Future Weekly· Folge 551

#551 - Internet Armageddon, Anthropic S1 & Europas US-Leverage

Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 41 min

MP3

Shownotes

💥 Internet Armageddon
🤖 Anthropic S1
⚖️ Europas US-Leverage
🔍 Search Fund Hype incoming?
🏭 Infineon investiert 1 Mrd in Villach
🎸 Rockstar: Birgit van Duyvenbode

Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Daniel Einen wunderschönen guten Morgen, guten Abend, gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Startup Podcast. Wieder mal mit mir, Daniel, und wie immer mit dem Markus. Markus, wir reden übers Internet Armageddon, darüber, dass Antrophic vielleicht die Welt unfassbar reich macht. Nicht nur an Ideen, sondern auch an Kohle, dass Europa aber auch bestimmt die Hälfte davon vielleicht mit einstreichen könnte.

Daniel Wir sprechen über einen Search Fund-Type. Das ist vielleicht was anderes als du denkst. Und wir reden über die Infineon. Natürlich haben wir auch einen Rockstar in der Woche, aber natürlich auch alle anderen unfassbar wichtigen Punkte, die du schon längst hören wolltest. In dem Sinne, auf los geht's los.

Hi zusammen, Jakob hier mit meinem Future Weekly Comeback und einem kleinen Call to Action. Und zwar suchen wir aktuell wieder Österreichs Business Angel of the Year und ich weiß, sehr viele von euch arbeiten mit super engagierten und ganz tollen Investorinnen und Investorinnen zusammen oder sind vielleicht selber Business Angel und leisten hier einen super Job für die Startups in Österreich.

Und genau so personen suchen wir anders mit dem Business Angel of the Year Award auszeichnen.at drückt dort auf Nominierung ander Angels oder when you self-investor seid, lasst euch nominieren, die einen super Job in Österreich machen, damit wir die auszeichnen können anders so noch mehr Menschen davon überzeugen or motivieren, Business Angel zu werden, um das österreichische Startup-Ökosystem nach vorne zu treiben.

Ich freue mich auf eure Nominierungen. Vielen Dank schon mal und ciao.

Daniel Geht los mit den News. Ich bin eher so ein bisschen gechatlight irgendwie. Warum? Wo warst du? Nirgendwo. Vom Leben oder was? Vom Leben. Ja, meine Tochter bittet sich seit einer Woche ein, dass es total geil ist, um 5.20 Uhr morgens aufzustehen. Und jetzt mit dieser beschissenen Zeitumstellung war es plötzlich 4.20 Uhr und irgendwie so, wenn der Tag um 4.20 Uhr morgens losgeht, aber du halt so bis halb zwei was gemacht hast, weil du arbeitest halt nachts.

Daniel Weißt du, ich meine, wenn dann mal so 18 Uhr ist, dann hat man halt schon so 14 Stunden am Buckel. Und so, fuck, man hat so einen Moment, wo man sich denkt mich am Arsch, ich bin so fertig. Und dann schaust du auf die Uhr, dass es halb, halb 10 in der Früh denkst du dir, fuck. Ja. Kennst du das schon?

Markus Ja, durchaus immer wieder mal, ja. Eine ganz normale Wahnsinn. Aber man überlebt, oder? Das ist dann, finde ich, schon auch bemerkenswert, wie der Körper dann Reserven aktiviert, die man davor wahrscheinlich nicht für möglich gehalten hätte.

Daniel Ja, ja, ja. Aber so das mit der Uhrzeit und dann, ich merke halt auch noch bei mir eine Sache. So dieses, ich bin halt total, das merke ich jetzt erst so lange so, ich bin halt total feinfühlig, was Licht betrifft. Also ich habe schöne Lichtstimmung, du, schöne Lichtstimmung. Und ich merke halt, wenn ich morgens aufwache und es ist hell, I'm good to go.

Daniel Gib mir drei Stunden und ich stehe auf den Hinterbeinen. I'm cool. Aber wenn es halt wirklich zappenduster ist, so richtig Zappenduster. Boah, da fühle ich mich wie von so einem Bus überfahren. Und ja, das wird nicht besser. Kann ich mir vorstellen. Also insofern, scheiß auf die Zeitumstellung, hätte ich jetzt mal so eben gesagt.

Daniel Ja, aber gut, das ist so ein profanes Thema. Aber trotzdem überrascht es mich jedes Mal aufs Neue, wie sehr mich das dann wiederum mitnimmt. Also mit dem ist jetzt übertrieben, aber ohne Kinder war mir die Zeitumstellung, hat mich nur genervt so ein bisschen, was plötzlich so früher dunkel geworden ist, aber jetzt mit Kindern ist es einfach diese eine Stunde, macht schon eine Menge Zeit aus.

Markus Ja, ich bin auch ein großer Fan von Sommerzeit für immer.

Daniel Oder? Ich finde es halt so fies, wenn es plötzlich so richtig einfach so, ich meine, wie spät ist es jetzt? 17 Uhr schieße mich tot und es ist dunkel. Oder so, komm schon, wo ist der Tag?

Markus Ich meine, natürlich bedeutet das auch, dass im Winter dann im Dezember erst sehr spät hell wird. So wie in Spanien zum Beispiel, da wird es erst um 9 oder so. Tatsächlich im Winter hell. Aber ja, ich bin eher ein Fan von dafür zumindest länger am Tag dann am Nachmittag Sonne haben. Und ja, es ist halt mit den Zeitsonnen nicht zu einfach, weil da alle auch wieder ihre eigenen Meinungen haben.

Markus Aber grundsätzlich wäre ich ein Fan von für immer Sommerzeit.

Daniel Ja, müssen wir auch irgendwie machen. Ich meine, ich glaube, die Entscheidung kommt ja auch aus einer Zeit, da hat man sich eher noch nicht mit AI und Co. beschäftigt, sondern eher so mit Fabriken und Kinderarbeit und irgendwelche Kinder in den Schacht stecken, dass sie da besser die Kohle rausholen können.

Daniel Also insofern könnte man vielleicht dieses Konzept auch nochmal an neuere Tatsachen anpassen. Was magst du erzählen? Magst du, weil wir schon bei Dunkelheit sprechen, über das Internet Armageddon sprechen? Oder?

Markus Ja, ich glaube, da kommen wir diese Woche nicht drum rum. Denn ja, innerhalb von einer Woche sind da durchaus die Grundfesten des Internets ziemlich unter Beschuss geraten. Es gab zwei kritische Lücken im PHP-Kern, die am 21.10. gepatcht wurden. Aber ja, große Teile des Internets sind immer noch sehr vulnerabel und das haben diverse Akteure dann natürlich auch ausgenutzt.

Markus Und man hört gleichzeitig von diversen US-Banken, wo jetzt Agenten irgendwie in den Interfaces aktiv sind und die Banken sind sich nicht sicher, ob das von Usern autorisierte Agenten sind oder Agenten, die sich da reingehackt haben. Und diverse KI-Infrastruktur-Tools haben scheinbar jetzt auch Vulnerabilities gehabt und rufen ihre Kunden an oder auf, dass sie ihre Secret Codes von den API-Kays neu rotieren sollen, weil es potenziell exposed wurde.

Markus Ja, also es ist gerade so, dass einige das Ende des klassischen Internets beschwören, weil einfach mit KI mittlerweile die ganzen Schwachstellen, die sich über viele Jahre aufgebaut haben, jetzt nach und nach herauskommen und dann natürlich auch ausgenutzt werden. Also wenn man so will, ist das Internet, was wir alle kennen, ist halt ein 30 Jahre alter Altbau, der von vielen Handwerkern über die Zeit irgendwie zusammengeschustert wurde.

Markus Und ja, jetzt kommt halt das Ergebnis ans Licht und wird halt kontinuierlich ausgenutzt. Natürlich EI ist auch auf der Seite der Verteidiger des Internets, aber da kommt man aktuell nicht ganz hinterher.

Daniel Die Verteidiger des Internets, das gefällt mir echt gut. Ja, nein, ich meine, it is what it is und es ist immer wieder interessant, wenn solche Ereignisse kommen, was es dann letztendlich macht. Speaking of Ereignisse, gibt es jetzt eigentlich schon ein Datum für Untrophic? Ja, oder? Oder ist noch gemütlich?

Markus Nein, es gibt noch kein Datum. Es ist, glaube ich, frühestens Mitte November. Genau, ja, aber ich meine, so ein Kontakt ist. Nein, glaube ich, ist noch nicht festgelegt. Aber sie haben jetzt eben Ihren Prospekt veröffentlicht. Das ist ja eine Notwendigkeit, die man angehen muss, um den Börsengang zu wagen.

Markus Und testen damit jetzt natürlich auch so ein bisschen, wie ist die Reaktion und der Schwank zwischen Schock und Amazement, würde ich sagen. Also schon gewaltig, was die für einfach Umsatzzahlen mittlerweile, wie profitabel die auch im Kerngeschäft mittlerweile schon sind. Ja, und Auftragslage, oder?

Daniel Ich habe irgendwie gesehen, Auftragslage bis 2050 Aufträge oder irgendwie so, was man sagt, ja, geil.

Markus Ja, ist natürlich alles mit viel auch stornierbar. Anders als gewisse Rechenleistungen, die sie eingekauft haben. Das ist durchaus einer der Kritikpunkte. Okay, ich muss da kurz einmachen.

Daniel Es ist halt die Frage, wie seriös sowas auch überhaupt ist. Weil ich meine, stell dir vor, du, also du bestellst eine Technologie, was auch immer es ist, ist mir jetzt völlig egal. Was haben wir jetzt 2026 über die nächsten 24 Jahre im Voraus? Das ist ja eigentlich klar, governmental wahrscheinlich, aber es ist halt borderline-idiotisch, dass diese Technologie in 24 Jahren noch immer in der Form benötigt wird.

Daniel Ich meine, I don't know, natürlich sieht man das nicht genau, wie es gemacht wird, aber ich meine, stell dir vor, man hätte etwas bestellt, was das wäre jetzt 2002 hätte man eine Technologie. Na gut, das könnte so ein deutscher Großkonzern sein. Vielleicht eine deutsche Bank, die irgendeine MS-DOS-Plattform hat oder Kobold oder Technologie innerhalb von einem deutschen Auto.

Daniel Ja, gut, kann auch sein. You never know.

Markus Ja, wie gesagt, ich weiß nicht, wie viel davon dann das so tatsächlich die Option auf Umsetzung oder auf quasi die Option auf Leistung von einem Tropic ist und wie sehr dann tatsächlich auch schon konkretisiert ist, was da geliefert wird. Wenn man sich ihre Compute-Verträge anschaut, das sind über 630 Milliarden Dollar, die sie da committet haben und 70% davon nicht kündbar.

Markus Also das ist schon ein Exposure, wenn eine AI-Bubble platzt, dann hat Omtropic massive Probleme, weil sie halt einfach sehr viele Computer eingekauft haben. Ganz einfach, weil, so wie sich die Wachstumskurve in den letzten Monaten entwickelt hat, sie es wahrscheinlich brauchen werden und dementsprechend auch es vernünftig ist, sich darauf vorzubereiten.

Markus Aber die Exposure zum Risiko ist definitiv vorhanden. Es ist so, wie wenn du halt jetzt zehn Jahre Pacht zahlst für dein Restaurant, weil es im letzten Jahr durchgängig ausgebucht war. Und der Pächter halt sagt, schau, wenn du weiter drin bleiben willst, dann musst du das jetzt für zehn Jahre nehmen.

Markus Da ist naheliegend, dass man diese Entscheidung dann trifft, aber ohne Frage. Ein Tropic ist auch abhängig von dem Wachstum in der AI-Branche ganz generell. Man muss aber gleichzeitig sagen, hat natürlich Entropic mit den Zahlen, die sie veröffentlicht haben, einen ganz neuen Benchmark geschaffen, was ein Startup an Wachstumsraten leisten kann.

Markus Die haben im ersten Halbjahr 2026 17 Milliarden Dollar verdient. Ein Jahr davor war das noch 1,3 Milliarden. Also die haben verdreizehnfacht. Und gleichzeitig sind die Compute-Kosten etwas mehr als verdoppelt in Q2. Also das ist schon auch eine schöne Profitabilitätsspange, die da aufgegangen ist. Ja, mal schauen, wie der IPO läuft.

Markus Ist ja letzte Woche ein bisschen eingebrochen, die diversen AI-Titel. Aber grundsätzlich hört man schon von vielen Ecken, dass einige jetzt gerade Kapital zurückhalten, weil sie irgendwie bei einem Jobic dabei sein wollen. Hast du ja auch schon gesagt. Ich habe mal gesagt, ich schaue mir das dann an.

Daniel Ich glaube, so vor drei, vier Folgen hast du gesagt, du sparst schon auf den Börsengang.

Markus Ja, so konkret habe ich es nicht gesagt. Ich habe gesagt, ich spare aktuell, weil es könnte ja irgendwann einen Job bekommen und da hätte ich dann gerne schon etwas in Reserve.

Daniel Naja, das ist ja schon relativ konkret. Na, fair enough. Ich meine, ich finde immer bei sowas Spannendes, kauft man es gleich an dem Tag oder geht man davon aus, dass erstmal alle Hype dann verkaufen, die die ohnehin verkaufen wollten und dann sammelt man das Ding nach drei, vier, fünf, sechs, sieben Wochen ein?

Daniel Weiß ich nicht. Bist du da schon der Meinung?

Markus Ja, es ist immer die. Ich könnte mir bei so einem gehypten Ding schon vorstellen, dass es einen ziemlichen Bounce gibt. Aber wie du richtig sagst, ein IPO ist ja auch immer Exit Liquidity für die vielen, vielen Investoren, die am privaten Markt quasi investiert haben. Also die VCs, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Stock Options bekommen haben, das ist sehr substanziell auch bei einem Tropic.

Markus Und die wollen oder sollten auch, es ist halt auch einfach eine Diversifikation von Risiko. Aktuell sitzen die da auf gewaltigen Summen und sind einfach immer ihr Gesamtportfolio, also was besitzen sie anschaut, dann steckt da, ein hoher Prozentsatz in vielen Fällen steckt da aktuell in den Jobik-Aktien.

Markus Dementsprechend macht es für die nur Sinn, dass sie halt diversifizieren und zumindest einen Teil dieser Aktien verkaufen. Ich glaube, viele werden weiterhin auf das Unternehmen wetten und darauf setzen, dass das weiter wachsen wird, aber ein Teil wird sicher verkauft. Und das heißt, du hast dann sicher in den ersten Monaten bei einem IPO immer einen gewissen Verkaufsdruck auch.

Markus Das heißt, wenn man, sage ich einmal, davon komplett unabhängig sein will, von diesen oftmals schon sehr großen Schwankungen in den ersten Wochen und Monaten, kann man so einen Titel halt auch erstmal, da ist gut möglich, dass man sagt, man kauft das erst in einem halben Jahr, wenn sich das Ganze ein bisschen gelegt hat.

Markus Oder man schaut sich an, wann spezifisch halt auch Locker-Periods aufhören. Da weiß ich jetzt bei Anthropic nicht auswendig. Und dann hat man mehr, sage ich mal, die tatsächliche Marktrealität abgebildet. Aber ja, am besten ist natürlich, man bekommt bei sowas irgendwie, also wenn man dann glaubt, man bekommt irgendwie Zugang zu den IPO, also noch vor den IPOs, dass man quasi Shares bekommt und dann quasi noch zu einer besseren Bewertung einsteigt.

Markus Aber das ist einfacher gesagt als getan.

Daniel Ja, und ich meine, man muss es sich nochmal auf der Zunge auch zergehen lassen. Ich meine, wenn du da Stock-Options hast als Employee, bist du wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren technisch gesehen, X-Facher Millionär oder Millionärin.

Markus Am Papier.

Daniel Genau, am Papier. Theoretisch kann ja immer noch kommen, dass man Bilder sieht vom CEO, der irgendwie kopfüber in einer sehr komischen Uniform hängt und plötzlich ist alles vorbei. Soll es ja auch alles schon gegeben haben. Oder man kommt drauf erst die männliche Elizabeth Holmes und Peng. Und dann natürlich der Moment, wo du plötzlich alles in Trocken natürlich ja kriegen kannst.

Daniel Das sind ja wirklich substanzielle Beträge. Und es macht natürlich dann Sinn, dass man da das eine oder andere veräußert, dass man dann mal sich seine drei, vier Villen kauft und seine 5, 6 Lambos, dass man einfach einen gewissen Lebensstandard hat. Und das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Aber trotzdem, es macht ja Sinn.

Daniel Und ja, also auf jeden Fall sicherlich der Börsengang des Jahres, wenn nicht des Jahrzehnts, könnte man so sagen. Und wo natürlich eine ganze Menge hinschauen werden. Also das ist sicherlich, ich weiß nicht, wann das letzte Mal ein Börsengang war, der auch außerhalb der Börsenbopple einfach solche Ripple-Effekte haben wird.

Daniel Das ist einfach so einer der ganz großen Dinge, muss man einfach so sagen, weil ich glaube, es ist auch in der Moment zu sehen, wie viele von der großen weiten Welt dort draußen glauben an das Thema, sind bereit, Geld in das Thema zu werfen oder eben nicht. Erinnere dich mal an den Börsengang von Facebook damals, das ging ja da alles rauf und runter und da wurde gelacht und gehöhnt und dann doch wieder und alles rauf und runter.

Daniel Am Ende des Tages ist es immer ein sehr schöner Indikator für, wie sehr man auch es glaubt oder nicht, aufregend, to say the least. Wir bleiben beim Thema Börse. Du hast da ein interessantes Thema von aus LinkedIn mitgebracht. Übrigens, ah, LinkedIn, da muss ich auch was erzählen. Vor ein paar Tagen war es, war ich im Restaurant eingekauft und die sagen mir immer, vorher, könnten Sie vielleicht ein Bar zahlen?

Daniel Ist aber ein großes Restaurant, geteilt zu einer Kette. Ich habe gesagt, ja, nee, lieber mit Karte. Okay, kein Problem. Und so seit fünfte Mal immer so dieser Dialog. Hätten sie es, ich sage immer, mit Karte bitte, hätten Sie es in Bar? Nein, mit Karte. Okay. Und diesmal meinten sie dann, ja, vielleicht könnte ich das nächste Mal zu einer Bank gehen und das Geld abheben.

Daniel Man muss dazu sagen, es sind so ungefähr 60 Euro beim Lokal. Wie gesagt, es ist ein schönes Lokal, es ist nicht familiengeführt, es ist Teil einer größeren Kette. Und es sind keine 3,20 Euro für, weißt du, so zwei Kugeln Eiscreme. Ja, auf jeden Fall habe ich das auf LinkedIn gepostet. Holy fuck. Holy fuck, da ist das auch so abgegangen, weil ich dürfte irgendwo so ein Schwurblanest getroffen haben.

Daniel So diese Leute, wo man so diese plus drei neben dem Namen stehen hat, wo man weiß, die kenne ich sich definitiv nicht, die dann gleich der Meinung sind, dass man ihnen quasi ihre Rechte wegnehmen will, wenn man mal nicht mit Bargeld zahlen will. Wahnsinn, wie dieses Thema noch immer emotional aufgeladen ist.

Daniel Ich muss dazu sagen, weißt du, wenn es irgendein österreichisches Lokal ist, dann steht draußen, nur Bargeld, bitte okay, dann respektiert man das. Aber wenn es ein modernes Lokal ist, wo es auch keinen Hinweis dafür gibt, es gibt die Kassen, komm schon, dann finde ich das ein bisschen doof. Und du hast aber auch was sehr Konstruktives auf LinkedIn gefunden, was ich ganz spannend finde.

Daniel Erzähl mal.

Markus Ja, da Dema Rubanow hat der Gründer von Polytender, den wir auch schon mal im Podcast hatten. Und der hat gepostet eine ganz interessante Statistik, nämlich wie viel Geld tatsächlich, wie viel europäisches Geld in US-amerikanische Aktien fließt. Dass das 10.4 Trillion Dollars sind und damit mehr als die gesamte Euronext-Börse, also every listed company of the Euronext.

Markus Under schon damit auch aufzeigt, wie viel leverage Europa über diesen Kanal eigentlich hätte. Also es würde schon Amerika wehtun, wenn jetzt zum Beispiel ein bisschen weniger europäisches Geld Liquidität in ihren Aktienmarkt bringen würde. Und gleichzeitig natürlich damit auch ein bisschen denken lässt, okay, warum schaffen wir eigentlich nicht mehr Incentives, dass europäische Aktien gekauft werden?

Markus Ist natürlich klar, okay, weil der amerikanische Börsenmarkt historisch deutlich besser performt hat und das so ein bisschen der Goldstandard auch hier ist. Aber gleichzeitig ist natürlich das schon auch etwas, wo man sich überlegen könnte, wenn man jetzt über sowas wie Anreize für mehr private Kapitalvorsorge etc.

Markus diskutiert, ob man vielleicht eine Europakomponente da mitdenkt und sagt, es gibt einen Bonus, wenn man Produkte investiert, die zumindest einen gewissen europäischen Anteil haben oder so.

Daniel Ja, ich meine schon mal, jetzt haben wir gerade mit lauter Leidenschaft über Anthropic gesprochen. Bin natürlich glühender Europäer. Aber am Ende des Tages steckt man die Kohle ja auch in Aktien, von denen man sich auch einen Return erwartet. Da gibt es natürlich die sicheren Dinger, was weiß ich, auch das ist keine Empfehlung, eine Allianz oder sowas, wo man sagt, ja, da kannst du jetzt auch unter Umständen gar nicht mal so viel falsch machen.

Daniel Aber weißt du, da geht man auch irgendwo hin, wo Liquidität ist und wo auch die großen Treffer sind. Und verstehe mich nicht falsch, wenn ich mir 100 Aktien anschauen würde, und man würde es nur auf bestimmten Werten entscheiden, würde man wahrscheinlich relativ schnell auch bei den vielen amerikanischen Dingern landen.

Daniel Ich meine, ich habe ein paar in meinem Portfolio, AMLS oder AMLS oder so etwas, sind so ein schöner Hidden Champion aus dem Halbleiterbereich. Das sind die, die gesagt haben, dass sie Q2 übrigens halb China beliefert haben und keine einzige Einheit nach Europa verkauft haben, was man immer wehtut, wo man sich denkt, okay, das ist ein Hidden Champion in Europa, die im Halbleiterbereich ganz vorne mitspielen und dann verkaufen sie aber nichts nach Europa.

Daniel Ja, und ich finde die Intension, also ich finde die Idee dieses Postings super smart. Aber mein größtes Problem ist noch immer, es gibt oft dieses Europa gar nicht so genau. Weißt du, also es gibt dieses Europa sehr oft im Papier, aber ein vereintes Europa, das sagt, das ziehen wir jetzt ab, da sind wir zusammen dahinter, wir sind verbunden durch Nationalstolz, das fehlt halt noch immer so ein bisschen.

Daniel Und das ist halt das Schwierige. Und ich glaube, Menschen, die in Aktien investieren, sind die Menschen, die langfristig ihr Geld sicher haben wollen, die Returns haben wollen, die Wohlstand schaffen wollen, für sich oder ihre Familie oder ihre Personen, die an sie glauben. Und das ist dann das höhere Ziel als Ich hätte nicht gesagt nationalstolz, aber es ist dieses europäische Ding.

Daniel Um es aber abzuschließen, es wäre natürlich wahnsinnig wünschenswert, wenn wir einen geeinigten Markt hätten, wenn wir eine Börse hätten, die richtig knattert hier, wo man IPOs macht noch an Löcher und wo die Anthropics dieser Welt herkommen und Schlange stehen, um in Europa an die Börse zu gehen. Aber solange wir einfach nur diese mittelambitionierten Politikerinnen und Politiker haben, die auch nicht sehr viel mehr dürfen, ist das, finde ich, ein Pipe-Dream, ein schöner Tagtraum.

Daniel Den ich sehr begrüßen würde.

Markus Also, ich meine, ich glaube grundsätzlich ist das Thema, was hier eine Rolle spielt, ist natürlich, dass die Art und Weise, wie ein public gelistete Company performed, hängt sehr stark auch mit der Liquidität in einem Aktienmarkt zusammen. Und das ist etwas, was in Amerika dadurch, dass sie halt Anreizsysteme haben für private Pensionsvorsorger am Kapitalmarkt, also 401, 401k, glaube ich, is das konkrete Modell, dass du dadurch halt einfach automatisch, when du verkaufen willst, automatisch, also sagen wir mal, du wirst in 30 Jahren deine Aktien verkaufen, weil du in Pension gehst und dadurch dann quasi einen Lebensunterhalt hast, dann bist du davon abhängig, gibt es jemanden, der dir diese Aktien

Markus abkauft, damit du die wieder in Liquidität verwandeln kannst. Und wenn, da ist halt der amerikanische Markt für der Markt für amerikanische Aktien aktuell deutlich größer. Oft eben auch aufgrund besserer Performance, aber manchmal auch aufgrund besserer Anreize und ich nenne es jetzt mal self-fulfilling prophecy, weil halt alle sagen, ja, der amerikanische Markt ist der, der funktioniert, deswegen stecken wir unser Geld auch eher in den amerikanischen Markt.

Markus Und da finde ich, kann schon ein, ich verstehe, was du meinst, jetzt als Privatperson da jetzt den europäischen Nationalstolz zu beschwören, das eine, aber aus einer Gesetzgeberperspektive zu sagen, es gibt einen Bonus, einen Anreiz, einen Incentive, wenn du zumindest einen gewissen Teil deines Kapitals in europäische Aktien investierst, würde ja dazu führen, dass wenn du in 30 Jahren verkaufst, es automatisch eben auch mehr Nachfrage gibt und dementsprechend einen besseren Kurs, zu dem du verkaufen kannst.

Markus Also das ist schon etwas, was man politisch steuern könnte. Gibt es natürlich viele Pros und Cons. Aber dass wir da strukturell auch benachteiligt sind am europäischen Kapitalmarkt und ich glaube eben mehr über die Pensionskasten steuerrechtliche Thematik als über jetzt einen gemeinsamen Börsenplatz, das finde ich, kann man nicht wegdiskutieren.

Daniel Ja, ja. Eine Sache, die ich interessant fand, also wie gesagt, ich finde das Thema per se super interessant. Aber du denkst, selbst die Ära Donald Trump mit all den Schwierigkeiten und die Black Lives Matter und all die Unruhen, die dort sind, haben eigentlich nichts dazu geführt, dass Individuen sich dazu entschieden haben, sich aus dem Markt zurückzuziehen.

Daniel Du hast recht eine politische Einigung natürlich oder in einem Konfliktfall natürlich. Aber es sind schon sehr grobe Sachen.

Markus Aber auch warum? Weil ich glaube halt, ein Riesenteil dieses amerikanischen Exposures ist einfach ein MSEI World, also ein breitgefächerter weltweiter Aktienindex und der basiert halt einfach auf dem Status Quo der weltweit größten Companies. Damit hast du aber ein bisschen dieses self-fulfilling Prophecy, weil das dann halt einfach gestreut wird zum Status Quo.

Markus Und um das ein bisschen aufzubrechen, müsstest du halt, glaube ich, Anreize schaffen, wie man halt dann wahrscheinlich spezifische Produkte schafft, wo Europa ein bisschen übergewichtet ist.

Daniel Komplett. Ich meine, das ist vielleicht das beste Beispiel. Wenn du dich nicht auskennst, dann sagst du, was soll ich tun? Sagt jemand, ja, im MCI World kannst du jetzt eigentlich nichts falsch machen. Und dann sagst du, ja, gut. Und dann sagt jemand, dann spar doch da mal an und dann macht man genau das, weil der ist ja überspitzt formuliert von den Börsenprodukten wahrscheinlich so einer der sichersten und konservativsten.

Daniel Ja, dann machst du das halt. Und wie du sagst, da sind halt die größten da drin und ja, ich meine, es gibt sicher auch solche europäischen Produkte. Aber eben, die haben diese Sicherheitskomponente nicht so. Ich meine, es gibt tolle Aktien. Ich meine, für mich, ich habe im letzten Monat sicher, wie gesagt, zwei oder letzten zwei Monaten zwei europäische Aktien gekauft, eben ASML, AMS.

Daniel Ich kann es nie aussprechen. Und ich fand Banding Spoons halt super spannend. Die kannte ich nicht und dann kam es mit Tractive und habe ich mir mal angeschaut, wie die sind. Auch da überhaupt kein Hinweis, do your own research. Ich habe gemacht, das finde ich jetzt auch ganz geil. Aber deswegen bin ich darauf hinaus, das habe ich halt mit einer anderen Art und Weise mein Geld dort reingesteckt, als würde ich jetzt ein MSCI World machen.

Daniel Weil da hat man ja das Gefühl, ja, da spart man halt irgendwie an und das wird halt so langsam so ein bisschen mehr und in 20 Jahren ist super. So was wie Bending Spoons oder so, da denkt man sich, ja, das klingt schon geil, aber man weiß ja nicht. Und du weißt, was ich meine, es ist ein anderes Töpfchen, das man da bedient.

Daniel Ja, ja, ja. Ich meine, es wird eh immer relevanter, wenn unsere Pensionskassen da ächzen und krächzen, dass man genau das tun muss und dass man es inzentiviert, wie du gerade sagst, macht ja auch komplett Sinn. Ich glaube halt, das Grundprinzip ist aber noch immer ein Soziales, wenn man noch immer halt so verachtend gegenüber Unternehmertum ist und Geld vermehren und finanzieller Unabhängigkeit, dann sind natürlich Aktien und die Börse sowieso das Schlimmst kapitalistisch Mögliche, was man tun kann.

Daniel Also man erschießt quasi persönlich Bambis Mutter, wenn man Aktien kauft. Und wenn du mit so einer Lebenseinstellung dann auch an die Themen rangehst.

Markus Dass wir kulturelle Herausforderungen haben. Da sind wir uns sehr einig.

Daniel Ja, ja, ja. Das ist halt auch schade. Aber das sind halt so ganz grundlegende Themen. Ich werde ja nie müde zu sagen, ich finde es ja noch immer so schlimm, dass man sagt eben, der Jensen, der Marc, der Sam und man weiß immer genau, wer gemeint ist. Und das sind halt Teile der Kultur und Ikonen und Role Models und man kauft, weil man sie cool findet und bla bla bla.

Daniel Und hier würde man ja nicht sagen, der Christian, der ist ein super geiler Typ. Welchen Christian meinst du? Und du denkst, keine Ahnung, an was weiß ich. Ich denke jetzt zum Beispiel an Christian Seewing von der Deutschen Bank. Geiler Typ. Kenn ich nicht. Ich kenne ihn von Köpfe. Oder Punkt ist der, das ist ja genau die Aussage.

Daniel Oder denkst du halt den geilen Typ hier von Bosch? Sagst du, Bosch? Das ist wer ist der Frage, ich glaube. Stopp, stopp, stopp. Wer ist der coolsteuropäische CEO? So mit der größten Reichweite.

Markus Wahrscheinlich der Spotify-Gründer, der Daniel Eck.

Daniel Ich hätte gesagt Daniel Riemann, äh, nicht Daniel, Marthe Riemannts von Riemannz. Aber das sind halt auch beides so Sachen. Wenn ich in meiner Startup-Burble, in unserer Startup-Burble sagt Marte Riemerz, sagen ein paar, das ist doch der Autotyp, oder? Wer ist denn das? Wenn ich auf der Straße sage Elon Musk, ja, der Trottel oder ja, der ist super, den bräuchten wir.

Daniel Solange das nicht Kultur ist, dann wird das auch nicht nachziehen. Und das ist halt, glaube ich, das allergrundlegendste Problem. Man will ja einen Teil des Erfolgs haben, ah, der Elon hat hier sein Auto, weil da war ich gleich dabei und hier ist Space. Ist ein Narrativ. Und ein Euro jedes Mal, wenn das bei dem Thema landet.

Daniel Oder?

Markus Ja. Ohne Frage. Ich glaube, Elon ist ja halt, glaube ich, der Borderline-Mensch, weil er so mit seiner Polarisierung auch spielt, um halt Free Marketing zu bekommen. Also es ist halt der Donald Trump des Unternehmertums. Ich weiß nicht, ob ich mir mehr Typen wie ihn wünschen würde, seine unternehmerische Leistung in allen Ehren, aber ja, ist schon auch viel Scheiße passiert.

Markus Natürlich. Aber ohne Frage, Unternehmertum in Europa braucht mehr Gesichter, mehr positiv besetzte Gesichter, mehr Leute, die wirklich was Positives bewegen, die wir für vor den Vorhang holen müssen. 100%. Der Hermann. Der Hermann ist ein sehr schönes Beispiel, da bin ich voll bei dir. Das ist auch eine schöne Überleitung zum Chip-Thema.

Daniel Oder? Aber ich meine, das ist es ja, wir sagen der Hermann in unserer Bobble, es gibt den Hermann, es gibt den Hansi, das gibt es bei uns schon zu einem gewissen Grad. Ja, dann wird auch schon. Und den Hermann, den müsste man kennen.

Markus Ja, der Hermann Hauser.

Daniel Den nimmst du. Und natürlich Hansi, Hansi, Hansmann, genau. Ich finde, wenn du First Name Basis hast in unserer Bubble, ist das mal eine Indikation, dass das Leute sind, die man auch ein bisschen weiter raustragen könnte. Ja, brauchst du natürlich auch einen Namen da ein bisschen knallen, weil Christian mich bewusst gewählt, weil ich denke natürlich auch an Christian Trummer und Christian Seewing, aber ist nicht so stark besetzt.

Daniel Ja. Lass uns springen zum nächsten Thema.

Markus Ja, bleiben wir bei den Chips. In Finion hat angekündigt, dass sie 1,1 Milliarden Euro in eine neue Fertigungsanlage in Villach investieren. Es ist eine neue Art von Stromsparchips für KI-Rechenzentren, E-Autos und Ari-Gräte. Ist auch EU-kofinanziert, wenn ich das richtig gelesen habe. Also öffentlich gehebelt.

Markus Und schon ein ganz gutes Beispiel, dass wir da in Europa schon ein paar sehr technologisch gute Player auch in dem Bereich haben. Also was die Lieferkette für Chips angeht, was spezifische für gewisse Anwendungsfelder spezialisierte Chips angeht, da ist schon Know-how und so jetzt einmal auch das notwendige Talent hier.

Markus Und es ist, glaube ich, gut, dass man da jetzt auch geschafft hat, dass es ein Bekenntnis zum Standort gibt und diese Produktion nicht wie so viele andere ins Ausland gewandert ist, weil das ist, wenn es um Souveränität geht, sind natürlich auch das, was so in Richtung Optik etc. passiert, was ja auch für die Chips, also da gibt es ja nicht nur ESML, die quasi die Maschinen bauen, mit denen dann in Taiwan und Co.

Markus die tatsächlichen Chips angefertigt werden, sondern es ist auch Komponenten dieser Chips, sind auch wie in Europa wirklich führend, bei vielen Optikthemen. Also da gibt es schon etwas, was man nutzen kann, was man hebeln kann, was man auch als Leverage nutzen kann in einem geopolitischen Umfeld. Wir müssten nur schauen, dass das Ganze halt nochmal mehr skaliert und wir auch schaffen, dass die Rahmenbedingungen für diese Firmen hier so attraktiv sind, dass sie auch bleiben.

Daniel Ja, definitiv. Es ist schön für die Region. Ich moderiere seit vielen Jahren dort eine Veranstaltung. Hier ist die EBSCON, da geht es genauso um Halbleiter, genau in der Region. Die machen halt auch wahnsinnig viel dafür, dass auch viel Identifikation mit dem Thema so im Alpen Adria-Raum, das ist schon gut.

Markus Wobei möglichst du noch sprechen? Lass uns noch einen kurzen Abstecker machen, nachdem wir es schon letzte Woche öfter gerne hatten. Wir sehen gerade zumindest so ein bisschen in der Bubble einen Trend in Richtung Search Funds. Der war natürlich schon vor ein paar Jahren in Amerika der letzte Schreier und kommt jetzt zunehmend auch in Richtung deutschsprachiger Raum, wo es ja eigentlich sehr naheliegend wäre.

Markus Was sind Searchfunds? Das sind Fonds, die ein bestehendes Unternehmen, das ist ein Fonds, der kriegt Geld, damit er ein bestehendes Unternehmen findet, also sucht und findet, das man dann mit gewissen Hebeln deutlich profitabler machen kann und dann wahrscheinlich irgendwann wieder verkaufen kann oder halt langfristig über Dividende-Returns generiert.

Markus Das sagt man ja oft, der Mittelstand im deutschsprachigen Raum, das ist das Rückgrat der Wirtschaft und gleichzeitig gibt es so sehr viel Transformationsbedarf. Also wäre da nicht eigentlich Österreich, Deutschland wären das nicht die Paradiese für solche Searchfunds. Und da gibt es jetzt einen Trend, dass das schon deutlich zunimmt im deutschsprachigen Raum.

Markus Aber auch noch nicht so richtig die Explosion. Also, dass man das in der Breite spürt, hätte ich noch nicht wahrgenommen.

Daniel Interessantes Thema. Ich denke nur gerade, ich meine, da müssen so viele, so viele jetzt in den nächsten Jahren auch durch das ganze AI-Thema und die Nachfolgerthema aufpoppen. Krass.

Markus Sehr krass. Man muss natürlich sagen, es ist immer einfacher gesagt als getan. Natürlich. Und es ist jetzt auch dieses Wachstum, wie gesagt, 2024 gibt es jetzt eine Aufstellung, die vom Manager im Magazin gemacht wurde, wo eben im Vergleich 2024 ist 2026 und 2024 gab es 181 Search Funds und jetzt 291.

Markus Also schon klares Wachstum, aber jetzt auch keine Explosion. Und da gibt es viele Unternehmen, die Transformation brauchen würden. Aber es ist nicht trivial, ein Unternehmen zu kaufen, reinzugehen und das dann umzudrehen, beziehungsweise einfach neu aufzustellen, weil das sind Menschen, das sind eingespielte Prozesse, das ist vieles, was über jetzt das Excel-Sheet hinausgeht oder über das AI-Modell hinausgeht.

Markus Und da gibt es viele Resistenzen, viele Widerstände. Also das klingt zwar am Papier immer sehr cool und ist doch ganz easy, oder? Besonders mit AI heutzutage, aber darf man glaube ich nicht unterschätzen, dass das ziemlich harte Arbeit ist. Und viel auch schief gehen kann.

Daniel In dem Moment, wo das mittlere Management kommt, ist eher vorbei. AI basiert ja auch nur auf Logik und dann ist auch schon weg. Nee, Spaß, aber es ist ein super interessantes Thema und ich musste nur gerade denken, es gibt bestimmt Leute, die eine Systematik dahinter knacken, unabhängig von dem, wie du das gerade meintest, die einfach klare Unternehmen identifizieren, das machen und dann vielleicht auch eine sehr neue unternehmerische Maschinerie daraus bauen.

Daniel Denk an diesen Impact, den die Sambas hatten mit Rocket. Man stelle sich vor, man baut so eine Maschinerie genau auf sowas zugeschnitten. Schon aufregend. Also das ist cool. Genauso wie man natürlich auch einfach sagt, hey, ich bin vom Fach, ich kenn's, ich suche mir was, was mich total interessiert.

Daniel Pick mir das raus und baue das langfristig auf. Super. Aufregend. Dein Blick auf die Uhr, meine Block auf die Uhr.

Markus Was machen wir? Wir machen noch einen Abschlusspunkt, denn wir haben einen Rockstar der Woche. Eine alte Bekannte, nämlich die Birgit van Dulvenbode, mit ihrem Startup Reduce. Die begleitet uns schon länger, weil sie ein Thema macht, das nicht von heute auf morgen geht. Nämlich macht sie nachhaltige Lärmschutzwände aus Schilf.

Markus Und bei einer Lärmschutzwand ist natürlich das Sales Cycle ein bisschen ein anderer und auch, sage ich einmal, die Pilotphase, weil man muss ja irgendwie zeigen, dass wenn man da etwas aus nachhaltigen Materialien macht, dass das Ganze nicht nach zwei Jahren schon vor sich hin vegetiert und keinen Bestand hat.

Markus Und das ist jetzt aber scheinbar gelungen, weil nachdem sie 2023 einen ersten Pilot 16 Meter Lärmschutzwand an, ich glaube, der S33 gemacht hat, wurde diese Woche announced, dass jetzt auf der A1 ein erstes richtiges Projekt über einen Kilometer bei Völlerndorf mit eben dieser Lärmschutzwand aus Schilf, Thermaholz und Lehm gebaut haben.

Markus Und für mich immer ein solche Beispiele nicht mehr so cool, weil es einfach zeigt. Am Ende ist sehr viel Unternehmertum einfach dranbleiben, mit Geduld und Hartnäckigkeit einfach kontinuierlich verbessern, kontinuierlich nicht aufgeben. Und irgendwann erreichst du dann den Punkt, wo sich es auszahlt.

Markus Und besonders bei solchen Modellen, wo oft staatliche Auftraggeber sind, ist dann, wenn es dann funktioniert. Wenn man mal drin ist als Auftraggeber, den man vertraut, oder Auftragnehmer, den man vertraut, wenn man in der Pipeline drin ist, dann hat man natürlich auch umso mehr einen Upside. Also da Congrats an die Birgit und Gratulation zum Dranbleiben.

Markus Und möge es der erste von vielen Kilometern sein.

Daniel Richtig stark. Wir gratulieren. Toll. Markus, dann gratulieren wir uns auch. Würde ich sagen, weil wir eigentlich am Ende sind. Oder? Ist das eigentlich dein kleiner Mann, der da hinten sich so wird?

Markus Das ist mein kleiner Mann, der protestiert, dass sie jetzt schon drei Minuten zu spät sind.

Daniel So gemacht, klingt auch ein bisschen nach meiner Tochter. Ich war mir nicht ganz sicher. In dem Sinne.

Markus Jetzt gerade ist es meine.

Daniel Er ist auch immer wieder meine. Schön, wir wissen, was wir tun müssen. Take her. See safe. Und wir hören uns nächste Woche.

unknown Bye.

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