HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Der Hype um die HSV-Trikots: Spannende Einblicke und neue Rekordzahlen

Mittwoch, 11. März 2026 · 53 min

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Shownotes

Für diesen Trikotverkauf gibt es eigentlich nur ein Wort: Wahnsinn. 70.000 Mal hat der HSV vor Kurzem sein 1887-Sondertrikot verkauft. Und es hätten vermutlich noch deutlich mehr sein können. Damit ist das unter dem Motto "Sturm und Glanz" entworfene Shirt schon jetzt das meistverkaufte Trikot der HSV-Geschichte. Aber das wird nicht der einzige Rekord in dieser Saison sein. Erstmals überhaupt wird der HSV in der laufenden Spielzeit mehr als 100.000 Trikots verkaufen. Dis bisherige Rekordmarke von 90.000 aus der vergangenen Saison wird der HSV sogar verdoppeln. Der Club rechnet am Ende mit 180.000 Trikotverkäufen.

Das Merchandising boomt. Und das nicht nur beim HSV. "Generell gehen die Zahlen im Markt nach oben. Das ist eindeutig zu erkennen, beim HSV aber in besonderem Maße", sagt Sascha Steinbrück, Leiter Merchandising beim HSV, in der neuen Folge des Abendblatt-Podcasts "HSV, wir müssen reden". Seit zwölf Jahren arbeitet Steinbrück im Volkspark. In dieser Zeit haben sich die Einnahmen aus dem Merchandising konstant erhöht. "Unsere Steigerungen sind mehr als bei anderen Vereinen, trotz der sieben Jahre in der Zweiten Liga. Wir haben in diesen Jahren stetig unseren Umsatz steigern können", sagt Steinbrück.

Das Merchandising hat sich in dieser Zeit stark verändert. Der HSV setzt vermehrt auf eine alltagstauglichere Kollektion. Der große Hype aber ist vor allem um die Trikots entstanden. Welche Shirts in dieser Saison besonders gut laufen, warum der HSV jetzt schon die neuen Trikots für die kommende Saison fertig hat und warum beide Vuskovic-Trikots zu den meistverkauften gehören, erfahren sie in der neuen Podcast-Folge.

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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Für diesen Trikotverkauf gibt es eigentlich nur ein Wort. Wahnsinn. 70.000 Mal hat der HSV sein 1887 Sondertrikot verkauft und es hätten vermutlich noch deutlich mehr sein können. Darüber wollen wir heute sprechen in einer neuen Folge von HSV, wir müssen reden.

Mein Name ist Henrik Jakobs und ich begrüße heute einen spannenden Gast, der uns viele interessante Einblicke geben wird hinter die Kulissen des Trikotverkaufs. Und das ist der Leiter des Merchandising beim HSV, Sascha Steinbrück. Herzlich willkommen. Moin. Moin. Ja, schön, dass du hier bist. Wie sieht es denn am Wochenende aus?

Warst du in Wolfsburg und hast mit dem HSV gefeiert? Ich war dabei, habe mir das Spektakel angeschaut. Ein echtes Spektakel? Ja, war sehr begeistert, schon auf dem Hinweg. Bin früh morgens losgefahren, trotzdem waren schon viele HSV-Autos vor mir unterwegs, hinter mir unterwegs. Im Auto, nicht in den Metronomen gesetzt?

Nee, ich habe das Auto gewählt, habe auch den Weg über die Dörfer gewählt, über Lüneburg-Ulzen. Aber trotzdem, es war, an jeder kleinen Tankstelle hat man schon HSVer getroffen und hat schon sich denken können, worauf das hinausläuft. Und ja, angekommen an der Arena hat man dann gesehen, dass der Großteil dann im Blau den Tag verbringen wird.

Und ja, war ein besonderes Spiel und hat Spaß gemacht. Auf jeden Fall hat das Ergebnis Spaß gemacht und auch die Stimmung nach dem Spiel. Das Spiel an sich, würde ich jetzt mal sagen, hat dann phasenweise auch Spaß gemacht. Auf jeden Fall war es sehr, sehr spannend und ich habe es gerade schon gesagt, sehr, sehr emotional.

Vor allem dann nach dem Spiel mit den Fans, die dann gefeiert haben, mit den Spielern auf allen Tribünen eigentlich. aber natürlich dann vor allem in der Gästekurve. Vielleicht direkt mal so gefragt, du als Merchandising-Liter, nach so einem Spiel, spürt ihr das dann direkt schon im Fanshop, im Onlineshop, dass da dann eine höhere Nachfrage stattfindet?

Ja, also Spiele sind definitiv erkennbar in den Umsatzverläufen so einer Saison. Nicht ganz so stark abhängig wie andere Themen, aber ja, klar, ein Sieg hilft immer. Es ist aber nicht so, dass wir jetzt nach einer Niederlage gar nichts verkaufen. Aber ja, es ist schon erkennbar. Also ein 2-2 gegen Bayern München, das ist dann schon ein Ausschlag nach oben in einem Onlineshop.

Das kann man schon sehen. Okay, und wie hoch war der Ausschlag jetzt am Wochenende? Er war da, aber war jetzt nicht so hoch wie gegen Bayern. Also Bayern war tatsächlich dann der höchste Ausschlag in der Saison. Ja, das hat man schon gemerkt, da ging es schon stark nach oben. Das Trikot mit der Nummer 44 wurde nochmal ein paar Mal mehr verkauft.

Ja, das ist ja auch gleich ein spannendes Detail. Eigentlich die 44 verkaufen wir zweimal. Wir haben ja auch nicht aufgehört, Mario Vuskowitsch 44 zu verkaufen die ganzen Jahre. Er sollte Teil des Teams bleiben, dementsprechend gab es diese Möglichkeit. Das haben viele HSV auch die letzten Jahre schon genutzt. Und jetzt ist noch L.

Vuskowitsch dazugekommen. Und ja, die Verkaufszahlen sind nicht weniger als von Mario. Sind beide unter den Top 5. In der laufenden Saison? In der laufenden Saison, ja. In den Top 5, okay. Ich hätte jetzt wahrscheinlich so gesagt, der eine auf der 1 sogar. Der eine ist auf der 1 jetzt, ja. Obwohl das später dazugekommen ist, muss man auch sagen.

Wir hatten schon eine große Menge Trikots. Wir haben ja sehr gut in die Saison gestartet mit dem Trikotverkauf. Das heißt, da hatten sich viele schon eingedenkt, als Luca dann verpflichtet wurde. Dementsprechend hat er aber aufgeholt und ist jetzt auf jeden Fall auf Platz 1. Das kann man, glaube ich, auch sehen. Auch in Wolfsburg hat man es gesehen.

Es ist sehr viel L-Punkt Vuscovic hinten drauf. Aber auch schön zu sehen, dass trotzdem auch sein Bruder weiterhin gekauft wird und unterstützt wird. Ich glaube, es ist auch nicht normal und zeigt, dass die richtige Entscheidung war, das auch weiterhin zu verkaufen, weil die Leute wollen es gerne nach außen tragen und ein Zeichen setzen, auch für Mario, dass er weiterhin dabei ist.

Das finde ich eigentlich ganz schön. Wo liegt Mario aktuell? In den Top 3 auch? Die Zahl habe ich nicht mit, aber ist auf jeden Fall unter den Top 5. Immer mit dabei und konstant die letzten Jahre dabei gewesen. Das hat natürlich immer mal gewechselt von Glatze zu Selke. Wir haben ja auch immer ab und zu drüber gesprochen. Es wechselt ab und zu mal, aber die Konstante dabei war die 44 und Mario Buscovic.

Wo wir gerade schon dabei sind, kannst du dann sagen, wer die anderen Topseller sind in dieser Saison? Dompeh ist extrem stark, Glatze ist auch ein Dauerbrenner und Miro Muhheim dieses Jahr sehr stark sich entwickelt. Das war in der Vergangenheit auch schon mal anders. Ja. Aber bevor wir dann über die Trikots auch ein bisschen näher sprechen, vielleicht nochmal zu dir. Wie lange bist du denn jetzt schon beim HSV eigentlich dabei?

Von Anfang an dann auch in der Position als Merchandising-Leiter und wie bist du zum HSV gekommen? Genau, ich bin seit September 2014 dabei. Ein Monat früher als unser aktueller Vorstand Erik Huwe. Also wir haben fast zusammen angefangen. Ja, damals noch eine komplett andere Zeit. Also man kann sehen, ich habe schon sehr viel mitmachen dürfen beim HSV.

Spannende Zeiten, schwierige Zeiten auch erlebt. Aber gerade die letzten Jahre, gerade im Merchandising-Bereich sind wir da sehr stark gewachsen. Und ja, macht sehr viel Spaß. Erzähl doch mal, wie du dann auch zum HSV gekommen bist. Was hast du vorher gemacht? Was hast du gelernt? Wie war so auch die Verbindung zum HSV vielleicht? Ja, Verbindung zum HSV ist ganz spannend.

Tatsächlich war mein erstes, also ich komme aus Göttingen, bin jetzt nicht aus der Region, aber trotzdem war mein erstes Bundesligaspiel, was ich live gesehen habe, 1988, HSV gegen Bayern München. War eine Liederlage damals, 30 nach. Schon nicht gut ausgegangen, ich glaube 0 zu 2 war es. Im alten Volksparkstadion. Im alten Volksparkstadion, genau.

Und da sind wir damals mit der Mannschaft, ich habe damals Fußball gespielt. Sind wir nach Hamburg gefahren. Kommen wir tatsächlich aus Göttingen. Dementsprechend habe ich nach dem Abitur eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann gemacht im Schreibwarenbereich. Ich habe dann BWL studiert und habe am Ende des Studiums dann regional bezogen auch ein Praktikum bei Hannover 96 in der Merchandisingabteilung gemacht.

Wurde dann da übernommen und so startete eigentlich mein Weg im Merchandising und bin dann seit 2014 jetzt beim HSV. Das Merchandising selbst hat sich ja auch über die Jahre, also jetzt dann ja auch schon ein bisschen mehr als zehn Jahre, die du jetzt da bezifferst, doch stark verändert. Also insbesondere natürlich auch beim HSV.

Aktuell schreibt der HSV eigentlich fast jedes Jahr Rekordzahlen im Umsatz, im Merchandising. Kannst du mal so ein bisschen sagen, woran das liegt? Ist das vor allem der Hype um den HSV oder beobachtest du auch insgesamt im Merchandising, im Fußball, ja, der Entwicklung, dass einfach die Nachfrage größer geworden ist und die Leute bereit sind, für ihre Clubs dann auch viel Geld auszugeben?

Ja, es ist eine Mischung aus beidem. Also generell gibt es schon die letzten Jahre auch einen Merchandising-Boom generell. Also die Zahlen gehen an sich im Markt nach oben. Das ist eindeutig zu erkennen. Beim HSV aber in besonderem Maße, also prozentual, unsere Steigerungen sind schon mehr als bei anderen Vereinen.

Das ist schon zu beobachten und das muss man ja sagen, trotz der sieben Jahre 2. Liga. Also wir haben in diesen sieben Jahren auch stetig unseren Umsatz steigern können, obwohl da jetzt nicht jedes Jahr der sportliche Erfolg dann am Ende da gewesen ist. Das ist wirklich in jedem Jahr eine Steigerung. Genau. Ja. Und teilweise auch deutlich. Auch in den Corona-Jahren?

Corona war dann eine kleine Delle, weil wir natürlich die Spiele nicht hatten. Aber zumindest konnten wir es halten. Also der Online-Anteil ist dann einfach gestiegen. Das war auch schon bemerkenswert zu beobachten. Das haben wir natürlich auch gedacht, okay, keine Spiele, unsere Fanshops nicht geöffnet.

Aber haben da auch Lösungen gefunden. Erinnert euch noch, dass wir dann Masken verkauft haben. Es wirkt schon so weit weg, zum Glück. Man hat es irgendwie ein bisschen verdrängt, aber auch auf die Themen muss man sich dann schnell einstellen. Und da hat man aber auch schon mal so Potenziale gesehen. Ich glaube, ihr habt auch damals darüber berichtet, dass wir dann innerhalb von zwei Tagen 57.000 Masken verkauft und mussten irgendwie erst mal gucken, dass wir die produziert bekommen.

Eigentlich verrückt, wenn man heute daran zurückdenkt, aber hat auch schon so ein bisschen das Potenzial gezeigt, was da ist und seit. Die unsere Fans endlich wieder ins Volksparkstadion kommen können. Nach Corona ist es nochmal in besonderem Maße dann auch nach oben gegangen. Wir haben in der Zeit aber auch viel verändert, das muss man auch sagen.

Klar, es ist ein Boom da, aber wie gesagt, was setzt uns auch von anderen Vereinen ab. Wir haben das Sortiment schon umgestellt. Wir haben in der Zeit des Abstiegs oder auch danach trotzdem weiter in das Team investiert. Auch auf der Geschäftsstelle, das habt ihr auch mitbekommen, da gab es jetzt keine großen Entlassungswellen. Dafür hat man auch ab und zu mal Kritik bekommen.

Warum hat man denn noch so eine in Anführungszeichen große Geschäftsstelle, was sich immer im Fragezeichen versehen würde, weil der HSV natürlich trotzdem ein großer Verein ist. Und ob wir erste oder zweite Liga spielen, das Drumherum muss ja trotzdem organisiert werden. Und so ist es auch im Merchandising. Wir konnten auch in der Zeit weiter investieren und haben auch intensiv in Produktexperten und Expertinnen investiert.

Und das zahlt sich aus. Also ich glaube, unsere Kollektion hat sich im Vergleich zu vor zehn Jahren schon deutlich verändert und ist deutlich alltagstauglicher. Und das waren auch so die Steigerungsraten, die wir in den letzten Jahren hatten. Das war bis dahin hauptsächlich unsere eigene Kollektion, die einfach alltagstauglicher, tragbarer wurde.

Und das waren jedes Jahr so die Treiber. Und jetzt die letzten Jahre kommt noch der Trikotboom dazu, der auch allgegenwärtig ist, auch bei anderen Vereinen. Zumindest die meisten Vereine haben gerade ein Grinsen im Gesicht, wenn es um das Trikothema geht. Aber das, was wir so die letzten ein, zwei, drei Jahre erleben bei den Trikotzahlen, das ist schon nochmal enorm. und kommen zu der eigenen Kollektion, die sehr erfolgreich ist, noch dazu.

Und das sorgt dann für diese guten Zahlen in besonderem Maße. Darüber sprechen wir gleich noch. Du hast gerade gesagt, alltagstauglicher. Wie kann man sich das vorstellen? Was meinst du damit? Also mehr wirklich Artikel für den täglichen Gebrauch, mehr Babyschnuller und mehr Sachen, die man vielleicht mit ins Büro nimmt oder alltagstaglichere Kleidung dann auch? Genau, weil es auf die Kleidung bezogen ist.

Also wirklich dezentere, alltagstaugliche und nicht mehr wirklich Fanartikel. Also ich mich erinnere, ich habe dann mit dem Praktikum ja damals 2010 angefangen. Da gab es Trikots und dann gab es wirklich laute Shirts drumherum, wo jedem klar war, auf 200 Meter Entfernung, da kommt ein Fußballfan. Und das war natürlich schwierig im Alltag ins Restaurant, ins Büro anzuziehen.

Wir haben jetzt hier einen Podcast. Du kannst sehen, was ich gerade anhabne. Ich wollte es gerade sagen. Das ist ein Artikel, den ich heute trage. Eine Art Pulloverjacke. Ohne die Raute würde ich jetzt sagen, das hätte auch ein normales Kleidungsstück sein können. Genau, aber damit kannst du auch so ganz normal ins Büro gehen.

Damit könnte ich jetzt heute Abend ins Restaurant gehen, ohne dass jemand sagt, da kommt wohl gerade jemand vom Fußballspiel. Und das hat sich einfach verändert und das sieht man, glaube ich, auch bei uns in der Stadt. Das sieht man in den Städten drumherum um Hamburg, dass da einfach im Alltag deutlich mehr HSV getragen wird, dadurch, dass es alltagstauglicher ist.

Und das ist ein großer Teil des Erfolgs. Die Umsatzsteigerung hast du gerade schon angesprochen. Kannst du das so ungefähr beziffern, so über die Jahre? Wenn wir jetzt mal so gucken, 2015 ging es dann los mit den Relegationen, ein Jahr vorher dann schon, dann kam der Abstieg. Trotzdem hast du ja gesagt, gab es da jetzt jährlich eine Steigerung.

Kann man das so ungefähr beziffern auch? Ja, also ich hoffe, dass wir am Ende dieses Jahres dann beim Dreifachen rauskommen, was wir in dem Jahr vor dem Abstieg gemacht haben. Und das ist schon... Eine ordentliche Hausnummer. Also ihr wisst, wir waren letztes Jahr jetzt knapp über 20 Millionen und die Erwartung ist schon, dass wir das ja auch mal toppen können dieses Jahr.

Du hast den Abstieg gerade schon angesprochen. Gerade so in dem Bereich Mitgliederzahlen gab es ja trotz des Abstiegs da damals einen deutlichen Effekt, weil viele auch trotz dann gesagt haben oder gerade jetzt halten wir dem HSV die Treue. Habt ihr das im Merchandising auch gespürt, dass es da sogar durch den Abstieg nochmal einen Schub gab? Einen Schub gab es damals noch nicht.

Es war eher gleichbleibend. Und das war aber trotzdem auch anders, als wir es uns vorgestellt haben. Also das schwirrte ja schon viele Jahre über unseren Köpfen. Und es war eigentlich schon klar, wenn das jetzt wirklich passiert, verkaufst du dann überhaupt noch was. Und das hat man dann schon gemerkt, dass es zumindest gleichbleibend war.

Das war damals noch nicht der große Sprung nach oben. Aber allein, dass da diese, wenn war es eine kleine Delle, aber kein wirklicher Tiefpunkt, Das war schon anders, als wir es erwartet haben. Also geplant haben wir damals mit deutlich mehr als 25 Prozent Einbruch und der war gar nicht da. Interessant auf jeden Fall und über allem steht natürlich jetzt aktuell, du hast es schon gesagt, der Trikotverkauf und der Boom um die Trikots.

Kannst du jetzt schon sagen, wie viele HSV-Trikots ihr wahrscheinlich am Ende der Saison verkaufen werdet, wenn man so Hochrechnungen macht? Ich glaube, das kann man ja so schon ungefähr aus den Erfahrungen heraus dann wahrscheinlich prognostizieren. Genau, also wenn wir alles zusammennehmen, also auch die Verkäufe, unsere Ausrüster Adidas und Eleven Teamsports, hoffen wir, dass wir irgendwo um die 180.000 Trikots dieses Jahr rauskommen und das ist schon eine Herausforderung.

Über 100.000 wart ihr ja bislang noch nie. Nein. Den Rekord werden wir, das kann man auch jetzt schon sagen, eindeutig, steigern und natürlich mit dem Sondertrikot-Effekt nochmal in besonderem Maße und auch einen, den wir so nicht eingeplant haben. So nicht, mit Sicherheit nicht. Das war ja schon jetzt wirklich Wahnsinn.

Trotzdem habt ihr natürlich da schon drauf geschielt, mit diesem besonderen Trikot, mit diesem besonderen Anlass, da schon nochmal eine große Marke zu knacken, oder? Aber habt euch das komplett umgehauen da nochmal? Ja, komplett. Die Tage habe ich vom europäischen Marketing-Netzwerk, da gibt es einen Professor, der forscht ein bisschen im Bereich Merchandising und der hat gesagt, es war ganz interessant, dass im durchschnittlichen deutscher Bundesliga-Verein 12.000 Sondertrikots verkauft.

Da gibt es mal Ausreißer nach oben, aber auch nach unten und das ist so der Durchschnitt. Von daher waren wir mit den 10.000, die wir selber hatten und dann nochmal rund 10.000, die Adidas hatte, waren wir gar nicht so schlecht, wenn man denkt, wir sind der HSV und verkaufen generell ein bisschen mehr. Das heißt, wir waren da nicht so schlecht in der Planung und dann kamen, glaube ich, einfach ganz viele Dinge zusammen.

Also ich glaube, der Spot, den alle gesehen haben, das ist einfach was Besonderes. Wir haben was anderes gemacht, auch das Design ist sicherlich speziell. Ich glaube, es wäre sehr einfach gewesen, zu so einem Jubiläum einfach ein klassisches Retro-Trikot zu machen. Das ist einfach gar nicht, sondern es ist ein anderer Weg gewählt worden, der, glaube ich, belohnt wurde.

Und natürlich, das muss man auch sagen, man sagt immer ganz gerne, was sollten wir denn machen? Die Mannschaft hat ja nicht performt. Man muss auch sagen, die Mannschaft hat die Spiele davor schon auch gut performt. Wir kamen von dem 2-2 gegen Bayern und zwei Siege in Folge, zwei wichtige Siege in Folge und dann sind wir mit dem Trikot rausgekommen.

Das ist schon auch ein kleines Momentum, was man hat, was einfach zu einer positiven Stimmung, wenn man damit kommt, dieses Jubiläum auch zu feiern. Also ich wage mal zu behaupten, hätten wir die Spiele verloren, wären vielleicht auf den Relegationsplatz gerutscht und dann kommen wir mit goldenen Zeiten und erzählen von 1887 Bundesligaspielen, dann wäre die Hälfte der Kommentare wahrscheinlich gewesen, kommen auch nicht mehr viel dazu, so wie ihr gerade spielt.

Dann kann es auch in eine negative Spirale kommen. Das zeigt aber auch nochmal, wie schwierig so eine Mengenplanung ist. Wenn man sich natürlich als Fan fragt, wie konnten die nur so wenig bestellen, sind die wahnsinnig, aber das ist einfach auch ein Wert, den man da einkauft. Wenn die am Ende überbleiben, haben wir auch ein Problem und dementsprechend ist es manchmal auch einfach schwer abzusehen.

Das Trikot ist fast ein Jahr vorher bestellt. Da konnte ich noch nicht antizipieren, dass wir in der Bundesliga spielen. Also das schon, das mussten wir natürlich. Sonst hätten wir ja nicht die 1887 Spiele gehabt. Aber auch das war ja mal wieder spannend. Aber heute vor einem Jahr wusste du ja noch nicht.

Genau, es war zumindest aber eine Tendenz. Und wir haben gesagt, wir werden es mal ernster mit diesem Trikot, weil wir hoffen mal, dass es diesmal klappt. Aber auch das, es war dann im Juli mit dem Spielplan klar, dass es das Spiel in Heidenheim wird. Und wie es dann immer bei uns so ist, das ist natürlich nicht geworden, weil wir das Leverkusen.

Jetzt wissen wir, warum das Spiel ausgefallen ist. War doch nicht die Rollenbildung am Stadion. Nee, doch war es, aber das sind auch so unterschiedliche Wahrnehmungen, die du dann hast, auch manchmal als Merchandising-Abteilung. Ich erinnere mich noch, das Spiel fällt aus und der erste Gedanke in unseren Büros ist, oh nein, damit ist wahrscheinlich, wir gucken mal, wie Leverkusen die nächsten Wochen spielt, die haben noch Pokal und Champions League.

Das hätte natürlich auch dann deutlich früher nachgeholt werden. Aber damit war uns klar, das wird eigentlich vor Heidenheim, kann das nicht sein. Dementsprechend haben wir ein Thema, wir müssen unseren kompletten Plan umwerfen. Das sind so Sachen, wie man manchmal, es war ja auch ganz interessant, mit anderen Augen auf Ereignisse auch schaut.

Du weißt ja, wir haben ja den 1887-Vlog dann hinten gemacht mit allen Spielern, die diese Spiele gemacht haben. Kamen auch einige dazu seitdem. Ja, also es war tatsächlich dann dieser Moment, wir hatten, es war soweit alles vorbereitet, aber unser neuer Torwart, War noch nicht drauf. Und dann erinnerst du dich an das Spiel, das 88-Spiel gegen Union, als unsere Nummer 1 dann nochmal aus seinem Tor rausläuft.

Und ich denke nur, keine rote Karte, weil dann haben wir gleich einen Torwartwechsel und dann können wir nochmal alles neu machen. Also das mal so als kleine Anekdote. Natürlich möchte ich auch, dass wir das Spiel gewinnen, aber der zweite Gedanke war auf jeden Fall, bitte keine rote Karte und noch eine Einwechslung.

Da müssen wir alles nochmal anpassen. Ja, sehr kuriose Geschichten und witzig, auf jeden Fall da mal so einen Einblick zu bekommen. Vielleicht kannst du mal erzählen, wer hatte diese Idee dann auch mit diesem 1887? Ich hatte eigentlich, als ich das zum ersten Mal dann auf hsv.de gelesen habe, direkt an Bruder Jürgen Trede gedacht, weil der führt ja sehr, sehr ausführlich Rechnung zu Hause und zählt wirklich alles mit.

Das müsst ihr dann ja schon deutlich früher irgendwie mal antizipiert haben oder irgendjemand hat euch da einen Hinweis gegeben, dass das dann... Genau, es war die Jahre immer schon mal Thema. Es steht natürlich, irgendwann guckt sich dann mal bei uns im Team auch die ewige Tabelle an. Da siehst du die Spiele und weißt, oh, guck mal, wenn wir aufsteigen, 21 Spiele noch, dann haben wir es geschafft.

Also das war uns schon länger bewusst, dass uns das dann. Bevorsteht, wenn wir aufsteigen und dementsprechend gab es dann immer schon mal Pläne, was macht man dann dazu, macht man ein T-Shirt. Aber dann die letzten Jahre haben wir schon gesagt, wenn das dann soweit ist, dann wäre das doch was für ein Sondertrikot und lasst uns da schon mal drauf rumdenken.

Das haben wir so die letzten ein, zwei, drei Jahre dann konkretisiert und dann war es jetzt endlich soweit, dass wir es machen konnten. Ziemlich genau. Vor einem Jahr ist es ja her, dass ihr auch ein anderes Sondertrikot rausgebracht habt, damals zum Weltmädchentag. Auch das war ja dann eine lange Planung. Im Prinzip waren dann zwei große Themen gleichzeitig bei euch.

Einerseits das aktuelle Thema, gleichzeitig die Planung des Sondertrikots für das nächste Jahr. Genau, das war ja nochmal eine komplett andere Geschichte mit dem Weltmädchentag, mit unserem Ärmel-Partnerplan international. Ja, ich glaube, die Geschichte ist bekannt, muss ich nicht nochmal ausführen. Ganz anderes Thema, zeigt aber auch, dass wir bei Sondertrikots schon versuchen, dass es auch einen wirklichen Anlass gibt.

Also schauen, also ist da ein Jubiläum da, 30 Jahre Supporters-Club haben wir mit dem Sondertrikot gefeiert, jetzt die 1887 Spiele. Oder dann halt auch ein, wenn man so will, ein Haltungsthema, ein gesellschaftliches Thema, wie mit dem Weltmädchentag, Teil der Dialöse, die wir dann auch gespendet haben in Patenschaften.

Also Sondertrikots beim HSV sollen was Besonderes bleiben und wir machen sie gerne und man sieht ja auch, die Nachfrage ist da, die Leute fordern das auch ein und haben das auch gerne und kaufen es gerne dann, aber es soll schon ein Anlass sein. Also irgendwas an den Haaren herbeigezogen, das wollen wir nicht machen.

Okay, man kann schon so ein bisschen vermuten, dass es ja schon auch ein richtiges Geschäftsmodell jetzt geworden ist für euch, so ein Sondertrikot rauszubringen. Ich glaube, man darf auch nur laut DFL dann ein Sondertrikot pro Saison rausbringen? Genau, ein Sondertrikot pro Saison, außer man hat noch ein Charity-Thema.

Das haben wir in diesem Jahr mit Yes We Cancer, mit der Hanse Merkur zusammen gemacht beim Heimspiel gegen Dortmund. Das war zwar das Heimtrikot, zählt aber trotzdem, da es ein anderer Sponsor ist als Sondertrikot. Da es aber eine Charity-Aktion ist, ist das dann nochmal möglich. Ansonsten darf man einmal ein anderes Trikot spielen.

Und jetzt so mit den Erfolgen der letzten Jahre, du hast sie alle genannt, kann man wahrscheinlich schon bei euch in der Abteilung davon ausgehen, dass jetzt die nächsten Jahre da schon die Chance dann auch genutzt wird, einmal pro Jahr das noch zu machen? Ja, aber auch wirklich, wenn uns Themen einfallen. Wenn es mal kein Thema gibt, dann...

Werden wir auch mal ein Jahr aussetzen. Ihr habt ja auch zu euren drei gängigen Trikots immer dann auch Themen, die ihr da jeweils euch ausdenkt. Ich glaube gerade jetzt das erste Heimtrikot, das war ja auch eine besondere Geschichte mit diesem Retro-Trikot, TV-Spielfilm der 90er Jahre. Auch richtig cool gemacht dann mit diesem Leak mit Merlin Polzin.

Kannst du da mal erzählen, wie die Idee entstanden ist. Und dann brauchst du natürlich auch so einen Trainer, der das dann so gut mitspielt. Das muss man auch sagen. Man braucht auch die Personen, die darauf Lust haben, die es auch authentisch vermitteln können. Und das haben wir natürlich gerade mit unserem aktuellen Trainer, macht das natürlich auch Spaß und der auch zu sowas dann bereit ist.

Ansonsten habe ich da eine super Marketingabteilung, die immer wieder, also sind wir im Merchandising, wirklich sehr produktbezogen. Kampagnen ist unsere Marketingabteilung, die da jedes Mal, was die Spots angeht, nochmal einen draufsetzt. Da kriegen wir auch sehr viel Lob von anderen Vereinen, kriege ich sehr viele WhatsApp-Nachrichten, wenn wir mit unseren Trikotspots rauskommen.

Das kriegt schon deutschlandweit auch Aufmerksamkeit und das ist ein super Zusammenspiel auf der Geschäftsstelle. Also diese Erfolgszahlen stehen natürlich immer so ein bisschen dann für meine Abteilung, für das Merchandising, aber im Hintergrund Marketing, ich möchte jetzt keinen vergessen, deswegen möchte ich sie gar nicht alle aufzählen.

Kommunikationsabteilung, das muss alles getimed werden. Da ziehen alle an einem Strang, da arbeiten alle auf den Veröffentlichungstermin hin. Und das zeigt eigentlich, das freut mich immer ganz besonders, wie die Geschäftsstelle da zusammenarbeitet und dass wir da auch wirklich eine starke Truppe auf der Geschäftsstelle haben, die das alles wuppt.

Mhm. Dieses Trikot dann hat natürlich dann auch deshalb wahrscheinlich so gut funktioniert, weil diese Aktion dann auch so gelungen war. Das steigert natürlich dann auch eine gewisse Erwartungshaltung, dass ihr eigentlich mit jedem Trikot jetzt euch was ganz Besonderes ausdenken müsst. Auch nicht so einfach, oder?

Nee, das stimmt, aber das Positive ist ja, wenn wir in so ein Briefing gehen mit Adidas zusammen, dann haben wir meistens auch schon eine Geschichte im Kopf und daraufhin entstehen ja Designs. So eine Grundgeschichte für die nächsten drei Trikots nächstes Jahr, die steht natürlich schon, die Trikots sind fertig, also das steht schon länger und dementsprechend geht man natürlich auch in eine besondere Richtung.

Das ist ja klar, wenn wir jetzt bei dem aktuellen Heimtrikot irgendwie ein Design von 1994 neu interpretieren lassen wollen von Adidas, wenn das die Geschichte ist, dann ist natürlich klar, dass dann so ein Spot auch dabei rauskommt, wo wir dann mit den Legenden arbeiten und für mich auch immer noch einer der ja gar nicht so besonderen Spots, aber war dieses Jahr mein Gänsehautspot auf jeden Fall, wenn ich daran denke, wenn im Moment dann auch noch die Legenden da stehen und dann kommt dann unsere Frauenmannschaft noch dazu, weil wir doppelt aufgestiegen sind. als kriege ich schon wieder Gänsehaut.

Das sind dann so die Momente, die hängen bleiben und diese Gänsehaut-Momente, das schafft unsere Marketingabteilung, glaube ich, ganz gut, man auch darzustellen. Trotzdem, ein super Spot wird nie, wenn es ein schlechtes Trick ist, wenn es Merchandising mit Adidas zusammen Mist gebaut hat, dann wird die beste Marketingabteilung auch nichts aussehen.

Das Produkt muss erstmal stimmen und dann kann man auch. Gut begleiten durch eine Marketingabteilung drumherum. Was ich auch mal wieder witzig finde zu beobachten, wenn dann im Netz bei Social Media so die ersten Trikots dann zu sehen sind, die Reaktionen sind meistens eher jetzt nicht so euphorisch.

Dann auch jetzt dieses Trikot, dieses 90er Jahre Trikot, erinnere ich mich, da waren schon viele Meinungen, sodass man das Gefühl hatte, ob das jetzt funktioniert und dann am nächsten Tag geht der Verkauf los und plötzlich brechen wieder alle Server zusammen. Also schon eine deutlich andere Wahrnehmung dann auch. Ja und auch, was ich häufig dann feststelle, auch von Creatoren so rund um den HSV, die dann das erste reißen, dann fahren sie doch in den City-Store und dann ist das zweite Video meistens ich habe es mir angeguckt, doch ganz cool und ich habe es mir auch gekauft.

Deswegen, also die erste Reaktion ist häufig nicht so euphorisch. Da können wir aber auch mit umgehen. Also ich lese auch nicht alle Kommentare, sonst wirst du auch irgendwann verrückt. Aber es gibt auch also für berechtigte Kritik sind wir immer offen. Es ist halt häufig manchmal, es steckt schon was dahinter und wir haben auch einen Ausrüster mit Adidas, das ist eine Weltmarke.

Also gibt es jetzt nicht so viele Ausrüster, die da oben drüber gehen, auch was, die haben gerade wieder Zahlen veröffentlicht, die sind schon erfreut, die wissen schon, was sie machen. Und natürlich geben wir ein Briefing ab, aber ein Adidas setzt das auch um und die werden sich schon was dabei gedacht haben.

Also da kann man manchmal auch vielleicht ein bisschen vertrauen, dass Adidas sich was dabei gedacht hat. Aber gerade insgesamt diese drei Trikots, die ihr jetzt zu dieser Saison herausgebracht habt, da waren die Kommentare schon durchgängig relativ negativ, fand ich. Auffällig negativ. Auch das blaue dann, wo viele gesagt haben, das sieht jetzt irgendwie aus wie ein Aufwärmschirt und dann das Ausweichtrikot mit den Neonfarben.

Da gab es dann ja auch von den Ultras oder vom Förderkreis Nordtribüne durchaus starke Kritik, dass da die Raute verschandelt wird. Wie seid ihr damit umgegangen mit dieser Kritik? Das ist auch auf jeden Fall eine Position, die man haben kann. Das nehmen wir natürlich auch zur Kenntnis und das beschäftigt uns natürlich auch. Das ignorieren wir jetzt nicht.

Aber natürlich ist das ein Teil der großen, diversen Fanszene des HSV und dementsprechend zeigen die Verkaufszahlen, dass es aber auch einem großen Teil einfach gefällt, kann aber die Punkte der aktiven Fanszene da auch total verstehen, die sie haben. Zum Thema Aufwärmshirt ist immer das Thema. Machst du ein wildes Trikot, sagen alle, mach doch mal was Schlichtes.

Machst du was Schlichtes, sagen alle, sieht aus wie ein Aufwärmshirt. Also auch da die Balance zu finden. Und wir versuchen natürlich auch unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Das ist natürlich einfach, drei Trikots zu machen, die dann ungefähr auf eine Zielgruppe einspielen. Aber es gibt einfach so viele unterschiedliche Fans.

Das muss man einfach als Merchandising-Abteilung des Gesamthaus. Auch mit einbeziehen und wir sagen immer bei uns im team wir haben die älteren erinnern sich wir haben das wetten das publikum dass wir bedienen müssen ja von 0 bis 88 hat man glaube ich immer gesagt und sämtliche gesellschaftlichen schichten und das ist einfach allein wir hier gerade am tisch haben unterschiedliche mode stile wenn wir jetzt einmal noch mal durch eure redaktion hier gehen wie viele unterschiedliche marken sowas hier sehen die gerne getragen werden was zu vereinen in drei trikots oder auch in der kollektion von dem verein ist nicht immer ganz einfach und es ist ganz normal dass wenn du den shop guckst dass dir der großteil

nicht gefällt das soll auch so sein denn du bist eine bestimmte ziel gruppe die wir mit einem teil der kollektion erreichen wollen es gibt aber auch noch ganz viele andere menschen da draußen die sich anders klein den andere sachen gefallen. Hier in den Räumen auf jeden Fall ein bisschen zu viel Grün, würde ich sagen. Oder würdest du jetzt wahrscheinlich sagen.

Aber das liegt halt einfach dann an unserer Abendlattfarbe. Da kann ich leider nicht viel machen. Aber ja, diese Farben der aktuellen Trikots habe ich auch schon angesprochen. Mit dem Neon, mit dem Pink. Pink ist ja auch schon so ein Klassiker, den ihr mehrfach ausprobiert habt. Gefühlt war die Kritik sehr groß, gerade an diesem Trikot. Aber ich sehe das schon relativ viel.

Auch natürlich bei euren weiblichen Fans, glaube ich, kam das sehr gut an. Kannst du so ein bisschen mal die Zahlen auch schon sagen, was die aktuellen Trikotverkäufe dieser Saison angeht? Ja, also beim Ausweichtrikot kann man auf jeden Fall sagen, haben wir mehr als doppelt so viele verkauft wie vom Roten im letzten Jahr.

Was eigentlich immer, rote Trikots kommen eigentlich in den Kommentaren immer gut an, sind bei den Verkaufszahlen eher schwierig. Das ist auch einfach eine Tatsache, die ich kann es auch nicht erklären. Genau, haben aber trotzdem vom Ausweichtrikot auch über 20.000 Stück verkauft. Und das ist für ein Ausweichtrikot, was wir, ja, wann spielen wir mal ein Ausweichtrikot?

Ich müsste jetzt nachgucken, wie oft wir es gespielt haben, drei, vier Mal. In Heidenheim erinnere ich mich. In Heidenheim zweimal, genau. Mehr fällt mir aber auch schon nicht mehr ein. Ich glaube, wir haben es nochmal irgendwo anders gespielt. Aber ja, deswegen ist das eine super Zahl für ein Ausweichtrikot und zeigt einfach, dass es Leute gibt, die auch dann mal was anderes haben wollen.

Kann aber natürlich den Punkt verstehen. Und das ist ja auch kein HSV-exklusives Thema, wenn man sich die anderen Fans sehen, anguckt. Bayern München, jahrelanges Thema. Rot-weiße Trikots. Bei ganz vielen anderen Vereinen. Dortmund hat das Thema gerade. Und also für mich total nachvollziehbar. Auch die Kritik, das kann man auch so sehen. Und das ist auch, glaube ich, ganz wichtig, dass wir da im HSV zusammen drüber sprechen.

Und es gibt da auch einen Austausch natürlich zwischen der Fanszene und auch unserem Fankulturbereich, den wir haben bei uns beim HSV. Der ist auf einem sehr guten Niveau wertschätzend, aber trotzdem können wir uns auch an einen Tisch setzen und auch mal kritische Töne ansprechen. Das ist eigentlich schön, weil nur so kommen wir voran.

Das ist aber immer auf einer vernünftigen Ebene. Und natürlich, wenn es da nochmal ein Spruchband gibt, ist das aber auch völlig normal. Das ist der Ausdruck der Fankultur und das wollen wir beim HSV aber auch so haben. Und das ist ja auch bewusst so gewählt. Also da gibt es gar kein böses Blut. Das ist Kritik, die wir mitnehmen. Aber wie schon erklärt, wir müssen auch mal Dinge ausprobieren.

Dann fehlen auch die Zahlen zu den anderen beiden Trikots. Also das blaue Auswärtstrikot. Ich glaube, ist das sogar noch besser als das Ausweichtrikot? Genau, da sind wir bei 25.000. Das ist auch gut für ein Auswärtstrikot. Heimtrikot natürlich super stark. Da werden wir am Ende 70 verkauft haben. Genau wie vom Sondertrikot auch.

Okay, das heißt dann Wette, ja, auch ohne das Sondertrikot wahrscheinlich so knapp über die 100.000 dann gekommen. Genau, ja. Ich habe schon gesagt, oder du hast es auch schon gesagt, ihr plant die Trikots weit im Voraus. Die Trikots für die nächste Saison stehen jetzt im Prinzip schon. Das heißt, aktuell arbeitet ihr jetzt schon an den Trikots für die Saison.

Jetzt muss ich kurz überlegen. 2028, 2029? Nee. 27, 2028? 27, 2028 haben wir jetzt. Sind fertig, ja? Sind fertig. Adidas war gerade da und 11 Teamsports zum Spiel gegen Leverkusen. Da saßen wir zusammen. Und ja, da haben wir noch ein, zwei Details anzupassen. Aber das Grundkonzept steht, wird gut. Okay, und dann geht es an die Trikots der Saison drauf? Oder dann könnt ihr auch mal ein bisschen... Nee, also jetzt im Sommer steht dann schon wieder das Briefing an für 28, 29.

Also die Vorlaufzeiten sind schon enorm. Ja, aber gibt uns auch eine Planungssicherheit und macht natürlich mit so einem Ausrüst da mit Adidas und 11 Teamspots auch Spaß, das zu entwickeln. Ich wollte gerade sagen, Adidas spielt natürlich dann auch eine wichtige Rolle, dass ihr da auch einen langfristigen Partner an der Seite habt, der natürlich auch eine gewisse Tradition dann bedient. Und war jetzt auch zwischendurch mal zu lesen, auch bei uns, dass es da mal Verhandlungen auch gab mit anderen Ausrüstern, als dann der Vertrag auslief.

Also Adidas ist für euch dann natürlich auch schon ein großer Teil dieser Erfolgsgeschichte, ne? Ja, auf jeden Fall. Ich müsste lügen, wie viele Jahre es sind. Also auf jeden Fall die erfolgreichen Zeiten der 80er und so weiter, das war alles Adidas. Zwischendurch gab es dann mal so einen zweijährlichen Wechsel irgendwie zwischendurch.

Da haben wir irgendwie alles mal ausprobiert, sind es ja aber auch schon seit 2007, 2008, 2008, 2009. Also in dem Dreh wieder bei Adidas und ist natürlich immer unser erster Ansprechpartner, aber klar, gehört auch dazu und gerade natürlich mit den Trikotzahlen, die wir jetzt haben. Also ich habe jetzt natürlich keine hundertprozentigen Vergleichszahlen der anderen Vereine, aber mit der Trikotzahl dieses Jahr sollten wir auf Platz 3 sein in Deutschland und natürlich erzeugt das auch Aufmerksamkeit bei sämtlichen Marken weltweit.

Aber Adidas wird immer der erste Ansprechpartner sein und ich hoffe, dass es noch lange weitergeht. Euren Partner 11 Teamsports hast du auch schon angesprochen. Welche Rolle spielt der dann eigentlich in diesen ganzen Prozessen? Du hast eigentlich Veredelungs- und Vertriebspartner. Also von denen kommen auch die Rücken-Flogs, der 1887-Flog kommt von 11 Teamsports.

Die nehmen alle Veredelungen am Trikot vor, der Ärmelflog, der mittlerweile drauf muss. Wenn es aber nochmal was im Nacken steht, haben wir ja häufig nur der HSV nochmal im Nacken stehen, die 1887 jetzt beim Trikot. Sowas wird alles im Nachhinein bei 11 Teamsports angebracht. Und die sorgen auch für eine Präsenz im Handel für uns und versorgen Sporthändler in ganz Deutschland.

Also das ist nochmal auch ein Schritt nach vorne gewesen. Da haben sich viele gefragt, warum ist da jetzt nochmal ein Partner dazugekommen. Aber unterstützt einfach bei Veredelung und Vertrieb dann nochmal Adidas und uns. Von daher echt eine sinnvolle Dreiecksbeziehung, die auch bei anderen Vereinen gelernt ist.

Schalke hat das System zum Beispiel auch, Düsseldorf, Nürnberg. Also es ist gelernt und haben viele Vereine. Vor zwei Wochen war hier Axel Formel sein, Frühjahrer Aufsichtsrat und HSV-Fan, auch immer noch durch und durch, hat auch einen eigenen Podcast, ich habe da letzte Woche immer noch mal reingehört.

Er fordert ein Nadelstreifen-Trikot, so ein Retro-Trikot, was glaube ich viele sich auch mal wünschen. Er sagte, wann kommt das endlich? Wollt ihr mein Geld nicht, HSV? Also ja, gibt es da Ideen? Mal diesen Wunsch zu erfüllen. Das Supporters-Trikot 2023 war zum Beispiel, Nadelstreifen, das gibt es immer mal. Das wird sicherlich mal wieder kommen.

Das ist eine Option immer mal wieder, Aber. Und man muss ja auch neue Dinge kreieren. Dass wir jetzt irgendwie auf einen Retro-Zug aufspringen können, heißt ja auch, dass wir in der Vergangenheit gute Designs haben. Das ist aber nicht unser Anspruch, jetzt einfach nur jedes Jahr zu gucken, was hatten wir denn mal 1994 und wir kopieren das nochmal.

Also deswegen auch immer das Heimtrikot jetzt auch ein bisschen neu interpretiert und nicht einfach eins zu eins übernommen. Und man muss auch einfach Momente schaffen für die Generation nach uns, die dann schaut und sagt, Mensch, 2025, das war ja wild, was sie da gemacht haben. Das wird dann später retro werden.

Also sich jetzt nur immer auf der eine Vergangenheit festzuhalten, ist glaube ich auch nicht der richtige Weg. So eine Mischung aus Vergangenheit bewahren und neu auflegen, aber auch mal was Neues probieren. Natürlich gibt es dann auch immer wieder Rechnungen, dadurch, dass es beim HSV auch wirtschaftlich gut läuft, Merchandising ist ein großer Teil davon, fragt man sich natürlich, was bleibt denn eigentlich am Ende beim HSV hängen an einem so ein Trikot, also das kostet dann so roundabout 100 Euro im Verkauf, ich glaube da kann man jetzt schon nicht einfach sagen, die gehen dann komplett an den HSV, also da müsst ihr schon noch ein bisschen was abgeben.

Nee, tatsächlich. Da müssen wir zum einen Steuer abgeben. Also diese 100 Euro würde ich immer schon generell nicht nehmen, weil die 19% Mehrwertsteuer, die kennt jeder, die kann sich auch jeder runterrechnen. Und der Rest, das ist aber tatsächlich Ausrüster und Betriebsgeheimnis. Wenn ich da jetzt die Kalkulation offenlegen würde, würde ich das auch für viele andere Vereine tun.

Möchte ich an der Stelle nicht. Aber es gibt ja viele Studien und Erhebungen zu. Aber es ist weit entfernt von diesen populistischen Themen, Damit kann man irgendwie Ronaldo finanzieren, wenn der jetzt irgendwie mal gewechselt ist von... Real Madrid zu Juventus-Durin, glaube ich, war es. Und die sagen dann, allein mit dem Trikotverkauf ist die Ablöse. Nein.

Umsatztechnisch vielleicht ja, Gewinn nein. Ich glaube, Ronaldo ist aktuell jetzt nicht mehr so teuer. Bei Luka Voschkovic wird es wahrscheinlich schon schwieriger, das mit den Trikots zu finanzieren für die Kaufoption von Fabio Vieira. 20 Millionen, könnte das reichen. Wird wahrscheinlich auch eng. Wird auch eng, ja.

Aber es läuft ja auch in anderen Bereichen beim HSV sehr gut. Von daher schauen wir mal, ob es dazu noch kommt. Oder dann auch in welcher Form. Auch immer wieder spannend, was dann so eine Seite wie Foodie Headlines dann liegt bei euch. Ich glaube, letztes Jahr um diese Zeit gab es da auch den großen Leak.

Am Ende war dieses Trikot, was da präsentiert wurde, glaube ich auch. Ich weiß nicht, wo es dann erstellt wurde, mit welcher KI, aber ich glaube, das war ein großer Fake. Jetzt aktuell tauchte wieder eins auf. Ich glaube, da haben jetzt schon einige, glaube ich, sogar auch bei der Mopo spekuliert, ob das das nächste Heimtrikot wird mit so einer Dachmembranmuster oder auf jeden Fall ein Muster der Dachkonstruktion.

Kannst du da vielleicht schon was zu sagen? Ja, man muss sagen, bei uns die Trefferquote von Foodie Headlines ist wirklich schlecht die letzten Jahre. Also die Quellen scheinen nicht so gut zu sein. Auch das Sondertrikot, was wirklich lange in Planung war und wir haben in der Kunsthalle gedreht mit vielen Personen, wie ihr am Ende gesehen habt.

Da liefen noch Handwerker durch und ich dachte zwischendurch, das kann diesmal nicht gut gehen und es ist gut gegangen. Also wir sind da intern wirklich echt gut aufgestellt. Ich glaube, das kann man in vielen Bereichen gerade sagen. Macht es euch vielleicht auch manchmal ein bisschen schwieriger. War früher mal einfacher.

Da sind wir, glaube ich, ganz gut. Ansonsten habe ich da auch schon KI-Bilder gesehen mit einem großen Stadion vorne drauf. Muss man nur in die DFL-Richtlinien gucken. Das geht gar nicht. Also wundert mich, dass so eine Seite wie Food die Headlines das überhaupt anbietet, weil eigentlich klar ist, das darf man gar nicht.

Also von daher... Auch der neue Leak. Einfach abwarten, es wird schön. Ja, dann warten wir auf jeden Fall da nochmal ab. Ein großer Renner waren ja im letzten Jahr dann auch die Aufstiegsshirts. Also das war jetzt ja auch etwas, was man jetzt in der Form nicht so planen konnte. Beziehungsweise sie waren wahrscheinlich schon seit einigen Jahren geplant.

Mussten dann vielleicht nochmal ein bisschen umgestaltet werden. 120.000 habt ihr da am Ende verkauft. Die waren dann nicht mit Adidas gemacht. Da ging wahrscheinlich doch ein größerer Teil dann auch auf euer Konto. Ja, es ist eine Eigenproduktion, aber auch da haben wir auf eine Sonderproduktion gesetzt.

Das ist halt häufig so, dass bei so Erfolgsfällen, dass man einfach auf Standardware zurückgreift, die irgendwo liegt und dann wird die in einer Hinterhofdruckerei bedruckt. Das haben wir nicht gemacht. Das ist wirklich auch eine zertifizierte Sonderproduktion. Also die waren alle Ökotex Made in Green zertifiziert, unter vernünftigen Arbeitsbedingungen hergestellt.

Da hat es vielleicht zwei Tage länger gedauert, bis die Fans dann das T-Shirt auch hatten. Aber zumindest wurden auch in der Produktion Arbeitszeiten eingehalten und es musste keiner nächtelang durchdrucken. Nur damit wir schnell die Shirts haben, das ist auch ein wichtiger Punkt für uns, dass wir auch im Erfolgsfall darauf achten.

Das Design war komplett neu, das war die letzten Jahre so nicht bei uns. Wir haben wirklich uns jedes Jahr neu Gedanken gemacht, was auch dann wirklich, weil es war, erinnerst du dich auch noch, es war irgendwie jedes Jahr eine andere Situation. Wenn man sich dann im Februar meist dann nochmal das Design vom Vorjahr angeschaut hatte, was wieder nicht in Produktion gegangen ist, haben wir eigentlich immer nicht mehr gefühlt.

Das war eine andere Situation, ach nee, es passt nicht mehr. Aber wir haben noch nie so viel Aufwand reingesteckt wie das, was jetzt am Ende produziert wurde. Ich bin sehr froh, dass es das geworden ist und das ist glaube ich auch Teil des Erfolges. Also wir haben sehr viele positive Nachrichten auch von Vereinen, die gerade ähnliche Erfolge hatten. Dann zum einen zu den Zahlen, die stark über den anderer Vereine der letzten Jahre waren, aber auch zum Design.

Ich glaube, dass das schon dazu beigetragen hat, dass wir einfach diese Rathaus-Markt, dieser Montag, den wir alle zusammen erleben durften, dass wir das fast eins zu eins vorausgesagt haben auf diesem T-Shirt und da auch wirklich viel Arbeit rein und Detail reingesteckt haben. Und dass das schon besonders war, als wenn man jetzt so ein klassisches, wir sind Pokalsieger, Hallo Berlin, Hurra deutscher Meister.

Also das sehen ja alle sehr ähnlich aus und dieses T-Shirt war schon besonders, gab es so in der Form noch nicht. Hatten wir irgendwie ein gutes Händchen. Auch wieder in Zusammenarbeit mit der Marketingabteilung kann ich nur wieder sagen, die Zusammenarbeit auf der Geschäftsstelle ist super, dass wir das zusammen gemacht haben.

Bei euch in der Schublade oder bei dir auf dem Rechner im Archiv liegen aber noch ein paar oder sechs andere Entwürfe von Aufstiegs-T-Shirts? Ich glaube, wir waren ja jedes Jahr so knapp, dass wir, ich meine mich zu erinnern, dass wir jedes Jahr was gemacht haben und auch häufig, muss ich auch sagen, das habe ich auch gesagt, wir haben nie eine Produktion vernichten müssen.

Also wir haben auch dieses Mal, bevor es feststand, nicht angefangen zu produzieren. Was wir aber natürlich manchmal dabei hatten, das musst du haben, ist für die Mannschaft 50 Stück, die wir dann tränenreich im Büro zerschnitten haben, nachdem es nicht geklappt hat. Aber klar, wenn du dann ein Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin hast, das Hinspiel 1-0 gewonnen hast und das hätte funktioniert, dann sollte die Mannschaft ein T-Shirt haben, wenn sie jubelt. Deswegen ist das unsere Aufgabe.

Da höre ich auch immer, ja, schlecht ist oben, warum bereite ich überhaupt was vor? Ja, schön dann gesagt, aber wenn es dann passiert und wir haben nichts, sagen alle, darauf wart ihr nicht vorbereitet, wir haben das Hinspiel nur 1-0 gewonnen. Musst du doch mit rechnen, dass wir hier aufsteigen. Deswegen, das gehört einfach, wenn man professionell sein will, dazu.

Und ja, ein paar Mal mussten wir 50 Stück zerschneiden. Ich weiß jetzt nicht mehr, wie es bei den Aufstiegsschürzen war, aber jetzt beim Sondertrikot gab es natürlich schon nochmal ein Ärgernis mit dem Online-Shop, der dann zusammengebrochen ist. Wie versucht ihr das zu verbessern? Könnt ihr das überhaupt oder ist dann so ein Ansturm wie jetzt bei dem Sondertrikot, kann man dann auch irgendwie nichts mehr machen?

Ja, also wir sind gerade dabei mit dem Dienstleister. Es gibt noch ein, zwei Stellschrauben, aber wir hatten im Aufstiegsfall die halbe Stunde nach Aufstieg keine Probleme und haben da wirklich Massen an T-Shirts verkauft. Das war für uns so, die Blaupause zu sagen, okay, der Shop funktioniert so und ich weiß noch, der Dienstleister hat vorher noch gefragt, sollen wir irgendwas besonders machen? Wir haben gesagt, Aufstiegs-Setup.

Dann kann ja eigentlich nichts passieren. Ja, Pustekuchen. War dann doch ein bisschen mehr Traffic und die Zugriffszahlen habt ihr gelesen, also diese, mich immer noch schockiert, diese 12 Millionen Zugriffe, das ist jetzt nicht das 12 Millionen Menschen, hat auch ein. Großes Webportal übernommen, 12 Millionen Fans, das ist es natürlich nicht, das sind 12 Millionen, also wenn du F5 drückst, das ist ein Zugriff.

Das haben wahrscheinlich viele sehr häufig gedrückt, F5 an dem Tag. Man muss diese Zahl so ein bisschen relativieren, natürlich nicht 12 Millionen Menschen, Aber es ist schon so, dass das beim Aufstieg zwei Millionen Zugriffe waren. Und das ist einfach ein so vielfaches. Ich glaube, man kann ja ungefähr überschlagen, wie viele es dann am Ende haben wollten, weil die paar Tage danach konnte dann jeder nochmal bestellen.

Jetzt so im Nachhinein hättet ihr da noch ein bisschen mehr verkaufen können, wenn ihr das jetzt noch länger, klar, natürlich hätten wir noch ein paar mehr zuschlagen. Ich glaube, der Zeitpunkt war, es war ausreichend Zeit. Es ist trotzdem gerade immer noch die häufigste Suchanfrage im Online-Shop. Also wir haben dann so ein Report, Suche ohne Treffer, das Sondertrikot immer noch auf eins. Das wird wahrscheinlich noch so ein bisschen so bleiben.

Die Leute suchen noch danach, aber viel mehr wäre es eigentlich nicht geworden. Wir müssen natürlich irgendwann anfangen zu produzieren, weil wir haben jetzt genau die Menge produziert, die vorbestellt wurde. Und damit werden wir im Juni, Juli auch gut beschäftigt sein, beziehungsweise unser Logistiker. Das wird nochmal eine richtige Herausforderung.

Wir haben es ja auch gesagt, die Flockquote, also diejenigen, die sich entweder spielereigen oder den 1887-Flock aufs Trikot machen wollen, ist extrem hoch. Und das ist eigentlich das, was im Logistikprozess die große Herausforderung ist. Also ein T-Shirt, also die 120.000 T-Shirts, das haben wir schnell hinbekommen, weil die sind fertig.

Die müssen nur in eine Verpackungsmaschine und gehen relativ automatisiert dann in den Versand. Alle Trikots einmal auspacken und beflocken. Wer mal so ein Trikot beflockt hat, der weiß, dass das im Moment dauert und damit auch alles gerade ist und sauber ist, muss das genau gemacht werden. Ja, wir haben ein bisschen Zeit, uns darauf vorzubereiten, aber ja, das wird nochmal eine Herausforderung im Sommer.

Du hast gerade die Suchanfragen genannt, das fand ich auch jetzt interessant. Was sind da so die Suchbegriffe, die da sonst neben dem Sondertrikot am häufigsten bei euch auftauchen? Meistens hilft uns einfach nur, unsere Suche zu verbessern, weil für Begriffe, die wir als Artikelbezeichnung nicht wählen, es einfach andere Wörter gibt.

Ansonsten hilft das aber tatsächlich. Das ist eigentlich unser Marktforschungstool Nummer eins. Also wenn da jetzt, jetzt fällt mir gerade kein Beispiel ein, weil wir natürlich so viele Produkte auch im Sortiment haben. Aber wenn da ständig nach Handyhülle, iPhone 16 gesucht wird, dann sollten wir eine machen.

Also es ist tatsächlich ein bisschen Marktforschung. Ich habe sie gerade nicht im Kopf. Ich weiß nur, dass das Sondertrikot gerade auf jeden Fall auf eins ist. Kannst du mal so sagen, was sonst so die beliebtesten Fanartikel sind? Also da gibt es natürlich so ein paar Klassiker wie der Fischerhut. Nils heißt er, glaube ich.

Aber Dino Herrmann. Ich habe ihn mir selbst mal besorgt. Für meinen Sohn. Kann ich an dieser Stelle verraten. Nein, also Fischerhut ist immer noch auf eins. Wenn wir die ganze Zeit denken, jetzt müsste eigentlich jeder HSV-Fern drei zu Hause haben. Ist weiterhin unangefochten die Nummer 1 auch in dieser Saison, abseits von den Trikots oder von deiner eigenen Kollektion.

Aber auch die Plüschfigur vom Dino Herrmann oder sämtliche Dino Herrmann Produkte und das ist auch ein Thema, was sich die letzten Jahre schon gewandelt hat. Das war gerade so um den Abstieg oder den schwebenden Abstieg so davor. Da wusste man ja auch nicht, was passiert mit dem Dino. Ist er dann eigentlich noch da?

Da gingen die Zahlen schon sehr zurück und das hat sich total stabilisiert und ist jetzt nicht mehr nur ein Kinderthema. Und ich beobachte es auch gerne am Spieltag, dass da nicht nur Kinder hinlaufen und einmal knuddeln wollen. Ich sehe auch sehr viele Erwachsene da hinlaufen und Fotos machen und Selfie machen.

Also dieses Thema Dino ist ein Phänomen, das zeigt sich auch, ein positives Phänomen und zeigt sich auch bei uns in den Verkaufszahlen. Also es ist einfach ein Gesamt-Has-Frau-Thema geworden. Kinderartikel laufen natürlich insgesamt wahrscheinlich besonders gut. Also ich kann jetzt auch eine kleine Anekdote erzählen. Mir wurde dann, ich glaube zum ersten Geburtstag oder zur Geburt meines Sohnes, hat mir jemand einen HSV-Schnuller geschenkt. Also drei Stück, glaube ich, kommen die in ein Paket.

Und nach einer Weile hat er auch wirklich nur noch diese Schnuller akzeptiert, weil die, glaube ich, so eine besondere Form hatten. Und dann hatten wir mal eine Krise, als er dann nicht schlafen wollte. Und wir einen anderen Schnuller probiert haben. Ging nicht, also es musste dieser Schnuller sein. Und es hat zu einer großen Krise geführt.

Wir haben versucht, ihn überall zu finden. Und er war in der Phase gerade wirklich ausverkauft. Scheint auch ein Renner zu sein. Ja, das auf jeden Fall. Eine ähnliche Geschichte erzählt mir unser Vorstand Erik Huber auch. Auch sein Sohn nimmt nur den HSV-Schnur. Das kommt mir gerade bekannt vor, ja. Witzige Geschichte auf jeden Fall. Gibt es vielleicht auch so Grenzen, wo du sagst, weil ihr ja auch gesagt habt, ihr eure Kollektion ein bisschen verändert, wo ihr sagt, das macht ihr nicht.

Also HSV, Klopapier, ich weiß gar nicht, ob das überhaupt gibt. Habt ihr da so ein paar Sachen definiert, was für euch ein No-Go ist? Ich glaube, das ergibt sich schon. Viele Sachen werden ja noch gar nicht angeboten, aber dass wir jetzt so konkret irgendwas absagen müssten, weil es uns ständig wieder angeboten wird, eigentlich nicht.

Es ist jetzt aber auch über die vielen Jahre, wo jetzt Merchandising professionell betrieben wird, wurde fast alles ausprobiert, muss man auch sagen. Da kommen jetzt wenig Sachen noch dazu. Als ich angefangen habe 2010, da kamen eigentlich jedes Jahr gerade die Badeente auf. Das ist total gelernt, die gibt es immer noch, wird es wahrscheinlich immer geben. In der 40. Ausführung gibt es mittlerweile wahrscheinlich vom HSV.

Das war damals noch was Neues. Man hat eigentlich vieles ausprobiert, vieles ist geblieben, vieles ist aber auch wieder verschwunden, weil es nicht funktioniert hat. Ja, aber konkrete Grenzen. Keine Tabus. Erstmal nicht. Du hast es auch eben schon gesagt bei den Treppen... Oh doch, ich muss mich korrigieren. Wir treten nicht auf die Raute. Es gibt keinen Teppich.

Okay, aber ja, das ist mir auch tatsächlich noch nie begegnet und wäre jetzt auch nicht drauf gekommen. Das wird tatsächlich ständig und machen auch andere Vereine unterschiedlich. Einige sehen es so wie wir, andere sagen, ist uns egal, aber Teppich wird uns häufiger angeboten, gibt es nicht. Du hast eben auch die Nachhaltigkeit eures Aufstiegsschirts erwähnt.

Das ist ja auch bei euch ein großes Thema. Ihr habt letztes Jahr einen Preis bekommen, wart Top-Team der Bundesliga, was dann Nachhaltigkeit angeht. Du warst selbst auch schon mal in Indien, hast da die Produktionsbedingungen dir angeschaut. Warst du schon mehrfach jetzt da auch tatsächlich? Genau, in Indien selbst war ich schon dreimal, in der Türkei, in Produktionsstätten auch schon häufiger.

Also wir sind häufiger vor Ort, schauen uns das an. Aber in Indien ist es natürlich häufiger durch unser Projekt vom Feld in den Fanshop, auch mit anderen Vereinen zusammen, was wir da begleiten. Und ja, dadurch war ich schon häufiger da. Sind dann jetzt tatsächlich alle Trikots, die ihr verkauft, dann in dieser Form nachhaltig produziert?

Also Trikots ist nochmal extra, das ist Adidas, die auch aber in dieser Studie sehr gut abgeschnitten haben. Da haben wir glaube ich auch 100 von 100 Punkten bekommen, was die gerade, also das ist natürlich auch kein Baumwoll-Thema, Trikots ist natürlich Proyester, aber. Ich kann mich noch erinnern, ich meine, das war 2015, ich glaube seitdem sind die Adidas Trikots aus Recycled Polyester, also die haben schon sehr früh damit angefangen, Adidas war da schon immer ein Vorreiter, auch da haben wir einen guten Ausrüster, was das Thema angeht.

Ich kann mich deswegen erinnern, weil ich irgendwann in den Fanshop kam und auf den Trikots waren überall grüne Aufkleber. Ich dachte, wer hat denn jetzt auf unser weißes Trikot grüne Aufkleber geklebt, was ist denn hier los? Das war Adidas, die haben es einfach bei allen Vereinen, weil es jetzt neu war, Recycled Polyester und das drückt man mit der Farbe Grün ja gern aus.

Grün-Weiß fanden wir es aber nicht so super und haben die alle entfernt, das weiß ich noch. Ich glaube, das müsste 15, 16 gewesen sein in der Saison. Genau, deswegen Trikots ausgenommen, aber bei den eigenen Textilien in der Studie vom letzten Jahr waren wir glaube ich noch bei 60, 70 Prozent, was wir umgestellt haben auf zertifizierte Artikel mittlerweile sind wir über 90 Prozent und kratzen jetzt daran, dass wir, einfach, dass es auch gar keine Auswahl mehr gibt, sondern unsere Artikel der Fan muss sich auch gar nicht weiter damit beschäftigen, also einfach nur wissen, die Produkte die HSV-Produkte, die ihr bei uns kauft die sind unter vernünftigen Bedingungen hergestellt, enthalten keine Chemikalien etc.,

dass man sich darauf verlassen kann. Das ist unsere Aufgabe und. Gibt es da noch einen anderen Verein in Hamburg, der da glaube ich auch sehr viel Wert drauf legt, wo ihr ja auch dann auch gemeinsam schon mal was gemacht habt. St. Pauli hatte vor ein paar Jahren ja mal dann auch eine eigene Trikot-Kollektion selbst produziert. War sowas bei euch auch mal ein Gedanke?

Ja, natürlich, wenn der Verein aus der gleichen Stadt irgendwie damit anfängt, dann muss man sich natürlich auch einmal damit beschäftigen. Aber für uns war das klar, dass das keine Option ist. Und hat sich auch gezeigt, dass das dann, glaube ich, zwei Jahre auch nur angehalten hat, bis da auch wieder ein Ausrüster reingekommen ist.

Es gab es immer schon mal, auch in den frühen 2000ern, gab es immer mal solche Bestrebungen, dass dann diese Ausrüster-Deals generell auszuhebeln, zu hebeln, ist keinem gelungen am Ende. Die Firmen gibt es alle nicht mehr. Von daher halte ich das aktuell nicht für ein Business Case, das selber zu machen.

Guckt ihr auch so ein bisschen im internationalen Vergleich oder kannst du sagen, wer da so Clubs sind, an denen ihr euch orientiert, die besonders cool sind, was so das Merchandising angeht oder spannende Sachen machen? Das muss man tatsächlich sagen, dass wir in Deutschland, was das eigene Merchandising angeht, abseits vom Trikot führend sind.

Also da gibt es Real Madrid, hat tolle Zahlen, die beruhen aber einzig und allein auf dem Heimtrikot, das für mich jedes Jahr gleich aussieht. Dann wechselt man vom Goldenen zum Navy-Streifen, verkaufen trotzdem Millionen davon. Also will ich gar nicht kritisieren, weil anscheinend machen sie was richtig.

Aber ansonsten haben die auch eine kleine Kollektion drumherum, aber nicht in dem Maße, wie es deutsche Vereine haben. Also da ist der deutsche Markt sehr, sehr weit und jetzt kommt es manchmal, dass man auf Treffen bei Lieferanten und so, dass dann mal so ein AC Mailand um die Ecke kommt und uns mal fragt, wie macht ihr das eigentlich und mit wem macht ihr das?

Weil die jetzt auch merken, dass da noch Potenzial und Wachstum überhaupt ist. Da ist das Ausland sehr, sehr Trikot-lastig. Was bei uns jetzt in Deutschland gerade erst wieder kommt, dass die Trikots so stark sind und wir eigentlich davor in unserer eigenen Kollektion extrem stark waren. Ihr könnt das wahrscheinlich dann auch beobachten bei der Merchandising-Messe, die ja im Volkspark stattfindet. Wann ist es wieder soweit?

Mitte November. Genauen Termin können wir immer erst nach Verabschiedung des Spielplans im Juni sagen. Aber genau, ja, ist jetzt dann die 24. Auflage der Merchandising-Messe, also gelernt größte Merchandising-Messe Europas. Alle Vereine aus Europa kommen hierher und schauen sich hier die neuesten Entwicklungen, Trends an.

Historisch gewachsen bei uns und die größte in Europa. Es gibt noch eine bei Chelsea in London, die ist ein bisschen kleiner und eher für den britischen Markt. Wir sind da aber wirklich, also Barcelona ist bei uns, Real Madrid ist bei uns, die deutschen Vereine natürlich alle, aber auch Basketball, Handball, Industrie, Musik, Merch war dieses Jahr ein großes Thema.

Auch das wird immer stärker, weil auch die, da haben wir auch ein paar Gespräche geführt, da ist noch häufig sehr viel Potenzial nach oben. Man kennt selber so ein Tour-T-Shirt von der Lieblingsband. Das wird dann vielleicht mal ein Schlaf-T-Shirt. Das war es dann aber auch. Die sind aber noch weit weg von wirklich tragbarer Kleidung im Alltag.

Und da gibt es jetzt auch ein bisschen Austausch. Das ist eigentlich die Plattform, die unsere Messe da bietet. Und wir freuen uns, dass das im Volksparkstadion bei uns ist. Ich schaue mal kurz auf die Uhr. Wir sind jetzt schon bei über 50 Minuten. Also tatsächlich hätte man jetzt nicht gedacht, dass das Thema Merchandising dann auch so viel Gesprächsstoff hergibt.

Vielleicht nochmal abschließend, wenn ihr jetzt Richtung Saisonende guckt, die Chancen stehen ja ganz gut, dass ihr den Klassenerhalt schafft. Werdet ihr da auch das für euch nutzen? Gibt es da dann ein Klassenerhaltst-T-Shirt oder etwas ähnliches, was ihr vorbereitet? Nee, das ist nicht geplant. Also wir hoffen natürlich, dass die Saison ruhig zu Ende geht, vielleicht auf dem Platz, auf dem wir jetzt stehen. Dann freuen wir uns und dann wird es aber kein extra Shirt dafür geben.

Ich glaube, dann können wir im Merchandising, aber auch in allen anderen Bereichen und vor allem im sportlichen Bereich dann hoffentlich auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und das einfach mal mit einem ruhigen WM-Sommer vielleicht feiern und alle mal ein bisschen durchatmen. Das wäre mein Wunsch vielleicht für die nächsten zwei Monate.

Das hört sich gut an und ist doch ein schönes Schlusswort dann auch für die heutige Folge. Es waren viele spannende Einblicke, interessante Geschichten. Hat großen Spaß gemacht. Vielen Dank für dein Kommen. Vielen Dank. Wir melden uns dann in der kommenden Woche wieder nach dem Spiel gegen Köln. Dann haben wir mit Sicherheit auch wieder einen Gast. Dann ist auch der Kollege Stefan Walter wieder dabei. Er freut sich schon.

Bis dahin in Hamburg sagt man Tschüss. Bei uns heißt das auf Wiederhören. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App und auf abendblatt.de slash podcast.

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