
Food Crimes - Was schmeckt dahinter?
Der Aufstieg und Fall von Alfons Schuhbeck (feat. Helene Reiner)
Dienstag, 13. Mai 2025 · 1 h 11
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Shownotes
Man kann gut und gerne sagen, dass Alfons Schuhbeck im Jahr 2019 der König von München ist. Wenn er in der Innenstadt von München auf dem „Platzl“ steht, umgeben ihn insgesamt 5 seiner Geschäfte. Alles in bester Lage, neben dem Hofbräuhaus, im Umkreis von 200 m. Doch was zu der Zeit niemand weiß, die weiße Weste, die der bayrische Tausendsassa, immer und überall trägt, ist gar nicht so rein, wie man vielleicht denken könnte. Die Vorwürfe, die in diesem Jahr an die Öffentlichkeit kommen, erschüttern jetzt auch die gesamte Republik – und werden Alfons Schuhbeck zum Verhängnis.
Alle Fotos und noch mehr Infos zum aktuellen Fall findet ihr auf Instagram unter @wasschmecktdahinter.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hey ihr Lieben, bevor es losgeht ein kleiner Hinweis. Die Folge haben wir im April 2025 aufgenommen. Gegen Ende sprechen wir darüber, dass Alphons Schubeck noch in Haft sitzt. Kurz vor der Veröffentlichung der Folge wurden jedoch Berichte bekannt, dass seine Haft aus gesundheitlichen Gründen unterbrochen wurde.
Aktuell befindet er sich zu Hause und in ärztlicher Behandlung. Wir wünschen ihm gute Besserung. Man kann gut und gerne sagen, dass Alphons Schubeck im Jahr 2012 der König von München ist. Beim Finale dahoam hat er wieder einmal die Spieler des FC Bayern München bekocht, seine Fernsehsendungen laufen im Bayerischen Rundfunk und dem ZDF hoch und runter und wenn er in der Innenstadt von München auf dem Platzl steht, geben ihn insgesamt fünf seiner Geschäfte.
Eins für Tee, eins für Gewürze, ein Eissalon und dazu noch zwei Restaurants. Alles in bester Lage neben dem Hofbräuhaus im Umkreis von 200 Metern. Das Imperium umfasst außerdem eine Kochschule, ein Catering-Unternehmen und eine Bibliothek aus über 70 Kochbüchern. Doch was zu der Zeit niemand weiß, die weiße Weste, die der bayerische Tausendsasser immer und überall trägt, ist gar nicht so rein, wie man vielleicht denken könnte.
Er hat ein dunkles Geheimnis, von dem bis auf eine Person niemand etwas weiß. Nur so viel sei gesagt. Alfons Schubeck und das Geld, das war schon immer eine schwierige Beziehung. Wer eng mit ihm zusammenarbeitete, ahnte das vielleicht. Doch die Vorwürfe, die 2019 an die Öffentlichkeit kommen, erschüttern jetzt auch die gesamte Republik und werden Alfons Schubeck zum Verhängnis.
Das ist Foodcrimes. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temmel, Florian Rietzer und der besten Gästin aller Zeiten. Helene Reiner. Wir sprechen den Elefanten im Raum direkt an. Wie Alphons Schubeck hat auch Helene beim Bayerischen Rundfunk gearbeitet. Anstatt dort aber ein getrüffeltes Knockerl zuzubereiten, hat sie ein Format erfunden und gehostet, das bis heute Millionen Menschen Politik erklärt. Die News-WG.
Seit kurzem moderiert Helene den wöchentlichen Podcast des ZDF-Heute-Journals. Nun ist sie also auch ein Stück weit unsere Kollegin. Aber mit einer Sache ist uns Helene weit voraus. Neben ihrer journalistischen Laufbahn hat sie auch noch eine amtliche DJ-Karriere. Helene, schön, dass du da bist. Ich freue mich total, da zu sein.
Danke für diese super Vorstellung. Ich musste nur lachen. Ich dachte, ihr wolltet sagen, wie auch Alphons Schubeck, hat Helene ein Problem mit Geld. Vielleicht, das werden wir herausfinden. Hast du Alphons Schubeck mal getroffen in München? Ich meine, du bist ja Wahlmünchnerin. Ich weiß gar nicht, wie lange genau du schon dort bist, aber bist du ihm da mal über den Weg gelaufen? Also ich bin seit 2016 in München und ich bin ihm tatsächlich im Bayerischen Rundfunk mal über den Weg gelaufen.
Da gibt es immer so zur Weihnachtszeit eine große Spendenaktion, die Sternstunden und da kann man dann anrufen und wenn man Glück hat, hat man dann eben keinen x-beliebigen BR-Mitarbeitenden, so wie ich es zu dieser Zeit einer war, am Telefon, sondern jemand richtig Prominenten. Und wie du ja auch schon sagtest in dieser Vorstellung, Alphons Schubeck, der ist ja einfach in Bayern und auch in München echt so eine, ich weiß nicht, das, was John Connery irgendwie in Hollywood ist.
Also der ist schon wirklich eine Nummer. Und das hat man dann auch gemerkt, als der dann reingekommen ist und alle Kameras auf ihn und er saß dann da am Spendentelefon. Ich saß so schräg hinter ihm. Mehr habe ich dann aber auch leider gar nicht von ihm mitbekommen. Er hatte aber auf jeden Fall auch seinen weißen Kochkittel an.
Den er immer und überall anhat. Das ist mir jetzt in der Recherche auch aufgefallen. Dieser Mantel ist ja mit ihm verwachsen scheinbar. Total. Und das war dann aber auch kurz vor, also diese Sternstundenaktion, das war dann auch kurz bevor das alles irgendwie ans Licht kam. Ja, da habe ich ihn dann noch gesehen von schräg hinten.
Ja, also das, was du beschrieben hast, so er betritt einen Raum und alle schauen ihn an, himmeln ihn an. Ich hoffe, das können wir heute auch so ein bisschen rausarbeiten oder so ein bisschen verstehen. Ich habe auch noch mit ein paar Leuten gesprochen, die ihn auch besser kannten. Und das ist was, was ich immer wieder gehört habe, dass dieser Mann einfach ein unfassbares Charisma hatte.
Hat. Oh Gott, wir müssen aufpassen hier, der Mann lebt ja noch. Und das ist, ja, das hat, glaube ich, eine Zeit lang auch sehr, sehr, sehr viele Türen geöffnet. Spannend. Ich wollte gerade nur einwerfen, dass sich das... Ganz geil finde, wenn man so eine Art Uniform trägt, weil der muss sich ja nie Gedanken machen, was er anzieht.
Benindenswert. Ja, da stimme ich zu. Jetzt bist du von der News-WG zum Heute-Journal gekommen und am Ende erklärst du ja weiter Politik oder versuchst weiter Politik zu erklären. Bevor wir in die Geschichte einsteigen, würden mich da vielleicht nochmal so deine Gedanken dazu interessieren, wie du an deine Arbeit rangehst, was dir wichtig ist, wenn du über Politik sprichst.
Also erstmal ist das, was du mir hier aufgetragen hast, Flo, für diesen Podcast, für eine Journalistin eigentlich ein absolutes No-Go. Du hast mir nämlich verboten, mich nochmal in diesen Fall Alfons Schubeck einzulesen und das war wirklich ganz grauslich für mich, aber ich habe mich daran gehalten. Deswegen thematisch bin ich heute wirklich einigermaßen blank und so gehe ich normalerweise nicht an meine Arbeit ran.
Was bei der News-WG, aber jetzt auch beim neuen Heute-Journal-Podcast ja ganz wichtig ist oder was mir auch immer sehr wichtig ist, ist, dass man auch die Leute mitnimmt, die vielleicht jetzt gar nicht unbedingt so die Nachrichten- oder Politik-Nerds sind und sowieso die ganze Zeit am Handy hängen, alle Schlagzeilen mitbekommen.
Deswegen ist es ja einfach wichtig zu überlegen, was muss diese Person wissen, um es wirklich verständlich zu machen, weil es sind ja meistens dann doch recht komplizierte Sachen und da überlege ich mir aber total gerne, was dann auch spannend ist oder so kleine kreative Herangehensweisen, Analogien oder so, um dann eben so komplexe Sachen dann auch gut rüberzubringen.
Ja, und ich finde, das funktioniert super. Also wer den heute schon in der Podcast noch nicht gehört hat. Und rutsch da am besten mal rüber, der kommt immer freitags. Und ich finde, das ist eine super Ergänzung zur klassischen Sendung. Es hat Tiefe, es hat Persönlichkeit, es hat Expertinnen. Ich finde, da ist alles dabei.
Und ja, deswegen große Empfehlung und schön, dass du heute da bist. Dankeschön, das freut mich. Ich würde sagen, wir warten nicht länger, sondern steigen mal ein in die Kindheit von Alphonse Schubeck, weil da geht es vielleicht schon mit dem ersten Aha-Effekt los, den ich auch nicht auf dem Schirm hatte, bevor ich mich mit seiner Biografie beschäftigt habe.
Hast du noch ein Foto? Weil ich muss mich kurz outen. Ja, ja. Der gehört zu einem dieser Fernsehköche, bei dem ich immer nicht genau weiß. Ist das jetzt Schubeck? Lafa. Wie heißt der andere? Ne, Lafa. Und wie heißt der dritte? Horst Lichter, war doch auch mal einer, oder? Genau, aber Lichter ist der mit diesem Crazy-Schnurrbart, ne?
Ja klar, das ist Wahres für Rares. Ja, also da freue ich mich drauf. Um den Alfons Schubeck zu verstehen, der in den 2000er Jahren die Münchner High Society mit unzähligen Läden beglückt, müssen wir zurückgehen an den Anfang. Genauer gesagt in die bayerische Nachkriegszeit. Denn hier wird der kleine Alfons am 2. Mai 1949 geboren.
Er wächst in Armverhältnissen in Traunstein nahe des Chiemsees auf. Sein Vater ist Busfahrer, seine Mutter Hausfrau. Das Haus der Familie Kark liegt verträumt direkt am Wald. Und ja, der Familienname ist Kark, denn den Namen Schubeck sollte der kleine Alfons erst später erhalten. In einer Zeit, in der Familien vom Krieg gezerrt sind, versucht die Familie Kark mit dem Wenigen, was sie haben, auszukommen. Kraft gibt ihnen der Glaube und das Vertrauen in Tugenden wie Fleiß und Disziplin.
Auch wenn die Eltern Alphons keinen Druck machen, erwarten sie immer, dass er hinter diesen Tugenden steht. In der Schule hingegen spürt Alphons diese Zuneigung nicht. Eine Geschichte aus dieser Zeit hängt ihm auch noch viele Jahre später nach. Ein Lehrer, der mit einer schweren Verletzung aus dem Krieg wiederkam und am Stock geht, schlägt Alphons, als dieser an seinem Gehstock hängen bleibt.
Er hört nur noch seine Worte, eins sag ich dir, aus dir wird nie was werden. Diese Geschichte erzählt Alfons Schubeck 2019 in der Talkshow 3 nach 9 von Radio Bremen. Er sagt jetzt, aus dir wird es nie was werden und das habe ich dann eine Zeit auch nicht vergessen. Aber irgendwann verdrängst du es und dann ist es weg.
Eigentlich hätte ich es besser gar nicht erzählen sollen. Denn Schwäche zeigen, das ist seitdem nicht mehr Alfons Sache. Weiter, immer weiter. Das ist seit seiner Kindheit seine Devise. Der junge Mann will sich etwas aufbauen. Am liebsten mit Musik. Mit seiner Rockband The Scalas möchte er als Gitarrist auf Tour gehen.
Doch erstmal muss er seine Ausbildung fertig machen. Er soll was Anständiges lernen sagen seiner Eltern, was Sicheres. Alfons arbeitet also als Fernmeldetechniker bei der Bundespost. Fertig macht er die Ausbildung aber nicht. Die Sache mit der Band wird zu ernst. Sie beginnen durch Bayern zu touren, spielen in Restaurants, in Biergärten, quasi überall, wo man sie spielen lässt. Und so kommt es Anfang der 1970er Jahre in Waging am See zu einem Auftritt, der Alfons Leben verändert soll.
Eigentlich war es ein Auftritt wie jeder andere. Das Kurhaus Stüberl liegt direkt neben einem Campingplatz und brauchte etwas Unterhaltung für die zahlreichen Gäste. Der Besitzer des Stüberls ist begeistert von der Band und von dem jungen Sänger. Nach dem Auftritt unterhalten sie sich und schnell stellt sich heraus, dass der Alfons auch ein großes Interesse am Kochen hat.
Der Besitzer des Restaurants in Waging am See kann Alfons überzeugen, eine Ausbildung bei ihm anzufangen. Schnell wird klar, Alfons ist ein Naturtalent in der Küche. Sein Können, gepaart mit seinem Arbeitswillen und der ständigen Bereitschaft zu lernen, beeindruckt den Chef des Kurhaus Stüberls. Zwischen den beiden entwickelt sich bald mehr als eine Mentor-Schüler-Beziehung.
Es ist eine enge Freundschaft. Vorerst. Denn Sebastian Schubeck macht Alfons ein Angebot. Er würde ihn adoptieren und zu seinem Erbe machen, da er keine eigenen Kinder habe. Ach, krass. Ich habe schon die ganze Zeit gefragt, wann es aufgelöst wird. Wie kommt man von Kark zu Schubeck? Aber das ist ja Wahnsinn. Ich hatte keine Ahnung.
Es wäre ihm eine Ehre, wenn der Alphons sein Kurhausstüberl in Waging am See übernehmen würde. Natürlich erst, wenn er seine Ausbildung und Wanderjahre abgeschlossen hat. Alfons willigt ein und aus Alfons Karg wird Alfons Schubeck. Nach Stationen in Salzburg, Genf, London, Paris und München überreicht ihm die Hotelfachschule Bad Reichenhall den Titel Küchenmeister.
1980 ist es dann also soweit. Der frischgebackene Koch ist zurück in Waging und übernimmt mit 31 Jahren das Kuhhausstübel in Waging. Ab diesem Moment kennt die Karriere von Alfons Schubeck nur noch einen Weg, und zwar den nach oben. Und das, wo schon bald die ersten Probleme auf ihn zukommen. Also erstmal, ich finde es komplett Wahnsinn, wie er ans Kochen gekommen ist.
Das ist so die Geschichte von auf Umwegen. Und ich wusste auch nicht, dass der Alfons so ein begnadeter Sänger war. Es ist ja das eine, dass er das übernommen hat, das Stüberl. Aber es ist ja das andere, dass er den Namen von diesem Mann übernommen hat. Oder ist das gar nicht offiziell gewesen? Doch, also der heißt heute offiziell Alphonse Schubeck.
Zu dieser ganzen Adoption gibt es, also das sind die Informationen, die es gibt leider. Mich hätte zum Beispiel auch total interessiert, wie seine Eltern damit umgegangen sind. Was sagt man da? Waren die einfach okay damit, weil es halt ein Jahr auch ein finanzieller Fortschritt war? Keine Ahnung, dazu konnte ich leider nichts finden. Er ist ja zwar aus bescheidenen Verhältnissen, wie du erzählt hast, aufgewachsen, aber er war ja trotzdem auch kein Weise.
Ja, die Eltern muss es ja auch irgendwo noch gegeben haben. Spannend auf jeden Fall. Das war mir wirklich nicht bewusst, auch diese Geschichte mit der Rockband. Also ich hätte den ja an vielen Orten vermutet, aber nicht unbedingt in einer Rockband. Wahnsinn. Dass er ein begnadeter Musiker ist und auch ein Sänger, das kommt auch wieder in seinen Sendungen raus und kommen wir ja später dazu, der hat in München auch, Theatro hieß das, das gibt es ja mittlerweile in fast allen großen deutschen Städten, diese Varieté-Kochshow-Zelte, sowas hatte er auch und der hat ja auch gerne mal, ja, ist er vorbeigekommen und hat sich auf die Bühne gestellt und mal eingetrellert, also ist einfach so, der Mann liebte den großen Auftritt von Anfang an.
Was ist wohl sein Go-To-Karaoke-Song? Den werde ich dir später sagen. Kommen wir doch dazu. Weißt du den? Ich weiß zwei Lieder, die er gerne gesungen hat. Die er gerne zum Besten gibt. Okay. Es zeigt mir aber, was der für ein Mensch ist. Also der nimmt ja diese neue Rolle als Koch und dann auch Gastronom 150 Prozent ernst.
Also der schmeißt sich komplett da rein, übernimmt sogar den Namen seines Mentors und finde, das sagt schon was über eine Person aus. Ich habe aus der Zeit ein Bild mit. Und Lilly, du wolltest ihn ja unbedingt nochmal sehen. Und das Bild ist aus dem Kurhausstübel und beschreibt gerne mal, was ihr da seht.
Ach, das ist er. Ja, da liegt viel Gemüse auf dem Tisch. Gesund war's. Ja, allerdings. Wirsing oder ganz viel Wirsing und Grünkohl verwechsel ich immer. Lauch, also er steht da in so einer Küche, ist ein Schwarz-Weiß-Bild. Hinter ihm sind noch drei andere Köche zu Gange. Und er hält da, was hält er da eigentlich? Ist es ein Fisch?
Nee, sie könnte auch ein langer Fisch irgendwie sein, aber ist wahrscheinlich auch ein Gemüse. Könnte eine alte, sehr lange Auberginen sein, die schon so ein bisschen eingetrocknet ist. Dann ein Fenchel liegt da, wie gesagt, ein Lauch, Zwiebeln. Könnte ein schönes Ratatouille werden, was er da macht. Mhm, mhm. Französische Einflüsse gab es immer wieder bei ihm, ja.
Aber Lilly, ist es der, den du dir vorgestellt hast? Es ist der, den ich mir vorgestellt habe, ja. Damals hatte er noch ein bisschen längeres Haar, aber diese Augen, die finde ich immer so ein bisschen ... Tot aussehen, ehrlich gesagt. Die hatte er schon damals. Sehr prägnant natürlich, aber ich finde auch so ein bisschen gruselig.
Also dafür kann er natürlich überhaupt nichts, aber schon ein spezieller Blick auch, den er da hat. Wenn du jetzt sagst, die Augen sind so ein bisschen tot, ich meine, wir kommen noch dazu, der Mann war und ist halt ein absoluter Workaholic. Also diese Hingabe In alles, was er tut, also sei es am Anfang die Musik oder dann auch das erste Restaurant, die Ausbildung, das ist ein Kernelement, was diesen Mann umgibt und was ich überall gelesen habe, was ich jetzt in allen Gesprächen gehört habe, diese Besessenheit, vielleicht überträgt sich das ein Stück weit in den Blick.
Dieses Kurhausstüberl, was für eine Art Restaurant war das? Ja genau, da würde ich jetzt gleich dazu kommen. Das ist, oder komm, dann gehen wir einfach ins nächste Kapitel, weil da würde ich jetzt mal ein bisschen einsteigen in die Welt des Kurhausstüberls, was da gekocht wird und was da so alles passiert ist in den 90ern.
Ihr erinnert euch. Eigentlich war die Hauptaufgabe des Kurhausstüberls in Waging, die Menschen vom nahegelegenen Campingplatz satt zu machen. Aber ein bisschen Schnitzel und Schweinsbraten kochen, das war zu wenig für Alfons Schubeck. Er hatte Größeres vor. Aus dem beschaulichen Provinzrestaurant wollte er ein angesehenes Etablissement machen. Er fängt an, seinen eigenen Stil zu entwickeln.
Bayerisch soll er sein, aber anders, moderner. Mit Einflüssen aus der französischen Küche, die er in Paris, Genf und München kennengelernt hat. Schnell wird klar, seine Gerichte sind traditionsverbunden, aber feiner als man das sonst kennt in der Gegend. Ein Gericht, das er auch später noch als sein Signature-Dish bezeichnen wird, ist Boeuf à la Moute, oder auf bayerisch Boeuf la Moute.
Ein Braten aus dem Rinderschwanzstück, der mit Speckstreifen gespickt und in Wein oder Kognak geschmort wird. Solche Gerichte sprechen sich rum. Das Kurhausstüberl wird innerhalb kürzester Zeit zum Geheimtipp der Münchner Schickeria und betuchten Gästen aus dem nahegelegenen Salzburg. Es geht weiter steil bergauf.
Schon 1983, also gerade einmal drei Jahre nachdem er hier in Waging begonnen hat, bekommt er seinen ersten Michelin-Stern. Sechs Jahre später, 1989, wird er vom Gourmet-Yô sogar zum Koch des Jahres gekürt. Alfons Schubecks Erfolg scheint keine Grenzen zu kennen. Ab 1990 wird er der Mannschaftskoch des FC Bayern München.
Es folgen die ersten Kochbücher, ein High-End-Party-Service, mit dem er unter anderem den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl beliefert und ab 1993 auch die erste Kochsendung im Bayerischen Rundfunk. Es war mir auch unklar, dass diese Sendung seit 1993 lief. Also seit meinem Geburtsjahr völlig absurd.
Alfons Schubeck ist jetzt schon längst kein normaler Koch mehr. Er ist ein Fernseh- und Starkoch. der erste seiner Art. Und zum Star kommen die Stars. Sportler, PolitikerInnen, Filmstars, beim Schubeck Essen gehen heißt sehen und gesehen werden. Und ein Mann nah sein, bei dem quasi alles Gold wird, was er anfasst.
Alfons Schubeck ist fast jeden Tag in seinen Restaurants, geht an die Tische, plaudert, erzählt Anekdoten. Er ist charmant und herzlich. Immer mit einem Kompliment und einem flotten Spruch auf den Lippen. Dem Fonsi, wie er von guten Freunden genannt wird, wollen sie alle nah sein. Doch dieses Umfeld zieht auch Menschen an, die Schlechtes im Sinn haben.
Einer seiner Kunden, Lutz W. aus Düsseldorf, erzählt Alfons Schubeck immer wieder von einer hochlukrativen Anlage-Methode, mit der er arbeitet. Er kaufe kanadische Penny-Stocks, sogenannte Billigaktien, die unterbewertet sind. The Wolf of Wall Street lässt grüßen. Ob er denn nicht auch investieren möchte?
Schubeck, der durch seine zahlreichen Fernsehauftritte mittlerweile recht liquide ist, beißt an. 20.000 Mark gibt er dem Berater. Als dieser wenige Wochen später das Geld mit ordentlich Zinsen zurückzahlt, ist Alfons begeistert. Lutz W. schlägt ihm vor, dass sie doch gemeinsame Sachen machen könnten.
Schubeck wüppt für dieses Modell bei seiner liquiden Kundschaft, sammelt Geld ein und bekommt dafür Provision. Gesagt, getan. Alfons Schubeck wird nun auch noch zum Finanzberater, wenn man das so nennen kann. Wie unangenehm, stell dir mal vor, du willst einfach nur in Ruhe essen gehen und dann kommt ja der Meister an, schnackt kurz mit dir und will dir dann auch noch irgendwelche Finanztipps geben.
Das war eher so, dass sich das rumgesprochen hat. Also das wurde irgendwann zu einem Selbstläufer, dass man wusste, ja, der Schupeck, der hat da auch einen, der macht ein gutes Geld. Und Schupeck hat dann teilweise, das habe ich jetzt hier nicht mit reingenommen, aber der ist teilweise mit einem Sack voll Geld, ist er an den Tisch gekommen und hat es auf den Tisch geworfen und hat dann irgendwie so gesagt, hier, das ist deine Hälfte, das ist meine Hälfte. Und damit war die Sache dann erledigt.
Heftig. Ja. Ja, aber ich meine, ihr habt vielleicht ein Gefühl, wo das Ganze hier hingeht. Denn schon bald wird klar, der Mann, mit dem Alfons Schubeck hier zusammenarbeitet, ist ein Hochstapler und Betrüger. Das hochlukrative Anlagemodell ist nichts weiter als ein Schneeballsystem. Die betuchte Kundschaft, zu der auch der damalige Fernsehstar Michael Schanze, ein Wellererbe oder Costa Cordales gehören, verlieren viel Geld.
Insgesamt sollen über 100 Millionen Mark über Lutz W. verschwunden sein. Auch Schubeck verliert gut 7 Millionen D-Mark. Aber das interessiert viele nicht. Für sie war klar, Schubeck wusste von dem System und hat mit dem Betrüger gemeinsame Sache gemacht. Schubeck streitet alles ab und sagt von all dem nichts gewusst zu haben.
Er habe Lutz W. vertraut und sein Vertrauen wurde gebrochen. Das Ganze wird ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Sie soll jetzt die Frage klären, was wusste Schubeck wirklich? Als 1994 das Urteil fällt, kann ihm zwar keine aktive Beteiligung nachgewiesen werden, wegen Untreue und Steuerhinterziehung wird er aber trotzdem zu einem Jahr auf Bewährung und einer Geldstrafe von 250.000 Mark verurteilt.
Man könnte meinen, von so einem Schock und so einem Gesichtsverlust erholt man sich nicht so einfach. Doch wer so denkt, kennt Alfons Schubeck schlecht. Denn für den gibt es kein Zurück. Oder um es mit seinen eigenen Worten aus einem Interview mit der Süddeutschen zu sagen, Ja, Marei, mag ich nicht, das Wort Nein kenne ich nicht, ich kenne nur das Wort Lösung.
Und tatsächlich, Anfang der 2000er Jahre, dreht Alfons Schubeck erst so richtig auf. Das war schon 94, dass das mit dem Schneeballsystem ans Licht kam. Ja, das Ding ist, und ich weiß nicht, wie es dir da geht, Helene, bei so Recherchen, bei allen Sachen vor dem Internet muss man wirklich Glück haben, die richtigen Quellen zu finden, wenn man nicht die Zeit und Ressourcen hat, wie wir jetzt bei diesem Podcast sind, irgendwelche Archive zu fahren.
Und da sich durch alte Sammlungen zu wühlen. Es gibt so zwei, drei gute Artikel davon. Es gibt einen vom Spiegel, es gibt einen vom Fokus und einen von der Süddeutschen. Und das sind aber die Informationen, die ich dazu hatte. Ich hätte gern wirklich noch mehr dazu gewusst, wie das so ablief dann in Waging.
Aber ja, das ist das, was bekannt ist aus der Zeit. Ja, vor allem, wenn das ja irgendwie so ein offenes Geheimnis gewesen ist, war, also dass da die Leute mit dem Geld oder dass er dann mit dem Geldsack an den Tisch gekommen ist, aber war wahrscheinlich einfach auch irgendwie eine andere Zeit. Dieser Anlageberater ist teilweise einfach für so zwei, drei Gespräche mit seinem Heli aus Düsseldorf angeflogen und in Waging einfach hinter dem Restaurant gelandet.
Also es war wirklich eine andere Zeit. Und wie es so oft ist, wenn das Geld fließt und solange das Geld fließt, beschwert sich niemand. Und der Anlageberater kommt mit dem Heli, also ich meine mehr zeigen als ich bin reich und du kannst auch reich werden, geht ja gar nicht, verrückte Zeiten der Mann hat viel erlebt, Das ist erst Anfang der 90er, da steht das Imperium noch bevor, weil das baut er sich ja jetzt so Anfang der 2000er immer weiter auf.
2003 übernimmt er dann die Südtiroler Stuben mitten in München in bester Lage. Ich meine, ich war auch schon öfters in München, aber Helene, du wohnst dort. Wie würdest du die Stimmung am Platzl beschreiben? Was ist das für eine Gegend? Vielleicht auch damals, als Schubeck noch da war. Also, um gleich mal klarzustellen, ich wohne nicht am Platzl.
Das kann sich, glaube ich, kein normaler Mensch leisten. Schubeck konnte sich das leisten. Schubeck, ja, konnte sich das leisten. Und ich war tatsächlich kurz vor dieser Aufzeichnung, ich wäre fast zu spät gekommen, aber ich wollte zumindest irgendwas noch für euch mitbringen. Deswegen war ich dort. Ich bin da hingegangen, vorbeigelaufen, weil ich war nämlich davor auch tatsächlich noch nie in dem Gewürzladen von Schubeck.
Weil, wenn man in München wohnt, das ist halt schon auch eine krasse Tourigegend. Also das ist wirklich beste Altstadtlage. Du hast es gesagt, das Hofbräuhaus ist schräg gegenüber. Also da sind wirklich super viele Touristen und Touristinnen unterwegs. Und so als Normalo, ja, kommt man da vielleicht auch höchstens, ich weiß nicht, vor Ostern oder vor Weihnachten oder wenn die Tante Geburtstag hat, dann geht man da mal vorbei und guckt, ob man irgendwie ein schönes Souvenir oder so findet aus München.
Und heute war es auch so, also die Stadt, es war ein toller Tag, die Stadt war proppevoll und in diesem Gewürzladen war fast niemand. Also erstmal, ich war auch die Einzige unter 60, das kann man auch sagen. Du hast ja auch gesagt, zu seinen Hochzeiten, als es floriert hat, gab es mehrere Läden, Da war auch dieser Eisladen, der war geschlossen.
Also man hat einfach schon gemerkt, dass dieser Laden schon bessere Zeiten gesehen hat. Es ist natürlich trotzdem super beeindruckend, wenn man da reingeht, weil es erwarten einen Marmorsäulen, es gibt riesige Kronleuchter, dann alleine auch der Geruch. Man kennt es ja, wenn man sehr viele Gewürze einfach auf engem Raum hat, das ist schon was Besonderes, aber eben auch, ja, irgendwie so ein bisschen traurig und halt einfach nicht mehr, ja.
Die Geschichte schwingt halt mit. Total, ja. Es gab dann so ein Buchregal, wo dann alte Bücher irgendwie von ihm noch, ja, von vor 20 Jahren versucht wurden zu verticken und anscheinend nicht so auf große Kundschaft gestoßen sind und von den Gewürzen selber... Ich weiß nicht, wie ist das bei euch? Mit was kocht ihr denn gerne?
Steht ihr auf so Gewürzmischungen? Man merkt, wir haben ja auch eine Journalistin zu Gast. Hier kommt die erste Gegenfrage. Das sind wir nicht gewohnt. Wie ist das bei dir? Ich koche gar nicht mit Gewürzmischungen. Ich habe aber gerade gedacht, dass er ja vielleicht ein Vorreiter auf diesem Gebiet war.
Weil jetzt heutzutage kennen wir ja ganz viele Marken. Just Spices fällt mir ein. Hier Ankerkraut fällt mir ein. Es gibt noch viele weitere Marken, die mit diesen Gewürzmischungen ja super erfolgreich sind. Aber ich habe, glaube ich, bis auf so ein Avocado-Brot-Topping, habe ich gar keine Gewürzmischung zu Hause. Ich habe jetzt eine Gewürzschublade, Leute.
Ich bin jetzt so eine Person und liebe es komplett. Aber da sind keine Gewürzmischungen drin, sondern nur einzelne Gewürzverpackungen. Ja, nee, ich bin, glaube ich, nicht die richtige Kundin dann für Schubecks Gewürzmischung. Ich habe auch, ich hätte eigentlich so gerne auch was mitgebracht und was gekauft, aber ich habe es dann auch wirklich nicht eingesehen, weil es natürlich schon sehr teuer ist und weil es einfach nicht zu meiner Art zu kochen passt.
Also ich brauche die Basics, Salz, Pfeffer, Knoblauch und viel Chili. Ketchup, achso. Was Ketchup? Oh, das habe ich früher als Kind mal gemacht. Ich hatte mal so eine Ketchup-Phase. Zu jedem Gericht habe ich Ketchup genommen. Meine Mutter war immer sauer, hat sich sehr briskiert gefühlt. Da müssen wir, glaube ich, alle durch.
Aber ja, ich koche auch wenig mit zur Kochmischung, auch weil, wie du sagst, der Preis mich oft so ein bisschen abschreckt. Und weil jedes Gericht dann doch irgendwie ähnlich schmeckt am Ende, wenn man alles immer damit würzt. Ich habe so eine Curry-Mischung, die ganz lecker ist. Aber ansonsten halte ich davon auch eher Abstand.
Ich habe euch mal ein kleines Menü mitgebracht, aus den Südtiroler Stuben, damit ihr mal so eine Idee bekommt, was man da essen konnte. Und zwar ist das ein Lunchmenü, ein Business-Lunchmenü aus dem Jahr 2013. Dafür habe ich mal wieder unsere Lieblingsrecherche-Seite archive.org angeschmissen, wo man das Internet nach alten Informationen durchsuchen kann und habe eine Speisekarte aus dem Jahr 2013 gefunden.
Drei Gänge gibt es zum Mittag. Und was mich als erstes überrascht hat, war der Preis, Weil man hat damals schon 2013 für dieses Mittagsmenü 46 Euro gezahlt, was ich ordentlich finde. Selbst für München in der Innenstadt 2013 ist schon knackig. Kann ich mich mal ganz kurz outen? Ich habe mich eben nicht getraut.
Das Platze, wo genau ist das? Ist das bei dem Marienplatz? Ja. Am direkt oder? So eine kleine Seitengasse eigentlich. Also vom Marienplatz U-Bahn-Station läuft man vielleicht drei Minuten, dann ist man da. Also es ist wirklich mittendrin Altstadt, superschöne Gebäude, kleine Gässchen und eben sehr, sehr viele Touristen, die da vorbeilaufen.
Also eigentlich wirklich der absolute Hotspot für einen Laden, den man haben kann. Und da hatte der so viele Ladenlokale und Geschäfte, das ist ja Wahnsinn. Was muss der für Mieten bezahlt haben? Würde ich dir nur sagen. Ja, und einer der Läden sind die Südtiroler Stuben. Das ist auch eigentlich so sein Hauptrestaurant.
Also an dem Platz befindet sich auch noch das Orlando, das war sein zweites Restaurant. Beide Restaurants werden später noch wichtig, aber die Südtiroler Stuben, das war so das Flaggschiff, könnte man sagen. Und zum Mittag, ihr müsst euch jetzt bitte entscheiden, was ihr bestellen müsst. Also wir nehmen die Bestellung einmal auf.
Zur Vorspeise könnt ihr entweder gebeizte Lachsforelle wählen oder ein getrüffeltes Nudelgangal aus dem Parmesanlaib mit Abyssalgemüse. Da stand es auf der Karte. Was wählt ihr? Das ist so gemein, weil ich habe heute noch nichts gegessen. Sorry. Sorry. Ich nehme den gebeizten Lachs, weil Trüffel ist tatsächlich das Einzige, was ich nicht esse und was ich nicht mag.
Ansonsten bin ich eine Allesfresserin, kann man sagen. Ja, ich habe mich auch an Trüffel überfressen. Geht nicht mehr. Du hast dich an Trüffel überfressen. Das klingt so dekadent. Ja, also komplett der Mann ist am Boden geblieben. Nee, aber ich finde den Geschmack mittlerweile wirklich penetrant. Also ich habe das paar Mal gegessen dann war es mir einfach zu viel.
Dann hast du vielleicht nicht guten Trüffel gegessen, sondern so Trüffelöl oder so. Also ich werde auf jeden Fall das Trüffelgericht essen. Das schmeckt einfach, das schmeckt so krass nach modrigem Keller. Ich kann auch den Geruch nicht haben. Das ist echt, verstehe ich nicht. Lilly, du magst es. Ich habe mich noch nicht an Trüffel überfressen, ja.
Aber dieses getrüffelte Nudelgangerl, das war ja auch ein Stück weit so sein Signature-Dish. Also das habe ich jetzt auch paar Mal immer wieder gelesen und gehört, dass so, ja dafür war er bekannt, der Fonsi. Der Fonsi hat auch eine Hauptspeise und zwar entweder Forelle-Müllerin-Art oder Krustenschweinebraten mit Kraut, Kartoffeln und Speck.
Ich hatte zur Vorspeise schon den gebeizten Lachs. Das ist ein bisschen fischlastig dann bei mir. Deswegen nehme ich vielleicht den Krustenbraten. Sehr gut. Da haben wir alles. Könnt ihr auch schön teilen. Das ist auch Shared Menu. Ich wollte gerade sagen, wir kennen uns jetzt noch nicht so gut, Helene. Aber wir müssen schon unterschiedliche Dinge nehmen, damit wir bei der anderen Person vom Teller probieren.
Du darfst sehr gerne bei mir probieren. Bin ich du bei mir auch. Zur Nachspeise dürft ihr nichts mehr wählen. Da gibt es Kaiserschmarrn mit Kardamom und Quittenkompon. Boah, ey, nach so einem Schweinebraten noch ein Kaiserschmarrn. Wollt ihr mich eigentlich veräppeln? Und getrüffelten Nudeln in der Vorspeise aus dem Parmesanleib.
Also, dass man da überhaupt noch laufen kann. Ja, super raschend. Das ist für ein Business Lunch auf jeden Fall stabil. Danach schläft man erst mal drei Stunden im Sessel. Oh Gott. Also, das ist das Menü im Jahr 2013 in den Südtiroler Stuben. Wir gehen mal ein bisschen weiter in der Geschichte und ich erzähle euch, was da so abging und wie das Imperium Schubeck mitten in München brummt.
Nur ein paar Schritte von den Südtiroler Stuben entfernt liegt das Münchner Hofbräuhaus. Neben seinen Stammkunden kann Schubeck hier also auch auf eine gute Portion Laufkundschaft setzen. Bei der Planung und der Umsetzung seiner neuen Restaurants vertraut er vor allem einer Person, ihm selber. Alphax Schubeck ist ein Perfektionist, der Entscheidungen für all seine Unternehmungen am Ende alleine trifft.
Es ist also keine Überraschung, dass er seine Restaurants auch als alleiniger Geschäftsführer führt. Nebenbei steht er dann auch noch fast jeden Abend selber im Restaurant, geht von Tisch zu Tisch, ist Gastgeber. Der Fonzi, der braucht den Kontakt zu seinen Fans und Verehrern. Wenn der Tag vorbei ist, geht es spätabends noch einmal ins Fitnessstudio.
Kopf ausschalten und gesund bleiben, das ist seine Devise. An manchen Tagen fährt er selbst morgens um zwei noch zu seinem Personal Trainer, um seine Fitnesseinheit zu absolvieren. Selbst nach einem normalen 16-Stunden-Tag. Schlaf ist überbewertet. Wie wenig Schubeck schläft, schockt in der Talkshow 3 nach 9 sogar den Moderator und Zeit-Chefredakteur Giovanni Di Lorenzo.
Also ideal, wenn ich jetzt sechs Stunden zusammenbringe, da das ja. Sechs Stunden ist das Maximum? Ja, länger habe ich noch gar nicht geschlafen. Dann war ich richtig fit. Krass. Er ist wie Cristiano Ronaldo. Schläft er auch nur sechs Stunden? Über den gibt es doch so diese Urban Legend, dass er immer in so kurzen Schlafabständen ein, zwei Stündchen schläft.
Und der ist sechsfacher Vater oder fünffacher Vater. Der hat sich wahrscheinlich auch viel um die Kinder gekümmert. Ronaldo oder Schubeck? Ronaldo. Über Schubecks, das ist ein guter Punkt, Helene, über Schubecks Privatleben weiß man sehr, sehr, sehr wenig. Und auch Leute, die mit ihm eng zusammengearbeitet haben, wissen wenig.
Man weiß so grob, dass er Kinder hat, dass er verheiratet war etc. Aber der hat die immer aus der Öffentlichkeit rausgehalten. Also dazu gibt es ganz, ganz, ganz wenig. Was finde ich auch okay ist. Alfons Schubeck ist ein Getriebener. Es würde den Rahmenspring aufzuzählen, was er in den letzten 20, 30 Jahren alles gemacht hat.
Nur mal ein kleiner Einblick. Er öffnet Restaurants in ganz Deutschland, bringt unzählige Kochbücher raus, hat Live-Auftritte, eine eigene Erlebnisgastronomie in München, das Theater, über das wir schon gesprochen haben. Er bringt seine eigene Produktlinie bei Rewe raus, macht das ganze Catering für die Messe München, hat Werbeverträge, unter anderem für McDonalds, bringt seine eigenen Gewürze auf den Markt, Tees und dann sieht man ihn immer wieder beim FC Bayern oder in seinen Fernsehsendungen im ZDF oder im BR.
Kurz gesagt, an Alfons Schubeck vorbeizukommen ist ab 2003 quasi unerwartet. Dass er die Gastronomie in München mittlerweile im Alleingang beherrscht und sich bis zum Maximum selbst vermarktet, zieht aber auch viel Neid auf ihn. Ein Gastronom aus der Nachbarschaft sagt über ihn, der Alphons ist ein super Typ, aber was der da anbietet, ist doch nichts Besonderes.
Ich verstehe nicht, warum der einen Stern hat. Und diesen Satz habe ich öfters gehört in meiner Recherche. Netter Typ, durchschnittliches Essen. Aber solche Sätze, die sind dem Alphons wurscht. In einem Interview von 2009 sagt er, wer sich beschwert, der soll halt auch jeden Tag 18 Stunden arbeiten. Dann schauen wir mal, wie lange er das durchhält.
Kurz zuvor, im Jahr 2007, hat Schubeck mittlerweile sein zweites Restaurant am Platzel eröffnet, das Orlando. Hier serviert er bayerisch-mediterrane Küche. In seinen Augen hat er, der kleine Junge, sich mit harter, entbehrungsreicher Arbeit aus einfachsten Verhältnissen hochgearbeitet, bis an die Spitze der Münchner High Society.
Doch es wird bald auch klar, dass er diese Härte nicht nur an sich anlegt. In einem Bericht der Zeit melden sich jetzt ehemalige Mitarbeiter von Schubeck zu Wort. Sie berichten von einem Arbeitsklima, das hart und unbarmherzig war. Ein Mitarbeiter erinnert sich, wenn du Schubeck gesagt hast, ich habe Schmerzen, weil ich Kisten mit 20 Kilogramm Fleisch tragen musste, hat er den Arzt gerufen, Spritze ins Kreuz, Schmerzmittel. und dann hat Schubeck gesagt, jetzt kannst du weiterarbeiten, Junge.
Dazu gilt die Bezahlung bei Schubeck als unterdurchschnittlich, denn man arbeitet ja bei einem großen Namen. Nun ist es so, Berichte über diese Art der Arbeitsbedingungen sind in der Gastronomie bis heute leider keine Einzelheit. Es zeigt aber auch, der gemütliche Fernsehkoch kann auch ganz anders, wenn es hart auf hart kommt.
Es gilt weiter, immer weiter. Probleme gibt es nicht, nur Lösungen. So ist Alfons Schubeck bis jetzt immer mit Problemen umgegangen. Egal, ob es um den Anlagebetrug in den 90ern ging oder auch Restaurants, die natürlich auch immer mal wieder schief gingen. Das gehörte einfach dazu zum Geschäft. Die Kraft, jeden Tag wieder Vollgas zu geben, holt er sich immer abends vom Schlafengehen, wie er wiederum bei 3 nach 9 erzählt.
Jeden Tag streiche ich mein Leben durch ein Sieb, nehme den geistigen Rucksack, stelle ihn vors Bett hin und überlege mir, was ich am nächsten Tag zwischen 8 und 12 machen soll, wenn etwas Negatives dabei ist, damit ich den Mut habe, das in der Früh zu machen. Mit dieser Einstellung gelingt es Schubeck, ein echtes Imperium aufzubauen.
Ein Imperium, das am Platzl in München einen Teeladen, ein Gewürzladen, einen Eissalon, eine Kochschule und die zwei Restaurants Orlando und Südtiroler Stuben umfasst. Und das trotz kleineren Rückschlägen quasi immer weiter wächst. Bis das Imperium von König Alfons am 26. Juni 2019 von heute auf morgen plötzlich gewaltige Risse bekommt.
Welchen Eindruck macht der in dieser Zeit auf euch? Vielleicht auch, wenn ihr so zurückdenkt, wie ihr ihn damals gesehen habt, empfunden habt. Ich muss sagen, ich habe den vielleicht fünfmal oder so im Fernsehen gesehen, weil als der seine Fernsehhochzeiten hatte, war ich nicht Zielgruppe, glaube ich.
Also ich habe solche Sendungen früher wenig geguckt und auf mich wirkte der immer wie so ein bisschen so ein zu gemütlicher, nicht besonders humorvoller Typ. Also ich fand den irgendwie nicht besonders sympathisch gleichzeitig. Wusste ich natürlich überhaupt nicht, was der alles gemacht hat. Also für mich war der halt dieser Fernsehkoch, der da ab und zu mal irgendwelche Gerichte gezaubert hat und ich glaube, ich wusste auch, dass er ein Restaurant hat und diese Gewürzmischung kannte ich auch, aber was der alles gemacht hat, wusste ich nicht.
Und dann finde ich es umso krasser, dass er dann auch noch Zeit hatte für diese ganzen Fernsehsachen, wahrscheinlich haben die auch nochmal gut Geld gebracht, aber trotzdem hat er so viele verschiedene Bereiche bespielt, bekocht, beackert, bearbeitet, dass ich wirklich sehr beeindruckt davon bin. Ich glaube, es gab so vor, ja, es ist schon eine Weile her, vielleicht so vor sechs, sieben Jahren gab es mal so einen Zeitpunkt, wo auf einmal ganz viele investigative Recherchen auch ans Licht gekommen sind, die wirklich diese Zustände in der Gastro-Szene beleuchtet haben.
Und da kam auch raus, dass ein ganz großer Drogenkonsum herrscht und so. Und ich glaube, das war so allerspätestens der Moment, wo dieses Bild, was man vielleicht von so einem gemütlichen Koch und hier ein bisschen Gewürz und hier ein bisschen Gemüse, da total zerbrochen ist. Und wenn man dann nicht in Anführungsstrichen nur ein normaler Koch ist, sondern sich gleichzeitig eben noch so ein Imperium aufgebaut hat, da ist es glaube ich nicht so überraschend, dass da wirklich eine lange Geschichte und ein sehr getriebener absoluter Workaholic dahinter steckt. Ja, total.
Für mich war er auch immer so ein normaler Fernsehkoch, der seine Restaurants hatte und seine Gewürze und Kochbücher, sagen wir mal, das Standard-Set. Aber die Ausmaße wurden mir jetzt auch erst so richtig bewusst in der Recherche. Für mich wirkt der auch immer so ein bisschen gemütlich. Aber ich habe jetzt in der Recherche, ich meine, mit solchen Zahlen muss man immer ein bisschen vorsichtig sein, aber wir arbeiten ja in der Branche und ich kann das schon nachvollziehen, dass er für Auftritte, Fernsehauftritte in seiner absoluten Hochzeit bis zu 25.000 Euro bekommen hat.
Das ist ungefähr wie bei mir. Der sich ab Trüffel schon überfressen hat. Das ist aber in der Fernsehwelt schon eher oberes Regal. Ich habe es schon angedeutet, 2019 kommen die ersten Berichte raus und das Imperium. Fängt an zu bröckeln. Am 26. Juni 2019 berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland zum ersten Mal über den Verdacht, dass der Starkoch Alfons Schubeck Steuern hinterzogen hat.
Und zwar eine ganze Menge. Es soll um eine Summe von mehr als eine Million Euro gehen. Diese Grenze ist nicht ganz unwichtig, denn wenn es um Steuerhinterziehung geht, gilt das als die unausgesprochene Grenze, ab der man nicht mehr mit einer Bewährung davon kommt und auf jeden Fall ins Gefängnis muss.
Spick selber erklärt, kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe, dass er sehr eng und sehr offen mit den Behörden zusammenarbeiten werde, um alle Vorwürfe zu entkräften. Aber dann passiert erst mal lange nichts. Und irgendwie doch ganz viel. Wie jeder andere Gastronom hat Alfons Schubert ab März 2020 mit der Corona-Pandemie zu kämpfen.
Die Stadt liegt lahm, Touristen gibt es nicht mehr, er muss alle Läden und beide Restaurants am Platz schließen. Er bemüht sich, die angekündigten Staatshilfen zu bekommen und so seine Restaurants am Leben zu halten. Nach Schätzungen von Brancheninsidern muss er alleine für die Südtiroler Stuben und das Orlando jeweils gut 30.000 Euro Miete pro Monat zahlen.
Hinzu kommen die Fixkosten seiner zahlreichen anderen Geschäfte. Der Mann, der immer eine Lösung für seine Probleme findet, der 18 Stunden am Tag arbeitet, muss sich geschlagen geben. Am 19. Juli 2021 meldet er mit seiner Holding der Schubeck GmbH Insolvenz an. In seinem Filmgeflecht aus zwölf Firmen gibt es nur noch Hoffnung für das lukrative Gewürzgeschäft am Platzel und für seine Beratertätigkeiten.
Als Grund für die Insolvenz gibt Schubeck an, dass die vollmundig angekündigten Staatshilfen ausgeblieben sind. Weiteres privates Geld könne er nicht in die Unternehmen stecken. Aber Schubeck gibt sich, wie immer, kämpferisch. Über seine Anwälte teilte dem Stern mit, ich habe schon viele Krisen überstanden.
Mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir auch die Insolvenz meistern. Doch das größte Problem für Schubeck ist im Jahr 2021 nicht die Insolvenz. Nach über zwei Jahren hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen beendet. Und offensichtlich genügend Beweise, um eine Anklage gegen Alfons Schubeck wegen Steuerhinterziehung zu erheben.
Ein Jahr später, am 5. Oktober 2022, beginnt der Prozess vor dem Landgericht München. Erst jetzt erfährt die Öffentlichkeit, warum die Staatsanwaltschaft so lange gebraucht hat, alle Beweise zu sammeln und wie groß das Ausmaß der Steuerhinterziehung möglich ist. Ich sage bewusst, die Öffentlichkeit erfährt es. Denn in München gilt es schon länger als offenes Geheimnis, dass Schubecks Umgang mit Geld zumindest zweifelhaft ist.
Dabei geht es nicht darum, dass er auf großem Fuß lebt, mehrere Wohnungen in und um München besitzt oder durch ganz Deutschland jettet. Nein, vor allem geht es darum, wie Rechnungen beglichen werden bei Schubeck. Mit Säcken voller Geld, die auf den Tisch geknallt werden. Fast. Für viele Lieferanten ist klar, wenn man dem Schubeck was liefert, Dann kommt die Bezahlung entweder spät oder erst auf Nachfrage.
Dazu rief man am besten bei seiner Sekretärin an, die dann direkt fragte, wie viel Geld man denn aktuell bräuchte. Das Geld wurde dann unkompliziert, ohne Angabe einer Rechnungsnummer überwiesen. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, warum haben ihn dann trotzdem noch so viele beliefert? Zum einen steigerte es natürlich das Ansehen, wenn man sagen konnte, ich beliefere übrigens auch den Schubeck. Das war eine Art Gütesiegel in Bayern.
Zum anderen war der Fonzi einfach beliebt. Er hatte Charisma, immer ein nettes Wort übrig und war einfach ein direkter, ehrlicher Typ, der nicht lange drum herum redete. Wenn er was versprach, kam das auch. Doch nun, 2021, war Schubeck pleite und angeblich ein Steuerhinterzieher. Da half auch kein Charisma mehr. Der tiefe Fall von ganz oben.
Ja, man kann natürlich jetzt fragen, wie weit das noch mit Corona zusammenhängt, aber ich glaube, das war am Ende Zufall, dass das so ineinander gegriffen hat, auch die Insolvenz. Weil all die Themen natürlich vor Corona stattgefunden haben. Aber ich finde es dann irgendwie schon ein bisschen mies, dass er dann währenddessen erst mal noch sagt, sodass er keine Corona-Hilfen bekommt und Insolvenz anmeldet, weil irgendwie alle eher gegen ihn arbeiten, während er die Jahre davor eigentlich...
Richtig scheiße gebaut hat. Vielleicht hat er einfach noch versucht zu retten, was zu retten ist und wusste aber eigentlich schon, was da so noch auf ihn zukommen würde. Ja, was ich wirklich in der ganzen Geschichte nicht richtig einschätzen kann. Wie sehr war er sich dessen bewusst, dass es möglicherweise zu Problemen führen kann?
Er hatte eine Person, die die Buchhaltung für all seine Unternehmen gemacht hat. Das kann nicht gut gehen. Da gab es niemanden, der da mal finanziell drauf geschaut hat, also eine Art CFO in diesem Unternehmen. Das gab es alles nicht. Kann man sowas verdusseln? Das ist ja wirklich eben die große Frage, wenn man die Mittel hat, wenn man das so weit geschafft hat, der hätte sich ja, weiß ich nicht, die besten 100 Steuerberater im ganzen Land hätte er sich hier leisten können.
Er wird ja welche gehabt haben, weil ich meine, du kannst ja nicht einfach so ein Imperium führen und haben, ohne dass da jemand am Ende mal eine Steuererklärung macht. Aber die Leute, die da drauf geschaut haben, waren das Leute, die ihm nichts Gutes wollten, waren das Leute, die da mitverdienen wollten.
Es sind ganz, ganz viele Fragen, die wir heute leider nicht klären können, aber das muss man, glaube ich, immer so ein bisschen im Hinterkopf haben, wie es vielleicht dazu kam oder wie sie das entwickelt hat. Aber Flur, du hast dich jetzt am meisten mit ihm beschäftigt, hast du denn eine Tendenz zu, ist er vielleicht am Ende nur einfach selber Opfer gewesen und hat alles gar nicht so gemeint oder war da doch böse Absicht mit dabei?
Ich würde sagen, ich steige mal ins nächste Kapitel ein und dann klären wir die Frage danach, weil dann wisst ihr so viel wie ich und dann können wir einmal darüber sprechen. Gut zurückgespielt den Ball. Anfang Oktober 2022 beginnt der Prozess gegen Alfons Schubeck. Und dieser schlägt wie eine Bombe in sein Imperium ein.
Seine treuesten Wegbegleiter wenden sich von ihm ab. Nach fast 30 Jahren nimmt der Bayerische Rundfunk seine Sendung Schubecks aus dem Programm. Mit dem ehemaligen Liebling der deutschen Gastro- und Fernsehbranche möchten viele nichts mehr zu tun haben. Für Gericht eröffnet die Staatsanwaltschaft die Verhandlung mit einer ersten Übersicht. Sie gehen davon aus, dass Schubeck mehr als 2,3 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben soll.
In den Südtiroler Stuben und im Orlando. Insgesamt gehen sie von weit mehr als 1000 verschwundenen Rechnungen aus. Das heißt, die Gäste haben bezahlt, aber es gab nie eine Rechnung. Aber wie konnte das Geld verschwinden? In der Gastronomie gelten strenge Regeln, wie Quittungen erstellt werden müssen.
Die Staatsanwaltschaft kann ein Kronzeugen präsentieren. Jürgen W. Der Softwareentwickler hat in den letzten 20 Jahren immer wieder für Schubeck gearbeitet und eine eigene Software für ihn programmiert. Das Ziel der Software war eigentlich zu verhindern, dass sich Kellner bei der Abrechnung Geld in ihre eigene Tasche stecken können.
Es sei ihm aber bewusst gewesen, dass Schubeck damit auch Umsätze löschen und Bargeldentnahmen verschleiern konnte. Mit anderen Worten, mit dem Programm konnte der Chef persönlich Rechnungen manipulieren, löschen und sich so das nicht-dokumentierte Geld aus der Kasse nehmen. Aber stimmt das? Hatte Schubeck wirklich persönlich mehrere Millionen Euro in bar aus der Kasse genommen?
Dieses System hätte über Jahre laufen müssen. Schubeck ist zunächst zurückhaltend im Prozess, sagt nicht viel. Sein Anwalt hingegen beschreibt ihn als einen Unternehmer, der immer nur aufgebaut hat. Er wollte Ideen verwirklichen, Das kaufmännische hätte er dabei vielleicht manchmal etwas aus den Augen verloren.
Nach seinem Anwalt versucht sich auch Schubeck selber als den ambitionierten Unternehmer und begeisterten Koch darzustellen. Er erzählt, dass er seit 33 Jahren Sternekoch ist, dass er sich alles hart erarbeitet hat, aber nie aufs Geld aus war. Als die Richterin ihn bittet, noch einmal seine Lebensgeschichte zu erzählen, erwacht der Koch zum Leben.
Der charmante Fernsehkoch und Entertainer ist zurück. Er schwelgt in Erinnerung, gibt der Richterin Kochtipps und erklärt, wie Ingwer die Fettaufnahme im Darm reguliert. Allen Anwesenden wird klar, sie haben es hier mit einem absoluten Maniak zu tun. Jemand, der das Kochen und seine Unternehmen liebt.
Doch all das hilft ihm nicht weiter. Als die Richterin wissen möchte, wo denn jetzt die ganzen Millionen geblieben sind, die ja offensichtlich verschwunden sind. Darauf kann er keine schlüssige Antwort geben. Schubeck spielt die nächsten Tage auf Zeit. Ein angeblicher Investor soll seine Steuerschulden auflösen, doch der macht einen Rückzieher.
Danach gibt Schubeck zu. Ja, die Rechnungen hat er selber manipuliert. Anfangs, so gegen 2009, 2010, habe er in Orlando eine Reihe von Rechnungen im Nachhinein geändert. Das Geld nahm er sich dann in bar aus der Kasse. Auf diesem Weg verschwinden im Jahr 2010 687.146,88 Euro. Bitte? So viel Bargeld hat er sich aus der Kasse genommen? Ja.
1763 Rechnungen musste er dafür bearbeiten. Das Geständnis kommt spät, aber es kommt. Das Gericht bewertet das als positiv. Das Orlando ist das eine, aber was ist mit den Ungereimtheiten in den Südtiroler Stuben? Damit hatte er nichts zu tun, sagt Schubeck. Da wüsste er nicht mal, wie man das System bedient.
Doch zwei Tage später gibt er zu. Ja, da steckt er auch dahinter. Auch hier habe er Rechnungen umgebucht, gelöscht und Bargeld ernanommen. Davon wusste niemand etwas. Nur er. Und natürlich Jürgen W., sein Programmierer. Er bittet um Entschuldigung, dass er dieser Mittwoch nicht in der gewünschten Deutlichkeit gesagt habe.
Um sich Schubeck so schwer tut, das alles zuzugeben, ist unklar. Wahrscheinlich wird ihm nur so langsam bewusst, hier kommt er nicht mehr raus. Die beste Strategie ist es, einfach alles zuzugeben. Es ist vorbei. Die Beweise sind erdrückend. Vielleicht ist es auch eine Art Befreiung, dass dieses Geheimnis jetzt raus ist.
Die Staatsanwaltschaft kann belegen, dass Alfons Schubeck zwischen 2009 und 2015 im Orlando insgesamt 2.039.011,05 Euro Umsatz an der Steuer vorbeigeschleust hat. In den Südtiroler Stuben gegenüber waren es zwischen 2010 und 2014 insgesamt 2.178.380,98 Euro. Hier hat er nahezu täglich mit Ausnahme von 61 Tagen Rechnungen gekürzt.
Insgesamt 5.402 Stück. Alle hatten gemeinsam, dass sie bar bezahlt wurden. Die große Frage ist nun, was ist mit dem Geld passiert? Denn auf seinen Konten ist Ebbe. Schubeck behauptet, er habe damit nur Defizite aus anderen Unternehmungen bezahlt und die Ausbildung seiner Kinder unterstützt. Als alle Zeugen vernommen sind, liest die Richterin Andrea Wagner noch einen Brief der Belegschaft der Südtiroler Stuben vor.
Darin nehmen die MitarbeiterInnen ihren Chef in Schutz. Sie bitten um Milde. Er sei zwar ein harter Hund, aber wenn es Probleme gab, dann hat der Alfons geholfen. Sie würden ihren Alfons nur ungern verlieren. Als die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten für Schubeck fordert, wirkt dieser abwesend und schaut ins Leere.
Sein Anwalt Sascha König hofft auf eine letzte Rettung. Als letztes Argument für eine Strafmütterung verweist der Anwalt auf die Lebensleistung von Schubeck und seine Reue. Die abschließenden Worte liest Schubeck von einem Papier ab. Ich weiß, dass es falsch war, was ich getan habe. Er könne es nicht mehr ändern, aber versuchen, den Schaden wieder gut zu machen und Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
Die Richterin Andrea Wagner macht aber schnell klar, dass er nicht mit großem Verständnis rechnen kann. Sie sagt, Schubeck habe eine hohe kriminelle Energie gezeigt. Hier handelt es sich nicht um einen Fall, wo schnell mal jemand in die Kasse greift. Er steht hier vor den Trümmern seines Lebens. Aber die Trümmer habe er selbst verschuldet.
Am Abend, als der Prozess zu Ende geht, vor der Urteilsverkündung, geht Alfons Schubeck noch ein letztes Mal in sein Theatro, das Eventzelt, in dem gegessen, gesungen und getanzt wird. Auch hier wurde der Name Schubeck in den letzten Wochen gestrichen. Aber eine Sache lässt der begnadete Musiker sich nicht nehmen.
Auf der Bühne singt er Can't Help Falling in Love und Sweet Caroline. Can't Help Falling in Love. Music. Am 27. Oktober 2022 fällt das Landgericht München das Urteil. Alfons Schubeck wird zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Zudem muss er den Betrag zurückbezahlen, den der Staat durch die Steuerhinterziehung verloren hat.
Insgesamt sind das 1.233.621,81 Euro. Für Jürgen W., den Programmierer, macht es sich bezahlt, als Kronzeuge ausgesagt zu haben. Er hält ein Jahr auf Bewährung. Es ist das Ende des Prozesses, aber noch nicht das Ende unserer Geschichte. Cliffhanger. Ja. So, das war jetzt ein langer Ritt durch den Prozess.
Aber ja, Elena, ich spiele die Frage einfach mal zurück. Ja, das hat sich jetzt von selber geklärt. Weiß man jetzt, was mit dem Geld passiert ist? Wo das ist? Nee. Also muss irgendwo in München müssen Mengen an Bargeld versteckt sein. Ich glaube, ich muss da nochmal hinzusammeln, nochmal ganz genau in die Regale gucken. Oder das Platzel mal umgraben.
Ja, also ich, ganz ehrlich, ich nehme es ihm sogar ein Stück weit ab, dass er das in andere Unternehmungen gesteckt hat, andere Leute bezahlt hat, vor allem jetzt, wo ich auch weiß, wie Rechnungen bei ihm beglichen wurden, mit hier hast du mal irgendwie 2000 Euro und von dem, wie ich ihn jetzt kennengelernt habe, kann ich mir schon vorstellen, dass er, wenn irgendwo ein Restaurant Schieflager hatte, Weißt du, der hatte ja, der hatte ja, keine Ahnung, in Frankfurt am Flughafen hatte er ein Restaurant.
Also, weißt du, solche Sachen. Und wenn da mal 5.000 Euro gefehlt haben, dann wurde die Person halt damit bezahlt. Das nehme ich ihm sogar ein Stück weit ab. Aber ja, das ist, ich meine... Das ist eine unfassbare Menge Geld. Das sind über vier Millionen, die da einfach in bar aus der Kasse gewandert sind.
Ja, und dank eines Systems, das er sich selber hat schaffen lassen, ne? Ja, ja. In meiner Brust schlagen so ein bisschen zwei Herzen, weil von allem, was du auch über ihn gesagt hast, wie andere ihn beschrieben haben, dass er eine Belegschaft einen Brief schreibt, dass sie ihn nicht verlieren wollen.
Ich habe gerade so daran gedacht, vielleicht hat er auch, wenn es mal jemandem privat und finanziell irgendwie schlecht ging, gesagt, hier komm, mein Lieber, du arbeitest seit vielen Jahren für mich, hier hast du ein paar Tausender oder so. So wirkt er. Ja, das traue ich ihm nämlich auch zu. Und das sind alles Dinge, die ich dann wieder, ja, die ich dann halt sympathisch finde.
Aber dieses, ja, von langer Hand geplante und sich selbst geschaffene System von, ich kann jetzt hier Rechnungen fälschen oder streichen und mir das alles so ein bisschen selber zurechtlegen, das ist dann wieder was, wo ich denke, nee, Alfons. Aber es wäre natürlich die schönere Heldengeschichte gewesen, auch wenn man weiß, woher er kommt, eben aus diesen sehr einfachen Verhältnissen, wie er sich da hochgearbeitet hat und Flo, du hast es auch wirklich so gut erzählt, also man will eigentlich wirklich, dass dann doch rauskommt, dass es noch einen Bösewicht gibt oder so und er, ja, tatsächlich einfach nur der nette Koch ist, der eine große Leidenschaft hat und will, dass es anderen Leuten schmeckt oder
so, aber die Realität sieht offenbar anders aus. Ja, jetzt wo er im Gefängnis sitzt, in Landsberg, gibt's eine relativ absurde, vielleicht auch makabere Parallelität, denn, wie ihr euch vielleicht erinnert, saß sein Buddy, Uli Hoeneß, da einige Jahre zuvor im Gefängnis und als Hoeneß dort im Gefängnis war, das wusste ich auch nicht, hat Schubeck den jeden Tag mit Essen beliefert.
Was? Und jetzt sitzt er selber in diesem Gefängnis. Ich hoffe, dass der Uli sich irgendwie erkenntlich gezeigt hat. Der Uli hat sich über all die Jahre immer wieder erkenntlich gezeigt. Also das habe ich jetzt auch rausgehört. Die ganze Führungsriege Beckenbauer, Rummenigge, Hoeneß, Schubeck, die waren so.
Für alle, die uns jetzt nicht in irgendeinem Video sehen, ich kreuze meine Finger. Also sie waren sehr, sehr eng verwandelt. Kein Lasagneblatt passte zwischen sie. Ja, und auch kein fein gehobelter Trüffel. Ja, das fand ich irgendwie eine ganz absurde Parallelität. Uli Hoeneß ist mir übrigens bei dieser Spendengeschichte auch mal über den Weg gelaufen.
Wahnsinn, wie sich hier die Kreise schließen, das gibt es doch nicht. Ja, ich habe ja gesagt, der Prozess ist zu Ende, aber die Geschichte noch nicht, weil in den letzten Wochen gab es neue Entwicklungen zu Schubeck. Ich weiß nicht, ob ihr davon etwas mitbekommen habt. Ich nicht. So, kommt noch mal irgendwas mit den Corona-Hilfen? Richtig.
Am 23. August 2023 tritt Alfons Schubeck schlussendlich in der JVA Landsberg seine Haftstrafe an. Alfons Schubeck hat die Hoffnung, dass er nach gut anderthalb Jahren wieder rauskommt. Bei guter Führung und einer guten Prognose. Aber man muss kein Mathe-Genie sein, um einmal durchzurechnen. Die anderthalb Jahre sind um und Alfons Schubeck ist immer noch nicht auf freiem Fuß.
Und das liegt daran, dass der nächste Prozess droht. Denn am 16. Oktober 2024 erhebt die Staatsanwaltschaft erneut Anklage gegen Schubeck. Es geht um Insolvenzverschleppung und Betrug im Zusammenhang mit den Corona-Hilfen. Insgesamt geht es um versuchten Betrug in fünf Fällen, Subventionsbetrug in 19 Fällen sowie Insolvenzverschleppung in neun Fällen.
Auch diesmal drohen ihm mehrere Jahre Haft. Schubeck, der mittlerweile in der JVA Rotenfeld sitzt, fielte damit nicht nur die Hoffnung auf eine frühere Entlassung, sondern auch die ihm zugestandenen Privilegien wie Wochenendfreigänge, eine Arbeitserlaubnis und die Möglichkeit auf Arztbesuche. Das Verfahren soll am 24. Juni 2025 beginnen.
Das Imperium Schubeck ist heute auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Einzig der Gewürzladen am Platzlad überlebt. Das Orlando und die Südtiroler Stuben wurden 2022 geschlossen. Auch den Eissalon und den Teeladen gibt es nicht mehr. Im März 2025 wird bekannt, dass die Südtiroler Stuben neu eröffnet werden sollen.
Der Freistaat Bayern, dem das Gebäude gehört, hat das Restaurant an die Wein-Stefan-Brauerei vermietet. Wann Alfons Schubeck wieder ein freier Mann ist, können wir Stand heute noch nicht sagen. Aber wenn er wieder auf freiem Fuß ist, da sind sich die meisten sicher, wird er wieder kochen. Denn ohne kann er nicht. Und selbst wenn er nur irgendwo Würste verkauft, die Leute würden kommen.
Denn in Bayern, da lieben sie ihren Fonsi. Das war der Fall Alfons Schubeck und irgendwie auch eine halbe Biografie zu Alfons Schubeck. Ja, irgendwie muss man das erstmal sacken lassen. Ich wusste wirklich nicht, wie viel dahinter steckt, auch bei dieser Lebensgeschichte. Ja, auf der einen Seite ist man irgendwie total sauer auch, weil warum müssen ausgerechnet immer die, die es sowieso schon am besten haben von allen, sich dann noch bereichern?
Ja, dann am Ende auch an der Gesellschaft und dass man dafür dann irgendwie auch eine gerechte Strafe bekommen sollte, ist natürlich klar. Glaube aber schon auch, dass er sich auch nochmal, wenn er dann wieder draußen ist, tatsächlich wieder hocharbeiten kann und dass man ihm das oder die meisten zumindest ihm vielleicht sogar verzeihen würde.
Ja, ich sehe es wie Helene. Es zeigt einfach so wieder mal, dass es die Gleichzeitigkeit von Dingen gibt. Also es ist ja nie was schwarz und weiß. Der Mann ist nicht nur ein abgebrühter Betrüger, wie wir heute gelernt haben. Ich finde seine Lebensgeschichte übrigens total spannend. Ich wusste sehr vieles davon nicht und du hast das sehr schön erzählt heute, Flo.
Aber am Ende des Tages zählt halt das, wofür er rechtskräftig verurteilt wurde. Und das ist eben, ja, das ist halt eben Betrug und Steuerhinterziehung. Und wenn er auch noch Corona-Hilfen irgendwie verschleppt hat und dann auch noch gesagt hat, dass sie ihm verwehrt wurden und so, das finde ich, das ist einfach, das sind keine edlen Dinge.
Ich glaube aber auch wie Helene, dass er, wenn er freikommt, dass er sich schnell wieder rehabilitieren wird. Weil wenn die Leute ihren Fonsi, wie du ihn heute schon so häufig genannt hast, so lieben und er ja so ein beliebter Mensch war und dann irgendwie keinem so, also er hat Leuten wehgetan und natürlich hat er auch irgendwie allen wehgetan, weil wenn man Steuern hinterzieht, dann tut man der, Gesamtgesellschaft auf jeden Fall nichts Gutes, aber er hat ja dann irgendwie doch, also ich weiß nicht, wie ich das sagen soll, ohne dass ich, ich will auch nicht zu sehr mit ihm sympathisieren, aber ich kann mir vorstellen, dass die Leute ihm, schnell wieder positiv gestimmt gegenübertreten werden. Wo es übrigens dann
auch wieder eine Parallele zu seinem Buddy Hoeneß gäbe. Ich finde es vor allem in erster Linie einen tragischen Fall. Bewusst das Geld aus der Kasse nehmen, das ist das eine. Dafür ist er verurteilt und da gibt es keine zwei Meinungen. Das andere ist das ganze Finanzielle und Kaufmännische in seinem Unternehmen.
Da hoffe ich einfach irgendwie für ihn, dass er, wenn er wieder rauskommt, an die richtigen Leute kommt, die ihn da einfach unterstützen. Weil dieses Imperium war ja eigentlich da. Das hätte nur richtig gemanagt werden müssen. Ich meine, das war auf einem Level, ich meine, so weit weg von J.B. Oliver und Gordon Ramsay, von dem, was er da an Restaurants, Unternehmen und sonst was hatte, war das jetzt nicht so weit weg.
Und es sind ja auch irgendwie Leute, die es geschafft haben, mit den richtigen Leuten das nachhaltig aufzubauen und am Leben zu halten. Und das hoffe ich, dass er da irgendwie die richtigen Leute findet. Und am Ende, ich meine, er ist heute 76, dass er einfach, ja, eine entspannte Rente irgendwie hat.
So ein bisschen, das denke ich mir gerade so ein bisschen, dass er da Leute findet, mit denen er da was aufbauen kann und die ihm vielleicht auch mal sagen, du Alphons, so eine Software zu programmieren und da mit Rechnung zu manipulieren, vielleicht nicht die beste Idee. Lass das mal lieber. Ja, spannend. Danke Flo. Ja, danke dir. Ja, sehr, sehr gerne.
Danke Helene, dass du da warst, dass du uns deine Gedanken zu Alphons Schubeck geteilt hast und dass du auch, ich glaube, wir hatten noch nie ein Gast, eine Gästin, die so gut vorbereitet war, noch mal an den Ort des Geschehens gegangen ist. Ja, also das finde ich auch wirklich ganz hervorragend. Ja, aber ich kam mir wirklich so schlecht vor, weil ich mich ja nicht inhaltlich vorbereiten durfte und sich das wirklich komisch angefühlt hat.
Ja, verstehe ich, verstehe ich, ja. Ja, deswegen dachte ich, ich muss da noch mal kurz vorbeilaufen. Ja, aber wie du uns vorhin mitgenommen hast in den Gewürzelladen, das war wirklich ganz bezaubernd. Ich habe mich da richtig wiedergefunden. Also du hast das so toll beschrieben, wie sich das angefühlt hat, da reinzulaufen, dass ich das Gefühl habe, ich war selber da.
Also, eine letzte Sache muss ich aber euch noch verraten, die sehr sprechend ist dafür, dass es mit diesem Gewürzeladen nicht gut steht. Kennt ihr diese Sojasoßen und, Kokosmilch und so, die man wirklich in jedem kleinen Asialaden findet? Ja. Kokosmilch für 1,90. Ja. Ja, habe ich zum letzten Mal so dieser 005er-Liter-Pack aus dem Asialladen. Dieser Grüne?
Ja, genau, dieser Grüne wird dort für, warte mal, jetzt muss ich natürlich, es muss schon richtig sein. Ich habe ein Foto gemacht. Moment. Also einfach eine Journalistin durch und durch hier. Ich liebe es. Kokosmilch Groß. 500 Milliliter für 5,90 Euro. Und die, also es ist wirklich die Sriracha-Soße, das, was echt in jedem Schnellasierladen zu finden ist, auch 5,90 Euro, dann so ein Sesamöl, was im Laden 92 kostet für 8,90 Euro und das passt halt irgendwie so überhaupt nicht zusammen, du bist da wie gesagt unter diesem fetten Kronleuchter umringt von Marmor in der besten Gegend von München.
Und dann findest du da so diese Billo-Sachen aus dem Asierladen für, weiß ich nicht, das Fünffache vom Preis und du denkst so, hä, und das ist jetzt hier der Schubeck Gewürzeladen? Also nee. Ja. Das hat Geschmäckle. Bisschen schon. Ja, also es war auf jeden Fall sehr random und entsprechend. Ja. Wirklich, danke, dass du da nochmal vorbeigegangen bist, weil für uns ist es ja ein Weg.
Danke für deine Gedanken. Wer mehr von Helenes Gedanken hören möchte und Arbeit hören möchte, sollte unbedingt den Podcast des Heute-Journals hören und generell Helene auf allen sozialen Medien folgen, auf denen sie sich präsentiert. Das ist vor allem Instagram. Ich weiß gar nicht, wo du sonst auch überall bist, aber ich folge dir bei Instagram und das ist unterhaltsam und informativ gleichzeitig.
Das reicht doch erstmal. Auf TikTok weiß ich selber nicht so richtig, was ich mache. Soundcloud. So geht es uns doch allen. Schön. Ansonsten, wo wir jetzt schon bei Instagram sind, schaut gerne auch bei Was schmeckt dahinter vorbei. Da gibt es die Bilder, beziehungsweise das Bild, was ich euch gezeigt habe.
Ich habe auch noch ein Bild vom Prozess von ihm. Das habe ich euch jetzt nicht gezeigt. Komm, das packe ich bei Instagram mit rein. Abonniert uns gerne bei Instagram, abonniert uns bei Spotify, gebt uns eine Bewertung, das freut uns und hilft uns. und ansonsten kommen jetzt noch zwei, drei Outtags und wir hören uns nächste Woche wieder, Lilly.
Jawohl, darauf freue ich mich. Und Helene, vielen Dank, dass du da warst. Sehr, sehr gerne. Danke euch. Bis dann. Tschüss. Servus. Es fühlt sich oft so ein bisschen an wie ein Tropfen auf den heißen Stein, diese Berichte, weil das so systemimmanent ist. Ob da jetzt Schubeck drüber steht oder ein anderer Name, hat so das Gefühl, das gehört irgendwie dazu.
War das jetzt eine Frage? War ein Gesprächseinstieg. Ein Angebot. Ein Gesprächsangebot. 2.39.000, insgesamt 2.39.000, wie spricht man die Summe aus? Insgesamt 2.39.000, bin ich gerade die Lulu? Oder 2,3 Millionen. Nee, 2.039.011 Euro und 5 Cent. So rum. Im Orlando insgesamt 2.039.000. Sorry. Gerade hattest du. Im Orlando insgesamt 2.039.011 Euro.
Was ist hier los? Okay, nochmal, komm.