
Hey München· Folge 87
#2 Warum kostet ein Baum in München 70 000 Euro?
Donnerstag, 5. Februar 2026 · 17 min
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Shownotes
Für viele kam die Nachricht wohl überraschend: München – die Stadt, die sonst in vielen Rankings als besonders lebenswert abschneidet – ist in einer neuen Studie auf dem letzten Platz gelandet. Dabei haben die Autoren allerdings nicht nur die Stadt selbst betrachtet, sondern die Metropolregion, die von Eichstätt bis zur Zugspitze reicht und von Kaufbeuren bis Altötting. Das Fazit der Forscher: Hohe Mieten und weite Wege machen das Leben dort unattraktiv. Wir besprechen die Studienergebnisse und schauen uns an, welche Regionen besser abschneiden.
Die Hosts Lisa Bögl und Linus Freymark sprechen außerdem über den Aufruf „Spenden Sie Schatten“ der Stadt München. Kühle Orte werden in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger, die Stadt will mit Baumpflanzungen gegensteuern. 70 000 Euro sind dafür zusammengekommen – das reicht wohl nur für einen einzigen der 150 geplanten Bäume. Wieso ist ein Baum so teuer? Und wie steht es in München insgesamt um den Klimaschutz?
Noch mehr zur Studie (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-lebensqualit…)
Aktuelle Infos zum Mathäser-Komplex (sueddeutsche.de/muenchen/mathaeser-kino-muench…), zu den Bäumen in der Stadt (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-klimaschutz-…) und zur Mieten-Demo (sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-demonstratio…).
Moderation: Lisa Bögl, Linus Freymark
Redaktion: Jana Jöbstl, Laura Terberl, Tim Brack, Heiner Effern, Lisa Bögl, Linus Freymark, Jacqueline Lang
Produktion: Aylin Sancak
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Das Leben in der Region München ist gar nicht so schön, wie man denkt. Zumindest kommt eine neue Studie zu diesem Ergebnis. Wie kann das sein und was macht eine Stadt eigentlich lebenswert? Und? München hat über siebzig tausend Euro Spenden eingesammelt, um mehr Bäume in der Stadt zu pflanzen. Gereicht hat das aber nur für einen Baum.
Wie kann das sein? Hey München, ich bin Linus. Und ich bin die Lisa, wir sind beide Redakteure im München-Ressort der Süddeutschen Zeitung. Und das ist unser neuer Podcast Hey München. Hier geht's jeden Donnerstag um unsere zwei Themen der Woche, also alles, was euch und uns so bewegt hat in den letzten Tagen.
Und dazu gibt's am Ende immer noch ein Gastro-Tipp und eine Good News. Ja, Linus, also bei unserem ersten Thema hat mich, muss ich sagen, fast der Schlag getroffen, als ich das gelesen habe. München soll die unattraktivste gegen Deutschland sein. Also das habe ich ja immer ganz anders gehört. Es ist bei der Studie schiefgelaufen.
Also schiefgelaufen ist, glaube ich, nix. Aber du hast recht. Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat sich die zwölf-Mitropole-Regionen in Deutschland angeschaut, hat sich dafür dreiundzwanzig Indikatoren angeschaut. Nachtleben, kulturelles Angebot, Verkehr, Versorgung, Familieninfrastruktur, also Kitas etc.
Und da liegt München tatsächlich auf Platz zwölf von zwölf. München liegt da auf Platz zwölf? Also die Metropolregion, das muss man jetzt nur sagen. Das ist ziemlich groß und ich glaube deutlich größer als man denkt. Die reicht im Norden bis nach Eichstedt und im Süden bis zur Zugspitze, im Westen bis zur Kaufbeuern und im Osten bis Altötting.
Also es ist ein ziemlich riesiges Gebiet mit mehr als sechs Millionen Einwohnern. Also wenn man jetzt irgendwo in der Prierie dort draußen wohnt, da ist ja sehr viel ländliches Gebiet dabei, dann ist es eben sehr weit bis zum nächsten Supermarkt, bis zum nächsten Arzt. bis zum nächsten Kino. Und trotzdem zahlt man aber Preise, die dem Münchner Immobilienmarkt jetzt nicht allzu fern sind.
Das heißt, es ist ein normaler ländlicher Bereich, der aber überdurchschnittlich teuer ist. Kann man so sagen, genau. Aber München selber, hört man ja immer, ist so eine ganz beliebte Stadt. Leute sind hier alle ganz zufrieden. Das ist schon trotzdem noch so. Genau, also die Stadt München selbst liegt... auf dem Ranking auf Platz fünf und da muss man dazu sagen, es gibt vierhundert Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland.
Also die Stadt steht ziemlich gut da, obwohl die Mieten hier ja auch wirklich absurd sind. Und jetzt nochmal zu dieser Metropole-Region. Also da sind wir ja wirklich anscheinend letzter Platz. Finde ich irgendwie krass, obwohl wir ja so viele Seen haben und Berge. Also ich habe irgendwie immer das Gefühl, dass es eine schöne Gegend ist.
Was machen dann da andere Metropole-Regionen anscheinend besser? Das spielt in der Studie alles keine Rolle. Ich glaube, so das große Problem ist eben hohe Mieten und ziemlich wenig Infrastruktur dafür. Also erst recht in den ländlichen Räumen. Und das ist anderswo deutlich besser. Also ich weiß nicht.
Es ist günstiger und dort ist mehr da. Ich weiß nicht, du kannst mir raten, wer da vielleicht auf Platz eins liegen könnte in dem Ranking. Ja, also Berlin, stelle ich mir vor, ist auch noch sehr teuer drum herum. Hamburg wahrscheinlich auch. Vielleicht so eine Gegend, wo man irgendwie mehrere Städte in der Nähe hat, so was wie Köln, Düsseldorf, vielleicht... Total Gäste, genau.
Also gewonnen hat tatsächlich das Ruhrgebiet. Und das hat genau den Grund, den du jetzt gerade schon angesprochen hast. Dort gibt es eben ziemlich viele kleinere Städte, also... Duisburg, Dortmund, Bochum, Essen. Und dadurch ist das Angebot eben ziemlich weit verteilt. Und wenn man jetzt vielleicht in eher einer Kleinstadt wohnt oder auf dem Land dort, dann hat man es eben nicht so weit bis ins nächste Zentrum.
Und dort hat man dann alles, was man braucht. Eine kurze Frage. Stimmt es, im Ruhegebiet wurde das beauftragt und es hat das Ruhegebiet gewonnen? Ja, der Regionalverband UR hat die Studienauftrag gegeben. Ah ja. Könnte ein Zusammenhalt bestehen, das weiß ich nicht. Aber Köln-Düsseldorf ist es dann auch weit von dabei.
oder war ich da ganz falsch? Genau, das Rheinland ist die dazugehörige Metropolregion, die liegt auf Platz zwei und Platz drei ist die Rhein-Neckar-Region, also so Mannheim, Ludwigshafen, wo man eben überall mehrere Zentren hat. Das scheint tatsächlich, wenn man sich die ganze Metropolregion anschaut, ziemlich wichtig zu sein.
Wie ist es in München? Können die Leute sich das leisten, da im Umland zu leben und trotzdem irgendwie nicht von den Arbeitsplätzen zum Beispiel in München zu profitieren? Oder wie ist das? Es ist tatsächlich so, wenn man jetzt in dem Alter ist, in dem man eine Familie gründet, also so die dreißig bis fünfzigjährigen, in dieser Altersgruppe hat München die höchste Abwanderungsrate bundesweit.
Und das spricht meiner Meinung nach schon dafür, dass sobald man ein Kind bekommt, vielleicht mehr Platz braucht, ein Haus möchte, dann kann man sich in der Stadt nicht mehr leisten. Und dann nimmt man die weiteren Wege und die schlechtere Infrastruktur im Umland in Kauf und zahlt nicht viel weniger, aber eben ein bisschen weniger.
Und das scheint für viele Ausschlaggebende. Mir wurde mal so beigebracht, dass die Miete nicht über vierzig Prozent vom Netto gehalten sein sollte. Das kann man in München, glaube ich, vergessen. Genau. Aber ich muss sagen, und das beobachte ich auch in meinem Umfeld, man nimmt ja die hohen Mieten irgendwie in Kauf.
Also ich wohne trotzdem zehnmal lieber hier als im Rührgebiet. Was kann in die Stadt da jetzt irgendwie, vielleicht kann die Stadt ja da auch was draus lernen und irgendwie besser machen? Also zu den hohen Mieten vielleicht nochmal. Ich glaube, vielen Leuten bleibt keine andere Wahl als die zu bezahlen.
Es gibt aber ja trotzdem immer wieder Unmut und Widerstand dagegen. Diesen Samstag zum Beispiel ist auch eine Demonstration auf dem Modernsplatz um vier Uhr, die sich eben gegen die hohen Mieten richtet. Und naja, ich meine, dagegen hilft natürlich sozialer Wohnungsbau, das ist ganz klar. Aber vielleicht auch, dass man eben nicht mehr so zentrisch denkt und die Stadt vielleicht eben auch ein bisschen anders aufbaut.
und ein Beispiel dafür ist das Bergson, zum Beispiel der Konzertsaal in Aubing. Der wurde ja absichtlich da draußen hingebaut, um die Leute auch mal weg vom Zentrum zu kriegen. Finde ich persönlich sehr gut, denn ich wohne in Aubing. Ich sage mal Paar singen, weil es klingt nicht ganz so weit draußen.
Ja, Hin- und Rückweg ist vielleicht nicht immer ganz so cool. Sprichst du da aus Erfahrung? Na ja, wir hatten ja unser Sommerfest out. Das war schon etwas schwierig, heimzukommen. Ja, für mich war es super. Deswegen, ich finde das Berg so toll. Ja, aber dafür wohnst du auch nicht in einem kleinen WG-Zimmer.
Wie ist es denn bei euch? Wohnt ihr auch, wie ich eher etwas weiter draußen? Oder sagt ihr, nee, ich will im Zentrum sein, ich will eine Minute bis ins Café brauchen? Das würde uns sehr interessieren. Schreibt uns gerne. Apropos Lebensqualität. In einer Stadt werden Bäume auch immer wichtiger. Es ist recht im Sommer, wird München total heiß.
Da braucht es Abkühlung. Und Lisa, jetzt hattest du eben schon von jenem Baum für siebzigtausend Euro gesprochen. Ja, vom teuren Baum. Wie kann das sein? Dazu kam es so, dass letztes Jahr im Sommer war es wieder sehr heiß in der Fußgängerzone und dann hat sich die Terreiter hingestellt und gesagt, es sollen Hundertfünfzig Bäume in der Altstadt gepflanzt werden und davon Hundertzwanzig in der Fußgängerzone für mehr Schatten, für mehr Kühle.
Und weil die Stadt ja knapp bei Kasse sei, hat er einen Spendenaufruf gestartet. Der ging so an Bürger und Geschäftsleute. Von diesen Spenden sollten die Bäume mitfinanziert werden. Und die Leute haben auch gespendet. Es sind knapp seventy-tausend Euro mittlerweile zustande gekommen. Also der Spendenaufruf ist noch offen.
Ein Baum für seventy-tausend Euro ist ja aus Gold, oder wie könnte es sein? Das hatten wir auch sehr viel in den Kommentaren als Frage. Also der Baum an sich kostet nur fünftausend Euro ungefähr. Der ganze Rest, also diese siebzigtausend sind auch geschätzt. Also die Ansage war ein mittlerer bis hoher fünfstelliger Bereich.
Es könnten auch sechzigtausend zum Beispiel sein. Aber alles absetzt dieser fünftausend Euro ist für das ganze Drumherum. Also fürs Pflanzen, weil ich stelle mir das so vor, man buddelt ein Loch. Tut den Setzling da rein und fertig. Ja, so habe ich mir es auch erst vorgestellt. Aber es ist leider sehr, sehr kompliziert, weil diese Bäume halt in der Fußgängerzone gepflanzt werden sollen und nicht jetzt irgendwie am Westpark.
Also Dieter Reiter hat selber auf Insta gesagt, wenn die jetzt am Westpark gepflanzt werden, würden würde es fünf Tausend Euro kosten. In der Fußgängerzone muss man erst mal... wirklich ein riesiges Loch pro Baum graben. Es sind sechsunddreißig Kubikmeter. Das ist so groß wie eine Einzelgarage für ein Auto.
Das Pro Baum. Und das liegt zum Beispiel auch daran. Also erstmal sind da ja ganz viele Versorgungsleitungen und so weiter. Die muss man natürlich erstmal vermeiden, die zu treffen. Und dann liegt es daran, dass da sehr schwere Autos auch durchfahren, wie zum Beispiel die Müllabfuhr. Und das müssen die Wurzeln aushalten und deswegen gibt es diesen technischen Wurzelschutz heißt es.
Das heißt einfach, dass die Wurzeln nicht einfach in dieser Erde sein können, sondern die müssen halt noch irgendwie geschützt werden, damit die das Gewicht aushalten. Dann muss das alles danach wieder zugegraben werden. Es muss danach wieder genauso aussehen wie davor. Und was auch noch dabei ist, ist, dass man die Bäume fünf Jahre lang noch schützt und pflegt, damit sie gut anwachsen und so weiter.
Das ist alles bei diesem Geld dabei. Deswegen runtergerechnet auf einem Baum halt dieser Betrag. Wenn ich jetzt jemand gewesen wäre, der dafür Geld spendet und dann damit ja rechnet, dass hundertfünfzig Bäume gepflanzt werden und am Ende stellt sich raus, das Geld, das ich gespendet habe, reicht gerade mal für einen.
Wir haben die Leute da drauf reagiert, weil, ehrlich gesagt, ich glaube, ich wäre echt. Ziemlich sauer so. Ja, also erst mal die Hundertfünfzig Bäume werden trotzdem gepflanzt, auch wenn die Spenden jetzt nur für einen Baum ausreichen. Den Rest soll dann die Stadt finanzieren. Aber trotzdem die Leute, die gespendet haben, die haben da jetzt, dachten sich schon, genau wie jeder andere, der diese Nachricht gelesen hat, so, hey, warum nur ein Baum?
Das haben übrigens von fünf bis fünfzehntausend Euro gingen die Spenden. Und wir wissen zum Beispiel von jemandem, der hat Zehntausend Euro gespendet. Und ich glaube, dass der sich dann schon ein bisschen so vorgestellt hat, dass er halt dann einfach seinen Baum so bisschen hat, den er gespendet hat, der dann da steht.
Vielleicht mit Name drauf. Vielleicht, ja. Und deswegen hat er eine Mail dann an die Stadt geschrieben, netterweise mit uns in C.C. und hat sich beschwert und hat gesagt, ich möchte dieses Geld wieder zurückhaben. Und dann kam erst mal nichts mehr, dann kam irgendwann nochmal eine zweite Mail und ... Also es macht den Anschein, als wäre dazwischen mal angerufen worden und irgendwie besänftigt worden.
Und er lässt seine Spende auch. Aber ja, ist schon auf jeden Fall auf Unverständnis gestoßen mit diesem Geld. Und ich finde, es ist ja auch sehr teuer. Man kann es mal hochrechnen. Genau, warte, das versuche ich hier gerade schon die ganze Zeit. Hundertfünfzig Bäume. Rechnen wir mal mit sechzigtausend.
Ist dann auch nett gerechnet. Hundert Bäume, sechzigtausend. Hundertfünfzig Bäume. Zin. Ach, so Entschuldigung. Teil ist auf. Ja, klar. Hundertfünfzig. Mal sechs sind sechs, neun Millionen. Neun Millionen, wow. Richtig. Hat bisschen gedauert, aber... Aber richtiges Ergebnis. Neun Millionen, genau wird das kosten, diese Bäume zu bauen.
Ganz schön teuer. Man stellt sich es nicht so teuer vor, aber ich finde schon auch, wenn man es jetzt irgendwie hört, ist es schon klar, dass das teuer ist, die Fußgängerzone irgendwie aufzugrauben. Also für mich klingt das nach einem ziemlich ekt, aber... Und das ist ziemlich teuer, aber ich finde es eigentlich trotzdem ganz gut, dass die Stadt was dagegen macht.
Also wir haben ja ja seit Jahren die Debatte über Klimawandel und über die Aufheizung der Stadt im Sommer. Ja. Wie ist das, was macht die Stadt eigentlich so generell dagegen? Also Bäume pflanzen ist schon eine verbreitete Strategie. Es gibt auch noch andere Projekte, wo Bäume gepflanzt werden sollen.
Es sollen dreitausend bis so dreitausend fünfhundert noch in der ganzen Stadt auch gepflanzt werden. Es kostet übrigens fünfzig Millionen Euro. Aber Bäume haben halt schon einen großen Effekt, weil sie Schattenspenden, weil sie Wasser verdunsten und so weiter, dass sich einfach die Innenstadt nicht so ganz aufheizt.
Man kann Wasserbrunnen bauen und es wird auch gemacht, aber das sind halt alles irgendwie nur so Reaktionen auf die heißer werdende Stadt, also man nennt es Klimaanpassungspolitik. stoppt den Klimawandel nicht oder kämpft dagegen an, sondern eigentlich versucht man nur die Folgen so ein bisschen abzuländern, oder?
Genau. Und das hat eigentlich jetzt nichts mit Klimaschutz zu tun. Diese andere Säule ist der Klimapolitik. Und da muss man schon sagen, es ist ja bald Kommunalwahl. Und trotzdem, man hört sehr wenig vom Thema Klimaschutz. Das habe ich mit auch gerade noch gedacht. Wie du sagst, wenige Wochen vor der Kommunalwahl, wenn ich mich an den Jahr zwanzig zurück erinnere, da war, glaube ich, Klimapolitik so mit das Thema.
Die Fridays for Future. Demonstrationen sind durch die Straßen gezogen. Zum Beispiel im September, zwanzigtausend Leute in München auf der Straße, das hat man ja jetzt gerade gar nicht mehr. Und, zum Beispiel, hat auch der Stadtrat den Klimanotstand ausgerufen und hat dieses Ziel, dass man klimaneutral wird, zwanzig Jahre vorgeholt.
Und das ist ja jetzt irgendwie auch, also es ist einfach gerade kein Thema mehr. Es spielt überhaupt keine Rolle mehr irgendwie. Weiß nicht, was meinst du, woran? Könnte das liegen? Liegt es irgendwie daran, dass wir andere, schlimmere Krisen haben? Ja, tatsächlich. Also, das vermutet man so. Also, der erste Dämpfer für den Klimaschutz kam mit Corona.
Das war so die erste Krise, die dem ganzen Dämpfer eben im Jahr zwölfundzwanzig dann verpasst hat. Und danach kam ja Krise nach Krise. Also Ukraine, Gaza, Trump. Dadurch ist das alles leider bis in den Hintergrund irgendwie geraten. Das liegt einfach, glaube ich, daran, dass die Menschen einfach so das Gefühl haben, es kocht gerade woanders.
Und die Politik, muss man auch sagen, nutzt das schon auch ein bisschen. Also Klimapolitik spielt jetzt halt gerade auch nicht mehr so eine große Rolle, weil die Leute auch nicht mehr so danach fragen. Man kann schon sagen, dass die Klimapolitik jetzt einfach ein deutlich weniger präsentes Thema auf jeden Fall ist, obwohl die Kommunalwahl ansteht.
Und dann wollten wir euch noch mal ein kleines Update geben. Wir haben ja letzte Woche über den Matheza-Aperis geredet. Das hat sehr große Wirbel ausgelöst in der Stadt und auch in der Stadtpolitik. Und die wollen jetzt doch noch mal prüfen, ob sie irgendwas machen können, um das Kino zu retten. Es gibt da wohl doch irgendwelche Maßnahmen, die man machen kann.
Baurechtlichen Instrumente werden da jetzt geprüft, sehr kryptisch. Keine Ahnung, wie wahrscheinlich das ist. Aber da wollten wir euch noch mal ein Update geben. Es ist wohl noch nicht ganz verloren, das Matheuser. Und auch die Betreiber haben gesagt, sie würden es gern auch noch länger weiter machen.
Und was wir auch auf dem Schirm behalten müssen, den ersten Streiktag im öffentlichen Nahverkehr haben wir zwar überstanden, aber es könnte zu weiteren Streiks kommen, denn eine Einigung in der Tarifverhandlung zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi ist noch nicht in Sicht. Am dreizehnten Februar wird weiterverhandelt und bis dahin könnte es weitere Streiks geben.
Und damit sind wir bei unserer allseits beliebten Rubrik dem wöchentlichen Gastro-Tipp hier bei Hey München von unserer Gastreporterin Jackie. Hey Menschen, ich hab diese Woche endlich die venezolanischen Empanadas von Tante Panadas in der Türkenstraße probiert. Und wenn auch ihr ein bisschen Abwechslung in euer Snack-Game bringen wollt, dann geht er doch auf jeden Fall mal hin.
Die Empanadas sind mit fünf bis sechs Euro zwar kein absoluter Schnapper, dafür gibt es über dreißig Sorten. Da ist also wirklich für jeden und jede was dabei. Also gönnt euch! Und unsere Gut-News? Die Wiesen-Fans können aufatmen denn? Das Oktoberfest bleibt ohne Eintritt. Schön wär's aber auch, oder?
Ja, also davon gehe ich auch mal aus. Das ist teuer genug. Genau. Das war die Idee vom Brauerei-Präsidenten Georg Schneider, der hat nämlich gesagt, ja, irgendwie kann es ja nicht sein, dass der Bierkonsum das ganze Volksfest irgendwie finanziert, sondern da könnte man ja auch mal darüber nachdenken, ob man da irgendwie noch Eintritt verlangen könnte, damit das irgendwie, damit das eben nicht mehr alles auf den Schultern des Bieres lassen muss.
Ja. Aber der Münchner Wiesn-Chef Christian Scharp von der SPD, der hat da mal ein ganz klares Veto eingelegt und hat gesagt, nee, also die Wiesn ist ein Volksfest und kein Freizeitpark und vor allem das soll ja auch für jeden sein und für jede und nicht nur für die, die sich leisten können. Gut, kann sich Wiesn jeder leisten auch ohne Eintritt.
Auch darüber kann man streiten, ja. Aber immerhin muss man jetzt nicht auch noch Eintritt sagen. Ja, man kann auf jeden Fall mal umsonst drüber laufen. Und damit sind wir am Ende von Hey München angelangt. Und wenn ihr noch Themenideen habt, von denen ihr der Meinung seid, dass wir darüber sprechen sollten, dann schickt uns doch gerne eine Nachricht.
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