Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

Die Entführung von Richard Oetker (feat. Carlo Sommer)

Dienstag, 17. Juni 2025 · 1 h 03

MP3

Shownotes

Am Abend des 14. Dezembers 1976, 10 Tage vor Weihnachten, verlässt der 25-Jährige Richard Oetker die Abendvorlesung am Campus Weihenstephan. Als er an seinem Auto ankommt, hat er ein komisches Gefühl, denn ein VW-Bus steht sehr nah an seinem Auto dran. Als er wieder zurück in das Unigebäude gehen, blickt er auf einmal in den Lauf einer Pistole. Der Mann mit der Pistole zwingt ihn, in den VW-Bus zu steigen. Von einem Moment auf den anderen steht das Leben des Konzernerben auf dem Spiel.

Alle Fotos und noch mehr Infos zum aktuellen Fall findet ihr auf Instagram unter @wasschmecktdahinter.

Die angesprochenen Dokus vom WDR und von ProSieben findet ihr hier:

ProSieben Jenke.Crime: youtube.com/watch?v=09__oo-mryM
WDR Lokalzeit MordOrte: youtube.com/watch?v=qDlQKa14lRs

"Food Crimes - Was schmeckt dahinter?" wird produziert von Storyhouse Productions.

Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: linktr.ee/foodcrimes

Du möchtest Werbung bei uns schalten? Dann melde dich gerne bei Julep: julep.de/portfolio/food-crimes
🏡 sparda-west.de/produkte/bauen-und-kredit.html?… (sparda-west.de/produkte/bauen-und-kredit.html?…)

👉🏼 Alle Fotos und mehr Infos zu den Folgen findet ihr auf www.wasschmecktdahinter.de (wasschmecktdahinter.de)
👉🏼 Ihr wollt uns unterstützen und Extramaterial freischalten, das geht auf steady.page/was-schmeckt-dahinter
👉🏼 Folgt uns auf www.instagram.com/wasschmecktdahinter (instagram.com/wasschmecktdahinter)
Unsere Titelmusik kommt von Manolakes 👉🏼 instagram.com/manolakes (instagram.com/manolakes)
"Food Crimes - Was schmeckt dahinter?" wird produziert mit Unterstützung von Storyhouse Productions.
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: linktr.ee/foodcrimes
Du möchtest Werbung bei uns schalten? Dann melde dich gerne bei Julep: julep.de/portfolio/food-crimes (julep.de/portfolio/food-crimes)

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Am Abend des 14. Dezember 1976, zehn Tage vor Weihnachten, verlässt der 25-jährige Richard Oetker die Abendvorlesung und läuft zu seinem Auto, das er auf dem Parkplatz vor dem Hörsaalgebäude geparkt hat. Am Campus Weinstephan in Freising, circa 40 Autominuten nördöstlich von München, studiert der Enkel des Dr. Oetker-Konzerngründers, Dr.

August Oetker, Brau- und Agrarwissenschaften. In Freising wohnt er mit seiner Frau Marion, die er erst vor kurzem geheiratet hat und zu der er jetzt gegen 18.45 Uhr fahren will. Als er in seinem Auto ankommt, hat er ein komisches Gefühl, denn ein VW-Bus steht sehr nah an seinem Auto dran. Ich hätte, um zu meiner Fahrertür zu kommen, durch einen schmalen Spalt gehen müssen.

Und da wurde es mir irgendwie mulmig und dachte, jetzt gehe ich besser doch mal zurück ins Gebäude und warte auf die anderen. In dem Moment, in dem Richard sich umdrehen will, um wieder zurück in das Unigebäude zu seinen Kommilitoninnen zu gehen, blickt er in den Lauf einer Pistole. Der Mann mit der Pistole zwingt ihn, in den VW-Bus zu steigen.

Dort muss sich der 1,94 Meter große Richard Oetgar in eine viel zu kleine Holzkiste zwängen. Was der Millionenerbe noch nicht weiß, sein Peiniger hat die Kiste mit einem perfiden Folterinstrument ausgestattet. Einem Elektroschocker für den Fall, dass Richard laut um Hilfe ruft. Der Entführer fordert von Richards Familie unglaubliche 21 Millionen D-Mark Lösegeld, sonst will er ihm etwas antun.

Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb Richards Leben auf dem Spiel steht. Das ist Foodcrimes. Was schmeckt dahinter? Mit Florian Reza, Lili Temme und dem besten Gast aller Zeiten. Carlo Sommer, der DIY-König aus dem Internet. Ob Kühlschrankmagnete, Kerzen aus Butter oder andere Küchenträume. Carlo macht alles selbst und lässt uns in sehr lustigen Insta- und TikTok-Videos daran teilhaben.

Ihm folgen über 500.000 Menschen und sie alle fragen sich wahrscheinlich regelmäßig, wieso mache ich das nicht auch einfach mal selbst? Wahrscheinlich, weil Carlo uns zeigt, dass manche Sachen gar nicht mal so gut funktionieren. Und das ist das Tolle an seinem Content. Er ist echt und relatable. Außerdem besitzt er eine Apfelbäumin und einen Podcast, der auf den Namen Club Carlo hört.

Der Podcast erscheint jede Woche. Wir freuen uns sehr, dass du heute da bist. Ja, ich freue mich, dass ich da sein darf. Mensch, was für eine Vorstellung und wie detailliert. Ich freue mich. Hallo R2. Hallo Carlo. Hallo, ich freue mich oder wir freuen uns wirklich sehr, sehr, sehr, dass du da bist. Du bist ja gerade umgezogen.

Yes. Und ich habe gesehen, dass deine Apfelbäume mit umgezogen ist. Und du bist mir, ich weiß nicht, wie es Flo geht, aber mir auf jeden Fall um einiges voraus, weil meine Obstbäume, die ich je besessen habe, keine einzige Frucht jemals getragen haben. Und deine hatte ja eine. Habe ich das richtig gesehen? Letztes Jahr genau einen Apfel hat sie rausgedrückt.

Wie stehst du zu der diesjährigen Ernte? Meinst du, da ist mehr drin oder ... Also ich habe große Hoffnungen, weil es sind so viele von diesen Blüten. Also die Blüten werden ja bestäubt. Ich bin jetzt, ich kenne mich nicht so gut aus, aber da wurden anscheinend einige bestäubt, weil es waren sehr viele kleine Äpfel schon dran.

Jetzt habe ich aber mal die Community gefragt und da haben mir einige gesagt, ich soll immer einen an einem Ast übrig lassen. Also, dass sich der Baum dann auch wirklich, oder die Bäume in meinem Fall, auch wirklich nur auf den einen Apfel konzentrieren kann und alle Energie dann da reinsteckt. Und dann ist anscheinend die Chance höher, dass der dann überlebt.

Ob das jetzt stimmt oder ob die sich verabredet haben und mir da einen Streich gespielt haben, das wird sich dann zeigen. Hast du dir denn schon überlegt, was du dann mit diesem einen Apfel machen wirst? Ja, mit dem einen, der es wieder wird. Ja, keine Ahnung. Ich denke mal, dieses Mal würde ich ihn einfach essen und nicht verbacken, wie ich es letztes Jahr gemacht habe. Weil ich weiß wirklich ehrlich gesagt gar nicht, wie der überhaupt geschmeckt hat.

Ich dachte natürlich jetzt, wir könnten eine Dr. Oetker, wie soll ich sagen, Überleitung hier schaffen, indem du vielleicht mit einer Dr. Oetker-Doch-Backmischung noch mal eine... Ich meine natürlich, ich back da wieder was draus, nachdem das beim letzten Mal so gut geklappt hat. Womit verbindet ihr beiden denn Dr. Oetker? Weil ich würde jetzt einfach mal mich so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass jeder und jede in Deutschland oder der DACH-Region Dr. Oetker kennt.

Ja, also wie du gesagt hast, Lillys, es sind wahrscheinlich schon die Backmischungen oder einfach das klassische Päckchen Hefe, das klassische Päckchen Backpulver. Also so Backmischungen nutze ich nicht so oft, aber ansonsten die Zutaten, die kaufe ich auch schon von Dr. Oetker und ansonsten Pudding.

Ich weiß nicht warum, aber ich verbinde Dr. Oetker auch mit Pudding. Genau das wäre jetzt mein erstes Ding gewesen. Wir haben früher immer Pudding gemacht. Das war so beim Fernsehen irgendwie schnell noch irgendwie so was Kleines gebraucht. Und dann geht halt Pudding schnell. Und dann haben wir den immer gegessen.

Und wie steht es um die gute alte TKP, Tiefkühlpizza von Dr. Oetker? Stimmt, ja. Aber das ist für mich nicht so eine Dominanz. Magst du nicht? Ich bin kein Tiefkühlpizza-Fan. Bin ich nicht dabei. Nee, nee. Das steht auf einem anderen Blattpapier. Das ist eine ganz weirde Eigenschaft von dir, Flo. Aber die soll hier heute nicht so viel Raum finden.

Ich finde das immer wirklich ganz komisch. Und noch eine Sache, die ich mit Dr. Oetker verbinde. Und zwar aus einer ZDF-Besseresser-Produktion, die wir irgendwann mal gemacht haben. Ich weiß nicht mehr, welche das war. Da haben wir bei Dr. Oetker in der Testküche gedreht. Also nicht ich, Kolleginnen von uns.

Und die Leute, die in dieser Testküche arbeiten, die sehen alle so aus wie... Wie man sie sich vorstellt. Das ist wirklich so die durchschnittlichsten Deutschen, die sich da ein zurechtbacken, um herauszufinden, was denn da jetzt davon ins Regal kommt. Das fand ich total lustig, da mal so einen Einblick zu bekommen.

Das ist aber ein cooler Job, oder? Wenn man da was ausprobieren darf, was es alles geben könnte und vielleicht auch mitentscheiden darf, was es nicht geben wird. Finde ich schon sehr spannend. Was da vor allen Dingen alles es nicht geschafft hat, von den Sachen, die da mal ausprobiert wurden. Vielleicht hört uns ja der oder die eine oder andere Testköchin von Dr.

Oetker zu. Die können sich ja gerne mal bei uns melden. Die Durchsinnersen Deutschen. Erstmal richtig abgestempelt und dann eingeladen uns zu schreiben. Ja, das ist unsere Art. Wir hatten ja schon mal eine Entführungsgeschichte hier in diesem Podcast. Flo hat uns mal von der Entführung von Freddy Heineken berichtet.

Wenn ihr die Folge nicht gehört habt, hört sie gerne. Die Geschichte heute ist doch noch mal ein bisschen anders, weil sie vor allen Dingen im Nachgang, also allem, was nach der Entführung passiert ist, wirklich auch noch mal komplett absurd und spannend ist. Und ich will euch nicht so lange auf die Folter spannen.

Und deswegen würde ich sagen, starten wir einfach mal rein in diese Geschichte. Von der ihr anscheinend ja noch nie was gehört habt, ne? Nee. Also bei mir hat ein bisschen was geklingelt, als ich die Überschrift quasi gelesen habe. Aber das kann auch sein, dass ich das mit etwas ganz anderem verwechsel oder verknüpfe. Deswegen, ich bin ganz Ich bin ganz gespannt. Ich kenne keinerlei Details. Okay.

Richard Oetker wird am 4. Januar 1951 in Bielefeld geboren. Er ist der Sohn von Rudolf August Oetker und Susanne Jansch. Und sein Großvater väterlicherseits ist niemand Geringeres als August Oetker. Der Gründer von Dr. Oetker. Der war Apotheker in Bielefeld und hat im Jahr 1891 dort ein neues Backpulver entwickelt, das unter dem Namen Bakin bekannt ist.

Diese Innovation legte den Grundstein für das heute weltweit tätige Familienunternehmen, aus dem ein riesiger Konzern geworden ist. Kurz am Rande, zur Dr. Oetker-Gruppe gehören heute 350 Unternehmen, der Jahresumsatz wird auf knapp 7 Milliarden Euro geschätzt. Aber auch schon im Jahr 1976, dem Jahr unserer Geschichte, gehört Dr.

Oetker zu den ganz großen Unternehmen in Deutschland. Enkel Richard ist 25 Jahre alt und frisch verheiratet. Er studiert weit weg von seinem Zuhause im wunderschönen Freistaat Bayern Brau- und Agrarwissenschaften und weiß, nach seinem Studium wird er eine hochrangige Position im Familienunternehmen einnehmen.

Aber erstmal heißt es pauken, pauken, pauken und vielleicht auch ein bisschen feiern. Denn der unbekümmerte Student lebt in einer spannenden Stadt. Das München der 70er ist dann doch ein bisschen aufregender als Bielefeld. Die Stadt München ist im Aufbruch. International, experimentierfreudig, offen und manchmal auch exzessiv.

Die Olympischen Spiele, die Musik- und Partyszene, die neue Architektur und die gesellschaftlichen Umbrüche machen die Stadt zu einem Hotspot dieser Zeit. Männer tragen Koteletten, Frauen tragen Miniröcke. Und ganz in der Nähe wohnen auch Richard und seine Frau Marion. Und von den beiden habe ich euch jetzt ein Foto mitgebracht.

Das ist aus dem Jahr 1976, also drei Monate vor der Entführung. Aus dieser Zeit gibt es übrigens nicht so viele Fotos, aber ... Das ist ja eigentlich schon die erste Frage, wie bekannt war der? Wie konnten die Entführer ihn aufspüren? Weil viele Kinder von reichen Eltern, sage ich jetzt mal so, versuchen natürlich auch einen Low-Profile zu bewahren und eigentlich gar nicht so sehr in der Öffentlichkeit stattzufinden.

Ja, werden vielleicht auch schon früh gebrieft, wie sie sich zu verhalten haben dann. Ich finde, sie sieht auf dem Foto aus, als könnte sie von heute sein und als wäre das Bild so ein bisschen bearbeitet und als müsste es viel alt aussehen, aber ich finde, sie hat einen sehr modernen Look. Total. Stimmt. Die Haare sind untypisch normal für die Zeit, würde ich fast sagen.

Also keine Dauerwelle, keine irgendwie, nicht auftopiert, sondern sie fallen einfach ganz natürlich wallend. Und er hat sich für einen taillierten Anzug entschieden. Aus irgendeinem Grund. Jetzt ein bisschen Zwack. Ja, was aber vielleicht daran liegen könnte, dass er ja irgendwie seine Arme so hält, oder?

Also so nach hinten und das dann vielleicht ein bisschen deshalb spannend, hab ich gedacht. Aber ihr habt voll recht mit ihren Haaren, darüber hatte ich vorher gar nicht nachgedacht. Heute würde man vielleicht sagen, sie hat ein Dyson Airwrap benutzt dafür. Also diese Welle kriegt man nicht unbedingt immer so auf natürliche Art und Weise. Aber stimmt, sie hat jetzt nicht so eine 70er-Jahre toupierte, Frisur. Nee, sie hat ja schon fast Curtainbanks. Stimmt, stimmt.

Könnt ihr irgendwas so, weiß ich nicht, an seinem Blick oder seiner Körperhaltung festmachen? Was beobachtet ihr da? Er wirkt, finde ich, ein bisschen so versteift, aber nicht unsicher. Also ich würde sagen, man sieht ihm ein bisschen seine reiche Familie vielleicht an. Aber ich weiß natürlich auch nicht, in welchem Kontext das Bild entstanden ist.

Also im Hintergrund ist ein großes Gemälde mit einem wahnsinnig aufwendig verzierten Rahmen. Davor steht ein Stuhl, der auch sehr aufwendig verziert ist. Vielleicht spielt auch das so ein bisschen rein. Es sieht aus wie ein Empfang oder wie eine wichtige Veranstaltung, auf der die beiden unterwegs sind.

Aber ja, ich finde, da ist eine gewisse Selbstsicherheit im Blick. Ja. Und sie sieht auch so aus, als wüsste sie sich auf diesen Veranstaltungen zu bewegen. Ich weiß ja nicht, aus welcher Familie sie kommt, ob sie auch ... Habe ich keine Informationen zu. Haben wir keine Informationen, okay. Aber auch wenn wir jetzt nicht wissen, aus welcher Familie sie kommt, weiß sie zumindest, wie sie sich auf diesen Veranstaltungen zu bewegen weiß. Das bekomme ich von ihr.

Ja, also dieses Foto stammt auf jeden Fall von irgendeinem offiziellen Auftritt. Das habt ihr richtig erkannt. Und ich finde auch, dass er ein bisschen steif aussieht. Aber ja, solche öffentlichen Auftritte sind halt vielleicht auch ein bisschen steifer und man muss da irgendwie so sein Gesicht wahren oder das der Familie.

Und ja, jetzt habt ihr aber einen Blick oder einen Eindruck von diesem jungen Herrn. Und wie ihr richtig erkannt habt, gerät man ins Visier von skrupellosen Menschen, wenn man so reich ist. Als Richard am Abend des 14. Dezember 1976, ein bisschen früher als seine Kommilitoninnen und Kommilitonen, das Unigebäude verlässt und mit seinem Auto nach Hause fahren will, steht plötzlich ein maskierter Mann vor ihm.

Der richtet eine Pistole mit Schalldämpfer auf ihn und zwingt ihn, sich in eine Kiste in einen VW-Bus zu legen. Weit und breit ist niemand zu sehen, der Richard helfen kann. Also macht Richard, was der Fremde von ihm verlangt. Er klettert in die Kiste. Diese Kiste ist 1,44 Meter lang, 1 Meter hoch und 70 Zentimeter breit.

Und das ist ein Problem, denn Richard ist ein großgewachsener Mann. Er ist 1,94 Meter groß. Er muss sich jetzt also in diese Kiste legen wie ein Embryo. Sein Entführer schließt die Kiste zu und Richard spürt, wie sich der Wagen in Bewegung setzt. Wohin? Er hat nicht den leisesten Schimmer. Irgendwann hält der Wagen an. Der Entführer sagt Richard, er solle auf dem Kistenboden fühlen, da würde eine Kapuze liegen, die soll er sich überziehen. Und das macht er.

Danach wird die Kiste geöffnet, Richard kann sich jetzt aufsetzen, sein Körper schmerzt schon vom verkrümmten Liegen. Auf einmal merkt er, wie ihm jemand an den Füßen rumfummelt. Ihm werden Fußfesseln angelegt. Und bald darauf auch Handschellen. Das, was er bemerkt, ist, dass er sich nicht im Freien befindet. Und damit hat er recht.

Der Entführer hat den Wagen in einer Garage geparkt. Doch das war es noch nicht. Richard hat jetzt noch eine Aufgabe. Er soll etwas auf ein Tonbandgerät sprechen. Ich bin entführt worden. Bitte rufe doch, bitte schalte nicht die Polizei ein. Andernfalls, wenn die Polizei eingeschaltet wird oder die Presse was erfährt, werde ich sofort erschossen.

Das war gerade die echte Tonbandaufnahme von damals. Und alle Tonaufnahmen, die ihr heute hört, habe ich von einem Film des Westdeutschen Rundfunks aus der Reihe Mordorte. Wir verlinken ihn euch in den Shownotes. Richard nimmt jetzt also diese Nachricht für seine Familie auf, in der er ihnen mitteilt, dass er entführt wurde und dass er sofort erschossen wird, wenn sie die Polizei einschalten.

Und da habe ich mich so gefragt, dass ich das irgendwie, also natürlich ist das eh schon eine krasse Situation, Wenn man entführt wird, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, aber man ist ja so hilflos und macht das, was die Person von einem fordert und sagt, die Familie soll nicht die Polizei einschalten, aber natürlich hofft man, dass die Familie die Polizei einschaltet.

Ich finde das so, ja, ich habe richtig, weiß ich nicht, irgendwie voll mitgelitten mit dem armen Richard. Könnt ihr euch irgendwie in den hineinversetzen? Also was macht das mit euch? Zum Glück kann ich mich nicht reinversetzen weil man ja hofft, dass man sowas niemals erleben muss, aber, also beklemmend auf jeden Fall ganz schön, weil man, wie du sagst, man versucht ja zu kooperieren, damit einem nichts passiert auf der anderen Seite hat man ja auch ein bisschen wahrscheinlich diesen, Fluchtinstinkt, den man bestimmt auch nicht ausschalten kann und man versucht wahrscheinlich in jeder einzelnen Sekunde irgendwie einen Ausweg aus so einer schrecklichen Situation zu finden und das wahrscheinlich von Anfang an, also deswegen,

muss ein wahnsinniger Druck sein, den er da verspürt hat, Ja, ich habe gerade noch darüber nachgedacht, dass in solchen Fällen man ja irgendwie schon überdenkt, eigentlich gehen Entführungen nie gut. Man kennt eigentlich immer nur Geschichten davon, dass sie nicht gut gehen, weil selbst wenn das Geld dann bezahlt wird, werden die dann meistens irgendwann wieder gefasst.

Bloß, es kann ja sein, dass man jetzt doch in einer dieser Entführungen ist, die schief geht und von der die Öffentlichkeit nie was erfährt. Vielleicht gibt es Geschichten, die dann doch nie rausgehen. Also ich hätte dann Angst, in so einer Situation in einer dieser Entführung zu sein, die vielleicht nie das Licht der Öffentlichkeit erblickt, weil es schief geht oder weil es vertuscht werden muss.

Also es ist ganz, ganz schlimm, so gefesselt zu sein. Manche Leute mögen das, ja. Ich finde es schrecklich. Also allein die Vorstellung, so dann absolut keinen Bewegungsspielraum mehr zu haben, das beklemmt mich auch in diesem Moment sehr. Es sind ja mehrere Sinne auch ausgeschaltet bei ihm. Also er kann nicht sehen. Und dann versucht man sich wahrscheinlich auf das zu konzentrieren, was man noch irgendwie so wahrnimmt.

Und er hat ja wahrgenommen, dass er irgendwo drinnen zu sein scheint. Aber natürlich weiß er nicht, wo. Ich glaube, wenn man vielleicht von einem Ort entführt wird, den man kennt, versucht man sich vielleicht noch so ein bisschen zu orientieren, indem man so versucht, so mitzufahren, wenn das Fahrzeug losfährt.

Aber irgendwann geht es ja nicht mehr. Ja. Also ihm fällt auf, dass er sich irgendwo in einem Raum zu befinden scheint, aber ihm fällt noch was anderes auf und zwar, dass der Entführer höflich ist, denn der siezt ihn und Richard kennt das Stockholm-Syndrom, also die psychologische Annäherung zwischen Täter und Opfer und deswegen sagt er seinem Entführer jetzt, dass er ihn ruhig duzen kann, der antwortet, ja Richard, aber jetzt willst du ja wohl noch meinen Namen wissen.

Und Richard denkt sich so, ja, aber natürlich nennt der Entführer ihm seinen Namen nicht, aber er gewährt ihm, sich einfach einen Namen auszudenken. Und Richard gibt ihm den Namen Checker. Cool. Checker Tobi. Oh mein Gott. Ja, genau. Aber ganz kurz, Lilly. Das Stockholm-Syndrom. Welche Richtung funktioniert das jetzt?

Also versucht Richard, seinen Entführer an ihn zu binden und eine positive Bindung zu ihm aufzubauen, dass er ihn nicht erschießt. Also er will das anders vormachen, genau. Das ist ja eigentlich das Syndrom, was Opfer gegenüber ihren Tätern irgendwann entwickeln. Aber Richard hat davon gehört und denkt sich, es wäre vielleicht smart, irgendwie jetzt auch nett zu ihm zu sein und zu versuchen, da irgendeine persönliche Bindung oder Beziehung aufzubauen.

In dem Moment noch an sowas zu denken oder so einen Plan zu entwickeln, finde ich krass. Ja, ich auch. Ich finde es auch krass, einer Person den Namen Checker zu geben, weil das wäre irgendwie der letzte Name, der mir einfallen würde. Ja, das habe ich mir auch gedacht. Ist das irgendwie, war der Begriff cool in den 70ern?

Oder ist es da so das erste Mal irgendwie gekommen? Und das war dann deswegen das, was ihm zuerst eingefallen ist. So wie Digger heute vielleicht. Vielleicht. Aber vielleicht ist es auch positiv. Und er setzt ihn dann wieder über ihn und schmeichelt ihm vielleicht quasi damit. Ich weiß es nicht. Vielleicht war das auch der Plan. Es war auf jeden Fall seine Art, damit umzugehen und er fand es auch ein bisschen leichter, damit umzugehen, indem er ihm so einen lustigen Namen gegeben hat.

Also der Mann hat Humor, das kann man an der Stelle vielleicht schon mal sagen. Also der Entführte hat Humor. Also Richard ist jetzt da in dieser Kiste, er ist gefesselt an Füßen und Händen. Er kann nicht sehen, aber er hat seinem Entführer den Namen Checker gegeben. Und dieser fremde Mann, der ihn bedroht, entführt und gefesselt hat, teilt ihm jetzt mit, dass er die Holzkiste mit einer Gegensprechanlage versehen hat, damit sich die beiden unterhalten können.

Aber das war noch nicht alles. Er hat außerdem einen Akustomaten installiert. Kommt es zu einer gewissen Lautstärke, etwa durch Hilferufe, erhält Richard Oetker über die Handschellen einen Stromschlag. Das soll sicherstellen, dass er ruhig bleibt. Alter Schwede, hat er diesen Namen selbst entwickelt? Das ist krass, oder? Ja. DIY, Akustomat.

Wirklich, das ist ja schrecklich. Aber auf einem ganz anderen Level. Also das ist ja so durchdacht, dann davor das zu installieren und diese Gegensprechanlage auch noch mal. Das finde ich heftig. Das finde ich eh so oft so creepy bei solchen Geschichten, wenn man darüber nachdenkt, wie sehr sich die Person vorbereitet hat.

Also, wie oft hat die einen beobachtet? Woher wusste die, dass ich genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort bin? Und dann hat die halt diese, das finde ich so. Und wir sind ja in den 70ern. Du kannst ja nicht einfach JGPT fragen, gib mir eine Anleitung, wie ich sowas baue, Sondern der muss sich ja über Monate, Jahre eingelesen haben, Bibliotheken besucht haben. Alles mit diesem Ziel.

Total, ja. Eines Tages hole ich mir den und sperre den hier rein. Ja, und auch noch in Zeiten vor Social Media, wenn das jetzt eine Person gewesen wäre, gut, der stand irgendwie in der Öffentlichkeit. Aber wenn der, keine Ahnung, seinen Alltag geteilt hätte und dann dadurch leichter zu verfolgen gewesen wäre.

Aber nee, das muss er ja wirklich auch davor rausgefunden haben und beobachtet haben und so. Ich würde mich wahrscheinlich sofort fragen, kenne ich die Person und würde jetzt auch anfangen, die Stimme zu analysieren, ob ich da irgendwie was damit verknüpfen kann. Weil das muss ja eine Person sein, die sehr viel über einen weiß.

Am Ende kennt man die sogar. Ja, das werden wir herausfinden, ob Richard die Person kennt. Und dann verschwindet der fremde Mann, der sich mittlerweile eine Schweinemaske aufgesetzt hat, in die Nacht. Er lässt Richard allein, in der Kiste, im Bus. Und es wird still. Von der Kiste gibt es auch ein Foto. Das Foto ist allerdings das Foto von einem Nachbau der Kiste, aber sie soll genauso ausgesehen haben.

Dieses Foto und alle anderen, die wir heute besprechen, findet ihr übrigens auch bei Instagram auf unserer Seite. Was schmeckt dahinter? Schaut da gerne vorbei und lasst ein Abo da, ein Follow. Gott, ich bin alt. Und einen Daumen. Ja, okay. Also es macht wahrscheinlich auch die Fotoqualität des Ganzen wieder noch mehr creepy, als es eh schon ist.

Aber sie sieht auch echt nicht groß aus und sehr ungemütlich und sehr selbstgemacht und ganz schlimm. Ja. Horror, ne? Es sieht auch nicht so aus, als hätte er sich die Zeit genommen und das Holz nochmal lackiert oder abgeschliffen. Abgeschliffen, ne? Ja. Es sieht aus, als hätte sich der Richard da auch den einen oder anderen Splitter geholt. Voll.

Und habt ihr so ein bisschen so Beklemmungs- oder so Angstgefühle in engen Räumen. Also ich finde es einfach nur komplett schlimm, die Vorstellungen dazu liegen und nicht zu wissen, was abgeht. Ich kann total nachvollziehen, was Flo gerade auch gesagt hat zu diesem Fesseln. Also wenn ich mich nicht selbst einfach bewegen kann, so wie ich das möchte und mich eingeschränkt, da fühle ich mich sofort ganz, ganz beklemmt irgendwie.

Also mich würde das, glaube ich, auch fertig machen. Und dann auch noch in kompletter Dunkelheit und mit Hand stellen und Ungewissheit ist, glaube ich, ganz, ganz schlimm. Ja. Bei mir entwickelt sich das irgendwie leider immer mehr, merke ich, dass ich so... Mit dem Alter? Ja, so enge und das Gefühl zu haben, mich nicht selbst befreien oder bewegen zu können, auch ganz ehrlich so in einem Auto, in einem Tunnel sein und dann, wenn es da so ein bisschen stockender Verkehr ist, sowas, weißt du, sowas wird, merke ich, wird mehr bei mir.

Ich weiß nicht, ob das generell was ist, was mit dem Alter kommt oder was dahinter steckt. Aber so grundsätzlich bin ich kein Fan von eingeschlossenen Räumen und von Höhe. Mhm. Mhm. Noch am Abend der Entführung ruft Richards Entführer bei seiner Frau Marion an und spielt die Tonbandaufnahme ab. Und er fordert 21 Millionen D-Mark Lösegeld in 1000 Mark Scheinen.

So eine hohe Summe Lösegeld hat es in Deutschland bis dato noch nicht gegeben. Und nur mal kurz, der Oetker-Konzern ist auch damals schon riesig, die Familie Oetker sehr reich, aber das ist damals trotzdem eine Summe, die man erstmal auftreiben muss. Die Familie Oetker weiß also jetzt, ihr geliebter Richard wurde entführt.

Und während sie jetzt damit beschäftigt sind, diese exorbitante Menge an Bargeld zu beschaffen, schwebt Richard in Lebensgefahr. Denn am Morgen des 15. Dezember öffnet Richards Entführer die Garagentür. Dabei touchiert er das Blechdach des Kastenwagens und das wiederum ist so laut, dass der Installierte akustomatlos geht und ein Stromschlag abgelassen wird.

Richard erschrickt natürlich komplett und schreit und stößt gegen die Kiste. Und das wiederum sorgt dafür, dass er immer weiter Stromstöße abbekommt. Und die Stromschläge sind so stark, dass Richard beide Oberschenkel, Halsknochen und mehrere Brustwirbel brechen. Das muss man sich erstmal vorstellen. Was? Ja. Das geht aber durch die Stromschläge oder durch seine Bewegung?

Durch die Stromschläge und dadurch, dass er sich ja überhaupt nicht bewegen kann und wahrscheinlich immer so krass zuckt, bricht er sich das alles. Und ist gleichzeitig eingesperrt in dieser Kiste. Und das ist ja so ein Perpetuum mobile. Man kann ja nicht aufhören zu schreien. Ja. Und das ist der Grund, warum er jetzt in Lebensgefahr schwebt.

Denn er liegt gefesselt und zusammengekauert in dieser Holzkiste und bekommt so krasse Stromschläge ab, dass er jetzt komplett bewegungsunfähig ist und unerträgliche Schmerzen hat. Normalerweise schlagen die Gliedmaßen bei einem Stromschlag aus, Weil die Muskeln sich zusammenziehen. Aber sein Körper ist ja gefesselt, seine Gliedmaßen können nicht ausschlagen.

Deshalb bricht er sich mit der eigenen Muskelkraft die Knochen. Richards einziger Gedanke, seinen Entführer will ihn umbringen. Aber dem ist nicht so. Er bekommt von seinem Entführer Schmerzmittel und ein Stück Schaumstoff, um das Liegen zu erleichtern. Und während Richard weiter in seiner Kiste kauert, wird sein Entführer ungeduldig.

Er ruft erneut bei den Oetkers an und will die geplante Lösegeldübergabe vom 17. auf den 16. Dezember legen, also schon auf den nächsten Tag. Dabei macht er allerdings einen Fähigkeiten. Denn obwohl der Entführer von der Familie Oetker verlangt hat, nicht die Polizei einzuschalten, arbeiten bei der Polizei München natürlich schon einige Beamte an der Mission, Richard Oetker unversehrt wiederzufinden.

Als er die Familie am 15. Dezember anruft, kann die Polizei seine Stimme am Telefon mitschneiden. Aber das weiß er natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht. So viel sei dennoch schon mal verraten, die Lösegeldübergabe wird trotzdem klappen. Und zwar wie im Film. Am 16. Dezember 1976 ist es soweit. Es ist ein eiskalter Wintertag. Draußen herrschen Temperaturen weit unter minus 10 Grad.

Als Überbringer des Lösegelds wird Richards älterer Bruder August auserkoren. Der macht sich jetzt mit zwei braunen Lederkoffern, die mit 21.000 1.000 D-Mark Scheinen gefüllt sind, auf den Weg. Und wir kennen das schon von der Heineken-Entführung, über die wir vor ein paar Wochen gesprochen haben. Lösegeldübergaben laufen meist nicht so ab, dass man einfach irgendwo einen Koffer abstellt, sondern dass man die Person, die das Lösegeld übergeben soll, erstmal durch die Gegend schickt.

Das hat mehrere Gründe. Einerseits wollen Entführer sicherstellen, dass sie nicht von der Polizei verfolgt werden. Durch die ständige Änderung des Übergabeortes soll es außerdem erschwert werden, die Identität der Entführer zu ermitteln. Aber es ist natürlich auch ein Akt der Kontrolle. Entführer wollen die Person, die das Lösegeld übergibt, psychisch unter Druck setzen und die Kontrolle über die Situation behalten.

Und so macht es auch der Entführer von Richard Oetker. Sein Bruder August muss am Vormittag des 16. Dezember erst zu mehreren Hotels in München fahren, in denen er von Hotelangestellten weitere Informationen erhält, bis er schließlich im Bayerischen Hof den Schlüssel für ein Einzelzimmer sowie einen Schließfachschlüssel und eine braune Kunststoffmappe bekommt.

Auf dem Zimmer angekommen, schaut er sich den Inhalt der Mappe an. Sie enthält ein Papier mit Adressen weiterer Stationen, die er jetzt noch der Reihe nach abzulaufen hat. Zusammen mit seinen beiden Lederkoffern, in denen das Geld ist, macht er sich auf den Weg. Er lässt sich zum Hauptbahnhof fahren, geht erst zu den Bahnsteigen 1, 26 und 11, wo er Hinweise darauf findet, zu welchem Schließfach er muss.

Angekommen am Schließfach findet er einen Aluminiumkoffer und weitere Instruktionen vor. Er steigt die Treppe zur Bahnhofstoilette hinab, betritt eine Kabine und füllt den Inhalt der Lederkoffer in den Alu-Koffer um. Der wiegt jetzt 30 Kilogramm. Und dann geht es zur letzten Station. Was er jetzt machen soll, das hat ihm der Entführer in seiner letzten Nachricht, die im Schließfach am Münchner Hauptbahnhof lag, notiert.

August marschiert zum Karlsplatz, besser bekannt als Stachus, und betritt dort das Untergeschoss, die zum damaligen Zeitpunkt größte unterirdische Ladenstadt Europas. Es gibt hier vier Geschosse, Aufzüge, etliche Rolltreppen, Bahntunnel, Versorgungsschächte, Fluchtgänge und viele, viele Türen. Wart ihr da schon mal? Ja, und ich bin jedes Mal wieder, weiß ich nicht, wo ich rauskomme, wenn ich die Kappe hochkomme.

Also wirklich, das ist so verwirrend. Ja, also für mich als Neuhergezogener ist es schon noch sehr verwirrend, ja. Okay, ist das so ein bisschen vergleichbar mit dem hier Alexanderplatz unterirdisch? Weil den finde ich auch total verwirrend. So ein bisschen immer wie, ich fühle mich da immer wie Lara Croft früher in so einem Computerspiel, die nicht weiß, in welche Richtung sie springen muss, um irgendwie raus aus diesem Tunnelsystem zu kommen.

Ja, kann man vielleicht vergleichen, ja. Okay. Ich war auch schon mal da, aber es ist schon eine Weile her. Ich erinnere mich bloß, dass es auch sehr, sehr lange Gänge sind. Ich wusste nicht, dass es mehrere Etagen hat. Ja, ist das immer noch so? Und ist das immer noch so eine Ladenstadt? Das hat mich ein bisschen gewundert. Also es gibt ein Stockwerk, auf dem wirklich sehr viele Läden sind.

Aber unten drunter, glaube ich, geht es dann schon langsam los mit, dann kommt die U-Bahn, dann kommt die S-Bahn. Oder die S-Bahn fährt, ich glaube schon. Und halt oben Tram und Busse und sowas. Und da sind halt auch so viele Haltestellen und wie gesagt auch viele Ausgänge. Und ich weiß nie, wo ich raufkomme.

Aber vielleicht gab es dann noch mehr Läden auf diesen ganzen Stockwerken. damals. Jetzt denke ich mir aber, wenn der Entführer diesen Ort nutzt für seine Übergabe, dann muss der ja irgendwie Zugänge möglicherweise zu den Türen haben, muss wissen, wo die hinführen, muss möglicherweise auch einen Zugang von hinten haben, vielleicht arbeitet der in einem der Läden, vielleicht ist er bei der Bahn angestellt und.

Also du suchst so einen Ort ja nicht einfach aus, wenn du dich da nicht so 100 Prozent auskennst. Ja, und man hofft daraus, dass wirklich niemand anders sich da wirklich auskennt. Vielleicht auch gerade jemand wie ein Oetker, der nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, sondern dann einen Fahrer hat oder ein Taxi nimmt oder so. Ja.

Ich glaube, es ist schon so, dass der Bruder, der die Übergabe macht, selten bis gar nicht am Stachus unterwegs war. Also das war schon so. Hat die Familie Oetker eigentlich in München gewohnt oder ist er zum Studium dahin gezogen? Er ist zum Studium dahin gezogen. Also die Familie wohnte noch in Bielefeld.

Er hat mit seiner Frau da gewohnt. Was seinen Bruder betrifft, bin ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher. Ich kann mir vorstellen, dass der wahrscheinlich auch da gelebt hat. Okay. August Oetker ist jetzt also im Stachus und steht im Untergeschoss neben einer Apotheke und positioniert sich, genau nach Anweisung des Entführers, mit dem Rücken zu einer grau-grünen Metalltür.

Einer von über 100 im Bauwerk. Den Koffer mit den 21 Millionen D-Mark stellt er neben sich. Und während am Donnerstag des 16. Dezember 1976 hunderte Passanten am Stachos an ihm vorbeihasten, öffnet sich hinter ihm langsam die eiserne Tür. Eine Hand greift nach dem abgestellten Alu-Koffer, zieht ihn hinter die Tür.

Und die Tür fällt ins Schloss. Also August hat seine Aufgabe erfüllt. Ich habe ja gerade schon mal gesagt, dass wir das von der Heineken-Entführung kennen, dass die Person, die das Lösegeld überbringen soll, ein paar Stationen zu bewältigen hat. Aber ich fand das jetzt in dem Fall wirklich extrem krass. Ich habe das sehr zusammengekürzt.

Also der hat wirklich eine Schnitzeljagd durch diese Stadt gemacht. Und überall waren auch, also Hotelangestellte haben ihm Dinge auch gegeben, in denen irgendwelche Hinweise drin waren. Also das ist wie ein Spiel gewesen. Vielleicht hat es dem Bruder ein bisschen Spaß gemacht. Wenigstens eine positive Sache an der ganzen Geschichte, meinst du? Jetzt war ich ganz cool.

Ja, warum nicht häufiger? Aber ich finde das extrem riskant, gerade auch wenn du sagst, da sind andere Personen sogar involviert, die dann Dinge übergeben oder Informationen weitergeben, dann sind ja auch viele Leute, die befragt werden können, wer hat diese Informationen im ersten Schritt dann übergeben und wer war vielleicht zu dem Zeitpunkt dann am Hauptbahnhof und hat diese Nachricht im Spind hinterlassen oder so, finde ich total riskant. Ja, ist auch total riskant.

Ich werde nachher aufklären, ob das die Gründe waren, warum man den Täter gefunden hat oder auch nicht. Aber ja, also er hat es auf jeden Fall mit dem Feuer gespielt, das kann man sagen. Ja, aber er hat jetzt nicht die Chance gehabt, irgendwie so zu erhaschen, wer da hinter der Tür ist, der Bruder. Nein.

Okay. Das ging ganz schnell. Also der stand mit dem Rücken zur Tür, die ist aufgegangen, der Koffer wurde reingezogen und die Tür ist ins Schloss gefallen und weg war er. Okay. Aber so einen öffentlichen Ort für die Übergabe auszuwählen ist schon ganz clever. Weil da geht sowas unter. Ja, niemand vermutet, dass jemand mit 21 Millionen D-Mark rumläuft und erst recht nicht am Hauptbahnhof mit einem großen Koffer.

Da könnte alles drin sein, ja. Das andere oder der andere Grund, warum sich die Person diesen Ort ausgesucht hat, ist, dass die Türen einseitig schließende Türen sind. Das heißt, von der Seite, von der August kommt, kann man sie nicht öffnen. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts. Denn die Erbauer des unterirdischen Park-, S-Bahn- und Ladenzentrums hatten durchaus daran gedacht, dass die 127 Türen zu den insgesamt drei Kilometer langen, jedes Geschoss umlaufenden Fluchtgängen sonst auch zu Diebstählen und Räupereien missbraucht werden könnten.

Diebe hätten sonst aus der Ladenstadt heraus wunderbar durch eine der Türen verschwinden können. Das wollte man verhindern. Deshalb kann man die Türen nur von einer Seite öffnen. Von der Seite der Fluchtwege nämlich. Wie kommt man dann im Fluchtfall raus? Im Fluchtfall von, du hast was gestohlen, meinst du? Im Fluchtfall von, es brennt und wir wollen diese Fluchtroute nutzen.

Dann gab es extra Fluchttüren für. Aber die anderen Türen waren Türen für Mitarbeitende zum Beispiel. Und wenn man von dieser Seite kam, konnte einem niemand folgen. Der Täter hatte den perfekten Plan geschmiedet. Der Entführer, der Checker, kann entkommen und fährt jetzt unentdeckt zurück zu seinem Opfer.

Und er buxiert Richard aus der Holzkiste und legt ihn auf die Rückbank in ein anderes Auto, einen alten Opel Commodore. Dann fährt er den Wagen in ein Waldstück, in den Kreuzlinger Forst südwestlich von München. Er säubert den Wagen, verwischt alle Spuren. Dann ruft er Richards Familie an und informiert sie über den Aufenthaltsort des Entführten und verschwindet.

Und jetzt geht alles ganz schnell. Polizei und Rettungswagen machen sich sofort auf den Weg. Draußen sind minus 14 Grad. Und was sie dort im Wald auf dem Autositz vorfinden, schockiert sie. Der 1,94 Meter große Mann liegt zusammengekrümmt im Auto, ist kaum ansprechbar und völlig ausgekühlt. Er ist schwer verletzt. Und die Rettungskräfte wissen nicht, ob er das überleben wird.

Ich habe ja eben schon erzählt, dass Richard mehrere Knochenbrüche erlitten hat. Aber das ist nicht das größte Problem. Seine Lunge macht nämlich nicht mehr richtig mit. Durch die Verletzungen und das gekrümmte Kauern in der Kiste ist seine Lungenfunktion eingeschränkt und er wäre fast erstickt. Boah. Oh mein Gott.

Und dann auch noch die Kälte, wo man ja so schon manchmal das Gefühl hat, man kann nicht richtig atmen, weil es einfach wehtut dann, wenn es so kalt ist. Oh Gott. Und das war ja auch dann am Ende nicht so wirklich lange. Also es waren irgendwie zwei Tage oder so. Und was in diesen zwei Tagen alles mit diesem Körper von dem Mann passiert, das ist wirklich schrecklich.

Er wird sofort ins Krankenhaus gebracht, aber die Ärztinnen können seine Brüche nicht operieren, weil er wegen seiner eingeschränkten Lungenfunktion nicht narkotisiert werden kann. Um ihn in einen Streckverband zu kriegen, müssen sie beide Knie durchbohren, ohne Narkose. Boah, Junge. Boah. Was? Das ist wirklich richtig hardcore.

Ärzte beziffern die Überlebenswahrscheinlichkeit von Richard unmittelbar nach seiner Entführung mit 50 Prozent. Später sagt Richard dazu, der Mensch hält viel aus. Während Richard im Münchner Krankenhaus am Leben gehalten wird, fehlt vom Täter jede Spur. Aber die Familie Oetschger geht jetzt mit der Entführung an die Öffentlichkeit, denn irgendjemand muss doch irgendwas mitbekommen haben.

Eine umfangreiche Fahndungskampagne der Kriminalpolizei beginnt. Und die Polizei treibt einen Gedanke an. 21 Millionen? Das ließe sich doch wunderbar durch drei teilen. Ich wollte nämlich noch fragen, wie wir auf diese Summe gekommen sind. Weil bei der Heinigen-Geschichte gab es ja auch irgendwie so einen Hintergrund.

Klar, man kann so eine Summe komplett random auswählen. Aber 21 Millionen ist nicht random. 25, 30, 20 fühlt sich irgendwie natürlich an. 21? Das klingt ja schon, als hätte man einen Plan direkt damit, ja. Okay, also ihr glaubt, da sind noch mehr Leute, die dahinter stecken. Ja, wenn du das jetzt schon so angeteasert hast, dann ja.

Ja, vielleicht habe ich euch auch für eine falsche Fährte gelockt. Wir sind reingefallen. Ihr seid lachend reingelaufen in die Kreissäge. Ja, also die Polizei geht sehr, sehr lange damals von drei Tätern oder drei Täterinnen aus. Aber sie finden auch nach wochenlangen Ermittlungen in alle Richtungen keine Hinweise und keine einzige verdächtige Person.

Und auch das Geld taucht nirgends auf. Der Entführer scheint mit den Millionen verschwunden zu sein. Es ist jetzt 1978 und die Ermittlungen dauern nun schon ganze zwei Jahre an. Aber die Polizei gibt nicht auf. Sie entschließen sich, die Tonbandaufnahmen, die man von seinen Anrufen gemacht hatte, zu veröffentlichen.

Die Originalaufnahmen werden damals über Presse, Radio und Fernsehen verbreitet, insbesondere über die Sendung Aktenzeichen XY ungelöst, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Und ich habe wirklich das ganze Internet durchforstet, weil ich euch diese Aufnahme gerne zeigen wollte, aber ich habe sie leider nicht gefunden.

Aber die gute Nachricht ist, es meldet sich damals tatsächlich jemand, der die Stimme zu kennen meint. Sie soll zu einem Mann namens Dieter Zloff gehören. Zloff. Und zwar melden sich die Nachbarn von dem Herrn. Dieter Zloff ist in München aufgewachsen und wohnt in einem Reihenhaus im Münchner Stadtteil Parsing.

Zloff ist Vater, gelernter Betriebswirt und hatte mal eine Kfz-Werkstatt in München. Der 39-Jährige ist eine illustre Person. Mittlerweile ist er Barkeeper, Tauchlehrer und Hobbyzauberkünstler. Und er steht jetzt unter Tatverdacht. Ja, das sollten alle Hobbyzauberkünstler. Hey, nee, nix gegen Hobbyzauberkünstler.

Da muss ich widersprechen. Aber das sind, finde ich, Eigenschaften, die dieser Mann hat, beziehungsweise auch nicht nur Eigenschaften, sondern Fähigkeiten. Also er ist gelernter Betriebswirt, hatte eine Kfz-Werkstatt, zaubert gerne. Das sind schon Dinge, die man bei dem Bau so einer Kiste, beim Erfinden von Folterwerkzeugen und so, kann man gebrauchen. Würdet ihr auch sagen? Auf jeden Fall, ja.

Vielleicht steht er auch deshalb jetzt unter Tatverdacht. Die Polizei kann ihn auch ausfindig machen, doch er leugnet hartnäckig, dass er irgendwas mit der Entführung von Richard Oetker zu tun hat. Richard Oetker, und das beruhigt euch jetzt vielleicht, hat die Entführung glücklicherweise überlebt. Und die Polizei bindet ihn jetzt sogar in die Ermittlungen ein.

Als Richard die Stimme von Zloff hört, ist er sich sicher, dass es die vom Checker ist. Doch es fehlen eindeutige Beweise für seine Täterschaft. Und auch das Lösegeld können sie bei ihm nicht finden. Doch bald sind sich die Behörden sicher, Zloff muss es gewesen sein. Denn die Spur des Geldes führt zu ihm. Es tauchen einzelne von der Polizei registrierte Geldscheine aus dem Lösegeld auf und diese können sie zu Dieter Zloff zurückverfolgen.

Es sind aber nur ein paar tausend Euro, die sie ihm zuordnen können. Zudem besitzt er einen VW-Bus. Nachbarn haben seine Stimme erkannt. Er muss der Entführer von Richard Oetker sein. Und deshalb beginnt am 9. Juni 1980 ein aufsehenserregender Indizienprozess. Zloff beteuert bis zuletzt seine Unschuld. Das Gericht hat aber keine Zweifel.

Er wird zur Höchststrafe von 15 Jahren Haft verurteilt, wegen erpresserischen Menschenraubs und schwerer Körperverletzung. Einige Medien äußern Zweifel an seiner Schuld, woraufhin Richard Oetker teils scharfe Kritik entgegenschlägt. Die Vermutung, ein Unschuldiger sitze wegen ihm im Gefängnis. Doch Richard ist sich ganz sicher, Zloff ist nicht unschuldig.

Er ist der Mann mit der Schweinemaske. Es gibt nur ein Problem. Das Lösegeld fehlt weiterhin. und das wird noch eine ganze Weile lang so sein. Ich habe euch jetzt ein Foto von Dieter Zloff aus dem Gerichtssaal mitgebracht. Da sind wir mal gespannt. Ich stelle ihn mir auf jeden Fall sehr groß vor, weil du ja vorhin gesagt hast, er hat ihn auf die Rückbank von dem Auto heben können.

Entweder groß oder sehr stark auf jeden Fall. Wenn dieser Mann, wie groß sagst du, Richard, 1,94 ist, das musst du ja erst mal schaffen. Da muss das schon ziemlicher Bär sein. Ja. Bin ich gespannt, was er jetzt sagt. Florentin Will, bist du's? Aha. Sieht total schick gemacht aus. Er sieht auch ein bisschen aus wie Richard Oetker selber, oder?

Aber vielleicht ist es einfach Männer in den 70ern. Vielleicht ist es einfach so, dass der Weib und natürlich dieses Halstuch, dieses Schicke, der Anzug hat eine Uhr. Die Uhr, ja. Also, na klar macht man sich vielleicht so für einen Gerichtsprozess schick. Aber er sieht also nicht wohlhabend aus, finde ich jetzt.

Und geil, dieser Leitzorten im Hintergrund. Ja. Deutsches Kulturgut. Nett sieht er nicht aus. Er hat schon ein bisschen was Diabolisches in den Augen, würde ich meinen. Hättest du das jetzt auch gesagt, wenn du nicht gewusst hättest, dass er angeklagt ist? Oder sogar jetzt auch schon verurteilt? Das weiß ich nicht, aber ich finde, die Augen sehen jetzt nicht freundlich einladend aus.

Ja, auf der anderen Seite, wenn er Kfz-Mechaniker in München ist, da stelle ich mir auch nicht vor, dass das jetzt ein Sonnenschein ist, so wenn man in die Werkstatt reinläuft und erstmal mit einer Umarmung begrüßt wird. Also keine Ahnung, irgendwie passt es auch zu seinem Beruf, aber ja, man interpretiert sofort Sachen rein, wenn man irgendwie so einen Verdacht hegt.

Mit allem, was ihr jetzt wisst, traut ihr ihm diese Tat denn zu? Weil eben habt ihr ja gesagt, es muss jetzt jemand sein, der auch sehr stark ist, weil er ihnen ja zum Beispiel auf den Rücksitz dieses Autos hievt. Ich weiß, das ist eine schwere Frage, also kann man nicht beantworten, aber ich frage sie trotzdem.

Ich denke mal, er ist nicht so zaghaft mit ihm umgegangen, als er ihn da gehievt hat, deswegen man würde das wahrscheinlich schon hinbekommen. Und vielleicht, momentan haben wir ja auch noch die Vermutung, dass er nicht alleine war, vielleicht hatte er ja auch Hilfe an dem Tag und musste das nicht alleine machen. Guter Punkt.

Das müsste Richard ja dann wohl, doch er würde ja eigentlich schon merken, wenn ihn zwei Personen ins Auto hieven, wenn er noch so bei Bewusstsein war, weil seine Verletzungen klingen ja schon so, dass er möglicherweise in einer Art Delirium war, vielleicht Dinge nicht mehr ganz so einordnen konnte. Was ich mich noch gefragt habe, was in diesem Prozess vielleicht eine Rolle gespielt haben könnte, ist, ob der Mann ein Alibi hatte, weil er brauchte ja ein Alibi für zwei ganze Tage.

Er hatte Alibis, aber die waren wohl nicht ausreichend. Ich weiß jetzt, ich kann euch nicht sagen, was genau sein Alibi war und ob das, also ob sie da, ob es noch andere Zeugen dann dafür gab, aber es war nicht ausreichend. Aber es war ein reiner Indizienprozess. Sie hatten ja keine Beweise. Und wenn Alibi ausreicht, gilt das ja wohl als Beweis.

Es ist auf jeden Fall so, dass dieser Mann damals verhaftet wird. Und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass es noch irgendwelche anderen Täter oder Täterinnen gegeben hat. Und er sitzt dann bis 1994. Und nach seiner Entlassung präsentiert er sich als Justizopfer. Findet damit in den Medien Gehör und wird zu etlichen Talkshows eingeladen.

Aber, ja. Würdet ihr 16 Jahre in den Knast gehen für 21 Millionen? Nee. Das ist ja so viel verlorene Lebenszeit. Okay. Ich wollte nur mal fragen. Du wohl? Würdest du das machen? Kommt darauf an, was der Knast ist. Wenn das so ein Wohlfühlknast... Naja, es gibt ja schon unterschiedliche Knastzenarien. Weiß man das vorher?

Ja, eben. Das glaube ich halt nicht. Aber wenn das so ein Knast ist, wo man einfach eine Zelle hat, wo man, Ja, wie in einem normalen Zimmer. Flo, also sorry, sei mir nicht böse. Ich kenne dich ja jetzt schon eine Weile. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du damit d'accord wärst, 16 Jahre im Gefängnis zu sein.

Wenn du weißt, dass du danach 21 Millionen hast und so machen kannst, was du willst. Wenn ich podcasten könnte aus dem Gefängnis. Oh Gott. Ich wage es zu bezweifeln. Ich wage es auch zu bezweifeln. Und selbst wenn, du hast gerade erzählt, dass es dich schon einengt, wenn du dir so enge Räume und sowas vorstellst. Vielleicht ist es ja nicht so eng, der Raum.

Und vielleicht auch ganz gemütlich. Aber den nie verlassen zu können. Wenn du einfach Lust drauf schlägst, fällt mir nicht. Ich habe genau aufgepasst hier. Und ich sage mal so, vielleicht hat er sich auch gedacht, hey, 16 Jahre sind jetzt nicht so schlimm, weil danach warten 21 Millionen D-Mark auf mich.

Aber von dem Geld ist nicht mehr alles da. Das kann ich ja schon mal verraten. Ich habe ja zu Beginn gesagt, dass diese Geschichte im Nachgang der Entführung noch ein paar interessante Wendungen enthält. Und zu denen kommen wir jetzt. Also Slough ist jetzt aus dem Gefängnis raus und er hat die erbeuteten 21 Millionen D-Mark 16 Jahre lang in einem Erdloch ca.

30 Kilometer südöstlich von München aufbewahrt. Aber was macht man jetzt mit so viel Geld? Also man muss das ja irgendwie waschen. Und Slough hat eine Idee. Während seiner Haft lernt er einen Mann namens Hubertus Becker kennen, einen erfahrenen Drogenschmuggler. Die beiden freunden sich an. Ja, Hubertus Becker. Klassik-deutscher Drogenschmuggler. Ja, aber wirklich.

Die beiden freunden sich an und Becker bietet ihm an, das Lösegeld nach der Entlassung zu waschen. Doch als sie loslegen wollen, merken sie, ein großer Teil des Geldes, und zwar ungefähr 6 Millionen D-Mark, ist durch Feuchtigkeit im Boden und Schädlinge komplett hinüber. Oh mein Gott. Das ist auch, da plant man so minutiös so die Entführung, diese Kiste, die Geldübergabe und dann buddelt man das in ein Erdloch und läuft Gefahr, dass Maden und irgendwelche Tiere dieses Geld aufessen. Also, ja.

Und sechs Millionen? Das ist ganz schön viel Geld, ne? Krass, ja. Mann. Mann, Mann, Mann. Also wirklich. Da muss es dann schnell gehen scheinbar. Da war nicht mehr so viel Zeit zu planen. Ja. Von den 21 Millionen D-Mark sind mehr als sechs Millionen einfach verfault und von Insekten zerfressen. Die matschigen Geldklumpen verbrennen sie deshalb. Die übrigen Millionen versuchen sie im Elternhaus von Becker zu trocknen.

Danach packen sie die Scheine in wasserdichte Tupperdosen und verstecken sie in einem Keller unter der Hütte im Lützbachtal. Das ist in Rheinland-Pfalz, da kommt Hubertus Becker her und hier hat seine Familie ein riesiges Waldgrundstück, weil sein Vater Förster ist. Hier wird wohl niemand nach dem Geld suchen.

Am 20. Dezember 1995 fliegen sie dann mit einer Million D-Mark nach London. Dort kennt Becker jemanden, der das Geld waschen will. Aber sie werden sich nicht einig. Der Deal platzt. Kurz darauf wird Becker verraten und im Januar 1996 festgenommen. Er wird tagelang von der deutschen Polizei verhört, doch das Versteck des Geldes rückt er nicht raus.

Auch nicht, als ihm 15 Prozent des verbliebenen Lösegelds als Belohnung angeboten werden. Das sind über zwei Millionen D-Mark. Die Familie Oetker ist es, die ihm diese Summe anbietet. Als Gegenleistung wollen sie wissen, wo das Geld ist. Aber er bleibt stumm Aus einer Art Ganoven-Ehre Wie er selbst sagt.

Schließlich bekommt er dafür zehn Jahre Haft aufgebrummt. Und dazu gibt es einen ganz interessanten Bericht von ProSieben aus der Reihe Jenke Crime. Das ist das erste Mal, dass Hubertus Becker sich über diese Tat äußert und darüber spricht und die Folge verlinken wir euch auch. Da fahren die auch in dieses Lützbachtal und gucken sich die Stelle an.

Wo das Geld noch liegt? Lag? Lag. Sind noch so ein paar Tupperdosen ab, die Deckel nur noch davon. So richtig schlecht liegt das da so seit 1995. Er hat wohl damit gerechnet, dass er wenn er rauskommt, das vielleicht, nochmal waschen kann oder nochmal einen neuen Versuch starten kann, weil der wusste schon dass der Zloff dazu eigentlich nicht in der Lage ist weil der keine Leute kennt Little did he know, dass es dann keine D-Mark mehr gibt, oh mein Gott stimmt.

Ungünstig auch, ne? Richtig ungünstig. Obwohl vielleicht einfacher, weil eigentlich so nach 2001 konntest du eigentlich zu jeder Bank gehen und einfach deine D-Mark abgeben. Ja, aber so viel in Wahr, schon auch ein bisschen auffällig. Ein bisschen, ja. Aber es ist jetzt so, also dieser Hubertus Becker ist jetzt im Gefängnis und es ist jetzt eigentlich schon wieder so, dass die Ermittler eigentlich wissen, dass Zloff dieses Lösegeld ja irgendwo hat.

Und sie wissen auch, dass Zloff und Becker sich kennen. Aber beide Männer schweigen. Nur Zloff hat ja immer noch das Problem, dass er das Geld waschen muss, weil sonst hat er nichts davon. Und im Mai 1997 versucht er deshalb einmal in London auf eigene Faust einen größeren Teil vom Lösegeld umzutauschen.

Warum immer London? Was haben die denn mit London? Ja, da kannte ja der Bäcker jemanden und ich glaube, das war Zloffs Versuch, dann da vielleicht über irgendwelche Kontakte, die er deswegen kommen hat, das auch mal zu versuchen. Aber das war ein großer Fehler. Denn der gute Mann steht unter Beobachtung der Polizei und die hat ihm eine Falle gestellt.

Denn hinter der Person, mit der sich Zloff in London trifft, der Person, von der er denkt, sie könne sein Geld waschen, steckt ein verdeckter Ermittler von Scotland Yard. Sloth wird festgenommen und Scotland Yard sichert rund 12,5 Millionen D-Mark, die er bei sich hat. Er wird in England wegen versuchter Geldwäsche und vollendeten Betrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt.

Ein Jahr davon muss er absitzen, bevor er zurück nach Deutschland abgeschoben wird. Mehr als 20 Jahre nach Richard Oetkers Entführung ist der Fall endlich aufgeklärt. Das Lösegeld kommt 1997 zurück nach Bayern. Es sind 12.500 1.000 D-Mark Scheine. 12,5 Millionen D-Mark sind allerdings bis heute unauffindbar.

Wie sich Richard damals gefühlt hat? Ich bin ein erstaunlicher Mensch. Ich empfinde keine Rache und ich empfinde auch keinen Hass. Aber ich muss schon sagen, in dem Moment, ich war in der Phase ganz eng verbunden. Und die Genugtuung war schon da. Von dem Richard von heute habe ich euch auch ein Foto mitgebracht.

Das ist nicht brandaktuell, das ist aus dem Jahr 2021. Aber ich dachte mir, zum Abschluss dieser Geschichte wäre es vielleicht ganz gut, nachdem wir den jungen Richard kennen, auch einmal den alten Richard zu sehen. Er sieht wahnsinnig glücklich aus. Ja, irgendwie super nett. Ja, also wäre ihm wirklich nie irgendwann irgendwas Schlimmes passiert.

Ich finde das so krass. Also ich finde diesen Mann wirklich krass. Also nach allem, was er erlebt hat. Ich erzähle euch gleich noch ein bisschen, was er nach der Entführung noch gemacht hat, beruflich und auch privat auf eine Art. Und ich finde das wirklich sehr erstaunlich. Richard Oetker kann vier Jahre nach seiner Entführung ausschließlich mit Gehstützen gehen. Bis heute ist er schwer gehbehindert.

Aber die Entführung hat ihn nicht gebrochen. Richard findet ins Leben zurück. Nach seiner Entführung wird er Mitglied des Vereins Weißer Ringen, der sich für Opfer von Verbrechen einsetzt. Und dann muss das Leben irgendwie weitergehen. Ein Familienimperium managt sich nicht von allein. Von 1996 bis 2010 ist er Geschäftsführer der Nahrungsmittelsparte der Dr. August Oetker KG.

2010 übernimmt er sogar für einige Jahre die Leitung des gesamten Konzerns. Mittlerweile ist er 74 Jahre alt und immer noch Mitglied des Aufsichtsrats, der Dr. August Oetker KG. Slov hat seine Haft abgesessen und betreibt um die Jahrtausendwende eine Würstchenbude. Richard Oetker überlegt, damals mit einem befreundeten Polizisten, ob er zu dieser Bude fahren und Würstchen essen sollte.

Am Ende wollte er Slov dann sagen, bezahlt ist schon. Was für ein geiler Humor. Ja. Diese Überlegung bleibt allerdings nur eine Idee. Mit einem Augenzwinkern, denn eins hat Richard Oetker nie verloren. Seinen Sinn für Humor. Das war die Geschichte von der Entführung von Richard Oetker, der aus einer der reichsten Unternehmerfamilien Deutschlands kommt.

Ich finde wirklich erstaunlich, wie er damit umgegangen ist, weil ich mir vorstellen kann, dass einen so eine Erfahrung wirklich brechen kann. Und er hat sich zwar für eine Zeit lang aus der Öffentlichkeit komplett zurückgezogen, aber irgendwann hat er angefangen, öffentlich über das, was er erlebt hat, zu sprechen.

Und das, finde ich, hat er sehr sympathisch gemacht. und er hat seinen Humor dabei nicht verloren. Und dann habe ich gedacht, vielleicht ist das am Ende des Tages irgendwie so das Geheimnis, wie man sowas irgendwie überstehen kann. Vielleicht, wenn man sich ganz aktiv dazu entscheidet, das sich nicht nehmen zu lassen, das restliche Leben.

Nicht von diesem einen oder wie viele zwei Tage. Irgendwie versauen zu lassen. Das kann man jetzt gar nicht sagen. Die mentale Kraft dafür zu haben, das ist schon ... beeindruckend. Vor allen Dingen kommt auch, ich habe mehrere Interviews gelesen und geguckt, mit ihm kommt raus, dass es in seiner Familie eigentlich keinen Moment der Aufarbeitung oder so gab.

Also das war nicht so, dass darüber geredet wurde und irgendwie da den Gefühlen Raum gegeben wurde, sondern da musste halt weitergemacht werden. Und das waren ja auch noch Zeiten, in denen ich würde jetzt mal sagen, psychische Gesundheit und so noch nicht so einen Raum hatte wie heutzutage vielleicht und da hat es trotzdem halt hinbekommen.

Deswegen, ja, Chapeau an dieser Stelle. Wirklich Chapeau, aber interessant, dass sie das nicht aufgearbeitet haben, weil ich würde meinen, dass man dann wirklich alle Sicherheitsvorkehrungen einen deswegen nochmal so überdenkt und nochmal nachdenkt, sind wir anderen alle sicher und könnte sowas nochmal passieren oder nicht, aber gut.

Vielleicht haben sie die Sicherheitsvorkehrungen schon nochmal überarbeitet. Das haben sie jetzt nicht kommuniziert. Ich glaube, das wäre dann wahrscheinlich auch ein bisschen blöd, das zu tun. Aber es wurde auf jeden Fall halt nicht mit ihm darüber gesprochen oder irgendwie, das war kein Thema am Abendtisch.

Und jetzt, Leute, ich habe mir jetzt die Überleitung des Jahrhunderts überlegt. Carlo, Humor ist ja auch dein Geheimnis, beziehungsweise dein Weg, das Leben und deine Arbeit zu bestreiten. Und zum Abschied fragen wir unsere Gästinnen immer nach ihrem ganz persönlichen Foodcrime. Und ich bin schon ganz gespannt auf deinen, den du heute mitgebracht hast.

Ja, ich hoffe, der geht durch. Also, mein Foodcrime, den ich mir überlegt habe, ist, dass ich für meinen Alter, ich bin jetzt 28, fast 29, noch ein bisschen zu gerne Ketchup esse, zu allen möglichen Dingen. Und mir wurde das als Kind schon immer gesagt, also ich komme aus Franken, wo sehr viel Wurst gegessen wurde immer und ich esse mittlerweile keine Wurst mehr, ich esse jetzt halt die vegetarische Variante davon, aber zum Beispiel zu Weißwurst, zu Bratwurst.

Ich habe immer Ketchup gegessen und esse das auch weiterhin immer noch, wenn ich die vegetarischen Versionen davon esse, gibt es für mich immer Ketchup. Und ich habe aber halt in den letzten Jahren so ein bisschen gemerkt, ich bin da jetzt immer einsamer damit. Also wenn man zu Freundinnen geht und man grillt zusammen, dann ist es nicht immer so, dass Ketchup halt mit am Tisch steht zum Beispiel.

Aber ich hätte das halt schon gerne. Oder als wir jetzt hier eingezogen sind, mein Partner und ich sind zusammengezogen Und mir war es halt wichtig, auf dem ersten Einkaufszettel stand ziemlich weit oben Ketchup halt drauf, weil man halt so die Basics erstmal einkaufen muss. Und er war so, warum? Also hä? Hat er nicht so ganz verstanden. Und ich weiß nicht, ich komme da nicht so ganz weg von. Also ein Foodcrime ist sozusagen der Blick von anderen auf dich, auf dein Verhalten.

Vielleicht, ja. Wenn ich schon immer so ein bisschen dafür belächelt wurde. Ähm, ich weiß nicht, wie du das siehst, Flo. Also wir sind ja hier nicht das Urteilende. Na ja, überhaupt nicht. Ja. Aber du hast, also die Beobachtung, die stimmt natürlich komplett irgendwie, dass Ketchup eigentlich nicht mehr so ein Ding ist.

Und ich will auch meinen, vielleicht ein Bissi zu Recht. Vielleicht. Ich bin eher bei Carlo. Ich finde Ketchup auch super. Ich esse es eigentlich nur zu Pommes. Das ist, glaube ich, mein einziger Berührungspunkt mit Ketchup im Leben. Weil ansonsten bin ich, glaube ich, auch von diesem Bild, dass man, sagen wir mal, wenn man älter als zwölf ist, kein Ketchup mehr ist, bin ich irgendwie auch besessen, obwohl ich Ketchup auch mag.

Und mein absoluter Koch-Hack mit Ketchup ist, dass so in so eine Bolo oder so ein bisschen reinzumachen, weil die Süße vom Ketchup, die rundet das Ganze nochmal ab und gibt so ein bisschen so einen Punch. Also ich bin eigentlich bei dir, ich bin aber auch gebrainwashed, möchte ich fast meinen, dass ich Ketchup nämlich zu Essen dazu esse.

Weil? Ja, weil, weil, weil, weil das so, wie Carlo sagt, weil die Gesellschaft einem das so auferlegt. Ja, okay. Aber du könntest jetzt hier natürlich ein kleines Plädoyer halten für Ketchup. Ja, und zwar für echtes Ketchup. Ich habe vor kurzem mal so ein Bio-Ketchup, was dann, keine Ahnung, höherer Fruchtanteil, weniger Zucker, gesünder ist und sowas. das war ein Verbrechen.

Wirklich. Eine Beleidigung. Leute, also macht das gute Zuckerketchup wieder groß. Holt es zurück an jeden Tisch. Nicht nur, wenn gegrillt wird. Ja. Gut. Ne, das finde ich gut. Seid ihr mit einverstanden? Ja, da sind wir mit einverstanden. Ich bin ja glücklich. Worauf können wir uns denn bei dir so als nächstes freuen? Was steht an?

Es ist fast so, als hätte ich es geplant. Ist aber jetzt ein Zufall. Ich habe gerade aktuell, ab dem 18., und ich glaube, da kommt diese Folge raus, 18. Juni gibt es eine Limited Edition bei DM, die Sommerliebe Edition, mit Profissimo. Und da gibt es einen Tisch in den meisten DM-Märkten, wo man mein Gesicht auch sehen kann auf einigen Produkten. Da geht es so ums Grillen.

Alles, was man brauchen könnte für ein Gartenfest, für die ganze Familie, also für Kindersachen, für Erwachsene-Leute-Sachen. Und da kann man mal vorbeischauen und vielleicht findet man was, was einen anspricht und ansonsten, ich habe einen Podcast, der jede Woche rauskommt, der ist keine Limited Edition, Club Kano, einfach überall.

Ja, da freue ich mich auch, wenn man reinhört. Das würden wir euch auf jeden Fall sehr empfehlen und excuse me, das passt ja wirklich komplett mit dem Gartenfest und Grillen und dem Ketchup gerade, das ist ja hier ein Full Circle Moment. Das wussten wir vorher nicht, das war gar nicht abgesprochen, Leute.

Dann herzlichen Dank, dass du da warst. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Danke, dass ich da sein durfte. Ich fand es ganz grandios, super erzählt. Und ich habe meinen ganzen Finger aufgeknibbelt vor lauter Spannung. Das nächste Mal, wenn du dann im Stachos unterwegs bist, weißt du, achtest du auf die Metalltüren.

Auf die, ich schaue über meine Schultern. Also es wird ein anderes Erlebnis sein ab sofort. Und wenn ich das nächste Mal in München bin, werde ich da auf jeden Fall auch mal vorbeischneiden, weil da war ich noch nie. Absolut, da sagst du Bescheid. Das mache ich. Und wie immer, Leute, alle Fotos, die wir heute besprochen haben und noch ein paar mehr Infos findet ihr bei Instagram.

Was schmeckt dahinter, heißt die Seite. Und wenn ihr noch da seid, dann liked und abonniert diesen Podcast auf der Plattform eures Vertrauens und bewertet ihn auch gerne. Das hilft uns sehr. Und ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder. Ich freue mich auf den Fall, den du mitbringst, Flo. Ich mich auch. Ich mich auch. Danke, Karl.

Schön, dass du da warst. Dankeschön. Macht's gut. Bis bald. Tschüssi. Tschüss. Wow, hier wurde eine Tür geknallt. Ich sag den Satz nochmal, weil ich nicht weiß, ob das in der Aufnahme irgendwie gestört hat. Wohl passt. Vielleicht war das so ein Soundeffekt. Vielleicht, ja. Die wilde Stadt, in der die Türen geknallt wird.

Ganz kurz für euch. Wir bekommen ja gerade unsere Couch geliefert. Die fangen jetzt hier an, die Sachen zusammenzuschrauben. Ich müte mich mal. Natürlich. Die nächsten paar Minuten sage ich vielleicht nur mal Ja und Amen. Okay, aber ich schicke euch leider gleich noch mal ein Foto. Da müsstest du noch mal was sagen. Ja, aber das kriegen wir hin. Nur mal so.

Ja, das kriegen wir hin. Aber am Ende wollen wir ein Foto von der Couch. Ich hoffe, das ist dir klar. Ja, ja. Gut. Es sieht auch nicht so aus, als hätte er sich die Zeit genommen. Scheiße. Der 39-Jährige ist jetzt unter Tatverdacht. Nee, da habe ich einen Satz nicht vorgelesen. Nee, ist er doch nicht.

Völlig falsche Spur.

0:00 / 0:00