Future Weekly· Folge 549
#549 - Summit Recap, Zukunftsdepot & EU Inc Tragödie
Donnerstag, 22. Oktober 2026 · 1 h 03
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Shownotes
🎤 Summit Recap
📈 Zukunftsdepot
🇪🇺 EU Inc Tragödie
🥊 Jensen vs Friedrich
🛰️ Starlink Slowdown
🛸 Fliegender Tesla
Business Angel Nominierung: businessangelday.at
Production: Hanna Moser
Musik (Intro/Outro): www.sebastianegger.com
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Daniel Einen wunderschönen guten Morgen, guten Mittag, guten Abend und auch gute Nacht und herzlich willkommen zum Future Weekly, dem Starter Podcast. Wieder mal mit mir, Daniel, und wie immer mit dem Markus. Wir reden über den Summit, wo Markus und ich uns mal wieder persönlich gesehen haben und ganz viele von euch, wir reden über das Zukunftsdepot, über die EU-Ink-Tragödie, über Jensen vs.
Daniel Friedrich. Starlink erwähnen wir auch fliegende Teslas auch und es wird richtig, richtig tief. Und wir starten aber mit einer Werbung.
Hi zusammen, Jakob hier mit meinem Future Weekly Comeback und einem kleinen Call to Action. Und zwar suchen wir aktuell wieder Österreichs Business Angel of the Year und ich weiß, sehr viele von euch arbeiten mit super engagierten und ganz tollen Investorinnen und Investorinnen zusammen oder sind vielleicht selber Business Angel und leisten hier einen super Job für die Startups in Österreich.
Und genau so Personen suchen wir und wollen wir mit dem Business Angel of the Year Board auszeichnen. Deswegen, wenn ihr kurz Zeit habt, get bitte kurz auf die Webseite businessangelday.at, drückt dort auf Nominierung and eure Angels oder wenn ihr selber investor seid, lasst euch nominieren, die einen super Job in Österreich machen, damit wir die auszeichnen können und hoffentlich so noch mehr Menschen davon überzeugen oder motivieren, Business Angel zu werden, um das österreichische Startup-Ökosystem nach vorne zu treiben.
Ich freue mich auf eure Nominierungen. Vielen Dank schon mal und ciao.
Daniel Los geht's mit den News. Markus, fangen wir doch mal ganz trivial an. Wie geht's dir denn? Mir geht's gut. Mir geht's tief. Du, ich kann mich eigentlich gar nicht beschweren. Also ich finde mich pudel wohl. Tierisch Beinschmerzen liegt aber daran, dass ich am Sonntag meinen ersten Trailrun hatte. 25 Kilometer, 1000 Höhenmeter, was ziemlich cool ist.
Daniel Mit dem Ergebnis aber, dass ich die Mutter aller Muskelkater in meinen Beinen habe. Aber das ist okay. Das gehört dazu. Und ja, fühle mich halt sehr am Leben, was ich gut finde. Und möchte auch gleich mal mit so einem kleinen Shoutout beginnen. Und zwar, was mir in der letzten Woche passiert ist, wir reden gleich über den Summit.
Daniel Müssten wir eigentlich gleich mal mit starten. Welchen Satz ich öfter gehört habe in letzter Woche ist, du bist doch Daniel, oder? Von Podcast-Zuhörern und Zuhörern. Das finde ich halt total cool, wenn das passiert. Und da sind zwei, die mir eigentlich so namentlich in Erinnerung geblieben sind. Es ist ein, die eine ist die Katharina, die auch beim Summit gepitcht hat, die mir dann hinter der Bühne gesagt hat, hat so krass mal das Gesicht zu der einen Stimme zu sehen.
Daniel Was ich super fand. Also, hat mich total gefreut, vielen Dank. Und der andere ist der Damian, ich hoffe, ich habe deinen Namen richtig verstanden. Du bist Papa von einer sieben Monate alten Tochter und du hast mich mitten am Trailrun angesprochen, mit Du ist Tochter Daniel. Fand ich auch halt super geil, weil du bist da irgendwie mit dir selber beschäftigt und irgendwie läufst und plötzlich sagt das jemand.
Daniel Und ja, weiß ich nicht. Ich finde das, ich finde das cool. Also ich freue mich total, wenn das passiert. Und ich kann nur zu mir sagen, wenn ihr mich irgendwo seht, sagt gern Hallo, ich freue mich riesig. Wie gehst du damit um? Wie findest du das? Ich finde das auch sehr nett.
Markus Ich glaube, jeder findet das nett, oder? Ja, ja. Leute irgendwie sagen, man schätzt den Podcast und ist ein Hörer. Dann freut einen das natürlich.
Daniel Aber hast du auch, wie geht es dir denn so in Fernboym-Momenten? Bist du da eher so ganz, gehst du hin und sagst du? Oder bist du auch eher so? Ich hatte letzte Woche.
Markus Ich bin ein Fanboy von jemandem bin ich.
Ja, ja, ja. Ich bin kein Beispiel von irgendjemandem. Nein? Ich hatte auch nie Vorbilder oder ähnliches. Also das ist. Okay, okay. Jürgen Klopp steht bei der U6 und denkst dir, das ist doch der Kloppo.
Daniel Gehst du da hin, starrst du ihn an?
Ich meine, Jürgen Klopp. Jürgen Klopp, ich glaube, ich würde probieren, ihn für einen Podcast zu bekommen. Aber wärst du nicht so ein bisschen nervös, wenn du den siehst?
Daniel Würdest du dich nicht ein bisschen freuen? Würdest du nicht ein bisschen überlegen, wie mache ich das jetzt?
Markus Ehrlich will ich mir überlegen, wie ich das mache.
Daniel Aber so ein bisschen Emotion verspürst du dann nicht, wenn du den siehst. Aufregung. Sicher Aufregung. Das meine ich ja damit. Mit so Fanboy-Moment. Okay, ja.
Markus Das meine ich damit nicht. Die Aufregung, wenn man jemanden sieht, den man schätzt oder den man gerne kennenlernen würde. Genau, genau, genau. Wie machst du das?
Diese Aufregung zu managen, meinst du? Ja, oder Markus, das ist ja heute wie so einem Kind so einen Rotzbeutel aus der Nase ziehen.
Markus Ja, ich auch nicht. Ist dir es unangenehm? Ich würde mir nicht unangenehm. Ich würde wahrscheinlich sagen, ich bin ein großer Liverpool-Fan und finde es großartig, wer die Mannschaft damals quasi zusammengebracht hat und einfach Energie bis zum Gate nicht mehr reingebracht hat. Und ich würde Ihnen sagen, dass wir einen der führenden Unternehmer-Podcasts in Österreich haben und dass er mit seiner Story da eigentlich großartig reinpassen würde und aber mal Lust hat, es dauert eine Stunde und ist remote und ich würde mich unglaublich freuen.
Daniel Ja, klingt solide. Das ist auch sehr abgeklärt, finde ich gut. Ich finde es immer lustig, ich bin dann immer so überlegen, ob ich dann auch die Leute wirklich ansprechen soll oder nicht und überlege hin und her. Wenn es für irgendetwas ist, ja, dann schon, wenn es so rein mich als Privatperson betrifft, bin ich echt zurückhaltend.
Markus Ich finde, es hängt total von der Situation auch ab. Wenn ich das Gefühl habe, man stört, dann bin ich sicher auch zögerlicher, als wenn ich das Gefühl habe, es ist jetzt gerade eine Situation, wo die Person nicht gestresst ist oder nicht sowieso schon belagert wird von vielen anderen, was beim Club natürlich unwahrscheinlich ist, aber ja.
Daniel Deswegen habe ich ja auch die U6-Station gewählt, dass er da ganz inkognito steht. Weil das Lustige ist, es ist witzig, wenn ich quasi beruflich Prominente kennenlerne, also eigentlich mache ich mir nicht viel aus Prominenten, sondern ich finde es eher interessant, wenn man jemanden trifft, den man durch Podcasts, YouTube-Videos, Sport, einfach das Gefühl hat, man kennt die Person.
Daniel Also wenn ich professionell Prominente kennenlerne, ist mir das also absolut Latte. Sondern es ist einfach die Person und ich kann das auch differenzieren. Ich habe auch die Begründung, mit denen zu reden. Und da bin ich auch wirklich tiefenentspannt, auch wenn das wirklich sehr, sehr, sehr bekannte Leute sind.
Daniel Aber so ist es ganz witzig. Da bin ich dann manchmal ein bisschen zurückhaltend. Ich habe irgendwann mal vor einem Jahr Felix Lobrecht gesehen in den Comedian und der hat schon mal gerade Wien angeschaut und den habe ich nicht angesprochen, obwohl ich Woche für Woche seinen Podcast höre. Ja, und letzte Woche habe ich so einen kleinen Fanboy-Moment gehabt, deswegen komme ich drauf.
Daniel Ich habe neue Laufschuhe gekauft und da war tatsächlich der Andreas Wuther. Kennst du den?
Markus Nein.
Daniel Das ist der Ronaldo des österreichischen Laufsports, wenn du so möchtest. Das ist der Cristiano Ronaldo des österreichischen Laufsports. Andi Wuther hält irgendwie jeden Lauf. Wenn der zum Marathon geht, dann macht er das irgendwie. 10.000 Meter laufen, hält er irgendwie, ich habe keine Ahnung, 30 Rekorde ist letztes Jahr, ist er irgendwie, glaube ich, in 10.000 Meter Staatsmeisterschaften, ist er vorher einfach, sowieso hat er sein Training gemacht für einen Marathon, dann ist er dorthin, hat gewonnen und hat danach aber nochmal eine Trainingseinheit reingeschoben.
Daniel So ist der Typ. Und der ist aber ein Ex-EI-Student, den ich quasi vor über 10 Jahren als Student mal hatte. Das heißt, ich verfolge den seit über 10 Jahren auf Instagram. Und der ist auch in einem Laufgeschäft, wie heißt es Part-Time Owner. Und den habe ich letzte Woche in einem Laufgeschäft gesehen und dann wollte ich den ansprechen.
Daniel Und ich konnte mir nicht vorstellen, wie. Das war mir richtig unangenehm. Dann hat er mich angesprochen und dann war alles gut, das war super. Weil er sich an mich erinnert hat. Da habe ich mich total gefreut. Er ist immer ein bisschen schräg. Also ja. Wie war sonst der Summit für dich? Also erstmal erzähl mal, was das Summit ist, vielleicht für die, die nicht aus der Wiener Bubble oder aus der österreichischen Bubble kommen.
Markus Ja, ich glaube, kurz muss ich es Gott sei Dank nur mal für Nicht-Österreicher erklären, weil ich glaube, in der österreichischen Bubble hat der Summit mittlerweile einen sehr etablierten Stellenwert. Das ist so das einmaljährliche Klassentreffen der österreichischen Start-up-Szene, wo wir in die Rotterkringer-Brauerei einladen und dort einfach alles, was Relevanz hat, zusammenbringen.
Markus Einerseits mit einer großen Bühne, andererseits mit vielen unterschiedlichen Networking-Formaten und Side-Events. Und ja, das war letzten Donnerstag. Es war wieder sehr schön. Es ist natürlich auch immer ein Moment, wo man viele alte Freunde, alte Bekannte wieder sieht, die vielleicht auch mittlerweile ganz andere Wege eingeschlagen sind, aber da dann irgendwie auch den Moment haben, wo sie dann doch irgendwie zurückkommen.
Markus Und ich fand es, ja, es war ein großer Erfolg. Volles Haus, gute Stimmung und auch inhaltlich sehr inspirierend für mich.
Daniel Ja, für mich ist das so, du hast ja täglich mit unserer Bubble zu tun, sag ich mal so. Und für mich, ich bin ja, seitdem ich nicht mehr im Vorstand bin, relativ aus dem Daily Business unserer Startup-Bubble draußen, bis auf den Podcast und so den gelegentlichen Austausch mit Studenten und Uni und so, aber nicht mehr Daily Business.
Daniel Und wenn ich dann bei sowas wie den Summit reinsteige in diese Bubble, ist das halt total schräg. Ich habe mich erstmal riesig gefreut, dass du mich gefragt hast, ob ich da nicht die Pitches moderieren möchte. Habe ich mich wirklich drüber gefreut und drauf gefreut. Und es ist halt, wie du sagst, es ist halt total wild.
Daniel A, an Klassentreffen und B, die Leute zu sehen, was sie dann so teilweise gemacht haben und teilweise machen. Das ist halt wirklich, wirklich, wirklich, wirklich schön. Und was ich sehr beeindruckend fand, war die Keynote von Michi Hurnos, seines Zeichens Attractive Co-Gründer, weil ich mich eben an den Moment erinnert habe, wie mir Floh Quand einer 2013 Roundabout den Michi vorgestellt hat, ihn gerade von Amazon mehr oder minder abgeworben hat.
Daniel Ich glaube, er war bei Amazon. Ich weiß es gar nicht mehr genau. Er hat gesagt, ja, ja, hier, wir machen da was mit Haustieren. Und ich glaube, das wird größer als das, was wir mit Fantastic haben. Und da war da Michi noch sehr am Anfang seiner Reise. Und ich dachte, ja, okay, ich meine, Hunde finde ich cool, weiß ich jetzt nicht, aber okay.
Daniel Und dann, ich weiß nicht, 13 Jahre oder was das sind, später, diese Exit-Geschichte zu hören. Und dann aber auch zu hören, dass sie Traxit gegründet haben. Also ein Konsortium von denen, die ein bisschen Geld verdient haben, jetzt die jetzt wieder weiter investieren. Dann stehe ich daneben und dann muss ich für mich innerlich so ein bisschen freuen, weil das wilde ist, das ist ja die Idee von einem Ökosystem, für das wir alle so arbeiten, weißt du.
Daniel Da gibt es den einen, sagen wir mal, der Flo, der Rantastic macht, cool, hat den Hansi vorher, der in ihn investiert, der Flo macht das, der Floh investiert in jemanden neuen, das wird auch super und die investieren wieder in neue und es wird aber jedes Mal mehr. Und das ist halt schon, das ist halt schon cool.
Daniel Und ich hatte noch einen anderen lustigen Moment. Und jetzt, wenn du den Podcast zum ersten Mal hörst, wirst du es wahrscheinlich falsch verstehen. Wenn du in dem Podcast mehr als zehn Folgen gehört hast, wirst du es nicht falsch verstehen. Für mich war es halt witzig, auch zu kommen, und das meine ich wirklich in keinster Weise werden.
Daniel Ich meine, das zu 100% positiv. Aber dass ich quasi dann bei der Tür unten reinkomme und keiner weiß, wer ich bin. Das fand ich halt wirklich lustig. Und dann sage ich meinen Namen und keiner weiß, wer ich bin. Und das ist halt das Witzige. Ich musste mich halt auch erinnern, wie wir ganz frühe Startup-Meetups hatten und ich hatte wirklich das Gefühl, wenn zwei, drei von uns nicht above and beyond arbeiten, funktioniert das alles irgendwie nicht.
Daniel Und das waren so ein paar wenige Enthusiasten, die irgendwie dieses Ding, weiß ich auch nicht, wie über Wasser gehalten haben. Und plötzlich funktioniert das so perfekt und es ist so toll. Und das ist so eine Maschinerie, die einfach so reibungslos funktioniert. Das ist schon cool. Also, weißt du, wie ich das meine?
Daniel Weil schlimm wäre es, oder? Wenn man aufhören würde und plötzlich funktioniert gar nichts mehr, warum hat man denn was gemacht? Und wenn man aber, das ist schon, das ist schon richtig, richtig, richtig cool. Ein gutes Fundament. Ja, weil, also der Kontext ist noch dazu, gerade wenn es um Events geht, war das halt so ganz am Anfang von Austrian Startups so ein bisschen so mein Ding.
Daniel Ja, war cool. Also richtig beeindruckend, richtig groß, richtig gut. Fand ich toll. Und ein Porsche vor der Tür.
Wie habt ihr das denn gemacht? Ich glaube, die sind sogar auf uns zugekommen.
Markus Also ich war nicht involviert in der Gespräche, aber ich habe das so am Rande mitbekommen. Aber was ich auch mitbekommen habe, ist, dass dann drei Wochen vor dem Summit ist jemand auf uns zugekommen und hat gesagt, er hätte einen DeLorean, glaube ich. Also das aus Back to the Future. Und das mussten wir dann ablehnen, weil wir keinen Platz mehr hatten, weil wir schon der Porsche draußen sind.
Daniel Lass es so mal sagen. Nein, wir haben keinen Platz, der Porsche wäre dann da. Vielleicht nächstes Jahr. Ja, First World Problems, oder? Aber so ein Dean, finde ich, ist ja auch überbewertet. Muss ich sagen. Okay, na schau, wenn du das als Benzinbruder sagst, dann restlos überbewertet. Aber eine wilde Geschichte.
Daniel Also werde ich nicht drauf eingehen, aber müsst ihr mal lesen, die Gründungsgeschichte von DeLorean und da war die CIA noch involviert und weiß der Teufel was. Das war schon, das war schon gut. Nee, schönes Thema, muss ich sagen. Also es hat mir gut gefallen. Und ja, also wie gesagt, immer gern Hallo sagen.
Daniel Das ist ja witzig. Und auch, ich meine, mir schon bewusst, dass ihr ja zuhört, aber trotzdem, für mich ist ja noch immer ein Gespräch unter Freunden, so wie der Podcast immer gedacht war. Wir zwei plaudern halt und ich weiß schon, dass da Leute zuhören, aber in dem Moment, wo jemand sagt, hey, ich höre den Podcast immer und dann wird das halt Ganze sehr angreifbar.
Daniel Es ist was anderes, wenn ich auf einer Bühne bin und da sind 300 Leute, ich sehe sie und ich höre sie und ich rede mit denen, versus, ja, jetzt zeichnen wir das auf und tun das halt irgendwie auf Spotify und kriegen halt ein paar Millionen Euro und fertig. Und weißt du, ist so. Nein, kriegen wir natürlich nicht.
Daniel Ich denke, dass ich so schön wäre. Ja, unfassbar. Soll ja Leute geben, die das kriegen für Podcasts, aber da brauchen wir noch ein bisschen Reichweite. Ja. Markus, ich muss ganz kurz einen ganz schlimmen Shoutout noch machen. Erlaubst du mir den? Natürlich. So, folgendes. YouTube stellt im Februar ihre Regeln um.
Daniel Da wird das alles geändert, wie viele Stunden man für die Monetarisierung braucht. Und mir fehlen nur noch ein paar Stunden, dieses Ziel zu erreichen für meinen YouTube-Kanal. Das heißt, wenn du grundsätzlich das hier ganz cool findest und dich fürs Thema Public Speaking oder Piction interessierst, such nach meinem Namen, find meinen YouTube-Kanal, vielleicht gefällt es dir.
Daniel Und wenn es dir vielleicht gefällt, schaust dir auch nochmal zwei, drei, vier, fünf Videos an und drückst einen Like-Knopf oder kommentierst und sagst, zum Beispiel als Kommentar, Future Weekly send me. Das wäre halt richtig, richtig geil. Weil dann freue ich mich. Jetzt denkst du ja, dieser eine Kommentar ist mir total unangenehm.
Daniel Es macht einen Riesenunterschied. Es macht einen Riesenunterschied aus. Und es ist so ein bisschen so mein Spieltrieb. Ich will das knacken. Einfach weil das ein Ziel ist, das ich mir gesteckt habe. Und wenn da zwei, drei von euch oder auch 20 von euch das machen würden, wäre ich sensationell glücklich.
Daniel Also Future Weekly sent me. Das wäre ganz cool. Und dann we take it from there. No pressure. So, musste ich mal kurz gesagt haben, aber das ist ja auch die Idee von Community. Markus, möchtest du auch noch irgendwas bewerben?
Markus Wenn ihr schon dort seid, könnt ihr auch den Austrian Startups YouTube-Channel, wo auch dieser Podcast quasi immer auf YouTube publiziert wird mit Video. Ja. Abonnieren. Insofern hast du eigentlich zwei Fliegen mit einer Klappe.
Daniel Ja, da müssen wir auch mal schauen, wie das Thema aussieht. Müssen wir mal über die Zahlen reden.
Markus Ja, es ist ein bisschen, hat sich sogar in Richtung YouTube verschoben in den letzten Monaten.
Daniel Ja glaube ich meine Haare kämmen öfter vorher. Finde ich schön. Ja, das waren jetzt so die positiven Themen. Dann, ich sehe, wie dein Cursor rauf und runter wandert. Willst du mit dem Zukunftsdepot anfangen? Magst du über die EU-Ink-Tragödie reden?
Markus Nein, Zukunftsdepot. Finde ich gut, wenn wir das hier thematisieren. Mal den Vibe vorlegen. Ich lege den Vibe vor. Also es gibt eine Regierungsvorlage für eine Steuerbegünstigung für ein Depot, bei dem man für seine Kinder steuerfrei Geld ansparen, beziehungsweise Geld investieren kann. Nicht nur sparen, sondern kann es bewusst eben auch am Kapitalmarkt investieren.
Markus Das Geld, was bis zu einem gewissen Deckel, ja als 5000 Euro im Jahr pro Kind, kann dann mit dem 18. Geburtstag steuerfrei entnommen werden. Also es entfällt die Kapitalertragssteuer und ist natürlich ein sehr schöner Anreiz, dass vielleicht auch mehr Eltern sich denken, naja, wenn es da sogar Anreize gibt, dann beschäftige ich mich auch mit dem Thema, wie kann ich für meine Kinder vorsorgen und vielleicht, anstatt sich das Geld irgendwo in einen Sparschwein steckt oder in ein Sparbuch, machen wir das am Kapitalmarkt, was für unseren Wirtschaftsstandort ganz generell wichtig wäre, dass mehr Geld aktiviert, mehr Geld auch in Investitionen fließt und dafür ist der Kapitalmarkt auch gut.
Markus Und insofern finde ich das eine sehr gute Initiative. Ich finde, sie geht nicht weit genug, weil ich finde, dass es müsste grundsätzlich Anreize geben, dass Menschen, die privat vorsorgen, unabhängig vom Alter, dass es ein solches Depot gibt, so wie es halt zum Beispiel auch in Amerika eins gibt. Und das ist der große Unterschied zwischen dem amerikanischen Kapitalmarkt und dem Europäischen, ist, dass einfach viel mehr Liquidität im Amerikanischen ist, weil es diese Anreize gibt, weil die Amerikaner in erster Linie so ihre Pensionsvorsorge machen.
Markus Und wer unser Pensionssystem kennt, der wird, es ist naheliegend, glaube ich, dass man mir dann zustimmt, dass in unserer Generation man nicht unbedingt mehr damit rechnen kann, eine angemessene Pension zu bekommen. Das heißt, private Vorsorge ist notwendig und insofern finde ich, sollte das der Staat auch attraktiver gestalten und mehr Leute auch dazu bewegen, dass sie das tun, auch im eigenen Interesse, weil sonst wird es sozial irgendwann mal ungemütlich.
Daniel Ich finde ja ein bisschen, dass es das Eingeständnis des Staates ist, dass man sagt, ja, wir können nicht mehr für euch vorsorgen. So liest sich das für mich. Weil genau, was du da sagst, ist für mich so ein Zeichen, ich meine, schau, nicht falsch verstehen. Ich bin der Meinung, jeder sollte in Aktien investieren, ETFs, was auch immer, jeder sollte so ein bisschen auf seine eigene Zukunft und seine eigene Zukunftssicherheit mit in die Hand nehmen.
Daniel Aber dass es so gemacht wird, ist so ein bisschen so schon ein bisschen ein Eingeständnis, so empfinde ich das nämlich. Weil für die Gesamtsituation, wie gerade alles läuft, ja, was mich halt sehr triggert, ist dieser Startbonus für Neugeborene von 500 Euro, weil das ist einfach ein reines, meiner Meinung nach, Umverteilung von Steuergeld.
Daniel Und ich glaube, es wird auch eine Reihe von Menschen inzentivieren, die sowieso mit dem Thema nichts am Hut haben könnten. Und wir wissen, wie viele Menschen auch sehr, sehr, sehr drauf spezialisiert sind, unser Sozialsystem auszuhöhlen. Das machen sie, bis es komplett korrumpiert ist. Und ich habe das Gefühl, das ist wieder etwas, was sehr stark missbraucht werden wird.
Daniel Die 5000 Euro steuerfrei finde ich begrüßenswert, denn 500 Euro Startbonus finde ich absoluten Bullshit. Ich finde auch das ein Armutszeugnis in Wahrheit, weil ich glaube, der einzige Weg, wie man das machen kann, ist nachhaltig Steuern senken und Menschen einfach ein bisschen mehr Möglichkeit geben, Wohlstand anzuhäufen und das ist nur.
Daniel Ja. Und das ist so.
Markus Also ich disagree, weil ich glaube, dass es eine sinnvolle Maßnahme ist, um eben genau komplett unabhängig vom sozialen Background und vom Einkommen, Financial Literacy zu fördern. Also ich glaube, sonst würde wahrscheinlich dieses Thema nur genutzt werden von Leuten, die sich sowieso schon mit dem Thema Kapitalmarkt auseinandersetzen.
Markus Also ich weiß nicht, ob du das auch machst, aber ich zum Beispiel beziehungsweise wir sparen halt jeden Monat ein bisschen Geld und legen das auf einen ETF, der dann für unseren Sonnen Also wir machen das sowieso schon, der Steueranreiz ist jetzt sicher etwas, was dazu führen wird, dass wir das mehr machen.
Markus Und ich glaube, der Weg, wie mehr Menschen das tun, und genau das brauchen wir, um einen tragfähigen Kapitalmarkt zu machen, ist den Leuten einen klaren Punkt zu geben, wo sie sagen, gut, da kriegen wir jetzt 500 Euro, die für unser Kind angelegt werden von Anfang an. Und ich glaube, damit schaffst du es in alle Gesellschaftsschichten vorzudringen.
Markus Und damit wird dieses Depot auch von der Wirkung, die auf der Bildungsebene basiert, nochmal einen ganz anderen Hebel haben. Und das ist, glaube ich, gut für Österreich, wenn auch alle Kinder aus den unterschiedlichsten sozialen Backgrounds mit 18, selbst wenn es nur diese 500 Euro sind, ist das schon etwas, womit man sich was aufbauen kann, wo man anfangen kann, weil man nicht das Gefühl hat, man ist komplett perspektivenlos mit 18, weil man das Pech hat, in ein Elternhaus geboren zu werden, dass einem halt diese Seite der Medaille überhaupt nicht mitgibt.
Daniel Also sehe ich anders. Das ist ja auch gut so. Ich glaube, es wird super missbraucht werden. Und ich glaube, dass diejenigen, die es sich leisten können, es ohnehin schon machen und die, für die es gedacht ist, sich es nicht leisten können. Ich glaube, die Menschen sind so am Limit, haben so viele Probleme, so viele tägliche Ängste, dass sie nicht dieses Geld beiseite legen können.
Daniel Die, die das können, machen das bereits. Für die ist es nice to have, es ist schön. Das Ziel ist nett. Ich glaube, die Umsetzung ist kompletter Schwachsinn, weil es wird wieder woanders die Steuer erhöht, um diese 500 Euro zu finanzieren. Dann werden dort wieder aufwendige Kosten entstehen. Aber wie glaubst du, dass es missbraucht wird?
Daniel Ich glaube, dass da eine ganze Menge Personen? Vielleicht sich vorstellen könnten, es wäre auch eine gute Idee, das eine oder andere Kind in die Welt zu setzen, um das dann zu haben. Aber sie kriegen es ja nicht, oder?
Markus Also die 500 Euro werden nicht ausgezahlt, sondern das geht. Wird quasi angelegt und das erst mit 18 Monaten. Es gibt das Zug eigentlich, aber da kann das Kind aber dann, haben die Leute keinen Zugriff mehr drauf.
Daniel Also ich glaube, es gibt aber genug sozialen Missbrauch, der sowieso schon passiert, dass es einfach es werden Loopholes gefunden werden, wo Geld verschenkt wird, kommen die Leute. Und ich glaube, es ist ein kompletter naiver Schuss, der nach unten losgeht. Ich würde mich freuen, wenn es anders wäre.
Daniel Ich würde mich liebend gerne vom Gegenteil überzeugen lassen. Und ich glaube, wie gesagt, die 500-Euro Startbonus, die müssen auch wieder irgendwo herkommen. Ja, dann kommt wieder was Neues. Weißt du, und ich habe eigentlich auch, wie soll ich das sagen, mein Glaube an das, was der Staat, die EU und all diese Leute mittlerweile machen, ist mittlerweile auf so einem absoluten Minimum, dass ich mir einfach denke, haltet euch einfach raus, lasst uns einfach in Ruhe.
Daniel Reduziert die Steuern, lasst uns mal. Ich sehe es ganz einfach, Steuern reduzieren, die Menschen geben mehr Geld aus und alles funktioniert ganz wunderbar. Aber dieses Rauspressen, ob das jetzt die Paketsteuer ist, die vor ein, zwei Monaten gekommen ist, es ist einfach so ein Umverteile. Wo kommen die 500 Euro her?
Daniel Ja, auch irgendwo her, wo es wieder umverteilt wurde. Und der Sozialstaat krächt es aus dem allerletzten Loch. Und wenn man sich die gesamteuropäische Lage anschaut, sowieso nicht so prickelnd. Ja.
Markus Ich meine, im europäischen Vergleich ist Österreich, glaube ich, bisher das einzige Land gewesen, das keine Steueranreize für private Kapitalvorsorge hat. Dass es jetzt wieder nicht die gesamtheitliche Lösung ist, sondern nur eben für Kinder, glaube ich, kann man kritisieren. Aber ja, also sehen wir beide anders.
Markus Ich glaube, dass auch die 500 Euro Sinn machen. Budgetdisziplin ist, also gebe ich dir vollkommen recht, es wird viel zu viel Geld verschwendet. Ich glaube, dass das unter all den Maßnahmen, die getätigt werden sind, eine der sinnvolleren ist, weil eben wenn damit gelingt, Menschen für das Thema Kapitalmarkt zu sensibilisieren, wenn die halt dann einfach sehen, okay, diese 500 Euro, selbst wenn die nichts zusätzlich ansparen, wenn die sehen, diese 500 Euro sind nach 18 Jahren, haben sich verfünffacht, haben sich verzehnfacht, keine Ahnung, wie sich der Kapitalmarkt natürlich entwickelt, kann man nie wissen.
Markus Aber wenn du das einmal spürst, wie halt ein Zinseszins funktioniert, wie ein in dem Fall halt auch der Kapitalmarkt, wenn der sich weiter historisch mit 8% pro Jahr entwickelt, was das auch mit den Möglichkeiten macht, dann glaube ich, kann das schon viel bewegen, auch im Mindset der Menschen.
Daniel Du, wie gesagt, ich hoffe es. Ich glaube auch Mittelschicht, obere Mittelschicht, Oberschicht wird das auch genauso sehen, die, dies eigentlich inzentivieren sollte. Ich glaube, da passiert leider absolut nichts. Ja, fingers crossed, dass es passiert. Ja. I don't know. Ich weiß nicht, I'm not happy gerade, was da so ein Gesamtbild betrifft.
Daniel Das merkt man, glaube ich. Bilder aus Frankreich und all den ganzen anderen Gegenden gefallen mir einfach absolut gar nicht. Ich weiß, das ist so ein bisschen Apples and Oranges, aber für mich ist es so ein grundlegender Tenor. Und ja, lass uns. Du warst gerade bei der EU Inc. Das läuft ja auch nicht ganz so zukunftssicher, wie wir uns das erwarten, aber.
Daniel Ja. Da sind wir uns, glaube ich, diesmal einig. Ich meine, ganz kurz, ich muss noch einen Nachsatz sehen. Ich bin auch immer ein glühender Verfechter der EU. Ich liebe das. Ich finde der Apparatus drumherum ist schon so ein bisschen überlastet. Und auch, ich bin ein Riesenfan vom Rechtsstaat und ich bin ein Riesenfan vom Sozialstaat.
Daniel Nur so ein bisschen schlanker, ein bisschen effizienter und so ein bisschen Leistung bewerten würde mir mehr gefallen als dieses Bisschen was für dich, bisschen was für dich, bisschen was für dich. Und nehmen wir denen, die Leistung bringen, aber alles weg, bis man irgendwann sagt, na, leck mich doch am Arsch, ich gehe irgendwo hin, wo meine Leistung sich auszahlt.
Daniel Und ich finde, man ist mittlerweile an einem Punkt, wo, ach, also weiß ich nicht, es ist, ich glaube, wir erodieren die Mittelschicht. Das ist brutal. Und wenn du, du musst meines Erachtens Leuten sagen, wenn du denen richtig den Arsch aufreißt, dann kannst du was bezwecken. Und dieser Wunsch von Menschen, mit dem sie aufwachsen, vom Eigenheim, von dem Haus mit Garten, weißt du, ich meine, so diesen Wunsch, den irgendwie jeder doch hat, dass der so unerfüllbar ist, da läuft was halt gravierend falsch.
Daniel Und da müsste man mal überlegen, was man denn da für Maßnahmen setzen könnte, dass man Menschen diesen Wunsch und hier 500 Euro und dann sind das halt 5000 Euro, wenn die 18 sind. Ja, geil, was machen sie? Kaufen ein Moped und eine Kiste Bier und fahren gegen Baum. Ja, Gratulation. Weißt du, was ich meine?
Daniel Das ist super. Aber so dieses Grundthema wäre halt cool. Und ich glaube, wenn man das einmal mutig machen würde und dann Menschen zeigt, hey, wenn wir alle richtig Leistung bringen, dann können wir die, die es nicht möglich ist, Leistung zu bringen, obwohl sie es gerne tun würden, dann können wir die mittragen.
Daniel Das muss die Message sein. Weißt du, dieses und nicht dieses, ja, brauchst du halt nicht arbeiten, das ist ja auch kein Problem. Und wenn du arbeiten gehst, verdienst du eh nicht sehr viel mehr, als wenn du nicht arbeiten gehst. Das ist kein Thema. Mach halt. Und die Reichen sind total doof. Ich weiß nicht, die haben ja eh alles von alleine.
Markus Nein. Also ich glaube, grundsätzlich gebe ich dir recht, wir besteuern Arbeit deutlich zu hoch. Und die Anreizsysteme in unserer Gesellschaft, die eine Zeit lang gut funktioniert haben, sind aktuell an beiden Enden des Spektrums nicht unbedingt vorhanden. Also es gibt, glaube ich, viele Menschen, die einfach, für die auch mit viel harter Arbeit, mit guten Jobs nicht darstellbar ist, sich gewisse Lebensziele zu erfüllen.
Markus Und auf der anderen Seite gibt es sicher auch Menschen, also die Wohlstandsverwahrlosung auf der anderen Ebene, gibt es ja auch Leute, die halt einfach nicht arbeiten müssen und dementsprechend halt auch nicht die Leistung erbringen, die sie könnten. Und da haben wir sicher nicht die besten Anreizsysteme und gebe ich dir vollkommen recht.
Daniel Ja, ja. Und das ist halt so frustrierend. Ich habe das Gefühl, dass wir auch immer alle so in unserer Gesellschaft um die Themen herumeiern. Jeder weiß, es gibt so bestimmte Themen, da muss man anfangen rumzueiern und dann eiert man um die Themen herum und keiner spricht es so genau beim Namen an und man generalisiert sehr viele Themen.
Daniel Und jeder denkt sich, ja, ich will das aber das individuelle Problem gar nicht so, weil ich sonst, mh, und dann, äh, und dann ist das so ein bisschen, mh, und dann könnte ich vielleicht, weil dann die anderen, äh, komm, scheiße. Ich glaube, da braucht man auch mehr Klarheit, mehr klare Ansagen, sowohl positiv als auch negativ, und auch mehr Anreize und dann passt das.
Daniel Lass uns zur EU-Inc übergehen. Auch da, weil mir gefällt die Klarheit, mit der die, die sich für die EU-Inc einsetzen, auch kommunizieren, weil das ist straightforward.
Markus Erzähl mal. Ja, es kommt mehr und mehr aus den EU-Inc-Kreisen, aus den europäischen politischen Kreisen, aus den österreichischen politischen Kreisen, dass die EU-Inc gerade dabei ist, ziemlich zerfledert zu werden und am Ende eigentlich nicht genug übrig bleiben könnte, dass es überhaupt Sinn macht, dass es eine EU-Ink gibt.
Markus Weil eben am Ende aus vielen Mitgliedstaaten, also es ist die Kommission da immer noch sehr erlein und es ist tatsächlich auch das Parlament, schaut eher noch positiv aus, aber es ist der EU-Rat, also das ist die Zusammenkunft der Mitgliedstaaten, wo eben halt die Regierungschefs oder die jeweiligen Minister bei den Themen quasi jeweils die Landes- oder Nationsmeinung einbringen.
Markus Und dort zerfledert es gerade massiv, weil eben zum Beispiel auch Länder wie Österreich keine klare Meinung oder eine negative Meinung zu diesem Punkt haben, weil sie nicht bereit sind, gewisse Kompetenzen abzugeben. Also no wonder. In Österreich und Deutschland sind die jeweiligen Notariatskammern massiv am lobbyieren, es sind die jeweiligen Gewerkschaften und Arbeiterkammern massiv am Lobbyieren, die Notare, weil sie Angst haben, dass dadurch die Notariatsakspflicht bei vielen Themen in Deutschland und Österreich untergraben wird und die Leute dann halt einfach diese EU-gründen und dadurch nicht mehr bei jedem noch so kleinen Thema wieder beim Notar halt vierstellige Summen ablegen müssen, dafür,
Markus dass er ihnen den Vertrag vorliest. Und die Arbeiter kann man Gewerkschaften kämpfen, weil sie Angst haben, dass dadurch gewisse Mitbestimmungsrechte, wenn es um das Thema Mitarbeiterbeteiligung, wenn es um das Thema Aufsichtsratspflichten ab gewissen Betriebsgrößen, dass wenn es dann einen europäischen Standard gibt, dass die dann halt aufgeweicht werden, weil einfach, wenn man sagt, man schafft einen europäischen Mittelweg, einen europäischen Kompromiss, dann ist einfach Österreich und Deutschland bei den Mitbestimmungsrechten klar an einem Ende des Spektrums und dementsprechend könnte es sein, dass dadurch gewisse Themen aufgeweicht werden.
Markus Es gibt dann unterschiedliche Lösungswege, wie man da hinkommt, dass das nicht der Fall ist, indem man sagt, die Arbeit grundsätzlich ist es nämlich so, dass Arbeitsnehmerrechte sind immer noch auf Mitgliedstaatsebene geregelt. Aber trotzdem haben sie Angst, dass da gewisse Faktoren einfach nicht mehr so vorhanden sind.
Markus Lustigerweise gibt es dann auch den Fall von zum Beispiel Estland, die sagen, na, eigentlich finden sie die EU-Inc nicht gut, weil sie haben eigentlich eine Rechtsform, die ist schon viel besser und viel moderner als die EUINC. Und warum schafft man jetzt einen europäischen Standard, der einen schlechteren Standard setzt, also einen bürokratischeren Standard, einen weniger attraktiven Standard als den, den sie in Estland haben.
Markus Also du hast sogar auch Leute vom anderen Ende des Spektrums, die sagen, na, sie wollen das nicht. Und es zeigt leider genau das Problem, was wir in Europa haben. Wir haben 27 unterschiedliche Meinungen, die nicht bereit sind, einen Schritt aufeinander zuzumachen und einen gemeinsamen Standard zu setzen, die lieber bereit sind als 27 kleine Mitgliedstaaten ihre eigenen Pfünde, ihre eigenen Privilegien, ihre eigenen Systeme zu erhalten und dadurch aber im geopolitischen Wettbewerb komplett untergehen, weil man halt einfach nicht die Stärke, die Standardisierung, die Stimme hat, die man hätte, wenn man sich wirklich zusammenschließt.
Markus Und es ist alles ist für mich immer, es ist so klar für mich. Es bräuchte Vereinigte Staaten von Europa, es bräuchte tatsächlich einfach ein gemeinsames Europa, weil die Wurstelei bei solchen Themen ist unfassbar frustrierend. Wir verlieren die Zeit, die notwendig wäre, um die Lücke, die wir gerade technologisch und wirtschaftlich aufreißen, zu schließen.
Markus Und stattdessen schlagen wir uns da diplomatisch die Köpfe ein.
Daniel Ich meine, lass uns doch mal das Bild weiterrollen. Was ist, wenn, wenn ein Andi Klinger und Co. Plötzlich sagt, wisst was? Ich hab keinen Bock mehr drauf. Der hat jetzt Hausnummer zwei Jahre drauf verwendet. Was dann?
Markus Was ist passieren wird für die Message? Meines Erachtens wird sich eine Coalition of the Willing bilden. Also schwieriges Wort, ja, ja. Das heißt, du hast dann wahrscheinlich sechs, sieben, acht, neun Mitgliedstaaten, die sagen, wir machen die EOIN trotzdem, machen sie ordentlich und schaffen damit einen europäischen Standard.
Markus Und dann wird es sehr spannend, was die restlichen Mitgliedstaaten machen. Hängt natürlich auch davon ab, welche Nationen das sind. Aber ich sage jetzt mal, wenn sich Frankreich, die Benelux-Länder und Spanien und Neuea und die Nordics zusammentun und eine EU Inc. bauen, dann bin ich gespannt, was deutsche oder österreichische Gründer machen, ob nicht das dann ein massiver Faktor ist, der dazu führt, dass diese Leute tatsächlich abwandern und ihr Startup halt dann nicht in Österreich und Deutschland mehr gründen, sondern eben in einem Land, wo es diese Rechtsfragen gibt.
Markus Das ist das große Fragezeichen und ob das dann dazu führt, dass vielleicht in Deutschland und Österreich doch der politische Wille da ist, dass man die eigenen Standards, Privilegien, whatever it is, aufgibt. I don't know. Das wird sich zeigen. Aktuell läuft ein Versuch, noch einmal die Urgency aufzuzeigen auf europäischer Ebene und doch noch zu einem guten EO-Inc zu kommen, aber leider die Signale, die man aktuell hört, sind definitiv negativ.
Daniel Leider werden sich die Umverteile auch freuen, wenn das dann halt nichts wird. Es ist halt so kurzsichtig, es ist brutal. Es ist wirklich brutal. Und irgendwann, ich habe noch immer das Gefühl, es ist diese Naivität zu glauben, dass Europa für immer der Mittelpunkt der Welt bleibt, weil es schon immer so war.
Daniel Und es ist dieselbe, ich meine, man muss ja nur sagen, ich meine, ich habe es irgendwo so wunderbar gelesen. Eigentlich ist es eine Anomalie, dass so eine kleine Gruppe von Ländern wie Europa und so ein kleines, kleines, kleines, kleines von einer Grundgröße, ein ganz schön kleiner Fleck, die halbe Erde sozusagen für die halbe Erde relevant war.
Daniel Wir wissen, warum das so ist historisch. Und irgendwie fehlt den Menschen die Vorstellung, dass wir irgendwann vielleicht gar nicht mehr bedeutend sein könnten. Man muss natürlich sagen, man braucht sehr lange zu erkennen, dass man nicht mehr bedeutend ist. Schönes Beispiel sind die Engländer, die ja eigentlich immer der Meinung waren, sie haben ein Empire.
Daniel Und jetzt ist da nie mehr sehr viel übrig. Wenn du vor 120 Jahren irgendwo in London auf der Straße gegangen wärst und hättest gesagt, bist ihr, irgendwann seid ihr mal wieder ziemlich irrelevant, hätten die alle gesagt, es ist unmöglich, wir. Uns gehört die halbe Welt. Wir sind unsere Sprache, unsere Kultur, unsere Bildungseinrichtung, unser Militär, wir sind die wichtigsten der Welt.
Daniel Unmöglich. Und ich glaube, wir driften da einfach unaufhaltsam hin, weil wir an so vielen Enden dieses Gefühl vermitteln, an so ein bisschen Schwachsinn, ein bisschen machtlos, so ein bisschen nicht so, und alle anderen lachen sich krumm über uns. Und ich finde, es gibt so einmal auch so ein Machgefühl.
Daniel Weißt du, und ich finde all diese Themen so zusammenhängen und du brauchst eigentlich, ich meine es nicht jetzt den Schrei nach dem starken Mann, das finde ich das was Falsches und auch was Schreckliches und auch nichts Wünschenswertes. Aber man braucht einfach ein entschiedenes, mutiges Auftreten mit klaren Ansagen.
Daniel Und auch dabei bleiben auch Leute auf der Strecke. Und dieses Konsensprinzip, das ist Bullshit, und dieses Prinzip, dass man niemanden auf den Schlips treten möchte, auch in der Kommunikation, das ist Bullshit. Und wir ertragen zu viel. Und ich finde, die Bilder, die man auch zur Zeit einfach immer wieder sieht, ich weiß, wie Social Media funktioniert, wie toxisch das ist, bestärken dieses Gefühl nur, weißt du.
Daniel Also ich kriege zum Beispiel diese Bild.
Markus Das ist ja auch eine bewusste Kampagne eben von, glaube ich, den unterschiedlichsten Kräften Europas Stabilität bewusst aufbrechen wollen, weil sie davon profitieren. Also du bist einfach in einer Schlangengrube mit, braucht man nicht drüber reden, mit Russland und mit zunehmend auch Amerika, die Interessen haben, dass Europa destabilisiert wird.
Markus Und das hilft natürlich dabei, weil damit die Akteure, die allein mit ihnen sind, also die extremen Kräfte an beiden Enden des Spektrums, die kriegen dadurch Aufwind und kommen an die Macht und werden noch mehr dafür sorgen, dass Europa nicht als eine gemeinsame Stimme, als ein gemeinsamer Block auftritt, sondern sich zerfledert mit nationalstaatlichen Interessen.
Markus Und was es eigentlich bräuchte, glaube ich, müsste nach Kanada schauen. Ich glaube, die zeigen, dass man halt eigentlich schon mit klaren Ansagen und eben nicht sich alles gefallen lassen. Durchaus sich positionieren kann. Natürlich, das Problem, was Europa hat, ist Souveränität, besonders auf technologischer Ebene.
Markus Das haben wir gesehen jetzt in der Ukraine, wo halt Elon Musk sich anbildet, naja, er findet eigentlich, dass es nicht gut ist, was die Ukrainer machen. Deswegen schlägt er jetzt halt vor, dass sein Starlink-System, das genutzt wird für Raketen- und Drohnenabwehren, das wird jetzt in der Ukraine abgeschwächt, gedrosselt und dann sterben Zivilisten, weil irgendjemand sich da drüben einbildet.
Markus Das passt ihm jetzt nicht ganz ins Bild. Und da sieht man einfach in der Welt, in der wir aktuell leben.
Daniel So zwei Extremate, so zwei Ausschnitte der letzten Tage, die mich nicht loslassen. Das ist einerseits das Gespräch zwischen Friedrich Merz und Jensen Huang. Und ich hatte das Gefühl, da redet ein Staatschef aus einem Gefüge, das immer weniger wichtig wird, also der auch weit weniger Sachen durchsetzen kann in diesem Apparatus, auf dem er ganz oben ansteht.
Daniel Er kann eigentlich nicht mehr viel machen. Und ein neuer Chef, der weit mächtiger ist als dieser Staatschef und alles durchsetzen kann, was er will. Und ich habe mir gedacht, ist das nicht vielleicht schon so ein Schwanengesang für die Wichtigkeit von der Art, wie Regierungen sich durchsetzen können und das zur selben Zeit, wo in Frankreich Ladenbesitzer mit Knüppeln vor ihren Geschäften stehen, sich probieren zu verteidigen, weil ihnen nichts anderes bleibt.
Daniel Und da denkt man sich, boah, das ist schon so ein bisschen eine komische Geschichte. Ich weiß, ich vermische da gerade wieder zwei Themen, diese beiden Bilder, die lassen mich einfach nicht los, weil es sozusagen das eine Ende und das andere Ende vom Spektrum ist. Weil für mich war klar in diesem Gespräch zwischen Merz und Huang, die Machtposition und die bedeutungsvollere Person ist ganz klar Jenson Huang.
Markus Ja, weil natürlich auch die Macht, die Jensen Huang hat, besser abgesichert ist. Ja, ich kann sagen, also das ist halt ein Friedrich Merz, der sowieso unter Druck is, der Wahlen gewinnen muss. Auch ein Jensen kann in drei Wochen nicht mehr da sein, wenn es einen Aktiencrash gibt anders in that bereich.
Markus Aber ich gebe dir vollkommen recht, aktuell is einfach durch die Abhängigkeit, die technologisch entstanden is anders. Auch entsteht da ein Ungleichgewicht da und das ist eben genau der Faktor. Ich habe gerade gelesen heute in der Früh, dass Nvidia mittlerweile der größte europäische Startup der größte Investor in europäische Start-up ist.
Daniel Und er hat gesagt, auch in dem Moment, ja, wir investieren noch weitere zwei Milliarden. Und noch etwas, während du so gerade antwortest, wer fühlt sich, glaubst du, loyaler? Ein Nvidia-Mitarbeiter oder zum Beispiel ein deutscher Bundesbürger? Wenn wir jetzt Friedrich Merz nehmen als Beispiel in Jensen Wang.
Daniel Wer ist loyaler? Wer ist stolzer?
Markus Boah. Glaube ich, dadurch, dass der Nationalstolz extrem heterogen verteilt ist. Also ich glaube, du wirst sicher auf der Nationalstolzebene höhere Ausschläge haben. Gleichzeitig aber die Baseline sicher bei Masse. Ja, wie loyal die Leute auf einer Identitätsebene sind, bin ich mir nicht sicher, aber Zeitgut und es ist sicher gerade cool, da zu arbeiten.
Daniel Ja, aber schau mal, das sind halt für mich so Dinge, wenn man das ganz nüchtern betrachten würde, dann sind das eine Menge Themen, die auf uns zukommen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten von Umbruch. Und wahrscheinlich liegen wir da komplett falsch, aber es ist so für mich schon, wenn man es einfach so ganz, ganz, ganz, ganz, ganz nüchtern betrachtet, dann sind eigentlich heutzutage die, würdest du den G7-Gipfel machen, was wäre wichtiger, wenn du die Regierungschef Elektrike G8 dorthin setzen würdest, oder die CEOs der acht größten Tech-Konzerne.
Daniel Da würde ich behaupten, dass wahrscheinlich die Tech-Konzerne wahrscheinlich schon fast relevanter wären, als diese politischen Persönlichkeiten, weil wenn die nach Hause kommen und sagen, wir machen hier, dann sagt das C minus 1, sagt, nee, das machen wir nicht. Die Opposition sagt nein, dann nächsten sagen, wir gehen wir in eine Begutachtung.
Daniel Ja, und dann hast einen Elon Musk, der sagt, hier Starlink drehe ich euch ab, fuck you. Finde ich komplett falsch, nicht falsch verstehen. Aber holy fuck. Holy fuck. Und da sind wir, da sind wir und wir sehen das eigentlich gar nicht, weil es so unter auf so einer Art und Weise so uns dargestellt wird, dass das irgendwie ganz cool ist und ganz witzig.
Daniel Und am Ende des Tages, ich habe gestern eine Keynote gehalten und es gibt einen Satz, der mich nicht loslässt, den ich von Edward O. Wilson gelesen habe von 2009. Und er sagt, das größte Problem ist, unter dem wir gerade leben, ist, dass wir paläolithische Emotionen haben. Wir haben mittelalterliche Institutionen und gottähnliche Technologie.
Daniel Das hat er 2009 gesagt. Ich habe es aufgegriffen und auf jetzt angewendet. Und das Thema ist, wenn du denkst, unsere Emotionen, zum Beispiel das Zugehörigkeitsgefühl zu Stammes, Stammelszugehörigkeit ist richtig groß bei uns. Gefühl nach Sicherheit, Wut, Eitelkeit, Freude. Social Media melkt uns dort und AI weiß sowieso, worauf wir schon reagieren.
Daniel Also holy fuck, wir sind am Arsch. Mittelalterliche Institutionen, das sind Unis, das sind Kammern, das sind Regierungsapparate. Weißt du, die Magna Carta geht auf 1215 zurück. Das heißt, das sind auch schon irgendwie so gewachsen. Und ChatGPT ist vier Jahre alt, das nehme ich jetzt mal als Beispiel.
Daniel Und wenn du diese vier Apparate siehst, da merkst du eigentlich, was für Probleme wir haben. Wir probieren mit mittelalterlichen Institutionen Dinge zu lenken und zu verwalten. Und dazwischen probieren wir unsere paläolithischen Emotionen irgendwie in den Griff zu kriegen. Boah, das ist schon schwierig, muss ich sagen.
Daniel Das ist aber nicht wertend gemeint, nur wir sind in einer ganz schön trickreichen Situation. Ja, ohne Frage. Und deswegen, weil ich eben an diesem Thema so gearbeitet habe und mich so beschäftigt habe, und dann sehe ich dann diese Bilder, ich fand das schon krass, Merzenhorn. Also vielleicht interpretiere ich da zu viel rein, aber es war für mich einfach alte Welt, neue Welt.
Daniel Und die neue Welt hält Audienzen und sagt, du solltest das mal so machen. Und überleg dir mal, ich gebe dir ein Beispiel, überleg dir mal, wie zum Beispiel ein Helmut Kohl darauf reagiert hätte oder ein Helmut Schmidt oder ein Roosevelt oder ein JFK, die hätten sich doch von so einem Tech-Hampelmann nichts sagen lassen.
Daniel Und das ist ja das Thema. Und der Merz ist ja, ja, ja, na gut, ja.
Markus Eben weil sie aus einer Position der Macht kommen, die ihnen die damaligen Rahmenbedingungen gegeben haben. Also ich gebe dir schon recht. Ich glaube nicht, dass ein Call oder ein Whoever, wenn die in den heutigen Rahmenbedingungen Politiker wären, den gleichen Anspruch haben könnten.
Daniel Weißt du warum?
unknown Ja.
Daniel Entschuldige, weil die schon längst zerbröselt worden wären, weil sie über irgendeine Affäre gefallen hätten, die ihre Charaktere, die sie zu den machen, der sie sind, schon ausgehebelt hätte. Weil die hatten so viel Imperfektionen, die sie aber für die Rolle so perfekt gemacht haben, für alle anderen Rollen im Leben nicht.
Markus Und das ist so ein Ja, wobei, dann bist du halt wieder bei Nixon und so weiter. Also, ich glaube, die Imperfektionen haben schon auch in solchen Rollen dann negative Effekte gehabt. Aber ich verstehe, was du meinst, und ich bin mir hundertprozentig sicher, dass du ja auch einen Churchill und so weiter, da war schon.
Markus Der ist doch Alkoholiker, der Mann. Ja, also ohne Frage werden da viele schon viel früher explodiert in ihren Rollen. Gleichzeitig, aber auch wenn du das mal rausnimmst und sagst, aus irgendeinem Grund die wären noch an der Macht. Ich weiß nicht, ob sie diese Macht exerzieren könnten, eben in einem Umfeld, wo du halt einfach nicht mehr diese Machtfülle hast, weil es Social Media gibt, weil du einfach nicht mehr so dargestellt wirst als Politiker, weil du einfach auch abhängig bist von 10,000 Interessensvertretungen.
Markus Also das und technologisch abhängig. Vielleicht kann man sagen, vielleicht wäre das nicht passiert, diese technologische Abhängigkeit, wenn ein bisschen mehr Leadership gewesen wäre in der Vergangenheit. Aber auch das haben wir ja oft schon im Podcast besprochen. Wie sind wir hierher gekommen? Weil wir halt gesehen haben, was passiert, wenn Politiker zu viel Macht haben in den schrecklichen Zeiten des 20.
Markus Jahrhunderts. Und deswegen, glaube ich, haben wir viele Institutionen aufgebaut, die Macht moderieren. Und so sind wir halt jetzt da angekommen, wo wir sind, mit wenig demokratisch oder wenig politischer Macht. Und es hat halt auch seine Schwächen.
Daniel Ja, natürlich. Ich meine, schau, es gibt ein Beispiel von Reed Hoffman. Also der, wer heißt da? Linked den Gründer. Richtig? Der LinkedIn-Gründer ist das. Und ich finde das so wundervoll und auch das lässt mich nicht los. Und ich weiß gerade sehr philosophisch, wo, das ist ja die Idee von einem Podcast.
Daniel Der hat halt so schön gesagt, dass eigentlich jeder. Er spricht über, wie heißen die Dinge? Na, die Muscheln, die am Rumpf von einem Schiff haften. Weißt du, wie die heißen? Also Barnacles heißt sie auf Englisch. Barnacles, lass mich mal ganz schauen. Barnacles. Und er sagt es im Prinzip, diese Muscheln, die am Rumpf eines Fußes haften.
Daniel Seepocken, Seepocken ist das Wort. Er sagt, ein Prozess, ein Gesetz, was auch immer ist, wie eine Seepocke. Und wenn du mit einem wunderbaren Schiff auf hoher See fährst, dann kommen dann diese Seepocken und die haften sich an einem Schiff und das Schiff wird dann immer langsamer, immer behebiger, lässt sich immer schwerer wenden.
Daniel Und du kannst das beste Schiff der Welt haben. Wenn du nicht regelmäßig ins Trockendock gehst und diese Seepocken runterkratzt, bringt das genau gar nichts. Deswegen geht es darum, dass du sagst, eigentlich jeder Prozess, jede Regelung ist eine Seepocke. Und der coolste Kahn der Welt hat irgendwann ein Problem.
Daniel Und das ist das, wo wir gerade in Europa stehen. Wir sind einfach überseht von Seepocken, weil das Schiff ist das beste Schiff der Welt. Die Crew könnten die besten der Welt sein. Aber diese Seepocken, diese historisch gewachsenen Prozesse, diese Prozesse, diese Richtlinien, all diese Dinge ziehen uns so runter.
Daniel Und eigentlich müsste man nur sagen: so, und ab heute beschließen wir, dass sämtliche Regularien und Gesetzmäßigkeiten bis auf ein paar Grundgesetze auf Zeit sind und die automatisch auslaufen. Wir zwei haben das so oft schon besprochen. Würde man sagen, alles gilt für fünf Jahre oder für zehn Jahre, außer man verlängert es explizit und muss das dann auch begründen.
Daniel Bäm, wäre der Kahn wieder durchsetzungsfähig und schnell. Und wenn du denkst, ein Tariatskammer, wir prügeln uns mit Themen rum, die in Wahrheit teilweise über 100 Jahre alt sind und mit dem Wissen und Denken von vor über 100 Jahren bestimmt wurden. Ach, komm schon. Ach komm schon. Das ist. Das wär's.
Daniel Das wäre das eine, was man machen müsste. Weißt du, was ich meine? Bei all dem Gerede hier von starker Meinung, ja, ja, ja, alles nett. Aber es müsste dieses eine Mal geben, wo man sagt, und ab heute. Und das ist, glaube ich, diese radikale Innovation, die wir brauchen. Und ohne die wir am Ende des Tages untergehen werden.
Daniel Weil irgendwann ist die 397. Milliardste Seepocke am Rumpf und dann der Kahn zieht ja eh schon Wasser. Und dann ist das Ding einfach vorbei. Und da sind wir. Alles andere ist. Ja. Und natürlich sind auch diese Politiker, die wir gerade gesprochen hast, sind ja auch nur Exemplare ihrer Zeit. Natürlich will ich kein Churchill oder sowas, weißt du, die da jetzt irgendwas machen.
Daniel Das sind ja auch heutzutage nicht die richtigen Personen. Aber es geht darum, dass einfach eine moderne Version von solchen klaren Persönlichkeiten, die auch bereits sind, Konflikt, ich meine nicht notgedrungen militärischen, aber Konflikt einzugehen, die bräuchte man. Und da gibt es wenige, die das können.
Markus Ja, auch eben, weil sie nicht den politischen Rückhalt haben, den es bräuchte. Ja, ja, ja, natürlich. Du hast schon eine Situation, wo, wenn jemand in den Konflikt trätzt, sehr oft auch das sofort das Ende der politischen Karriere bedeutet. Die Konflikt, die man führen müsste, ja. Pensionssystem ist eine gute Frage, um den Kreis zu schließen zum Anfang.
Markus Da müsste man halt auch mal tachlos reden und ja, führt halt so, wie das aktuell funktioniert, dafür, dass man die nächsten Wahlen definitiv verliert und dann immer am Ruder ist. Ja, ja.
Daniel Das war auch ganz schön tiefe Themen, die wir bis jetzt hatten, oder? Hat mir Spaß gemacht. Also noch nicht, dass wir jetzt am Ende sind, also so ganz langsam, aber das ist schön, so macht Podcasten Spaß. Und mich wird auch total, also nur mal ganz kurz, also wenn der eine oder andere dazuhört und sagt, nee, es sind die ganz anders oder ihr habt da Gedanken, lasst uns das gern ruhig mal wissen.
Daniel Das ist ja auch die Idee, wir wollen ja nicht nur miteinander plaudern. Das sind ja Themen, auf die es ja jede Idee, jeder Anstoß, jede Meinung, jede gegenteilige Meinung super viel wert. Wollen wir über den fliegenden Tesla reden?
Markus Noch kurz. Jetzt haben wir die eine Story mit Elon schon besprochen. Die tyrannische Seite, dann gibt es auch die visionäre Seite, wie sehr das dann halt dann ganz wirklich auch umsetzbar ist. Eine andere, aber ich glaube, diese Tech-Demo, die wir gesehen haben von dem Tesla, der da langsam die Looping-Rampe rauffahrt und dann in der Luft sich dreht und schon einfach die Gesetze der Physik ein bisschen neu schreibt, tut er natürlich nicht, aber grundsätzlich einfach schon für Staunen sorgt.
Markus Das zeigt schon die guten und schlechten Seiten des Elon Musk.
Ja. Ich finde es total unnötig. Ich weiß nicht, was es ist.
Markus Hundertprozentig total unnötig. Ich bin vollkommen bei dir, aber gleichzeitig ist es halt auch etwas, was ich glaube auch nicht, dass das jemals irgendwie auf der Straße landen wird. Ich glaube, es ist rein ein, hey, schaut's, was wir können. Wenn wir unsere Raketentechnologie jetzt auch ins Auto haben.
Markus Es ist halt das kleine Kind, das mal spielt, aber man muss einfach auch sagen: durchs so rumspielen, durchs Rumprobieren entsteht manchmal schon auch Innovation, die dann tatsächlich sehr, sehr weit tragende Folgen hat, ob es in dem Fall der Fall ist.
Daniel Auch da, ich finde, wir feiern unsere Helden viel zu wenig. Und für mich ist zum Beispiel, weißt du, wir haben jemanden, der mindestens so genial ist wie Elon, nur kennt den halt wirklich keine Sau, bis auf wir in unserer Bubble. Zum Beispiel Mathe Riemanns von Riemag Automobili und der CEO von Bugatti, der Typ ist Mitte 30, spricht, ich habe keine Ahnung, wie viele Sprachen, der ist absolut brillant und der steht in dem Erfindungsreichtum in nichts nach.
Daniel Er ist bescheiden, er ist super interessant, er ist super nett, liebt seine Produkte und macht auch die wildesten Sachen. Ich habe gestern was von ihm gehört und da ging es darum, dass er erzählt hat über den neuen Bugatti Turbio, Millionen Euro Auto. Ja, wir haben an den Speakern, also an den Lautsprechern herumgebastelt und sind drauf gekommen, brauchen wir eigentlich gar nicht.
Daniel Machen wir doch das ganze Auto zum Resonanzkörper. Wie geil ist der Typ? Und jede Batterie, die bei BMW, bei Porsche, bei anderen Herstellern verbaut wird, ist von ihm. Und angefangen hat er in seiner Garage, indem er seinen BMW E30 auf Elektro umgebaut hat. Hab ich gesagt, der ist jetzt der CEO von Bugatti.
Daniel So nett, so, ich verstehe nicht, warum der nicht in unseren Medien rauf und runter geht. Wie Elon Musk. Weil Unternehmer. Und weißt du, Entschuldigung, wenn ich unterbreche, das Wildeste, der hat gesagt, das Krasseste ist in Kroatien, wo die sitzen. Der sitzt in Kroatien, musst du dir vorstellen. Was auch geil ist, da ist ja nicht so viel, was da passiert im Tech-Bereich, dann hat er diesen Milliardenkonzern hingebaut.
Daniel Und er wirbt jedes Jahr von der TU dort her Scharen ab. Und er hat der TU, ich glaube, es ist die TU, also der Technischen Universität, dort gesagt, ja, eure Absolventen sind gut, aber es wäre cool, wenn wir das Curriculum ein bisschen ändern könnten, dass es brauchbarer für uns ist. Antwort war nein.
Daniel Nein. Und er hat es mittlerweile aufgegeben. Holy shit, für mich der großartigste europäische, wenn nicht weltweiteste Unternehmer, gibt auf, mit einer Uni zu verhandeln, dass man den Output, den er ja abnimmt, ein bisschen an die alltäglichen Dinge anpasst. Weil er sagt, nee, das ist mir zu frustrierend.
Daniel Also, ja, nee, also hier schnellstes Elektroauto der Welt baue ich dir gerne. Bugatti übernehmen mit Mitte 30 kriege ich auch hin, aber die Uni, nee, das ist mir zu hart.
Markus Wow. Also ich weiß nicht, ob er es schon gemacht hat, aber für mich wäre dann naheliegend, dass der vielleicht selbst eine Uni aufbaut oder halt ein ähnliches Konstrukt oder finanziert, wo dann die besten Leute dorthin gehen, anstatt dass sie auf die TU oder wo auch immer das dann halt in Zahlen oder was auch immer ist.
Markus Medibel, das ist unternehmerisch. Und ja, ich bin festenfest davon überzeugt, das ist ein Kulturproblem, deswegen haben wir auch die Stiftung Unternehmerische Zukunft gegründet, um eben das aufzubrechen, um Unternehmertum mehr positive Gesicht zu geben, um die zu feiern, die wir haben, um den Unternehmergeist in die Breite zu bringen, um genau dieses Problem zu lösen, was ich bin hundertprozentig, wir haben absolutes Talent, wir haben die besten Ideen hier.
Markus Wenn du dir anschaust, auch die ganzen erfolgreichen Valley Startups, Scale-Ups, das ist zu einem großen Teil sind das Menschen, die von überall aus der Welt nach Amerika kommen. Es ist sehr selten, sind das Native Americans und viele davon Europäer. Und es ist halt einfach, dass dort das Ökosystem ist, wo Unternehmertum gefeiert wird, wo Kapital vorhanden ist, dass man halt auch wirklich große Träume umsetzen kann.
Markus Und solange sich das nicht ändert, werden wir weiter in dieses Souveränitätsproblem rennen, weil einfach der technologische Fortschritt, der hier ursprünglich entsteht, hier durch gute Forschung, durch interessante Ideen, durch smarte Köpfe entsteht, woanders umgesetzt wird und woanders zum Achsen gebracht wird.
Markus Und das ist ein Grundproblem, was viel zu wenig adressiert wird.
Daniel Es erinnert mich ein bisschen an Viergewinn. Ich spiele gerade viel Viergewinn mit meinem Sohn. Und kennst du Viergewind, oder? Ich habe ihm so ein bisschen zu Strategien gezeigt. Ich habe gesagt, schau mal, ich tue das da rein, weil ich gehe davon aus, dass du das machst und wenn du das machst, dann habe ich den Stein schon da, um zu gewinnen.
Daniel Und er greift das total schnell auf. Ich habe das Gefühl, dass zurzeit die Menschen, die entscheiden für uns, die schmeißen einfach nur einen Stein rein und schauen mal, was passiert. Die sind nicht so, dass sie sagen, ich schmeiße den Stein rein, weil dann kommt der, dann kommt der, dann kommt der und dann weiß ich, dass das kaum ist.
Daniel Einfach nur ein da, da ist er, da, da ist er, da, da ist er. Und dann haben sie verloren. Und es ist so. Und sie reagieren im Prinzip nur, und wenn du schlecht vier Gewinn spielst, dann ist es nur das, dass du nur noch damit beschäftigt bist, die Siegesversuche des Gegenübers zu blockieren. So nüt da nicht, nö da auch nicht, nüt da auch nicht.
Daniel Und dann im besten Fall schaffst du ein Putt. Im besten Fall. Komm schon. Das kann auch nicht sein. Das kann auch absolut nicht sein. Speaking of which, eigentlich sollte ich schon unterwegs sein, sehe ich gerade. Was machen wir?
Markus Lost in time. Ja. Ja, dann machen wir Schluss für heute und nehmen die zwei Themen, die dann noch stehen, in die nächste Woche mit.
Daniel Sehr gerne, weil das sind ja auch nicht ganz triviale Themen, die wir dann nicht in einer Minute abfrühstücken. Schön. Markus, das hat wieder mal richtig Spaß gemacht. Wünsche dir einen schönen. Wünsche euch einen Schön. Und wenn ihr jetzt nochs hört, freuen wir uns, wenn ihr uns seht und einfach Hallo sagt.
unknown Das ist cool.
Daniel In dem Sinne, take care, stay safe.
Und bis zum nächsten Mal.
unknown Bye-bye.