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Evolution Yoga Podcast· Staffel 2· Folge 64

#64 Du bist nicht achtsam, nur weil du meditierst! Was echte Achtsamkeit bedeutet – mit Doris Iding

Sonntag, 8. November 2026 · 54 min

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Shownotes

Wir sollen achtsam essen, achtsam kommunizieren, achtsam mit uns selbst umgehen und möglichst gelassen durch den Alltag gehen. Doch was bedeutet Achtsamkeit eigentlich wirklich? Und wann wird aus einer wertvollen spirituellen Praxis ein weiterer Anspruch, dem wir gerecht werden wollen?
In dieser Folge spreche ich mit Doris Iding, Autorin, Journalistin und langjährige Expertin für Meditation, Buddhismus, Yoga und östliche Philosophie. Gemeinsam schauen wir hinter die mittlerweile allgegenwärtige Achtsamkeitsbewegung und fragen, was von ihrer ursprünglichen Bedeutung eigentlich noch übrig ist.
Denn Achtsamkeit ist weit mehr als eine Methode zur Stressreduktion. In ihrer buddhistischen Tradition geht es darum, den eigenen Geist zu erforschen, sich von inneren Anhaftungen zu lösen und letztlich das Leid zu überwinden.
Wir sprechen darüber, warum Achtsamkeit nicht bedeutet, immer ruhig und ausgeglichen zu sein, weshalb auch Wut, Neid und Eifersucht ihren Platz haben dürfen und wie wir erkennen, ob wir unangenehme Gefühle tatsächlich annehmen oder sie mithilfe spiritueller Konzepte nur umgehen.
Doris übt auch deutliche Kritik an der zunehmenden Instrumentalisierung von Achtsamkeit und Yoga. Wenn Meditation vor allem dazu dienen soll, Mitarbeitende leistungsfähiger zu machen, oder Yoga zum nächsten Konsumprodukt wird, geht etwas Wesentliches verloren. Wir sprechen über spirituellen Materialismus, die Selbstoptimierungsfalle und darüber, warum echte Achtsamkeit manchmal unbequeme Fragen aufwirft.
In dieser Folge erfährst du:
• Was Achtsamkeit ursprünglich im Buddhismus bedeutet und was sie von einer reinen Entspannungstechnik unterscheidet.

• Warum unser Geist ständig etwas haben oder etwas nicht haben will und wie daraus Leid entsteht.

• Was spiritueller Materialismus ist und warum auch die Yoga-Welt davor nicht gefeit ist.

• Wie Achtsamkeit zur Selbstoptimierungsfalle werden kann.

• Was Spiritual Bypassing bedeutet und warum positive Gedanken nicht immer der richtige Weg sind.

• Wie du gesunde Akzeptanz von emotionaler Vermeidung unterscheiden kannst.

• Warum es manchmal jemanden braucht, der uns hilft, genauer hinzuschauen.

• Welche drei einfachen Impulse Doris für mehr Achtsamkeit im Alltag mitgibt.

Drei Achtsamkeitsimpulse von Doris für deinen Alltag:
• Nimm dir drei Atemzüge und halte kurz inne.

• Hole dich dort ab, wo du gerade bist.

• Versuche, aus dem Kopf wieder mehr ins Fühlen zu kommen und lass dich dabei gegebenenfalls begleiten.

Ein Satz von Doris ist mir aus diesem Gespräch besonders im Gedächtnis geblieben: „Achtsamkeit fängt da an, wo Bequemlichkeit aufhört.“
Es geht nicht darum, immer gelassen, positiv oder spirituell korrekt zu sein. Es geht darum, ehrlich hinzuschauen und auch das wahrzunehmen, was wir lieber nicht sehen würden.
Wie ist das bei dir? Bedeutet Achtsamkeit für dich vor allem, besser mit Stress umzugehen? Oder hat sie deinen Blick auf dich selbst und dein Leben verändert? Schreib mir gerne deine Gedanken in die Kommentare!
🎧 Viel Freude beim Zuhören!
Mehr zu Doris Iding:
glueckundachtsamkeit.de
Mehr von mir (Susanne):
Instagram: @yogasahne
Website: susanne.mors.de

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