Hey München· Folge 127

#37 Proteste von „Gen Z regelt“ in München / 12 000 Bäume sollen die Stadt vor Hitze schützen

Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 23 min

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Shownotes

Mehr als 7000 Menschen haben sich auf der Seite des Bündnisses „Gen Z regelt“ für die Demonstration angemeldet, die am Samstag, 31. Oktober, auf dem Geschwister-Scholl-Platz stattfinden soll. Die Behörden gehen von rund 1000 Teilnehmenden aus. Während die Proteste junger Menschen in Frankreich und Italien eskaliert sind und es mitunter zu Gewaltexzessen und Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei kam, blicken die Sicherheitsbehörden hier gelassen, aber mit wachsamen Auge auf die Demonstration. Im Podcast diskutieren wir die Beweggründe der jungen Menschen und widmen uns der Frage, wer eigentlich die Organisatoren der Proteste sind. Und keine Sorge: Natürlich sprechen wir nicht nur über „die jungen Leute“ –sie kommen auch selbst zu Wort.

12 000 Bäume für München: Zwei junge Münchner und der Baumentscheid:

Stefanie Günther und Joseph Coenen haben ein großes Ziel: Bis 2040 wollen sie mehr als 10 000 zusätzliche Bäume in München pflanzen, um die Stadt gegen die immer heißer werdenden Sommer zu schützen. Damit sind sie nicht allein –für ihren Baumentscheid haben sie mehr als 60 000 Unterschriften gesammelt und diese nun der Stadtpolitik übergeben. Bedeutet das also, dass die 12 000 Bäume kommen werden? Host Heiner Effern rechnet eher mit einem Kompromiss als einer vollkommenen Realisierung der Forderung. Aber auch das wäre ja etwas –wegen des fortschreitenden Klimawandels drängt schließlich die Zeit. Und Bäume sind zwar teuer, aber essenziell, um die Stadt während der Hitzeperioden zu kühlen.

Wie ist der Podcast aufgebaut?

Jeden Donnerstag präsentieren wir euch bei „Hey München“ die Themen der Woche. Was war los in München? Was hat uns aufgeregt, überrascht oder zum Lachen gebracht? Wir heben zwei Themen besonders hervor, stellen die Fragen, die euch bewegen, und reden darüber. Neben Informationen geben wir euch unseren Gastro-Tipp und die Good News der Woche mit.

„Hey München“ wird im Wechsel von vier SZ-Redakteurinnen und Redakteuren gehostet, die jeweils als Duo eine Folge moderieren. Verpasst keine Folge und abonniert den Podcast bei: Apple Podcasts und Spotify oder in eurer Lieblings-Podcast-App. Den RSS-Feed findet ihr hier.
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Die europäischen Schülerproteste schwappen nach München. Warum gehen auch hier junge Menschen auf die Straße und wie blicken die Sicherheitsbehörden auf die angemeldeten Demonstrationen? In München sollen zwölf tausend neue Bäume gepflanzt werden, alle innerhalb des mittleren Rings – Wie das gehen soll und wer dafür verantwortlich ist, dass wir klären wir heute!

Und damit hallo und herzlich willkommen zur aktuellen Folge von Hey München. Bei uns gibt es alles Wichtige aus der Stadt, garniert mit einem Gastro-Tipp und einer Good News! Ich bin Linus und ich freue mich sehr dass Heiner mal wieder vorbeischaut. Ja Servus, ich war hier lange nicht im Studio. Allerdings, Linus haben wir uns ja jetzt kürzlich gesehen vor dem Mikrofon nämlich in der Nacht der Autorinnen und Autoren als wir eine Live Podcast aufgenommen haben.

Es war eine Premiere, ich muss auch sagen ich war echt aufgeregt davor Aber es hat mir großen Spaß gemacht, auf der Bühne zu stehen. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an alle die dort waren auch an das Team dass den Auftritt möglich gemacht hat und alle die uns verpasst haben. bei der Nacht der Autorinnen und Autoren.

der Süddeutschen Zeitung haben die Gelegenheit in die Folge rein zu hören ist am Montag online gegangen. schaut doch gerne mal vorbei. Wir verraten nur so viel. Es geht um Dominic Krause und sein erstes halbes Jahr als Oberbürgermeister Und deine persönliche Bilanz mit ihm, denn du als Rathausreporter verfolgst ja das politische Geschehen hier in der Landeshauptstadt und hast deswegen ein ganz besonderes Auge auf unseren neuen OB.

Ja Linus wir haben an den vergangenen beiden Wochen gesehen und gehört dass es in Frankreich und die Details in den Innenstädten gebrannt hat. Es gab Straßenschlachten bei den Demonstrationen Es wurden Läden geplündert Es waren Zustände in einer Stadt wie man sie nicht sehen will. Am kommenden Wochenende sind auch in München jetzt Demos angekündigt.

Was müssen wir denn erwarten oder vielleicht sogar befürchten? Ja, am Samstag dem einundreißigsten Oktober steht so eine Art Großkampftag in Deutschland an. In drei und zwanzig Städten sind Proteste geplant darunter eben auch in Mönchen. das soll wie jeder andere Millionenstadt in Deutschland auch eine Art Zentrum des Protest werden.

ab vierzehn Uhr ist eine Demonstration vor dem Geschwister Schollplatz angemeldet. die große Frage Menschen kommen. Auf der Website der Veranstalter, das ist das Bündnis GENSI-Regelt haben sich jetzt tatsächlich schon mehr als sechstausend Leute angemeldet. Das ist aber jetzt natürlich unverbindlich.

Das heißt nicht automatisch dass sie auch alle kommen. ich habe jetzt mal beim Kreisverwaltungsreferat nachgefragt. die gehen von fünfhundert bis tausend Teilnehmern aus. so viele leute sind jedenfalls angemildert für die Demo am Samstag. da müssen wir schauen was die regeln. es ist ja so in Frankreich und Italien Da ging es um den schlechten Zustand der Schulen, um die fehlenden Lehrer aber auch um fehlende Zukunftsperspektiven.

Hohe Lebenshaltungskosten und Arbeitslosigkeit. Was treibt denn hier in München die Leute auf die Straße? Ich würde sagen das ist so ein bunter Blumenstrauß, aber es sind schon auch ähnliche Forderungen dabei. also auch der Zustand des Bildungssystems und der Schulen spielt eine Rolle. Da muss man immer so ein bisschen differenzieren, weil ich glaube es kommt ja tatsächlich total drauf an auf welcher Schule man ist.

Es gibt auch hier in Münchenschulen wo man sich denkt so schlimm ist das nicht, es gibt jetzt gerade mit dem Willy-Brandt Campus einen neu eröffnetes Bildungszentrum. aber dann gibt's ja schon auch Schulen wo ja auch Lehrkräfte teilweise sagen Puh die sind wirklich in keinem guten Zustand und doch auch schon ganz schön veraltet und da müsste man mal wieder renovieren.

und dann ist natürlich auch großes Problem der Lehrermangel. Unterricht fällt aus. Das ist auch was, wo ich mir jetzt denke... Wir haben uns gefreut darüber! Ich habe auch gerade sagen, ich hab' in den Abitur gemacht und wir haben uns gefreut wenn der Unterricht ausgefallen ist und die jungen Leute gehen jetzt auf die Straße um mehr Unterricht zu haben.

Also für mich klingt das total konfus eigentlich. Ein neuer Geist ist da vielleicht auch aber vielleicht fällt jetzt einfach viel mehr aus als früher? Ich wollte grad sagen also ich glaube für mich spricht es eher dafür dass die Situation echt ernst ist. Es gibt aber noch andere Forderungen. Da spielt zum Beispiel auch noch der Wehrdienst eine Rolle.

Also viele junge Leute finden es halt ungerecht, dass sie jetzt wieder gemustert werden und im Zweifel steht ja noch so ein bisschen im Raum vielleicht auch wieder die Werbpflicht eingeführt wird. Das ist natürlich schon was wo Sie sagen naja gut vor zehn Jahren die jungen Leute mussten das nicht machen ich gehöre ja auch zu dieser glücklichen Generation dazu.

Und dann gibt's auch noch ein paar andere Forderungen. das ist tatsächlich einfach relativ bunt gemischt. Die Mieten in den Großstädten spielen eine Rolle die ja fast kaum zu bezahlen sind. Ja, die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Das Bündnis Jensy Regelt hat auf seiner Webseite geschrieben, wohin wir auch schauen sehen wir Krisen und kaum eine Perspektive für uns.

Und das fasst vielleicht das Lebensgefühl der jungen Leute aktuell ganz gut zusammen Die jetzt an diesem Samstag planen auf die Straße zu gehen. Da scheint sich ja hier viel Frust vielleicht sogar Wut schon aufzustauen. Warum ist denn das so? Werden die nicht gehört oder nicht gesehen? Also ich glaube genau das ist es dieses Desinteresse der Politik an jungen Leuten, was die zumindest spüren.

Das war ja schon während Corona so, dass es immer hieß auch Ja, die jungen Leute haben so schwere Lasten zu tragen in der Pandemie wir müssen denen wieder etwas zurückgeben. Was ist passiert? Ich glaube da kann man eigentlich nicht drum herum reden. das war nicht wirklich was. also da hat sich kaum was getan und natürlich auch immer ein bisschen diese Rhetorik Die jungen leute sollen sich mal nicht so haben.

früher war's auch schlechter oder nicht besser jedenfalls, also das sind glaube ich alles so Punkte die einfach dann ja Frust und Wut hervorrufen. Wir haben dazu ja auch mal junge Leute gefragt warum sie protestieren? Es gab aber schon erste kleinere Proteste. mal lass uns mal rein hören! Ja weil es kann jetzt noch nicht weitergehen als gibt da auch so extreme Bildungsunterschiede irgendwie nach Herkunft oder sowas und ist sehr ungerecht.

Das Bildungssystem ist so veraltet, dass man da auch auf jeden Fall was machen muss. Weil wir leben nicht mehr in der Zeit wo das zeitgerecht ist wie es abläuft und vor allem der Staat gibt's viel zu viel Geld für andere Dinge aus für Aufrüstung und was auch immer, nicht unsere Schulen. Das finden wir sehr kritisch und da fordern wir auf jeden Fall eine Veränderung.

Wir wollen dass man sich neu überlegt ist es denn möglich nötig dreizig Schüler in einer Klasse zu stecken und gleichzeitig gleichen Stoff zu unterrichten frontal ohne irgendwas? Wir haben ja gerade schon über die Schulgebäude gesprochen in München. wer einmal in Frankreich oder Italien diese Gebäude gesehen hat, auch die betonierten Innenhöfe, die den Charme eines Gefängnis-Innenhofs oft haben.

Der weiß schon, dort ziehen die Verhältnisse ein bisschen anders aus als bei uns.". Ich bin da tatsächlich mal zur Schule gegangen und habe ein halbes Jahr in Italien gelebt während der Schule in Auslands, halb Jahre gemacht. Und also ganz ehrlich ich muss sagen das war echt noch einmal eine andere Liga.

es war in der Nähe von Erpel und das Schulgebäude Desaströs. Also da sind die Fenster nicht zugegangen, der hat es aus der Decke runtergetropft. Es gab einfach eine kleine Tafel vorne also kein Projektor, kein Beamer überhaupt keine Unterrichtsmittel. Das Klassenzimmer war eigentlich zu klein für thirty-fünf Leute und das konnte vorkommen dass einfach kein Lehrer aufgetaucht ist und niemand wusste was jetzt passiert.

Und dann waren wir da einfach alleine im Klassen Zimmer ohne Aufsicht. Und wenn ich mich jetzt hier in München umschau, dann gibt's mit Sicherheitsschulen an denen die Zustände ähnlich sind. Aber ich glaube man kann nicht sagen dass es überall so heftig ist und deswegen würde ich schon sagen das auch was den Arbeitsmarkt angeht die Situation in Frankreich und Italien vielleicht noch mal krasser ist.

aber auch hier gibt es eben Themen die die jungen Leute beschäftigen Und das Bildungssystem ist schon auch was, dass viel Druck aufbaut. Also wir hatten jetzt hier kürzlich in der SZ-Interview mit dem Lehrer und Gewerkschaftsekretär Markus Weinberger von der Gewerksamkeit Erziehung und Wissenschaft und auch der stellt fest ein Viertel aller Jugendlichen hat psychische Probleme.

Das ist schon etwas, was man meiner Meinung nach nicht einfach so weglächeln darf. Ja die Stimmung ist gerade bei vielen am Boden, glaube ich in den jüngeren Generationen. Deshalb vielleicht auch näher Boden für die Proteste hier. Wir haben ja jetzt in Italien und Frankreich gesehen dass die Demonstrationen ziemlich ausgeufert sind.

Es gab Straßenschlachten. wir haben anfangs darüber gesprochen über Feuer, über Badekarten, über geplünderte Läden. Müssen sich denn die Leute an der Maxivilenstraße oder in den Stadt die Geschäfte betreiben? Jetzt schon Bretterkaufung wäre Fenster zu vernageln für das kommende Wochenende? Naja also ich glaub die Sorge ist unberechtigt.

Wie gesagt, wir hatten es ja schon. Die Situation in Frankreich und Italien ist eine andere. auch das Klima da ist schon noch mal ein anderes. aber Es gibt ja schon tatsächlich Warnungen vor Unterwanderung der Proteste. die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag hatte davor gewarnt. Das finde ich jetzt nicht allzu überraschend, dass die da vielleicht im Vorfeld versuchen, die Proteste auch ein Stück weit zu diskreditieren.

Aber auch die Bundes-Schülerkonferenz hat gesagt, das man bei diesem Bündnis Gensi regelt nicht so sicher ist. wer steckt dahinter und was wollen sie genau? Das hätten wir gerne von den Veranstaltern erfahren aber meine Anfrage ist bislang leider nicht beantwortet worden weshalb wir jetzt in dieser Podcastfolge leider keine Stimmen der Veranstalter haben können.

Dafür hast du ja auch auf der anderen Seite nachgefragt bei der Polizei. Was gab es denn da für Infos? Ja, die Polizei blickt schon mit einem wachsamen Auge auf die anstehenden Proteste. Ich habe bei der Polizei eine Anfrage gestellt und da meinten sie wir verfolgen Die Entwicklungen-und Vorfälle im Zusammenhang mit vergleichbaren Versammlungen in anderen Städten und dem europäischen Ausland aufmerksam.

Konkrete Hinweise auf geplante Gewalttaten oder Sachbeschädigungen für die angemeldete Versammlung am einundreißigsten Oktober liegen derzeit nicht vor. Also das heißt gut, ich meine wer meldet vorher anders als Sachbeschädigung machen will. Das ist schon klar dass da jetzt wahrscheinlich keine Hinweise vorliegen.

aber es heißt ja schon die Polizei guckt sich das im Vorfeld an und dürfte im Fall der Fälle dann auch mit einem Großaufgebot vor Ort sein wenn's notwendig ist. Die bayerischen Sicherheitsbehörden sind ja bekannt dafür dass sie eh mal ein zu viel an Leuten auffahren als zu wenige bleibt so hoffend dass bei den Protesten nicht nur Art der Demonstration im Vordergrund steht, sondern auch die Interessen der junge Leute gehört werden.

Dass ihre Bedürfnisse, ihre Anliegen in der Politik sich wiederfinden und dass tatsächlich dann auch ein positiver Benefit raus springt aus so einer Demonstraktion. Genau also das finde ich ist bei solchen Protesten immer irgendwie so ein bisschen dem Problem ne? Also sobald es da jetzt vielleicht zu irgendwelchen Zwischenfällen kommen sollte, kleinerer Art sag ich jetzt auch mal.

Ist ja dann irgendwie schnell immer die Rede davon dass sie unterwandert sind oder eskaliert sind und so. Und ich glaube da ist das schon wichtig, dass man die Interessen der jungen Menschen nicht aus dem Auge verliert. Gewalt ist nie eine Lösung. also das ist natürlich klar. aber ich finde schon auch, dass die junge Leute verdient haben gehört zu werden.

Kollegen von uns werden am Wochenende bei der Demonstration sein. Werden Berichten was die Studenten gefordert haben? Wie seht ihr das? Seid ihr am Samstag vielleicht auch mit von der Partie und wie blickt ihr generell auf die Proteste der jungen Leute in Europa. Lasst uns doch gerne eine Nachricht da auf Instagram, dort heißen wir SZ München oder schreibt uns an unsere neue E-Mail Adresse hey-münchenatszeit.de.

Und natürlich könnt ihr auch immer gerne in den Kommentaren mit uns diskutieren! Damit sind wir bei unserem zweiten Thema angelangt dem Baumentscheidt. Der hat in dieser Woche eine wichtige Hürde genommen, mehr als sechzigtausend Unterschriften wurden an die Stadtpolitik übergeben. das Ziel der Initiatoren dahinter ist sie wollen bis zwei tausend vierzig zwölftausende neue Bäume für München schaffen.

Heiner heißt diese jetzt erfolgte Übergabe? denn dass diese zwölftausend Bäume auch kommen werden so schnell geht es leider noch nicht. erst einmal muss man sagen Was für eine Wahnsinnsleistung in so kurzer Zeit, so viele Unterschriften zu sammeln. So kurze Zeit? Von welchem Zeitraum sprechen wir da?

In ganz wenigen Monaten. Das ging von Sommer bis jetzt. Da gibt es kaum Vergleichsfälle wo es so schnell gegangen ist. Das heißt das gibt ein großes Bedürfnis der Leute und einen großen Willen dass hier was passieren muss, dass die Stadt grüner werden muss. Das heisst aber noch nicht dass es sofort passieren wird.

Da gibts verschiedene Möglichkeiten bei einem Bürgerbegehren das jetzt startet. Das eine ist eine Übernahme eins-zu-eins durch den Stadtrott. fast einen Beschluss mit den Forderungen des Bürgerbegehrens. Dann ist es zu Akten gelegt und übernommen, allerdings nur mit einem Jahr Bindungsfrist wie bei allen Bürgerentscheiden.

Der zweite Punkt ist der Stadtrat kann ablehnen dann wird wohl vom Bürgerbegehen ausgehend ein Bürger entscheid kommen. Die Initiatoren werden abstimmen lassen. das wird aber wohl eher nicht passieren weil ich glaube dass die Koalition nicht auf sich sitzen lassen wird und auch das nicht riskiert wird, in den Bürgerentscheid vorgeführt zu werden.

Ich wollte sowieso gerade sagen ich meine wir haben einen grünen Rathaus-Chef der kann doch eigentlich wenig gegen neue Bäume in München haben? Das schon. aber ich glaube eine eins zu eins Übernahme wird deshalb nicht kommen weil es so wahnsinnig teuer ist. man muss sich vorstellen jeder Baum wird forty fünf tausend Euro kosten.

Mal zwölftausend, das heißt bis zu zweiundzig vierzig wäre mehr als eine halbe Milliarde Euro für die Pflanzungen fällig. Dass das so eins zu eins kommt halt nicht für schwierig. deshalb glaube ich dass wieder eine Übernahme noch eine Ablehnung kommen wird sondern man wird einen Kompromiss aushandeln oder auszuhandeln versuchen und da sollen schon erste Gespräche laufen.

wir können aber mal reinhören was die Initiatoren dazu sagen. Fast sechszig tausend Unterschriften! Das ist ein großes Zeichen der Münchnerinnen und Münchener für mehr Hitzeschutz durch Bäume in der Stadt Und uns ist natürlich wichtig, dass diese Stimmen jetzt auch ernst genommen werden. Wir sind bereits im konstruktiven Austausch mit der Stadt und sind gespannt was uns da jetzt als Angebot für eine gemeinsam getragene Lösung vorgelegt werden kann.".

Das war Stefanie Günther die zusammen mit Josef Können das Bürgerbegehren initiiert hat – und es klingt ganz schön noch ein Kompromiss! So sieht's momentan aus... Man muss aber auch sagen, dass die Initiatoren natürlich mit dem Bürgerbegehren und den vielen, vielen Unterschriften einen mächtigen Hebel haben.

Das heißt sie können schon relativ weit gehen in den Forderungen und dann muss die Stadt auch wirklich Geld reinbuttern. Und ob das so kommen wird und wie man sich einig ist bleibt abzuwarten? Es gibt ja bestimmt auch rote Linien. da muss man sehen. Ja es sieht nach Kompromiss aus Aber ob es dazu kommt steht noch nicht fest.

Jetzt haben wir eine der Initiaturen schon gehört. jetzt würde mich aber trotzdem mal interessieren was Sind das eigentlich für Leute? Weil ich meine, so ein Bürgerbegehren ist ja wirklich schon extrem anstrengend es durchzusetzen. Das erfordert eine riesige Organisationsarbeit. Wer sind die beiden und warum machen sie das?

Die beiden studieren an der TU München haben sich auch dort kennengelernt. Stephanie Günther ist Mitglied bei den Grünen und Josef König, Mitglied der CSU. Das ist ja heutzutage gar keine... Ungewöhnliche Konstellationen, ich meine auch Dominik Krauss und Markus Söder verstehen sich ja mittlerweile ganz gut.

Aber ist das trotzdem interessant? Schon wieder ein kleines grün-schwarzes oder schwarz-grünes Bündnis in der Politik. Die beiden werden sich aber von der Parteipolitik nicht beeinflussen lassen, sondern ihr Bürgerbegehren vorantreiben. Sie studiert weiterhin Politikwissenschaften im Master eher Urbanistik Und die beiden haben uns auch erzählt wie sie sich kennengelernt haben und wie es zu den Bürgerbegären gekommen ist.

Der Baumentscheid ist tatsächlich aber in der Städtereise nach Budapest entstanden vor zwei Jahren. Es war dort so heiß, dass ich fast umgekippt bin und es war kein Baum weit und breit. Ich bin Studierter Landschaftsdetektor und Städtebauer und damit beschäftige ich mich natürlich sehr, damit wie man städtegrüner bekommen kann.

Und das wir in Budapeste auch in München sehr wenig Stadtgrün haben bei sehr heißen Innenstädten, das ist sehr selber mir geblieben. Auf diesem Weg mit dieser Sorge im Kopf haben Steffi und ich uns kennengelernt und haben einfach gesagt hey! Wir sind mal mutig und starten und probieren da was. Dass da jetzt ein großes Bürgerbäckern rausgekommen ist haben wir uns auch nicht erwartet, freut uns aber sehr und zeigt dass die Münchnerinnen und Münchler auch Veränderungen wollen.

Dieser zurückliegende Hitzesommer ist doch mir noch sehr gut im Kopf geblieben. das war ja wirklich teilweise kaum zu ertragen. Uns allen glaube ich diese heiße Sommer der hat glaube ich viele zum Nachdenken gebracht. nochmal. Ja absolut. jetzt würde mich interessieren wie stellen sich die beiden das denn jetzt konkret vor?

Also die Stadt ist ja eigentlich voll betoniert. wo und wie soll da noch Platz für zwölftausend Bäume sein? Das Boto des Bürgerbegehrens heißt Mission Schattenspenden und es könnte wahrlich auch eine heiße Mission werden, nicht nur wegen des Klimawandels sondern auch mit dem was sie vorhaben. Es ist nämlich überhaupt nicht so leicht zwölf tausend Bäume innerhalb des mittleren Rings zu pflanzen.

die sollen ja Straßen nah sein um öffentlicher Raum zu beschatten. Eben also du kannst hier nicht einfach irgendwo hin ein Baum hinhauen das muss ja schon System haben. Ja und weil in der Liegen auch im Untergrund Stromleitungen Kanal Fernwärme alle mögliche Dinge, die sogenannte Sparten immer am Straßen vergraben sind.

Oben drüber sind Parkplätze, die man auch mal erst opfern muss. Also da steht ein heißes Ringen auch bevor wo diese Standorte sein könnten und wie man sie auch überhaupt pflanzen kann – diese Bäume, diese vielen. Da haben sich die viel vorgenommen. allerdings wenn man sich nicht viel vornimmt dann wird es auch nichts.

Sie können bestimmt einiges bewegen und vorantreiben. Jetzt klingen zwölftausend Bäume natürlich Schön und gut. Und das ist, glaube ich ein Vorhaben gegen das nur schwer was einzuwenden ist. aber bringt es denn jetzt wirklich so viel? Also wenn der Klimawandel schreitet ja wirklich mit einer beängstigenden Geschwindigkeit voran können da zwölftausend Bäume soviel ausrichten.

Ja in unserer Technik auf vielen digitalen Zeit Da klingt Bäume pflanzen ja erst einmal naiv sehr handwerklich sehr analog sehr basic. Aber man muss sagen Bäume sind wirklich ein ganz, ganz großer Faktor im Hitzeschutz für die Städte. Unter ihren Kronen ist es kühl, sie verdunsten Wasser, dadurch wird wieder die Luft rundum abgekühlt und wir haben da selbst auch mal versucht nachzuvollziehen.

Kollegen von uns sind mit der Wärmebildkamera losgezogen durch die Münchner Innenstadt und haben versucht, die Unterschiede zwischen Orten unter Bäumen und Orten, die überhaupt keinen Schatten haben, mit dem Wärmepildkamera darzustellen. Und da gibt es echt so einen Unterschied? Sie waren am Rindermarkt, also gleich hinter dem Marienplatz.

Da gibt's ja einen Brunnen und einen geplasterten Platz. Auf den geplasterten Platz ist der Glüh des Oranges. Das ist die hellste Hitze-Stufe. Da war es wirklich mega heiß! Die konnten die Hand auf dem Boden legen, die Steine strahlen das wieder ab. Da was irre heiß... ...und dann sind sie nur ein paar Meter weiter unter die Bäume gegangen wo den ganzen Tag... Schatten ist, da war die Luft bis zu zwanzig Grad kühler als der Boden draußen und sie haben sich richtig wohlgefühlt.

Und so kann man das durchexaktieren. Da sind die Ludwigstraße raufgegangen. Da hat es kein einziger Baum da, da wird ja auch gerade groß diskutiert. Soll man Bäume pflanzen? Alles orange geklüht! Und auch noch ein Faktor – die parkenden Autos, die sich aufheizen, die auch extrem viel Wärme damit abgeben.

Wahnsinn also das spricht ganz klar dafür. Bäume in der Stadt haben einen großen Nutzen. Wie es mit dem Baumentscheid weitergeht, erfahrt ihr natürlich auch hier bei uns bei Helmünchen oder auf SCTE. Wir haben gerade gesprochen wie knapp das Geld sitzt bei der Stadt und das wird auch Thema sein bei unseren nächsten Nachrichten für euch haben die keine besonders gute ist Linus?

Ne, bevor wir zum Gastro-Tipp und der Good News kommen gibt es leider noch eine Bad news. Und zwar werden die Sportanlagen in München teurer. Die Stadt will die Gebühren für alle städtischen Anlagen um fünfzig Prozent erhöhen. Davon sind Vereine betroffen genau wie alle anderen Nutzer also Freizeitmannschaften Volkshochschulen etc.

Aber natürlich auch die Sportler, denn wenn der Verein mehr Geld an die Stadt zahlen muss, müssen die Sportlern wohl auch höhere Beiträge an den Vereinszahlen. Daran gibt es Kritik – Linke und ÖDP im Stadtrat kritisieren das Geld für Olympia- und Spitzensport. da ist aber bei Amateurvereinen gespart wird.

Kann man zu sagen, wenn gerade Millionen um Sommerspiele freigegeben wurden? Jetzt aber zu den schönen Dingen des Lebens und da gehört für mich Essen auf jeden Fall dazu. Auch in dieser Woche hat unsere Gastroreporterin Jackie hier einen leckeren und günstigen Tipp für euch! Hey Menschen, ihr steht auf K-Pop süße Spaßgetränke & Instant Noodles?

Dann habe ich da vielleicht was für euch... In der Sonnenpassage direkt unterhalb von Stachos hat vor kurzem Mijan aufgemacht ein asiatischer Convenience Store. Ihr könnt euch dort eure Instantrahmen direkt vor Ort an einer Kochstation zubereiten und mit allerlei Zutaten pimpen. Ihr kriegt aber auch Corn Dogs, Sandals und was ich ganz geil fand koreanisch angehauchte Bagels!

Der Belge selbst hätte zwar für meinen Geschmack etwas fluffiger sein können, aber das Gucci-Junk Pulled Beef mit Yuzu Frischkäse war wirklich mal was anderes. Und das Beste? Selbst mitgetränkt zahlt ihr dafür nur so um die zehn Euro! Wenn es euch vor allem um die Instant Nudeln geht dann empfehle ich euch aber mal im Super K im PEP Einkaufszentrum vorbei zu schauen.

Die Auswahl an abgepackten Nudel dort ist noch einiges größer als in Mijan und für eine Bowl mit fünf Toppings und einem getränk zahlt Ihr dort ebenfalls nur um die Zehn Euro. Und wie gesagt, in beiden Läden gibt es so einige Drinks die neugierig machen. Oder habt ihr schon mal Chuppa-Chups aus der Dose probiert?

Und da wir gerade bei guten Nachrichten sind... Wie immer haben wir am Schluss unserer Folge eine positive Nachricht für euch und die betrifft diesmal die Schwimmer! Genau alle Wasserratten im Münchner Westen dürfen sich freuen. Das Westbad ist wieder offen. das wurde seit April saniert. Der Außenbereich ist jetzt zwar noch zu Alles andere hat jetzt aber wieder offen.

Und das Beste daran, Schwimmen ist um zwanzig Prozent günstiger aktuell. Weil ja nicht alle Bereiche des Bades zugänglich sind. und noch eine gute Nachricht für alle Schwimmer im Münchner Westen es gibt jetzt sogar noch eine günstigere Alternative. Und zwar in der Schwimmhalle auf dem Schulkampus. Loch haben, der seit Mitte Oktober öffnet ist wo man zu bestimmten Zeiten zu sehr günstigen Preisen schwimmen kann.

da müsst ihr euch einfach auf der Homepage informieren wann das möglich ist. Mit dieser guten Nachricht sind wir dann auch in dieser Woche wieder am Ende der aktuellen Folge von Hey München angelangt. Folgt uns doch gerne auf Apple Podcasts, Spotify oder wo immer ihr uns hört. Denkt dran aktiviert die Glocke und lasst uns doch auch gerne eine Bewertung da!

Das war's mit unserer Folge heute wieder aus dem Studio. War trotzdem unterhaltsam wie immer mit dir. Du sagst das. Produziert hat diese Folge Eileen Sandschack. In der Redaktion waren dabei Laura Terbal Anna Maria Salmen Jacqueline Lang Tim Prack, Niklas Beck und wir. Heiner Effern und Linus Freimark.

Redaktionsschluss dieser Folge war Dienstag der siebenundzwanzigte Zehnte um vierzehn Uhr. Bis nächste Woche! Ciao ciao.

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