Hercule Poirot – Deutsche Krimi-Hörspiel· Folge 11

Hercule Poirot und der gestohlene Saphir im Nachtzug | Deutsche Krimi-Hörspiele

Dienstag, 29. September 2026 · 1 h 08

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Shownotes

Hercule Poirot ermittelt im Nachtzug wegen eines gestohlenen Saphirs, doch jeder Reisende scheint ein Geheimnis zu verbergen. In diesem spannenden Krimi-Hörbuch führen widersprüchliche Aussagen, raffinierte Täuschungen und ein mysteriöser Diebstahl zu einem überraschenden Täter. Eine atmosphärische Mystery-Kurzgeschichte für alle Fans klassischer Detektivgeschichten und Hercule Poirot. Jetzt anhören und den Fall selbst lösen! #HerculePoirot #KrimiHörbuch #Mystery #Detektivgeschichte #Krimihörspiel

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Die Einladung? Es war an einem nasskalten Donnerstagabend im November 1936, als Hercule Poirot zum ersten Mal von dem Saphir-Schwan hörte. Er saß in seinem geliebten Londoner Apartment in der Whitehaven Mansions, die Füße auf einem samtgepolsterten Schemel, eine Tasse seiner geliebten Kräuterinfusion in der Hand and looked at a man with the calm dignity who was completely pure with his life.

The gray clouds that had towered over the roofs of the city. The fire in the fireplace crackled softly. The world outside was wet, loud and messy, everything that Poirot obscured. And then the phone rang.

Monsieur Poirot?

Die Stimme am anderen Ende war weich, aber von einer Präzision, die Poirot sofort aufhorchen ließ. Es war die Stimme eines Menschen, der an Befehlsgeben gewöhnt war. Ich bin Lord Pemberton Ashcroft. Ich weiß, dass Sie ein vielbeschäftigter Mann sind, und ich weiß auch, dass Sie nicht zu jedermanns Vergnügen reisen. Aber ich habe etwas in meinem Besitz, das... wie mir meine Berater versichern, das außergewöhnlichste Juwel Europas ist. Und ich bin überzeugt, dass ein Mann mit ihrem Kunstsinn und ihrer Weltläufigkeit es unbedingt sehen sollte, bevor es seinen neuen Besitzer findet. Poirot legte die Tasse ab. Seine kleinen grauen Augen wurden wach.» Sie veranstalten eine Auktion, Monsieur le Lorde?« Eine private Auktion,

korrigierte Ashcroft sanft. In meiner Villa am Genfer See. Nächsten Samstag. Nur sechs ausgewählte Gäste. Und Sie, Monsieur Poirot, wären als Ehrengast eingeladen. Nicht als Bieter, versteht sich. Lediglich als Zeuge einer historischen Transaktion. Poirot schwieg einen Moment. Dann, ganz leise... Was ist das für ein Juwel, das Sie besitzen, Monsieur?

Der Saphir-Schwan, sagte Eschcroft. Und Poirot konnte hören, wie Stolz und etwas anderes, etwas schwieriger zu benennendes, in dieser Stimme mitschwang. Ein lebensgroßes Kunstwerk aus 247 handverlesenen Saphiren, gefasst in Platin. Einst im Besitz der Zarin Alexandra Fyodorovna. seit der Revolution des Jahres 1917 als verschollen gegolten, und.

Nun in meinen Händen.

Poirot betrachtete sein Spiegelbild in der dunklen Fensterscheibe. Er sah einen kleinen, gepflegten Mann mit einem präzisen Schnurrbart und Augen, die zu viel gesehen hatten, um noch von bloßen Worten beeindruckt zu werden. Ich werde kommen, sagte er schließlich. Er hätte sich später fragen sollen, warum er so schnell zugesagt hatte.

Die Antwort, die er sich selbst gab, seine Leidenschaft für schöne Dinge, war nicht die ganze Wahrheit. Die ganze Wahrheit war, dass etwas in Ashcroft's Stimme, etwas kaum greifbares, die kleinen grauen Zellen in Bewegung gesetzt hatte. wie ein Uhrenwerk, das man aufgezogen hat und das nun unaufhaltsam tickt. Zwei Tage später saß Poirot im Speisewagen des Orient Express, beobachtete die schweizerische Landschaft, die in Dunkelheit versank, und las den Brief, den Ashcroft ihm per Kurier geschickt hatte. Der Brief enthielt lediglich die Anreiseinformationen und eine handschriftliche Notiz am Rand.» Bringen Sie Ihren Scharfsinn mit, Monsieur. Der Abend könnte Sie überraschen.« Diese letzte Zeile gefiel Poirot nicht. Er faltete den Brief

sorgfältig zusammen und steckte ihn in die Brusttasche seines makellos gebügelten Jacketts. Dann starrte er ins Dunkel hinter dem Fenster und dachte nach. Ein Juwel, das seit 19 Jahren als verschollen galt. Ein Lord mit zittrigen Händen, das hatte Poirot's Informant in London erwähnt. Beiläufig, fast als wäre es unerheblich.

Eine private Auktion, sechs ausgewählte Gäste und eine Einladung, die wie ein Ruf klang. Die Schienen hämmerten unter ihm ihr gleichmäßiges Lied und Hercule Poirot saß sehr still und ließ die Gedanken kommen, wie sie wollten. In Genf wartete etwas auf ihn. Er wusste es mit jener besonderen Gewissheit, die kein Beweis erforderte und keine Erklärung kannte. In der Nacht, kurz bevor der Zug in den Bahnhof von Genf einfuhr, träumte er von einem Schwan aus blauem Licht, der lautlos über schwarzes Wasser glitt und plötzlich, ohne Vorwarnung, unter die Oberfläche tauchte und nicht mehr auftauchte. Er wachte auf und stellte fest, dass seine Hände kalt waren. Die Gäste der Villa Lac d'Azur Die Villa Lac d'Azur lag wie ein

schlafender Edelstein am Südufer des Genfer Sees, eingebettet zwischen Ulmen und Zypressen, die in der Novemberluft schwankten wie schwarze Gespenster. Das Gebäude selbst war aus hellem Kalkstein erbaut, mit hohen Rundbogenfenstern, golden gluten und einer Freitreppe, auf der ein schweigsamer Butler in weißen Handschuhen stand und die Ankömmlinge empfing. Poirot stieg aus dem Automobil, das ihn vom Bahnhof abgeholt hatte, und blieb einen Moment stehen. Er atmete die kühle, feuchte Luft ein, die nach See und Herbstlaub roch, und betrachtete die Villa mit dem Blick eines Mannes, der gelernt hatte, dass Gebäude Geschichten erzählen, wenn man ihnen nur lange genug zuhört. Diese Villa hatte viele Geschichten, und nicht alle waren erfreulich. Im

großen Empfangssalon, der in warmes Bernsteinlicht getaucht war, stellte Lord Ashcroft seine Gäste vor. Er selbst war ein Mann von etwa 60 Jahren, hochgewachsen, aber mit jener leichten Vorwärtskrümmung der Schultern, die Jahrzehnte der Anspannung hinterlassen. Sein Haar war weiß und dünn, sein Gesicht blass und gepflegt, und seine Hände, Poirot beobachtete es sofort, zitterten leicht, wenn er sie nicht bewusst stillhielt.

Er lächelte sehr viel und sehr breit. Und das war, wie Poirot aus Erfahrung wusste, ein schlechtes Zeichen.» Gräfin Irina Wolonski«, sagte Ashcroft und präsentierte eine Frau von unbestimmtem Alter. Sie konnte vierzig sein oder sechzig. Es war unmöglich zu sagen. Sie war schmal und gerade wie ein Lineal, trug ein schwarzes Abendkleid ohne jeden Schmuck und hatte graue Augen, die den Saphir-Schwan der in seiner Vitrine am Ende des Salons thronte, mit einem Blick fixierten, der weit jenseits bloßer Bewunderung lag.

Das Objekt gehört meiner Familie, sagte die Gräfin. Sie sagte es ohne Erregung, ohne Vorwurf. Sie sagte es so, wie man eine Tatsache über das Wetter erwähnt. Es wurde während der Revolution gestohlen. Ich bin hier, um das zu bezeugen. Sie sind hier, um zu bieten, ma chère comtesse, korrigierte Ashcroft sanft. Aber sein Lächeln hatte etwas Starres bekommen. Das werden wir sehen, sagte die Gräfin und wandte sich wieder dem Schwan zu.

Mr.

Desmond Farquhar war das genaue Gegenteil von ihr. Laut, rotgesichtig, mit einer Jovialität, die wie ein schlecht sitzendes Kostüm wirkte. Er war Eire, das hörte man, und Antiquitätenhändler, das behauptete er jedenfalls. Seine Hände, Poirot bemerkte es mit der sachlichen Genauigkeit eines Mannes, der Hände für äußerst aufschlussreich hält, hatten schmutzige Fingernägel, obwohl Farqua ansonsten auf seine Erscheinung zu achten schien.

Two times in the course of the greeting he grabbed his inner pocket and touched something there, probably his passport, with a gesture that was too short to be aware of and too often to be random. Mademoiselle Celeste Vauban was young, hardly thirty, and very pretty, with dark hair that was strictly combed back, und einem Ausdruck sachlicher Kompetenz, der keine Widerrede zu dulden stellt.

Schien.

Sie war Juristin, spezialisiert auf Versicherungsrecht, und sie bot im Namen eines anonymen Klienten. Ihre Handtasche, die sie niemals abstellte, war ungewöhnlich schwer. Poirot noticed how the leather on the side was slightly bulging, as if there was something angular in it.

Dr.

Ernst Kaltenbrunner was a small, handsome Austrian with a borderless glasses and the distant look of a man, whose thoughts are usually in another place. He was a gemologist, an expert for gemstones, and he hardly spoke.

Was er tat, war schreiben. Ununterbrochen.

In ein kleines, lederbezogenes Notizbuch, das er stets in der rechten Jackentasche trug. Poirot konnte von seiner Position aus nicht erkennen, was er schrieb. Aber er sah, dass die Tinte dunkel und frisch war. Captain Roland Shires schließlich war das Rätsel des Abends, noch bevor die Dinge rätselhaft wurden. Er war Engländer, Mitte 50, mit dem wettergebräunten Gesicht eines Mannes, der viel im Freien gelebt hat und der aufrechten Haltung eines ehemaligen Militärs.

Er behauptete, zufällig in der Gegend zu sein und von Ashcroft spontan eingeladen worden zu sein. Poirot hörte diese Erklärung, lächelte höflich und registrierte still, dass Shires beim Betreten des Salons einen kurzen, kaum sichtbaren Blick zur Seitentür geworfen hatte. Zur Tür, die, wie Poirot bei der Besichtigung des Hauses bemerkt hatte, direkt zum privaten Steg am See führte. Und dann war da noch der Saphir-Schwan selbst. Er stand in einer Glasvitrine, die auf einem erhöhten Sockel aus schwarzem Marmor ruhte, am Ende des Salons. beleuchtet von zwei schmalen Halogenstrahlen, die ihn in ein blaues Meer aus Reflexionen tauchten. Er war atemberaubend, das war Poirot's ehrlicher erster Eindruck. Lebensgroß, mit ausgebreiteten Flügeln,

jede Feder aus einem einzelnen, sorgfältig geschliffenen Saphir gefertigt, der Körper aus weißem Platin. die Augen aus kleinen, perfekten Diamanten. Er war atemberaubend. Und etwas an ihm, etwas, das Poirot nicht sofort benennen konnte, stimmte nicht. Er stand lange davor und betrachtete ihn, und die kleinen grauen Zellen arbeiteten still und stetig, wie ein Uhrwerk in der Tiefe. Wunderschön, nicht wahr?

sagte Ashcroft neben ihm. Ja, sagte Poirot. Dann nach einer Pause. Wann genau haben sie ihn in Konstantinopel erworben? Im Jahr 1926. Von einem russischen Emigranten, der dringend Geld benötigte. Seinen Namen? Ashcroft lächelte. Das ist vertraulich, Monsieur Poirot. Natürlich, sagte Poirot sanft. Und lächelte ebenfalls. Er aß an diesem Abend mit gutem Appetit und sprach wenig. Er beobachtete, und was er sah, gefiel ihm nicht. Der Abend vor der Tat, das Dinner war ausgezeichnet, fünf Gänge, serviert von zwei stummen Kellnern, begleitet von einem Burgunder, der selbst Poirot, der in solchen Dingen kein Kenner war, als bemerkenswert erschien. Aber das Gespräch am Tisch war merkwürdig. Es war nicht unfreundlich. Es war auch

nicht spannungsgeladen, nicht im offensichtlichen Sinne.

Es war etwas Subtileres.

Jeder der Gäste schien das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu lenken und gleichzeitig eine andere Richtung zu vermeiden. Und das ergab zusammengenommen etwas, das einem gut organisierten Tanz ähnelte. Einem Tanz, bei dem alle Tänzer die Choreografie kennen und keiner sie zugeben will. Die Gräfin Wolonski sprach über Russland, über die verlorene Welt, die sie hinter sich gelassen hatte.

Ihre Stimme war ruhig, fast unpersönlich. Aber ihre Hände, sie aß mit kleinen, präzisen Bewegungen, wurden einmal, nur einmal, für eine Sekunde still, als Farqua beiläufig erwähnte, er habe mehrere Jahre in St. Petersburg verbracht. Wirklich, sagte die Gräfin. In welchem Zusammenhang? Handel, sagte Faker und füllte sein Glas nach. Antiquitätenhandel?

Unter anderem. Das war alles, was dazu gesagt wurde. Aber Poirot, der zwischen ihnen saß, hatte das Gefühl, dass in diesem kurzen Austausch mehr kommuniziert worden war, als die Worte enthielten.

Dr.

Kaltenbrunner aß kaum. und schrieb auch während des Dinners, obwohl er das Notizbuch unter die Tischkante hielt, wenn er glaubte, beobachtet zu werden. Er sprach einmal auf eine direkte Frage Ashcrofts hin, über Edelsteine im Allgemeinen. Er tat es mit der automatischen Präzision eines Mannes, der einen Text rezitiert, den er auswendig kennt, und schwieg danach wieder. Mademoiselle Vauban unterhielt sich mit Captain Shires über das Wetter am See, und Shires antwortete in vollkommenen Höflichkeitsfloskeln, die nichts verrieten. Aber zweimal sah Poirot, wie Shires einen Blick auf seine Armbanduhr warf, einen kurzen, scharfen Blick, der nicht dem Zeitvertreib diente, sondern der Überprüfung eines Zeitplans. Nach dem Dinner zog sich die

Gesellschaft in den kleinen Salon zurück, wo Brandy und Liqueur serviert wurden. Ashcroft trat neben Poirot. Sie sind still heute Abend, Monsieur Poirot. Ich beobachte, sagte Poirot einfach. Das ist mein Beruf. Ashcroft lachte, ein wenig zu laut. Und was beobachten Sie? Viele interessante Dinge. Poirot nippte an seinem Brandy. Zum Beispiel beobachte ich, dass Sie, Monsieur le Lord, obwohl Sie der Gastgeber dieses Abends sind, seit dem Moment meiner Ankunft nervöser geworden sind, nicht entspannter. Das ist ungewöhnlich für einen Mann, dessen Plan, wenn ich das so nennen darf, kurz vor seiner Vollendung steht. Ashcroft starrte ihn an. Dann lachte er wieder, aber dieses Mal klang es wie Glas. Das springt. Sie

haben eine lebhafte Fantasie, mein Freund. C'est possible, sagte Poirot. Aber Fantasie und Beobachtung sind zwei sehr verschiedene Dinge. Er ging früh zu Bett. Sein Zimmer lag im ersten Stockwerk, mit einem Fenster, das auf den See hinausging. Das Wasser war schwarz und still, und am anderen Ufer lagen ein paar Lichter wie hingeworfene Sterne. Poirot stood long at the window.

He thought of the sapphire swan and the discomfort he felt when he looked at the object. This quiet, hard-necked feeling that something was not right.

Something small.

Something he could not grasp yet. He thought of Kaltenbrunner's ink. Dark and fresh. Er dachte an Shire's Blick zur Seitentür. Er dachte an die Schwere von Mademoiselle Vauban's Handtasche. Und er dachte an etwas, das Ashcroft gesagt hatte, ganz zu Beginn am Telefon. Bringen Sie Ihren Scharfsinn mit, Monsieur. Der Abend könnte Sie überraschen. Nicht, es könnte interessant werden. Nicht, ich freue mich auf Ihre Gesellschaft. Sondern, der Abend könnte Sie überraschen. als wäre Ashcroft gewusst, dass etwas geschehen würde.

Poirot legte sich um elf Uhr hin und schlief sofort ein. Um 22 Uhr, 47, er wachte auf, als hätte ihn etwas berührt, und sah auf seine Uhr. Erlosch das Licht der Villa. Nicht langsam, nicht flackernd. Vollständig und abrupt, wie eine Hand, die eine Kerze auslöscht. Poirot sat in the dark, completely awake, and waited. Nineteen seconds. He told her, calmly and precisely, in silence. Then the light returned. And at the same moment, from somewhere in the ground floor, he heard a scream.

Im Stillen.

Dann kehrte das Licht zurück, und im selben Moment von irgendwo im Erdgeschoss hörte er einen Schrei. Die schwarze Feder, Poirot war, für seine Verhältnisse, erstaunlich schnell auf den Beinen. Er zog seinen Morgenmantel über den Pyjama, steckte die Füße in die Hausschuhe und war auf dem Korridor, bevor die anderen Türen sich öffneten. Unten im Salon traf er auf das folgende Tableau. Lord Ashcroft lag bewusstlos auf dem Marmorboden, die Arme ausgebreitet, das Gesicht zur Seite gewandt. Die Glasvitrine, in der der Saphirschwan gestanden hatte, stand offen. Der Sockel war leer. Und auf dem leeren Sockel, präzise in der Mitte, als wäre er dort hingelegt worden, lag eine einzelne Feder.

Eine Schwanenfeder. Groß, makellos und schwarz wie Pech. Schweizer Inspektor Moreau, der, wie sich herausstellte, in einem Gasthof im nächsten Dorf übernachtet hatte und von einem der Kellner alarmiert worden war, erschien zwanzig Minuten nach dem Lichtausfall. Er war ein großer, kräftiger Mann mit einem braunen Schnurrbart und dem Ausdruck eines Menschen, der in diesem Leben schon viel Ärger erlebt hat und sich auf weiteren eingestellt hat. Monsieur Poirot, sagte er, als er den kleinen Belgier erkannte, und sein Ausdruck wurde noch etwas resignierter. Natürlich, mon ami, erwiderte Poirot mit einem Lächeln, es ist immer erfreulich, auf Kompetenz zu treffen. Moreau ließ den Arzt kommen, der Ashcroft untersuchte und feststellte, dass dieser

eine Beule am Hinterkopf hatte und das Bewusstsein verloren hatte, aber keine ernsthafte Verletzung erlitten hatte. Ashcroft wurde ins Bett gebracht. Die Gäste wurden in den kleinen Salon gebeten und gebeten, höflich, aber bestimmt, nichts anzufassen und das Haus vorläufig nicht zu verlassen. Poirot blieb im großen Salon und betrachtete die schwarze Feder.

Er bückte sich und roch daran. Dann richtete er sich auf und blieb sehr still.

Was sehen Sie?

Fragte Moreau. Ich rieche, korrigierte Poirot. Das ist ein Unterschied. Er trat zurück und betrachtete die offene Vitrine. Dann die Tür, die zum Korridor führte. Dann die Seitentür, jene Tür, die er am Abend zuvor bemerkt hatte. Sie war jetzt geschlossen, aber nicht verschlossen. Der Schlüssel steckte von innen. Die Sicherung, sagte Poirot.

Was?

Das Sicherungskästchen. Wo befindet es sich? Moreau ließ es sich zeigen. Es befand sich in einem kleinen Abstellraum neben der Küche. Die Hauptsicherung war herausgezogen worden. Von innen, das Kästchen war von innen zugänglich. Ein Draht war absichtlich überbrückt worden, auf eine Art, die einen kurzen Kurzschluss und damit einen Stromausfall von genau begrenzter Dauer verursachen konnte, bevor die automatische Rücksicherung einsprang.

Jemand hat das vorbereitet, sagte Moreau. Mit Kenntnissen über Elektrik. Ja, sagte Poirot. Und mit Zugang zu diesem Raum. Wer hatte Zugang? Das Personal. Die Gäste theoretisch. Theoriquement, wiederholte Poirot. Dann und Monsieur Ashcroft selbst. Moreau sah ihn scharf an. Poirot sagte nichts weiter. Er kehrte in den Salon zurück und stand lange vor dem leeren Sockel. Die schwarze Feder lag noch dort, unberührt, wie ein kleines dunkles Rätsel. Poirot dachte, eine schwarze Schwanenfeder ist eine seltsame Sache. Schwäne sind weiß. Alle Welt weiß, dass Schwäne weiß sind. Also ist eine schwarze Schwanenfeder entweder von einem sehr seltenen Vogel oder sie ist etwas, das keine Feder ist. Er bückte sich noch einmal und betrachtete

die Basis des Kiels sehr genau. Dann stand er auf, und in seinen Augen war ein Ausdruck, den diejenigen, die Hercule Poirot kannten, als äußerst bezeichnend erkannt hätten. Es war die stille, fast müde Zufriedenheit eines Mannes, der das Rätsel bereits gelöst hat und nun lediglich noch die Beweise sammeln muss.

aber es fehlten noch viele Beweise, und die Nacht war noch lang. Die kleinen grauen Zellen sprechen. Am nächsten Morgen, als der Nebel noch in dichten Schwaden über dem See hing und die Welt grau und formlos war, bat Poirot die Gäste einzeln zu einem Gespräch. Er führte diese Gespräche im Bibliothekszimmer, einem kleinen, ruhigen Raum mit Ledersesseln und hohen Bücherregalen.

Und er führte sie mit der sanften, geduldigen Methodik eines Mannes, der Zeit hat und sie zu nutzen weiß. Mit der Gräfin Wolonski begann er. Sie saß ihm gegenüber, die Hände im Schoß, die Haltung unerschütterlich. Nein, sie hatte nichts gesehen. Nein, sie hatte nichts gehört. Sie hatte in ihrem Zimmer geschlafen und war erst durch den Lärm im Korridor geweckt worden.

Und der Schwan? fragte Poirot. Was soll damit sein? Er war von großem persönlichem Wert für sie. Er war das Eigentum meiner Familie. Die Gräfin machte eine kleine Pause.

Ist.

Haben Sie bei seiner Betrachtung gestern Abend irgendetwas Ungewöhnliches bemerkt? Etwas flackerte in den grauen Augen. Etwas Kurzes und schnell Unterdrücktes.

Nein, sagte sie. Poirot notierte sich nicht. Lüge.

Er notierte sich. Weiß etwas. Möchte es nicht sagen.

Warum?

Mit Facquart war es einfacher und schwieriger zugleich. Einfacher, weil Farqua log mit der Begeisterung eines Mannes, dem das Lügen zur zweiten Natur geworden ist, und das machte seine Lügen erkennbar. Schwieriger, weil es unter den Lügen sehr viele verschiedene Ebenen gab. Er hatte die Nacht im Zimmer verbracht. Er hatte nichts gehört.

Er hatte keine Verbindung zu Ashcroft außer der Auktion. Und ihr Reisepass? fragte Poirot beiläufig. Farka wurde ganz still. Was ist damit?

Gar nichts.

Ich habe nur bemerkt, dass sie ihn gestern Abend mehrmals berührt haben. Eine Gewohnheit nervöser Reisender. Ich bin kein nervöser Reisender. Nein, Poirot lächelte. Dann ist es vielleicht einfach Routine. Für Menschen, die häufig ihre Identität wechseln. Farka stand auf. Sein Gesicht war rot geworden. Ich finde das... Bitte setzen Sie sich, Monsieur Farka. Ich stelle keine Vorwürfe. Ich mache lediglich Beobachtungen.

Das ist ein großer Unterschied. Farka setzte sich. Aber er sprach wenig mehr, und was er sprach war sorgfältig und enthüllte nichts. Mademoiselle Vauban war die interessanteste Unterhaltung. Sie saß sehr gerade und sah Poirot direkt in die Augen, und von Anfang an hatte Poirot das Gefühl, dass sie ihn ebenfalls beobachtete, mit der gleichen sachlichen Genauigkeit, mit der er sie beobachtete.» Sie sind Juristin,« sagte Poirot.

Ja.

Spezialisiert auf Versicherungsrecht.«» Ja.«» Und Ihr anonymer Klient. Er ist an dem Schwan interessiert.« Weil das ist vertraulich.

Natürlich. Poirot faltet die Hände.

Aber vielleicht können Sie mir sagen, ist Ihr Klient der Meinung, dass der Schwan versichert ist? Ein kurzes Schweigen. Dann, warum fragen Sie das? Weil ein Versicherungsanwalt, der für einen anonymen Klienten bietet, für gewöhnlich eine von zwei Aufgaben hat. Entweder einen Schaden einzufordern oder ihn zu verhindern.

Er pausierte.

Oder vielleicht beides. Mademoiselle Vauban sah ihn sehr lange an. Dann sagte sie sehr leise, Sie sind sehr klug, Monsieur Poirot. Das höre ich häufig, erwiderte Poirot ohne Eitelkeit. Sie verriet nichts weiter. Aber als sie den Raum verließ, blieb Poirot sitzen und dachte nach. Und er dachte, diese junge Frau weiß mehr als sie sagt. Aber sie lügt nicht. Sie schweigt.

Das ist ein sehr wichtiger Unterschied. Poirot thought, this young woman knows more than she says, but.

She is not lying. She is silent. This is a very important difference. Dr.

Joe Kaltenbrunner entered the library room with the notebook in his hand and sat down without saying a word. Poirot looked at the notebook.

May I?

He said and stretched out his hand. Kaltenbrunner zögerte einen winzigen Moment. Kaum messbar, aber da. Dann reichte er das Notizbuch hinüber. Poirot blätterte. Es waren Notizen, technische Notizen über Edelsteine, Lichtbrechung, Mooshärte, Kristallstruktur. Die Handschrift war klein und präzise, die Tinte dunkel.» Sie haben sehr viel geschrieben gestern Abend«, sagte Poirot.» Ich schreibe immer viel.« Auch über den Saphir-Schwan? Poirot gab das Notizbuch zurück.

Ich habe keine derartigen Notizen gesehen. Eine Pause. Ich habe ihn noch nicht eingehend untersucht. Nein, sagte Poirot, das haben Sie nicht. Er lehnte sich etwas vor. Aber Sie haben ihn beobachtet, Doktor. Den ganzen Abend. Was haben Ihre Augen gesehen, die Ihren Notizen entgangen sind? Kaltenbrunner sah ihn an, und in diesem Blick, hinter der Brille, hinter der bewussten Kontrolle, sah Poirot etwas.

Angst?

Nein, nicht Angst, etwas Komplexeres. Schuld vielleicht? Oder die Erschöpfung eines Mannes, der ein Geheimnis trägt, das zu schwer für ihn ist? Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen, sagte Kaltenbrunner. Das macht nichts, sagte Poirot freundlich. Für den Moment. Captain Shires schließlich war kurz und klar. Er hatte in seinem Zimmer geschlafen. Er hatte nichts gesehen, nichts gehört. Er kannte Ashcroft seit Jahren.

Zufällig.

Ein gelegentlicher Bekannter. Nein, er hatte keinen Grund, ihm gegenüber negativ eingestellt zu sein.

Der Steg, sagte Poirot. Shires blinzelte. Bitte?

Der private Steg, am See. Haben Sie ihn gestern Abend benutzt? Selbstverständlich nicht. Warum sollte ich? Warum auch nicht, sagte Poirot leicht.

Und entließ ihn.

Allein im Bibliothekszimmer starrte er auf seine gefalteten Hände und ließ die kleinen grauen Zellen arbeiten. Sechs Menschen. Drei wussten mehr, als sie sagten. Einer log aktiv. Einer hatte die Wahrheit gesagt und war dennoch schuldig. Und einer, das war der interessanteste, hatte die Wahrheit gesagt und wusste es selbst nicht. Der Schwan war verschwunden. Und etwas Wichtiges fehlte noch. Etwas, das Poirot spüren konnte wie einen Zahn, der schmerzt, ohne dass man ihn sehen kann. Er brauchte den Arzt zu sehen.

Was der Arzt verrät? Der Dorfarzt, Dr. Emile Barbier, war ein kleiner Rundlicher mit einer Goldbrille und dem etwas gereizten Ausdruck eines Menschen, der in der Nacht aus dem Bett gerissen wurde und darüber noch nicht hinweggekommen ist. Poirot traf ihn im Korridor, als er gerade das Zimmer Ashcrofts verließ.

Wie geht es dem Patienten?

Er schläft. Eine leichte Gehirnerschütterung. Nicht ernsthaft. Dr.

Barbier klopfte sich mit dem Stethoskop gegen die Handfläche. Er kann morgen aufstehen. Die Wunde am Hinterkopf? Von einem Schlag?

Vermutlich.

Von vorne oder von hinten? Barbier hielt inne. Was meinen Sie? Wenn ich jemanden von hinten schlage, fällt er nach vorne und hat die Beule am Hinterkopf. Aber die Beule entsteht, wenn der Kopf nach vorne fällt und aufschlägt. Wenn ich jemanden direkt am Hinterkopf treffe, fällt er nach vorne und der Aufprall ist an der Stirn oder an der Nase.

Poirot machte eine kleine Pause. Was war es bei Monsieur Ashcroft? Der Arzt sah ihn mit einem merkwürdigen Ausdruck an. Er hat die Beule am Hinterkopf. sagte er langsam. Die Schwellung ist dorsal. Und Aufprallspuren an der Stirn? Keine, keine, Poirot nickte. Das ist sehr aufschlussreich. Merci, Doktor. Er ließ den verwirrten Arzt stehen und stieg die Treppe hinunter. Inspektor Moreau saß im großen Salon und starrte auf die schwarze Feder, die er inzwischen in einen transparenten Beutel stecken lassen hatte. Irgendwelche Erkenntnisse?

fragte er, als Poirot eintrat.

Mehrere.

Poirot setzte sich in den Sessel gegenüber. Zunächst die Feder.

Darf ich?

Moreau reichte den Beutel hinüber. Poirot hielt ihn gegen das Licht. Es ist eine echte Schwanenfeder, sagte er. Die Struktur der Barben ist korrekt. Aber sie wurde gefärbt, mit einer wasserbasierenden Tinte. Riecht man sehr sorgfältig, kann man noch den Geruch feststellen. Die Farbe ist noch nicht vollständig ins Innere der Federhülle eingedrungen.

Moreau lehnte sich vor. Gefärbt? Von wem?

Das ist eine sehr gute Frage. Poirot gab den Beutel zurück. Nun zur Wunde Ashcrofts. Der Doktor hat bestätigt, was ich vermutet habe. Die Beule befindet sich am Hinterkopf, aber es gibt keine Aufprallspuren an der Stirn. Was bedeutet das? Moreau runzelte die Stirn. Ich nicht unbedingt etwas. Es bedeutet sehr viel, sagte Poirot ruhig. Wenn jemand bewusstlos geschlagen wird, fällt er.

Wenn er fällt, schlägt er mit dem Gesicht oder der Stirn auf den Boden auf und hinterlässt Spuren. Wenn es keine Spuren gibt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wurde der Körper nach dem Hinfallen bewegt, aber der Arzt sagt, er lag, als er ihn fand, auf dem Rücken und die Haltung war natürlich kein Zeichen von Bewegung. Oder, die zweite Möglichkeit, der Mann ist nicht gefallen, er hat sich hingelegt.

Schweigen.

Er hat sich selbst niedergelegt, sagte Moreau langsam, und vorher gegen etwas Hartes gestoßen, absichtlich, aber kontrolliert, um eine Verletzung zu erzeugen, die nicht ernsthaft, aber überzeugend ist. Der Marmortisch in der Ecke des Salons, zum Beispiel. Er trägt, wenn ich recht beobachtet habe, eine kleine Haarlocke und eine minimale Blutpur am Rand. Er machte eine Pause. Ich habe es heute früh überprüft. Ich habe recht beobachtet. Moreau stand auf und ging zu dem Marmortisch. Er untersuchte ihn. Er kam zurück.

Sie haben recht, sagte er knapp. Es freut mich. Poirot also stood up. And now, Inspector, I would like to share with you another observation. And then I need a few hours to organize my thoughts. The side door, that one there, he showed. It was closed last night from the inside. That means that no one could come in and out from outside. The swan did not disappear through the side door. Er ist nicht durch das Fenster gegangen.

Die sind gesichert. Er ist nicht durch die Haupttür. Dort stand der Nachtkellner.

Dann.

Moreau breitete die Hände aus. Dann ist er überhaupt nicht verschwunden, sagte Poirot. Oder er war nie da. Und damit verließ er den Salon und ließ Moreau mit einem Gesicht zurück. das zwischen Verwirrung und Erleuchtung hin und her schwankte, wie eine Schaukel im Wind. Das Geheimnis der Vitrine. Poirot verbrachte den Nachmittag allein. Er spazierte an den See, obwohl es kalt war und der Wind von Norden kam und an seinen Ohren zerrte. Er spazierte langsam, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, und ließ seinen Blick über das graue Wasser gleiten.

und die kleinen grauen Zellen ordneten still und stetig das, was er wusste, und was er wusste, aber noch nicht beweisen konnte. Um vier Uhr nachmittags kehrte er in die Villa zurück. Um halb fünf bat er den Butler, ihn allein in den Salon zu lassen. Er stand vor der leeren Vitrine und betrachtete sie. Die Vitrine war aus gehärtetem, Er öffnete die Vitrine.

Er schloss sie.

Er öffnete sie erneut. Keine Sicherung, kein Schloss. Die Tür der Vitrine öffnete sich mit dem leichtesten Druck. Er stand und dachte. Eine Vitrine ohne Schloss, die niemand öffnet, weil alle glauben, sie sei geschlossen. Das war das Prinzip. Der Schwan hatte die ganze Zeit in einer unverschlossenen Vitrine gestanden.

Und niemand hatte es gewagt, sie anzufassen, weil die Vitrine geschlossen wirkte.

Weil niemand prüfte.

Weil eine Prüfung eine Unhöflichkeit gewesen wäre. Ein gesellschaftliches Tabu als Sicherung.

Elegant.

Aber es erklärte noch nicht, wie der Schwan verschwunden war. Denn auch ohne Schloss brauchte man 19 Sekunden, um einen großen Platinvogel aus einer Vitrine zu nehmen, über einen Marmorboden zu tragen und irgendwo zu verstecken. Und das ohne Licht, ohne Lärm zu machen, ohne entdeckt zu werden, außer, außer, der Schwan war nicht getragen worden. Poirot kniete nieder und betrachtete den Sockel. Da waren Kratzer. Kleine, frische Kratzer im schwarzen Marmor, regelmäßig angeordnet. Die Kratzer beschrieben einen Bogen, als wäre etwas auf dem Sockel gedreht worden, nicht gehoben, sondern gedreht.

Poirot richtete sich auf. Dann klopfte er gegen die Seite des Sockels.

Hohl. Der Sockel war hohl.

Er untersuchte die Ränder, tastete mit den Fingern und nach etwa einer Minute fand er ihn. Einen Mechanismus. Eine schmale Leiste auf der Rückseite des Sockels. die sich, wenn man sie schob, eine Verriegelung löste und eine der Seiten des Sockels um etwa 30 cm zur Seite verschob. Im Innern des Sockels war Platz. Genug Platz für ein Objekt von der Größe und Form des Saphirschwans. Poirot betrachtete das Innere des Sockels.

Es war leer.

Aber an der Innenwand klebte etwas, ein kleines Stück blaues Gewebe, abgerieben beim Einschub oder beim Herausnehmen. Poirot hob es auf. Es war kein Stoff, den er erkannte. Aber er würde ihn erkennen, wenn er ihn an der richtigen Stelle wiedersehe. Er setzte sich in den Sessel und dachte sehr gründlich nach.

Der Plan war gewesen. Den echten Schwan in den Sockel verstecken. Eine Kopie, eine außerordentlich gute Kopie, in der Vitrine ausstellen. Während des Lichtausfalls die Kopie aus der Vitrine nehmen und wegbringen. Den echten Schwan im Sockel belassen, bis das erste Chaos vorbei war, dann ungestört entnehmen. Oder die Kopie war das, was in der Vitrine stand. Und der Plan war, die Kopie für drei Millionen Franken zu verkaufen. Beide Erklärungen waren möglich.

Welche war richtig? Poirot dachte an Kaltenbrunner. Den einzigen echten Gemmologen im Raum. Der den ganzen Abend geschrieben hatte, aber nicht über den Schwan. Weil er das Objekt kannte. Weil er es selbst hergestellt hatte. Die kleinen grauen Zellen machten einen entscheidenden Sprung. Poirot saß sehr still und ließ das Bild, das sich ihm zeigte, vollständig entstehen. Es war schlimmer, als er gedacht hatte. Und zugleich war es einfacher. Er holte tief Luft. Dann stand er auf und bat den Butler, die Gäste für nach dem Abendessen in den Salon zu bitten.

Es war Zeit.

Das Notizbuch des Doktors, aber bevor der Abend kam, gab es noch eine Sache zu erledigen. Poirot klopfte an die Tür von Dr. Kaltenbrunner's Zimmer. Nach einem kurzen Zögern wurde geöffnet. Kaltenbrunner stand im Rahmen, das Notizbuch in der Hand. Als hätte er gewartet, als hätte er gewusst, dass dieser Besuch kommen würde. Darf ich eintreten? fragte Poirot. Kaltenbrunner trat zurück.

Das Zimmer war ordentlich bis an die Grenze der Pedanterie. Die Kleider waren sorgfältig über den Stuhl gelegt. Die Reisekoffer waren nach Größe geordnet. Auf dem Schreibtisch lagen akkurat nebeneinander drei Bücher über Gemologie und ein kleines Fläschchen mit dunkler Tinte. Poirot betrachtete das Fläschchen. Eine wasserlösliche Tinte, sagte er.

Schwarz.

Dieselbe, die in ihrem Notizbuch. Kaltenbrunner setzte sich auf die Bettkante. Er sah plötzlich sehr alt aus.

Wie lange wussten Sie es?

Fragte er. Von dem Objekt in der Vitrine? Von dem Moment an, als ich es sah. Poirot setzte sich ebenfalls. Ich bin kein Gemologe, Doktor. Aber ich habe in meinem Leben viele schöne Dinge gesehen. Und ich weiß, wie echte Saphire das Licht brechen. Jeder einzeln, jeder anders. Weil keine zwei Steine gleich sind. Was in der Vitrine stand, brach das Licht gleichmäßig. Zu gleichmäßig. Als wäre das Material homogen.

Blaues Glas ist homogen. Saphire nicht. Kaltenbrunner schloss die Augen. Ich war dumm, sagte er leise. Nein, erwiderte Poirot ruhig. Sie waren verzweifelt. Das ist etwas anderes. Erzählen Sie mir. Was folgte, war die Geschichte eines Mannes, der zu klug war, um gute Entscheidungen zu treffen, und zu schwach, um schlechte zu bereuen.

Dr.

Ernst Kaltenbrunner hatte tatsächlich einige der berühmtesten Edelsteine Europas authentifiziert und einige der berühmtesten Fälschungen hergestellt. Nicht aus Gier oder jedenfalls nicht anfangs. Er hatte es für Ashcroft getan, vor zehn Jahren, als Ashcroft ihn erpresst hatte, mit Beweisen einer früheren Fälschung, die Kaltenbrunner ruiniert hätte. Einmal in der Falle hatte er sich nicht mehr befreien können. Der Saphirschwan war seine Meisterarbeit. nicht die Kopie in der Vitrine, die war relativ einfach, sondern der echte Schwan, der echte Ashcroft angeblich in Konstantinopel erworben hatte.

Der war ebenfalls eine Fälschung.

Ein Meisterwerk aus blauem Glas und Platin, handgefertigt von Kaltenbrunner, der ihm die Patina von Jahrzehnten gegeben hatte, der die Steine so geschnitten hatte, dass sie unter normalen Lichtverhältnissen wie Saphire wirkten, der die historische Dokumentation, Fotografien, Zertifikate, Briefe mit derselben Sorgfalt gefälscht hatte wie das Objekt selbst. Ashcroft wollte es für drei Millionen Franken verkaufen. Kaltenbrunner würde schweigen. Kaltenbrunner würde immer schweigen.» Und das Stück im Sockel?«, fragte Poirot.

Kaltenbrunner öffnete die Augen.» Was meinen Sie?«» Der Sockel ist hohl. Ich habe einen Mechanismus gefunden.« Ein langes Schweigen.» Dann?«» Das wusste ich nicht.« Kaltenbrunner sah ihn an, und in seinem Blick war echte Überraschung.» Das war nicht Teil des Plans, den Ashcroft mir erklärt hat.« Nein, sagte Poirot leise. Das war nicht ihr Plan. Das war ein anderer Plan. Ein Plan, der nach ihrem Plan kommt.

Er stand auf.

Ich benötige das Notizbuch, sagte er. Und das Tintenfläschchen. Kaltenbrunner reichte beides ohne Widerspruch. Was wird mit mir geschehen? fragte er. Poirot betrachtete ihn einen Moment lang. Dann sagte er etwas Unerwartetes. Das hängt davon ab, ob Sie bereit sind, die Wahrheit zu erzählen. Die ganze Wahrheit, ohne Auslassungen. Es gibt Menschen in diesem Haus, die mehr Schuld tragen als Sie. Und es gibt ein Gericht, das zwischen Komplizität und Erpressung zu unterscheiden weiß. Er verließ das Zimmer. Im Korridor blieb er stehen und holte Luft. Das Bild war fast vollständig.

Fast.

Es fehlte noch eine Figur. Und die war die wichtigste.

Poirot?

Inspector Moreau stood at the door. Lord Ashcroft, blass und mit einem Verband am Hinterkopf, saß in einem Lehnstuhl und wirkte so, als würde er am liebsten verschwinden. Die Gräfin Wolonski hatte die Arme verschränkt. Farquaad rang Brandy das dritte Glas. Mademoiselle Vauban saß sehr gerade, die Handtasche auf dem Schoß.

Shires stand am Fenster mit dem Rücken zur Gruppe.» Doctor!« Kaltenbrunner war nicht erschienen. Poirot bemerkte es. Moreau bemerkte es. Keiner sagte etwas. Poirot stellte sich in die Mitte des Raumes. Er war klein, kleiner als die meisten der Anwesenden, aber er nahm auf merkwürdige Weise den Raum vollständig ein.» Madame et Monsieur«, begann er,» ich werde Ihnen sagen, was in dieser Nacht geschehen ist.« nicht was zu sein schien, sondern was war. Das ist eine wichtige Unterscheidung. Er machte eine Pause, die er sehr genau kontrollierte. Der Saphir-Schwan existiert nicht. Das Objekt, das in jener Vitrine stand, war eine Fälschung, eine außerordentlich gute Fälschung aus blauem Glas und Platin, hergestellt von Dr.

Ernst Kaltenbrunner. der sich dazu unter Zwang bereit erklärt hatte. Lord Ashcroft plante, dieses Objekt für drei Millionen Schweizer Franken zu verkaufen. Er hatte dafür sechs Käufer eingeladen, oder vielmehr fünf Käufer und mich als Zeuge, als jemanden, dessen Anwesenheit der Veranstaltung einen Anschein von Legitimität verleihen sollte. Ashcroft bewegte die Lippen. sagte aber nichts. Der Plan war einfach und gut durchdacht. Die Auktion findet statt. Der meistbietende zahlt. Und dann, um jeden möglichen Verdacht von Betrug abzulenken, um den Käufer daran zu hindern, das Objekt von einem unabhängigen Experten prüfen zu lassen, inszeniert man einen Diebstahl. Das Objekt verschwindet. Die Versicherung zahlt. Ashcroft hat sein Geld. und ist frei von

dem falschen Schwan. Das ist eine ungeheuerliche Behauptung, sagte Ashcroft scharf. Oui, und eine Ware. Poirot wandte sich ihm zu. Der Stromausfall war von Ihnen vorbereitet, Monsieur. Das Sicherungskästchen war von Ihnen manipuliert, und nur Sie hatten einen plausiblen Grund, allein in diesem Teil des Hauses gewesen zu sein. Die Beule an ihrem Hinterkopf haben sie sich selbst zugefügt. Gegen den Marmortisch in der Ecke. Eine Spur von Blut und Haar beweist es noch jetzt. Und die schwarze Feder, erhielt Inne. Die schwarze Feder wurde mit Kaltenbrunners Tinte gefärbt. Das war der Fehler.

Nicht ein großer Fehler. Aber Fehler müssen nicht groß sein. Sie müssen nur vorhanden sein. Farka put down his glass. Poirot continued. But then there was something else. Something that did not belong in Ashcroft's plan. The hollow base with the mechanism. That was the idea of ​ ​ another person. A person who knew that the object was a fraud.

A person who intended to während des Chaos des inszenierten Diebstahls, das Objekt nicht verschwinden zu lassen, sondern es heimlich in den Sockel zu transferieren und es später, ungestört, mit dem Motorboot über den See zu bringen. Alle Augen wandten sich zu Captain Shires. Shires drehte sich vom Fenster weg. Sein Gesicht war ausdruckslos. Captain Shires, sagte Poirot, war nicht Ashcroft's Komplize, sondern sein Konkurrent. Er wusste von der Fälschung, von einer Quelle, die wir gleich noch kennenlernen werden.

Sein Plan war.

Die Fälschung zu stehlen, bevor der Betrug aufgeflogen war, und sie selbst weiterzuverkaufen. Denn auch eine überzeugend gefälschte Rarität hat ihren Preis in bestimmten Kreisen. Drei Millionen Franken zum Beispiel. Wenn der Käufer der Betrug nicht entdeckt wird. Shires sagte, das können sie nicht beweisen. Noch nicht, räumte Poirot ein.

Aber ich werde es können. Der Mechanismus im Sockel trägt ihre Fingerabdrücke, Captain. Und das blaue Gewebe, das ich darin gefunden habe, entspricht dem Futter ihres Reisemantels. Er machte eine Pause. des mantels, den sie letzte Nacht trugen, als sie die Vitrine und den Sockel inspizierten, in den 19 Sekunden des Stromausfalls.

Scheiss sagte nichts mehr. Poirot wandte sich dem letzten ungelösten Rätsel zu. Mademoiselle Vauban, sagte er, ihr anonymer Klient ist Interpol. Die junge Frau zog die Augenbrauen hoch. Dann, sehr langsam, nickte sie. Interpol hatte seit zwei Jahren Informationen über Ashcroft's Aktivitäten. Er war nicht zum ersten Mal in Kunstfälschungen verwickelt. Man wollte ihn auf frischer Tat ertappen, mit einem gekauften Objekt in der Hand. Mademoiselle Vauban war die Agentin. Ihre Aufgabe war es, das Höchstgebot abzugeben, zu kaufen, und dann... sobald das Geld übergeben war, die Verhaftung zu signalisieren. Die Handtasche, sagte Moreau. Ein Sendegerät, bestätigte Vauban. Sie sagte es ohne Verlegenheit,

sachlich und ruhig. Und wer hat Schiers informiert? fragte Poirot. Er wandte sich der letzten Figur zu. Der letzten, die noch kein Geständnis abgelegt hatte.

Mr. Farqua, sagte er. Farqua lachte.

Es klang hohl.» Faqua ist nicht nur Antiquitätenhändler«, sagte Poirot.» Er ist auf drei verschiedene Namen gereist. Ich habe das durch eine diskrete Anfrage in London verifiziert. Er ist ein Mittelsmann, spezialisiert auf den Handel mit gefälschter Kunst in internationalen Kreisen. Er hat Shires über die Fälschung informiert, für einen Anteil an dem«, was Shires mit der gestohlenen Kopie verdienen würde.

Auch das werden wir beweisen können. Farquaad stand auf. Aber Moreau war schneller, und Moreau war größer. Und die Gräfin? fragte jemand. Es war Ashcroft. Seine Stimme klang brüchig. Die Gräfin Wolonski, sagte Poirot, und seine Stimme wurde warm. ist das einzige unschuldige Mitglied dieser Gesellschaft. Ihr Schwan wurde tatsächlich während der Revolution geraubt. Leider existiert er nicht mehr. Er wurde eingeschmolzen, wahrscheinlich 1918.

Was Ashcroft ihr verkaufen wollte, war eine Lüge.

Eine sehr schöne, sehr teure Lüge. Die Gräfin sagte nichts. Aber ihre Haltung, die den ganzen Abend unerschütterlich gewesen war, gab nach, nicht viel, kaum merklich. Nur ein kleines Senken der Schultern. Das Poirot sah, und das ihn mehr bewegte als alles andere an diesem Abend. Am Ufer des Sees, die Verhaftungen wurden in aller Stille und Effizienz durchgeführt. Lord Ashcroft, Captain Shires and Mr. Desmond Farquhar wurden in der ersten Stunde des neuen Tages von der Schweizer Polizei aus der Villa Lac d'Azur geführt. Ashcroft hatte aufgehört zu lächeln. Shires schwieg.

Farquhar versuchte noch im Automobil einen Handel auszuhandeln und wurde mit ruhiger Bestimmtheit zurückgewiesen.

Dr.

Kaltenbrunner had made up his mind. He sat in Moreau's office in the village and gave a full confession, which took three hours and which he delivered with the precision of a man who had been waiting for this moment for years. He would come to court, but his lawyer would plead for milder circumstances, and Poirot believed.

dass es gelingen würde.

Mademoiselle Vauban telefonierte mit Interpol Paris und war danach in Stimmung, was für sie bedeutet, dass sie dem Morgengrauen mit demselben sachlichen Ausdruck ins Gesicht blickte wie allem anderen. Sie reiste am frühen Morgen ab. Nur die Gräfin Wolonski blieb. Poirot fand sie am Morgen. Es war kurz nach sieben, die Sonne hinter einem Schleier aus dünnen Wolken.

Am Ufer des Sees.

Sie stand am Wasser, die Arme um sich geschlungen und sah auf die Fläche, die in der Morgenstille ruhig und grau und sehr groß war. Poirot stellte sich neben sie, ohne etwas zu sagen. Eine Weile standen sie so. Es gab ihn nie, sagte die Gräfin schließlich, den echten Schwan. Nein, sagte Poirot, ich habe es gewusst. Sie sagte es leise, fast für sich selbst. Als ich ihn gestern Abend sah.

Ich habe als Kind das Original gesehen. Nur einmal. Ich war acht Jahre alt, aber man vergisst das nicht. Die Art, wie die Steine das Licht fingen. Jeder für sich. Wie lebendige Dinge. Sie machte eine kleine Pause. Das in der Vitrine war schön, aber es war tot. Poirot antwortete nicht sofort. Er betrachtete das Wasser. Warum haben Sie es nicht gesagt?

Weil ich es beweisen wollte. Sie drehte sich leicht zu ihm. Nicht nur behaupten. Ich bin 30 Jahre damit durch halb Europa gereist, Monsieur Poirot. 30 Jahre Behauptungen, die niemand gehört hat.

Ich wollte Beweise. Und nun? Sie schwieg.

Nun wissen Sie die Wahrheit, sagte Poirot. Das ist keine kleine Sache. Es ist nicht genug. Nein, räumte er ein. Es ist nicht genug. Aber es ist alles, was die Wahrheit je anbietet, Madame. Sie gibt uns das Wissen, aber sie gibt uns nicht zurück, was wir verloren haben. Die Gräfin drehte sich wieder zum See. Er hätte wunderschön sein sollen, sagte sie.

Der echte.

Ich habe Beschreibungen gelesen, Briefe der Tsarin. Sie schrieb, er sei das einzige Ding gewesen, das ihr immer das Gefühl gegeben habe, etwas sei unzerstörbar in dieser Welt. Poirot dachte an die tote Tsarin und die verlorene Welt, und er sagte, die Tsarin hatte vielleicht nicht recht. Vielleicht sind es nicht die Dinge, die unzerstörbar sind. Vielleicht ist es etwas anderes.

Die Gräfin sah ihn an, und es war das erste Mal, dass Poirot in diesen grauen Augen etwas anderes sah als Kälte und Kontrolle.

Was denn? fragte sie.

Poirot dachte einen Moment nach. Dann die Erinnerung an sie. Die Tatsache, dass sie ein Kind von acht Jahren einmal einen Schwan aus Licht gesehen haben und ihn nie vergessen haben, das ist etwas, das Ashcroft nicht stehlen und kein Kurzschluss auslöschen kann. Die Gräfin sagte nichts, aber sie wandte sich nicht ab. Sie standen noch eine Weile am Wasser, bis die Sonne höher kam und der See langsam von grau zu silber wurde. Auf der Rückreise nach London. Poirot liebte den Orient Express. Er mochte das gleichmäßige Hämmern der Schienen und die Art, wie die Welt durch das Fenster verflog, schloss er die Augen und ließ den Fall noch einmal durch die kleinen grauen Zellen laufen. Sechs Menschen. Drei Kriminelle.

Jeder mit einem anderen Motiv. Ein Fälscher, der aus Zwang handelte. Eine Agentin, die ihren Job tat. Eine unschuldige Frau, die 30 Jahre auf einen Schwan gewartet hatte, der niemals existiert hatte. Und ein Objekt, das nie da gewesen war. Das war das Eigenartige an diesem Fall, dachte Poirot. Normalerweise dreht sich ein Verbrechen um das, was genommen wurde. Dieser Fall drehte sich um das, was niemals gegeben worden war. Eine Lüge, die so gut war, dass sie für drei Jahrzehnte als Wahrheit galt. Er öffnete die Augen und betrachtete die Alpengipfel, die weiß und ruhig über den Wolken standen. Irgendwo in den Archiven der Schweizer Polizei würde dieser Fall unter einem nüchternen Aktenzeichen abgelegt werden. Betrug, Fälschung, unbefugtes Eindringen. Die Akten

würden das Wesentliche nicht erfassen. Das Wesentliche war dies. Eine alte Frau stand an einem grauen See und trauerte um eine Schönheit, die sie nur einmal als Kind gesehen hatte und die nun endgültig verloren war. Und ein kleiner belgischer Detektiv fuhr durch die Alpen und dachte, dass von allen Dingen die in diesem Leben gestohlen werden konnten, die Erinnerung an eine Schönheit das Grausamste war. Er schlief ein, und er träumte von einem Schwan aus blauem Licht, der über schwarzes Wasser glitt, und dieser Mal, am Ende des Traums, tauchte er nicht unter.

Er flog.

Ende Nachwort Was bleibt von einem Verbrechen? Wenn alle Täter abgeführt sind und der Ermittler im Speisewagen des Orient Express sitzt und der Landschaft zusieht, die vorbeizieht wie Seiten in einem Buch? Es bleibt die Frage, die Hercule Poirot nie laut aussprach, aber stets mitnahm. Warum tun Menschen das, was sie tun? Nicht im kriminologischen Sinne. Das war sein Handwerk.

Das verstand er. sondern im größeren Sinne. Warum lügen Menschen sich selbst an? Warum bauen sie Welten auf Sand und rufen sich erstaunt zu, wenn diese einbrechen?

Ashcroft hatte geglaubt, die.

Gier anderer sei beherrschbar, weil er seine eigene beherrschen konnte. Shires hatte geglaubt, die Schwäche anderer sei ausbeutbar, ohne dass er selbst ausgebeutet werden könnte. Farquaad had believed he could play with fire and stay a spectator. None of them had been right. Only Countess Wolonski was at the end with a truth in her hands. The naked, cold truth that what she had hoped for 30 years did not exist.

And Poirot sometimes wondered if that was not.

The most terrible result of a crime.

Nicht das, was gestohlen wird, sondern die Illusionen, die aufgelöst werden. Der Saphir-Schwan ist nicht mehr.

Er war nie da.

Aber irgendwo am Genfer See steht eine alte Frau, die als Kind einmal einen Schwan aus Licht und Saphir gesehen hat. Den echten, vor der Revolution, in einem Palast, der längst nicht mehr existiert. Und sie hat ihn nicht vergessen. Vielleicht, dachte Poirot, ist das genug. Vielleicht ist das sogar mehr als genug. Fah, was mich interessiert, mon ami, ist nie das Verbrechen. Es ist immer der Mensch, der glaubt, er sei klüger als Hercule Poirot. Hercule Poirot, am Ufer des Gerfasees, November 1936

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