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Shownotes
Am frühen Abend des 21. Dezembers 1984, kurz vor Heiligabend, kämpft sich ein Mann durch den frostigen Winter der Wiener Innenstadt. In seiner Hand hält er ein kleines Glas mit einer sirupartigen, glänzenden Flüssigkeit. Sein Ziel: die landwirtschaftlich-chemische Bundesanstalt Wien. Was an diesem vorweihnachtlichen Winterabend noch niemand ahnt: Die Entschlüsselung der Flüssigkeit wird einen Sturm lostreten, der österreichischen UND deutschen Wein weltweit in Verruf bringen wird.
Die angesprochene Panorama-Doku findet ihr hier: ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/archiv/198…
Autor: Markus Ziegler
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Am frühen Abend des 21. Dezember 1984, kurz vor Heiligabend, kämpft sich ein Mann durch den frostigen Winter der Wiener Innenstadt. Schnellen Schrittes durchquert er den ersten Bezirk, passiert den Stephansplatz in Richtung Hofburg. In seiner Hand hält er ein kleines Glas mit einer sirupartigen, glänzenden Flüssigkeit.
Sein Ziel? Die Landwirtschaftlich-Chemische Bundesanstalt Wien. Zu diesem Zeitpunkt ahnen die dortigen Labormitarbeitenden noch nicht, was da für eine Lawine auf sie zurollt. Ohnehin stehen sie schon mit einem Bein im Weihnachtsurlaub, ordnen nur noch die letzten Dinge vor Jahresabschluss. Umso überraschter sind sie, als plötzlich der Mann im Labor auftaucht, das Glas mit der Flüssigkeit auf den Tisch vor ihnen stellt und mit unüberhörbar deutschem Akzent erklärt, dass dies der Stoff sei, nachdem sie schon so lange suchen.
Vor ihnen befinde sich die Wunderwaffe der österreichischen Weinfälscher. Nach Jahren des systematischen Betrugs soll ihnen endlich das Handwerk gelegt werden. Die anwesenden ChemikerInnen staunen nicht schlecht, doch bevor sie weitere Fragen stellen können, ist der Mann auch schon wieder verschwunden.
Zurück bleibt nur das Glas auf dem Tisch mit der geheimnisvollen farblosen Substanz, augenscheinlich wasserlöslich und alkoholisch. Was an diesem vorweihnachtlichen Winterabend noch niemand ahnt, die Entschlüsselung der Flüssigkeit wird einen Sturm lostreten, der österreichischen und deutschen Wein weltweit in Verruf bringen wird.
Kein Mensch in Tokio, Amsterdam oder New York würde Monate später noch auf die irre Idee kommen, ein Glas davon zu trinken. Nicht mal geschenkt. Und auch in Asien kommt der Import von australischem Wein zeitweise komplett zum Erliegen. Warte mal, australisch? Ich dachte, es geht um Österreich. Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Florian Reza und Lili Temme.
Sorry für diese kleine Verwirrung eben. Also es stimmt schon, es geht um Österreich. Australien hat nichts mit der heutigen Geschichte zu tun. Aber im Eifer des Gefechts kann man die zwei Länder schon mal verwechseln. Zumindest im Englischen. Austria und Australia. Das war auch mein erster Gedanke. Ein Übersetzungsfehler schadete damals also kurzzeitig sogar dem australischen Wein.
Dabei waren ganz klar die Österreicher schuld. Und bevor wir jetzt den Finger zu weit in die Wunde unseres lieben Nachbarstaats legen, Es gehört auch zur Wahrheit dazu, dass die Deutschen ihren Teil zum Desaster beigetragen haben. Und zwar nicht zu knapp. Denn auch wenn viele österreichische Weine im Fokus stehen und standen, viele deutsche Weine waren nur bedingt besser dran.
Und wie sich später herausstellt, war in dem einen nicht selten auch der andere drin. Also der österreichische war im deutschen Wein versteckt. Und zusätzlich dazu eben auch noch die geheimnisvolle Substanz aus dem Glas des unbekannten Mannes. Ja, hallo erst mal. Hallo erst mal. Das war ja hier schon eine halbe Geschichte.
Kommt noch was oder sind wir durch? Wir sind dann jetzt durch. Ja, das ist eine sehr kurze Folge. Ich dachte, ich überrasche dich und alle anderen mal. Ich wollte das nur kurz zum Einfangen noch dazu sagen. Lass mich. Hast du eine Ahnung, was im Glas drin gewesen sein könnte, Flo? Ich habe von diesem Fall, glaube ich, schon mal gelesen.
Das war vor ein paar Monaten. Ich habe wieder alles vergessen, worum es geht. Ich habe keinerlei Ahnung, was in diesem Glas drin sein könnte, aber ich würde mal denken, dass das eine Person ist, die Zugang zu der Flüssigkeit hatte und jetzt dieser Lebensmittelanstalt den Beweis bringt. Dass das im Wein drin ist, dass damit gepanscht wurde, gestreckt.
Vielleicht ganz kurz, das Thema heute ist ein Hörervorschlag gewesen von dem lieben Christian. Liebe Grüße an der Stelle. L.G. Ich bin mir sicher, dass du von der Geschichte gehört hast, ehrlich gesagt, weil die schon mit der Lebensmittelskandal Deutschlands und Österreichs war. Ich habe davon gehört, ich weiß bloß nicht mehr so richtig, worum es ging.
Ich habe nämlich, wie du weißt, das Gehirn eines Goldfisches, der ein Sieb im Kopf hat. Also es ist wirklich, ich lese Sachen und sie verschwinden auch sehr schnell wieder. Ich finde, so würde ich dich gar nicht beschreiben. Naja, das Gute bei so einem Sieb ist ja, sehr viel kleine Information rutscht da durch, aber so größere Brocken bleiben hängen.
Gut, große Informationen bleiben in deinem Hirn, was ein Sieb ist, hängen. Dann hoffe ich, dass du nach der heutigen Geschichte vielleicht ein, zwei Dinge zu der ganzen Sache sagen kannst, die hängen bleiben. Das wäre jetzt mein Anspruch an die heutige Folge. Und das Ganze wurde vor Weihnachten 1984 aufgelöst oder da kam das ins Rollen?
Es kam ins Rollen. Aber du kannst dir ja vorstellen, dass man vor den Weihnachtsferien jetzt Besseres zu tun hatte, als sich da um so einen riesen Skandal zu kümmern. Ich habe ja schon im Intro gesagt, die Leute standen eigentlich schon mit einem Fuß im Weihnachtsurlaub und dann kommt da dieser fremde Mann und stellt dieses Glas auf den Tisch.
Und in dem Glas, das kann ich vielleicht schon mal verraten, befindet sich Frostschutzmittel. Mmh, lecker. Lecker, ne? Das wissen ja die wenigsten. Wenn man das schön abschmeckt, dann ist das gar nicht so schlimm. Bloß die Leute bereiten es halt immer falsch zu. Ja, aber wenn man es richtig zubereitet, entfaltet es einen Umami-Geschmack fast schon, nicht wahr? Richtig, richtig.
Salzig, sauer, süß, ist alles dabei. Alles dabei, ja. Alles, was man von einem guten Wein möchte. Ja. Ja, über Geschmäcker von Wein werden wir heute natürlich auch sprechen, weil es mich persönlich dann doch schockiert hat, überrascht bis schockiert, was in den 80er Jahren für Wein getrunken wurde. Ja, ich glaube, ich weiß, in welche Richtung das geht, weil umso süßer der Wein war, umso besser war deine Zeit lang. Richtig. Die Leute standen auf süßen Wein.
Ja, und ich merke das bei meinen Großeltern, die lieben immer noch süßen Wein. So eine liebliche Liebfrauenmilch. Frauenmilch. Wir haben übrigens schon mal eine Folge zu Wein gemacht, beziehungsweise Flo hat eine gemacht. Die ist vom 26. November 2024. Da geht es um den größten Weinfälscher der Geschichte.
Der hat aber Spitzenweine gefälscht und die teuer vor allen Dingen auf Auktionen verkauft. Wenn ihr die Folge noch nicht gehört habt, hört da mal rein. Heute geht es weniger um einen edlen Tropfen, sondern mehr um einen weniger edlen Tropfen. Aber der Schaden, der entstanden ist, der ist ungleich größer, denn statt ein paar Dutzend Millionären war die gesamte weintrinkende Bevölkerung betroffen und abkassiert hat gleich eine ganze Reihe von Kriminellen, von denen einige ernsthafte gesundheitliche Risiken für die Konsumenten geliegend in Kauf genommen haben.
Trinkst du denn eigentlich gerne Weine aus Deutschland und Österreich? Ja, ich trinke vor allem österreichischen Wein sehr, sehr gerne. Ich liebe Grünweltline. Ich auch. Es ist ein fantastischer Wein. Ich mag auch österreichischen Rotwein, so blauen Zweigelt mag ich auch ganz gerne. Wobei ich deutschen Rotwein.
Wirklich schrecklich finde. Ich habe noch kein Glas guten deutschen Rotwein getrunken. Ich weiß nicht warum, aber da fehlt mir der Bums. Findest du den Schirr oder wie die Österreicher sagen? Schirr ist ja eher was Visuelles. Ich finde den eher grausig. Grausig. Okay. Ich denke, dir geht es wie vielen Leuten, dass sie lieber österreichische Weine trinken.
Manche österreichischen Weine zählen mittlerweile zur Weltspitze. Zu Recht. Und das hat auch viel mit der heutigen Geschichte zu tun. Dazu aber später mehr. Ich habe eine Idee, was am Ende rausgekommen ist von dem Fall. Ich möchte aber nicht vorweg greifen. Alles klar. Also was sozusagen das Ergebnis dieses Falls war.
Dann kannst du mir am Ende sagen, ob das deine Gedanken waren. Ja. Ich werde nicht herausfinden können, ob du mich dann anlügst und wirklich wusstest, was das Ergebnis ist. Habe ich dich jemals angelogen? Ich weiß es nicht. Du, ich will es auch nicht wissen. Spricht erst mal für mich. Spricht erst mal für dich, ja. Du magst keine süßen Weine, ich mag süße Weine auch nicht.
Ich kenne Süßweine als klassische Dessertweine, ehrlich gesagt, auch nur noch. Und das ist mir wirklich too much. Aber in den 80er Jahren sah das noch anders aus. In den 1980er Jahren gilt süßer Wein nämlich als Prädikatsmerkmal. In Deutschland ist man zeitweise süchtig danach. Was soll ich sagen? Es war einfach eine andere Zeit. Die ersten massenkompatiblen Computer kommen auf den Markt, die Jugend läuft mit Walkman durch die Gegend auf den Ohren der junge Dieter Bohlen mit Modern Talking.
Ganz allgemein betrachtet ist es eine unbeschwerte Zeit, die Menschen lassen es sich gut gehen. Und zum Genießen gehört eben auch der Wein. Genauer gesagt stehen die heimischen Prädikatsweine hoch im Kurs. Damals nennt man sie meistens noch beim Namen, also Auslese, Spätlese, Beeren und Trockenbeerenauslese.
Der Eiswein gehört auch dazu. Diese Weine haben alle klar festgelegte Qualitätsanforderungen und fallen, je weiter oben auf der Skala umso mehr, durch eine gewisse vollmundige Süße auf. Dass die Deutschen so gerne süßen Wein trinken, hat aber auch damit zu tun, dass der heimische Standardwein, oft Tafelwein oder Tischwein genannt, eher ungenießbar ist.
Er ist ziemlich sauer und es gibt ihn gerne mal in zwei Liter Flaschen oder auch im Tetra-Pack. Für so gut wie gar kein Geld. und auch wenn die Deutschen damals ungern viel Geld für Wein bezahlen, der Billigfusel war es dann doch nicht. Außerdem bekommt man eine Flasche vom guten Prädikatswein, dem süßen Wein, schon zum Teil für ein paar Mark.
Ein Preis, der bei näherer Betrachtung eigentlich gar nicht möglich ist. Heimischer, billiger, süßer Wein, das kann in Masse eigentlich nicht funktionieren. Vor allem in klimatisch schlechten Jahren nicht. Wenn die Sonne nicht richtig scheint im Herbst und die Trauben wenig Süße hergeben, dann wird es auf natürliche Weise nix mit dem so beliebten süßen Geschmack.
Und jetzt folgt ein kleiner Ausflug in die Önologie, die Weinbaukunde. Vor allem bei den sehr süßen, hochklassigen Beeren auslesen ist es so, dass die Trauben viel trockene Wärme brauchen. Nur bei ganz bestimmten Bedingungen kann sich im Herbst auf den voll ausgereiften Trauben die sogenannte Grauschimmelfäule bilden.
Das ist so ein flaumig-weiß-gräulicher Schimmelpilz, der den Trauben die Feuchtigkeit entzieht und die für den Wein wertvollen Stoffe in der ausgetrockneten Beere zurücklässt. Diese trägt dann ein wundervoll süß-saftiges Aroma in sich. Klingt erstmal lecker, oder? Tut es das? Ein Kellermeister aus Bremen, der damals für die ARD einen Wein probiert, sieht das anders.
Der Wein ist ja granatensüß und der Abgang gefällt mir überhaupt nicht. Der hat sowas hitziges, brandiges fast. Wo das herkommt, kann ich Ihnen nicht sagen. Es kann sein, dass es mit dem natürlichen Alkohol zusammenhängt. Sophie sei schon mal verraten, mit dem Alkohol hängt das nicht zusammen. Ich habe noch einen Gedanken zu dieser Weinfolge. Ja?
Ich finde das so faszinierend, wie über Jahrhunderte die Menschheit herausgefunden hat, welche Schimmel gut sind und welche Schimmel nicht gut sind. Ja. Wie viele Menschen dabei draufgegangen sein müssen, weil die immer gedacht haben, das ist jetzt, das ist 50-50 hier. Der könnte, der könnte richtig lecker sein oder der könnte mich umbringen.
Ähnlich verhält es sich auch beim Käse, oder? Ja. Ich finde die Vorstellung, dass man eigentlich verschimmelten Käse isst, theoretisch finde ich das ekelhaft. Aber praktisch finde ich Schimmelkäse wahnsinnig lecker. Ja, total. Das war so mein Gedanke zu dem Schimmel. Wie viel Try and Error da nötig gewesen sein muss.
Aber ich sag mal so, an alle da draußen, die an Schimmel gestorben sind, rest in power. Oh Gott, das kann ja heiter werden hier heute. Also die Herbstmonate sind in den 80er Jahren nicht immer trocken und vor allem auch nicht so warm. Und vor allem Anfang der 80er Jahre sind sie es nicht. Dementsprechend wenig süßer Wein kommt ins Angebot, sollte man meinen.
Denn auf wundersame Weise steigt das Angebot an lieblich süßen Prädikatsweinen trotz schlechter Bedingungen immer weiter an. Sie schwemmen geradezu auf den Markt. Der Großteil davon kommt von unseren lieben Nachbarn, den Österreichern. Die hatten es irgendwie raus damals. Statt Dieter Bohlen haben die den deutlich cooleren Falko und ihre Weine sind a. billig und b. ziemlich süß.
Zeitweise kratzt das kleine Österreich sogar an den Top Ten der größten Weinexporteure der Welt. Das liegt vor allem an den Deutschen, die nicht genug kriegen können vom guten Welschriesling oder der österreichischen Flakschiffrebe, dem grünen Feldliner. Um besser zu verstehen, wie Österreich Anfang der 80er plötzlich zum großen Weinplayer wurde, müssen wir ein paar Jahre zurückspringen in die frühen 1970er.
Damals führt der österreichische Weinverband nämlich eine Studie durch, die zu dem fragwürdigen Ergebnis kommt, dass der Weinkonsum in Österreich und Europa innerhalb von 10 Jahren von 35 auf 75 Liter pro Kopf steigen würde. Das war eine ziemlich gewagte These und so richtig lässt sich auch nicht nachvollziehen, wie die vermeintlichen Experten auf diese prognostizierte Konsumverdopplung kommen.
Sicher ist nur, dass aufgrund dieser Studie Regularien gelockert werden, Anbaugebiete vergrößert und die Weinproduktion in Österreich relativ schnell massiv anbaut. Leider geht, anders als in der Studie angenommen, der generelle Weinkonsum in Europa nicht steil nach oben, sondern Anfang der 80er Jahre sogar zurück.
Und plötzlich haben die Österreicher viel zu viel Wein. Vom Weinsee ist die Rede und es kommt zu einem massiven Preisverfall. Das klingt nach Lobbyismus, oder? Ja. Ist in Österreich übrigens ganz untypisch. In Deutschland auch. Aber wir sind jetzt erstmal dabei, dass es sehr, sehr viel Wein gibt, weil die Regularien gelockert wurden und die Anbaugebiete vergrößert wurden.
Und jetzt haben die viel zu viel Wein und einen sogenannten Preisverfall. Die einzige Rettung für die armen österreichischen Winzer ist Deutschland. Denn da wird Xoffe. Es gibt einfach in Deutschland eine ungebrochen große Nachfrage nach süß schmeckendem Prädikatswein. Aber was sollen die Weinbauern machen? Im ehrlichen Angebot haben sie ja eigentlich nur den überwiegend säuerlichen Tafelwein.
Und jetzt kann man sich vielleicht schon vorstellen, was da passiert. Man beginnt beim Geschmack ein bisschen nachzuhelfen. Das ist damals gar nicht so selten. Die sogenannte Aufzuckerung ist sogar Standard, aber die fällt bei Stichproben natürlich relativ schnell auf. Und entweder ist sie verboten, wie im Falle von Glycerin, dessen Zugabe seit 1978 illegal ist. oder der Wein verliert die Kennzeichnung Prädikatswein, was bei der Zugabe von Zucker und oder Wasser der Fall ist.
Und um mit den Weinen ein Geschäft zu machen, muss jetzt also eine Methode her, die aus Tafelwein oder aus sonstigem billigen Traumgemischen einen vollmundigen Prädikatswein macht, und zwar ohne, dass die staatlichen Kontrolltests anschlagen. Es ist davon auszugehen, dass jahrelang chemisch herumexperimentiert wird und dann irgendwo in einem geheimen Labor, das als Weinkeller getarnt ist, findet sich schließlich die Wunderlösung und die bringt eine Maschinerie ins Rollen, die in eine dermaßen große Dimension auswächst, die an krimineller Energie alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.
Und die ist bis auf die Titelseite der New York Times und in die erste Staffel der Simpsons schafft. Nein. Weltweit wird über den österreichischen Giftwein berichtet und vor allem in Deutschland übertreffen sich die Medien im Aufdecken von schrecklichsten Weingeheimnissen. Das alles beschert uns sogar das Wort des Jahres 1985.
Glykol. Um mal kurz eins zu ordnen, das Wort des Jahres 1986, also im Jahr darauf, war Tschernobyl und 1987 war es Aids. Also das sind nur die Dimensionen, mit denen wir es hier zu tun haben. Meldefinger? Ja. Wie lange ging das gut? Wie lange haben die gemischt, bis das rauskam? Jahre. Das ging jahrelang gut?
Also wir kommen zu der Stelle, ich sag's trotzdem schon mal, es sind sieben Jahre. Wow. Und das ging alles von einem Labor aus? Es ist davon auszugehen, dass ein Labor die Wunderwaffe zum Süßen entwickelt hat, aber welche Kreise das dann gezogen hat, das ist insane. Okay. Also wir kommen dazu gleich, wie sich das in Österreich entwickelt hat und verteilt hat.
Wir sind jetzt aber erstmal an dem Punkt, an dem das Ganze an die Öffentlichkeit gerät. Ich habe noch einen Gedanken zum Möschen. Das gleiche, was ich gerade bei dem Schimmel meinte, das muss ja irgendwann mal jemand getestet haben, um zu wissen, das schmeckt. Also da müssen ja Leute wissentlich das probiert haben, um festzustellen, ja, so können wir das rausgeben.
Kennen wir diese Leute? Nein. Wir kennen diese Leute leider nicht. Es gibt nicht diese eine Person, auf die man alles zurückführen kann, die die Credits dafür kriegen kann, dass sie das herausgefunden hat. Es ist nur klar, dass das über Jahre lang getestet wurde. Und als das Ganze jetzt rauskommt, ist es natürlich ein gigantischer Skandal.
Ich habe dir ein paar Zeitungsartikel aus dem Jahr mitgebracht. Lies gerne vor, was da getitelt wird. Behörde in der BRD vermutet, deutscher Stab an vergiftetem Wein. Und dann haben wir noch Puncher-Skandal wie noch nie Giftwein und Frankfurter Bordellboss mietete Ersatzmann für Kittchen ja. Das habe ich extra für dich drin gelassen. Danke, danke. Was machen die Schlagzeilen für einen Eindruck auf dich?
Vor allem dieser Giftwein, der so riesig auf der ersten Seite steht. Also man wusste scheinbar schon, dass diese Flüssigkeit, die da drin war, jetzt kein Spaß war. Weil, und das habe ich gerade gesehen, hier gibt es noch eine kleinere Unterüberschrift. Fisch sterben im Neusiedlersee durch Giftwein. Das ist auch crazy.
Dass wenn die Reste dann einfach in den Neusiedlersee reingeleitet wurden, man dann gemerkt hat, Alter, uns stellen hier die Fische weg. Wie man das noch in Wein mischen konnte? Ja. Also was die Headlines mit mir machen ist, Alarm, Alarm. Ja, ich meine, das haben Schlagzeilen so an sich, dass sie alarmierend sein können.
Es ist tatsächlich so, dass der Skandal nicht nur ein Skandal ist, weil eben Glykol in Wein gemischt wurde, sondern auch was den Umgang der Medien damit betrifft. Dazu kommen wir später. Aber Schlagzeilen wie diese und … Wurde der Fall hochgejatzt. Es wurde klassisch hochgejatzt. Schlagzeilen wie diese gab es noch und nöcher. Die Bild hat natürlich auch getitelt.
Die hat von elf Vergifteten bei Omas Geburtstag durch Frostschutzwein geschrieben. Und Glykol gilt ab dann eigentlich so als der Inbegriff des Bösen. Dabei bedeutet Glykol aus dem griechischen Übersetz eigentlich nichts anderes als süß. und das klingt eher weniger schlimm, würde ich jetzt mal meinen.
Die chemisch korrekte Bezeichnung des beigemischten Stoffes klingt ein bisschen gruseliger. Ich hoffe, ich spreche es richtig aus. Diethylenglicol, so heißt der Stoff eigentlich. Hast du davon schon mal gehört, Flo? Nee, noch nie. Bevor wir gleich weiter in die Chemie einsteigen, will ich noch mal kurz festhalten, wie absurd das Ganze ist.
Also schon Jahre bevor alles auffliegt, gibt es wirklich Unmengen von diesem österreichischen Prädikatswein zu kaufen. Also das Verhältnis von dem, was existiert, steht irgendwie überhaupt nicht zu dem, was zu erwarten war. Es gab so viel Prädikatswein, das konnte eigentlich nicht so richtig stimmen.
Zum Beispiel waren 1981 zehnmal mehr davon im Umlauf, als die Behörden in Österreich amtlich registriert hatten. Zehnmal mehr? Aber insofern kann man und muss man sich auch eigentlich die Frage stellen, ob nicht eigentlich jeder und jede, die irgendwas in diesem Geschäft gemacht hat, ziemlich lange gewusst haben muss, dass da irgendwas nicht stimmt.
Aber das heißt ja, dass du deinen Wein entweder irgendwo hingebracht hast, damit er verlängert wurde, oder du hast diese Flüssigkeit selber zu dir geholt, um ihn zu verlängern. Klassischer Verlängerter, in Österreich nochmal. Verlängerter, kriegt eine neue Farbe, der Begriff. Es deutet sehr viel darauf hin, dass den Kontrollorganen schon ganz lange klar war, dass Weine manipuliert werden.
Man kann das jetzt so auslegen, dass sie nicht wussten, nach welchem Stoff sie suchen mussten. Man kann das aber auch so auslegen, dass das vielleicht einfach geduldet war, weil halt auch sehr viele Leute daran profitiert haben. Und es liegt wirklich an diesem einen Mann, der an dem kalten Winterabend in dieses Wiener Labor gestapft ist und dieses Gläschen da auf den Tisch gestellt hat.
Der hat diesen Stein ins Rollen gebracht. Das große Ding ist nur, der ist dann einfach wieder gegangen. Also man weiß nicht, wer dieser Mann war. Man weiß nur, dass er einen deutschen Akzent hatte. Das ist auffällig, ja. Das ist auffällig in Wien. Mehr weiß man über den nicht. Und jetzt kann man sich natürlich fragen, was für ein Motiv der gehabt haben könnte. Schnellig war es Dirk Stermann.
Der einzige Deutsche in Wien. Hast du noch andere Ideen, Flo, was für ein Motiv der gehabt haben könnte oder wer das war? Boah, das ist echt schwierig. Ich meine, wissen wir, ob der bewusst anonym bleiben wollte oder ob das einfach ein Missverständnis war und er einfach, man hat gequatscht und er ist wieder gegangen.
Kann ich jetzt mit hundertprozentiger Sicherheit nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, dass er anonym bleiben wollte, weil er hätte ja daraus auch eine Heldengeschichte machen können. Total, total. Also entweder ist es wirklich jemand, der kalte Füße bekommen hat und möglicherweise auch gesehen hat, ey, hier sterben Menschen an diesem Wein, das kann ich nicht mehr mit mir verantworten.
Ich will, dass das aufhört. Aber ich alleine kann nicht aufhören, weil wenn du in so einer großen Maschine drin bist, dann wenn ein kleiner Weinbauer dann nicht mehr mischt, dann machen die anderen ja weiter. Oder es war jemand aus dem Labor, der möglicherweise seinen Anteil nicht bekommen hat, möglicherweise sich hintergangen gefühlt hat.
Also wir haben entweder den Whistleblower oder den Winzer. Ja, richtig. Vielleicht können wir am Ende nochmal mutmaßen, also weil es ja wirklich nur Mutmaßungen sind, aber ich finde diese Person irgendwie total spannend, weil ich mich auch frage, was der danach gedacht haben muss, also nachdem dann alles aufgeflogen ist.
Ob der das einfach so hingenommen hat oder ob der sich vielleicht doch auch geärgert hat, dass er da irgendwie nicht selber groß mit rausgekommen ist, das fragt man sich. Aber feststellt auf jeden Fall, er hat dieses Gläschen auf den Tisch gestellt mit Diethylenglicol und diesen Stoff hatte eigentlich damals keiner auf dem Schirm, denn normalerweise nutzt man das zum Enteisen von Flugzeugen als Winterschutz für Autokühler.
Als industrielles Verdünnungsmittel für Lacke oder für das Desinfizieren von Raumluft. Und das klingt ja jetzt erstmal nicht so, als sollte man das in größeren Mengen konsumieren. Und tatsächlich ist es auch so, dass es sehr viel Schaden anrichten kann. Also in größeren Mengen konsumiert, verursacht das Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, die Niere, die Leber, das Gehirn können geschädigt werden.
Und unbehandelt kann Diethylenglicol sogar urämisches Kummer auslösen und bei einer sehr hohen Dosis auch tödlich sein. Was ist uremisches Koma? Uremisches Koma ist ein Koma, das durch Nierenversagen ausgelöst wird. Ah, Koma, ich habe Koma verstanden. Irgendwie wäre das süß, wenn so eine Krankheit so hieß. Ganz traurig.
Sie ist in uremisches Koma verfallen. Jetzt kommen wir auch zu dem Thema, was ich eben schon mal angesprochen habe. Und Flo, du bist auch so ein bisschen auf die falsche Fährte gelockt worden, weil du gerade gesagt hast, dass das Motiv des Mannes in Wien im Labor sein konnte, dass er nicht wollte, dass mehr Leute sterben.
Man muss in dieser ganzen Geschichte fairerweise dazusagen, dass eigentlich niemand gesundheitlichen Schaden genommen hat. Ach, wirklich? Fast alle Weine, die damals getestet werden, haben so einen niedrigen Wert an Diethylenglicol, dass man nicht von einer nachhaltigen Gesundheitsgefährdung ausgehen kann.
Es gibt keinen bekannten Fall, wonach Konsumenten und Konsumentinnen des Frostschutzweins, so wird er damals genannt, ernsthaft Schaden nehmen. Jedenfalls nicht, wenn sie die nicht mehrere Flaschen getrunken haben. Aber wenn man mehrere Flaschen Wein trinkt, nimmt man ja vielleicht auch einen anderen Schaden.
Ja. Das heißt, diese ganzen Headlines oder die Leute, die gestorben sind im Zusammenhang mit dem Wein, sind aus anderen Gründen gestorben? Also die Headline, es war ja nur ein Toter und diese Person ist an was anderem gestorben, ja. Ah. Es bricht damals, glaube ich, auch so eine Art Massenpanik oder überhaupt Panik aus.
Also alle Leute, die in Deutschland in der Zeit süßen Wein getrunken haben, werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Glykolwein getrunken haben und wenn man nicht weiß, was das genau ist und was das mit dem Körper macht, dann kann man sich ja vorstellen, dass man Panik kriegt und vielleicht überreagiert und sämtliche Symptome, die man hatte, dann darauf schiebt.
Jetzt ist also klar, was in diesen Weinen für ein Mittelchen drin war und die Behörden fangen jetzt natürlich an zu suchen. Und sie werden fündig. Vor allem im Burgenland und in Niederösterreich fliegen reihenweise Weinbetriebe auf, die ihre Tropfen mit Diethylenglicol frisieren und dadurch lieblicher machen.
Innerhalb eines Jahres werden 35.000 Anzeigen erstattet. Es gibt 52 Strafanträge wegen Verstößen gegen das Lebensmittel- oder das Weingesetz und 21 Anklagen wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Heutzutage spricht man von 59 beteiligten Betrieben. Eine Liste von über 1000 Weinen wird damals veröffentlicht, die glykolbelastet sind.
Man geht davon aus, dass die Panscher seit 1978 ihren Weinen mindestens 340 Tonnen des Stoffes zugesetzt haben. Mehr als 26 Millionen Liter verfälschter oder gepanschter Wein werden beschlagnahmt. Das zugrunde liegende Netzwerk ist so riesig und reicht rein in die Chefetagen der Industrie und auch in die Politik.
Und heute im Rückblick kann man sich wirklich nur fragen, warum ist das alles nicht schon viel früher aufgeflogen? Die einfache Antwort darauf ist, weil sehr viele Leute daran Geld verdient haben. Teilweise verzehnfachen nämlich damals die Betriebe die produzierte Weinmenge mehr oder weniger über Nacht und das ohne, dass die Traubenernte signifikant erhöht wurde.
Sowohl die MitarbeiterInnen der jeweiligen Betriebe als auch einige der KontrolleurInnen und KundInnen, es muss definitiv eine Menge Menschen gegeben haben, denen bewusst war, dass künstlich nachgeholfen wird. Ich sehe eine Hand. Ja, ich hatte nämlich gerade noch den Gedanken, die Frage ist, wie offen darüber gesprochen wurde, dass das Frostschutzmittel ist.
Weil es gab vielleicht auch viele Leute, die einfach wussten, ja, der Wein wird nochmal weiterverarbeitet und wird vermischt. Und vielleicht haben dann Leute gesagt, ja, wir machen daraus ein Cuvée. Wir verschneiden die Weine so, dass sie dem deutschen Geschmack entsprechen. Ja. Ich will diese ganzen Betriebe jetzt nicht rausreden, aber ich kann mir schon vorstellen, dass einige Leute nicht zu 100 Prozent wussten, dass da ein Frostschutzmittel beigesetzt wurde oder eine Chemikalie, sondern man wusste vielleicht, okay, wenn ich das hier zum Günther gebe, dann mixt er den so ein bisschen zusammen, dass dann daraus ein guter Wein für den deutschen Geschmack entsteht. Das könnte ich mir vorstellen.
Aber Unwissenheit schützt vor Strafe nicht? Absolut nicht. Lilly, da bin ich zu 100 Prozent bei dir. Gut. Aber trotzdem, hier Richter Florian Reza lässt hier ein bisschen Gnade walten gerade im Food Crimes Gericht. Aber natürlich kann es sein, dass manche Leute naiv waren oder sich auch einfach nicht so richtig damit auseinandersetzen wollten, weil sie vielleicht dachten, ja, so ganz korrekt ist es nicht.
Aber ich sehe das große Geld da hinten am Horizont, ich gebe das jetzt mal dem Günther. Kann sein, kann sein. Manche sind aber richtig abgezockt. Zum Beispiel gibt es einen Winzer aus Palmhagen im Seewinkel, östlich vom Neusiedlersee in Österreich, und der versucht doppelt den Betrug für sich zu nutzen.
Einem Referenten im zuständigen Finanzamt Eisenstadt kommt es komisch vor, dass der Weinbauer einen merkwürdigen Produktionsbehelf steuerlich absetzen will. Eine beachtliche Menge Diäthylenglykol. Bei genauerer Betrachtung ergibt es wenig Sinn, dass ein Winzer, der nur einen einzigen Traktor besitzt, Unmengen an Frostschutzmittel geltend macht.
Auf die Verbindung zum gepanschten Wein stößt aber auch das Finanzamt nicht. Vermutlich ist das Vergehen einfach zu dreist gewesen oder zu fahrlässig, als dass man es ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Und die hätten ja auch wissen müssen, dass man das zum Strecken nutzen kann. Richtig. Ich meine, wenn das schon die Lebensmittelbehörde nicht weiß. Ja.
Aber fest steht auf jeden Fall, es war ein Versagen auf mehreren Ebenen. Ich will auf der Stelle auf jeden Fall nochmal betonen, dass der Stoff keine ernsthaften Gesundheitsschäden verursacht hat. Also man sollte jetzt nicht davon irgendwie einen kleinen Schluck nehmen. Nee, natürlich nicht. Aber so wie er in den meisten Weinflaschen gefunden wurde, hat er nichts angerichtet.
Es gibt ja ganz andere Fälle von Panschereien, die wesentlich schlimmere Dinge anrichten. Und während das aber in den Medien so dargestellt wird damals, als wäre es wirklich, ja, der Giftwein schlechthin, sieht die Realität ein bisschen anders aus. Aber als der Betrug dann im Sommer 1985 publik wird, erst in Österreich und dann auch in Deutschland, platzt die Bombe umso heftiger.
Der Aufschrei ist riesig und in den betroffenen Betrieben bricht das komplette Chaos aus. Die Winzer, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht kontrolliert worden waren, versuchen jetzt, ihre Mittäterschaft in Windeseile zu vertuschen. Manche vermischen ihren Wein hektoliterweise, um den Diethylenglicolwert unter die messbare Grenze zu bekommen.
Damit steigern sie aber die Menge an gepanschtem Wein immer weiter und machen eigentlich alles nur noch viel schlimmer. Und einige kippen den Pantschwein einfach kurzerhand in nahegelegene Äcker, Gullis, Bäche und Flüsse, was sogar dazu führt, dass Kläranlagen den Dienst aufgeben und reihenweise Fische sterben, da der Wein und dessen Zusätze die Bakterienzusammensetzung des Wassers völlig aus dem Gleichgewicht bringen.
Das hast du auch eben in der Schlagzeile gelesen. Zeigt auch wieder, dass die Leute gar nicht damit gerechnet haben, dass sie auffliegen. Und dass es ein halbes Jahr gedauert hat, bis das dann an die Öffentlichkeit geht. Ein interessanter Fakt auch dazu, die österreichischen Behörden haben das wohl schon im April an die Deutschen weitergegeben, aber die haben das erst im Sommer veröffentlicht und gesagt, sie hätten es nur über die Medien erfahren.
Also in Deutschland wurde das auch erstmal ein bisschen unter Verschluss gehalten, weil da eben so ein paar Verstrickungen am Start waren. Aber als es dann endlich an der Öffentlichkeit ist, gehen die Menschen auf die Straße und es werden sogar Müllcontainer aufgestellt, in denen die Bevölkerung ihre Weinflaschen entsorgen kann.
Davon habe ich dir auch Fotos mitgebracht. Hammer. Also so wie nach Weihnachten, wo man seinen Weihnachtsbaum dann wegwerfen kann, gab es das dann im Sommer für Weinflaschen. Das ist aber ein schönes Schild. Und was hat die einfach für eine geile Tasche? Junge. Ich liebe alles an diesem Bild, Lilly. Ich liebe dieses Schild an der Mülltonne, weil das wirklich mit ganz viel Liebe gezeichnet und geschrieben wurde.
Ich liebe ihre Frisur, ich liebe ihre Tasche und ich liebe, dass man einfach wirklich so in so Sonntagskleidung den Wein wegbringt. Ja. Das war ein Festtag. Ich meine, das Foto sieht auch ein wenig gestellt aus. Minimal. Nein. Deswegen weiß ich jetzt nicht, wie authentisch die Kleidung ist oder ob die sich halt für dieses Foto auch rausgeputzt haben, diese beiden Menschen.
Aber ja, solche Tonnen wurden überall aufgestellt und die Leute sind dahin gegangen und haben, und das muss auch ein bisschen traurig gewesen sein, wahrscheinlich ihre ganzen Weinvorräte weggeschmissen. Stimmt, weil du wusstest ja nicht, wo das drin ist. Du wusstest es nicht. Du konntest immer davon ausgehen, dass eigentlich in allen süßen Weinen, die du aus Österreich und Deutschland gekauft hast, das enthalten war.
Fakt ist aber, dass die Bevölkerung natürlich komplett freidreht. Also vor allen Dingen deutsche Konsumentinnen und Konsumenten, die ja sehr viel Geld für diese Weine ausgegeben haben, weil die sie so gerne getrunken haben, sind komplett empört, als herauskommt, dass eigentlich auch alle deutschen Weine glykolbelastet sind.
Und sie stellen jetzt reihenweise alle fest, dass die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr, sehr hoch ist, dass sie alle Frostschutzweine zu Hause stehen haben. Und fangen jetzt tatsächlich an, auf Bier umzusteigen oder auf Wein aus anderen Ländern. Zeitgleich, es gibt eine sehr lustige Sendung von der ARD, eine Panorama-Sendung, wird gemutmaßt, wie oder wo die Ursache der verunreinigten deutschen Weine liegt.
Und die ARD-Sendung Panorama führt augenzwinkernd Tests durch, wie die giftige Substanz aus Österreich in die deutschen Weine geraten sein könnte, weil man kann sich das jetzt erstmal gar nicht erklären, wie das passiert sein konnte, weil es waren ja die bösen Österreicher und nicht die Deutschen. Und dann lassen Journalistinnen Tankschläuche, Abfüllanlagen und Etikettemaschinen untersuchen, als ob das die Überträger dieser Substanzen sein könnten.
Das ist natürlich alles nur ein Scherz, aber diese Sendung geht, glaube ich, so knapp 30 Minuten. Verlinken wir euch in der Infobox, die könnt ihr euch gerne mal angucken. Und natürlich finden die in dieser Sendung nicht heraus, was jetzt an den Abfüllanlagen dafür verantwortlich sein könnte, dass Glykol im Wein gelandet ist.
Und eigentlich wissen dann auch alle Leute, die sich ein bisschen mit Wein auskennen, was genau passiert ist. Und zwar, dass die deutschen Weine nicht zufällig infiziert worden sind, sondern sie einfach mit österreichischem Wein verschnitten worden sind. Es ist also jetzt auch klar, dass in Deutschland sehr viele Weinproduzenten oder Weinverkäufer da irgendwie mit im Boot sitzen und hier und da mal was vermischt haben, um ihr Angebot zu strecken.
Und auch da die Behörden nicht so richtig hingesehen haben über Jahre. Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt Mitte 1985 das Familienunternehmen Pirot Wein aus Rheinland-Pfalz. Die sind damals der größte Weinvertrieb Deutschlands, haben ca. 3500 Mitarbeitende weltweit und machen mehr als 600 Millionen Mark Umsatz.
Unter dem Dach der Firma wird deutscher Wein mit glykolbelastetem bogenländischem Wein verschnitten. Und das geschieht in einem Ausmaß, dass plötzlich viele deutsche Weine auf der Giftliste landen. Laut dem Unternehmen ist einer der sechs Kellermeister für die Kontamination verantwortlich und von dessen Machenschaften will die Führungsebene damals nichts gewusst haben.
Der Mann wird umgehend entlassen und damit wäscht sich das Unternehmen die Weste rein. Auch wenn Pirotwein schon recht früh auf eigene Faust damit beginnt, österreichische Weine auf Glykol zu testen, um zu sagen, hey Leute, wir preschen nach vorne, wir gucken uns das mal an, stürzt sich die deutsche Presse auf dieses Unternehmen.
Denn der Miteigentümer Elmar Pirot ist als Wirtschaftssenator für die CDU in Berlin aktiv. Und vor allem von Seiten des Spiegels werden ihm Verstrickungen und Absprachen vorgeworfen, wohl auch wegen seiner Nähe zum damaligen Gesundheitsminister Heiner Geißler. Der den Skandal relativ zögerlich angefasst hatte und dem immer wieder Verschleppung vorgeworfen wird.
Spannend. Diese Vorwürfe laufen aber letztlich und nach jahrelangen Prozessen ins Leere. Trotzdem hilft das dem Unternehmen erstmal nicht. An die drei Millionen Kundinnen weltweit müssen beruhigt und der Großteil der verkauften Weine wieder zurückgenommen werden. Innerhalb weniger Monate verliert Pirotwein 90% des Betriebskapitals.
Ein Großteil der Mitarbeiter muss gehen, die Pleite ist nah. Aber sie haben sich erholt. Das Unternehmen gibt es bis heute. Echt? Wahnsinn. Viele andere deutsche Weinunternehmen, vor allem die kleineren, trifft es aber ein bisschen härter. Und das, obwohl die meisten kleineren eigentlich wenig mit dem Skandal zu tun haben. Aber, man kann sich ja vorstellen, der Ruf des deutschen Weins leidet.
Und die internationalen Weinhändler streichen deutschen Wein reihenweise aus dem Angebot. Doch so hart es die deutschen Winzer trifft, das Wein-Image Österreichs ist nochmal deutlich ramponierter, Über Nacht bricht dort der Weinexport um 95% ein, also eigentlich vollständig Der Skandal, das internationale Medienecho, es ist wie ein Tsunami, der über die Hügel der Wachau, über die Weinstraße Wagramm, hoch bis nach Rheinhessen rollt und alles mit sich reißt Ob schuldig oder unschuldig, egal.
In diesem Sommer 1985 gibt es kaum Gewinner. Viele sehen die heimische Weinindustrie sogar am Ende. Und viele fragen sich, wie soll das verlorengegangene Vertrauen jemals wiederhergestellt werden? Und weil wir uns ja gerade im Jahr 2025 befinden, wissen wir, dass das Image wiederhergestellt wurde. Und wie?
Ich würde sagen, österreichische Weine, here we go. Oder denkst du bei dem Kauf von österreichischen Weinen noch an irgendeinen Skandal? Ich glaube nicht. Der einzige Skandal ist, wie schnell ich mir die Flaschen in den Helm schraube. Wie würdest du jetzt das Image wiederherstellen? Na, ich habe ja am Anfang gesagt, ich glaube, ich habe eine Idee, was im Anschluss passiert ist.
Und heutzutage ist es ja so, dass auf jeder Flasche, auf jedem österreichischen Wein eine österreichische Flagge drauf ist. Und zwar liegt das daran, dass es ein Siegel gibt, das österreichischen Wein deinem Qualitätsmerkmal versieht. Und ich glaube, das war das Ergebnis dieses Skandals, dass eben ein Qualitätssiegel geschaffen wurde.
Ich sage 100 Punkte, Florian. Jawohl! Genau so ist das. Ich habe dir auch ein Foto davon mitgebracht. Ganz ehrlich, bei mir lösen diese Flaggen auf den Flaschen irgendwie was aus. Ich finde das so cool. Das sorgt bei mir wirklich für, das ist ein Qualitätsmerkmal. Guck mal, dann hat das ja funktioniert. Bei mir zu 100 Prozent.
Also du hast recht. Es ist so, dass nach diesem Riesenskandal jetzt irgendwas passieren muss. Und wie so oft, wenn Dinge kaputt gehen oder was zusammenbricht, werden auch Dinge hochgespült, die vielleicht ein bisschen frischen Wind zur Veränderung mit sich bringen. Und neben all dem hochgespülten Dreck und den chaotischen Verwerfungen hat diese zerstörerische Glykolflutwelle auch etwas Reinigendes. Musik, Und das muss man den Österreichern jetzt zugutehalten. Die reagieren sehr schnell.
Die Politik hat lange nichts gemacht, aber jetzt sind sie sehr schnell. Denn bereits im Juli 1985 beruft Bundeskanzler Fred Sinovac einen Weingipfel mit den Kammer- und Landesvertretern ein. Denkst du, da wurde Wein serviert? Es wurde sicherlich der ein oder andere Wein serviert. Und vor allen Dingen wird ein neues Weingesetz erarbeitet, das nur ein Jahr später gegen massiven Widerstand der Winzerschaft verabschiedet wird.
Nein! Und das heute als das strengste der Welt gilt. Das ist ja auch krass, dass die Winzer dagegen waren. Naja, die waren diejenigen, die wahrscheinlich alles umstellen mussten. Ja, aber die haben doch auch ein Interesse daran, dass wenn der Weinmarkt um 95 Prozent einbricht, dass es wieder aufwärts geht.
Aber ich glaube, manchmal kann man dann den Longtail noch nicht so richtig sehen, wenn man unmittelbar von krassen Veränderungen betroffen ist. Also es werden Produktionsbedingungen verschärft, Tankexporte für Prädikatsweine werden verboten, es dürfen jetzt nur noch Flaschen ausgeführt werden. Eine flächendeckende Prüfung wird verpflichtend und da kommen wir zu der von Flo eben schon angesprochenen Prüfbanderole auf den Flaschenköpfen.
Die wird nämlich eingeführt. Und das sind, jetzt kannst du es ja vielleicht nochmal erklären, wunderschöne österreichische Flaggen, die auf jedem Flaschenkopf platziert sind. Außerdem, du siehst da ja auch so eine Nummer, ne? Das ist eine Prüfnummer, die auch für österreichische Qualitätsweine steht.
Und ehrlich gesagt, sowas sind Sachen, die fallen mir nicht auf. Ich habe das schon hundertmal gesehen, aber ich habe irgendwie nie darüber nachgedacht, dass das einen tieferen Sinn hat, außer dass ich dachte wahrscheinlich so, ah ja, hier, die wollen zeigen, dass der Wein aus Österreich kommt. Ja, dachte ich auch lange.
Ich finde es irgendwie ein bold move, einfach zu sagen, wenn man am Boden liegt und die ganze Welt österreichischen Wein hasst, eine Flagge drauf zu machen, die sagt, der Wein kommt aus Österreich. Flucht nach vorne. Ja, aber absolut. Das passiert ja schon im Jahr 85, das Gesetz tritt 86 in Kraft und es dauert dann aber zwei Jahrzehnte, bis sich das Image wieder bereinigt hat.
Anfang der 2000er läuft es erst wieder so richtig gut. In Deutschland dauert es sogar noch ein bisschen länger, vor allen Dingen bis ein Umdenken stattfindet. Aber das liegt vor allem daran, dass in Deutschland die Veränderung weniger durch die Politik als vielmehr durch die Winzer selbst kommt. Also da war es ein bisschen andersrum.
Notgedrungen setzen die Winzer hier nämlich jetzt zunehmend auf Klasse statt Masse. Kleine Kältereien werden von jungen Winzerinnen übernommen. Es wird mit neuen Sorten experimentiert oder ganz alte Sorten werden wieder ausgegraben. Also es ist ein echter Neuanfang. Und heute finden Sie sich wieder auf den ausgewählten Weinkarten der Welt, die österreichischen und deutschen Weine.
Oftmals sind sie jetzt aber eher trocken und weniger süß. Woran das wohl liegt? Das war die Geschichte vom ersten großen Lebensmittelskandal der Bundesrepublik, dem Glykolweinskandal. Und wie wir vor allem gegen Ende festgestellt haben, kann man den Fall, der gespickt ist von betrügerischen Machenschaften, durchaus auch positiv betrachten.
Die Missstände waren schon sehr eklatant in der Weinwirtschaft in den 80er Jahren. Und so ganz genau wissen wir bis heute nicht, wer da alles hinter den Kulissen seine Finger im Spiel hatte. Das ist so krass. Das finde ich wirklich so heftig, dass man einfach nicht weiß, wer da drinsteckt. Außer jetzt, klar hier, das eine Weingut in Gernland-Pfalz.
Aber wenn man es nicht so genau weiß, dann liegt die Vermutung halt nahe, dass da so hohe Tiere irgendwas mitzutun hatten, dass die das halt unter Verschluss gehalten haben. Oder so viele Leute involviert waren, dass man einfach gesagt hat. Ja, komm, bevor wir da jetzt einsteigen und da das halbe Land hinter Gittern bringen.
Meinst du, die waren dann einfach faul, die Behörden? Vielleicht war das, vielleicht ging es deswegen auch so schnell, dass vielleicht die Winzer zwar auf der einen Seite geschrien haben, so wollen wir nicht, schreckliches Gesetz. Es aber vielleicht eine Absprache gab, dass das neue Gesetz der Weg nach vorne ist und vielleicht nicht allzu große Ermittlungen angestellt werden.
Aber das sind alles Vermutungen. Und meine, die andere Vermutung, die ich hatte, war, dass möglicherweise, wenn es wirklich zu belegten Todesfällen gekommen wäre, das Ganze wahrscheinlich auch nochmal anders ausgesehen hätte. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass wir jetzt bewiesen wäre, dass 50 Leute an diesem Wein gestorben wären, dass man einfach sagt so, mein Gott, wir machen ein neues Gesetz und weiter geht's.
Das hätte dann eine andere Dringlichkeit gehabt, das denke ich auch. Trotzdem kann man schon sagen, dass der Skandal zu einer klaren Verbesserung der Qualität von Weinen geführt hat. Und das ist vielleicht am Ende dann der positive Outcome. Der positivste Outcome ist, dass es keinen lieblichen Wein mehr in Masse zu kaufen gibt.
Das ist für Flo der positive Outcome, ja. Ja, das war die Folge. Ihr findet die Bilder, ich weiß, es waren heute nicht so super viele, findet ihr bei Instagram unter Was schmeckt dahinter. Liebe Grüße an Christian ja nochmal an dieser Stelle. Ich hoffe, die Folge hat dir gut gefallen. Und bevor wir es jetzt hier schließen, möchte ich natürlich wissen, Flo, was dein persönlicher Foodcrime ist.
Tatsächlich passt mein Foodcrime diese Woche auch zum Wein. Das ist ein begleitender Foodcrime, könnte man sagen. Ich finde, es ist ein Verbrechen, dass es sehr günstiges und sehr teures Wasser gibt. Höre mich an. Sowohl so dieses 19 Cent in der anderthalb Liter Flasche Wasser ist räudig, das schmeckt abgestanden, das ist meilenweit schlimmer als Leitungswasser, das ich liebe übrigens.
Und auf der anderen Seite ist Wasser, wo irgendwie eine Flasche vier, fünf Euro kostet, looking at you staatlich, Fahringen, auch sowas gehört meiner Meinung nach verboten. Das sind sowohl sehr günstiges als auch sehr teures Wasser. Ich bin für das gute alte 89 Cent Wasser, Mittelfeld aus der Flasche, gerne Glas, wenn es sein muss, Mehrwegflasche, aber das Wasser ist das, was ich kaufen möchte, wenn ich unterwegs bin.
Alles, was super günstig und was super teuer ist, ist meiner Meinung nach Schwachsinn beziehungsweise nicht wert, verkauft zu werden. Spannend. Daran im Anschluss geht es noch raus. Restaurants, die kein kostenloses Leitungswasser rausgeben, stehen auch ganz oben auf meiner Liste, um hier in dieser Kategorie nochmal aufzutauchen.
Weil ich finde, es ist auch ein Verbrechen, einfach kein Leitungswasser rauszugeben. Weil ich gehe in ein Restaurant, ich gehe doch nicht in ein Restaurant, um dort meinen Durst zu stillen. Sondern ich will, ich will was geiles essen, ich will auch was trinken. Ich bestelle schon was zu trinken. Gib mir einfach ein bisschen Leitungswasser, damit ich hier nicht komplett verdurste.
Ich würde fast meinen, man bestellt noch lieber mehr zu trinken, wenn man direkt Leitungswasser bekommt. Sogar eine Karaffe wäre eigentlich angebracht. Weil wenn ich acht Euro für eine verschissene Flasche Wasser bezahle, dann denke ich mir so, nee, du hast jetzt schon genug Geld bekommen. Richtig. Richtig. Ich gehe absolut mit. Ich bin total bei dir, mein Lieber. Hey.
Das ist doch mal schön, dass wir uns mal wieder hier einigen. Das ist eine Umarmung von mir auch. Eine Wasserumarmung. Nee, finde ich richtig genauso. Du bist schon aber ein Kohlensäuretrinker, oder? Ja, nicht mehr so richtig. Irgendwie, ich habe irgendwann festgestellt, dass mich das so aufbläht. Ja, weil ich finde tatsächlich stilles Wasser zu kaufen, finde ich komplett gugugaga. Das mache ich ja nur, wenn ich unterwegs bin und vergessen habe, eine Flasche mitzunehmen.
Ja, okay, verstehe. Aber auch dann würde ich immer eher zu irgendeinem Wasserhahn laufen. Obwohl, ich will eigentlich auch nicht aus jedem Wasserhahn trinken. Weil das ist ja der nächste Punkt. Auch Leitungswasser ist ja nicht überall immer gut. I know. In vielen Städten gut, aber zum Beispiel das Berliner Leitungswasser ist Reudissimo.
Diese verkalkte Brühe, die da rauskommt. Ich trinke das trotzdem. Ja, ich trinke es ja auch trotzdem, aber es schmeckt nicht. Aber wir kommen hier vom Thema weg. Ich wollte bloß sagen, das ist ein begleitender Foodcrime, weil man ja zum Wein in Österreich, wenn du ein Glas Wein in Österreich bestellst, in einer Bar, in einem Restaurant, bekommst du immer ein kleines Glas Wasser dazu und ich liebe das. Genauso zum Kaffee.
Du bekommst ein Kaffee und ein kleines Glas Wasser. Und ich, wirklich, das finde ich so fantastisch. Also, das geht raus an Deutsche Gastro, schneidet euch eine Scheibe von den Schluchtenscheißer. Ach nee, die Schluchtenscheißer sind die Deutschen, ne? Nee, die Schluchtenscheißer sind die Österreicher.
Du hast gerade überlegt, wen du beleidigst. Ja, und da sieht man, dass ich diese Rivalität zwischen Ländern und Städten, die checke ich immer nicht. Deswegen ist es egal. Nee, ist auch so ermüdend. Es ist so ermüdend. Also, was nicht ermüdend ist, ist hoffentlich dieser Podcast. Guckt bei Instagram vorbei, bewertet ihn gerne mit guten Bewertungen.
Das hilft uns und freut uns. Und wir hören uns nächste Woche wieder, wenn es denn wieder heißt. Hallo, hier sind Florian Reza und Lilly Temme. Und, haben wir einen Gast nächste Woche? Oh, ich habe gerade einen Überblick verloren. Ich glaube nicht. Ich glaube, nächste Woche sind wir wieder solo unterwegs.
Solo, I'm riding solo. Cool, da freue ich mich. Vielen, vielen Dank für die Folge. Wie gesagt, das stand schon länger auf meinem Zettel und jetzt weiß ich endlich Bescheid und ich bin trotzdem, ich bin immer noch entzirnt, dass wir nicht wissen, wer dahinter steckt, aber ich weiß jetzt zumindest, dass es doch gar nicht so giftig war, wie wir vielleicht angenommen haben.
Ja, gerne. Bis nächste Woche. Peace out. Genauer gesagt stehen der Wein, wusstest du, dass der ehemalige Wiener Bürgermeister Häupel, dafür bekannt war, dass er irgendwann mal auf einer Party oder auf so einem Fest sagte, man bringe den Spritzwein und dieser Satz war so ikonisch, der, okay, egal sorry, ich wollte nicht in die Parade fahren hab die auch beschissen erzählt, die Geschichte, ja, ich kenne keinen Wiener Bürgermeister glaube ich, jemals.
Das bist du, weil du da mal wotest. Aber klingt nach einer Hammer-Anekdote. Vielleicht kannst du die am Ende nochmal bringen. Haben wir den Originalton da oder kann ich das so drin lassen, wie du es gerade gesprochen hast? Nee, den haben wir schon da. Wäre mir wichtig, dass du den auch einfügst. Wir hätten eigentlich uns einen kleinen Tropfen aufmachen müssen, aber wir sitzen leider nicht in einem Raum. Es ist halb elf.
Bei mir könnte man schon, wir haben 20 vor 5, aber ich wollte gleich noch joggen gehen, deswegen lasse ich das besser heben wir uns dann auf fürs nächste Mal, du bekommst ein Kaffee und ein kleines das ist ein schwieriges Wort für den Sachsen du bekommst ein Kaffee und ein kleines Glas Wasser.