere.

Da versuche ich dann mich als belesen und Kultur interessiert darzustellen. Ich erzähle nicht, dass ich abends Ale McBeal bin oder irgendwas. Und da versuche Ich als Mutter ... und ich bin super stark sozialisiert mit solchen Bewertungen! wirklich auszubrechen und den verschiedenen Hobbys und Leidenschaften meiner Kinder Wertschätzung entgegen zu bringen.

Ehrliches Interesse entgegend zu bringen, was fasziniert dich daran? Was interessiert dich? Kann ich meine Folge mitgucken? Darf ich dir mal über die Schulter schauen so... Und nicht so zu differenzieren oder nicht so unterscheiden? Na ja, das hast du schon wieder drei Stunden den Scheiß gespielt. Dann musst du jetzt aber zumindest auch noch mal was Vernünftiges machen oder so?

Ich sag nicht, dass mir das immer gelingt! Es gibt auch Hobbys, denen ich mich leichter nähern kann als anderen. und als eins unserer Kinder nach einer langen Lese flaute. Wieder sehr intensiv angefangen hat zu lesen und ganz viel liest habe ich schon innerlich gejubelt. Ich bin halt immer nur Rauch Autorin weißt du?!

Ich finde es ist schon toll wenn Leute Bücher lesen habe sehr viel gelernt, auch in dieser Zeit wo das Lesen eben gerade out war. Die anderen Interessen die in der Zeit denn größer waren, auch kennenzulernen und wertzuschätzen. und ich fand es total schön dass diese Leseleidenschaft dann ganz aus sich selbst heraus wiederkam ohne Druck von meiner Seite, ohne Schuldgefühle, ohne so ein Gefühl von Ich muss jetzt auch mal was sondern es war wirklich dann so ein echtes Interesse im Sinne von Oh!

Es sind so spannende Bücher erschienen, die möchte ich jetzt doch lesen. Daran versuche ich mich jetzt auch immer zu erinnern in der Begleitung meiner jüngeren Kinder, dass es doch zumindest im Bereich der Leidenschaften und Hobbys eine Welt geben sollte, wo unsere Kinder nicht die ganze Zeit Bewertung ausgesetzt sind.

Die werden ja ständig bewertet in der Schule, im Sportverein überall! Und wie traurig ist das dann wenn ich mich auch noch nachmittags für meine Freizeitbeschäftigung rechtfertigen muss vor meinen Eltern? Wir wissen ja, dass diese intrinsische Motivation dieses ich will. Diese autonome Bewegung wenn das Baby noch was greift und der Jugendlichen etwas nach dem Buch oder nach dem Controller greifen.

Das ist eigentlich das, was durch das Leben trägt. Am Anfang gesagt hast du diese Gestaltungskraft. Ich will aber einen Beruf machen, meine Passion von. Das ist ja das Gleiche! Wir wollen doch, dass die Kinder so rausgehen und ins Leben gehen. Und ich merke das bei unserem Großen. Dieses Wow, ich zieh aus, ich mach' das.

Wir machen ein BG zusammen und dieses ... Das ist so zu spüren. Die brauchen das in dieser Gesellschaft wo wir jetzt stehen noch viel mehr gegen diese ganzen Widerigkeiten, die im Außen sind. Und gleichzeitig Erwischt man sich dabei, dass man das so bewertet? Wo hast du dich dazu letztens bei erwischt?

oder was ist so das Hobby gewesen wo du sagt hast oh da muss ich zusammen schlucken. Ich kann es gar nicht so ganz genau sagen. also es sind schon viel diese Medien und Computer Sachen. mein Mann hat selber als Jugendlicher als junger Mann auch viel gezockt wie computer gespielt und der hat dann einen ganz anderen Bezug zu und findet das total Nachvollziehbar und cool, dass unsere Teenager manchmal auch so wirklich in diesen Spielwelten versichern.

Und sagt dann auch zu mir eine Stunde Medienzeit wenn du gerade in einem richtig coolen Spiel drin hängst ist lächerlich. also da schaffst du gar nicht. Du brauchst schon mal drei vier fünf Stunden am Stück damit es auch Spaß macht. So und das hilft mir total dass er das aus eigener Erfahrung sagen kann weil ich halt ne Teenager war Ich habe einfach nicht Computer gespielt zu meinem Leben gehörte und dann guckt man da ja mal mit so einem Befremden von außen drauf was macht ihr da?

Boah diese Bewertung, ich krieg das so mit wenn du das sagst. Ich erinnere mich so mein Körper erinnert sich so. Ja oder zum Beispiel ist Valentina denn aber das ist eine zeitlang so ein Ding dass die dann quasi extra einen früheren Bus in die Schule genommen haben. Also nicht so, dass sie direkt zur Schulbeginn da sind sondern quasi das hier noch eine dreiviertel Stunde vorher da sind.

und dann haben die an der Bushaltestelle zusammen so TikToks geguckt. Und da habe ich immer so gedacht okay was ist das denn? also warum steht man früher auf um dann da ruck zu hängen und irgendwelche sinnlosen Quatschvideos zu gucken vor der Schule? So würde ich halt lieber ausschlafen oder für ein Stück oder so.

Und das hat sich mir so gar nicht erschlossen. Dann habe ich mal mit einem Anantiener der Kinder darüber gesprochen und... Dann war das wirklich so. eine total nachvollziehbare Erklärung. Das ist es so schön, wenn man den Tag nicht damit beginnt in einem Klassenzimmer zu sitzen und sofort funktionieren zu müssen.

So dann für diese dreiviertel Stunde an der Bushaltestelle, man holt sich vielleicht noch was vom Bäcker, man lacht gemeinsam über irgendeinen Clip, man quatscht ein bisschen... Das hat einen ganz anderen Start in dem Tag und danach kann man die Schule auch aushalten. Und das war dann für mich in dem Moment nicht mehr dieses Addi-Gucken-der-Dumme-Videos.

Es ist ne soziale Erfahrung! Erwachsene vielleicht morgens erst mal zur Kaffee-Runde im Büro treffen und erst mal drüber sprechen, wie waren die Fußballergebnisse am Wochenende oder was. Und das fand ich dann irgendwie auch so cool, dass dann die Teenager sich einen Raum und Rahmen nehmen, wo sie sagen, es ist unseres.

So Sachen ... Aber es gibt immer wieder ... Weißt du mit den kleineren Kindern gibt's immer mal wieder Momente? Du kennst das ja auch! Man hat manchmal gerade, wenn man ein Mädchen begleitet eine Vorstellung von Meine Tochter soll so eine ganz starke, mutige Ronja Räubertochter sein. Und dann kommt dieses Kind in so eine totale Prinzessin in Einhorn.

Alles soll rosa sein, Phase. Und man denkt so ... Ich wollte doch nicht so ein Püppchen! Weißt du es? Und ich wollte doch so ne Tappe ... Rote Zora oder was großziehen. Und dann aber zu sagen, das ist total legitim und auch wichtig auf der Suche nach der eigenen Identität. Auf wie verorte ich mich als Mädchen, als junge Frau auch unterschiedliche... rollen und Konzepte von Weiblichkeit auszuprobieren.

Und auch so diese Farben sind für alle da, das heißt halt auch, dass Rosa und Pink für alle ist. Auch für Mädchen! Ja? Manchmal hat man also diese Fähre überhaupt nicht. Wenn man Kinder, sag ich mal progresiv großziehen will... Dass man manchmal denkt wenn mein Sohn sich ein rosa T-Shirt aussucht dann feiere ich das als hey ich zieh so ne Modernen, jungen Groß.

und wenn meine Tochter sich das gleiche T-Shirt aus so denke ich auch könnte doch auch rot sein. Und da er sich dann selbst zu ertappen und zu sagen ist doch auch Quatsch. also rosa und Glitzer sind ja nicht verkehrt oder falsch. wieder für Jungen noch für Mädchen. es geht einfach nur darum dass sie eine echte Wahl haben und nicht in Sonne in so eine Parallelwelt gedrängt werden, wo dann ganz viele andere Farben und Möglichkeiten nicht existieren.

Aber du merkst es ist alles so ein Work-in-Progress. also ich stoße da permanent an Glaubenssätze und eigene Zuschreibungen und Vorstellungen wie ich dachte das wäre. Was hatte ich da am meisten überrascht? An dir selbst auf der Reise wenn du zurückblickst die Jahre. Ich habe mich immer für sehr Weltoffen und für sehr tolerant gehalten.

Und ich hab immer wieder gemerkt, dass es so Glaubenssätze gibt auch in mir die einfach super hartnäckig bin wo ich so merkte... ...gibt jetzt keinen Grund dafür! Keinen guten. aber ich kann gerade hier ganz schlecht über meinen Schatten springen. Klamotten gegen Spielzeuge um Hobbys und Medien und irgendwas wo ich dann manchmal merkte oh ich bin ein bisschen dogmatischer und festgefressener als ich das eigentlich gerne wäre als ich es sein will Und dann manchmal so eine richtig trotzige Haltung in mir gespürt habe, ich hab jetzt schon so viele Glaubenssätze überwunden.

Jetzt ist auch mal gut! Den behalte ich jetzt, den leiste ich mehr. Dann bin ich halt irrational und dann da ein bisschen hinzuschauen und zu sagen ah ja das scheint dir gerade sehr wichtig zu sein an diesem Glaubenstest noch festzuhalten warum? Was bedeutet der für dich um dann wieder weiterzugehen und loszulassen?

Ich kann das also erzählen. Ein Beispiel, das mir jetzt besonders signifikant vor Augen steht, es geht aber auch wieder eher um ein älteres Kind eines unserer Teenie-Kinder wollte unbedingt einen Piercing haben – so'n Septum, weißt du? So eine Nase und ich wollte das Partu nicht! Und ich kann dir gar nichts zu ganz genau... Was heißt was?

Septum heißt wo? In der Nasen-Scheinwand. In der Mitte? Ja in der Mitte. Genau. In den Mitte nicht draußen sondern in die Mitte. Bitte Nicht außen, sondern in der Mitte von der Nase. In der Mitte? Genau! Und ich wollte das Partu nicht und ich kann dir gar nicht so ganz genau sagen warum nicht. also mein vorgeschobener Grund war glaube schon ein bisschen auch so ein gesundheitliches Ding.

weißt du so nicht dass sich da was entzündet und unnötige Infektionen... Abkreis, ja Gott, ich krieg die Knie oder sowas. ...und so abkreisen, dann würde ich es auch so vorstellen von eklichen Unfällen und so. Ja genau, ist bei mir. Aber ich glaube schon, dass da auch unbewusst eine gewisse Abwertung von so einem Subkulturlook da war.

Ich will das meine Jugendlichen nicht aussehen, als würden sie zu einer bestimmten Szene gehören und ich hätte dann wirklich auch solche ... Ja, so Assoziationen. Manchmal geht man durch die Stadt und sieht Gruppen von Punk, sie dann auf der Straße sitzen und Bier trinken und ganz viele Piercings im Gesicht haben.

Aber auch ein Abkehr von der Normgesellschaft ja letztlich auch so repräsentieren. Und da war dann schon so dieses, das will ich für mein Kind nicht! Mein Kind soll nicht auf der Strasse leben und mein Kind soll sich abkehren von den gesellschaftlichen Normen. Mir ist es völlig klar ... Auch gar nicht mehr heutzutage unbedingt stimmt.

Es gibt so viele Menschen mittlerweile, die Piercings haben genauso wie Tattoos. Du kannst ja auch bankberater werden mit einem Piercing oder was? Aber es ist trotzdem eine innere Abwehr bei mir ganz stark gewesen. Niemand darf mein Kind durchlöchern. Ganz krass du dieses Beschützen wollen aber auch... Mir gefällt das nicht und deswegen erlaub ich das einfach nicht.

Und ich wusste vor achtzehn geht sowas nicht ohne Unterschrift. Das war dann wirklich ein Ding wo ich sagte Nee, machen wir nicht. Und ... hat das geklappt mit der Weile? Wenn man Haare färbt oder so war ich locker, da hab ich gedacht, ihr könnt alle Farben durchprobieren. Das fand ich ganz wichtig und hab immer gesagt auf Selbstausdruck ist extrem bedeutsam für mich.

Aber dieses Piercing wollte ich patonisch. Dann war es echt so ein Ringen und ein Argumentieren und auch zwischen den Sohnen. akzeptieren vonseiten unseres Kindes und dann aber nochmal das Thema hochbringen. Jetzt bin ich schon älter, und ich will es schon seit über einem Jahr und könnt ihr noch mal schauen?

Und ich habe euch eine Powerpoint-Präsentation gemacht zum liefersten Risiken! Dann war das echt so ein richtig großer Schritt für mich zu sagen okay... Ich hab immer die Selbstwirksamkeit und die Selbstbestrung meiner Kinder auch hochgehalten. jetzt springe ich da über meinen Schatten und unterschreibe das und erlaube das.

Wer hat sich das angefühlt? Du rückst persönlich ein Piercing-Studio aus, von dem ich denke dass die da auch vernünftig arbeiten und dann gehen wir da zusammen hin. Und ich bin dabei und wir machen das! Das klingt jetzt wahrscheinlich für viele, die das hören fast so ein bisschen lächerlich aber für mich war das ein großer Schritt in dem Moment, da ganz viel loszulassen und es uns ja auszuhalten, dass mein Kind da was ganz anderes will.

Wer hat sie das angefüllt? Schwer. Gleichzeitig hat es mich auch stolz gemacht. Stolz auf mich, dass ich vor diesem... Für mich wirklich in dem Moment schwierigen Thema nicht davon gelaufen bin. Dass ich bei diesem Basta nicht stehen geblieben bin und das mein Kind auch den Mut hatte gegen dieses Basta anzugehen und zu sagen, nee akzeptiere ich nicht!

Wir fangen da jetzt noch mal drüber an zu diskutieren. Weißt du also? Dass ich so dachte Das spricht ja auch für eine gewisse Bindung und für eine Gewisse Vertrauensbeziehung, dass wenn Du als Mutter sagst Nee, dass dein Kind dann sagt Doch wir reden da jetzt noch mal drüber. Und nochmal, und nochmal!

Weil es mir wichtig ist, weil ich weiß, dass unsere Beziehung das auch aushält... ...dass wir hier jetzt gerade echt unterschiedlich drauf blicken. Mein Kind hat dann schon anerkannt im Nachhinein, dass das für mich ein großer Schritt war und hat sich sehr bedankt und gesagt, das ist ganz toll, dass du in der Lage warst deine besten Ängste und Vorurteile und Wünsche zurückzustellen, zugunsten von etwas was mir wichtig war.

Und insofern im Nachhinein erinnere ich mich da jetzt dran eher als so ein Beziehungsmoment. aber ich weiß auch noch das es mir wirklich nicht gut ging damit dass ich nach davor nicht geschlafen habe weil ich das so umgetrieben hab. hat das jetzt zu machen obwohl ich's eigentlich nicht will. Ich finde dieses Ringen darum auch so wichtig.

ja weder bei diesem Nein zu bleiben absolut und dann nie von wegzugehen diese Engel oder Ich erlaube alles. Ich habe eigentlich auch ein Nein in mir und dann aber das Ringen zuzulassen, wo was entstehen kann. Wo das Kind merkt da ist jemand der interessiert sich für mich. Er hat nicht nur erlaubt mehr entweder alles oder es ist so eng dass ich kaum atmen kann.

An manchen Stellen muss ich ringen darum weder klar, dass es so oder so ausgeht. Aber wir können da ein Konflikt drüber austragen und das hält diese Beziehung aus. Und es zeigt ja auch einen unglaublichen Gestaltungswillen wieder bei dem Kind, ne? Ja. Diese Energie, ich bleibe da ein Jahr dran! Ich mache eine Präsentation.

Ich weiß, dass wir ... Das hatten wir mit einer Katze die... Ja. Und hat sie deine Katze bekommen? Ja, die war im Urlaub. ist die ... Die ist verlassen worden von der Mama, ne? Eine kleine Katze. Ah, das ist euch zugelaufen! Das war so die Frage... Ja genau, es war ein großes Ring mit immer wieder auch Familienkreisen und nein, es geht nicht.

Wir haben nur eine Wohnung. Und es gibt eine Allergie und alles. Es war wirkliches Ringe und bis am Ende sah man, ok probieren wir's. Und dann auch nachher wurde das Kind gesagt ich bin euch so dankbar dass ihr das gemacht habt Das ist ausprobiert. Ja. Und das ist so wertvoll auf vielen Ebenen, finde ich?

Ja. Nora! Vielen Dank dir! Ich bin schon fast über die Zeit. Ich könnte auch so lange mit dir weiter quatschen. Aber ich weiß, man ist unterwegs mit den zwei Kleinen. Wo kann man sich mit dir vernetzen? Wo bist du im Netz unterwegs? gerade? wie kann man mit dir... Wie kann man von deiner Arbeit profitieren?

Also wer gerne Podcasts hat, so wie dein ist auch bei meinem Podcast aller Anfang gut aufgehoben den ich zusammen mit meinem Literaturgenden Oliver Brauer mache jetzt schon seit knapp zwei Jahren. Dann gibt es mal eine Instagram-Seite et Nora Imlau wo ich fast jeden Tag Stories mache und ab und zu mal beiträge.

Zu allem, was mich beschäftigt und bewegt. Und natürlich habe ich auch eine Webseite moraminosimlau.de wo man mir zum Beispiel bei meinen Kontaktformular Nachricht schreiben kann Wenn es um irgendetwas längeres Anliegen geht oder so Was jetzt Instagram sprengen würde. Genau also Ich bin eigentlich gut zu finden.

Natürlich gibt's auch jede Menge Bücher von mir Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene Für verschiedene Lebensphasen und Lebensthemen Genau. Und ich freu mich immer, wenn Leute über dich zu mir finden! Danke dir auch dafür. alle Links und Teil deiner Bücher packen wir in die Shownotes. Danke dir dazu.

zur letzten Frage, die ich an meinen Gästen stelle. Die haben schon in einer anderen Form gestellt hat. Wenn du so an deine eigene Kindheit denkst ... Wie war das mit dem Loslassen? Hast du das gut mitbekommen oder war das etwas was du später lernen? Das ging ja jetzt nicht viel um loslassen von auch so Erwartungen, ähneren Bilder.

Hm ... Ja. Mir ist ich glaube, dass sich als Kind Loslassen eher schwer fand. Ich war eine Horterin und habe immer nichts hergegeben oder abgeben wollen also auch an Gegenständen. Ich hab manchmal das Gefühl, dass so diese Themen, die auch in der Familiengeschichte vieler Menschen eine Rolle spielen.

Also bei mir geht es um Flucht und Vertreibung. Was bleibt einem, wenn einem zu Hause genommen wird? Und was hat man mitgenommen? Das muss man festhalten um jeden Preis. Ich hab das Gefühl da viel in mir gelandet ist. Auch an unbewusst weitergegebenen Botschaften, dass man alles ganz doll festhalten muss, damit's nicht abhandenkommt.

Für mich war das ein wertvoller Schritt und wichtiger, weil es erwachsene Frau zu merken. Ich trage da Botschaften in mir die passen gar nicht mehr zu mir und meinem Leben. also ich halte quasi als die Enkelin eines Flüchtlingskindes immer noch jedes Besitztum fest als hinge mein Leben daran und haltet manchmal auch meine Kinder fest als hinge mein Leben daran weil ich eben weiß aus so einer Fluchtgeschichte wie krass das ist wenn Kinder getrennt verteilt werden und auf einmal alle woanders sind.

Und nicht mehr zusammenfinden erst mal, das hat glaube ich ganz viele Ängste bei mir auch sehr geprägt. also so dieses Gefühl wenn ich meine Kinder nicht um mich habe dann kann es auch sein Ich finde die sozusagen nicht wieder und das war wichtig sich damit auseinander zu setzen und zu merken Loslassen ist auch was Befreien das und ich muss nicht alles festhalten, um ein gutes Leben zu haben.

Auch wenn ich meine Kinder loslasse... Nicht allein lasse, aber loslasse! Dann kommen die freiwillig wieder zurück und kommen immer wieder. Und ich darf da Vertrauen haben dass wir uns nicht so leicht verlieren. Wenn du Eltern drei Tipps mit auf den Weg geben könntest zum Loslassen. Welche wären das?

Deine Wahrheiten über's loslassen. Oh Gott, ja! Der erste Tipp der Gleise nicht glaube ich. das schwierigste ist es sich klar zu machen. welche Rolle spielt mein Kind in meinem Leben und warum fällt es mir so schwer es loszulassen? also welchen Lücke füllt das in mehr? So viele Menschen tragen irgendwie Kindheitsverletzungen oder wundene unerfüllte Bedürfnisse mit sich herum Und ein Kind fühlt dann dieses bedürfnis.

Ich habe mich vielleicht als Erwachs... Als kind nie ganz angenommen und geliebt gefühlt. Dann bekomme ich ein Kind, das liebt mich bedingungslos! Und dann will ich das festhalten weil ich dieses Gefühl festhalten will. Das ist aber nicht die Aufgabe des Kindes auf Dauer meine Lücken zu füllen. Ich glaube der wichtigste Tipp und der Schwerste ist sich klarzumachen welche Rolle übernimmt mein Kind in meinem Leben für mich emotional?

Wie kann ich es von dieser Rolle befreien und groß werden lassen dafür sorgen auf andere Weise, dass diese Lücke gefüllt wird. Wie kann ich mir selbst diese Wertschätzung, diese Liebe, diese Nähe, diese Verbundenheit geben? Sodass das nicht mein Kind sein Leben lang tun muss. Weil es eine andere Aufgabe hat.

Auf Dauer. Das ist so der psychologische Part und ... pragmatischere zweite Trip wäre, loslassen den kleinen Schritten zu üben. Also auch schon wenn Kinder jünger sind sozusagen auszuhalten. Weißt du das? ich als Mutter sage mal ersetzbar bin nicht im Sinne von. Ich bin natürlich die einzige Mutter und ich lasse ich Teile diese Rolle mit niemandem.

aber wenn ich sozusagen zulassen kann dass auch andere Menschen liebevoll für mein Kind sorgen können dass mein Kind auch Mal auf eigenen Wunsch und wenn er das möchte woanders übernachten kann weil jemand anderen sein kann. Dann übe ich diese Mikroabschiede und dann wird das nicht so eine ganz große Sache, wenn mein Kind auf einmal was ohne mich machen will.

Also sich von Anfang an in der eigenen Mutterschaft – ich meine jetzt nicht in der neugeborenen Zeit aber so dran zu gewöhnen dass ich nicht die einzige Person bin um die alles kreist sondern dass mein Kind auch ein Recht hat auf ein großes und reiches soziales Leben außerhalb von mir und außerhalb unserer Kernfamilie.

Das können wir nicht total helfen. Und das Dritte, was beim Loslassen hilft ist wirklich Vertrauen zu haben in sichere Bindungen. Sich klarzumachen. Menschen streben nicht danach mit ihren Eltern zu brechen. Das passiert aus schweren Verletzungen heraus. Das passiert auch manchmal aus zu viel Enger heraus.

wenn ich so eng umarmt werde dass ich kann noch Luft bekommen muss ich irgendwann mich sozusagen freischlagen um ein eigenes Leben leben zu können. Und wenn ich als erwachsene Person, als Mutter, als Vater, als Elternteil schaffe für mein Kind einen sicheren Hafen zu sein wo es immer liebt und willkommen ist aber auch gehen darf ohne Schuldgefühle aufgeladen zu bekommen ohne beschämt zu werden ohne das Gefühl zu haben es lässt mich jetzt im Stich unglücklich zurücklassen.

so dann muss ich keine Angst haben dass mein Kind sagt prima die brauchen nicht mehr ich komme nie wieder. Sondern dann können wir darauf vertrauen, dass unsere Kinder ganz von selbst immer und immer wieder auch zu uns zurückstreben im Rahmen von Besuchen. Im Rahmen von Telefonaten was auch immer. Und das kann durchaus sein, dass die Kinder nicht in der Intensität und Dauer zu uns zurückschreben, wie wir uns das vielleicht wünschen oder vorstellen würden.

Das heißt nicht, dass sie ins Nachbarhaus ziehen wollen, das heißt nicht ,dass die jede Woche zum Kaffee kommen! Aber gerade wenn dann Kinder ohne Erwartungsdruck und Stress den Kontakt zu ihren Eltern suchen. Dann sind es halt auch wirklich diese authentischen Verbindungsmomente, ne? Ich hab an dich gedacht und wollte dich anrufen.

nicht ich musste weil ich wusste sonst wirst du unglücklich. so das macht die Eltern-Kindbeziehung unter Erwachsenen so viel kostbarer, so viel ehrlicher. und darauf zu vertrauen dass man nicht Druck ausüben muss damit Kinder auch mal nach Hause kommen sondern wenn man loslässt den Raum dafür lässt dass Menschen freiwillig zu einem kommen Das finde ich ein wichtigen Tipp.

Also, frage dich welche Rolle spielt dein Kind für dich? Welches Platz füllt das? Dann übt es. loslassen den Abschied in kleinen Schritten und vertraue auf eure Bindung. Vertraue die sichere Bindung! Ja. Nora danke dir sehr gerne. Der berührend. Danke. Dir hat die Folge mit Nora gefallen. Dann schick sie einem Menschen, für den sie gerade hilfreich sein könnte.

Danke dir dafür! Und falls es dir heute noch niemand gesagt hat – danke für dein Dasein in deiner Familie. Alles Liebe dir und bis bald.

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