Geschichten zum Einschlafen

#265 Ein herrlicher Tag in Nizza - Einschlafen mit Balto

Mittwoch, 6. Mai 2026 · 29 min

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Shownotes

Heute begeben wir uns an die Côte d’Azur und genießen nicht nur das herrliche Blau des Ozeans, sondern atmen bei einem Spaziergang durch Nizza auch den herrlichen Lavendelduft ein, der vage über der Stadt hängt. Heute haben wir nichts zu tun, außer es uns gut gehen zu lassen.

Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten.

Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön!

Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören!

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Host: Nale und Balto
Text: Anja Lehmann
Musik: Milan Lukas Fey
Produktion & Schnitt: Martin Petermann
Eine Produktion der Julep Studios

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Geschichten zum Einschlafen. Eine Produktion der Julep Studios. Geschichte zum Einschlafen, Ich bin Balto und ich freue mich sehr, dich wieder begrüßen zu dürfen. Hörst du schon, wie sich der Frühling ausgebreitet hat? Jetzt ist die Zeit des Aufbruchs. Die Frühjahrsmüdigkeit weicht nach und nach aus unseren Knochen und genau jetzt ist der Moment, in dem ich dich an einen.

Anderen Ort entführen will. Heute werden wir zusammen einen ganz besonderen Platz in Südfrankreich besuchen. Eine Stadt, die seit über 200 Jahren BesucherInnen und Besucher aus aller Welt anzieht, die berühmt für ihre lange Strandpromenade, das herrlich milde Klima und die fantastischen Blautöne ist.

Eine Stadt, die schon unzählige Kunstschaffende mit ihrem besonderen Licht verzaubert hat. Na, weißt du schon, wohin es geht? Ein kleiner Tipp. Ganz in der Nähe finden alljährlich die berühmten Filmfestspiele von Cannes statt. Aber dort reisen wir heute nicht hin. Wir begeben uns nach Nizza, in die malerische Altstadt zwischen der Kota Sur und den Bergen.

Dort werden wir das Leben feiern und es uns heute gut gehen lassen. Bist du bereit? Wenn es auch einen Ort gibt, an den du gerne mal reisen würdest oder ein Abenteuer, das du erleben magst, dann schau gerne mal auf www.steadyhq.com.gze vorbei. Dort kannst du mitbestimmen, wo es das nächste Mal hingeht und die Reisen ganz ohne Werbung genießen.

Wir freuen uns auf dich. Den Link findest du natürlich nochmal in den Shownotes. Bevor es jetzt gleich losgeht, müssten wir hier jedoch einmal Werbung spielen. Unsere Autorinnen und wir stecken viel Liebe und Zeit in unsere Geschichten zum Einschlafen. Das kostet leider Geld. Und um diesen Podcast weiterführen zu können, brauchen wir diesen Werbeslot, um einige der Kosten wieder einzuspielen.

Wir hoffen, ihr habt dafür Verständnis. Danach geht es aber ohne Werbung in einem durch bis zum Ende. Stell dir vor, du hörst ein leises Meeresrauschen. Dein eigenes Bett ist verschwunden und stattdessen erwachst du in einem kleinen Hotel direkt an der Küste von Nizza. Es ist keines der hoch dekorierten Touristenpaläste, sondern ein eher unscheinbarer Ort, der nur für dich gemacht zu sein scheint.

Durch das geöffnete Fenster strömt ein feiner Duft von Lavendel, Zitrone und Meersalz hinein. Heute ist ein guter Tag. Du streckst dich und setzt dich langsam auf. Deine Fußspitzen berühren seicht den Boden. Du spürst die Erdung und das Bedürfnis, diesen Tag heute besonders achtsam zu verbringen. Als erstes entschließt du dich, im Meer schwimmen zu gehen, bevor der Strand überlaufen ist.

Du möchtest einfach den Tag ganz mit dir selbst beginnen, um dich nachher umso mehr auf die anderen Menschen freuen zu können. Ersten Strahlen den Tag begrüßt. Der Himmel ist ein Meer aus Farben. Lila, Blau und Orange mischen sich und zaubern ein herrliches Bild. Sanfte Wellen schwappen ans Ufer zu deinen Füßen.

Die Luft ist mild, das Wasser warm von den vergangenen Tagen. Für einen Moment schließt du die Augen, atmest tief ein und dann wieder aus. Du bist ganz Du selbst, Dein Herzschlag mit den endlosen Weiten des Ozeans verbunden. Wenn Du magst, nimm noch einen tiefen Atemzug. Dann schwimme gern noch eine kleine Runde, den Meeresboden immer in Reichweite.

Ach, hat das gut getan. Dankbar für diese Erfahrung hüllst du dich in deinen warmen Bademantel und gehst den kurzen Weg zu deinem Hotel. Dort nimmst du als erstes eine warme Dusche, dann bist du bereit für den Tag. Du genießt einen Milchkaffee, ein Spiegelei mit frischem Tomatensalat und, wenn du möchtest, zum Nachtisch noch ein Croissant.

Gestärkt brichst du nun auf in Richtung der Altstadt. Die Stadt an der Côte d'Azur erwacht langsam zum Leben. Händlerinnen und Händler öffnen klappernd ihre Auslagen. Die ersten Touris mischen sich mit den Einheimischen und beginnen das bunte Treiben zu genießen. Die Sonne wärmt die steinernen Gassen. Ein schweres Lastenrad bahnt sich klingelnd seinen Weg durch die engen Straßen.

Was ist wohl transportiert? Je höher du steigst, umso ruhiger wird es. Mit jedem Meter gewinnst du an Klarheit. Dein Weg führt dich zum Schlossberg von Nizza, von dem manche sagen, es sei der schönste Ort, um über die Stadt zu schauen. Puh, durch das Laufen ist dir ganz schön warm geworden. Gut, dass hier oben ein leichter Wind weht.

Schimmert. Unter dir befindet sich der Hafen, wo das ganze Jahr die Yachten aus aller Welt anlegen. Die Dächer der Stadt funkeln in der Sonne. In weiter Ferne lockt das Hinterland mit seinen grünen Bergen. Ein Musiker-Pärchen spielt Jazz, der eher an New Orleans erinnert, aber auch hier gerne gehört wird.

Die melancholischen Laute des Saxophons mischen sich mit der rauen Stimme des Sängers. Andächtig bleibst du zusammen mit einigen anderen Menschen stehen, um der Vorstellung zu lauschen. Nachdem du eine Zeit verweilt hast, beschließt du, dass du noch mehr erfahren möchtest über die Stadt, die einst von den Römern besetzt gewesen ist und deren italienische Einflüsse man noch heute in den Bauweisen vereinzelter Häuser erkennen kann.

Auf einem schattigen Weg verlässt du deinen Aussichtspunkt wieder und steigst den Schlossberg hinab. Oh, schau mal, da liegt eine Katze versonnen auf der Mauer. Sie öffnet träge ihre Augen, als du an ihr vorbeigehst. Zu deinen Füßen flitzt eine Eidechse zwischen den Steinen hindurch. Dein Weg führt dich in einen kleinen Park, in dem abseits vom Zentrum und dem beginnenden Trubel die berühmte russisch-orthodoxe Kirche St. Nikolaus steht.

Mit ihren grünen Zwiebeltürmen, den goldenen Kreuzen auf der Kuppel und der Fassade aus Ocker, Rot und Weiß erinnert sie eher an Moskau als an eine Stadt in Südfrankreich. Sie ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und unbedingt einen Besuch wert. Wenn du möchtest, schau gerne noch ins Innere.

Dort erwartet dich ein dunkler, gedämpfter Raum mit Wänden voller Ikonenbilder, in dem es nach Wachs und Weihraum geht. Nach dem Besuch der Kathedrale läufst du ein Stück weiter und landest fast unausweichlich an der sieben Kilometer langen Strandpromenade de Saint-Glaes. Sie zieht sich vom Flughafen im Westen bis in die Nähe der Altstadt im Osten immer am Strand entlang.

Dort findet man Straßenkünstler, Touristinnen, Einheimische und Genießer. Ein Mann erfreut die Kinder mit fußballgroßen Seifenblasen. Eine kleine Gruppe Menschen ist in ein Spiel vertieft. Du schlenderst an der Promenade entlang, beobachtest die Kitesurfer und Schiffe, die TaucherInnen und die Urlauber, die bereits den Strand mit ihren Handtüchern und Sonnenschirmen erobert haben.

Überall auf dem Weg fallen dir die blauen Stühle auf, für die Nizza bekannt ist. Gegen frühen Nachmittag merkst du langsam, dass du Hunger bekommst. Ganz in der Nähe liegt der berühmte Markt Coursalaya, was in etwa Flanierplatz am Meer bedeutet. Um den Markt herum befinden sich verschiedene Restaurants, Cafés und Bistros.

Schau mal, da ist ein Platz im Halbschatten. Du möchtest gerne den Nizza-Salat oder Salat Nissoise, wie er in Frankreich heißt, probieren. Schon bringt der Kellner einen üppigen Teller mit frischen Tomaten, hartgekochten Eiern, Thunfisch, Sardellen, schwarzen Oliven, leicht blanchierenden grünen Bohnen und Frühlingszwiebeln.

Dazu reicht er dir warmes Baguette und ein Glas Rosé oder Wasser. Du lässt dir diese herrliche Mahlzeit schmecken und spürst, wie die Frische der Zutaten deinem Körper neue Kraft schenkt und dich einfach glücklich macht. Als Nachspeise möchtest du unbedingt noch die traditionelle Köstlichkeit Soka probieren.

Direkt auf dem Markt gibt es einen Stand, der ein bisschen wie ein Crepe-Verkauf aussieht. Hier werden die dünnen Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl direkt aus der Pfanne an die Wartenden ausgehändigt. Du nimmst deine Portion entgegen und probierst. Uh, das ist noch richtig heiß. Warte noch ganz kurz, dann kannst du dir den nussigen Geschmack auf der Zunge zergehen lassen.

Mit der traditionellen Köstlichkeit in der Hand verlierst du dich auf dem Markt. Vielleicht magst du einen Moment stehen bleiben, um den Malerinnen und Malern zuzusehen, die hier ihre Bilder anfertigen. Oder du besuchst den berühmten Macheo Fleur, den Blumenmarkt. Hier findet man das ganze Jahr prachtvolle Blumen.

Rosen in warmen, satten Farben, Tulpen, die vor allem im Frühling angeboten werden. Lavendel, der den Duft Südfrankreichs unterstreicht. Oleander, zu zartroser Sträuchen gebunden. Du kannst dich vor lauter Farbenpracht gar nicht satt sehen. Irgendwie hast du hier auch ein bisschen die Zeit vergessen.

Langsam wird die Luft etwas kühler. Die Hitze des Tages schwindet dahin. Schau mal, die ersten kleinen Läden packen zusammen. Vielleicht möchtest du noch eine kleine Käseplatte für ein Abendessen unter freiem Himmel mitnehmen. Du bist nicht die einzige Person, die auf die Idee kommt, sich am Strand niederzulassen.

Gleichmäßig rollen die Wellen ans Ufer. In der Ferne hörst du noch den Ruf einer Möwe. Nebenbei isst du den Käse und die Trauben, die du dir vom Markt mitgenommen hast. Ein perfekter Tag neigt sich dem Ende. Nimm gerne nochmal einen tiefen Atemzug, konzentriere dich auf die verschiedenen Düfte. Das Salz, das Meer, der Käse und ein Hauch von Lavendel.

Du spürst den warmen Sand unter dir und denkst darüber nach, wie nahe doch das Gute liegt. Wenn du magst, kannst du dich auch gerne am Strand ausstrecken. Vielleicht hast du eine Decke dabei, in die du dich hineinkuscheln kannst. Die ersten Sterne erscheinen am Himmel. Dir fallen langsam die Augen zu.

Mit einem letzten tiefen Atemzug träumst du dich wieder zurück in dein Bett. Du lässt Nizza und den Strand hinter dir, in dem Wissen, dass du jederzeit an diesen herrlichen Ort zurückkehren kannst. Vor deinem inneren Auge siehst du noch einmal das Meer in seinen prächtigen blauen Farben. Du spürst noch einmal die vergangenen Sonnenstrahlen auf deiner Haut.

Was für ein herrlicher Tag. Dir gefallen. Träume gerne noch ein bisschen weiter und wenn du magst, nehme ich dich auch das nächste Mal wieder mit auf eine unvergessliche Reise.

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