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Shownotes
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Die Stimme der Jugend — trackiwi — StreamDeck Plugins — Wortfindung — Musik im Auto — Computerspielemusik — Computational Music — RME — Messerschärfen — Werkzeuge — Oszillierer
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Nach nur zwei Wochen gibt es schon wieder eine Freak Show und wir begrüßen aufs herzlichste hukl als Gast, der nach vier Jahren in die Sendung zurückkehrt. Wir sprechen ganz viel über Werkzeuge aller Art und noch sehr viel ausführlicher über die richtige Methode, Küchenmesser wieder ihre ihnen gebührende Schärfe zurückzugeben. Wir gehen durch alle gängigen Mythen und liefern dann eine Methode, die auch wirklich funktioniert. Außerdem beschäftigen wir uns noch mit einem Nachklang zum Musik-im-Auto-Thema der letzten Sendung, entdecken alte Computerspielemusik und RME Audio-Interfaces. Also mal wieder für jede/n was dabei.
Dauer:
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Tim Pritlove
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Für diese Episode von Freak Show liegt auch ein vollständiges Transkript
mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert.
Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern.
Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort.
Formate:
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WEBVTT (freakshow.fm/fs296-chat-der-langen-messer?podl…).
Shownotes
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FMC920 – Best-selling 4G Compact GPS Tracker (teltonika-gps.com/products/trackers/basic/fmc920)
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GPS Tracking Software - Free and Open Source System - Traccar (traccar.org)
— traccar.org
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— marketplace.elgato.com
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trackiwi - GPS-Tracker für Wohnmobile und Vans (trackiwi.com/?voucher=HUKL10)
— trackiwi
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Yatour YT-M06-MB Digitaler Musikadapter für USB, SD, AUX (amazon.de/Yatour-YT-M06-MB-Digitaler-Musikadap…)
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Discogs - Music Database and Marketplace (discogs.com)
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Album list - Dynamic Range DB (dr.loudness-war.info)
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Video Game Music Downloads - Free MP3 OST downloads - Game Soundtracks for download (downloads.khinsider.com)
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Computerspielemuseum Berlin: Startseite (computerspielemuseum.de)
— Startseite | manomoneta
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Strudel REPL (strudel.cc)
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Live code with Tidal Cycles | Tidal Cycles (tidalcycles.org)
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Faust Programming Language (faust.grame.fr)
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Arturia Softwareinstrumente (arturia.com/de/products/software-instruments)
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Arturia - MiniLab 3 (arturia.com/de/products/hybrid-synths/minilab-…)
— arturia.com
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Fireface UFX III - RME Audio Interfaces (rme-audio.de/de_fireface-ufx-3.html)
— rme-audio.de
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Babyface Pro FS - RME Audio Interfaces (rme-audio.de/de_babyface-pro-fs.html)
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Güde Brotmesser hier Güde Brotmesser kaufen. | Güde (guede-messer.com/guede-shop/messertypen/brotme…)
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HORL Rollschleifer (horl.com)
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Schmiedeglut -Messer leidenschaftlich weiterdenken (youtube.com/@Schmiedeglut-Germany)
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Magnacut - Wie gut ist der Stahl ? (messerworld.de/lexikon/magnacut)
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DMT Diamant Schleifsysteme – Präzise Schärfe für alle Klingen (dmtsharp.eu/?srsltid=AfmBOooFgzeK85DbwEgdfcQNA…)
— DMT
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DMT DuoSharp® Basis mit Magnabase Adapter – Sicherer Halt für Schleifsteine (dmtsharp.eu/duobase-basis-mit-magnabase-adapte…)
— DMT
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SCHMIEDEGLUT Bissige Rasierschärfe in 60 Sekunden (schmiedeglut.de/Diamant-Abziehleder-Essential)
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SCHMIEDEGLUT 5-Fach Schärfsystem für alle Messer (schmiedeglut.de/Diamantleder-Unlimited)
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SCHMIEDEGLUT Küchenmesser (schmiedeglut.de/Kuechenmesser-sofort-kaufen)
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Chroma Knife Set - Studio F. A. Porsche | Premium Design Services (studiofaporsche.com/en/case/chroma-knife-set)
— Studio F. A. Porsche | Premium Design Services
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Messer (wusthof.de/collections/messer)
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Messer & Küchenmesser in Top-Qualität kaufen (zwilling.com/de/messer)
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ZWILLING Schubladeneinsatz, bis zu 12 Messer (zwilling.com/de/zwilling-schubladeneinsatz-bis…)
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de.wikipedia.org/wiki/Santoku
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Knipex TwinKey (knipex.de/produkte/schaltschrankschluessel/kni…)
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Knipex Zangenschlüssel (knipex.de/produkte/rohr-und-wasserpumpenzangen…)
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Victorinox Compact (victorinox.com/de-DE/Produkte/Swiss-Army-Knife…)
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— Victorinox
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Astsäge Pocketboy 170-10 (silky-europe.de/astsage-pocketboy-170-10?___SI…)
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Tim Pritlove Hallo, herzlich willkommen, hier ist die Freakshow und zwar die 296. Ausgabe der Freakshow. Ja, 200 drückt immer noch näher. Das rollt ja locker von der Zunge und ja, es waren nur zwei Wochen seit der letzten Sendung. Also jetzt mal vorausgesetzt, ich kriege die auch rechtzeitig veröffentlicht. Und das ist ein Rekord, finde ich, das ist ein guter Rekord.
Tim Pritlove kein Roddy heute, der hat weiß ich nicht, jetzt fahr ich wieder zurück aus China, aber hat sich vielleicht irgendein Virus eingefangen? Ich weiß auch nicht.
Ralf Stockmann Ich bin ja ganz froh, dass er heute nicht hier ist.
Tim Pritlove Genau, er hat sich dann doch entschuldigen lassen, aber Ralf ist natürlich da. Hallo Ralf.
Ralf Stockmann Einen wunderschönen guten Abend.
Tim Pritlove Genau, und dann, große Überraschung, endlich wieder da, Huckel. Hallo, Huckel, herzlich willkommen in der Freakshow.
hukl Guten Tag.
Tim Pritlove Guten Abend.
hukl Hallo an die Geräte und Zuhörerinnen zu Hause, an den Podcast-Hörapparaten, Hörgeräten. Ja, ich hoffe die Ankündigung, dass heute Stargast anwesend enttäuscht hat und nicht ein Großteil der Hörerschaft, das hat sich Tim ausgedacht.
Tim Pritlove Ja, naja, also ich meine, es gab ja Nachfragen, von daher passt das ja alles ganz gut. Ich habe jetzt auch mal geguckt, letzte Sendung, wo du dabei warst. Weißt du das noch auswendig?
hukl Nö, aber es ist bestimmt mehr als drei Jahre her.
Tim Pritlove Ja, genau, vier Jahre her, 25. Juni 2021. Bei dir piept's wohl nicht, heißt die Sendung. Bei dir piept's wohl nicht. Genau. Und ja, da werden wir jetzt nahtlos dran anschließen.
Ralf Stockmann Ich gehe dann mal.
hukl Was bisher geschah.
Ralf Stockmann Ich bin immerhin nicht mehr die Stimme der Jugend. Das ist schon mal gut. Das lastet mich in. Nicht mein alter Wasser-Mann-Ego hier voll ausleben.
hukl Dabei hast du am wenigsten graue Haare von uns.
Tim Pritlove Ich weiß gar nicht. Wer ist denn bei euch?
Ralf Stockmann Also ich bin Baujahr 73 und das ist glaube ich.
hukl Ja, nee, da bin ich jünger.
Tim Pritlove Immer noch die Stimme der Jugend. Immer noch. Das wurde auch mal Zeit. Uns wird hier schon sehr großes AWM-Potenzial nachgesagt.
hukl Naja, ich gebe mein Bestes, das zu kontern.
Tim Pritlove Ich halte das ja auch für falsch. Also das kann ja wohl nicht sein. Ja, was hat sich denn verändert? Also erstmal, du hast schon festgestellt, Studio hat sich ein bisschen verändert.
hukl Ja.
Tim Pritlove Ich habe die Zeit genutzt.
hukl Ja, Mischpult hat Große weg. Das ist mir gleich als erstes aufgefallen. Stattdessen meine persönliche auch Hassliebe, der Röde-Caster. Ja, also ansonsten. Und die großen Klopper sind auch verschwunden. Ich habe meinen Mac Pro auch den ewigen Jagdgründen übergeben. Übergeben, nee, der war einfach, der hat irgendwann nicht mehr gebootet, dann ist er raus.
hukl Ich bin im Mac-Mini-Land gelandet und im MacBook Air-Land, habe mich computertechnisch sehr verkleinert, aber ja.
Tim Pritlove Ja, sind wir eigentlich auf einer Linie. Also abgesehen davon, dass ich hier ein Mac-Studio habe.
hukl Gerade verpflichtet natürlich.
Tim Pritlove Ja, genau, also ich wollte dann doch schon so ein bisschen Wumms haben. Aber hast du dein Mac Pro jetzt komplett entsorgt oder hast du ihn noch irgendwo rumstehen?
hukl Nee, habe ich irgendwann einfach zur BSR gebracht.
Tim Pritlove Ernsthaft, zur BSR?
hukl Ja, was soll ich mit dem Metall?
Tim Pritlove Ich bitte dich, naja, aber das Gehäuse, ich bitte dich.
hukl Nee, ich wollte den weghaben, der musste weg.
Ralf Stockmann Dann stellt man das auf die Straße in Berlin.
Tim Pritlove Ja, stimmt. Wobei, das soll jetzt verboten sein, ne?
Ralf Stockmann Das soll verboten werden, ein Elend.
hukl Ich habe noch einen Mac Plus, ich habe noch meinen allerersten Mac und ich habe noch den Cube, den ich aus der Uni abgestoppt habe. Ich habe genug Museumsstücke von Apple. Also der Cheese Grater war einfach zu sperrig. Dafür hatte ich keinen Platz. Und ja, das Ding ist, der hatte irgendeinen eher fundamentalen Schaden, weil der hat nicht mal mehr gezuckt, wenn man den Powerbutton gedrückt hat oder versucht hat, irgendwie auf dem Motherboard mit dem Jumper den zu beleben.
hukl Also ich weiß nicht, der hatte irgendwie Also sonst hätte ich natürlich, wenn er noch gebootet hätte, hätte ich gesagt, hier, bitteschön, aber der hat nicht mal mehr gezuckt, deswegen Platten ausgebaut und weg damit.
Tim Pritlove Gibt ja Leute, die pflanzen da auch Blumen drin und so, ne?
hukl Ja.
Tim Pritlove Wäre alles auch möglich gewesen.
hukl Ja, ja, ja. Nee, nee, also da...
Tim Pritlove Oder sich ein Gaming-PC reinmacht.
hukl Nee, hab ich auch überlegt, aber ich hab einen richtigen Gaming-PC und das wäre nicht gegangen.
Tim Pritlove Einen richtigen.
hukl Ja. Das hat sie auch vielleicht getan, seit 3MH. Ich habe auch so eine Windows-Kiste unterm Tisch stehen.
Ralf Stockmann Was spielst du da? So ein, zwei Titel, die das dann auch ausreizen?
hukl Naja, das Schöne ist, das müssen gar nicht die krassesten Spiele sein. Es muss ja nur ein Indie-Spiel sein, was in Unity programmiert ist, statt in Unreal oder irgendwas anderem Papamantel. In dem Fall ist es tatsächlich immer noch gerne mal Escape from Tarkov, wenn der Adrenalinspiegel etwas steigen soll.
hukl das am forderndste Game ist wahrscheinlich Star Citizen, was spiele ich noch so was viel GPU und CPU frisst das sind auf jeden Fall die beiden Brecher die mir gerade so einfallen ach so Microsoft Flight Simulator 2024 natürlich da kommen dann die 64 GB DDR5 RAM und so weiter und die 16 GB Video RAM, auf Auf ihre Kosten, das kann man sagen, ja.
Tim Pritlove Läuft das eigentlich nur auf Windows oder läuft das auf dem Mac?
hukl Ne, seit einigen Jahren nur noch Windows leider. Aber ja, was sich getan hat ansonsten, also Macs durchgecycelt. Ich bin audio-technisch bin ich auch umgestiegen. Ich hatte ja lange Zeit zu Hause so ein Universal Audio Interface in meinem kleinen Audio-Rack. In der Zwischenzeit bin ich komplett auf RME gewechselt und denke, jeder, der was mit Audio professionell macht, vielleicht sogar im Podcaststudio, sollte eigentlich RME-Interfaces benutzen.
hukl Was habe ich noch gemacht? Ach so, in verschiedenen Firmen zwischendurch gearbeitet, zuletzt in einem Medizinunternehmen und habe da mal gesehen, wie das mit dieser elektronischen Patientenakte so hinter den Kulissen läuft.
Ralf Stockmann Oha.
hukl Uh, uh, ah, ah. Es ist genauso schlimm, wenn nicht schlimmer, wie ihr schon in den Kongress-Talks gehört habt. Dann habe ich zuletzt, hat mich ein, ich glaube, der Fabian hat mich auch über Freakshow ursprünglich mal gefunden. Ich hatte ja mal so eine Zeit lang irgendwie nach Jobs irgendwie auf Mastodon gesucht.
Tim Pritlove Ja.
hukl Und da hat sich ein damals noch Mobile-Max-Hörer gemeldet, der meinte, er hätte da so eine App sich gebaut und die würde ihm über den Kopf wachsen, und ob ich nicht Lust hätte, ihm das Backend zu rewriten. Das habe ich so die fast letzten sechs Monate gemacht und hatte großen Spaß dabei. Das ist im Prinzip auch, habt ihr wahrscheinlich schon eh gehört, das nennt sich Trekiwi und ist im Prinzip.
hukl Naja, irgendwie habe ich es schon mal hier und da gepostet auf jeden Fall. Die kurze Geschichte, ich versuche es mal so kurz wie möglich zu machen, ist, dass der gute Mann lange Zeit im Wohnmobil durch Europa getiggert ist und gelebt hat mit seiner Freundin und wollte irgendwie seine ganzen Touren halt getrackt haben, ohne sich drum kümmern zu müssen und fand die ganzen existierenden Tracker kacke, weil die Daten halt irgendwo an US-Firmen gehen und dies und das und jenes.
hukl und war selber ein bisschen programmieraffin und wollte mal gucken, ob er sich dann nicht selber eine Lösung bauen kann, die ihm gefällt. Hat er dann auch gemacht und auf den Campingplätzen haben dann immer mal so die Nachbarn aufs Telefon geschielt und gefragt, oh, könnte ich das vielleicht auch haben?
hukl Und ohne groß Werbung zu machen, hat er jetzt ein paar Kunden, ein paar Zeile und kann selber davon schon sehr gut leben. Und er hatte halt das Backend so in PHP so selbst gestrickt nach Gutdünken und brauchte dann schon vier oder fünf Server, um die überschaubare, aber nicht schon durchaus signifikante Kundenzahl zu bedienen und jetzt könnte es aktuell mit meinem Backend auf dem Raspberry Pi laufen.
Tim Pritlove Lass mich raten.
hukl Ja, bitte. Also, Cloud oder Bare Metal?
Tim Pritlove Wie, Cloud oder Bare Metal?
hukl Naja, wo ist es gehostet? In der Cloud oder auf so einer richtigen Maschine?
Tim Pritlove Da habe ich dich kenn. Zum FreeBSD-Rechner.
hukl So ist es. FreeBSD mit Jails. Schön. Ich kann dir ein Feuer geben, Ralf. Zumindest hatte ich vor kurzem noch eins in meiner Tasche.
Tim Pritlove Professioneller Öffner in der Schublade.
hukl Ist doch schon gleich auf das Bier. Guck mal, zack. Dann natürlich...
Tim Pritlove Magst du mir auch noch eins mitbringen, Ralf, wo du schon stehst?
hukl Dann natürlich Elixier und Postgres und noch ein paar kleine Spezialsachen. Aber das Coole war halt, der hat mir das gezeigt, ich fand halt sofort das Design schön clean und minimalistisch, nicht so überladen und zugeknallt. Und im Prinzip, die Implementierung war jetzt auch nicht total schrecklich. Natürlich, wenn man so mit der heißen Nadel Features strickt, dann gibt es da so ein paar Quirks, die der Performance auch im Wege stehen.
hukl Aber das hat mir großen Spaß gemacht. Und vielleicht geht es da später auch nochmal weiter. Übrigens, falls...
Tim Pritlove Das ist aber interessant irgendwie. Also ich meine, was heißt denn GPS-Trigger speziell? Also wo kommt das GPS her oder woher?
hukl Naja, der hat sich quasi von Teltonica, was so ein Hersteller ist für diverse Devices dieser Art, quasi das Device ausgesucht, wo man eine SIM-Karte reinstecken kann. Das heißt, wenn du da den Trecker kaufst, ist da eine SIM-Karte drin, die Daten hat bis ewig.
Tim Pritlove Aber man muss doch für GPS-Übermittlungen, muss man doch irgendwie noch zahlen bei Teltonica, damit das irgendwie ins Backend kommt. Also man kriegt zwar das GPS.
hukl Aber... Der Trecker sendet an mein Backend.
Tim Pritlove Ja gut, aber das heißt, es läuft Software auf dem Teletonica nochmal, da ist nochmal ein Paket installiert oder was?
hukl Das weiß ich ehrlich gesagt gar nicht genau, da habe ich glücklicherweise nicht viel mit zu tun mit diesem Trecker und dessen Konfiguration. Ich weiß nur, der wird halt fest im Camper verbaut, kriegt sein GPS und sendet es über Mobilfunk quasi ab. Und wenn es keinen Mobilfunk gibt, dann trägt er trotzdem und kann irgendwie paar tausend Positionen in seinem internen Speicher halten. und wenn er das nächste Mal wieder Netz hat, dumpt er die dann alle ans Backend.
hukl Und genau vorher hatte der nämlich auch so eine Software, so eine Java-Software, die quasi die verschiedenen proprietären Protokolle von diversen Tracker-Herstellern spricht und in so JSON umwandelt. Und jetzt mit Elixir, wenn du halt Binärprotokoll hörst und parsen, dann schlackerst du ja nur mit den Ohren und sagst ja willkommen in der richtigen Runtime- und Programmiersprache und habe dann quasi die Features, die er von dem Tracker, von dem Protokoll baut, selber gebaut.
hukl Das heißt auch gleich wieder eine Komponente rausgeschmissen. Genau.
Tim Pritlove Ach so, das ist der dedizierte GPS-Tracker Teltonica FMC920.
hukl Ah ja, das könnte sein.
Tim Pritlove Das steht jetzt zumindest auf der Webseite. Von daher gehe ich mir davon aus, dass das jetzt irgendwie stimmt.
hukl Klingt plausibel, ja, ja. Genau, was ich noch sagen wollte. Das Ding ist halt auch... Genau, wir haben jetzt auch schon die ganze Zeit überlegt, theoretisch für Segelboot. Ich hatte jetzt auch ein Segelboot mit in so einer Tupperdose und habe mal geguckt, wie gut das alles so im Segelboot funktioniert und funktioniert natürlich auch super.
hukl Dann hat irgendwie der Skipper-Freund von mir gedacht, ah ja, Motorradfahrer, die wollen eigentlich auch die ganze Zeit so ihre Routen tracken und gerade wenn du so ein bisschen wildere Touren machst, weil er meinte, da wären schon Leute verunglückt alleine und dann hätte man hinterher voll Probleme gehabt, überhaupt rauszufinden, wo die waren, was die gemacht haben und so weiter.
hukl und er hätte ja auch gerne so ein Tracker-Motorrad und dem werde ich vielleicht auch mal so ein Testmodell geben, um zu gucken, ob das da die Erschütterung und so weiter gut übersteht. Aber im Wesentlichen ist die Idee ganz simpel. Du baust irgendwo diesen Tracker ein, die Daten landen auf deutschen Servern und nicht irgendwo bei irgendwelchen anderen Anbietern.
hukl Und kriegst halt so ein bisschen Aufbereitung in hübsch und die Features werden auch immer noch weiter erweitert. Das ist halt wirklich das letztes Jahr im April damit an den Markt gegangen und deswegen, das ist die Kurve, die zeigt die ganze Zeit nach oben, aber es ist auch von null gestartet und von nicht allzu langer Zeit, deswegen ist alles noch sehr überschaubar.
hukl Also die Load, das war halt so witzig, weil ich habe die Dev-Version natürlich dann schon irgendwo auf den Server geschmissen und er hat so einen Stapel Beta-Tester, die auf der ganzen Welt mit den Dingern rumfahren, also wirklich bis an die letzte Spitze Patagoniens war da einer mit einem Camper unterwegs und das war halt die ganze Zeit so das Erlang bei 0,1 Prozent oder weniger, also wirklich so null.
hukl Wenn du Top aufgemacht hast oder Hardtop, das hatte immer die Spitzenposition im Top.
Tim Pritlove Also wie viele User, also wie viele gleichzeitig kannst du das sagen?
hukl So sagen wir mal zwischen 1000 und 3000.
Tim Pritlove Also nicht insgesamt, sondern so Trecker.
hukl Die die ganze Zeit da rumfunken.
Tim Pritlove Die permanent irgendwie Daten sammeln. Genau, okay, verstehe. Die aktiv sind.
Ralf Stockmann Und jetzt der, okay.
Tim Pritlove Das ist ja schon was.
Ralf Stockmann Der Use Case gegenüber, ich nehme die Daten einfach von meinem Handy, wo ja auch irgendwie Trecker, GPS drin ist, ist, dass ich nicht so die ganzen Tagestrips durch Städte und sowas als Neues drin habe, sondern wirklich nur die Bewegungsdaten des Autos.
hukl Du musst dich halt nicht um Strom und irgendwas anderes kümmern, du baust den halt irgendwo ein, wo man auch keiner sieht und vergisst den. Das heißt auch so, funktioniert so ein bisschen wie Airtake, Diebstahlschutz. Du kannst halt auch, wenn es irgendwo überwintert, gucken, wie geht es dem denn so.
hukl Wenn du es richtig anschließt, kannst du sehen, ob Strom dran hängt oder den Batterieladezustand. Und im Wesentlichen ist es wirklich für ihn so gewesen. Ich hoffe, lieber Fabian, ich lege dir da jetzt nicht so viele Worte in den Mund, aber einfach einmal einbauen und nicht dran denken und dann die ganze Zeit die Möglichkeit haben, wenn sich der aus dem, aus diesem Geofence rausbewegt, schickt mir mal eine Alarm-Push-Notification oder eben, um einfach zu gucken, wenn man wieder nach Portugal fährt, wo war man denn das letzte Mal, lass mal ganz woanders langfahren oder wo war ein Campingplatz mit gratis Wasser oder ja.
Ralf Stockmann Wie lange hält die Batterie?
hukl Ach so, die interne, die hält glaube ich nur eine Stunde. Also es hängt ja an der Fahrzeugbatterie dran. Es verbraucht auch super wenig Strom. Das heißt, wenn du halt einen Campervan hast mit einer fetten Batterie, dann hält das auch ziemlich lange. Und wenn du es überwindest, dann hängt der idealerweise eh am Strom und saugt nicht einfach nur die Batterie leer.
hukl Ich hatte jetzt unterwegs, weil das 12 Volt Anschluss hatte, dieses Gerät, was er mir geschickt hatte, da habe ich mir so einen ganz abgefahrenen USB-Powerbank zu 12 Volt Schnupsi geholt und hatte das an der 20.000 Milliampere Stunden Powerbank dran. und die hat... Ich habe sie zweimal geladen, aber die war noch lange nicht leer.
hukl Ich wollte sie nur top abhaben, weil es ist das erste Mal, dass ich jetzt mit Powerbank mit dem Ding unterwegs war. Das heißt, verbraucht ziemlich wenig Strom. Das Ding ist halt, wenn du Polar Steps oder andere Trecker-Apps auf deinem Telefon benutzt, dann sind die ja die ganze Zeit aktiv und lutschen dir den iPhone-Akku leer.
hukl Genau, das wäre halt ein weiterer Aspekt davon. Und das Ding hat halt auch so, das sendet noch so einige Meter, was ich schon meinte, liegt Spannung an, also hat es einen Stromanschluss, wie ist der Batterieladezustand, wenn du kannst ein Event kriegen, ob die Zündung angeht, du kannst, das Ding sendet dir GPS-Jamming-Alerts, also wenn es detektet, dass gerade in der Nähe GPS-Jamming ist, kriegst du auch eine Meldung.
Ralf Stockmann Wenn die Russen kommen.
Tim Pritlove Das könnte ein Thema werden demnächst, ja.
hukl Erschütterungsalarm, also das heißt, irgendwas rattelt am Wohnmobil und ein Crash-Detector hat er auch, wenn es spontane Stop-Events, sagen wir mal, gibt. genau und, ja das ist es im Wesentlichen und das hat aber sehr viel Spaß gemacht ein Elixier zu bauen wir sprechen bestimmt später nochmal mehr darüber aber es ist halt so wie ich das gerne mag so ziemlich low-levelig, Binärprotokolle, Postgres optimieren auf die letzte Millisekunde, Da waren einige spannende Probleme, wo man auch echt so, okay, weiß ich gar nicht, so straightforward jetzt aus dem Kopf, wie würde ich das Algorithmus bauen. Also war gut.
Tim Pritlove Und das Frontend?
hukl Das macht der Fabian aktuell immer noch. Also der macht alles in Personalunion. Wenn du als Customer das Support-Telefon anrufst, dann geht er rein. Deswegen, ja, das ist immer noch wahrscheinlich in einem besseren Zustand als auch noch vor dem Jahr, aber absehbar wird ja auch nochmal die App und das Frontend nochmal neu bauen.
Tim Pritlove Was ist das Frontend dann?
hukl JavaScript. Also du kannst es dir auch als Desktop-App quasi, als gerappte Web-App besorgen. Es ist halt, ich weiß nicht, ob bei Elektron benutzt oder irgendwas anderes, aber es ist...
Tim Pritlove Aber ist dann dein Backend auch das Backend der Webseite oder ist das nur das Backend dieser Datensache?
hukl Ah ne, also genau, das ist halt auch ganz schön, fand ich von Anfang an designt worden, weil die ganzen Kundendaten und so, die sehe ich gar nicht. Also ja, ich könnte in die Datenbank rein, aber ich habe mit denen nichts zu tun und war bisher auch nicht in der Datenbank drin, aber gab auch keinen Grund dafür und in meinem Backend habe ich nur eine Tracker-ID und die ganzen Positionsdaten und so weiter.
hukl Und die Webseite oder die App, die holt sich von meinem Backend bestimmte Daten zu einem Tracker ab. Und der Rest, alles was so Kundendaten und deinem Tracker einen Namen geben und solche Späße, die passieren dann auf der Webseite.
Tim Pritlove Das heißt, die eigentliche Analyse der Geodaten ist jetzt auch nicht in deinem Bereich gefallen, sondern es ging im Wesentlichen nur das Einsammeln?
hukl Nee, also ich mache im Backend zum Beispiel die Stop- und Overnight-Detection, Distanzkalkulationen. Statistiken auch so ein bisschen für jetzt, wenn du wissen willst, wie viele Kilometer im Monat, an welchem Tag und so weiter so ein Käse. Dann mache ich auch die Share-Logic, weil es kommt jetzt demnächst ein neues Share-Feature, wo du sagen kannst, ich will meine Live-Position, ich will meine Live-Position mit meiner Route, aber ich will meine Route nicht ultrapräzise, ich will keine Übernachtungsplätze drin haben oder ich will die ganze Route ein bisschen geglättet haben oder ich will sogar, dass meine Übernachtungsorte rausgestempelt werden und die Route dann so conveniently in bestimmbarem Radius drumrum geht, damit du halt, wenn du jetzt an Orten,
hukl an Privatgrundstücken oder so bist und die Adresse dann nicht preisgeben willst, kannst du dann so. Und diese ganzen Sachen, die sind dann tatsächlich doch ein bisschen aufwendig zum Teil, vor allen Dingen, wenn du halt ein paar Millionen Records in der DB hast und dann gucken musst du, wie massieren wir die denn jetzt, dass das schnell auch da rauskommt. Sowas mache ich.
hukl Und alles, was so bestellen, verlängern, Kundendaten ändern und Route angucken, also die Map und so, die gerendert wird, die kriegt zwar die Daten auch von meinem Backend, aber das ganze Rendering und GUI und so, das ist auf der Webseite und dem Backend.
Tim Pritlove Okay.
hukl Also irgendwie, fände ich, hat er intuitiv ganz gut geschnitten. Also es war echt eine ganz entspannte...
Tim Pritlove Ich finde ja auch eine interessante Interessante Anwendung, weil diesen Bedarf gibt es natürlich. Ich habe auch schon mehrfach drüber nachgedacht, ob ich irgendwie mal die Daten einsammle. Ich war jetzt schon froh, dass ich meinem Teletonica Rauter mal beibringen konnte, seine GPS-Informationen mal überhaupt mal mit meinem Victron-System zu teilen, dass das auch mal weiß, wo es ist, ohne dass ich da jetzt nochmal ein extra GPS hätte anschließen müssen, weil es der Teletonica sowieso schon hatte.
hukl Ja, siehst du mal, genau ein Feature, was halt auch viele andere dieser Dienste nicht haben, ist, dass die fangen halt irgendwann an, Daten zu löschen, weil es werden halt viele Daten. Der Anspruch jetzt da ist, nichts zu löschen, sondern du hast alles für immer. Aktuell funktioniert das auch und es wird auch noch eine ganze Weile in dem Setup so skalieren. Allerdings sollte es super erfolgreich werden, dann muss spätestens da dann das Postgres mal neu gestreichelt werden, anders gestreichelt werden.
hukl Also da haben wir auch schon ein paar Konzepte uns überlegt, wie wir das dann machen, wenn es soweit ist. Das heißt, es wäre dann keine böse Überraschung, aber das Postgres ist aktuell auch immer noch. Absolut tiefenentspannt und das Erlang auch oder das Elixier. Deswegen aktuell gibt es noch gar keine Skalierungsproblemchen.
Ralf Stockmann Die Webseite ist schön. Das gefällt mir. Da kommt man mit Fragen und wie viele Klicks brauche ich, um irgendwie zu meiner Antwort zu kommen. Und das ist sehr schön aufgebaut.
hukl Genau, das hat mich auch sofort angesprochen. Da dachte ich mir so, ah ja, weil genau, wenn dann so die, ja, hast du vielleicht Bock, mein Backend neu zu wahren? Dann so, ja, okay, mal gucken, wie das aussieht.
Ralf Stockmann Womit man sich dann da so rumärgern muss.
hukl Genau, weil es dann so die Webseite aufgemacht hat, dachte ich, okay, gut, schon mal ein cleanes Design. Das ist mir auch sofort gut reingelaufen. Naja, da fällt mir ein, ich kann euch auf jeden Fall, wenn euch das interessiert, Ich habe auch, glaube ich, irgendwo so einen Affiliate-Link, wo ihr so ein paar Prozente wegbekommt, falls ihr das haben wollt. Wer?
Tim Pritlove Wir?
hukl Alle.
Tim Pritlove Alle?
hukl Alle.
Ralf Stockmann Alle da draußen.
Tim Pritlove Okay. Pressure.
hukl Genau, und um jetzt das mal kurz vielleicht abzuschließen, wir können uns ja dann noch andere Themen irgendwie rauspicken. Achso, was ich noch so gemacht habe, was vielleicht aber auch die meisten Leute schon mitbekommen haben, dass ich mein Stream Elements Reaper OSC Plugin gebaut habe, weil die, die es gab, mir nicht erlaubt haben, beliebige Command-IDs an den Reaper zu schicken und das war so, da hatte ich gerade ein bisschen Freizeit nach dem vorletzten Job und dachte mir, ach, guckst du mal, ob ich das mit Go machen kann, damit ich mal ein bisschen meine Go-Skills etwas schleife und dann ja.
Tim Pritlove Kannst du mal sagen, was Stream Elements ist?
hukl Ah, Stream Elements. Achso, sorry, ja, nee, ich habe mich natürlich vertippt. Stream Deck. Ich verwechsel die immer. Stream Elements ist eine Streaming-Software, die auch mit Stream Deck gesteuert werden kann. Nee, Stream Deck.
Tim Pritlove Stream Deck, alles klar. Also das kleine Elgato-Schnuppi-Teil mit den komischen Tasten.
hukl Genau, das können wir auf jeden Fall auch noch mal verlinken für die Leute, die es vielleicht noch nicht gesehen haben. Weil bei mir, ich benutze ja nicht Ultraschall nach wie vor, weil ich ja meinen Audio-Workflow nicht nur auf Podcasten beziehe. Und ich weiß nicht, wie es bei Ultraschall ist. Ich weiß, du wirst gleich, aber, Kleinen Moment, halte noch inne.
hukl Mein Problem war halt immer so, wenn ich Kapitelmarken setzen wollte und dann gerade den Browser im Vordergrund hatte oder sonst irgendwas, dass ich den Button drücken wollte und egal in welchem Kontext ich gerade bin oder auf welchem Computer, soll der Reaper, der in meinem Netz gerade Aufnahme macht, halt eine Kapitelmarke setzen oder einen Marker.
hukl Und das war eigentlich der Ursprungsgedanke, warum ich dachte, okay, ich will jetzt so einen Button auf meinem Stream Deck haben, der OSC sendet, damit es halt muss nicht mal auf dem selben Computer laufen. Und genau, das hat dann am Ende sogar ganz gut funktioniert und auf User-Anregungen habe ich vor kurzem noch eingebaut, dass der MIDI-Editor auch jetzt seine Command-IDs bekommt, weil der ist ja so ein, stiefmütterliches Kind leider immer noch im Reaper und hat seinen eigenen Satz Command-IDs, die man auch anders anspricht als den normalen Reaper und da ich auch öfters mit dem MIDI-Editor zu tun hatte, Das ist ja okay.
hukl Mal. Und erweitere das Programm.
Ralf Stockmann Also fürs Protokoll. Wenn man nett bei uns anfragt, dann rücken wir Ultraschall auch als sogenannte Portable Install raus.
hukl Ja.
Ralf Stockmann Die sich dann selbst völlig genug ist innerhalb von einem beliebigen Ordner im Dateisystem. Und dann kannst du das parallel zu deiner normalen Reaper-Version betreiben.
hukl Warum gibt es das nur auf Liebe Anfrage?
Ralf Stockmann Naja, also zum einen weil wir halt mit dem Installer noch Dinge an Orte kopieren, wo sie eigentlich so hingehören, und nicht unbedingt in so ein Verzeichnis weggekapselt sein sollen und zum anderen muss man dann für diesen Art der Installation sich dann halt auch noch eine Reaper-App oder Exo oder was auch immer halt dann in diesen Ordner reinschieben, die muss man sich erstmal irgendwo her organisieren und die können wir dann halt nicht mit distribuieren so gerne Justin uns vielleicht auch hat so, dass wir jetzt also quasi auch ein komplettes Reaper irgendwie wegnehmen und selber rausgeben.
Ralf Stockmann Das machen wir nur auf Anfrage.
hukl Verstehe, verstehe.
Ralf Stockmann Aber das ist zum Beispiel ein Szenario für Orte da draußen, gerade Schulen, VHS und sowas, die ein sehr abgeschottetes System haben, wo du auf dem Windows irgendwie gar nichts installieren darfst. Dann kopierst du da halt den Ordner hin und startest dem aus dem Ordner raus und dann kriegt man auch in so einem Kontext noch einen Ultraschall zu laufen.
hukl Na gut, vielleicht gebe ich der ganzen Sache nochmal eine Chance.
Tim Pritlove Warum Go?
hukl Ja, im Prinzip, ich mag zwar Erlang und Elixir sehr gern, aber in der administrativen Tätigkeit so auf den Servern ist mir auf jeden Fall lieb, wenn es schon kein FreeBSD, PKG oder Release gibt, wenn es dann wenigstens als Go-Executable kommt oder als Go-Project, weil das Cross-Compilen ist halt das allerbeste von allen Programmiersprachen meiner Meinung nach.
hukl Weil du kannst halt einfach sagen, ich kann auf dem Mac hier ein bisschen Go rumhacken und sagen, mach mir jetzt mal ein Windows ARM64 Binary drauf und das zuckt nicht, da musst du nicht noch irgendwelche Reifen durchspringen, sondern da fliegt einfach nach wenigen Sekunden ein Windows-Executable raus oder als ich hier das Stream Deck-Plugin gemacht habe.
hukl Ich dachte mir halt einfach, ich will es, weil ich auch mit Sockets, weil es sendet ja UDP, ich wollte halt so mit Netzwerk mehr zu tun haben, als mir JavaScript das erlauben würde. Ich hätte das bestimmt noch mit JavaScript lösen können, irgendwie mit Node und da gibt es bestimmt auch Sockets, aber irgendwie hatte ich so das Bedürfnis, ah, wieder mal ein bisschen mit Go rumspielen.
hukl B, dann auch gleich geil, weil Cross-Compile ist kein Problem. Und C, ich mag es mit den Sockets irgendwie, wenn ich die direkt an der Hand habe.
Tim Pritlove Du hättest ja wahrscheinlich eine blutige Nase geholt, weil ich habe nämlich probiert, mit Elixir mal so ein Stream Deck Plug-In zu machen. Und es scheitert allein schon daran, dass diese Stream Deck Software alle Plug-Ins regelmäßig, wenn sie nichts zu tun haben, mit dem SIG-Therm irgendwie killt. Und dann fährt einem immer die ganze VM runter.
Tim Pritlove und da ich nicht bereit war, da nochmal so ein anderes C-Programm davor zu machen, was das irgendwie abschirmt, habe ich das dann irgendwie sein gelassen. Aber it was fun while it lasted.
hukl Ja, nee, das ist genauso für kleine System-Tools mag ich es ganz gerne, weil performt, musst du dich nicht um den Speicher kümmern, dass der irgendwann mal liegt oder so und kannst es halt geil cross-compilen. Ich würde selber nie sowas wie Grafana oder so in Go schreiben wollen, dafür ist mir die die Sprache ist auch zu anstrengend, aber es ist halt eine schön kleine Sprache und, sagen wir mal, die Lernkurve, die ist schon ein bisschen anstrengend, weil viel muss man halt selber machen, was man gewohnt ist, jetzt nicht mehr selber zu machen, aber auf der anderen Seite, braucht man auch nicht monatelang, um jetzt die Sprache zu lernen, weil da so viel gibt es da halt auch nicht.
Tim Pritlove Ja, nee, ich meine, es ist definitiv so ein Contender für, diese Stöpsel-Sprachen. Also so Sprachen, die man so auf Systemebene einsetzt, um irgendwelche Löcher zu stopfen. Wo man halt sonst immer nur 10 nehmen konnte. Gibt es halt jetzt auf der einen Seite natürlich Rust, was sich ja großer Beliebtheit erfreut.
Tim Pritlove Dann gibt es sowieso für die Freunde der besonderen Leichtathletik in dem Bereich gibt es irgendwie noch dieses SICK, was jetzt irgendwie sich so ein bisschen rumspricht. Ich habe da noch wenig Erfahrung mit, aber das ist irgendwie... Hat auch eine gewisse Popularität in der Elixierwelt, so als Extension-System, egal.
Tim Pritlove Ja, und halt Go, was ja von den Graubärten, den alten C-Graubärten ja auf den Markt geworfen wurde seinerzeit.
hukl Ja, ich meine, vom Konzept her mag ich Rust auch so schon sehr, aber mir ist es so anstrengend für so ein kleines, also da ist mir zu viel Schwungmasse, um mal eben schnell so ein kleines Tool zu hacken, da muss ich mich dann hirnmäßig viel mehr reinhirnen, gerade wenn man es nicht regelmäßig macht. In Go, da ist halt so gut wie kein Boilerplate, keine Zeremonie nötig, um mal schnell, ich schreibe mal kurz ein paar Funktionen in den File, compile das, fertig.
hukl Und ja, also ich habe nichts gegen Rust und so. Wenn ich Probleme hätte, für die Rust gut geeignet wäre, würde ich das auch gerne benutzen. Aber glücklicherweise reicht für meinen kleinen bisschen dann immer das Go noch aus. Russ hatte halt eine sehr klasse Lernkurve, genau. Ich meine, wie gesagt, ich habe davor ja jahrelang Erlang gemacht und war da voll im funktionalen Zaubertanz und dann zu Go wieder zurück zu gehen, das war schon auch hart.
Tim Pritlove So, bevor wir noch weiter in deiner Reise der letzten drei Jahre schwelgen, da ist ja noch einiges zu holen. Sollen wir mal Reifchen noch mal ins Boot holen und einen kleinen Feedbackblock vielleicht mal reinwerfen, dass wir mal die letzte Sendung noch aufgefegt bekommen, weil wir hatten ja eine kleine Competition.
Tim Pritlove Musst aber dein Mikrofon einschalten.
Ralf Stockmann Mann, Mann, Mann, Mann. Einmal mit Profis. Genau. Zur letzten Sendung gab es wieder vieles schönes Feedback. Danke auch erstmal dafür. Und eine Sache hatten wir dazu aufgerufen oder genauer gesagt ich, nämlich wir erinnern uns diese Kette schlechter Entscheidungen, die aber an und für sich leider dann jeweils alternativlos sind oder zumindest alternativlos erscheinen.
Ralf Stockmann Und dafür fehlte mir ein Begriff in der deutschen oder englischen Sprache. Und da ist einiges reingetrudelt an Vorschlägen und ich habe ein Voting dazu aufgesetzt mit allen Vorschlägen, die ich gefunden habe über unsere verschiedenen Feedback-Kanäle. Und da waren ein paar sehr schöne Sachen dabei. So, das Voting läuft, die URLs sind rumgeschickt.
Ralf Stockmann Wenn ihr das jetzt nachhört, müsst ihr mit den Ergebnissen leben. Das ist dann halt so.
Tim Pritlove Ich habe das noch gar nicht, hast du das auch auf Mastodon gepostet?
Ralf Stockmann Na, du hast es ja schon gepostet.
Tim Pritlove Hatte ich das? Nee, hatte ich.
Ralf Stockmann Ich habe es in den Chat geworfen und du hast es auf Mastodon.
Tim Pritlove Habe ich? Ah ja, doch, habe ich.
Ralf Stockmann Genau, ich lese sie einfach mal vor, weil da sind ein paar sehr schöne dabei, beziehungsweise ich würde nochmal ein bisschen einordnen, warum sie besser oder schlechter passen. Also wir erinnern uns, dieser Begriff muss glaube ich zwei Komponenten abdecken. Nämlich zum einen, dass es eine Kette ist oder zumindest eine Vielzahl von Vorgängen.
Ralf Stockmann Es reicht nicht nur, dass irgendwann mal was schrecklich ist, sondern es muss schon eine Kette sein. Und das zweite ist, es ging eigentlich nicht darum, so um Alternativen, dass man irgendwie das Schlechtere wählt, sondern es gibt eigentlich nur von dem jeweiligen Standpunkt scheinbar zumindest nur noch einen einzigen Weg, den man weitergehen muss.
Ralf Stockmann Und entsprechend gut oder schlecht bilden jetzt die verschiedenen Begriffe das ab. In der Sendung selber hatte ich das reingeworfen, was mir ChatGPT vorgeschlagen hatte. Pragmageddon, also eine Mischung aus pragmatisch und Armageddon, kommt derzeit auf 8% der Votings, ist damit immerhin schon so im gesunden Mittelfeld.
Ralf Stockmann Das zweite fand ich schon ziemlich gut, nämlich ein Kompromisthaufen.
hukl Auch schön.
Tim Pritlove Da ist aber das mit der Kette nicht so richtig.
Ralf Stockmann Aber schon mal mehrere. Ein Misthaufen ist schon mal nicht nur ein Mistding, sondern schon mal ein ganzer Haufen. Das würde ich schon mal gut durchgehen lassen.
Tim Pritlove Aber der serielle Aspekt fehlt.
Ralf Stockmann Das nächste ist auch schön Kompromiss Jenga vom Jenga-Turm. Wobei da so diese Assoziation ist, irgendwann fällt das alles zusammen und es schreut. Man kommt ja zum Ziel. Hat 4 Prozent. Der Kompromisstaufen liegt auch bei 8 Prozent. Dann gibt es den Kompromess.
Tim Pritlove Warte mal, Mehrfachnennungen waren möglich. Also diese Prozentzahlen addieren sich jetzt nicht auf 100.
Ralf Stockmann Auf 100, so ist es. Und das haben jetzt, stand jetzt, gucke ich mal drauf, 46 Leute abgestimmt.
Tim Pritlove Gehst du jetzt von hinten nach vorne?
Ralf Stockmann Nee, von oben nach unten, wie ich es hier reingegeben habe. Aber es verschiebt sich live alles hier. Jetzt in diesem Moment.
Tim Pritlove Was eben noch gesagt wurde, kann schon wieder falsch sein.
Ralf Stockmann Genau. Also Kompromiss als quasi irgendwie englisches Kunstwort an der Stelle. aus Kompromiss und CMS. Dann in der Tat sehr klassisch die Odyssee. Da habe ich lange drüber nachgegangen, also von Homer und Odysseus und bis er endlich nach Ithaka kommt, die mit humanistischen Bildungen sind hier klar im Vorteil.
Tim Pritlove Aber waren das alle schlechte Entscheidungen?
Ralf Stockmann Eben, das ist der Punkt. Das waren eigentlich Situationen, in die er geworfen worden ist. Und seine Entscheidungen waren nicht unbedingt schlecht, sondern wenn ihm wieder Poseidon als Meeresgott übel mitspielt, dann muss er halt irgendwie kämpfen und dem Zyklopen das Auge und so weiter. Das ist ja nicht wirklich so Entscheidungen.
Tim Pritlove Er hat sich die Sirenen ja auch nicht ausgesucht.
Ralf Stockmann Doch, exakt. Die hat er sich ausgesucht.
Tim Pritlove Die hat er sich ausgesucht?
Ralf Stockmann Tim. Mann, Mann, Mann, Mann. So, wir erinnern uns, die Sirenen, das waren...
Tim Pritlove Die sind doch aufgetaucht und dann musste er da hin. Oder ist er da direkt hingefallen?
Ralf Stockmann Nein, nein, nein, nein. Der, USP, der Sirenen war ja, sobald man ihren Gesang gehört hat, war man ihnen sofort verfallen und hat alles, alle anderen Gedanken fahren lassen. Und die saßen aber halt auf einem sehr gefährlichen Felsen, sodass jedes Schiff, was sich ihnen genähert hat, sofort zerschellt ist und alle Leute waren tot.
Ralf Stockmann Und Odysseus, der alte Fuchs, kannte das natürlich und hat gesagt, so liebe Mannschaft, ihr kriegt mal alle Wachs in die Ohren.
Tim Pritlove Aber warum ist er da überhaupt hingefahren?
Ralf Stockmann Der musste da irgendwie lang an diesem Felsen, weil er lag auf dem Weg nach Ithaka. Aber der Clou ist, warum das schon, Odyssee ist wirklich eine gute Geschichte. Er hat also seiner ganzen Mannschaft Wachs in die Ohren gepackt, damit die schön vorbeisegeln können. Er selber hat sich aber an den Mast anbinden lassen und kein Wachs in die Ohren gemacht, weil er wollte sich das schon ganz gerne anhören, wovon die da alle immer so reden.
Ralf Stockmann Naja, und dann hat er also getobt und gezetert und war seines Lebens nicht mehr froh und das Schiff segelte aber eben dann doch unbescholten an den Klippen vorbei, weil die Mannschaft ja nun mal geschützt war. Also von daher Odyssee nicht schlecht, aber halt auch nicht ganz das, was wir suchen. Genauso wie, glaube ich, das nächste, nämlich Snafu.
Ralf Stockmann Das hat das Militär hier nichts zu bieten. Situation normal, all fucked up. bezieht sich halt auf eine Situation meiner Interpretation nach und nicht eine Kette von Entscheidungen. Frickeln, ja gut, das ist jetzt so ein bisschen offensichtlich, das hat in der Tat was damit zu tun, aber fehlt auch ein bisschen die Kette.
Ralf Stockmann Derzeit jetzt in the lead mit 17,2% ist die Pain Chain. Die finde ich in der Tat auch ganz gut. Chain of Pain, je nachdem, ob man es ein bisschen länger...
Tim Pritlove Pain of Pain, okay.
Ralf Stockmann Es tut weh, aber man muss halt durch.
Tim Pritlove Da ist aber der Entscheidungsaspekt nicht dabei.
Ralf Stockmann Naja, so viel entscheiden kann man sich ja vielleicht auch gar nicht. Also man muss halt durch. Du musst durch diesen nächsten Schritt der Pain-Shane musst du halt auch irgendwie durchleiden. Kann man schon machen. So, hingefrickelt ist nochmal eine Variante von Frickeln. Murks als Akronym für maximale Umwegsroutenplanung.
Ralf Stockmann Auch nicht schlecht. Das nächste mag ich auch ganz gerne, liegt auch auf Platz zwei jetzt mit zehn Prozent, nämlich die Tja-Kaskade. Also eine Kaskade von Entscheidungen, wo man jeweils so, tja, ging halt nicht anders, die Tja-Kaskade. So, das nächste ist schön, weil es quasi wissenschaftlich der exakteste Begriff bisher ist, nämlich ein eskalierendes Commitment.
Ralf Stockmann Das ist in der Tat etwas, was man aus der Betriebswirtschaftslehre kennt oder VWL, weiß gar nicht genau das eine oder das andere. Das heißt also, hat viel mit diesem Sunk-Cost-Prinzip zu tun. Ich habe schon so viel rein investiert in irgendeine Unternehmung, dass es mir unlogisch erscheint oder ich kann es nicht über mich bringen jetzt zu sagen, das lasse ich jetzt bleiben und mache ganz was anderes, sondern ich committe mich halt zu meinen bisherigen Entscheidungen und das eskaliert immer weiter.
Tim Pritlove Ja, okay, das ist ganz interessant. Hattest du den Eindruck bei deinen Entscheidungen, das war doch im Urlaub.
Ralf Stockmann Genau, nochmal für die, die die Sendung nicht gehört haben, mein simples Ziel war es, ich möchte mit meinen Kindern vernünftig Musik im Auto hören. So ein scheinbar einfaches Ziel, was halt nicht einfach zu erreichen war, wenn man ein 19 Jahre altes Auto hat mit einem 19 Jahre alten Mercedes-Radio, was man nicht ohne weiteres austauschen kann, weil es in der Mittelkonsole hart verbaut ist, was keinen AUX-Eingang hatte, FM-Transmitter klingen scheiße und dann war der einzige Ausweg CD-Brennen und der Weg dahin im Jahr 2025 aus einer Play, Liste in iTunes.
Tim Pritlove Da kam übrigens jetzt nochmal ganz frisch ein Kommentar rein mit einem heißen Tipp, das können wir gleich am Ende nochmal nachstellen.
Ralf Stockmann Es kamen mehrere sehr gute Tipps.
Tim Pritlove Ja, aber nochmal was sehr interessantes.
Ralf Stockmann Würde ich danach in der Tat nochmal thematisieren. So, und der Weg dahin, wie zum Teufel brennen ich jetzt Audio-CDs im Jahr 2025?
hukl Habe ich erst vor kurzem gemacht, gar kein Problem.
Tim Pritlove Das ist halt die Frage.
Ralf Stockmann Wo kriegt man die Songs her dafür? So, dann haben wir...
hukl Also deine Songs nicht als Files auf der Platte.
Ralf Stockmann Da ich irgendwie seit Jahren nur noch Streaming in der Tat höre. Ich habe entweder Vinyl oder Streaming. Alles dazwischen. Das ist Waste of Time. Konsumkaskade haben wir noch. Trifft es glaube ich nicht gut, weil es mit Konsum eigentlich nichts zu tun hat. Hat auch 0% Votings derzeit. Die Compromission. Also eine Mission aus Kompromissen. Gar nicht so schlecht.
Ralf Stockmann YouGuard. Das ist in der Tat ein indisches Wort, musste ich auch erst mal nachschlagen. Das bezeichnet aber eher sowas wie Tüftlertum, Improvisationstalent. Das ist also eher so ein Mindset, also Hackertum, sich mit vielen Unwägbarkeiten irgendwie abfinden und dann trotzdem irgendwie zu Lösungen kommen.
Ralf Stockmann Da fehlt so ein bisschen das Drama dann, weil es eigentlich eher ein positiver Begriff ist. Das Dilemma-Geddon. Dann haben wir noch die Compro-Shittification. Also die Shittification nochmal erweitert um Kompromiss. Dann das Kompromiss-Katarakt. Das ist ein Katarakt eigentlich. Da habe ich jetzt eine Bildungslücke.
Tim Pritlove Ja, ich auch. Ist das nicht was Medizinisches? Das sind immer so Begriffe, wo ich das Gefühl habe, es ist irgendeine ansteckende Krankheit. Da ist es auch, nämlich im Grauer Star, Linsentrübung des Auges. Aber in der Technik eine Regelvorrichtung an Dampfmaschinen.
Ralf Stockmann Okay.
Tim Pritlove Oder eine Stromschnelle.
Ralf Stockmann Okay.
Tim Pritlove Ein reißender, fließender Flussabschnitt.
Ralf Stockmann Dann haben wir noch das Desaster-Domino. Das kam glaube ich von dir.
Tim Pritlove Ja.
Ralf Stockmann Das fand ich in der Tat so mit der Abfolge, so das eine wirft sofort.
Tim Pritlove Da ist zumindest dieses das eine löst das andere aus, ist da sehr Alliteration.
Ralf Stockmann Fand ich Wobei Domino.
Tim Pritlove Ich meine, das ist nur insofern glaube ich passend, als dass, wenn wir Domino hören, niemand mehr an das eigentliche Domino-Spiel denkt, sondern nur Dominosteine quasi als zum Umfallen.
hukl Oder Domino Pizza.
Ralf Stockmann Oh Gott.
Tim Pritlove Das ist auch eine schlechte Entscheidung, die ihre Konsequenzen hat. Aber das ist das Desaster-Domino. Ich denke, dass jeder diese Assoziation hat. Das ist so eine Abfolge.
Ralf Stockmann Das ist auch dieses Unausweichliche. Die müssen in die nächste Richtung.
Tim Pritlove Wenn der eine erstmal umfällt, dann sind die anderen im Prinzip alle schon dabei. Und auf welchem Platz steht Desaster-Domino?
Ralf Stockmann Ich habe jetzt gerade mal den Link zu den derzeitigen Zwischenergebnissen bei jetzt nahezu 60 Abstimmungen drin. Das ist mit 6,3 Prozent jetzt auch so in der Mittelfeldgruppe. Also es gibt quasi einen einsamen Spitzenreiter, das ist die Pain-Chain. Dann gibt es ein etwas größeres Mittelfeld. Und das letzte ist ja noch das Ketten-Dilemma.
Ralf Stockmann 6,3 Prozent auch so im Mittelfeld. Also ich glaube, die Pain-Chain wird es werden, wenn ich mir das so angucke.
hukl Du sag mal hier, Tim ganz kurz, kannst du dem Jörn da im Chat mal den Link hin posten, der will jetzt direkt einen Trecker haben. Habe ich in die Shownotes gepackt. Trekiwi. Ich nehme mal an, er meint den Trekiwi-Link.
Tim Pritlove Achso, Trekiwi habe ich doch gepostet schon.
hukl Na, ich habe ja den Affiliate 10% Rabatt-Link noch reingepostet, der will Prozente.
Tim Pritlove Achso.
hukl Das ist unter meinem Punkt da.
Tim Pritlove Ach, du hast keinen Account hier auf Slack oder was?
hukl Ne, den habe ich irgendwann mal entfernt, weil ich keinen Slack sonst brauchte.
Tim Pritlove Ja, dann suche ich nur gerade jetzt hier, wo ist denn meine...
hukl Wo sind denn deine Notes? Sorry, ich dachte, es geht schnell, aber der gute Mann sucht nach seinen Fenstern.
Tim Pritlove Ja, das ist gar nicht so einfach, wenn man hier mit mehreren Computern, mit mehreren Bildschirmen arbeitet. Ah, okay.
Ralf Stockmann Ja, da war auf jeden Fall viel Schönes dabei, das werden wir sicherlich im einen oder anderen Zusammenhang dann nochmal nachnutzen können, was ihr da zusammengetragen habt.
hukl Du hast jetzt von $LM nur einen generieren lassen oder waren da mehrere von LM vorgeschlagen?
Ralf Stockmann Genau, da dachte ich, das ist eigentlich lustiger, wenn man das dann irgendwie ein bisschen Schwarmintelligenz in der Sendung anzapft, anstatt jetzt irgendwie zehn Sachen von JetGPT bauen zu lassen. Also ich hatte nochmal eine zweite Frage, da kamen dann aber noch schlechtere Geschichten raus.
hukl Ich hatte einen so eine Wortfindungsfrage und dachte mir, ja komm, das ist doch genau die Paradeaufgabe für so halluzinierende Mark of Chains und meinte, du erzählst eine Geschichte und da ist so ein kleiner Teilaspekt und dann kommt eine Nachfrage zu dem Teilaspekt und in dem Moment denkst du, um das jetzt aufzulösen, müsste ich über sieben Berge und durch sieben Zwerge erstmal durch und dann ist es am Ende dem Resultat, eigentlich nicht den Aufwand wert sozusagen.
hukl Und dann habe ich irgendwie diesen Sachverhalt erklärt, wo man so schon innerlich mit den Augen rollt. Ah ja, um das aufzulösen. Und dann kommt am Ende nur so ein kleiner Pup raus. Und dann kam ChatGPT was, glaube ich, mit Erklärverschwendung. Und das fand ich dann auch einen sehr schönen...
Ralf Stockmann Erklärverschwendung?
hukl Ja, du, das wäre eine Erklärverschwendung. Kannst einfach sagen, ist nicht so wichtig. Aber ja, Erklärverschwendung. Wenn der Aufwand ist zu erklären, dem eigentlichen, Erklärerat, Erklärprodukt nicht wert ist, sozusagen.
Ralf Stockmann Auch schön.
Tim Pritlove Okay, also dein Account gibt es noch im Slack?
hukl Ja, ich habe den nicht gelöscht. Ich habe nur Slack irgendwann nicht mehr gehabt.
Ralf Stockmann Achso, du bist da jetzt gar nicht drin.
Tim Pritlove Ich meine, du kannst über die Webseite auch an dich einfach einloggen.
hukl Meinte ich. Ja, ja, aber dann brauche ich ja meine Credentials irgendwo. Ja, ich gucke gerade.
Tim Pritlove Kann ich dir denn ein paar... Ne, ich kann auch mal gucken.
hukl Ich habe hier eine Meta-Ebene-Schlacke.
Tim Pritlove Na, gucke mal. Sowas schmeißt man doch nicht weg.
Ralf Stockmann Ja, und in der Sache gab es halt dann auch mehr oder weniger hilfreiche Rückmeldungen.
Tim Pritlove Darf ich nochmal kurz zu Pain-Chain? Also Pain-Chain schmerzt mich ein bisschen, aber Chain of Pain gehe ich mit. Auch wenn ich finde, dass mein Desaster-Domino zumindest noch einen Alliterationsbonus verdient hätte. Aber es reicht offensichtlich nicht, sich hier durchzusetzen.
Ralf Stockmann Aber es ist immerhin auf einem Platz vier. Also jetzt sei mal nicht so traurig.
Tim Pritlove Nee, traurig bin ich nicht.
Ralf Stockmann Und das Voting läuft ja noch. Zum Ende der Sendung können wir nochmal draufschauen.
hukl Die Telefonleitungen sind noch heiß.
Tim Pritlove Rufen Sie jetzt die Nummer neben Ihrer Landesflagge an.
Ralf Stockmann Genau, Vibe-Code doch mal was.
Tim Pritlove Dass hier die Cookies frisch gesetzt werden. Ja, ich meine, bei solchen Abstimmungen, da sind wir ja wieder in diesem Abstimmungsland, immerhin hast du ja so ein Multiple-Choice, also man könnte sozusagen für mehrere Stimmen, aber man könnte halt keinen Preference machen.
hukl Keinen Panaschieren und Faschieren?
Tim Pritlove Nein.
Ralf Stockmann Keine Prioritäten.
Tim Pritlove Kumulieren meinst du?
hukl Ach, Kumulieren, sorry.
Ralf Stockmann Ranking, Ranking-Sortierung ist hier nicht drin.
Tim Pritlove Genau, also so eine Präferenzwahl ist schon was Feines, weil das drückt dann halt wirklich auch ganz gut aus, was die Leute eigentlich so am liebsten wollen. Aber es ist ja jetzt auch nicht so, dass hier High Stakes drin wären.
Ralf Stockmann Ja, wir überlegen, haben wir im Vorfeld ja schon ein bisschen, ob wir dafür vielleicht auch mal eine vernünftige Infrastruktur für solche Sachen hier aufsetzen.
Tim Pritlove Ja, da müssen wir alle noch viel besser elixieren können. Aber da dran.
Ralf Stockmann Eine Cop ist das okay.
Tim Pritlove War es das zu dem Thema?
Ralf Stockmann Naja, inhaltlich kamen halt mehr oder weniger hilfreiche Hinweise noch, es gab beispielsweise irgendwie so ein paar Stimmen aus der Windows-Fraktion, die sich dann echauffiert hatten, ja typisch Apple, kein Wunder, dass es alles nicht funktioniert, das hat mich ein bisschen ratlos gemacht, mir wäre jetzt also neu dass man jetzt aus irgendeiner Windows- Musik-App heraus einfach eine Playlist so gebrannt bekommt, also wenn meine Einschätzung da falsch ist und das auf legalem Wege, dass ich also mir einen wie auch immer geartete Musik-Streaming-Dienst dort im Playlist zusammen organisiere und das dann wirklich brennen kann gegen die Entrichtung eines symbolischen Oboluses, dann mag ich mir das gerne nochmal rüberwerfen, aber ansonsten ist einfach halt
Ralf Stockmann DRM mal das Problem an der Stelle.
hukl Ja, also mir ist in dem Moment auch gerade nochmal wieder aufgefallen, dass es natürlich nicht normal ist, dass Leute Files auf ihren Computern haben, aber ich habe alle meine Musik als File, bis auf wenige Ausnahmen und deswegen zum Beispiel habe ich letztens einer Freundin ein Mixtape zum Geburtstag gemacht, ähnliches Problem, also ein bisschen anders, das könnte man aus einer Streaming-Playlist sogar eher noch machen, aber...
Ralf Stockmann Mein Hauptanwandlungsfall war halt eine 3-Stunden-Playlist Best of Star Wars. Und zwar die Williams-Einspielung. Also da lasse ich auch nicht mit mir handeln, da will ich also jetzt nicht irgendwelche dritt-, viertklassigen Orchester, sondern ich möchte schon die Original-Einspielung haben. Und wenn es die legal unter Windows gibt zum, ich brenne das mal eben, wunderbar, dann werfe das nochmal rüber und ansonsten ist, glaube ich, der Mac hier nicht das Problem in dieser ganzen Kette.
Ralf Stockmann Dann gab es halt viele Hinweise, ja, du musst doch nur über den AUX-Eingang hinten gehen, du musst doch nur freischalten. Das hatte ich ja in der Sendung alles schon thematisiert, das ist mir bewusst, dass es das auch bei diesem Modell gibt. Ich hatte aber auch gesagt, dafür musst du halt die Mittelkonsole rausreißen.
Ralf Stockmann Und dann gab es jetzt gerade irgendwie vor einem Tag ein schönes Posting noch so, ah, das ist alles gar nicht so schwer. Irgendwie, guck mal hier, bei der C-Klasse geht das doch auch ganz einfach. Und dann ist es am PDF verlinkt und du machst dieses PDF aus und dann baust du das halbe Auto auseinander.
Ralf Stockmann Wird dir da schrittweise gesagt, so wie du welche Verkleidung an welcher Stelle und ja, da muss man ein bisschen mehr ziehen, bis das irgendwie auf geht. ich nehme ja ganz gerne Dinge auseinander, aber bei meinem Auto habe ich da so Hemmungen, wenn man da so sein Leben und so, mir ist schon klar, dass es nicht an der Verkleidung mein Leben hängt, aber trotzdem, das ist dann irgendwie Elektrik da drunter und weiß der Geier was.
Ralf Stockmann Da würde ich dann schon eher eine Werkstatt fahren.
hukl Und CD brennen macht ja auch Spaß.
Ralf Stockmann Nein.
hukl Ja, also tatsächlich habe ich vor kurzem auch eine CD gebrannt und nur, also das einzige Hindernis war rauszufinden, ah ja, okay, ich muss jetzt rechtsklicken auf die Playlist und Burn-to-Disc und dann aber es, ja.
Ralf Stockmann Also meine Chain of Pain hier war halt, über virtuelles Audio-Device von Ultraschall in Echtzeit abspielen, aufzeichnen, mit zwei Sekunden Gaps dazwischen eingestellt in iTunes, automatisches Skript in Ultraschall, was die, Silence-Geschichten detektiert, dort Marker automatisch setzt und das dann direkt als Playlist brennen kann, aus Reaper raus. Das geht ja ganz aus Reaper.
hukl Hättest du dir wahrscheinlich für den Stundensatz, den du da investiert hast, hättest du dir auf Discogs wahrscheinlich für einen Zehner einfach die Original-CDs bestellen können.
Ralf Stockmann Ja, das sind aber schon viele.
hukl Ja, aber hättest du auch alle.
Ralf Stockmann Ja, ich glaube nicht, dass diese... Ja, wohl gut, gut. Ja, maybe.
hukl Ja, weil das mache ich tatsächlich ganz oft, dass ich, wenn ich die Files haben will und es gibt die halt, weil das Problem an Streaming-Diensten ist, ja. Du kriegst ja nur die letzte aktuelle Version aus dem Katalog, die letzte Mastering, das letzte zusammen komprimieren. Wenn ich jetzt aber ACDC Back in Black 1980 die unkomprimierteste aller Releases haben will, dann gibt es die nirgendwo in digital.
hukl Dann musst du auf Discogs oder Kleinanzeigen oder sonst wo hingehen. Du kaufst ja für einen Euro die CD, rippst die und hast Musik, die sonst keiner in seinem Streamingdienst hören kann. Oder irgendwelche, ich weiß nicht, ich habe so eine David Bowie CD, die gibt es nirgendwo im Streaming-Dienst richtig.
hukl Spotify macht ja sowieso ganz große Schweinereien und substituiert irgendwelche Tracks auf Alben, die da nie drauf waren. Wo ich auf Studioalben plötzlich Live-Versionen von den Tracks drauf habe. Ich habe die CD, da ist kein Live-Track an Position 6. Deswegen, ich kaufe auch tatsächlich immer noch CDs.
hukl Auch zum Beispiel, es gibt eine Band, die ich richtig geil finde, die haben sich aber später umbenannt und machen jetzt Musik, die ich nicht so geil finde. Und bevor sie sich umbenannt haben, haben sie eine EP rausgebracht, auf CD. Die haben ihre gesamte Existenz vom Internet quasi mehr oder weniger gelöscht, auf Discogs und auf Wikipedia liest man noch davon, aber du kriegst nirgendwo die Files.
hukl Bin ich auf Discogs gegangen, hab mir die, weil davon gab's nicht so viel, für 10 Euro die CD gekauft, gerippt und über iTunes oder dieses Apple Music Match, Habe ich jetzt ja auch überall. Und ja, das ist, also ich bin nicht so ein großer Streamfreund, da bin ich zu picky für.
Ralf Stockmann Ja, ich sehe den Punkt. Wie gesagt, ich mache es ja mit Vinyl. Also ich schaue auch schon sehr genau, welche Einspielung und welche Pressung ist. Und bei Vinyl hatten wir auch in der letzten Sendung dieses ganze Hi-Fi-Thema, ist natürlich auch alles Fledermausland. Aber ich will echt keine CDs mehr haben. Also CDs finde ich irgendwie unsexy.
Ralf Stockmann Das mag sich auch nochmal drehen.
hukl Ich rippte ja auch nur in Paxilons ins Regal oder verkauf sie vielleicht irgendwann auf Discogs weiter, aber...
Ralf Stockmann So, Discogs ist in der Tat nochmal ein guter Hinweis. Hatten wir irgendwann auch schon mal in der Sendung. Ich hab den Ding nochmal in die Shownotes gepackt. Discogs.com. Das ist in der Tat eine Datenbank für alles, was jemals an Musik publiziert worden ist in sämtlichen Pressungen, Einspielungen, Varianten.
Ralf Stockmann Also der wirklich vollständigste Katalog. Und du hast halt gleich eine Börse dran, wo du sowohl deinen eigenen Kram verkaufen kannst, als auch halt kommerzielle Händler drauf agieren. als auch Privatpersonen. Und da hat man auf jeden Fall schon mal einen guten ersten Eindruck, was ist mein Kram eigentlich wert da draußen in der echten Welt, wenn ich es also für einen mittleren Preis verkaufen würde und für dich eine Nachfrage auch wäre. Das ist ja ähnlich wie bei Pokémon-Karten.
Ralf Stockmann Theoretischen Wert und muss ich den aber auch umgesetzt bekommen. Aber es ist schon mal eine ganz gute Orientierung. Ich habe da in der Tat meine ganze Venuesammlung rein modelliert. Es ist immer wieder schön, da mal drauf zu gucken.
hukl Hier vielleicht für dich auch interessant, falls du es noch nicht kennst.
Ralf Stockmann Ja, kenne ich.
hukl Ah ja, okay, ist klar, gut.
Ralf Stockmann Aber erzähl es trotzdem.
hukl Für die HörerInnen, das ist so eine von einem Menschen betriebene Datenbank, wo man mit einer bestimmten Software Alben oder Tracks auf ihre Dynamic Range analysieren kann oder in layman's terms, wie komprimiert es ist. Und da kann man dann halt zum Beispiel eben gucken, okay, welches Release von dem Album hat die höchste Dynamic Range, wenn man mal hören will, wie das dann klingt im Vergleich zum aktuellsten platt gemasterten Album.
hukl Release.
Ralf Stockmann Sehr, sehr schön in der Tat. Genau, du hattest noch irgendwas, Tim, was du zu Audio und Auto noch meintest, was ganz frisch reingekommen ist?
Tim Pritlove Ja, das ist das, was hier zu sehen ist. Ich habe es auch gerade mal in den Chat reingeworfen. Ein Produkt, ich weiß nicht, es kann sein, dass es wieder mit deinem Auto nicht kompatibel ist, wenn ich mir diese Liste so anschaue, aber ich finde, das Produkt an sich ganz interessant, weil es wird ja verzweifelt versucht, in irgendeiner Form in diese Autos alles mögliche reinzubekommen, obwohl die Autos sich so extrem dagegen wehren. Die Variante kannte ich jetzt noch nicht.
Tim Pritlove Quasi so ein SD-Karten-Leser oder USB-Interface oder halt direkt AUX, was sich hinten direkt an das Autoradio anschließt, anstatt des CD-Wechslers.
Ralf Stockmann Genau.
Tim Pritlove Also wenn du sozusagen die Möglichkeit, also sollte zufällig dein CD-Wechsler über dieses Interface angeschlossen sein, was ja sehr gut sein kann, dass da nicht so viele unterschiedliche gibt. Ja, also wenn dein Radio hinten tatsächlich diesen Stecker hat, dann könntest du einfach das ganze CD-Teil rausschmeißen und durch diesen Apparat ersetzen, der dir dann sozusagen einfach wirklich MP3-Stick erlaubt.
Tim Pritlove Hier sind jetzt sehr viele C-Klasse-Fahrzeuge genannt und so weiter, aber am Ende auch irgendwelche Radios, ich weiß nicht, was du da hast, hier Becker, hast du nicht gesehen, musst du mal selber mal durchschauen, aber ich fand das jetzt einfach als Produkt ganz interessant.
Ralf Stockmann Also es gibt Lösungen, das war mir auch vorher klar, ich muss mal gucken, ob ich quasi von meinem nächsten Autourlaub, halt mir irgendwie mal eine Bastlerbude hier in Berlin suche, die Bock haben.
hukl Oder einfach einen Bluetooth-Lautsprecher.
Ralf Stockmann Das haben wir schon diskutiert, habe ich ausprobiert, been there, done that. Klappt nicht. Die kommen nicht gegen den Innenraumlärm an, weil es ist halt auch noch alt und Benziner und einfach mal relativ laut, sobald du irgendwie 120 fährst. Und dann hast du das, was da an Boxen verbaut ist, dagegen mit irgendeiner Boombox anzustinken.
Ralf Stockmann Da musst du schon eine ganz schön Und dann hast du halt die Kinder hinten sitzen, die hören wieder ganz was anderes als irgendwie du da vorne und wo stellst sie die hin und Strom und auch alles. Das ist dann so ein Pain.
hukl Ein komplettes Sonoset-up. Naja, nee, nee.
Ralf Stockmann So, was aber mich total geflasht hat. Vielen, vielen Dank, Herr Frau Kowalski. Ist ein Dienst, von dem ich dachte, das ist viel zu gut, dass so etwas existieren darf. Und ich hoffe, dieser Dienst kommt jetzt nicht in Schwierigkeiten, weil wir ihn jetzt hier mal irgendwie einer breiteren Öffentlichkeit, vorstellen oder ihr kennt das alles schon. Wir erinnern uns, eine der CDs, die ich brennen wollte, war Best-of-Computerspiele, insbesondere so die ganze Nintendo-Welt, also Zelda-Soundtrack und Pokémon-Soundtrack und dieser ganze Kram und ich habe angeprangert, dass es das überhaupt nicht irgendwie vernünftig auf CD gibt und in den Streaming-Diensten.
Ralf Stockmann Die Aussage war schon mal grundfalsch. Das habe ich dann sehr schnell gelernt. Danke auch für die Belehrung. Nintendo selber hat nämlich einen Musik-Streaming-Dienst, wo die ganzen Teile drin sind. Hätte mir jetzt aber mein Problem nicht gelöst, weil Streaming komme ich halt auch wieder an die Datei nicht dran.
Ralf Stockmann Aber es gibt einen Dienst, der heißt Downloads. Wie heißt das jetzt? K-Insider.com.
Tim Pritlove K-Insider.com.
Ralf Stockmann K-Insider.com In dieser Datenbank sind sämtliche, wirklich sämtliche mir bekannten Computerspiele seit den frühen 80ern verzeichnet mit ihren kompletten Soundtracks zum Abspielen und DRM-frei runterladen. Und das ist irre, was man da findet. Wenn man sich also ein bisschen für irgendwie Computerspiele und deren Musik interessiert, wir hatten hier Hülsbeck und so weiter, alles da, der ganze Kram.
Ralf Stockmann Und zwar auch jeweils mit Angabe, ob sie es quasi gerippt haben, im Sinne von haben es halt irgendwie abgespielt und dann aufgezeichnet. In den meisten Fällen ist es aus dem Spiel extrahiert. Das heißt also, irgendwelche Hacker haben sich drangesetzt und geguckt, wo sind denn hier eigentlich jetzt die Audio-Files.
Ralf Stockmann Die Legalität dieses Dienstes, da würde ich mal fünf Fragezeichen hinter machen, habe ich mich jetzt nicht weiter damit beschäftigt, aber es ist irre, was man da findet. Beispielsweise kennt ihr Loom das Spiel? Ist jemand alt genug hier dafür?
Tim Pritlove Kann man das hier direkt abspielen?
Ralf Stockmann Das kannst du direkt abspielen.
Tim Pritlove Probier das mal kurz aus hier. Kommt da was?
Ralf Stockmann Genau, das ist The Legend of Zelda, Ocarina of Time. Das Titeltheme dazu.
hukl Und wird jetzt Frick schon gleich verklagt und wird Copyright strikt.
Ralf Stockmann Genau, müssen wir jetzt schnell drüber sprechen. Gebt mal in die Suche Loom ein. L-O-O-M.
Tim Pritlove Das ist doch jetzt auch schön, wenn wir es einfach im Hintergrund laufen lassen. Früher habe ich Podcasts gemacht, wo die ganze Zeit Musik im Hintergrund lief. Das war eine verdammt schlechte Idee. Warum nicht mal schlechte Ideen auch wieder hervorholen nach 20 Jahren? Vielleicht werden sie ja besser.
Ralf Stockmann Wenn der Ockel schon wieder da ist.
Tim Pritlove Was soll ich suchen?
Ralf Stockmann Loom. L-O-O-M.
Tim Pritlove Aha, das ist aber nicht Fruit of the Loom.
Ralf Stockmann Nein. So, wir erinnern uns, das ist das vierte Spiel von LucasArts. Oder LucasFilm hießen sie, glaube ich, damals noch.
Tim Pritlove Hier gibt es ganz viel Loom.
Ralf Stockmann Genau, da brauchst du die MS-DOS-Windows-Variante. GameRip, genau. So, wenn ihr das mal abspielt, zum Beispiel die Overtüre.
Tim Pritlove Ja, dann hören wir aber kein Legend of Zelda mehr.
Ralf Stockmann Das ist korrekt. Okay, gut. Aber es hat einen didaktischen Wert, dass wir jetzt...
Tim Pritlove Die Overtüre?
Ralf Stockmann Die Overtüre.
Tim Pritlove Okay, die Overtüre kommt. Moment, drei, zwei, eins. Here we go. Ich mache wieder ein bisschen lauter. Du hast ja geklaut. Schwabensee ist das.
Ralf Stockmann Schwabensee ist das, korrekt.
Tim Pritlove Das hat nicht angefangen.
Ralf Stockmann Der Soundtrack von dem ganzen Spiel ist Schwabensee. Und du spielst, es geht darum, Schwäne zu retten und du spielst das Spiel mit Noten. Du musst selber Zaubersprüche in dem Spiel applizieren und das tust du mit Melodiefolgen auch aus Schwabensee. völlig irres Spiel, eines der, würde ich sagen, so romantischsten Spiele, die ich kenne. Das ist das vierte Spiel von...
Tim Pritlove Schwäne mit Noten abschließen.
Ralf Stockmann Nicht abschießen, sondern... Ja, du musst halt beispielsweise irgendwie die Tür aufmachen. Und dann musst du halt lernen, ein Lied, eine Melodiefolge, die Türen aufschließt. Statt einen Schlüssel. Also am Ende ist es ein Point-and-Click-Adventure. So wie halt Maniac Mansion und Zach McCracken und Secret of Monkey Island.
Ralf Stockmann Nur, dass es halt mit Musik und Melodien funktioniert und so ziemlich alle relevanten Stücke aus Schwansee sind halt der Soundtrack dieses Spieles und das werden eben auch so Handlungselemente aufgerufen. Das, meine lieben Kinder, ist aus einer Zeit, als Computerspiele noch etwas gewagt haben.
Tim Pritlove Ja, es gibt ja...
Ralf Stockmann So und sowas finde ich hier und da kommen mir ja fast die Tränen.
Tim Pritlove Ja, ich habe mal die Top 1000, All-Time Top 1000 Soundtracks geklickt und natürlich, wenig überraschend, ganz oben Minecraft. Aber auf Platz 3, Legend of Zelda Breath of the Wild. Und auf Platz 5 Super Mario Brothers.
Ralf Stockmann Zum Beispiel bei Animal Crossing habe ich völlig verzweifelt gesucht den Song, den der Käpt'n spielt. Der singt immer so stilisierte Sachen und es gibt es einfach nirgendwo vernünftig.
hukl Also ich muss mal sagen, von wegen alte Männer. Wenn sich hier mit Computerspielmusik von Animal Crossing und anderen bei Laune gehalten wird. Also da sprudelt ja nur vor Jugendlichkeit.
Ralf Stockmann Aber such zum Beispiel mal Frankie Goes to Hollywood.
Tim Pritlove Das ist doch uralt.
Ralf Stockmann Such mal Frankie Goes to Hollywood zum Beispiel.
hukl Okay, nee, ich nehme alles zurück.
Ralf Stockmann Das war auch ein Superspiel. Ich glaube auch auf dem Amiga oder gab es das auch schon auf dem C64, wo halt dann so die bekanntesten Hits von Frankie Goes to Hollywood der Soundtrack waren und die dann auch sehr das Spiel, da spielt man quasi dann auch so das, was in den Songs passiert. Frankie, muss ich gucken. Das ist mit Sicherheit drin, das würde mich wundern, wenn das nicht drin ist.
Ralf Stockmann Alle sowas ist da vor Ort. Also da kann man Stunden und Tage drin versenken.
Tim Pritlove Wenn einem hier ist kein Frankie Goes to Hollywood drin. Hollywood gibt es aber kein Frankie.
Ralf Stockmann Da muss ich nochmal gucken.
hukl Muss ich nochmal was hochladen.
Ralf Stockmann Das ist ein Skandal, wenn das da nicht drin wäre. Also da könnt ihr euch mal tummeln. Danke nochmal.
Tim Pritlove Aber das ist ja nicht schlecht, dass man hier wirklich mal alles hat.
Ralf Stockmann An einem Ort.
Tim Pritlove Aber wo kann man denn hier nach Computer gibt es hier keine, Kategorie? Nach Plattform. Nach Plattform, ja, ich meine, das doch steht ja eh überall dabei. Also man will doch mal irgendwie, was weiß ich, die C64 oder so, na egal.
Ralf Stockmann Also die Suche könnte besser sein. Das ganze Datenmodell dahinter ist alles etwas zweifelhaft. Aber wenn man ein bisschen, zum Beispiel The Bard's Tale, hat das einer von euch gespielt? Mal den ersten The Bard's Tale Teil. Damals auch auf dem Amiga. Also ja, gab es vorher auf dem PC und auch auf dem C64, aber die Amiga-Version, würde ich sagen, war die coolste.
Ralf Stockmann Und da war halt das Spielprinzip, das war ein Rollenspiel, du hattest halt eine Party von irgendwie einem Krieger und einer Diebin und einem Zauberer und eben ein Barde, hence The Bard's Tale. Und der Clou dieses Spiels war es, du konntest dem Barden Musik spielen lassen, die dann quasi einen Zauber-Effekt auf deine Party ausgelassen hat.
Ralf Stockmann Das heißt, du hast selber die ganze Zeit dir den Soundtrack selber spielen lassen von deinem Barden. Und auch diese einzel kurzen Musik-Loops sind da auch alle drin zu finden und das ist wirklich so Memory Lane, wenn man das damals wochenlang, monatelang gespielt hat. Da denkt man sich, schön, dass so etwas nochmal erhalten ist.
Ralf Stockmann Das müsste ich zum Beispiel hier ins Computerspielmuseum. Kennen die das? Haben die das? Dürfen die das? Das wäre eine Superstation für die. Also hier in Berlin gibt es ja das Deutsche Computerspielmuseum. Wollt ihr das schon mal?
Tim Pritlove Ja. Die sind jetzt gerade umgezogen, glaube ich.
Ralf Stockmann Nee.
Tim Pritlove Doch.
Ralf Stockmann Wenn du gerade meinst, vor irgendwie acht Jahren, dann mag das stimmen. Also ich war da noch vor ein paar Monaten und da waren sie noch da, wo sie immer sind.
Tim Pritlove Ja, und jetzt sind sie glaube ich umgezogen.
Ralf Stockmann Was?
hukl Das kann gar nicht sein.
Ralf Stockmann Also die haben ausgebaut, die haben sich enorm verbreitert. Aber die sind noch nicht umgezogen.
Tim Pritlove Guck mal, vielleicht war das ja auch eine Fehlinformation, aber ne, doch noch kein Max-Aldee. Okay, gut, ich nehme alles zurück.
Ralf Stockmann Zum ersten Mal war ich da wirklich so vor acht Jahren oder sowas. Da war das alles noch sehr übersichtlich, aber mittlerweile kann man da echt gut ein paar Stunden rumbringen, wenn sich ohnehin in Berlin ist und ein Computerspiel interessieren. Das ist definitiv auch ein Adresse, wo man viel Spaß haben kann.
Tim Pritlove Ich hatte ja, das habe ich gleich schon mal erzählt, aber ich hatte ja so, als ich mit dem Programmieren angefangen habe, war ja eine meiner ersten Hacker-Disziplinen, war ja dieses, da hatte ich ein ähnliches Problem wie du. Wie kriege ich jetzt die Musik zum Abspielen? Die tolle Musik aus den Computerspielen abspielen.
Tim Pritlove Und das war ja noch die Zeit, als es keinerlei Möglichkeit gab, irgendwas digital aufzunehmen oder so. Überhaupt aufzunehmen war schon schwierig.
Ralf Stockmann Ein Tape Deck da dran halten.
Tim Pritlove Ein Tape Deck von Bildschirmen halten und so weiter. Und das war halt irgendwie nicht the real thing. Naja, deswegen habe ich dann so meine Assembler-Programmierungskünste daran geschärft. quasi Programme, also Spiele zu nehmen, Und die zu disassemblieren und dann die Songroutinen sozusagen zu extrahieren.
Tim Pritlove Also man behält sozusagen alles bei, was Musik macht und schmeißt den Rest weg und macht daraus dann so ein neues Standalone-Binary. Aber mir fällt jetzt einfach ums Verrecken nicht ein, an welchen Spielen ich mich damals vergangen habe.
Ralf Stockmann Aber wie würde man jetzt sagen, hat dir nicht geschadet.
Tim Pritlove Dass es mir nicht einfällt?
Ralf Stockmann Nein, aber ich bin überzeugt, durch solche Projekte kommt man halt irgendwie zu einem gesunden Verhältnis zu Computer. Du hast halt einfach mal ein Problem und das hat noch keiner gelöst und dann musst du halt selber ran, weil einer muss den Job ja machen.
hukl Da habe ich einen Link, den ich mal hier in den Chat poste, den musst du nicht unbedingt gleich abspielen, aber da ist quasi, zeigt eine Dame, wie sie elektronische Musik mit Code macht und da gibt es halt so quasi so wie diese Live-Books oder so, wie man irgendwie Daten so live interaktiv ein bisschen crunchen kann.
hukl hat sie jetzt da so zum Beispiel so eine Drum-Section und du kannst halt interaktiv noch die Slider von dieser Loop, die die ganze Zeit da austiggert, beeinflussen. Ich fand es irgendwie auch ganz spannend. Also das ist jetzt Musik, die ich nicht so unbedingt...
Tim Pritlove Jetzt hast du es doch mal abgespielt. Ja, das war aber eher Zufall. Soll ich das trotzdem nochmal machen?
hukl Ja, du kannst es mal kurz so ein bisschen hören und sehen, wird es klar.
Tim Pritlove Ja, muss man wieder lauter machen.
Ralf Stockmann Du hast Witz.
hukl Du siehst halt, Welche Elemente da jeweils immer aktiv sind. Ich habe immer die gleichen Komponenten in allen. Es gibt immer eine Drum-Section, immer eine.
Tim Pritlove Meinen Mouse-Movements, das ist sehr hilfreich, wenn ich live performe. Für Samples, ich sie entweder oder ich sie auf Github.
hukl So hier ist ein Sample von Github, das ich einfach habe. Das ist halt so ein Slider da mit drin im Code.
Ralf Stockmann Ja, eine schöne Roland-Tea 808, so muss das. Sehr fein.
Tim Pritlove Ist ja irre.
Ralf Stockmann Ja, das ist wirklich sehr, sehr cool.
hukl Also es ist auch wirklich advanced, so gleich Sidechain mit drin, EQ, alles. Ich bin so hard, so bring in some more drums.
Tim Pritlove Ich bin so hard.
hukl So bring in some more drums. Und halt auch irgendwie eine geile Visualisierung, fände ich so für dieses Format halt. Bis zum nächsten Mal.
Tim Pritlove Irre. Also das ist halt alles, wir müssen das mal kurz ein bisschen in die Köpfe visualisieren. Also man blickt eigentlich mehr oder weniger auf Code, so. Wobei, wenn es so richtig verschieden ist, jede Sektion ist so eine eigene Spur. und die besteht dann eben aus verschiedensten Parametern, die dann so explizit angegeben sind.
Tim Pritlove Punkt Sustain, Punkt Detune, Punkt Gain, Punkt Mask mit irgendwelchen Werten und teilweise auch mit so Berechnungen. Und nicht nur, dass man da Werte eingeben kann mit der Tastatur, sondern sie steuert das dann auch noch mit der Maus direkt auf dem Code und so und dann laufen halt irgendwie auch noch kleine Visualisierungen von den Loops. Das ist ja crazy.
Ralf Stockmann Schön, was Menschen so machen.
Tim Pritlove Wer ist denn das?
hukl Mir ist das nur auf Mastodon vorbei gescrollt und dachte mir da mal ein Sternchen dran, damit ich das genau in solchen Momenten schnell wiederfinde.
Tim Pritlove Ein Computational Notebook, nennt sie das?
hukl Ist das das hier, was die im Chat hier auch gepostet haben, das Strudel-Rappel?
Tim Pritlove Weiß ich nicht, ob es das ist. Ist es das? I believe she's using Strudel. Aha. Strudel, Strudel, Strudel. Ja, Scheinstrudel. Jetzt Strudel. Okay. Strudel ist also das, was sie verwendet. Strudel.cc. Also Strudel wie Apfelstrudel. Ah, und da kann man das dann alles selber machen. Hier, TR909. Und wenn ich jetzt auf Play drücke.
Ralf Stockmann Also sprich, man könnte sich das als Copy and Pasten und dann...
Tim Pritlove Guck, da ist jetzt hier...
Ralf Stockmann Das ist eine 909.
Tim Pritlove Ja. Wenn ich jetzt hier nicht 909, sondern 808 mache, klingt das dann anders?
hukl Musst du vielleicht da updaten.
Ralf Stockmann Oder ist die MIDI-Belegung deine andere? Dann kannst du auch so einen 303-Gefriebser.
Tim Pritlove Ich hab doch schon Talent, oder?
Ralf Stockmann Kram ja auch in Hardware. Dann machen wir eben eine Gems-Session.
Tim Pritlove Okay. Interessant.
hukl A live, was stand da bei Welcome? Vielleicht kann man was für die Hörer. A live coding platform to write dynamic music pieces in the browser. It's free, open source and made for beginners and experts alike. Na wie schön. Ja.
Tim Pritlove Ist eine JavaScript-Version von Tidal Cycles. Which is a popular live coding language for music written in Haskell.
hukl Okay, okay. Alright.
Tim Pritlove Okay, dann müssen wir das aber auch noch mal Monadenbasierte Musik Live coding music with algorithmic patterns.
Ralf Stockmann Da haben sie auch eine Visualisierung drin.
Tim Pritlove Psychedelisch. Ja, das könnte ich, das gefällt mir.
hukl Wenn du da mit dem Karawanen auf dem Festival sitzt und deinen eigenen Floor mal mit einem gescherten Pad irgendwie.
Tim Pritlove Aber das ist überhaupt das erste Mal, dass ich ein cooles Projekt sehe, was in der Eskel probiert ist. Das ist auch die Universität normalerweise.
hukl Und dazu gibt es ja dann auch noch, wenn du noch Visuals, also so VJ-mäßig, ich weiß nicht, wie hieß das? Ich muss das kurz mal in meinen Chat-Nachrichten wiederfinden. Der Simon aus dem CCC, der hat ja hier kürzlich so eine Vernissage in Berlin gemacht, im Parkhaus. Warst du da?
Tim Pritlove Nee, ich hab was von nichts.
hukl Das war geil. So ein West-Berliner Parkhaus. So die Tiefgaragen halt irgendwie bespielt mit Kunst und er hatte da auch so eine visuelle Geschichte. Genau, Faust war das. Ich packe auch noch mal den Link da rein. Allerdings da, weiß ich nicht, ob ich jetzt so spontane Demo dafür habe, aber Faust ist Functional Audio Stream.
hukl Warte, wo geht der Chat rein? Da, beng. Er meinte irgendwie, dass das auch total abgeht und cool ist und so. Also für die Vollständigkeit halber würde ich das ja auch mal reinpasten, aber da habe ich weniger Plan, was da eigentlich geht. Functional Audio Stream, Functional Programming Language for Sound Synthesis and Audio Processing with a strong focus on the design of synthesizers, musical instruments, audio effects, etc.
Tim Pritlove Ja, davon habe ich schon mal gehört. Das ist, genau, damit programmierst du tatsächlich richtig die Effekte. Das ist so richtig low level und geht so richtig... Wide Range C++, C, LLVM, WebAssembly, Rust.
Ralf Stockmann In Reaper macht man das ja mit IL-2. Das ist da die Effektsprache. Auch so ganz unten auf dem Blech.
hukl Ganz unten auf dem Blech. Auf dem Kuchenblech?
Tim Pritlove Ja, das ist auf jeden Fall ein interessantes Feld. Weil ich meine, letzten Endes kann man jetzt eben mit dem Computer mittlerweile, mit der Performance, die diese Maschinen haben, einfach Sachen machen, die bis vor kurzem einfach noch Synthesizern, also Hardwaregeräten und vor allem analogen Synthesizern vorbehalten waren.
Tim Pritlove Und während es natürlich digitale Synthesizer gibt, die dies und das machen, ist natürlich der Computer als Universalmaschine da einfach perfekt, wenn man den ja auch noch so programmieren kann, dann auch mit solchen User-Interfaces dafür oder mit solchen Programming-Interfaces dafür. dann wird es echt sportlich.
Ralf Stockmann Wenn euch dieses Thema interessieren sollte, dann meldet euch mal. Da hätte ich nämlich ein bisschen was an Hard- und Software, was man mal in einer zukünftigen Sendung mal live machen könnte. So, Virtualisierung klassischer Synthesizer. Das alles, was Rang und Namen hat und wahnsinnig teuer ist. In was für eine Qualität das heutzutage geht. Da habe ich ein bisschen was. Rumzustehen.
Tim Pritlove An Geräten, die du verschenken willst oder was?
hukl Wahrscheinlich.
Ralf Stockmann Ich habe da mal viel Geld drauf geworfen in so eine Synthesizer-Virtualisierungs-Suite. Wo du also halt vom DX7, die ganze Emulator-Reihe, Vocoder, Fairlight, Synclavier, also das, worauf so die relevante Musik in den 80ern vor allen Dingen gemacht worden ist. Wo du die alle bis zum letzten Knopf und bis zum letzten Analogfilter nachmodelliert hast.
Ralf Stockmann Und nicht so ein bisschen so, wir tun so als ob, sondern wirklich so mit dem selben User-Interface.
Tim Pritlove Du redest jetzt von einer Hardware?
Ralf Stockmann Ich rede von Software.
Tim Pritlove Von Software.
Ralf Stockmann Ich habe auch Hardware, ein bisschen was.
Tim Pritlove Aber welche Software ist denn das, die das macht? Wenn du das jetzt schon erwähnst?
Ralf Stockmann Ja, jetzt. Ich habe die schon lange nicht mehr hochgefahren. Jetzt muss ich gleich mal gucken. Red mal kurz weiter, ich schmeiße es gleich rein.
hukl Na gut, ja, Koden-Audio, super toll. Ich mache das aber auch immer noch nicht, außer... Ich klicke immer noch Musik mit der Maus.
Tim Pritlove Ja, ich finde ja so funktionale Sachen ganz gut. Ich meine, wir hatten hier in der letzten Sendung, habe ich ja von unserer Blink-Lights-Variante dieses Jahres berichtet, die so ein bisschen gescheitert ist und neue User-Interface-Ideen überlegt, wo man ja quasi die Bildschirme im Kreis hat und dann das Movement der Leute erfassen will.
Ralf Stockmann So Arturia ist das.
Tim Pritlove Was ja nochmal sozusagen so ein eigenes Problem ist, so Menschen zu tracken. Da kamen auch einige gute Hinweise. Vielen Dank für die ganzen Kommentare. Ein, zwei Sachen werde ich da auf jeden Fall auch nochmal verfolgen. Aber unabhängig davon, wenn man das Ganze noch mit Musik begleiten will, dann bist du ja sofort auch in diesem generativen Bereich.
Tim Pritlove Also sowohl visuell als eben auch mit Audio. Und da sind natürlich dann solche Systeme unter Umständen ein ganz guter Einstieg, weil du dann eben mit so Building Blocks schon mal ganz brauchbare Sachen machen kannst, die du auf jeder Ebene parametrisieren kannst. Auf welcher Ebene man sie dann parametrisiert, da brauchst du dann vielleicht doch mal jemand, der Ahnung von Audio hat.
Tim Pritlove Aber gut, dass es schon mal solche Backbones gibt und man das nicht alles komplett selber machen muss.
hukl Ja.
Tim Pritlove So, jetzt noch mal Arturio.
hukl Arturia ist einfach ein Softwarehersteller und die haben unter anderem so die besten, also einige Plugins, die so echte Audio-Hardware emulieren.
Ralf Stockmann Runterscrollen, du musst runterscrollen.
hukl Und die haben halt auch ein Synthesizer-Bundle, wo sie wirklich so einmal alles, was Rang und Namen hat und auch ihre eigenen Produkte einmal als Plug-in oder innerhalb dieser virtuellen Synthesizer-Suite zur Verfügung gestellt haben. Und ab und zu gibt es auch einen Sale, wo man die zum halben Preis kriegt, wo ich die gekauft habe.
Ralf Stockmann Ich habe eine gebrauchte auf dem Zweitmarkt hier stand, was die enforcen, dass man das machen darf, dass du deine Lizenzen weitergibst.
hukl Und man muss gleich dazu sagen, für die ganze Hardware, die die da modellieren, der Preis, der regulär ist jetzt auch nicht sündhaft teuer, das sind irgendwie ein paar hundert Euro oder so, also jetzt unter tausend, weit unter tausend. aber ich glaube im Sommer habe ich es für 299 oder so irgendwas unter 300 bekommen und die sind wirklich sehr gut, also nicht nur deren Audio-Effekt-Plugins, also irgendwelche Kompressoren oder so, sondern die Synthesizer sind auch allesamt wirklich ziemlich cool, bis zu dem Punkt wo, die haben halt ihre eigenen Synthesizer die bauen auch Hardware-Synthesizer und die sind auch richtig cool, also die haben wirklich, das sind so oft Hybrid-Synthesizer und die haben schon coole Ideen und Features,
hukl aber dann hast du das Plugin, was alles kann und alles digital und klickbar ist und presetable, dann... Weiß ich auch gar nicht, wozu ich noch die Hardware brauche, wobei ich auch von denen den Mikrofreak rumstehen habe.
Ralf Stockmann Das könnte man in der Tat mal eine Sendung drum bauen. Dann ratet oder erinnert ihr euch, in welchem bekannten Song dieser Sound gerade vorkam? Wenn man sowas hier hat, wie ein Arp 2600, das ist dann halt so Jean-Michel Jarre, Oxygen, das Meeresrauschen. Hörst du sofort. Naja.
Tim Pritlove Woher ist denn der Laden?
hukl Ich glaube Frankreich oder Italien, eins von beiden.
Tim Pritlove Ich versuche gerade hier irgendwie die Information rauszuziehen, aber viele französische Namen. Die Webseite war so überzeugend deutsch, dass ich erst dachte, das wäre ein deutsches Projekt.
hukl Nee, nee, die sind Frankreich oder Italien, ich weiß nicht mehr genau.
Tim Pritlove Es sieht mir sowohl nach Frankreich als auch Italien aus.
Ralf Stockmann Und für mich war die Einstiegsdroge, die haben halt ein günstiges, brauchbares MIDI-Keyboard so in verschiedenen Größenklassen. Ich wollte halt irgendwas Kleines haben, was man irgendwie schnell irgendwo mitnehmen kann und da ist dann halt eine Testversion von dieser Suite mit dabei. Normalerweise installiere ich so ein Kram nie. Aber in dem Fall hatte ich mir so, ja Gott, hast gerade nichts zu tun.
Ralf Stockmann Und dann hast du plötzlich diese Sounds im Ohr und denkst so, oh fuck. Und dann guckst du, wie viel habt ihr da jetzt drin? 200 Sounds. Oh, die probiere ich jetzt alle aus. Die sind halt alle geil, aber es sind dann auch nur diese 200 und dann, du kannst auch nicht alle Parameter verändern und dann siehst du halt den Preis, was das Gesamtpaket kostet und denkst du so, oh, aber irgendwann ist man dann halt weichgekocht.
Tim Pritlove Okay, den Laden gibt es offensichtlich schon seit über 20 Jahren und sie haben Offices in Grenoble, in Kalifornien, in Mexiko City, in Hongkong und in London.
hukl Ja, die sind auf jeden Fall mittlerweile ganz groß, aber es ist auf jeden Fall einer der wenigen so Audio Hardware als auch Softwarehersteller, wo ich beide Kategorien von Produkten tatsächlich bisher immer gut fand. Also die haben auch ihre Produktfehlschläge schon gehabt, aber so im Großen und Ganzen gebaren.
hukl Also vor allen Dingen dieser Microfreak, der kleine Synthesizer, der vieles kann, der hat noch Jahre nach der Veröffentlichung Software-Updates bekommen, wo tausende neue Features reingeballert wurden. Wurde wirklich bei anderen Herstellern lange bis gar nicht drauf warten kannst, dass die überhaupt mal noch ein Update oder irgendwas raushauen.
hukl Also die sind auf jeden Fall ganz gut am Ball, sagen wir mal so.
Tim Pritlove Also ich check eins jetzt noch nicht. Die machen ganz viel Software, aber die machen auch Hardware?
Ralf Stockmann Ja.
Tim Pritlove Also es gibt Hardwares, aber man braucht deren Hardware-Synthesizer, um die Software laufen zu lassen?
Ralf Stockmann Nee, das ist wirklich entkoppelt. Also die haben auch ihre eigenen Hardware-Synthesizer quasi virtualisiert, sodass du die auch nur in Software betreiben kannst. Und sie haben halt auch reine MIDI-Controller-Keyboards. Das ist das, was ich mir damals gekauft habe. 99 Euro ist dieses Minilab 3. Link dazu in den Shownotes und da ist halt diese Testversion drin und das ist also für 99 Euro, schöner Formfaktor, kann man halt schnell irgendwie durch die Gegend schleppen.
Ralf Stockmann Und da kann man das mal ausprobieren.
hukl Zum Beispiel das Glitterbrains Intro wird immer live auf einem Microfreak gespielt.
Ralf Stockmann Sehr gut.
Tim Pritlove Minifreak.
hukl Microfreak. Ich habe den Microfreak.
Tim Pritlove Ah, Microfreak. Stellar Edition.
hukl Die Thomann Edition. Thomann hat eine Special Edition davon. Die ist, finde ich, die allerschickste. Aber ich habe meinen Gebrauch gekauft. Da muss ich mit dem Default Antlitz leben.
Tim Pritlove Sieht ja fancy aus, das Teil.
hukl Ja, die haben wirklich, also das ist jetzt zu viel für die Sendung, aber die Features, wie die so diese Hybrid-Geschichten konzeptionell gemacht haben und deren virtuelle Patch-Bay und so, das ist erstaunlich gut, fand ich so, weil ganz oft sind so die User-Interfaces von Hardware-Synthesizer eigentlich immer totales Gräuel und Menu-Diving und hast du nicht gesehen.
hukl und die haben es irgendwie geschafft, das sehr haptisch zu halten und verständlich. Also jedes Preset, was du so auswählst, sieht man dann auch, also man sieht die Konfiguration auch live auf dem Board sozusagen. Man muss nicht durch tausende Menüs diven, um dann rauszufinden, was ist denn da jetzt eigentlich Basis. Und ja.
Tim Pritlove Okay, erstaunlich.
hukl Und ich meine, Kritiker würden jetzt sagen, gerade der Micro Freak klingt halt auch etwas digital und clean oder klinisch. Ist halt kein analoger Sünder, sei es kein vollständiger, deswegen ja, aber das mache ich dann im Nachhinein noch so ein paar Post-Effekts, dass da noch ein bisschen...
Ralf Stockmann Und ob das dann im Mix überhaupt noch irgendjemand auch die entfernteste Chance hat, dann noch rauszuhören. Ja, also die Leute wissen wirklich, was sie tun. Vor denen habe ich einen ziemlichen Respekt. Das ist wild, was die machen. Und du hast dann halt Hardware-Synthesizer im Wert von einer Million dann da stehen auf deinem Laptop.
Ralf Stockmann Das ist schon, du kriegst den Kram ja auch einfach teilweise überhaupt gar nicht mehr. Schön, schön.
Tim Pritlove So, womit machen wir weiter? Wollen wir im Audioland bleiben?
hukl Was denn?
Tim Pritlove Keine Ahnung, du hast ja noch hier so ein Audio-Thema.
hukl Vielleicht machen wir mal ganz kurz, ich versuche es kurz zu halten, weil wir haben ja wirklich noch schärfere Themen. Aber haben Sie sich schon mal mit RME beschäftigt? Also ich muss, ich sage mal nur ganz kurz, ich habe mit Universal Audio Interfaces lange Zeit jetzt rumhandiert zu Hause und auch im Proberaum.
hukl Ich dachte, ich hätte fand es gut mit den Effekten und Plugins, die so DSP-beschleunigt sind ohne Latenz und so weiter und irgendwie ja, Universal Audio hat auch so seinen Ruf und benutzen ganz viele. Hat mich aber am Ende vollends genervt, weil deren User Interface und gesamte Denkweise ist auf Konsolen ausgerichtet.
hukl Leute, die früher an einer Mixing-Konsole saßen, finden auch Universal Audio, UIs und so intuitiv. Wenn man aber aus so einer Computerwelt kommt, wie du und ich und du und ich und du und du und wir. Wir alle, wir da draußen. Dann will man ja einfach, dann weiß man ja, wir haben ja Software gemacht, damit man nicht von Hardware beschränkt wird in dem, was man mit diesen Daten und diesen Bits und so so machen kann und wo man die hinlenken kann.
Tim Pritlove Nicht, dass uns die Hardware nicht trotzdem noch beschränkt wird.
hukl Und dann habe ich halt die ganze Zeit immer schon so mit so einem Auge auf RME geschielt, nicht nur, weil ich das ein paar Mal schon in Studios gesehen habe, sondern Sondern weil mir immer mal wieder gesagt wurde, Tim, ja, bring mal noch so eine Runde mit.
Ralf Stockmann Drei Bierchen, bitte.
hukl Weil mir immer mal wieder gesagt wird, dass deren Mixer-Software das ultimative Stück Software ist, wenn ich genau das will. Die volle Kontrolle, welches Signal geht auf welchen Port, wann, wie oft kopiert, wie viele unterschiedliche Level, wie viele unterschiedliche Submixe etc. You name it. Und dann dachte ich mir, okay, ich habe da gerade so ein bisschen Geld übrig von so einer Rechnung, die ich schreiben durfte, von der ich nicht wusste, dass sich die Möglichkeit bietet.
hukl Und bevor das ganze Geld zum Finanzamt kommt, gebe ich es doch lieber dem Thomann, dachte ich. habe mein Universal Audio Interface verhökert für noch einen ganz guten Preis, weil es auch noch nicht so wahnsinnig alt war und habe mir so ein Fireface, UFX3 gekauft, was gerade zu dem Zeitpunkt frisch raus war und ja, seitdem, ich glaube.
Ralf Stockmann Hast du das Licht nicht nur gesehen, sondern auch gehört?
hukl Ja, und zwar, der Clou ist, also die Hardware ist sehr geil, aber man kriegt ähnliches von anderen Firmen grundsätzlich, also so die Pre-Amp sind jetzt nicht Größenordnung besser und so. Zwei Sachen stehen für mich so bei denen heraus, abgesehen, dass sie wirklich gut gebaut sind. Die Treiber in Anführungsstrichen sind ganz vorne mit dabei.
hukl Also die sind die ersten, die eine neue Version rausbringen, wenn macOS auch nur den kleinsten Fitzel ändert, zum Beispiel als diese Umstellung kam, dass sie keine Kernel-Extensions mehr haben wollen, sondern nur noch Driver-Kit. RME gibt dir einen Driver-Kit-Driver und der hat genau dieselbe vernachlässigbare Latenz wie der Kernel-Extension-Driver.
hukl Die updaten wirklich regelmäßig und ich hatte noch nie dieses, ich kann das jetzt nicht benutzen oder kann ich updaten.
Tim Pritlove Ja, Klassiker.
hukl Zudem, ich glaube, meins kannst du auch als Klaas, wie heißt das, Klaas Audio-Dings, also wenn du keinen Treiber installierst, hast du trotzdem noch Signal-Anliegen sozusagen. Und die sind ja mit USB angeschlossen, aber ich weiß nicht, was die machen. Du hast einfach keine Latenz fast.
Tim Pritlove Hast du mal gemessen?
hukl Es sind einstellig Millisekunden.
Tim Pritlove Ja gut, davon will man wohl rausgehen. Wie einstellig?
hukl Weiß nicht, 4, 5?
Ralf Stockmann Also ab sechs beginnt es zu schmerzen.
hukl Also ich merke auf jeden Fall nichts davon. Also im Reaper steht vier bis fünf oder so, aber es ist einfach kein Problem sozusagen. Also nicht, dass man jetzt denkt, ich brauche jetzt unbedingt ein Thunderbolt-Interface. War ich ja auch so, jetzt hatte ich hier mein Universal Audio, war ja ein Thunderbolt-Interface.
hukl Das ist jetzt halt USB 3, aber es ist schneller, also es hat weniger Latenz als das Universal Audio auf Thunderbolt. Insofern, whatever. Und der absolute Star für mich ist halt deren Mixer, deren Software-Mixer, Total Mix heißt es. Und es gibt die Leute, die aus dieser Konsolenwelt kommen, so mit Federn und Bussen und so weiter, die hassen das.
hukl Und Leute wie ich, die sagen, ich will Signale routen, egal wohin, egal ob das, ich mach mir einen Bass, wenn ich einen Bass brauche, lass mich in Ruhe mit Bassen. Ich will Signale routen, duplizieren, N-1, was auch immer. und da geht dir das Ding halt wirklich maximal aus dem Weg, wenn man mal einmal so das Konzept verstanden hat, wie sie sich das gedacht haben und, Ich brauche jetzt keine Zusatzsoftware mehr, keine Special Tricks irgendwie, um alle meine Routing-Wünsche zu realisieren.
hukl Und das hat mich jetzt zu einem überzeugten RME-Fanboy gemacht und weswegen ich dann gedacht habe, jeder, der irgendwas mit Streaming oder Streaming und Recording macht, eigentlich ist das so die optimale Lösung, weil du hast wirklich alles in einem Blog drin. Und ich hatte noch so ein Universal Audio Apollo für unterwegs oder wenn ich mal in den Proberaum gehe.
hukl Nicht ein Apollo, ein Twin heißt das irgendwie, so ein kleines Ding. Und das habe ich dann auch verkauft und habe mir von RME noch ein Babyface Pro auch gekauft. Auch nicht ganz billig, aber das Geile ist, das hat auch dieses Total Mix und im Prinzip die ganzen anderen Features, die ich gerade erwähnt habe und ist schön und kompakt.
hukl Und das hatte ich zum Beispiel jetzt auf meiner Workation dabei als Podcasting und Videocall-Interface.
Tim Pritlove Babyface.
Ralf Stockmann Jetzt müssen wir, glaube ich, aber doch auch nochmal reinwerfen, was denn so die Strafgebühr ist dafür. Also jetzt hier der Tumann, sagt er, im E-Fireface 2399.
hukl Aber das Universal Audio war jetzt...
Ralf Stockmann Zuck zuckt man schon so ein bisschen.
hukl Ist schon eine Hausnummer, aber das Ding wird jetzt wahrscheinlich die nächsten 10 Jahre einfach mal im Rack bleiben.
Tim Pritlove Das ist alles Thunderbolt.
hukl Ne, alles USB.
Tim Pritlove Ja, USB.
hukl USB. Kein Thunderbolt.
Tim Pritlove Welches USB 3?
hukl Ja, guck mal, hier bei Tech Specs steht bestimmt auch gleich ganz oben da.
Ralf Stockmann USB 3, Class Compliant steht hier.
hukl Also das war auch so mein größter so Augenbrauen, so will ich das, aber wie gesagt, alle Leute, die, also ich habe mir natürlich vorher viel Videos so von Studio-Leuten und so auch angeguckt, was die dazu meinten und alle haben gesagt, das sind die besten Driver, die sie jemals hatten und ja, funktioniert.
hukl Das Schöne ist halt auch, RMI macht ja auch so richtig krasse Zwischenharten, wenn du nochmal auf die Webseite gehst, bei Produkte. Die haben ja auch so ganz viele Wandler, so von Mardi auf dies, von Dante auf das und auch so ganz kleine Kisten, die so alles mögliche an digitalen Audio in verschiedene Bahnen lenken.
hukl Da kann man sich auf jeden Fall auch sehr auszumachen. Wenn du dir so mal Videos anguckst, wie Leute sich Studios damit ausrüsten, wenn die dann halt irgendwie 64 Kanäle oder mehr brauchen und dann die Units da zusammen klöppeln, das ist ein bisschen so Audio-Engineer-Porn, aber für mich irrelevant. Also ich bin jetzt schon total drüber mit dem Fireface und dem Babyface und dann habe ich mir natürlich auch noch die Fernbedienung dafür besorgt, damit ich schön alles auf dem Schreibtisch handläufig habe.
hukl Aber ja, ich sage nur so viel einfach, wenn ihr mal nach einem Profigerät schaut und die volle Mixfreiheit haben wollt, ich kann es empfehlen. Ich finde es sehr geil. Ich habe bisher noch keinen Software-Audio-Interface-Mixer gesehen, der flexibler war und mehr konnte. Das ist halt alles so FPGA-getrieben auf der Hardware und ja.
Tim Pritlove Also ich hatte früher mal mit einem eben ein bisschen rumgespielt, das war schon ewig her. Da hat es damals für mich irgendwie nichts getan. Was ist denn das hier für? Das ist einfach adert.
hukl Ja genau, du kannst halt deine ganzen Adert-Devices dran stellen und kriegst dann über USB halt alle, was weiß ich, wie viel 100 oder 64 oder was Kanäle? 66. Auf 192 Kilohertz.
Tim Pritlove Ja okay, das hatten die früher nicht, die ganzen Adopter, das ist echt interessant. Okay.
hukl Das wäre mein Audio-Beitrag schon gewesen, weil, ja, hat mich einfach, ich hatte es einfach satt, so mit diesem N-1 oder allen möglichen, alles so, was so vom Trampelfahrt abweicht, an Audio-Routing immer rumhühnern zu müssen und ja, das Schöne ist halt, was ich jetzt zum Beispiel für, manche Streaming-Szenarien mache, ich mache mir jetzt ein virtuelles Audio-Interface hier über Audio-Midi-Settings, und setze da quasi die Default-Speaker, die sonst immer auf 1 und 2, die folten halt auf andere Kanäle.
hukl Habt ihr dann sozusagen auf einen extra Fader in diesem Total Mix und rute die da lustig umher auf die Outputs, die ich haben will. Und ja, es funktioniert alles. So das erste Mal irgendwie, dass so auch das Mac OS sich irgendwie erwartbar mit diesem Audio-Interface irgendwie unterhält. Also gibt sicherlich auch andere, aber zumindest das Universal Audio war nicht in dieser Kategorie.
hukl obwohl es ähnlich viel gekostet hat und immer mit den Treibern hinterher hing und erst vor wenigen Monaten das mit diesem Arm mit diesem, Apple Silicon so richtig verstanden hat und so, Naja, So Ralf.
Tim Pritlove Möchtest du was thematisieren? Ich habe heute keine Themen mitgebracht Ich kommentiere alles nur. Ich habe mich in den letzten zwei Wochen absolut monothematisch verhalten und habe keinerlei neue Informationen, die hier irgendwie groß helfen könnten. Vielleicht mit einer Ausnahme.
Ralf Stockmann Ja, wir haben ein bisschen was mitgebracht. Das Wir ist jetzt nicht das Pluralis Majestatis oder wie hieß das damals, sondern Huckel und ich haben in der Tat so einen ganz losen Chatkanal, wo wir uns ab und zu Dinge rüberwerfen und diese Dinge haben monothematisch nur mit einem einzigen Thema zu tun und das sind Messer.
Ralf Stockmann Wir erinnern uns, ich hatte das schon mal angeteasert vor zwei Sendungen, wo wir unsere große Tierlist der Single-Purpose-Geräte für die Küche hatten.
Tim Pritlove Das ist sozusagen der Chat der langen Messer.
Ralf Stockmann Dass das Thema Messer mich umtreibt seit vielen, vielen Jahren. Und da dachte ich, was kann besser sein als in einem Audio-Podcast?
hukl Ich habe versucht, ihm auszureden.
Ralf Stockmann Ted. mal Dinge zu zerschnippeln, weil ich glaube, also der erste Instinkt ist, was immer ihr jetzt vorhabt mit Messern, das müsst ihr doch auf YouTube machen, damit man es auch irgendwie sieht.
Tim Pritlove Willst du jetzt hier physische Experimente?
Ralf Stockmann Wir werden gleich physische Experimente machen.
hukl Ich habe einen ganzen Rucksack voll Stuff dabei. Ich kann ja nur mal kurz meine Perspektive dazu, zu dem Thema, wie ich da reingerutscht bin. Es war Covid, man hat viel gekocht. Ich dachte mir, hm, irgendwie war die Messer auch schon mal schärfer. Mal auf YouTube geguckt, wie schärfe ich dein Messer selber, weil ich jetzt nicht zu so einem Schärfonkel gehen wollte, sondern wollte natürlich wissen, wie man selber seine Küchenmesser schärft.
hukl Hab dann einen Nerd-typischen Deep Dive veranstaltet, bin zu diversen Zwischenlösungen gekommen, um dann bei der Lösung anzukommen, die ich dann auch Ralf versucht habe, schon frühzeitig mitzuteilen. Aber wie das bei Nerds so ist, muss man ja...
Ralf Stockmann Die glauben ja erstmal nicht.
hukl Genau, muss man bestimmte Wege auch erstmal selber abtrampeln.
Ralf Stockmann Ich packe gerade die Tomaten aus.
hukl Ja, sehr schön. Und als es darum ging, dass ich vielleicht mal wieder in der Freakshow zu Gast sein könnte, dann kam Ralf direkt um die Ecke mit der Frage, ob wir dann jetzt mal diese Sache besprechen wollen. Und für mich ist es tatsächlich auch interessant, weil, wie Ralf schon sagt, wir haben uns da schon ein paar Mal drüber ausgetauscht und ich Ich habe ihm dann irgendwann gesagt, als er sozusagen auf einer Stufe war, wo ich auch schon war, das ist das, was für mich funktioniert, hier ein paar Links und so weiter.
hukl Und dann habe ich erst mal nichts weiter gehört. Und was ich jetzt auch hier sehe auf dem Tisch, bin ich sehr gespannt, ob denn das auch irgendwie ähnliche Erfahrungen ergeben hat oder ob er irgendwie nochmal was anderes gefunden hat.
Ralf Stockmann Genau, also... Hast du eine Geschichte zum Messer, Tim, oder haben bisher in deinem Leben keine signifikante Rolle gespielt? Das ist eine ernst gemeinte Frage.
Tim Pritlove Also ich erkenne an, dass man gute Messer braucht. Man kann das natürlich wie immer auch alles total übertreiben, aber ich finde, schlechte Messer zu haben, ist ein Zeichen eines schlechten Charakters. Also so Messer, die so rumwabbeln oder sich fast schon wie Blech anfühlen. Ich finde, man muss auch große Messer haben. Also ich bin jetzt nicht der totale Messerfetischist, aber ich bestehe darauf, dass eine Küche auf jeden Fall mindestens ein ordentliches Kochmesser hat.
Tim Pritlove Also so ein Kochmesser, das muss schon sein und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und da bin ich der, da habe ich leider gerade einen kleinen Fehlkauf gemacht. Tatsächlich gibt es noch Fehlkaufpunkt bis?
hukl Es gibt bald neue Stickerleinen ab und Fehlkauf, Flatterband und alles.
Tim Pritlove Ja, weil ich ja gerade eine Wohnung neu einzurichten hatte und dann habe ich mich für WMF-Kram entschieden, weil ich den generell eigentlich sehr gut finde und habe dann auch da einfach mal zu so einem Messerpaket zugegriffen. Was allerdings etwas enttäuschend war, war das Brotmesser. Und ich hatte vorher hier in so einem Spezi-Messerladen, den es jetzt leider hier im Prinzlauer Berg nicht mehr gibt, der ist irgendwie aufgelöst, hatte ich tatsächlich mal wirklich ein fettes Brotmesser gekauft. Das war das schwerste.
Ralf Stockmann Das Güde-Brot-Schwert.
Tim Pritlove Das Güde, genau. Das Güde, das hatte ich. Und vielleicht sollte ich mir das auch nochmal holen, weil das WMF-Ding, was ich da jetzt gekauft habe, das ist ehrlich gesagt ein Witz. Also ein Brotmesser, also wenn euer Brotmesser, wenn es sich leicht in die Hand nehmen lässt, also weg damit, genau. Also das muss einfach schon eine gewisse Schwere haben, so genau.
Tim Pritlove Da endet dann so ein bisschen mein Nerdtum auch.
hukl Aber… Tim, eine Frage zu deinem Messerstand, zu deinem aktuellen Level.
Tim Pritlove Ja.
hukl Drückst du noch oder schneidest du schon?
Ralf Stockmann Ja.
hukl Also, nee, anders gefragt. Wenn du Zwiebeln schneidest, kommen dir Tränen in die Augen? Sind deine Tomatenscheiben, haben sie eine Mindestdicke, weil dünner geht einfach nicht, weil dann...
Tim Pritlove Also ich habe jetzt schon länger keine Tomaten mehr geschnitten, aber bei Zwiebeln...
hukl Wenn es neue Messer sind, sollten die von WMF noch scharf genug sein.
Tim Pritlove Ja, schmerzt nichts. Nee, tatsächlich interessanter Aspekt, habe ich mir vorher nachgedacht.
hukl Aber Tränen in den Augen ist ein Zeichen von stumpfen Messern.
Tim Pritlove Ja, okay, verstehe.
Ralf Stockmann Ich habe ein bisschen eine Dramaturgie überlegt im Vorfeld. Und da kommen wir in der Tat auch noch zu, warum überhaupt scharfe Messer. Kurze Fußnote, es soll glaube ich jetzt heute gar nicht groß um die Messer gehen, sondern um das Messerschärfen. Aber das, was Tim gerade gesagt hat bezüglich Brotmesser.
Ralf Stockmann Also ich glaube, man kann mit vielen Messern glücklich werden auf der Welt. Aber beim Thema Brotmesser kann es keine zwei Meinungen geben. Es muss das Güde-Brot-Schwert sein.
Tim Pritlove Oh Gott, das fackt drin hier aus.
Ralf Stockmann Die Metaebene hat sich mittlerweile in eine formidable Schmiede verwandelt.
hukl In eine schärfe...
Tim Pritlove Das ist ja scharf.
Ralf Stockmann So, aber kurz meine Geschichte, weil meine Messergeschichte reicht in der Tat, 45 Jahre zurück. Nämlich mit meiner Mutter, die gesagt hat, da war ich glaube ich so zwölf, Junge, du wirst keine Frau mehr finden, die noch für dich kocht. Lern es selber. Das war ein sehr schlauer Spruch von ihr. Der war in der Sache Grund falsch.
Ralf Stockmann Ich war danach nur mit Frauen zusammen, die hervorragend gekocht haben. Aber es hat mir kein Stück geschadet. Und ich habe dann also eben kochen gelernt. Und natürlich, das war eine Zeit, da gab es kein YouTube, da gab es auch noch keine Kochsendungen. Also wir sprechen ja so von den mittelachtziger Jahren. Da gab es ARD und ZDF und sonst gar nichts an Fernsehen.
Ralf Stockmann Sprich, ich habe halt mir angeguckt, wie macht Mama das? Und die... hat nie den Sinn eines Schneidbretts beispielsweise verstanden. Das heißt also, die hat alles in der Hand geschnitten. Die hat also eine Zwiebel genommen und halt gepellt und dann mit so einem kleinen Schnibbelmesser erst in die eine Richtung, in die andere Richtung.
Ralf Stockmann Und wenn du es nie anders gesehen hast, denkst du erst mal, das ist die normale Natur der Dinge. Die hatte also nur stumpfe Messer und hat alles in der Hand geschnitten. Und so habe ich es dann auch gemacht. Dann habe ich mich halt irgendwann an die Uni gekommen. Und dann fing das an mit diesen ersten Kochshows. So mit irgendwie Lafa und wie sie damals alle hießen.
Ralf Stockmann Wo man plötzlich mal gesehen hat, wie diese Profiköche sowas machen. Das war immer noch lange für YouTube. Und in meinem Freundes- und Bekanntenkreis war niemand.
Tim Pritlove Fernsehkoch oder was?
Ralf Stockmann Fernsehkoch, genau. Lafa kennst du doch, oder? Lafa, Lichter.
Tim Pritlove Sehr, sehr, sehr lange.
Ralf Stockmann Irgendwann später dann Tim Melzer und so. Aber das war schon wirklich deutlich später.
hukl Biolank habe ich schon mal kochen sehen.
Ralf Stockmann Ja, genau. Und dann hast du plötzlich gesehen, oh, die schneiden eine Zwiebel gar nicht aus der Hand und das dauert nur ein Zehntel der Zeit und da kommen viel bessere Teile raus. So will ich das aber auch können. Und dann probierst du das halt irgendwie mit schlechtem Equipment und dann merkst du, es funktioniert nicht.
Ralf Stockmann Und dann merkst du plötzlich, okay, es geht nicht nur darum, irgendwie jetzt ein Messer zu haben oder ich hatte ein vernünftiges Messer gekauft und das war halt nach zwei Monaten stumpf und was machst du dann? Und dann war klar, okay, man muss sich irgendwie mit diesem Thema Messerschärfen beschäftigen. Und das erste, was ich gemacht habe, ich habe es dann halt hingeschickt zu so einem Dienst.
Ralf Stockmann Das gab es damals in der Tat auch schon. Das heißt, du packst das irgendwie ein und schickst es irgendwo hin und dann kriegst du es geschliffen zurück. Und das war im Prinzip, hat das schon auch ganz gut funktioniert. Ich habe da mein großes Kochmesser, was ich mir damals irgendwie geleistet habe. Ich glaube, das war auch ein WMF sogar, habe ich nicht mehr.
Ralf Stockmann Das wurde mal nach mir geworfen. 20 Zentimeter Klinge, das ist ihm nicht gut bekommen. Aber ich habe es zum Schärfen hingeschickt. Hast du getroffen? Ja, zum Glück nicht. Aber die Kante vorne drin war immer noch.
Tim Pritlove Aber mit der Frau bist du nicht mehr zusammen.
Ralf Stockmann Mit der bin ich nicht mehr zusammen. Die war ein bisschen verrückt.
Tim Pritlove Aber kochen konnte sie.
Ralf Stockmann Na, egal. Anderes Thema. So, aber was mich genervt hat, das Messer, was ich da hingeschickt hatte, zum Schärfen, war danach einen halben Zentimeter kürzer. Sprich, die haben einfach eine komplette Schicht von dem Stahl weggenommen. Und nicht nur irgendwie die Schneide neu aufgebaut.
Tim Pritlove Einen halben Zentimeter?
Ralf Stockmann So ungefähr. So, so. So viel ist das ja nicht beim Messer.
hukl Was?
Tim Pritlove Ein halber Zentimeter? Dann kannst du doch jahrelang schleifen auf einem halben Zentimeter.
hukl Das Ding ist halt zum Beispiel diese elektrischen Schleifgeräte, wo du im Prinzip nur einmal durchziehst. Wenn du nicht so richtig weißt, wie du mit denen umzugehen hast oder ein schlechtes hast, dann fressen die.
Tim Pritlove Was heißt elektrischen?
hukl Ja, es gibt halt so für irgendwelche Profiküchen, die setzen sich da nicht jetzt mit einem Schleifstein hin. Die haben entweder einen Wetzstahl oder so eine Maschine, wo du das Messer durchziehst und da drehen oder rotieren halt irgendwelche Scheiben drin. Und wenn du, ganz oft ist das bei diesen Messerschärfdiensten, weil meine Oma ist zum Beispiel einer mit so einem Bus einmal im Quartal umgefahren, hat da aus der Rentnersiedlung die ganzen Messer geschärft, der hat da auch so einen Messerfresser, wo du hast das Messer hingegeben, hast es wiedergekriegt, so im Moment irgendwie sieht das anders aus als vorher.
Ralf Stockmann Das merkst du zum Beispiel, wenn du dann hier diese Showmesser hast, ich habe also so eins davon mitgebracht, wo du hier so eine Maserung, wie heißt das? Damaststahl oder sowas hier auch. Das hat ja so eine Baumrindenstruktur haben und was sofort so eine große Kunstfertigkeit und Wertigkeit irgendwie suggeriert.
Ralf Stockmann Das hat ja null Effekt auf die eigentliche Schnittleistung. Das ist reine Zierde. Aber wenn du das eben zu so einem Dienst hinschickst, also ich halte jetzt zwei Messer hoch. Vorher sah das hier auch so aus, wie das was Huckel hier hat.
Tim Pritlove Achso, die haben sozusagen die komplette Maserung weggeschliffen.
Ralf Stockmann Die haben die Maserung halt einfach du siehst noch ein bisschen, was ist da noch. Das ist krass. Und dann ist dir halt klar, das willst du ja eigentlich nicht.
Tim Pritlove Das ist so, als ob du dein Auto zum Lack ausbessern schickst und danach hast du eine andere Farbe.
Ralf Stockmann So, und dann ist halt der, zumindest was damals State of the Art war, war halt, da musst du halt mit Schleifstein ran. Wasserstein. So, haben wir jetzt hier mal, ich hab einen. Ich hab keinen.
hukl Ich mach nichts mit Wasserstein.
Ralf Stockmann Ja, aus Gründen. So, das heißt also, wie hat man sich das vorzustellen. So ein Wasserstein ist also einfach mal halt einfach ein Stein, den gibt es dann mit unterschiedlichen Körnungen, meistens noch irgendwie farblich, kodiert und über die schiebt man dann halt das Messer so hin und her. Da können wir diesen schönen Sound hier mal ein.
Tim Pritlove Bisschen ASMR machen jetzt hier.
Ralf Stockmann Ja, so hört sich das dann an. Ist jetzt natürlich aber grundfalsch, dass ich das jetzt überhaupt auf einem trockenen Stein mache, weil du musst ihn nämlich erstmal wässern. So eine halbe Stunde.
Tim Pritlove Eine halbe Stunde?
Ralf Stockmann So ungefähr. Relativ lange, damit er sich richtig durchzieht. Ja, das ist relativ porös. Je nachdem, welchen Granularitätsgrad du hast, ist er halt immer weniger porös. So, und dann, also sprich mit irgendwie, ich will jetzt kochen und ich brauche ein scharfes Messer und jetzt aber erstmal eine halbe Stunde warten, bis mein Stein gewässert ist, so. Das macht halt irgendwie auch keine Freude.
Tim Pritlove Ich habe dann einfach so einen Wetzstahl aus dem Schublade genommen und das Ding da ein paar Mal dran nimmt her und dann war es scharf.
Ralf Stockmann Ja, damit kannst du halt den Grat kurzfristig aufrichten, aber du hast halt nicht eine Klinge scharf aufgebaut. Das ist einfach der Grundunterschied zwischen, ich sorge dafür, dass ich damit eine Viertelstunde irgendwie einigermaßen über die Runde komme versus, ich habe eine Schärfe, die erstmal ein paar Wochen hält und dann muss ich mich erst wieder drum kümmern, weil es halt einfach die Klingenspitze selber anders aufgebaut ist, wenn du es richtig schärfst.
Ralf Stockmann So, dann habe ich also wirklich lange versucht, mit diesem Wasserstein klar zu kommen und damals, ich habe versucht, das für die Sendung rauszufinden, aber ich habe es nicht mehr gefunden. Es gab ein Video, wie gesagt vor YouTube, wo so eine Messerschmiede gezeigt hat, wie man denn richtig auf so einem Wetzstein seine Messer schärft.
Ralf Stockmann Das waren zwei Vollhonks, die also offensichtlich zum ersten Mal vor der Kamera standen und die haben 40 Minuten lang, das halt irgendwie immer Push und Relax und jetzt wieder Push und Relax. Aber es hatte einen totalen Kult gerade.
Tim Pritlove Ein Video, was totaler Kult ist und was jetzt nicht auf YouTube ist?
Ralf Stockmann Ja, ich kann auch sagen, wenn jemand das noch irgendwie weiß, wovon ich rede, das müssen so die späten 90er gewesen sein, Mitte 90er, so 95, 96 rum würde ich sagen ungefähr müsste das gewesen sein. Ab wann gab es YouTube eigentlich?
Tim Pritlove 2004.
Ralf Stockmann Ach okay, also doch wirklich sehr viel später. Wenn das jemand irgendwie findet, bitte unbedingt drüber werfen.
Tim Pritlove Kannst du es noch ein bisschen genauer beschreiben?
Ralf Stockmann Also es war schon im Studio vernünftig gedreht, auch schon irgendwie mit ordentlichen Kameras und sowas. Und es waren halt zwei Typen mittleren Alters. Und woran ich mich vor allen Dingen erinnere, ist, dass sie zum einen einen starken Fokus auf den Schleifschlamm gelegt haben. Weil das, was schärft, ist nicht der Stein selber, sondern der Schleifschlamm.
Ralf Stockmann Der sich nämlich durch das Wässern auf der einen Seite, dass es überhaupt Wasser dran ist und dann, wenn du das Messer dann immer drüber bewegst, dann wird halt etwas von dem Stein abgetragen und das verwandelt sich in Schlamm. Und dieser Steinschlamm, Schleifschlamm, der hat die eigentlich schleifende Wirkung, mit der du die Klinge aufbaust.
Ralf Stockmann Und alleine wie sie also dieses Wort Schleifschlamm immer wieder ausgesprochen haben.
Tim Pritlove Auf Deutsch.
Ralf Stockmann Das war auf Deutsch.
Tim Pritlove Auch wenn sie Push sagen.
Ralf Stockmann Ja, genau. Und dieses Push und Relax, das hatten sie dann auch immer so mantra-mäßig. Und in welchem Winkel man das als... Ich fand das ganz fantastisch. Ich habe es nicht besonders gut hingekriegt, aber dieses Video war so cool. dass ich in der Tat in Göttingen eine Schleifschlamm-Party veranstaltet habe, wo als ich alle Freunde und Bekannte eingeladen habe, bringt eure Messer vorbei, wir gucken das Schleifschlamm-Video und dann schärfen wir alle gemeinsam unsere Messer und gucken, ob es funktioniert und dann kochen wir lecker was Asiatisches, wo man ja viel schnibbeln muss und gucken mal, wie weit wir kommen.
Ralf Stockmann Und guck, Claudia war damals schon mit dabei und noch gar nicht meine Frau.
hukl Aber genau, dieser Schleifschlamm ist zum Beispiel auch der Grund, warum ich mit so einem Stein gar nicht erst angefangen habe, weil die machen halt einerseits brauchst du Vorarbeit, zweitens machen die eine riesen Sauerei, also es schlampt halt nicht nur dein Messer voll, sondern auch den ganzen Tisch und ein weiteres Problem ist dadurch, dass du die ganze Zeit Material abträgst, passiert es halt auch, dass dann irgendwann sich so eine...
hukl Wie sagt man denn, so eine Kuhle einschleift und dann muss man den Stein selber erstmal wieder abrichten, damit er wieder gerade ist.
Ralf Stockmann Genau, da muss man zwei Steine aneinander schlammen, damit diese Ebene obendrauf wirklich plan ist von diesem Stein. Also es ist alles ein großes Elend. Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass ich diesen Winkel nicht vernünftig treffe. Und wenn du das ständig mit einem unterschiedlichen Winkel schleifst, kann man sich vorstellen, dann kriegst du natürlich auch keinen sauberen Grat irgendwie hin, sondern verhackst dir dann mit einer einzigen Bewegung wieder das, was du vorher dem mühsam mit fünf Minuten erarbeitet hast.
Ralf Stockmann Ich fand das alles scheiße. Und war dann lange auf der Suche nach irgendwie Alternativen. Und dann kam das hier halt um die Ecke. und für jemanden...
hukl Wie ist diese Sendung, wo das die Deutschland irgendwas erfinde, die waren noch so im Fernsehen damit auch ganz viel.
Ralf Stockmann Das habe ich gar nicht mitbekommen. War die irgendwie Höhle des Löwen oder so?
hukl Ja, irgendwie so ein Quatsch war. Doch, doch, doch, da sind die...
Ralf Stockmann Hast du das hier schon mal gesehen, Tim?
hukl Den Haul-Rollschleifer.
Ralf Stockmann Den Haul-Rollschleifer.
Tim Pritlove Ich habe das schon mal von gehört, aber ich habe es nie benutzt.
Ralf Stockmann Und wenn man ein bisschen Nerd ist, dann finde ich, geht einem da schon das Herz auf. Unabhängig, wie gut das funktioniert.
hukl Genau, warte, bevor du da gleich erklärst, ich nehme nichts vorweg. Ich will nur mal vielleicht noch eine Sache vorwegnehmen. Um ein Messer zu schleifen, gibt es eigentlich nur zwei Sachen, die so grob zu beachten sind. Und das Allerwichtigste ist tatsächlich, dass der Winkel, für den man sich entscheidet, gleich bleibt beim Schleifen.
hukl Also das, wenn man einen Film sieht, wenn die Leute so das Messer über irgendwas drüber wählen, dann machst du dir die Klinge rund bei. Also das Wichtige ist, egal ob du auf einer Tellerrückseite, auf einem flachen Stein, auf einem nassen Stein, auf was auch immer du schleifst, der Winkel muss gleich sein und damit haben halt die meisten Leute...
hukl Quasi Probleme, wie ja Ralf auch schon bei dem Wetzstein sagte. Und da kommt jetzt dieser Haul-Rollschleifer quasi mit einer genialen Idee zur Rettung.
Ralf Stockmann Genau, also er bringt zwei Dinge auf den Tisch. Nämlich, es besteht aus zwei Komponenten, dieser Haul-Schleifer. Nämlich zum einen ist das ein Holzblock, gar nicht sonderlich schwer. Da ist also nicht viel dran. Der hat aber starke Magnete an den Seiten eingebaut, die in der Lage sind, auch große Messer stabil zu halten.
hukl Oder dein Telefon zu löschen.
Tim Pritlove Auf der einen Seite steht 20 Grad, auf der anderen steht 15 Grad.
hukl Genau, das ist der Winkel, mit dem du sozusagen die Klinge dann anschleifst.
Tim Pritlove So sind dann diese Seiten dann auch entsprechend geschrägt.
Ralf Stockmann Genau, das eine ist quasi europäisch, das ist 20 Grad und das andere ist quasi eher asiatisch-japanische 15 Grad.
Tim Pritlove Ich dachte jetzt schon amerikanisch irgendwie wieder mit Inch und so.
hukl Nee, nee, aber auch das, ich sag mal, nimm das mal als Haul-Interpretation dieser Winkel und nicht als ultimative Wahrheit, dass das jetzt dafür und dafür ist.
Tim Pritlove Welche benutzt du? 20 oder 15?
hukl 18 oder 13. Aber im Grundlegenden ist es so, je größer der Winkel, desto stabiler natürlich die Klinge. Das heißt, wenn du so einen Beil hast, um so einen Schweineknochen-Dingsbums zu zaubern, dann machst du halt nicht eine super dünne Klinge, weil sonst bricht dir das Metall weg. Das heißt so eine Axt, ein Outdoor-Messer, ein Hackebeilchen hier oder da.
hukl Alles, was so ein bisschen durch was Grobes mit auch ein bisschen Wucht durchgeht, willst du halt einen fetteren Winkel. Und wenn es hier um Mikrometer Tomatenscheiben schneiden geht, dann halt so spitz wie möglich.
Ralf Stockmann In einer asiatischen Küche ist ja das filigrane Schnibbeln häufig angezeigt und von daher sagt man, sind die halt eher die mit den engen, mit den 15 Grad oder noch kleineren Winkeln. Aber am Ende des Tages, wie Huckel völlig richtig sagt, Hauptsache du hast einen Winkel. Ich finde jetzt auch den Unterschied zwischen 15 und 20 ist das nicht so weltbewegend.
Tim Pritlove Hauptsache man hat überhaupt einen Winkel.
Ralf Stockmann Hauptsache du hast überhaupt einen Winkel.
hukl Das ist wirklich, jeder, also es ist wirklich, es ist echt schwer am Anfang ohne diesen Holzblock, wenn du so versuchst, so ein Messer zu schleifen, wirklich dich ganz zu zügeln und zu beobachten, mach ich, verziehe ich das gerade, weil jedes bisschen verlierst du halt an der ultimativen Skalpellschärfe.
Ralf Stockmann So und der Gedanke dieses Schleifers ist also, da sind Magneten dran, du stellst diesen Holzflock auf den Tisch und dann machst du eben, bist du nicht mit deinem Messer mobil, das du irgendwo rüber ziehst in einem Winkel, der sich verändert, sondern das Messer ist starr auf dem Tisch.
Tim Pritlove Klinge nach oben.
Ralf Stockmann Klinge nach oben. Rücken nach unten auf den Tisch. Und jetzt ist das ziemlich stabil arretiert. Du musst noch die Hand auf diesem Block halten, aber jetzt bewegt sich das Messer quasi wirklich gar nicht mehr.
Tim Pritlove Darf ich das mal kurz überprüfen, ob die Festigkeit das hat?
Ralf Stockmann Unbedingt.
Tim Pritlove Okay, also es ist jetzt nicht so, dass man viel Kraft aufwenden müsste, aber es bleibt erstmal da, ja.
Ralf Stockmann Es ist ganz gut austariert, würde ich sagen. Also das ist nicht das Problem dieses Geräte.
hukl Leisten. Die sind relativ stark, wenn du direkt orthogonal das Messer wegziehst, aber normalerweise soll man die Messer anklappen und dann abziehen, damit du halt nicht so, ne. So wie du es gerade abgezogen hast, das ist ja auch so ein bisschen so abgewinkelt. Das geht leicht, aber wenn du es jetzt so tatsächlich so gerade wegziehen wolltest, dann bleibt es schon ziemlich gut.
Ralf Stockmann So, und die zweite Komponente von diesem Haul ist also eine Tonne mit einem Radius von vielleicht, was wird das sein?
hukl Kleineres Nullholz.
Tim Pritlove 5 cm.
Ralf Stockmann Das Teil ist schwer. Ja, das ist also aus Holz und hat zwei Seiten mit einer unterschiedlichen Körnung. Das heißt also, man hat, wenn man so will, zwei verschiedene Wetzstahle oder Schleifsteine oder was man da jetzt auch immer als Vergleich heranziehen will. So, und da das Ganze eine Tonne ist, sprich es ist rund, kann man es über den Tisch rollen.
Tim Pritlove Genau.
Ralf Stockmann Und es ist so gebaut, dass man also das Holzstück in der Mitte festhält und links und rechts wie zwei Räder quasi die Schleifbereiche.
Tim Pritlove Genau, der Griff in der Mitte ist quasi die Achse und dann hast du links und rechts so zwei Schleifräder und die sind dann unterschiedlich gekörnt. Und das eine hat hier so konzentrische Ringe mit drei, vier verschiedenen Schleifbereichen oder was?
Ralf Stockmann Ja, wofür da genau diese Ringe drin sind.
hukl Das ist nicht die Abziehseite?
Ralf Stockmann Ja, das kann auch sein, dass das irgendwas mit Temperatur zu tun hat, dass sie da irgendwie versuchen. Naja, also auf jeden Fall, der Effekt, den man jetzt also haben möchte, ist, dass man jetzt also mit der groben Seite anfängt und das Ganze dann also an dem Messer, schöner Sound, vor- und zurückschiebt.
Tim Pritlove Mach mal ein bisschen AMSR hier.
hukl ASMR.
Ralf Stockmann So, und man sieht schon.
Tim Pritlove Nein, sieht man nicht.
Ralf Stockmann Oder man hört oder ahnt.
hukl Man ahnt.
Tim Pritlove Nimm mal näher ran. Nimm mal näher ran da mit deinem Mikrofon. Man muss es ja auch hören, wenn wir es schon nicht sehen können.
Ralf Stockmann Ich gehe jetzt also immer über die ganze Klinge von ganz hinten bis ganz vorne. Und der Winkel ändert sich halt praktisch kaum dadurch. Du hast halt wirklich schon mal dieses Problem, okay, ist der Winkel konstant? Das geht schon. Und wenn du mit der einen Seite fertig bist, dann, montierst du das ganze Messer andersrum, machst es dann auf der anderen Seite der Schneide, weil du musst ja quasi immer von beiden Seiten abwechselnd.
Tim Pritlove Was heißt denn fertig? Wann ist man denn fertig mit einer Seite?
Ralf Stockmann Ja, kommen wir gleich zu, zu den Testverfahren. Da könnt ihr dann auch alle mitmachen da draußen an den Geräten. So, und wenn du das...
hukl Verbandkasten schon mal rausholen.
Ralf Stockmann Wenn du den Grobschliff hast, dann drehst du das Ganze, diese Tonne um und gehst dann halt mit der feinen Seite nochmal rüber, um quasi nochmal so einen Die feine ist mit den konzentrischen Ringen. Ja, genau. Das merkt man ein bisschen, wenn man so drüber geht.
Tim Pritlove Ich weiß nicht, ich habe das nicht gemerkt.
Ralf Stockmann Du kannst es jetzt auch einfach mal selber ausprobieren. Das ist ja für den Laien verständlich. Das ist halt das Versprechen. Und ich würde sagen, das lösen sie auch ein. Man kann halt praktisch nichts falsch machen.
Tim Pritlove Aber wie viel Druck muss ich denn hier ausüben?
Ralf Stockmann Das ist relativ egal. Also grundsätzlich heißt, wenn du einen Grundschliff schon drin hast in dem Messer, brauchst du eigentlich weder viele Durchgänge noch viel Druck. Aber jetzt kommen wir halt so ein bisschen zu der Problemlage. Ich würde sagen, in der Theorie ist das eine fantastische Erfindung, ein geniales Gerät, dessen Bedienung sich sofort irgendwie erschließt und alle denken, ja, endlich, warum nicht gleich so.
Ralf Stockmann Das Problem ist halt, die Messer werden nicht so geil scharf damit. Das heißt also, das eigentliche Wirkungsziel wird halt nicht so richtig gut erreicht.
hukl Und das hat man jetzt auch gerade bei Ralf gerade schon ganz geil gesehen. Ich gucke so gerade von der Seite drauf, wie er geschliffen hat, weil das Messer hat halt natürlich wie so viele Kochmesser eine runde Klinge und läuft spitz zu und der Haul hat es jetzt zum Beispiel nicht geschafft, dann diese Spitze richtig zu erwischen.
hukl Abgesehen davon, ich habe ja auch so einen Haul, ich hatte den ersten davon, deswegen, das meine ich vorhin, ich hatte vor Ralf schon diese Haul-Erfahrung und habe versucht, ihm das gleich auszureden.
Ralf Stockmann Aber er wollte ja nicht hören.
hukl Ja, nee, ist auch okay. Manchmal muss man es selber rausfinden. Also ich habe dann auch irgendwann gesagt, alles cool, mach mal und wir sprechen uns in einem Jahr wieder und so war es dann irgendwie auch in etwa. Ähm... Weil ich dann auch gemerkt habe, ja Moment mal, also ja, meine stumpfen Messer sind auf jeden Fall weniger stumpf als vorher, aber das, was ich mir so vorgestellt hatte und jetzt sind meine Messer wieder scharf, das hat sich irgendwie nicht eingestellt und da ging dann meine Suchreise nämlich auch nochmal weiter.
Ralf Stockmann So, aber hier machen wir jetzt mal einen kleinen Boxen-Stop. Nämlich, was ist denn jetzt eigentlich ein scharfes Messer? Die Frage von Tim ist ja völlig berechtigt. Wann ist ein Messer denn jetzt eigentlich scharf genug, damit man damit irgendwie vernünftig kochen kann? So und da gibt es eine Reihe von Tests und das ist der Moment, wo ihr da draußen alle mal mitmachen könnt.
Ralf Stockmann Das heißt, lauft doch jetzt mal in die Küche, holt mal so eure zwei, drei Messer raus, von denen ihr meint, mit denen arbeitet ihr und dann gehen wir mal so ein paar Verfahren durch, die sehr einfach und nachvollziehbar sind und wo man einen ganz guten Eindruck bekommt, was denn nun irgendwie scharf oder nicht scharf ist.
Ralf Stockmann Grundsätzlich, Huckl hat schon gesagt, wenn ihr beim Zwiebelschneiden anfangt zu weinen, ist das schon mal ein deutlicher Indikator dafür, dass das Messer nicht scharf genug ist. Weil wir bekanntlich nur durch die ätherischen Öle, ätherische Öle sind das?
hukl Auf jeden Fall irgendwelche Säfte.
Ralf Stockmann Die Säfte, die da so in diesen Zwiebeln drin sind, wenn ich mit einem stumpfen Messer darin rumhantiere, gerät mehr davon in die Luft und darauf reagieren dann die Augen. Und wenn ich ein wirklich scharfes Messer habe, bleibt quasi der ganze Saft in der Zwiebel drin, nichts spritzt, nichts wird irgendwie freigesetzt.
Ralf Stockmann Das ist schon mal so ein Indikator. Es gibt aber ein paar andere Verfahren, die ich auch noch gar nicht so lange kenne, wo ich denke, das sind gute Indikatoren, um sich dann Eindruck zu machen. Das erste ist euer Fingernagel. Genau. Liebe Kinder da draußen, hört jetzt gut zu, was ihr machen sollt. Wir übernehmen keine Verantwortung dafür, wenn es jetzt fehlinterpretiert.
Ralf Stockmann Versucht niemals auf einem Messer mit irgendwie Haut, also sprich Fingerkuppe oder sowas zu gucken, ist das scharf. Das hast du nämlich gerade gemacht, Tim. Du bist mit deinem Finger über die gerade eben so mäßig geschärfte Klingel drüber gegangen. Ich könnte mir vorstellen, wenn du das hier mit Huckels Präparat gemacht hättest, hättest du jetzt schon eine formidable Wunde in deinem Finger.
Ralf Stockmann Scharfe Messer sind auch wirklich scharf. So, da kannst du nicht einfach mit Wir haben hier.
hukl So ein paar.
Ralf Stockmann Dokumentationsfotos.
hukl Damit dann die Leute später noch im Slack sehen können, was hier passiert.
Ralf Stockmann Unbedingt, ja. Und wo man das aber gut testen kann, ist in der Tat der menschliche Fingernagel. Das heißt also, wenn man jetzt einen Finger vor sich streckt einfach und mit der anderen Hand ganz locker das Messer nimmt und dann mal leicht mit der Schneide über den Fingernagel drüber schert. dann merkt man, ob es so reinbeißt oder ob es einfach rübergleitet.
Ralf Stockmann Und das ist ein sehr guter erster Indikator dafür, wenn es wirklich relativ entspannt so drüber geht, ohne dass man den Eindruck hat, so da ruckt es jetzt gerade so, da beißt es sich so ein bisschen fest in dem Fingernagel, dann ist Schärfung angesagt, weil dann ist es einfach zu stumpf.
hukl Und das ist auch gleichzeitig, ne, das ist auch der erste Test.
Ralf Stockmann Tim schaut kritisch auf das Messer.
Tim Pritlove Naja, so mit dem Messer und weißt du, das ist für mich schon wieder alles so ein bisschen.
hukl Also so einen Winkel in etwa hier irgendwie, dass man wir als Schnitz, als würdest du deinen Nagel schnitzen im Wesentlichen.
Ralf Stockmann Bloß nicht mit Druck.
hukl Genau, du musst nur drauflegen, wenn es drüber rutscht, ist es stumpf, wenn es stecken bleibt.
Tim Pritlove Aber der rutscht doch hier.
Ralf Stockmann Genau, die sind alle stumpf. Alle Messer, die ich mitgebracht habe, sind stumpf.
Tim Pritlove Das ist okay.
Ralf Stockmann So, die habe ich nämlich jetzt alle seit, als Vorbereitung für diese Sendung, habe ich...
Tim Pritlove Hast du die alle schon...
hukl Das ist scharf. Warte.
Ralf Stockmann Das ist der nächste Test, zu dem kommen wir jetzt.
Tim Pritlove Genau. Das mit dem Papier reicht mir einfach nicht.
Ralf Stockmann So, diese Nagelprobe ist auch deshalb interessant, weil man dort die ganze Klinge lang testen kann. Weil mir ist es gerade mit dem Haul häufig so passiert. Es gab Zonen auf der Messerklinge, die durchaus eine vernünftige Schärfe hatten. Durch den Effekt, den Huckel gerade richtig beschrieben hat, die Krümmung wird nicht vernünftig mitgegangen.
Ralf Stockmann Aber oben und oder unten beispielsweise ist dann eben nicht scharf genug wahr. Und das bekommt man mit dem eigenen Finger. den Nagel relativ gut mit. Oh, in der Mitte ist es top, aber oben und unten ist es scheiße. Die nächsten Test, den ihr machen könnt, ist, das hat Huckel gerade eben schon mal angefangen, ein ganz normales 80 Gramm DIN A4 Papier nehmen, und versuchen, das hält man vor sich, gar nicht irgendwie mit Spannung, sondern in der linken Hand hält man es entspannt vor sich und versucht dann mit dem Messer an der Oberkante was abzuschneiden, so als ob man was abschnitzen wollte, also an der Spitzenkante des Papiers nicht versuchen reinzuhacken oder so sondern versuchen was abzuschneiden da sieht man,
Ralf Stockmann bei keinem meiner Messer sieht man nicht, aber man ahnt man ahnt, hier gibt es auch kaum einen Sound, mal gucken ob man das hört.
hukl Also im Prinzip rutscht die Klinge über die lange Seite ASMR Sektion.
Tim Pritlove Nochmal nochmal ans Mikrofon, Das klingt, ach, das klingt ja furchtbar.
Ralf Stockmann Wenn man sich viel Müll gibt und viel zieht oder drückt, dann kommt es ein bisschen. Das ist ein Trauerspiel.
Tim Pritlove Das will man nicht im Fernsehen sehen. Man kann nicht im Podcast hören.
Ralf Stockmann Also da geht also auch nicht viel. Aber das ist auch ein guter Indikator.
hukl Genau, ich mache es jetzt hier für Tim nochmal langsam mit dem hier, weil auch da sind unterschiedlichen Schärfegrade spürbar. wenn du sozusagen so eine Grundschärfe wiederhergestellt hast, dann geht es durch, aber man merkt, man muss noch ein bisschen drücken. Und wenn du dann so Richtung Rasier- und Skalpellschärfe kommst, dann kannst du das quasi ganz locker in der Hand halten und so durchziehen.
Tim Pritlove Machen wir nochmal näher, richtig schnell nach dem Mikrofon.
Ralf Stockmann Das ist auch schon ein ganz anderer Sound.
hukl Und dann kannst du halt auch wirklich so irgendwie dein Papier da zerhacken.
Ralf Stockmann Das ist schon ein ordentlich scharfes Messer, was du da hast.
hukl Ja.
Ralf Stockmann Das ist schon gut.
hukl Das ist schon gut, genau.
Tim Pritlove Aber das hast du selbst geschärft.
hukl Ja.
Tim Pritlove Okay.
hukl Also ich sage mal gleich dazu, jetzt vielleicht an der Stelle, dass meine Reise auch durch YouTube weiter inspiriert wurde. Also den Haul habe ich über YouTube gefunden. Und ich habe dann irgendwie einen deutschen YouTube-Kanal gefunden, Schmiedeglut. Und das ist im Prinzip ein Nerd, der Nantga, der eigentlich was ganz anderes früher gemacht hat und dann beim Grillen mal dachte, hey, was passiert denn, wenn ich hier so ein bisschen Metall in den Grill halte und kann man das dann schmieden? Ja, aha, guck mal, da passiert was.
hukl Und er hat jetzt so eine, sich über die Jahre so eine richtige Schmiede aufgebaut, baut selber Messer und hat halt auch diverse Videos gemacht, wie man Messer schnell und effizient schärft. Und an dem habe ich mich dann irgendwann so ein bisschen festgeklammert und dachte, okay, pass mal auf, was der erzählt, das macht irgendwie Sinn.
hukl Ich probiere das mal aus und seitdem bin ich quasi ein Bekehrter von Nankas Lehren von Schmiedeglut und dieses Messer ist auch ein Schmiedeglut Santoco Essential. Also die haben so eine günstige Messereihe, auch ein Brotmesser übrigens. Es gibt das Kneipchen, das Santoco und das Brotmesser in einem Combo-Pack.
hukl Ich habe nur das Kneipchen und das Santoco, weil ich schon ein großes Brotmesser habe, aber... Ich muss sagen, weil ich das jetzt auch schon viele Jahre quasi mache und für andere Leute Messerschleife und so weiter, ich bin auch von denen sehr überzeugt. Also das, was der Nandke erzählt, meiner Meinung nach macht alles Sinn und er hat recht und seine Messer sind auch geil.
Ralf Stockmann Okay.
hukl Weil jetzt kommt, glaube ich.
Ralf Stockmann Auch dann Wir nähern uns.
hukl Achso, du machst noch den Tomatentest.
Ralf Stockmann Genau, der Tomatentest. Genau. Also wem das jetzt zu abstrakt war, mit dem Fingernagel und dem Blatt Papier und zu weit weg von dem, wie es doch in der Küche passiert. So der letzte Klassiker ist halt, man nimmt eine Tomate und schneidet jetzt aber nicht normal mit der, sondern hält das Messer, was man hat, ganz hinten am Griff.
Ralf Stockmann Jetzt war fast der Finger ab. Gut, das ist...
hukl Das Blut muss fritzen.
Ralf Stockmann Legt das locker drauf, das Messer und fährt es ohne irgendeinen zusätzlichen Druck reinzugeben. Das heißt nur das Gewicht des Messers nach vorne und schaut, was passiert. So, da sehen wir das bisschen Angeschärfe, was ich eben gemacht habe. Hatte immerhin schon mal dafür gesorgt.
Tim Pritlove Sehen wir nicht.
Ralf Stockmann Wir sehen nicht.
hukl Man ahnt.
Ralf Stockmann Ihr seht es und jetzt beschreibe ich es.
Tim Pritlove Man sieht nicht, man ahnt.
Ralf Stockmann Ich durch eine kleine Tomate, keine winzige Cocktailtomate, zu einem Drittel durchgekommen bin, indem ich es einmal drüber geschoben habe. Und jetzt kann man also die verschiedenen Messer hier probieren. Da kommen wir auch nicht ansatzweise so weit. Jetzt haben wir das kleine. Ein ganz kleines Messer. Das ist so ein Schnibbelmesser. Das hat natürlich weniger Gewicht. Das heißt also, das ist natürlich nochmal unfairer.
Ralf Stockmann Das geht überhaupt nicht mehr rein in die Tomate. Da passiert ja auch nichts. So, und gucken, wo wir hier landen. Mein Standard-Santoku ist auch so stumpf, dass gar nichts passiert. Und jetzt macht einfach mal Huckel mit Seine dasselbe. Auch ein bisschen schwerer, aber wir werden... So, der ist also noch nicht mit der Hälfte der Klinge drüber gezogen, da ist die Tomate schon komplett.
Tim Pritlove Das Messer fällt einfach durch die Tomate durch.
hukl Genau, deswegen dieses drückst du noch oder schneidest du schon, aber mein Test ist immer irgendwie auch, wie dünn kriege ich dann die Tomate da filetiert. Ich merke gerade vorne muss ich mal wieder ein bisschen ran, um an die Skalpellschärfe zu kommen, aber ja.
Ralf Stockmann Dafür sind wir ja hier. So, also das ist jetzt schon ein Unterschied wie Tag und Nacht von dem Messer, was Huckel jetzt hat, hier zu meinem. So, und jetzt ist halt Die Frage, okay, was ist denn jetzt also der Weg? Ein Zwischenstadium, was ich noch gegangen bin, ist, dass ich mir gedacht habe, okay, dieser Haul-Rollschleifer, im Prinzip ist das ja schon eine coole Idee, wenn nur die Restschärfe fehlt.
Ralf Stockmann Dann nimmt man halt noch ein Leder dazu. Das ist ja also auch eine dieser Komponenten. Wir hatten Wassersteine und wir hatten Wettstahl.
Tim Pritlove Ich sehe ja, dass dieser Haul offensichtlich ein bisschen überhypt und so weiter ist.
Ralf Stockmann Gutes Marketing, semi-gutes Resultat.
Tim Pritlove Aber besser als diese komischen Wassersteine.
Ralf Stockmann Einfacher. Besser ist schwierig. Du kannst ein super Messer schärfen auf einem Wasserstein, aber du brauchst viel Erfahrung, würde ich sagen.
hukl Das Ding ist, ich würde sagen, ich würde den Haul gar niemanden empfehlen. Und zwar aus folgendem Grund, weil es führt zu frustrierenden Ergebnissen, wenn dein Messer an manchen Stellen scharf ist und an anderen nicht. Und dann hast du irgendwie, das fühlt sich einfach kacke an. Du weißt im Prinzip, vorne ist nichts zu holen. Dann schneidest du immer nur noch hinten und dann, ja, was hat man dann gewonnen für seine, wie viel hundert Euro auch immer das Ding kostet.
hukl Und es funktioniert nicht mal für alle Messer. Also wenn du zum Beispiel so ein kleines Kneipchenmesser hast, also wirklich diese so Schälmesser oder was auch immer, die kannst du mit diesem Ding auch nicht wirklich gut schleifen. Und das Beste, was mir das gezeigt hatte, war folgendes. Ich war beim Freund, der hat auch dieses Haul-Ding gehabt und war ganz stolz, weil ich habe so seine Messer gesehen und meinte so, naja, ich gucke mir die mal an.
hukl Und er hat da, bevor ich das in der Hand hatte, meinte, ja, ich habe diesen Haul-Rollschleifer und die sind jetzt alle total toll. Ich nehme die Messer, lasse die über den Fingernagel gehen, die rutschen alle rüber. Und ich so, naja, gib mir mal ein Stück Papier. Alles reißen, mehr reißen oder drücken als schneiden. Und dann haben wir versucht, uns mit dem Haul hinzusetzen und es nochmal so ganz bei the book und ganz vorsichtig zu machen. Und dann am Ende habe ich gesagt, pass mal auf.
hukl Ich nehme jetzt diesen Haul, hast du den hier gerade nochmal liegen? Ich zeige das mal Tim, aber ich habe den einfach so vor mich hingestellt und habe quasi aus meinem Handgelenk versucht, einen gleichmäßigen Winkel zu halten und habe einfach das Messer quasi so auf dem, weil es ist ja am Ende ein Schleifstein, von Hand drübergezogen und habe ein schärferes Ergebnis hinbekommen, als mit diesem ganzen Hin- und Hergeröhre für 20 Minuten.
hukl Und dann war mir endgültig klar, wie Ralf schon sagt, gutes Marketing und für manche Messer mag es funktionieren, aber es ist...
Tim Pritlove Das Foto ist ja super, was wir jetzt im Chat haben.
hukl Ich poste die anderen auch mal gleich.
Ralf Stockmann So eine Zwischenstation war, ich habe mir da noch so ein Leder geholt. Also das ist, was sehen wir jetzt vor uns? Ich halte jetzt hoch ein.
Tim Pritlove Was ahnen wir jetzt?
Ralf Stockmann Wir ahnen, dass ich hochhalte einen Holzstab, der so ein bisschen flach ist, wie so ein Cricket-Schläger, so ungefähr. Eine kleine Ausgabe von einem Cricket-Schläger. Ein Paddel mit zwei Seiten. Und auf den beiden Seiten ist unterschiedliches Leder aufgeklebt. Mit einer unterschiedlichen Körnung wieder auch.
Tim Pritlove Also richtiges, echtes Leder.
Ralf Stockmann Richtiges, echtes Leder, genau.
Tim Pritlove Und da muss man... Aufrechtieren.
hukl Rind.
Ralf Stockmann Rind ist es?
hukl Weiß ich nicht.
Ralf Stockmann Und dazu hat man dann solche Pasten, mit die auch wieder eine unterschiedliche Körnung nochmal irgendwie mitgeben. Und damit bearbeitet man dieses Leder und lässt es irgendwie trocknen. Ein paar Stunden in der Tat. Das muss ja so richtig trocken sein.
hukl Aber das machst du einmal in drei Jahren.
Ralf Stockmann Einmal alle x Jahre, genau. Und dann kann man dort drüber gehen und in der Tat seinem Messer nochmal einen Restkick geben, was der Haul nicht hinbekommt. Und das hat dann schon einen echten Effekt.
Tim Pritlove Da zieht man das Messer dann quasi nach hinten.
Ralf Stockmann Also wieder von Hand halt so drüber, wie man es auch beim Schleifstein machen würde.
hukl Also es ist schwer jetzt im Podcast zu transportieren, aber ich zeige es mal Tim und vielleicht kannst du es beschreiben. Wenn du jetzt so, ich mache meine Hände, ich führe meine Hände zu einem Dreieck zusammen und die Spitze ist quasi die Klinge. Und wenn du jetzt anfängst, eine Seite zu schleifen, dann entsteht ja so ein Grat.
hukl Und dieser Grat ist im Prinzip, jetzt zeigt der Wipfel von meinem Handdreieck zu einer Seite. Dann schleifst du die andere Seite, also jetzt da, wo der Grat ist, und dann kommt der Grat auf die andere Seite. Der letzte Schritt beim Schleifen ist dann gegen die Klinge nochmal ein-, zweimal auf beiden Seiten zu ziehen, um diesen Grat abzubrechen.
hukl Jetzt hast du den Grat abgebrochen, jetzt wird es auch schon beißen. Und was du jetzt mit dem Leder machst, ist ähnlich wie bei Nagelpolieren oder so. Du nimmst immer eine feinere, oder generell polieren, Du nimmst immer eine feinere Körnung und polierst die Klinge und machst jede Unebenheit raus sozusagen.
hukl Und je polierter die Klinge, und das musst du natürlich auch im richtigen Winkel oder im selben Winkel idealerweise machen, wenn du das einfach machst, relativ konstant, dann kriegst du Skalpellrasierschärfe hin. Und die Frage, wie lange diese Schärfe dann hält, das ist dann halt nochmal so ein, du hast vielleicht auch schon gesehen, bei Messern gibt es halt tausend eine Stahllegierung und dies und das und jenes.
hukl Und im Prinzip sind es alles Versuche aus den Kompromissen rostfrei, ja nein, hart, ja nein, also oder beziehungsweise bruchfest, ja nein. Das heißt, Stahl, der rostfrei ist, in der Regel, es gibt Ausnahmen, den kannst du nicht so hart machen wie... einen rostigen Stahl sozusagen. Beziehungsweise hast du immer dieses Dreieck. Also ja, wir können ihn hart machen, aber dann ist er brüchig.
hukl Das heißt, bei rostfreiem Messerstahl versucht man einen Kompromiss zwischen Härte und Bruchfestigkeit zu machen, weil wenn du, das sieht man ganz oft so in Ferienhäusern, wenn du dann so auf die Klingen guckst, dann sind da so richtige Scharten drin. Und dann haben sie vielleicht einen harten Stahl genommen, aber zu hart oder zu brüchig.
hukl Es gibt ein, zwei Stahlligierungen, die sehr gute Kompromisse da geschaffen haben. Aber zum Beispiel die besten Messerstähle sind halt nicht rostfrei und die packst du dann halt nicht in Geschirrspüler, was dann halt für viele Leute schon mal so ein Ausschluss...
Ralf Stockmann Was man überhaupt niemals tun sollte.
hukl Ja, soll man generell nicht machen, aber...
Ralf Stockmann Und auch nicht in irgendeine Schublade, sondern Messer gehören an ein Magnetbrett.
hukl Und deswegen ist dieses, man kann aus fast jedem Messer so Skalpellschärfe rausholen, wenn der Stahl einigermaßen okay ist. Wie lange dann diese Schnittfestigkeit ist und wie robust das Messer bei ein bisschen Abuse ist, das sind halt dann noch so Variablen in dem Spiel.
Tim Pritlove Das ist im Prinzip so ein Kompromiss-Dreieck.
Ralf Stockmann Choose any two.
hukl Und das Krasse ist halt, dass anscheinend halt kein Stahl wirklich für so Küchenmesser dediziert designt wurde oder für Messer generell, sondern dass immer im Prinzip so, irgendwelche Experimente von den Schmieden sind mit irgendwelchen Jetzt machen wir hier ein bisschen mehr Chrom und da ein bisschen mehr Nickel oder was auch immer rein.
hukl Und dann vor kurzem gab es so einen Stahl, der heißt Magna Cut, heißt diese spezielle Legierung, die rostfrei ist, sehr hart und trotzdem bruchfest. Und das ist gerade so der Messerstahl-Hype, weil das ist der erste Stahl, der dediziert für Messer wohl Design. Ich habe es jetzt nicht nachgelesen in der Wikipedia, das sagen die Messerleute, das kann auch alles Hokuspokus sein.
hukl Aber ich habe ein Messer mit MagnaCut und das war das, was du auf der Nation benutzt hast, um aus dem Holzding was rauszubrechen, was danach einfach exakt genauso scharf war wie vorher. Du wolltest doch so ein größeres Loch für den ersten Testbutton machen. Dann habe ich dir mein kleines Outdoor-Messer gegeben, womit du dann so rausgebrochen hast das Holz.
hukl Das war ein MagnaCut-Messer zum Beispiel. Genau, also das nur so als Hintergrund, dieses Polieren ist vor allen Dingen ähnlich, wie wenn man sich die Nägel poliert oder irgendwas anderes, Unebenheiten und Imperfektionen rauspacken, damit... richtig zappelt. Oder nicht mehr zappelt, sondern durchgeht.
Ralf Stockmann Genau. Das ist übrigens der vierte Test, weil du jetzt immer sagst, so reißig. Test, test. Irgendwas ist hier gerade sehr sonderbar.
hukl Es rauscht hier auch irgendwas.
Tim Pritlove Irgendwie ist das Headset gerade hinübergegangen.
Ralf Stockmann Naja, es kommt schon Audio durch, aber auch eine Menge anderer Dinge, die wir nicht hören wollen.
Tim Pritlove Das klingt nicht gut. Kannst du mal das andere, das Note-Headset Not-Headset.
hukl Not-Headset to the rescue.
Tim Pritlove Ja, an der Meta-Ebene.
Ralf Stockmann Warte, warte mal eben.
Tim Pritlove Da ist gerade irgendwas gestorben bei dem Headset.
hukl Ja, sag mal, was ist jetzt das?
Tim Pritlove Vorsicht.
Ralf Stockmann Da bin ich wieder.
hukl Kabel durchgeschnitten. Wie transportiert der Unkel denn seine Superschaffen? Ich habe nur eins mitgebracht, weil ich wollte eigentlich gar keins mitbringen, Aber ich bin vorhin ein Taxi gefahren und habe das in einen dünnen Amazon-Karton gefaltet, reingesteckt und in meinem Rucksack, Hartschalen-Rucksack transportiert.
Tim Pritlove Das fällt nicht durch den Karton durch. Also ist es eigentlich gar nicht richtig scharf.
hukl Nee, guck mal, das war ja hier jung. Der Griff hält es quasi dann.
Ralf Stockmann Genau, so Rasiermesser-Schärfe. Das ist halt so der vierte Test. Den kann man probieren, aber den finde ich immer so ein bisschen irgendwie weird. Das ist dann sich wirklich auf dem Armrücken die Härchen abrasieren.
hukl Also zum Beispiel, wenn du Videos von Nandga von Schmiedeglut guckst, der hat halt so dieses Messerschärfen total im Griff und muss gar nicht mehr drüber nachdenken über Winkel. Der macht das ganz intuitiv und der guckt dann immer in seinen Hosenbeinen, zieht da hoch und guckt, ob er noch irgendwo Haare am Bein hat, um mal kurz zu gucken, dass es rasierscharf ist.
Ralf Stockmann Genau, so und jetzt bei unserer langen Reise kommen wir ja langsam jetzt zum Ende, also wie gesagt dieses Leder, das war so eine Zwischenstufe, wo ich auch den Eindruck hatte, ja, das gibt da nochmal was drauf, aber es kann halt irgendwie dann doch die Konstruktionsmängel von dem Haul nicht wirklich kompensieren und dann dachte ich daran, der Huckel, der hat doch vor einem Jahr da mal was geschrieben, und da wolltest du nicht auf ihn hören und du dachtest die können doch nicht alle irren, die diesem Haul hinterherlaufen.
Ralf Stockmann Und dann kamst du eben genau hier mit Schmiedeglut, wobei ich würde sagen, das Grundprinzip gibt es wahrscheinlich auch bei anderen Anbietern, ist also nicht, dass die da jetzt irgendwie, wahnsinnig was erfunden haben, sondern es ist halt einfach nur, es ist kein Wasserstein, sondern es ist auf der einen Seite ein Stahl und auf der anderen Seite ein Leder und es gibt es quasi in zwei Größen, nämlich einmal genau mit so einem Paddle, wie wir es gerade eben schon beschrieben hatten und die Profivariante davon hast du jetzt auch nochmal mitgebracht.
hukl Ich kann ja mal kurz noch dazu was sagen, weil das erste, was ich gekauft hatte, war dieses formschöne Workbench-Teil und die Firma, die im Prinzip…, Das Erste, was ich sagen muss, der Nandga hat gleich von Anfang an mir gesagt, diese Wasserschleifsteine, alles Müll, das benutzen wir nicht in der Werkstatt, haben wir keine Zeit für, macht nur Dreck.
hukl Wir benutzen DMT, heißt die Firma, der Marktführer in so diamantbeschichteten Metallplatten für Schleifwerkzeuge aus den USA und die benutzen einfach so eine, also es ist ziemlich schwer, es könnte Stahl sein, also keine Ahnung, kannst du ja mal in die Hand nehmen, kannst du auch abnehmen, ist eine Magnethalterung für die Platte.
hukl da habe ich mir also gleich mal angehört okay, Metall mit Diamantbeschichtung ist der Weg und von DMT und dann habe ich mir ein bisschen größenwahnsinnig gleich so das größte Produkt, was sie da hatten, gekauft, weil das Schöne ist, das müsst ihr euch so vorstellen ist, weiß nicht, wie lang ist das 40 Zentimeter vielleicht, wir können gleich noch ein Foto in den Chat packen, ist so eine kleine Minibank, die man sich so auf den Tisch stellt, magnetisch auch und darauf kann man diese Schleifplatten draufpacken.
hukl Ich habe eine grobe und eine feine. Und das Ding ist, wenn du ein Messer hast, wo der Rücken genauso scharf ist wie die Klinge, und das kommt öfter mal vor in Ferienhäusern oder Segelboden.
Tim Pritlove Der Rücken.
hukl Der Messerrücken, ja. Wenn die Seite genauso scharf ist wie die andere. Was? Ja, na ja. Dann gibt es viel zu tun. Dann brauchst du halt was Grobes. Wenn du nämlich mit den feinen Körnungen anfängst, wie bei allen Schleifarbeiten, machst du dich kaputt.
Tim Pritlove Du meinst, wenn das Ding so stumpf ist?
hukl Ja, ja, ja. Genau, wenn beide Seiten genauso scharf sind.
Tim Pritlove Oder stumpf.
hukl Und deswegen dachte ich mir, ich will halt viel Fläche und ich will eine grobe und eine feine. Und dann habe ich mir dieses fette Stück, wir machen natürlich Links in die Beschreibung, Magna Base Adapter heißt das Ding. Und habe damit meine Zwillingenmesser alle geschliffen und war auch sehr zufrieden. Frieden.
hukl Und dann kam der Nandga um die Ecke und meinte, ja, dieses DMC-Zeug, das ist alles schon mal ganz cool und das benutzen wir auch in der Werkstatt, aber für euch zu Hause, weil die machen diese Polierschritte nicht mit dem Abziehleder. Die haben natürlich irgendwelche Bandschleifer, wo sie die Messer ranhalten.
hukl Also was, was man vielleicht zu Hause nicht in der Küche hat. So einen fetten Werkstatt-Bandschleifer. Und dann hat er halt, glaube ich, das hier zuerst gemacht. Das ist jetzt ein Vierkant mit Griff, sage ich mal, auch so circa 30 Zentimeter lang, vielleicht 4, 5 Zentimeter, Jede Kante, wie auch immer. Und das besteht aus einer feinen gekörnten Metallplatte, wo man also sozusagen wirklich schleifen kann und dann drei Abziehlederseiten mit was weiß ich wie viel Mikron. Die letzte ist ein Mikron.
hukl Und damit kriegst du die Rasierschärfe schon ziemlich zuverlässig. Und wenn du das mit dem Winkelhalten einigermaßen hinkriegst, kann man mit diesem Ding jedes Messer rattenscharf machen, wie jetzt das schon heißt. Das habe ich bei mir eigentlich immer im Einsatz und ich muss jetzt dazu sagen, das klingt so nach viel Arbeit und so.
hukl Dieses Messer hier, was ich mitgebracht habe, was hier durch die Tomate durchging, das Papier zersäbelt hat, ich schleife das nicht in der Regel. Das schleife ich vielleicht einmal oder zweimal im Jahr. Die meiste Zeit ziehe ich das nur so alle zwei Wochen mal übers Abziehleder, um die durchs Schneiden entstandenen Imperfections schnell wegzupolieren.
hukl Also es ist wirklich so ein 10 Sekunden, zack, zack, zack, 10 Sekunden andere Seite und dann ist es wieder so scharf. Das heißt, ich schleife so gut wie gar nicht mehr. Das Ding ist die meiste Zeit nur dafür da, dass wenn ein Besuch kommt mit richtig stumpfen Messern, dann gehe ich hier auf diese fette Platte drauf.
hukl Ansonsten ist dieses wie heißt das denn? Diamantleder irgendwie. Wir machen gleich das auf Schmiedeglut. Verlinken wir das nochmal. Mache ich damit. Und dieses Paddel, was Ralf angesprochen hat, das ist im Prinzip dieselbe Metallplatte, dieselbe Körnung. Und dann, ich glaube, Stufe 1 von dem Diamantleder ist hier drauf.
hukl Und damit kommst du auch auf sehr, sehr gute Tomaten, wenn nicht sogar Rasierschärfe. Das ist wirklich, wenn du wirklich so und die neue Version, die aktuelle Version davon ist nochmal besser sogar, weil da kannst du den Griff rausschrauben und da ist ein kegelförmiger, Schleifstab, mit dem du auch Brotmesser, also alles was serrated, was heißt denn das auf.
Ralf Stockmann Kugel oder Wellenschliff.
hukl Wellenschliff hat, wo du halt auch Brotmesser mit schleifen kannst, weil da kannst du halt nicht an so eine Platte oder sowas rangehen da musst du jede Rille einmal mit so einem Kegelstab, sage ich mal.
Tim Pritlove Also jetzt nochmal kurz zusammenfassen. Also DMT, das ist jetzt die Firma aus den USA, die macht irgendwie das geile Metall. Du hast ja diesen Magna Base. Heißt das dann, dass das auch aus diesem Magna Material ist?
hukl Weiß ich gar nicht.
Tim Pritlove Und das ist diamantbeschichtet?
hukl Mhm.
Tim Pritlove Okay.
hukl Die Platten heißen Diasharp.
Tim Pritlove Ach so, der Adapter ist nur, um das Teil da oben drauf zu machen.
hukl Genau, diese Platten, die kannst du dir in allen Körnungen sozusagen kaufen. Gibt es auch so schöne Köfferchen zum Reifen.
Tim Pritlove Ach so, das ist sozusagen nur magnetisch da drauf. Deswegen heißt es Magna.
hukl Genau.
Tim Pritlove Okay, gut. Und dann machst du da oben deinen Diasharp-Metall-Goldbarren da drauf.
hukl Ja.
Tim Pritlove Und dann machst du genau was mit dem Messer, wenn du ein Stück das Messer schärfen würdest?
hukl Jetzt kommt noch genau der Clou. Nämlich bei Schmiedeglut und ich habe keine Affiliates und so, ich bin wirklich einfach nur Fan von dem, was der Nandga sich so ausdenkt, um den Leuten das leicht zu machen. Zu jedem Schleifprodukt, was man da kauft, kriegt man noch dieses kleine Stück Plastik dazu. Das ist ein kleines Dreieck mit einem 18 und einem 13 Grad Winkel.
hukl Und den kannst du dir hier, wie Ralf das gerade zeigt, also den legt man sozusagen auf seine Schleifplatte und kann dann das Messer einmal so ausrichten auf den Winkel, den man haben will, grob oder fein. Also kannst du dir so als kleine, Winkelhilfe sozusagen mal kurz unterlegen und immer überprüfen, gerade am Anfang, wenn man noch nicht so den Muscle Memory hat, gucken, habe ich das jetzt immer noch im richtigen Winkel?
Tim Pritlove Was ist denn der richtige Winkel jetzt?
hukl Naja, Nanka sagt 13 und 18 Grad.
Tim Pritlove Was denn jetzt, 13 oder 18?
hukl 13 für, was ich vorhin meinte, für feine Küchenmesser arbeiten und für Outdoor-Messer oder Axt oder sonst was. Genau. Und dann, das sind die DMT-Produkte, wobei...
Tim Pritlove Warte mal, das heißt, wenn ich das jetzt richtig sehe, dieses Diamantleder, was quasi nur auf der einen Seite Leder hat, auf der anderen Seite hat es Metall, ist eigentlich alles, was man braucht. Man braucht nicht diesen Base-Adapter.
hukl Das ist alles Overkill. Ich würde sagen, wenn man wenn man wirklich das Maximum rausholen will, ist das schon geil und gerade auch noch jetzt mit diesem Vainschliff.
Tim Pritlove Also dieses Viererteil.
hukl Genau. Aber Ralf kann ja auch gleich mal sagen, ich habe das schon ein paar Mal verschenkt, weil es halt auch, was weiß ich, was kostet das? 69 Euro oder sowas?
Ralf Stockmann Genau, das ist gut finanzierbar, ja.
hukl Das habe ich schon ein paar Mal verschenkt, weil Leute haben schon von mir ein Messer geschliffen bekommen und wollten dann, haben dann so, kommst du dieses Weihnachten wieder vorbei und vielleicht vor dem Kochen.
Tim Pritlove Was früher Computer einrichten war, ist jetzt besser schleifen.
hukl Ein Produkt nenne ich noch, bevor wir hier noch in die Feinanalyse kommen und das ist hier mein Butterfly. Das ist in meiner Reisebox immer dabei. Ferienhaus, Airbnb, Segelboot. Einmal quasi Diafold heißt der, glaube ich. Das ist auch direkt von DMT. Äh, steht das hier vielleicht mal drauf? Es gibt alles im Schmiedeglut-Shop, falls ihr dann mal gucken wollt.
hukl Aber im Prinzip ist das so ein kleiner, portabler Schleif.
Tim Pritlove Entschuldigung, wie heißt das Teil?
hukl Ich glaube, Diafold. Also wie Falten. Ich gucke mal hier bei Schmiedeglut.
Tim Pritlove In verschiedenen Körnungen erhältlich.
hukl Genau, ich würde sagen, wenn ihr auf Reisen seid und ihr habt es schon öfter gehabt, dass in eurem Airbnb oder wo auch immer, ihr so seid und das Geschirr benutzen müsst, was da ist. Und die Messer sind alle scheiße stumpf, was sie grundsätzlich eigentlich immer sind, weil es halt irgendwelche Ikea-Messer sind.
hukl Nehme ich das Ding mit, setze mich dann bei der Reise halt mal 10 Minuten oder 20 Minuten hin, mache so die vielversprechendsten aussehendsten Küchenmesser kurz scharf und die restlichen zwei oder drei Wochen sind alle Leute beim Kochen glücklich, weil sie nicht die Tomaten drücken, sondern schneiden.
hukl Und beim Zwiebelschneiden nicht weinen, sondern sich freudig fröhlich unterhalten können. Das ist auf jeden Fall immer auf Reisen dabei.
Ralf Stockmann Das kannst du mir auch bitte mal zeigen.
Tim Pritlove Übrigens kleiner Nachtrag zu den Zwiebeln, das hat natürlich mit ätherischen Ölen alles nichts zu tun, sondern durch das Schneiden setzt man schwefelhaltige Aminosäuren frei und, außerdem auch noch ein Enzym namens Alinase und wenn die zusammenkommen, dann bildet sich der eigentliche reizende Stoff, ein sogenanntes Propantial-S-Oxid und das verdunstet leicht und dann reicht es eben über die Luft schnell die Augen und reizt die Nerven im Auge und dann ist es also ätherisch hat es nichts zu tun.
Tim Pritlove Auch nicht esoterisch. Bist du zufrieden jetzt mit deinem Schleifergebnis?
hukl Das klingt noch nicht gut.
Ralf Stockmann Mit dem Clean hier auf Reisen, Ich weiß nicht. Ob man dann nicht doch einfach irgendwie das Paddel mitnimmt.
hukl Ja, ich habe auch manchmal das noch mit, also das passt halt überall mit rein, weil es halt so klein ist. Das nehme ich tatsächlich bei der Workation, nehme ich das mit, weil dann ist schon dieses Abzähleder nochmal.
Tim Pritlove Okay, also ich passe mal zusammen. Wenn ihr Schleifsteine zu Hause habt, schmeißt sie weg.
Ralf Stockmann Es sei denn, ihr kommt gut mit denen klar. Da müsst ihr natürlich nichts wegschmeißen.
Tim Pritlove Wenn ihr einen Haul-Schleifer habt, Das schenkt sich irgendjemandem, den ihr eigentlich nicht leiden könnt. Die finde ich dann toll und du bist los. Und ansonsten, wenn man irgendwie ordentlich was geschliffen bekommen will, muss man eigentlich nur so einen kleinen Plastikwinkelapparat haben und das Ganze auf einer Metallplatte ein paar Mal hin und her.
Tim Pritlove Immer nach rückwärts sozusagen.
hukl Nee, ist egal. Du kannst in Kreisen vor und zurück. Das Wichtigste ist nur, am Ende musst du diesen Grat abrechnen. Diese letzten zwei, die sind gegen die Klinge.
Tim Pritlove Auch das Metall. Und dann das Leder, um das nochmal richtig schön.
hukl Auf dem Leder dann weg von der Klinge sozusagen.
Ralf Stockmann Ansonsten schneidest du nämlich das Leder kaputt.
hukl Ich hab mal ganz kurz noch in den Chat dieses bei Schmiedeglot, weil ich wirklich, ich hab die Messer und die sind sehr gut. Wenn ihr mal so einen Küchenmessersatz braucht, zum Beispiel so ein kleines Schälmesser, dieses Dantoko, was ich habe, und das Brotmesser, geil. Es gibt auch das Set zum Beispiel dieses Dantokomesser mit gleich diesem Paddel dazu.
hukl Wenn ihr dieses Paddel da kauft also deren Schleifwerkzeuge da gibt es auch so ein Set was ganz geil ist, die geben dir dann so einen kleinen Schleifschwamm und Pasten mit, wenn nämlich dieses Leder irgendwann so schwarz ist, so annähernd so schwarz ist wie meins, dann kann man mit so einem kleinen Schleifschwamm, den du da kaufen kannst und für ein paar Euro noch die Pasten kurz mal das gröbste wieder wegnehmen, das mit der Paste wieder einbalsamieren und dann hast du die nächsten tausend Messerschliffe wieder deine Ruhe.
hukl Also und die YouTube-Videos, wo Nandga diverse Male auf verschiedensten Arten und Weisen zeigt, wie man dann ein Messer schleift und wie man sich vielleicht hilft, diesen Winkel, dieses Winkel halten zu lernen. Kann ich alle sehr empfehlen, hat mir auch geholfen. Das geilste Video war eigentlich eins der letzten, wo er meinte, pass auf, wenn ihr irgendwie gar keine Ahnung habt und euch jetzt den Winkel mitnehmen, ist euch auch zu blöd.
hukl Einfach vorstellen, ihr würdet jetzt statt ein Messer schleifen, ihr würdet jetzt was schnitzen. Also jeder kennt irgendwie, hat so intuitiv das Gefühl, wenn ich jetzt eine Rinde von einem Ästchen wegschnitzen würde, welcher Winkel ist das? Und das Wichtige ist einfach nur, den möglichst beizubehalten.
Ralf Stockmann Konstanz.
hukl Und das zum Beispiel, wenn ich jetzt irgendwie ein neues Messer, was ich nicht kenne, das hat garantiert nicht weder 13 noch 18 Grad, dann musst du halt am Anfang mal grob sozusagen eine neue Phase raufschleifen.
Ralf Stockmann Da Grund reinbringen.
hukl Und danach, dieser Nachschliff, der ist dann total trivial einfach und dauert nicht lange. Das ist halt nur einmal so die initiale, ja der Grundschliff, ne?
Ralf Stockmann Ja, also während Tuckl jetzt hier die Ausführung gebracht hat, habe ich jetzt also meine vier Messer hier bearbeitet auf meinem Paddel und habe die also in jeweils, wie lange war ich dazu gegangen, eine Minute pro Messer jetzt auf eine Schärfe gebracht, dass sie in einem Zug durch die Temate durchgehen.
hukl Zeig mal her eins, da will ich ja auch nochmal kurz testen, Moment.
Ralf Stockmann Die werden jetzt wahrscheinlich noch nicht so scharf sein.
hukl Ja, aber wir können jetzt ja mal gucken.
Ralf Stockmann Wir sind da, glaube ich, in der Gut Enough.
hukl Wenn, jetzt kann man noch diese zwei anderen Seiten vom Diamantleder kurz mal drüberjagen.
Ralf Stockmann Könnte man tun.
hukl Dann gucken, ob es einen Unterschied gibt bei.
Tim Pritlove Da geht noch was.
hukl Da geht noch was. Hier hat der Haul auf jeden Fall vorne die Spitze versaut, weil die geht gar nicht durch. Hinten ist schon ganz gut. Genau, so. Und jetzt probieren wir mal, da ihm noch ein bisschen mehr zu geben.
Tim Pritlove So, jetzt kommt das Diamant. Wie heißt das Teil? Nochmal?
hukl Das ist, ja, ich weiß, da ultimatives Schärfwerkzeug. Wie heißt das richtig dann? Klick mal da auf den Link da oben. Fünffach Schärfsystem. Diamantleder Unlimited. Ja, ich habe noch den Vorgänger, der hat nicht diesen Wetzkegelstaben noch mit drin.
Ralf Stockmann Also man muss dazu sagen, weil wir gerade eben so hier ein bisschen auf Haul gebasht haben, was deren PR angeht, das macht natürlich dieser Typ von Schmiedeglut auf seine Art ganz genauso. Also mich triggert der auch. Ich finde den ziemlich eklig. Ist doch alles ganz einfach und lasst euch da keinen Quatsch erzählen.
hukl Ja, aber es ist am Ende des Tages klar, du musst ein bisschen investieren, aber die Grundsätze, die er so sagt.